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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
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nachdenkseiten.de, 11. März 2026 um 14:00 Ein Artikel von: Redaktion
Als Botschafter der Islamischen Republik Iran möchte ich Ihre Aufmerksamkeit auf ein beispielloses und zutiefst besorgniserregendes Ereignis lenken – ein Ereignis, das nicht nur eine offensichtliche Verletzung des Völkerrechts darstellt, sondern auch einen schwerwiegenden Schlag gegen die grundlegenden Prinzipien der internationalen Ordnung bedeutet. Von Majid Nili, iranischer Botschafter in Deutschland.
Wie Ihnen bekannt ist, wurde der Iran am 28. Februar 2026 ohne jeden Grund oder jede Rechtfertigung militärisch von Israel und den Vereinigten Staaten angegriffen, während sich das Land inmitten indirekter Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten unter Vermittlung des befreundeten Staates Oman befand.
Im Verlauf dieser Angriffe wurden zahlreiche zivile Ziele gezielt angegriffen. Dazu zählt unter anderem ein Luftangriff auf eine Mädchenschule in der Stadt Minab, bei dem 175 Schülerinnen und Mitglieder des Lehrpersonals getötet wurden. Ebenso gehörte der Angriff auf die Nuklearanlage in Natanz zu den durchgeführten Angriffen – eine Anlage, die gemäß den Bestimmungen der Internationalen Atomenergie-Organisation aufgrund möglicher Umweltfolgen vor Angriffen geschützt sein sollte. Darüber hinaus wurde auch die Teheraner Ölraffinerie angegriffen – ein Angriff, der zur Freisetzung chemischer Stoffe in einer Stadt mit rund zehn Millionen Einwohnern führte. Außerdem kam bei dieser Aggression der religiöse und politische Führer des Iran, Ayatollah Khamenei, ums Leben.
Diese Angriffe stellen neben ihren weitreichenden humanitären und ökologischen Folgen klare Verstöße gegen das Völkerrecht dar, insbesondere gegen Artikel 2 Absatz 4 der Charta der Vereinten Nationen. Ein solches Verhalten verletzt nicht nur das Recht, sondern auch die grundlegendsten moralischen Prinzipien der internationalen Beziehungen sowie die fundamentalen Regeln des humanitären Völkerrechts.
Noch bedauerlicher ist jedoch die Reaktion einiger europäischer Politiker, die diese Handlungen nicht eindeutig verurteilt haben und durch ihr Schweigen oder durch die Relativierung rechtlicher und moralischer Prinzipien faktisch an der Seite der Aggressoren stehen.
Es ist nicht schwer zu verstehen, warum einige Staaten Israel und die Vereinigten Staaten unterstützen. Doch das Überschreiten der klaren Grenzen von Moral und Völkerrecht – Grenzen, deren Schutz die Bundesrepublik Deutschland und ihre Philosophen stets betont haben – wirft eine ernste und historische Frage für die öffentliche Meinung auf.
Die Erfahrung der Geschichte zeigt deutlich, dass Schweigen gegenüber Aggression und Kriegsverbrechen letztlich zur Normalisierung der Gesetzlosigkeit im internationalen System führt – zu einer Situation, in der das „Recht des Stärkeren“ die gemeinsamen Regeln ersetzt. In einer solchen Ordnung wäre kein Land sicher, und früher oder später würde diese Unsicherheit zu noch größerer Instabilität führen.
Die Islamische Republik Iran wird sich im Einklang mit ihrer Geschichte, ihrer Zivilisation und ihren religiösen Grundlagen sowie im Rahmen von Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen über das Recht auf Selbstverteidigung entschlossen für die Verteidigung ihrer nationalen Souveränität und territorialen Integrität einsetzen.
Was jedoch von den aufgeklärten Bürgerinnen und Bürgern Deutschlands erwartet wird, ist, dass sie nicht zulassen, dass die grundlegenden Maßstäbe des Völkerrechts und des humanitären Rechts leichtfertig politischen Erwägungen und einer bedingungslosen Unterstützung der Aggressoren geopfert werden. Die Geschichte Deutschlands, die selbst Krieg und Aggression erlebt hat, zeigt deutlich, dass das Wegsehen bei der Verletzung von Recht und Moral weder Frieden noch Sicherheit bringt, sondern vielmehr den Weg für die Wiederholung von Ungerechtigkeit und die Ausbreitung von Gesetzlosigkeit in der Welt ebnet.
Anmerkung der Redaktion: Zur guten journalistischen Praxis gehört es, alle Seiten eines Konflikts abzubilden, die unterschiedlichen Stimmen anzuhören. In diesem Sinne veröffentlichen wir auch diesen Beitrag, zumal er inhaltlich durchaus lesenswert ist.
Titelbild: Bundesregierung / Jesco Denzel
Rubriken: Erosion der Demokratie Militäreinsätze/Kriege
Schlagwörter: IranIsraelUN-ChartaUSAVölkerrechtzivile Opfer
Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=147554
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berliner-zeitung.de, 11. März 2026
Noch vor einem Jahr habe man ihm im Weißen Haus gesagt, die Ukraine habe keine Karten in der Hand. Heute sieht sich Selenskyj in einer anderen Position.
berliner-zeitung.de, 11.03.2026, 11.03.2026, 15:32 Uhr, Sophie Barkey

(Screenshot)
US-Präsident Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, zogen zuletzt Kartenspielvergleiche zur geopolitischen Position der Ukraine heran.Alex Brandon/AP
Die Ukraine sieht sich in einer grundlegend veränderten geopolitischen Position. In einem Interview mit dem irischen Blogger Caolan Robertson erklärte Präsident Wolodymyr Selenskyj, sein Land verfüge nun über die entscheidenden Trümpfe in der internationalen Sicherheitspolitik. Noch vor einem Jahr habe man ihm im Weißen Haus gesagt, die Ukraine habe keine Karten in der Hand. Heute bitte Washington Kiew um Hilfe – nicht Frankreich, nicht Deutschland, nicht Großbritannien.
„Ein gutes Gefühl“, kommentierte Selenskyj die Lage. Die Grundlage dafür seien die ukrainischen Soldaten und eine massiv ausgebaute heimische Rüstungsproduktion. Die USA hätten die Ukraine gebeten, Experten und Ausrüstung zum Schutz amerikanischer Militärbasen in Jordanien zu entsenden. Gespräche über eine ähnliche Unterstützung für Saudi-Arabien liefen bereits. „Ich bin sehr stolz, dass wir unseren amerikanischen Partnern helfen können“, sagte Selenskyj.
Die Karten habe man schon länger gehabt, so der Präsident weiter: „Vor einem Jahr hatte ich sie auch schon. Wir haben sie nur nicht gezeigt. Jetzt versteht jeder, dass wir sie haben.“ Trump hatte seine Aussage zu Kiews fehlenden Karten zuletzt mehrfach wiederholt.
Derzeit zeichnet sich ein massiver Rüstungsdeal mit Saudi-Arabien ab. Laut dem Kyiv Independent hat ein saudisches Rüstungsunternehmen bereits einen Vertrag über ukrainische Abfangraketen unterzeichnet. Zwei anonyme Quellen aus der ukrainischen Rüstungsindustrie bestätigten dem Portal laufende Verhandlungen über ein deutlich größeres Waffengeschäft. Eine Quelle sprach von einem „riesigen Deal“, der möglicherweise schon am 11. März besiegelt werden könnte. Weder das saudische Außenministerium noch die saudische Botschaft in Kiew reagierten auf Anfragen.
Hintergrund ist die wachsende Bedrohung durch iranische Shahed-Drohnen, die im Zuge des Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran auch gegen Golfstaaten eingesetzt werden. Selenskyj erklärte, er habe mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman über die Lage gesprochen. „Die Ukraine kämpft seit Jahren gegen Shaheds, und kein anderes Land der Welt verfügt über eine vergleichbare Erfahrung“, schrieb er auf Telegram.
Irans Krieg, Putins Jackpot: Wie die neue Krise die Ukraine ins Abseits drängt
Von Nicolas Butylin
gestern
Das zentrale Argument für ukrainische Technologie ist das Kostenverhältnis: Westliche Abfangraketen wie die US-amerikanische Patriot kosten mehrere Millionen Dollar pro Stück – gegen Drohnen, die in Massenproduktion für wenige zehntausend Dollar entstehen, ist das kaum tragbar. Selenskyj wies darauf hin, dass allein Anfang März innerhalb von drei Tagen mehr als 800 solcher teuren Raketen im Nahen Osten eingesetzt worden seien – mehr als die Ukraine seit 2022 insgesamt erhalten habe.
Die Ukraine hat eigene kostengünstige Abfangdrohnen entwickelt, darunter den „Octopus“ von TAF Industries, die P1Sun von Skyfall und die „Sting“-Drohne von Wild Hornets. Letztere produziert nach eigenen Angaben mehr als 10.000 Einheiten monatlich. Der ukrainische Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj teilte mit, Abfangdrohnen hätten allein im Februar fast 6300 Einsätze geflogen und über 1500 russische Drohnen zerstört.
Im selben Interview warnte Selenskyj eindringlich vor einer Eskalation des globalen Konflikts. Sollte der Krieg im Nahen Osten nicht rasch gestoppt werden, könne daraus ein Weltkrieg entstehen. „Es könnte passieren. Ja, natürlich“, sagte er. Die Welt sei darauf nicht vorbereitet – weder Europa noch die USA. Zwar rüsteten einzelne Länder wie Deutschland und die nordischen Staaten auf, doch die Zeit reiche nicht. Selbst die starke US-Armee habe keine Erfahrung mit modernem Landkrieg, wie ihn die Ukraine seit drei Jahren führe.
Die Eskalation im Nahen Osten ist jedoch nicht nur positiv für Kiew. Die internationale Aufmerksamkeit wurde von der Ukraine weggelenkt, die geplante nächste Runde der trilateralen Gespräche zwischen den USA, Russland und der Ukraine wurde kurzfristig verschoben. Russland profitiert derweil doppelt von der Lage: Moskau gewinnt Zeit im Krieg gegen die Ukraine, während steigende Ölpreise die russischen Staatseinnahmen in die Höhe treiben.
Auch wird innerhalb der Ukraine teils kritisch gefragt, warum Drohnenexperten und Abfangtechnologie in den Nahen Osten entsandt werden, während russische Drohnenangriffe auf ukrainische Städte unvermindert andauern und versprochene Verteidigungssysteme nur langsam an der Front ankommen. Die größte Gefahr liege demnach laut Sicherheitskreisen auf strategischer Ebene: Sollten steigende Energiepreise Europa stärker unter Druck setzen, könnte die westliche Unterstützung für die Ukraine bröckeln – während Russlands Rolle als Energielieferant an Gewicht gewinnt.
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seniora.org, 11. März 2026, 10. 03. 2026 Von Boris Rozhin alias Colonelcassad - übernommen von colonelcassad.livejournal.com
Über die Logik des chinesischen außenpolitischen Verhaltens
Boris Rozhin, Betreiber des Telegramkanals "Colonelcassad", veröffentlicht auf seinem Portal einen Artikel über Chinas Vorbereitung auf eine Aggression. Erläuterung der Fußnoten habe ich nicht gesehen, aber interessant sind auch die Leserkommentare, die hier nicht ebenfalls automatisch übersetzt wurden.
Reuters würdigte Rhozin gerade auf seine Weise:
"Boris Rozhin, ein einflussreicher Kriegsblogger, der unter dem Pseudonym „Colonel Cassad“ bekannt ist und fast 800.000 Follower auf der Telegram-App hat, sagte, Trump sei ein Monster, das durch die Straflosigkeit in den Wahnsinn getrieben wurde.
„Es ist entweder Dummheit oder Verrat, ernsthaft auf irgendwelche Vereinbarungen oder Abmachungen mit ihm (dem Monster) zu setzen“, meinte Rozhin." https://www.reuters.com/world/europe/trumps-iran-attack-rattles-russian-hardliners-who-call-putin-double-down-war-2026-03-03/
Mit Dank an M.L.
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Seit Anfang der 2020er Jahre hat China eine Reihe von Mobilisierungsmaßnahmen durchgeführt, die in ihrer Systematik und ihrem Umfang beispiellos in der Weltpraxis sind, zumindest seit den frühen 1970er Jahren, und in einigen Aspekten möglicherweise seit den Vorbereitungen der Sowjetunion auf den Zweiten Weltkrieg.
In der chinesischen Literatur werden sie direkt mit großen Mobilisierungsprogrammen aus der Zeit der Vorbereitungen auf den Krieg gegen die Sowjetunion in den 1960er und 1970er Jahren verglichen, insbesondere mit dem Bau der sogenannten „Dritten Linie-Unternehmen“[1].
Die von China durchgeführten Maßnahmen sind zwar nicht die auffälligsten, aber ein wichtiger Bestandteil des allgemeinen Trends zur totalen Sicherheit aller Aspekte der chinesischen Staatspolitik (bis hin zu Kultur und Umwelt), im Rahmen der sogenannten Integralen Sicherheitskonzeption von Xi Jinping[2].
Die von China tatsächlich unternommenen äußerst kostspieligen Schritte zeigen, dass trotz der Aufstellung von bunten Konzepten und Initiativen zur „Menschheitsgemeinschaft“, zur „inklusiven und fairen Globalisierung“ und anderen angenehmen Dingen, die chinesische Führung äußerst pessimistische Ansichten über die Entwicklung der Welt im 21. Jahrhundert hat. Sie bereitet sich zumindest auf einen schweren militärpolitischen Konflikt vor, der mit der Unterbrechung aller normalen wirtschaftlichen Beziehungen und einem Absturz an der Schwelle zum Krieg einhergeht. Aber im besten Fall geht es um noch schrecklichere Szenarien.
Eine solche Weltsicht ist wahrscheinlich der Grund für das paradoxe Verhalten Chinas in der internationalen Arena, das sowohl klare Ansprüche auf Supermachtstatus und ein globales Weltbild als auch Passivität und praktisch Feigheit angesichts einseitiger Aktionen der USA vereint.
Eine wichtige Besonderheit der Mobilisierungsprogramme ist, anders als bei der eigentlichen militärischen Aufrüstung, dass sie keine signifikanten außenpolitischen Dividenden bringen, wenn kein umfassender Krieg stattfindet.
Der Aufbau militärischer Kapazitäten im engeren Sinne bringt erhebliche außenpolitische Vorteile und ist nicht immer ein Hinweis auf die Bereitschaft, in absehbarer Zukunft Krieg zu führen. Neue Flugzeugträger, Flugzeuge und Raketen demonstrieren die Stärke der nationalen Macht und bringen positive Ergebnisse in der Innenpolitik. Sie erweitern das Instrumentarium zur Verteidigung der Interessen auf internationaler Ebene und ermöglichen spektakuläre lokale Gewaltaktionen.
Mobilisierungsprogramme hingegen wirken nur im Falle großer Kriege und gigantischer Natur- und Technologiekatastrophen. Sie sind kostspielig, und in Friedenszeiten neigt die öffentliche Meinung dazu, sie entweder mit Ärger oder Panik zu betrachten. Mobilisierungsbereitschaft kann eine Rolle bei der Stärkung der strategischen Stabilität spielen, aber diese Rolle ist viel geringer als die von strategischen Offensivwaffen. Daher ist die Mobilisierungspolitik der zuverlässigste Indikator für die strategischen Pläne und Absichten des Staates.
Die getroffenen Maßnahmen sind an sich kein Beweis für die Absicht Chinas, einen groß angelegten militärischen Konflikt auszulösen. Sie deuten jedoch darauf hin, dass ein solcher Konflikt von der chinesischen Führung als sehr wahrscheinlich, möglicherweise sogar unvermeidbar angesehen wird, wahrscheinlich bereits Ende der 2020er bis Anfang der 2030er Jahre. Szenarien von extremen Sanktionen und einer Seeblockade bis hin zu einem groß angelegten Raketenangriff auf chinesische Städte werden offenbar in Betracht gezogen.
Die Vorbereitung auf ein solches extremes Szenario scheint eine zentrale Rolle in der chinesischen Planung nicht nur im militärischen, sondern auch im außen- und innenpolitischen Bereich zu spielen. Sie erfolgt vor dem Hintergrund eines beschleunigten Ausbaus der eigenen strategischen Nuklearstreitkräfte und der Entwicklung eines Netzwerks geschützter Kontrollzentren im Falle eines Konflikts.
Parallel dazu begannen im Jahr 2023 neue Wellen von Personalumbesetzungen in den Streitkräften, im außenpolitischen Apparat und in den für die Mobilisierungsbereitschaft zuständigen Strukturen (z. B. im Ministerium für Notfälle, im Staatlichen Amt für Getreide und Materialreserven, in der Chinesischen Getreidekorporation usw.). Einige dieser Maßnahmen sind das Ergebnis einer Reihe von Überprüfungen des tatsächlichen Zustands der materiellen Reserven und der Mobilisierungsinfrastruktur (z. B. der Fall des Leiters der Chinesischen Getreidekorporation). Eine Reihe von Personalmaßnahmen in den Streitkräften könnte in Bezug auf die großen Personalumbesetzungen, die in einer Reihe von Großmächten vor dem Zweiten Weltkrieg durchgeführt wurden, als ähnlich betrachtet werden. Ein klassisches Beispiel ist die berühmte September-Säuberung in der US-Armee im Jahr 1939, der Versuch von Präsident Franklin Roosevelt und Generalstabschef der US-Armee George Marshall, das Personalpotenzial des US-Militärs an die Anforderungen eines großen Krieges anzupassen.
Ein Vergleich mit Stalins großer Säuberung von 1937 –1938 wäre eine offensichtliche Übertreibung. Nach bekannten Daten werden die überwiegende Mehrheit der chinesischen Parteidisziplinaruntersuchungen überhaupt nicht vor Gericht gestellt und enden mit einem Parteiausschluss, einer Entlassung, einer Herabstufung und anderen „vegetarischen“ Maßnahmen.
Der Begriff „strategischer innerer Bezirk“ (战略 腹地[4]) wurde von Xi Jinping während einer Inspektionsreise in die Provinz Sichuan im Juli 2023 offiziell in den chinesischen Sprachgebrauch eingeführt. Während der Reise betonte Xi, dass die Provinz ein „strategischer innerer Bezirk“ sei, da sie „eine einzigartige und wichtige Bedeutung für die nationale Entwicklung und die Umsetzung der Strategie zur Erschließung des Westens“ habe. Ein solcher Status impliziert eine Reihe von Verpflichtungen seitens der Provinz, einschließlich der Gewährleistung der Sicherheit von Produktions- und Lieferketten und der Stärkung der Energie- und Nahrungsmittelsicherheit des Landes[5].
Im Wesentlichen werden Sichuan und die benachbarte regierungsunmittelbare Stadt Chongqing mit der Aufgabe betraut, einen nationalen strategischen Reservefonds zu bilden, in dem Ressourcen und Produktionskapazitäten akkumuliert werden. Xi Jinping verwendete diesen Begriff auch für die Guangxi-Zhuang-Autonome Region während einer Inspektionsreise in die Region im Dezember 2023 und betonte ihre Rolle bei der Unterstützung der Entwicklung des Großraums Guangdong-Hongkong-Macau[6]. Dementsprechend ist ein „strategischer innerer Bezirk“ ein Gebiet, das die Rolle eines „Hinterlandes“ und einer Ressourcenbasis für einen großen industriell-technologischen Makroregion im engeren Sinne und für das ganze Land im weiteren Sinne spielt.
Im Dezember 2023 bezeichnete Xi Jinping auf dem Zentralen Wirtschaftsarbeitsforum die Aufgabe, „die Anordnung der wichtigsten produktiven Kräfte zu optimieren und den Aufbau eines nationalen strategischen inneren Bezirks zu stärken“[7], und verknüpfte dies mit der Agenda der regionalen Koordination. Im März 2024 wurde dies auch in der Regierungsbericht festgehalten, in dem die Notwendigkeit hervorgehoben wurde, aktualisierte Pläne für die funktionale Zonierung des Landes und entsprechende Maßnahmen zu entwickeln[8].
In den nachfolgenden Dokumenten wurde der Begriff enger mit der industriellen Sicherheit verknüpft. In der Entscheidung des 3. Plenums des Zentralkomitees der KPCh auf dem 20. Parteitag vom 18. Juli 2024 „Über die weitere umfassende Vertiefung der Reformen und die Förderung der chinesischen Modernisierung“ wurde erstmals die Formulierung „den nationalen strategischen Hinterland und Reservekapazitäten für Schlüsselindustrien aufbauen“ erwähnt[9], was sich als ein stabiles Konzept etablierte. Das Dokument versteht darunter die Verbesserung der Sicherheit von Produktions- und Lieferketten, die Schaffung eines Systems zur Risikobewertung und -prävention, die Verlagerung von Produktionskapazitäten ins Inland zur Sicherung der Widerstandsfähigkeit von Schlüsselindustrien und den Aufbau nationaler Ressourcenreserven. Zu den Schlüsselindustrien gehören die Herstellung von integrierten Schaltungen, Industrieausrüstung, medizinischer Technik, Instrumentenbau, Basis- und Industriesoftware sowie neue Materialien[10].
Die Entscheidung des 3. Plenums des Zentralkomitees der KPCh auf dem 20. Parteitag regte auch eine Debatte in der chinesischen akademischen Gemeinschaft über den Inhalt des Begriffs „strategisches Hinterland“ an. Bemerkenswert ist, dass eine solche Analyse auf einem Vergleich mit dem Bau der „Dritten Linie“ in den 1960er und 1970er Jahren beruht – einem groß angelegten Programm zur Verlagerung von Industrie- und Verteidigungsunternehmen in die inneren Regionen des Landes.
Die heutige Strategie wird als Abkehr von der ausschließlich defensiven „Dritten Linie“ in Richtung einer Integration von Sicherheit und hochwertiger Entwicklung betrachtet. Die Reserven sollten „lebendig“ sein – als Zentren des „produktiven Kräfte neuen Typs“ fungieren, Innovationen fördern und in Friedenszeiten voll funktionsfähig sein.
Trotz des Schwerpunkts auf wirtschaftlicher Effizienz wird in der akademischen Debatte über das „strategische Hinterland“ jedoch deutlich dessen Rolle als Rückzugsraum im militärischen Sinne verstanden. Sichuan wird als „großer nationaler Sicherheitsrückzugsraum“ (国家战略安全大后方) beschrieben, der den nationalen Bedarf deckt[11].
Im Rahmen des Aufbaus eines „strategischen Rückzugsraums“ wird erstens vorgeschlagen, die Fähigkeit der Schlüsselketten zur schnellen Umstellung vom Friedens- in den Notfallmodus zu verbessern (平急转换)[12]. Zweitens wird die Notwendigkeit des Aufbaus strategischer Korridore und logistischer Verbindungen betont. Diese Korridore, einschließlich des „Goldenen Wasserwegs des Jangtse“, des „neuen Land-See-Korridors“ und der Strecken, die China mit Zentralasien und Europa verbinden, sollen die Integration der inneren Regionen in nationale und trans-eurasische Kommunikationsnetze stärken[13]. Drittens wird als strategisch wichtig der Aufbau eines Energie- und Ressourcenreservats in den inneren Regionen hervorgehoben. Dies beinhaltet Maßnahmen zum Bau entsprechender Infrastruktur zur Lagerung von Ressourcen wie Kohle, Öl, Erdgas, Lithium und Seltenen Erden sowie deren Verarbeitung[14].
Die Daten zu den Entwicklungsplänen der Gebiete für die 15. Fünfjahresplanung deuten auf eine bevorstehende Erweiterung der Liste der „Reservebasen“ und sogenannter „stützender Gebiete“ hin, die den Betrieb der Industrie des „strategischen Rückzugsraums“ sichern sollen. Es gibt Anzeichen für einen Wettbewerb zwischen chinesischen Provinzen und Städten um die Teilnahme an entsprechenden Programmen. Insbesondere beanspruchen die an Russland grenzenden Regionen – die autonome Region Innere Mongolei und die Provinz Heilongjiang – einen Anteil daran[16].
Eine der wichtigsten Prioritäten ist die Reorganisation des Systems für das Management strategischer Reserven und die Ordnung in diesem Bereich. Am 1. Juni 2024 trat das „Gesetz über die nationale Ernährungssicherheit“ in Kraft, am 1. Januar 2025 das „Energiegesetz der Volksrepublik China“ und am 1. Juli 2025 das „Mineralien- und Rohstoffgesetz“.
Auf der Grundlage der Erkenntnisse aus der COVID-19-Pandemie wurde auch das Notfallreaktionssystem während der 14. Fünfjahresplanperiode umstrukturiert[18]. Ein zentraler Punkt ist die Schaffung eines nachhaltigen mehrstufigen Managementmodells, bei dem die zentralen Behörden für die strategische Planung, die interregionale Koordination und die Verwaltung einer einheitlichen digitalen Plattform verantwortlich sind, während die Regionen für den operativen Einsatz von Ressourcen und die Umsetzung von Plänen vor Ort zuständig sind. Zu den Arbeiten in diesem Bereich gehören die Bildung professioneller Rettungsteams, die Einrichtung standardisierter Kommandoposten und die Vereinheitlichung von Reaktionsplänen nach Typ und Ebene von Notfällen.
Im Rahmen der Reform des Notfallversorgungssystems wurde ein fünfstufiges Netzwerk von Reservelagern eingerichtet – von nationaler bis hin zu lokaler Ebene[19]. Es umfasst zentrale, provinzielle, städtische, kreis- und Gemeinde-Lager. Staatliche Reserven werden durch Unternehmensreserven ergänzt. Unternehmen beteiligen sich an dem Netzwerk, indem sie Reserven in ihren eigenen Lagern aufbewahren, Kapazitäten für die Notfallproduktion reservieren und im Voraus Verträge für die Lieferung im Notfall abschließen.
Am 17. Januar 2026 veröffentlichte der Staatliche Ausschuss für Entwicklung und Reformen den Entwurf des „Gesetzes der Volksrepublik China über die Sicherheit staatlicher Reserven“[20].
Derzeit gibt es in China kein einheitliches grundlegendes und umfassendes Gesetz, das das Management aller Arten von Reserven allgemein regelt. Die Arbeit an dem Gesetz wurde 2023 in den Plan aufgenommen. Sein Hauptziel ist es, die Fähigkeit der staatlichen Reserven zur Gewährleistung der nationalen Sicherheit zu verbessern.
Der Gesetzentwurf umfasst neun Kapitel und sechzig Artikel, die Fragen der Planung, Annahme und Lagerung von materiellen Reserven, deren Nutzung, das Management der Reservelinfrastruktur sowie Aufsicht und Kontrolle regeln. Außerdem wird eine offizielle Definition von staatlichen Reserven festgelegt: darunter versteht man Ressourcen, die für die Bedürfnisse der nationalen Entwicklung und Sicherheit aufbewahrt werden, einschließlich Getreide, anderer wichtiger landwirtschaftlicher Produkte und Produktionsmittel, Energieressourcen, Mineralien, wichtiger Ausrüstung und Komponenten sowie spezieller Materialien für Notfälle. Festgelegt wird, dass das Reservesystem nicht nur materielle Reserven umfasst, sondern auch Kapazitätsreserven – die Fähigkeit, bei Bedarf schnell Produktion, Förderung oder Technologien aufzubauen.
Behörden in chinesischen Provinzen und Städten implementieren Programme zum beschleunigten Ausbau der Infrastruktur für wirtschaftliche Mobilisierung und „Volks-Luftverteidigung“[21] auf modernem technologischen Niveau. Einige chinesische Artikel, die Projekte zur Verbesserung der Infrastruktur-Resilienz beschreiben, verweisen direkt auf die Erfahrungen der SVO. Zu den Schlussfolgerungen gehört die Notwendigkeit, das System der Zivilschutzverwaltung und die Frühwarnsysteme zu verbessern sowie das Niveau der umfassenden Sicherheit von Städten (Schutzbauten, Evakuierungswege usw.) zu erhöhen[22]. Besonderes Augenmerk wird auf die Erhöhung der Widerstandsfähigkeit kritischer Wirtschaftsobjekte gegen Schäden gelegt, die während von Kampfhandlungen entstehen können[23]. Zu den wenigen öffentlich zugänglichen Dokumenten zur Entwicklung der Volks-Luftverteidigung gehört der Plan von Chongqing für die 14. Fünfjahresperiode. Entsprechende Maßnahmen werden dort recht umfassend in einer vierstufigen Schutzsystematik dargestellt: „Schutz des Kerns“ (Erhaltung kritischer staatlicher Funktionen und Verwaltung), „Schutz des Lebens“ (Schutz und Versorgung der Bevölkerung, integriert mit medizinischer Hilfe und Evakuation), „Schutz des Potenzials“ (Erhaltung der wirtschaftlichen und militärisch-industriellen Basis) und „Schutz der Funktionsfähigkeit“ (Kontinuität der kritischen Infrastruktur)[24].
Der wichtigste Bereich beim Aufbau des neuen Zivilschutzsystems ist die Einführung flexibler Steuerungssysteme, die zivile Infrastruktur sofort auf militärische oder Notfalloperationen umschalten können. Beispiele für die Umsetzung von Programmen in diesem Bereich sind aus verschiedenen Regionen Chinas bekannt. In Chongqing beispielsweise wird ein dreistufiges Steuerungssystem eingeführt, das schnell in den Notfallmodus umschalten kann. Grundlage ist ein Notfall-Führungs- und Kommunikationssystem, das dank Backup-Kanälen und der Duplizierung kritischer Knotenpunkte die Kommunikation auch bei teilweiser Zerstörung der Infrastruktur gewährleistet[25].
Ein weiterer Arbeitsbereich ist die Entwicklung von Infrastruktur mit doppelter Nutzung (Dual-Use-Infrastruktur). Bei der Planung wichtiger öffentlicher Einrichtungen – Stadien, Messezentren, große Kultur- und Bildungseinrichtungen sowie Hotels und Industrieanlagen – werden von Anfang an technische Standards festgelegt, die eine schnelle Nutzungsänderung ermöglichen, beispielsweise zur Umwandlung in mobile Krankenhäuser, temporäre Unterkünfte oder Logistikzentren für die Verteilung von Hilfsgütern.[26]
: In den Jahren 2024 –2025 wurden mehrere Rechtsakte verabschiedet, die die Erfüllung der sozialen Verpflichtungen gegenüber den Familien gefallener Angehöriger der Streitkräfte und der Sicherheitskräfte sowie die Durchführung entsprechender Gedenkveranstaltungen regeln. Diese Dokumente zielen darauf ab, die Verarbeitung eingehender Daten über im Dienst getötete Angehörige der Streitkräfte und der Sicherheitskräfte zu beschleunigen.
Im Jahr 2024 erließ der Staatsrat eine neue Fassung der „Verordnung zur Wahrung des Andenkens an gefallene Helden“ (Resolution Nr. 791[27]). Diese präzisierte die Kriterien und Verfahren für die Anerkennung, stärkte die finanzielle Absicherung der Familien und regelte den Schutz und die Verwaltung der Gedenkstätten. Eine wesentliche Änderung betraf die Neuverteilung der Zuständigkeiten: Die Hauptbehörde für Veteranenangelegenheiten beim Staatsrat (das Ministerium für Veteranenangelegenheiten) erhielt das Recht, Entscheidungen über die Anerkennung gefallener Helden zu überprüfen, anstatt die Registrierungsfunktion zu übernehmen.
Im Jahr 2025 wurden die „Maßnahmen zur Anerkennung von Personen als gefallene Helden“[28] verabschiedet, die die Verfahrensweisen für das gesamte System festlegen. Das Dokument (5 Kapitel, 40 Artikel) definiert einheitliche Standards und Verfahren für die Anerkennung und Überprüfung des Status. Es umfasst allgemeine Bestimmungen, zentrale Bewertungskriterien, das Anerkennungsverfahren, das Überprüfungsverfahren sowie Sondernormen (Kriegszeit, posthume Anerkennung, ressortübergreifende Zusammenarbeit, Kontrolle und Aufsicht).
Das Verfahren ist hierarchisch gegliedert. Die zuständige Veteranenbehörde des Landkreises ist aus verschiedenen Gründen für die Einleitung der Untersuchung verantwortlich. Unterlagen können vom Arbeitgeber des Verstorbenen, Angehörigen oder Personen bzw. Organisationen am Unfallort eingereicht werden. Auf Landkreisebene wird eine erste Untersuchung durchgeführt und gegebenenfalls ein Bericht an die Kreisregierung zur Genehmigung vorgelegt. Der Fall wird dann an die Stadt (mit der Erstellung eines Berichts und gegebenenfalls weiteren Untersuchungen) und anschließend an die Provinzebene weitergeleitet. Die Untersuchungsstandards schreiben ausdrücklich vor, dass die Ursachen, der Ablauf und die Folgen des Vorfalls, das Verhalten des Verstorbenen, die konkreten Umstände und die Reaktion der Öffentlichkeit ermittelt werden müssen. Die gesamte Bearbeitungszeit beträgt in der Regel maximal 30 Arbeitstage.
Für Angehörige des Militärs wird das Verfahren von den Militärbehörden der Politischen Abteilung der Zentralen Militärkommission durchgeführt, für verstorbene Feuerwehrleute vom Ministerium für Katastrophenschutz. Unabhängig von der Kategorie ist eine obligatorische erneute Prüfung erforderlich: Die Provinzbehörden reichen monatlich Unterlagen bei der Generalbehörde für Veteranenangelegenheiten des Staatsrats ein, während die zuständigen Behörden (das Katastrophenschutzministerium und die Militärbehörden) dies eigenständig tun. Die Zentralbehörde prüft die Sachlage, die Einhaltung der Gesetze und der Verfahren und berichtet vierteljährlich über die Ergebnisse. Fällt die Entscheidung positiv aus, wird eine „Bescheinigung über die Anerkennung als gefallener Held“ ausgestellt.
Das Dokument dient der Regelung der Anerkennung von Personen, die im Dienst oder in Notfällen getötet wurden, und enthält keine Bestimmungen zur Vorbereitung auf Massenunfälle. Seine Logik – Zentralisierung, Standardisierung, strikte Fristen (monatliche Übermittlung und vierteljährliche Rückmeldung) sowie die Einrichtung einer vertikalen Prüfkette auf Ebene des Staatsrats – schafft jedoch einen Mechanismus, der eine große Anzahl von Anträgen bearbeiten kann. Im Falle eines größeren Konflikts oder Notfalls ermöglicht diese Struktur die systematische Bearbeitung eines erheblichen Fallzuflusses ohne Unterbrechung der Verwaltung.
Seit Anfang der 2020er-Jahre hat die chinesische Führung die Anforderungen an den Agrarsektor und die lokalen Behörden im Bereich der Ernährungssicherheit deutlich verschärft. Die chinesischen Behörden setzen eine Reihe kostspieliger Maßnahmen um, um Chinas Selbstversorgung mit wichtigen Agrarprodukten, Saatgut und Landmaschinen zu erhöhen.
China strebt einen signifikanten Ausbau seiner Kapazitäten zur Nahrungsmittelproduktion und -lagerung an. In diesem Zusammenhang gewinnen der Schutz von Ackerland, die Sicherstellung einer stabilen Getreideproduktion und die Regulierung des Systems der staatlichen Reserven zunehmend an Bedeutung. Um in diesem Bereich Ordnung zu schaffen, wurde 2023 das „Nationale Ernährungssicherheitsgesetz“ verabschiedet – das erste Gesetz, das die gesamte Wertschöpfungskette abdeckt.[29]
China verfügt über ein mehrstufiges System zur Ansammlung und Umverteilung strategischer Reserven an Lebensmitteln und Düngemitteln. Zudem wurde ein detaillierter Rechtsrahmen für die Nutzung dieser Reserven im Notfall entwickelt.
Bekanntlich befinden sich die Getreidereserven auf einem historischen Höchststand.[30] Auch die Getreidelagerinfrastruktur wird stetig ausgebaut und modernisiert.
Einige der eingeführten Maßnahmen stehen im klaren Widerspruch zu den bekannten langfristigen Prioritäten der chinesischen Staatspolitik, was ihren Notfallcharakter unterstreicht. Wir sprechen von einem ab 2022 geltenden Verbot der Umwandlung von landwirtschaftlichen Flächen in Forstplantagen[31] sowie der Abholzung von Teilen der Wälder, die zuvor im Rahmen staatlicher Programme und der ab 2023 erlassenen Richtlinien des Staatlichen Entwicklungs- und Reformkomitees (SDRC) zur Reduzierung von Stillstandszeiten und zur Steigerung der Produktion in Düngemittelwerken[32] angepflanzt wurden, bei gleichzeitiger Lockerung der für andere Wirtschaftssektoren geltenden Beschränkungen für Treibhausgasemissionen.
Es werden auch Maßnahmen ergriffen, um die Importsubstitution von Hightech-Landmaschinen und Saatgut zu beschleunigen. Seit 2022 verfolgt China das Ziel, eine „starke Agrarmacht“ zu werden. Dazu gehören die Beherrschung der Produktion kritischer Komponenten für Landmaschinen[33] und die Erreichung einer Digitalisierungsrate von 32 Prozent in der Agrarproduktion[34] bis 2028 sowie ein technologischer Durchbruch in der Saatgutproduktion[35]. Letzteres führte ab 2022 auch zur Lockerung der Vorschriften für gentechnisch veränderte Organismen (GVO)[36], die als heikles Thema galten und seit den 1990er Jahren blockiert waren.
Ähnliche Trends lassen sich bei anderen strategischen Rohstoffreserven beobachten. Bekanntlich erreichte Chinas Rohöllagerkapazität Anfang 2024 mehr als 1,8 Milliarden Barrel, was 30 Prozent über den US-Werten liegt.[37] Trotz des Ziels, den Kohleverbrauch nach 2026 schrittweise zu reduzieren, findet keine signifikante Stilllegung von Kohlekraftwerken statt. Einige stillgelegte Bergwerke werden in einem Zustand technischer Betriebsbereitschaft gehalten, und es besteht ein Mechanismus zur Vergütung der verfügbaren Kapazität.[38] Auch die strategischen Reserven von Metallen wie Kupfer, Aluminium, Zink und Kobalt werden erhöht. Die Mengen des „scheinbaren Verbrauchs“ für eine Reihe von Gütern übersteigen den tatsächlichen Industriebedarf, was auf die Bildung von Pufferreserven hindeutet, die den aktuellen kommerziellen Bedarf übersteigen.[39]
Parallel dazu werden Anstrengungen unternommen, die geologische Erkundung zu intensivieren. Neue Standorte werden vor allem im Westen des Landes eingerichtet. Insbesondere ist bekannt, dass im Ordos-Becken (Innere Mongolei, Gansu, Shaanxi) drei tiefe Kohleflözgaslagerstätten mit Reserven von über 500 Milliarden Kubikmetern erkundet wurden. Von der Jiajika-Lagerstätte in Sichuan bis Altyn Tagh in Xinjiang erstreckt sich ein etwa dreitausend Kilometer langer Lithiumgürtel mit geschätzten Reserven von bis zu 20 –30 Millionen Tonnen.[40]
Die chinesische Führung wandelt China rasch und unauffällig in eine uneinnehmbare Festung um, die in ihrer endgültigen Form wahrscheinlich selbst im Falle eines umfassenden Atomkriegs ein gewisses Maß an Stabilität aufweisen wird. Um dieses Ziel zu erreichen, scheuen die chinesischen Behörden keine Ressourcen: Wichtige Entscheidungen in Bereichen wie Stadtentwicklung, Energie, Landwirtschaft und dem Ausbau der Hightech-Industrie werden Mobilisierungszielen untergeordnet.
Gleichzeitig sinkt die Wahrscheinlichkeit eines größeren bewaffneten Konflikts, der das chinesische Festland betrifft, aufgrund des parallel beschleunigten Aufbaus strategischer Abschreckungskapazitäten.
Die Fertigstellung dieser neuen „Großen Mauer“ aus unterirdischen Bunkern, Fabriken und in Bergen versteckten Atomraketen bedeutet nicht zwangsläufig, dass China anschließend zu einer aktiven und offensiven Außenpolitik übergehen wird. Diese Möglichkeit wird zwar erwogen, scheint aber nicht vorbestimmt. Natürlich gibt es eine Reihe von Themen, die China als seine Kerninteressen betrachtet: Taiwan, die Territorialstreitigkeiten im Südchinesischen und Ostchinesischen Meer sowie die regionale Sicherheit im gesamten Westpazifik. Hier verfolgt China bereits eine aktive und offensive Politik, die auch den umfassenden Einsatz von Gewalt einschließt. Dies sind jedoch regionale Angelegenheiten. Was globale Fragen betrifft, wird China voraussichtlich versuchen (wenn auch nicht unbedingt erfolgreich), weiterhin eine zurückhaltende und vorsichtige Politik zu verfolgen:
Das phänomenale Maß an Stabilität, das es erreicht hat, wird es ihm ermöglichen, Zeitpunkt und Umfang seiner Beteiligung an globalen Angelegenheiten selbst zu bestimmen.
Quelle: Colonelcassad - Automatische Übersetzunghttps://colonelcassad.livejournal.com/10408741.html?es=1
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
seniora.org, 11. März 2026, 3. März, Israels Channel 12, die IDF und Trump singen alle aus dem gleichen Liederbuch: Die Abschussrampen des Iran sind praktisch alle zerstört, der Raketenbeschuss bricht zusammen, ihnen gehen die Raketen aus.
Trump aus seinem Golfresort: „Wir haben jede einzelne Streitmacht im Iran ausgelöscht, sehr vollständig.“ Der Krieg ist „so gut wie vorbei“. Er wird „sehr bald“ enden. Er ist „dem Zeitplan voraus“. Es ist ein „kurzfristiger Ausflug“. Ein Reporter bat ihn, dies mit Hegseths Aussage in Einklang zu bringen, dass es „nur der Anfang“ sei. Trumps Antwort: „Man könnte beides sagen.“ Er wirkt nicht sehr überzeugend, Leute. Sehr schwach, Sir. Sehr, sehr schwach.
Acht Tage nach den Schlagzeilen „Der Iran geht zur Neige“ startete der Iran in der Nacht vom 10. auf den 11. März die Welle 37 – seine intensivste und schwerste Operation des gesamten Krieges. Mehr als drei Stunden lang andauernde, vielschichtige Angriffe. Superschwere Waffen in Khorramshahr. Ein-Tonnen-Sprengköpfe mit Submunition, die einen Großteil von Tel Aviv in Schnee verwandelten, der wie Ruß aussah.
Erbil, die 5. US-Flotte in Bahrain, Be’er Ya’akov, Tel Aviv – gleichzeitig. Vier amerikanische THAAD-Systeme außer Betrieb. Israels Iron Dome und Arrow-3 zum vierten Mal in Folge in tiefem Koma. Die Straße von Hormuz geschlossen. Ölpreis wieder über 100 Dollar. Dubai eine Geisterstadt. Und der Energieminister löschte einen Beitrag, in dem er behauptete, die Marine habe die Straße geöffnet – eine Lüge, die vierzig Minuten lang Bestand hatte, bevor das Weiße Haus ihn live vor der Kamera korrigierte.

Möchten Sie sich die Demütigung in kalten Zahlen vorstellen? Der Iran kämpft gegen die Vereinigten Staaten, Israel und die Golfmonarchien, mit einem Militärbudget, das nicht einmal 1 –2 Cent pro amerikanischem Dollar beträgt, und nach elf Tagen war Welle 37 der schwerste Schlag des gesamten Krieges, und das Pentagon bittet den Kongress bereits um eine Notfallaufstockung von 50 Milliarden Dollar, was mehr als dem Dreifachen des gesamten jährlichen Militärbudgets des Iran entspricht.
Das ist der Iran. Ein Land, das seit Vietnam den intensivsten Luftangriffen ausgesetzt ist, das am ersten Tag seinen obersten Führer verloren hat, das gleichzeitig gegen die vereinten Streitkräfte der Vereinigten Staaten und Israels kämpft und in dem die Eskalation weitergeht.
Denken Sie darüber nach, wenn das nächste Mal jemand in Washington einen Satz mit „gegen einen gleichwertigen Gegner” beginnt. Sie konnten den Iran nicht bewältigen. Wie genau sieht der Plan für Russland oder China aus?
Info: https://seniora.org/politik-wirtschaft/politik/die-demuetigende-arithmetik-des-iran-krieges
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seniora.org, 11. März 2026,
Der neue Oberste Führer des Iran, Mojtaba Khamenei, 57, der von der Expertenversammlung gewählt wurde, hat bisher kein einziges Wort in der Öffentlichkeit gesagt.
Die IRGC spricht für ihn. Von Anfang an war Mojtaba der bevorzugte Kandidat für die Nachfolge von Ayatollah Khamenei, dem Mann, der bis ins kleinste Detail geplant hatte, wie man dem Imperium das Rückgrat brechen könnte.
Die IRGC zeigt nun der ganzen Welt, insbesondere dem Globalen Süden, was hinter der von Khamenei jahrelang empfohlenen „Zurückhaltung” steckte.

Innerhalb weniger Tage blendete die IRGC die US-Radarsysteme in ganz Westasien, rüstete die Straße von Hormus auf und stürzte damit die Weltwirtschaft in eine Talfahrt und übermittelte Washington praktisch eine Aufforderung zur Kapitulation.
Dies sind nur einige der wichtigsten Bedingungen für einen möglichen Waffenstillstand – vorausgesetzt, Teheran vertraut jemals darauf, dass die Vereinigten Staaten sich daran halten werden:
1. Aufhebung aller Sanktionen gegen den Iran und Freigabe aller eingefrorenen iranischen Vermögenswerte.
2. Anerkennung des Rechts des Iran, auf seinem eigenen Territorium Uran anzureichern.
3. Vollständige Entschädigung für die durch den aufgezwungenen Krieg verursachten Schäden.
4. Auslieferung iranischer Fünf-Kolumnisten im Ausland und Beendigung der orchestrierten Medienkampagnen gegen Teheran.
5. Keine Angriffe auf die Hisbollah im Libanon oder Ansarallah im Jemen.
6. Abbau aller US-Militärstützpunkte in Westasien.
Lassen Sie das langsam auf sich wirken. Hier fordert der Iran die selbsternannte, hyperbolisch mächtigste Militärmacht der Weltgeschichte im Grunde genommen zur Kapitulation auf.
Nun kommt noch der Kommandeur der IRGC-Luftwaffe hinzu.

Majid Mousavi verkündet, dass „der Iran nach der Neutralisierung der US-Luftabwehr in der Region zu einer neuen Raketendoktrin übergeht. Von nun an werden keine Raketen mehr eingesetzt, deren Sprengköpfe leichter als 1 Tonne sind. Raketenangriffe werden häufiger und weitreichender sein.
“ In der Praxis bedeutet dies bereits, dass die IRGC mehr Kheibar-Shekan-Feststoff-Mittelstreckenraketen abschießt, wie es Anfang dieser Woche in Tel Aviv und auf die US-Fünfte Flotte in Bahrain geschehen ist.
Der Code für diese erste Operation lautete bezeichnenderweise „Labbayk ya Khamenei“. Das bedeutet „Zu Diensten, oh Khamenei“. Betrachten Sie dies als die erste iranische Operation, die ausdrücklich dem neuen Obersten Führer gewidmet ist.
Die Kheibar Shekan – mit einer Reichweite von 1.450 km – ist straßenmobil, kann in weniger als 30 Minuten von einem Lkw aus gestartet werden und fliegt unter satellitengestützter Führung mit einem manövrierfähigen Wiedereintrittsfahrzeug, das eine terminale Zickzack-Ausweichbewegung mit Geschwindigkeiten ausführt, die laut IRGC bis zu Mach 10 erreichen.
Und ja: Von nun an trägt er 1-Tonnen-Sprengköpfe. Das verdoppelt den Explosionsradius und die Zerstörungskraft jeder Rakete und verdoppelt, verdreifacht oder vervierfacht die US-amerikanisch-israelische Interceptor Hell.

Spezifikationen der Kheibar-Shekan-Rakete, die der Iran zum Angriff auf Terrorziele einsetzt
Ein Patriot PAC-3-Abfangjäger kostet 4 Millionen Dollar. Ein THAAD-Abfangjäger kostet 12,7 Millionen Dollar. Ein Arrow-3 kostet 3,5 Millionen Dollar. Sie alle wurden vom IRGC methodisch und systematisch zerstört.
In der Praxis muss das Epstein-Syndikat von nun an mehr Abfangjäger – die es nicht hat – pro ankommender Rakete einsetzen, um vielleicht die gleiche Erfolgswahrscheinlichkeit zu erreichen.
Und dann gibt es noch die Khorramshahr-4-Raketen: mit Flüssigtreibstoff, einer Reichweite von 2.000 bis 3.000 Kilometern, noch schwereren Sprengköpfen von 1.500 bis 1.800 Kilogramm und manövrierfähigen Wiedereintrittsfahrzeugen mit Triebwerken.
Wir sprechen hier von den schwersten konventionellen Sprengköpfen im iranischen Arsenal, die zusammen mit den verbesserten Kheibar Shekans abgefeuert werden.
Alles im Namen von „Labbayk ya Khamenei”. Die Symbolik spricht Bände.
Das sind die neuesten unbestreitbaren Fakten auf dem Schlachtfeld.
Angenommen, jemand in Washington mit einem IQ über Raumtemperatur hat sich die Mühe gemacht, sie dem Weißen Haus zu erklären, dann ist es kein Wunder, dass Trump jetzt damit prahlt, der Krieg sei „sehr vollständig“. Das geschah übrigens nach (Hervorhebung von mir) seinem einestündigen Telefonat mit Präsident Putin, das vom Weißen Haus angefordert worden war.
Die von dem unerschütterlichen Präsidentenberater Juri Uschakow vorgetragene Stellungnahme Moskaus enthält folgende Perle:
„Der russische Präsident brachte eine Reihe von Ideen zum Ausdruck, die auf eine rasche politische und diplomatische Lösung des Iran-Konflikts abzielen, darunter auch die Berücksichtigung seiner Kontakte zu den Führern der Golfstaaten, zum iranischen Präsidenten und zu den Führern mehrerer anderer Länder.
Der russische Präsident brachte eine Reihe von Ideen zum Ausdruck, die auf eine rasche politische und diplomatische Lösung des Iran-Konflikts abzielen, darunter auch die Berücksichtigung seiner Kontakte zu den Staatschefs der Golfstaaten, zum iranischen Präsidenten und zu den Staatschefs mehrerer anderer Länder.“
Das ist Diplomatensprache für Putins Versuch, den Amerikanern einige harte Fakten des Lebens zu vermitteln und sich freiwillig bereit zu erklären, diesen ach so schwer fassbaren Ausweg zu finden.
Vorausgesetzt, Teheran will mitspielen.
Laut den unaufhörlichen Spekulationen aus Washington drängen die sprichwörtlichen Beltway-Speichellecker Trump dazu, „einen Plan für den Rückzug der USA aus dem Krieg zu formulieren“, und verkünden, dass „das Militär seine Ziele weitgehend erreicht hat“ (obwohl dies nicht der Fall ist).
Tatsächlich hat das Weiße Haus bereits die Türkei, Katar und Oman gebeten, Teheran die amerikanischen Waffenstillstandsvorschläge zu übermitteln.
Die iranische Antwort lässt sich wie folgt zusammenfassen:
„Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten stehen nicht mehr auf der Tagesordnung.” Abbas Araghchi –
Außenminister
Parlamentspräsident Mohammad Ghalibaf: „Wir streben absolut KEINEN Waffenstillstand an. Wir glauben, dass der Angreifer einen Schlag ins Gesicht verdient, damit er seine Lektion lernt und nie wieder auch nur daran denkt, den lieben Iran anzugreifen.”
Das bringt uns wieder zu der Frage, warum Trump, der unaufhörlich damit prahlt, dass „wir gewinnen“, Präsident Putin anruft, während der Krieg tobt, und das nur wenige Stunden, nachdem Putin seine „unerschütterliche Unterstützung“ für den Iran und den neuen Rahbar („Führer“) Mojtaba Khamenei bekräftigt hat.
Die Antwort lautet zwangsläufig, dass Trump nach einem Ausweg sucht. Die absolute Mehrheit der Weltbevölkerung sowie einige Akteure in den Vasallenstaaten geben bereits den USA die Schuld für den Zusammenbruch der Weltwirtschaft.
Das liegt daran, dass die gesamte Regierungskontinuität, die vom ermordeten Ayatollah Khamenei in Gang gesetzt wurde, äußerst zuversichtlich ist, dass sie das Epstein-Syndikat in die Knie zwingen kann.
Ayatollah Khamenei hat etwas geschafft, was als die größte Überraschung in der Geopolitik des 21. Jahrhunderts in die Geschichte eingehen könnte. Das ist alles seinem klaren Blick, seiner Ausdauer, seiner Selbstaufopferung und der unglaublich sorgfältigen Planung der Mosaik-Verteidigungsstrategie zu verdanken, die jetzt in Kraft ist.

Warum die Widerstandsfähigkeit und asymmetrischen Taktiken des Iran die US-Koalition überrascht haben
Was der Iran unter Mojtaba Khamenei – und das ist nationaler Konsens – jetzt will, ist ein eindeutiger Sieg.
Das Imperium des Chaos, der Plünderung und der permanenten Angriffe mit seiner „Wenn ich dich nicht mag, töte ich dich”-Mentalität muss gründlich gedemütigt werden.
Pepe Escobar: Der Iran hat den USA eine Räumungsaufforderung zugestellt
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Quelle: Sovereignista - Automatische Übersetzung
https://sovereignista.com/2026/03/10/pepe-escobar-iran-has-served-the-us-an-eviction-notice/
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seniora.org, 11. März 2026, 11. 03. 2026 Von Larry Johnson - übernommen von //substack.com/@larrycjohnson">Larry C Johnso
Wie sich die Unterbrechung der Exporte von Öl, Flüssigerdgas und Harnstoff auf die Weltwirtschaft auswirken wird
Der Persische Golf ist das wichtigste Gewässer für die Weltwirtschaft. Seine schmale Ausfahrt – die Straße von Hormuz, die an ihrer engsten Stelle nur 33 Kilometer breit ist – fungiert als Ventil, durch das ein außerordentlicher Anteil der weltweiten Energie- und Agrarprodukte fließt. Eine anhaltende Schließung dieses Ventils durch den Iran würde einen wirtschaftlichen Schock auslösen, für den es in der Geschichte kaum Präzedenzfälle gibt.
Betrachten wir die drei Rohstoffkategorien, die einer solchen Störung am stärksten ausgesetzt sind: Rohöl und raffinierte Erdölprodukte, Flüssigerdgas (LNG) und Harnstoff, der Stickstoffdünger, auf den die moderne Landwirtschaft angewiesen ist. Zusammen bilden diese drei Ströme nicht nur die Grundlage für die Energiemärkte, sondern auch für die globale Ernährungssicherheit, die industrielle Produktion und die finanzielle Stabilität Dutzender Nationen.
Täglich passieren etwa 20 bis 21 Millionen Barrel Öl die Straße von Hormus, was etwa 20 % des weltweiten Verbrauchs an Erdölprodukten und etwa 30 % des Seehandels mit Rohöl entspricht. Die an diesen Korridor angrenzenden Golfstaaten – Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait, Irak, Iran und Katar – verfügen zusammen über den Großteil der weltweit nachgewiesenen Ölreserven und einen dominierenden Anteil an der globalen LNG-Exportkapazität.
Es gibt keine adäquate Alternative. Die Ost-West-Pipeline durch Saudi-Arabien (Petroline) kann etwa 5 Millionen Barrel pro Tag transportieren, und die Habshan-Fujairah-Pipeline in den VAE bietet eine begrenzte Umgehungskapazität. Diese Routen reichen jedoch nicht aus, um eine vollständige Stilllegung auszugleichen, und sind selbst anfällig für Sabotage. Zum ersten Mal in der Geschichte fließt kein Öl mehr.
Die plötzliche Einstellung der Ölexporte aus dem Persischen Golf wird den größten Versorgungsschock in der Geschichte der Erdölmärkte darstellen – in absoluten Zahlen größer als das arabische Ölembargo von 1973 oder die iranische Revolution von 1979, die beide weitaus geringere Mengen aus dem Markt nahmen, wenn der Iran die Blockade einen Monat oder länger aufrechterhält. Die Internationale Energieagentur schätzt, dass die strategischen Reserven der OECD theoretisch eine Unterbrechung für mehrere Monate abfedern könnten, aber die psychologischen und spekulativen Auswirkungen auf die Ölpreise wären unmittelbar und schwerwiegend.
Analysten und historische Präzedenzfälle deuten darauf hin, dass die Ölpreise auf 150 bis 250 Dollar pro Barrel steigen könnten – oder möglicherweise sogar noch höher, wenn die Märkte eine längere Unterbrechung erwarten. Bei solchen Preisen würden sich die Folgen schnell auf die gesamte Weltwirtschaft auswirken:
Kraftstoffkosten und Verbraucherpreise. Die Preise für Benzin, Diesel, Flugbenzin und Heizöl sind bereits stark gestiegen. In den großen Verbraucherländern – den Vereinigten Staaten, Europa, China, Japan und Indien – würde sich die Verbraucherpreisinflation bei einer anhaltenden Unterbrechung stark beschleunigen. Die Haushalte würden innerhalb weniger Wochen mit dramatisch höheren Energiekosten und Transportkosten konfrontiert sein.
Rückgang der Industrieproduktion. Energieintensive Fertigungsbranchen – Petrochemie, Zement, Stahl, Aluminium, Glas – würden mit einer erdrückenden Erhöhung der Inputkosten konfrontiert sein. Viele würden ihre Produktion drosseln oder ganz einstellen. Die Lieferketten der Weltwirtschaft würden aufgrund der explodierenden Frachtkosten zum Erliegen kommen.
Luftfahrt und Schifffahrt. Die Kosten für Flugbenzin würden große Teile der kommerziellen Luftfahrt wirtschaftlich unrentabel machen. Die bereits durch die Treibstoffkosten erhöhten Frachtraten würden die Störung der Lieferketten noch verschärfen.
Rezessionsrisiko. Auf jeden größeren Ölpreisschock seit den 1970er Jahren folgte eine globale Wirtschaftsrezession. Ein Schock dieser Größenordnung würde mit ziemlicher Sicherheit dasselbe bewirken. Der IWF und die Weltbank haben in der Vergangenheit geschätzt, dass ein anhaltender Anstieg des Ölpreises um 10 Dollar pro Barrel das globale BIP-Wachstum um etwa 0,2 bis 0,5 Prozentpunkte verringert; ein zehn- oder zwanzigmal größerer Schock wäre von ganz anderer Natur.
Hier sind die Länder, die für diesen Schock am anfälligsten sind:
Japan ist die weltweit strukturell anfälligste große Volkswirtschaft für einen Ölschock am Golf. Es importiert etwa 90 % seines Rohöls aus dem Nahen Osten, wobei Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und Katar die wichtigsten Lieferanten sind. Japan hat fast keine eigene Ölförderung, nur sehr begrenzte alternative Importinfrastrukturen und eine dichte, vom Erdöl abhängige Industriebasis. Seine strategischen Reserven – mit etwa 150 Tagen Verbrauch zu den größten der Welt gehörend – bieten einen Puffer, aber keine Immunität. Eine längere Schließung von mehr als sechs Monaten würde zu einer starken Rationierung, einer Einschränkung der Industrie und einer Rezession führen. Japans Entscheidung nach Fukushima, die Kernenergie schrittweise abzubauen, hat seine Anfälligkeit noch verstärkt, da damit die einzige Energiequelle reduziert wurde, die teilweise als Ersatz dienen könnte.
Südkorea importiert über 70 % seines Rohöls aus dem Nahen Osten, wobei die Golfstaaten seine größten Lieferanten sind. Wie Japan verfügt es über eine vernachlässigbare heimische Produktion. Seine Wirtschaft ist stark industrialisiert – Halbleiter, Schiffbau, Petrochemie und Stahl – alles energieintensive Sektoren, die mit einer raschen Krise der Inputkosten konfrontiert wären. Südkorea unterhält strategische Reserven für etwa 100 Tage. Aufgrund seiner Nähe zu Japan würden beide Länder um begrenzte alternative Lieferungen aus Westafrika, Nordamerika und Russland konkurrieren, was die Preise noch weiter in die Höhe treiben würde.
Indien ist der drittgrößte Ölimporteur der Welt und bezieht etwa 60 –65 % seines Rohöls aus der Golfregion, vor allem aus dem Irak, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das Land verfügt nur über begrenzte eigene Produktionskapazitäten und strategische Reserven für nur etwa 10 bis 15 Tage – im Vergleich zum Importvolumen einer großen Volkswirtschaft eine der geringsten Reserven. Aufgrund der indischen Subventionsstruktur für Kraftstoffe würde die Regierung bei einem Anstieg der weltweiten Ölpreise einem enormen finanzpolitischen Druck ausgesetzt sein, während gleichzeitig die Importkosten die Devisenreserven aufzehren würden. Für die 1,4 Milliarden Einwohner Indiens – von denen viele nur über begrenzte finanzielle Reserven verfügen – hätte die Weitergabe der gestiegenen Energie- und Lebensmittelkosten verheerende Folgen. Das industrielle Herz Indiens, sein Agrarsektor (der für Bewässerungspumpen stark von Diesel abhängig ist) und seine aufstrebende Produktionsbasis würden schwer beeinträchtigt werden.
Taiwan importiert fast seinen gesamten Energiebedarf und bezieht einen Großteil seines Öls aus der Golfregion. Als weltweit führender Hersteller von Hochleistungshalbleitern hätte eine Unterbrechung der Energieversorgung Taiwans weitreichende Folgen, die über die eigene Wirtschaft hinausgehen und die globalen Technologie-Lieferketten gefährden würden. Taiwans strategische Reserven sind gering, und alternative Versorgungswege wären teuer und nur langsam aufzubauen.
Beide Länder sind stark von Ölimporten aus der Golfregion abhängig und verfügen über fast keine strategischen Reserven, begrenzte Devisenreserven und eine große Bevölkerung, die sehr empfindlich auf Kraftstoff- und Lebensmittelpreise reagiert. Insbesondere Pakistan hat wiederholt Devisenkrisen erlebt; ein Anstieg der Importkosten würde wahrscheinlich einen Zusammenbruch der Zahlungsbilanz auslösen. Für Bangladesch würden Kraftstoffpreiserhöhungen die Kostenwettbewerbsfähigkeit seines Bekleidungssektors – dem Rückgrat seiner Exportwirtschaft – sowie die dieselbetriebene Bewässerung, die seine Reisproduktion unterstützt, gefährden.
Viele Länder Subsahara-Afrikas sind für einen Großteil ihrer Importe von Raffinerieprodukten auf Öl aus den Golfstaaten angewiesen, verfügen nur über minimale heimische Raffineriekapazitäten und haben keine strategischen Vorräte. Länder wie Kenia, Äthiopien und Tansania würden mit akuten Kraftstoffengpässen konfrontiert sein, die sich auf den Transport, die Stromerzeugung und die landwirtschaftlichen Lieferketten auswirken würden. Regierungen mit begrenzten Devisenreserven wären nicht in der Lage, Importe zu erhöhten Preisen über einen längeren Zeitraum aufrechtzuerhalten.
Katar ist in gewisser Hinsicht der weltweit größte Einzelexporteur von Flüssigerdgas und macht etwa 20 bis 22 % des globalen LNG-Handels aus. Zusammen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und anderen Produzenten am Golf stellt die Persische Golfregion eine Säule der globalen Gasversorgungsarchitektur dar. Die Unterbrechung dieser Versorgung trifft einen globalen Gasmarkt, der nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine und der Umgestaltung der europäischen Energieversorgung bereits strukturell angespannter ist.
Japan ist auch der weltweit größte oder zweitgrößte LNG-Importeur und bezieht einen Großteil seiner Lieferungen aus Katar und anderen Produzenten am Golf. LNG deckt nach dem Rückzug aus der Kernenergie nach Fukushima etwa ein Drittel der Stromerzeugung Japans. Ein Ausfall der LNG-Lieferungen aus der Golfregion würde die Netzstabilität unmittelbar gefährden und sich kaskadenartig auf die Versorgung von Industrie, Dienstleistungssektor und Haushalten auswirken. Japan verfügt nur über begrenzte LNG-Speicherkapazitäten und hat keine Möglichkeit, Gas über Pipelines zu importieren. Der gleichzeitige Ausfall der Öl- und LNG-Lieferungen aus der Golfregion würde Japan in eine außergewöhnlich schwierige Lage bringen, da zwei seiner drei wichtigsten Energiequellen gleichzeitig ausfallen würden.
Südkorea gehört seit jeher zu den drei größten LNG-Importeuren weltweit, wobei Katar einer seiner größten Lieferanten ist. Gas deckt einen erheblichen Teil der Stromerzeugung Südkoreas. Wie Japan verfügt es über keine Pipeline-Importmöglichkeiten und nur über begrenzte eigene Gasvorkommen, sodass LNG-Lieferungen auf dem Seeweg die einzige Versorgungsmöglichkeit darstellen. Stromengpässe würden sich auf die Halbleiterfabriken und Werften des Landes auswirken – beides weltweit wichtige Industriezweige.
Die europäischen Länder haben sich stark auf LNG-Importe umgestellt, nachdem die russische Invasion in der Ukraine ihre Pipeline-Gasbeziehungen unterbrochen hatte. Katar hat sich zu einem der wichtigsten LNG-Lieferanten Europas entwickelt. Deutschland, Italien, die Niederlande, Belgien und Frankreich haben alle in LNG-Importterminals investiert und langfristige Lieferverträge mit den Golfstaaten abgeschlossen. Eine Unterbrechung der LNG-Lieferungen aus den Golfstaaten würde den europäischen Gasmarkt treffen, der nur über begrenzte Pipeline-Alternativen aus Russland verfügt, was insbesondere in den Wintermonaten zu akuten Versorgungsengpässen führen würde. Deutschland – Europas größte Volkswirtschaft und sein industrieller Motor – wäre aufgrund seiner gasintensiven Chemie-, Glas- und Stahlindustrie am stärksten von den Auswirkungen auf die Produktion betroffen.
China hat Japan in den letzten Jahren als weltweit größten LNG-Importeur überholt. Ein erheblicher Teil seines LNG wird aus Katar und anderen Exportländern am Golf bezogen. China verfügt jedoch über einen Teilausgleich, der den meisten anderen Ländern nicht zur Verfügung steht: erhebliche Pipeline-Gasimporte aus Russland und Zentralasien, die erhöht werden könnten, um die Verluste an LNG aus dem Golf teilweise auszugleichen. Dies macht China widerstandsfähiger als Japan oder Südkorea, aber dennoch erheblich gefährdet, insbesondere für Provinzen, die weit von der Pipeline-Infrastruktur entfernt sind und in denen LNG-befeuerte Kraftwerke dominieren.
Pakistan ist nach der Erschöpfung seiner heimischen Gasreserven stark von LNG-Importen abhängig geworden, um seinen Energiesektor zu versorgen. Es bezieht den überwiegenden Teil seines LNG aus den Golfstaaten. Stromausfälle – ohnehin schon ein chronisches Problem – würden katastrophale Ausmaße annehmen. Die Industrieproduktion, die Wasserförderung und grundlegende Dienstleistungen würden beeinträchtigt werden. Die Finanzlage Pakistans ist zu fragil, um über einen längeren Zeitraum hinweg hochwertige Spot-LNG-Käufe auf den globalen Märkten aufrechtzuerhalten.
Von den drei Rohstoffschocks ist die Unterbrechung der Harnstoffexporte aus dem Persischen Golf vielleicht am wenigsten unmittelbar sichtbar – könnte sich jedoch als die nachhaltigste in ihren Folgen erweisen. Harnstoff ist der weltweit am häufigsten verwendete Stickstoffdünger. Er wird aus Erdgas nach dem Haber-Bosch-Verfahren synthetisiert, und die Golfstaaten – insbesondere Saudi-Arabien, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und Oman – gehören zu den weltweit größten Produzenten und Exporteuren und haben zusammen einen bedeutenden Anteil am globalen Harnstoffhandel.
Die Abhängigkeit der modernen Landwirtschaft von synthetischem Stickstoffdünger kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Schätzungen zufolge hat etwa die Hälfte des Stickstoffs im menschlichen Körper irgendwann einmal den Haber-Bosch-Prozess durchlaufen – das bedeutet, dass künstlicher Dünger heute etwa die Hälfte der Weltbevölkerung ernährt. Ein Zusammenbruch der Harnstoffversorgung würde die Ernteerträge weltweit gefährden.
Rückgang der Ernteerträge. Ohne ausreichenden Stickstoffdünger würden die Erträge der Grundnahrungsmittel – Weizen, Reis, Mais, Soja – innerhalb von ein bis zwei Vegetationsperioden dramatisch sinken. Die Auswirkungen wären nicht einheitlich: Wohlhabende Agrarnationen mit eigener Düngemittelproduktion oder großen Vorräten (die Vereinigten Staaten, Kanada, Teile Europas) wären besser geschützt. Die Entwicklungsländer, insbesondere Subsahara-Afrika sowie Süd- und Südostasien, würden mit akuten Engpässen konfrontiert sein.
Inflation der Lebensmittelpreise. Die weltweiten Lebensmittelpreise, die bereits durch konfliktbedingte Versorgungsunterbrechungen in den letzten Jahren gestiegen sind, würden weiter ansteigen. Der Lebensmittelpreisindex der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen würde wahrscheinlich historische Rekorde brechen. Die Preise für Brot, Reis und Grundnahrungsmittel würden für Hunderte Millionen Menschen unerschwinglich werden.
Geopolitische Instabilität. Es gibt zahlreiche historische Belege dafür, dass ein Zusammenhang zwischen starken Preisanstiegen bei Lebensmitteln und politischer Instabilität besteht. Der Arabische Frühling 2011 fiel mit einer Phase rekordhoher Lebensmittelpreise zusammen. Eine weltweite Harnstoffknappheit und ihre Folgen für die Ernährungssicherheit würden das Risiko von Unruhen, staatlicher Instabilität und humanitären Krisen in zahlreichen Ländern erhöhen.
Indien ist gemessen am Volumen der weltweit größte Importeur von Harnstoff und verbraucht enorme Mengen, um seinen riesigen Agrarsektor zu versorgen. Trotz einer bedeutenden heimischen Harnstoffproduktion übersteigt die Nachfrage in Indien kontinuierlich das Angebot, sodass das Land stark von Importen aus den Golfstaaten, vor allem aus Oman, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien, abhängig ist. Eine Lieferunterbrechung würde die Erträge von Weizen, Reis und Hülsenfrüchten in Millionen von Kleinbauernbetrieben gefährden. Angesichts der Tatsache, dass die indische Landwirtschaft den Lebensunterhalt von etwa der Hälfte der Bevölkerung sichert, wären die sozialen und politischen Folgen einer Düngemittelknappheit gravierend. Die Lebensmittelinflation würde stark ansteigen und könnte die politische Stabilität gefährden.
Brasilien gehört zu den weltweit größten Harnstoffimporteuren und hat seine landwirtschaftliche Produktion drastisch ausgeweitet – es ist heute der weltweit größte Exporteur von Soja und Rindfleisch und ein bedeutender Mais- und Zuckerproduzent. Brasilien produziert fast keinen Harnstoff im eigenen Land und importiert einen sehr großen Teil aus den Golfstaaten, insbesondere aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar. Eine Unterbrechung der Harnstoffversorgung würde die brasilianischen Agrarerträge in den Grenzregionen Cerrado und Amazonas gefährden und sowohl die heimische Nahrungsmittelversorgung als auch die wichtige Rolle Brasiliens als globaler Nahrungsmittelexporteur beeinträchtigen. Die Folgen würden sich auf die globalen Rohstoffmärkte auswirken.
Australien ist eines der weltweit am stärksten von Importen abhängigen Länder für Harnstoff und bezieht den überwiegenden Teil davon aus den Golfstaaten – insbesondere aus Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Es verfügt praktisch über keine heimischen Produktionskapazitäten für Harnstoff. Die australischen Weizenbauern, die eine weltweit bedeutende Ernte produzieren, setzen große Mengen Stickstoffdünger ein; eine Versorgungsunterbrechung würde die Erträge verringern und die Einnahmen Australiens aus Agrarexporten gefährden. Australien ist auch der weltweit größte Verbraucher von Dieselabgasflüssigkeit (AdBlue) im Verhältnis zu seiner Größe, da dieses aus Harnstoff gewonnene Produkt für die meisten modernen Dieselfahrzeuge und -motoren erforderlich ist – eine sekundäre Schwachstelle, die während einer Versorgungskrise im Jahr 2021 deutlich wurde.
Subsahara-afrikanische Länder mit bedeutenden kleinbäuerlichen Agrarsektoren sind besonders anfällig für Störungen der Harnstoffversorgung. Die meisten haben keine eigene Produktion und sind stark von Importen aus der Golfregion abhängig, die oft über die Handelsrouten des Indischen Ozeans erfolgen. Die Düngemitteleinsatzraten in Afrika gehören bereits zu den niedrigsten weltweit – was bedeutet, dass die Erträge bereits suboptimal sind –, aber weitere Lieferkürzungen und Preiserhöhungen würden Kleinbauern vollständig aus dem Markt verdrängen. In Äthiopien, Tansania, Mosambik und Teilen Nigerias würde dies direkt zu Engpässen in der Nahrungsmittelproduktion, Preisanstiegen und verstärktem Hunger führen. Das Welternährungsprogramm hat wiederholt die Verfügbarkeit von Düngemitteln als einen entscheidenden Faktor für die Ernährungssicherheit in der gesamten Region identifiziert.
Die Reis produzierenden Länder Südostasiens – Vietnam, Thailand und die Philippinen – sind stark von importiertem Harnstoff abhängig, um ihre Reiserträge aufrechtzuerhalten. Diese Länder gehören zu den größten Reisexporteuren der Welt und bilden einen wichtigen Puffer für die globalen Lebensmittelmärkte. Ein Zusammenbruch ihrer Harnstoffversorgung würde die Reisproduktion verringern und die Preise in Asien und im Nahen Osten in die Höhe treiben, wo Reis für Milliarden Menschen ein Grundnahrungsmittel ist.
Mehrere Länder sind gleichzeitig in allen drei Rohstoffkategorien einem akuten Risiko ausgesetzt. Diese Länder stellen die extremsten Fälle von Anfälligkeit dar.
Japan ist in dreifacher Hinsicht besonders gefährdet: Es ist der weltweit am stärksten vom Golf abhängige große Ölimporteur, einer der weltweit größten LNG-Importeure ohne Pipeline-Alternative und ein bedeutender Importeur von Urea aus dem Golf für seinen Reis- und Gemüseanbau. Eine vollständige Schließung des Persischen Golfs würde für Japan eine existenzielle Wirtschaftskrise bedeuten, die Notrationierungen, internationale Hilfe und ein beschleunigtes Programm zur Wiederinbetriebnahme von Kernkraftwerken erforderlich machen würde. Die japanische Regierung hat die Sicherheit am Golf seit langem als ein zentrales strategisches Interesse identifiziert – und das aus gutem Grund.
Indien ist in Bezug auf Öl und Harnstoff besonders gefährdet und in Bezug auf LNG erheblich gefährdet. Was die Situation Indiens besonders alarmierend macht, ist seine Größe: Mit 1,4 Milliarden Einwohnern, einem System von Kraftstoffsubventionen, das bei Preisanstiegen einen enormen finanziellen Druck erzeugt, minimalen strategischen Reserven und einer großen armen Bevölkerung mit geringer finanzieller Widerstandsfähigkeit wären die sozialen Folgen eines gleichzeitigen Öl- und Düngemittelschocks katastrophal. Indien würde gleichzeitig mit einer Kraftstoffinflation, einem Zusammenbruch der landwirtschaftlichen Produktionsmittel, einem Anstieg der Lebensmittelpreise und einer Erschöpfung der Devisenreserven konfrontiert sein. Die Auswirkungen auf die politische Stabilität würden weit über die Grenzen Indiens hinausreichen.
Pakistan ist stark von Öl und LNG abhängig und weist eine erhebliche Abhängigkeit von Harnstoff auf. Entscheidend ist, dass Pakistan jede Krise aus einer Position chronischer Haushalts- und Devisenschwäche heraus beginnt. Eine Schließung der Golfstaaten würde seine Fähigkeit zur Finanzierung von Importrechnungen schnell erschöpfen und möglicherweise einen Staatsbankrott, einen Währungszusammenbruch und weit verbreitete Unruhen auslösen. Das Atomwaffenarsenal Pakistans macht seine potenzielle Destabilisierung zu einer Frage der globalen Sicherheit und nicht nur zu einer wirtschaftlichen Frage.
Beide Länder sind extrem von Öl und LNG abhängig, und ihre Volkswirtschaften sind global systemrelevant, was ihre Anfälligkeit auf internationaler Ebene noch verstärkt. Südkoreas Stahl-, Chemie- und Schiffbauindustrie sowie Taiwans Halbleiterfabriken beliefern die globale Industrie. Eine Unterbrechung ihrer Produktion würde sich auf die globalen Fertigungs- und Technologie-Lieferketten auswirken, wie es bei einer weniger industrialisierten Wirtschaft nicht der Fall wäre.
Nicht alle Länder sind gleichermaßen betroffen. Einige sind deutlich besser in der Lage, eine Schließung des Golfs zu verkraften, entweder weil sie ihre eigene Energie produzieren, über eine diversifizierte Versorgung verfügen oder große strategische Reserven halten.
Vereinigte Staaten. Die USA haben durch ihre Schieferöl- und Gasrevolution nahezu Energieunabhängigkeit erreicht. Sie sind Netto-Ölexporteur und der weltweit größte LNG-Exporteur. Sie produzieren große Mengen an heimischem Harnstoff. Eine Schließung der Golfregion würde die weltweiten Preise in die Höhe treiben und die US-Verbraucher treffen, aber der Versorgungsschock würde die Energiesicherheit der USA nicht direkt gefährden. Die USA sind von allen großen Volkswirtschaften am besten aufgestellt.
Kanada. Kanada ist ein bedeutender Produzent von Ölsand und Pipeline-Gas, energieautark und ein bedeutender Exporteur von Düngemitteln. Seine Anfälligkeit gegenüber einer Schließung der Golfregion besteht in erster Linie in den Auswirkungen auf die weltweiten Preise und weniger in einer Unterbrechung der Versorgung.
Russland. Russland produziert große Mengen an Öl, Gas und Harnstoff und würde wahrscheinlich wirtschaftlich von einer Schließung des Golfs profitieren, da die weltweiten Preise für seine Exporte steigen würden. Seine Energieautarkie ist nahezu vollständig.
Norwegen. Ein bedeutender Öl- und Gasproduzent mit minimaler Abhängigkeit vom Golf. Norwegen würde von höheren weltweiten Energiepreisen profitieren.
Brasilien (Energie). Durch seine Tiefseeölförderung ist Brasilien weitgehend autark in Bezug auf Rohöl. Seine Abhängigkeit von Flüssigerdgas ist begrenzt. Seine Anfälligkeit konzentriert sich auf Harnstoff, von dem es in hohem Maße abhängig ist (wie oben beschrieben).
Das Ölembargo von 1973, durch das täglich rund 4 Millionen Barrel weniger auf den Weltmärkten verfügbar waren, führte zu einer Vervierfachung der Ölpreise und trug zu schweren Rezessionen in den Industrieländern bei. Die derzeitige potenzielle Versorgungsunterbrechung wäre volumenmäßig fünfmal so groß. Durch die iranische Revolution von 1979 wurden vorübergehend etwa 4 bis 5 Millionen Barrel pro Tag vom Markt genommen; die Tankerangriffe im Iran-Irak-Krieg in den 1980er Jahren verunsicherten die Märkte, ohne die Meerenge vollständig zu sperren. Es gibt keinen historischen Vorfall, der einen echten Präzedenzfall für eine vollständige, anhaltende Schließung des Golfs darstellt.
Die strategischen Erdölreserven der IEA-Mitgliedsländer – insgesamt etwa 1,2 bis 1,5 Milliarden Barrel – könnten theoretisch mehrere Monate der verlorenen Lieferungen aus dem Golf ersetzen, wenn sie vollständig freigegeben würden. In der Praxis wurde eine koordinierte Freigabe in der erforderlichen Größenordnung noch nie versucht, und die logistischen, politischen und marktberuhigenden Herausforderungen wären enorm. Die strategischen Gas- und Düngemittelreserven sind weitaus begrenzter und würden viel schneller erschöpft sein.
Der Persische Golf ist nicht nur eine wichtige Handelsroute – er ist eine strukturelle Abhängigkeit, die seit sieben Jahrzehnten fest in der Weltwirtschaft verankert ist. Die gleichzeitige Unterbrechung der Öl-, LNG- und Harnstofflieferungen aus der Region stellt eine besonders schwere Mehrfachkrise dar: Ein Energieschock, ein Industrieschock und eine Krise der Ernährungssicherheit treten gleichzeitig auf, verstärken sich gegenseitig und stellen die Reaktionsfähigkeit von Regierungen, internationalen Institutionen und Märkten auf eine harte Probe.
Jahrzehntelange Optimierung im Hinblick auf Kosteneffizienz – die Konzentration von Energieerzeugung, Düngemittelherstellung und Schifffahrt an den wirtschaftlichsten Standorten – hat ein System geschaffen, das unter stabilen Bedingungen effizient ist, unter Stress jedoch katastrophal anfällig ist. Wenn es dem Iran gelingt, die Sperrung der Straße von Hormus einen Monat oder länger aufrechtzuerhalten, wird er in den Verhandlungen zur Beendigung der Blockade über erheblichen Einfluss verfügen.
Wie gefällt Ihnen diese aufbauende Analyse? Ich habe eine Menge Videopodcasts gemacht. Gestern Abend wurde ich von Wally Rashid interviewt:

Video https://www.youtube.com/watch?v=y_OMnlAAUrk Dauer 51:07 Min.
Mario, den ich vor einem Jahr bei unserem Interview mit Außenminister Sergei Lawrow kennengelernt habe, hat mich heute Abend angesprochen, um über die gemeldeten Minen in der Straße von Hormus zu diskutieren:

Video https://www.youtube.com/watch?v=zcdwJVozb-A Dauer 48:06 Min.
Ich habe mich auch mit meinen Freunden Natalie und Clayton Morris auf ihrem Kanal „Redacted” unterhalten:

Video https://www.youtube.com/watch?v=CuiC-O_h43o Dauer 1:01:51 Min.
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Choke Point: The Global Economic Consequences of The Persian Gulf Shutdown//substack.com/@larrycjohnson">Larry C Johnson
Mar 11, 2026
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The Persian Gulf is the most consequential body of water in the global economy. Its narrow exit — the Strait of Hormuz, just 33 kilometres wide at its narrowest point — acts as a valve through which flows an extraordinary share of the world’s energy and agricultural inputs. A sustained closure of that valve by Iran will trigger an economic shock with few historical precedents.
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Let’s look at the three commodity categories most exposed to such a disruption: crude oil and refined petroleum products, liquefied natural gas (LNG), and urea, the nitrogen fertiliser upon which modern agriculture depends. Together, these three flows underpin not just energy markets but global food security, industrial production, and the fiscal stability of dozens of nations.
Roughly 20 –21 million barrels of oil pass through the Strait of Hormuz every day, representing approximately 20% of global petroleum liquids consumption and around 30% of seaborne crude trade. The Gulf states bordering this corridor — Saudi Arabia, the United Arab Emirates, Kuwait, Iraq, Iran, and Qatar — collectively hold the majority of the world’s proven oil reserves and a dominant share of global LNG export capacity.
There is no adequate alternative. The East-West Pipeline across Saudi Arabia (Petroline) can carry around 5 million barrels per day, and the Habshan-Fujairah pipeline in the UAE adds limited bypass capacity. But these routes are insufficient to compensate for a full shutdown, and are themselves vulnerable to sabotage. For the first time in history the oil has stopped flowing.
The abrupt closure of Persian Gulf oil exports will constitute the largest supply shock in the history of petroleum markets — larger in absolute terms than the 1973 Arab oil embargo or the Iranian Revolution of 1979, both of which removed far smaller volumes, if Iran maintains the blockade for a month or longer. The International Energy Agency estimates that OECD strategic reserves could theoretically cushion a disruption for several months, but the psychological and speculative impact on oil prices would be immediate and severe.
Analysts and historical precedent suggest that oil prices could spike to anywhere between $150 and $250 per barrel — or potentially higher if markets judged the disruption likely to be prolonged. At such prices, the consequences would radiate rapidly through the global economy:
Fuel costs and consumer prices. Petrol, diesel, aviation fuel, and heating oil prices have all surged. In major consuming economies — the United States, Europe, China, Japan, India — consumer price inflation will accelerate sharply with a prolonged disruption. Households will face dramatically higher energy bills and transport costs within weeks.
Industrial contraction. Energy-intensive manufacturing sectors — petrochemicals, cement, steel, aluminium, glass — will face crippling input cost increases. Many would reduce output or shut down. Supply chains across the global economy would seize as freight costs soared.
Aviation and shipping. Aviation fuel costs would make large swaths of commercial aviation economically unviable. Shipping freight rates, already elevated by fuel costs, would compound broader supply chain disruption.
Recession risk. Every major oil price shock since the 1970s has been followed by a global economic recession. A shock of this magnitude would almost certainly do the same. The IMF and World Bank have historically estimated that a $10 per barrel sustained rise in oil prices reduces global GDP growth by around 0.2 –0.5 percentage points; a shock ten or twenty times larger would be categorically different in nature.
Here are the most vulnerable countries to this shock:
Japan is the world’s most structurally vulnerable major economy to a Gulf oil shock. It imports approximately 90% of its crude oil from the Middle East, with Saudi Arabia, the UAE, Kuwait, and Qatar as its dominant suppliers. Japan has almost no domestic oil production, very limited alternative import infrastructure, and a dense industrial base dependent on petroleum. Its strategic reserves — among the largest in the world at around 150 days of consumption — provide a buffer, but not immunity. A prolonged closure lasting more than six months would force severe rationing, industrial curtailment, and recession. Japan’s post-Fukushima decision to phase down nuclear power has deepened its vulnerability by reducing the one energy source that could partly substitute.
South Korea imports over 70% of its crude from the Middle East, with the Gulf states as its largest suppliers. Like Japan, it has negligible domestic production. Its economy is heavily industrial — semiconductors, shipbuilding, petrochemicals, and steel — all energy-intensive sectors that would face rapid input cost crises. South Korea maintains strategic reserves of approximately 100 days. Its proximity to Japan means both nations would compete for limited alternative supply from West Africa, North America, and Russia, driving prices higher still.
India is the world’s third-largest oil importer and sources roughly 60 –65% of its crude from the Gulf region, primarily Iraq, Saudi Arabia, and the UAE. It has limited domestic production and strategic reserves of only around 10 –15 days — among the smallest relative to import volume of any major economy. India’s fuel subsidy architecture means the government would face enormous fiscal pressure as global oil prices surged, at the same moment that import costs were consuming foreign exchange reserves. For India’s 1.4 billion population — many of whom have limited financial buffers — the pass-through of energy and food cost increases would be devastating. India’s industrial heartland, its agricultural sector (which depends heavily on diesel for irrigation pumps), and its nascent manufacturing base would all be severely disrupted.
Taiwan imports almost all of its energy requirements and sources a significant majority of its oil from the Gulf. As the world’s primary producer of advanced semiconductors, a disruption to Taiwan’s energy supply would carry consequences far beyond its own economy — threatening global technology supply chains. Taiwan’s strategic reserves are modest, and alternative supply routes would be expensive and slow to establish.
Both nations are heavily dependent on Gulf oil imports and have almost no strategic reserves, limited foreign exchange, and large populations with high fuel and food price sensitivity. Pakistan in particular has endured recurring foreign exchange crises; a surge in import costs would likely trigger a balance-of-payments collapse. For Bangladesh, fuel price increases would threaten the cost competitiveness of its garment sector — the backbone of its export economy — as well as the diesel-powered irrigation that supports its rice production.
Many sub-Saharan African nations depend on Gulf oil for a large majority of their refined product imports, with minimal domestic refining capacity and no strategic stockpiles. Countries like Kenya, Ethiopia, and Tanzania would face acute fuel shortages, with knock-on effects on transport, electricity generation, and agricultural supply chains. Governments with limited foreign reserves would be unable to sustain imports at elevated prices for any prolonged period.
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Qatar is by some measures the world’s largest single exporter of liquefied natural gas, accounting for roughly 20 –22% of global LNG trade. Together with the UAE and other Gulf producers, the Persian Gulf region represents a pillar of the global gas supply architecture. The disruption of this supply arrives into a global gas market already structurally tighter following Russia’s invasion of Ukraine and the reconfiguration of European energy supply.
Japan is also the world’s largest or second-largest LNG importer, sourcing a dominant share from Qatar and other Gulf producers. LNG powers roughly a third of Japan’s electricity generation following its post-Fukushima nuclear drawdown. A loss of Gulf LNG would immediately threaten grid stability, with cascading effects across manufacturing, services, and residential supply. Japan has limited LNG storage capacity and no pipeline gas import option. The combined loss of Gulf oil and Gulf LNG would place Japan under extraordinary simultaneous pressure on two of its three primary energy sources.
South Korea is consistently among the top three LNG importers globally, with Qatar one of its largest suppliers. Gas fires a substantial share of South Korea’s power generation. Like Japan, it has no pipeline import option and limited domestic gas production, making seaborne LNG the only supply mechanism. Power shortages would ripple through its semiconductor fabs and shipyards — both globally critical industries.
European nations pivoted heavily toward LNG imports after Russia’s invasion of Ukraine severed their pipeline gas relationships. Qatar has emerged as one of Europe’s most important LNG suppliers. Germany, Italy, the Netherlands, Belgium, and France have all invested in LNG import terminals and contracted long-term Gulf supply. A Gulf LNG disruption would arrive into a European gas market with reduced pipeline alternatives from Russia, creating acute supply shortfalls particularly in winter months. Germany — Europe’s largest economy and its industrial engine — would face the most severe manufacturing impact, given its gas-intensive chemical, glass, and steel industries.
China has surpassed Japan as the world’s largest LNG importer in recent years. It sources a significant share of its LNG from Qatar and other Gulf exporters. However, China has a partial mitigant unavailable to most others: significant pipeline gas imports from Russia and Central Asia, which could be ramped up to partly offset Gulf LNG losses. This makes China more resilient than Japan or South Korea, but still substantially exposed, particularly for provinces distant from pipeline infrastructure where LNG-fired power dominates.
Pakistan has become deeply reliant on LNG imports to fuel its power sector following the depletion of domestic gas reserves. It sources the overwhelming majority of its LNG from Gulf producers. Power cuts — already a chronic problem — would become catastrophic. Industrial output, water pumping, and basic services would all be impaired. Pakistan’s fiscal position is too fragile to sustain premium spot LNG purchases on global markets for any extended period.
Of the three commodity shocks, the disruption of urea exports from the Persian Gulf may be the least immediately visible — but could prove the most enduring in its consequences. Urea is the world’s most widely used nitrogen fertiliser. It is synthesised from natural gas via the Haber-Bosch process, and the Gulf states — particularly Saudi Arabia, Qatar, the UAE, and Oman — are among the world’s largest producers and exporters, collectively accounting for a significant share of global urea trade.
The dependency of modern agriculture on synthetic nitrogen fertiliser is difficult to overstate. It is estimated that roughly half of the nitrogen in the human body today passed through the Haber-Bosch process at some point — meaning that artificial fertiliser now sustains approximately half of the world’s population. A collapse in urea supply would threaten crop yields on a global scale.
Crop yield decline. Without adequate nitrogen fertiliser, yields of staple crops — wheat, rice, maize, soy — would fall dramatically within one to two growing seasons. The effect would not be uniform: wealthy agricultural nations with domestic fertiliser capacity or large stockpiles (the United States, Canada, parts of Europe) would be more insulated. The developing world, particularly sub-Saharan Africa and South and Southeast Asia, would face acute shortages.
Food price inflation. Global food prices, already elevated by conflict-related supply disruptions in recent years, would surge further. The Food and Agriculture Organisation’s food price index would likely break historical records. Bread, rice, and staple grain prices would become unaffordable for hundreds of millions of people.
Geopolitical instability. Historical evidence linking sharp food price spikes to political instability is robust. The Arab Spring of 2011 coincided with a period of record food prices. A global urea shortage and its downstream consequences for food security would heighten the risk of civil unrest, state fragility, and humanitarian crisis across numerous countries.
India is the world’s largest urea importer by volume, consuming enormous quantities to support its vast agricultural sector. Despite significant domestic urea production, India’s demand consistently outpaces supply, making it heavily reliant on Gulf imports, primarily from Oman, UAE, and Saudi Arabia. A supply cut would threaten yields of wheat, rice, and pulses across millions of smallholder farms. Given that Indian agriculture supports the livelihoods of roughly half the population, the social and political consequences of a fertiliser shortage would be profound. Food inflation would accelerate sharply and could threaten political stability.
Brazil is among the world’s top urea importers, having dramatically expanded its agricultural output — it is now the world’s largest soy and beef exporter, and a major corn and sugar producer. Brazil produces almost no urea domestically at scale and imports a very large share from Gulf producers, particularly from the UAE and Qatar. A urea supply disruption would threaten Brazilian agricultural yields across the Cerrado and Amazon frontier regions, affecting both domestic food supply and Brazil’s critical role as a global food exporter. The consequences would ripple through global commodity markets.
Australia is one of the world’s most import-dependent nations for urea, sourcing the overwhelming majority from Gulf producers — particularly Qatar and the UAE. It has virtually no domestic urea production capacity. Australian wheat farmers, who produce a globally significant crop, apply large quantities of nitrogen fertiliser; a supply cut would reduce yields and threaten Australia’s agricultural export revenues. Australia is also the world’s largest diesel exhaust fluid (AdBlue) consumer relative to its size, as this urea-derived product is required by most modern diesel vehicles and engines — a secondary vulnerability that became apparent during a 2021 supply shock.
Sub-Saharan African nations with significant smallholder agricultural sectors are acutely exposed to urea supply disruption. Most have no domestic production and rely heavily on Gulf imports, often through the Indian Ocean trade routes. Fertiliser usage rates in Africa are already among the world’s lowest — meaning yields are already suboptimal — but further supply cuts and price increases would price smallholder farmers out of the market entirely. In Ethiopia, Tanzania, Mozambique, and parts of Nigeria, this would translate directly into food production shortfalls, price spikes, and heightened hunger. The World Food Programme has repeatedly identified fertiliser availability as a critical determinant of food security across the region.
Southeast Asian rice-producing nations — Vietnam, Thailand, and the Philippines — rely heavily on imported urea to sustain their paddy yields. These countries are among the world’s largest rice exporters and form a critical buffer for global food markets. A collapse in their urea supply would reduce rice output, sending prices higher across Asia and the Middle East, where rice is a dietary staple for billions.
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Several countries face acute exposure across all three commodity categories simultaneously. These nations represent the most extreme cases of vulnerability.
Japan is uniquely exposed on all three fronts: it is the world’s most Gulf-dependent major oil importer, one of the world’s largest LNG importers with no pipeline alternative, and a significant importer of Gulf urea for its rice and vegetable agriculture. A full Persian Gulf shutdown would represent an existential economic crisis for Japan, requiring emergency rationing, international assistance, and an accelerated nuclear restart programme. Japan’s government has long identified Gulf security as a core strategic interest — and for good reason.
India faces critical exposure on oil and urea, and significant exposure on LNG. What makes India’s situation particularly alarming is scale: with 1.4 billion people, a fuel subsidy system that creates enormous fiscal pressure when prices rise, minimal strategic reserves, and a large poor population with little financial resilience, the social consequences of a simultaneous oil and fertiliser shock would be catastrophic. India would face simultaneous fuel inflation, agricultural input collapse, food price spikes, and foreign exchange depletion. The political stability implications would extend well beyond India’s borders.
Pakistan faces severe exposure on oil and LNG, and significant exposure on urea. Critically, Pakistan begins any crisis from a position of chronic fiscal and foreign exchange weakness. A Gulf shutdown would rapidly exhaust its ability to finance import bills, potentially triggering sovereign default, currency collapse, and widespread civil unrest. Pakistan’s nuclear arsenal makes its potential destabilisation a matter of global security concern, not merely an economic one.
Both nations face extreme oil and LNG exposure, and their economies are globally systemically important in ways that extend their vulnerability internationally. South Korea’s steel, chemicals, and shipbuilding, and Taiwan’s semiconductor fabs, supply global industries. Their disruption would cascade through global manufacturing and technology supply chains in ways that a comparable shock to a less industrially specialised economy would not.
Not all nations face equal exposure. Several are significantly better positioned to withstand a Gulf shutdown, either because they produce their own energy, have diversified supply, or hold large strategic reserves.
United States. The US has achieved near-energy-independence through its shale oil and gas revolution. It is a net oil exporter and the world’s largest LNG exporter. It produces large quantities of domestic urea. A Gulf shutdown would raise global prices and affect US consumers, but the supply shock would not directly threaten US energy security. The US is best placed of all major economies.
Canada. Canada is a major oil sands and pipeline gas producer, self-sufficient in energy and a significant fertiliser exporter. Its exposure to a Gulf shutdown is primarily through global price effects rather than supply disruption.
Russia. Russia produces large volumes of oil, gas, and urea, and will likely benefit economically from a Gulf shutdown through higher global prices for its exports. Its energy self-sufficiency is near-total.
Norway. A major oil and gas producer with minimal Gulf dependency. Norway would benefit from higher global energy prices.
Brazil (energy). Brazil’s deep-water oil production makes it largely self-sufficient in crude oil. Its LNG exposure is limited. Its vulnerability is concentrated in urea, where it is critically dependent (as described above).
The 1973 oil embargo — which removed roughly 4 million barrels per day from global markets — caused a fourfold increase in oil prices and contributed to severe recessions across the industrialised world. The current potential disruption would be five times larger in volume terms. The 1979 Iranian Revolution removed approximately 4 –5 million barrels per day temporarily; the Iran-Iraq War’s tanker attacks in the 1980s rattled markets without fully closing the Strait. No historical episode provides a true precedent for a complete, sustained Gulf shutdown.
Strategic petroleum reserves maintained by IEA member nations — totalling around 1.2 –1.5 billion barrels — could theoretically replace several months of lost Gulf supply if fully released. In practice, coordinated release at the required scale has never been attempted, and the logistical, political, and market-calming challenges would be formidable. Strategic gas and fertiliser reserves are far more limited and will be exhausted much faster.
The Persian Gulf is not merely an important trade route — it is a structural dependency baked into the global economy over seven decades. The simultaneous disruption of oil, LNG, and urea flows from the region constitute a polycrisis of exceptional severity: an energy shock, an industrial shock, and a food security crisis arriving together, reinforcing one another, and challenging the capacity of governments, international institutions, and markets to respond.
Decades of optimisation around cost efficiency — concentrating energy production, fertiliser manufacture, and shipping in the most economical locations — has created a system that is efficient in stable conditions but catastrophically fragile under stress. If Iran is able to sustain the closure of the Strait of Hormuz for a month or more, it will enjoy significant leverage in negotiations to end the blockade.
How’s that for some uplifting analysis? I’ve been doing a ton of videopodcasts. I was interviewed late yesterday by Wally Rashid:
Mario, who I met a year ago when we interviewed Foreign Minister Sergei Lavrov, grabbed me late today to discuss the reported mining of the Strait of Hormuz:
I also chatted with my friends, Natalie and Clayton Morris, on their Redacted channel:
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Quelle: Larry Johnson - Mit freundlicher Genehmigung übernommen - Automatische Übersetzung
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
zlv.lu, 11. März 2026, Ausland, von Karin Leukefeld
Die Einschläge kommen im Minutentakt. Bei Morgengrauen beginnt die israelische Luftwaffe die südlichen Vororte von Beirut zu bombardieren. Es beginnt mit einem Angriff auf das Amerikanische Viertel. Es folgen Bomben auf Haret Hreik, dann wird das Geldunternehmen Al Qard Al Hasan bombardiert. Zwei Mal kurz hintereinander wird das Gebäude von Al Qard al Hassan in Safir, Mar Mikhael angegriffen. »Bei der Kirche, neben dem Armee-Kontrollpunkt«, wird in sozialen Medien präzisiert.
Ein weiterer Angriff trifft Al Qard Al Hassan Gebäude in Ain al-Sikka in Burj Al-Barajneh sowie in Bir Al Abed, an der Scheich Ragheb Straße. Es folgen zwei weitere Luftangriffe auf das Gebäude von Al Qard al Hasan auf dem Hadi Nasrallah Schnellstraße, gegenüber der Al Wafaa Bäckereien.
Al Qard al Hasan ist eine Bank, die Privatpersonen zinslose Kleinkredite anbietet. Viele Menschen nutzen das Institut seit Jahren, um sich Solarpanele für die Stromversorgung anschaffen zu können. Die Rückzahlung erfolgt auf Raten. Angesichts der anhaltenden Bankenkrise im Libanon, bei der viele ihre gesamten Ersparnisse verloren haben, handelt es sich bei der privat betriebenen Bank um eine beliebte und vor allem finanzierbare Anlaufstelle. Al Qard al Hasan arbeitet mit einer offiziellen Genehmigung der libanesischen Regierung.
Ticker informieren über israelische Bomben
Die Aufstellung stammt von Ahkbaria News, es ist ein Ticker, den die Libanesen auf ihre Mobiltelefone laden können, um über die aktuellen Luftangriffe informiert und gewarnt zu sein. Die meisten libanesischen Medien haben mittlerweile eine solche Tickerfunktion eingeführt, auf der das Neueste berichtet wird.
Bei »Al Akhbar«, einer libanesischen Tageszeitung heißt es in den Abendstunden des 9. März um 20.14 Uhr, Sultan Haitham bin Tariq von Oman habe per Telegramm dem neuen Obersten Führer des Iran, Mojtaba Khamenei zu seiner Wahl gratuliert. Eine Minute später meldet ein Korrespondent der Zeitung, daß die israelische Luftwaffe im Bezirk von Nabatieh, im Südlibanon, den Ort Al-Namiriya bombardiert habe. Zehn Minuten später folgt die Meldung, daß Israel erneut ein Gebäude von Al Qard-al Hasan bombardiert habe. Der Angriff sei in Al-Aqabiyah gewesen, fünf Personen wurden verletzt. Um 20.27 Uhr folgt die Meldung, daß 15 Syrer bei einem israelischen Angriff auf Kawthariyat al-Ruz verletzt wurden, im Bezirk der Hafenstadt Sidon. Um 20.30 Uhr geht die Meldung eines Korrespondenten ein, daß ein Rettungssanitäter bei einem Angriff auf einen Konvoi von Rettungswagen in Majdal Zoun verletzt wurde. Zwei weitere Sanitäter seien unverletzt entkommen. Die Rettungssanitäter seien in den Ort gefahren, um erste Hilfe zu leisten, nachdem die Israelische Luftwaffe dort bombardiert habe. Um 20.31 Uhr berichtet ein Korrespondent der Zeitung, die Israelische Luftwaffe habe erneut im Bezirk von Nabatieh angegriffen, den Ort Sinai.
Am Morgen des 10. März berichtet die Onlinezeitung »L’Orient Today« aus Beirut, daß in der Nacht ein medizinisches Zentrum in Zifta im Bezirk Tyros von Israel bombardiert worden sei. Das Zentrum werde von der Islamischen Gesundheitsgesellschaft geführt, die der Hisbollah nahesteht. Neun Menschen wurden bei dem Angriff getötet. Kurz zuvor habe die israelische Luftwaffe den Ort Jwayya im Bezirk Tyros bombardiert und drei Menschen getötet, darunter ein Rettungssanitäter. 16 weitere Personen wurden verletzt. Rettungssanitäter hätten zudem zwölf Personen von einer Hühnerfarm in Yohmor al-Shaqif im Bezirk Nabatieh gerettet, die bereits am Sonntag von der israelischen Luftwaffe bombardiert worden war. Unter den Geretteten seien drei Kinder. Die Rettungssanitäter hätten drei Personen nur noch tot aus den Trümmern des Gebäudes bergen können.
Am Montagmorgen forderte die israelische Armee erneut die noch verbliebenen Menschen im Süden des Landes auf, alle Gebiete einschließlich der Orte Tyros und Sidon zu verlassen, weil man dort »Infrastruktur der Hisbollah« zerstören werde.
Die Zahl der Toten durch die israelischen Angriffe seit Anfang März auf den Libanon liegt nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums bei 486. Libanesische Medien nennen eine Zahl von 572, die 86 Personen enthält, die nach dem letzten Bericht getötet wurden. Unter den Getöteten sind mindestens 83 Kinder und 42 Frauen. Mehr als 1.300 Verletzte werden gemeldet. Mehr als 700.000 Menschen mußten wegen der anhaltenden israelischen Angriffe und Evakuierungsaufforderungen ihre Wohnorte verlassen.
Nicht alle helfen
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz, die Rote Kreuz-Rote Halbmondgesellschaften, Caritas, WHO und UNRWA versuchen die Inlandsvertriebenen zu versorgen. Ausländische Hilfs- und Nichtregierungsorganisationen, die im Libanon sonst aktiv sind, beteiligen sich – wie bereits im Jahr 2024 während des zweimonatigen Krieges – offiziell nicht an den Hilfsmaßnahmen.
Die Regierung hat Schulen und Universitäten sowie andere große Gebäude zur Verfügung gestellt, um die Menschen unterzubringen. Allerdings kommt es auch zur Abweisung der Schutzsuchenden, weil man sie für Anhänger der Hisbollah hält, die vor allem von sunnitischen und einigen christlichen Parteien oder Privatpersonen abgelehnt wird. Politiker und Medien dieses Lagers, das der Hisbollah gegenüber feindlich eingestellt ist, machen die Organisation für die massiven Angriffe Israels verantwortlich.
Tatsächlich hatte die Hisbollah seit Beginn der Waffenruhe 2024 – bis auf einmal, wie die UNO dokumentierte – nicht auf die anhaltenden israelischen Angriffe auf Libanon reagiert. Allerdings hatte die Organisation als Reaktion auf die Ermordung von Ali Khamenei am 28. Februar 2026 ihre Angriffe auf Israel wieder aufgenommen. Begründet wurde das auch damit, daß Israel die Waffenruhe nie eingehalten habe und es nicht länger hinnehmbar sei, die Angriffe, Zerstörungen und die Tötung libanesischer Bürger weiter zu dulden.
Wiederaufnahme der Kämpfe
Es war auch eine Reaktion auf die Untätigkeit der libanesischen Regierung, die Angriffe Israels und die anhaltende Besatzung im südlichen Libanon zu stoppen. Als Israel Anfang März seine Angriffe auf den Libanon massiv erhöhte, wurde die libanesische Armee aus der Grenzregion weitgehend abgezogen. Am Mittwoch wurde berichtet, daß die Hisbollah erfolgreich Versuche der israelischen Armee, mit Bodentruppen in den Süden des Landes einzumarschieren, zurückgeschlagen habe. Zu direkten Kämpfen kam es bei Bint Jbeil und Marjayoun. Hisbollah meldete zwanzig Angriffe gegen israelische Truppen und mit Raketen auf Städte im Zentrum von Israel, darunter auch Tel Aviv.
Der libanesische Präsident Joseph Aoun rief derweil wie auch Ministerpräsident Nawaf Salam zu direkten Verhandlungen mit Israel auf. In einer Videokonferenz mit der Führung der EU schlug Aoun am Montag vor, die Verhandlungen sollten unter internationaler Kontrolle stattfinden. Parallel müsse die libanesische Armee schleunigst die Entwaffnung der Hisbollah durchsetzen und zwar besonders dort, wo die Kämpfe seit Anfang März eskaliert seien, berichteten libanesische Medien. Gemeint ist der Südlibanon, wo die Hisbollah aktiv versucht, eine israelische Bodeninvasion zu stoppen. Aoun bezeichnete die Hisbollah als »nicht-staatliche bewaffnete Gruppe«, die »nicht im Interesse des Libanon« agiere. Mit der Wiederaufnahme von Angriffen auf Israel habe die Hisbollah zu dem massiven israelischen Angriff »eingeladen«, um die eigene Position innerhalb des Landes zu stärken. Die Hisbollah versuche den libanesischen Staat zu stürzen.
Krieg oder Unterwerfung
Der Vorsitzende der Fraktion »Loyalität mit dem Widerstand« im Parlament, Mohammad Raad, hatte wiederholt betont, die Verteidigung des Libanon liege in der Verantwortung des Staates und der libanesischen Armee. Die Hisbollah sei bereit, die eigenen Waffen und Kämpfer in eine »Nationale Verteidigungs- und Sicherheitsstrategie« einzubinden. Seit November 2024 seien weder der Staat noch die Armee in der Lage gewesen, die anhaltenden Angriffe Israels zu stoppen. Auch die ausländischen Beobachter der Waffenruhe, Frankreich und die USA hätten nicht auf Israel eingewirkt.
Gesprächspartner der Autorin, die die Hisbollah unterstützen, wiesen darauf hin, daß weder die libanesische Regierung noch die Armee den Libanon vor Tod und Zerstörung hätten schützen können. Die Armee sei nicht ausgerüstet dafür, Israel in die Schranken zu weisen, die Regierung von Nawaf Salam und Präsident Joseph Aoun beugten sich dem ausländischen Druck. Sie kriminalisierten die Hisbollah und den Widerstand und böten dafür Israel »jede Art von Verhandlungen« an, wie Ministerpräsident Salam erklärt hatte. Die Erfahrung allerdings sei, daß Israel keinen Frieden wolle, sondern Unterwerfung.
Karin Leukefeld
Info: https://www.zlv.lu/db/1/1481928170249/0
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
freedert.online, vom 10 Mär. 2026 20:00 Uhr,
Die Würfel sind gefallen! Der Kreml gibt Europa auf, die Hinwendung nach Asien ist beschlossen. Bei Fortdauer der Schließung der Straße von Hormus drohen EU-Ländern katastrophale wirtschaftliche, soziale und politische Zustände. Werden einzelne EU-Länder das Schlupfloch nutzen, das Wladimir Putin ihnen gelassen hat?
Quelle: RT
Symbolbild, KI-generiert
Diese strategische Entkopplung markiert die bedeutendste Veränderung in den internationalen Wirtschaftsbeziehungen, die seit Beginn der Sanktionierung russischer Energieexporte vor über zehn Jahren westlichen, vor allem aber europäischen Ländern und ihre wichtigsten Industriebranchen drohen. Diese Länder werden sich mit beispielloser Inflation, Versorgungsengpässen, Firmenschließungen, Arbeitslosigkeit und sozialen Unruhen konfrontiert sehen, was letztlich zum Zerfall der ohnehin bereits zunehmend infrage gestellten EU führen dürfte.
Präsident Wladimir Putin hat einzelnen europäischen Staaten noch ein Schlupfloch gelassen, wenn sie außerhalb der EU-Struktur bereit sind, bilaterale konstruktive, pragmatische Beziehungen zu Russland zu knüpfen, um verlässliche, langfristige Verträge abzuschließen. Aber um die drohende Katastrophe in ihren Ländern abzuwenden, müssten sich die von Russenhassern durchsetzen Regierungen der großen EU-Staaten schnell besinnen, wozu die von der Realität abgehobenen EU-Eliten höchstwahrscheinlich nicht fähig sind.
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Meinung
Iran – Rückblick auf die politische und militärische Vorgeschichte vor einem neuen US-Angriff
Laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax werden russische Unternehmen einen Teil des derzeit an europäische Länder gelieferten Flüssigerdgases (LNG) auf andere Märkte umleiten, um dem bevorstehenden späteren Einfuhrverbot der Europäischen Union zuvorzukommen.
"Gemäß den Anweisungen des Präsidenten haben wir diese Frage heute durchgearbeitet. Wir haben die aktuelle Situation und die Möglichkeiten der Umorientierung von Gas detailliert diskutiert. Es wurde entschieden, dass ein Teil des derzeit nach Europa gelieferten LNG auf andere Märkte umgeleitet wird, wo konstruktive, pragmatische Beziehungen zu unserem Land aufgebaut werden, wo Nachfrage besteht und [wo es] die Möglichkeit gibt, langfristige Verträge abzuschließen", sagte Vizeregierungschef Alexander Nowak.
Bereits am 4. März hatte Putin die Regierung und die Unternehmen angewiesen, über einen Stopp der Gaslieferungen an den europäischen Markt nachzudenken, ohne auf das Einfuhrverbot zu warten.
"Einige andere Märkte öffnen sich, und es könnte für uns vorteilhafter sein, die Lieferungen auf den europäischen Markt jetzt zu stoppen und zu den Märkten zu gehen, die sich öffnen, und dort Fuß zu fassen. Und ich möchte das klarstellen: Es gibt keine politische Agenda. Aber wenn sie sich uns in einem oder zwei Monaten selbst verschließen, wäre es besser, [die Lieferungen] jetzt zu stoppen, zu Ländern zu gehen, die zuverlässige Partner sind, und dort Fuß zu fassen", sagte Putin.
Es folgt die Übersetzung eines Auszugs aus Rede von Präsident Putin bei der nachfolgenden Regierungsberatung zu diesem Thema am 9. März. Putin sagte:
"Ich betone: Russland tritt als zuverlässiger Lieferant von Energieressourcen auf. Das war immer so. Wir werden Öl und Gas sicherlich weiterhin an jene Länder liefern, die selbst zuverlässige Gegenparteien sind.
Ich meine nicht nur unsere Partner in der Asien-Pazifik-Region, sondern auch die Staaten Osteuropas wie die Slowakei und Ungarn. Bereits vor diesem Treffen wurde mir von Kollegen mitgeteilt, dass wir die Lieferungen an unsere zuverlässigen Partner erhöhen!
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Analyse
Jeffrey Sachs' kurz gefasste Geschichte der Russophobie
Gleichzeitig möchte ich Sie daran erinnern, dass die Länder der Europäischen Union ab dem 25. April zusätzliche Beschränkungen für den Kauf russischer Kohlenwasserstoffe einführen wollen, einschließlich Flüssigerdgas, bis hin zu einem vollständigen Verbot solcher Lieferungen im Jahr 2027.
In diesem Zusammenhang wurde die Regierung bereits beauftragt, die Möglichkeit und Zweckmäßigkeit einer Einstellung der Lieferungen unserer Energieressourcen an den europäischen Markt zu prüfen. Nicht abzuwarten, bis uns die Tür demonstrativ vor der Nase zugeschlagen wird, sondern das jetzt zu tun und diese Volumina vom europäischen Markt weg in eine interessantere Richtung umzuleiten und – was am wichtigsten ist – dort Fuß zu fassen.
Gerade jetzt gestalten sich die Marktbedingungen so, dass wir, wenn wir uns jetzt auf jene Märkte umorientieren, die erhöhte Lieferungen brauchen, uns dort etablieren können. Das heißt, an Orten, wo es nachhaltige langfristige Nachfrage und zuverlässige langfristige Beziehungen zu jenen Staaten gibt, die konstruktive Geschäftsbeziehungen zu Russland aufbauen. (…)
Sollten europäische Unternehmen, europäische Käufer plötzlich beschließen, sich umzuorientieren und uns langfristige, nachhaltige gemeinsame Arbeit anzubieten, frei von politischen Bedingungen, frei von politischen Erwägungen – bitte sehr, wir haben das nie abgelehnt. Wir sind bereit, auch mit den Europäern zusammenzuarbeiten, aber wir brauchen Signale von ihnen, dass sie ebenfalls bereit sind und uns diese Stabilität und Vorhersehbarkeit gewährleisten werden."
Nach der Sitzung erklärte Nowak Interfax, dass zum Beispiel neue Verträge potenziell mit Unternehmen aus China, Indien, den Philippinen und Thailand unterzeichnet werden könnten. Weiter führte er aus, dass die Marktaussichten für die Asien-Pazifik-Region auf ein langfristiges Nachfragewachstum hindeuten, was auch durch Daten zu überdurchschnittlichen Wirtschaftswachstumsraten gestützt wird.
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Meinung
Russland und Indien haben immer mehr gemeinsame Themen
"Wir planen, die globalen Energiemärkte zu beliefern, vor allem jene Länder, die an russischem Gas interessiert sind und langfristige, konstruktive Beziehungen zu uns planen. Und solche Möglichkeiten gibt es: Unsere Unternehmen haben das heute bestätigt und führen bereits Gespräche", sagte Nowak.
Fazit
Es sieht so aus, als ob der russische Energie-Zug mit seinen unermesslichen Vorräten an preiswertem Öl und Gas – da die Lieferung via Pipeline erfolgt – für die Europäer schon bald endgültig abgefahren ist. Russland nutzt die Gunst der Stunde dazu, sich endgültig von erpresserischen EU-Sanktion zu befreien.
Diese strategische Entkopplung markiert die bedeutendste Veränderung in den internationalen Wirtschaftsbeziehungen. Diese Entwicklung begann mit der zunehmenden EU-Sanktionierung russischer Energieexporte vor über zehn Jahren, die jedoch nicht Russland in den Bankrott getrieben haben, sondern die wirtschaftliche Dynamik vor allem aber in den europäischen Ländern und ihren wichtigsten Industriebranchen erdrosselt haben.
Mehr zum Thema – Blackbox Russland: Die deutsche Osteuropakunde und das Aussterben der Kreml-Astrologen

Video https://rumble.com/v76x6ka-irans-vize-auenminister-dieser-krieg-wird-zu-unseren-bedingungen-enden.html Dauer 21:55 Min.
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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
freedert.online, 10 Mär. 2026 21:40 Uhr,
"Der Schutz Spaniens und des spanischen Volkes erfordert den Austritt aus der NATO", verkünden mehrere spanische Politiker. Der Konflikt zwischen Madrid und Washington hat dazu geführt, dass ein Großteil der Spanier den USA die Nutzung von NATO-Stützpunkten auf ihrem Territorium verbieten möchte – und viele wünschen sich sogar den Austritt ihres Landes aus dem Bündnis.
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Symbolbild
Die spanischen Populisten der Partei "Podemos" haben mit ihren Äußerungen über die Notwendigkeit eines Austritts des Königreichs Spanien aus der NATO die öffentliche Meinung des Landes aufgewühlt. Zunächst war die Idee, die von der Generalsekretärin von "Podemos", Ione Belarra, vorgebracht worden war, von den lokalen Medien nur als ein Aufruf zur Aufwiegelung der Wählerschaft wahrgenommen worden. Später jedoch schlug Pablo Fernández, ein hochrangiger Vertreter derselben politischen Kraft, vor, ein entsprechendes Referendum über den Austritt aus der NATO zu organisieren, und anschließend tat dies auch Irene Montero, eine ehemalige Ministerin der aktuellen Regierung des Landes, die den Pyrenäenstaat im Europäischen Parlament vertritt.
Vor dem Hintergrund der Verurteilung der israelisch-US-amerikanischen Bombardierungen von Iran durch den spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez und der betont gleichgültigen Haltung des spanischen Staatschefs gegenüber der Erklärung Donald Trumps, den Handel mit Madrid einzustellen, fanden diese Forderungen zunehmend Unterstützung in der Bevölkerung.
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Sánchez attackiert Trump: "Den Pulverdampf des Krieges nutzen, um Versagen zu kaschieren"
So fiel beispielsweise auch das Ergebnis mehrerer Meinungsumfragen aus, die von der Online-Zeitschrift El Plural durchgeführt wurden. Auf die Frage "Soll Spanien in der NATO bleiben oder nicht?" sprachen sich 28 Prozent der Befragten entschieden für einen Austritt Madrids aus dem Nordatlantikbündnis aus. Weitere 35 Prozent stimmten dem Vorschlag zu, diese Frage in einem landesweiten Referendum zur Abstimmung zu stellen. 37 Prozent meinten, dass die NATO "eine Schlüsselrolle bei der Verteidigung Spaniens spielt" und es daher nicht sinnvoll ist, aus dieser Organisation auszutreten.
Spanien hat bereits in der ersten Hälfte der 1980er Jahre versucht, aus der NATO auszutreten – während der Regierungszeit der "PSOE" (Spanische Sozialistische Arbeiterpartei) unter ihrem Vorsitzenden Felipe González. Kaum waren sie 1982 der NATO beigetreten, begannen die Spanier zu überlegen, ob sie diese Entscheidung nicht übereilt getroffen hatten. Die Notwendigkeit des Beitritts zum Bündnis wurde jedoch von González’ Vorgänger als Ministerpräsident, Leopoldo Calvo-Sotelo, einem ehemaligen Mitglied der Partei "Falange Española Tradicionalista" (Spanische Traditionalistische Falange), die unter dem Diktator Franco das Land regierte, vorangetrieben.
Die Überlegungen führten schließlich zu einem nationalen Referendum. Die Ergebnisse zeigten, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung (40,3 Prozent) die Mitgliedschaft in einem "Verteidigungsbündnis" ablehnte. Dennoch gab es mehr Befürworter eines Verbleibs Spaniens in der NATO (53,9 Prozent).
González versprach damals, dass das Land seine Mitgliedschaft im Nordatlantikpakt unter "mildernden Umständen" beibehalten werde, und zwar in Form von:
a) Nichtbeteiligung an der militärischen Struktur der Organisation,
b) Verbot der Stationierung, Lagerung und Einführung von Atomwaffen und
c) Verringerung der Zahl der US-Militärstützpunkte auf dem Territorium des Landes.
Die ersten beiden Bedingungen wurden nur einige Jahre lang erfüllt. Im Jahr 1997 trat Spanien dem Militärblock bei, woraufhin die US-Amerikaner das Recht erhielten, alle Punkte bezüglich Atomwaffen zu verletzen, "sofern die spanische Regierung dies genehmigt". Ob diese Erlaubnis für die USA überhaupt von Bedeutung ist, verdeutlicht Trumps kürzlich geäußerte Bemerkung, dass die US-amerikanischen Truppen niemanden um Erlaubnis fragen werden – sie werden einfach in die in Spanien gelegenen NATO-Stützpunkte Rota und Morón einmarschieren (dort landen, einlaufen) und sie nutzen.
Genau diese Äußerung des Chefs des Weißen Hauses löste in Spanien eine neue Welle von Kontroversen aus und gab der Partei "Podemos" die Möglichkeit, ihre Position in Bezug auf ein Referendum über den Austritt des Landes aus der NATO zu stärken. Die spanische Öffentlichkeit empfand Trumps Worte offensichtlich als direkten Druck, wenn nicht sogar als Beleidigung. Die oben erwähnte Bellara erklärte, dass "der Wunsch der Regierung, Nein zum Krieg zu sagen, auch die Schließung der ausländischen und den endgültigen Austritt aus dem Bündnis bedeutet".
Im Ergebnis unterstützen nun 53,2 Prozent der Spanier die Idee, den US-Amerikanern die Nutzung der Stützpunkte zu verbieten, und nur 25,8 Prozent sind dagegen (die übrigen haben sich für keine der beiden Optionen entschieden). Die Verweigerung militärischer Unterstützung für die US-amerikanisch-israelische Allianz wird von 56,9 Prozent der Befragten befürwortet, während nur 21,4 Prozent dagegen sind.
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Analyse
Zündstoff vor Gipfel: Spanien lehnt Fünf-Prozent-Ziel der NATO ab
Belarra forderte die spanischen Behörden außerdem auf, das Rüstungsprogramm aufzugeben, durch das sich "die Militärausgaben in nur zwei Jahren verdoppelt haben". Es sei daran erinnert, dass Donald Trump, als er im Januar letzten Jahres das US-Präsidentenamt übernahm, erklärte, dass die NATO-Mitglieder fünf Prozent ihres BIP an die Organisation abführen sollten und nicht zwei Prozent, wie zuvor beschlossen worden war. Spanien weigert sich jedoch unter verschiedenen Vorwänden – hauptsächlich wirtschaftlicher Natur – kategorisch, dieser Forderung nachzukommen.
Infolgedessen hat die Partei "Vereinigte Linke" im spanischen Kongress einen Antrag auf Verurteilung des Nordatlantikvertrags und der Vereinbarungen mit den USA über Militärstützpunkte in Spanien eingebracht. Die Linken wurden von den Kommunisten unterstützt. Auf den Seiten der Zeitung der Kommunistischen Partei "Mundo obrero" heißt es:
"Wir hoffen, dass diese Initiative bald genügend Unterstützung erhält, um eine parlamentarische Debatte über den Austritt aus der NATO zu beginnen. Der Schutz Spaniens und des spanischen Volkes erfordert den Austritt aus der NATO, einer militärischen Organisation, die von der Trump-Regierung kontrolliert wird und die, wie in ihrer Nationalen Sicherheitsstrategie dargelegt, die europäischen Länder zu Gegnern und Feinden gemacht hat."
Die Kommunisten führen ihre Vorwürfe gegen das Nordatlantische Bündnis ausführlich aus, wobei ihre Kritik über die Verurteilung der aggressiven Politik des Bündnisses hinausgeht. Das kommunistische Blatt betont:
"Die NATO schützt uns nicht vor dem Hauptfeind der Demokratie, des Friedens und des Völkerrechts in der Welt: den USA, die einen Zoll- und Handelskrieg gegen den Rest der Welt einschließlich der Länder der Europäischen Union führen und andere Länder angreifen, sogar Verbündete wie Dänemark und Kanada und Bruderländer wie Venezuela, Kolumbien, Mexiko und Kuba.
Die NATO ist eine Maschine für die USA, die es ihnen ermöglicht, unseren Staatshaushalt zu beschlagnahmen und ihn an ihre Rüstungsunternehmen weiterzuleiten."
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Analyse
Europa gesteht, wieso es keinen Frieden in der Ukraine will
Allerdings äußert sich nicht nur die kommunistische, sondern auch die sozialdemokratische Presse kritisch. El Plural schreibt beispielsweise:
"Für diejenigen, die für einen Austritt aus der NATO eintreten, unterstreicht die aktuelle Situation die Begrenztheit des Bündnisses, das ihrer Meinung nach Spanien in Konflikte hineinziehen könnte, die nicht im nationalen Interesse liegen."
Die "Podemos"-Politikerin Irene Montero betonte, dass die Mitgliedschaft Spaniens in der NATO das Land in eine gefährliche Lage bringe. Und ihre Parteigenossin Belarra verkündete mit einer schüttelnden Faust:
"Mit der Beibehaltung seiner NATO-Mitgliedschaft gibt Spanien seine Souveränität an den Abschaum der Gesellschaft jenseits des Ozeans ab. Die Yankees müssen unser Land ein für alle Mal verlassen."
In der Geschichte der Nordatlantikallianz gab es einen Fall, in dem ein Mitgliedsland austrat: 1966 zog Charles de Gaulle Frankreich aus der NATO zurück, weil er befürchtete, dass die US-Amerikaner sein Land in den Vietnamkrieg hineinziehen würden. Der französische Staatschef begründete seinen Schritt mit dem Wunsch, die nationale Souveränität und die Unabhängigkeit der Außenpolitik seines Landes von den USA wiederherzustellen. Das Land schloss damals die ausländischen Stützpunkte und das NATO-Hauptquartier auf seinem Territorium. Es blieb jedoch politischer Teilnehmer des Bündnisses und kehrte 2009 vollständig in den Block zurück.
Heute lassen sich die Initiatoren des Austritts Spaniens von ähnlichen Überlegungen leiten, wenn sie vom Verlust der Souveränität bei Beibehaltung der Mitgliedschaft und der Aussicht auf eine Verwicklung Madrids in den Iran-Krieg sprechen. Natürlich wird eine der zahlreichen politischen Parteien Spaniens, zumal eine nicht regierende, das Land nicht allein zum Austritt aus dem Bündnis bewegen können. Zumal selbst vorläufige Umfragen, wie bereits erwähnt, keine Unterstützung für diese Idee bei der Mehrheit der Wähler zeigen. Die aktuellen Ereignisse zeigen jedoch deutlich, dass die US-amerikanische Führung mit ihren Kriegen und Äußerungen die Einheit der NATO besser zerstört als alle angeblichen externen Gegner des Nordatlantischen Bündnisses zusammen.
Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 10. März 2026 zuerst auf der Website der Zeitung "Wsgljad" erschienen.
Wladimir Dobrynin ist ein russischer Journalist.
Mehr zum Thema – Trump zerstört Iran – Da will Merz wenigstens das Völkerrecht zerstören

Video https://rumble.com/v76mmm4-treffen-mit-trump-merz-auftritt-sorgt-fr-breite-kritik.html
Dauer 15:06 Min.
RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Info: https://freedert.online/international/272790-usa-bringen-spanien-gegen-nato-auf/
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
lostineu.de, 11. März 2026
Der Krieg gegen Iran zeigt ein weiteres Mal: Der EU sind alle rechtlichen und politischen Maßstäbe abhanden gekommen. Sie sieht die Welt nur noch durch die Anti-Putin-Brille und klagt, daß der Krieg Russland helfe.
Russlands Präsident Putin ist nach Einschätzung von EU-Ratspräsident Costa der große Nutznießer der israelisch-amerikanischen Angriffe gegen Iran. „Bislang gibt es in diesem Krieg nur einen Gewinner: Russland“, sagte Costa.
Ähnlich haben sich auch schon andere EU-Politiker geäußert. Zugleich hat die EU davor gewarnt, die Russland-Sanktionen zu lockern, wie dies US-Präsident Trump erwägt, um den weltweiten Ölmarkt zu beruhigen.
Eine Lockerung der Öl-Sanktionen wäre “kontraproduktiv” und würde “Russlands Fähigkeit zur Kriegsführung stärken”, sagte EU-Kommissar Dombrovskis. Es sei “sehr wichtig”, den Ölpreisdeckel für russisches Öl “strengstens durchzusetzen”.
Nützt es Putin, schadet es Putin? Das scheint die einzige Frage zu sein, die die EU beschäftigt. Unsere Politiker sehen die Welt nur noch durch die Anti-Putin-Brille – alle anderen Maßstäbe scheinen abhanden gekommen zu sein.
Die regelbasierte Ordnung, die die USA und Israel mit Füßen treten? Schnee von gestern. Das Völkerrecht? Leider nicht mehr anwendbar. Die europäische Wirtschaft? Wird bedauerlicherweise in Mitleidenschaft gezogen.
Diese Perspektive ist kurzsichtig – und gefährlich. EU-Politiker sollten zuerst an europäische Interessen denken – und nicht daran, wie sie Russland maximal schaden können. Einen “Kollateralschaden” dürfen sie nicht hinnehmen.
Gefährlich wird es, wenn sie die Augen vor den Realitäten verschließen. Der Angriffskrieg hat einen Flächenbrand ausgelöst, der jederzeit in einen Weltkrieg und in eine Weltwirtschaftskrise umschlagen könnte.
Doch die EU denkt nur an die Ukraine und die Folgen für Russland. Sie ist nicht einmal in der Lage, zu erkennen, geschweige denn auszusprechen, von wem derzeit die größte Gefahr für EUropa und die Welt ausgeht.
Ein Tipp: Es ist nicht Putin…
Mehr zum Krieg gegen Iran hier
P.S. Ausgerechnet US-Präsident Trump ist weiter als die EU. Angesichts der Eskalation des Irankrieges hat sich Trump an Putin mit der Bitte gewandt, zu vermitteln. Das passt so gar nicht in das manichäische Weltbild der EU…
‹ Bruch der Brandmauer: Nun sollen “Dinner-Dates” das VdL-Bündnis retten › Energiekrise: Deutschland und EU wollen nun doch einschreiten
13 Comments
Titi
11. März 2026 @
10:00
Zur selben Zeit beginnt allmählich (und langsam) die (für die EU ungünstige) Realität die EU-Granden einzuholen, so dass es immer schwieriger sein wird, dieses zu verbergen, so wie jetzt, wo Von der Leyen die Abkehr von Atomkraft als strategischen Fehler bezeichnet hat. Vorher hätte man das nicht gesagt, aus Angst, die EU-Grünen und die Pro-Grünpolitik-Sozialdemokraten als wichtige Bündnispartnern „gegen Rechts“ zu verlieren. Noch hält man an die strikten Sanktionsmaßnahmen gegen russisches Gas und Öl fest, aber mit der zunehmenden wirtschaftlich erdrückenden Lage (verschärft durch den Iran-Krieg und seine Folgen) wird die EU aus Not vor „dem Russen“ betteln, was für sie die ultimative Demütigung wäre und was ihr die Ukraine höchstwahrscheinlich nicht verzeihen würde.
Niko
11. März 2026 @
09:50
Für mich steht längst fest, dass der russlandfeindliche Hass die Hirne sehr vieler Politiker zerfressen hat und der in Wirklichkeit “nicht werteorientierte” Westen für die meisten und brutalsten Kriege der letzten Zeit verantwortlich ist. Der Wirre aus Amerika macht die von Merz sogenannte Drecksarbeit und unsere Rüstungsindustrie liefert jede Menge Mordinstrumente, macht damit jede Menge Kohle und versucht damit die vermurkste Wirtschaftspolitik zu kaschieren. Recht und Gesetz sind Makulatur und nur noch lästig.
Die Fakten zeigen deutlich, vor wem man Angst haben sollte. Dazu müsste man aber die dicken Bretter vor den Augen abbauen.
Helmut Höft
11. März 2026 @
09:31
Tzja, so iss dess unner de Mensche, gell! Man braucht einen vor dem man sich bückt (z. B. “Mister Grab’em”) und einen auf den man spukt z. B. Wladimir Wladimirowitsch und schon hat das Leben Sinn und Struktur.
“Der Mensch: Krone der Schöpfung oder doch nur Furunkel am A… der Evolution?”
@european
Prognose mit 2 Kommastellen? Sry (das kommt ja nicht von Dir … und statista ist einigermaßen seriös) aber mit Prognosen ist das schwierig, die betreffen nämlich die Zukunft. Was grds. immer vergessen wird: Russland ist ein währungssouveränes Land und hat alles was es braucht, das ist der Punkt. Die paar Chips die noch fehlen gibt’s beim Kapitalisten um die Ecke, auf dem Zigarettenmarkt!
Kleopatra
11. März 2026 @
09:16
Die Gefahr durch Putin ist deshalb schwerwiegender, weil bei ihm ausgeschlossen werden kann, dass er durch normale demokratische Verfahren die Macht verliert, während das in den USA durchaus im Bereich des Möglichen liegt.
Guido B.
11. März 2026 @
09:23
Putin sagte einmal, der Westen sei das „Imperium der Lügen“. Die Lügner-Eliten sagen, Russland sei das „Reich des Bösen“. Putin ist auf jeden Fall recht zu geben. Der Westen ist das Reich der Schwarzen Magie. Da helfen auch keine Regime Changes mehr.
Karl
11. März 2026 @
09:33
Putin hat die letzte Wahl gewonnen: Sind Sie traurig, dass “der Westen” seine üblichen Regime Change-Methoden in Russland nicht anwenden kann?
Putin ist in weiten Teilen der Welt als ein seriöser Verhandlungspartner, der die Diplomatie beherrscht und seine Zusagen einhält, respektiert und angesehen: Sind Sie neidisch?
Julius Cesar
11. März 2026 @
11:47
Uh yeah?
Nachdem die war powers resoultion wenigstens im Haus Erfolg gehabt hätte, wenn nicht gerade wieder die passende Anzahl an demokratischen Verrätern die Seite zu den Reps gewechselt hätte weil Hakeem Jeffries und Chuck Schumer die Operation AIPAC fury genau so unterstützen wie ihre Kollegen “across the isle”?
Guido B.
11. März 2026 @
08:59
Der kollektive Westen hat ein kollektives Leadership-Problem. Es regieren auf beiden Seiten des Atlantiks nur noch verrückte Realitätsverweigerer. Das Einzige, was sie noch zusammenhält, ist der blinde Hass auf Staatsoberhäupter, die ihre nationalen Interessen gegen den übergriffigen Westen durchsetzen bzw. es zumindest versuchen. Sie verurteilen alles und alle, die dasselbe in defensiver Form tun, was der kollektive Westen seit Jahrhunderten in aggressiver Form tut!
Dieses hirnverbrannte Herrenmenschentum artet wieder in Barbarei aus. Diese Regierungen gefährden nicht nur die Existenz ihrer “Feinde”, sondern auch die der eigenen Bürger.
Der Kapitalismus hat sich in eine Mischung aus Nihilismus und Satanismus verwandelt. Er ist ein Schwarzer Kult geworden, angeführt von Schwarzen Magiern. Der gefährlichste Schwarze Magier ist Netanjahu mit seinem Grossisrael-Wahn. Dann folgen Trump, Merz, von der Leyen, Kallas, Frederiksen, Starmer und Macron mit ihrem Make-Western-Hegemony-Great-Again-Wahn.
Der kollektive Westen ist der Schwarzen Magie verfallen. Die Ratio ist tot.
Karl
11. März 2026 @
09:19
aber hoppla, noch leben wir — https://vimeo.com/853859808
hutaekjango
11. März 2026 @
08:08
Die völlige Abhängigkeit von den USA, in derxsogenannten westlichen ” Wertegemeinschsft”,in fast allen Bereichen, dürfte die Sichtweise hinreichend erklären. Nach ehedem “Multikulti” scheint auch nun Globalisierung gescheitert und die EU weder einig noch mit Plan für die Zukunft. Sie dient weiter als Auffangbecken für die Folgen aller Abenteuer von Uncle Sam!
Karl
11. März 2026 @
08:49
Wir haben die Wahl zwischen Pest und Cholera, wie Ebo schreibt – zwischen der EU und Trump, zwei in der Welt unglaubwürdig gewordenen Akteuren, mit denen niemand mehr verhandeln will: die eine diplomatisch taubstumm, der andere ein chronischer Wortbrecher…
Und da kommst Du mit Deinem Geschimpfe auf Multikulti! Gescheitert? Wer, glaubst Du, wird Deine Rente zahlen? Wie hoch wäre der Altersdurchschnitt in unserer Rentner- und Millionärsrepublik denn ohne die ganzen migrantischen Arbeiter?
Und was glaubst Du geschah in der Ukraine, als sich die Banderas auf dem Maidan “gegen Multikulti” wandten, die Regierung stürzten und ihren Krieg 2014 pro Russophobie mit der Bombardierung des Donbass begannen. Das war “Remigration”: die Ukraine ist heute entvölkert. Willst Du so einen Krieg überall?
european
11. März 2026 @
07:53
Die russische Staatsverschuldung beläuft sich aktuell auf 23% des BIP. Bis 2030 wird ein Anstieg auf 30.73% prognostiziert. Die Verschuldung des Euroraumes beläuft sich auf 88.2% des BIP, Tendenz steigend. Für den Euroraum konnte ich keine Prognose bis 2030 finden, nur für die einzelnen Länder.
Wann wird den Illusionisten in der EU klar, dass sie verloren haben?
Michael
11. März 2026 @
06:49
„ Ein Tipp: Es ist nicht Putin… .“ Bestimmt nicht! Die größte Gefahr geht von den Ignoranten und Dummköpfen in Brüssel selbst aus! Die übertreffen inzwischen selbst Trump!
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Weiteres:
Bruch der Brandmauer: Nun sollen “Dinner-Dates” das VdL-Bündnis retten
lostineu.eu, vom 10. März 2026
Die große Koalition im Europaparlament zerbröselt immer mehr. Dies hat sich gerade wieder in der Asyl- und Migrationspolitik gezeigt. Nun versuchen es die Etablierten mit unkonventionellen Methoden.
Die AfD im Europaparlament spricht von einem „historischen Sieg“: Die Konservativen um den CSU-Politiker Weber haben gemeinsame Sache mit Rechten und Rechtsextremen gemacht und für eine weitere Verschärfung der Asyl- und Migrationspolitik in Europa gestimmt.
Die umstrittenen “Rückführungszentren” für abgewiesene Aslybewerber wurden mit den Stimmen der AfD und anderer Rechter beschlossen. Damit wurde der viel beschworene „Cordon sanitaire“ – also die Brandmauer gegen Rechts – wohl endgültig eingerissen.
Sie war nach der Europawahl 2024 vereinbart worden, um den Aufstieg der Rechten zu bremsen. Eine gemeinsame „Plattform“, auf die sich EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen (CDU) stützt, wollte die demokratische Mitte zusammenführen und die Rechten ausgrenzen.
Weil dies aber kaum noch funktioniert, greifen die Fraktionschefs nun zu unkonventionellen Methoden. EVP-Chef Weber und seine Gegenspielerin Garcia – die Spanierin führt die sozialdemokratische S&D-Fraktion – treffen sich neuerdings zu vertraulichen Abendessen, um das VdL-Bündnis zu retten.
Das erste „Dinner-Date“ habe im Februar in einem Luxushotel in Straßburg stattgefunden, berichtet „Politico“. An den Treffen hätten je 10 EU-Abgeordnete teilgenommen – mit dem Ziel, die brüchige Koalition zu kitten.
Geholfen hat es nicht. Im Streit um die „Return Hubs“ hat die radikale Rechte gewonnen, die Mehrheit in der Mitte konnte sich trotz des „Flirts“ zwischen Weber und Garcia nicht zusammenraufen…
Mein Bericht in der “taz”
‹ Von der Leyen: Aus für Atomkraft war “strategischer Fehler” › Die EU sieht die Welt nur noch durch die Anti-Putin-Brille
6 Comments
Monika
11. März 2026 @
10:49
… versuchen es die Etablierten mit unkonventionellen Methoden…
Was könnte an der ältesten aller Methoden “unkonventionell” sein?
Auf der global-oligarchischen Ebene war genau das Epsteins Aufgabe: In “angemessenem Luxus” den Oligarchen dieser Welt informelle Treffpunkte zu organisieren, gern mit jungem weiblichen “Frischgemüse”, weil die alten Säcke halt in der Regel darauf stehen. Das ist der banale Hintergrund für die “nichtssagenden” Mails, die meistens konspirativ angehaucht” die Abwicklung der kleinen Gefälligkeiten klarmachten.
Jetzt also auf EU-Ebene “unkonventionelle Treffen in Luxushotels” um in angenehmer Umgebung politische Grauzonen “auszuloten”: wie möglichst gewinnbringend die Geschicke der Bürger zu lenken wären.
Würde man diesen Plot zu einem Theaterstück verwursten, das wäre sooo abgedroschen, mit ellenlangem Bart, dass es wehtäte.
Wirklich weh tun die Folgen der ganzen Wichtigtuerei dieser Farce-isten! Und zwar den normalen Bürgern aller Staaten. Aber das ist mit denen wie mit den Bauern beim Schach.
Nur dass die Farce-isten dem Schachspiel mental nicht gewachsen sind, sie bevorzugen Strip-Poker oder Gleich Glücksspiele…
KK
11. März 2026 @
12:25
“sie bevorzugen Strip-Poker oder Gleich Glücksspiele…”
Die Wargames nicht vergessen!
KK
11. März 2026 @
00:41
“EVP-Chef Weber und seine Gegenspielerin Garcia…treffen sich neuerdings zu vertraulichen Abendessen, um das VdL-Bündnis zu retten.”
In Köln nennt man das Klüngel…
jjkoeln
10. März 2026 @
20:28
Diese Hampelei ist doch unwürdig.
Die AfD-Light EVP/CxU arbeiten entweder mit der Agitation-für-Dumme zusammen oder erpressen mit analogen Positionen.
Es kann für den Rest doch nur schlecht ausgehen, soch auf diesen Dreck einzulassen. Außerdem verliert man so seine Selbstachtung und rettet nix.
Sollen doch die Schergen von EVP/CxU endlich offen mit dem Fascho-Pack zusammenarbeiten.
Das zerlegt diese schnell.
KK
11. März 2026 @
00:43
“Sollen doch die Schergen von EVP/CxU endlich offen mit dem Fascho-Pack zusammenarbeiten.”
Das könnte in Stuttgart recht schnell gehen, wenn sich die Grünen nicht hinsichtlich Job-Sharing beim MP erpressen lassen und standhaft bleiben sollten…
Notbremse
11. März 2026 @
09:42
Du siehst die USA und denkst dass das schnell gehen würde, wenn sie sogar 5 statt 4 Jahren Zeit hätten zu tun was sie wollten und im Gegensatz zu Minnesota die Mehrheit in BW augescheinlich alt und rechts statt jünger, mittelalt und Sozialliberal ist?
Immerhin könnten nun 10 % der Landtagswahlberechtigten die Auflösung dieses Landtages verlangen und sie müssten eine Volksabstimmung organisieren, aber ob dabei etwas besseres rauskäme, fragwürdig und vermutlich nicht schnell genug organisierbar und einmal gezogen würde die Schwelle sicherlich im nächten Schritt enorm angehoben.
https://dejure.org/gesetze/Verf/43.html
Linke+BSW wären natürlich wieder deutlich über 5 % gewesen, “toll”.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
Weiteres:
Von der Leyen: Aus für Atomkraft war “strategischer Fehler”
lostineu.eu, vom 10. März 2026
Überraschende Kehrtwende der wendigen CDU-Politikerin von der Leyen: Die EU-Kommissionspräsidentin hat die (vor allem deutsche) Abkehr von der Atomkraft als einen “strategischen Fehler” bezeichnet. Zugleich kündigte sie auf einem Atomenergie-Gipfel bei Paris künftige Risiko-Absicherungen der EU in Höhe von 200 Millionen Euro für private Geldgeber an, die in neue Atomtechnologien investieren. “Die Mittel dafür werden aus unserem Emissionshandel kommen”, sagte sie. – Allerdings will Italien aus dem Emissionshandel aussteigen. Und den nächsten strategischen Fehler hat von der Leyen selbst eingeleitet: den Ausstieg aus günstiger Energie made in Russia. Anders als bei der Atomkraft soll er sogar endgültig sein…
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19 Comments
Erneuerung
11. März 2026 @
13:02
@Helmuth Höft, Atomkraft
Es ist sicher unstrittig, dass die derzeit kommerziell betriebene Atomkraft teuer und risikohaft ist. Trotzdem setzen viele Länder auch weiter auf diese, sie ist grundlastfähig, ohne riesige Batterieparks, die die “Erneuerbaren” benötigen. Und diese Batterieparks sind auch umweltschädlich. Inwieweit die Windkraft mehr schadet als nützt, dazu gehen die Meinungen und Studien auseinander. Ich persönlich sehe den massiven Windkraftausbau in Norddeutschland und der Nordsee als eine mögliche Ursache dafür an, dass das Wetter häufig nicht mehr von West nach Ost weiterzieht. Ja, ich bin kein Wissenschaftler und es mag auch andere Ursachen dafür geben, aber auffällig ist das schon, dass dieses Phänomen mit der Windjraft in den vergangenen Jahren gewachsen ist. Physikalisch gäbe es ja auch die Erklärung dazu, wenn ich den Wind in Elektroenergie umwandle, dann fehlt der dem Wettergeschehen. Aber der Kern der Sache ist der, dass immer alles ideologisch entschieden wird. Man hätte durchaus noch ein paaar Kernkkraftwerke laufen lassen können, um Energiesicherheit zu haben. Und die verträglicheren Salzwasserreaktoren könnten schon eine Ergänzung des Strommixes darstellen, ein Probereaktor läuft bereits in China, warum nicht bei uns? Nicht zu erwähnen brauche ich wahrscheinlich das zerstörerische Kriegsgeschehen, dafür hätte man noch hundert Jahre auf Kohle setzen können.
Titi
11. März 2026 @
10:18
Nun ja! Es scheint so, dass langsam, aber doch, die (für die EU ungünstige) wirtschaftliche Realität die EU-Granden einzuholen beginnt, so dass es immer schwieriger sein wird, dieses zu verbergen. Vorher hätte Von der Leyen das nicht gesagt, aus Angst, die EU-Grünen und die Pro-Grünpolitik-Sozialdemokraten als wichtige Bündnispartnern „gegen Rechts“ zu verlieren. Noch hält man an den strikten Sanktionsmaßnahmen gegen russisches Gas und Öl fest, aber mit der zunehmenden wirtschaftlich erdrückenden Lage (verschärft durch den Iran-Krieg und seine Folgen) wird die EU aus Not vor „dem Russen“ betteln, was für sie die ultimative Demütigung wäre und was ihr die Ukraine höchstwahrscheinlich nicht verzeihen würde.
Helmut Höft
11. März 2026 @
08:48
“Aus für Atomkraft war “strategischer Fehler”” Das Fehlen eines Endlagers demnach nur vernachlässigbarer “taktischer Fehler”? Die Politniks und die Technologiefans werden es nie begreifen:
“Bitte merken: Atomkraft rechnet sich nicht! Die Risiken sind gigantisch und nicht versicherbar! Die Abfallentsorgung und der Rückbau sind bis heute nicht organisiert! Die Kosten (alles inklusive) sind gigantisch und nicht zu schultern!!
Wie schon mehrfach festgestellt: Atomkraft ist nur ein Synonym für „immer mehr Energie umwandeln (transformieren), für immer weiter so!“ Entschuldigung: Das geht aber aus naturgesetzlichen Gründen nicht!” https://www.hhoeft.de/mythos/index.php/2025/03/16/klimawandel-und-der-schaffende-mensch-teil-2-atomkraft/
Eine große Anzahl SMR verkleinern(!) das Problem im Einzelfall gering, vergrößern(!) aber durch ihre Anzahl (für Deutschland Dutzende nötig) das Gesamtrisiko erheblich(!) – zusätzliche Logistik, Brennelementeproduktion und -recycling Kühlung, Entsorgung usw. Es geht aus Kosten und rein praktischen Gründen nicht. Dass dann noch die Naturgesetze (“Hausordnung” des Planeten) ein Wörtchen mitreden ist dann nur noch Gratisbeigabe!
Man kann das noch endlos fortführen – wollen wir bei der Uranförderung anfangen, ja? bis zum Endlager für hochradiaktive “Endprodukte” (das es im erforderlichen Maß für heute(!!) ausreichend nie geben wird!)?
Auf MYTHOS gibt’s seit Anfang 2025 jeden Menge zum Thema Energie und dem “schaffenden Menschen”. Wer die ca. 25 Postings und die Quellen nachliest ist definitiv fit im Thema. Er muss nicht unbedingt zu dort vertretenen Ergebnissen kommen, er kann ja stichhaltige Argumente anführen, warum es anders ist und dieses darlegen (oder weiter träumen).
Noch ein Zitat kann ich mir nicht verkneifen: “Allein schon die Wikipedia reißt alle Probleme an – Achtung, untendenziöse Anmerkung: Man muss mitdenken und sich lange, intensiv und ergebnisoffen mit dem Thema beschäftigen. Die ultimative AKW-Lösung könnte(!) der Flüssigsalzreaktor gewesen sein. Entwicklungszeit: immer noch 20+ Jahre, Inbetriebnahme erster Anlagen? Sehr viel später! … ich höre hier einfach auf (die Wikipedia weiß den Rest). Wasserstoff, Kernfusion … hatten wir alles schon auf MYTHOS … Technologie- und Zahlengläubigkeit: „Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“ Albert Einstein.” https://www.hhoeft.de/mythos/index.php/2024/03/28/ueber-atomkraft-diskutieren-und-zuhoeren/
Herbert Hein
11. März 2026 @
11:35
Es ist mistegal dass sie sich “nicht rechnet” in der aktuellen Lage!
Es gilt die AKWs bei denen der Rückbau noch zu stoppen ist, wieder zu ertüchtigen, zu tüven, Brennstoffe und Personal zu beschaffen/neu auszubilden, damit die Energiekrise wenigstens um die paar % gemindert werden kann, die diese einzelnen Kraftwerke zur Versorgung des Landes beitragen.
Was die Versicherung betrifft, who cares? Es ist ja nunmal so dass der Bund immer der Versicherer letzter Instanz ist, also beschließt man in diesem glasklaren Fall, dass die Dinger ausschließlich ohne Gewinninteresse zum wirtschaftlichen Gemeinwohl betrieben werden.
Möglicherweise ausschließlich so lange, bis wir 200 % unseres Strombedarfes bei kompletter Elektrifizierung aller Sektoren durch andere Technologien decken können oder sie halt den TÜV nicht bestehen und auch nicht mehr unwirtschaftlich zu reparieren sind.
Ja, der Ausbau der Erneuerbaren ginge tendenziell schneller, gut so, das eine schließt das Andere nicht aus.
Hergott nochmal, wir müssten sogar den Dünger nun mit dem ENRR Prozess statt Haber-Bosh produzieren wegen der Hormuzschließung und die Düngerpreise waren Stand vorgestern schon um 30 % gestiegen!
Sprich alles an Strom was Strom produzieren kann ohne zu explodieren und möglichst kein Gas dabei verbrauchen weil das brauchen Haushalte und Industrie für Heizen und sonstige chemische Prozesse.
Vermeintlich will Bayer ja schon seine Produktion nach Indien auslagern, wieso wohl?
Herbert Hein
11. März 2026 @
12:01
Situation ist schon wieder so trübe, dass die Idioten schon wieder trotz Verbotes unser Wasser verseuchen wollen!
https://de.euronews.com/2026/03/11/erdgas-vorkommen-heimisch-deutschland-unabhaengig
Danke nein, ich weiß was die cancer alley in Louisiana etc. ist, gibt es ein Äquivalent rund um Grundremmingen, Isar II etc.?
CC
11. März 2026 @
08:39
Haben unsere Profis in Brüssel bedacht, was große Investitionen in Atomkraft bedeuten? Dadurch würde sehr wahrscheinlich Russland massiv profitieren. Schön heute sind 40 bis 40 Prozent des weltweit gehandelten angereichertem Uran aus Russland oder von Herstellern, an denen rosatom Anteile hält. Mehr Nachfrage bedeutet steigende Preise und davon wird massiv Russland profitieren. Wo bleibt die dumme Phrase, dass wir damit den Krieg finanzieren??
Die EUropäer haben einfach null Strategie. Es ist einfach nur peinlich.
Karl
11. März 2026 @
08:27
Achtung: Als die CDU letztmals die Atomkraft wieder einführen wollte (unter Merkel), geschah die Kernschmelze von Fukushima!
Vorsicht: Was beschwört von Laien nun herauf? (Statistisch geschehen solche Kernschmelzen alle 25 Jahre.)
Aus therapeutischen Grünen sollte eine Kirche der Atomgläubigen eingeführt werden, aber mit klarer Staat-Kirche-Trennung: Ihre Kosten müssen sie selber tragen! Das wäre die Innovation für die Atomkraft: das erstmalige Geltendmachen des Verursacherprinzips auch für sie.
Herbert Hein
11. März 2026 @
11:39
Sie wollten sie nicht wiedereinführen, die Wiedereinführung war beschlossene Sache. Deswegen hat die abprubte Merkel Entscheidung nachdem sie nochmal “neu nachgedacht” hatte, zu den horrenden Kosten geführt die bei der ersten Ausstiegsentscheidung vermieden wurden durch Rot-Grün.
Weil der schwarze-gelbe, suprise surprise, rechtswidrig war.
jjkoeln
10. März 2026 @
20:33
Es gibt keine marktreifen oder schnell Implementierungen neuen Technologien in der Atomkraft.
Alles ist bisher Slideware.
jjkoeln
10. März 2026 @
20:31
Auch vdL schwurbelt Propaganda.
In DE wollten die Versorger nicht die Kosten für die Verlängerung der Laufzeit tragen. Lieber haben sie die AKWs stillgelegt. Es ist wenn überhaupt ein Beispiel für einen funktionierenden Markt.
Michael
10. März 2026 @
17:55
Ich kann nicht anders: die Frau ist ein pathologischer Fall!
Erneuerung
10. März 2026 @
14:19
Seit vdL ist weder Taktik noch Strategie in irgend einer positiven Richtung erkennbar. Es ist immer ein Herumtaktieren, um gewisse Klientel zufrieden zu stellen, speziell die Fraktion der Russen- und Chinahasser sowie Amifreunde, die Windradlobby und natürlich die Rüstungslobby. Keine der Aktionen der letzten Jahre kann irgend welche Erfolge vorweisen, weder wirtschaftlich, noch human. Man hätte erkennen müssen, dass es im Bereich Atomkraft neue Entwicklungen gibt, man hätte erkennen müssen, dass eine Konfrontation mit China vorrangig Europa schadet, man hätte erkennen müssen, dass die Unterstützung der faschistischen Banderas (die erneut den Europäern das Gas abdrehen und es den Russen in die Schuhe schieben) ein Milliardengrab ist, man hätte erkennen müssen, dass die Maga-Bewegung des Herrn Trump so ist, wie sie heißt, nämlich ausschließlich Amerika wieder groß machen auf Kosten der restlichen Welt, man hätte erkennen müssen, dass das Überbordwerfen ursprünglicher Werte wie Meinungs- und Informationsfreiheit dem Projekt Europa schadet. Man hätte erkennen müssen, dass Bildung und soziale Sicherheit unabdingbar für Europas Zukunft sind und sich nicht durch prekäre Arbeitsverhältnisse und ungebremste Zuwanderung ohne erfoderliche Integration ersetzen lassen. Die Dame und ihre Unterstützer haben auf ganzer Linie versagt und tun es weiter, bei den aktuellen Konflikten in der Welt, nicht zuletzt durch Unterstützung der falschen Kräfte und unsinnige Statements.
KK
11. März 2026 @
00:50
Ich gehe jede Wette ein: Man hatte all das sehr wohl erkannt, aber bewusst drauf gesch***en und ganz anderen Zielen untergeordnet!
Guido B.
10. März 2026 @
13:42
Martin Sonneborn ist der einzige Trost, den die EU zu bieten hat. Und Eric Bonse. Der fatale strategische Fehler ist von der Leyen selbst.
KK
10. März 2026 @
13:48
vdL ist kein “fataler strategischer Fehler”, vdL ist der GAU.
Und man hätte es wissen müssen…
Mic
10. März 2026 @
16:23
Verstehe ich nicht.
Sie ist doch ungewählt eingesetzt worden oder hab ich das falsch in Erinnerung.
Das hat der Maga-Mann oder seine Spießgesellen (egal welcher Couleur) doch sicher so eingefädelt.
Sie ist ‘unschuldig’ und macht nur, wie ihr geheißen.
KK
11. März 2026 @
00:47
@ Mic:
Eingefädelt hat es Macron (der sich mE noch am wenigsten – neben neuerdings Sanchez – von Trump lenken lässt). Und der hätte es wissen müssen, was für einen Blender er mit vdL nach Brüssel holt – oder liest man in Paris keine deutschen Zeitungen?
Willmes
10. März 2026 @
13:24
Immer wenn ich v. d. Leyen höre oder lese, habe ich ein ungutes Gefühl, denn fast alles, was die bisher angepackt hat, war ein Flop.Wann wird sie endlich von einer Erfolg versprechenden Person abgelöst?
Helmut Höft
10. März 2026 @
18:54
@Willmes
“… von einer Erfolg versprechenden Person abgelöst?” Gibt’s nicht! Das ganze Konstrukt ist morsch, faul und dysfunktional, alle Teilnehmer sind nur auf sich gerichtet. Und: “Gott ist tot!”
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
aus e-mail von <newsletter@pressenza.com>, 11. März 2026, 7:15 Uhr
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
german-foreign-policy.com, 11. März 2026
BUDAPEST/BERLIN (Eigener Bericht) – Die im April bevorstehenden Parlamentswahlen in Ungarn werden zunehmend zum Gegenstand eines transatlantischen Machtkampfs. Während die EU und insbesondere Deutschland auf eine Ablösung von Ministerpräsident Viktor Orbán drängen, erhält dieser Unterstützung aus den Vereinigten Staaten. In Brüssel gilt Orbán wegen seiner Ukraine-Politik, aktuell insbesondere wegen seiner Blockade eines beschleunigten EU-Beitritts der Ukraine, als Hindernis für zentrale strategische Projekte der Union. Hoffnung setzen Berlin und die EU daher auf die Oppositionspartei TISZA unter Péter Magyar, der Ungarns Verhältnis zur EU stabilisieren soll. Allerdings wird Magyar, ein ehemaliger Politiker von Orbáns Partei Fidesz, von Beobachtern häufig als ein „jüngerer Orbán“ beschrieben, der sich nicht in jeder Hinsicht den Forderungen aus Brüssel bereitwillig fügen werde. Washington hingegen stärkt Orbán demonstrativ den Rücken, der aus Sicht der USA zentrale Elemente ihrer Nationalen Sicherheitsstrategie in Europa vertritt; diese sehen vor, in Europa die äußerste Rechte zu stärken. Damit wird die Wahl zu einer Entscheidung über Ungarns vorrangige außenpolitische Orientierung zwischen Brüssel und Washington.
Zitat: EU-Gelder als Druckinstrumen
tSpätestens seit der Corona-Pandemie, insbesondere aber seit dem Beginn des Ukrainekriegs wird der wirtschaftspolitisch gegenüber der EU loyale, aber außenpolitisch – mit seiner fortgesetzten Kooperation vor allem mit Russland und mit der Trump-Administration – allzu eigenständige ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán massiv aus Brüssel attackiert. Um ihn gefügiger zu machen, blockiert die EU-Kommission Ungarn eigentlich zustehende Gelder: bislang insgesamt 22 Milliarden Euro an Kohäsionsmitteln sowie weitere 5,8 Milliarden Euro an Aufbau- und Resilienzmitteln aus dem Wiederaufbaufonds. Die Bedingung für die Freigabe der Mittel sind politische Reformen. Mit der nach Beginn des Ukrainekriegs einsetzenden europäischen Energiekrise wurde die ungarische Wirtschaft zusätzlich erschüttert. Die Entscheidung der EU-Kommission, die Mittel zu blockieren, wird mittlerweile vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) angezweifelt, da vermutet wird, die Kommission habe gegen ihre eigenen Vorschriften verstoßen, als sie EU-Gelder aufgrund rechtsstaatlicher Bedenken zurückhielt.[1]
Aktuell eskaliert einmal mehr der Konflikt mit Ungarn um die Ukraine. Die EU-Kommission plant, den EU-Beitrittsprozess der Ukraine zu beschleunigen und ihr eine teilweise EU-Mitgliedschaft anzubieten, noch bevor das Land alle erforderlichen Reformen durchgeführt hat. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dringt darauf, die Ukraine müsse der EU bereits 2027 als Teil eines Friedensabkommens mit Russland beitreten. Orbán bezeichnete diesen Schritt auf X als eine „offene Kriegserklärung an Ungarn“.[2] Die Opposition gegen die EU-Mitgliedschaft der Ukraine ist ein zentrales Element seines Wahlkampfs vor den im April bevorstehenden ungarischen Parlamentswahlen. Brüssel und Kiew hoffen auf seine Wahlniederlage und einen Sieg des Oppositionsführers Péter Magyar und seiner Partei TISZA, durch den eine politische Öffnung für die Ukraine möglich werden könnte.[3] Mit Blick auf die Wahlen heizen deutsche Kommentatoren die Debatte an und fordern entweder einen radikalen Politikwandel in Budapest oder, sollte Orbán die Wahl gewinnen und die Vorhaben der EU-Kommission weiter blockieren, eine ungarische Initiative für einen „Huxit“, Ungarns Austritt aus der EU; dies sei überfällig.[4]
Anders, als es zahlreiche Berichte suggerieren, gilt TISZA-Chef Magyar – ein ehemaliger Politiker aus Orbáns Partei Fidesz – weder als eindeutig auf die EU noch als klar proukrainisch orientiert. Die TISZA stimmte im Europäischen Parlament gegen das 90-Milliarden-Euro-Darlehen für die Ukraine. Auch sprach sich Magyar gegen die Pläne für eine beschleunigte EU-Mitgliedschaft aus.[5] Beobachter stufen Magyar häufig als eine Art „jüngeren Orbán“ ein, der etwa in Sachen Migrationsabwehr ähnliche Positionen vertritt wie der Ministerpräsident, der aber Ungarns Position als verlässliches Mitglied der EU wiederherstellen will, ohne freilich davor zurückzuschrecken, sich innerhalb des Bündnisses zu behaupten. Allerdings lehnt die TISZA Vorstellungen ab, nach denen Ungarns Souveränität gegenüber Brüssel gestärkt werden müsse. Vielmehr gilt ihr die EU als ein Mittel, mit dem Ungarn seine Interessen durchsetzen könne.[6]
Neben dem Ukrainekrieg sorgen auch die USA für neue Spannungen zwischen der EU und Ungarn. Mit ihrer neuen Nationalen Sicherheitsstrategie nimmt die Trump-Administration die EU stärker ins Visier. Einerseits heißt es: „Wir können es uns nicht leisten, Europa abzuschreiben“. Andererseits heißt es, man müsse „Europa“ veranlassen, „seinen gegenwärtigen Kurs zu korrigieren“, um es auf die von Washington gewünschte politische Linie festzulegen. Gemeint ist eine aktive US-Unterstützung für Kräfte der äußersten Rechten in Europa (german-foreign-policy.com berichtete [7]); dazu heißt es, man werde „politische Verbündete in Europa ermutigen“, den „individuellen Charakter“ der „europäischen Nationen“ wieder zu stärken.[8] Einer dieser „politischen Verbündeten“ ist Orbán. Ziel müsse es unter anderem sein, „Europa aus seiner Abhängigkeit von China“ zu lösen, heißt es weiter in der Nationalen Sicherheitsstrategie.
Schon vor Jahren hat beispielsweise die ultrarechte Washingtoner Heritage Foundation begonnen, in diesem Sinne tätig zu werden und in der EU auf eine enge Kooperation mit Ungarn unter Orbán zu setzen. Die Heritage Foundation ist bekannt dafür, mit „Project 2025“ die Grundlagen für die Politik der Trump-Administration gelegt zu haben. Der Präsident der Stiftung, Kevin Roberts, empfing Orbán bereits im November 2022 zu Gesprächen und lobte Ungarns Entwicklung unter seiner Amtsführung in höchsten Tönen. 2023 schlossen die Heritage Foundation und das Danube Institute, eine Orbán nahestehende Denkfabrik, eine Vereinbarung über eine engere Kooperation. Die US-Einrichtung arbeitet mittlerweile auch mit den Patriots for Europe (PfE) zusammen, einem Zusammenschluss eines Teils der extrem rechten Parteien im Europaparlament, in dem neben dem Fidesz auch der französische Rassemblement National (RN), die FPÖ, der belgische Vlaams Belang, die italienische Lega, die spanische Vox und die portugiesische Chega vertreten sind.[9]
Die Trump-Administration macht Ungarn im Gegenzug zu Orbáns Bereitschaft, mit ihr zu kooperieren, durchaus Zugeständnisse. Im vergangenen Jahr etwa gab das Weiße Haus bekannt, dass es Ungarn von den US-Sanktionen für den Kauf von russischem Öl ausgenommen hat. Bei seiner Washington-Reise Anfang November 2025 musste Orbán dafür freilich einen hohen Preis zahlen: Er unterzeichnete ein Memorandum zur Zusammenarbeit mit den USA in der zivilen Atomindustrie sowie die Zusage, zehn kleine modulare Atomreaktoren im Wert von 20 Milliarden US-Dollar zu erwerben. Ungarn wird zudem Brennstoff im Wert von 114 Millionen US-Dollar in den USA kaufen, darüber hinaus US-Flüssiggas im Wert von 600 Millionen Dollar und Rüstungsgüter für 700 Millionen US-Dollar.[10] Ursprünglich hatte Ungarn in Atomfragen eng mit Russland kooperiert.
Trump wiederum springt Orbán im Wahlkampf zur Seite. „Viktor Orbán ist ein wahrer Freund, Kämpfer und GEWINNER und hat meine vollständige und totale Unterstützung für die Wiederwahl als Premierminister von Ungarn“, erklärte er auf seiner Plattform Truth Social. Weiter schrieb Trump, die Beziehungen zwischen Budapest und Washington hätten „neue Höhen der Zusammenarbeit und der spektakulären Leistung“ erreicht. Orbán gilt als Washingtons Kandidat, der im Einklang mit dem Plan der Nationalen Sicherheitsstrategie steht, „patriotische europäische Parteien“ zu stärken.[11] Ebenfalls mit Blick auf die Wahl reiste US-Außenminister Marco Rubio Mitte Februar nach Budapest und rief dort ein „Goldenes Zeitalter“ der bilateralen Beziehungen aus. In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Orbán lobte Rubio die „Partnerschaft“: „Ihr Erfolg ist unser Erfolg“. Er fügte hinzu, es liege im nationalen Interesse der USA, dass Orbán gewinne.[12]
Die US-Wahlkampfunterstützung umfasst nicht zuletzt Finanzhilfen – ganz ähnlich wie zuvor in Argentinien. Ungarn steht wegen der blockierten EU-Milliarden unter erheblichem Druck. Nach seinem Besuch in Washington teilte Orbán mit, die USA seien bereit, Budapest eine „Finanzspritze“ bereitzustellen. Dadurch verlören bestimmte „Brüsseler Instrumente, die gegen Ungarn eingesetzt werden“, ihre Wirksamkeit. Orbán erklärte, die Vorstellung, die ungarische Wirtschaft auf dem Finanzwege „erdrosseln“ zu können, sei nun Geschichte; das Problem sei „mit den Amerikanern gelöst“ worden. Als eine Option gilt ein Währungsswap zwischen den Zentralbanken Ungarns und der USA – ähnlich dem Wechselkurs-Stabilisierungsabkommen mit den USA in Höhe von 20 Milliarden US-Dollar, das Argentinien im vergangenen Jahr kurz vor wichtigen Wahlen unterzeichnete und das Präsident Javier Milei zu einem wichtigen Erfolg verhalf. Der Sache nach handelt es sich im Wesentlichen um ein Rettungspaket für Ungarn. Ein Swap-Abkommen könnte dem Land den Zugang zu US-Dollar sichern. Dadurch könnte die ungarische Zentralbank den Wechselkurs stabilisieren, was im Land die Importpreise senken würde.[13]
Orbán schloss in Washington noch einen weiteren Deal: Ein Konsortium von US-Banken soll Kredite an den ungarischen Staat vergeben. Sollte der Plan umgesetzt werden, könnte die Citigroup das Konsortium der Kreditgeber anführen. Deren Chefin Jane Fraser war Mitte Oktober nach Ungarn gereist und traf sich dort mit Zentralbankchef Mihály Varga, Ministerpräsident Orbán sowie dem Außen- und Handelsminister Péter Szijjártó. In einem Fernsehinterview erklärte Orbán, die Regierung könne durch die beiden Finanzinstrumente insgesamt bis zu 20 Milliarden US-Dollar erhalten.[14]
[1] Max Griera, Gabriel Gavin: ‘Absurd!’ Orbán slams idea of returning EU’s €10B. politico.eu 12.02.2026.
[2] Sebastian Starcevic: Orbán slams EU membership plan for Ukraine as ‘declaration of war’. politico.eu 11.02.2026.
[3] Zoya Sheftalovich: Ukraine eyes gap between Hungarian and French elections to secure EU membership. politico.eu 25.02.2026.
[4] Jens Münchrath: Warum es Zeit ist, Ungarn den EU-Austritt nahezulegen. handelsblatt.com 16.02.2026.
[5] Max Griera, Ziya Sheftalovich, Nicholas Vinocut: Orbán’s gambit to revive his election hopes: A battle against the EU. politico.eu 25.02.2026.
[6] Zsuzsanna Végh: Tisza’s foreign policy offer: Plans for a post-Orban Hungary. ecfr.eu 11.02.2026.
[7] S. dazu Der Hooligan im State Department.
[8] S. dazu Der neue Transatlantikpakt.
[9] S. dazu „Vom Trump-Tornado lernen“.
[10] Ben Johansen, Diana Nerozzi: Trump exempts Hungary from Russian oil sanctions for 1 year. politico.eu 11.07.2025.
[11] Ketrin Jochecová: Trump backs Orbán ahead of key Hungary election. politico.eu 06.02.2026.
[12] Milena Wälda: ‘Golden age’: Rubio praises Orbán ahead of Hungary election. politico.eu 16.02.2026.
[13] Seb Starcevic, Michael Stratford: Orbán counts on Trump going full Argentina to save him from election doom. politico.eu 10.11.2025.
[14] Tamas Wiedemann: A választások előtt erős forintárfolyamban érdekelt a kormány. szabadeuropa.hu 20.11.2025.
Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10335
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
freedert.online, 4 Mär. 2026 10:31 Uhr,
Die Staaten des Persischen Golfs, welche die Stationierung von US-amerikanischen Stützpunkten auf ihrem Gebiet zugelassen haben, wurden nach dem Angriff der USA und Israels auf Iran in den Konflikt hineingezogen. Indessen ist Russland bereit, neue Brücken zwischen den Ländern des Nahen Ostens zu schlagen.
Quelle: Sputnik © Alexei Nikolski
Archivbild: Russlands Präsident Wladimir Putin begrüßt eine Delegation aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Moskau, 7. August 2025.
Vor dem Hintergrund der Aggression Israels und der USA gegen Iran und der raschen Ausweitung des Konflikts auf das Territorium der Golfstaaten hat Russlands Präsident am 2. März eine Reihe von Telefonaten mit den Oberhäuptern der nahöstlichen Staaten – Bahrain, Katar, Vereinigte Arabische Emirate und Saudi-Arabien – geführt.
Wladimir Putin besprach die Lage mit dem Präsidenten der VAE, Muhammad bin Zayid Al Nahyan. Die Gesprächspartner verwiesen auf "beispiellose tragische Ereignisse" und betonten die Notwendigkeit eines schnellstmöglichen Waffenstillstands und einer Rückkehr zur politisch-diplomatischen Regulierung des Konflikts. Putin betonte zudem den gemeinsamen Beitrag von Moskau und Abu Dhabi zur friedlichen Lösung von Angelegenheiten im Zusammenhang mit dem iranischen Atomprogramm.
Der Kreml hob hervor, dass "vorhandene Errungenschaften durch den Akt der unprovozierten bewaffneten Aggression gegen einen souveränen Mitgliedsstaat der UNO" zunichte gemacht worden seien. Der Präsident der VAE verwies seinerseits darauf, dass der Konflikt sein Land bereits erfasst habe und Zivilisten bedrohe, wobei die VAE "nicht als Aufmarschplatz für Angriffe gegen Iran" genutzt würden. Putin äußerte die Bereitschaft, die vorhandenen Signale an Iran zu übermitteln.
Ein weiterer Dialog fand mit dem Emir von Katar, Tamim bin Hamad Al Thani statt. Die Gesprächspartner äußerten gemeinsam ihre Sorgen bezüglich des Risikos der Einbeziehung von Drittstaaten in den Konflikt. Zudem dankte Katars Emir Moskau für die Unterstützung der Staaten der Region in der gegenwärtig schwierigen Lage.
Außerdem führte Putin ein Gespräch mit dem König von Bahrain, Hamad bin Isa Al Chalifa. Moskau und Manama erklärten, dass die gegenwärtige Lagenentwicklung eine direkte Sicherheitsbedrohung für zahlreiche arabische Staaten darstelle, die mit Russland durch freundschaftliche Beziehungen verbunden sind. In diesem Zusammenhang bekräftigte Putin seine Bereitschaft, alle vorhandenen Möglichkeiten zur Stabilisierung der Lage in der Region zu nutzen.
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Was sagt Putin - Reaktionen aus Russland auf den Angriff auf Iran im Überblick
In einer ähnlichen Tonalität verlief das Gespräch mit dem Erbprinzen von Saudi-Arabien, Mohammed bin Salman Al Saud: nach dessen Meinung könne Russland "in diesen Tagen eine positive stabilisierende Rolle im Hinblick auf seine freundschaftlichen Beziehungen sowohl zu Iran, als auch zu den Ländern des Persischen Golfs" spielen.
Für eine Deeskalation und eine Rückkehr zum politisch-diplomatischen Prozess sprach sich auch Russlands Außenministerium aus. Der stellvertretende Leiter der Behörde, Georgi Borissenko, traf sich mit dem Botschafter Irans in Moskau, Kazem Dschalali. Zentrales Thema des Gesprächs war die Lage im Nahen Osten. Darüber hinaus verurteilte Moskau kategorisch den Mord an Irans Oberhaupt, Ajatollah Ali Chamenei.
Die gemeinsame Aggression der USA und Israels gegen Iran hatte am 28. Februar begonnen. Das Ziel der Operation bestehe nach Washingtons Behauptungen nicht nur in einer Verhinderung der Weiterentwicklung des iranischen Atomprogramms, sondern auch in einem Regime Change. US-Präsident Donald Trump forderte iranische Militärangehörige auf, die Waffen niederzulegen, und die Bürger des Landes, auf die Straße zu gehen und "das Joch der Tyrannei" abzuschütteln. Durch die Angriffe kamen Hunderte Menschen ums Leben, darunter ein bedeutender Teil der Führung der Islamischen Republik: Irans Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei, der Verteidigungsminister Aziz Nassirzadeh und der Kommandeur des Korps der Islamischen Revolutionsgarde, Mohammad Pakpour.
Als Reaktion auf die Luftangriffe führte Iran mehrere Wellen von Raketen- und Drohnenangriffen gegen US-amerikanische Militärobjekte in der Region durch. Zu Explosionen kam es in Dubai und Abu Dhabi in den VAE, im katarischen Doha, in Bahrains Hauptstadt Manama, in Kuwait-Stadt in Kuwait sowie in Erbil im irakischen Kurdistan. Zudem wurden die größten Öl- und Gasobjekte der Region angegriffen. Das katarische Staatsunternehmen QatarEnergy unterbrach die Produktion von Flüssiggas, und die Ölraffinerie von Saudi Aramco in Saudi-Arabien stellte ihren Betrieb teilweise ein. Die Straße von Hormuz, über die ein bedeutender Teil der weltweiten Energieträgerlieferungen läuft, steht unter der Gefahr einer vollständigen Sperrung, und der Luftraum über der Region ist für zivile Flugzeuge geschlossen – der Verkehr kollabiert faktisch. Dabei kündigte Trump am Abend des 2. März eine neue Welle von Angriffen gegen Iran an.
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Analyse
Wie Washington den Nahen Osten immer wieder zerstört
Nach Ansicht von Experten hat der demonstrative Angriff der USA und Israels gegen Iran unmittelbar während der Verhandlungen praktisch den gesamten Nahen Osten destabilisiert und Washington der Möglichkeit beraubt, sich hinter der Maske eines "Friedensstifters" in der Region zu verstecken. Dabei zeigte Moskaus Reaktion auf den Angriff, dass Russland sowohl das Vertrauen Irans, als auch der Golfstaaten genieße und bereit sei, seine gesamte Autorität zur Regulierung der Krise zu nutzen.
Der Orientologe Kirill Semjonow merkt an:
"Moskau versucht, das vorhandene diplomatische Kapital maximal einzusetzen, um die Bemühungen der Staaten der Region zur Regulierung der Situation zu unterstützen. Selbstverständlich ist die Lage äußerst schwierig: die Aktionen der USA haben zu einer umfassenden Krise geführt, die weiter anwächst. Die Länder des Nahen Ostens kennen Russland als einen zuverlässigen Partner, der niemals Eskalation und ausländische Einmischung in Angelegenheiten souveräner Staaten unterstützt hat. Aktuell bleibt Moskau faktisch der einzige Akteur, der das Geschehen zumindest irgendwie positiv beeinflussen kann."
Der Experte hebt die Angespanntheit des Moments hervor:
"Als Antwort auf die Aktionen der USA greift Iran weiterhin die benachbarten Monarchien an, auf deren Territorium US-amerikanische Militärobjekte stationiert sind. Die Lage ist äußerst angespannt. Doch Russland versucht, seinen Partnern zu helfen. Es ist wichtig, zu verstehen, dass die Reihe von Telefongesprächen mit den Oberhäuptern der Golfstaaten nur ein erster Schritt auf dem Wege zur Stabilisierung war."
Es sei zu noch zu früh, zu vermuten, inwieweit die Bemühungen der Diplomaten zum Erfolg führen, doch einen positiven Effekt werde es sicher geben. Semjonow betont:
"Ob es gelingt, den Konflikt auf diese Weise zu stoppen, ist sehr fraglich. Doch dieser Schritt Moskaus wird unbedingt Früchte tragen: Im Nahen Osten wird allein schon die Absicht zur Unterstützung der Partner geschätzt. Im Gegensatz zu den USA nimmt Russlands Ansehen in der Region zu."
Der Experte schlussfolgert:
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Analyse
Wie viel Schaden hat Iran den US-Stützpunkten im Nahen Osten zugefügt?
"Der Präsident der USA hat das ohnehin wacklige Bild von sich als Friedensstifter nunmehr vollständig zerstört. Seine diplomatischen Aktivitäten erwiesen sich als äußerst fragwürdig: Es ist schwierig, zu sagen, dass die von ihm regulierten Konflikte endgültig und unumkehrbar gelöst seien. Doch im Fall Irans haben die Vereinigten Staaten sich selbst übertroffen – das ist ein eklatanter Akt der Aggression."
Der Politologe Pawel Danilin stimmt dieser Ansicht zu:
"Vor dem Hintergrund dieser waghalsigen Aktionen tritt Russlands Auftreten als eine diplomatische Macht besonders deutlich zu Tage. Gegenwärtig tritt Moskau praktisch als der einzige mögliche Vermittler auf. Uns ist es gelungen, feste und stabile Beziehungen zu allen Teilnehmern der laufenden Konfrontation aufrechtzuerhalten.
Wir haben hervorragende Arbeitskontakte zu den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und Katar. Unser Dialog mit diesen Staaten ist immer konkret und freundschaftlich. Dabei ist Iran, ein historischer Opponent der arabischen Welt, ebenfalls unser strategischer Partner."
Der Politologe erinnert daran, dass Russland Arbeitskontakte auch zu den Staaten unterhält, die Iran überfallen haben. Die Verbindungen zu Israel blieben relativ eng, und es gebe "viele kulturhistorische Gemeinsamkeiten". Was die Vereinigten Staaten angehe, so sei im vergangenen Jahr der Dialog zwischen Moskau und Washington ins Rollen gekommen, damit "die erneuerten Beziehungen einen stabilen Charakter erhalten." Danilin schlussfolgert:
"Somit wurde Russland zu einer Art 'Sammelstelle' für dieses nahöstliche Puzzle. Ein besserer Vermittler ist meiner Ansicht nach nicht zu finden. Unsere Diplomatieschule war schon immer für die Fähigkeit berühmt, selbst in schwierigsten Lagen nach Kompromissen zu suchen. Und wir verfügen noch immer über die heutzutage so seltene Fähigkeit, anderen zuzuhören."
Übersetzt aus dem Russischen. Zuerst erschienen bei der Zeitung "Wsgljad" am 2. März 2026.
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