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05.05.2026

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nachdenkseiten.de, 04. Mai 2026 um 10:00 Ein Artikel von: Marcus Klöckner

„Truppenbesuch: Merz und Klingbeil beim Heer“ – so lautet die Überschrift zu einem ARD-Beitrag. Was der Bundeskanzler der Republik und der Vizekanzler dort machen, bleibt unklar – selbst wenn die ARD erklärt und erklärt. Die Landstreitkräfte haben, so heißt es, in Munster gezeigt, „wie sie altbekannte Waffensysteme mit Drohnen und KI-Aufklärung kombinieren“. Man möchte sagen: Ist ja schön und gut. Nur: Nichts daran ist schön und gut. Und warum die Führungsspitze der Republik sich Kriegsgerät vor den Augen von Medienvertretern zeigen lassen muss, das verstehe, wer will. Sinn ergibt das nicht. Zumindest nicht, wenn man noch bei Sinnen ist. Eine launige Betrachtung von Marcus Klöckner.


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Da steht er nun, der Merz – im Tarnfleck. Als wäre er Soldat. So steht auch der andere da, der Vizekanzler. Mit Sonnenbrille. Ein solches Bild kennt man aus Filmen. Coolen Filmen. Action-Filmen. Propaganda-Filmen. Das hier ist kein Film. Besser wäre es aber. Leider zeigen die Bilder die Realität.

Merz trägt unter seiner Militärjacke ein blaues Hemd. Schreibtischtäter tragen oft Hemden. Merz ist kein Schreibtischtäter. Er ist nur Kanzler der Bundesrepublik.

Taten kann er vorweisen, untätig ist er nicht. Manchmal spricht der Christdemokrat von „Frieden“ in der Ukraine. Seine Politik spricht von etwas anderem. Der ehemalige Blackrocker will Deutschland kriegstauglich machen – selbstverständlich nur, damit es nicht zum Krieg kommt.

Die stärkste Landarmee Europas will Merz in Deutschland aufbauen. Die Erfahrungen, die Deutschland bisher mit seinem kampffähigen Militär gemacht hat, waren eher von Leid und Tod geprägt. Sehr viel Leid. Und sehr viel Tod.

Vielleicht hat die Politik vergessen: Kriegstüchtigkeit bedeutet die Katastrophe. Einmal endete der Krieg für Deutschland im Fiasko. Beim zweiten Mal im Untergang. Aus den Trümmern haben sie dann die Bundesrepublik gebaut. Das war ein Erfolg. Nach dem Krieg wollten Deutschland und die anderen Staaten in Europa vor allem eines: Frieden. Über 75 Jahre sind vergangen. Jetzt ist da ein Merz, der sagt: „Frieden gibt es auf jedem Friedhof.“ Da hat er recht. Von Friedhöfen halten sich Politiker nämlich fern. Wo keine Politiker sind, herrscht Frieden. Meistens.

Jetzt ist da noch ein Anderer, auch so ein Christdemokrat, der den Krieg nach Moskau tragen will. Wie ein Krieg gegen Russland aussehen würde, weiß jeder, der eins plus eins fehlerfrei zusammenzählen kann. Die Vernunft verbietet, einen Krieg mit einer Atommacht zu führen. Natürlich greift man eine Atommacht nicht an – und betet, dass sie nicht angreift. Wer das nicht will, kann zur Diplomatie greifen. Wer politisches Verhandlungsgeschick beherrscht, löst Konflikte. Der Krieg in der Ukraine dauert nun schon über vier Jahre. Der Konflikt zwischen Russland und dem Westen dauert noch viel länger. Im Tarnfleck die Bundeswehr zu besuchen, wird auch weiterhin nicht zur Lösung beitragen.

Die Oma sagte mal: Nicht einmischen in fremde Angelegenheiten! Vielleicht ist dieser Ratschlag nicht immer richtig. Aber vom Grundsatz steckt da eine Weisheit drin. Merz berücksichtigt diese Weisheit nicht. Er mischt sich ein. Weite Teile der Politik mischen sich ein – in den Krieg in der Ukraine.

Merz will aber natürlich keinen Krieg. Nicht auf dem Friedhof und auch nicht in der Ukraine. Er gibt nur grünes Licht für Geld, für Waffen, für Militärausrüstung – und lässt all das in die Ukraine fließen.

Merz und die Andern wollen einem angegriffenen Land helfen – sagen sie. Zu helfen ist in so einem Fall anständig. Nur warum helfen sie nicht jenen Ukrainern, die unter Gewalt von der Straße zum Frontdienst eingefangen werden? Menschenfängerei?

Nein, nein, denn es gibt da ja diesen völkerrechtswidrigen, illegalen Angriffskrieg, sagt die Politik.

Mit einem völkerrechtswidrigen, illegalen Angriffskrieg ist auch der Iran konfrontiert. Weil die USA das Land angreifen, verteidigt der Iran sich – und schließt die Straße von Hormus für den Westen. Deutsche Politiker sind empört. Nicht über den Angriff auf den Iran, sondern darüber, dass der Iran nicht klein beigibt. Politiker stellen sich vor die Kamera und sagen, der Iran solle die Straße schnell öffnen. Und Merz will gar den „Sanktionsdruck auf Teheran erhöhen“.

Der Gedanke an Nordstream taucht auf. Die Ukraine soll laut Medienberichten an der Sprengung mindestens beteiligt gewesen sein. Politiker sagen, Nordstream sei ein legales Angriffsziel gewesen. Schließlich: Die Ukraine wird ja von Russland angegriffen.

Einmal darf sich ein Land in seinem Verteidigungskampf alles erlauben, ein anderes Mal nicht.

Wer Heuchelei, Doppelmoral und zweierlei Maß erkennt, versteht richtig.

Die Bundesregierung hat auf ihrer Webseite die Rede von Merz veröffentlicht, die er auf dem Truppenübungsplatz gehalten hat. Merz sagt, die Bundeswehr müsse bereit zum „fight tonight“, also zum Kampf heute Nacht, sein. Warum er das auf Englisch sagt, wird nicht klar. Vielleicht klingt es cooler – und nicht alle verstehen es. Warum die Bundeswehr überhaupt bereit sein soll, „heute Nacht“ zu kämpfen, bleibt genau so unklar. Merz singt zwar das Lied von der Bedrohung und der schnellen Fähigkeit, sich zu verteidigen – doch auch hier fehlt der Sinn.

Sinn findet sich allerdings in dem zur Rede mitveröffentlichten Bild. Merz sitzt neben General Freuding auf dem GTX Boxer, einem gepanzerten Fahrzeug.

Solche Bilder braucht die Öffentlichkeit, wenn sie sich in der politisch herbeifantasierten Zeitenwende verfangen soll.


Titelbild: Screenshot Phoenix


Rubriken: Außen- und SicherheitspolitikAudio-PodcastStrategien der Meinungsmache


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Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=149911


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

05.05.2026

"Dekolonisierung" der Sowjetehrenmale im Fokus

aus e-mail von Doris Pumphrey, 5. Mai 2026, 9:19 Uhr


RTDE 4.5.2026

Ukrainische Erinnerungswoche in Berlin gestartet – "Dekolonisierung" der Sowjetehrenmale im Fokus

Am Vorabend der Feierlichkeiten zum Jahrestag der Kapitulation des Hitler-Regimes aktiviert die Ukraine eine "Erinnerungsoffensive". Anders als bei der sogenannten Geheimtagung im Museum Berlin-Karlshorst im März sind diesmal Bundestagsabgeordnete und Vertreter des Berliner Senats mit von der Partie.

Von Platon Gontscharow

Das Programm der sogenannten Ukrainischen Erinnenrungswoche ist prall gefüllt. Buchvorstellungen, Führungen, Podiumsdiskussionen und Straßenperformances sind geplant, an denen deutsche und ukrainische Schriftsteller, Publizisten, Historiker, Politiker und Regierungsvertreter teilnehmen. Laut dem Veranstalter, dem ukrainischen Propaganda-Verein "Vitsche" sei in Deutschland die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg bis heute stark von sowjetischen Narrativen geprägt. Die Perspektiven der Ukraine blieben oft unsichtbar — "obwohl Millionen Ukrainer:innen Opfer von Krieg, Besatzung und Gewalt wurden" (Schreibweise wie im Original). "Das wollen wir ändern", verspricht der Verein, der die Veranstaungsreihe gemeinsam mit dem polnischen Pilecki-Institut ausrichtet. 

Obwohl der offizielle Beginn auf den 5. Mai fällt, finden auch an den Vortagen wichtige Veranstaltungen statt. Eine davon ist die hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion "Erinnern im Krieg – Erinnerung im Wandel", die im Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung am 4. Mai um 18 Uhr stattfindet. Im Begleittext postuliert sie tiefe Veränderungen im "kollektive Gedächtnis unseres Kontinents" infolge des "russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine". Inmitten der existenziellen Bedrohung vollziehe sich in der Ukraine ein tiefgreifender Wandel in der Art und Weise, wie Geschichte interpretiert, bewahrt und für die nationale Identität genutzt werde. Zentrale Fragen seien: "Wie löst sich die ukrainische Erinnerungskultur von sowjetischen Narrativen? Welche Gedenkinitiativen entstehen vor Ort? Wie kann ein gemeinsames europäisches Erinnern in Zeiten eines aktiven Krieges aussehen?"

Moderiert wird die Veranstaltung von der Direktorin des Ukrainischen Instituts, Kateryna Rietz-Rakul. Unseren Lesern ist sie als Person bekannt, die die Feierlichkeiten zum Tag des Sieges über den Deutschen Faschismus im Berliner Denkmalensemble einst als "Hexensabbat" beschimpfte. Während der viel beachteten "Geheimkonferenz" im Museum Berlin-Karlshorst am 30. März zum Thema "Fremdes Gedenken" trat sie mit dem Pladoyer auf, die Informationstafeln in russischer Sprache in dem Museum zu entfernen. Sie persönlich sei "dauerverärgert von der russischen Sprache überall". In der Verbreitung der russischen Sprache und Gedenkkultur sieht sie ein "Herrschaftsinstrument" Russlands, das es zu bekämpfen gelte. 

Der Direktor des Museums Berlin-Karlshorst, Dr. Jorg Morre, nimmt an der Podiumsdiskussion teil. In der Diskussuon um die "Umwidmung" der sowjetischen Ehrenmale gehört er zu den treibenden Kräften. Mit der Keynote tritt der Grünen-Außenpoltiker Robin Wagener auf. Seit Jahren fordert er in seinen Statements die sofortige Schließung des Kulturzentrums Russisches Haus in Berlin, das er als russisches Propagandazentrum beschimpft.

Vor dem offiziellen Beginn wurde auch der Band "Ukrainische Frauen im Konzentrationslager Ravensbrück – Stimmen der Gefangenen" vorgestellt, gefolgt von einer Diskussion darüber, "warum ukrainische NS-Opfer in der deutschen Erinnerungskultur weitgehend unsichtbar bleiben." 

Im Zentrum der Veranstaltungsreihe steht eine Diskussion, die direkt vor Ort, unter freiem Himmel am sowjetischen Ehrenmal im Tiergarten, stattfindet. "Dort, wo Geschichte materialisiert ist und wo Fragen nach Erinnerung, Macht und kolonialer Kontinuität im öffentlichen Raum sichtbar werden, führen wir den Dialog unmittelbar am Monument selbst", werben die Veranstalter. Die Zentrale Frage dabei: "Warum müssen sowjetische Denkmäler als koloniales Erbe verstanden werden?" Es wird gar unterstellt, dass diese Monumente die Erinnerungen jener Nationen, die Teil der Sowjetunion waren, auslöschen. "Kann und sollte man ihre Form ändern?", fragen sich die Veranstalter, die zu dieser Diskussion eine Reihe wortmächtiger russophober Propagandisten aus der Ukraine eingeladen haben. 

Eine weitere Station der "Sichtbarmachung" der aktuellen ukrainischen Art des Gedenkens soll ein "performativer" Gedenkmarsch durch das Berliner Regierungsviertel am 8. Mai werden. "Am 8. Mai marschieren wir durch Berlin, um eine längst überfällige Forderung an den Deutschen Bundestag zu richten: Deutschland muss einen Erinnerungsort schaffen, der der Erfahrung der Ukraine im Zweiten Weltkrieg gewidmet ist", heißt es. Interessanterweise wird in dem Aufruf mit keinem Hinweis der nazistische Genozid am Sowjetvolk erwähnt. "Zwischen 8 und 10 Millionen Ukrainerinnen starben während des Zweiten Weltkriegs – als Zivilisten, Soldaten, Zwangsarbeiterinnen" – sie "starben" einfach. Während Hitler und der deutsche Nazismus unerwähnt bleibt, fand der Name des Bezwingers des Nazismus, Josef Stalin, viel leichter den Weg ins Programm: Neben den Angehörigen der jüdischen (die oft in Kollaboration mit ukrainischen Nationalisten getötet wurden – Anm. des Verfassers) und Roma-Gemeinschaften würde auch an die "Opfer stalinistischer Repression" gedacht.  

Dass das Herz der Veranstalter nicht für die sowjetischen Soldaten schlägt, die gegen den Nazismus kämpften, sondern viel eher für deren faschistische Gegner aus den Reihen der mörderischen Partisanenverbände OUN/UPA und möglicherweise gar der ukrainischen SS-Division "Galizien", verrät Vitsche auch in diesen zwei Sätzen:

"Ihnen wurde das Recht verwehrt, für ihre eigene unabhängige Nation zu kämpfen. Wir vollziehen ihren Weg nach, um sie zu ehren und die ukrainische Subjektivität zurückzufordern."

Bekannterweise proklamierten Verbände von Bandera und Melnyck während des Zweiten Weltkriegs den Kampf für einen ukrainischen Staat im Staatenverbund mit dem Drittem Reich. Dieser wurde von Hitler zwar verwehrt, eine Zusammenarbeit aber blieb.

Mit diesem Programm will Vitsche den öffentlichen Raum in der deutschen Hauptstadt besetzen. Dass er sich dafür ganz öffentlich der Politisierung und Manipulation des Gedenkens bedient – Sünden, die man ständig den Russen vorwirft, stört die Berliner Förderer des Vereins keineswegs. Wichtig ist das Resultat: Die Verbannung der Russen und der Einzug der Ukrainer an deren Stelle in das deutsche Geschichtsbewusstsein.

Dass angeblich die "Russen" den Sieg und das Gedenken an den Krieg für sich allein beanspuchen ist eine für dieses Vorhaben notwendige Lüge. In der Realität findet das Gegenteil statt. So haben die Teilnehmer der Aktion "Unsterbliches Regiment" am 3. Mai in Frankfurt am Main bei ihrem Marsch die Flaggen aller 15 Republiken der UdSSR getragen und eine Anprache in deren Sprachen gehalten – zur Würdigung aller Kriegsteilnehmer der multinationalen Sowjetarmee. 

Auch den Deutschen würde das nationalistische Vitsche-Geschichtsnarrativ wohl kaum schmecken. So etwa findet der Historiker Dr. Christian Hufen diese Tendenz sehr "gefährlich". Leider gebe es Menschen in Deutschland, die die außenpolitische Beziehungen unseres Landes erschweren, sagte er im Gespräch mit RT DE. Es sei eine Provokation.

"Man muss über diese Dinge anders reden. Dazu gibt es Staatsverträge, über den Umgang mit Denkmalen muss mit Moskau abgesprochen werden."

Schließlich gebe es eine vertragliche völkerrechtliche Absicherung, wie die Bundesrepublik Deutschland die Ehrenmale schützt und erhält. "Ich wüsste jetzt nicht wie man daran rütteln soll", so Hufen. 

Für die Geschäftsführerin des BSW-Landesverbands in Berlin, Wiebke Diehl, ist die Umwidmung der Ehrenmale gar Teil der Kriegsvorbereitung. "Fakt ist, dass 27 Millionen Sowjetbürger ihr Leben dafür gegeben haben. Und es ist völlig illegitim, das in irgendeiner Form umzuwidmen. Zumal ja Sowjetbürger auch Ukrainer sind. Also es ist völlig egal, welche Nationalität jemand hat. Es ist ganz klar, dass hier das einfach Teil der Kriegsvorbereitungen ist. Das Feindbild Russland soll weiter geschürt werden", sagte sie im Gespräch mit RT DE. Dagegen helfe die Aufklärung über den Sinn und Zweck der Denkmäler sowie zahlreiches Erscheinen zur Kranzniederlegung an den jeweiligen Gedenktagen. 


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

05.05.2026

NGOs und Faktenchecker: Die heimliche Armee des Militärs


Symbolbild von depositphotos.com
















uncutnews.ch, uncut-news.ch, vom Mai 4, 2026Tipp/Must read/Topthema/Aktuell 


NGOs – diese sogenannten „Nichtregierungsorganisationen“ – werden als edle Verteidiger von Demokratie, Menschenrechten und Wahrheit verkauft. Doch in der Sendung „Punkt.PRERADOVIC“ mit Dr. Norbert Häring, Wirtschaftsjournalist und Autor des Enthüllungsbuchs „Der Wahrheitskomplex“, wird enthüllt, was dahintersteckt: Ein milliardenschweres, intransparentes Netzwerk aus NGOs, Faktencheckern und Stiftungen, das Steuergelder einstreicht, um Meinungen zu zensieren, Opposition zu bekämpfen und hybride Kriegsführung zu betreiben. Häring nennt es treffend den „Wahrheitskomplex“ – und die Spuren führen direkt zu Militär, Geheimdiensten und NATO-Strukturen. Ist das noch Zivilgesellschaft oder eine verdeckte Staatspropaganda?



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Video https://www.youtube.com/watch?v=jmKAuP1E2jA Dauer 41:15 Min.

Steuergelder für Zensur und Provokation: Der deutsche Skandal

Die deutsche Regierung pumpt Millionen in NGOs, weigert sich aber, vollständig offenzulegen, wer wie viel bekommt – angeblich, weil der „Arbeitsaufwand unzumutbar“ sei. Ein Paradebeispiel: Die „Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken“ kassierte seit 2021 knapp 8,5 Millionen Euro vom Bund. Wofür? Um in sächsischen Schulen Kindern Porno-Material zu zeigen und sie zu indoktrinieren. Das Geld fließt über Stiftungen wie die Amadeu Antonio Stiftung weiter, deren Gründerin Anetta Kahane eine bestätigte Stasi-Mitarbeiterin war. Im Beirat sitzt sogar der Chef des thüringischen Verfassungsschutzes – ein Mann, der eigentlich die rechtlichen Voraussetzungen nicht erfüllt.paste.txt

Kritisch betrachtet: Das ist kein Versehen, sondern System. Die Regierung schafft Distanz, um Verantwortung zu meiden – Geld an Stiftungen, die es an „Unterauftragnehmer“ verteilen. Transparenz? Fehlanzeige. Selbst CDU-Politiker wie Merz forderten Aufklärung, doch unter seiner potenziellen Kanzlerschaft wird das „Demokratie-Leben-Programm“ weiter aufgestockt. Eine Farce, die Steuerzahler finanziert und die Demokratie untergräbt.

Der globale „Wahrheitskomplex“: Von 2014 bis heute – NATO und Geheimdienste am Steuer

Häring datiert den Aufbau auf 2014: Das Jahr des Ukraine-Putschs, der Krim-Annexion und des Ausbruchs des Propagandakriegs gegen Russland. Damals entstanden der erste „Faktenchecker-Gipfel“ in London (organisiert von Stiftungen mit Geheimdienstkontakten), das NATO-StratCom-Zentrum in Riga („strategische Kommunikation“ = Propaganda) und Netzwerke wie der Global Disinformation Index. Gründer mit US-Geheimdienst-Hintergrund und Soros-Stiftungen produzieren „schwarze Listen“ für Medien, die Werbeeinnahmen kappen.

Der Atlantic Council, quasi der politische Arm der NATO, gibt es offen zu: „Kontrolle von Information und Wahrheit war immer entscheidend für die Ausübung von Macht.“ Broschüren wie „Wessen Wahrheit?“ fordern, dass „die richtigen Narrative“ durchsetzen – via EU-finanzierte Faktenchecker-Netzwerke und Lizenzierungen. Die EU-Kommission baut ein „Wahrheitsministerium“ auf, das illegal ist, aber durch NGOs „privatisiert“ wird. Kritikpunkt: Das ist kein Zufall, sondern hybride Kriegsführung. Alles, was „Russland in die Karten spielt“ – also Regierungskritik – wird als „fünfte Kolonne“ gebrandmarkt. EU-Sanktionen gegen Publizisten wie Hussein Dogru ohne Prozess oder Beweis: De facto Berufsverbote.

Hybride Kriegsführung: Zensur als Waffe gegen die eigene Bevölkerung

Der „Wahrheitskomplex“ ist kein philanthropisches Projekt, sondern militärische Strategie. Das US-Militär entwickelte das „DisArm Framework“ (militärisch klingend): Eine Matrix zur Klassifikation von Desinformation – „Red“ gegen Feinde, „Blue“ für eigene Kampagnen. NATO-Zentren in Riga und Helsinki koordinieren NGOs, Geheimdienste füttern mit Infos. Trusted Flagger (z.B. an Unis) bekommen Echtzeit-Zugang zu Plattformdaten, um Inhalte zu shadow-bannen.

Schädlich? Nicht illegal, sondern „narrativ gefährlich“ für EU/NATO-Erzählungen. Artikel 36/48 des Digital Services Act (DSA) erlauben in „Krisen“ (z.B. Gesundheitsnotlage) direkte Zensur. Häring: Wir leben unter „unerkanntem Propagandakriegsrecht“. Kritisch: Plattformen wie YouTube bremsen Reichweite heimlich – Preradovics Video zu einer Trauerwache sank von 10.000 auf 6.000 Aufrufen. Kinderprogramme lehren „Prebunking“: Immunisierung gegen „schädliche Wahrheiten“ via Spiele und Influencer, finanziert von DGAP und Atlantic Council.

Wahlen manipulieren, Kinder indoktrinieren: Der Angriff auf Demokratie

Wahlen sind Ziel: „Schutz vor ausländischer Einmischung“ dient der Unterdrückung oppositioneller Narrative. Rumänien 2024: NATO-kritische Partei vorne – Wahl annulliert nach Geheimdienst-Vorwürfen. Ungarn: EU-Präferenz klar. Plattformen und Geheimdienste kooperieren seit 2018.

Kinder: NATO-Kognitive Kriegsführung als „sechstes Kriegsgebiet“. Schulen, Influencer und Spiele pflanzen ein: Regierungskritik = Desinfo. Trusted News Initiative (BBC, Medienriesen) „verteidigt“ Narrative präventiv – wie Impfungen vor Markteinführung. Kritik: Das ist totalitäre Indoktrination mit Steuergeldern, die Rechtsstaat und Freiheit aushöhlt.

Medien als Torwächter: Trusted News Initiative und DSA als Zensurmaschine

Etablierte Medien sind Torwächter: Trusted News Initiative (2019) vereint BBC, Plattformen und Geheimdienste gegen „Fake News“. Gründerin: „Gegenangriff des Westens“. DSA zwingt Plattformen zu Shadow-Banning und Faktenchecker-Kooperation – alles unter EU-Aufsicht. Kritisch: Freie Medien wie Punkt.PRERADOVIC werden stranguliert, während „unabhängiger Journalismus“ (EU-Programm) nur Konformes fördert.

Unangreifbar? Hoffnung durch Aufdeckung und öffentlichen Druck

Ist der Komplex unangreifbar? Häring: Nein, wenn die Öffentlichkeit ihn durchschaut. Erste Risse: Trump enteignet Teile davon, Hessen schrumpft Anti-Hetze-Programme, HateAid unter Druck. Merz‘ CDU zwingt zu Kosmetik. Lösung: Transparenz fordern, Programme kappen, Gerichte aktivieren – wie in den USA, wo Staatsfinanzierung für Zensur verfassungswidrig ist.

Kritisch: Der Widerstand ist schwach, weil der Komplex diffus ist. Doch Härings Buch ist ein Weckruf: Öffentliche Meinung dreht sich – teilt, lest, fordert! Sonst siegt die militärische Zensurmaschine endgültig über die Demokratie.

Das Buch dazu gibt es hier (https://www.cede.ch/de/books/norbert-haering-der-wahrheitskomplex-wie-ngos-im-staatsauftrag-unerwuenschte-mei-266757190).


Widerstand gegen die Neue Weltordnung: Dein technokratisches Sklavenlager

Widerstand gegen die Neue Weltordnung: Dein technokratisches Sklavenlager 05/05/2026







Mein AI 05/05/2026








Trump hat den Iran-Krieg verloren 05/05/2026






Info: https://uncutnews.ch/ngos-und-faktenchecker-die-heimliche-armee-des-militaers/


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05.05.2026

Berliner Zeitung 4.5.2026
Krieg auf der Leinwand? Nato-Treffen mit Filmemachern führt zu Propagandavorwürfen

aus e-mail von Doris Pumphrey, 5. Mai 2026, 9:18 Uhr


Vertrauliche Nato-Treffen mit der Filmbranche sorgen für Kritik. Wird hier etwa an der Darstellung von Krieg und Sicherheit gearbeitet?


Vassiliki Mantziou

Hinter verschlossenen Türen sucht die Nato den direkten Draht zur Filmindustrie. Treffen des Militärbündnisses mit Regisseuren, Autoren und Produzenten sollen in Los Angeles, Brüssel und Paris bereits stattgefunden haben. Offiziell dient der Dialog der „sich entwickelnden Sicherheitslage in Europa und darüber hinaus“, berichtet der britische Guardian. Ein Gespräch in London soll im Juni folgen.

Doch eben jener Vorstoß stößt zunehmend auf Kritik. Sowohl bei Filmschaffenden als auch bei politischen Beobachtern wächst die Furcht vor einer gezielten Instrumentalisierung der Kultur. Die Treffen erfolgten unter dem Schutz der Chatham House Rule, einer Regel, die zwar die Verbreitung von Inhalten erlaubt, die Identität der Teilnehmer aber im Dunkeln lässt.

Dass dieser strategische Flirt mit der Leinwand bereits Wirkung zeigt, belegt eine interne E-Mail der britischen Autorenvereinigung (WGGB), die vom Guardian zitiert wird. Diese führt nämlich an, dass bereits drei Filmprojekte in der Entwicklung sind, die „zumindest teilweise“ von den Briefings des Militärbündnisses inspiriert wurden.

Nato-Treffen: „eindeutig Propaganda“

„Ich fand es taktlos und verrückt, diese Treffen als eine Art positive Möglichkeit darzustellen“, sagt der irische Drehbuchautor Alan O’Gorman laut dem Bericht. Er verweist dabei ausdrücklich auf Menschen mit Freunden und Familie in Ländern außerhalb der Nato, die „unter Kriegen gelitten haben, an denen die Nato beteiligt war und die sie propagiert hat“. Der Gewinner des irischen Film- und Fernsehpreises sieht in den Treffen den Versuch, von Medien und Politik, die Nato in einem positiven Licht darzustellen. „Ich glaube, derzeit wird in ganz Europa Panikmache betrieben, dass unsere Verteidigung schwach sei.“ Die Gespräche bezeichnete er als „empörend“ und „eindeutig Propaganda“.

Der Drehbuchautor und Produzent Faisal A. Qureshi meldete sich für eines der Treffen an, „um sich selbst ein Bild davon zu machen“, musste jedoch aufgrund eines Terminkonflikts wieder absagen. In seiner Einschätzung teilt er jedoch zentrale Bedenken anderer Kritiker.

Er warnt davor, dass Kreative in solchen Gesprächen der Illusion verfallen könnten, Zugang zu „geheimem Wissen“ zu erhalten, und dass dadurch moralische Grenzen verschwimmen könnten. „Sie haben etwas erhalten, das den Anschein von Wahrheit trägt, und zwar von einer Autorität, die selten mit der Öffentlichkeit zu tun hat, und es entsteht ein Gefühl der Privilegierung, diesen Zugang zu erhalten“, so Qureshi.

Europa in verschärfter Sicherheitslage

Ein Nato-Beamter beschreibt die Initiative laut Bericht als Teil einer Reihe von Veranstaltungen für Autoren fiktionaler Werke, welche aufgrund „des von Branchenvertretern geäußerten Interesses, mehr über die Nato und ihre Funktionsweise zu erfahren“, ins Leben gerufen wurde. Zu dieser Veranstaltung gehöre der Austausch mit Nato-Vertretern, der Zivilgesellschaft und der Thinktank-Szene. Letzteres ist ein Netzwerk, das durch Forschung und Analyse politischer, sozialer und wirtschaftlicher Themen Einfluss auf die öffentliche Meinung nimmt und sie so im Sinne von Politikberatung fördert.

Der vom Guardian zitierte Bericht des Zentrums für europäische Reformen warnt vor einer verschärften Sicherheitslage in Europa durch Russland und China sowie vor einem möglichen Rückzug der USA. Deshalb seien höhere Verteidigungsausgaben notwendig. Diese ließen sich laut dem Bericht nur durch politische Einsparungen oder Steuererhöhungen umsetzen. Gleichzeitig müsse die Öffentlichkeit stärker überzeugt werden, etwa durch gezielte Kommunikation und Zusammenarbeit mit Medien und Kultur.

„Eine ernsthafte Gefahr für die Meinungs- und Pressefreiheit in Europa“

Dass die Nato untersucht, inwiefern Menschen durch mediale Faktoren wie Film, Fernsehen oder soziale Netzwerke beeinflusst werden können, ist nichts Neues. Bereits im Dezember wurde ein Dokument des Militärbündnisses unter dem Titel „Mentale Kriegsführung“ veröffentlicht. Darin warnte das Bündnis vor der Propaganda externer Akteure wie Russland und analysierte mögliche Schutzmaßnahmen gegen solche Einflussnahme. Durch die neuesten Entwicklungen rückt dieses Papier erneut in den Fokus – dieses Mal begleitet durch die Frage, inwiefern die Nato selbst gewillt ist, „mentale Kriegsführung“ zu betreiben.

Hier setzt die Kritik der BSW-Außenpolitikerin Sevim Dagdelen an, die sich seit Jahrzehnten mit Nato-Strategien und sicherheitspolitischen Fragen auseinandersetzt.

„Die Nato greift auf Methoden zurück, die sie bei anderen stets als Beleg für autoritäre Politik angeprangert hat.“ Der Versuch des größten Militärpakts, Medienschaffende direkt in seine Propaganda einzubinden, stelle eine ernste Gefahr für die Meinungs- und Pressefreiheit in Europa dar. „Man muss befürchten, dass sich innerhalb der Nato zunehmend der Wille zu einer medialen Kriegsvorbereitung durchsetzt.“ Medienschaffende, die sich auf eine Kooperation mit der Nato und deren Propaganda einließen, leisteten ihrem Berufsethos und der Pressefreiheit „einen Bärendienst“, so die Außenpolitikerin gegenüber der Berliner Zeitung. 


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05.05.2026

Die Euro-Schulden-Falle!

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neopresse.com, 5. Mai 2026, Von: NEOPresse , Themen:

Die wirtschaftliche Entwicklung Griechenlands wird auf europäischer Ebene derzeit häufig als Erfolgsgeschichte dargestellt. Institutionen verweisen auf verbesserte Kennzahlen wie steigendes Wachstum, stabilisierte Staatsfinanzen und positivere Bewertungen an den Kapitalmärkten. Diese Perspektive zeichnet das Bild eines Landes, das die schwierigen Jahre der Krise hinter sich gelassen hat und sich auf einem nachhaltigen Erholungspfad befindet.

Ein Blick auf den Alltag vieler Beschäftigter zeigt jedoch ein differenzierteres Bild. Trotz der makroökonomischen Fortschritte bleibt die Einkommenssituation vieler Arbeitnehmer angespannt. Griechenland weist innerhalb Europas besonders hohe durchschnittliche Arbeitszeiten auf, gleichzeitig liegen die Einkommen vieler Beschäftigter weiterhin im unteren Bereich. Die Diskrepanz zwischen geleisteter Arbeit und finanzieller Situation wird von vielen als belastend empfunden.


Schuldenfalle Euro

Ein zentraler Hintergrund dieser Entwicklung liegt in der Struktur der europäischen Währungsordnung. Mit dem Beitritt zur gemeinsamen Währung entfiel für Länder wie Griechenland die Möglichkeit, wirtschaftliche Ungleichgewichte durch Wechselkursanpassungen zu korrigieren. Stattdessen wurde die Anpassung über interne Maßnahmen organisiert, etwa durch Veränderungen bei Löhnen und staatlichen Ausgaben. Diese Strategie zielte darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit wiederherzustellen, ging jedoch mit spürbaren Einschnitten für breite Bevölkerungsschichten einher.
Auch die Maßnahmen zur Stabilisierung der Staatsfinanzen waren eng mit internationalen Finanzinteressen verknüpft. Ein wesentlicher Teil der Programme diente dazu, die Stabilität des Finanzsystems insgesamt zu sichern. In der öffentlichen Wahrnehmung entstand dadurch teilweise der Eindruck, dass nicht ausschließlich die wirtschaftliche Lage im Land selbst im Mittelpunkt stand, sondern auch die Absicherung externer Gläubigerstrukturen.

Parallel dazu haben sich die Lebenshaltungskosten in Griechenland dynamisch entwickelt. Steigende Preise für Energie, Wohnen und Alltagsgüter wirken sich unmittelbar auf die Kaufkraft aus. In vielen Haushalten reicht das Einkommen trotz Vollzeitarbeit nur begrenzt aus, um alle laufenden Ausgaben zu decken. Unterstützung innerhalb der Familie spielt daher häufig weiterhin eine wichtige Rolle.

Insgesamt zeigt sich, dass die Bewertung wirtschaftlicher Entwicklungen stark davon abhängt, welche Ebene betrachtet wird. Während aggregierte Kennzahlen Fortschritte signalisieren, spiegeln sie nicht zwangsläufig die Lebensrealität aller Bevölkerungsgruppen wider. Die griechische Entwicklung verdeutlicht damit, wie komplex wirtschaftliche Erholungsprozesse sein können und wie wichtig es ist, sowohl makroökonomische als auch soziale Aspekte in die Betrachtung einzubeziehen.


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Info: https://www.neopresse.com/politik/die-euro-schulden-falle/?source=ENL


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05.05.2026

Ungleichheit
Warum auch Reiche für Vermögenssteuern werben sollten

makronom.de, vom 4. Mai 2026, GERD HOFIELEN, Ungleichheit 

Die Schicht der Super-Reichen hat keine guten Argumente gegen eine höhere Besteuerung – aber sie hat Macht, die sie aggressiv einsetzt. Dabei sollten auch Vermögende ein Interesse an einer gerechteren Verteilung haben. Ein Beitrag von Gerd Hofielen.


Bild: KI-generierte Illustration (ChatGPT / DALL·E, OpenAI); keine reale Aufnahme


Menschen mit gewaltigen Vermögen nehmen Einfluss auf die Politik und schaffen Gesetze, die ihre Interessen und die ihrer Unternehmen bedienen. Sie bezahlen prozentual gesehen geringere Steuern auf ihr Einkommen als Menschen in Lohnarbeit. Weshalb gibt es überhaupt eine Debatte über Erbschafts- und Vermögenssteuer mit den Super-Reichen? Warum erkennen sie diese Schieflage nicht und wirken an einem Ausgleich mit?

Die Schicht der Super-Reichen hat keine guten Argumente, aber sie hat Macht. Und die aggressivsten unter ihnen setzen diese Macht rücksichtslos ein. Sie bedrohen Regierungen mit Abwanderung, sobald die es wagen, an eine Milliardärs-Steuer zu denken. Henrik Andersen, der CEO von Vestas, will seinen Wohnsitz außerhalb Dänemarks verlegen, wenn eine Steuer von 0,5% auf Vermögen größer drei Millionen Dänische Kronen erhoben wird. Bei ca. 400.000 Euro Vermögen macht das 2.000 Euro. Sergey Brin und Larry Page, die Google Gründer, sind aus Kalifornien weggezogen, weil eine Gesetzesinitiative auf Vermögen von mehr als eine Milliarde US-Doller eine einmalige Steuer von 5% erheben will.

Auch viele Millionäre befürwortet eine Reichensteuer

Es sind nur die besonders gierigen Exemplare der Gattung, die tatsächlich abwandern, aber sie werden von Lobbyisten und der den Milliardären nahestehenden Presse als Mehrheit herausgestellt. Die Beobachtung des realen Verhaltens zeigt, dass das nicht stimmt. Abgesehen davon wird ein Wegzug beispielsweise in Deutschland ohnehin mit einer Wegzugs-Steuer belegt.

Die aggressivsten Milliardäre setzen die Macht ihrer Lobbyisten ein, um Gesetzesvorhaben zu verhindern. Medien, die ihnen gehören, verbreiten die Mär vom Trickle Down-Effekt, die bei Menschen mit Sachverstand nicht greift, aber durchaus noch zur Irreführung von Menschen, die mit der Materie nicht eng befasst sind, funktioniert.

Was weniger bekannt ist und in der öffentlichen Diskussion nicht zur Kenntnis genommen wird: Die Mehrheit der Millionäre befürwortet eine Reichensteuer. So ergab etwa eine Befragung von Millionären in Großbritannien durch die Initiative Patriotic Millionaires Mitte 2025, dass 80% von ihnen der Meinung sind, dass Menschen mit einem Vermögen oberhalb von zehn Millionen Pfund eine jährliche Vermögenssteuer von 2% zahlen sollten, also bei z.B. 10 Millionen Pfund Vermögen eine jährliche Steuer von 200.000 Pfund. Als Gründe führen sie soziale Gerechtigkeit an, lehnen den übermächtigen Einfluss der Reichen auf die Politik ab und wollen die Besteuerung von Vermögen der Besteuerung von Lohneinkommen angleichen. Das zeigt: Die Mehrheit ist guten Willens, aber eine Minderheit hält an ihren Privilegien fest.

Warum aber gibt es innerhalb der Schicht der Milliardäre und Millionäre Menschen, die besonders stark auf ihren Reichtum und die damit verbundenen Privilegien pochen, ihre Interessen aggressiv vertreten und deshalb in der Öffentlichkeit auch am deutlichsten wahrgenommen werden?

Die psychologische Dynamik von irrationalen Leidenschaften

Zunächst ist da der Besitzstand, an den man sich, egal wie privilegiert die Lebenslage ist, gerne gewöhnt. Der Besitzstand verleiht gesellschaftlichen Status und Einfluss. Es entsteht eine Anspruchshaltung, die im Bewusstsein der Milliardäre leicht gerechtfertigt werden kann. Man habe es verdient, man habe es sich erarbeitet, es sei persönlicher Fortune und Talenten zu verdanken, man habe eine Familientradition fortzuführen etc. Wahrscheinlicher ist, dass man sich an Status und Komfort schlicht gewöhnt hat und dies ohne großes Nachdenken als selbstverständlich genommen wird. Es gibt auch den Wunsch, zu dieser Gruppe dazugehören zu wollen – es verleiht das Lebensgefühl, etwas Besonderes zu sein.

Menschen vergleichen sich mit anderen. Das ist bei Menschen, die selbst scheinbar alles haben, nicht anders. Meistens hat irgendjemand mehr Besitz, Renommee, Einfluss oder etwas Schönes, das begehrenswert ist, und das man haben will. Durch diese Lebenshaltung des „Immer-mehr-Haben-Wollens“ sind sie reich geworden bzw. bleiben sie reich.

Die zutreffende psychologische Kategorie ist Gier. Der Sozialpsychologe Erich Fromm bezeichnet Gier als eine irrationale Leidenschaft. Psychologische und physische Bedürfnisse kennen einen Punkt, an dem sie befriedigt sind, zumindest vorübergehend. Irrationale Leidenschaften sind dadurch gekennzeichnet, dass sie diesen Punkt nicht kennen, sie sind maßlos.

Die psychologische Dynamik von irrationalen Leidenschaften ist vergleichbar mit einer Sucht. Die Sucht ist gekennzeichnet durch die physisch-psychische Abhängigkeit von einer Substanz, z.B. Alkohol. Auch Süchte kennen keinen Punkt der Befriedigung, nur Erschöpfung; die Gier sucht nach immer mehr von der Substanz. Bei irrationalen Leidenschaften sind die Substanzen der Abhängigkeit Ruhm, Reichtum oder Macht. Körperliche Grenzen werden auf dem Trip der Gier oft überschritten und Drogen, die von Substanzen abhängig machen, werden zur Verstärkung verwendet. Grenzen des Anstands, der Legitimität oder der Legalität stehen bei von Sucht und Gier getriebenem Verhalten zur Disposition.

Steven M. Taylor erklärt in seinem Buch The Fall die psychologische Dynamik von Reichen mit einem Gefühl der Trennung von anderen: Manche Menschen erleben einen Zustand intensiver psychischer Trennung. Sie fühlen sich von anderen Menschen und der Welt abgekoppelt, was mit einem Mangel an Empathie oder emotionaler Verbundenheit einhergehen kann.

Eine Auswirkung dieses Zustands der Trennung ist ein Gefühl psychischer Unvollständigkeit. Dies wiederum erzeugt den Drang, Reichtum, Status und Macht anzuhäufen, um diesen Mangel auszugleichen. Menschen, die sich mit anderen und der Welt verbunden fühlen, entwickeln kein Gefühl der Unvollständigkeit und neigen daher nicht zu einem starken Verlangen nach Macht oder Reichtum. Gleichzeitig kann ein Mangel an Empathie den Weg zum Erfolg erleichtern. Denn man kann beim Streben nach Reichtum rücksichtslos vorgehen und andere manipulieren und ausbeuten. Wenn andere Menschen unter den Folgen dieser Handlungen leiden, kümmert das nicht sonderlich.

Das Gefühl des Getrenntseins hat also zwei sich gegenseitig verstärkende Auswirkungen: Sie erzeugt ein starkes Verlangen nach Reichtum und Status, gepaart mit der Rücksichtslosigkeit, die Reichtum und Erfolg leichter erreichbar macht.

Warum Gier systemkonform ist

Die sozialökonomische Analyse unterstützt die sozialpsychologische Sicht. In der marktwirtschaftlichen Ordnung ist jeder Mensch ein Einzelwesen, das für sein Leben und seinen Erfolg selbst verantwortlich ist. Die Trennung von anderen ist die Ausgangs-Situation. Alle Menschen (das gilt auch für alle Unternehmen) sind einer existenziellen Abhängigkeit von anderen ausgesetzt. Von dieser Basis ausgehend muss der Kontakt mit anderen Menschen hergestellt werden. Wie erfolgreich die Verbindung mit anderen gelingt, hängt von der sozialen Situation und persönlichen Eigenschaften ab. Unsicherheit ist eine Lebenstatsache. Und um diese Unsicherheit in Beziehungen zu überbrücken, greifen manche Menschen und Unternehmen zu Machtmitteln und häufen Besitz an.

Besitz ist eine Basis für die Ausübung von Macht. Besitz hat die Qualität, von persönlichen Eigenschaften weitgehend unabhängig zu sein; das Vermögen steckt in Sachen und nicht in der Person. Wer sich seiner persönlichen Talente nicht so sicher ist, oder wer davon ausgeht, dass Talente vergänglich sind, findet im Besitz eine Zeit überdauernde Form der Sicherheit. Die persönliche soziale Lage und die der wichtigen Nächsten (Familie, Clan, Insidergrup e) kann mit Besitz langfristig gesichert werden.

Es gibt in der kapitalistischen Marktwirtschaft noch ein weiteres ökonomisches Prinzip, das den Erwerb von Besitz wünschenswert macht: der Wettbewerb. Jede Einheit (ob Unternehmen oder Mensch) ist von der anderen abhängig und alle stehen in einem Konkurrenz-Verhältnis zueinander: Wer Kunden am schnellsten, am preiswertesten, mit der besten Qualität und dem neuesten Design bedienen kann, macht das Rennen.

Ein Unternehmen kann in diesem Rennen in Nachteil geraten und letztendlich seine Existenz aufs Spiel setzen. Daher ist das Streben nach dem größtmöglichen Profit systemimmanent angelegt. Eine Haltung, die von maßlosem Streben nach Profit, Besitz und Macht motiviert ist, wird also innerhalb des kapitalistischen Systems belohnt. Die Belohnung ist mehr Profit, mehr Besitz und mehr Macht. Daher ist Gier systemkonform.

Der Staat muss für ein Level Playing Field sorgen

Dieser System-Logik können sich Eigentümer:innen von Unternehmen nur mit großer Energie entziehen. Dies gelingt nur, wenn sie eine Haltung leben, die Menschen- und Natur-Freundlichkeit höher gewichtet als materiellen Erfolg. Die Überwindung dieser System-Logik in individueller Initiative kann Vorbild sein und Inseln schaffen, in denen eine Menschen- und Natur-freundliche Ethik gilt.

Zum Ausstieg aus dieser System-Logik reicht es nicht. Nur wenn der Staat regulierend mit Steuern eingreift, ist eine system-ändernde Perspektive möglich. Die Vermögens- und Erbschaftssteuer stellt für alle Steuerzahler:innen eine Annäherung an ein Level Playing Field her. Es ist für Milliardäre und Millionäre angemessen, für diese Steuern zu werben, denn damit werden soziale Schieflagen und Ungerechtigkeiten beseitigt, von denen sie bisher profitieren.

Es ist in Deutschland leichter, mit unternehmerischer Initiative reich zu werden als in Burkina Faso. Nationale Alleingänge sind bei Vermögenssteuern sinnvoll, denn dadurch wird es möglich, z.B. Lohn-Einkommen steuerlich zu entlasten, womit der Standort Deutschland wieder attraktiver werden kann, was wiederum nützlich für die Unternehmen ist. Deshalb trägt auch das oft vorgebrachte (Verzögerungs-)Argument nicht, laut dem Vermögenssteuern nur international koordiniert oder gar nicht eingeführt werden dürften.

Für die Besteuerung von Vermögen spricht ohnehin, dass die Reichtums-Zuwächse nicht allein dem Geschick der Vermögenden zu verdanken sind, sondern eng mit der Prosperität der gesamten Gesellschaft zusammenhängen. Das Bildungsniveau, der Gesundheitszustand, die soziale Sicherung, die Rechtssicherheit, die Verteidigungsfähigkeit, die Vitalität der Zivilgesellschaft und das kulturelle Niveau sind in vielerlei Hinsicht abhängig von einem funktionierenden und leistungsfähigen Staat, der wiederum mit einer fairen Besteuerung aller Bevölkerungsschichten an Legitimität gewinnt.

Selbst ist der (Super-)Reiche

Es geht bei der Erbschafts- und bei der Vermögenssteuer nicht um radikale Gleichheit oder Nivellierung der Lebensbedingungen, sondern um das Außer-Kraft-Setzen der Spirale, die Reiche immer reicher macht und zu einer strukturellen Ungleichheit von Lebenschancen führt. Mit individuellen Kräften sind ungleiche Ausgangschancen nur bedingt und selten zu überwinden. Wenn weiterhin der Großteil der Menschen von fairen Lebenschancen ausgeschlossen bleibt, verliert die gesamte Gesellschaft, weil Menschen sich weniger für gemeinsame Aufgaben einsetzen und sich auf egoistisches Verhalten zurückziehen. Zudem werden die Talente vieler Menschen nicht erkannt und nicht entwickelt, was die Leistungsfähigkeit der gesamten Volkswirtschaft schmälert.

Solange es keine staatliche Regulierung von Vermögenszuwächsen gibt, sollten ethisch motivierte Milliardäre und Millionäre Akteure unterstützen, die diese Anliegen aktiv vorantreiben. Dazu zählen beispielsweise Lobbyinitiativen wie TaxMeNow, Millionaires for Humanity (wo ich Mitglied bin) oder Patriotic Millionaires. Noch besser wäre es, sie würden in Eigeninitiative einen Betrag, der einer fairen Reichensteuer entspricht, progressiven Initiativen der Zivilgesellschaft zukommen lassen – und darüber sprechen!

 

Zum Autor:

Gerd Hofielen wirbt mit der Organisation Millionairs for Humanity für eine Besteuerung großer Vermögen und Erbschaften. Er ist derzeit Geschäftsführer der ethisch orientierten Unternehmensberatung Humanistic Management Practices. Hofielen ist Selfmade Millionär und hat sein eigenes Vermögen bereits zu großen Teilen gemeinnützigen Organisationen gespendet.


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05.05.2026

Geopolitik
USA und EU werden zu Piraten der Meere

lostineu.eu, vom 4. Mai 2026

Die EU präsentiert sich seit dem Irankrieg und der Schließung der Straße von Hormus gern als Hüterin der freien Meere. In Wahrheit benehmen sich die Europäer wie Piraten, genau wie die Amerikaner. US-Präsident Trump gibt es sogar offen zu.

Wir haben uns das Schiff genommen, wir haben uns die Fracht genommen, wir haben uns das Öl genommen”, sagte Trump mit Blick auf die Beschlagnahmung eines Schiffes vor wenigen Tagen, wie n-tv berichtet. Dies sei ein sehr einträgliches Geschäft.

Wir sind wie Piraten. Wir sind so etwas wie Piraten, aber wir spielen keine Spielchen”, sagte Trump.

Die EU hat dem nicht widersprochen. Sie hat Trump auch nicht kritisiert. Im Gegenteil: Außenminister Wadephul hat sich gerade erst wieder hinter das Vorgehen der USA im Nahen Osten gestellt. Rechtsverstösse sieht er nur im Iran.

Angriffe auf die “Schattenflotte”

Dabei schränken die Europäer selbst die freie Schifffahrt immer mehr ein. Als Hebel dienen die Sanktionen der EU gegen Russland und die so genannte Schattenflotte. Dabei sind die Sanktionen keine international anerkannte Rechtsgrundlage. Und im “Schatten” fahren die Öltanker nur, weil die EU sie von der Versicherung ausschließt!

So beschlagnahmte die schwedische Küstenwache am Wochenende in der Ostsee einen Tanker, der mutmaßlich zur russischen Schattenflotte gehört. Das unter syrischer Flagge fahrende Schiff “Jin Hui” sei in schwedischen Hoheitsgewässern südlich von Trelleborg geentert worden, teilte die Behörde mit.

Der Tanker stehe auf mehreren Sanktionslisten, darunter denen der EU und Großbritannien, hieß es. Allerdings hatte das Schiff offenbar keine Ladung an Bord, das Ziel der Reise war auch unklar. Anders ausgedrückt: Schweden hat keinerlei Beweise!

Es geht ums Öl

Die Schweden stehen nicht allein. Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben auch schon mehrere Schiffe aufgebracht. Die Briten wollen sogar eine eigene multinationale Marineeinheit aufstellen, um gegen die russische “Schattenflotte” vorzugehen.

In Wahrheit geht es darum, die russischen Öleinahmen zu begrenzen. Die Piraterie ist dabei offenbar nur der Anfang. Die Ukraine hat schon ein russisches Schiff vor der Küste Libyens in Brand gesetzt. Am Wochenende wurden zwei Tanker in den Gewässern vor dem russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk angegriffen. 

Es handelt sich um einen verdeckten Krieg – und er weitet sich immer mehr aus…

Siehe auch Krieg gegen Russland: Eine neue Front in der Nord- und Ostsee

14 Comments

  1. Der Skeptiker
    5. Mai 2026 @ 12:35

    Wir sollten Trump und Netanjahu sagen, dass sie ihr automatisches Benehmen beenden sollen. Dann klappt’s auch mit dem Nachbarn. Und unsere gewählten Vertreter sollten die nicht unterstützen. Wir sind schließlich das Volk und damit der Souverän.

Antworten

  • Michael
    5. Mai 2026 @ 11:18

    Nur die USA und EU sind Piraten bzw. Terroristen!? … und was ist das israelische Vorgehen gegen Aktivisten in der Nähe von Kreta!? Einschließlich zweier Verhaftungen, etc., etc.!? Unternimmt die EU nichts weil sie selbst Piraten bzw. Terroristen sind!?

    Antworten

  • Josef Berchtold
    5. Mai 2026 @ 09:21

    Es sollte jeden Tag mindestens einmal in jeder Zeitung geschrieben werden, dass der Krieg in der Ukraine nur dadurch beendet werden kann, in dem Putin den Überfall beendet. Diktatoren sind die Pest.

    Antworten

  • Josef Berchtold
    5. Mai 2026 @ 09:17

    Die brutalen islamischen Gesellschaften werden meistens, wegen Nabelschau, vergessen. Ohne Rohstoffe sind die meistens so arm wie eine Kirchenmaus. Gottes-Wahn im Iran, seit 57 Jahren pure Brutalität, nur wegen der lächerlichen Gottes-Erfindungen durch den Menschen.

    Antworten

    • Anton Lisica
      5. Mai 2026 @ 11:25

      Man muss natürlich auch rechnen können: es sind 47 Jahre.

      Antworten

  • Titi
    5. Mai 2026 @ 08:22

    Also England bzw. Großbritannien hatte ab dem 16. Jahrhundert, in der Zeit, als es begann, zur Großmacht aufzusteigen, die Piraterie benutzt, um vor allem die damalige Großmacht Spanien zu schwächen (in dem sie spanische Schiffe auf dem atlantischen Meer kaperten und plünderten) und die (päpstlich festgesetzte) bipolare katholische spanische-portugiesische Weltordnung herauszufordern.

    Antworten

  • Bogie
    4. Mai 2026 @ 19:57

    @Erneuerung: Ich möchte Ihnen, auch und gerade im Namen und für meine 4 Enkeltöchter vehement widersprechen. Ich möchte Ihnen und der Welt sagen, dass Sie kranke Hirngespinste (doppelt hält besser) verbreiten, dass es keinen Grund gibt, an unseren illustren Führungsfiguren zu verzweifeln, dass die gewählten und nicht gewählten Damen und Herren es schon, wie in den letzten gut 80 Jahren, irgendwie (wenn auch mit Millionen von Toten und Leidenden anderswo auf der Welt) richten werden.
    Allein, mir fällt kein einziges Argument ein, Ihrer düsteren Bestandsaufnahme etwas entgegenzusetzen.

    Antworten

    • KK
      4. Mai 2026 @ 22:00

      “Schweigend hing eine Katastrophe um ihn herum in der Luft und wartete, dass er sie bemerkte.”
      [aus: Douglas ASdams, Der Elektrische Mönch]

      Antworten

    • umbhaki
      4. Mai 2026 @ 22:16

      Zum Thema „ gewählte und (vor allem) nicht gewählte Damen und Herren“ habe ich vor kurzem einen interessanten Aufsatz gelesen. Der hat J. Epstein zum Aufhänger und befasst sich vornehmlich mit der »Trilateralen Kommission«.

      Hierzu muss ich gestehen, dass ich diese Trilaterale Kommission (TK) bisher so gar nicht auf dem Schirm hatte. Für mich war der Artikel deshalb durchaus ein Augenöffner.

      Kernaussage, angeblich vom Kommissions-Mitgründer D. Rockefeller so ausgesagt: In den meisten Ländern werden die Politiker für vier oder acht Jahre gewählt, anders als die Königsfamilien in England oder im Nahen Osten. Jemand ist vier Jahre lang im Amt und dann ist er nicht mehr da. Die wichtigsten Personen für Stabilität und Beständigkeit sind daher Geschäftsleute. Aus dieser „Einsicht“ hat Rockefeller angeblich die TK gegründet.

      https://free21-magazin.de/von-rockefeller-bis-starmer-kartierung-des-trilateralen-netzwerks-in-den-epstein-akten/

      PS: Der Zustimmung zum Kommentar von @Erneuerung schließe ich mich an. Ganz ohne Umwege: ich sehe die Lage ebenso wie sie.

      Antworten

  • Guido B.
    4. Mai 2026 @ 19:50

    Die westliche Zivilisation schreibt ihre Geschichte der Tyrannei trotz christlichem und humanistischem Wertefundament ungeniert fort. Viele Zivilisationen kennen barbarische Entgleisungen, aber die westliche ist bei Weitem die tödlichste und verheerendste. Mit der westlichen Zivilisation ist die Evolution aus den Fugen geraten. Von einer göttlichen Schöpfung zu sprechen, verbietet sich in Anbetracht der anthropologischen Bösartigkeit und Zerstörungsenergie. Die Evolution hat mit der Ausbildung der westlichen Zivilisation einfach die falsche Abzweigung genommen.

    Antworten

    • KK
      4. Mai 2026 @ 21:58

      “Viele kamen allmählich zu der Überzeugung, einen großen Fehler gemacht zu haben, als sie von den Bäumen heruntergekommen waren. Und einige sagten, schon die Bäume seien ein Holzweg gewesen, die Ozeane hätte man niemals verlassen dürfen.”
      [aus: Douglas Adams, Per Anhalter durch die Galaxis]

      Antworten

  • Erneuerung
    4. Mai 2026 @ 19:26

    Machen wir uns doch nichts vor, wir sind mitten im 3. Weltkrieg, 2022 konnte das von beiden Seiten noch kaschiert werden, nun nicht mehr. Der Iran hat die Straße von Hormus wieder geschlossen, als Antwort auf die Blockade seiner Häfen und das Entern seiner Schiffe. Israel setzt seine Vernichtungsfeldzüge unvermindert fort und behindert massiv humane Hilfe. Dem Westen und Russland gehen die konventionellen Kriegsmittel aus, alle verschulden sich so sehr, dass dies nie mehr korrigiert werden kann. Das Eingemachte wird gerade aufgebraucht, und wenn dies alle ist, wird es richtig knallen, mit Oreshnik und Atom. Die Koalition der Willigen möchte das so, es war zu lange Frieden in Europa, der Krieg in Entwicklungsländern reicht nicht mehr, um den Tiger satt zu bekommen. Mit Trump, vdL, Netanjahu, Merz, Starmer, Selejskyj und Macron wird es keinerlei Entspannung geben. Es bleibt nur noch abzuwarten, wo etwas nicht zerstört wird. Sieger wird es nicht geben, die Verlierer werden sich den Rest der Asche teilen müssen.

    Antworten

  • KK
    4. Mai 2026 @ 17:18

    Man könnte es statt Piraterie auch Terrorismus nennen… das macht der Wertewesten doch so gern, wenn Gewalt gegen ihn selbst eingesetzt wird!

    Antworten

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    05.05.2026

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    05.05.2026

    Die Öffnung der Straße von Hormuz   Ein erstes deutsches Kriegsschiff bricht ins Mittelmeer auf, um sich für einen Einsatz in der Straße von Hormuz bereitzuhalten. Unterdessen lösen die USA mit einem Versuch, die Blockade des Seeweges zu brechen, neue Kampfhandlungen aus.

    german-foreign-policy.com, 5. Mai 2026, 7:15 Uhr

    BERLIN/TEHERAN/WASHINGTON (Eigener Bericht) – Ein erstes Schiff der deutschen Marine ist ins Mittelmeer aufgebrochen und soll sich dort für einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormuz bereithalten. Das Minenjagdboot Fulda verließ am gestrigen Montag den Marinehafen in Kiel; sollte es zu einem verlässlichen Ende des Iran-Kriegs kommen, dann kann es in kürzester Zeit in der Meerenge am Eingang zum Persischen Golf eingesetzt werden, um dort womöglich von Iran gelegte Minen zu entfernen. Das soll im Rahmen eines von Frankreich und Großbritannien geführten Einsatzes geschehen, der von beiden Staaten seit Mitte März vorbereitet wird, zuletzt mit einer politischen Konferenz am 17. April in Paris, anschließend mit einer Konferenz von Militärplanern am 22./23. April in London. Das Bundesverteidigungsministerium zieht außerdem den Tender Mosel aus dem Einsatz der NATO zur Flüchtlingsabwehr in der Ägäis ab, um ihn der Fulda jetzt als Versorgungsschiff zur Seite zu stellen. Unterdessen führt ein Versuch der Trump-Administration, die Straße von Hormuz mit militärischen Mitteln für Handelsschiffe zu öffnen, wie weithin erwartet zu einem Wiederaufflackern der Kampfhandlungen am Persischen Golf.


    Zitat: Unter französisch-britischer Führung

    Die aktuellen Planungen für einen Militäreinsatz in der Straße von Hormuz sind seit Mitte März führend von Frankreich und Großbritannien vorangetrieben worden.[1] Ziel ist es, nach einem dauerhaften und verlässlichen Ende der Kampfhandlungen den Schiffsverkehr durch die Meerenge wieder in Gang zu bringen. Dazu sollen einerseits Minen beseitigt werden, von denen angenommen wird, dass Iran sie in einem Teil des Seeweges platziert hat. Andererseits sollen Kriegsschiffe Tanker und Containerschiffe durch die Straße von Hormuz begleiten. Dies gilt als hilfreich, um dort die Sicherheit zu gewährleisten, um den Crews wie auch den Reedern den Rücken zu stärken und um Schiffsversicherer zu einer Senkung ihrer Policen zu veranlassen. Zuletzt fanden in Paris und London zwei internationale Koordinierungstreffen statt. Am 17. April trafen in Paris Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Großbritanniens Premierminister Keir Starmer, Bundeskanzler Friedrich Merz und Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni zusammen, um die Pläne gemeinsam mit online zugeschalteten Vertretern von rund vier Dutzend weiteren Staaten zu besprechen. Am 22./23. April folgte ein Treffen in London, auf dem Militärplaner aus mehr als 40 Ländern in Betracht gezogene Operationen im Detail diskutierten.[2] Die Gespräche seien erfolgreich gewesen, hieß es.


    Zur Beteiligung bereit

    Für Deutschland, das sich zunächst von den Planungen demonstrativ ferngehalten hatte (german-foreign-policy.com berichtete [3]), hat Bundeskanzler Merz am 17. April offiziell eine Beteiligung an einem etwaigen Einsatz zugesagt. Merz erklärte, Berlin unterstütze nicht nur „die laufenden Bemühungen um eine schnelle diplomatische Verständigung“ zwischen den USA und Iran.[4] Man sei durchaus auch „bereit, einen deutschen Beitrag zur Sicherung der freien Schifffahrt in der Straße von Hormus zu leisten“ – dies aber erst, wie es die französisch-britischen Planungen vorsehen, „nach Ende der Kampfhandlungen“. Merz hob zusätzlich hervor, dazu sei „eine sichere Rechtsgrundlage“ erforderlich, „etwa in Form einer Resolution des Sicherheitsrats“ der Vereinten Nationen. Notwendig sei außerdem „ein tragfähiges militärisches Konzept“. Im Unterschied insbesondere zu Frankreich beharrte der Bundeskanzler darauf, er halte die Einbindung der USA – also einer der Kriegsparteien – in den Einsatz für „wünschenswert“. Konkret stellte Merz eine Mitwirkung der deutschen Marine „in der Minenräumung“ sowie „in der Seeaufklärung“ in Aussicht. Minenräumen ist einer der Einsatzbereiche, in denen die deutsche Marine über auch international gesuchte Fähigkeiten verfügt.


    Erste konkrete Schritte

    Das Bundesverteidigungsministerium hat inzwischen erste konkrete Schritte eingeleitet. Am gestrigen Montag hat das Minenjagdboot Fulda den Marinehafen in Kiel verlassen und ist ins Mittelmeer aufgebrochen. Dort soll es – noch in sicherer Entfernung zum Kriegsschauplatz am Persischen Golf – bereitgehalten werden, um im Falle eines verlässlichen Kriegsendes so rasch wie möglich an der Straße von Hormuz eintreffen zu können. Die Fulda verfügt über spezielle Technologie, um Minen auffinden und unschädlich machen zu können, darunter die Unterwasserdrohne SeaCat, die laut Angaben der Marine „mit hochmodernen Sonargeräten zur Detektion und Identifikation von Unterwasserkontakten“ ausgestattet ist.[5] Unter den 40 Marinesoldaten, die mit der Fulda ins Mittelmeer aufgebrochen sind, befinden sich mehrere spezialisierte Minentaucher, die ebenfalls jederzeit zum Einsatz kommen können.[6] Wie das Verteidigungsministerium mitteilt, wird außerdem schon in wenigen Tagen der Tender Mosel, der aktuell im Rahmen der NATO-Flüchtlingsabwehr in der Ägäis eingesetzt ist, sich aus diesem Einsatz entfernen und sich bereithalten, um als Begleitschiff der Fulda bei Bedarf zur Straße von Hormuz aufbrechen zu können.[7] Die Mosel kann als Versorgungsschiff für die Bereitstellung etwa von Proviant, Kraftstoffen oder Munition eingesetzt werden.


    „Die Straße bleibt geschlossen“

    Während am gestrigen Montag das Minenjagdboot Fulda mit Kurs auf das Mittelmeer Kiel verließ, hat ein Versuch der Trump-Administration, die Straße von Hormuz mit militärischen Mitteln für Handelsschiffe zu öffnen, wie zu erwarten zu einem Wiederaufflackern der Kampfhandlungen am Persischen Golf geführt. US-Präsident Donald Trump hatte behauptet, die Vereinigten Staaten würden ab Montag Handelsschiffe durch die Straße von Hormuz „leiten“. Details blieben weitgehend unklar. Iran kündigte an, Durchfahrten von Schiffen, die nicht mit Teheran abgestimmt seien, zu unterbinden. Aus der Schifffahrtsbranche war ganz überwiegend zu hören, man sei nicht bereit, das Leben der Besatzungen aufs Spiel zu setzen, und werde daher an dem Trump’schen Vorstoß nicht teilnehmen. So erklärte die Reederei Hapag-Lloyd, für ihre Schiffe bleibe die Straße von Hormuz „geschlossen“. Ein Sprecher der International Chamber of Shipping stellte fest, brauchbare Pläne müssten „auf koordinierte und transparente Weise“ umgesetzt werden; dies sei bei der US-Maßnahme nicht gegeben.[8] Beim Baltic and International Maritime Council hieß es, eine sichere Durchfahrt sei nur möglich, sofern dazu Absprachen mit Iran getroffen würden. Lediglich die dänische Reederei Maersk war bereit, eines ihrer Schiffe unter US-Flagge durch die Meerenge geleiten zu lassen.


    Erneuter Beschuss

    Iran reagierte mit dem Beschuss der Handelsschiffe und vor allem der Kriegsschiffe, die sie begleiteten. Diverse Drohnen und Raketen konnten abgewehrt werden. Getroffen wurden ein Tankschiff des staatlichen Ölkonzerns Adnoc aus Abu Dhabi sowie eine Ölanlage im Hafen von Fujairah – zwei emiratische Ziele also. Unklar ist, ob das Tankschiff ebenfalls versuchte, die Straße von Hormuz zu durchqueren. Klar ist allerdings, dass die Vereinigten Arabischen Emirate begonnen haben, nicht mehr auf ein gemeinsames Vorgehen mit den anderen Staaten der Arabischen Halbinsel zu orientieren, sondern stattdessen immer intensiver mit den USA und Israel zu kooperieren. Das hat Konsequenzen auch für Deutschland; german-foreign-policy.com berichtet in Kürze. Davon unabhängig erklärte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Montag, der einzige Ausweg bestehe darin, dass die Trump-Administration ihre Blockade der iranischen Häfen beende und sich mit Teheran über die schnelle Öffnung der Straße von Hormuz abstimme: „Wir wünschen uns“, bekräftigte Macron, „eine abgestimmte Wiederöffnung zwischen Iran und den Vereinigten Staaten.“[9] Dazu ist Washington aktuell aber offenkundig noch nicht bereit.

     

    [1] S. dazu Marinepläne für Mittelost.

    [2] George Lithgow: UK hosts positive talks on Strait of Hormuz mission: ‘Millions are looking to our leaders, we can’t let them down’. independent.co.uk 23.04.2026.

    [3] S. dazu Marinepläne für Mittelost.

    [4] Für Stabilität im Nahen Osten. bundesregierung.de 17.04.2026.

    [5] Christina Moritz: In Warteposition für gefährliche Mission: Das Minenjagdboot „Fulda“. bundeswehr.de 04.05.2026.

    [6] Jennifer Bruhn: Von Kiel in die Straße von Hormus? Minenjagdboot hat Hafen verlassen. ndr.de 04.05.2026.

    [7] Frank Specht: Marine zieht für Hormus Schiff aus Nato-Mission ab. handelsblatt.com 04.05.2026.

    [8] Peter Eavis, Gregory Schmidt: Shipping firms are left guessing by confusion in the Strait of Hormuz. nytimes.com 04.05.2026.

    [9] Friederike Böge, Michaela Wiegel: Militärische Machtprobe. Frankfurter Allgemeine Zeitung 05.05.2026.


    Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10391


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    04.05.2026

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    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    04.05.2026

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    04.05.2026

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    04.05.2026

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    04.05.2026

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    04.05.2026

    DRÜCK  AB  bzw. DRÜCK  DICH
    1x Satire und 1x Realsatire

    Screenshot_2026_05_05_at_00_17_36_FAZ_04.05.2026_S._1.pdf


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    04.05.2026

    Erklärung zur Absage US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland zu stationieren

    aus e-mail von  Nie wieder Krieg!<newsletter@nie-wieder-krieg.org>, 4. Mai 2026, 10:33 Uhr

    ­
    ­
    Erklärung der Initiative 'Nie wieder Krieg - Die Waffen nieder'

    Der deutsche Militarismus jubelt!
    Er nutzt die Absage, US-Mittelstreckenraketen in Deutschland zu stationieren, dazu, die
     Hochrüstung und Anschaffung von Angriffswaffen für die Bundeswehr und die
    Militarisierung der Gesellschaft zu forcieren
    Die Initiative „Nie wieder Krieg – die Waffen nieder“ begrüßt es sehr, dass die US-Regierung auf die Stationierung weitreichender Mittelstreckenwaffen in Deutschland verzichten will. Als Initiatorinnen und Initiatoren des „Berliner Appell“, der genau dies fordert und unter den bundesweit seit seiner Präsentation am 3.10.2024 ca. 100.000 Unterschriften gesammelt wurden, sind wir darüber erleichtert. Denn durch die Bekanntgabe der Entscheidung der US-Regierung, Waffen in Deutschland nicht aufzustellen, mit denen sie das russische Hinterland mit präzisen Erstschlagwaffen treffen und die Hyperschallwaffe Dark Eagle als Enthauptungsschlagwaffe einsetzen können, wird die Spannung gegenüber Russland nicht noch weiter erhöht. Damit reduziert sich auch die Gefahr von russischen Präventiv- oder Gegenschlägen auf Deutschland gewaltig.

    Umso mehr empört es uns, dass an der bundesdeutschen Aufrüstung interessierte Kreise nach dieser Ankündigung der US-Regierung dafür plädieren, die hierzulande seit langem gehegten Ambitionen, in eigener Regie Mittelstreckenwaffen in Deutschland zu stationieren, um russisches Hinterland ins Visier zu nehmen, zu beschleunigen. Das betrifft die bisherige Planung, ab 2029 in den USA für die Bundeswehr 400 Marschflugkörper des Typs Tomahawk (Reichweite 1.600 km) zu kaufen, um sie von deutschen Territorium oder von Fregatten aus gegen gehärtete Ziele im russischen Hinterland abzufeuern, sowie das Vorhaben, eine europäische Mittelstreckenwaffe (ELSA, Reichweite über 2.000 km) zu entwickeln.
    Wenn das damit begründet wird, dadurch eine angebliche Fähigkeitslücke bei land- und seebasierten Mittelstreckenwaffen gegenüber Russland auszugleichen, wird außer Acht gelassen, dass das gesamte Kräfteverhältnis zwischen Russland und der NATO in Rechnung gestellt werden muss. Allein die europäischen NATO-Staaten – ohne die USA – verfügen über mehr als doppelt so viele Kampfpanzer und Kampfflugzeuge wie Russland und schicken sich an, ihre Militärhaushalte drastisch zu erhöhen, während Russland seine Militärausgaben in diesem Jahr senken will. Wir erinnern daran, dass zum Einmaleins der erfolgreichen Kriegsführung gehört, dass die angreifende Seite über eine dreifache Überlegenheit verfügen muss, wenn sie im Krieg siegen will. Davon ist Russland sehr weit entfernt und eine Absicht, diese Überlegenheit erreichen zu wollen, ist nicht erkennbar.
    Wir begrüßen es ebenso, dass die USA Truppenkontingente aus Deutschland abziehen wollen, wenden uns aber dagegen, dass dies dazu benutzt wird, die beispiellose deutsche Aufrüstung noch zu beschleunigen. Wir lehnen das Vorhaben der neuen deutschen Militärstrategie ab, wonach Deutschland zur Führungsnation der NATO in Europa und die Bundeswehr zur stärksten konventionellen Armee in Europa wird. Denn nach wie vor ist es die durch Grundgesetz und 2plus4 Vertrag festgelegte Aufgabe der Bundeswehr, eine Verteidigungsarmee zu sein. Weder Europa noch wir brauchen eine neue deutsche Militärmacht.
    Wir fordern:

    • Keine Mittelstreckenwaffen auf deutschem Boden!
    • die Abrüstung der Bundeswehr, wodurch die Wehrpflicht hinfällig ist und der Sozialbbau verhindert wird
    • den diplomatischen Einsatz der Bundesregierung zur Beendigung des Ukrainekriegs mit dem Ziel, eine stabile europäische Friedensordnung zu erzielen, die gleiche Sicherheit für alle Seiten gewährleistet

    Es ist an der Zeit, widerständig zu werden!Beteiligt euch an den Demonstrationen am 3. Oktober in Berlin und Stuttgart!
    Wir brauchen Friedensfähigkeit statt Kriegstüchtigkeit!
    Initiative ‚Nie wieder Krieg – Die Waffen nieder‘

    Yusuf As, Wiebke Diehl, Julian Eder, Ulrike Eifler, Andreas Grünwald, Joachim Guilliard, Rita-Sybille Heinrich, Lühr Henken, Andrea Hornung, Jutta Kausch-Henken, Ralf Krämer
    (04.05.2026)

    Erklärung als PDF downloaden:https://nie-wieder-krieg.org/wp-content/uploads/2026/05/Erklaerung-NWK-4-5-2026.pdf 
    Erklärung auf der Webseite lesen:https://nie-wieder-krieg.org/2026/05/04/der-deutsche-militarismus-jubelt/
    ***

    Kontakt:
    mail@nie-wieder-krieg.org 
    Zum Abbestellen hier klick

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    04.05.2026

    Interview mit Stefan Seidel: „Durch diese Risse dringt der Frieden“

    Liebe VB-Mitglieder,


    beiliegend sende ich ich euch ein

    lesenswertes Interview.


    Mit lieben Grüßen


    Clemens


    -----


    Interview

    „Durch diese Risse

    dringt der Frieden“


    In seinem jüngst erschienenen Buch „Entfeindet euch! Auswege aus Spaltung und

    Gewalt“ geht Stefan Seidel der Frage nach, wie der aktuell konfliktgeladenen Welt

    mit einer radikal anderen Logik begegnet werden kann. 


    Dabei ruft er dazu auf, die Bergpredigt Jesu ernst zu nehmen. 

    Ein Gespräch über die Einschränkung von Eskalationsdynamiken, Entfeindung und 

    das Einstehen für Frieden.


    --------------------------------------------------------------

    Clemens Ronnefeldt
    Referent für Friedensfragen beim deutschen 
    Zweig des internationalen Versöhnungsbundes
    A.-v.-Humboldt-Weg 8a
    85354 Freising

    Screenshot_2026_05_04_at_11_25_10_WUB_Beitragsseite_2022_56_59_Interview_Seidel.pdf


    Screenshot_2026_05_04_at_11_25_32_WUB_Beitragsseite_2022_56_59_Interview_Seidel.pdf


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    04.05.2026

    Nachrichten von Pressenza: US-Nein zu neuen Mittelstreckenwaffen: Erfolg der Friedensbewegung – doch die Multi-Domain Task Force bleibt aktuell

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 4. Mai 2026, 7:15 Uhr

    Nachrichten von Pressenza - 04.05.2026
    US-Nein zu neuen Mittelstreckenwaffen: Erfolg der Friedensbewegung – doch die Multi-Domain Task Force bleibt aktuellPressenza Berlin
    Pressenza
    Zu den emotionalen Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump, die Truppenstärke der US-Army in Deutschland zu reduzieren und die geplante Stationierung von Mittelstreckenraketen in Grafenwöhr zurückzunehmen, erklären die Mitinitiatoren des Berliner Appells „Wir sagen Nein zur Aufstellung neuer Mittelstreckenraketen in Deutschland!“…
    Frieden und Abrüstung, International, Politik, Pressemitteilungen
    Mapping Militarism 2026: Interaktive Karten zu Krieg, Aufrüstung und FriedensschrittenWorld Beyond War
    Pressenza
    Heute haben wir die jährliche Aktualisierung von „Mapping Militarism” veröffentlicht, unserer Sammlung von Weltkarten, die Trends in Bezug auf Krieg und Frieden veranschaulichen. Jede Karte ist als interaktiver, drehbarer Globus angelegt. Wenn man auf ein Land klickt, erhält man weitere…
    Frieden und Abrüstung, Internationale Angelegenheiten, Nordamerika
    Kapitalismus und Krieg oder: Welches System benötigt der Frieden?Pressenza Hannover, Klaus Moegling
    Pressenza
    Lange Zeit war das Wort ‚Kapitalismus‘ tabu. Mit der Übernahme der US-Regierungsverantwortung durch Multimillionäre und Milliardäre ist es nun in aller Munde. Doch über ‚Kapitalismus und Krieg‘ gibt es nur wenige systematische Analysen. Von Klaus Moegling  Kapitalismus – in wenigen…
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