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23.10.2022

Die Welt darf nicht ohne US-Führung bleiben

Mit diesen Worten beschwört US-Außenminister Antony Blinken den Erhalt der bröckelnden US-Führungsmacht. Aber ist die Abwendung von der "regel-basierten Ordnung" des US-Alleinherrschers womöglich ein Schritt in den (chinesischen) Abgrund?


Die Welt darf nicht ohne US-Führung bleiben


Quelle: www.globallookpress.com © IMAGO/Irmantas Gelunas


Man dürfe nicht zulassen, dass die Welt ohne die Führung der USA bleibe, erklärte US-Außenminister Antony Blinken bei einer Veranstaltung an der US-Elite-Universität Stanford am 17. Oktober. Gemeinsam mit seiner Amtsvorgängerin, Ex-Außenministerin Condoleezza Rice, sprach er über die zukünftige Entwicklung und Bedeutung von Technologie, Diplomatie und nationaler Sicherheit und in diesem Zusammenhang ausgiebig über die Rolle Chinas. Unter anderem sagte Blinken:

"Rundum stehen wir in einem Wettrennen (mit China), um – wie ich bereits aus unserer Perspektive erklärte – die Ära zu gestalten, die auf die Post-Kalte-Krieg-Periode als nächstes folgt. Wie wird diese Zeit aussehen? Wessen Werte werden widergespiegelt werden? Wir haben eine einfache Entscheidung, denn die Welt organisiert sich nicht von selbst. Die USA haben die Wahl. Wenn wir uns an der Organisation nicht beteiligen und keine Führungsrolle übernehmen, bedeutet das eins von beiden: Entweder sie (die Welt) wird von jemand anderem übernommen, vielleicht von China, und zwar nicht in einer Weise, die voll und ganz mit unseren Interessen und Werten übereinstimmt, oder – was genau so schlimm ist – niemand tut es, dann entsteht ein Vakuum, das eher von schlechten Dingen gefüllt wird als mit guten."

Hier haben wir sie wieder, die unausstehliche US-amerikanische Selbstverherrlichung, dass nur und ausschließlich die USA das Wahre, Gute und Schöne verkörpern und sich die US-Oligarchen selbstlos aufopfern, den Rest der Welt mit Gaben zu beglücken, wenn nötig mit Bomben und Granaten, mit Sanktionen und Hungersnöten, mit Millionen Toten und noch mehr Verletzten und Flüchtlingen. Aber die Länder der Welt haben längst hinter die glitzernde Kulisse der US-Oligarchen-Demokratur geschaut, erkannt, dass die politische Kaste sich einen feuchten Dreck um die existenziell notwendigen, täglichen Bedürfnisse der Masse der eigenen US-Bevölkerung kümmert, zugleich aber dem Rest der Welt Demokratie und Prosperität vorgaukelt.


"Europa wird immer noch vom Neokolonialismus angetrieben" – MEP entlarvt Borrells "Garten"





"Europa wird immer noch vom Neokolonialismus angetrieben" – MEP entlarvt Borrells "Garten"





Was der neo-liberale Kriegstreiber Blinken in Stanford akademisch verklausuliert aufgetischt hat, wird in den letzten Jahren von westlichen US-Vasallen in Politik, Medien und Wissenschaft vermehrt als warnende Frage in die Länder der sogenannten Dritten Welt getragen; ob nämlich der lang ersehnte, jetzt von China und Russland ermöglichte, vermeintlich befreiende Schritt nach vorn, weg von der ordnenden Pax Americana des US-Alleinherrschers und hin zu einer multipolaren Weltordnung, nicht womöglich ein Schritt in den Abgrund ist?

Dieses Schreckensbild wird von den Vertretern und Profiteuren der im Westen immer noch tonangebenden, aber absterbenden neo-liberalen Ordnung propagiert. Aber welche Alternative kann eine multi-laterale, von BRICS-Staaten geführte neu Ordnung gegenüber der kriminellen, US-geführten US-Kriegs- und Chaosversion bieten? Kann es für die Länder der Welt überhaupt schlimmer werden als die angeblich "regel-basierte Ordnung" der USA und ihrer Vasallen, die stets und überall auf Konfrontationskurs gegen alle Länder gehen, die sich der Ausbeuterordnung der Imperialisten nicht unterwerfen.

Eine Ahnung von der im Entstehen begriffenen, multilateralen Weltordnung bietet die Struktur der von China gegründeten und insbesondere von den BRICS-Staaten unterstützten Asiatischen Infrastruktur- und Investitionsbank (AIIB).

Ein erklärtes Ziel dieser Entwicklungsbank ist es, die bis dahin weltweit allein geltenden, von den USA und ihren neo-liberalen Verbündeten aufgestellten Regeln der globalen Entwicklungsfinanzierung, d. h. den Washingtoner Konsens, auszuhebeln.

Wenn die US-geführte Weltbank z. B. in Afrika eine Wasseraufbereitungsanlage finanziert, dann muss sich das betroffene Land dazu verpflichten, weitere wirtschaftliche "Reformen" in Richtung Marktwirtschaft und Deregulierungen der Wirtschaft durchzusetzen, u. a. den Abbau von Schutzzöllen und Subventionen zur Entwicklung der eigenen Wirtschaft, die Öffnung der eigenen Wirtschaft zur Ausbeutung durch westliche Raubtier-Konzerne, den Abbau von Arbeitsschutz und Kürzung sozialer Sicherungsmaßnahmen, usw.


Zugleich besteht die Weltbank in der Regel darauf, dass die zu neue oder die zu modernisierende Wasseraufbereitungsanlage marktwirtschaftlich arbeitet und profitabel ist und deshalb privatisiert werden muss. Das bedeutet, dass die Anlage in dem Entwicklungsland an den Meistbietenden, in der Regel an einen westlichen Konzern, für 'n Appel und 'n Ei verhökert wird.


Für die profitorientierten Wasserkonzerne muss der Preis für sauberes Wasser natürlich erhöht werden, selbst wenn dadurch ein Großteil der armen Bevölkerung von der Versorgung mit sauberem Wasser ausgeschlossen wird. Davon sind nicht nur die Entwicklungsländer betroffen, sondern auch die Armenviertel in den reichen und angeblich hochentwickelten Oligarchen-Demokraturen des Westens, vor allem in den USA.


In vielen Ländern dominieren private Monopole inzwischen den Bereich der einstmals sozialen ausgerichteten öffentliche Dienstleistungen. Wer nicht zahlen kann, bleibt von der Versorgung ausgeschlossen. Selbstredend sind dadurch mehr Krankheiten und Epidemien und insbesondere eine höhere Kindersterblichkeit vorprogrammiert. Aber für Freiheit und Markwirtschaft müssen schließlich Opfer gebracht werden, wie wir alle aus den unzähligen Propagandareden westlichen Eliten in Politik und Medien wissen!


Wie kann China auf die neue US-Strategie reagieren?





Analyse

Wie kann China auf die neue US-Strategie reagieren?






Es ist die von den USA und ihren Vasallen kontrollierte Weltbank, die im Verein mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF), für die westlichen Konzerne den Weg freiräumt, um die Länder der Dritten Welt auszuplündern. Die dabei angewandte, neo-koloniale Methode stellt eine raffinierte Verfeinerung, aber nicht weniger brutale Abwandlung des alten Kolonialismus ist. Im Unterschied zu früher ersetzen heute in der Regel Finanz-Instrumente die Kanonen, obwohl auch die immer wieder zum Einsatz kommen, um den Forderungen der westlichen "regel-basierten Ordnung" Nachdruck zu verleihen.


Die Asiatische Infrastruktur- und Investitionsbank (AIIB) arbeitet ganz anders. An ihre Kreditvergabe knüpft sie keine ideologischen oder politischen Vorleistungen der Entwicklungsländer. Die souveräne Regierung eines jeden Landes entscheidet selbst. Einzige Bedingungen sind

a) Transparenz, also öffentliche Kontrolle zur Vermeidung von Korruption, und b) die finanzierten Projekte müssen umweltverträglich sein.


Politische oder andere Bedingungen im Stil des Washingtoner Konsens sind bei der neuen von China gegründeten AIIB-Entwicklungsbank vom Tisch. Wir notieren, dass sie Privatisierung von staatlichen oder genossenschaftlichen Unternehmen keine Vorbedingung für einen Kredit ist. Auch die Abschaffung oder Abschwächung von wirtschaftspolitischen Maßnahmen zum Schutz und zur Entwicklung der heimischen Wirtschaft ist keine Vorbedingung der AIIB.


So ist es kein Wunder, dass die AIIB den neo-liberalen Globalisierern unter den westlichen Eliten ein großer Dorn im Auge ist. Denn die Regierungen in den Entwicklungsländern hatten plötzlich die Wahl, sich entweder für westliche Instituten wie die Weltbank, IWF und Asiatische Entwicklungsbank oder für die chinesische AIIB zu entscheiden. Da die Attraktivität der AIIB im Vergleich zu westlichen Institutionen klar war, galt ihr wirtschaftlicher Erfolg schon bei ihrer Gründung im Jahr 2015 als sichert, weshalb auch europäische Großbanken nicht abseitsstehen wollten. Die meisten westlichen Staaten, einschließlich Frankreich und Deutschland, und sogar England beeilten sich, Mitglied dieser chinesischen Entwicklungsbank zu werden, obwohl Washington vor diesem Schritt nachdrücklich(!) abgeraten hatte.


Nachdem die AIIB 2016 ihre Tätigkeit aufgenommen hatte, entwickelte sie sich schnell zu einem wichtigen Akteur in der globalen Finanzwelt. Anfang 2021 hatte sie bereits 102 zugelassene Mitgliedsstaaten. Die Teilnahme der größeren Volkswirtschaften Europas als Gründungsmitglieder hatte sicher dazu beigetragen, dass die AIIB bei den global führenden Rating-Agenturen eine erstklassige Bonitätsbewertung von AAA bekam.


Eine Kunstwährung, die den Dollar verdrängen könnte





Analyse

Eine Kunstwährung, die den Dollar verdrängen könnte






Aber die AIIB war auch ein riesiger diplomatischer Triumph für China, das damit zeigte, dass es auch in der internationalen Wirtschaft eine andere Geschäftspolitik verfolgt als die Raubtier-Kapitalisten des Washingtoner Konsens, nämlich eine Win-win-Politik zum gegenseitigen Vorteil und zur gesellschaftlichen Entwicklung. Letzteres wird z. B. durch die beeindruckenden AIIB finanzierten Investitionen in Afrika, Asien und auch in Latein-Amerika in Projekte der Verkehrs- oder Gesundheits- und Sozialinfrastruktur belegt, z. B. Eisenbahnlinien, Krankenhäuser, Schulen, etc.


Zugleich spielt die chinesische Währung, der Yuan, bei der Finanzierung neuer Infrastrukturprojekte in den Entwicklungsländern den eben genannten Weltregionen eine immer größere Rolle und sie hat das Zeug, den Dollar im Handel mit diesen Regionen nach und nach weitgehend zu ersetzen.


Washington blieb im Abseits sitzen, sah aus der Ferne zu und schmollte. Zugleich musste es zusehen, wie weitere Pfeiler seiner "regel-basierten Ordnung" mehr und mehr zerbröseln. Jetzt, wo die AIIB fest etabliert ist, plant sie zunehmend, ihre eigene Kredit-Pipeline zu entwickeln mit dem Ziel, zur weltweit führenden Finanzinstitution für Infrastruktur zu werden. Ihre Standards werden in Zukunft in den Ländern der Dritten Welt fundamental wichtig sein, was für die Wall Street ein Dorn im Auge und vollkommen inakzeptabel ist.


Aber ohne Beachtung der AIIB-Standards werden die rein westlichen Finanzakteure in den Ländern der Drittenwelt immer mehr an Boden verlieren. Das ist der Grund, weshalb westliche Eliten in Politik und Medien dazu aufrufen, dass "Wir", also die USA und ihre Vasallen, den Chinesen nicht erlauben dürfen, in Industrie, Technik und Finanzen die Standards für die Märkte der Zukunft zu setzen. Denn das sind die Instrumente, die bisher die Ausbeutung der Welt durch den Westen erheblich erleichtert haben.


In der neuen Weltordnung zeigen Russlands Waffen nach Westen, seine Wirtschaft nach Osten




Analyse

In der neuen Weltordnung zeigen Russlands Waffen nach Westen, seine Wirtschaft nach Osten





Aber um die befürchte Dominanz chinesischer Standards auf den zukünftigen Märkten der Dritten Welt zu verhindern, sind den denkfaulen Eliten in Washington keine konstruktiven Lösungen eingefallen. Denn eine nachhaltige und breite Anhebung des wirtschaftlichen und technologische Niveaus, wäre nur durch eine Verbesserung des desaströsen Bildungsniveaus in den USA möglich. Das aber würde über mindestens eine Generation enorme politische, finanzielle uns soziale Anstrengungen verlangen, zu denen die parasitären Eliten in Washington nicht bereit sind.


Andererseits fehlt Washington auch die Bereitschaft zur diplomatischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Peking mit dem Ziel eines einvernehmlichen Miteinanders. Denn für die arroganten US-Eliten ist die Vorstellung, gegenüber den aus ihrer Sicht "unterentwickelten" Chinesen nicht als Führungsmacht diktieren zu können, sondern im kollegialen Miteinander zu zusammenarbeiten, vollkommen unakzeptabel.


Stattdessen hat Washington zu seinem bevorzugten, "altbewährten Rezept" im Umgang mit Staaten zurückgegriffen, die nicht gewillt sind, die Interessen Washingtons auf Kosten der eigenen zu bedienen, nämlich:


– Drohung mit Krieg,
– Verhängung von Wirtschaftssanktionen, um Chinas Entwicklung zu blockieren,
– Destabilisierungsversuche in Hongkong und Förderung der lokalen Unabhängigkeitsbewegung, was zu schweren Unruhen führte,


– schwere Provokationen Pekings in Bezug auf Taiwan; De-facto-Aufkündigung des US-China-Abkommens zur "Ein-China-Politik", in dem Washington ausdrücklich die Zugehörigkeit Taiwans zur Volksrepublik China anerkannt hat; massive Waffenlieferungen an Taiwan.


Ähnlich wie im blutigen Ukraine-Russland-Konflikt übt Washington derzeit auch massiven Druck auf seine europäischen Vasallen aus, die der US-Führungsmacht in ihrer Konfrontationspolitik gegen China zu folgen haben. Auch damit hat Washington bei den meisten deutschen Parteien Erfolg, vor allem bei der "grünen" US-Sekte. Denn aus deren Reihen haben sich bereits freiwillig viele "Selbstmord-Attentäter" gegen die deutsche Wirtschaft gemeldet.


Mehr zum Thema - China und Russland sind bereit für ein Ende der US-Dominanz auf globalen Finanzmärkten

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Info: https://meinungsfreiheit.rtde.life/meinung/152113-welt-darf-nicht-ohne-us


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

23.10.2022

wichtige Entwicklungen heute...

aus e-mail von Doris Pumphrey, vom 23. Oktober 2022, 23:49 Uhr


RT-Liveticker 23.10.2022

<https://meinungsfreiheit.rtde.life/international/131481-liveticker-ukraine-krieg-macron-sieht/>

19:39 Uhr

*Staatsduma-Abgeordneter Sluzki:

Selenskij Sätze über Schlag gegen russisches Entscheidungszentrum wie

eine Agonie*


Die Äußerungen des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij, im Falle

eines Angriffs auf Kiew das russische Entscheidungszentrum zu treffen,

klingen wie eine Agonie und ein Versuch, den Westen in Richtung Dritter

Weltkrieg zu drängen. Diese Meinung vertrat am Sonntag Leonid Sluzki,

Vorsitzender des Staatsduma-Ausschusses für internationale

Angelegenheiten. Auf seinem Telegram-Kanal schrieb

<https://t.me/slutsky_l/1415> Sluzki:

*/"Die Marionette Selenskij treibt seine westlichen Puppenspieler

unverhohlen in Richtung Dritter Weltkrieg."/

*

Er wies darauf hin, dass immer mehr Politiker, darunter auch hochrangige

US-Politiker wie der ehemalige US-Präsident Barack Obama sagen, dass ein

direkter Konflikt mit Russland nicht zugelassen werden könne. Auch die

Kritik an der militärischen und finanziellen Unterstützung der Ukraine

werde immer lauter. Sluzki betonte:

*/"Vor diesem Hintergrund klingen Selenskijs Anrufe wie eine Agonie und

eine Folge des 'Schocks' der bevorstehenden Erkenntnis des

bevorstehenden Scheiterns des Anti-Russland-Projekts."/

*

Er erinnerte daran, dass jede Aggression westlicher Länder gegen die

Atommacht Russland unweigerlich eine Antwort nach sich ziehen würde.

Sluzki bemerkte:

*/"Und dies wird bereits eine echte militärische Konfrontation mit

Moskau sein, die von den NATO-Ländern ausgelöst wird. Ich bin sicher,

dass sich der Westen dessen sehr wohl bewusst ist."/

*


https://meinungsfreiheit.rtde.life/international/152324-warnung-vor-ukrainischer-schmutziger-bombe/

23.10.22

*Warnung vor ukrainischer "Schmutziger Bombe" –

Schoigu telefoniert mit westlichen Amtskollegen


*Russland hat am Sonntag offiziell vor einer bevorstehenden nuklearen

Provokation in der Ukraine gewarnt. Vorliegenden Informationen, die als

zuverlässig eingestuft werden, zufolge plant Kiew einen nuklearen

Sprengsatz geringer Kraft auf seinem Gebiet zu zünden, um Russland zu

beschuldigen.


Russland verfügt über Informationen über eine unmittelbar bevorstehende

Zündung einer sogenannten "Schmutzigen Bombe" – eines nuklearen

Sprengsatzes geringer Masse – durch die Ukraine, und schätzt diese

Hinweise als zuverlässig ein. Darüber informierte Verteidigungsminister

Sergei Schoigu seine Amtskollegen aus Frankreich, der Türkei und

Großbritannien in mehreren am Sonntag geführten Telefonaten.


Schon am Sonntagmorgen hatte die Nachrichtenagentur /RIA Nowosti/

gemeldet <https://ria.ru/20221023/provokatsiya-1825967691.html>, dass

"glaubwürdigen Quellen in verschiedenen Ländern, darunter auch die

Ukraine" zufolge die ukrainische Regierung eine Provokation auf ihrem

Territorium vorbereitet, bei der eine sogenannte "Schmutzige Bombe",

eine Atomwaffe mit geringer Sprengkraft, gezündet werden soll. Ziel der

Provokation sei es, so die Meldung von /RIA Nowosti/ weiter, Russland

des Einsatzes von Massenvernichtungswaffen auf dem ukrainischen

Kriegsschauplatz zu beschuldigen und damit eine starke antirussische

Kampagne in der Welt in Gang zu setzen.


Aus voneinander unabhängigen Quellen sei bekannt, so die Meldung der

Nachrichtenagentur, dass Kiew bereits damit begonnen habe, diesen Plan

unter Anleitung westlicher Berater in die Praxis umzusetzen. Die Leitung

des Östlichen Bergbau- und Verarbeitungskombinats in der im Gebiet

Dnepropetrowsk liegenden Stadt Scholtye Wody sowie das Kiewer Institut

für Kernforschung seien mit der Herstellung der "schmutzigen Bombe"

beauftragt worden. Die Arbeiten daran sollen sich bereits im Endstadium

befinden oder schon abgeschlossen sein.


Gleichzeitig hätten Mitarbeiter des ukrainischen Präsidialamtes auf

Anweisung des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij vertrauliche

Kontakte zu Vertretern Großbritanniens aufgenommen, um die mögliche

Weitergabe von Kernwaffenkomponenten an die Kiewer Behörden zu erreichen.

Das Kalkül der Organisatoren der Provokation sei der russischen

Verlautbarung zufolge, dass im Falle eines Erfolgs die meisten Länder

extrem hart auf den "nuklearen Zwischenfall" in der Ukraine reagieren

werden. Infolgedessen würde Moskau die Unterstützung vieler wichtiger

Partner verlieren, während der Westen erneut versuchen würde, Russland

den Status als ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrats abzuerkennen

und die antirussische Rhetorik zu verstärken.

Wladimir Selenskij hatte bereits auf der Münchener Sicherheitskonferenz

Mitte Februar unter dem Beifall der Zuhörer angekündigt, die Ukraine

wolle den Status einer Nuklearmacht wiedererlangen, und damit einen der

Gründe für die militärische Sonderoperation Russlands geliefert. (...)



https://meinungsfreiheit.rtde.life/international/131481-liveticker-ukraine-krieg-ukraine-will/ 


17:24 Uhr

*Donald Trump: Ich hätte als Präsident die Krise in der Ukraine nicht

zugelassen*

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat verkündet, er hätte eine

Eskalation in der Ukraine nicht zugelassen, wenn er im Amt geblieben

wäre. Dies erklärte Trump bei einer Kundgebung vor Anhängern im

US-Bundesstaat Texas: /"Und jetzt haben wir (einen Konflikt - Anm. d.

Red.) … der theoretisch zu Hunderttausenden von Toten führen könnte, was

nicht einmal in einer Million Jahren passiert wäre, wenn ich Präsident

gewesen wäre."/

Trump fügte hinzu, dass auch "die Ölpreise niedrig gewesen wären".

Überdies unterstrich der Ex-Staatschef der USA, dass der russische

Präsident Wladimir Putin sich niemals auf eine Eskalation einlassen würde.



RT-Liveticker 23.10.2022

<https://meinungsfreiheit.rtde.life/international/131481-liveticker-ukraine-krieg-macron-sieht/>

22:20 Uhr

*Britischer Verteidigungsminister sichert Schoigu zu, dass Kiew nicht

eskalieren wird*


Die Behörden in Kiew hätten nicht die Absicht, den Konflikt in der

Ukraine zu eskalieren, sagte der britische Verteidigungsminister Ben

Wallace in einem Gespräch mit seinem russischen Amtskollegen Sergei

Schoigu, wie /RIA Nowosti/ meldet.

Der russische Verteidigungsminister hatte Wallace angerufen und ihm

seine Besorgnis mitgeteilt, Kiew könne möglicherweise eine Provokation

mit einer "Schmutzigen Bombe" verüben. Daraufhin habe der britische

Minister seinerseits diese Anschuldigungen zurückgewiesen und erklärt,

die Ukraine werde keine Maßnahmen ergreifen, die die Spannungen

verschärfen würden.

Ebenso teilte Wallace per Twitter mit, dass London bereit sei, zur

Lösung des Konflikts beizutragen: /"Der Verteidigungsminister

bekräftigte außerdem, dass das Vereinigte Königreich und die gesamte

internationale Gemeinschaft die Ukraine unterstützen und eine

Deeskalation des Konflikts anstreben. Die Ukraine und Russland sollten

eine Lösung für diesen Krieg suchen, und Großbritannien ist bereit,

dabei zu helfen."/


Schoigu hatte auch seine französischen und türkischen Amtskollegen

angerufen. Er übermittelte ihnen seine Besorgnis über mögliche

Provokationen Kiews. Der Minister erörterte auch die Lage in der Ukraine

mit Pentagon-Chef Lloyd Austin.

Austin habe im Gespräch mit Schoigu den Wert eines kontinuierlichen

Kontakts bekräftigt, so /RIA Nowosti/.



RT-Liveticker 23.10.2022

<https://meinungsfreiheit.rtde.life/international/131481-liveticker-ukraine-krieg-macron-sieht/>

20:18 Uhr

*Macron sieht Aussicht auf eine friedliche Lösung des Konflikts in der

Ukraine*


Der französische Präsident Emmanuel Macron scheint eine Perspektive für

eine friedliche Lösung des Ukraine-Konflikts nicht auszuschließen. Dabei

sieht er offenbar die Ukraine am Zug, wie /TASS/ berichtet

<https://tass.ru/mezhdunarodnaya-panorama/16132849>.

"Die Aussicht auf Frieden besteht", habe Macron am Sonntag in Rom auf

dem internationalen Forum "Appell für den Frieden", das von der

katholischen "Gemeinschaft Sant’Egidio" organisiert wurde, geäußert. Der

französische Staatschef habe die Ansicht vertreten, dass ein Frieden

möglich sei, "wenn die Ukraine zu einer solchen Entscheidung kommt".

Gleichzeitig wies er darauf hin, dass es notwendig sei, den Dialog mit

beiden Seiten fortzusetzen. "Ich habe nie aufgehört, mit dem russischen

Präsidenten Wladimir Putin zu sprechen", so Macron.


RT-Liveticker 23.10.2022

<https://meinungsfreiheit.rtde.life/international/131481-liveticker-ukraine-krieg-macron-sieht/>

18:56 Uhr

*Russisches Verteidigungsministerium meldet Gespräch von Schoigu auch

mit US-Amtskollegen*

Der russische Verteidigungsminister Sergei Shoigu hat nach Angaben

seines Ressorts am 23. Oktober auch seinen US-Kollegen Lloyd Austin

kontaktiert. Die beiden Seiten hätten den Ukraine-Konflikt besprochen,

so das russische Ministerium. Schoigu und Austin telefonierten zum

zweiten Mal innerhalb von drei Tagen. (…)

22.10.2022

Antisemitismus- und Rechtsvorwurf sind selber faschistoid


Israelkritik per se ist kein Antisemitismus.
Auch Zionismuskritik nicht. Denn Judentum,
Zionismus und Israel sind als Kategorien
auseinanderzuhalten. Wenn man also die
Kritik an Israel als antisemitisch markiert,
begeht man nicht nur eine Begriffsverfehlung,
sondern ignoriert auch die Tatsache, dass viele
Juden sich längst nicht mehr mit dem Staat
Israel solidarisieren können und meinen,
gegebenenfalls den Zionismus insgesamt
hinterfragen zu sollen.
Moshe Zuckermann


Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Gerade die Menschen, die die Covid-Politik kritisiert haben, kennen ihn nur zu gut: den Antisemitismusvorwurf. Er könnte – man muss es so klar sagen – leidlicher nicht sein, lautet er doch, man mache sich mit Nazis, Antisemiten und Rechtsradikalen gemein oder sei gar selber einer, wenn man das Corona-Narrativ in Frage stellt.


Selbst so jemand wie Nena blieb von diesem vielleicht extremsten aller möglichen Anwürfe nicht verschont. Dabei hatte sie sich Ende März 2021 lediglich mit einem «Danke Kassel» mit denen solidarisch gezeigt, die in der hessischen Stadt gegen die Lockdown-Massnahmen protestiert hatten. Absurder geht es kaum, kann man da nur beklagen. Das betonte auch das Management des Superstars:

«Nena hat sich bei den Menschen in Kassel bedankt, die mit der derzeitigen Politik und den unmenschlichen Zuständen, die hier herrschen, nicht einverstanden sind und dafür auf der Strasse waren. Die Behauptung, Nena würde sich mit ‹Chaoten› und ‹Rechten› gemeinmachen, ist absurd und ein Schlag ins Gesicht der Tausenden friedlichen Menschen, die dort demonstriert haben.»


Quelle: welt.de

Absurder könnte dieser Anwurf deshalb kaum sein, weil von Beginn an klar war, dass die Gemeinde der Kritiker der Corona-Politik zum ganz überwiegenden Teil überhaupt nicht in der rechten bzw. rechtsextremen Ecke zu verorten ist. Dies zeigten einem nicht nur die unzähligen persönlichen Begegnungen mit Menschen aus dieser «Szene».


Auch hatten Rechtsextreme sogar nach Einschätzung des deutschen Verfassungsschutzes(!) keinen prägenden Einfluss auf die erste Grossdemo in Berlin Anfang August 2020. Darüber berichtete kurz nach den Megaprotesten in der Bundeshauptstadt sogar ein so «etabliertes» Medium wie die FAZ. Und trotzdem wird der Vorwurf immer noch hervorgeholt ...


Quelle: faz.net

Von diesem Antisemitismusanwurf sind leider auch bei weitem nicht «nur» die Kritiker der Corona-Politik betroffen. Aktuell ereilt dieser die französische Schriftstellerin Annie Ernaux, die kürzlich mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde. Der eingangs zitierte Moshe Zuckermann, der als Sohn polnisch-jüdischer Holocaust-Überlebender in Tel Aviv aufwuchs und dort am Institute for the History and Philosophy of Science and Ideas lehrte und das Institut für deutsche Geschichte leitete, kommentiert dazu in einem aktuellen Beitrag für das Overton-Magazin:

«Da war er wieder, der pawlowsche Reflex. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, reagierte ‹verstört› auf die Vergabe des Literaturnobelpreises an die französische Schriftstellerin Annie Ernaux: Die Auszeichnung sei ‹ein Rückschlag für den weltweiten Kampf gegen Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit› … Es ist, offen gestanden, ermüdend, auf derlei Automatismen immer wieder reagieren zu müssen. Denn mit rationalen Argumenten ist solchen politischen Indignationen nicht beizukommen.

Eingefleischte Vorurteile und damit einhergehende Ideogiebildungen lassen sich nicht leicht überwinden, weder von ihren Trägern noch von der öffentlichen Sphäre, die sie rezipiert und sich zu eigen gemacht hat.

Israelkritik per se ist kein Antisemitismus. Wenn man also die Kritik an Israel als antisemitisch markiert, begeht man … eine Begriffsverfehlung … Das bedeutet nicht, dass ein Israelkritiker nicht auch Antisemit sein kann. Aber wenn er es ist, muss man ihm das nachweisen können, etwa, wenn er ‹Juden› abstrahiert und alle Juden in Beschlag nimmt für seine israelkritische Argumentation.

Ist das der Fall bei Annie Ernaux? Wenn Josef Schuster das nicht nachweisen kann und dennoch auf die Verunglimpfung der Schriftstellerin beharrt, wird er sich sagen lassen müssen, dass er ob seiner Israelapologie (denn das ist es ja, was er mutatis mutandis betreibt) als zionistischer Faschist angesehen werden kann, dessen Argumentation der von in Israel parlamentarisch wie öffentlich agierenden Faschisten gleicht ...

Mit Antisemitismusbekämpfung haben die Praktiken von Josef Schuster und Gleichgesinnten nichts zu tun. Und wenn der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland meint, das literarische Werk der französischen Autorin nicht beurteilen zu können oder zu wollen, dann soll er lieber schweigen.»


Quelle: overton-magazin.de

Mit diesem Antisemitismusanwurf geht wohlgemerkt nicht nur eine völlig deplatzierte Verunglimpfung von Menschen einher. Es steckt viel mehr dahinter. Dies klingt auch in dem, was Zuckermann schreibt, schon durch: nämlich dass mit dem «Totschlagvorwurf», jemand oder eine Gruppse sei «antisemitisch» oder «rechts», Machtpolitik betrieben wird, die selbst faschistoide Züge aufweist und demokratische Strukturen (immer weiter) «zerhackstückt».

Ex-BILD-Chefredakteur Julian Reichtelt hat kürzlich auf diesen Punkt aufmerksam gemacht, und zwar in einem Video-Beitrag mit dem Titel «Die Regierung gibt nicht zu, was sie plant, aber es ist erschreckend!». Die Regierung wolle damit, so Reichelt, Folgendes erreichen:

«Wer nicht links ist, wer nicht linke Ansichten vertritt, soll sich nicht mehr trauen zu sprechen. Die Grünen geben diese Sprache vor. Und es geht hier nicht einfach um Worte. Es geht darum, über Sprache den Umbau der Gesellschaft voranzutreiben ... [Schon jetzt] fühlt sich Deutschland immer seltener an wie eine Demokratie.»


Quelle: Youtube-Kanal von Achtung, Reichelt!

Das Einzige, was man Reichelt meines Erachtens vorhalten muss, ist, dass er mit dem Begriff «links» unsauber umgeht. Denn das, was er mit «links» bezeichnet, hat mit «links» eigentlich gar nichts mehr am Hut – jedenfalls nicht, wenn man «links» als das definiert, wofür es vor nicht allzu langer Zeit mal stand: sich gegen Machtmissbrauch, gegen Korruption und Vetternwirtschaft, gegen Ausbeutung und das Auseinanderdriften von Arm und Reich oder auch gegen die Zerstörung demokratischer Strukturen und der Natur einzusetzen.

Dass auch die Grünen einst in diesem «Geiste» agierten, hatte ich ja vor Kurzem in meinem Newsletter «Als die Grünen systemkritisch und lustig waren» zum Thema gemacht.

Im Übrigen geht es letztlich auch gar nicht um «rechts» gegen «links», was auch immer diese Begriffe bedeuten mögen, sondern um (kleine Gruppe) oben gegen (die «Masse») unten ...

Alles Gute – trotz allem!


Torsten Engelbrecht


Info: https://transition-news.org/antisemitismus-und-rechtsvorwurf-sind-selber-faschistisch


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

22.10.2022

Proteste „Solidarischer Herbst“ „Warum sind hier nur so wenige?“

welt.de, Stand: 22.10.2022, Von Jörg Wimalasena Politischer Korrespondent

Demonstrationen des „Solidarischen Herbstes“ am Samstag in Berlin

„Solidarischen Herbstes“ am Samstag in Berlin


Rechtsradikale Gruppen versammeln in Ostdeutschland regelmäßig Tausende Demonstranten. Der linksliberale Protest des „Solidarischen Herbstes“ konnte dem in puncto Massenmobilisierung an diesem Wochenende wenig entgegensetzen. Für echten Einfluss dürfte er kaum genug Schlagkraft entfalten.


Es sollte der große Auftakt zum „Solidarischen Herbst“ werden. Ein breites Protestbündnis aus Gewerkschaften, Sozialverbänden und Klimaaktivisten hatte am Samstagmittag in den Berliner Invalidenpark geladen, um für eine gerechtere Verteilung der Krisenlasten und die ökologische Transformation der Wirtschaft zu demonstrieren. Doch in Berlin-Mitte versammelten sich nur knapp 2800 Menschen.


Im Vorfeld waren die Veranstalter in erster Linie darauf bedacht, sich bei ihrem Sozialprotest von Rechten und Russland-Freunden zu distanzieren sowie Solidarität mit der Ukraine zu demonstrieren. Man fürchtete, dass „Querdenker“ die Veranstaltung unterwandern könnten. Eine Sorge, die sich als unbegründet erwies. Die wenigen Demonstranten mit provokanten Plakaten zogen lediglich die Aufmerksamkeit der Presse auf sich. Ein Mann mit einem „Europa tief im Arsch der USA“-Schild absolvierte zwar einen Interviewmarathon, wurde aber ansonsten weitgehend ignoriert.


Aber: An der Mobilisierung haperte es offenbar. „Warum sind hier nur so wenige Leute?“, fragte eine Frau am Rande der Demo eine Begleiterin. Laut Veranstaltern waren es in Berlin 6000 Teilnehmer und bei Parallelveranstaltungen in anderen Städten insgesamt 24.000. Die Polizei geht nicht nur in Berlin von weit weniger Teilnehmern aus.


Demonstranten des „Solidarischen Herbstes“ in Berlin


Die überschaubare Zahl sollte den Veranstaltern zu denken geben. Allein die mitmobilisierende Gewerkschaft Ver.di hat rund 1,9 Millionen Mitglieder, der Naturschutzbund BUND 674.000 Mitglieder.


Diverse rechtsradikale Vereinigungen in kleinen Städten versammeln regelmäßig in Ostdeutschland mehrere Tausend Demonstranten. Der linksliberale Protest des „Solidarischen Herbstes“ konnte dem in puncto Massenmobilisierung wenig entgegensetzen und dürfte so auch kaum genug Schlagkraft entfalten, um echten Einfluss auf die Bundespolitik auszuüben.


Wenig Proteststimmung entfacht

Auf der Bühne im Invalidenpark konnten die Redner überwiegend wenig Proteststimmung entfachen. Man forderte Übergewinnsteuern, Umverteilung und wandte sich gegen Hass und Rassismus. Als ein Kaufhof-Gewerkschafter vom Kampf der Belegschaft um die eigenen Arbeitsplätze berichtete, hörten viele Teilnehmer nicht einmal zu.


Wirklichen Enthusiasmus konnte nur der Stadtreinigungs-Gewerkschafter Michael Erdmann erzeugen, der in breitem Berliner Dialekt echte Klassenkampfatmosphäre erzeugte. „Alles ist teurer geworden, sag mal, wollen die uns für blöd verkaufen, wie dumm oder arrogant muss die Regierung sein, dass die uns nichts (von den Milliarden an zusätzlichen Steuereinnahmen durch die Preissteigerungen) abgeben?“, rief der Mann im orangefarbenen Pullover ins Mikrofon. Den Arbeitgebern, die sich gegen die Forderung nach einer Erhöhung der Tarife um zehn Prozent sträuben, rief Erdmann entgegen: „Haben die nicht mehr alle Latten im Zaun? Wir haben zehn Prozent Inflation, das (die Ver.di-Forderung, die Red.) ist eine Nullrunde.“


„Bürgergeld“-Debatte

Die Mär von den faulen Arbeitslosen

Wer sich unter den Teilnehmern umhörte, bekam nur ausweichende Antworten zur Frage der ausbaufähigen Mobilisierung. Zu viele ökologischen Forderungen in einer sozialen Krise? Die Themen gehörten zusammen, sagten Teilnehmer. Und Ulrich Schneider, Geschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands, sagte bei der Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor: „Die beste Sozialpolitik macht keinen Sinn, wenn wir nicht massiv und konsequent etwas gegen den Klimawandel tun.“


Lag es an der vorgegebenen außenpolitischen Position in Sachen Ukraine? Auf diese Frage gibt es an diesem Samstag keine Antwort. Auf die Position der Linkspartei-Rebellin Sahra Wagenknecht angesprochen, die zur Armutsbekämpfung vor allem eine Abkehr vom „Wirtschaftskrieg“ gegen Russland fordert, sagte eine Armutsbetroffenen-Aktivistin dieser Zeitung: „Frau Wagenknecht ist für mich nicht relevant.“


Und so bleibt der Eindruck, dass der „Solidarische Herbst“, der eigentlich die Sozialproteste bündeln wollte, am Ende trotz prominenter Unterstützer vorerst nur eines von vielen Bündnissen in der zerklüfteten deutschen Protestlandschaft bleibt.




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    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    22.10.2022

    Ausgewähltes von heute

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 22. Oktober 2022, 20:19 Uhr


    RT-Liveticker 22.10.22

    <https://meinungsfreiheit.rtde.life/international/131481-liveticker-ukraine-krieg-ukraine-will/>

    08:02 Uhr

    *Russland warnt UN-Sicherheitsrat vor Zerstörung des Wasserkraftwerks

    Kachowka durch ukrainische Angriffe*

    Russland hat am Freitag an den UN-Sicherheitsrat appelliert, eine

    Zerstörung des Wasserkraftwerks Kachowka im Gebiet Cherson nicht

    zuzulassen. Russlands UN-Botschafter Wassili Nebensja teilte mit, dass

    durch eine Zerschlagung des Damms Tausende von Menschen ums Leben kommen

    könnten. Die russische Delegation forderte den UN-Sicherheitsrat und die

    UN-Leitung auf, diese fürchterliche Provokation zu verhindern.



    https://meinungsfreiheit.rtde.life/meinung/152185-ukraine-foerdert-terrorismus-und-extremismus/

    22.10.2022

    *Ukraine fördert Terrorismus und Extremismus

    */Von Gert Ewen Ungar

    /

    In dieser Woche beschloss die Werchowna Rada, das Parlament der Ukraine,

    die "Tschetschenische Republik Itschkerien" als "vorübergehend von

    Russland besetztes Gebiet" anzuerkennen, und verurteilte den "Völkermord

    an den Tschetschenen". Gleichzeitig stellte sie die Anerkennung er

    Unabhängigkeit weiterer Völker und Nationen Russlands in Aussicht.


    Die Anerkennung hat völkerrechtlich keinerlei Auswirkungen, zeigt aber,

    dass die Ukraine willens ist, Terrorismus zu unterstützen und zu

    fördern. Gleichzeitig bestätigt der Schritt Befürchtungen der russischen

    Führung, Ziel des Westens sei die Aufspaltung und Zerschlagung der

    Russischen Föderation. Weiter belegt der Schritt, dass sich der Westen

    aktiv Extremismus, Terrorismus und Faschismus zur Durchsetzung seiner

    Zwecke bedient.


    Kiew machte deutlich, dass es bereit ist, auch andere separatistische

    Bewegungen in Russland zu unterstützen und Regionen als unabhängig

    anzuerkennen. So sagte laut dem Portal /The European Times /der

    Abgeordnete der Selenskij-Partei Oleg Dunda, dass die "Demontage"

    Russlands in "ein oder zwei Jahren" stattfinden werde.


    Die separatistische Bewegung in Tschetschenien hatte zum Ziel, im

    Kaukasus ein Kalifat ähnlich dem Islamischen Staat zu errichten. Die

    Folge waren zwei blutige Bürgerkriege, die auch vom Ausland befeuert wurden.

    Russland konnte die Abspaltung schließlich verhindern. Heute hat

    Tschetschenien den Status einer autonomen islamischen Republik und gilt

    als religiöses Zentrum eines gemäßigten Islam. Anhänger der

    separatistischen Bewegung gingen in großer Zahl in den Irak und nach

    Syrien. Nach dem Abflauen der Kämpfe dort haben sich einige den

    ukrainischen Nationalisten angeschlossen und kämpfen nun in der Ukraine.


    Bereits im Mai traf eine Delegation der nicht anerkannten

    tschetschenischen Republik Itschkerien mit ihrem Anführer Achmed

    Sakajew, der in Russland auf der Fahndungsliste steht, in Kiew mit

    Vertretern des zuständigen Verteidigungsausschusses der Werchowna Rada

    zusammen, um ein weiteres Vorgehen abzustimmen.

    Die Anerkennung der Tschetschenischen Republik Itschkerien zeigt, dass

    die Ukraine den internationalen Terrorismus fördert. Gleichzeitig

    fördert sie im eigenen Land extremistische und faschistische Bewegungen.

    Damit wird die Ukraine zu einem Land in der Mitte Europas, von dem eine

    akute Gefahr für die Sicherheit der Staaten Europas ausgeht.



    RT-Liveticker 22.10.22

    <https://meinungsfreiheit.rtde.life/international/131481-liveticker-ukraine-krieg-ukraine-will/>

    16:56 Uhr

    *Rada bringt Resolution ein, die Weißrussland als von Russland "besetzt"

    anerkennt*

    Wie der ukrainische Abgeordnete Alexei Gontscharenko mitteilte, wurde

    der Werchowna Rada der Ukraine der Entwurf eines Dekrets vorgelegt, mit

    dem Weißrussland als von Russland "besetzt" anerkannt wird. Auf seinem

    Telegram-Kanal schrieb <https://t.me/oleksiihoncharenko/27181> er:

    /"Die Ukraine erkennt Weißrussland als vorübergehend von Russland

    besetzt an! Gemeinsam mit meinen Kollegen habe ich der Werchowna Rada

    eine entsprechende Entschließung vorgelegt."/

    Der Abgeordnete sagte, die Resolution ziele darauf ab, der Regierung des

    weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko die internationale

    Rechtspersönlichkeit zu entziehen, die Mitgliedschaft des Staates in

    internationalen Organisationen zu beenden und antirussische Sanktionen

    gegen Weißrussland zu synchronisieren.



    https://meinungsfreiheit.rtde.life/international/152259-nebensja-weigert-sich-ukrainischen-standigen/

    22.10.22

    *Nebensja weigert sich, ukrainischem Ständigem Vertreter bei UN-Sitzung

    zuzuhören

    *Bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates hat sich der Ständige

    Vertreter Russlands bei den Vereinten Nationen, Wassili Nebensja,

    geweigert, den Vertreter der Ukraine Sergei Kisliza anzuhören. Wassili

    Nebensja erklärte, dass diese Entscheidung auf die beleidigenden

    Kommentare von Kisliza über die russischen Diplomaten in den sozialen

    Medien zurückzuführen sei. Wörtlich hieß es:

    /"Bevor ich zu Ende komme, möchte ich vorher mitteilen: Ich werde mir

    heute im Sicherheitsrat keine weitere Runde bösartiger Tiraden des

    Vertreters des ukrainischen Regimes anhören und ihm damit ein seltsames

    und lasterhaftes Vergnügen bereiten, das er darin findet."/


    Nebensja erinnerte an die jüngsten beleidigenden Äußerungen Kislizas

    über russische Diplomaten in den sozialen Medien. In diesem Zusammenhang

    brachte der russische Diplomat zum Ausdruck: /"Leider spiegeln solche

    Ausschreitungen den derzeitigen Zustand der ukrainischen Diplomatie

    wider und sind ein Beweis dafür, dass Kiew zu keinem Dialog fähig und

    bereit ist, geschweige denn zu einem zivilisierten Dialog."/


    Zuvor hatte Kisliza auf seinem Twitter-Account einen Kommentar

    veröffentlicht, in dem er Moskaus Logik als "schwachsinnig" und den

    stellvertretenden russischen UN-Botschafter Dmitri Poljanski als "eine

    der widerlichsten Personen, die die UNO je gesehen hat" bezeichnete.

    Poljanski wies wiederum darauf hin, dass Diplomaten persönliche Angriffe

    unterlassen sollten. Er fügte hinzu, dass der ukrainische UN-Vertreter

    durch solche Äußerungen nur sich selbst und sein Land erniedrige und

    "veranschaulicht, warum die Ukraine dort ist, wo sie jetzt ist – in

    einer Sackgasse".


    Am 21. Oktober bezeichnete Nebensja westliche Aussagen über angebliche

    Lieferungen iranischer Drohnen an Russland als Fake. Er betonte,

    Russland "lehnt alle Versuche ab, das UN-Sekretariat in dieses unheilige

    Spiel zu verwickeln".



    *Scott Ritter: "Putin ist nicht gegen den Westen. Der Westen ist gegen

    ihn."

    *Am Vortag hatte CIA-Veteran Jack Devine den russischen Präsidenten

    Wladimir Putin einen "Verbrecher" genannt, "der seit Kindesbeinen den

    Westen hasst".

    Ritter schmunzelte nur bei diesen Worten des langjährigen CIA-Chefs und

    machte in wenigen Sätzen klar, warum er die Angelegenheit anders

    betrachtet und bewertet.

    /Ausschnitt des Videos mit deutschen Untertiteln hier:/

    https://meinungsfreiheit.rtde.life/kurzclips/video/152258-scott-ritter-putin-ist-nicht/

    /Das ganze Interview in Englisch hier:/

    https://www.youtube.com/watch?v=qvGUUFdIHds



    https://meinungsfreiheit.rtde.life/international/152256-medien-usa-setzen-division-in/

    22.10.2022

    *USA setzen Division in Europa ein, die bereit ist, ukrainisches

    Territorium zu betreten

    *Die USA stationieren die Division "Screaming Eagles" auf einem

    rumänischen Militärflughafen, so der Fernsehsender CBS News. Der

    Divisionskommandeur erklärte, dass sie im Falle einer Eskalation des

    Konflikts oder eines Angriffs auf die NATO bereit wäre, in die Ukraine

    einzudringen.


    Zum ersten Mal seit 80 Jahren haben die USA die 4.700 Mann starke

    Division "Screaming Eagles" nach Europa entsandt, um an Übungen

    teilzunehmen. Dies berichtete

    <https://www.cbsnews.com/news/ukraine-news-russia-us-army-101st-airborne-nato-war-games-romania/

    der Fernsehsender /CBS News/. Nach Angaben des Divisionskommandeurs

    werde die Division bereit sein, im Falle einer Eskalation des Konflikts

    oder eines Angriffs auf die NATO ukrainisches Gebiet zu betreten.


    Der rumänische Generalmajor Iulian Berdila bezog sich in dem Interview

    mit /CBS News/ auf die entscheidende Schlacht des Zweiten Weltkriegs an

    der nordfranzösischen Küste und sagte: /"Für mich ist die Anwesenheit

    US-amerikanischer Truppen hier so bedeutsam, als hätte man Verbündete in

    der Normandie, bevor der Feind dort ankommt."/


    Das Weiße Haus hatte wiederholt versichert, dass sich das US-Militär

    nicht an der militärischen Auseinandersetzung in der Ukraine beteiligen

    werde. Mitte August teilte die US-Mission bei der NATO mit, dass

    Angehörige der 101. Luftlandedivision der US-Armee nach Europa entsandt

    würden, um den Schutz der Ostflanke des Bündnisses zu verstärken.


    Die 101. Luftlandedivision der US-Armee, die "Screaming Eagles", nahm an

    den Operationen des Zweiten Weltkriegs im westeuropäischen Einsatzgebiet

    teil. Sie partizipierte an der Landung in der Normandie und der

    Operation Market Garden. Im Jahr 1965 wurde eine Brigade der 101.

    Division im Vietnamkrieg und im Jahr 2003 bei der Invasion des Iraks

    eingesetzt.

    Die Staats- und Regierungschefs der NATO einigten sich auf dem

    Gipfeltreffen in Madrid am 29. Juni darauf, die Zahl der schnellen

    Eingreiftruppen des Bündnisses fast zu verachtfachen - auf bis zu

    300.000 Mann.

    Der Generalsekretär der Allianz, Jens Stoltenberg, behauptete, dass die

    Erhöhung im Jahr 2023 erfolgen werde. Er sagte, dass das Bündnis diese

    Kräfte ausbilden und finanzieren werde, um bestimmte Gebiete im Osten zu

    verteidigen. Die NATO plane die Stationierung von schwerem Gerät und

    Waffen an der Grenze zu Russland.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    22.10.2022

    Sprache des Faschismus /Waffen für den Faschismus

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 22. Oktober 2022, 15:24 Uhr


    Sahra Wagenknecht: Die Grünen sind die heuchlerischste, verlogenste,

    abgehobenste, inkompetenteste und (...) gefährlichste Partei im

    deutschen Bundestag.

    Siehe:

    https://www.sahra-wagenknecht.de/de/article/3216.von-wegen-cool-und-%C3%B6ko-wie-die-gr%C3%BCnen-wirtschaft-und-natur-zerst%C3%B6ren.html

    /


    //Zur Erinnerung (dp):

    Hitlers Ziel: Die „Vernichtung der Lebenskraft Russlands“

    Die größenwahnsinnige deutsche Außenministerin*Baerbock* will „Russland

    ruinieren“.

    Oskar Lafontaine „Das ist die Sprache des Faschismus“

    <https://www.youtube.com/watch?v=-FE-SkSxnJw> /


    /


    /https://www.spiegel.de/politik/deutschland/baerbock-und-lambrecht-wollen-1-5-milliarden-euro-mehr-fuer-ukraine-waffen-a-d1f18ec6-e3b1-4105-b257-3393de95b62a

    22.10.2022

    *Brandbrief an den Finanzminister Baerbock und Lambrecht wollen 1,5

    Milliarden Euro mehr für Ukraine-Waffen

    *

    Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) und Verteidigungsministerin

    Christine Lambrecht (SPD) fordern von Finanzminister Christian Lindner

    (FDP) für das kommende Jahr deutlich mehr Geld, um die Ukraine

    militärisch zu unterstützen. Den beiden Ministerinnen schwebt dafür ein

    Sondertopf für die Waffenhilfe in Höhe von 2,2 Milliarden Euro vor. Nur

    mit diesem Budget, so schrieben sie in einem Brief vom Donnerstag, könne

    Deutschland »konkret und sichtbar die Verantwortung übernehmen, die

    unsere internationalen Partner von uns erwarten«. Das Schreiben liegt

    dem SPIEGEL vor.

    Gleich zu Beginn des Briefes kritisieren die Ministerinnen, dass bisher

    im Haushalt 2023 nur 697 Millionen Euro im sogenannten

    »Ertüchtigungstitel« eingeplant seien. (…)

    Konkret wollen die beiden Ministerinnen, dass Lindner den Sondertopf bei

    der Finalisierung des Haushalts Mitte November erheblich aufstockt.

    Wörtlich schreiben sie, dass das bisher eingeplante Budget die

    Handlungsspielräume »auf ein politisch nicht mehr vertretbares Minimum«

    reduziere. Statt der geplanten 697 Millionen Euro solle Lindner deswegen

    gut anderthalb Milliarden Euro mehr einplanen. Zudem solle der

    FDP-Minister ermöglichen, dass die beiden Häuser 2023 sogenannte

    Verpflichtungserklärungen im Umfang von einer weiteren Milliarde für

    mehrjährige Rüstungsprojekte eingehen können.

    Ihre Forderung untermauern die beiden Ministerinnen mit großen Worten.

    So argumentieren sie, »die außen- und sicherheitspolitische

    Handlungsfähigkeit und internationale Reputation« Berlins hänge von

    einer guten Ausstattung des Sondertopfes ab. Das Jahr 2022 habe gezeigt,

    dass »ein Höchstmaß an Flexibilität« notwendig sei, um die Ukraine beim

    Aufbau »hochkomplexer militärischer Fähigkeiten« zu unterstützen. Bisher

    habe die Bundesregierung bewiesen, dass sie schnell und effektiv sein

    könne. Damit dieses Tempo nicht abreißt, so die Ministerinnen, bitte man

    dringlich um Hilfe.


    /.....für die Faschisten in der Ukraine.....(dp) /

    https://meinungsfreiheit.rtde.life/international/152202-kiewer-spitzenpolitiker-fordert-ausloeschung-russischer-sprache/

    22.10.2022

    *"Element feindlicher Propaganda" –

    Kiewer Spitzenpolitiker fordert Auslöschung russischer Sprache


    *Die russische Sprache sei ein Element feindlicher Propaganda und

    Gehirnwäsche, behauptet der Sekretär des ukrainischen Sicherheitsrats

    Alexei Danilow. Für seine russischsprachigen Landsleute, über ein

    Drittel der ukrainischen Bevölkerung, findet er klare Worte.


    */"Mögen sie uns vom Leib bleiben, in ihre Sümpfe gehen und dort auf

    Russisch quaken!"/

    *

    Diese Anregung hat am Freitag der Sekretär des ukrainischen Rats für

    nationale Sicherheit und Verteidigung Alexei Danilow an seine

    russischsprachigen Landsleute gerichtet. In der Sendung

    <https://youtu.be/GA1mtWn5v0c?t=1846> des ukrainischen Talkshows

    /Goworyt Welyky Lwiw/ ("Das große Lwow spricht") vergaß der Politiker

    nicht zu erwähnen, dass die Ukraine "das gesamte demokratische Europa"

    angeblich vor "Faschismus" verteidige. Dies hinderte ihn allerdings

    nicht daran, wenig später im Verlaufe des Gesprächs zu Argumenten zu

    greifen, die so von Antifaschisten eher selten angeführt werden.


    Auf die Tatsache angesprochen, dass die russische Sprache noch immer in

    ukrainischer Öffentlichkeit bisweilen genutzt werde, antwortete er:

    /"Das ist eine ganz gefährliche Sache. Schauen Sie, wenn wir vom Staat

    sprechen, ist die englische Sprache verpflichtend."/


    Kenntnisse der offiziellen Landessprache Ukrainisch forderte Danilow

    immerhin an zweiter Stelle und fuhr in Bezug auf die russischsprachigen

    Ukrainer fort:

    /"Das Aufzwingen von diesen russischen Narrativen ist eine ganz

    gefährliche Sache. Sie sagen, dass wir sie irgendwie verstehen müssen,

    wie sie sind, was sie sind. Wir wollen nichts von ihnen. Mögen sie uns

    vom Leib bleiben, in ihre Sümpfe gehen und dort auf Russisch quaken!"/


    Das Russische sei ein "Element feindlicher Propaganda und Gehirnwäsche"

    für die Ukrainer, so Danilow. Nach Angaben der Ukrainischen Akademie der

    Wissenschaften ist Russisch die Muttersprache von etwa 40 Prozent der

    Bewohner der Ukraine.



    Weiteres:


    Von wegen cool und öko - Wie die Grünen Wirtschaft und Natur zerstören Bessere Zeiten. Wagenknechts Wochenschau vom 20.10.2022 20.10.2022, Von Sahra Wagenknecht



    Manche halten die Grünen auch heute noch für eine coole Öko-Partei, die für die Rettung des Klimas, für Frieden und Menschenrechte kämpft, und deren hochmoralische Aktivisten am liebsten jeder Kröte beim Überqueren der Straße helfen würden. Mit der Realität hat das leider nichts zu tun. "Ich bin davon überzeugt, dass wir mehr Waffen liefern müssen," so Grünen-Parteichefin Lang auf dem letzten Parteitag. „Wenn die Ukraine Panzer braucht und wir welche liefern können, dann sollten wir das tun“, ergänzt Parteichef Nouripour und Außenministerin Baerbock liefert die Begründung "weil wir eine Friedens- und Menschenrechtspartei sind.“ Klar, wer für Frieden und Menschenrechte ist, der muss unbedingt immer mehr schwere Waffen an die Ukraine liefern und so dafür sorgen, dass das Sterben bloß nicht aufhört. Und weil Putin den Wirtschaftskrieg „nicht gewinnen darf“(Habeck), werden Millionen Menschen zum Frieren genötigt, massenhaft Betriebe in die Insolvenz getrieben, Waffen an islamistische Golfdiktatoren verkauft, schmutzige Braunkohlekraftwerke angeworfen, den USA Umwelt und Klima zerstörendes Frackinggas abgekauft und in der Nordsee LNG-Terminals genehmigt, die das Meerwasser vergiften werden... Im Video der Woche begründe ich, warum die Grünen für mich die heuchlerischste, verlogenste, abgehobenste, inkompetenteste und gemessen an dem realen Schaden, den sie verursachen, derzeit auch die gefährlichste Partei im deutschen Bundestag sind.


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    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    22.10.2022

    Liebe Palästina- und Israel-Interessierte,
    wir leiten den Aktuellen Newsletter des Bündnisses für Gerechtigkeit
    zwischen Israelis und Palästinensern (BIP) e.V. (https://bip-jetzt.de/)
    weiter.
    Im Vorwort des Newsletters finden Sie den Hinweis auf die Europäische
    Bürgerinitiative (EBI). Mehr als 100 zivilgesellschaftliche
    Organisationen
    <https://bib-jetzt.us14.list-manage.com/track/click?u=d2d027ff28580d7b9d45684bc&id=3a925836b0&e=ac615e8215> starten
    eine Kampagne zur Sammlung von einer Million Unterschriften von
    EU-Bürger*innen, um den europäischen Handel mit illegalen Siedlungen in
    besetzten Gebieten zu beenden.
    Im Newsletter ist u.a. die Rede von der Jounalistin Shireen Abu Akleh.
    Näheres finden Sie unter
    BIP-Aktuell #230: Shireen Abu Akleh – Eingeständnis, aber keine
    Verantwortung
    <https://bip-jetzt.de/2022/09/17/bip-aktuell-230-shireen-abu-akleh-eingestaendnis-aber-keine-verantwortung/


    vom 17. September 2022


    Herzlichen Gruß www.palaestina-initiative.de Hans Norden
    PS.: In Hannover kann man Olivenöl aus Palästina kaufen: Im
    Allerweltsladen, Limmerstr. 44. Es schmeckt gut und der Kauf unterstützt
    die palästinensischen Olivenbauern in den besetzten Gebieten.



    Weitergeleitet:
    /M///artin Breidert//
    //Beueler Kreuz 1//
    //D-53604 Bad Honnef//
    //02224/9118059
    //m//artin.breidert@gmx.d <mailto:martin.breidert@gmx.de>e//




    -------- Weitergeleitete Nachricht --------
    Betreff: BIP-Aktuell #231: Aufstand im Westjordanland
    Datum: Sat, 15 Oct 2022 16:38:48 +0000
    Von: Bündnis BIP<info@bip-jetzt.de>
    Antwort an: Bündnis BIP<info@bip-jetzt.de>
    An: martin.breidert@gmx.de







    Dies ist der wöchentliche Newsletter des Bündnis für Gerechtigkeit
    zwischen Israelis und Palästinensern (BIP) e.V.


    Im Browser ansehen
    <https://mailchi.mp/2c9a5c4fa389/bip-aktuell-231-aufstand-im-westjordanland?e=ac615e8215




    *BIP-Aktuell #232: Aufstand im Westjordanland*


    *Mehr als hundert getötete Palästinenser in diesem Jahr im Westjordanland*


    /*Die israelische Armee führt im gesamten besetzten Westjordanland
    eine groß angelegte Operation durch, um den palästinensischen
    Widerstand zu brechen. In diesem Jahr wurden mehr Palästinenser
    getötet als in den letzten sieben Jahren. Da die Palästinensische
    Autonomiebehörde nicht in der Lage und nicht willens ist, den Aufstand
    zu beenden, ist ihre künftige Existenz ungewiss. Die israelische
    Regierung ist mit den bevorstehenden Wahlen beschäftigt und nicht an
    langfristigen Lösungen interessiert. In diesem politischen Vakuum
    wenden die Soldaten nach Belieben exzessive Gewalt an.*/


    ******************************
    ***************************************
    Mehr als 100 zivilgesellschaftliche Organisationen
    <https://bib-jetzt.us14.list-manage.com/track/click?u=d2d027ff28580d7b9d45684bc&id=3a925836b0&e=ac615e8215> starten
    eine Kampagne zur Sammlung von einer Million Unterschriften von
    EU-Bürger*innen, um den europäischen Handel mit illegalen Siedlungen
    in besetzten Gebieten zu beenden.
    DieEuropäische Bürgerinitiative
    <ist" rel="noopener">https://bib-jetzt.us14.list-manage.com/track/click?u=d2d027ff28580d7b9d45684bc&id=ec81563e99&e=ac615e8215>ist 
    ein offizielles Instrument, um die Stimmen der EU-Bürger zu verstärken
    und ihre demokratische Beteiligung zu verbessern. Wenn die Initiative
    innerhalb eines Jahres nach ihrem Start eine Million Unterschriften
    von Bürgerinnen und Bürgern in allen EU-Mitgliedstaaten sammelt, ist
    die Europäische Kommission gesetzlich verpflichtet, den Vorschlag zu
    prüfen, mit den Unterzeichnern zu diskutieren und gesetzgeberische
    Maßnahmen einzuleiten.
    Die/Europäische Bürgerinitiative (EBI)/unterliegt EU-Regularien:
    https://www.cidse.org/de/2022/04/07/take-action-to-end-european-trade-with-illegal-settlements/ 
    <https://bib-jetzt.us14.list-manage.com/track/click?u=d2d027ff28580d7b9d45684bc&id=f653b1ac91&e=ac615e8215>
    Hier kann manteilnehmen
    <https://bib-jetzt.us14.list-manage.com/track/click?u=d2d027ff28580d7b9d45684bc&id=ab99f71fed&e=ac615e8215>.
    ******************************
    ***************************************


    Seit mehr als sechs Monaten nehmen die Konfrontationen und Tötungen im
    Westjordanland zu. Das israelische Militär griff palästinensische
    Gemeinden im Rahmen einer kollektiven Bestrafung an als Vergeltung für
    sieben Angriffe von Palästinensern mit Messern, Äxten und Gewehren,
    bei denen zwischen März und Mai insgesamt neunzehn Menschen
    (sieheBIP-Aktuell #213
    <https://bib-jetzt.us14.list-manage.com/track/click?u=d2d027ff28580d7b9d45684bc&id=cfb905811a&e=ac615e8215>),
    darunter vier bewaffnete israelische Sicherheitskräfte und fünfzehn
    unbewaffnete Zivilisten, getötet wurden. Israelische Streitkräfte
    haben in diesem Jahrmehr
    <als" rel="noopener">https://bib-jetzt.us14.list-manage.com/track/click?u=d2d027ff28580d7b9d45684bc&id=9e61f1d980&e=ac615e8215>als 
    100 Palästinenser getötet, fast alle von ihnen unbewaffnete
    Zivilisten. Unter den Opfern sind der 16-jährigeAmjad Abu Alya
    <https://bib-jetzt.us14.list-manage.com/track/click?u=d2d027ff28580d7b9d45684bc&id=4d1e979848&e=ac615e8215>,
    der 12-jährigeMahmoud Mohammad Khalil Samoudi
    <und" rel="noopener">https://bib-jetzt.us14.list-manage.com/track/click?u=d2d027ff28580d7b9d45684bc&id=311b28e95a&e=ac615e8215>und 
    die bekannte Journalistin Shireen Abu Akleh (sieheBIP-Aktuell #218
    <https://bib-jetzt.us14.list-manage.com/track/click?u=d2d027ff28580d7b9d45684bc&id=76626ab8b6&e=ac615e8215>).
    Der 7-jährigeRayan Souliman
    <https://bib-jetzt.us14.list-manage.com/track/click?u=d2d027ff28580d7b9d45684bc&id=51a5d1a4d1&e=ac615e8215>,
    der aus Angst starb, als Soldaten ihn verfolgten und in sein Haus
    eindrangen, ist in dieser Liste nicht enthalten, da die Soldaten ihn
    nicht direkt getötet haben. Obwohl das Jahr 2022 noch nicht vorbei
    ist, wurden in diesem Jahr mehr Palästinenser getötet als in jedem
    anderen der letztensieben
    <Jahre" rel="noopener">https://bib-jetzt.us14.list-manage.com/track/click?u=d2d027ff28580d7b9d45684bc&id=09807d9573&e=ac615e8215>Jahre.




    Am vergangenen Wochenende wurden innerhalb von 24 Stundenvier
    <Palästinenser" rel="noopener">https://bib-jetzt.us14.list-manage.com/track/click?u=d2d027ff28580d7b9d45684bc&id=ee70bda12b&e=ac615e8215>Palästinenser 
    im Westjordanland getötet. Adel Ibrahim Daoud, 14, wurde in der Nähe
    der Trennmauer in Qalqilya in den Kopf geschossen, während Mahdi
    Ladadweh, 17, von Soldaten nordwestlich von Ramallah in die Brust
    geschossen und getötet wurde. Mahmoud Assos, 18, und Ahmed Daragma,
    16, wurden am Samstagmorgen bei einer großen Razzia der Armee im
    Flüchtlingslager Jenin durch israelische Schüsse getötet. Quelle:
    2022,Twitter
    <https://bib-jetzt.us14.list-manage.com/track/click?u=d2d027ff28580d7b9d45684bc&id=99264df324&e=ac615e8215>.


    Die israelische Gewalt konzentriert sich auf die Stadt und das
    Flüchtlingslager von Jenin. Vor zwanzig Jahrendrangen
    <israelische" rel="noopener">https://bib-jetzt.us14.list-manage.com/track/click?u=d2d027ff28580d7b9d45684bc&id=f29fe0f704&e=ac615e8215>israelische 
    Streitkräfte im Rahmen der/Operation Defensivschild/in Jenin ein und
    töteten 52 Palästinenser. Die Stadt wurde zu einem Symbol für den
    palästinensischen Widerstand gegen die israelische Besatzung, und es
    war dort, wo ein israelischer Scharfschütze die
    Al-Jazeera-Journalistin Shireen Abu-Akleh ermordete (sieheBIP-Aktuell
    #219
    <https://bib-jetzt.us14.list-manage.com/track/click?u=d2d027ff28580d7b9d45684bc&id=c65ab5360d&e=ac615e8215>).


    Wie immer in Zeiten der Gewalteskalation wird unter Palästinensern und
    Israelis über dieMöglichkeit
    <einer" rel="noopener">https://bib-jetzt.us14.list-manage.com/track/click?u=d2d027ff28580d7b9d45684bc&id=9301382ff0&e=ac615e8215>einer 
    weiteren Intifada (was auf Arabisch "abschütteln" bedeutet)
    gesprochen. Die erste Intifada brach 1987 aus, also zwanzig Jahre nach
    der Besetzung des Westjordanlandes und des Gazastreifens, die zweite
    Intifada im Jahr 2000. Nun, da mehr als zwanzig weitere Jahre
    vergangen sind, vermuten Analysten, dass sich eine junge Generation
    von Palästinensern verpflichtetfühlt
    <https://bib-jetzt.us14.list-manage.com/track/click?u=d2d027ff28580d7b9d45684bc&id=b5217dedaf&e=ac615e8215>,
    zu beweisen, dass sie alles getan hat, um ihre Freiheit zu erlangen.
    Sie meint, damit mehr erreicht zu haben als ihre Eltern und Großeltern.


    Im Gegensatz zu den vorangegangenen Intifadas hat sich die Meinung der
    Weltöffentlichkeit über Palästina jedochgewandelt
    <https://bib-jetzt.us14.list-manage.com/track/click?u=d2d027ff28580d7b9d45684bc&id=bb7675e625&e=ac615e8215>.
    Die ukrainischen Streitkräfte, die gegen die russische Armee kämpfen,
    werden im Westen als Helden gepriesen. Wie können also Palästinenser,
    die gegen eine Besatzungsarmee kämpfen, als etwas anderes angesehen
    werden?


    Am 4. September griffen Palästinenser ein Militärfahrzeug mit
    Molotowcocktails an und verletzten sieben Soldaten; die israelischen
    Medien meldeten den Angriff als "Terroranschlag" (Quelle aufHebräisch
    <)und" rel="noopener">https://bib-jetzt.us14.list-manage.com/track/click?u=d2d027ff28580d7b9d45684bc&id=a0c9e506d8&e=ac615e8215>)und 
    ignorierten dabei die Tatsache, dass die Palästinenser dabei nicht
    israelische Zivilisten, sondern Soldaten angriffen, die in ihr Land
    einmarschiert waren.Ein Palästinenser aus Nablus, Mohammed Minawi,
    wurde mit Waffengewalt verhaftet und betonte in seinem Verhör, er habe
    auf eine Gelegenheit gewartet, um Soldaten, nicht aber Zivilisten,
    anzugreifen. Der israelische ultraorthodoxe jüdische Journalist Israel
    Frei twitterte, Minawi sei ein "Held", weil er sich geopfert habe; er
    sei nur bereit gewesen, gegen bewaffnete israelische Soldaten zu
    kämpfen. Frei wurde von DemocraTV entlassen, bei dem er angestellt
    war, obwohl DemocraTV behauptet, ein progressiver Sender zu sein
    (Quelle aufHebräisch
    <https://bib-jetzt.us14.list-manage.com/track/click?u=d2d027ff28580d7b9d45684bc&id=31615e4d1a&e=ac615e8215>).


    Das israelische Militär trifft keine juristischen Maßnahmen gegen die
    tödlichen Angriffe der Soldaten gegen wehrlose Palästinenser, weil es
    angeblich politische Zwänge gibt. Dabei hat das Militär Angst vor
    Ungehorsam unter den Soldaten, wenn die ungesetzliche Tötung von
    Palästinensern von den Behörden untersucht wird und strafrechtliche
    Konsequenzen drohen. Keiner der Soldaten, die ihre Waffen auf
    palästinensische Zivilisten gerichtet haben, ist bestraft worden,
    nichteinmal
    <der" rel="noopener">https://bib-jetzt.us14.list-manage.com/track/click?u=d2d027ff28580d7b9d45684bc&id=d20807daed&e=ac615e8215>der 
    Scharfschütze, der Shireen Abu-Akleh ermordet hat. Es ist nicht zu
    erwarten, dass sich das ändert, denn Verteidigungsminister Gantz hat
    einen neuen Oberbefehlshaber des israelischen Militärs ernannt, Herzi
    Halevy, den ersten Militärkommandanten, der ein religiöserSiedler
    <ist" rel="noopener">https://bib-jetzt.us14.list-manage.com/track/click?u=d2d027ff28580d7b9d45684bc&id=0cb0b29825&e=ac615e8215>ist.
    Gantz hat diese Ernennung vorgenommen, um bei den bevorstehenden
    Wahlen rechte Wähler aus dem Netanjahu-Lager anzulocken, aber den
    Preis für diese Entscheidung werden Palästinenser mit ihrem Leben
    bezahlen.
    Die eskalierende Gewalt gegen Palästinenser kann nicht in der
    israelischen Strategie zur Kontrolle des Westjordanlandes gesehen
    werden, sondern vielmehr im Scheitern dieser Strategie. Die
    israelische Regierungverlässt
    <sich" rel="noopener">https://bib-jetzt.us14.list-manage.com/track/click?u=d2d027ff28580d7b9d45684bc&id=300bc29758&e=ac615e8215>sich 
    darauf, dass die Palästinensische Autonomiebehörde in ihrem Namen die
    Ordnung im Westjordanland aufrechterhält, verkennt aber, dass die
    Legitimität der Palästinensischen Autonomiebehörde sich insbesondere
    dadurch auf einem historischen Tiefstand befindet: Die Anordnung an
    palästinensische Polizeibeamte, Demonstranten gegen die israelische
    Besatzung zu verhaften, vor allem in Jenin, wo diese Demonstrationen
    besonders symbolträchtig sind, könnte den völligenZusammenbruch
    <der" rel="noopener">https://bib-jetzt.us14.list-manage.com/track/click?u=d2d027ff28580d7b9d45684bc&id=3353e6aeea&e=ac615e8215>der 
    Palästinensischen Autonomiebehörde bewirken.




    Der neue Oberbefehlshaber des israelischen Militärs Herzi Halevy.
    Quelle: 2020,Wikipedia
    <https://bib-jetzt.us14.list-manage.com/track/click?u=d2d027ff28580d7b9d45684bc&id=7f4de7f1d8&e=ac615e8215>.


    Die israelische Regierung ist sich bewusst, dass die Krise
    unkontrollierbar werden könnte und will das alte System der Kontrolle
    durch einen Militärgouverneur, das bereits vor der Palästinensischen
    Autonomiebehörde bestand, nicht wieder einführen, aber die
    innenpolitischeKrise
    <in" rel="noopener">https://bib-jetzt.us14.list-manage.com/track/click?u=d2d027ff28580d7b9d45684bc&id=0193454ddf&e=ac615e8215>in 
    Israel lähmt die Regierung. Im Moment gibt es nur wenige echte
    Möglichkeiten für eine Befriedung: Erstens eine strafrechtliche
    Verfolgung von Soldaten, die Palästinenser getötet haben, zweitens
    eine Entschädigung palästinensischer Familien, drittens den Bau
    illegaler Siedlungen zu stoppen und viertens die Beendigung der
    ethnischen Säuberungen in Masafer Yatta (sieheBIP-Aktuell #217
    <https://bib-jetzt.us14.list-manage.com/track/click?u=d2d027ff28580d7b9d45684bc&id=db1453118a&e=ac615e8215>),
    Sheikh Jarrah (sieheBIP-Aktuell #194
    <https://bib-jetzt.us14.list-manage.com/track/click?u=d2d027ff28580d7b9d45684bc&id=e04db2655d&e=ac615e8215>)
    und in der Negev-Wüste (sieheBIP-Aktuell #202
    <https://bib-jetzt.us14.list-manage.com/track/click?u=d2d027ff28580d7b9d45684bc&id=bae5b69c18&e=ac615e8215>).
    All diese Maßnahmen sind jedoch für israelische Politiker, die die
    kommenden Wahlen am 1. November gewinnen wollen, unmöglich. Jeder Akt
    des Mitgefühls oder der Rücksichtnahme vor der Wahl wird den Politiker
    als unpatriotischen "Araberliebhaber" brandmarken.


    ******************************
    ***************************************
    Eine neueFolge
    <des" rel="noopener">https://bib-jetzt.us14.list-manage.com/track/click?u=d2d027ff28580d7b9d45684bc&id=6f164253d1&e=ac615e8215>des 
    BIP-Gesprächs ist da. Diese Woche sprechen wir mit Bischof Dr.
    Hans-Jürgen Abromeit, einem Mitglied des BIP.
    ******************************
    ***************************************


    /**//BIP Aktuell berichtet an dieser Stelle regelmäßig über
    Menschenrechtsverletzungen im besetzten Palästina, die in unseren
    Medien zumeist nicht erwähnt werden. Diese Woche beschränkt sich BIP
    Aktuell ausnameweise auf einen übersetzten Text aus dem 972 Magazine./


    *18-jähriger Palästinenser von der Armee getötet – Palästinenser in
    Ostjerusalem rufen zum Generalstreik auf*


    „Ein Palästinenser wurde am Mittwochnachmittag im Flüchtlingslager
    Al-Aroub bei Bethlehem durch israelisches Militärfeuer getötet, wie
    das palästinensische Gesundheitsministerium mitteilte. Bei dem
    Verstorbenen handelt es sich um den 18-jährigen Mahmoud Adwai, einen
    Bewohner des Lagers.
    Zwei weitere Palästinenser wurden Berichten zufolge bei Zusammenstößen
    in der Nähe von Ramallah schwer verletzt, und im Isawiyah-Gebiet in
    Ostjerusalem wurden Steine auf israelische Streitkräfte geworfen. Die
    Streitkräfte antworteten mit Betäubungsgranaten.
    In den vergangenen Nächten patrouillierte die israelische Polizei in
    den Straßen des Flüchtlingslagers Shoafat auf der Suche nach Adi
    Tamimi, dem Verdächtigen der Schießerei am Kontrollpunkt auf den
    israelischen Soldaten Noa Lazar im Nordosten Jerusalems am vergangenen
    Samstagabend, und nahm dessen Familienmitglieder sowie weitere
    Verdächtige fest.
    Bewohner des Lagers gerieten mit den Soldaten aneinander und bewarfen
    sie mit Feuerwerkskörpern; die Polizei setzte Tränengas und
    Gummigeschosse ein.
    Nach der Schießerei am Kontrollpunkt blockierten die israelischen
    Streitkräfte die Ausgänge des Lagers und hinderten Zehntausende von
    Palästinensern daran, zum Arbeiten nach Jerusalem zu kommen. Die
    Bewohner des Lagers, von denen die meisten einen israelischen Ausweis
    besitzen, behaupteten, dies sei eine Form der kollektiven Bestrafung.
    Die Polizei öffnete die Kontrollpunkte am Dienstag, führte jedoch
    strenge Sicherheitskontrollen durch, was die Durchfahrt erschwerte und
    zu extrem langen Schlangen führte.
    Die Palästinenser in Ostjerusalem begannen am Mittwoch einen
    Generalstreik, um gegen das harte Vorgehen zu protestieren. Schulen
    und Geschäfte in ganz Ostjerusalem, auch in der Altstadt, blieben
    geschlossen. Einige Demonstranten blockierten Straßen und verbrannten
    Autoreifen. Der Streik wurde nicht vollständig eingehalten, einige
    Geschäfte blieben geöffnet. Das israelische Verkehrsministerium
    kündigte an, dass der Verkehr von und nach der Hauptstadt
    beeinträchtigt sein wird, da mehrere palästinensische Busfahrer
    beschlossen haben, wegen der strengen Sicherheitskontrollen nicht zur
    Arbeit zu kommen.
    Die israelische Armee sperrte am Mittwochmorgen auch alle Eingänge zur
    Stadt Nablus im Westjordanland, wobei sie den Durchgang nur auf drei
    Stellen beschränkte und eine Sicherheitskontrolle verlangte. Die
    Entscheidung, die Eingänge zu sperren, beruht auf der Einschätzung der
    Armee, dass die meisten der für die jüngsten Schießereien im
    Westjordanland verantwortlichen Personen aus der Stadt stammen und
    anschließend dorthin geflohen sind.


    Die in Nablus ansässige Organisation "Höhle des Löwen", der Hunderte
    von Jugendlichen aus verschiedenen palästinensischen Organisationen
    angehören, übernahm die Verantwortung für die Schießerei und erklärte,
    dies sei erst der Anfang der "Tage der Wut".“


    https://www.haaretz.com/israel-news/2022-10-12/ty-article/.premium/18-year-old-palestinian-reportedly-killed-by-israeli-forces-near-bethlehem/00000183-ccc0-da47-abcb-fcc73f930000 
    <https://bib-jetzt.us14.list-manage.com/track/click?u=d2d027ff28580d7b9d45684bc&id=653b9f7c17&e=ac615e8215>


    *Israel führt einen unerklärten Krieg gegen Palästina*


    „Allein in der vergangenen Woche hat das israelische Militär
    mindestens fünf Kinder und Teenager getötet, 120.000 Palästinenser in
    Flüchtlingslagern in Ost-Jerusalem belagert und daran gehindert,
    dringend benötigte medizinische Versorgung oder grundlegende
    medizinische Güter zu erhalten, ist jede Nacht in Städte im gesamten
    Westjordanland eingedrungen, insbesondere in Nablus, Jenin und
    Ramallah, hat Siedlern die Möglichkeit gegeben, die palästinensische
    Olivenernte zu überfallen sowie die Palästinenser weiterhin von ihrem
    Land in Masafer Yatta und den südlichen Hebron-Hügeln vertrieben.
    In den Mainstream-Medien, die sich viel mehr auf die Ermordung zweier
    israelischer Soldaten konzentrieren, ist davon jedoch kaum etwas zu
    lesen. Es ist wichtig, sich den Kontext der Geschehnisse vor Augen zu
    halten:
    800 palästinensische politische Gefangene werden derzeit ohne Anklage
    festgehalten, mindestens 20 von ihnen befinden sich im Hungerstreik.
    Über 165 Palästinenser wurden in diesem Jahr im Westjordanland und in
    Ostjerusalem vom israelischen Militär getötet.
    Vor zwei Monaten wurden bei israelischen Luftangriffen 50 Menschen in
    Gaza getötet, darunter 17 Kinder.
    Im vergangenen Mai töteten israelische Scharfschützen die angesehene
    palästinensische Reporterin Shireen Abu Akleh.
    Während all dieser Ereignisse hat die US-Regierung ihre einseitige
    Unterstützung der israelischen Regierung fortgesetzt.
    Wir befinden uns in einem Krieg, der sich vor unseren Augen abspielt.
    Die Bedingungen vor Ort können nicht ewig so bleiben, und es ist nur
    eine Frage der Zeit, bis sie eskalieren. Unsere Stimmen werden
    gebraucht werden. Wir sollten darauf vorbereitet sein, sie zu
    nutzen.“https://www.972mag.com/jenin-refugee-camp-armed-resistance/?sourceid=1001761&emci=dc9c7b4f-b949-ed11-b495-002248258d38&emdi=29209ec0-574a-ed11-b495-002248258d38&ceid=297220 
    <https://bib-jetzt.us14.list-manage.com/track/click?u=d2d027ff28580d7b9d45684bc&id=ad5bea8ccb&e=ac615e8215>
    Das Redaktionsteam von BIP-Aktuell besteht aus dem Vorstand und dem
    Geschäftsführer Dr. Shir Hever.
    V. i. S. d. P. Dr. Götz Schindler, BIP-Vorstand.


    /Copyright © 2022 Bündnis für Gerechtigkeit zwischen Israelis und
    Palästinensern e.V., alle Rechte vorbehalten./


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    22.10.2022

    Russischer Botschafter Sergej J.Netschajew im Gespräch mit der Nachrichtenagentur TASS Oktober 19, 2022

    russische-botschaft.ru, vom 19. Oktober 2022

    Deutschland, Dänemark und Schweden wollen eine gemeinsame Untersuchungsgruppe einrichten, um den Vorfall an den Nord-Stream-Leitungen aufklären zu lassen. Halten sie eine objektive Untersuchung ohne russische Beteiligung für möglich?


    Nach den uns vorliegenden Informationen gestaltet sich die Einrichtung einer gemeinsamen Untersuchungsgruppe bei unseren westlichen Kollegen problematisch. Sie sind nämlich nicht bereit, selbst untereinander Untersuchungserkenntnisse zu teilen, was meines Erachtens Bände spricht.


    Stichwort unsere Teilnahme. In unseren Gesprächen mit den deutschen Exekutivbehörden haben wir ausdrücklich und von vornherein darauf hingewiesen, dass eine Beteiligung von Vertretern der zuständigen russischen Behörden und von Gazprom an der Aufklärung des Vorfalls alternativlos ist. Unsere Ersuchen diesbezüglich wurden auf offiziellem Wege an die deutsche Seite überbracht.


    Da es sich augenscheinlich um Sabotage gegen eine kritische Infrastrukturanlage handelt, muss ein möglichst vollständiges und objektives Bild des Geschehenen her. Russische Fachleute verfügen über dafür nötige Kompetenzen. Einer Aufnahme der gemeinsamen Bemühungen stehen keinerlei rechtliche Hürden im Wege. Es ist wichtig, auch der Tatsache Rechnung zu tragen, dass gerade die russische Seite den meisten Schaden davongetragen hat — sowohl infolge der Beschädigung der von Russland gebauten Gasleitungen als auch wegen der beträchtlichen entwichenen Gasmengen.  Eine Weigerung, mit Russland bei der Aufklärung des Vorfalls  zusammenzuarbeiten, werden wir als einen offenkundigen Versuch des Westens werten, das wahre Bild des Geschehenen zu kaschieren.


    Soweit man beurteilen kann, ist ein Pipelinestrang von Nord Stream 2 nicht beschädigt worden. Könnte denn die Bundesrepublik aus Ihrer Sicht angesichts der aktuellen Gasversorgungslage doch um eine Inbetriebnahme des Strangs bitten? Hat die deutsche Seite das vielleicht schon signalisiert?


    Russland hat mehrmals, auch auf höchster Ebene, sich bereit erklärt, Gastransporte nach Deutschland über Nord Stream 2 zügig aufzunehmen. Aus unserer Sicht würde das den Bedürfnissen der Wirtschaft, der Industrie und der Menschen in diesem Land vollauf entsprechen. Für den intakten Strang von Nord Stream 2  gilt das auch heute noch. Die deutsche Seite muss jedoch die dafür nötigen Beschlüsse fassen, insbesondere eine Betriebserlaubnis für die Pipeline erteilen. Derzeit wird das uns gegenüber nicht signalisiert.


    Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil erklärte, die Energiekooperation Deutschlands und Russlands sei «unwiederbringlich zerstört». Teilen Sie seinen Standpunkt? Ist eine Renaissance der Zusammenarbeit in diesem Bereich noch möglich? Wenn ja, zu welchen Bedingungen?


    Zuerst einmal müsste man die Dinge beim Namen nennen und offen sagen, wer diese Zusammenarbeit zerstört hat. Bedauerlicherweise wurde die Bundesregierung zur Geisel der kollektiven Position des Westens, die von dessen bekennenden  russophonen Protagonisten formuliert wird. An dieser Linie festhaltend hat Berlin eigenhändig eine der Grundlagen für Wohlstand, Prosperität und Wettbewerbsfähigkeit des Landes zerstört. Damit meine ich die zuverlässigen langfristigen Energielieferungen aus Russland zu vertretbaren Preisen. Die Suche nach Alternativen zu russischen Rohstoffen fällt bislang nicht sonderlich erfolgreich aus.


    Sie fragen, ob eine Renaissance möglich ist. Es hängt von denen ab, die im Sinne falsch verstandener Solidarität und wider gesunden Menschenverstand die zum gegenseitigen Vorteil stattfindende Zusammenarbeit mit Russland zerstört haben. In Jahrzehnten hat sie sich als gerechtfertigt und gefragt bewährt. Moskau hat nie auf die Zusammenarbeit mit Deutschland im Energiebereich verzichtet.


    Vor kurzem sagten Sie, dass die Situation mit der Russenfeindlichkeit in Deutschland im Vergleich mit den ersten Wochen und Monaten nach Beginn der militärischen Sonderoperation ruhiger geworden sei. Gehen Sie angesichts der jüngsten Entwicklungen in der Ukraine von einer Zunahme russophober Stimmungen in der Bundesrepublik aus?


    Die Lage mit der Russophobie hat sich auch deshalb etwas beruhigt, weil wir deutsche Politiker, Strafverfolgungsbehörden und Medien aufs Aktivste darauf aufmerksam machten, Auszüge aus Mitteilungen der russischen Landsleute an das eigens dafür eingerichtete Online-Postfach der Botschaft publizierten, die sich Diskriminierungen und Drohungen aussetzen mussten. Das hat zwar vielen hierzulande nicht gefallen, hatte jedoch seine Wirkung. Denn die Einsicht in die durch diese Entwicklung ausgelöste Gefährdung brach sich die Bahn. Leider haben antirussische Übergriffe nicht vollständig aufgehört. Erst vor kurzem wurden die Botschaft in Berlin und das Generalkonsulat in Frankfurt am Main zur Zielscheibe radikaler Angriffe. An den Gebäuden der Auslandsvertretungen entstanden Sachbeschädigungen. Sie wurden mit Farbe beschmiert. In diesem Zusammenhang hat die Botschaft beim Auswärtigen Amt einen Protest eingelegt und gefordert, für zuverlässigen Schutz der russischen Auslandsvertretungen zu sorgen. In enger Abstimmung mit den russischen Konsulareinrichtungen sind wir weiter dabei, die Entwicklungen diesbezüglich aufmerksam zu verfolgen.


    Würden Sie bitte ein Wort dazu sagen, ob und wie in diesen schwierigen Zeiten ein Dialog mit der Bundesregierung stattfindet? Gibt es diesen wenigstens zu praktischen Fragen?


    Trotz der Schwierigkeiten hat man den Dialogfaden nie abreißen lassen. Der russische Präsident und der Bundeskanzler tauschen sich hin und wieder aus. Ihr jüngstes  Telefonat fand am 13. September 2022 statt. Auch zwischen den Außenministerien bestehen Kontakte fort. Jedoch sind sie von der Ebene, Intensität und Substanz her wesentlich bescheidener als in den vorigen Jahren. Die deutsche Seite legte die meisten traditionellen Kooperationsformate nicht nur auf staatlicher, parlamentarischer und behördlicher, sondern auch auf gesellschaftlicher Ebene auf Eis. De facto strebt die Bundesregierung einen Verzicht auf die besonderen Beziehungen zwischen unseren Ländern und Völkern an, die von den vorigen Generationen sorgfältig aufgebaut wurden und uns sogar in den schwierigsten Zeiten zusammenhielten. Übrigens haben sich die Deutschen gerade dadurch aus dem kollektiven Westen hervorgetan und als Vermittler auftreten können, der besser als andere Russland und seine Interessen kennt und versteht. Nun hat Deutschland diese Rolle verspielt. Genauer gesagt, Deutschland hat sie aufgegeben.


    In Deutschland wird weiterhin über mögliche Lieferungen von Kampfpanzern an Kiew aktiv diskutiert. Sie hatten einmal gesagt, dass deutsche Waffenlieferungen an die Ukraine bereits zur roten Linie für Moskau geworden seien. Nehmen wir an, Berlin würden sich trotzdem für die Leopard-Lieferungen entscheiden. Wie wird es sich auf die russisch-deutschen Beziehungen in der Situation auswirken, wenn es bereits jetzt scheint, als könnte es schon nicht mehr noch schlimmer kommen?


    Die Lieferungen deutscher tödlicher Waffen ans Kiewer Regime, die nicht nur gegen russische Militärs, sondern auch gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt werden, stellen natürlich eine rote Linie dar, die die Bunderegierung hätte nicht überschreiten sollen. Das gilt mit Blick auf die historische Verantwortung Deutschlands vor unserer Bevölkerung für die Nazi-Verbrechen während des Zweiten Weltkriegs, ganz zu schweigen von unserem Beitrag zur Nachkriegsversöhnung und zur deutschen Wiedervereinigung. Es sei dabei erwähnt, dass diese rote Linie auch in Deutschland immer Bestand hatte. Über Jahrzehnte verzichtete Berlin auf Lieferungen von Waffen, insbesondere schwerem militärischem Gerät, in Krisengebiete. Es gab einen breiten innenpolitischen Konsens darüber. Die Vorgehensweise änderte sich erst jetzt und nur in Bezug auf Russland. Das war ein Beschluss der neuen Koalitionsregierung, den wir für einen schweren Fehler halten. Es versteht sich, dass sich diese Wende höchst negativ auf unser bilaterales Verhältnis und seine Aussichten auswirken musste.


    Berlin muss verstehen, dass ein unkontrolliertes Aufpumpen der Ukraine mit Waffen in Verletzung internationaler Handels- und Exportkontrollregeln nur eine Verlängerung des Konflikt, neue Zerstörungen, Zivilopfer und eine weitere Destabilisierung der Lage in Europa, unter anderem in Deutschland, herbeiführt. Es besteht eine greifbare Gefahr, dass westliche Waffen in der Ukraine, darunter tragbare Luftabwehrsysteme und Panzerabwehrlenkwaffen,  in die Hände von Terroristen und Extremisten gelangen. Der Verkauf tödlicher Waffen im Darknet ist in vollem Gange. Ich möchte hoffen, dass der gesunde Menschenverstand die Oberhand gewinnt. Bisher hören wir jedoch nur von immer neuen Plänen, deutsche Waffen an die Ukraine zu liefern.


    In den deutschen Städten, vor allem im Osten des Landes, wird gegen die Energiepolitik der Bundesregierung und die antirussischen Sanktionen demonstriert. Wird diese Protestwelle aus Ihrer Sicht Fahrt aufnehmen oder nachlassen?


    Ich möchte mich in solchen Prognosen nicht üben, geschweige denn deutsche innere Angelegenheiten kommentieren. Gleichzeitig weisen Fakten darauf hin, dass die EU  die Experimente an der Bevölkerung der eigenen Mitgliedstaaten fortsetzt: Jedes neue in Brüssel verabschiedete Sanktionspaket gegen Russland kehrt wie ein Bumerang zum Werfer zurück. Es liegt auf der Hand, dass steigende Strom-, Heiz- und Gaskosten, zweistellige Inflationsraten, sinkender Konsum und abnehmender Wohlstand der Bürger keine Folge von vermeintlichen Kreml-Machenschaften, sondern ein Ergebnis der EU-Politik sind, deren Führung in antirussischem Eifer bereits viel Porzellan zerschlagen hat und anscheinend damit nicht aufhören will. Nun muss man Konsequenzen tragen.


    Info: https://russische-botschaft.ru/de/2022/10/19/russischer-botschafter-sergej-j-netschajew-im-gespraech-mit-der-nachrichtenagentur-tass


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    22.10.2022

    Zur Erinnerung: Angriffskrieg der NATO gegen Jugoslawien   (I von II)

    global Research, 28. März 2016, Von Prof. Michel Chossudovsky Global Research 19. September 2003                                                                                                           (elektr. übersetzt, unkorrigiert)


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    Vor siebzehn Jahren: März 1999, NATO-Krieg gegen Jugoslawien. Artikel, der ursprünglich 1999 über Jackson Progressive veröffentlicht wurde und 2003 von Global Research veröffentlicht wurde.

    General Wesley Clark (Bild rechts), der Oberbefehlshaber der NATO in Europa, bestätigte Ende Mai [1999], dass „die Luftkampagne der NATO ihren Höhepunkt noch nicht erreicht hat und das Bündnis auf weitere zivile Opfer vorbereitet sein sollte“.

    General Clark bestätigte auch, dass „er versuchen würde, die Zahl der Luftangriffe im Kosovo zu erhöhen und die Palette der Ziele zu erweitern.


    Als die Bombenanschläge in ihren dritten Monat gingen, gab es auch eine merkliche Veränderung in der „NATO-Rhetorik“. Das Bündnis war zunehmend reueloser geworden, NATO-Beamte entschuldigten sich nicht mehr für zivile Opfer und behaupteten, letztere würden dazu beitragen, „Milosevics Propagandamaschine zu helfen“.


    Atomkrieg geringer Intensität

    Mit dem Beginn des dritten Monats der NATO-Luftangriffe hat sich eine neue Phase des Krieges entfaltet. Die „humanitären Bombardierungen“ der NATO wurden verstärkt, was zu steigenden zivilen Opfern und menschlichem Leid führte. 30 Prozent der bei den Bombenanschlägen Getöteten sind Kinder. 1 Zusätzlich zum Einsatz von Streubomben führt das Bündnis einen „Atomkrieg geringer Intensität“ mit giftigen radioaktiven Granaten und Raketen, die abgereichertes Uran enthalten. Ausführlich dokumentiert, verursacht der radioaktive Fallout Krebs, von dem möglicherweise Millionen von Menschen für kommende Generationen betroffen sind. Laut einem kürzlich erschienenen wissenschaftlichen Bericht wurden in Jugoslawien seit Beginn der Bombenangriffe „die ersten Anzeichen einer Bestrahlung bei Kindern, einschließlich Herpes im Mund und Hautausschlägen an Rücken und Knöcheln“, beobachtet. 2


    Zusätzlich zu den radioaktiven Niederschlägen, die die Umwelt und die Nahrungskette verseucht haben, hat das Bündnis auch die großen Chemie- und Pharmafabriken Jugoslawiens bombardiert. Die Bombardierung von Galenika, der größten Arzneimittelfabrik Jugoslawiens, hat zur Freisetzung gefährlicher, hochgiftiger Dämpfe beigetragen. Als NATO-Truppen Mitte April Anlagen des petrochemischen Komplexes Pancevo bombardierten, „brach Feuer aus und riesige Mengen an Chlor, Ethylendichlorid und Vinylchlorid-Monomer flossen aus. Aus Angst vor weiteren Bombenangriffen, die gefährliche Materialien in die Luft jagen würden, setzten Arbeiter in Pancevo Tonnen von Ethylendichlorid, einem Karzinogen, in die Donau frei.“ 3


    Nato zur „Rettung ethnischer Albaner“

    Ethnische Albaner sind von NATO-Luftangriffen nicht verschont geblieben. Die Tötung ethnischer Albaner im Kosovo sei „unvermeidlich“, um eine „humanitäre Operation zugunsten ethnischer Albaner“ durchzuführen. Zusätzlich zu den Auswirkungen des Bodenkriegs zwischen der UÇK und den jugoslawischen Streitkräften waren die Bombenanschläge und der daraus resultierende radioaktive Niederschlag verheerender als im übrigen Jugoslawien.

    Als humanitäre Mission präsentiert, bestätigen die Beweise reichlich, dass die brutalen Luftangriffe der NATO auf Städte und Dörfer im Kosovo den Exodus von Flüchtlingen ausgelöst haben. Diejenigen, die aus ihren Häusern in Flüchtlingslager in Mazedonien und Albanien geflohen sind, haben nichts, wohin sie zurückkehren können, nichts, worauf sie sich freuen können … Ein ganzes Land wurde zerstört, seine zivile Industrie und öffentliche Infrastruktur wurden in Schutt und Asche gelegt. Brücken, Kraftwerke, Schulen und Krankenhäuser werden als „legitime militärische Ziele“ angezeigt, die vom Combined Air Operations Center (CAOC) der NATO in Vicenza, Italien, ausgewählt und sorgfältig „bestätigt werden, bevor der Pilot seinen Streik startet“.

    Während das „diplomatische Shuttle“ noch läuft, ist das Bündnis bestrebt, der jugoslawischen Wirtschaft (einschließlich Kosovo) so viel Schaden wie möglich zuzufügen, bevor es eine von den G8 vermittelte „Friedensinitiative“ erreicht, die es ermächtigt, Bodentruppen zu entsenden.

    „Alliierte Kommandeure haben ihre Liste wirtschaftlicher Ziele ständig erweitert … Die Auswirkungen der NATO-Luftangriffe haben zunehmend Menschen arbeitslos gemacht … was zu Wasserknappheit in Belgrad, Novi Sad und anderen serbischen Städten geführt hat. … [D]ie Wirkung war die Schließung von Unternehmen, die Belastung der Funktionsfähigkeit von Krankenhäusern und das Abstellen von Wasser …“ 4 .

    Etwa 115 medizinische Einrichtungen wurden beschädigt, von denen mehrere vollständig zerstört wurden. Und Krankenhauspatienten – darunter Kinder und ältere Menschen – sterben aufgrund des Mangels an Wasser und Strom … 5

    General Wesley Clark, Oberbefehlshaber der NATO in Europa, bestätigte Ende Mai, dass „die Luftkampagne der NATO ihren Höhepunkt noch nicht erreicht hat und das Bündnis auf weitere zivile Opfer vorbereitet sein sollte“. 6 . General Clark bestätigte auch, dass „er versuchen würde, die Zahl der Luftangriffe im Kosovo zu erhöhen und die Palette der Ziele zu erweitern. 7 Als die Bombenanschläge in ihren dritten Monat gingen, gab es auch eine merkliche Veränderung in der „NATO-Rhetorik“. Das Bündnis war zunehmend reueloser geworden, NATO-Beamte entschuldigten sich nicht mehr für zivile Opfer und behaupteten, letztere würden dazu beitragen, „Milosevics Propagandamaschine zu helfen“.


    Ausweitung des Konflikts über den Balkan hinaus

    Ertrunken in der Flut von Medienbildern und eigennützigen Analysen bleiben die breiteren strategischen Interessen und wirtschaftlichen Ursachen des Krieges unerwähnt. Der verstorbene Sean Gervasi, der 1995 schrieb, hatte einen bevorstehenden Krieg vorausgesehen. Laut Gervasi reichten die strategischen Ziele Washingtons weit über den Balkan hinaus. Sie bestanden größtenteils darin, „in Jugoslawien ein Regime nach westlichem Vorbild zu installieren und das geografische Gebiet, die Macht und den Einfluss Serbiens auf ein Minimum zu reduzieren …“. 8

    In diesem Zusammenhang ist die Errichtung amerikanischer Macht in Südeuropa und im Mittelmeerraum auch ein Schritt zur Ausweitung des geopolitischen Einflussbereichs Washingtons über den Balkan hinaus in den Raum des Kaspischen Meeres, Zentralasiens und Westasiens.

    Auch die völkerrechtswidrige Militärintervention der NATO in Jugoslawien schafft in dieser Hinsicht einen gefährlichen Präzedenzfall. Es verleiht künftigen Militärinterventionen „Legitimität“. Um seine strategischen Ziele zu erreichen, werden Volkswirtschaften destabilisiert, regionale Konflikte durch verdeckte Unterstützung bewaffneter Aufstände finanziert … Mit anderen Worten, der Konflikt in Jugoslawien schafft Bedingungen, die zukünftige Interventionen des Bündnisses in die „inneren Angelegenheiten“ legitimieren souveräne Nationen“.

    Die Festigung amerikanischer strategischer Interessen in Osteuropa, auf dem Balkan (und darüber hinaus) war nicht nur knapp zwei Wochen vor Beginn der Bombenangriffe durch die Erweiterung der NATO (mit dem Beitritt Ungarns, Polens und der Tschechischen Republik als NATO-Mitglieder) gekennzeichnet , fiel der Krieg in Jugoslawien auch mit einer kritischen Spaltung der geopolitischen Ausrichtungen innerhalb der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) zusammen.

    Ende April unterzeichneten Georgien, die Ukraine, Usbekistan, Aserbaidschan und Moldawien in Washington einen Pakt zur Gründung von GUUAM, einer regionalen Allianz, die strategisch im Zentrum des kaspischen Öl- und Gasreichtums liegt, „mit Moldawien und der Ukraine, die [Pipeline] Exportrouten in den Westen“. 9 Diese geopolitische Spaltung steht in direktem Zusammenhang mit der Krise in Jugoslawien. Die Region ist bereits instabil und von nationalistischen Konflikten und separatistischen Bewegungen geprägt.

    Die Mitglieder dieser neuen politischen Pro-NATO-Gruppierung unterstützen nicht nur stillschweigend die Bombenanschläge in Jugoslawien, sie haben auch einer „niedrigen militärischen Zusammenarbeit“ mit der NATO zugestimmt, wobei sie darauf bestehen, dass „die Gruppe kein militärisches Bündnis ist, das sich gegen Dritte richtet, nämlich Moskau." 10

    Die von westlichen Ölinteressen dominierte Bildung der GUUAM zielt nicht nur darauf ab, Russland von den Öl- und Gasvorkommen im kaspischen Raum auszuschließen, sondern auch darauf, Moskau politisch zu isolieren und dadurch möglicherweise die Spaltungen des Kalten Krieges neu zu entfachen …


    Der Krieg hat die nukleare Rüstungskontrolle ins Stocken gebracht

    Im Gegenzug hat der Krieg in Jugoslawien nukleare Rüstungskontrollinitiativen erheblich zum Stillstand gebracht, was zur Annullierung eines Austauschprogramms führte, „das US-amerikanische und russische Atomwaffenoffiziere am Jahresende in ständigem Kontakt gehabt hätte, um jegliche Starts als Folge des Jahres 2000 zu verhindern Computerprobleme.“ 11

    Darüber hinaus hat auch das russische Militär seine Besorgnis geäußert, „dass sich die Bombardierung Jugoslawiens in sehr naher Zukunft nur als Probe für ähnliche Angriffe auf Russland herausstellen könnte“. 12 .

    Laut Dr. Mary-Wynne Ashford, Co-Präsidentin der International Physicians for the Prevention of Nuclear War (IPPNW), die mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, sind die Auswirkungen der NATO-Bombenanschläge auf Jugoslawien „auf die Atomwaffenpolitik eine äußerst ernste Entwicklung … die Russen fühlen ein Gefühl des Verrats durch den Westen … weil die NATO diese Maßnahmen außerhalb der UN ergriffen hat.“ 13

    Aleksander Arbatov, stellvertretender Vorsitzender des Verteidigungsausschusses der Russischen Staatsduma für die Beziehungen zwischen den USA und Russland, beschreibt den Krieg in Jugoslawien als den „schlimmsten, akutesten und gefährlichsten Wendepunkt seit der amerikanisch-sowjetischen Berlin- und der Kuba-Krise“. 14 Laut Arbatov:

    „START II ist tot, die Zusammenarbeit mit der NATO ist eingefroren, eine Zusammenarbeit bei der Raketenabwehr kommt nicht in Frage, und Moskaus Bereitschaft zur Zusammenarbeit in Fragen der Nichtverbreitung ist auf einem historischen Tiefstand. Darüber hinaus ist die Anti-US-Stimmung in Russland real, tief und weiter verbreitet als je zuvor, und der Slogan, der die NATO-Aktion beschreibt – „heute Serbien, morgen Russland“, ist „tief in den Köpfen der Russen verwurzelt“ … 15 Mary-Wynne Ashford warnt auch davor, dass Russland sich zwar auf eine Integration mit Europa zubewegte, sie [die Russen] aber jetzt:

    „…. nehmen ihre Hauptbedrohung aus dem Westen wahr. Beamte in [Russlands] auswärtigen Angelegenheiten (Rüstungskontrolle und Abrüstung) sagten uns, dass Russland keine andere Wahl hat, als sich zu seiner Verteidigung auf Atomwaffen zu verlassen, weil seine konventionellen Streitkräfte unzureichend sind …. Selbst wenn die Bombardierungen jetzt aufhören, machen uns die veränderte Haltung Russlands gegenüber dem Westen, sein erneutes Vertrauen in Atomwaffen mit Tausenden in höchster Alarmbereitschaft und sein Vertrauensverlust in das Völkerrecht anfällig für Katastrophen …. Diese Krise macht die Alarmierung von Atomwaffen dringender denn je. Denjenigen, die sagen, dass die russische Bedrohung nur aus Rhetorik besteht, antworte ich, dass Rhetorik Kriege auslöst.“ 16

    Der Medienkrieg: „Die schweigende Mehrheit zum Schweigen bringen“

    Dieser Krieg ist auch „ein Krieg gegen die Wahrheit“. Mit der Entwicklung von Protestbewegungen auf der ganzen Welt hat die NATO ihre Macht über die Massenmedien verstärkt. In einer stilisierten medialen Maskerade („mit dem Hund wedeln“) wird das Bündnis schonungslos als „Retter der ethnisch albanischen Kosovaren“ dargestellt. Eine vollwertige „Vertuschungsoperation“ wurde in Gang gesetzt, um die öffentliche Debatte über den Krieg zu vereiteln. Die versteckte Agenda besteht darin, „die schweigende Mehrheit zum Schweigen zu bringen“. Die westlichen Medien, die den Forderungen des Bündnisses Beachtung schenken, haben die öffentliche Meinung eklatant in die Irre geführt. Auf Fernsehbildschirmen salopp dargestellt, werden zivile Tote als unvermeidliche „Kollateralschäden“ gerechtfertigt. Laut Pentagon „gibt es keinen sauberen Kampf“. 17

    Unterdessen wurden Antikriegskommentatoren (darunter ehemalige Botschafter und OSZE-Beamte) sorgfältig aus den Mainstream-Public-Affairs-Programmen entfernt, Fernsehinhalte werden genau unter die Lupe genommen, die aus Belgrad übertragenen Bilder von zivilen Toten und Zerstörungen werden selten und selektiv gezeigt, Journalisten sind unter Druck Aufsicht. Während die Medien nicht zögern, die NATO für „Fehler“ und „tragische Fehler“ zu kritisieren, werden die Legitimität der Militäroperation und ihr „humanitäres Mandat“ nicht in Frage gestellt:

    „Die öffentliche Meinung wird mit einer aufgeladenen Frage konfrontiert, die nur eine Antwort zulässt. Im gegenwärtigen Krieg lautet diese Frage: „Muss die ethnische Säuberung nicht gestoppt werden?“ Diese Vereinfachung erlaubt es den Medien, Jugoslawien statt der NATO als Aggressor darzustellen. In völliger Umkehrung der Realität wird das Bündnis so dargestellt, als würde es im Wesentlichen einen Verteidigungskrieg im Namen der Kosovo-Albaner führen …“, obwohl in Wirklichkeit ethnische Albaner die Hauptopfer der „humanitären Bombenanschläge“ der NATO sind. 18

    Laut der Propagandamaschine der NATO „fliehen ethnische Albaner nicht vor den Bombenanschlägen“ und dem Bodenkrieg zwischen der UÇK und der jugoslawischen Armee. Laut Diana Johnstone macht sie das „fast einzigartig, [weil] im Laufe der Geschichte Zivilisten aus Kriegsgebieten geflohen sind …. Nein, wie wir wiederholt von Nato-Sprechern und Apologeten gehört haben, flüchten Kosovo-Albaner nur vor einer Sache: der brutalen ethnischen Säuberung durch Serben.“ 19

    Die Flüchtlingskrise, die uns von der NATO erzählt wird, beschränkt sich auf den Kosovo. Doch die Beweise (von den westlichen Medien zurückgehalten) bestätigen, dass Menschen aus ganz Serbien aus den Großstädten fliehen:

    Verlässliche Schätzungen beziffern die Zahl der Flüchtlinge, die Belgrad verlassen haben, um den Bombenangriffen zu entkommen, auf 400.000. Die meisten sind Frauen und Kinder, wie bei den Kosovo-Albanern. Mindestens weitere 500.000 haben die anderen serbischen Städte verlassen, insbesondere Novi Sad und Nish, wo NATO-Bombardierungen Luftverschmutzung verursacht, die Wasserversorgung unterbrochen und rein zivile Ziele wie Marktplätze getroffen haben. Insgesamt hat das NATO-Bombardement laut der italienischen Tageszeitung „Il Manifesto“ mindestens eine Million Flüchtlinge in Serbien hervorgebracht. Predrag Simic, außenpolitischer Berater des serbischen Oppositionsführers Vuk Draskovic, sagte auf einer Pariser Konferenz [Ende Mai], dass das Kosovo durch die NATO-Bombenangriffe so gründlich verwüstet werde, dass niemand, weder Albaner noch Serben, zurückkehren und dort leben könne.“ . 20


     Wer ist verantwortlich für Kriegsverbrechen?

    Die öffentliche „Missbilligung“ der NATO-Bombenanschläge wird sofort als „serbische Propaganda“ abgetan. Diejenigen, die sich gegen die NATO aussprechen, werden als „Apologeten von Milosevic“ gebrandmarkt. Während die meisten Antikriegskritiker in den NATO-Staaten keine Verteidiger des Milosevic-Regimes sind, wird dennoch erwartet, dass sie in ihren Argumenten „ausgewogen“ sind. „Beide Seiten des Bildes zu betrachten ist die Regel“: Anti-Kriegs-Kommentatoren sind eingeladen, den fabrizierten Medienkonsens der NATO zu wiederholen und sich unmissverständlich „auf den Zug“ gegen Milosevic „einzulassen“. Unter diesen Umständen ist ein objektives Verständnis und eine objektive Analyse der Rolle der Milosovic-Regierung seit dem Bürgerkrieg in Bosnien und im Zusammenhang mit der gegenwärtigen Krise im Kosovo praktisch unmöglich geworden.

    Mediale Doppelmoral? Während Präsident Milosevic und vier Mitglieder seiner Regierung vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag (ICTY) (Ende Mai) angeklagt wurden, weil sie eine Politik der „ethnischen Säuberung“ im Kosovo organisiert hatten, versäumten die Nachrichtenmedien zu erwähnen, dass mehrere parallele Gerichtsverfahren eingeleitet wurden Das Haager Tribunal (ICTY), das die NATO-Führer der „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ beschuldigt. 21

    Erwähnenswert ist auch, dass die britische Regierung (deren Premierminister Tony Blair auf der Liste der Angeklagten in einem der parallelen Gerichtsverfahren steht) dem Den Haager Tribunal seit Beginn der Bombenanschläge „Informationen über die Situation im Kosovo“ zur Verfügung gestellt hat. 22 Ein Teil dieses Geheimdienstmaterials wurde von der UÇK weitergegeben, mit der der britische Außenminister Robin Cook in häufigem Kontakt stand, sowie von britischen Spezialeinheiten (SAS), die direkt mit der UÇK zusammenarbeiten.


    Klage gegen NATO-Führer

    Im Mai reichte eine Gruppe von 15 kanadischen Rechtsanwälten und Rechtsprofessoren zusammen mit der American Association of Jurists (mit Mitgliedern in mehr als 20 Ländern) eine Klage gegen NATO-Führer beim ICTY in Den Haag ein. 23 Die Klage weist auf eine „offene Verletzung“ der Charta der Vereinten Nationen, des NATO-Vertrags, der Genfer Konventionen und der „vom Nürnberger Tribunal anerkannten Grundsätze des Völkerrechts“ hin. Letzteres macht: „Planung, Vorbereitung, Einleitung oder Führung eines Angriffskrieges oder eines Krieges unter Verletzung internationaler Verträge, Vereinbarungen oder Zusicherungen“ zu einem Verbrechen. 24

    Die Liste der mutmaßlich von NATO-Führern begangenen Verbrechen umfasst:

    „vorsätzliches Töten, vorsätzliches Verursachen großer Leiden oder schwerer Körper- oder Gesundheitsschäden, umfangreiche Zerstörung von Eigentum, … Einsatz von Giftwaffen [impliziert radioaktiven Niederschlag] oder anderer Waffen, um unnötiges Leid zu verursachen, mutwillige Zerstörung von Städten, Gemeinden oder Dörfern , oder Verwüstung, die nicht durch militärische Notwendigkeit gerechtfertigt ist, … “ 25

    Nach dem Mandat des ICTY „ist eine Person, die die Planung, Vorbereitung oder Ausführung eines Verbrechens geplant, angestiftet, befohlen, begangen oder anderweitig bei der Planung, Vorbereitung oder Ausführung eines Verbrechens unterstützt und unterstützt hat, individuell für das Verbrechen verantwortlich“ und „die offizielle Position eines jeden Angeklagten“. Person, sei es als Staats- oder Regierungschef oder als verantwortlicher Regierungsbeamter, darf diese Person weder von ihrer strafrechtlichen Verantwortlichkeit entheben noch die Strafe mildern.“ 26

    Die Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte Mary Robinson (und ehemalige Präsidentin von Irland) bestätigte am 30. April 1999 in Genf, dass der Ankläger des Kriegsverbrechertribunals (ICTY) nicht nur das Mandat hat, serbische Streitkräfte zu verfolgen, sondern dass die Kosovo-Befreiungsarmee ( UÇK) und die NATO könnten ebenfalls unter die Lupe genommen werden, „wenn es den Anschein hat, dass schwerwiegende Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht stattgefunden haben“.

    Laut Walter J. Rockler, ehemaliger Ankläger der Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse:

    „Der Bombenkrieg verletzt und zerfetzt auch die grundlegenden Bestimmungen der Charta der Vereinten Nationen und anderer Konventionen und Verträge; Der Angriff auf Jugoslawien stellt die dreiste internationale Aggression dar, seit die Nazis Polen angegriffen haben, um „polnische Gräueltaten“ gegen Deutsche zu verhindern. Die Vereinigten Staaten haben den Anspruch auf internationale Legalität und Anstand aufgegeben und einen Kurs des rohen Amok-Imperialismus eingeschlagen.“ 27

    Wackelige Beweise für eine „humanitäre Katastrophe“ vor den Bombenanschlägen

    Im Zuge der „Vertuschung“ der wirklichen Beweggründe der NATO, den Krieg zu beginnen, haben die internationalen Medien auch nicht erwähnt, dass ein offizieller Geheimdienstbericht des deutschen Außenministeriums (der zur Feststellung der Anspruchsberechtigung von politischen Flüchtlingen aus dem Kosovo verwendet wurde) bestätigt wurde dass es in den Monaten unmittelbar vor den Bombenanschlägen keine Hinweise auf „ethnische Säuberungen“ im Kosovo gab. Wer lügt? Bundesaußenminister Joschka Fischer hatte das Eingreifen der Nato mit dem Hinweis auf eine „humanitäre Katastrophe“ begründet, doch die internen Dokumente seines eigenen Ministeriums besagen genau das Gegenteil:

    „Auch im Kosovo ist eine explizite politische Verfolgung im Zusammenhang mit der albanischen Volkszugehörigkeit nicht nachweisbar. Der Osten des Kosovo ist immer noch nicht in bewaffnete Konflikte verwickelt. Das öffentliche Leben in Städten wie Pristina, Urosevac, Gnjilan usw. verlief während der gesamten Konfliktzeit relativ normal weiter. Das Vorgehen der Sicherheitskräfte richtete sich nicht gegen die Kosovo-Albaner als ethnisch definierte Gruppe, sondern gegen den militärischen Gegner [UÇK] und seine tatsächlichen oder vermeintlichen Unterstützer.“ … „ 29

    [Mit einer Einigung mit der serbischen Führung Ende 1998 … haben sich sowohl die Sicherheitslage als auch die Lebensbedingungen der albanischstämmigen Bevölkerung merklich verbessert … Insbesondere in den größeren Städten hat sich das öffentliche Leben inzwischen relativ normalisiert. ” 29

    Die obigen Einschätzungen stimmen weitgehend mit mehreren unabhängigen Bewertungen der humanitären Lage im Kosovo vor dem Angriff der Bombenangriffe überein. Roland Keith, ein ehemaliger Außenstellenleiter der OSZE-Kosovo-Verifizierungsmission (KVM), der das Kosovo am 20. März verließ, berichtete, dass der größte Teil der Gewalt im Kosovo von der Kosovo-Befreiungsarmee (UÇK) angezettelt wurde:

    Die Sicherheitskräfte reagierten und die daraus resultierenden Sicherheitsschikanen und Gegenoperationen führten zu einem verschärften Aufstandskrieg, aber wie ich an anderer Stelle gesagt habe, war ich weder Zeuge noch hatte ich Kenntnis von irgendwelchen Vorfällen von sogenannten „ethnischen Säuberungen“ und dort Während ich bei der KVM im Kosovo war, gab es sicherlich keine Fälle von „Völkermordpolitik“. Was passiert ist, seit die OSZE-Beobachter am 20. März evakuiert wurden, um die vorletzte Warnung auszusprechen, Jugoslawien zur Einhaltung der Rambouillet- und der nachfolgenden Pariser Dokumente zu zwingen, und dem Beginn des NATO-Luftangriffs am 24. März, hat offensichtlich zu Menschenrechtsverletzungen geführt und eine sehr bedeutende humanitäre Katastrophe, da etwa 600.000 albanische Kosovaren aus der Provinz geflohen sind oder vertrieben wurden. Dies geschah jedoch nicht vor dem 20.30

    Chronologie der NATO-Planung

    Sorgfältig aus der Öffentlichkeit entfernt, laufen seit fast einem Jahr die Vorbereitungen sowohl für den „Luftangriff“ als auch für den „Bodenkrieg“, bevor am 24. März 1999 die „humanitären Bombenangriffe“ der NATO begannen.

    Als Reaktion auf breite strategische und wirtschaftliche Ziele bestand die erste Priorität des Bündnisses darin, die Stationierung bewaffneter Kampftruppen in Mazedonien an der unmittelbaren Grenze zum Kosovo sicherzustellen. US-Verteidigungsminister William Cohen war Ende Dezember 1997 zu Gesprächen mit der mazedonischen Regierung und dem Militär nach Skopje gereist. Diesen hochrangigen Gesprächen folgte einige Monate später der Besuch des mazedonischen Verteidigungsministers L. Kitanoski in Washington zu Treffen im Pentagon. Auf der Tagesordnung: die Errichtung eines Nato-Stützpunkts in Mazedonien. 31

    Es wurde keine Zeit verloren: Am 6. Mai 1998 traf sich der NATO-Rat, „um die Bündnisbemühungen“ in der Region zu überprüfen; Eine große militärische Übung mit dem Titel „Cooperative Best Effort“ sollte im September in Mazedonien stattfinden. Nichtsdestotrotz „versicherte die NATO der internationalen Gemeinschaft“, dass die Militärübung nicht als „Probe“ gedacht sei, sondern es den „NATO-Militärbehörden ermöglichen solle, verschiedene Optionen zu prüfen. Entscheidungen darüber, ob eine dieser Optionen ausgeführt werden soll, wären eine Frage der zukünftigen Entscheidung.“ 32

    Kosovos „Unabhängigkeit“: Dilemmata der NATO-Aggression 1999

    Die Verschlechterung der Sicherheitslage im Kosovo, die größtenteils die Folge des UÇK-Terrors war, lieferte der NATO praktischerweise einen Vorwand, um ihre Bodentruppen in Mazedonien aufzubauen (die sich größtenteils aus britischen und französischen Truppen zusammensetzten). Laut NATO war es daher notwendig, „eine kompliziertere und ehrgeizigere [militärische] Übung [in Mazedonien] ins Auge zu fassen, um ein klares politisches Signal [nach Belgrad] für die Beteiligung der NATO zu senden“. 33


    Die Rolle der Kosovo-Befreiungsarmee

    Parallel zum Aufbau ihrer Militäroperationen in Albanien und Mazedonien hatte die NATO direkte Verbindungen zur Kosovo-Befreiungsarmee (UÇK) aufgebaut. Ein Briefing des US-Verteidigungsministeriums bestätigt diesbezüglich, dass Mitte 1998 „erste Kontakte“ zwischen der UÇK und der NATO stattgefunden haben:

    „…den Menschen [in der NATO] ist die Erkenntnis gekommen, dass wir [die NATO] die UCK [Akronym für UÇK auf Albanisch] in diesen Prozess einbeziehen müssen, weil sie zumindest das Potenzial gezeigt haben, Ablehnungen gegenüber jedem möglichen Abkommen zu sein dort mit den bestehenden Kosovo-Parteien gearbeitet. Irgendwie müssen sie also eingebracht werden, und deshalb haben wir dort erste Kontakte mit der Gruppe geknüpft, hoffentlich mit den richtigen Leuten in der Gruppe, um zu versuchen, sie in diesen Verhandlungsprozess einzubeziehen. 34

    Während diese „Erstkontakte“ von der NATO erst Mitte 1998 offiziell anerkannt wurden, erhielt die UÇK (verschiedenen Berichten zufolge) seit Mitte der 90er Jahre „verdeckte Unterstützung“ und Ausbildung durch die CIA und den deutschen Bundesnachrichtendienst (BND). . 35

    Der gleichzeitige Aufbau von UCK-Streitkräften war Teil der NATO-Planung. Bis Mitte 1998 wurde die „verdeckte Unterstützung“ – trotz der Verbindungen der UÇK zum organisierten Verbrechen – schrittweise durch offizielle („offene“) Unterstützung durch das Militärbündnis ersetzt, was gegen die Resolution UNSCR 1160 des UN-Sicherheitsrates vom 31. März 1998 verstößt, die verurteilte:

    „… alle Terrorakte der Kosovo-Befreiungsarmee oder anderer Gruppen oder Einzelpersonen sowie jegliche externe Unterstützung für terroristische Aktivitäten im Kosovo, einschließlich Finanzen, Waffen und Ausbildung.“

    Am 24. September 1998 wurde eine weitere wichtige Resolution des UN-Sicherheitsrates (UNSCR 1199) verabschiedet, die „die Behörden in Belgrad und die Führung der kosovarisch-albanischen Gemeinschaft dringend auffordert, ohne Vorbedingungen in einen sinnvollen Dialog über Fragen des politischen Status einzutreten“. Außerdem forderte sie Belgrad auf, seine Truppen aus dem Kosovo abzuziehen.

    Nach einer erneuten Welle des UÇK-Terrorismus wurden die jugoslawischen Behörden für die „Razzia gegen ethnische Albaner“ verantwortlich gemacht, die dem Treffen der NATO-Verteidigungsminister in Vilmoura, Portugal (am 24 eine „Aktivierungswarnung“ für eine Kampagne von Luftangriffen gegen serbische Stellungen. In der Vilmoura-Erklärung wurde Belgrad aufgefordert, „unverzügliche Schritte zur Linderung der humanitären Lage zu unternehmen, die repressiven Maßnahmen gegen die Bevölkerung einzustellen und eine politische Lösung durch Verhandlungen mit der albanischen Mehrheit zu suchen“. 36

    Dieser sogenannten „Aktivierungswarnung“ folgte Mitte Oktober eine „Aktivierungsanordnung“ des Nordatlantikrats, die den NATO-Oberbefehlshaber für Europa, General Wesley Clark, ermächtigte, „begrenzte Luftangriffe“ und eine „phasenweise Luftkampagne“ einzuleiten … sollte die jugoslawischen Behörden weigern sich, UNSCR 1199 einzuhalten. 37

    Unter der drohenden Bedrohung durch Luftangriffe führte Belgrad (nach der Verabschiedung von UNSCR 1199) einen teilweisen Rückzug durch, wodurch fast sofort Bedingungen für die UCK geschaffen wurden, Positionen zu besetzen, die zuvor von sich zurückziehenden serbischen Streitkräften gehalten wurden. Das Erstarken der UÇK wiederum ging mit erneuten terroristischen Aktivitäten und einer daraus resultierenden „Verschlechterung der Sicherheitslage“ einher. Das versteckte Ziel der NATO in dieser Hinsicht war es, den UÇK-Aufstand zu nutzen, um weitere ethnische Spannungen zu provozieren und soziale Unruhen im Kosovo zu erzeugen.

    Inzwischen war der US-Gesandte Richard Holbrooke in Gespräche mit Präsident Milosovic eingetreten. Unter der Androhung von NATO-Luftangriffen wurden in Pristina auch Verhandlungen über den politischen Status des Kosovo zwischen einer serbischen Delegation unter Führung von Präsident Milan Milutinovic und Ibrahim Rugova, dem Präsidenten der Demokratischen Liga (DLK), die ethnische Albaner vertritt, aufgenommen. Während Mr. Christopher Hill, der US-Gesandte, als Beobachter zu diesen Treffen eingeladen worden war, hatte Milutinovic darauf bestanden, dass die Verhandlungen (die von UNSCR 1199 ausgingen) eine interne Angelegenheit seien.

    Nach der Vereinbarung zwischen dem US-Gesandten Richard Holbrooke  und Präsident Slobodan Milosevic sollte Jugoslawien die Verhandlungen über „einen Rahmen für eine politische Lösung“ bis zum 2. November 1998 abschließen. wurde im Kosovo unter der Schirmherrschaft der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) eingerichtet. Eine parallele NATO-Luftverifikationsmission (Ergänzung der OSZE-Verifikationsmission) wurde nach einer Vereinbarung eingerichtet, die am 15. Oktober 1998 in Belgrad vom jugoslawischen Generalstabschef und NATO-Oberbefehlshaber der Alliierten, General Wesley Clark, unterzeichnet wurde.

    Die Bedingungen sowohl des OSZE- als auch des NATO-Verifikationsabkommens wurden anschließend in UNSCR 1260 vom 24. Oktober aufgenommen. Während Belgrad eine 96-stündige „Frist für die Einhaltung“ gegeben wurde, beschloss das Bündnis, die Einleitung von Luftangriffen nach Gesprächen in Belgrad (25.-26. Oktober) zwischen Präsident Slobodan Milosevic und General Wesley Clark zu verschieben. In der Erklärung des Bündnisses heißt es: „Die NATO wird bereit bleiben, Luftoperationen durchzuführen, falls dies erforderlich sein sollte“ 38 . In der Zwischenzeit startete die NATO die Operation Eagle Eye mit unbewaffneten Flugzeugen und unbemannten Predator Aerial Vehicles (UAVs). Die Überwachungsaktivitäten von Eagle Eye wurden mit der von OSZE-Beobachterteams und der diplomatischen Beobachtermission des Kosovo (KDOM) durchgeführten „Bodenverifikationsmission“ koordiniert.


    Ein ehemaliger „Iran-Contragate“-Beamter leitet die OSZE-Verifizierungsmission

    In der Zwischenzeit wurde Botschafter William G. Walker [siehe Bild rechts], ein berufstätiger US-Diplomat, zum Leiter der Kosovo-Verifizierungsmission (KVM) der OSZE ernannt. Ein Auftrag nach Maß: Walker war bekannt für seine Rolle im „Iran-Contragate“-Skandal während der Reagan-Administration. Der UÇK-Aufstand war in vielerlei Hinsicht eine „Kopie“ der nicaraguanischen Contras, die ebenfalls durch Drogengelder mit verdeckter Unterstützung der CIA finanziert worden waren.

    Durch Gerichtsakten gut dokumentiert, spielte William G. Walker – zusammen mit Oliver North – eine Schlüsselrolle bei der Kanalisierung verdeckter Gelder an die nicaraguanischen Contras, während er als stellvertretender stellvertretender Außenminister für interamerikanische Angelegenheiten in der Reagan-Administration diente. In dieser Funktion wurde er Sonderassistent des stellvertretenden Außenministers Elliot Abrams, „einer Figur, deren Name im Zusammenhang mit … der „Iran-Contra“-Affäre bald täglich in die Schlagzeilen gelangen würde“. 39

    William G. Walker war am sogenannten Nicaraguan Humanitarian Assistance Office („NHAO“) im Außenministerium beteiligt, einem Vertuschungsfonds, durch den verdeckte militärische Hilfe an die Contras geliefert wurde. Ziel war es, die sogenannten „Boland-Änderungen“ zu umgehen – dh. „Reiter“ des Department of Defense Appropriation Act, „der der [US-]Regierung untersagte, Geld auszugeben, um die Regierung von Nicaragua zu stürzen“. 40 Bestätigt durch Akten des US Court of Appeal (District of Columbia): „Walker nahm an einigen Sitzungen der Restricted Interagency Group for Central America teil, der Oliver North angehörte“. 41

    Walker wurde nie wegen kriminellen Fehlverhaltens im Iran-Contragate-Skandal angeklagt. Nach Abschluss seiner Arbeit bei Oliver North wurde er zum US-Botschafter in El Salvador ernannt. Sein Aufenthalt in El Salvador fiel mit dem Aufstieg der Todesschwadronen und einer Zeit zusammen, in der das Land praktisch „im Griff des von den USA gesponserten Staatsterrors“ war. 42

    Im Kosovo wandte William G. Walker seine in Mittelamerika erworbenen Fähigkeiten in verdeckten Operationen an. Als Leiter der Kosovo Verification Mission (KVM) unterhielt Walker enge Verbindungen zum Militärkommando der UÇK vor Ort. 43 Von Beginn seiner Mission im Kosovo an nutzte er seine Position, um die Interessen des Bündnisses zu verfolgen.


    „Das Racak-Massaker“

    Das sogenannte „Racak-Massaker“ ereignete sich kurz vor dem Start der „Friedensinitiative“ von Rambouillet. Obwohl es sich als Fälschung herausstellte, spielte das Massaker von Racak nichtsdestotrotz eine Schlüsselrolle bei der „Bühne“ für die Luftangriffe der NATO. William Walker erklärte (in seiner Eigenschaft als Leiter der KVM), dass die jugoslawische Polizei am 15. Januar ein Massaker an Zivilisten in Racak verübt habe. Die jugoslawischen Behörden erwiderten, dass die örtliche Polizei in diesem Dorf tatsächlich eine Operation gegen die Kosovo-Befreiungsarmee durchgeführt habe und dass mehrere UCK-Soldaten im Kreuzfeuer gestorben seien. Wie später von mehreren französischen Zeitungen (Le Monde, Le Figaro und Liberation) berichtet wurde, wurde bestätigt, dass das „Racak-Massaker“ tatsächlich eine Fälschung war, die mit dem Ziel zusammengestellt wurde, Belgrad zu diskreditieren:

    „Schließlich schloss sich sogar die Los Angeles Times an und veröffentlichte eine Geschichte mit dem Titel „Racak Massacre Questions: were atrocities faked?“ Die Theorie hinter all diesen Exposés war, dass die UÇK nach der Schlacht ihre eigenen Toten eingesammelt, ihnen die Uniformen ausgezogen, sie in Zivilkleidung gesteckt und dann die Beobachter hinzugezogen hatte.“ 44 .


    Der Rambouillet-Prozess

    Am 22. Januar forderten hochrangige Beamte der sogenannten „Kontaktgruppe“ von sechs Ländern (darunter die USA, Russland, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Italien), die sich in London trafen, eine Friedenskonferenz, auf der die jugoslawische Regierung und „ Vertreter ethnischer Albaner.“ Im Gegenzug warnte die NATO, sie sei „bereit zu handeln“, falls der von der Kontaktgruppe abzuschließende Friedensplan abgelehnt werde. UN-Generalsekretär Kofi Annan stimmte bei einem Besuch im NATO-Hauptquartier in Brüssel zu, dass die Androhung von Gewalt „wesentlich“ sei, um beide Seiten zu einer Einigung zu drängen. 45

    In der Zwischenzeit hatte das Bündnis, während es den UÇK-Aufstand vor Ort unterstützte, auch dazu beigetragen, den UÇK-Führer Hashim Thaci (ein 29-jähriger „Freiheitskämpfer“) dazu zu bringen, im Namen der albanischen Mehrheit die kosovarische Delegation in Rambouillet zu leiten. Die Demokratische Liga unter Führung von Ibrahim Rugova war bewusst außen vor gelassen worden. Das Bündnis verließ sich auf seine UCK-Marionetten (mit Verbindungen zum organisierten Verbrechen), um ein Abkommen abzusegnen, das den Kosovo in ein besetztes Gebiet unter NATO-Militärherrschaft verwandelt hätte.

    Albright und UÇK-Führer Hashim Thaci

    Während die Verhandlungen in Rambouillet liefen, beschloss die Nato, die Einsatzbereitschaft ihrer zugewiesenen Streitkräfte zu erhöhen, „um sie in die Lage zu versetzen, die Operation innerhalb von 48 Stunden durchzuführen“. 46 Mit anderen Worten, in Rambouillet wurden (entgegen der Wiener Konvention) „Friedensverhandlungen“ unter Androhung drohender Luftangriffe aufgenommen. Die NATO hatte den in Rambouillet versammelten Parteien eine dreiwöchige Frist zum Abschluss der Verhandlungen eingeräumt.

    Am 19. Februar, einen Tag vor Ablauf der Frist, bekräftigte NATO-Generalsekretär Javier Solano: „Sollte bis zu der von der Kontaktgruppe gesetzten Frist keine Einigung erzielt werden, ist die NATO bereit, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um eine humanitäre Katastrophe abzuwenden“. 47 Und am 22. März 1999 ermächtigte der Nordatlantikrat der NATO „den Generalsekretär, erforderlichenfalls vorbehaltlich weiterer Konsultationen über ein breiteres Spektrum von Luftoperationen zu entscheiden“. 48 Und am 23. März 1999 wies der NATO-Generalsekretär den Obersten Befehlshaber der Alliierten in Europa, General Wesley Clark, an, Luftoperationen in der Bundesrepublik Jugoslawien einzuleiten. Der Flugbetrieb begann am 24. März 1999 unter dem Spitznamen „Operation Allied Force“. 49


    Entsendung von Bodentruppen im Rahmen eines G-8 „Friedensplans“

    Seit dem brutalen Angriff der Luftangriffe am 24. März hat das Bündnis in Erwartung einer bevorstehenden militärischen Invasion seine Bodenkampftruppen an der mazedonischen Grenze weiter aufgebaut. Ursprünglich hatte die NATO eine kosovarische Besatzungstruppe von 50.000 Soldaten vorgesehen, die mit einem größeren US-Anteil als den ursprünglich unter Rambouillet vorgesehenen 4.000 auf 60.000 aufgestockt werden könnte.

    Mit anderen Worten, die vorgeschlagene Invasionstruppe sollte mehr als doppelt so hoch sein wie unter Rambouillet (28.000 Soldaten) und gleichzeitig alle normativen Klauseln des ursprünglichen Rambouillet-Abkommens durchsetzen, einschließlich der „freien Bewegung“ von NATO-Kampfeinheiten in ganz Jugoslawien.

    In der Zwischenzeit forcierte das militärische Establishment der NATO das Tempo der internationalen Diplomatie. Das Bündnis deutete im Mai an, dass eine Bodenoffensive gestartet werden könnte, bevor ein von den G8 genehmigtes und vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen ratifiziertes „Friedensabkommen“ erreicht wird.

    Zusätzlich zu den bereits (lange vor Beginn der Bombenangriffe) in Mazedonien stationierten 16.000 Bodentruppen (von denen fast die Hälfte Briten sind), waren in Albanien auch etwa 7.000 NATO-Truppen und „Spezialeinheiten“ präsent, ganz zu schweigen von den NATO-Truppen stationiert in Bosnien-Herzegowina im Rahmen der Operation Joint Endeavour:

    „Wir haben bereits eine ganze Menge Truppen in Mazedonien als Kern dieser Operation stationiert“, sagte der britische Außenminister Robin Cook. „Es gibt bereits über 12.000 dort … und letztes Wochenende [14.-15. Mai] haben wir weitere zweieinhalbtausend dazu verpflichtet, dorthin zu gehen. Wir müssen aufbauen – eigentlich müssen wir jetzt aufbauen …“ 50 .

    Ende Mai wurde das Ziel von 60.000 Soldaten auf 150.000 revidiert. Vertreter der Allianz schätzen, dass „wenn die Allianz später beschließt, für einen Landangriff zu mobilisieren … eine Invasionstruppe mehr als 150.000 Soldaten umfassen könnte“. 51 Premierminister Tony Blair hatte in einer separaten Erklärung (ohne jede Art von Parlamentsdebatte) die Entsendung von 50.000 britischen Truppen als Teil der 150.000 Mann starken Invasionstruppe bestätigt.

    Anfang Juni wurde eine NATO-geführte Invasion im Rahmen einer Schein-G8-UN-Friedensinitiative ins Leben gerufen. Während letzteres dazu diente, die öffentliche Meinung zu besänftigen und abzulenken, verlieh es dem Bündnis nützlicherweise einen Anschein von Legitimität gemäß der UN-Charta. Es gab auch vor, das Zögern gewählter Politiker wie des deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder und des italienischen Ministerpräsidenten Massimo D'Alema zu überwinden. Die US-Regierung verlangte auch den „Stempel“ des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen, um die Zustimmung des republikanisch dominierten Kongresses zu erlangen:

    „Die Demokraten des Repräsentantenhauses und des Senats sind sich einig, dass es zu diesem Zeitpunkt wenig Unterstützung für den Einsatz von Bodentruppen gibt … selbst wenn Clinton und andere NATO-Führer einen Konsens über eine so dramatische Änderung der Taktik erzielen könnten. Fürs Erste hat Clinton gesagt, er sei gegen Bodentruppen.“ 52

    Das US-Repräsentantenhaus (in einer scheinbar parteiischen „Anti-Clinton“-Abstimmung) hat sich geweigert, die Luftkampagne auch nur zu unterstützen, während es seine Weigerung zum Ausdruck brachte, einen „Bodenkrieg“ ohne Zustimmung des Kongresses zu genehmigen. Anfang April schlossen sich Republikaner und Demokraten im Repräsentantenhaus die Hände und warfen mit überwältigender Mehrheit von 427 zu 2 Stimmen eine vorgeschlagene „Kriegserklärung an Jugoslawien“ ab.

    Ende Mai reichten siebzehn Mitglieder des Kongresses eine Klage gegen Präsident Clinton ein, die auf den eklatanten Verstoß gegen die US-Verfassung hinwies:

    „dass der Angeklagte, der Präsident der Vereinigten Staaten, einen offensiven Militärangriff der Streitkräfte der Vereinigten Staaten gegen die Bundesrepublik Jugoslawien verfassungswidrig fortsetzt, ohne eine Kriegserklärung oder eine andere ausdrückliche Ermächtigung des Kongresses der Vereinigten Staaten einzuholen, wie dies erforderlich ist Artikel I, Abschnitt 8, Klausel 11 der Verfassung und trotz der Entscheidung des Kongresses, eine solche Maßnahme nicht zu genehmigen.“ 53

    Die vor dem Bezirksgericht (District of Columbia) eingeleitete Klage wies auch auf die Verletzung der War Powers Resolution von 1973 hin, einer Gesetzgebung aus der Zeit des Vietnamkriegs, die „die Zustimmung des Kongresses des amtierenden Präsidenten für die „Einführung in Feindseligkeiten“ der US-Streitkräfte erfordert Kräfte länger als 60 Tage“:

    Die Kläger verlangen auch eine Erklärung, dass ein Bericht gemäß Abschnitt 1543(a)(1) der War Powers Resolution am 26. März 1999, innerhalb von 48 Stunden nach Beginn der Feindseligkeiten in der Bundesrepublik Jugoslawien von United, eingereicht werden musste Bundeswehr. Darüber hinaus verlangen die Kläger eine Erklärung, dass der Präsident gemäß Abschnitt 1544(b) der Entschließung den Einsatz der Streitkräfte der Vereinigten Staaten, die in Feindseligkeiten gegen die Bundesrepublik Jugoslawien verwickelt sind, spätestens sechzig Kalendertage nach dem 26. März 1999 beenden muss Der Präsident muss dies tun, es sei denn, der Kongress erklärt den Krieg oder erlässt eine andere ausdrückliche Genehmigung oder hat die 60-Tage-Frist verlängert oder der Präsident entscheidet, dass weitere 30 Tage erforderlich sind, um die Streitkräfte der Vereinigten Staaten sicher aus dem Kampf zurückzuziehen. 54


    NATO als „Friedensstifter“

    In Anlehnung an das Sperrfeuer der eigennützigen NATO-Propaganda besteht der Medienbetrug nun darin, Bodentruppen der Allianz geschickt als echte „Friedensbewahrer“ darzustellen. Die öffentliche Meinung sollte sich nicht über die Bedeutung einer zwischen G8 und UN vermittelten diplomatischen Lösung täuschen lassen.

    Eine „internationale Präsenz“, die im Wesentlichen aus NATO-Truppen im Rahmen des G8-Vorschlags besteht (der Anfang Juni vom serbischen Parlament ratifiziert wurde), könnte eine symbolische Teilnahme von „Nicht-NATO-Streitkräften“, darunter Russland und die Ukraine, beinhalten. Während Moskau Anfang Juni dem Abzug aller jugoslawischen Streitkräfte aus dem Kosovo neben der Entwaffnung der UÇK zustimmte, bestand der russische Gesandte Viktor Tschernomyrdin dennoch darauf, dass die Kommandostruktur der vorgeschlagenen internationalen Truppe unter der Kontrolle und Gerichtsbarkeit der Vereinten Nationen stehen sollte.

    Trotz seiner oberflächlichen Verurteilung der NATO-Bombenanschläge ist der russische Präsident Boris Jelzin eine westliche Marionette. Tschernomyrdin hatte zuvor in einem Schreiben in der Washington Post davor gewarnt, dass eine Fortsetzung der Luftangriffe die amerikanisch-russischen Beziehungen beeinträchtigen könnte: „Die Welt war noch nie in diesem Jahrzehnt so nah wie jetzt am Rande eines Atomkriegs …“ und fügte hinzu, „Russland würde es tun sich aus dem Verhandlungsprozess zurückzuziehen, wenn die NATO-Bombardierung, die am 24. März begann, nicht bald aufhört.“ 55

    In der Zwischenzeit hatte das Bündnis jedoch darauf bestanden, eine einheitliche NATO-Kommandostruktur aufrechtzuerhalten (was für Moskau und Belgrad nicht akzeptabel war). Die NATO hat die Bombenanschläge auch verstärkt, um Druck auf Belgrad auszuüben, die „fünf Bedingungen“ der NATO (ohne vorherige Verhandlungen) zu akzeptieren.

    Wenn der G-8-Vorschlag ratifiziert werden sollte, würde die NATO zunächst US-Marines von der 26. Marine Expeditionary Unit in der Adria in den Kosovo entsenden. Die Marines würden vor dem Einzug einer Truppe von 50.000 Soldaten Teil einer sogenannten „Enabling Force“ sein.

    Ein „Friedensvorschlag“ der G-8 (der de facto eine militärische Besetzung des Kosovo impliziert) könnte auf dem G7-G8-Gipfel in Köln Mitte Juni formell ratifiziert werden. Alle G7-Regierungs- und Staatsoberhäupter werden zusammen mit Präsident Boris Jelzin in Köln anwesend sein, was hoffentlich eine hochfliegende Demonstration der Einheit zugunsten einer (G8-sanktionierten) NATO-geführten Invasion sein wird. Dennoch warnte die NATO Anfang Juni davor, dass das Bündnis mit einer Bodeninvasion mit 150.000 Soldaten fortfahren würde, sollte die diplomatische Initiative keinen Erfolg haben.


    Die Entsendung von „Special Forces“

    In der Zwischenzeit hat bereits ein beginnender unerklärter Bodenkrieg begonnen: Britische, französische und amerikanische Spezialkräfte sollen die UÇK bei der Durchführung von Bodenkampfoperationen gegen reguläre Einheiten der jugoslawischen Armee beraten. Um diese Initiative zu unterstützen, wurde im US-Kongress ein von den Republikanern gesponserter Gesetzentwurf eingebracht, um der UCK direkte militärische Hilfe zukommen zu lassen.

    Diese „Spezialeinheiten“ „beraten die Rebellen in ihren Hochburgen in Nordalbanien, wo die UÇK eine große Rekrutierungs- und Ausbildungsoperation gestartet hat. Laut hochrangigen UÇK-Beamten nutzt die [britische] SAS zwei Lager in der Nähe von Tirana, der albanischen Hauptstadt, und ein weiteres an der kosovarischen Grenze, um UÇK-Offizieren beizubringen, wie man Operationen zum Sammeln von Informationen auf serbischen Stellungen durchführt.“ 56 Im Mai berichtete die jugoslawische Tageszeitung Vecernje Novosti, dass drei französische Spezialeinheitsoffiziere in Uniformen der französischen Streitkräfte („Parachutistes“) an der Grenze zwischen Albanien und Jugoslawien getötet wurden. Laut der französischen Tageszeitung Libration waren die drei Männer angeblich „Ausbilder, die für die Koordinierung der Bodenkriegsaktivitäten der UÇK verantwortlich waren …“ 57 .


    Info: https://www.globalresearch.ca/natos-war-of-aggression-against-yugoslavia-2/5517027


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    22.10.2022

    Zur Erinnerung: Angriffskrieg der NATO gegen Jugoslawien  (II von II)

    global Research, 28. März 2016, Von Prof. Michel Chossudovsky

    Global Research 19. September 2003                                                  (elektr. übersetzt, unkorrigiert)


    Eine unheilige „Vernunftehe“

    Neben der Entsendung westlicher Spezialeinheiten haben Mudschaheddin-Söldner und andere islamisch-fundamentalistische Gruppen (unter anderem finanziert vom Iran und dem saudischen Finanzier Osmane Bin Laden) mit der UÇK im Bodenkrieg zusammengearbeitet.

    „[B]y Anfang Dezember 1997 hatte der iranische Geheimdienst bereits die ersten Lieferungen von Handgranaten, Maschinengewehren, Sturmgewehren, Nachtsichtgeräten und Kommunikationsausrüstung geliefert … Darüber hinaus begannen die Iraner, vielversprechende albanische und UCK [UÇK]-Kommandanten zu entsenden für fortgeschrittene militärische Ausbildung in al-Qud [Spezial-] Kräften und IRGC-Lagern im Iran… 58 .

    Bin Ladens Al Qaida, die angeblich für die Bombenanschläge auf afrikanische Botschaften im vergangenen Jahr verantwortlich war, „war eine von mehreren fundamentalistischen Gruppen, die Einheiten in den Kosovo geschickt hatten, um zu kämpfen, … Bin Laden soll 1994 eine Operation in Albanien eingerichtet haben … albanische Quellen sagen Sali Berisha , der damals Präsident war, hatte Verbindungen zu einigen Gruppen, die sich später als extreme Fundamentalisten herausstellten“. 59

    Nato in enger Zusammenarbeit mit UÇK-Bodenoperationen

    Laut Jane Defense Weekly (10. Mai 1999) ist der neue Stabschef der UÇK der ehemalige Brigadegeneral der kroatischen Streitkräfte, Agim Ceku (ein ethnischer Albaner), gegen den derzeit das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag (ICTY) wegen seiner Rolle ermittelt bei „kurzen Hinrichtungen, wahllosem Beschuss der Zivilbevölkerung und ‚ethnischen Säuberungen‘ während des Krieges in Bosnien“. 60

    Die Antwort von NATO-Sprecher Jamie Shea auf die Ernennung eines Kriegsverbrechers zum UÇK-Stabschef wurde in einer Pressekonferenz mitgeteilt:

    „Ich habe immer deutlich gemacht, und Sie haben mich das sagen hören, dass die NATO keine direkten Kontakte zur UÇK hat. Wen sie zu ihren Führern ernennen, das ist ganz ihre Sache. Dazu habe ich keinen Kommentar." 61

    Sheas Aussage, die NATO habe „keine direkten Kontakte zur UÇK“, ist eine Lüge. Es steht in offenem Widerspruch zu anderen Erklärungen des Bündnisses: „Ich spreche regelmäßig mit Hashim Thaci, dem Anführer der Kosovo-Befreiungsarmee, der im Kosovo ist. Ich habe Ende letzter Woche mit ihm gesprochen“, sagte der britische Außenminister Robin Cook. 62

    Operationen am Boden (geführt von der UÇK und den NATO-Spezialeinheiten) werden nun sorgfältig mit der Luftkampagne koordiniert. Darüber hinaus „arbeiten etwa 50 kanadische Streitkräfte mit der UÇK im Kosovo zusammen“, um zu melden, „wo die Bomben fallen“, damit sie besser zielen können, „wo die nächste Bombe landen soll“. 63

    Vom Pentagon gesponserte Söldner im Kosovo

    Die UÇK hat auch „einen langfristigen Ausbildungsvertrag mit Military and Professional Resources International [MPRI] erhalten, einer Söldnerfirma, die von ehemaligen amerikanischen Offizieren geführt wird, die mit halboffizieller Genehmigung des Pentagon operieren und beim Aufbau eine Schlüsselrolle gespielt haben Kroatiens Streitkräfte [während des Krieges in Bosnien].“ 64 Und General Brigadier Agim Ceku (trotz seiner Rolle bei „ethnischen Säuberungen“ in Bosnien) arbeitet derzeit im Auftrag der UÇK eng mit der Söldnereinheit MPRI des Pentagon zusammen.

    Die UÇK will eine „Post-Konflikt-Regierung“ bilden

    Eine selbsternannte provisorische UÇK-Regierung des Kosovo wurde eingesetzt. Mit dem UCK-Führer Hashim Thaci als designiertem Premierminister wurde der UCK bereits eine zentrale Rolle bei der Bildung einer „Post-Konflikt-Regierung“ zugesagt.

    Während die NATO offen eine „Freiheitsbewegung“ mit Verbindungen zum Drogenhandel förderte, war sie auch bestrebt, die zivile Kosovo Democratic League und ihren Führer Ibrahim Rugova zu umgehen, die zuvor ein Ende der Bombenanschläge gefordert hatten. Rugova wurde von der UÇK als „Verräter“ gebrandmarkt. Laut dem albanischen Staatsfernsehen hatte die UÇK Rugova zum Tode verurteilt und ihn beschuldigt, „ein Agent des Regimes in Belgrad“ zu sein. 65

    Im April wurde Fehmi Agani, einer der engsten Mitarbeiter Rugovas in der Demokratischen Liga, getötet. Die Serben wurden von NATO-Sprecher Jamie Shea beschuldigt, Agani ermordet zu haben. Laut der Skopjeer Zeitung Makedonija Danas unter Berufung auf zuverlässige Quellen in Albanien: „Agani wurde getötet … auf Befehl von Tirana, wo sich Thaci mit den Mitgliedern seiner illegalen Regierung aufhält“. 66

    Laut einem Bericht des Foreign Policy Institute:

    „… die UÇK hat [keine] Bedenken, Rugovas Kollaborateure zu ermorden, die sie des „Verbrechens“ der Mäßigung beschuldigt. Obwohl Rugovas jüngstes Treffen mit Milosevic möglicherweise unter Druck stand, erklärte die UÇK vor Kurzem Rugova zum „Verräter“ – ein weiterer Schritt, um alle Konkurrenten um die politische Macht im Kosovo auszuschalten.“ 67

    Das UCK-Militärregime hatte die ordnungsgemäß gewählte (von ethnischen Albanern) zivile provisorische kosovarische Regierung von Präsident Ibrahim Rugova ersetzt. In einer Erklärung vom April hielt die UÇK die von der Demokratischen Liga organisierten (parallelen) „Parlamentswahlen“, die im März 1998 abgehalten wurden, für ungültig.

    Die selbsternannte kosovarische Regierung besteht aus der UÇK und der Bewegung der Demokratischen Union (LBD), einer Koalition von fünf Oppositionsparteien, die gegen Rugovas Demokratische Liga (LDK) sind. Neben der Position des Premierministers kontrolliert die UÇK die Ministerien für Finanzen, öffentliche Ordnung und Verteidigung. Mit den Worten des Sprechers des US-Außenministeriums, James Foley:

    „Wir wollen eine gute Beziehung zu ihnen [der UÇK] entwickeln, während sie sich in eine politisch orientierte Organisation verwandeln“, … „[W]ir glauben, dass wir viele Ratschläge und viel Hilfe bieten können ihnen, wenn sie genau die Art von politischen Akteuren werden, die wir uns wünschen.' 68

    Da die UÇK bereit ist, eine zentrale Rolle bei der Bildung einer „Post-Konflikt“-Regierung zu spielen, geht die Tendenz zur Einrichtung eines „Mafia-Staates“ mit Verbindungen zum Drogenhandel. Die Position des US-Außenministeriums ist, dass die UÇK „nicht als militärische Kraft weiter bestehen dürfte, aber die Chance hätte, in ihrem Streben nach Selbstverwaltung unter einem ‚anderen Kontext‘ voranzukommen“, was die Einführung einer De-facto-„Narko“ bedeutet -Demokratie“ unter dem Schutz der NATO: „Wenn wir ihnen helfen können und sie wollen, dass wir ihnen bei diesen Transformationsbemühungen helfen, ist das meiner Meinung nach nichts, womit irgendjemand argumentieren kann.“ 69

    In jüngster Zeit hat das Bündnis jedoch versucht, durch die Vermittlung von US-Außenministerin Madeleine Albright die Meinungsverschiedenheiten zwischen Thachi, Rugova und anderen ethnischen albanischen Führern zu versöhnen, „hauptsächlich im Hinblick auf die Stärkung seiner eigenen Position [des Bündnisses] in der Region .“ 70

    Auferlegen von „Freimarkt“-Reformen

    Analysten der Wall Street sind sich einig, dass „Krieg gut fürs Geschäft ist“, insbesondere in Zeiten „wirtschaftlicher Abschwächung“. Der US-Kongress hat erhöhte Haushaltszuweisungen zur Finanzierung des Krieges in Jugoslawien genehmigt, was zu Aufträgen in Milliardenhöhe für die amerikanische Verteidigungsindustrie führen wird. Im Gegenzug wird der Krieg den militärisch-industriellen Komplex und die damit verbundenen High-Tech-Sektoren in den USA und Westeuropa ankurbeln. Ein Bodenkrieg in Kombination mit einer längeren militärischen Besetzung (wie in Bosnien) wird die Militärausgaben stützen. Im Gegenzug wird die verdeckte Unterstützung und Finanzierung von „Freiheitskämpfern“ (die sich über den Balkan hinaus bis nach Zentralasien und in den Nahen Osten erstrecken) dazu beitragen, den lukrativen Schmuggel von Kleinwaffen für einen wachsenden Markt aufständischer nationalistischer Bewegungen zu fördern.

    „Wirtschaftlicher Wiederaufbau“

    Die „Post-Konflikt“-Agenda (im Rahmen der vorgeschlagenen „Friedensinitiative“ der G8 besteht darin, im Kosovo ein besetztes Gebiet unter westlicher Verwaltung zu errichten (im Großen und Ganzen nach dem gleichen Modell wie das Bosnien-Herzegowina auferlegte Dayton-Abkommen von 1995).

    Für den Kosovo sind unter Aufsicht der Bretton-Woods-Institutionen „Reformen des freien Marktes“ vorgesehen. In Artikel I (Kapitel 4a) des Rambouillet-Abkommens heißt es: „Die Wirtschaft des Kosovo funktioniert nach den Grundsätzen des freien Marktes“.

    „Zivilverwaltung [im Kosovo] und Wiederaufbau würden von nichtmilitärischen Gremien durchgeführt, einschließlich der EU und der OSZE, mit Beiträgen der Weltbank und des IWF, um kriegszerstörte Infrastruktur wieder aufzubauen und Flüchtlinge unterzubringen. 71

    In enger Verbindung mit der NATO hatten die Bretton-Woods-Institutionen bereits die Folgen einer eventuellen Militärintervention analysiert, die zur militärischen Besetzung des Kosovo führen würde: Fast ein Jahr vor Beginn des Krieges führte die Weltbank „Simulationen“ durch, die „die Möglichkeit eines Notfallszenarios aufgrund der Spannungen im Kosovo“. 72 Die in Washington durchgeführten „Simulationen“ wurden tatsächlich bereits in eine Palette von „Notfallkrediten“ für Mazedonien und Albanien übersetzt, und es kommt noch mehr … Seit der Verhängung des Embargos wird Jugoslawien jedoch nicht mehr berücksichtigt ein Mitglied der Bretton-Woods-Institutionen und hat keinen Anspruch auf Kredite von IWF und Weltbank, bis die Sanktionen aufgehoben sind.

    Der vorgeschlagene „Marshall-Plan“ für den Balkan ist eine Illusion. Wir erinnern daran, dass die Wiederaufbaukosten in Bosnien in der Größenordnung von 50 Milliarden Dollar lagen. Westliche Geber sagten zunächst 3 Milliarden Dollar an Wiederaufbaudarlehen zu, doch im Dezember 1995 wurden nur magere 518 Millionen Dollar gewährt, von denen ein Teil (gemäß den Bedingungen des Dayton-Friedensabkommens) zur Finanzierung einiger der lokalen Zivilkosten der Implementierungstruppe bestimmt war (IFOR) Militäreinsatz sowie Rückzahlung von Schulden bei internationalen Gläubigern. 73

    Der eventuelle „Wiederaufbau“ Jugoslawiens, der im Zusammenhang mit den Reformen des „freien Marktes“ formuliert und durch internationale Schulden finanziert wird, soll weitgehend einen sicheren Hafen für ausländische Investoren schaffen, anstatt die wirtschaftliche und soziale Infrastruktur des Landes zu sanieren. Die tödliche „Wirtschaftsmedizin“ des IWF wird verhängt, die Volkswirtschaft wird demontiert, europäische und amerikanische Banken übernehmen Finanzinstitute, lokale Industrieunternehmen, die noch nicht vollständig zerstört sind, werden in den Bankrott getrieben. Das rentabelste Staatsvermögen wird im Rahmen des von der Weltbank geförderten Privatisierungsprogramms in die Hände ausländischen Kapitals überführt. Im Gegenzug,

    „Die Alliierten werden mit dem Rest der internationalen Gemeinschaft zusammenarbeiten, um beim Wiederaufbau des Kosovo zu helfen, sobald die Krise vorbei ist: Der Internationale Währungsfonds und die Gruppe der sieben Industrieländer gehören zu denen, die bereit sind, den Ländern der Region finanzielle Hilfe anzubieten. Wir wollen eine angemessene Koordinierung der Hilfe sicherstellen und den Ländern helfen, auf die Auswirkungen der Krise zu reagieren. Dies sollte Hand in Hand gehen mit den notwendigen Strukturreformen in den betroffenen Ländern – unterstützt durch Budgethilfe der internationalen Gemeinschaft. 74

    Der sogenannte „Wiederaufbau“ des Balkans durch ausländisches Kapital wiederum wird Multi-Milliarden-Verträge an multinationale Unternehmen für den Wiederaufbau von Straßen, Flughäfen und Brücken bedeuten, die schließlich (sobald das Embargo aufgehoben wird) erforderlich sein werden, um die „Freizügigkeit“ zu erleichtern ” von Kapital und Waren.

    Der vorgeschlagene „Marshall-Plan“, der von der Weltbank und der Europäischen Entwicklungsbank (EBWE) sowie privaten Gläubigern finanziert wird, wird weitgehend westlichen Bergbau-, Erdöl- und Bauunternehmen zugutekommen und gleichzeitig die Auslandsverschuldung der Region bis weit ins dritte Jahrtausend hinein anheizen. Und die Länder des Balkans sollen diese Schulden durch die Wäsche von schmutzigem Geld im heimischen Bankensystem zurückzahlen, das unter der Aufsicht westlicher Finanzinstitute dereguliert wird. Narco-Dollar aus dem milliardenschweren Balkan-Drogenhandel werden recycelt (über das Bankensystem) und zur Bedienung der Auslandsschulden sowie zur „Finanzierung“ der Kosten des „Wiederaufbaus“ verwendet.

    Das Muster für Kosovo ähnelt in dieser Hinsicht dem von Mazedonien und Albanien. Seit den frühen 1990er Jahren haben die Reformen des IWF die albanische Bevölkerung verarmt und die nationale Wirtschaft in den Bankrott geführt. Die tödliche Wirtschaftstherapie des IWF verwandelt Länder in offene Territorien. In Albanien und Mazedonien hat sie das Wachstum des illegalen Handels und die Kriminalisierung staatlicher Institutionen gefördert.

    Darüber hinaus hatten NATO-Truppen in Mazedonien und Albanien bereits vor dem Flüchtlingszustrom zivile Einrichtungen (einschließlich Hotels, Schulen, Kasernen und sogar Krankenhäuser) besetzt, ohne die nationalen Regierungen für die Inanspruchnahme lokaler Dienste zu entschädigen. 75

    In grausamer Ironie soll ein erheblicher Teil dieser entstandenen Kosten sowie der Kosten im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise nun nicht vom Bündnis, sondern von den nationalen Regierungen auf geliehenem Geld finanziert werden:

    „[D]ie formalen Strukturen der albanischen Regierung wurden durch die Krise gelähmt. Die Staatskasse ist durch die ersten Bemühungen, den Flüchtlingen zu helfen, geleert.“ 76

    Wer zahlt Kriegsreparationen?

    Die umfassende Zerstörung Jugoslawiens würde normalerweise erfordern, dass das Bündnis „Kriegsreparationen“ an Belgrad zahlt. Allerdings wird das Bündnis nach einem Muster, das sowohl in Vietnam als auch im Irak festgelegt wurde, Belgrad zweifellos zwingen, „für die Kosten“ der Operation Allied Force (einschließlich der Marschflugkörper und radioaktiven Granaten) als Bedingung für die „Normalisierung der Beziehungen“ zu zahlen die Aufhebung des Wirtschaftsembargos.

    Wir erinnern in diesem Zusammenhang daran, dass Vietnam zwar nie Kriegsreparationszahlungen erhalten hat, Hanoi jedoch – als Bedingung für die „Normalisierung“ der Wirtschaftsbeziehungen und die Aufhebung des US-Embargos 1994 – gezwungen war, die „uneinbringlichen Schulden“ der Verstorbenen anzuerkennen Saigon-Regime, die größtenteils zur Finanzierung der US-Kriegsanstrengungen verwendet wurden. Durch die Anerkennung (in einem 1993 ausgehandelten geheimen Abkommen des Pariser Clubs) der Legitimität dieser Schulden hatte Vietnam akzeptiert, „Kriegsentschädigungen“ an seinen ehemaligen Feind zu zahlen. 77

    In ähnlicher Weise wurden Bagdad „die Kosten des Golfkriegs in Rechnung gestellt“, – –dh. Die angehäuften irakischen Schulden, einschließlich privater Forderungen gegen den Irak, wurden von einer Sondereinheit des UN-Sicherheitsrates sorgfältig erfasst. Die Anerkennung dieser Schulden durch Bagdad zu einem späteren Zeitpunkt wird eine Bedingung für die Aufhebung der Sanktionen gegen den Irak sein.

    Anmerkungen:

    1. Erklärung des UNICEF-Vertreters in Belgrad, zitiert in Yugoslav Daily Survey, Belgrad, 23. Mai 1999, Nr. 4351.
    2. Bericht von Dr. Siegwart-Horst Günther, Sitzung der PBS (Bundessozialisten), Bonn, 17. Mai 1999.
    3.  International Action Center, „NATO Bombing Unleashes Environmental Catastrophe in Europe“, Pressemitteilung, 14. Mai 1999).
    4.  Joseph Fitchett, „Ist die serbische Wirtschaft das wahre Ziel? Raids Seem Aimed at Bolstering Resistance to Milosevic“, International Herald Tribune, Paris, 26. Mai 1999.
    5. Pressemitteilung von Tanjug, 25. Mai 1999.
    6. Erklärung an die Botschafter von 19 NATO-Staaten, zitiert in Daily Telegraph, London, 28. Mai 1999.
    7. Ebenda.
    8. Sean Gervasi, Bosnien und Vietnam, Textentwurf, 1995.
    9. Financial Times, London, 6. Mai 1999, p. 2.
    10. Ebenda.
    11. The Boston Globe, 8. April 1999.
    12. Laut Viktor Chechevatov, einem Drei-Sterne-General und Kommandeur der Bodentruppen im Fernen Osten Russlands, zitiert in The Boston Globe, 8. April 1999
    13. Dr. Mary-Wynne Ashford, „Bombardierungen entzünden Atomkriegsängste“, The Victoria Times-Colonist. 13. Mai 1999, Seite A15. Mary-Wynne Ashford ist Co-Präsidentin des Friedensnobelpreisträgers IPPNW.
    14. Zitiert in Mary-Wynne Ashford, op. cit.
    15. Zitiert von Dr. Mary-Wynne Ashford, aaO. cit.
    16. Dr. Mary-Wynne Ashford, op. cit.
    17. Zitiert in The Washington Post, 9. Mai 1999, Seite A20.
    18. Leitartikel der World Socialist Website, 24. Mai 1999.
    19. Diana Johnstone, On Refugees, Paris, 30. Mai 1999.
    20. Ebenda.
    21. Siehe „Lawyers Charge NATO Leaders Before War Crimes Tribunal“, Toronto, 6. Mai 1999.
    22. Siehe Financial Times, 27. Mai 1999.
    23. Siehe „Lawyers Charge NATO Leaders Before War Crimes Tribunal“, Toronto, 6. Mai 1999; siehe auch Jude Wanniski, „Memo to US House Majority Leader“, Polyconomics, New York, 10. Mai 1999.
    24. Lawyers Charge NATO, op cit.
    25. Ebenda.
    26. Ebenda.
    27. Chicago Tribune, 10. Mai 1999. 28. Geheimdienstbericht des Auswärtigen Amtes, 12. Januar 1999 an das Verwaltungsgericht Trier.
    28. Lagebericht des Auswärtigen Amtes vom 18.11.1998 an das Oberverwaltungsgericht Münster vom 24.02.1999.
    29. Siehe Roland Keith, „Failure of Diplomacy, Returning OSCE Human Rights Monitor Offers A View From the Ground in Kosovo“, The Democrat, Mai 1999.
    30. Pressemitteilung des US-Verteidigungsministeriums, 6. April 1999. Der erklärte Zweck der Mission war es, „eine Reihe von Sicherheitsfragen im Zusammenhang mit den jüngsten ethnischen Zusammenstößen im Kosovo zu erörtern“. In Skopje bestand die Tagesordnung darin, Sicherheitsvorkehrungen zu prüfen, die nach Beendigung des UNPREDEP-Programms umgesetzt werden sollten.
    31. Hintergrundbesprechung durch einen hochrangigen Verteidigungsbeamten im NATO-Hauptquartier, Donnerstag, 11. Juni 1998.
    32. Ebenda.
    33. US-Verteidigungsministerium, Background Briefing, 15. Juli 1998.
    34. Für weitere Einzelheiten siehe Michel Chossudovsky, Kosovo „Freedom Fighters“ Financed by Organized Crime, Ottawa, 1999.
    35. Zitiert in The Daily Telegraph, London, 25. September 1998.
    36. Siehe Federation of American Scientists, „Operation Certaind Force“, 24. März 1999, siehe auch Financial Times, 12. Oktober 1998.
    37. Zitiert in Federation of American Scientists, op. cit.
    38. Siehe Roland Keith, Anhang, a.a.O. cit.
    39. United States Court of Appeals, für den District of Columbia Circuit, eingereicht am 23. Januar 1996, Abteilung Nr. 86-6, in Re: Oliver L. North.
    40. Ebenda.
    41. Roland Keith, Anhang, op. cit.
    42. Bestätigt durch mehrere Presseberichte sowie Äußerungen der UÇK, siehe auch Radio 21 Dispatch, Tirana, 28. Februar 1999.
    43. Roland Keith, Anhang, op cit.
    44. Daily Telegraph, London, 29. Januar 1999.
    45. Föderation amerikanischer Wissenschaftler, op. cit.
    46. Ebenda.
    47. Ebenda.
    48. Ebenda.
    49. „Margaret Warner spricht mit Cook über die neuesten Entwicklungen im Jugoslawienkonflikt“, Jim Lehrer News Hour, 21. Mai 1999.
    50. New York Times, 26. Mai 1999.
    51. Washington Post, 23. Mai 1999.
    52. Klage beim Bezirksgericht der Vereinigten Staaten für den District of Columbia, Klage auf Feststellungshilfe, vorläufige Erklärung, District of Columbia, 27. Mai 1999.
    53. Ebenda, siehe auch Truth in Media, Phoenix, 23. Mai 1999.
    54. Washington Post, 27. Mai 1999.
    55. Sunday Telegraph, London, 18. April 1999.
    56. Libration, Paris, 19. Mai 1999.
    57. Yossef Bodansky, „Italy Becomes Iran's New Base for Terrorist Operations“, Defense and Foreign Affairs Strategic Policy, London, Februar 1998. Bodansky ist Direktor der Task Force des US-Kongresses für Terrorismus und unkonventionelle Kriegsführung
    58. Chris Steven, „Bin Laden eröffnet eine europäische Terrorbasis in Albanien“, Sunday Times, London, 15. November 1998.
    59. „War Crimes Panel Finds Croat Troops ‚Säuberung‘ der Serben“, New York Times, 21. März 1999.
    60.  NATO-Pressekonferenz, 14. Mai 1999.
    61. Jim Lehrer News Hour, op. cit.
    62. Laut dem kanadischen Abgeordneten David Price, 19. April 1999, UPI Press Dispatch. 64. Sunday Telegraph, London, 18. April 1999.
    63. „US Is Trying to Reconcile Ethnic-Albanian Separatists“, Belgrad, Tanjug Press Dispatch, 30. Mai 1999.
    64. Zitiert in Tanjug Press Dispatch, 14. Mai 1999.
    65. Siehe Michael Radu, „Don't Arm the KLA“, CNS-Kommentar des Foreign Policy Research Institute, 7. April 1999).
    66. New York Times, 2. Februar 1999.
    67. Ebenda.
    68. Pressemeldung Tanjug, 30. Mai 1999.
    69. Siehe World Bank Development News, Washington, 27. April 1999.
    70. Ebenda.
    71. Siehe Michel Chossudovsky, Dismantling Yugoslavia, Colonizing Bosnia, Covert Action Quarterly, Nr. 56, Frühjahr 1996.
    72. Erklärung von Javier Solano, Generalsekretär der NATO, veröffentlicht in The National Post, Toronto, Mai 1999).
    73. Siehe Jan Oberg, Press Info, No. 59, Insecuring Macedonia, Transnational Foundation TFF, 18. März 1999.
    74. Jane Intelligence Review, Juni 1999.
    75. Siehe Michel Chossudovsky, The Globalization of Poverty, Impacts of IWF and World Banks Reforms, Third World Network Penang und Zed Books, 1997, Kapitel 8.

    Verweise:

    Zur UÇK: http://www.transnational.org/features/crimefinansed.html

    Zum Zerfall Jugoslawiens: http://www.hartford-hwp.com/archives/62/022.html und http://www.lbbs.org/yugoslavia.htm

    Zu den Auswirkungen der Bombenanschläge: http://www.diaspora-net.org/food4thought/chossudovsky.htm

     

    Die ursprüngliche Quelle dieses Artikels ist Global Research

    Copyright © Prof. Michel Chossudovsky , Global Research , 2016


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    22.10.2022

    Bidens Tech-Krieg „Goes Nuclear“. „Blockierung von Chinas Zugang zu entscheidender Halbleitertechnologie“

    globalresearch.ca, vom 20. Oktober 2022, Von Mike Whitney, (elektr. übersetzt, unkorrigiert)


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    Thema:

     

    „Viele Leute wissen nicht, was gestern passiert ist. Um es einfach auszudrücken: Biden hat alle Amerikaner, die in China arbeiten, gezwungen, sich zwischen der Aufgabe ihrer Arbeit und dem Verlust der amerikanischen Staatsbürgerschaft zu entscheiden. Alle amerikanischen Führungskräfte und Ingenieure, die in Chinas Halbleiterindustrie arbeiten, sind gestern zurückgetreten und haben die chinesische Produktion über Nacht lahmgelegt. Eine Sanktionsrunde von Biden hat mehr Schaden angerichtet als alle vier Jahre performativer Sanktionen unter Trump. Obwohl amerikanische Halbleiterexporteure in den Trump-Jahren Lizenzen beantragen mussten, wurden die Lizenzen innerhalb eines Monats genehmigt.


    Mit den neuen Biden-Sanktionen sind alle amerikanischen Anbieter von IP-Blöcken, Komponenten und Diensten über Nacht abgereist – und haben damit alle Dienste [nach China] abgeschnitten. Um es kurz zu machen, jedes Halbleiterunternehmen für fortgeschrittene Nodes sieht sich derzeit mit einer umfassenden Lieferunterbrechung, Kündigungen aller amerikanischen Mitarbeiter und einer sofortigen Betriebslähmung konfrontiert. So sieht Vernichtung aus: Chinas Halbleiterindustrie wurde über Nacht auf null heruntergefahren. Vollständiger Zusammenbruch. Keine Überlebenschance.“

    - Gepostet auf Jordan Schneiders Twitter-Account @jordanschnyc aus einem übersetzten Thread unter @lidangzzz


    Die Biden-Regierung verschärfte ihren Krieg gegen China letzte Woche, als sie eine thermonukleare Bombe im Herzen von Pekings boomender Technologieindustrie zur Detonation brachte. In dem Bemühen, Chinas Zugang zu entscheidender Halbleitertechnologie zu blockieren, kündigte Team Biden belastende neue Exportregeln an, die auf eine „umfassende Lieferunterbrechung“ der wesentlichen Halbleitertechnologie abzielen, was – laut einem Analysten – zu einer „sofortigen Betriebslähmung“ führte. Der durch die Ankündigung entfesselte Terror wurde treffend in einem Thread zusammengefasst, der auf Jordan Schneiders Twitter-Account von einem übersetzten Thread unter @lidangzzz gepostet wurde (siehe obiges Zitat).


    Natürlich wurde die chinesische Regierung von den drakonischen neuen Regeln überrumpelt, die „alle chinesischen Unternehmen für fortschrittliches Computerchip-Design“ einschließen und zweifellos „die Eliminierung aller amerikanischen Produkte und Technologien aus dem gesamten Ökosystem sicherstellen werden“. Das neue Sanktionsregime wird Chinas florierender Technologieindustrie wahrscheinlich erheblichen Schaden zufügen und US-Partnern, die in dieser Angelegenheit nicht konsultiert wurden, erheblichen Schaden zufügen. Aber obwohl die Ankündigung eine völlige Überraschung war, passt sie zu der viel umfangreicheren Liste feindseliger US-Aktionen gegenüber China in den letzten Monaten. Einige davon sind:


    1. Mehrere US-Delegationen (Nancy Pelosi und andere amtierende Kongressabgeordnete) reisten nach Taiwan , um die Ein-China-Politik in Frage zu stellen, die in den letzten 40 Jahren der Eckpfeiler für normale Beziehungen zwischen den beiden Ländern war.
    2. Zwei US-Kriegsschiffe fahren durch die Meerenge, BBC
    3. Manöver zwischen den USA und Indien an der indisch-chinesischen Grenze
    4. Die anhaltende Entschlossenheit der Biden-Administration, Südkorea ein tödliches Raketenabwehrsystem zur Verfügung zu stellen, das für offensive Zwecke eingesetzt werden kann und die chinesische Sicherheit bedroht
    5. Die unerbittliche Stärkung einer „Anti-China“-Koalition
    6. Zwei US-Trägergruppen führen Übungen im Südchinesischen Meer durch
    7. Und jetzt – so die Financial Times – wird die EU aufgefordert, ihre China-Politik zu überdenken


    Obwohl die Liste keineswegs vollständig ist, sollte sie dem Leser einen Eindruck von dem Anstieg der Kriegslust vermitteln, der derzeit gegen Peking gerichtet ist. China zu bedrängen ist zu einem Vollzeitjob geworden, was nicht ganz unerwartet ist, da die Politik der „Eindämmung“ zwischen den USA und China bis in den Kalten Krieg zurückreicht. Was jetzt anders ist – wie Bidens Nationale Sicherheitsstrategie von 2022 zeigt – ist, dass sich die USA inmitten eines „großen Machtkampfes“ sehen, in dem der Hauptfeind China ist, das als „der einzige Konkurrent mit Absicht und zunehmend“ angesehen wird , die Fähigkeit, die internationale Ordnung neu zu gestalten.“ (NSS)Mit anderen Worten, die Biden-Regierung gibt zu, dass wir uns im Krieg mit China befinden und dass wir alle notwendigen Mittel einsetzen müssen, um in diesem Konflikt zu bestehen. Wie der außenpolitische Analyst Andre Damon kürzlich feststellte, ist die NSS keine Strategie zur Verteidigung der Republik, sondern eine „Blaupause für den 3. Weltkrieg“.

    Beziehungen zwischen den USA und China: Pentagon versus Hightech

    In der Tat wird die Eindämmung allein nicht mehr ausreichen. Gefordert sind zunehmend provokative Aktionen, die dazu beitragen, China zu isolieren, zu diffamieren und letztlich zu schwächen, damit es zu einem „verantwortungsvollen Akteur“ im „regelbasierten System“ wird. Mit anderen Worten, Biden sucht einen willfährigen Vasallen, der auf die Fersen geht und tut, was ihm gesagt wird.

    Klingt bekannt?

    Bidens belastende neue Exportregeln passen perfekt in diese umfassendere Strategie der anhaltenden Konfrontation und Feindseligkeit. Es stimmt auch mit der oft wiederholten neokonservativen Ansicht überein, dass es „keine Hoffnung auf eine Koexistenz mit China gibt, solange die Kommunistische Partei das Land regiert“. Wir können also wieder einmal sehen, dass die Angriffe der Regierung auf China nicht nur darauf abzielen, die chinesische Entwicklung „einzudämmen“, sondern auch auf einen Regimewechsel abzielen . Wir glauben, dass die jüngste Verschärfung von Bidens Tech-Krieg nichts mit nationalen Sicherheitsbedenken zu tun hat (wie „noch aufstrebende Felder der künstlichen Intelligenz und des Quantencomputers“), sondern tatsächlich ein weiterer verzweifelter Versuch ist, Washingtons lockeren Griff auf die globale Macht zu bewahren. So fasste es der Autor Jon Bateman in einem Artikel im Foreign Policy Magazine zusammen:

    „Das Bureau of Industry and Security (BIS) kündigte neue … Beschränkungen für den Export von fortschrittlichen Halbleitern, Geräten zur Chipherstellung und Komponenten von Supercomputern nach China an. Die Kontrollen… offenbaren einen zielstrebigen Fokus darauf, die chinesischen Fähigkeiten auf einer breiten und grundlegenden Ebene zu vereiteln… …der Hauptschaden für China wird wirtschaftlicher Natur sein, in einem Ausmaß, das in keinem Verhältnis zu Washingtons zitierten militärischen und nachrichtendienstlichen Bedenken steht…. Diese Verschiebung deutet auf noch strengere US-Maßnahmen hin, nicht nur im Bereich Advanced Computing, sondern auch in anderen Sektoren (wie Biotechnologie, Fertigung und Finanzen), die als strategisch gelten. Das Tempo und die Details sind ungewiss, aber das strategische Ziel und die politische Verpflichtung sind jetzt klarer denn je. Chinas technologischer Aufstieg wird um jeden Preis gebremst.“ („Biden setzt jetzt alles daran, China auszuschalten“, Jon Bateman, Foreign Policy Magazine)

    Da steht es schwarz auf weiß. Die USA werden alles tun, um ihren Spitzenplatz in der globalen Ordnung „Kommt Hölle oder Hochwasser“ zu bewahren. Und Bateman hat recht, es wird zweifellos „noch strengere US-Maßnahmen geben, nicht nur im Bereich Advanced Computing, sondern auch in anderen Sektoren (wie Biotechnologie, Fertigung und Finanzen)“. Und das bedeutet natürlich mehr Sanktionen und Zölle, mehr Unterbrechung lebenswichtiger Versorgungsleitungen und höhere Kosten für alles. Wenn Sie dachten, der Krieg mit Russland habe sich auf die Energiepreise ausgewirkt, „Sie haben noch gar nichts gesehen!“ 40 Jahre Globalisierung zurückzuspulen, wird eine entsetzliche Erfahrung sein, die einer großen Zahnoperation ohne Novocain gleichkommt. Das ist von Reuters:

    „Die USA bemühen sich, unbeabsichtigte Folgen ihrer neuen Exportbeschränkungen für Chinas Chipindustrie anzugehen, die der Halbleiter-Lieferkette unbeabsichtigt schaden könnten, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen - US-Lieferungen an die in China ansässigen Fabriken ohne Lizenzen, wenn US-Unternehmen oder -Personen beteiligt sind. Infolgedessen konnten selbst grundlegende Artikel wie Glühbirnen, Federn und Schrauben, die Werkzeuge am Laufen halten, möglicherweise nicht ausgeliefert werden, bis den Anbietern Lizenzen erteilt wurden. Und ohne die minutengenaue Unterstützung, die die Gießereien benötigen, könnten sie mit der Schließung beginnen, sagte eine Quelle. ..

    Die USA planten, Lizenzen für nicht-chinesische Fabriken in China, die von den neuen Beschränkungen betroffen sind, von Fall zu Fall zu überprüfen, aber selbst wenn dies genehmigt würde, könnte dies zu Verzögerungen bei den Lieferungen führen. Lizenzen für chinesische Chipfabriken würden wahrscheinlich verweigert.“ („ Die USA ringen, um zu verhindern, dass Exportbeschränkungen für chinesische Chips die Lieferkette stören “, Reuters)

    Verstehst du, was ich meine? Weitere Unterbrechungen der Versorgungsleitungen bedeuten höhere Preise, stärker angeschlagene Haushaltsbudgets und weniger amerikanische Familien, die mit ihren schrumpfenden Löhnen über die Runden kommen. Denkt irgendjemand in Washington über diese Dinge nach, bevor sie die Räder in Bewegung setzen? Die Biden-Regierung ist so besessen davon, China einzudämmen, dass sie bereit ist, den Lebensstandard der USA von der Klippe zu stürzen und die Welt der nuklearen Vernichtung noch näher zu bringen. Hier ist mehr Hintergrund aus einem Artikel auf der Asia Times :

    Die US-Maßnahmen werden Chinas Sensoren, Satellitenüberwachung, militärische Führung und andere strategische Systeme nicht beeinträchtigen, da die überwiegende Mehrheit der militärischen Anwendungen ältere Chips verwendet, die China zu Hause produzieren kann ….. Die neuen US-Beschränkungen werden Chinas 2.000 Oberflächen- Schiffs- und Boden-Boden-Raketen daran hindern, US-Flugzeugträger im Westpazifik oder US-Luftwaffenstützpunkte in Guam und Okinawa anzugreifen, und sie werden Chinas mehr als 1.000 Abfangjäger nicht daran hindern, Luft-Luft-Langstrecken zu zielen Raketen auf US-Flugzeuge …

    Es wird auch eine umfassende chinesische Anstrengung hervorrufen, die amerikanische Chipherstellungs- und Designtechnologie zu ersetzen . CapEx und F&E werden in der US-Halbleiterindustrie drastisch schrumpfen, während China dem Sektor ein enormes Budget zuweist.

    Über einen Zeitraum von fünf oder zehn Jahren wird Amerikas technologischer Vorsprung bei der Entwicklung und Herstellung von Halbleitern wahrscheinlich schwinden. Da die Kapitalbudgets in der westlichen Halbleiterindustrie zusammenbrechen, wird der Schaden für die USA und andere westliche Volkswirtschaften wahrscheinlich größer sein als der Schaden, der China zugefügt wird. ..ein umfassendes US-Verbot von Chipverkäufen nach China würde 37 % des Umsatzes von US-Halbleiterunternehmen eliminieren und zu … dem Verlust von 15.000 bis 40.000 hochqualifizierten direkten Arbeitsplätzen in der US-Halbleiterindustrie führen.“ ..

    Im schlimmsten Fall dürfte der Schaden für Chinas Wirtschaft vorübergehend sein … Aber die Auswirkungen der beginnenden Depression in der westlichen Halbleiterindustrie können durchaus dauerhaften Schaden anrichten. ( „China-Chip-Verbot eine US-Übung in extremer Selbstverletzung“ , Asia Times )

    Es könnte also alles nach hinten losgehen wie die schlecht durchdachten Sanktionen gegen Russland, die ganz Europa in eine beispiellose Energiekrise gestürzt haben?

    Ja, das sagt er. Die neuen Regeln werden China kurzfristig Schmerzen bereiten, aber langfristig nur der amerikanischen Industrie schaden. Es ist ein weiteres klassisches Beispiel dafür, „sich die Nase abzuschneiden, um sein Gesicht zu ärgern“, was Bidens MO zu einer Vielzahl von Themen zu sein scheint.

    Es ist erwähnenswert, dass der Biden-Plan ein weiterer großer Schritt in Richtung „Entglobalisierung“ ist. (d. h. die Wiedererrichtung grenzüberschreitender Handelsschranken, um eine weitere wirtschaftliche Integration und niedrigere Kosten zu verhindern.) Jahrzehntelang haben führende Unternehmen und Politiker die Vorzüge der Auslagerung von Unternehmen und der Auslagerung von Arbeitsplätzen angepriesen, als ob dies der wahre Ausdruck Gottes wäre göttlicher Plan.Aber jetzt, wo Chinas Wachstum die globale Hegemonie der USA bedroht, haben die außenpolitischen Eliten einen schnellen 180 gemacht. Jetzt muss der Globalisierungsgenie gelockt und gevierteilt und zurück in seine Flasche geschoben werden, damit der Westen seine Vormachtstellung bewahren kann, indem er sich effektiv von den Chinesen trennt Kraftpaket.

    „Entkoppeln“ ist übrigens das neue Schlagwort unter den Außenpolitikern. Was das Wort impliziert, ist, dass die USA „ein gewisses Maß an technologischer Trennung von China umsetzen müssen, aber nicht so weit gehen sollten, dass sie dabei den Interessen der USA schaden“. Mit anderen Worten, Washington ist auf dem besten Weg, viele Bereiche des Handels mit China selektiv zu beenden, während es gleichzeitig versucht, sich nicht selbst ins eigene Bein zu schießen.

    Viel Glück damit.

    Also, wohin führt das alles, fragst du?

    Zu mehr Konflikten, mehr Konfrontation, höheren Preisen, niedrigerem Lebensstandard und schließlich zu einem Zerfall der vorherrschenden Ordnung. So viel steht fest. Das Problem ist natürlich, dass die China-Falken jetzt die Hebel der Macht in Washington kontrollieren, was bedeutet, dass sich die Angriffe auf China intensivieren, die Abkopplung beschleunigt wird und bald eine massiv destabilisierende internationale Krise folgen wird.

    Die Biden-Regierung verschwendet amerikanische Macht für einseitige Maßnahmen, die sie nicht durchsetzen kann und die keine nennenswerten Auswirkungen auf Chinas Entwicklung haben werden. Sie sollten besser nach Möglichkeiten suchen, den Übergang in eine neue Welt zu erleichtern, und dann pathetisch versuchen, die Uhr auf den vergangenen „unipolaren Moment“ zurückzudrehen.

    *

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    Dieser Artikel wurde ursprünglich auf The Unz Review veröffentlicht .

     

    Michael Whitney  ist ein renommierter geopolitischer und sozialer Analyst mit Sitz im US-Bundesstaat Washington. Er begann seine Karriere als unabhängiger Bürgerjournalist im Jahr 2002 mit einem Engagement für ehrlichen Journalismus, soziale Gerechtigkeit und Weltfrieden.

    Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Center for Research on Globalization (CRG).

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    Die ursprüngliche Quelle dieses Artikels ist Global Research

    Urheberrecht © Mike Whitney , Global Research, 2022


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    22.10.2022

    BRI vs New Quad for Afghanistan’s coming boom

    thesaker.is,  July 26, 2021, by Pepe Escobar with permission and first posted at Asia Times

    The race is already on to build and extend Afghanistan’s shattered infrastructure as rival powers advance competing initiatives


    Over a week ago the excruciatingly slow Doha peace talks between the Kabul government and the Taliban resumed, and then they dragged on for two days observed by envoys from the EU, US and UN.

    Nothing happened. They could not even agree on a ceasefire during Eid al-Adha. Worse, there’s no road map for how negotiations might pick up in August. Taliban supreme leader Haibatullah Akhundzada duly released a statement: the Taliban “strenuously favors a political settlement.”

    But how? Irreconcilable differences rule. Realpolitik dictates there’s no way the Taliban will embrace Western liberal democracy: They want the restoration of an Islamic emirate.

    Afghan President Ashraf Ghani, for his part, is damaged goods even in Kabul diplomatic circles where he’s derided as too stubborn, not to mention incapable of rising to the occasion. The only possible solution in the short term is seen as an interim government.

    Yet there is no leader around with national appeal – no Commander Massoud figure. There are only regional warlords – whose militias protect their own local interests, not distant Kabul.

    While facts on the ground spell out balkanization, the Taliban, even on the offensive, know they cannot possibly pull off a military takeover of Afghanistan.

    And when the Americans say they will continue to “support Afghan government forces,” that means still bombing, but from over the horizon and now under new Centcom management in Qatar.

    Russia, China, Pakistan and the Central Asian “stans” – everyone is trying hard to circumvent the stalemate. Shadow play, as usual, has been in full effect. Take for instance the crucial meeting of the Collective Security Treaty Organization (former Soviet states) – nearly simultaneous with the recent Shanghai Cooperation Organization summit in Dushanbe and the subsequent Central Asia-South Asia connectivity conference in Tashkent.

    The CSTO summit was 100% leak-proof. And yet, previously, they had discussed “possibilities of using the potential of the CSTO member states” to keep the highly volatile Tajik-Afghan border under control.

    That’s very serious business. A task force headed by Colonel-General Anatoly Sidorov, the chief of the CSTO Joint Staff, is in charge of “joint measures” to police the borders.

    Now enter an even more intriguing shadowplay gambit – met with a non-denial denial by both Moscow and Washington.

    The Kommersant newspaper revealed that Moscow offered some “hospitality” to the Pentagon at its military bases in Kyrgyzstan and Tajikistan (both SCO member states). The objective: keep a joint eye on the fast-evolving Afghan chessboard – and prevent drug mafia cartels, Islamists of the ISIS-Khorasan variety and refugees from crossing the borders of these Central Asian ‘stans.

    What the Russians are aiming at – non-denial denial withstanding – is not to let the Americans off the hook for the “mess” (copyright Sergey Lavrov) in Afghanistan while preventing them from reestablishing any offshoot of the Empire of Bases in Central Asia.

    They established bases in Kyrgyzstan and Uzbekistan after 2001, although they had to be abandoned later in 2004 and 2014. What is clear is there’s absolutely no chance the US will re-establish military bases in SCO and CSTO member nations.


    Birth of a new Quad

    At the Central Asia-South Asia 2021 meeting in Tashkent, right after the SCO meeting in Dushanbe, something quite intriguing happened: the birth of a new Quad (forget that one in the Indo-Pacific).

    This is how it was spun by the Afghan Ministry of Foreign Affairs: a “historic opportunity to open flourishing international trade routes, [and] the parties intend to cooperate to expand trade, build transit links and strengthen business-to-business ties.”

    If that sounds like something straight out of the Belt and Road Initiative, well, here’s the confirmation by the Pakistani Foreign Office:

    “Representatives of the United States, Uzbekistan, Afghanistan and Pakistan agreed in principle to establish a new quadrilateral diplomatic platform focused on enhancing regional connectivity. The parties consider long-term peace and stability in Afghanistan critical to regional connectivity and agree that peace and regional connectivity are mutually reinforcing.”

    The US doing Belt and Road right into China’s alley? A State Department tweet confirmed it. Call it a geopolitical case of “if you can’t beat ’em, join ’em.”

    Now this is probably the only issue that virtually all players on the Afghanistan chessboard agree: a stable Afghanistan turbo-charging the flow of cargo across a vital hub of Eurasia integration.

    Taliban spokesperson Suhail Shaheen has been very consistent: the Taliban regard China as a “friend” to Afghanistan and are eager to have Beijing investing in reconstruction work “as soon as possible.”

    The question is what Washington aims to accomplish with this new Quad – for the moment just on paper. Simple: to throw a monkey wrench into the works of the SCO, led by Russia-China, and the main forum organizing a possible solution for the Afghan drama.

    In this sense, the US versus Russia-China competition in the Afghan theater totally fits the Build Back Better World (B3W) gambit, which aims – at least in thesis – to offer an alternative infrastructure plan to Belt and Road and pitch it to nations from the Caribbean and Africa to the Asia-Pacific.

    What is not in question is that a stable Afghanistan is essential in terms of establishing full rail-road connectivity from resource-rich Central Asia to the Pakistani ports of Karachi and Gwadar, and beyond to global markets.

    For Pakistan, what happens next is a certified geoeconomic win-win – whether via the China-Pakistan Economic Corridor, which is a flagship Belt and Road project, or via the new, incipient Quad.

    China will be funding the highly strategic Peshawar-Kabul motorway. Peshawar is already linked to CPEC. The completion of the motorway will symbolically seal Afghanistan as part of CPEC.



    And then there’s the delightfully named Pakafuz, which refers to the trilateral deal signed in February between Pakistan, Afghanistan and Uzbekistan to build a railway – a fundamentally strategic connection between Central and South Asia.

    Full connectivity between Central Asia and South Asia also happens to be a key plank of the Russian master strategy, the Greater Eurasia Partnership, which interacts with Belt and Road in multiple ways.

    Lavrov spent quite some time in the Central Asia-South Asia summit in Tashkent explaining the integration of the Greater Eurasia Partnership and Belt and Road with the SCO and the Eurasia Economic Union.

    Lavrov also referred to the Uzbek proposal “to align the Trans-Siberian Railway and the Europe-West China corridor with new regional projects.” Everything is interlinked, any way you look at it.

    Watching the geoeconomic flow

    The new Quad is in fact a latecomer in terms of the fast-evolving geopolitical transmutation of the Heartland. The whole process is being driven by China and Russia, which are jointly managing key Central Asian affairs.

    Already in early June, a very important China-Pakistan-Afghanistan joint statement stressed how Kabul will be profiting from trade via the CPEC’s port of Gwadar.

    And then, there’s Pipelineistan.

    On July 16, Islamabad and Moscow signed a mega-deal for a US$3 billion, 1100-kilometer gas pipeline between Port Qasim in Karachi and Lahore, to be finished by the end of 2023.

    The pipeline will transport imported LNG from Qatar arriving at Karachi’s LNG terminal. This is the Pakstream Gas Pipeline Project – locally known as the North-South Gas project.

    The interminable Pipelineistan war between IPI (India-Pakistan-Iran) and TAPI (Turkmenistan-Afghanistan-Pakistan-India) – which I followed in detail for years – seems to have ended with a third-way winner.


    As much as the Kabul government, the Taliban seem to be paying very close attention to all the geoeconomics and how Afghanistan is at the heart of an inevitable economic boom.

    Perhaps both sides should also be paying close attention to someone like Zoon Ahmed Khan, a very bright Pakistani woman who is a research fellow with the Belt and Road Initiative Strategy Institute at Tsinghua University.


    Zoon Ahmed Khan notes how “one significant contribution that China makes through the BRI is emphasizing on the fact that developing countries like Pakistan have to find their own development path, rather than follow a Western model of governance.”

    She adds, “The best thing Pakistan can learn from the Chinese model is to come up with its own model. China does not wish to impose its journey and experience on other countries, which is quite important.”

    She is adamant that Belt and Road “is benefiting a much greater region than Pakistan. Through the initiative, what China tries to do is to present the partner countries with its experience and the things it can offer.”

    All of the above definitely applies to Afghanistan – and its convoluted but ultimately inevitable insertion into the ongoing process of Eurasia integration.


    Info: https://thesaker.is/peaceful-modernization-chinas-offering-to-the-global-south/BRI


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    22.10.2022

    Nur tote Fische schwimmen mit dem StromDas Gruppendenken ist die größte Gefahr für die Menschheit. Wer Katastrophen vermeiden will, sollte anfangen, den Widerspruch zu lieben.

    freischwebende-intelligenz.org, 22. Oktober 2022, ca. 7:30 Uhr, Milosz Matuschek




    Twitter avatar for @bobscartoonsBob Moran @bobscartoons

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    6:27 PM ∙ Oct 12, 2022

























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    “Das Narrativ kollabiert schnell” - “Nicht so schnell wie die Leute, die ihm gefolgt sind.” (Cartoon: Bob Moran)




    Der Mensch ist nicht per se gut oder böse, klug oder dumm. Es sind oft die Umstände, die ihn zu dem einen oder dem anderen Verhalten verleiten. Nicht selten sind es selbst gewählte Umstände. Einer dieser Umstände ist der «Korpsgeist», also eine Gruppensituation, die alle Mitglieder einer Gruppe dazu verleitet, sich selbst zu Konformisten eines Konsenskartells zu degradieren, also lieber um der lauschigen Stimmung wegen gemeinsam um das goldene Kalb der richtigen Lösung herumzutanzen, anstatt zu fragen, ob denn die gefundene Lösung tatsächlich die beste ist. Der Mangel an nonkonformistischen Ideen in entscheidenden Momenten ist die Nahrung der Hybris. Die Hybris wiederum ist die Mutter des Planungsfehlers. Der Planungsfehler wiederum ist die Programmierung der Katastrophe.


    Konformismus ist unsere Standardeinstellung

    Der Wahnsinn der Welt ist keine Frage des Glaubens daran, sondern eine Frage der Wahrscheinlichkeit. Die Wahrscheinlichkeit der Entstehung von Meinungssilos und von Gruppendenken ist größer als das Auftauchen von Nonkonformisten. Fauler Konsens ist die gesellschaftliche Standardeinstellung. Der Nonkonformist ist die Abweichung. Der Psychologe Solomon Asch zeigte in zahlreichen Experimenten auf, dass 75% aller Teilnehmer mindestens einmal einem offensichtlich falschen Gruppenkonsens erlagen. Der kollektive Irrtum, der auf einem Konsens der Denkfaulen beruht, ist somit bei jeder Entscheidung von Gruppen, nicht nur wahrscheinlich, man kann in bestimmten Situationen quasi die Uhr danach stellen, dass der Moment der Enttäuschung und damit das krachende Scheitern der Konsens-Lösung irgendwann eintreten muss. 

    Am deutlichsten ist dies gerade am Corona-Narrativ zu sehen, welches mit viel politischem Fanatismus, einer guten Portion wissenschaftlicher Korrumpiertheit und mit der vollen Feuerkraft medialer Willfährigkeit über zwei Jahre mühsam aufgebaut worden ist und jetzt in Schutt und Asche zerfällt. Das Besondere an dieser größten modernen Märchenerzählung liegt darin, dass der Kadavergehorsam einzelner gesellschaftlicher Gruppen sich von einem fabrizierten Konsens zu einer kollektiven Autosuggestion globalen Ausmaßes entwickeln konnte, über alle geographischen oder ideologischen Grenzen hinweg. Der in den letzten zwei Jahren installierte Hygienekult wurde so zur wohl ersten globalen technokratischen Zivilreligion der Neuzeit, ihre Priesterkaste rekrutierte sich aus allen Schichten, vom Virologen über den Comedian, den C-Promi bis hin zum Meinungsjournalisten. Wer dem goldenen Kalb des falschen Konsenses huldigte, konnte erwarten, etwas von dem Goldglanz abzubekommen.


    Das Corona-Narrativ ist am Ende

    Inzwischen ist der Lack gänzlich ab. Gibt es eigentlich noch irgendeine «Covid- «Gewissheit» des «Teams Vorsicht» die bisher nicht unter die Räder gekommen ist? Dass das Virus eher das Produkt verquerer wissenschaftlicher Forschung war, als von einem Markt in Wuhan gekommen zu sein, sagt heute der Leiter der Covid-Kommission der angesehenen Fachzeitschrift Lancet, Jeffrey D. Sachs. Er fühlt sich von seinen Kollegen in dieser Frage hinters Licht geführt.

    Dass die Covid-Impfstoffe nie darauf getestet wurden, Ansteckungen zu verhindern, gab vor kurzem eine hochrangige Pfizer-Mitarbeiterin in einer Anhörung vor dem EU-Parlament zu. Diese Aussage kann man getrost als Erdrutsch interpretieren: denn damit erweist sich das Gerede vom vermeintlichen Schutz der anderen, von lebensrettender Solidarität, von der Notwendigkeit von Impfpässen sowie die volksverhetzerische Parole von der «Pandemie der Ungeimpften» als evidenzlose Massentäuschung.




    Twitter avatar for @BBaruckerBastian Barucker @BBarucker

    Pfizer wußte bei Einführung des Impfstoffs nicht, ob dieser die Verbreitung von Sars-Cov2 stoppen kann. Das sagte eine hohe Mitarbeiterin des Unternehmens am 10.10.22 bei einer Sitzung des EU-Sonderausschußes zu Covid-19. Wofür gab es 2G/3G und Impfzertifikate noch mal?

    10:27 AM ∙ Oct 11, 2022
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    Dass die Übertragung des Impfstoffes von der Muttermilch auf das Kind kategorisch ausgeschlossen ist, durfte die notorische Covid-Eskalationsbeauftragte Melanie Brinkmann noch vor wenigen Monaten unwidersprochen bei Markus Lanz einem Massenpublikum verkünden. Inzwischen ist das Gegenteil belegt. Der oberste Gesundheitsbeauftragte von Florida, Joseph Ladapo, warnt inzwischen offiziell vor Herzschäden durch mRNA-Vakzine bei Männern zwischen 18 und 39. Bei dieser Gruppe sei das Risiko eines Herztodes nach der Impfung um 84% erhöht.

    Der Satz von Ursula von der Leyen «Glauben Sie nur den offiziellen Informationen in den Qualitätsmedien» dürfte sich spätestens jetzt so gründlich zerlegt haben, wie das Vertrauen in die Kaste der Impfluenzer und Pandemietreiber allgemein. Oder auch nicht. Karl Lauterbach wirbt gerade mit einer groß angelegten PR-Kampagne für die vierte Impfung. Dies sogar mit der dreifach geimpften und danach an «Long Covid» erkrankten Ex-Spiegel-Kolumnistin, Margarete Stokowski. Muss nun wirklich schon das letzte Aufgebot der mutmaßlich Impfgeschädigten an die Informationsfront?




    Twitter avatar for @oida_grantlerGrantler ???? @oida_grantler

    "Meine Infektion war im Januar. Ich war gerade frisch geboostert und seitdem bin ich krank" berichtet Autorin Stokowski beim Impfwerbe-Gipfel mit Karl Lauterbach. Ist sie sich der Wucht ihrer Aussage bewusst?

    1:44 PM ∙ Oct 14, 2022
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    - ab hier Bezahlschranke -


    Info: https://www.freischwebende-intelligenz.org/p/tote-fische-schwimmen-mit-dem-strom

    21.10.2022

    Leserbrief zum HAZ – Artikel „Menschen sterben vor meinen Augen“ v. 19.10.22 Ukrainekrieg und Hungersnot

    Unter Vermittlung der Vereinten Nationen und der Türkei hatte Russland Ende Juli 2022 einem Abkommen mit der Ukraine zugestimmt, die Blockade von drei Schwarzmeer-Häfen aufzuheben. Heute haben die ukrainischen Getreide-Exporte fast wieder das Vorkriegsniveau erreicht. Wenn die Angaben stimmen, dann kann die weltweite Getreide-Krise und damit der Hunger in vielen afrikanischen Ländern wohl kaum mit dem Krieg in der Ukraine zusammenhängen. Entweder gelangt das Getreide nicht nach Afrika, oder es gibt massive Spekulationen an den Märkten, oder das eigentliche Problem ist der Mangel an Dünger und Getreide aus Russland.


    Tatsächlich werden die meisten aktuellen ukrainischen Getreideexporte nicht in die Hunger- gebiete Afrikas, sondern in die Türkei und nach Europa geliefert. Der Grund ist systembedingt. Der Export in diese Länder bringt höhere Renditen. Darüber hinaus wird der Preis von Nahrungsmitteln durch maßlose spekulative Börsengeschäfte mit Nahrungsmitteln in die Höhe getrieben, in der Hoffnung der Finanzakteure schnelle Gewinne zu erzielen. Auch der Mangel an Dünger kann nicht die Ursache des Hungers sein. Trotz der Verteuerung des Düngers steigt die weltweite Getreideproduktion und seit vier Jahren besteht wieder ein Getreideüberschuss.


    Die explodierenden Nahrungsmittelpreise und die daraus folgende Hungersnot in Afrika sind aus den genannten Gründen keine Folge der Ukraine-Krieges, sondern das Resultat kapitalistischer Profitmacherei. Hierzu gehören auch die Hungerursachen Armut, Einkommensungleichheit, Klimawandel und bewaffnete Konflikte. Diese entstehen durch die Zerstörung von Arbeitsplätzen, durch die Aneignung des Reichtums durch wenige Kapitaleigner, durch den profitablen Raubbau an fossilen Energieträgern, durch die ungleiche Vermögensverteilung und durch den Kampf der kapitalistischen Konzerne um die Weltvorherrschaft. Sie sind ebenfalls die Folge der kapitalistischen Produktionsweise.


    Nicht der Krieg in der Ukraine treibt als angeblicher Mitverursacher die Bevölkerung Somalias und anderer Länder in eine gewaltige Hungersnot. Es sind kapitalistische Strukturen, wie die Profit- und Marktorientierung, die Geldspekulation, die Klimakrise, die Ausbeutung, der Landraub, die Hungerlöhne, die Rohstoffplünderung und die Verdrängung durch Billigprodukte, Ursachen, die nur mit einem alternativen ökonomischen System behoben werden können. Wer von einer friedlichen Welt ohne Hunger und ohne Armut träumt und diese realisieren möchte, der kommt an einem grundlegenden Systemwechsel nicht vorbei.


    Alfred Müller
    Albertus-Magnus-Str.46
    31139 Hildesheim
    21.10.2022

    Reiner Kröhnert als Erwecker der Kriegsmüd*innen | Weltnetz.tv

    weltnetz.tv, vom 17.10.2022 (Aufzeichnungsdatum)

    Reiner Kröhnert in Merz' Glanzrolle als Erwecker der Kriegsmüd*innen Der Lobbyist des weltweit größten Kriegsgeschäftebetreibers "Blackrock", versucht sich hier an grünlichen NATO-Neumitglieder*innen, die ihm vor 20 Jahren noch den nackten Arsch hingehalten hätten...


    Produktion: Weltnetz.tv

    Länge: 0:04:12

    Personen: Reiner Kröhnert


    ... Dabei steht Friedrich Merz für den dreifach nimmersatten Imperialismus: 


    1. das im Imperialismus regierende aggressive Monopolkapital braucht stets (und aus seiner innneren Ökonomik heraus) mehr eigene Extraprofite. Und exakt dafür sind massenhafte Zerstörung anderer  (zB staatlicher, mittelständischer) Vermögen unabdingbar. In Form von: Ruinen, zerplatzten Bomben, Pleiten und veralteten Waffensystemen.


    2. dazu braucht der Imperialismus stets fremde Länder und deren Öl, Gas, seltene Erden und fremder Leuts Arbeitskräfte zum billigsten Preis


    3. umschleimt der Imperialismus dafür stets neues Publikum; sonst müsste er ja seinen Krieg abbrechen. Dazu nutzt er exakte Menschenrechts-Botschaften: 1914 waren die auf die SPD zugeschnitten; (die hatten Merz´ Vorgänger in den Krieg geködert). Heute sind das Regenbogen-Grüne, deren Eltern einst mit Heinrich Böll in Mutlangen gegen die NATO-Raketen demonstriert hatten.


    Schnalzen Sie also bitte synchron bei den imperialistischen Eliten mit der Zunge, wenn Friedrich Merz feinsinnig die demagogische NATO-Peitsche knallen lässt. 

     


















    Video https://youtu.be/tJGHGahK1dY Dauer 4:33 min 


    Schau dir unser Programm an:

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    Info: https://weltnetz.tv/video/2763-reiner-kroehnert-merz-glanzrolle-als-erwecker-der-kriegsmuedinnen




    Weiteres:




    Hier Auszug aus transition-news.org


    "Die Kunst des Regierens besteht vor allem in der Wissenschaft des Gebrauchs von Worten."    Gustave Le Bon




    Weiteres:




    transition-news.org, Veröffentlicht am 21. September 2022 von KD.

    Der «NDR» will alternative Medien offenbar völlig zum Schweigen bringen

    Eine neue ZAPP-Dokumentation identifiziert ein Netzwerk alternativer Medien, das eine Bedrohung für die Demokratie darstellen soll. Dazu werden diese Medien pauschal in die rechte Ecke gerückt.

       

    Alternative Medien werden zunehmend zensiert und bedrängt. Auch ist man inzwischen diffamierende Berichte in den Mainstream-Medien gewohnt. In einer neuen ZAPP-Dokumentation des NDR verschärft sich nun der Ton abermals. Die Dokumentation ist schon online verfügbar, ausgestrahlt wird sie am 21. September.


    Es seien gute Zeiten für «sogenannte alternative Medien», heisst es im Bericht. Der Sender beschäftige sich seit Beginn der Corona-Proteste mit ihnen und beobachte, wie sie wachsen und sich professionalisieren würden. ZAPP nimmt nun insbesondere den österreichischen Sender AUF1 und dessen Gründer Stefan Magnet sowie Ken Jebsen ins Visier.


    Das Magazin wühlt dazu in Magnets Vergangenheit und bringt hervor, dass er um das Jahr 2000 in der Arbeitsgemeinschaft für demokratische Politik tätig war. Das sei ein «Europaweit agierender Verein der österreichischen Rechtsextreme», so die Sprecherin der Dokumentation. Uwe Seiler, ehemaliger Kriminalbeamter und Datenforensiker, der bei einem früheren Gerichtsverfahren den Computer von Magnet ausgewertet hatte, behauptet:

    «Stefan Magnet hat nur einziges Ziel: Destabilisierung der Demokratie.»

    Magnet wirft im Interview mit ZAPP den Mainstream-Medien hingegen vor, Kritiker als «Corona-Leugner» oder Rechtsextreme zu bezeichnen. So impliziert ZAPP auch, dass der Sender AUF1 antisemitisch ist, weil in deren Berichterstattung der Jude George Soros kritisiert und als «Globalist» bezeichnet wird.


    Magnet hält dagegen, dass er «keine Scheu davor habe, Menschen wie George Soros als «Globalisten» und als «Brandstifter» zu bezeichnen. Er bringt damit zum Ausdruck, dass dies nicht antisemitisch ist. Nicht darüber sprechen zu dürfen, nur weil Soros Jude ist, hält er für ein unangebrachtes Denktabu. ZAPP verdreht ihm sogleich die Worte im Mund und fragt im Kommentar: «Antisemitismus: Ein Denktabu, dass es zu überwinden gibt?»


    ZAPP zufolge ist durch den engen Zusammenhang der Proteste gegen die Covid-Massnahmen und der alternativen Medien «ein ganzes Netzwerk entstanden, das untereinander kooperiert und Inhalte teilt». Sie würden oft von «Eliten» und «Globalisten» sprechen, die die Menschheit kontrollieren wolle. Christian Schwieter vom Institute for Strategic Dialogue erklärt, dass dies «codierte Sprache» sei für «Kabale» oder «die Juden an sich». Das seien «antisemitische Feindbilder, die wir eigentlich schon seit Jahrhunderten kennen». (Die Denkfabrik hat auch uns von Transition News bereits im Fokus, wir berichteten).


    Schwieter leitet ein Forschungsprojekt über alternative online-Medien, wie ZAPP erklärt. Was das Magazin versäumt mitzuteilen: Das Institute for Strategic Dialogue, bei dem er tätig ist, ist unter anderen dem Club of 3 entsprungen, einer «deutsch-französisch-britischen Führungsinitiative». Und der Club of 3 weist den Axel Springer Verlag als Partner auf, neben Bosch, Vodafone, Airbus und der mehrfach in kriminelle Machenschaften verwickelten Bank HSBC.


    «Mit klaren Feindbildern die grossen Krisen erklären: Ein Muster der alternativen Medien – ob bei Corona oder dem Krieg in der Ukraine», kritisiert ZAPP weiter. Die Hypokrisie ist dabei unübersehbar, denn genau das tun die Mainstream-Medien auch. Mehr noch: Mit klaren Feindbildern führen sie und die Politiker die grossen Krisen erst herbei.


    Matthias Quent, Soziologe und «Rechtsextremismus-Forscher» erklärt, Corona habe man zum Teil auch nur «als Vorwand benutzt, um überhaupt grössere Aufmerksamkeit zu generieren». Dabei gehe es eigentlich um viel grössere Systemfragen. Auch hier wird alles auf den Kopf gestellt. Denn es ist doch eher so, dass viele Menschen durch die Corona-Massnahmen begonnen haben, das gesamte dafür verantwortliche System infrage zu stellen. Und selbstverständlich fühlten sich diejenigen bestätigt, die das System als Ganzes schon vorher hinterfragten.

    Quent ist übrigens für das Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft tätig, welches mit dem Institute for Strategic Dialogue kooperiert.


    Weiter stellt ZAPP fest, dass die alternativen Medien ihre «Halbwahrheiten» und «Fake-News» lange auch auf YouTube verbreitet haben. Doch die Plattform habe reagiert und Kanäle gesperrt. Das sei eine riesige Herausforderung für die «Szene»; deplatforming, nenne sich das. Quent erklärt, dass dies zwar die Reichweite massiv einschränke, doch er fügt an:

    «Allerdings verschwinden [dadurch] weder die Gedanken noch die Akteure hinter dieser Desinformation, dieser Propaganda».

    Verschwunden sei auch Ken Jebsen nicht, moniert ZAPP. YouTube habe Ende 2020 seinen Kanal gesperrt, weil Videos gegen «Covid-19-Richtlinien» verstossen hätten. Er selbst gebe auf YouTube dennoch Interviews, unter seinem bürgerlichen Namen Kayvan Soufi-Siavash. Das Magazin erwähnt auch seinen geplanten «Campus» ausserhalb Deutschlands, in dem alternative Medien untergebracht werden sollen.


    ZAPP sieht den Grund für dieses Projekt darin, dass Soufi-Siavash in Deutschland unter Druck steht, da letztes Jahr bekannt wurde, dass ihn der Berliner Verfassungsschutz beobachtet. Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) leitete zudem ein Verfahren gegen ihn ein. Die Medienaufsicht könnte eine dort gemeldete Website theoretisch verbieten, so ZAPP. Die Direktorin der mabb, Eva Flecken, erklärt jedoch, dass noch nie aufgrund der «Verletzung von Programmvorschriften oder journalistischer Sorgfaltspflicht» eine Lizenz entzogen oder ein Angebot dafür einem journalistischen online-Medium untersagt wurde.


    Im Oktober 2021 habe die mabb das Aufsichtsverfahren beendet, da das Portal KenFM nicht mehr existierte, erklärt ZAPP, und wirft Soufi-Siavash vor, entgegen seinen Behauptungen beim neuen Portal apolut auch das Sagen zu haben. Interne E-Mails vom April 2021 würden das belegen. «Wollte Jebsen mit der Gründung von apolut der Medienaufsicht ausweichen?», fragt ZAPP.

    Das Team zeigt Eva Flecken die erwähnten E-Mails und will wissen, ob das die Entscheidung der maab verändere, das Verfahren einzustellen. Flecker verneint ganz klar, denn das Verfahren sei immer gegen das Angebot KenFM gerichtet gewesen. Allerdings hätten sie auch apolut «nach wie vor im Blick» und würden regelmässig die Inhalte prüfen, wie bei einer Vielzahl von anderen Online-Medien. Bislang habe die mabb bei apolut noch keine Verstösse zu berichten.


    ZAPP gibt an, aus «geleakten Daten der Szene» zu wissen, dass sich nun ein «neues Netzwerk» formt, bei dem auch Jebsen eine Rolle spielt. Zentrale Figur im Hintergrund sei anhand der von Anonymous erhaltenen E-Mails Erich Hambach. Er sei «ein Versicherungskaufmann, der sich als Finanzexperte sieht», gehöre zu den «strategischen Köpfen der Alternativmedien-Machenden» und verstehe sich als Friedensaktivist. Neben seiner Präsenz auf anderen Plattformen moderiere Hambach auch selbst Sendungen, wie auf dem Kanal MutigMacher.


    Das Magazin identifiziert Hambach als zentrale Figur dieses «Netzwerks», weil laut den geleakten Daten bei ihm «die Nachrichten vieler Alternativmedien» zusammenlaufen. Er habe zu ihnen «Kontakt». Und mit Ken Jebsen plane er «eine Art Facebook für Querdenker», Freedolin genannt. So erstaunt es doch ein wenig, dass dem Aufruf auf Telegram dieser zentralen Figur zu einem «Friedensmarsch» gerade einmal drei Personen gefolgt sind, was ZAPP als «überschaubar» bezeichnet. Ein Gespräch mit dem Sender lehnte Hambach ab.


    Des Weiteren wendet ZAPP die übliche Masche an, und versucht Hambach durch Kontaktschuld in das rechte Lager zu rücken. So auch weiterhin den Sender AUF1, indem unter anderem auf Verbindungen mit dem Compact-Magazin hingewiesen wird, das «ein Sprachrohr der Neuen Rechten in Deutschland» sei. AUF1 habe «ein rechtsextremes Netzwerk errichtet». ZAPP wirft AUF1 auch vor, die bei den Zuschauern erzeugte Angst zu nutzen, um ihnen ihre Produkte zur Notfallversorgung zu verkaufen.


    Mit Bezug auf das «deplatformig» stellt der Sender die Frage, wie gut «das Modell Parallelöffentlichkeit» funktioniert. Laut Schwieter nicht so gut, denn der politische Gegner sei nicht auf diesen Plattformen. Man rede somit nur mit Leuten, die man schon überzeugt habe. Das mache somit für die Unternehmer und politischen Aktivisten «keinen Spass».

    ZAPP merkt weiter an, dass sich die Alternativmedien mit Abos, Spenden oder Werbungen nur finanzieren können, wenn sie ihre Zielgruppe an sich binden. Dazu Quent:

    «Das ist durchaus ein Markt. Wenn man diesen ökonomisch erschliessen würde, würde das zu einer elementaren Bedrohung der Demokratie führen».

    Innerhalb der globalisierungskritischen Szene gebe es ein «verhärtetes Milieu von Akteuren», die sich «gegen das liberale Modell der Demokratie des Westens richten». Das sei zumindest ein sehr grosses antidemokratisches Potenzial. Quent weiter:

    «Diese Akteure sind eine Herausforderung für die Demokratie, weil sie ein Milieu mithervorgebracht haben und verstärken, das ständig aufgeregt ist, das ständig in einer apokalyptischen Stimmung ist, das ständig der Meinung ist, es müsse kämpfen».

    ZAPP ist der Ansicht, dass sich die Alternativmedien nach aussen oft als stärker geben als sie es tatsächlich sind. Die massive Gegenwehr, welche diese Medien erfahren, lässt indes eher das Gegenteil vermuten.


    Und bezüglich AUF1 widerspricht sich das Magazin selbst: Früher im Bericht hiess es, bisher werde der Sender zwar in der öffentlichen Wahrnehmung kaum beachtet, doch ein Blick auf die Abrufzahlen in den sozialen Medien zeige, dass dies ein Fehler ist. 200’000 Menschen würden AUF1 auf Telegram folgen, «der wichtigsten Plattform der Querdenker-Szene». Die Tagesschau komme hingegen nur auf 5000 Abos und selbst die New York Times erreiche nur etwas mehr als 80’000. «200’000 Abos etwa mit überspitzten Beiträgen zur Corona-Impfung», kommentiert ZAPP.

    «Noch scheitern sie an einer wehrhaften Demokratie. Doch die nächste Krise kommt bestimmt. Ihre Botschaften werden weiterhin in den Endgeräten und Köpfen ankommen», schliesst die Dokumentation.

    Fazit: Dem NDR reicht es nicht, dass die alternativen Medien zunehmend zensiert und bedrängt werden und damit ihre Reichweite im «Mainstream» enorm beschränkt wird. Der Sender impliziert in diesem Bericht, dass sie völlig zum Schweigen gebracht werden sollten.


    Das ist eine Bedrohung für die Demokratie. Denn alternative Medien sind ja nur nötig, weil die Mainstream-Medien ihrem Auftrag nicht nachkommen, ausgewogen zu informieren – und das ist schon schlimm genug.


    Info: https://transition-news.org/der-ndr-will-alternative-medien-offenbar-vollig-zum-schweigen-bringen


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    21.10.2022

    "Der Westen ist tollwütig geworden" - Lawrow kündigt diplomatische Abkehr vom Westen an

    meinungsfreiheit.rtde.life, 21 Okt. 2022 21:13 Uhr

    Der russische Außenminister Sergei Lawrow hat in einer Rede die neuen Prioritäten der russischen Außenpolitik gesetzt. Diese liegen jetzt abseits des globalen Westens. Die jungen Mitarbeiter des Außenministeriums müssten sich darauf einstellen, viel mehr als bisher mit den Ländern in Asien, Afrika und Lateinamerika zu arbeiten.


    "Der Westen ist tollwütig geworden" - Lawrow kündigt diplomatische Abkehr vom Westen an


    Quelle: www.globallookpress.com

    Russland könnte seine diplomatischen Bemühungen im Westen zurückfahren, sagte Außenminister Sergei Lawrow am Dienstag vor neuen Mitarbeitern des Ministeriums. Das Treffen des Außenministers mit den gestrigen Absolventen der russischen Diplomatenschmiede MGIMO und damit dem diplomatischen Nachwuchs des Landes findet jährlich statt.


    Pro Jahr weltweit mehr als 150 Angriffe auf diplomatische Vertretungen der Russischen Föderation




    Pro Jahr weltweit mehr als 150 Angriffe auf diplomatische Vertretungen der Russischen Föderation






    Es habe keinen Sinn, die gleiche diplomatische Präsenz im Westen aufrechtzuerhalten.
    "Es gibt keine Arbeit" in den USA und Europa, aber andere Teile der Welt sind "voller Möglichkeiten", sagte der Außenminister.


    "Die Menschen arbeiten unter Bedingungen, die man kaum als menschlich bezeichnen kann", sagte Lawrow und verwies auf die "ständigen Probleme, ständigen Drohungen". Er fügte hinzu, dass es "keinen Sinn" habe, das gleiche Niveau der diplomatischen Präsenz beizubehalten.

    "Es gibt dort keine Arbeit mehr, seit Europa beschlossen hat, sich von uns abzuschotten."

    "Länder in Asien, Afrika und Lateinamerika brauchen dagegen zusätzliche Aufmerksamkeit", fuhr Lawrow fort und versprach, dass Länder, die "bereit sind, auf gleicher Augenhöhe zu arbeiten", mit "vielversprechenden gemeinsamen Projekten" belohnt werden.


    Viele Hauptstädte in Ländern der westlichen Allianzen NATO und EU sind in der Tat zu einem unsicheren Ort für die russischen Diplomaten geworden. Laut der Nachrichtenagentur RIA Nowosti kam es zwischen dem 15. Dezember des Jahres 2020 und Mai des Jahres 2022 zu mehr als 150 Verstößen gegen die Unverletzlichkeit der russischen diplomatischen Vertretungen.


    Dmitri Trenin: Putin verkündet neue nationale Idee und gibt Traum eines Großeuropas auf




    Meinung

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    Kürzlich wurden diplomatische Einrichtungen in New York und Sofia, Bulgarien, verwüstet, letztere von einem Lokalpolitiker. Die lettische Polizei kündigte im August an, die russischen Konsulate nicht mehr zu schützen, nachdem das Land die Ausstellung von Visa für russische Staatsangehörige eingestellt hatte. Als im vergangenen Monat ein Molotow-Cocktail auf die russische Botschaft in Kanada geworfen wurde, soll die Polizei die Ermittlungen verschleppt und sogar zugelassen haben, dass "aggressive" Demonstranten den Zugang zum Gebäude blockierten. Im März rammte ein Mann einen Lastwagen durch die Tore der russischen Botschaft in Dublin.


    In Berlin steht der Eingangsbereich zur Botschaft unter verstärkter Polizeiüberwachung und ist weiträumig durch Polizeigitter abgesperrt. In der touristischen Fußgängerzone gegenüber der Botschaft findet eine proukrainische Dauerveranstaltung mit Falschinformationen zu den angeblichen russischen Verbrechen statt. Straßenlaternen in diesem Bereich sind mit antirussischen Flugblättern zugeklebt. Mehrere hochrangige Botschaftsmitarbeiter haben RT DE in den Vorjahren über die unfreundliche Atmosphäre und die behördliche Abgrenzung gegenüber den Aktivitäten der Botschaft in Berlin berichtet.


    "Man kann zu einer Liebe nicht zwingen." Die russische Geschäftstätigkeit, Kultur- und Bildungsprojekte konzentriert sich immer mehr auf Länder in Asien, Afrika und Lateinamerika. Dies benötige diplomatische Begleitung. Lawrow betonte:

    "Das Zentrum unserer Aufmerksamkeit verschiebt sich von einem rasenden und tollwütigen Westen und es zeigt sich, dass es keine Isolation Russlands gibt."

    Er wies darauf hin, dass nicht westliche Staaten an einer Vertiefung der Beziehungen zu Russland interessiert seien.


    Drei Wochen vor diesem Auftritt hielt der russische Präsident Wladimir Putin eine viel beachtete Rede anlässlich des Beitritts der vier ehemaligen ukrainischen Gebieten in das Staatsgebiet der Russischen Föderation. Er warf dem Westen Plünderung, Kolonialismus und aggressive Absichten gegenüber der restlichen Welt vor. Putin zufolge findet derzeit ein neuer antikolonialer Kampf statt, bei dem Russland wie auch die Sowjetunion im 20. Jahrhundert eine führende Rolle spielt und gespielt hat.


    Lawrow bezog sich nicht direkt auf die Äußerungen des Präsidenten, betonte aber, dass "wir in einer Wendezeit leben, die noch langer andauern wird". In solchen Perioden sei es wichtig, sich nicht nur für die Interessen des Landes einzusetzen, sondern auch für das Gefühl des Nationalstolzes, der Ehre und den Schutz des historischen Erbes einzutreten.


    Mehr zum ThemaKomplettabrechnung mit dem Westen und neuer Antikolonialismus – Putins große Beitrittsrede


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://meinungsfreiheit.rtde.life/international/151975-westen-ist-tollwutig-geworden-lawrow-kuendigt-diplomatische-abkehr-vom-westen


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    21.10.2022

    Was will die Baerbock eigentlich sein? Küppersbusch TV

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 21. Oktober 2022, 20:24 Uhr


    *Was will unsere (Dr-)Außenministerin eigentlich sein? – Küppersbusch TV*


    Auf der heutigen Tagesordnung steht der Lebenslauf unserer

    Außenministerin Annalena #Baerbock

    <...was" rel="noopener">https://www.youtube.com/hashtag/baerbock>...was sich da alles so für

    Irrwege befinden...Außerdem: Wir hätten schon lange Frieden im Krieg

    zwischen #Russland <https://www.youtube.com/hashtag/russland> und der

    #Ukraine <https://www.youtube.com/hashtag/ukraine> haben können, aber

    wollen wir wirklich? Und wir werfen mal einen Blick in das Arbeitsleben

    von Frank-Walter #Steinmeier

    <https://www.youtube.com/hashtag/steinmeier>. Viel Spaß und gute

    Unterhaltung!


    Hier: https://www.youtube.com/watch?v=ZDBmISrannw


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    21.10.2022

    Krieg in der Ukraine  »Antiimperialismus« gegen Russland

    jungewelt.de, vom 20.10.2022, Von Susann Witt-Stahl

    In der Ukraine ist eine schrille nationalistische Linke entstanden. Sie ist NATO-Denkfabriken ebenso nützlich wie »demokratischen Sozialisten«, die an einem »Update« der linken Außenpolitik arbeiten


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    * Der Name wurde aus Sicherheitsgründen geändert.

    Susann Witt-Stahl schrieb an dieser Stelle zuletzt am 27. August über die Ästhetisierung des Krieges.

    Ukrainische Linke reden der deutschen Bevölkerung beharrlich ins Gewissen. Im Juni produzierte eine junge Frau auf dem Bundesparteitag der Partei Die Linke in Erfurt Schlagzeilen: »Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie viel Leid gerade ich und meine Familie und die Ukraine durchmachen«, schrie die Kölnerin den Delegierten entgegen, bevor sie für einen Bild-Reporter und dessen Sensationsmeldung »Aufstand gegen den Putin-Kuschelkurs der Linken« mit dem Requisit im Haar posierte, das bei keiner PR-Kampagne für noch mehr Aufrüstung der Ukraine fehlen darf: einem Blumenkranz – dem volkstümlichen Symbol der Reinheit und Unschuld. Wer glaubte, die Linke-Nachwuchspolitikerin wolle eine konsequente Antikriegsposition vortragen, der irrte. »Ich glaube, viele Linke ruhen sich darauf aus, dass wir schon seit gefühlt 2.000 Jahren Friedenspartei sind«, sagte sie dem Spiegel und kam zu ihrem eigentlichen Anliegen: »Ich möchte ein Umdenken bewirken.«


    Kein »Blick von links«

    Das möchte auch Yana Stepaniuk, die von der Hamburger Bürgerschaftsfraktion der Linken und von der der Partei nahestehenden Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS) als »linke Aktivist*in und Journalistin« zu Veranstaltungen eingeladen wurde. Die ukrainische Linke erwarte »zerstörerische Sanktionen« gegen Russland sowie die Lieferung aller Waffen, die die Ukraine fordert, weiß Stepaniuk, die in Berlin Philosophie studiert. Sie ärgert, dass deutsche Linke immer der NATO »an allem Schuld geben« würden, und verlangt von ihnen, dass sie für »Sicherheit und Wohlstand in der Ukraine« kämpfen. Die wachsende Angst vor allem der ärmeren Bevölkerung, dass die Kriegspolitik der Bundesregierung sie ins Elend stürzen wird, findet sie lächerlich. Folglich brachte sie die Demonstration »Heizung, Brot und Frieden« eines linken Bündnisses vor der Grünen-Zentrale in Berlin in Rage: »Ihr wollt die Sanktionen abschaffen und Waffenlieferungen an die Ukraine einstellen, damit Russland ungestört seinen Vernichtungskrieg weiterführen kann.«

    Vorgestellt wurde Stepaniuk als Autorin von Polititschna Kritika, der ukrainischen Ausgabe des in Polen erscheinenden liberalen Magazins Krytyka Polityczna – eines Partners der RLS –, dessen Gründer Slawomir Sierakowski, ein Stipendiat der transatlantischen Denkfabrik German Marshall Fund of the United States, Gelder für die Aufrüstung der ukrainischen Armee mit der türkischen »Bayraktar«-Kampfdrohne gesammelt hat.


    »Ein Blick von links«, den die Hamburger Linksfraktion bei Stepaniuk ausgemacht haben will, lässt sich schwer erkennen. Das gilt auch für nahezu alle Vertreter von linken Parteien und Organisationen, die in der Ukraine derzeit nicht verboten sind. Mehr oder weniger alle agieren nach der von den Nationalisten diktierten staatskorporatistischen Norm, die in den Worten von Stepaniuk heißt: »Die Rolle der Linken ist, aktiv Solidarität mit der Ukraine zu pushen.«


    Klassenkampf für die NATO

    Federführend ist die Organisation Sozialnij Ruch (Soziale Bewegung). Sie wurde 2015 von der trotzkistischen Linken Opposition (nicht zu verwechseln mit dem von der Selenskij-Regierung verbotenen gleichnamigen kommunistischen Parteien- und Organisationsbündnis), einigen Akademikern und Gewerkschaftern ins Leben gerufen, die sich zur »neuen Linken« zählen und dem »demokratischen Sozialismus« verpflichtet fühlen – in RLS-Publikationen finden sich viele Beiträge von Mitgliedern ihrer Führungsriege. Sozialnij Ruch gibt sich klassenkämpferisch, fordert »Volks- statt Oligarchenherrschaft«, Verstaatlichung von »strategischen Unternehmen und Banken«, eine verbesserte Gesundheitsversorgung – und unterstützt den Beitritt der Ukraine zur EU; die NATO-Osterweiterung hält sie für eine Notwendigkeit: »Es ist sehr naiv, eine Entmilitarisierung Osteuropas zu verlangen.« Das sei nur Appeasement gegenüber Putin und würde diese Region »anfällig für seine Aggressionen machen«. Denn heute sei der »imperialistische Aggressor Russland, nicht die NATO«, heißt es in einer im April 2022 veröffentlichten gemeinsamen Erklärung von Sozialnij Ruch und der ebenfalls trotzkistischen Russischen Sozialistischen Bewegung, zu der Ilja Budraitskis gehört – ein Historiker aus Moskau, der regelmäßig Beiträge für linksliberale Projekte schreibt. Der Westen müsse mehr Waffen an das ukrainische Militär liefern und die »Niederlage Russlands« herbeigeführt werden, so die beiden Organisationen weiter.


    Als Verfechter einer Ausweitung des Ukrainekrieges bis zum Siegfrieden über Russland finden Vertreter von Sozialnij Ruch bei Stiftungen und Denkfabriken in den NATO-Ländern ein großes Echo. Besonders Taras Bilous, der im Februar mit seinem »Brief an die westliche Linke aus Kiew«, der zuerst auf der von der Ford Foundation mitfinanzierten Medienplattform Open Democracy erschien, für Aufsehen sorgte. Nicht zuletzt, weil er darin das Prinzip des proletarischen Internationalismus »Der Hauptfeind steht im eigenen Land« auszuhebeln versuchte. Bilous taucht seit einiger Zeit bei Veranstaltungen von NATO-Lobbyorganisationen auf, wie zum Beispiel dem Center for Civil Liberties, dem Friedensnobelpreisträger 2022, und dem Kulturprojekt Izolyatsiya, die von der US-Regierung, der EU oder transatlantischen Stiftungen gefördert werden. In einem Interview, das der Leiter des RLS-Büros in der Ukraine, Ivo Georgiev, mit ihm führte, plädierte Bilous für »die Einrichtung von humanitären Korridoren auch gegen den Willen Russlands« – faktisch eine erhebliche Ausweitung des Kreises der Kriegsbeteiligten.


    Der Vorsitzende von Sozialnij Ruch, Witali Dudin, misstraut dem Westen – allerdings wegen dessen angeblich zu großer militärischer Zurückhaltung: »Die NATO hätte der Ukraine schon vor langer Zeit eine Mitgliedschaft anbieten können, versprach aber statt dessen irgendeine Art von Zusammenarbeit, die die Ukraine nur verwundbar machte.« Ähnlich äußern sich andere Funktionäre von Sozialnij Ruch. Beispielsweise Sachar Popowitsch, der vor einigen Jahren als »Lügenbaron« und »Betrüger« für Schlagzeilen gesorgt hatte, weil er, gemeinsam mit dem Gründungsmitglied Oleg Wernik, heute Vorsitzender der »unabhängigen Gewerkschaft« Sachist Prazi (Arbeitsschutz), ihrem russischen Genossen Ilja Budraitskis und weiteren Personen, bei westlichen Linken Spendengelder für nicht existierende Organisationen und Zeitungen abkassiert hatte: Eine Einkreisung Russlands durch die NATO finde gar nicht statt, werde lediglich von der »russischen Propaganda an die Wand gemalt«. Der hierzulande von Linken empfohlene zivilgesellschaftliche Widerstand gegen die russische Besatzung und Bemühungen um einen Waffenstillstand seien »paternalistisch und neokolonial«, so Popowitsch und andere Autoren in ihrem in Analyse & Kritik, einem Organ der deutschen interventionistischen Linken, veröffentlichten Aufruf für »einen solidarischen Antiimperialismus« gegen Russland – mit dem angeblich auch die Auflösung der NATO vorangetrieben werden soll. Unter den Mitstreitern findet sich auch Oksana Dutchak, die Warnungen vor der wachsenden Gefahr eines Atomkrieges im Falle einer weiteren Eskalation des Konflikts »für schreckliche linke Positionen gegen den ukrainischen Widerstand« hält.


    Dutchak gehört, wie Taras Bilous, Sachar Popowitsch und weitere Mitglieder von Sozialnij Ruch, zum Redaktionskollektiv des ukrainischen Online-Journals Commons, das 2009 gegründet wurde und dessen Hauptfinanzier die Rosa-Luxemburg-Stiftung ist. Die Zeitschrift hatte zunächst ein linkes Profil, seit dem Euromaidan wurden aber nationalistische Töne angeschlagen; heute finden sich, neben Artikeln zu emanzipationspolitischen und ökologischen Themen, allerlei Agitationen gegen Verhandlungslösungen und für den Eintritt linker Aktivisten in die Streitkräfte – vor allem aber NATO-Propagandamythen, die die zentrale Rolle des US-amerikanischen Finanzkapitals, der westlichen Rüstungskonzerne und anderer Profiteure des Krieges ausblenden: »Die Entscheidung, sich der russischen Besatzung zu widersetzen, wurde weder von Joseph Biden noch von Selenskij getroffen, sondern vom ukrainischen Volk«, gab Taras Bilous in Commons zum Besten.


    Am Tropf der CIA

    Eine enge personelle Verflechtung besteht auch zwischen Sozialnij Ruch und dem Center for Social and Labour Research (CSRL) in Kiew, das 2013, im Jahr des Beginns des Euromaidans, »als ein unabhängiges nichtkommerzielles Zentrum für die Analyse sozioökonomischer Probleme, kollektiven Protests, Arbeitsverhältnisse und Konflikte« gegründet worden war. Oksana Dutchak ist stellvertretende Leiterin, Witali Dudin und Sachar Popowitsch sind Mitarbeiter der Einrichtung, die ebenfalls ein Partner der RLS ist.


    Eine nähere Betrachtung von Forschungsprojekten des CSRL lässt Zweifel an dessen Unabhängigkeit aufkommen: Eine in dem Zeitraum 2009 bis 2016 erarbeitete Studie über die Protestbewegungen in der Ukraine, zu deren Koordinatoren Oksana Dutchak gehörte, wurde von der International Renaissance Foundation unterstützt, die von dem Oligarchen George Soros, einem der umtriebigsten Regime-Change-Sponsoren weltweit, Anfang der 1990 Jahre gegründet worden war. Aber nicht nur das: Auch die Denkfabrik National Endowment for Democracy (NED) – verlängerter Arm der CIA –, die die »Orange Revolution« 2004 in der Ukraine und rund um den Globus antikommunistische Putschbewegungen etwa gegen Kuba und Venezuela mit gesteuert hat, war mit im Boot.


    »Informationen über Arbeiterstreiks und Proteste im ganzen Land waren für das NED (und die CIA) zweifellos von großem Wert«, erklärt der Autor und Rechtsanwalt Eric London, warum Regierungen der USA sieben Jahre lang Geld in das Projekt des CLSR gepumpt haben könnten. London, der seit Jahren zur Infiltration der internationalen trotzkistischen Bewegung durch westliche Geheimdienste und das FBI via Stiftungen und andere NGOs recherchiert, liefert auch eine lange Reihe von Indizien für weitere Verbindungen von Sozialnij Ruch zum NED und zu US-Regierungen: Er hat etwa Kontakte von einzelnen Mitgliedern zum von dem Thinktank finanzierten American Center for International Labor Solidarity des Gewerkschaftsbunds American Federation of Labor and Congress of Industrial Organizations (AFL-CIO) und zur CIA-nahen United States Agency for International Development (USAID) freigelegt. Das AFL-CIO ist »so eng mit den Geheimdiensten verbunden«, »dass es im Volksmund ›AFL-CIA‹ genannt wird«. London verweist darüber hinaus auf einen USAID-Bericht von 2021, in dem der Einfluss des Solidarity Centers in der Ukraine gewürdigt wird, ebenso die guten Beziehungen zu seinem Partner, der Konföderation freier Gewerkschaften in der Ukraine (KWPU), und deren Mitglied Unabhängige Bergarbeitergewerkschaft der Ukraine (NPGU), die als Konkurrenz zu den traditionellen Gewerkschaften in der postsowjetischen Ära gegründet wurden und am Euromaidan beteiligt waren.


    Gangster-Gewerkschaften

    Nach eigenen Angaben von Sozialnij Ruch gehören die meisten ihrer Mitglieder einer dieser neuen Gewerkschaften an. Ein Aktivist von Sozialnij Ruch ist Vorsitzender der NPGU in Kriwij Rig, die von der Organisation unterstützt wird und mit der die RLS bis heute zusammenarbeitet. Chef der NPGU auf nationaler Ebene ist Michailo Wolinez, der auch Vorsitzender der KWPU, Abgeordneter der nationalistischen Vaterlandpartei in der Werchowna Rada und ein Vertrauter Julia Timoschenkos ist. Die Vita von Wolinez erinnert nicht zuletzt aufgrund von dessen blendenden Verbindungen zu diversen Gangsteroligarchen an Brechts Parabel »Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui«. Er gilt als durch und durch korrupt und hatte bereits in den 1990er Jahren begonnen, die Gewerkschaftsarbeit zu privatisieren und zu einem lukrativen Geschäftsmodell zu entwickeln – nicht zuletzt mit dem Betriebszweck, Lohnabhängige und Großunternehmer sukzessive zu einer ukrainischen Arbeitsfront zu formieren und den Widerspruch zwischen Arbeit und Kapital ideologisch zu vernebeln. Laut ukrainischen Presseberichten aus der Zeit vor Einführung der Medienzensur und -gleichschaltung gibt es zahlreiche Beweise dafür, dass Wolinez Geld von professionellen Raidern genommen hat, um Minenbesitzer mit Hilfe von Arbeiterstreiks zu erpressen und zu zwingen, ihre Unternehmen für Spottpreise an Konkurrenten zu verkaufen. Längst Multimillionär, der unter anderem mit den Gewinnen aus eigenen Offshore-Unternehmen Immobilien in den USA erworben haben soll, wo er auch eine Zeit gelebt hat, engagiert sich Wolinez für den NATO-Beitritt der Ukraine und unterhält auch beste Beziehungen zur AFL-CIO, von der die KWPU über mindestens zwei Jahrzehnte finanzielle und organisatorische Unterstützung erhalten haben soll.


    Und so wundert es nicht, dass Wolinez’ Gewerkschaften im Stellvertreterkrieg gegen Russland fest an der Seite der ukrainischen Regierung und der NATO stehen. Die NPGU will sogar eine Flugverbotszone durchsetzen und damit offenbar einen dritten Weltkrieg billigend in Kauf nehmen. Der KWPU ist jede schlagende Verbindung als Bündnispartner recht: 2016 demonstrierte sie gemeinsam mit dem faschistischen »Asow«-Zivilkorps und Vertretern des »Rechten Sektors« unter anderem für den Stopp des Kohleimports aus der nicht anerkannten Volksrepublik Donezk und entsendete Igor Knjaschanski alias »Duschman« (Unterdrücker), einen berüchtigten Nazi, zu Verhandlungen mit dem Energieminister – um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. 2019 verteidigte Wolinez das »Asow«-Regiment gegen die Initiative einiger US-amerikanischer Kongressabgeordneter, es als das einzustufen, was es vor allem ist: eine Terrororganisation.


    Jagd auf »rote Putinisten«

    Das alles hält viele deutsche Linke nicht davon ab, die kruden Positionen dieser Gewerkschaften mit bemerkenswerter Emphase zu ventilieren. Die Redaktion von Analyse & Kritik beispielsweise etikettiert KWPU und NPGU, neben anderen Kriegs- und NATO-Propagandisten, einfach zu »linken Stimmen« des »Widerstands in der Ukraine« um.


    Sozialnij Ruch wird als das Sprachrohr der ukrainischen Linken apostrophiert – obwohl sie die prosowjetische marxistische Linke diskreditiert, deren Mitglieder seit dem Maidan-Putsch vom Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) und von Nazis brutal verfolgt, ins Exil getrieben, inhaftiert oder sogar umgebracht wurden. In einer Erklärung anlässlich des von Präsident Selenskij ausgesprochenen Verbots oppositioneller Parteien im März 2022, das die Organisation laut eigenen Angaben nicht befürwortet, nährte Sozialnij Ruch gegen Kommunisten und Sozialisten den Verdacht der Kollaboration mit dem Kreml (der nicht selten den Tod der Beschuldigten zur Folge hat); ihr Chef, Witali Dudin, behauptete gegenüber der Wochenzeitung Jungle World, dass die KP der Ukraine »tatsächlich bis zu einem gewissen Grad ein Agent des russischen Imperialismus gewesen« sei.


    Der Kiewer RLS-Bürochef Ivo Georgiev, ein nationalistischer Scharfmacher, erörterte mit Taras Bilous gar die Frage, ob die Ausschaltung oppositioneller Parteien »in der jetzigen Situation hilfreich« gewesen sei – ohne explizit zu erklären, für wen eigentlich. Die Antwort fiel negativ aus, die Begründung ist aufschlussreich: Es schade der »gesellschaftlichen Einigung, die in den ersten Tagen des Krieges entstanden ist«, lässt Bilous keinen Zweifel daran, dass die ­ukrainische Volksgemeinschaft für ihn über Demokratie und Meinungsfreiheit steht.


    »Keine linke Partei oder Organisation, die sich nicht durch direkte Verbindungen mit dem Aggressor oder Arbeit für ihn befleckt hat«, sei auf Selenskijs Verbotsliste zu finden, legitimiert auch Oleg Wernik zumindest indirekt die Hetzjagd auf in der Tradition der Sowjetunion stehende Linke, die in seinem Milieu als »Raschisten« oder »rote Putinisten« tituliert werden. Und damit die SBU-Schergen nur ja niemanden vergessen, veröffentlichte er in den sozialen Medien einen fünf Jahre alten politischen Aufruf von einem bekannten Antifaschisten aus Kiew zu einer Kundgebung für die Entnazifizierung der Ukraine – ein Fall von Denunziation. »Ich verstehe nicht, warum sie ihn nicht längst ins Gefängnis gesteckt haben«, empörte sich eine mit Wernik sympathisierende »Anarcho-Postmarxistin«, dass die Häscher noch nicht konsequent genug durchgegriffen haben.


    »Seit 2014 die linken Massenorganisationen zerschlagen wurden und die Akteure nicht mehr öffentlich auftreten können, weil das Repressalien gegen sie und ihre Angehörigen nach sich ziehen würde, sind Stimmen von regierungstreuen Linken laut geworden, die den Behörden bei der Strafverfolgung Oppositioneller helfen«, berichtet der Publizist Igor Daschko* im Gespräch mit jW, der für ein marxistisches Magazin schreibt und aus dem Land flüchten musste.


    Postmodern, irrational und nihilistisch

    Die Tragödie der marxistischen Linken in der Ukraine wird von der Farce einer schrillen Poplinken überblendet, die vom postmodernen Credo »Anything Goes« angetriebenen ist und durchaus auch bei verwirrten deutschen Linken Anklang findet mit den grotesken Ideologemen, die sie ausbrütet: Anarcho-Nationalismus und -Militarismus, morbiden Hedonismus und Obskurantismus, wie ihn eine Vertreterin des Queer Labs aus Lwiw mit einem »Satan loves you«-Tattoo im Gesicht in Analyse & Kritik demonstrierte: Die Gruppe akquiriert Gelder für die ukrainische Armee, dient ihrem Vaterland mit einem reichhaltigen Piercing- und Massagen-Angebot, tritt für »gewaltfreie Kommunikation«, aber nicht gegen Waffengewalt ein und mobilisiert gegen das »homophobe Regime« Russlands – nicht jedoch gegen die Nazihorden im eigenen Land, unter denen »Pidorasi«-Klatschen (das in der Regel straffrei bleibt) immer noch zu den beliebtesten Freizeitvergnügungen gehört. Nicht minder irre ist die linke Hooliganszene, etwa der »antifaschistische« Hoods Hoods Klan des FK Arsenal Kiew, der von deutschen Linksautonomen, beispielsweise aus dem Umfeld der Roten Flora in Hamburg, verehrt wird: Im Kampf gegen den »neuen Hitler« in Moskau haben seine Mitglieder »Spaß« daran, »russische Schweine zu killen«, so einer seiner Sprecher in einer Filmdokumentation, an deren Ende der Gruß der faschistischen Banderisten skandiert wird.


    In der postsowjetischen Ukraine wurde eine Proxy-Linke mit einer prowestlichen imperialen Ideologie herangezüchtet, wie sie in den 1940er Jahren von Max Shachtman vertreten worden ist. Der ehemals marxistische Publizist propagierte US-amerikanische Kriege, vor allem gegen nationale Befreiungsbewegungen in der Dritten Welt und schuf die politischen Grundlagen für den Neokonservatismus, der seit der welthistorischen Niederlage des Realsozialismus mit bizarren Auswüchsen wie den »Antideutschen« auch in der hiesigen Linken wütet. Teile der ukrainischen Linken heute sind aber nicht nur antikommunistisch, sondern auch hinter die Erkenntnisse der historischen Aufklärung und emanzipatorischen Errungenschaften des bürgerlichen Humanismus in finsteren Irrationalismus und Nihilismus zurückgefallen. Sie assistieren der Selenskij-Regierung, dem Kompradorenkapital und bis an die Zähne bewaffneten Rechten dabei, der ukrainischen Gesellschaft genau das nekrophile Potential einzuimpfen, das die NATO für ihren Krieg gegen Russland bestellt hat – der jederzeit zum atomaren Desaster eskalieren kann.

    Dazu gehört auch die Verharmlosung der Machtausübung der Faschisten. »Anders als 2014 spielt die extreme Rechte keine prominente Rolle im gegenwärtigen Krieg«, behauptet Sozialnij Ruch. Yana Stepaniuk hält die rechtsextremen Kampfeinheiten für vernachlässigungswürdige Randerscheinungen und es nicht mehr aus, dass in der deutschen Linken »immer noch über ›Asow‹ gesprochen« wird. Das meint auch Taras Bilous, der das Narrativ vom »russischsprachigen Juden« Selenskij in Stellung bringt, mit dem der Westen routinemäßig Berichte über die Verbrechen ukrainischer Nazimilizen als »Lügenmärchen des Kremls« desavouiert. Und Ivo Georgiev macht lieber die Linke für das verantwortlich, was seine Mitstreiter verdrängen: Die RLS werde in der Ukraine »als prorussische Organisation wahrgenommen« und mit der Linkspartei gleichgesetzt, weil »viele deutsche Linke sich zu Komplizen Russlands gemacht« hätten, beklagt er. »Das hat uns unglaublich geschadet und uns zur Zielscheibe gemacht, auch von rechtsradikaler Gewalt«.


    Der Historiker Kirilo Tkatschenko betrachtet die deutsche Linke sogar als das einzig wahre Übel: »Der Dreck unter einem einzigen Fingernagel des allerletzten ›Asow‹-Kämpfers ist mehr wert als die germanische Linke in ihrer Gesamtheit«, brachte Tkatschenko in Jungle World die steilen Thesen der neuen ukrainischen Linken polemisch zugespitzt auf den Punkt – den viele ihrer Verbündeten in der Linkspartei und »undogmatischen Linken« hierzulande schon lange hinter die marxistisch-leninistische Traditionslinie setzen möchten. Tkatschenko hat früher mit der RLS zusammengearbeitet, sich mittlerweile aber offiziell von der Linken verabschiedet, wird heute, wie viele nationalistische Autoren aus der Ukraine, von transatlantischen Qualitätsmedien hofiert und von der Zeit-Stiftung gefördert. Schließlich hat er als »intrinsisches Merkmal« der antiimperialistischen Linken entdeckt, dass sie Schnittmengen mit der extremen Rechten (»Antiamerikanismus«, die »Feindbilder« NATO, EU und »›korrupte‹ Eliten«) und eine »rot-braune Koalition« mit dieser geschmiedet habe.


    Pervertiertes Geschichtsargument

    Westliche Stiftungen und NGOs, auch die deutschen, auch die linken, hätten in der Ukraine immer nur mit Vertretern des Nationalismus und praktisch nie mit Marxisten kooperiert, meint Igor Daschko. »Es war einfacher für sie, mit Betrügern umzugehen, die nur den Kreml und nicht ihre eigene Regierung kritisieren.« Es sei über die Jahre eine »für beiden Seiten nützliche Beziehung« aufgebaut worden. »Die linksnationalistischen NATO-Unterstützer in der Ukraine sagen genau das, was die westlichen Eliten von ihnen hören wollen.« Es ist auch Musik in den Ohren der Transatlantiker in der Partei Die Linke: »Linke Außenpolitik braucht endlich ein kluges Update«, forderte die Bundestagsabgeordnete und ehemalige Vizefraktionschefin Caren Lay bereits Anfang März und explizit in Anlehnung an den Appell von Taras Bilous »an die Linke im Westen«, dessen zentrale Botschaft objektiv lautet: Der Hauptfeind steht in Moskau.


    »In der bestehenden Situation treffen sich in der Tat einige Interessen der internationalen sozialistischen Bewegung mit denen der westlichen Regierungen, wie es beispielsweise auch zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges vorgekommen ist«, ergänzte Bilous im Gespräch mit Ivo Georgiev. Solche Aussagen bringen die Revanchisten im Täterland in Bombenstimmung. Erst recht, wenn Ukrainer Russland zur »Heimat des Nazismus« erklären (so hieß es unlängst auf einem Plakat von Claqueuren Kiews gegen eine Kundgebung des Friedenslagers in Hamburg), weil sie ihm seine sowjetische Vergangenheit nicht verzeihen können. Denn dann kann man »das Geschichtsargument ganz anders drehen«, wie Stepaniuk es verlangt, und es derart pervertieren, dass mit Verweis auf den Blutzoll der Roten Armee im Zweiten Weltkrieg Solidarität mit den historischen Erben der ukrainischen Kollaborateure Hitlerdeutschlands zum neuen vergangenheitspolitischen Imperativ erhoben wird.


    Info: https://www.jungewelt.de/artikel/437048.krieg-in-der-ukraine-antiimperialismus-gegen-russland.html


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    21.10.2022

    Wirtschaftskrieg Das russische Fernsehen über Korruption in der EU und Deutschland als Zahlmeister

    anti-spiegel.ru, 21. Oktober 2022 03:49 Uhr
    Im russischen Fernsehen wurde der Skandal um Ursula von der Leyens Impfstoffbestellungen thematisiert. In dem Bericht über die Lage in der EU durfte auch der Hinweis auf Deutschlands Rolle als Zahlmeister der EU nicht fehlen.


    Dass die Korrespondentenberichte des russischen Fernsehens aus Europa sich sehr von dem unterscheiden, was man im deutschen Fernsehen zu sehen bekommt, ist Stammlesern des Anti-Spiegel bekannt. Am Donnerstag war das wieder besonders deutlich, als der russische Europa-Korrespondent über den EU-Gipfel und die Probleme in der EU gesprochen hat. Daher habe ich den Bericht aus den Abendnachrichten des russischen Fernsehens vom 20. Oktober übersetzt.


    Beginn der Übersetzung:

    Wohin Europa mit seiner rücksichtslosen Unterstützung für das Kiewer Regime steuert

    Europa geht die Geduld mit den Ukrainern aus, aber auch das Geld, um der Ukraine selbst zu helfen. Der Europäische Armutsindex, der sich aus der Inflations- und der Arbeitslosenquote zusammensetzt, hat mit 16 Punkten den höchsten jemals ermittelten Wert erreicht.

    In Brüssel, wo heute der EU-Gipfel eröffnet wurde, diskutiert man jetzt die Probleme der Alten Welt. Neue Sanktionen stehen auf der Tagesordnung. Die EU hat bereits welche gegen den Iran verhängt, weil er angeblich Drohnen an Russland geliefert hat. Und ein neuntes Sanktionspaket für Russland ist in Vorbereitung.

    „So eine Feigheit!“ Die deutsche Opposition hat mit Empörung auf die Weigerung des deutschen Bundespräsidenten reagiert, nach Kiew zu reisen, wo er gerade heute erwartet wurde. Wäre Steinmeier kein Sozialdemokrat, sondern ein CDU-Funktionär, hätte die SPD nach den Gesetzen des politischen Genres ähnlich empört reagiert.

    „Ein hervorragendes Beispiel für eine neue große internationale Blamage Deutschlands wegen der feigen Weigerung des Präsidenten, nach Kiew zu reisen. Das ist eine vollständige Kapitulation der deutschen Außenpolitik vor dem russischen Terror in der Ukraine“, wettert Daniel Kaspari, Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Europäischen Parlament.

    „Der höchste Repräsentant unseres Staates bekommt kalte Füße. Was für ein verheerendes Signal. Es ist beschämend. Mut geht anders. Solidarität geht anders.“, empörte sich Gita Conneman von der CDU/CSU.

    Die Bild-Zeitung versuchte, die Geschichte zu einem ausgewachsenen Skandal aufzublasen, indem sie darauf hinwies, dass Steinmeiers Kollege Inazio Cassis, Bundespräsident der Schweiz, keine Angst hatte, nach Kiew zu kommen. Obwohl es andererseits nur ein Ausgleich ist – einmal wurde Steinmeier nicht nach Kiew gelassen, einmal weigerte er sich, selbst zu fahren. Es steht Unentschieden. Dennoch kam der Parteigenosse des Präsidenten, Bundeskanzler Scholz, heute äußerst kriegslustig in den Bundestag, als wolle er die Unannehmlichkeit ausbügeln.

    „Um es klar zu sagen: Selbst diese Taktik der verbrannten Erde wird Russland nicht helfen, den Krieg zu gewinnen. Sie stärken nur die Entschlossenheit und Widerstandsfähigkeit der Ukraine und ihrer Partner. Putins Kriegskurs gegen die Ukraine und gegen die gesamte freie Welt wird scheitern. In Wirklichkeit ist er längst gescheitert. Aber die Ukraine, Deutschland und Europa werden aus diesen Prüfungen gestärkt, geeinter und unabhängiger hervorgehen als zuvor“, zeigte sich Bundeskanzler Olaf Scholz überzeugt.

    Bis zu diesen leuchtenden Zeiten ist es noch weit. Der Bundeskanzler räumte ein, dass es eine harte Prüfung wird – mindestens 20 Prozent der Energie müssen in diesem Winter eingespart werden, obwohl schon von bis zu 30 Prozent die Rede ist, die Inflation ist länger zweistellig, und mit den steigenden Preisen im verarbeitenden Gewerbe, sie sind um fast um die Hälfte gestiegen, ist eine weitere Steigerung sicher. Der Vorsitzende der Christdemokraten, Friedrich Merz, hat dem Kanzler zugehört und nichts verstanden.

    „Herr Bundeskanzler, weder die Bürgerinnen und Bürger noch die betroffenen Unternehmen haben heute von Ihnen etwas Konkretes erfahren, nämlich wann ihnen geholfen wird“, sagte Merz.

    Die Zeitung Die Welt hat eine sehr interessante Tabelle veröffentlicht, aus der hervorgeht, wie die Energieversorgungsunternehmen ihre Preise erhöht haben: In der ersten Spalte steht der Preis des letzten Jahres, in der zweiten der aktuelle Preis und in der dritten die prozentuale Erhöhung. Im Durchschnitt haben sie sich mehr als verdoppelt. Die deutsche Durchschnittsfamilie muss inzwischen fast ihr gesamtes Monatseinkommen für die Begleichung ihrer jährlichen Stromrechnung aufwenden. Wenn man dann noch die Kosten für Heizung, Müllabfuhr, Kommunikation und Gebäudeinstandhaltung hinzurechnet, ist alles hin. Die Pläne der Regierung, 200 Milliarden Euro zur Abmilderung des Preisschocks bereitzustellen, haben bisher nur Wind gemacht.

    „Wir haben unser Schutzpaket gegen die hohen Energiepreise bewusst für zweieinhalb Jahre berechnet, um auch für den nächsten Winter gerüstet zu sein. Die für diesen Zeitraum berechneten 200 Milliarden Euro entsprechen etwa zwei Prozent unseres Bruttoinlandsprodukts. Das entspricht dem Umfang des Pakets, das in diesem Jahr in anderen europäischen Ländern wie Frankreich, Italien und Spanien geschnürt wurde und wird“, sagte der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz.

    Scholz hat heute nicht zufällig an seine EU-Kollegen erinnert. Am Nachmittag begann in Brüssel ein weiterer EU-Gipfel, bei dem der deutsche Bundeskanzler nach dem Protektionismus gefragt werden soll. Genau so sehen die Nachbarn nämlich die Pläne Deutschlands für den kommenden Winter, sich um jeden Preis zu schützen, während bei den anderen kein Gras wächst. Der französische Wirtschaftsminister Le Maire holt dieses Mal weit aus.

    „Der Krieg in der Ukraine, die Gas- und Energiefrage und das China-Problem sollten uns zu einer strategischen Überprüfung der Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland führen“, schlägt Le Maire einladend vor.

    Eine Überprüfung der Beziehungen bedeutet, dass Berlin seine Pläne mit Paris abstimmen soll, für das die berüchtigten 200 Milliarden einfach eine Überraschung sind. Und zwar eine sehr unangenehme: Deutschland hat das Recht, seine Verbraucher zu schützen, aber es tut dies auf Kosten der Destabilisierung der französischen Wirtschaft, zum Beispiel durch ein Überschwappen der Inflation. Viele Dinge haben den deutsch-französischen Kern der EU schon auf die Probe gestellt, aber jetzt sind die Franzosen laut Die Welt außer sich. Ein bilaterales Gipfeltreffen ist auf Initiative von Paris abgesagt worden. Macron versuchte jedoch, es mild zu formulieren.

    „Ich denke, dass wir, Deutschland und Frankreich, die Souveränität Europas stärken müssen. Ich habe es immer als meine Pflicht angesehen, alles in meiner Macht Stehende zu tun, um einen Weg zu einer Einigung zwischen Deutschland und Frankreich zu finden, um dann europäische Vereinbarungen zu treffen. Ich bin bei der Arbeit, aber wir verschieben das Treffen nur aus technischen Gründen, wenn man es so sagen kann, aber wir haben viel zu tun“, verneinte Emmanuel Macron, der französische Präsident.

    „Emmanuel Macron hat das Treffen mit Olaf Scholz inmitten einer wachsenden Kluft zwischen Frankreich und Deutschland in Energie- und Verteidigungsfragen verschoben. Frankreich ist wegen des 200-Milliarden-Dollar-Hilfsprogramms, das Berlin beschlossen hat, ohne seinen engsten EU-Partner zu konsultieren, und wegen der Bevorzugung US-amerikanischer und ausländischer Waffen gegenüber der EU-Rüstungsindustrie, wütend auf Berlin“, so die Presse.

    Die Deutschen sind reich, damit waren sie anderen schon immer zuwider, aber aus Sicht der Franzosen ist Deutschland noch widerwärtiger, weil es nicht bereit ist, eine Gaspreisobergrenze einzuführen. Ohne Deutschland gibt es natürlich keine Einigung. Infolgedessen steht ein Maßnahmenpaket der Europäischen Kommission auf der Tagesordnung des heutigen Gipfels – oder besser gesagt, halbe Maßnahmen -, von denen die wichtigste den gemeinsamen Ankauf von Gas in Höhe von 15 Prozent der Gesamtkapazität der unterirdischen Speicher vorsieht. Der Rest ist irgendwie vage und teilweise in der Erwartung, dass der Weltmarkt, die asiatischen Verbraucher, sich aus irgendwelchen Gründen den Wünschen der Europäer beugen werden, die durch ihre eigene Schuld ohne billiges russisches Gas dastehen.

    „Wir sprechen darüber, wie wir eine der größten Errungenschaften der Europäischen Union – den Binnenmarkt – schützen können. Wir müssen die so genannten gemeinsamen Spielregeln, den Wettbewerb, bewahren, und in diesem Sinne halte ich jede europäische Lösung, wie wir während der Pandemie gesagt haben, für dringend erforderlich. Und in diesem Sinne hoffe ich, dass wir heute eine Einigung erzielen können“, sagte der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez.

    Wenn alles so wird, wie während der Pandemie, wird es interessant. Erst diese Woche fanden im Europäischen Parlament eine Reihe von Anhörungen zum Thema Impfstoffbeschaffung statt. Die Chefin der Europäischen Kommission, von der Leyen, steht zumindest im Verdacht, gegen Verfahrensregeln verstoßen zu haben, als sie die Verträge mit dem US-Konzern Pfizer geschlossen hat. Die Vorvereinbarung mit dem Management des Unternehmens wurde über Textnachrichten getroffen, die inzwischen unwiederbringlich gelöscht sind, und die Informationen in Papierform, die die Abgeordneten einsehen wollten, wurden von von der Leyens Büro weitgehend gelöscht. 71 Milliarden Euro aus der EU-Kasse sind nach dem Willen einer einzigen Person und in einem völlig undurchsichtigen Verfahren auf die Konten der großen Pharmaunternehmen gegangen. Da ist es eine logische Frage, was mit den gemeinsamen Gaseinkäufen und anderen finanziellen Plänen geschieht. Der ungarische Ministerpräsident Orban bezweifelt, dass etwas Gutes dabei herauskommen wird.

    „Der jüngste Plan Brüssels für gemeinsame Erdgaslieferungen erinnert mich an die Zeiten, in denen wir gemeinsam Impfstoffe gekauft haben. Das ist langsam und teuer. Ich erwarte eine große Diskussion auf dem kommenden Gipfel des Europarates. Die sagen mir, dass russisches Gas schlecht ist. Die sagen, wir sollen kein russisches Gas mehr kaufen. Aber niemand sagt uns, womit wir es ersetzen können. Nicht in fünf Jahren, sondern morgen. Wir müssen unsere Wirtschaft führen, das ist offensichtlich“, erteilte Orban seinen Partnern eine Absage.

    Sie haben eine lange Nacht vor sich, aber es könnte sein, dass die Zeit nicht für eine inhaltliche Diskussion über das 9. Sanktionspaket ausreicht. Es ist schwierig genug, den Überblick über die Einhaltung der bereits bestehenden Sanktionen zu behalten. Zu denen, die gegen die Sanktionen verstoßen, gehört Silvio Berlusconi, der sagte, er habe von Wladimir Putin 20 Flaschen Wodka zum Geburtstag erhalten. Trotz ihres vollen Terminkalenders fand die Europäische Kommission Zeit, auf diese empörende Tatsache aufmerksam zu machen, und erinnerte daran, dass für russischen Wodka seit April ein Einfuhrverbot besteht und das Embargo auch für Geschenke gilt. Ob er sie abgeben oder trotz der drohenden Strafe trinken will, hat der frühere italienische Ministerpräsident noch nicht mitgeteilt.

    Was das Treffen des Europarats betrifft, so ist alles mehr oder weniger klar. Am Ende wird ein äußerst ehrgeiziger, aber kaum realisierbarer Plan zur Abschwächung der Energiekrise vorgelegt, und man wird versuchen, die finanzielle Last seiner Umsetzung den Deutschen aufzubürden. Und die Deutschen werden dagegen sein, so dass sich ein interessanter Trend abzeichnet: Ab jetzt wird jeder EU-Gipfel zu einem Gipfel gegen Scholz werden.

    Ende der Übersetzung


    Info: https://www.anti-spiegel.ru/2022/das-russische-fernsehen-ueber-korruption-in-der-eu-und-deutschland-als-zahlmeister


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    21.10.2022

    Ausgewähltes in Kürze von heute

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 21. Oktober 2022, 19:52 Uhr


    RT-Liveticker 21.102022

    <https://meinungsfreiheit.rtde.life/international/131481-liveticker-ukraine-krieg-ex-us/>

    08:49 Uhr

    *Ehemaliger Befehlshaber der US-Armee in Europa:

    Ziel der USA ist Russlands Spaltung und Zerfall*


    Die Vereinigten Staaten verfolgen mit dem Konflikt in der Ukraine ihre

    eigenen Ziele, und es geht nicht darum, das Selenskij-Regime zu retten,

    wie Kiew denkt. Niemand in Washington sei altruistisch, erklärte Ben

    Hodges, der von 2014 bis 2017 als Kommandeur der US-Armee in Europa diente.

    Er stellte klar, dass sich die USA um die Umsetzung ihres Programms

    bemühten und hierfür alles Erforderliche tun würden. Hodges zufolge

    bestehe das wahre Ziel der Vereinigten Staaten im Ukraine-Konflikt

    darin, zu verhindern, dass Russland als ein nicht den USA

    untergeordnetes, unabhängiges und souveränes Land existiere. Russland

    solle sich spalten und zerfallen, so Hodges. Auf Twitter schrieb er:

    /"Ich denke, dass die militärischen Ziele der USA in diesem Konflikt

    auch die 'Entimperialisierung' Russlands beinhalten müssen. Ich glaube,

    wir erleben den Anfang vom Ende Russlands."/



    13:18 Uhr

    *Russlands Botschafter in den USA:

    "Wir tun alles, um einen Atomkrieg zu verhindern"*


    Russische Diplomaten und Politiker tun alles, um einen Atomkrieg zu

    verhindern, sagte der russische Botschafter in den Vereinigten Staaten

    Anatoli Antonow. Auf die Frage eines Journalisten im Fernsehsender

    /Rossija 24/ nach der Möglichkeit eines Atomkriegs antwortete er:

    /"Ich antworte Ihnen bestimmt: Zumindest das, was wir tun, die

    russischen Diplomaten, die russischen Politiker – wir tun alles, um

    sicherzustellen, dass dieser Atomkrieg nicht stattfindet. Wir sind der

    Position verpflichtet, die von unseren Präsidenten, nicht nur der

    Russischen Föderation, sondern auch der fünf Atommächte, gebilligt

    wurde, dass ein Atomkrieg nicht stattfinden kann und es keine Gewinner

    geben wird. Es wird einfach nichts und niemand da sein. Deshalb denke

    ich, dass wir alles tun müssen, damit so etwas nicht passiert."/



    17:01 Uhr

    *Russlands Verteidigungsminister führt Gespräche mit

    US-Verteidigungsminister*

    Der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu soll mit

    US-Verteidigungsminister Lloyd Austin aktuelle Fragen der

    internationalen Sicherheit besprochen haben, darunter die Lage in der

    Ukraine. Dies teilte am Freitag das russische Ministerium mit. In der

    Erklärung heißt <https://t.me/mod_russia/21075> es lediglich:

    /"Am 21. Oktober 2022 fanden Telefongespräche zwischen dem

    Verteidigungsminister der Russischen Föderation, dem Armeegeneral Sergei

    Schoigu, und dem Verteidigungsminister der Vereinigten Staaten von

    Amerika, Lloyd Austin, statt. Aktuelle Fragen der internationalen

    Sicherheit, darunter die Situation in der Ukraine, wurden diskutiert."/

    Auf der Pentagon-Website heißt

    <https://www.defense.gov/News/Releases/Release/Article/3195784/readout-of-secretary-of-defense-lloyd-j-austin-iiis-phone-call-with-russian-min/

    es, dass US-Verteidigungsminister Austin unterstrichen haben soll, wie

    wichtig die Aufrechterhaltung der Kommunikationslinien sei. Die letzten

    Gespräche zwischen den beiden Ministerien hatten am 13. Mai stattgefunden.



    18:00 Uhr

    *"Element feindlicher Propaganda und Gehirnwäsche" –

    ukrainischer Spitzenpolitiker fordert Auslöschung der russischen Sprache

    aus Ukraine*


    /"Mögen sie uns vom Leib bleiben, in ihre Sümpfe gehen und dort auf

    Russisch quaken!"/

    Diese Anregung hat der Sekretär des ukrainischen Rats für nationale

    Sicherheit und Verteidigung, Alexei Danilow, an seine russischsprachigen

    Landsleute gerichtet. In einer Sendung

    <https://youtu.be/GA1mtWn5v0c?t=1846> der ukrainischen Talk-Show

    /Goworyt Welyky Lwiw/ auf die Tatsache angesprochen, dass die russische

    Sprache noch immer in der ukrainischen Öffentlichkeit genutzt

    werde, behauptete er:

    /"Das Aufzwingen von diesen russischen Narrativen ist eine ganz

    gefährliche Sache. Sie sagen, dass wir sie irgendwie verstehen müssen,

    wie sie sind, was sie sind. Wir wollen nichts von ihnen. Mögen sie uns

    vom Leib bleiben, in ihre Sümpfe gehen und dort auf Russisch quaken!"/

    Das Russische sei ein "Element feindlicher Propaganda und Gehirnwäsche"

    für die Ukrainer, Englisch-Kenntnisse dagegen verpflichtend, so Danilow.

    Nach Angaben der Ukrainischen Akademie der Wissenschaften ist Russisch

    die Muttersprache von etwa 40 Prozent der Bewohner der Ukraine.



    18:32 Uhr

    *EU will Ukraine 1,5 Milliarden Euro pro Monat zahlen*

    Die EU will die Ukraine im nächsten Jahr mit 18 Milliarden Euro

    unterstützen. Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte

    nach einem EU-Gipfel am Freitag in Brüssel: /"Es ist sehr wichtig für

    die Ukraine, einen vorhersehbaren und stabilen Einkommensfluss zu haben."/

    Demnach braucht die Ukraine drei bis vier Milliarden Euro im Monat, um

    ihre Grundbedürfnisse abzudecken. Das solle von der EU, den USA und den

    Finanzinstitutionen finanziert werden. Von der Leyen sagte dazu:

    /"Deshalb ging es um rund 1,5 Milliarden pro Monat für die Ukraine, die

    von der Europäischen Union finanziert werden."/



    https://de.news-front.info/2022/10/21/ohne-standige-erinnerung-an-die-ukraine-verlieren-die-europaer-das-interesse-an-ihr-belgischer-premierminister/

    21.10.2022

    *Ohne ständige Erinnerung an die Ukraine verlieren die Europäer das

    Interesse an ihr


    *Der belgische Premierminister Alexander De Croo sagte, die europäischen

    Staats- und Regierungschefs müssten sich ständig an die Ukraine

    erinnern, um ihre Bevölkerungen zu motivieren, die Hilfe für das Land

    fortzusetzen.

    «Wir müssen unsere Bevölkerung motivieren [die Ukraine weiterhin zu

    unterstützen]. Wir müssen ihnen zeigen, dass die Anstrengungen, die wir

    unternehmen, zu schwierigen, harten, aber dennoch erfolgreichen

    Ergebnissen für die Ukraine auf dem Schlachtfeld führen. Wir müssen

    unserer Bevölkerung immer wieder zeigen, dass unsere Bemühungen nicht

    vergeblich sind», sagte er am Freitag bei seiner Ankunft auf dem zweiten

    EU-Gipfel.

    De Croo sagte auch, dass Belgien neue europäische Sanktionen gegen den

    Iran unterstützen würde, falls diese entworfen würden, «da die

    Unterdrückung durch den Iran zunimmt» und das Land «eine wachsende Rolle

    im Krieg in der Ukraine» spielt.



    https://meinungsfreiheit.rtde.life/afrika/152162-algerien-und-russland-halten-gemeinsame-militaeruebung-im-mittelmeer-ab/

    21.10.22

    *Algerien und Russland halten gemeinsame Militärübung im Mittelmeer ab


    *Moskau und Algier haben im vergangenen Jahr ihre wirtschaftliche und

    militärische Zusammenarbeit ausgeweitet. Algerien und Russland starten

    nun eine gemeinsame Marineübung.

    Algerien und Russland haben am Donnerstag eine viertägige gemeinsame

    Militärübung im Mittelmeer gestartet. Einen Tag zuvor hatte das

    algerische Verteidigungsministerium erklärt, dass die Übung "im Rahmen

    der Stärkung der bilateralen militärischen Kooperationsbeziehungen

    zwischen der Marine der [algerischen] Nationalen Volksarmee und der

    russischen Marine" stattfinde.


    Moskau und Algier veranstalten regelmäßig gemeinsame Übungen. Erst vor

    einem Jahr hatte ein russisches Minensuchboot im Hafen von Jijel im

    Osten Algeriens angelegt, um militärische Übungen mit der algerischen

    Marine durchzuführen. Die beiden Länder hatten im November letzten

    Jahres auch gemeinsame Marinemanöver im Mittelmeer durchgeführt,

    darunter verschiedene Abhör- und taktische Übungen.


    Im September kündigte der russische Botschafter in Algerien Walerian

    Schuwajew, an, dass der algerische Präsident Abdelmadjid Tebboune

    voraussichtlich noch vor Jahresende Moskau besuchen werde, um die

    Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern voranzutreiben.


    Im Mittelpunkt des möglichen Besuchs von Tebboune stünde unter anderem

    der Wunsch Algeriens, der BRICS-Gruppe beizutreten, die sich aus

    Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika zusammensetzt. Die

    BRICS-Staaten repräsentieren die weltweit bedeutendsten

    Volkswirtschaften außerhalb der westlichen Welt. Russland, China und

    andere BRICS-Mitglieder entwickeln eine neue globale Reservewährung, die

    die Vorherrschaft des US-Dollars untergraben könnte. Im Mai hatte der

    russische Außenminister Sergei Lawrow Algerien besucht und war mit

    Präsident Tebboune zusammengetroffen, um über die Intensivierung der

    Beziehungen zwischen beiden Staaten zu verhandeln.


    Algerien ist einer der wichtigsten militärischen Verbündeten Russlands

    auf dem afrikanischen Kontinent und gleichzeitig einer der größten

    Abnehmer russischer Waffen in der Region. Infolge dieser zunehmenden

    Zusammenarbeit haben 27 Mitglieder des US-Kongresses im vergangenen

    Monat ein Schreiben an Außenminister Antony Blinken gerichtet, in dem

    sie Sanktionen gegen Algerien wegen seiner Waffengeschäfte mit Russland

    forderten.


    Info: https://meinungsfreiheit.rtde.life/international/131481-liveticker-ukraine-krieg-ex-us


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

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