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02.11.2022

Erinnerung: Einladung zu den FORUM-Veranstaltungen am 7.11. (Thema: atomwaffenfreie Zone im Nahen Osten) /Kommentar zu den Wahlen in Israel/Programm Menschenrechtsbündnis

aus e-mail von Hans Norden, 2. November 2022, 19:14 Uhr


Liebe Palästina- und Israel-Interessierte,


hiermit möchten wir Sie/euch an die Einladung zu unserer nächsten

FORUM-Veranstaltung erinnern:


(Im Anhang finden Sie kurze Erläuterungen zum Thema Kernwaffen,

Stichworte: Atomwaffenverbotsvertrag-AVV (Haltung Israels und

Deutschlands), NGOs, Mayors for Peace (Hannover als 'Lead City') etc.

sowie einen Kommentar zu den Wahlen in Israel und das Programm des

Bündnisses für Menschenrechte)


*Montag, 07.11.2022 - 19.00 Uhr*

**

*Referent: Leonardo Carvalho Bandarra*

*Thema: Achieving the Possible - Das (Un?)Mögliche erreichen!*

*Ort: Online Veranstaltung über Zoom*

**Mit dieser Veranstaltung möchten wir die NGO *METO*vorstellen.

Die /Middle East Treaty Organization/ (METO - https://www.wmd-free.me/ 

<https://deref-web.de/mail/client/aIPdbDzzgoQ/dereferrer/?redirectUrl=https%3A%2F%2Fwww.wmd-free.me%2F>)

ist eine Nichtregierungsorganisation, die 2017 als Zusammenschluss von

zivilgesellschaftlichen Aktivisten und Abrüstungsexperten gegründet wurde.

Ziel ist, den Nahen Osten von allen Massenvernichtungswaffen (MVW) zu

befreien. Dem zu Grunde liegt ein Vorschlag aus den 1970er Jahren für

eine atomwaffenfreie Zone im Nahen Osten, erweitert um das Ziel, neben

Atomwaffen auch chemische und biologische Waffen einzubeziehen. METO

arbeitet auf eine umfassendere Vision von regionaler Sicherheit und

Frieden hin mit dem Ziel der Einrichtung einer

massenvernichtungswaffenfreienZone im Nahen Osten. Um dieses Ziel zu

erreichen, verfolgt die Organisation einen traditionellen, auf Verträgen

basierenden Ansatz. Er stützt sich sowohl auf diplomatische Mechanismen

als auch Kampagnen der Zivilgesellschaft, die u.a. Programme und

Veranstaltungen umfassen, die sich auf politische Debatten,

Interessenvertretung und Bildung konzentrieren. METO ist international

aktiv und Partner u.a. der /International Campaign to Abolish Nuclear

Weapons (ICAN)/ und der /IPPNW (Internationalen Ärzt*innen für die

Verhütung des Atomkrieges - Ärzt*innen in sozialer //Verantwortung e.V.)/.

Vor dem Referat gibt Emad Kyay, Direktor der Middle East Treaty

Organization (METO), eine kurze Einführung.

Dr. Leonardo Bandarra ist ein Wissenschaftler, der sich mit der

Nichtverbreitung von Massenvernichtungswaffen und der Abrüstung, vor

allem von Kernwaffen, beschäftigt. Er arbeitet als Wissenschaftler

Mitarbeiter in der Universität Duisburg-Essen und ist Senior Research

Associate in der Middle East East Treaty Organization.


*Interessierte, die noch nicht in unserem Verteiler sind, melden sich

bitte* unter info@palaestina-initiative.de für den jeweiligen Vortrag

oder den Newsletter *an*. *Der Link*, der zur Teilnahme an der

Veranstaltung (‘Meeting’) berechtigt, *wird am Vortag der

Veranstaltung**über unseren Verteiler versendet* und ist am Tag der

Veranstaltung auf unserer Webseite www.palaestina-initiative.de

<http://www.palaestina-initiative.de> zu finden.

*Im November* findet noch eine weitere Veranstaltung des FORUM - im

Rahmen des hannoverschen Bündnisses für Menschenrechte (Programm im

Anhang) - statt (in Präsenz):

*Donnerstag, 24.11.2022 – 19.00 Uhr,  Referent: Theodor Wahl-Aust

(Düsseldorf)

/Für ein barrierefreies Leben in Massafar Yatta! / Gegen Aussperrung und

Vertreibung in MY/

Ort: Stadtteilzentrum Lister Turm, Raum 16*

*

*

*Zum 2. Anhang: *Jürgen Jung aus Pfaffenhofen**schickte uns

den*Kommentar von Gideon Levy aus der Zeitung Haaretz vom 22.10., *also

von vor der Wahl in Israel (deutsch und englisch). Die Etikettierung der

politischen Gruppen in den hiesigen Medien ("liberal", "rechts" u.ä.)

wird durch den Kommentar zurecht(s)gerückt, deutlich wird, es herrscht

ein Gedränge um die Plätze mehr oder weniger weit rechts von der 'Mitte'*.


Herzlichen Gruß www.palaestina-initiative.de Hans Norden**


*PS.: Mehr als 100 zivilgesellschaftliche Organisationen unterstützen

eine Kampagne zur Sammlung von einer Millionen Unterschriften von

EU-Bürger:innen für eine EU-Gesetzesinitiative, um den

europäischen Handel mit den illegalen Siedlungen in besetzten

Gebieten (bspw. durch Israel) zu beenden. Hier kann man teilnehmen:

https://stopsettlements.org/german/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

02.11.2022

Aufstieg der Cyborgs "Die größte Revolution seit Beginn des Lebens"

Cyborg-Evolution:

















wiwo.de, vom 25. Februar 2017, Interview von Andreas Menn, Bild:  Getty Images

Cyborg-Evolution: "Das größte Update aller Zeiten"


Cyborgs und unbesiegbare Immunsysteme: Bald spielen wir dank des technologischen Fortschritts Gott, sagt Bestsellerautor Yuval Harari. Die Menschheit stehe vor dem größten Update aller Zeiten.


WirtschaftsWoche: Herr Harari, Sie haben ein Buch über die Vergangenheit unserer Spezies geschrieben, nun nehmen Sie sich unserer Zukunft an. Worauf dürfen wir uns freuen?

Yuval Harari: Die letzten 1000 Jahre haben wir Menschen damit verbracht, zu lernen, wie wir die Wälder, die Tiere und Flüsse um uns beherrschen können. Schritt für Schritt haben wir die Macht über unsere äußere Umwelt ergriffen. Die größte Umwälzung im 21. Jahrhundert wird sein, dass wir auch die Kontrolle über die Welt in uns selbst gewinnen werden.


Es wird in der Zukunft bessere Psychoanalytiker geben?

Es geht um sehr viel mehr. Heute stecken wir nahezu in denselben Körpern und Gehirnen fest wie unsere Vorfahren in der Steinzeit vor 50.000 Jahren. Aber bald werden wir nicht nur immer bessere Autos und Kleidung herstellen, sondern auch neuartige, bessere menschliche Körper und Gehirne und vielleicht sogar ein ganz neues, ein künstliches Bewusstsein schaffen. Das wird die größte Revolution seit Beginn des Lebens auf unserem Planeten.


Das müssen Sie genauer erklären.

Nach vier Milliarden Jahren Evolution sind wir nun an der Schwelle angekommen, ab der wir dank der Verschmelzung von künstlicher Intelligenz und Biotechnologie die natürliche Selektion ersetzen können. Der Homo sapiens, wie er seit Zehntausenden von Jahren existiert, wird in diesem Jahrhundert verschwinden.


Spielen wir Gott?

Ja. Wir werden die Fortschritte der Informationstechnik und Biotechnologie nutzen und uns damit als Spezies ein gewaltiges Upgrade verpassen. Unsere Nachkommen werden sich so stark von uns unterscheiden wie wir uns von Schimpansen. Menschen werden sogar danach streben, unsterblich zu werden.


Zur Person

Yuval Noah Harari, geboren 1976 im israelischen Haifa, lehrt Geschichte an der Hebrew University in Jerusalem. Sein Bestseller „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ wurde zwei Millionen Mal verkauft. In seinem neuen Buch „Homo Deus“ zeichnet Harari eine Zukunft, in der Menschen zu Maschinenwesen werden.


Info: https://www.wiwo.de/technologie/forschung/aufstieg-der-cyborgs-die-groesste-revolution-seit-beginn-des-lebens/19398792.html

02.11.2022

Staatsmonopolistischer Kapitalismus Ex-Büroleiter von Annalena Baerbock wird Cheflobbyist bei RWE

rf-news.de,  01.11.2022,  18:00 Uhr,

Titus Rebhann (Grüne), langjähriger Büroleiter von Außenministerin Annalena Baerbock (ebenfalls Grüne), wechselt, wie verschiedene Medien berichten, als Leiter der Hauptstadtrepräsentanz zum deutschen Energiemonopol RWE.

Zitat: Rebhann wechselte zusammen mit Baerbock, als sie Ministerin wurde, ins Auswärtige Amt und gehörte dort weiterhin zu ihrem Team. Vorher war er mehrere Jahre für den heutigen nordrhein-westfälischen Umweltminister Oliver Krischer tätig. 

 

Damit geht ein Mitglied der Partei, die sich seit Jahrzehnten als Anti-Atom-Partei inszeniert, zum größten Atom-„Stromer“ Deutschlands, um dort sein Geld zu verdienen. Er wird - natürlich - sogenannter "Lobbyist", wird also RWE weitere Wege in Politik und Gesellschaft öffnen, Kontakte hat er ja zur Genüge... .

 

Herzlich willkommen an die Grünen, sie sind wirklich "angekommen" im staatsmonopolistischen Kapitalismus der BRD. Man wechselt munter von der bürgerlichen Politik ins direkte Lager der Konzerne oder auch wieder zurück.


Info: https://www.rf-news.de/2022/kw44/ex-bueroleiter-von-annalena-baerbock-wird-cheflobbyist-bei-rwe


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

02.11.2022

Brandons „Usable Nukes“ sind die Überholspur zur Jopocalypse

globalresearch.ca, 01. November 2022, Von Mike Whitney


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Ausführlicher Bericht:


Zitat: „Der Nuclear Posture Review der Biden-Administration ist im Kern ein erschreckendes Dokument. Es hält die Welt nicht nur auf einem Pfad zunehmenden nuklearen Risikos, es erhöht dieses Risiko in vielerlei Hinsicht. Unter Berufung auf zunehmende Drohungen aus Russland und China argumentiert es, dass die einzige gangbare Reaktion der USA darin besteht, das gesamte US-Atomwaffenarsenal wieder aufzubauen, eine Reihe gefährlicher Atompolitiken aus der Zeit des Kalten Krieges aufrechtzuerhalten und den ersten Einsatz von Atomwaffen in einer Vielzahl von Szenarien zu drohen .“ Stephen Young , Union of Concerned Scientists

Vielleicht gehören Sie zu den Millionen von Menschen, die glauben, die USA würden ihre Atomwaffen niemals einsetzen, es sei denn, die Gefahr eines nuklearen Angriffs stünde unmittelbar bevor.

Nun, Sie würden sich irren, denn laut dem kürzlich veröffentlichten Nuclear Posture Review wurde die Messlatte für den Einsatz von Atomwaffen erheblich gesenkt. Der neue Standard lautet wie folgt: (Atomwaffen können eingesetzt werden) „unter extremen Umständen, um die lebenswichtigen Interessen der Vereinigten Staaten oder ihrer Verbündeten und Partner zu verteidigen.“

„Die lebenswichtigen Interessen der Vereinigten Staaten oder ihrer Verbündeten verteidigen“??

Das ist ein ziemlich breites Netz, nicht wahr? Das kann alles umfassen, von einer ernsthaften Bedrohung der nationalen Sicherheit bis hin zu einem gewöhnlichen wirtschaftlichen Konkurrenten. Und diese lockere Definition scheint genau das zu sein, wonach die Autoren gesucht haben. Die Hardliner wollten die US-Atomdoktrin grundlegend ändern, damit die Bedingungen, unter denen Atomwaffen eingesetzt werden können, stark ausgeweitet wurden. Das offensichtliche Ziel dieses dramatischen Politikwechsels besteht darin, jedes Hindernis für den freien und ungehinderten Einsatz von Atomwaffen zu beseitigen. Genau das wollten die Neokonservativen schon immer; grünes Licht für Harmagedon. Jetzt bekamen sie, was sie wollten. Hier sind einige der Änderungen in der Politik, die darauf hindeuten, dass ein ausgewachsener Atomkrieg keine entfernte Möglichkeit mehr ist, sondern eine zunehmend wahrscheinlichere Aussicht.

1– Erstschlagseinsatz: Biden weigert sich, den Erstschlagseinsatz von US-Atomwaffen auszuschließen … in Umkehrung seines Wahlversprechens. Das ist aus der Daily Mail:

„… im Wahlkampf hatte Biden geschworen, zu einer Doktrin des ‚einzigen Zwecks‘ überzugehen, die besagt, dass die USA Atomwaffen nur einsetzen würden, um auf den Atomangriff einer anderen Nation zu reagieren….

Präsident Joe Biden gibt ein Wahlversprechen auf, die langjährige US-Atomdoktrin zu ändern, und wird stattdessen die bestehende Politik annehmen, die Amerikas Recht vorbehält, Atomwaffen in einem Erstschlagsszenario einzusetzen , laut mehreren Berichten.“ ( Tagespost )

2 – Nukleare Eskalation: Das Biden-Team hat die Stationierung modernisierter taktischer US-Atomwaffen B61 auf NATO-Stützpunkten in Europa beschleunigt. (Der B61-12 trägt einen Atomsprengkopf mit geringerer Sprengkraft als frühere Versionen, ist aber genauer und kann unterirdisch eindringen.) Dies ist von Reuters:

Russland sagte am Samstag, dass die beschleunigte Stationierung modernisierter taktischer US-Atomwaffen B61 auf NATO-Stützpunkten in Europa die „nukleare Schwelle“ senken würde und dass Russland den Schritt in seiner militärischen Planung berücksichtigen werde.

Inmitten der Ukraine-Krise berichtete Politico am 26. Oktober, dass die Vereinigten Staaten diesen Monat auf einem geschlossenen NATO-Treffen erklärt hätten, dass sie die Stationierung einer modernisierten Version der B61, der B61-12, beschleunigen würden, wenn die neuen Waffen auf europäischen Stützpunkten eintreffen würden Dezember, einige Monate früher als geplant.

„Wir können die Pläne zur Modernisierung von Atomwaffen,  diese Freifallbomben, die in Europa sind, nicht ignorieren“, sagte der stellvertretende russische Außenminister Alexander Gruschko der staatlichen Nachrichtenagentur RIA. ( Reuters )

3– „Taktisch“ bedeutet „brauchbar“: Bidens neues Regime von Atomwaffen mit geringer Sprengkraft (die immer noch eine Stadt von der Größe New Yorks in die Luft jagen können) werden als „taktische“ Waffen bezeichnet, weil sie für den Einsatz auf dem Schlachtfeld konzipiert sind, das heißt Das heißt, Biden schränkt den Einsatz von Atomwaffen nicht mehr zur Landesverteidigung ein, sondern unterstützt auch deren Einsatz in konventionellen Kriegen . (Wie die Ukraine?) Das ist von Aljazeera:

In einer atemberaubenden Strategieumkehr wird das Pentagon den Einsatz von Atomwaffen gegen nichtnukleare Bedrohungen nicht länger ausschließen

„Taktische Atomsprengköpfe wurden geschaffen, um Militärkommandanten mehr Flexibilität auf dem Schlachtfeld zu geben. Mitte der 1950er Jahre, als stärkere thermonukleare Bomben gebaut und getestet wurden, dachten Militärplaner, dass kleinere Waffen mit geringerer Reichweite in „taktischen“ Situationen nützlicher wären“, so der Verteidigungsanalyst von Al Jazeera, Alex Gatopoulos. ( Aljazeera)

4– Überholspur zum Atomkrieg: Bidens neue Euro-Atomwaffen haben die Schwelle für einen Atomkrieg gesenkt. Das ist von MSN:

Russland sagte am Samstag, dass die beschleunigte Stationierung modernisierter taktischer US-Atomwaffen vom Typ B61 auf NATO-Stützpunkten in Europa die „nukleare Schwelle“ senken würde und dass Russland den Schritt in seiner militärischen Planung berücksichtigen werde …

„Die Vereinigten Staaten modernisieren sie, erhöhen ihre Genauigkeit und verringern die Stärke der Nuklearladung, das heißt, sie verwandeln diese Waffen in „Schlachtfeldwaffen“, wodurch die nukleare Schwelle gesenkt wird“, sagte Gruschko.

Russlands Botschafter in Washington, Anatoly Antonov, sagte am Samstag auf Telegram, dass die neuen B61-Bomben eine „strategische Bedeutung“ hätten, da Russlands taktische Atomwaffen gelagert seien, aber diese US-Bomben würden nur einen kurzen Flug von Russlands Grenzen entfernt sein.

„Wir können die Pläne zur Modernisierung von Atomwaffen, diese Freifallbomben, die in Europa sind, nicht ignorieren“, sagte der stellvertretende russische Außenminister Alexander Gruschko der staatlichen Nachrichtenagentur RIA. ( MSM )

5– Mehr Gründe für den Einsatz von Atomwaffen: Die Nuclear Posture Review gibt Bidens Versprechen auf, sicherzustellen, dass US-Atomwaffen für den „einzigen Zweck“ der Abschreckung oder Reaktion auf einen Atomangriff eingesetzt würden. Stattdessen erklärt der NPR, dass die USA den Einsatz von Atomwaffen „unter extremen Umständen zur Verteidigung der lebenswichtigen Interessen der Vereinigten Staaten oder ihrer Verbündeten und Partner“ in Betracht ziehen werden.

Der alleinige Zweck könnte das Risiko einer unbeabsichtigten Eskalation erheblich verringern und die Glaubwürdigkeit flexiblerer und realistischerer nichtnuklearer Reaktionsoptionen in einer Reihe wichtiger Eventualitäten erhöhen.“ ( Verband amerikanischer Wissenschaftler )

6 – Weitere Eskalation: Die USA behalten sich jetzt das Recht vor, ihre Atomwaffen gegen Nicht-Atomwaffenländer einzusetzen. Dies ist aus einem Artikel bei Bloomberg News:

Die neue Nationale Verteidigungsstrategie des Pentagon lehnte Beschränkungen für den Einsatz von Atomwaffen ab, die lange von Befürwortern der Rüstungskontrolle und in der Vergangenheit von Präsident Joe Biden befürwortet wurden.

Unter Berufung auf aufkeimende Bedrohungen aus China und Russland sagte das Verteidigungsministerium in dem am Donnerstag veröffentlichten Dokument, dass „die Vereinigten Staaten in den 2030er Jahren zum ersten Mal in ihrer Geschichte zwei großen Atommächten als strategische Konkurrenten und potenzielle Gegner gegenüberstehen werden“. Als Reaktion darauf werden die USA „eine sehr hohe Messlatte für den Einsatz von Nuklearwaffen aufrechterhalten“, ohne den Einsatz der Waffen als Vergeltung für eine nichtnukleare strategische Bedrohung des Heimatlandes, der US-Streitkräfte im Ausland oder der Verbündeten auszuschließen.“ ( „Die Strategie des Pentagon schließt den nuklearen Einsatz gegen nichtnukleare Bedrohungen nicht aus“ , Bloomberg)

Hier ist mehr aus einem Artikel auf der World Socialist Web Site:

Im Briefing des Verteidigungsministeriums wird dieser Punkt näher ausgeführt. Der NPR, so ein Beamter des Ministeriums, „stellt eine Strategie auf, die sich auf Atomwaffen stützt, um alle Formen strategischer Angriffe abzuwehren . Dies schließt den nuklearen Einsatz jeder Größenordnung ein, und es schließt folgenschwere Angriffe strategischer Art ein, die nichtnukleare Mittel verwenden.“

Die Veröffentlichung des Dokuments wurde von Rüstungskontrollexperten schnell verurteilt. „Die nicht klassifizierte Nuclear Posture Review (NPR) der Biden-Administration ist im Grunde ein erschreckendes Dokument“, schrieb die Union of Concerned Scientists (UCS).

„Es hält die Welt nicht nur auf einem Weg des zunehmenden nuklearen Risikos, es erhöht dieses Risiko in vielerlei Hinsicht“, argumentierte die UCS, indem sie behauptete, dass „die einzig gangbare Reaktion der USA darin besteht, das gesamte US-Atomwaffenarsenal wieder aufzubauen und eine Reihe von zu unterhalten gefährliche Nuklearpolitik aus der Ära des Kalten Krieges und bedrohen den ersten Einsatz von Atomwaffen in einer Vielzahl von Szenarien.“…

Dies stellt eine bedeutende Entwicklung gegenüber Trumps nationaler Verteidigungsstrategie von 2018 dar, die sich weitgehend auf den Einsatz militärischer Gewalt zur Sicherung wirtschaftlicher Interessen im negativen Sinne bezog – und behauptete, dass es China war, das dies tat. Während dies die klare Implikation des Dokuments von 2018 war, stellt die Definition von „nationalen Interessen“, die das Pentagon-Dokument von 2022 vorschlug, um „wirtschaftlichen Wohlstand“ einzubeziehen, einen noch offeneren Schritt zur Befürwortung der Doktrin dar, dass Krieg ein akzeptables Mittel zur Sicherung wirtschaftlicher Ziele ist .

Ein Abschnitt der Nationalen Verteidigungsstrategie 2022:

Diese Dokumente, die in den US-Medien nicht ernsthaft diskutiert wurden, machen die grundlegende Unwahrheit deutlich, dass die massive US-Militäraufrüstung in diesem Jahr eine Reaktion auf „russische Aggression“ ist. In Wirklichkeit werden nach Ansicht der Kriegsplaner des Weißen Hauses und des Pentagon die massiven Erhöhungen der Militärausgaben und Pläne für einen Krieg mit China durch „dramatische Veränderungen in Geopolitik, Technologie, Wirtschaft und unserer Umwelt“ verursacht.

Diese Dokumente machen deutlich, dass die Vereinigten Staaten den wirtschaftlichen Aufstieg Chinas als existenzielle Bedrohung ansehen, auf die mit militärischer Gewalt zu reagieren ist. Die Vereinigten Staaten sehen die Unterwerfung Russlands als entscheidenden Schritt in Richtung des Konflikts mit China.“ ( „Nationales Strategiedokument des Pentagon zielt auf China ab“, Andre Damon, World Socialist Web Site)

Das Weiße Haus, das Pentagon und das gesamte außenpolitische Establishment der USA marschieren nun im Gleichschritt hinter der fanatisch-tödlichsten Verteidigungspolitik in der 246-jährigen Geschichte der Nation. Die National Defense Strategy, die Nuclear Posture Review und die National Security Strategy umfassen alle die gleiche rücksichtslose Kriegstreiberei, die unweigerlich zu Massenvernichtung und zivilisatorischem Zusammenbruch führen wird. Die Tauben und kritischen Denker wurden alle aus dem außenpolitischen Apparat entfernt, während die Verrückten und Kriegsfalken die Welt unaufhaltsam in die Katastrophe ziehen. Gott, hilf uns.

*

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Dieser Artikel wurde ursprünglich auf The Unz Review veröffentlicht .


Michael Whitney  ist ein renommierter geopolitischer und sozialer Analyst mit Sitz im US-Bundesstaat Washington. Er begann seine Karriere als unabhängiger Bürgerjournalist im Jahr 2002 mit einem Engagement für ehrlichen Journalismus, soziale Gerechtigkeit und Weltfrieden.

Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Center for Research on Globalization (CRG).

Das ausgewählte Bild stammt von TUR


Die ursprüngliche Quelle dieses Artikels ist Global Research

Urheberrecht © Mike Whitney , Global Research, 2022


Info: https://www.globalresearch.ca/brandon-usable-nukes-fast-track-jopocalypse/5797789


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

02.11.2022

Deutsche Arroganz – Baerbock gibt in Zentralasien den Besserwessi

meinungsfreiheit.rtde.life, 2 Nov. 2022 13:19 Uhr, Von Gert Ewen Ungar

Die deutsche Außenministerin besucht Zentralasien. Sie möchte Kasachstan und Usbekistan aus der russischen und chinesischen Einflusssphäre lösen. Außer westliche Arroganz und Belehrung hat sie allerdings nichts zu bieten. Der Besuch ist ein Flop.


Deutsche Arroganz – Baerbock gibt in Zentralasien den Besserwessi


Quelle: www.globallookpress.com © Fabian Sommer


Zitat: Außenministerin Baerbock (Die Grünen) ist zurzeit auf Tour durch Zentralasien. Dort hat sie die kasachische Hauptstadt Astana besucht und sich mit ihrem Amtskollegen Muchtar Tleuberdi getroffen. Im Anschluss flog die deutsche Außenministerin weiter nach Usbekistan. Politisches Ziel der Reise ist die geopolitische Einflussnahme. Kasachstan wie auch Usbekistan sollen aus der Einflusssphäre Chinas und Russlands herausgelöst und in Richtung EU eingebunden werden. Baerbock möchte die Kooperation mit Deutschland und der EU als Alternative zur Integration der beiden Länder in die eurasischen Wirtschafts- und Sicherheitsstrukturen ins Spiel bringen.


Die deutsche Außenministerin äußerte in diesem Zusammenhang: 

"Mir ist wichtig, dass die Zukunft für sie nicht nur die Wahl zwischen der engen Zwangsjacke im Vorhof von Russland und der Abhängigkeit von China bereithält. Ich will in Kasachstan und Usbekistan deshalb vor allem zuhören, welche Hoffnungen und Erwartungen die Menschen in dieser Situation an Europa richten."

Dem Sender n-tv sagte Baerbock mit Blick auf China, andere Länder versuchten ihren Einfluss "nicht nur mit militärischer Gewalt, sondern auch durch wirtschaftliche Deals, hinter denen sich ein Netz von Abhängigkeiten verbirgt", auszubauen. Deutschland dagegen will nach Baerbock andere Wirtschaftsbeziehungen: "fair, auf Augenhöhe, ohne Knebelkredite und ohne versteckte Agenda".


Vom Umbau der Welt und der westlichen Agonie





Meinung

Vom Umbau der Welt und der westlichen Agonie






Mit dem Zuhören und der Augenhöhe hat es dann gleich mal nicht so gut geklappt. Zwar glaubt Baerbock, dass die EU und Deutschland den zentralasiatischen Ländern mehr Freiheit und Unabhängigkeit bieten könnten als China und Russland. Daran schließt sie allerdings unmittelbar Mahnungen in Richtung Kasachstan in bestem Besserwessi-Ton an. Das Land habe, wenn die wirtschaftliche Kooperation ausgebaut werden soll, seine Defizite im Bereich Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit zu beheben.


Dass für Länder wie Kasachstan und Usbekistan die Attraktivität von Bündnissen wie BRICS, der Shanghai Cooperation Organisation (SCO), der Konferenz für vertrauensbildende Maßnahmen in Asien (CICA), der Organisation über kollektive Sicherheit (OVKS) eben genau darin besteht, dass sie auf dem völkerrechtlichen Prinzip der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten ihrer Länder basieren, ignoriert Baerbock geflissentlich. Der neokoloniale Gestus ist zentrales Programm ihrer Außenpolitik. Alles hat sich der transatlantischen Ordnung zu unterwerfen. Baerbocks erhobener moralischer Zeigefinger ist jedenfalls das genaue Gegenteil von Zuhören und von Kommunikation auf Augenhöhe. Baerbock versteht das natürlich nicht.


Da ist das Prinzip Augenhöhe also rasch wieder an seine deutsche Grenze gekommen. Man kann sich sicher sein, dass derartige Ermahnungen eine Einbahnstraße von West nach Ost sind. Freiheit, Demokratie und Menschenrechte gibt es nach Auffassung westlicher Politiker vom Schlage einer Baerbock nur im Westen, und nur der Westen hat daher nicht nur das moralische Recht, sondern auch die Pflicht, diese in anderen Ländern anzumahnen. Sollte Kasachstan auf die Idee kommen, Deutschland im Hinblick auf beispielsweise die Gewährung von Presse- und Meinungsfreiheit zu tadeln – man kann sicher sein, Baerbock würde sich das verbitten. Deutlich gemacht hat sie mit ihrem Statement: Es gibt mit dem Westen und mit Deutschland keine Augenhöhe.


Getreideabkommen: Baerbock wiederholt US-Vorwürfe – eigener Standpunkt Fehlanzeige





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Es ist unklar, ob Baerbock selbst glaubt, was sie da äußert, ob sie ihren Bezug auf militärische und wirtschaftspolitische Strangulation durch China und Russland vor allem für ein schlecht informiertes deutsches Publikum anführt. Allerdings kann man sicher sein, dass ihr dies außerhalb der westlichen Hemisphäre niemand abnimmt. Die Überfälle auf andere Länder und Regionen, die strangulierenden Handelsabkommen des Westens sind bekannt. Lediglich in Deutschland wird das Publikum vor den bitteren Wahrheiten westlicher und deutscher Außenpolitik medial gut beschützt.


Baerbock sieht das große wirtschaftliche Potenzial, über das die beiden zentralasiatischen Länder verfügen, und lädt zur Kooperation ein. Usbekistan ist im vergangenen Jahr um über sieben Prozent gewachsen. Mit Kasachstan strebt Deutschland eine Zusammenarbeit im Energiesektor an und eröffnet dort ein eigenes Wasserstoff-Büro zur Koordination energiewirtschaftlicher Aktivitäten.


Was die deutsche Außenministerin angesichts des großen Potenzials Zentralasiens allerdings übersieht, ist das immer geringer werdende Potenzial Deutschlands und der EU. Durch die Sanktionen hat sich Deutschland von der Möglichkeit weiteren wirtschaftlichen Wachstums abgeschnitten. Der wirtschaftliche Erfolg Deutschlands wurzelte in der Verfügbarkeit von günstiger russischer Energie und im Lohndumping im Rahmen der Agenda 2010.


"Was darf Satire?" – Kritik am Auswärtigen Amt nach Verurteilung von Irans Zensur deutscher Medien





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Auf günstige Energie aus Russland will man künftig aufgrund einer naiven Sicht auf wirtschaftliche Zusammenhänge verzichten. Wie viele andere Mitglieder der Regierung glaubt auch Baerbock, man könne durch Verzicht auf russische Energie den Verlauf des Krieges in der Ukraine beeinflussen, weil Russland bei einem Embargo die finanziellen Mittel zur Finanzierung weiterer Waffen fehlen würden. Obwohl die Kampfhandlungen immer weiter eskalieren und Russland zu einer Ausweitung seiner militärischen Aktivitäten in der Lage ist, hält man in Berlin am durch die Fakten längst widerlegten Irrglauben fest, man könne den Krieg durch Sanktionen steuern.


Die durch diesen Irrglauben verhängten Sanktionen treffen primär die deutsche Wirtschaft. Diesen Zusammenhang leugnet Baerbock. Für sie trägt Putin die Schuld an Inflation und steigenden Energiepreisen. Dabei ist gerade Kasachstan das Land, an dem sich deutlich zeigen lässt, dass es die Sanktionen sind, die Deutschland schaden, denn auch der kasachisch-deutsche Handel ist davon betroffen.


Deutschland deckt etwa zehn Prozent seines Bedarfs an Erdöl aus Kasachstan. Dieses wird über eine Pipeline an einen russischen Hafen am Schwarzen Meer geliefert, von wo aus es nach Deutschland verschifft wird. Die kasachischen Öllieferungen an Deutschland werden daher von den Sanktionen getroffen. Dafür kann Putin nun wahrlich nichts. Es sind die vom Westen verhängten Sanktionen, die der deutschen Wirtschaft das Leben schwer machen. Extrem schwer. Einsicht oder gar Korrektur? Bei Baerbock absolute Fehlanzeige.


Deutscher Führungsanspruch – Wunsch und Wirklichkeit





Meinung

Deutscher Führungsanspruch – Wunsch und Wirklichkeit






Absehbar ist auch, dass durch die ausufernde Verschuldung Deutschlands, durch zunehmende Rüstungsausgaben und durch Subventionen im Energiebereich in Verbindung mit einem immer schwächer werdenden Euro Deutschland zu umfassenden Investitionen und zu einer umfassenden Kooperation gar nicht in der Lage sein wird.


Mit seiner Zeitenwende-Rede hat Bundeskanzler Scholz eine zusätzliche Verschuldung von 100 Milliarden Euro zur Aufrüstung der Bundesrepublik verknüpft. Mit 200 Milliarden Euro sollen die steigenden Energiepreise abgefedert werden. All das sind zusätzliche Schulden. Mit dem Einfrieren russischer Devisen hat die EU das globale Vertrauen in den Euro geschwächt. Sie hat deutlich gemacht, dass sie die eigene Währung zu politischen Zwecken einsetzen wird. Der Euro ist seitdem auf Talfahrt. All das übersieht die deutsche Außenministerin. Allerdings wird man diese Zusammenhänge weder in Kasachstan noch in Usbekistan übersehen.


Dem Besuch der Außenministerin wurde daher in Zentralasien bisher kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Lediglich die kasachische Ausgabe des russischen Auslandssenders Sputnik berichtet. Von kasachischen Medien wurde Baerbocks Besuch ignoriert. Er ist unbedeutend. Deutschland hat Zentralasien außer deutscher Arroganz und Überheblichkeit nichts zu bieten. Außer der deutschen Außenministerin ist das allen klar.


Mehr zum Thema Ein Russland-Bild fernab der Realität – Politikberatung auf propagandistischem Niveau


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02.11.2022

Leseprobe aus „Zeitenwende. Corona, Big Data und die kybernetische Zukunft“. von Andrea Komlosy

norberthaering.de, 2. 11. 2022

Die Wiener Historikerin Andrea Komlosy organisierte 2021/22 eine Ringvorlesung zur Corona-Politik, die eine intensive Nichtdiskussion und Cancel-Bemühungen aus dem Lager der Cancel-Leugner auf sich zog, was an Referenten wie Andreas Sönnichsen, Michael Meyen und Christian Schuberth lag. Nun hat sie in einem lesenswerten Buch ihre Thesen zum Marsch in eine kypernetische Zukunft präsentiert. Hier eine Leseprobe.



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Corona-Ausnahmezustand als Datentreiber

Die Corona-Lockdowns dienten als wesentliche Treiber der Verdatung. Dies betraf sowohl die individuellen Nutzerdaten, die aufgrund der Distanzierungsverordnungen bei Information, Kommunikations-, Beratungs- und Behandlungsdienstleistungen sowie im Online-Handel hochschnellten. Hier war – außer dem Zwang der Verhältnisse – kein direkter Zwang im Spiel. Anders bei der Ablieferung persönlicher Gesundheitsdaten bei Tests, Kontaktnachverfolgung und Impfung. In der Frage der Preisgabe persönlicher Daten an Behörden und medizinische Institutionen lässt sich ab Beginn der Maßnahmen ein rasanter Einstellungswandel beobachten. Was anfänglich kaum jemand für möglich hielt, wurde binnen Wochen zum Normalzustand.


Eine Vorreiterfunktion für die Einführung des verpflichtenden individuellen Tracking erfüllte in Österreich das Rote Kreuz, das im Vorfeld der Behörden tätig war. Die von dieser gemeinnützigen Rettungsorganisation in Windeseile entwickelte Stopp-Corona-App ermöglichte durch Auswertung digitaler Tagebücher sowie Standort- und Bewegungsdaten den Austausch der Kontaktdaten von positiv Getesteten (die – fälschlicherweise – mit Infizierten gleichgesetzt wurden), Warnhinweise für Personen, die solchen nahe gekommen waren, sowie die – befristete – Speicherung und Weitergabe dieser Daten an die Gesundheitsbehörden. Die Finanzierung besorgte die Privatstiftung des Versicherungsunternehmens UNIQA. Zu einem effektiven Instrument der Pandemie-Beobachtung entwickelte sich dieses Programm niemals. Es operierte auf freiwilliger Basis. Es diente jedoch der Gewöhnung an die angeblich nutzbringenden, die Mitmenschen schützenden Effekte der elektronischen Offenbarung von Gesundheitsdaten.


In Deutschland wurde die Stopp-Corona-App vom Robert Koch-Institut (RKI) ausgegeben. Entwickelt und mehrfach angepasst wurde sie von den Unternehmen SAP und Deutsche Telekom u. a. Die Entwicklungs- und Betriebskosten der RKI-App beliefen sich bis Anfang 2022 auf 130 Mio. Euro, fast die Hälfte entfielen auf Werbung durch Bundespresseamt und Gesundheitsministerium.

Tatsächlich eröffnen die Corona-Apps, die in den meisten europäischen Staaten angeboten wurden, durch ihre Schnittstelle mit den Betriebssystemen von Google und Apple auch den IT-Konzernen die Möglichkeit, die Daten abzuschöpfen. Dies hat eine Evaluierung der irischen Covid Tracker App zutage gebracht, die in ihrer Verbindung mit Bluetooth und Google-Play-Diensten ebenso wie die App des deutschen Robert Koch-Instituts funktioniert.


Die Studienautoren Douglas Leith und Stephen Farrell von der School of Computer Science & Statistics am Trinity College Dublin stellten fest, dass Google alle 20 Minuten Daten auf die eigenen Server weiterleitet, sowohl Daten zur Identifizierung des Anwenders als auch etwaig installierter Gesundheits-Apps. Sie weisen darauf hin, dass die Warn-Apps aus zwei Komponenten bestehen:


Während die von den Behörden angebotene App der DSGVO entspricht, überschreitet der Google/Apple Exposure Notification-Dienst (GAEN), der zur Betriebsfähigkeit der App erforderlich ist, diese Erfordernisse.


Diese offene Grenze liefert Google die digitale Privatsphäre der AnwenderInnen jenseits datenschutzrechtlicher Beschränkungen aus. Deaktiviert man GAEN, was prinzipiell möglich ist, dann funktioniert die App schlicht und einfach nicht. In Deutschland wurde die Corona-App bis Anfang 2022 über 40 Millionen Mal bei Google und Apple heruntergeladen. Das RKI-Institut hat den Kundensupport an SAP und T-Systems ausgelagert; es versteht sich von selbst, dass diese IT-Dienstleistung zusätzliche Kosten verursacht.


Die beiden Unternehmen übernahmen für das RKI auch die Datenschutz-Folgenabschätzung. Sie wiesen zwar auf die unvermeidlichen Risiken hin, die durch die Konnektivität mit Google und Apple entsteht, meinten jedoch, die Nutzer hätten durch die Verwendung eines Android- bzw. iOS-Smartphones zum Ausdruck gebracht, sie hätten grundsätzlich Vertrauen zu diesen Herstellern oder sich jedenfalls mit den Datenschutzrisiken »abgefunden«.


Das RKI bot zeitgleich im April 2020 eine Datenspende-App an. Durch die Sammlung von Körperdaten wie Blutdruck und Temperatur über Fitness-Tracker erhoffte man sich Erkenntnisse über die Infektionswege. Diese App verbindet sich automatisch mit Apple Health und liefert, so die Kritik, die Daten der AnwenderInnen der Pharmabranche aus. (…)


Big Data für Big Pharma

Jeder Akt der Dokumentation und Verknüpfung der Corona-Maßnahmen schafft Daten. Die Daten sind Ausdruck der Signale, die der Körper übermittelt. Gleichzeitig ist der Körper der Empfänger der Werbe- oder politischen Botschaften, die über den Bildschirm huschen. Hören und Sehen ist dabei nicht immer ein bewusster Akt, sondern das Ergebnis subtiler Beeinflussung, die im Hintergrund, in Sekundenschnelle, am Rande des Bildschirms aufpoppt. Wir messen dem keine Bedeutung zu, glauben an unser eigenes Entscheidungsvermögen und agieren dennoch häufig genau so, wie es suggeriert wird. Die Internet-Kommunikation, die uns in Gesinnungskreise hineinzieht, wirkt als Verstärker.


Im Zuge der Personalisierung der Medizin wird der Körper zum Gegenstand der Bearbeitung. Sozialdisziplinierung durch Bildung, Gesundheits- und Sozialpolitik sowie die Erfordernisse des Arbeitsmarktes stehen seit dem 18. Jahrhundert an der Wiege des modernen Menschen. Dabei ging es um die allgemeine Verinnerlichung des Menschenbildes, das der Industriegesellschaft zugrunde liegt: Massenmärkte, Massenprodukte, Massenpsychologie. JedeR sollte dem Ideal entsprechen, Abweichungen sanktioniert, marginalisiert bzw. kriminalisiert werden.


Die kybernetische Gesellschaft tritt demgegenüber mit einem flexiblen Ideal an das Individuum heran: Es wird nicht mehr als Rädchen angesprochen, das das System am Laufen hält, sondern als eine Figur, die flexibel gestaltbar ist. Jede für sich. Du hast die Wahl, Du kannst entscheiden, wie Du aussiehst, wie Du Dich inszenierst, wie Du lebst, was für ein Geschlecht Du beanspruchst. Der Avatar als der neue Mensch.


Wenn der soziale Kontakt mit Ansteckungsgefahr in Verbindung gebracht wird, erhöht sich die Bereitschaft, die Angebote der Gesundheits-, Schönheits- und Ertüchtigungsindustrie anzunehmen. Es ändert sich die Einstellung zum eigenen Körper, der den Gegenstand der Optimierung darstellt – vermittelt über marktfähige Angebote, die menschliche Bedürfnisse zur Ware machen.


Als Lockvogel dienen der Schutz der Gesundheit und die Verlängerung des Lebens. Sie eröffnen ein Einfallstor für eine ganze Latte von Maßnahmen, die diesem Ziel dienen. Das eigene Begehren sowie das Urteilsvermögen werden von einem Markt ersetzt, der gleichzeitig Bedürfnisse schafft und befriedigt.


Bei Unfällen oder Missbildungen ist die Reparatur oder der Austausch von Organen individuell durchaus sinnvoll, auch wenn aus gesundheitspolitischer Sicht der zahlungskräftige Einzelfall nicht im Vordergrund stehen kann. Der Reichtum einer Gesellschaft bemisst sich schließlich auch danach, inwieweit operative Eingriffe oder psychologische Behandlungen der Allgemeinheit zugänglich sind. Je größer die Einkommensunterschiede, desto mehr wird die Vervollkommnung des Körpers zu einer Klassenfrage. Auch die Miss- und Verachtung des unvollkommenen Körpers hat dann eine soziale Dimension.


Die IT-Konzerne haben erkannt, dass das maßgeschneiderte Angebot von Heilung, Gesundung und Vervollkommnung einen Zukunftsmarkt darstellt. Der Zugang zu diesem Markt verläuft über die Verfügbarkeit von Daten: der menschliche Körper als Datenschatz.


IT-Konzerne weiten ihre Geschäftsbereiche über den Informations- und Kommunikationssektor hinaus aus. Sie übernehmen die Verwaltung von Krankenakten und Versicherungsmanagement und setzen die Test- und Contact-Tracing-Anwendungen von Regierungen und privaten Anbietern operativ um. Seit neuestem steigen sie selbst ins Pharma-, Gesundheits- und Fitnessgeschäft ein. Zum Beispiel Google-Alphabet, das mit »Verily Life Science« über ein eigenes Biotech-Unternehmen verfügt, das mit US-amerikanischen Universitäten Human Health Maps entwickelt.

Mit Novartis und Pfizer arbeitet Verily an Künstlicher Intelligenz für medizinische Anwendungen. Über das Joint Venture Onduo kooperiert Google mit Sanofi, um mit Big Data die Behandlung von Diabetes-Patienten zu organisieren. Google ist auch am Fitness-Tracker-Hersteller Fitbit beteiligt und hat so Zugriff auf die Daten der Nutzer.


Apple wiederum hat Zugang zu Apple-Watch-Nutzern. Diagnose-Apps zeichnen die Vitalfunktionen der Nutzer auf. Mit Apple’s ResearchKit führen namhafte medizinische Forschungsinstitute in den USA und Israel klinische Studien über das iPhone durch. Samsung ist über die Töchterunternehmen »Samsung Biologics« und »Samsung Bioepics« in Kooperation mit Merck auf den Pharmamarkt vor- gedrungen.


Amazon wiederum ist mit »Amazon Pharmacy« in den globalen Online-Handel mit Medikamenten eingestiegen. Der Konzern hat sich in ein Unternehmen für Symptomkontrolle und Triage eingekauft. Für den britischen Gesundheitsdienst National Health Service (NHS) adaptiert Amazon den Alexa-Sprachassistenten für Online-Beratungsdienste und arbeitet an Sprachverarbeitungsprogrammen für medizinische Konversationen.


Last but not least sei der Wortführer der globalen Impfkampagne, Microsoft-Gründer Bill Gates, erwähnt. Die Bill-&-Melinda-Gates-Stiftung investierte 2015 in das Tübinger Pharma Unternehmen Curevac, das Impfstoffe gegen Malaria und Grippe herstellt, und 2019 in die Mainzer Firma BioNTech 50 Mio. Euro zwecks HIV- und Tuberkulose-Forschung. Damals war BioNTech noch ein unbedeutendes Unternehmen, das im zweiten Quartal 2019 nur 25,8 Mio. Euro Umsatz schrieb und mit 50 Mio. Euro im Gewinnminus lag. Im ersten Quartal 2022 war der Umsatz auf 6,37 Mrd. US-Dollar angewachsen, der Gewinn auf 4,75 Mrd.


Diese Kooperationen und Verschmelzungen zwischen Big Data und Big Pharma zeigen den Bedeutungsgewinn der MANBRIC-Sektoren (Medizin-, Additiv-, Nano-, Biotech-, Robotik-, Informatik- und Cognitiv Science) auf, die mit dem Corona-Moment einen ungeahnten Auftrieb erfahren haben.


Einen ähnlichen Strategiewechsel können wir auch bei Erzeugern klassischer Haushaltselektronik beobachten, die in Big Pharma einsteigen. Dabei dienen die Mikroprozessoren, die im smarten Haushaltsgerät stecken, als Sammelstelle und Transmissionsriemen für den Datentransfer.

Das Beispiel des niederländischen Philips-Konzerns zeigt allerdings, dass der Wechsel auf die Gesundheitsbranche noch lukrativer zu sein verspricht. Philips trennt sich von den Produkten, die den Konzern bekannt gemacht haben, wie Rasierapparate, elektrische Zahnbürsten, Kaffee- oder Bügelmaschinen. »Wir dürfen nicht an der Vergangenheit kleben bleiben und setzen einen weiteren Schritt in der Transformation von Philips zu einem Medizin-Konzern«, so Vorstandschef Frans van Houten zum geplanten Verkauf der elektronischen Konsumgüter-Sparte. Die neue Konzernstrategie setzt auf MRI- und CT- Scanner für Krankenhäuser, Home-Monitoring-Computer-Verbindungen für Online-Konsultationen zwischen Patient und Arzt oder auf medizinische Beatmungsgeräte, die in der Corona-Zeit stark nachgefragt waren.


Im April 2021 hat die Frankfurter Siemens-Tochter »Siemens-Healthineers« mit einer Produktionsstätte in Shenzhen den US-Medizintechnik-Konzern Varian übernommen. Die Liquidität resultierte nicht zuletzt aus dem Verkauf von Covid-19-Schnelltests in Deutschland, die 2020/21 die Kassen mit 750 Mio. Euro gefüllt haben. Mit der Übernahme des auf personalisierte KI-datenbasierte Diagnose und Krebsbehandlung spezialisierten Unternehmens soll ein Upgrading in eine höhere Wertschöpfungsklasse erzielt werden; das nicht so lukrative Ultraschallgeschäft wird dann abgestoßen werden oder in anderen Worten: »Wir optimieren das Set-up der Sparte«, so Siemens-Healthineers- Vorstandschef Bernd Montag.


Eine durch und durch kriegerische Rhetorik verwendet Novartis, um die Umgestaltung des Pharmariesen auf medizinische Spitzentechnologie zu beschreiben. Diese soll durch den Verkauf der Generika-Sparte und die Übernahme weiterer Anteile von »Alnylam Pharmaceuticals«, bekannt für sein Nobelpreis-ausgezeichnetes Programm zur gentechnischen Behandlung seltener genetischer Erkrankungen, erzielt werden – mit dem erklärten Ziel, die »Kriegskasse« anschwellen zu lassen. »Das ist es, was die Investoren wollen. Nicht diese ganzen Nebenkriegsschauplätze.« Es gelte, so der Novartis-Chef Vas Narasimhan, »Medizin neu zu denken.«


Diese Ausdrucksweise spiegelt die Verachtung (der Investoren) für die Breitenmedizin wider. Das Augenmerk liegt auf körperlichen Eingriffen, die als Anwendungs- und Experimentierfeld für Gentechnik und Künstliche Intelligenz dienen, weil damit am meisten verdient werden kann.

Beenden wir dieses Kapitel mit den Gewinn- und Umsatzzahlen der beiden führenden westlichen Impfstoffkonzerne. Am spektakulärsten ist wohl der Höhenflug der deutsch-amerikanischen Kooperation von BioNTech und Pfizer. BioNTech steigerte dank des Riesengeschäfts mit dem gemeinsam mit Pfizer entwickelten Corona-Impfstoff den Umsatz von 108,6 Mio. Euro (2019) und 482,3 Mio. (2020) auf 18,9 Mrd. Euro (2021), das bedeutet ein Umsatzplus von 3800% von 2020 auf 2021, bzw. von 17.470% von 2019 auf 2021.


Der Gewinn lag 2019 mit 179,2 Mio. Euro noch im Minus und stieg von 15,2 Mio. Euro (2020) auf 10,3 Mrd. (2021), das bedeutet ein Gewinnplus von 67.614% von 2020 auf 2021. Der Kick off trat im dritten Quartal 2020 ein. Während das Unternehmen vor Corona auf Krebsmedikamente spezialisiert war, die hohe Forschungs- und Entwicklungsausgaben erforderten, war die Massenproduktion des Corona-Impfstoffes Comirnaty im wahrsten Sinn des Wortes eine Trägerrakete für den Profit.


Der US-Partner Pfizer meldete sich mit einem Jahresumsatz von 81,3 Mrd. US-Dollar und einem Nettogewinn von 22 Mrd. US-Dollar (2021) als führender Arzneimittelhersteller der Welt zurück, das entspricht einem Umsatzplus von 95% und einem Gewinnplus von 140% gegenüber 2020. Für 2022 erwartet CEO Albert Bourla eine Umsatzsteigerung auf 98 bis 102 Mrd. US-Dollar und mit 37 bis 38 Mrd. US-Dollar den höchsten Nettogewinn, den ein Pharmaunternehmen bisher erzielt hat.


Das Impfgeschäft ließ Umsatz- und Gewinnzahlen auch beim zweiten großen Produzenten von mRNA-Impfstoffen gegen Covid-19, der US-Biotechfirma Moderna, in die Höhe schießen. 2019 lag der Umsatz bei 60,2 Mio. US- Dollar, um 2020 auf 803,4 Mio. und 2021 auf 18,5 Mrd. US-Dollar anzusteigen. 2020 noch mit 747,1 Mio. US-Dollar im Minus, katapultierte das Geschäft mit der Corona-Impfung den Nettogewinn 2021 auf 3,7 Mrd. US-Dollar. Für das Geschäftsjahr 2022 lassen bereits getroffene Verkaufsvereinbarungen Impfstoff-Erlöse von rund 21 Mrd. US-Dollar erwarten.

 

Quellenangaben finden Sie im Buch „Zeitenwende. Corona, Big Data und die kybernetische Zukunft“.


Andrea Komlosy, geboren 1957 in Wien, arbeitet als Professorin für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Wien. Zuletzt sind von ihr im Promedia Verlag erschienen: »Arbeit. Eine globalhistorische Perspektive« sowie »Grenzen. Räumliche und soziale Trennlinien im Zeitenlauf«.


Mehr Zeitungsbericht zur Ringvolesung




Weiteres:




hier Zeitungsbericht zur Ringvorlesung



Corona-kritische Ringvorlesung an Uni Wien sorgt für Kritik


derstandard.at, 4. Oktober 2021, 17:48, Irene Brickner

Andreas Sönnichsen, Michael Meyen und Christian Schuberth als Referenten, Organisatorin Andrea Komlosy beruft sich auf ein "breites Spektrum"


 
foto: heribert corn

Wien – In den sozialen Medien sorgt die Ringvorlesung "Corona – eine transdisziplinäre Herausforderung" schon seit Tagen für Kontroversen: "Aufklärung hat verloren", kommentierte etwa der Poster Derford auf Twitter die von 7. Oktober bis 27. Jänner an der Uni Wien stattfindende Veranstaltung.


Anlass für die Kritik ist, dass einige der zehn Online-Vorlesungen von Referentinnen und Referenten bestritten werden sollen, die äußerst kritisch zu den ergriffenen Corona-Maßnahmen stehen. Sie schätzen die Gefahren durch die Seuche geringer ein und beurteilen dafür die Schäden durch die Schritte, die gesetzt wurden, um ein weiteres Um-sich-Greifen von Infektionen zu beschränken, als weit dramatischer.


Referentenauswahl "kein Thema des öffentlichen Interesses"

Organisiert wird die Veranstaltungsreihe von Andrea Komlosy, Historikerin am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Uni Wien. Auf eine Mail-Anfrage des STANDARD antwortete sie, dass sie "die Auswahl meiner Gastreferenten und -referentinnen einer Ringvorlesung für kein Thema des öffentlichen Interesses" halte.


Es handle sich um ein "breites Spektrum von Ansätzen und Positionen", schreibt Komlosy. Zu Semesterbeginn habe sie zudem "wahrlich anderes zu tun, als Social Media zu beobachten".


Sönnichsen: "Ins rechte Eck geschoben"

Mit dabei ist zum Beispiel Andreas Sönnichsen, Professor für Public Health an der Med-Uni Wien. Er ist auch Teil des Ringvorlesungs-Vorbereitungskomitees. Im Oktober 2020, als sich die zweite Covid-19-Welle aufbaute, forderte er zusammen mit mehreren anderen Medizinern ein Ende aller Seuchen-Eindämmungsmaßnahmen.


In der Folge distanzierte sich die Med-Uni Wien von seinen "persönlichen Ansichten und Aussagen zum Thema Corona-Infektion". Das Problem sei, "dass heute jeder, der sich Corona-kritisch äußert, ins politisch rechte Eck geschoben" werde, worauf man sich von ihm distanziere, sagte Sönnichsen zum STANDARD.


Netzwerk Wissenschaftsfreiheit

Als Vortragende sind darüber hinaus der Medienforscher an der Uni München, Michael Meyen, sowie der Arzt für ganzheitliche Medizin, Christian Schubert von der Med-Uni Innsbruck*, geplant. Beide sind Mitglieder des Netzwerks Wissenschaftsfreiheit, eines Sammelbeckens für Kritiker und Kritikerinnen einer angeblich um sich greifenden akademischen Cancel-Kultur, etwa durch die Genderforschung.


Das macht eine andere als Vortragende vorgesehene Wissenschafterin hellhörig. Birgit Sauer, Professorin für Politikwissenschaften an der Uni Wien, kritisiert das Naheverhältnis des Netzwerks Wissenschaftsfreiheit zu antifeministischen und rechtspopulistischen Positionen, Letztere unter anderem in Corona-Fragen. Sie will das Gespräch mit Organisatorin Komlosy suchen.


Komplexitätsforscher Thurner sagte ab

Bereits zu einem Schluss gekommen ist ein weiterer noch als Referent angeführter Wissenschafter. Er nehme an der Ringvorlesung doch nicht teil, sagt Stefan Thurner vom Complexity Science Hub Vienna. Grund dafür: "Ich hatte mich vorab nicht gründlich genug mit dem Umfeld beschäftigt." Zwar sei ein Diskurs mit kontroversen Positionen nötig, aber: "Es muss sich um Positionen handeln, die auf Wissenschaft fußen." (Irene Brickner, 4.10.2021)



Info: https://www.derstandard.at/story/2000130170845/corona-kritische-ringvorlesung-an-uni-wien-sorgt-fuer-kritik


Info: https://norberthaering.de/buchtipps/komlosy

02.11.2022

Verteidigungsministerium: Russland beteiligt sich wieder am Getreideabkommen

    meinungsfreiheit.rtde.life, 2 Nov. 2022 11:40 Uhr

    Moskau steigt wieder in das ausgesetzte Abkommen zum Export von Getreide aus der Ukraine über das Schwarze Meer ein. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums habe die Ukraine zugesichert, den Getreidekorridor nicht für Kampfhandlungen zu nutzen.


Verteidigungsministerium: Russland beteiligt sich wieder am GetreideabkommenQuelle: AP © Khalil Hamra



Zitat: Russland kehrt zum Getreideabkommen zurück. Wie das russische Verteidigungsministerium am Mittwoch mitteilte, habe die Ukraine dank der Vermittlung der Türkei zugesichert, den Seekorridor nicht für Kampfhandlungen zu nutzen. "Die Russische Föderation hält die derzeit erhaltenen Zusicherungen für ausreichend und nimmt die Umsetzung des Abkommens wieder auf", hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums.


Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan sagte in Ankara, dass der Export am Mittwochmittag wieder aufgenommen werde, berichtet Bloomberg. Er hatte sich bereits am Vortag mit Blick auf eine vollständige Wiederaufnahme des Getreideabkommens "zuversichtlich" gezeigt, hieß es in einer Mitteilung des türkischen Kommunikationsministeriums nach einem Telefonat mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin.


Russland hatte am Samstag das unter Vermittlung der Türkei und der UN geschlossene Abkommen ausgesetzt. Moskau erklärte, dies aus Sicherheitsgründen getan zu haben, nachdem ukrainische Drohnen Schiffe der Schwarzmeerflotte in Sewastopol angegriffen hatten. Russland sprach in diesem Zusammenhang von Terroranschlägen. Russlands Verteidigungsministerium beschuldigte Kiew, die Route für Kriegshandlungen gegen Russland zu nutzen, und forderte die Ukraine zu zusätzlichen Verpflichtungen auf. Das ukrainische Außenministerium sagte, dass Russland das Abkommen unter einem ausgedachten Vorwand blockiere.


Mehr zum Thema – Russland schließt Schwarzmeerkorridor für Getreidelieferungen


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://meinungsfreiheit.rtde.life/international/153200-verteidigungsministerium-russland-beteiligt-sich-wieder


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

02.11.2022

Uns steht viel mehr zu – Russischer Militärhistoriker weist Polens Reparationsforderungen zurück

meinungsfreiheit.rtde.life, 2 Nov. 2022 11:04 Uhr

Der wissenschaftliche Direktor der Russischen Militärhistorischen Gesellschaft, Michail Mjagkow, lehnt polnische Reparationsforderungen an Russland entschieden ab. Dem Historiker zufolge wären russische Gegenforderungen an Polen viel höher.


Uns steht viel mehr zu – Russischer Militärhistoriker weist Polens Reparationsforderungen zurückQuelle: Sputnik © Alexei Witwizki




Zitat: In einem Interview mit RIA Nowosti hat Michail Mjagkow, der wissenschaftliche Direktor der Russischen Militärhistorischen Gesellschaft, polnische Forderungen nach Reparationszahlungen im Zusammenhang mit den Handlungen der UdSSR während des Zweiten Weltkriegs kommentiert. Als Antwort darauf könnte Russland der polnischen Seite eine viel höhere Rechnung für "Verbrechen Polens in der Zeit zwischen 1920 und 1940" stellen, so der Historiker. Überdies seien die polnischen Forderungen rechtlich nicht haltbar. Weiter hieß es:

"Da Warschau jedoch einige Berechnungen anstellen will, sollten wir den möglichen Umfang theoretischer Gegenklagen gegen Polen prüfen. Und, glauben Sie mir, sie werden um ein Vielfaches größer sein."

Mjagkow erinnerte daran, dass während des "von Warschau ausgelösten polnisch-sowjetischen Krieges" bis zu 120.000 Soldaten der Roten Armee gefangen genommen worden seien. Der Wissenschaftler fügte hinzu:

"Und die Verluste durch Mord, Gewalt, Hunger und Krankheiten in den polnischen Konzentrationslagern beliefen sich nach verschiedenen Schätzungen auf bis zu 60.000 Menschen. Das heißt, es handelt sich um direkte Opfer der polnischen verbrecherischen Politik jener Jahre."

Der Historiker verwies auch auf die Besetzung Westweißrusslands und der Westukraine durch Polen von 1921 bis 1939. Michail Mjagkow zufolge hätten die Polen damals die örtlichen Bauern wie Sklaven behandelt. Tausende von Bewohnern dieser Gebiete seien in Konzentrationslagern gefoltert worden. Überdies brachte Mjagkow zum Ausdruck, es sei blasphemisch, die Zahl der Todesopfer in Geld zu messen:

"Aber da es in Warschau so weit gekommen ist, sollten sie sich daran erinnern, dass über 600.000 unserer Soldaten und Offiziere bei der Befreiung Polens (1944–1945; Anm. d. Red.) den Tod fanden."

In diesem Zusammenhang wies Mjagkow darauf hin, dass die polnische "Armia Krajowa" während der sowjetischen Befreiungsbemühungen Sabotageakte im Rücken der Roten Armee verübt habe. Und man dürfe auch nicht vergessen, dass das sowjetische Militär in Polen seine Vorräte zugunsten der örtlichen Bevölkerung verwendet habe, um die Menschen zu ernähren sowie Gebäude, Brücken und Straßen wiederherzustellen, betonte der Wissenschaftler.


Zuvor hatte das polnische Außenministerium seine Absicht angekündigt, Reparationen für angebliche Schäden und Kriegsverluste im Zweiten Weltkrieg durch die UdSSR zu berechnen und von Russland einzufordern. Im September verabschiedete das polnische Unterhaus, der Sejm, eine Resolution über Kriegsreparationen von Deutschland für die Verluste im Zweiten Weltkrieg. Warschau schätzt die Kriegsschäden auf rund 1,3 Billionen Euro. Am 25. Oktober verschob das polnische Parlament die Behandlung dieser Resolution auf einen späteren Zeitpunkt.


Mehr zum Thema - Polen will nun auch von Russland Reparationen – Medwedew spricht von "Degenerierten"


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

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02.11.2022

„Präventiver Atomkrieg“: Der historische Kampf für Frieden und Demokratie. Ein dritter Weltkrieg bedroht die Zukunft der Menschheit              (Teil I von II)

globalresearch.ca, 29. Oktober 2022, Von Prof. Michel Chossudovsky


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Dieser Artikel wurde erstmals am 9. März 2022 veröffentlicht, überarbeitet und erweitert am 5. Oktober 2022

Einführung

Zu keinem Zeitpunkt seit dem Abwurf der ersten Atombombe auf Hiroshima am 6. August 1945 war die Menschheit dem Undenkbaren näher gekommen. Alle Sicherheitsvorkehrungen der Ära des Kalten Krieges, die die Atombombe als „Waffe des letzten Auswegs“ einstuften, wurden verschrottet.

Die Erklärung von Wladimir Putin vom 21. Februar 2022 war eine Reaktion auf die Drohungen der USA, Atomwaffen präventiv gegen Russland einzusetzen, trotz Joe Bidens „Zusicherung“, dass die USA nicht auf einen „Erstschlag“-Atomangriff gegen einen Feind von Russland zurückgreifen würden Amerika: 

„Lassen Sie mich [Putin] erklären, dass US-amerikanische strategische Planungsdokumente die Möglichkeit eines sogenannten Präventivschlags gegen feindliche Raketensysteme enthalten . Und wer ist der Hauptfeind für die USA und die NATO? Das wissen wir auch. Es ist Russland. In NATO-Dokumenten wird unser Land offiziell und direkt zur Hauptbedrohung für die Sicherheit im Nordatlantik erklärt. Und die Ukraine wird als Sprungbrett für den Streik dienen.“ ( Putin-Rede , 21. Februar 2022, Hervorhebung hinzugefügt)

Im vergangenen Juli 2021 startete die Biden-Regierung ihreNuclear Posture Review (NPR) 2021  , die 2022 abgeschlossen und offiziell angekündigt werden soll. Die NPR 2021 soll das beinhalten, was als „nukleare Erklärungspolitik der Vereinigten Staaten“ bezeichnet wird.

Es ist unwahrscheinlich, dass der NPR 2021 die nuklearen Optionen der Regierungen Obama und Bush aufheben wird, die weitgehend auf dem in der Rede von Präsident Putin geäußerten Begriff eines präventiven Atomkriegs beruhen.

Die zugrunde liegende US-Atomdoktrin besteht darin , Atomwaffen  als Mittel der „Selbstverteidigung“ und nicht als „Massenvernichtungswaffe“ darzustellen. 

Darüber hinaus stehen hinter dem NPR mächtige finanzielle Interessen, die in das unter Präsident Obama initiierte 1,3-Billionen-Dollar-Atomwaffenprogramm eingebunden sind. 

Obwohl sich der Ukraine-Konflikt bisher auf konventionelle Waffen in Verbindung mit „Wirtschaftskrieg“ beschränkt hat, befindet sich der Einsatz einer großen Auswahl hochentwickelter Massenvernichtungswaffen, einschließlich Atomwaffen, auf dem Reißbrett des Pentagon.

Nach Angaben der Federation of American Scientists liegt die Gesamtzahl der Atomsprengköpfe weltweit in der Größenordnung von 13.000. Russland und die Vereinigten Staaten „haben jeweils rund 4.000 Sprengköpfe in ihren Militärbeständen“.

Die Gefahren eines Atomkriegs sind real. Profitorientiert. Zwei Billionen Dollar

Unter Joe Biden sollen die öffentlichen Gelder für Atomwaffen bis 2030 auf 2 Billionen steigen,  angeblich als Mittel zur Wahrung des Friedens und der nationalen Sicherheit auf Kosten der Steuerzahler . (Wie viele Schulen und Krankenhäuser könnten Sie mit 2 Billionen Dollar finanzieren?):

Die Vereinigten Staaten unterhalten ein Arsenal von etwa 1.700 strategischen Atomsprengköpfen , die auf Interkontinentalraketen (ICBMs) und U-Boot-gestützten ballistischen Raketen (SLBMs) ​​sowie auf strategischen Bomberbasen stationiert sind. Es gibt weitere geschätzte 100 nicht-strategische oder taktische Atomwaffen auf Bomberbasen in fünf europäischen Ländern und etwa 2.000 Atomsprengköpfe im Lager . [siehe unsere Analyse von B61-11 und B61-12 unten]

Das Congressional Budget Office (CBO) schätzte im Mai 2021 , dass die Vereinigten Staaten in den nächsten 10 Jahren insgesamt 634 Milliarden Dollar ausgeben werden, um ihr Nukleararsenal zu erhalten und zu modernisieren. ( Rüstungskontrolle)

In diesem Artikel werde ich mich zunächst auf den Wandel in der US-Atomdoktrin nach dem Kalten Krieg konzentrieren, gefolgt von einem kurzen Rückblick auf die Geschichte der Atomwaffen, die bis zum Manhattan-Projekt zurückreicht, das 1939 unter Beteiligung sowohl Kanadas als auch des Vereinigten Königreichs initiiert wurde.  

Analyse: Die Gefahren des Atomkriegs: Michel Chossudovsky

Kommentare:  Link zu Odysee

Eine Anmerkung zur Geschichte der Beziehungen zwischen den USA und Russland. Der vergessene Krieg von 1918

Aus historischer Sicht bedrohen die USA und ihre Verbündeten Russland seit mehr als 104 Jahren , beginnend während des Ersten Weltkriegs mit dem Einsatz von US- und alliierten Streitkräften gegen Sowjetrussland am 12. Januar 1918 (zwei Monate nach der Revolution vom 7. November 1917). angeblich zur Unterstützung der kaiserlichen Armee Russlands).  

Die alliierte Invasion der USA und Großbritanniens in Russland im Jahr 1918 ist ein Meilenstein in der russischen Geschichte und wird oft fälschlicherweise als Teil eines Bürgerkriegs dargestellt. 

Es dauerte mehr als zwei Jahre und beinhaltete den Einsatz von mehr als 200.000 Soldaten , von denen 11.000 aus den USA und 59.000 aus Großbritannien stammten. Japan, das im Ersten Weltkrieg ein Verbündeter Großbritanniens und Amerikas war, entsandte 70.000 Soldaten. 

US-Besatzungstruppen in Wladiwostok 1918

US- und alliierte Truppen in Wladiwostok im Jahr 1918

Die Bedrohung durch einen Atomkrieg

Die US-Drohung eines Atomkriegs gegen Russland wurde vor mehr als 76 Jahren im September 1945 formuliert , als die USA und die Sowjetunion Verbündete waren. Es bestand aus einem „ Plan des Dritten Weltkriegs“ eines Atomkriegs gegen die UdSSR, der 66 Städte mit mehr als 200 Atombomben zum Ziel hatte. Dieses teuflische Projekt im Rahmen des Manhattan-Projekts war maßgeblich an der Auslösung des Kalten Krieges und des nuklearen Wettrüstens beteiligt. (Siehe Analyse unten).

Chronologie

1918-1920:  Die ersten US- und alliierten Streitkräfte führten einen Krieg gegen Sowjetrussland, wobei mehr als 10 Länder Truppen entsandten, um an der Seite der weißen kaiserlich-russischen Armee zu kämpfen. Dies geschah genau zwei Monate nach der Oktoberrevolution, am 12. Januar 1918, und dauerte bis in die frühen 1920er Jahre.

Das Manhattan-Projekt wurde 1939 unter Beteiligung Großbritanniens und Kanadas initiiert. Entwicklung der Atombombe. 

Unternehmen Barbarossa, Juni 1941 . Einmarsch der Nazis in die Sowjetunion. Standard Oil of New Jersey verkaufte Öl an Nazideutschland.

Februar 1945 : Die Konferenz von Jalta. Das Treffen von Roosevelt, Churchill und Stalin.

„Operation Undenkbar“: Ein geheimer Angriffsplan gegen die Sowjetunion, der von Winston Churchill unmittelbar nach der Konferenz von Jalta formuliert wurde. Juni 1945 verschrottet.

12. April 1945: Die Potsdamer Konferenz . Präsident Harry Truman  und Premierminister Winston Churchill billigen den Atombombenangriff auf Japan.

15. September 1945 : Ein vom US-Kriegsministerium formuliertes Szenario des Dritten Weltkriegs: Ein Plan, 66 Städte der Sowjetunion mit 204 Atombomben zu bombardieren, als die USA und die UdSSR Verbündete waren. Der Geheimplan (freigegeben 1975), der während des Zweiten Weltkriegs formuliert wurde, wurde weniger als zwei Wochen nach dem offiziellen Ende des Zweiten Weltkriegs am 2. September 1945 veröffentlicht

1949 : Die Sowjetunion kündigt den Test ihrer Atombombe an.

Doktrin nach dem Kalten Krieg: „Präventiver Atomkrieg“

Die Doctrine of Mutually Assured Destruction (MAD) der Ära des Kalten Krieges gilt nicht mehr. Sie wurde zu Beginn der Regierung George W. Bush durch die Doktrin des präventiven Atomkriegs ersetzt, nämlich den Einsatz von Atomwaffen als Mittel zur „Selbstverteidigung“ sowohl gegen Nuklear- als auch Nicht-Atomwaffenstaaten.

Anfang 2002 war der Text von George W. Bushs Nuclear Posture Review bereits durchgesickert, mehrere Monate vor der Veröffentlichung der Nationalen Sicherheitsstrategie (NSS) vom September 2002 , die „Präemption“ definierte  als:

„die vorausschauende Anwendung von Gewalt angesichts eines unmittelbar bevorstehenden Angriffs“. 

Nämlich als kriegerische Handlung aus Gründen der Notwehr

Die MAD-Doktrin wurde verworfen. Die Nuclear Posture Review von 2001 definierte nicht nur den Einsatz von Nuklearwaffen neu, so genannte taktische Nuklearwaffen oder bunkerbrechende Bomben (Mini-Nukes) durften fortan ohne Genehmigung des Oberbefehlshabers, nämlich des Präsidenten, auf dem konventionellen Kriegsschauplatz eingesetzt werden aus den Vereinigten Staaten..

Sieben Länder wurden im NPR von 2001 (angenommen 2002) als potenzielle Ziele für einen präventiven Nuklearangriff identifiziert 

Der Bericht diskutiert die „Anforderungen an nukleare Angriffsfähigkeiten“ und listet den Iran, den Irak, Libyen, Nordkorea und Syrien als „unter den Ländern auf, die in unmittelbare, potenzielle oder unerwartete Eventualitäten verwickelt sein könnten“.

Drei dieser Länder (Irak, Libyen und Syrien) waren seitdem Ziel von US-geführten Kriegen. Der NPR von 2001 bestätigte auch fortgesetzte Atomkriegsvorbereitungen gegen China und Russland.

„Der Bush-Bericht weist auch darauf hin, dass die Vereinigten Staaten bereit sein sollten, Atomwaffen gegen China einzusetzen , wobei er „die Kombination aus Chinas sich noch in der Entwicklung befindlichen strategischen Zielen und seiner laufenden Modernisierung seiner nuklearen und nichtnuklearen Streitkräfte“ anführt.

„Obwohl die Überprüfung die Behauptungen der Bush-Administration wiederholt , dass Russland kein Feind mehr ist, heißt es schließlich, dass die Vereinigten Staaten auf nukleare Eventualitäten mit Russland vorbereitet sein müssen, und stellt fest, dass, wenn „die Beziehungen der USA zu Russland sich in Zukunft erheblich verschlechtern, die USA möglicherweise müssen ihre nuklearen Kräfte und ihre Haltung überarbeiten.“ Letztendlich kommt die Überprüfung zu dem Schluss, dass ein nuklearer Konflikt mit Russland „plausibel“, aber „nicht zu erwarten“ ist. [das. war im Jahr 2002] (  Rüstungskontrolle ) Hervorhebung hinzugefügt.

Die Privatisierung des Atomkriegs

Mit wachsenden Spannungen in großen Regionen der Welt entfaltete sich eine neue Generation von Nuklearwaffentechnologie, die eine nukleare Kriegsführung zu einer sehr realen Perspektive machte. Und mit sehr wenig Tamtam hatten die USA die Privatisierung des Atomkriegs im Rahmen einer „präventiven“ Doktrin des Erstschlags in Angriff genommen. Dieser Prozess kam unmittelbar nach der Nuclear Posture Review 2001 (2001 NPR), die 2002 vom US-Senat verabschiedet wurde, in vollem Gange.

Am 6. August 2003, am Hiroshima-Tag, zum Gedenken an den Abwurf der ersten Atombombe auf Hiroshima (6. August 1945), fand hinter verschlossenen Türen im Strategic Command Headquarters auf der Offutt Air Force Base in Nebraska ein geheimes Treffen statt . Anwesend waren hochrangige Führungskräfte aus der Nuklearindustrie und dem militärisch-industriellen Komplex.

Diese Vermischung von Rüstungsunternehmen, Wissenschaftlern und politischen Entscheidungsträgern war nicht zum Gedenken an Hiroshima gedacht. Das Treffen sollte die Voraussetzungen für die Entwicklung einer neuen Generation von „kleineren“, „sichereren“ und „besser nutzbaren“ Atomwaffen schaffen, die in den „In-Theater-Atomkriegen“ des 21. Jahrhunderts eingesetzt werden sollen.“

„Der Atomkrieg ist zu einem Multimilliarden-Dollar-Unternehmen geworden , das die Taschen der US-Rüstungsunternehmen füllt. Was auf dem Spiel steht, ist die völlige „Privatisierung des Atomkriegs“. 

Ein Atomkrieg gegen China und Russland wird erwogen

Russland wird als   „Plausibel“, aber „Nicht erwartet“ eingestuft . Das war im Jahr 2002.

Heute, auf dem Höhepunkt des Ukraine-Krieges, ist ein Präventiv-Nuklearangriff gegen Russland auf der Zeichnung des Pentagons. Das bedeutet jedoch nicht, dass es umgesetzt wird.

Ein Atomkrieg kann nicht gewonnen werden?

Wir erinnern an Reagans historische Aussage: „ Ein Atomkrieg kann nicht gewonnen werden und darf niemals geführt werden. Der einzige Wert in unseren beiden Nationen, die Atomwaffen besitzen, besteht darin, sicherzustellen, dass sie niemals eingesetzt werden.“

Dennoch gibt es innerhalb des US-Establishments und der Biden-Administration mächtige Stimmen und Lobbygruppen, die davon überzeugt sind, dass „ein Atomkrieg gewinnbar ist“.

Rückblende in die Zwischenkriegszeit:  Die Wall Street finanziert Hitlers Wahlkampf 

Laut Yuri Robsov finanzierten die Wall Street und die Rockefellers Deutschlands Kriegsmaschinerie sowie Adolf Hitlers Wahlkampf:

Die amerikanische Zusammenarbeit mit dem deutschen militärisch-industriellen Komplex war so intensiv und allgegenwärtig, dass 1933 die Schlüsselsektoren der deutschen Industrie und Großbanken wie die Deutsche Bank, die Dresdner Bank, die Danat-Bank (Darmstädter und Nationalbank) usw. unter ihrer Kontrolle standen Amerikanisches Finanzkapital.

Gleichzeitig wurde die politische Kraft vorbereitet, die eine entscheidende Rolle in den angloamerikanischen Plänen spielen sollte. Wir sprechen über die Finanzierung der NSDAP und Adolf Hitler persönlich.

Am 4. Januar 1932 fand ein Treffen zwischen dem britischen Finanzier Montagu Norman ( Gouverneur der Bank of England) , Adolf Hitler und  Franz von Papen (der einige Monate später im Mai 1932 Kanzler wurde) statt Finanzierung der  Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP oder NSDAP) erreicht wurde.

An diesem Treffen nahmen auch US-Politiker und die Dulles-Brüder teil , was ihre Biografen nicht gerne erwähnen.

Ein Jahr später, am 14. Januar 1933, fand ein weiteres Treffen zwischen Adolf Hitler, Deutschlands Finanzier Baron Kurt von Schroeder,  Bundeskanzler Franz von  Papen und Hitlers Wirtschaftsberater Wilhelm Keppler statt, bei dem Hitlers Programm uneingeschränkt gebilligt wurde.

Hier wurde die Frage der Machtübergabe an die Nazis endgültig gelöst, und am 30. Januar 1933 wurde Hitler Reichskanzler . Damit hat die Umsetzung der vierten Stufe der Strategie begonnen.

Zweiter Weltkrieg: „Unternehmen Barbarossa“

Es gibt zahlreiche Beweise dafür, dass sowohl die USA als auch ihr britischer Verbündeter darauf bedacht waren, dass Nazideutschland den Krieg an der Ostfront gewinnt, um die Sowjetunion zu zerstören:  

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„Der wachsende Verdacht Stalins und seines Gefolges, dass die angloamerikanischen Mächte hofften, dass der Nazi-Sowjetische Krieg jahrelang andauern würde, basierte auf wohlbegründeten Bedenken.  Dieser Wunsch wurde zum Teil schon von Harry S. Truman , dem späteren US-Präsidenten, Stunden nach dem Einmarsch der Wehrmacht in die Sowjetunion geäußert.

Truman, damals US-Senator, sagte, er wolle sehen, dass die Sowjets und die Deutschen untereinander „so viele wie möglich töten“, eine Haltung, die die New York Times später als „eine feste Politik“ bezeichnete . Die Times hatte Trumans Äußerungen zuvor am 24. Juni 1941 veröffentlicht, und infolgedessen wären seine Ansichten höchstwahrscheinlich der Aufmerksamkeit der Sowjets nicht entgangen. ( Shane Quinn, Global Research, März 2022 )

Hitlers im Juni 1941 eingeleitete Operation Barbarossa  wäre von Anfang an gescheitert, hätte es nicht die Unterstützung von Standard Oil of New Jersey (im Besitz der Rockefellers) gegeben, die routinemäßig reichlich Öllieferungen an das Dritte Reich lieferte. Während Deutschland Kohle in Kraftstoff umwandeln konnte, war diese synthetische Produktion unzureichend. Darüber hinaus waren die Ölressourcen Rumäniens in Ploesti (bis 1944 unter nationalsozialistischer Kontrolle) minimal. Nazideutschland war weitgehend von Öllieferungen von US Standard Oil abhängig.

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Die Gesetzgebung zum Handel mit dem Feind (1917) , die nach dem Eintritt Amerikas in den Zweiten Weltkrieg offiziell eingeführt wurde, hinderte Standard Oil of New Jersey nicht daran, Öl an Nazideutschland zu verkaufen. Dies trotz der Untersuchung des Senats von 1942 über US Standard Oil.

Während die direkten US-Öllieferungen eingeschränkt wurden, verkaufte Standard Oil US-Öl über Drittländer. US-Öl wurde ins besetzte Frankreich verschifft (offiziell über die Schweiz, und von Frankreich nach Deutschland:  „… Die Lieferungen gingen durch Spanien, Vichy-Frankreichs Kolonien in Westindien und die Schweiz.“

Ohne diese von Standard Oil und den Rockefellers instrumentierten Öllieferungen wäre Nazi-Deutschland nicht in der Lage gewesen, seine militärische Agenda umzusetzen. Ohne Treibstoff hätte die Ostfront des Dritten Reiches im Rahmen der Operation Barbarossa höchstwahrscheinlich nicht stattgefunden und Millionen von Menschenleben gerettet . Die Westfront einschließlich der militärischen Besetzung Frankreichs, Belgiens und der Niederlande wäre zweifellos ebenfalls betroffen gewesen.

Die UdSSR gewann tatsächlich den Krieg gegen Nazi-Deutschland mit 27 Millionen Toten, was zum Teil auf die eklatante Verletzung von Trading with the Enemy durch Standard Oil zurückzuführen war.

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„Operation Undenkable“: Ein Weltkriegsszenario, das während des Zweiten Weltkriegs formuliert wurde

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Ein Szenario des Dritten Weltkriegs gegen die Sowjetunion war bereits Anfang 1945 im Rahmen der sogenannten   Operation Undenkable ins Auge gefasst worden , das vor dem offiziellen Ende des Zweiten Weltkriegs am 2. September 1945 gestartet werden sollte.

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Roosevelt, Churchill und Stalin trafen sich Anfang Februar 1945 in Jalta, hauptsächlich um Verhandlungen über die Besetzung Deutschlands und Japans nach dem Krieg zu führen.

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Video: Konferenz von Jalta

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Unterdessen hatte Winston Churchill nach der Konferenz von Jalta  einen geheimen Plan für einen Krieg gegen die Sowjetunion erwogen:  .

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Wenn Sie dachten, der Kalte Krieg zwischen Ost und West habe in den 1950er und 1960er Jahren seinen Höhepunkt erreicht, dann denken Sie noch einmal darüber nach. 1945 war das Jahr, in dem Europa zum Schmelztiegel eines Dritten Weltkriegs wurde.

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Der Plan sah einen massiven Angriff der Alliierten am 1. Juli 1945 durch britische, amerikanische, polnische und deutsche – ja deutsche – Truppen gegen die Rote Armee vor. Sie zielten darauf ab, sie aus dem sowjetisch besetzten Ostdeutschland und Polen zurückzudrängen, Stalin eine blutige Nase zu verpassen und ihn zu zwingen, seine Herrschaft über Osteuropa zu überdenken. … Schließlich warnten ihn Churchills Militärberater im Juni 1945 davor, den Plan umzusetzen, aber er blieb immer noch eine Blaupause für einen Dritten Weltkrieg.  … Die Amerikaner hatten gerade erfolgreich eine Atombombe getestet, und jetzt war die Versuchung endgültig, die sowjetischen Bevölkerungszentren auszulöschen.“

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Churchills „Operation Undenkbar “ gegen die sowjetischen Streitkräfte in Osteuropa (siehe oben) wurde im Juni 1945 eingestellt.

Während seiner Amtszeit als Premierminister (1940-45) hatte Churchill das Manhattan-Projekt unterstützt. Er war ein Protagonist des Atomkriegs gegen die Sowjetunion, der bereits 1942 im Rahmen des Manhattan-Projekts in Betracht gezogen worden war, als die USA und die Sowjetunion Verbündete gegen Nazideutschland waren.

Am 15. September 1945 wurde vom US-Kriegsministerium offiziell ein Plan für einen Dritten Weltkrieg mit Atomwaffen gegen 66 große städtische Gebiete der Sowjetunion formuliert (siehe Abschnitt unten).

Die Potsdamer Konferenz

Vizepräsident Harry S. Truman wurde am 12. April 1945 nach dem Tod von Franklin D. Roosevelt, der unerwartet an einer Gehirnblutung starb, als Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt .

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Bei den Potsdamer Treffen trat Präsident Truman in Gespräche (Juli 1945) mit Stalin und Churchill ein: (siehe Bild rechts). Die Diskussionen waren anderer Natur als in Jalta, insbesondere in Bezug auf Truman und Churchill, die beide für einen Atomkrieg waren:

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„[British] PM [Churchill] und ich haben alleine gegessen. Diskutiert Manhattan (es ist ein Erfolg). Beschlossen, Stalin davon zu erzählen . Stalin hatte PM [Churchill] ein Telegramm des japanischen Kaisers mit der Bitte um Frieden mitgeteilt. Auch Stalin las mir seine Antwort vor. Es war zufriedenstellend. Glauben Sie, dass die Japaner zusammenbrechen werden, bevor Russland hereinkommt.  Ich bin sicher, dass sie es tun werden, wenn Manhattan über ihrem Heimatland erscheint. Ich werde Stalin zu gegebener Zeit darüber informieren. ( Truman Tagebuch , 17. Juli 1945, Hervorhebung hinzugefügt)

Was diese Aussage aus Trumans Tagebuch bestätigt, ist, dass Japan „zusammenbrechen“ und sich den USA ergeben würde, „bevor Russland hereinkommt“ . Das war letztlich das Ziel der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki.

Während Stalin im Juli 1945 beiläufig von Truman über das Manhattan-Projekt informiert wurde, deuten Quellen darauf hin, dass die Sowjetunion bereits 1942 über das Manhattan-Projekt Bescheid wusste. Hat Truman Stalin gesagt, dass die Atombombe für Japan bestimmt war?

„Wir haben uns um 11 Uhr getroffen. heute. [Das heißt, Stalin, Churchill und der US-Präsident].

Aber ich hatte vorher eine sehr wichtige Sitzung [ohne Stalin?] mit Lord Mountbatten und General Marshall [ US Joint Chiefs of Staff] .  [ Dieses Treffen stand nicht auf der offiziellen Tagesordnung Wir haben die schrecklichste Bombe der Weltgeschichte entdeckt.Es könnte die Feuerzerstörung sein, die in der Ära des Euphrattals nach Noah und seiner fabelhaften Arche prophezeit wurde. Wie auch immer, wir glauben, den Weg gefunden zu haben, um einen Zerfall des Atoms zu bewirken. Ein Experiment in der Wüste von New Mexico war verblüffend – um es milde auszudrücken. Dreizehn Pfund des Sprengstoffs verursachten einen Krater mit einer Tiefe von zweihundert Metern und einem Durchmesser von zwölfhundert Metern, rissen einen Stahlturm in einer Entfernung von einer halben Meile um und rissen Männer in einer Entfernung von zehntausend Metern zu Boden. Die Explosion war über mehr als zweihundert Meilen sichtbar und über vierzig Meilen und mehr hörbar.

Diese Waffe soll bis zum 10. August gegen Japan eingesetzt werden. Ich habe dem Kriegsminister, Herrn Stimson, gesagt, er solle es so verwenden, dass militärische Ziele und Soldaten und Matrosen das Ziel sind und nicht Frauen und Kinder. Auch wenn Japse Wilde, rücksichtslose, gnadenlose und fanatische sind, können wir als Führer der Welt für das Gemeinwohl diese schreckliche Bombe nicht auf die alte oder die neue Hauptstadt werfen. Er und ich sind uns einig. Das Ziel wird ein rein militärisches sein, und wir werden eine Warnmeldung herausgeben, in der wir die Japaner auffordern, sich zu ergeben und Leben zu retten. Ich bin mir sicher, dass sie das nicht tun werden, aber wir werden ihnen die Chance gegeben haben.Es ist sicher gut für die Welt, dass weder Hitler noch Stalin diese Atombombe entdeckt haben. Es scheint das Schrecklichste zu sein, was jemals entdeckt wurde, aber es kann zum Nützlichsten gemacht werden.“ ( Trumans Tagebuch, Potsdamer Treffen am 18. Juli 1945 )

Die Diskussion über das Manhattan-Projekt erscheint nicht in den offiziellen Sitzungsprotokollen.

Der berüchtigte „WW III Blueprint“ für einen Atomangriff auf die Sowjetunion (15. September 1945)

Knapp zwei Wochen nach dem offiziellen Ende des Zweiten Weltkriegs (2. September 1945) erließ das US-Kriegsministerium eine Direktive (15. September 1945) zur „Erase the Soviet Union from the Map“ (66 Städte mit 204 Atombomben), als die USA und die UdSSR Verbündete waren, bestätigt durch freigegebene Dokumente. (Für weitere Einzelheiten siehe Chossudovsky, 2017 )

Laut einem geheimen (freigegebenen) Dokument vom  15. September 1945 „ hatte das Pentagon geplant, die Sowjetunion  mit einem koordinierten nuklearen Angriff gegen größere städtische Gebiete in die Luft zu sprengen.

Alle großen Städte der Sowjetunion wurden in die Liste der 66 „strategischen“ Ziele aufgenommen. Die folgenden Tabellen kategorisieren jede Stadt in Bezug auf die Fläche in Quadratmeilen und die entsprechende Anzahl von Atombomben, die erforderlich sind, um die Bewohner ausgewählter städtischer Gebiete zu vernichten und zu töten.

Sechs Atombomben sollten verwendet werden, um jede der größeren Städte zu zerstören, darunter Moskau, Leningrad, Taschkent, Kiew, Charkow, Odessa.

Das Pentagon schätzte, dass insgesamt 204 Atombomben erforderlich wären, um „die Sowjetunion von der Landkarte zu tilgen“ . Die Ziele für einen nuklearen Angriff bestanden aus sechsundsechzig großen Städten.

Ein einziger Atombombenabwurf auf Hiroshima führte in den ersten sieben Sekunden zum sofortigen Tod von 100.000 Menschen. Stellen Sie sich vor, was passiert wäre, wenn 204 Atombomben auf Großstädte der Sowjetunion abgeworfen worden wären, wie es in einem geheimen US-Plan beschrieben wurde, der während des Zweiten Weltkriegs formuliert wurde.

Hiroshima nach dem Atombombenangriff am 6. August 1945

Das Dokument, das diese teuflische militärische Agenda skizzierte, war im September 1945 veröffentlicht worden, knapp einen Monat nach der Bombardierung von Hiroshima und Nagasaki (6. und 9. August 1945) und zwei Jahre vor Beginn des Kalten Krieges (1947).

Der geheime Plan vom 15. September 1945  (zwei Wochen nach der Kapitulation Japans am 2. September 1945 an Bord der USS Missouri, siehe Bild unten) war jedoch zu einem früheren Zeitpunkt formuliert worden, nämlich auf dem Höhepunkt des Zweiten Weltkriegs. zu einer Zeit, als Amerika und die Sowjetunion enge Verbündete waren.

Das Manhattan-Projekt wurde 1939 gestartet, zwei Jahre vor dem Eintritt Amerikas in den Zweiten Weltkrieg im Dezember 1941. Der Kreml war sich des geheimen Manhattan-Projekts bereits 1942 voll bewusst.

Hiroshima und Nagasaki: Generalprobe für den geplanten Atomangriff auf die Sowjetunion

Wurden die Angriffe von Hiroshima und Nagasaki im August 1945 vom Pentagon benutzt, um die Durchführbarkeit eines viel größeren Angriffs auf die Sowjetunion zu bewerten, der aus mehr als 204 Atombomben bestand? Die Schlüsseldokumente zur Bombardierung von 66 Städten der Sowjetunion (15. September 1945) wurden 5-6 Wochen nach den Bombenanschlägen auf Hiroshima und Nagasaki (6., 9. August 1945) fertiggestellt:

„Am 15. September 1945 – knapp zwei Wochen nach der formellen Kapitulation Japans und dem Ende des Zweiten Weltkriegs – schickte Norstad eine Kopie des Kostenvoranschlags an General Leslie Groves , immer noch Leiter des Manhattan-Projekts, und den Mann, der, jedenfalls kurzfristig für die Herstellung aller Bomben verantwortlich, die die USAAF haben könnte. Wie Sie sich vorstellen können, war die Klassifizierung auf diesem Dokument hoch: „STRENG GEHEIM LIMITED“, was ungefähr so ​​hoch war wie während des Zweiten Weltkriegs. (Alex Wellerstein,  The First Atomic Stockpile Requirements (September 1945)

Dem Kreml war der Plan von 1945 bekannt, 66 sowjetische Städte zu bombardieren.

Die Dokumente bestätigen, dass die USA an der „Planung eines Völkermords“ an der Sowjetunion beteiligt waren. 

Kommen wir zur Sache. Wie viele Bomben hat die USAAF vom Atomgeneral angefordert, obwohl vielleicht eine, vielleicht zwei Bomben an spaltbarem Material vorhanden waren? Sie wollten mindestens 123. Im Idealfall 466. Das ist nur etwas mehr als einen Monat nach den Bombenanschlägen auf Hiroshima und Nagasaki.

Natürlich haben sie in wahrhaft bürokratischer Manier eine handliche Dandy-Tabelle erstellt (Alex Wellerstein, op. cit)

http://blog.nuclearsecrecy.com/wp-content/uploads/2012/05/1945-Atomic-Bomb-Production.pdf 

Sowjetische Städte sollen mit Atombomben angegriffen werden

 

Karte von 66 sowjetischen städtischen strategischen Gebieten, die mit 206 Atombomben bombardiert werden sollen (freigegeben im September 1945) 

Greifen Sie auf alle Dokumente der Operation vom 15. September 1945 zu

Das nukleare Wettrüsten

Zentral für unser Verständnis des Kalten Krieges, der (offiziell) 1947 begann, spielte Washingtons Plan vom September 1945, 66 Städte in Stücke zu bombardieren, eine Schlüsselrolle bei der Auslösung des nuklearen Wettrüstens.

Die Sowjetunion wurde bedroht und entwickelte 1949 ihre eigene Atombombe als Reaktion auf sowjetische Geheimdienstberichte von 1942 über das Manhattan-Projekt.

Während der Kreml von diesen Plänen zur „Auslöschung“ der UdSSR wusste, wurde die breite Öffentlichkeit nicht informiert, da die Dokumente vom September 1945 natürlich geheim waren. Sie wurden 30 Jahre später im September 1975 freigegeben

Heute werden weder der Plan vom September 1945, die Sowjetunion in die Luft zu sprengen, noch die zugrunde liegende Ursache des nuklearen Wettrüstens anerkannt. Die westlichen Medien haben ihre Aufmerksamkeit weitgehend auf die Konfrontation zwischen den USA und der UdSSR im Kalten Krieg gerichtet. Der Plan zur Vernichtung der Sowjetunion aus dem Zweiten Weltkrieg und das berüchtigte Manhattan-Projekt werden nicht erwähnt.

Washingtons Nuklearpläne im Kalten Krieg werden ausnahmslos als Reaktion auf sogenannte sowjetische Drohungen präsentiert, obwohl es in Wirklichkeit der im September 1945 veröffentlichte US-Plan war (der zu einem früheren Zeitpunkt auf dem Höhepunkt des Zweiten Weltkriegs formuliert wurde), den Sowjet auszulöschen Moskau baut seine Atomwaffenkapazitäten aus.

Die Bewertung des Bulletin of the Atomic Scientists beschuldigte und beschuldigt fälschlicherweise weiterhin die Sowjetunion, das nukleare Wettrüsten im Jahr 1949 gestartet zu haben, vier Jahre nach der Veröffentlichung des US-Geheimplans vom September 1945, 66 große sowjetische Städte mit 204 Atombomben zu beschießen :

„1949 : Die Sowjetunion bestreitet es, aber im Herbst teilt Präsident Harry Truman der amerikanischen Öffentlichkeit mit, dass die Sowjets ihre erste Nuklearwaffe getestet und damit offiziell das Wettrüsten begonnen haben. „Wir weisen die Amerikaner nicht darauf hin, dass der Weltuntergang nahe ist und dass sie erwarten können, dass in einem Monat oder Jahr Atombomben auf ihre Köpfe fallen“, erklärt das Bulletin. „Aber wir glauben, dass sie Grund haben, zutiefst beunruhigt zu sein und auf schwerwiegende Entscheidungen vorbereitet zu sein. ( Timeline of the Doomsday Clock , Bulletin of Atomic Scientists, 2017)

WICHTIG: Hätten die USA beschlossen, KEINE Atomwaffen zum Einsatz gegen die Sowjetunion zu entwickeln, hätte das nukleare Wettrüsten nicht stattgefunden. 

Weder die Sowjetunion noch die Volksrepublik China hätten nukleare Fähigkeiten als Mittel zur „Abschreckung“ gegen die USA entwickelt, die bereits Pläne zur Vernichtung der Sowjetunion formuliert hatten.

Die Sowjetunion verlor im Zweiten Weltkrieg 26 Millionen Menschen.


Info: https://www.globalresearch.ca/preemptive-nuclear-war-a-third-world-war-spells-the-end-of-humanity-as-we-know-it/5772695


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

02.11.2022

„Präventiver Atomkrieg“: Der historische Kampf für Frieden und Demokratie. Ein dritter Weltkrieg bedroht die Zukunft der Menschheit              (Teil II von II)

Die Ära des Kalten Krieges Das nukleare Wettrüsten war das direkte Ergebnis von Amerikas Plan vom September 1945, „die Sowjetunion in die Luft zu sprengen“, der vom US-Kriegsministerium formuliert wurde.

Die Sowjetunion testete 1949 ihre erste Atombombe. Ohne das Manhattan-Projekt und den „Plan des Dritten Weltkriegs“ des Kriegsministeriums vom 15. September 1945 hätte das Wettrüsten nicht stattgefunden.

Das Kriegsministerium vom 15. September 1945 bereitete die Bühne für zahlreiche Pläne, den Dritten Weltkrieg gegen Russland und China zu führen:

Die Liste der 1200 Zielstädte des Kalten Krieges

Diese ursprüngliche Liste von 1945 mit 66 Städten wurde im Laufe des Kalten Krieges (1956) aktualisiert, um etwa 1200 Städte in der UdSSR und den sowjetischen Blockländern Osteuropas aufzunehmen ( siehe freigegebene Dokumente unten) . Die für den Einsatz vorgesehenen Bomben waren in Bezug auf die Sprengkraft stärker als die auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfenen.

Auszug aus einer Liste von 1200 sowjetischen Städten, die Ziel eines nuklearen Angriffs sind, in alphabetischer Reihenfolge. Nationales Sicherheitsarchiv, op. zit.

„Gemäß dem Plan von 1956 sollten H-Bomben gegen vorrangige „Luftmacht“-Ziele in der Sowjetunion, China und Osteuropa eingesetzt werden. Großstädte im Sowjetblock, einschließlich Ost-Berlin, hatten hohe Priorität bei der „systematischen Zerstörung“ für Atombombenangriffe. (William Burr, US Cold War Nuclear Attack Target List of 1200 Soviet Block Cities „From East Germany to China“,  National Security Archive Electronic Briefing Book No. 538 , Dezember 2015

Quelle: Nationales Sicherheitsarchiv

 



























Rand Corporation

Während des Kalten Krieges herrschte die Doktrin der Mutually Assured Destruction (MAD) vor, nämlich dass der Einsatz von Atomwaffen zur „Vernichtung sowohl des Angreifers als auch des Verteidigers“ führen würde.

In der Ära nach dem Kalten Krieg wurde die US-Atomdoktrin neu definiert. „Offensive“ militärische Aktionen mit Atomsprengköpfen werden nun als Akte der „Selbstverteidigung“ bezeichnet.

Humanitäre Atomkriegsführung unter Joe Biden

 Von der US-NATO geführte Militärinterventionen (Jugoslawien, Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien, Jemen), die Millionen von zivilen Opfern gefordert haben, werden als humanitäre Kriege als Mittel zur Sicherung des Friedens angekündigt.

Dies ist auch der Diskurs, der der US-NATO-Intervention in der Ukraine zugrunde liegt.

„Ich möchte nur, dass Sie wissen, dass wir, wenn wir über Krieg sprechen, eigentlich über Frieden sprechen“, sagte George W. Bush

„Humanitäre Atombomben“

Diese Art der Schaufensterdekoration von „humanitären Atombomben“ ist nicht nur in Joe Bidens außenpolitische Agenda eingebettet, sie stellt die tragende Säule der US-Militärdoktrin dar, nämlich die sogenannte Nuclear Posture Review, ganz zu schweigen von dem 1,2 Billionen Atomwaffenprogramm, das initiiert wurde während der Obama-Administration.

Die in Westeuropa eingesetzten B61-Mini-Atomwaffen

Die neueste B61-12 „Mini -Atombombe “ soll in Westeuropa stationiert werden und auf Russland und den Nahen Osten abzielen (und die bestehenden B61-Atombomben ersetzen).

B-61-12 wird als „besser verwendbare“, „schadstoffarme“, „humanitäre Bombe“, „für Zivilisten harmlos“ dargestellt. Das ist die Ideologie. Die Realität ist „Mutual Assured Destruction“ (MAD).

Die B61-12 hat eine maximale Sprengkraft von 50 Kilotonnen , was mehr als dreimal so hoch ist wie die einer  Hiroshima-Bombe (15 Kilotonnen) , die innerhalb weniger Minuten zu über 100.000 Toten führte.

Wenn ein präventiver Angriff mit einer sogenannten Mini-Atombombe gegen Russland oder den Iran erfolgreich wäre, könnte dies die Menschheit möglicherweise in ein Szenario des Dritten Weltkriegs führen. Natürlich werden diese Details in den Mainstream-Medienberichten nicht hervorgehoben.

F-15E Eagle Strike Eagle Fighter für die Lieferung der B-61-12 

Low Yield Nukes: Humanitäre Kriegsführung geht in Betrieb

Und wenn die Merkmale dieser „harmlosen“ Atombombe mit geringer Sprengkraft in die Militärhandbücher aufgenommen werden, geht die „humanitäre Kriegsführung“ in Betrieb: „Sie hat eine geringe Sprengkraft und ist sicher für Zivilisten, lasst sie uns verwenden“ [Paraphrase].

Das US-Arsenal von B61-Atombomben, die gegen den Nahen Osten gerichtet sind, befindet sich derzeit in den Militärbasen von 5 Nicht-Atomwaffenstaaten (Italien, Deutschland, Niederlande, Belgien, Türkei). Die Kommandostruktur der B61-12 muss noch bestätigt werden. Die Lage um den türkischen Stützpunkt Incirlik ist unklar.

Massenvernichtungswaffen als Instrumente des Friedens hochzuhalten, ist eine gefährliche Spielerei

Im Laufe der Geschichte haben „Fehler“ eine Schlüsselrolle  gespielt

Wir stehen an einer gefährlichen Kreuzung. Es ist keine wirkliche Antikriegsbewegung in Sicht.

Wieso den? Weil Krieg gut fürs Geschäft ist!

Und die Mächte von Big Money, die hinter den von der US-NATO geführten Kriegen stehen, kontrollieren sowohl die Antikriegsbewegung als auch die Medienberichterstattung über die von den USA geführten Kriege. Das ist nichts Neues. Er geht auf den sogenannten sowjetisch-afghanischen Krieg (1979-) zurück, der vom nationalen Sicherheitsberater der USA, Zbigniew Brzezinski, angeführt wurde. 

Durch ihre „philanthropischen“ Stiftungen (Ford, Rockefeller, Soros u.

„Manufactured Dissent“ heißt es: Big Money steckt auch hinter zahlreichen Staatsstreichen und Farbrevolutionen.

Inzwischen haben wichtige Teile der Linken, darunter engagierte Antikriegsaktivisten, die Covid-Mandate unterstützt, ohne die Fakten und die Geschichte der sogenannten Pandemie zu überprüfen oder anzuerkennen.

Es sollte klar sein, dass die Lockdown-Richtlinien sowie der Covid-19-„Killer-Impfstoff“ ein wesentlicher Bestandteil des „breiteren Arsenals“ der Finanzelite sind. Sie sind Instrumente der Unterwerfung und Tyrannei. 

Der Great Reset des Weltwirtschaftsforums ist ein integraler Bestandteil des Szenarios des Dritten Weltkriegs, das darin besteht, mit militärischen und nichtmilitärischen Mitteln ein imperiales System der „Global Governance“ zu errichten.

Dieselben mächtigen Finanzinteressen (Rockefeller, Rothschild, BlackRock, Vanguard usw.), die die US-NATO-Militäragenda unterstützen, stehen fest hinter der  „Covid Pandemic Op“.

***

Der historische Kampf um Frieden und Demokratie. Ein dritter Weltkrieg bedeutet das Ende der Menschheit?

Unerbittliche Kriegspropaganda und Mediendesinformation sind die treibende Kraft. Es muss konfrontiert werden. 

Ist „Friedliche Koexistenz“ und Diplomatie zwischen Russland und den USA eine Option? 

„Krieg ist gut fürs Geschäft“: Korrupte Regierungen, die die Interessen des großen Geldes vertreten, müssen herausgefordert werden


Auf dem Weg zu einem Szenario des Dritten Weltkriegs: Die Gefahren des Atomkriegs “ 

von Michel Chossudovsky

Bestellbar bei Global Research! 

ISBN-Nummer: 978-0-9737147-5-3
Jahr: 2012
Seiten: 102

PDF-Ausgabe : 6,50 $ (direkt an Ihr E-Mail-Konto gesendet!)

Michel Chossudovsky  ist Wirtschaftsprofessor an der University of Ottawa und Direktor des Centre for Research on Globalization (CRG), das die von der Kritik gefeierte Website  www.globalresearch.ca betreibt  . Er ist Mitarbeiter der Encyclopedia Britannica. Seine Schriften wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt.

Bewertungen

„Dieses Buch ist eine ‚Muss‘-Ressource – eine reich dokumentierte und systematische Diagnose der äußerst pathologischen geostrategischen Planung der US-Kriege seit ‚9-11‘ gegen nichtnukleare Länder, um ihre Ölfelder und Ressourcen unter dem Deckmantel der ‚Freiheit‘ zu beschlagnahmen und Demokratie'.“
John McMurtry , Professor für Philosophie, Guelph University

„In einer Welt, in der geplante, präventive oder modischer „humanitäre“ Angriffskriege zur Norm geworden sind, könnte dieses herausfordernde Buch unser letzter Weckruf sein.“
-Denis Halliday , ehemaliger stellvertretender Generalsekretär der Vereinten Nationen

Michel Chossudovsky entlarvt den Wahnsinn unserer privatisierten Kriegsmaschinerie. Der Iran wird als Teil einer Kriegsagenda, die auf Verzerrungen und Lügen zum Zwecke des privaten Profits aufgebaut ist, mit Atomwaffen angegriffen. Die wirklichen Ziele sind Öl, Finanzhegemonie und globale Kontrolle. Der Preis könnte der nukleare Holocaust sein. Wenn Waffen zum heißesten Exportgut der einzigen Supermacht der Welt werden und Diplomaten als Verkäufer für die Rüstungsindustrie arbeiten, gerät die ganze Welt rücksichtslos in Gefahr. Wenn wir ein Militär haben müssen, gehört es vollständig in den öffentlichen Sektor. Niemand sollte von Massentod und -zerstörung profitieren.
Ellen Brown , Autorin von „Web of Debt“ und Präsidentin des Public Banking Institute  

Die ursprüngliche Quelle dieses Artikels ist Global Research

Copyright © Prof. Michel Chossudovsky , Global Research, 2022


Info: https://www.globalresearch.ca/preemptive-nuclear-war-a-third-world-war-spells-the-end-of-humanity-as-we-know-it/5772695


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

02.11.2022

Klimaökonom: Politik hat zu lange mit der Gaskommission gewartet



neopresse.com, 2. November 2022

Der Klimaökonom Ottmar Edenhofer hat jetzt davor gewarnt, die Gaspreise nun „kurzfristig“ zu subventionieren. Dies könne zu einem Subventionswettlauf in Europa führen. Die Politik habe zu lange gewartet, so der Funktionär, um die Gaspreiskommission einzusetzen.


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Klimaökonom warnt: Nicht in einen Wettlauf kommen „Der Klimaökonom Ottmar Edenhofer warnt davor, die Gaspreise kurzfristig zu subventionieren. „Die Politik hat zu lange gewartet, bis sie die Gaskommission eingesetzt hat“, sagte er der „Rheinischen Post“.


Seit März sei klar gewesen, dass man es mit einer „existenziellen Energiekrise“ zu tun habe und die Entlastungen schnell kommen müssten. Nun werde es eine Überbrückungslösung bis zur geplanten Einführung der Gaspreisbremse am 1. März 2023 geben. Zugleich drang der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung darauf, das Konzept der Gaspreisbremse nicht im Kern zu verändern. „Die größte Gefahr ist jetzt, dass dieser Vorschlag verwässert wird. Und dass die Öffentlichkeit das gar nicht merkt, weil es scheinbar nur um technische Details geht“, so Edenhofer.


Die Kommission habe einen Spagat schaffen müssen: einerseits die Einsparanreize erhalten und anderseits Privathaushalte und Industrie entlasten. „Es kommt jetzt nicht nur darauf an, dass die Entlastungen schnell kommen. Wichtig ist, dass die Vorschläge richtig umgesetzt werden“, sagte der Klimaökonom.


Er warnte vor einem europaweiten Subventionswettlauf der Gaspreise. „Es wäre verheerend, wenn man jetzt auf eine Subventionierung des Gasverbrauchs zurückgreifen würde, auch kurzfristig. Wir leben ja nicht auf einer Insel. Die europäischen Nachbarn verdächtigen uns ohnehin, dass der 200-Milliarden-Doppel-Wumms nur dazu dient, den deutschen Gasverbrauch zu subventionieren und Gas vom Markt wegzukaufen.“


Man brauche ein koordiniertes europäisches Vorgehen. „Es darf keinen Subventionswettlauf geben, der treibt nur die Preise hoch und verschlimmert das Problem“, so der Klimaökonom weiter.“


Bericht mit Material der dts Nachrichtenagentur


Info: https://www.neopresse.com/politik/klimaoekonom-warnt-vor-kurzfristiger-subvention-der-gaspreise/?source=ENL

02.11.2022

Die Palästinafrage – vergessen und verschoben

meinungsfreiheit.rtde.life, vom 1 Nov. 2022 12:41 Uhr, Ein Gastkommentar von Dr. Karin Kneissl

Bleibt es beim Status quo der israelischen Okkupation und steter Gewalt, oder bahnt sich zwischen den Vermittlungsversuchen vielleicht eine neue Revolte, also eine weitere Intifada, an?


Die Palästinafrage – vergessen und verschobenQuelle: AFP © Jaafar Ashtiyeh



Zitat: Im Windschatten der Weltpolitik geht so mancher Nebenschauplatz wieder einmal unter. Wer interessiert sich in diesen Tagen für die Dramen in Äthiopien oder das älteste Dossier, mit dem sich die UNO seit ihrer Gründung im Jahre 1945 befasst: die Palästinafrage?




Kollektivbestrafung der Palästinenser: Nablus von der israelischen Armee abgeriegelt




Analyse

Kollektivbestrafung der Palästinenser: Nablus von der israelischen Armee abgeriegelt






Spätestens mit dem Beginn der arabischen Revolten Anfang 2011 und den vielen Kriegen, die seither Syrien, den Jemen oder Libyen in Atem halten, mussten die Palästinenser das Nachsehen haben. Kreiste zuvor viele Jahrzehnte lang das Interesse der Welt doch mit gewisser Regelmäßigkeit um diesen "Kern" aller nahöstlichen Probleme, so schwindet seither massiv die internationale Aufmerksamkeit für die Situation der Palästinenser oder den Status von Jerusalem. Als die USA im Frühjahr 2018 ihre Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegten, protestierte zwar ein Teil der Welt eine Weile. Doch in der Folge begann Israel mit einigen arabischen Golfstaaten diplomatische Beziehungen aufzubauen.


Die israelische Kontrolle via Bildschirm 

Die israelische Besatzung arbeitet indes mit High-Tech Mitteln, um potenzielle Gewaltausbrüche wie terroristische Anschläge zu vermeiden. Wer die israelische TV-Serie "Fauda" (auf Arabisch: Chaos) auf Netflix gesehen hat, gewinnt einen tiefen Einblick in das weite israelische Instrumentarium. Es scheint, als hätten israelische Kameras jeden Quadratzentimeter vom Golan bis ans Rote Meer erfasst und könnte daher mittels Fernbedienung via Drohnenattacken alle und alles "neutralisieren", wie es im Fachjargon heißt, was dem israelischen Staat gefährlich werden könnte.


Mobiltelefone zu hacken, wie es dank der israelischen Software "Pegasus" auch mit den Telefonen vom französischen Präsidenten bis zu unliebsamen Journalisten möglich war, ist dabei noch ein relativ banales Kontrollmittel. Und bei aller Technologiegläubigkeit setzen die israelischen Nachrichtendienste dazwischen immer wieder auf "den Faktor Mensch". Es werden Kollaborateure mit traditionellen Lockvögeln angeworben, um möglichen Terroristen/Freiheitskämpfern (was bekanntlich eine Frage des Standpunktes ist) auf die Spur zu kommen.


In der Serie "Fauda" sorgen die arabisch sprechenden Sonderkommandos aus den israelischen Geheimdiensten dann aber für noch mehr Chaos, als in der verfahrenen Situation ohnehin schon herrscht. Dem Zuschauer, ob er nun in der Region lebt und diesen Alltag miterlebt oder von außen dieses unauflösbare Dilemma beobachtet, wird jedenfalls bald klar, dass die Gewaltspirale sich immer wieder weiterdreht.


Kommt eine vierte Intifada?

Die Palästinenser revoltieren seit bald einem Jahrhundert, auch wenn die arabische Bevölkerung in der Zeit des britischen Mandats noch keine ausgeprägte palästinensische Identität hatte. Aber der erste längere und systematische Aufstand ist mit dem Zeitraum 1936 bis 1939 zu datieren.

Der Auslöser war die erste Welle einer jüdischen Massenimmigration infolge der Judenverfolgungen in Europa. Die ansässige arabische Bevölkerung spürte, dass es zu nachhaltigen demografischen Veränderungen kommen würde. Die britischen Behörden schlugen diese Aufstände konsequent nieder und setzen alles daran, dass keine Flüchtlingsschiffe anlegen würden. London wollte ab einem bestimmten Zeitpunkt die heiße Kartoffel Palästina nur mehr loswerden und beauftrage daher internationale Vermittler mit Lösungsvorschlägen.


Israelis greifen zu den Waffen: Israel ist kurz vor Beginn des Ramadans wieder in Alarmbereitschaft




Analyse

Israelis greifen zu den Waffen: Israel ist kurz vor Beginn des Ramadans wieder in Alarmbereitschaft





Im Sommer 1937 legte der britische Lord Peel als Leiter einer parlamentarischen Fact-Finding-Commission einen Bericht vor, in dem es klar hieß: Der Siedlungsbau und alle Feindseligkeiten sind zu stoppen. Diese beiden Forderungen sind zu einer Konstante sämtlicher UN-Resolutionen und sonstiger Friedensinitiativen geworden.


Es folgten ein Weltkrieg, der Holocaust, die Gründung des Staates Israels, viele Regionalkriege, unter welchen der Sechstagekrieg von 1967 bislang die stärksten Auswirkungen hatte. Die PLO entstand. Ein säkularer palästinensischer Nationalismus erreichte nichts, es folgten die religiösen Krieger von Hamas bis Islamischer Dschihad. Zurück blieben militante Palästinenser, die ihrerseits in Jordanien und vor allem ab den 1970er Jahren im Libanon für Unruhe sorgten. Den konservativ eingestellten arabischen Regierungen waren die stets revolutionären Palästinenser, die über die PLO mit der Sowjetunion in enger ideologischer und logistischer Verbindung standen, ein Dorn im Auge.


Als im Dezember 1987 die Palästinenser scheinbar selbst ihr Schicksal in die Hände nahmen und mit Steinen israelische Militärs bewarfen, begann ein neues Kapitel des palästinensischen Widerstands namens "Intifada". Der arabische David gegen den israelischen Goliath – so hatten sich plötzlich die Metapher und auch die mediale Wahrnehmung 20 Jahre nach dem für Israel so siegreichen Sechstagekrieg gedreht.


Die PLO wie auch die israelischen Behörden fühlten sich von den Ereignissen überrollt und ausmanövriert, da offensichtlich die Zivilgesellschaft mit vielen kleinen Führungsmannschaften das Drehbuch übernommen hatte.


Mit den Verträgen von Oslo und der Aussöhnung zwischen Israel und der PLO im Jahre 1993 änderte sich wieder alles. Es herrschte Aufbruchsstimmung im Nahen Osten. Doch mit der Ermordung des israelischen Premiers Jitzchak Rabin 1995 und dem massiven Siedlungsbau kam der gesamte Terminkalender zwecks Errichtung eines Staates Palästina in den sogenannten Autonomiegebieten zum Erliegen. Es folgte im Jahr 2000 eine weitere Intifada, die nicht mit Steinen, sondern mit Feuerwaffen und vielen Anschlägen geführt wurde. Die Premiers Ariel Scharon und Mahmud Abbas setzten mit ihren Unterschriften diesem Aufstand im Jahre 2005 ein vorläufiges Ende. Doch die Militäroperationen im Gazastreifen, aus denen die israelischen Truppen theoretisch abgezogen waren, halten bis heute an.


Die Radikalisierung geht weiter 

Heute, am 1. November, müssen die israelischen Wähler wieder an die Wahlurnen, da auch die letzte israelische Regierung unter Naftali Bennet, dem Rivalen von Benjamin Netanjahu, in der Knesset ihre Mehrheit verloren hatte. Erstmals waren israelische Araber Teil einer israelischen Regierung gewesen. Dieser jüngste Wahlkampf spiegelte seinerseits Politikverdrossenheit und Radikalisierung unter den wahlwerbenden israelischen Politiker wider.


Medienkritik: Wie deutsche Leitmedien die Bedeutung des IS-Terroranschlags in Iran herunterspielen




Meinung

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Seitdem die einstigen israelischen Volksparteien wie die rechte Likud und die linke Arbeiterpartei ideologisch zersplittert und geschrumpft sind, müssen sich zerbrechliche Regierungskoalitionen in immer kürzeren Intervallen den vielen Problemen stellen. Wirtschaftliche Sorgen sind vielen Menschen meist näher als das alte politische Drama zwischen zwei Völkern, die auf ein Gebiet ihre territorialen Ansprüche erheben.


Die Hamas-Führer sind ebenso wie ihre PLO-Kollegen indes gealtert und haben an Zuspruch unter den Palästinensern verloren. Die Gründe reichen von Korruption bis zu dem politischen Versagen, den Alltag der Menschen zu verbessern. Es ist wieder einmal eine "neue" politische Generation von kämpferischen Palästinensern herangewachsen. Eine ihrer Bewegungen nennt sich "Höhle des Löwen" und zeichnet für einige der jüngsten Anschlagsserien verantwortlich. Indes hat Israel in den letzten Wochen viele der jungen Protagonisten teils per "Fernbedienung" ausgeschaltet, indem die Motorräder ferngezündet wurden.


Beobachtet man die allgemeine Stimmungslage, den gewaltigen Bevölkerungsdruck infolge der hohen Geburtenrate unter der palästinensischen Bevölkerung, und die weltweite Gleichgültigkeit gegenüber der alten Palästinafrage, dann kann man auch zu dem Schluss kommen, dass die Zeichen wieder einmal auf Sturm stehen.


Auch wenn es in der Vergangenheit vielleicht günstigere Zeitpunkte gab, um die alten Anliegen auf israelischer wie palästinensischer Seite zu lösen, so ist im Herbst 2022 nicht auszuschließen, dass die Palästinenser sich auf einen völlig neuen Zermürbungskrieg mit Israel einlassen.


Rechnet man den Aufstand von 1936 bis 1939 mit, so wäre das dann die vierte Intifada. Beginnen würde sie vielleicht in der Stadt Nablus im Westjordanland, wo seit Wochen eine Art Belagerung mit täglicher Schikane stattfindet. Nichts muss in einer neuen Konfrontation münden, aber vieles kann in diesem alten Konflikt wieder aufbrechen. Den Siedlungsbau stoppen und alle Feindseligkeiten einstellen – dies forderte Lord Peel in seinem Bericht an das britische Parlament im Juli 1937. 85 Jahre später geht es weiter um diese alten Themen, nicht mehr und nicht weniger.


Mehr zum Thema - Wie der Gazakonflikt die Bruchstellen der israelischen Gesellschaft offenbart

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02.11.2022

Nebensja: Welthunger droht und UN "drückt ein Auge zu"

meinungsfreiheit.rtde.life, 1 Nov. 2022 18:20 Uhr

Ein ukrainischer Angriff auf die russische Schwarzmeerflotte, die für die Sicherung des Getreidekorridors im Einsatz war, hat dazu geführt, dass Russland das Getreideabkommen aussetzt. Der ständige Vertreter Russlands bei den UN, Wassili Nebensja, kritisierte, dass die UN den Angriff nicht nur nicht verurteilt haben, sondern "den Getreidehandel zunächst prompt von humanitär auf kommerziell umgestuft hat" und nun ein Auge zudrückt, "wenn der Korridor auch für militärische Zwecke genutzt wird".


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02.11.2022

Die neue nationale Sicherheitsstrategie der USA: Eine offene Drohung mit Atomwaffen

    meinungsfreiheit.rtde.life,  vom 1 Nov. 2022 17:41 Uhr,

    Keinen atomaren Erstschlag? Darauf wollen sich die USA nicht einlassen. Mehr noch, in der neuen Version der nationalen Sicherheitsstrategie werden moderne konventionelle Waffen behandelt, als wären sie nukleare, nur weil die USA technisch ins Hintertreffen geraten sind.


Die neue nationale Sicherheitsstrategie der USA: Eine offene Drohung mit Atomwaffen


Quelle: www.globallookpress.com © © Leigh Vogel - Pool via CNP


Zitat: "Eigenlob stinkt", heißt es im Deutschen, und wenn es danach geht, ist die neue nationale Sicherheitsstrategie der Vereinigten Staaten erst einmal eine massive Geruchsbelästigung. Nicht nur im Vorwort des Verteidigungsministers Lloyd Austin, sondern durch den ganzen Text, insgesamt etwa 80 Seiten, einschließlich der Neubewertung der Nuklearstrategie.


"Die Herausforderungen, vor denen wir stehen, sind erheblich, aber die Vereinigten Staaten besitzen Stärken, mit denen unsere Wettbewerber nicht mithalten können. Unsere demokratischen Werte, unsere offene Gesellschaft, unsere Diversität, unsere Innovationsbasis, unsere Kultur des Einfallsreichstums, unsere Kampferfahrung, unser weltumspannendes Netzwerk von Allianzen und Partnerschaften, und über allem unsere außergewöhnliche Truppe von Freiwilligen – dies alles bildet das feste Fundament für eine Verteidigungsstrategie, die Amerika sicher, wohlhabend und frei halten wird."


101. Airborne in Rumänien: Springer auf dem Brett, ABC-Todesschwadron als Stiefel im Gesicht Europas




Meinung

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Manche dieser Werbesprüche wirken geradezu wie unfreiwillige Satire, denkt man beispielsweise an Nord Stream: "Allianzen und Partnerschaften zum wechselseitigen Wohl sind unser größter globaler strategischer Vorteil." Oder: "Wir respektieren die Souveränität aller Staaten, und wir wissen, dass die Entscheidungen unserer Alliierten und Partner selten binär sind."


Sicher, politische Dokumente beinhalten immer ein gewisses Maß Selbstvergewisserung, aber weite Teile dieses Papiers gehören wirklich ins Reich der Märchen.


Dazwischen findet sich dann, gut verpackt, die geopolitische Zielsetzung. "Das Ministerium wird unsere größere Verteidigungspartnerschaft mit Indien vorantreiben, um seine Fähigkeit zu stärken, Aggression der Volksrepublik China abzuschrecken und freien und offenen Zugang zu der Region des Indischen Ozeans zu sichern." Man kann das übersetzen mit: wir wollen Indien gegen China stellen; und genau solche Versuche konnte man in den letzten Jahren immer wieder beobachten.


"Das Ministerium wird Taiwans asymmetrische Selbstverteidigung stärken, entsprechend der sich entwickelnden Bedrohung durch die Volksrepublik China und in Übereinstimmung mit unserer Ein-China-Politik." Der Satz ist in sich nicht logisch, denn die Ein-China-Politik besagt, dass Taiwan ein Teil Chinas ist, also kann es durch China gar nicht bedroht werden; aber er erklärt die Unterstützung Taiwans zum Teil der nationalen Sicherheitsstrategie.


Warum die USA Falschmeldungen über angebliche russische "nukleare Bedrohung" der Ukraine verbreiten




Analyse

Warum die USA Falschmeldungen über angebliche russische "nukleare Bedrohung" der Ukraine verbreiten





"Wir werden mit der Republik Korea arbeiten, um ihre Verteidigungsfähigkeit zu stärken, um die kombinierte Verteidigung der Allianz zu führen, bei der US-Truppen die der Republik Korea verstärken." Das übersetzt sich mit: wir werden unsere Truppen aus Südkorea nicht zurückziehen, sondern eher verstärken. Die Freude der Südkoreaner dürfte begrenzt sein.


Unauffällig findet sich eigentlich verbotene Forschung in dem Papier: "Wir werden Möglichkeiten in der Biotechnologie, Quantenwissenschaften, fortgeschrittenem Material und Technologie sauberer Energie schaffen." Biotechnologie? Darunter fallen auch all die Experimente, die in den unzähligen Biolabors durchgeführt wurden, unter anderem in der Ukraine ... Im gesamten Dokument taucht das Stichwort kein zweites Mal auf, aber "Biotechnologie" in einer nationalen Sicherheitsstrategie eines für seine Aggression und Hemmungslosigkeit bekannten Staates ist schwer anders zu deuten denn als Forschung an Biowaffen.


Die Gegner – oder Wettbewerber, wie sie genannt werden – sind eindeutig China und Russland. "Die Volksrepublik China nutzt vom Staat kontrollierte Kräfte, Cyber- und Weltraumoperationen und wirtschaftliche Zwänge gegen die Vereinigten Staaten und ihre Alliierten und Partner. Russland nutzt Desinformation, Cyber- und Weltraumoperationen gegen die Vereinigten Staaten und unsere Alliierten und Partner, und irreguläre Stellvertretertruppen in vielen Ländern."


Man könnte das auch Projektion nennen; wenn man eine Liste der Stellvertretertruppen erstellen wollte, die die Vereinigten Staaten nutzen, würde dieser Text vermutlich doppelt so lang, und das mit dem wirtschaftlichen Druck ...


Lawrow: Nukleardoktrin sieht ausschließlich Antworten auf existentielle Bedrohung Russlands vor




Lawrow: Nukleardoktrin sieht ausschließlich Antworten auf existentielle Bedrohung Russlands vor






Die eigene aggressive Manipulation, die völlige Unterordnung ganzer Kommunikationsplattformen unter die Informationskriegsführung der Vereinigten Staaten wird dafür in wohlklingende Sätze gegossen: "Die Führung der USA in der Entwicklung von Norme für angemessenes Verhalten in der Cyber-, Weltraum- und anderen entstehenden Technologiefeldern wird die Abschreckung verstärken, indem der internationale Konsens darüber wächst, was bösartiges und aggressives Verhalten ist, wodurch die Aussicht auf kollektive Zuschreibung und Erwiderung wächst, wenn diese Normen verletzt werden."


Es hinterlässt ein ausgesprochen unheimliches Gefühl, in einem solchen Dokument eine Darstellung der Lage zu lesen, die nur die eigene Propaganda wiedergibt: "Die unprovozierte und unrechtmäßige Invasion der Russischen Föderation in der Ukraine 2022 ist eine deutliche Erinnerung an nukleare Risiken in heutigen Konflikten. Russland hat seine Aggression gegen die Ukraine unter einem nuklearen Schatten durchgeführt, gekennzeichnet durch unverantwortliches Säbelrasseln, nukleare Manöver außer der Reihenfolge, und falsche Narrative bezüglich des möglichen Einsatzes von Massenvernichtungswaffen. Russlands Führer haben, indem sie im Versuch, die Ukraine und die NATO einzuschüchtern, mit Russlands Nukleararsenal herumfuchtelten, deutlich gemacht, dass sie diese Waffen als Schild sehen, hinter dem sie ungerechtfertigte Aggressionen gegen ihre Nachbarn beginnen können. Unverantwortliche russische Erklärungen und Handlungen erhöhen das Risiko einer absichtlichen oder unabsichtlichen Eskalation. Russlands Führung sollte keine Zweifel an der Entschlossenheit der Vereinigten Staaten hegen, sowohl nuklearem Zwang zu widerstehen als auch als verantwortliche Atommacht zu handeln."


Die "falschen Narrative" beziehen sich vermutlich auf den russischen Hinweis auf Selenskijs Aussage auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Oder auf andere Warnungen, beispielsweise bezüglich des ukrainischen Beschusses des Kraftwerks Energodar. Auf jeden Fall ist das eine sehr eigenartige Darstellung des ganzen Konfliktes in der Ukraine, weil seitens Russlands in diesem Kontext nie mit Atomwaffen gedroht wurde. Weiter unten werden wir darauf kommen, dass das bei den USA ganz anders aussieht ...


USA: Verlegung von atomwaffenfähigen B-52-Bombern nach Australien geplant





USA: Verlegung von atomwaffenfähigen B-52-Bombern nach Australien geplant






Wer jedenfalls eine nüchterne Analyse der Situation erwartet, sucht vergebens. Die einzige Art und Weise, wie "diese Waffen als Schild" gesehen werden, ist, dass die USA natürlich Russland mit einer Drohung mit ihrem, dem US-amerikanischen Nukleararsenal, nicht einschüchtern können. Aber aus der Sicht des US-Verteidigungsministerium ist vermutlich schon die Möglichkeit, sich von den USA nicht einschüchtern zu lassen, eine Aggression.


"Russland ist heute das akuteste Beispiel dieses Problems, angesichts seines bedeutend größeren Vorrats an regionalen Nuklearsystemen und der Möglichkeit, dass es diese Kräfte einsetzen könnte, um einen Krieg in seiner Peripherie zu gewinnen oder eine Niederlage zu vermeiden, wenn die Gefahr bestünde, einen konventionellen Krieg zu verlieren."


Man möchte ihnen zurufen, keine Sorge, die Gefahr besteht nicht, aber das würde nichts nützen. In dieser Sicherheitsstrategie werden nicht nur die Elemente der Propaganda wiederholt, es wird noch eins draufgesetzt. Dabei ist die russische Nuklearstrategie öffentlich, wird in regelmäßigen Abständen von Vertretern des Landes zitiert, zuletzt erst vor wenigen Wochen, und besagt klar, dass kein Erstschlag zulässig ist, außer, die Existenz des Landes selbst ist in Gefahr. Das ist aber etwas völlig anderes als "einen Krieg in seiner Peripherie zu gewinnen".


Gleichermaßen verzerrt ist die Sicht auf China: "Während das endgültige Ziel der spezifischen Entscheidungen der Volksrepublik China in Hinsicht auf ihre Nuklearstreitkräfte und -strategie unklar ist, deutet die Richtung dieser Bemühungen auf ein großes, diverses Nukleararsenal mit einem hohen Grad an Überlebensfähigkeit, Verlässlichkeit und Effektivität. Dies könnte der Volksrepublik neue Optionen vor und während einer Krise oder einem Konflikt verleihen, Nuklearwaffen als Zwangsmittel zu nutzen, einschließlich militärischer Provokationen gegen die US-Alliierten und Partner in der Region."


Polen strebt atomare Provokation an – Lukaschenko im NBC-Interview



Polen strebt atomare Provokation an – Lukaschenko im NBC-Interview






Natürlich ist auch dieser Teil des Schriftstücks mit propagandistischen Phrasen bestückt. "Es ist lange eingeübte US-Politik, nicht absichtlich Zivilbevölkerung oder -objekte zu bedrohen, und die Vereinigten Staaten werden nicht in Verletzung des Kriegsrechts auf Zivilbevölkerung oder -objekte zielen." Das hätten sie mal den Serben sagen sollen, oder den Libyern.


Aber kommen wir zu den entscheidenden Aussagen, die es in diesem Papier auch gibt, und die einem fast entgehen können zwischen so vielen Seiten, die wie von einer Werbeagentur verfasst klingen. Die Aussagen, die die Nuklearstrategie der USA betreffen.


"Wir zogen den Schluss, dass nukleare Waffen nicht nur zur Abschreckung nur eines nuklearen Angriffs nötig sind, sondern auch einer kleinen Auswahl anderer Angriffe auf strategischem Niveau mit starken Konsequenzen."


Das ist gezielt unklar und lässt völlig offen, welche Art der Angriffe gemeint sind und was starke Konsequenzen sind.


"Wir werden eine sichere und effektive nukleare Abschreckung und flexible nukleare Fähigkeiten halten, um unsere Ziele zu erreichen, sollte der Präsident zu dem Schluss kommen, dass der Einsatz nuklearer Waffen nötig ist. Unter solchen Umständen würden die Vereinigten Staaten danach streben, jeden Konflikt bei dem niedrigst möglichen Niveau von Schäden zu den besten möglichen Bedingungen für die Vereinigten Staaten und ihre Alliierten und Partner zu beenden."


Im Auftrag des Pentagon: Bidens Präsidialerlass zur Biotechnologie




Analyse

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Wie ist es denn mit Umständen, unter denen es keine günstigen Bedingungen für die USA gibt? Besagt dieser Satz im Umkehrschluss, dass die USA in einer Situation, in denen kein für sie günstiges Ergebnis erreichbar ist, zu Atomwaffen greifen, um dem abzuhelfen? Das ist eine durchaus nicht hypothetische Frage, denn die realistische Betrachtung der globalen Entwicklung kommt zu einem etwas anderen Schluss als diese nationale Sicherheitsstrategie, nämlich zu dem, dass die USA gerade dabei sind, zu verlieren. Sie tun es nicht direkt, sondern vermittelst ihrer Stellvertretertruppen in der Ukraine, aber wie ist vor diesem Hintergrund dieser Satz zu lesen?


Aber es geht noch weiter. "Die Vereinigten Staaten würden den Gebrauch von Atomwaffen nur in extremen Bedingungen erwägen, um die vitalen Interessen der Vereinigten Staaten oder ihrer Alliierten und Partner zu verteidigen." Man merke sich "extreme Bedingungen" als Stichwort.

"Wir haben eine breite Auswahl an Optionen für die erklärte Nuklearpolitik gesichtet – einschließlich der Politik von 'kein Erstschlag' und jener des 'einzigen Zwecks' – und kamen zu dem Schluss, dass diese Herangehensweisen im Licht des Umfangs nicht-nuklearer Fähigkeiten, die von Wettbewerbern entwickelt und in Dienst gestellt werden, die den Vereinigten Staaten und ihren Alliierten und Partnern einen Schaden von strategischer Größe zufügen könnten, ein inakzeptables Risiko darstellen würden."


Auch das muss man übersetzen. Die Politik des "einzigen Zwecks" war ein Wahlkampfversprechen Bidens; die Atomwaffen der USA sollten einzig der Abschreckung eines atomaren Angriffs oder der Erwiderung darauf dienen. Sehr weit hat es dieses Versprechen nicht gebracht. Und es wird ganz offen erklärt, dass ein Einsatz von Atomwaffen auf eine weit geringere Handlung stattfinden kann. Man kann sich vorstellen, dass die "nicht-nuklearen Fähigkeiten" so etwas wie Kinshal und Zirkon meinen. Auf die Tatsache, bei der Technik der Hyperschallraketen ins Hintertreffen geraten zu sein, reagieren die USA also damit, einen Einsatz konventioneller Waffen wie einen nuklearen zu behandeln. Und zwar nicht nur, wenn es sie selbst trifft, sondern auch, wenn es "Alliierte und Partner" träfe. Eine derart niedrige Einsatzschwelle gab es im gesamten kalten Krieg nicht.


Gefährlicher Strategiewechsel: USA erlauben Atomwaffen auch bei nicht-nuklearer Bedrohung





Gefährlicher Strategiewechsel: USA erlauben Atomwaffen auch bei nicht-nuklearer Bedrohung





Auch in Bezug auf die Volksrepublik China wird noch einmal wiederholt, dass "die Vereinigten Staaten nicht davon abgeschreckt werden, unsere Alliierten und Partner zu verteidigen, oder genötigt werden, einen Konflikt zu inakzeptablen Bedingungen zu beenden".


Es ist immer der Sieger, der die Bedingungen festlegt. Der Sieger heißt in keinem Fall USA. Da die USA weder ökonomisch noch konventionell-militärisch siegen können, verfassen sie eine Nuklearstrategie, die geradezu vorgibt, vor einer möglichen Niederlage nuklear zu reagieren ...


Und jetzt zu der Stelle, die eine offene Drohung darstellt.


"In einem möglichen Konflikt mit einem Wettbewerber müssten die Vereinigten Staaten im Stande sein, vor einer opportunistischen Aggression durch einen anderen Wettbewerber abzuschrecken. Wir werden teilweise auf Nuklearwaffen vertrauen, um dieses Risiko bewältigen zu helfen, da wir anerkennen, dass ein beinahe simultaner Konflikt mit zwei nuklear bewaffneten Staaten eine extreme Bedingung darstellt."


Das ist nun wirklich eine Drohung. Schriftlich und offiziell, auf der Website des US Verteidigungsministeriums veröffentlicht. Es sind schließlich die USA selbst, die in Taiwan und in der Ukraine gleichzeitig zündeln. Hier erklären sie, dass sie, sollte die Volksrepublik China auf diese Provokationen reagieren, sie sich derart überfordert fühlen, dass sie zu Atomwaffen greifen.


Al-Mayadeen-Kolumnist: Aufstellung von US-Truppen in Rumänien eröffnet den Dritten Weltkrieg




Al-Mayadeen-Kolumnist: Aufstellung von US-Truppen in Rumänien eröffnet den Dritten Weltkrieg






Eigentlich müsste man die USA auf Grundlage dieses Dokuments zum Schurkenstaat erklären. Denn hinter all der Propaganda und dem dekorativen Gerede von Werten und Demokratie und den tollen, innovativen, eigentlich unbesiegbaren USA steht eine Doktrin, die sich auf zwei Sätze zusammenfassen lässt:


  1. Die Vereinigten Staaten gewinnen jeden Krieg, den sie führen.

  2. Sollte 1. einmal nicht zutreffen, greifen sie zu Atombomben.


Das, was in exakt diesem Dokument Russland unterstellt wird, wird für die USA festgeschrieben. Das Ergebnis ihrer drohenden Niederlage ist die offizielle Erklärung: wenn die Vereinigten Staaten oder ihre Alliierten und Partner es mit Bedingungen zu tun bekommen, die ihnen nicht gefallen, dann sind sie bereit, dafür die Welt in Brand zu setzen.


Mehr zum Thema"Nukleare Erpressung macht China keine Angst" – China nach Vorstellung der neuen US-Strategie


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Info: https://meinungsfreiheit.rtde.life/nordamerika/153070-neue-nationale-sicherheitsstrategie-usa-offene


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02.11.2022

US-Militärexperte im Interview: Weißes Haus plant militärische Intervention in der Ukraine

meinungsfreiheit.rtde.life, 2 Nov. 2022 08:05 Uhr, Vorwort und Übersetzung von Rainer Rupp

In diesem bemerkenswerten Interview warnt ein US-Kriegsheld und pensionierter Oberst der US Army, dass es in Washington "ernsthafte Pläne für den Einsatz von US-Streitkräften in der Ukraine gibt". Das hält er für "sehr gefährlich", weil er befürchtet, dass es dadurch zum Einsatz von taktischen US-Atomwaffen gegen Russland kommen könnte.


US-Militärexperte im Interview: Weißes Haus plant militärische Intervention in der Ukraine© Screenshot



Colonel Douglas Macgregor gehört nicht zu den pensionierten Militärs, die aktuell als "Experten" die Studios der Mainstream-Medien bevölkern und das Narrativ vom "blutrünstigen Wahnsinnigen im Kreml" bedienen, gegen den die unschuldige "Ukraine gewinnen muss". Vielmehr sind seine nüchternen Analysen zur aktuellen Lage in der Ukraine, in Europa und darüber hinaus profunde und ausgewogen.


Macgregor kann nicht nur auf seine Zeit in Uniform mit gefährlichen Kriegserfahrungen zurückblicken, sondern auch auf langjährige Arbeit im Stab. Er ist nicht nur ein hochdekorierter Kriegsheld, sondern er hat sich auch einen Namen als studierter Politikwissenschaftler und Militärtheoretiker, Professor und Autor von Büchern gemacht.


RT DE Exklusiv: Russischer Militärexperte antwortet Schweizer Kollegen





RT DE Exklusiv: Russischer Militärexperte antwortet Schweizer Kollegen






In Macgregors Einschätzungen fließen auch seine Erfahrungen beim US-Militär in Deutschland sowie im NATO-Hauptquartier ein. Auch die Führungsspitze des Pentagon hatte ihn offiziell als Berater an Bord geholt. Er spricht Deutsch, und Präsident Donald Trump wollte ihn als US-Botschafter nach Berlin schicken, aber Macgregor hatte sich im US-Establishment zu viele Feinde gemacht, und er wurde vom Senat nicht als US-Botschafter bestätigt.


Um es vorwegzunehmen: Macgregor ist – gerade aufgrund seiner vielfältigen Kenntnisse und Erfahrungen – ein erklärter Gegner der konfrontativen US-Politik gegen Russland. Aus seiner Sicht hat die US-Unterstützung der Ukraine eine hochgefährliche Dimension angenommen. Da davon auszugehen ist, dass auch Macgregor die Kriegssimulationen der RAND Corporation aus dem Jahr 2018 kennt, bei denen US-Streitkräfte – selbst unter Annahme günstigster Bedingungen – in einem Krieg gegen Russland in Osteuropa nach kurzer Zeit bereits eine vernichtende Niederlage erleiden, weiß er, worauf sich Washington im Ernstfall einlässt.


RAND, die riesige Denkfabrik der US-Streitkräfte, berichtete seinerzeit von dem katastrophalen Ausgang der Kriegssimulation für die USA, und aus diesem Grund hat RAND in einer Folgestudie ("Extending Russia"), in der die Ukraine eine wichtige Rolle spielt, Möglichkeiten studiert und Strategien entwickelt, um Russland ohne direkte militärische Konfrontation mit den USA zu ruinieren und in die Knie zu zwingen. Allerdings scheint das nicht geklappt zu haben, und jetzt scheinen die Entscheidungsträger in Washington wie unverantwortliche Kinder allen Ernstes mit Plänen zu spielen, US-Soldaten in die Ukraine zu schicken.


Vor diesem Hintergrund warnt Ex-Oberst und Ex-Pentagon-Berater Macgregor dringend davor, US-Truppen in die Ukraine zu verlegen. Aus deren voraussehbarer, verlustreicher Niederlage könnte leicht eine Situation entstehen, in der die irren Falken in Washington als einzigen Ausweg nur noch den Einsatz von taktischen US-Atomwaffen gegen russische Einheiten in der Ukraine sehen. Das bliebe natürlich nicht ohne russische Antwort und könnte wahrscheinlich zum Ende der militärischen US-Entscheidungszentren in Europa führen, u. a. auch in Ramstein in der deutschen Rhein-Pfalz.


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Analyse

Greift "General Frost" in den Krieg ein? Wenn ja, auf wessen Seite?






Nachfolgend wird Macgregor von Judge Andrew Peter Napolitano interviewt. Judge Napolitano ist ein ehemaliger Richter eines Superior Courts, des Obersten Gerichtshofs eines US-Bundeslandes. Als syndizierter Kolumnist mit 14.000 ausgestrahlten TV-Segmenten ist er in den letzten 24 Jahren US-weit bekannt geworden, und er hat eine große Gefolgschaft im Publikum.


Verliert Russland den Krieg?


Judge Napolitano: Colonel, es ist immer eine Freude, Sie bei uns zu haben. Ich möchte mit der Frage beginnen: Kann Russland diesen Krieg in der Ukraine verlieren?


Macgregor: Die Antwort ist nein. Ein klares Nein! (...) Es gibt da eine Geschichte, von der ich denke, dass Sie und Ihr Publikum sie schätzen. Im Jahr 1942, nach dem Fall von Tobruk, hatten die Briten zwei Jahre lang ununterbrochen Niederlagen gegen die Deutschen (unter General Erwin Rommel) erlitten, obwohl die Briten und ihre Verbündeten den Deutschen zahlenmäßig überlegen waren. Und dann kam auch noch die große Niederlage von Tobruk dazu. Jemand fragte Churchill: "Verlieren wir diesen Krieg? Wir haben noch keine einzige Schlacht gewonnen!" Churchill antwortete: "Ich weiß, Schlachten sind wichtig, aber Schlachten entscheiden nicht unbedingt Kriege. In der modernen Kriegsführung sind es Trends, die über den Ausgang der Kriege entscheiden, und die Trends begünstigen letztendlich uns und nicht die Deutschen. Haben sie Geduld!"


Nun, ich denke, Churchill hatte Recht. Die Russen haben keine ernsthaften Niederlagen erlitten, und wir wissen, dass sie aus all den Gründen, die wir hier bereits diskutiert haben, einen holprigen Start hatten. Sie sind jetzt – offen gesagt – dort, wo sie sein wollen. Sie verteidigen das Gebiet, das sie bereits erobert haben und als Nächstes üben, organisieren sie und bereiten sich auf die großen Offensiven vor, die im November und Dezember stattfinden werden.


Die NATO beginnt in der Ukraine einen Zermürbungskrieg





Analyse

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Aber hier ist noch etwas, das Ihr Publikum interessieren könnte: Die 300.000-Mann-Mobilisierung ist in dem Sinne abgeschlossen, dass diese 300.000 Reservisten jetzt in den russischen Streitkräften sind und dort integriert, vorbereitet und ausgebildet werden. (…) Aber die weitere Mobilisierung wurde nicht ausgesetzt. Es gibt viele Beweise dafür, dass hinter den Kulissen Entscheidungen getroffen wurden, um die Mobilisierung fortzusetzen, sodass wir anstelle von 700.000 russischen Soldaten im November und Dezember im Januar womöglich schon eine Million im Feld sehen werden.


Ich denke, das liegt daran, dass Wladimir Putin und seine nationalen Sicherheitsberater, seine militärischen Befehlshaber genau hinhören, wenn wir unsere Drohungen aussprechen und weiterhin darauf bestehen, dass Russland sich Wladimir Selenskij effektiv zu ergeben hat.


"Koalition der Willigen" gegen Russland


Judge Napolitano: Was diese Drohungen betrifft, (…) da gibt es z. B. letzte Woche einen öffentlichen Kommentar von General David Petraeus (ehemaliger US-Oberkommandierender in Irak und am Ende seiner Karriere Direktor der CIA – Anm. Rainer Rupp), in dem er sagte, die Vereinigten Staaten und einige NATO-Länder sollten eine Art alliierte Streitmacht schaffen, keine offizielle NATO-Truppe, sondern eine Art "Koalition der Willigen", die vor Ort in der Ukraine gegen die Russen kämpft.


Da ich Petraeus kenne, bin ich sicher, dass er so etwas nicht gesagt hätte, ohne es zuerst mit den Oberen in Washington abgesprochen zu haben. Meine Frage also: Erstens, was halten Sie militärisch von dem, was General Petraeus vorgeschlagen hat? Und zweitens, was will er damit erreichen, wo er ja jetzt Zivilist ist? Erwartet US-der Außenminister (Antony Blinken) tatsächlich, dass sein Chef, der Präsident der Vereinigten Staaten, der selbst am Rand seiner physischen Existenz torkelt, das ganze Land an den Rand des Abgrunds führt?


Macgregor: Ich denke, wir müssen dies als eine Art Versuchsballon betrachten. Mit anderen Worten, Petraeus wurde dieses Material gegeben, und er wurde aufgefordert, etwas damit zu machen, denn die Leute in Washington sind daran interessiert, zu sehen oder zu hören, welche Art von Antwort, wenn überhaupt, sie vom US-amerikanischen Volk erhalten. Das ist der erste Punkt.


Zweitens denke ich, dass es leider ernsthafte Planungen für den Einsatz von US-Streitkräften in der Ukraine gibt. Ich denke, das ist sehr gefährlich. Ich denke, es ist eine schlechte Idee, aber es geschieht.


101. Airborne in Rumänien: Springer auf dem Brett, ABC-Todesschwadron als Stiefel im Gesicht Europas




Meinung

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Allerdings ist der Vorschlag einer "Koalition der Willigen" ein verräterischer Hinweis darauf, dass es um den Zusammenhalt innerhalb der NATO nicht gut steht, denn die NATO ist sich in dieser Frage (Truppen in der Ukraine) alles andere als einig. Die meisten Menschen in Europa sind nicht daran interessiert, in einen Krieg mit Russland hineingezogen zu werden.


Wenn man sich die Frage stellt, aus welchen Truppen die "Koalition der Willigen" sich zusammensetzen könnte, hätten wir da rumänische und polnische Soldaten, vielleicht auch einige aus Litauen. Es ist schwer zu sagen, ob jemand anderes bereit wäre, mitzumachen. Ich weiß nicht, wie viele britische Truppen man erwarten könnte. Ich glaube nicht, dass die Briten eine Truppe von 10.000 bis 15.000 Soldaten in irgendeinem Zeitraum aufstellen könnten, die auf dem Schlachtfeld kompetent wäre. Was die Franzosen betrifft, so ist ihre eigene Armee in Afrika bereits überfordert. Also, ich weiß nicht, von wem sonst noch gesprochen wurde. Diese "Koalition der Willigen" ist – wie sich beim genaueren Hinsehen herausstellt – ein weiterer Indikator, (wie es um die NATO steht). Warum reden wir überhaupt darüber?


Judge Napolitano: Ja, richtig! Warum? Weil die Globalisten Putin aus dem Geschäft haben wollen und denken, dass sie es können?


Ukraine kurz vor ihrer Auslöschung


Macgregor: Erstens, weil die Ukraine vernichtend geschlagen ist. Sie ist dabei zu verlieren. Sie steht kurz vor ihrer Auslöschung. Ihre Gegenangriffe, die wir in den letzten Monaten gesehen haben, begannen mit 30.000 bis 45.000 Soldaten, gingen dann (aufgrund hoher Verluste) auf vielleicht 10.000 bis 12.000 zurück. Dann gingen sie weiter auf 3.000 bis 5.000 zurück, und in letzter Zeit haben wir nur noch Einheiten in Bataillonsgröße gesehen, die 500, 600 oder 700 Mann stark waren und tatsächlich versuchten, in der russischen Verteidigung Schwachstellen zu finden, um durchzubrechen. Sie (die ukrainische Armee) hat keine Leute mehr.


Eine Wolke trägt Regen: Der Kapitalismus wird sich Russland schnappen oder untergehen




Meinung

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Laut der mir anvertrauten Informationen wird die Zahl der polnischen Soldaten in ukrainischer Uniform auf bis zu 10.000 geschätzt, aber wir wissen nicht, wie viele es tatsächlich sind. Dann sind da noch die sogenannten Kämpfer der Fremdenlegion, die die Ukraine aufgestellt hat, die 5.000 bis 7.000 Mann oder weniger zählen können. Auch hier kennen wir die genauen Zahlen nicht. Diese Kampfformationen sind die einzigen, die das Zeug zu einem ernsthaften Angriff in einem großen Kampf haben. So, jetzt aber endlich zu Ihrer Frage, Judge.


Wir haben Leute in Washington, die auf eine direkte Konfrontation mit Russland scharf sind, weil sie glauben, Russland schikanieren zu können. Sie glauben, dass sie die Russen zwingen können, sich zu unterwerfen, dass Wladimir Selenskij auftauchen wird, um ihre Kapitulation entgegenzunehmen. Das ist bizarr. Für eine solche Entwicklung gibt es keine Hinweise. Es ist gefährlich. Es ist dumm, aber ja, sie (die Kriegstreiber in Washington) sind da, und ich denke, das prägt das Denken an der Spitze der (Biden-)Administration.


Judge Napolitano: (...) Die geschichtsträchtige US-amerikanische 101st Airborne (eine Elite-Luftlande-Division) ist zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg zurück in Europa. Außerdem sind auch US-Marines in Rumänien. Was machen die in Rumänien?


Macgregor: Berichten zufolge sind etwa 5.000 von ihnen dort. Es ist eine Mischung aus leichter Infanterie und UH-60-(Black-Hawk-)Kampfhubschraubern. Ich weiß nicht, ob sie auch ein Bataillon von 64-D-Kampfhubschrauber dabeihaben. Sie arbeiten angeblich mit rumänischen Streitkräften zusammen. Das könnte ein Flügel oder ein Bein der Koalition der Willigen sein. Der Rest der Division ist in Polen, das mehrere Hundert Kilometer nördlich liegt. Nun gibt es alle möglichen Gerüchte im Internet und die Leute sagen, dass die Soldaten "nach Odessa verlegt werden, um dort eine Blockadeposition einzurichten, um die Russen daran zu hindern, nach Odessa vorzurücken, und dass sie mit weiteren Kräften (der Koalition der Willigen) verstärkt werden".


Ich kann kaum glauben, dass Washington so dumm wäre, denn Odessa steht für die Russen ganz klar auf der Speisekarte. Es ist eine russische Stadt. Eine russischsprachige Stadt, die nie eine ukrainische Geschichte hatte, und aus diesen Gründen werden sie (die Russen) die Stadt zurückerobern, genauso wie sie Charkow zurückerobern werden, aus denselben Gründen. Und damit hätten die Russen wahrscheinlich (mit ihrer Sonderoperation) aufgehört; normalerweise.


Judge Napolitano: Wann werden die USA in der Ukraine nach Atomwaffen greifen?


Macgregor: Wenn dies geschieht, glaube ich nicht, dass das Endergebnis für die Vereinigten Staaten und ihre Koalition der Willigen gut aussehen wird. Und dann ist natürlich die Frage, ob wir schwere Verluste erlitten haben und als Verlierer angesehen werden. Werden wir (die USA) dann nach Atomwaffen greifen? Denn ich habe kürzlich gesagt, dass ich auf russischer Seite nie ein Interesse am Einsatz einer Atomwaffe (in Ukraine) gesehen habe. Ich habe nichts gesehen, was darauf hindeutet.


Eindrücke eines deutschen Wahlbeobachters im Donbass





Eindrücke eines deutschen Wahlbeobachters im Donbass







Die Erklärungen, die (von der russischen Führung) gemacht wurden, wurden immer als Antwort auf die USA gegeben, als Antwort auf jeden, der die Frage stellte, ob die Russen reagieren würden, wenn sie mit einer Atomwaffe angegriffen würden? Und die Russen haben sehr deutlich gemacht, dass sie es tun würden. Das ist das Problem mit diesem Gerede über einen begrenzten Atomkrieg. Ich denke, jetzt besteht die Gefahr, dass wir tatsächlich in diese Sache hineinschlittern könnten. In den letzten Wochen habe ich darauf wiederholt hingewiesen, dass das US-Militär in keiner Weise für einen Krieg gegen Russland vorbereitet ist.


Die Infrastruktur ist nicht da, die Tonnen Munition auch nicht, die Größe der Truppe (der Koalition der Willigen), reicht nicht aus. Das ergibt alles keinen Sinn. – Wir US-Amerikaner sagen immer wieder, dass die Russen dumm waren, als sie in der Ukraine einmarschierten, sie machten all diese Fehler. Aber die Russen sind zumindest mit dem Ziel hineingegangen, keine orthodoxen Slawen zu töten. Das war ein Ziel, dass sie nicht töten wollten. Das hat nicht ganz so geklappt, wie sie sich das erhofft hatten.


Aber jetzt reden wir US-Amerikaner darüber, in die Ukraine hineinzugehen, und wir haben keine Richtlinien oder Einschränkungen, und wir haben auch nicht die dazu nötigen Streitkräfte, während die Russen ihre Streitkräfte weiter aufbauen. Dafür gibt es einen guten Grund, nämlich die Größe der Ukraine. Wenn Sie nicht mehrere 100.000 Soldaten haben, werden Sie nicht in der Lage sein, es zu dominieren. Wie werden wir das tun? Das ist Wahnsinn!


Die Gefahr der US-War-Powers-Resolution


Judge Napolitano: In einer Ihrer jüngsten Schriften haben Sie auf die War-Powers-Resolution (die Kriegsmächte-Resolution) der US-Präsidenten Bezug genommen. Diese Resolution ist meiner Meinung nach ein zutiefst verfassungswidriges Gesetz.


Klaro – Die Russen waren's





Meinung

Klaro – Die Russen waren's







In der konkreten Situation bedeutet es, dass wir alle eines Morgens aufwachen könnten und Joe Biden im Fernsehen sagen hören: "Übrigens, letzte Nacht habe ich 50.000 US-Soldaten in den Kampf in der Ukraine geschickt."


Es gibt nichts, das Biden vor einem solchen Schritt abhalten könnte, weder der Kongress noch irgendjemand sonst könnte 90 Tage lang irgendetwas dagegen tun. Erst dann berichtet der Präsident dem Kongress, und dann hat er weitere 90 Tage, in denen niemand etwas dagegen tun kann. Erst danach braucht der Präsident die Zustimmung des Kongresses. Aber für ein halbes Jahr, für 180 Tage, hat er die Macht, die Madison (einer der Gründerväter der USA) ausdrücklich dem Kongress vorbehalten wissen wollte. (…)


Ist das etwas, das wir befürchten müssen, dass wir eines Morgens aufwachen und herausfinden würden, dass, während wir alle schliefen, 50.000 uniformierte US-Soldaten – diese Zahl ist rein fiktiv – in den ukrainisch-russischen Krieg eingetreten sind?


Macgregor: Ja. Das ist eine reale Möglichkeit, jetzt viel mehr als jede Art von nuklearem Schlagabtausch. Ich kann jedoch immer noch nicht glauben, dass irgendjemand im Weißen Haus geistesgestört genug ist, um so etwas überhaupt in Betracht zu ziehen! Aber ich denke, das ist eine reale Möglichkeit. Doch mit welcher Wahrscheinlichkeit, 90 Prozent, 80 oder 60 Prozent? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass aus der Menge von Informationen von Leuten aus dem Inneren des Apparats, die sich auf meine Kommentare hin bei mir melden, so viel hervorgeht, dass ich mit meinen Sorgen und Warnungen genau im Ziel liege. Also ja, ich denke, das ist jetzt eine reale Möglichkeit. (…)


Eine jüdische Stimme der Vernunft gegen Hasardeure der Ampel





Meinung

Eine jüdische Stimme der Vernunft gegen Hasardeure der Ampel





Judge Napolitano: Wie wird es im Winter weitergehen? Nächste Woche ist November, und der Mangel an Sonnenwärme wird ein sehr ernstes Problem, nicht nur für die Truppen, sondern auch für die Menschen in ihren Häusern und für die Soldaten in ihren Erdlöchern.


Macgregor: Ich denke, es wird verdammt kalt. (…) Denken Sie daran, dass dies flache, offene, weite Felder sind. Sie haben nichts, das die Wärme hält, wie das bedingt in den Städten der Fall ist. Und der Treibstoff wird ein großes Problem für die Ukrainer sein. Im Moment ziehen die Ukrainer bereits alle ihre gepanzerten Streitkräfte ab, weil sie keinen Treibstoff für ihre Panzer und gepanzerten Kampffahrzeuge haben. Sie arbeiten derzeit mit Pick-up-Trucks. Das sind die sogenannten "Technicals", wo man ein schweres Maschinengewehr oder eine automatische Kanone auf der Pritsche eine Pick-up-Truck aufgebaut hat. Dafür gibt es einen Grund: Sie haben nicht genug Treibstoff für die schweren Fahrzeuge.


Darüber hinaus ist das Stromnetz ausgefallen, was bedeutet, dass die Eisenbahnen nicht funktionieren, außer in den Fällen, in denen Ukrainer Dieselloks haben. (Dieselloks gibt es jedoch nur wenige. Und wegen der unterschiedlichen Spurbereite des ukrainisch-russischen Schienennetzes kann der Westen mit der Lieferung von Dieselloks nicht aushelfen.) Diese Dieselmotoren werden von den Russen ins Visier genommen, und ich gehe davon aus, dass sie sehr bald zerstört werden. So sind alle Aspekte der Mobilität verschwunden, die in einem weiten offenen Raum so entscheidend sind.


Mehr zum Thema - Kissinger: "Wir stehen am Rande eines selbst verschuldeten Krieges mit Russland und China"


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Info: https://meinungsfreiheit.rtde.life/international/153149-us-militarexperte-im-interview-weisses-haus-plant-intervention-ukraine


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

02.11.2022

Einflusskampf um Zentralasien Außenministerin Baerbock hat sich in Zentralasien um die Lösung der Region aus russischem und chinesischem Einfluss bemüht. Berlin versucht das seit 15 Jahren – ohne Erfolg.

german-foreign-policy.com, 2. November 2022

BERLIN/ASTANA/TASCHKENT (Eigener Bericht) – Die Bundesregierung sucht Differenzen zwischen Kasachstan und Russland zu nutzen, um einen Keil zwischen beide Staaten zu treiben. Astana tue gut daran, dass es weder die Abspaltung der Krim noch die russische Annexion von Teilen der Ukraine anerkenne, erklärte Außenministerin Annalena Baerbock zu Wochenbeginn bei einem Treffen mit ihrem kasachischen Amtskollegen; es gelte nun, die Kooperation mit Berlin auszubauen. Allerdings erkennt Kasachstan auch die Abspaltung des Kosovo nicht an. Baerbock setzte sich zudem für enge Zusammenarbeit in der Herstellung grünen Wasserstoffs ein. Ein Unternehmen aus Dresden hat dazu in der vergangenen Woche eine Vereinbarung über ein Großprojekt in Kasachstan unterzeichnet, das ab 2032 jährlich zwei Millionen Tonnen Wasserstoff für die EU herstellen soll. Bisher gehört Kasachstan zu Deutschlands größten Öllieferanten. Weil das Erdöl über einen russischen Hafen exportiert wird, lässt sich allerdings nicht ausschließen, dass es von dem EU-Ölembargo betroffen ist, das in Kürze in Kraft tritt. Kasachische Ölförderer suchen bereits nach alternativen Exportrouten – allerdings bislang ohne echten Erfolg.


Zitat: Völkerrechtliche Prinzipien

In Kasachstan und gestern auch in Usbekistan hat Außenministerin Annalena Baerbock versucht, Differenzen zwischen den Regierungen beider Länder und Russland auszunutzen, um einen Keil zwischen Moskau und Zentralasien zu treiben. Astana und Taschkent haben sich, als die UN-Generalversammlung über eine Verurteilung des Überfalls auf die Ukraine sowie der Annexion ukrainischen Territoriums abstimmte, jeweils enthalten – in der deutlichen Absicht, sich im Großkonflikt zwischen Russland und dem Westen nicht auf die Seite des Letzteren zu schlagen. Allerdings haben Kasachstan und Usbekistan weder die Abspaltung der Krim von der Ukraine im Jahr 2014 noch die Abspaltung Donezks und Luhansks anerkannt: Sie bestehen auf dem völkerrechtlichen Prinzip, die Souveränität und die territoriale Integrität aller Staaten zu wahren. Aus diesem Grund erkennen beide, im Unterschied zum Westen, auch die Abspaltung des Kosovo nicht an. Im Fall Kasachstans wird die Motivation, diese Position zu wahren, auch dadurch verstärkt, dass im Norden des Landes die russischsprachige Minderheit, insgesamt gut ein Fünftel der kasachischen Gesamtbevölkerung, die Mehrheit stellt: Astana fürchtet, erkenne es eine Abspaltung von welchem Land auch immer an, dann könne dies im Falle seiner russischsprachigen Minderheit als Präzedenzfall gewertet werden.


15 Jahre ohne Erfolg

Die Versuche Berlins und der EU, in Kasachstan und Usbekistan ihren Einfluss zu stärken, sind nicht neu – im Gegenteil. Bereits im Jahr 2007 hatte die EU auf hartnäckiges Drängen der Bundesrepublik eigens eine Zentralasienstrategie verabschiedet; Ziel war es, in der rohstoffreichen Region den traditionellen Einfluss Russlands und den neuen, zunehmenden Einfluss Chinas zu brechen.[1] Die Bemühungen verpufften weitgehend, während Chinas 2013 lancierte Strategie der Neuen Seidenstraße (Belt and Road Initiative, BRI) sich als erfolgreich erwies. Im Jahr 2018 legte die EU mit einer „Konnektivitätsstrategie“ nach, die explizit darauf abzielte, Chinas Neue Seidenstraße zu kontern und beim Ausbau der zentralasiatischen Infrastruktur europäische Positionen zu stärken. Schon damals versuchte der Staatsminister im Auswärtigen Amt Niels Annen, die EU als angeblich vorteilhafte Alternative zur Volksrepublik darzustellen; „Prioritäten“ für Berlin und Brüssel seien etwa „soziale, Umwelt-, Sicherheits- und Menschenrechtsstandards“, behauptete Annen im September 2018 in der usbekischen Hauptstadt Taschkent: „Darin unterscheidet sich unser Angebot von Chinas Belt and Road-Initiative.“[2] Auch die damalige Einflussoffensive Berlins und Brüssels führte freilich nicht zum Erfolg.


Der nächste Anlauf

Aktuell erlebt Zentralasien den nächsten deutsch-europäischen Anlauf im Bestreben, den eigenen Einfluss in der Region zu erhöhen. Bereits in der vergangenen Woche war EU-Ratspräsident Charles Michel nach Kasachstan und nach Usbekistan gereist, um dort jeweils den Wunsch nach einem Ausbau der Zusammenarbeit zu betonen. In Astana nahm Michel zudem an einem Treffen mit den Präsidenten aller fünf Staaten Zentralasiens teil.[3] Danach wurde er mit der Aussage zitiert, „Europa und Zentralasien“ seien jetzt „stärker denn je verbunden“.[4] Worauf genau Michel die Behauptung stützt, ist nicht klar. Baerbock wiederum suchte – ähnlich wie Staatsminister Annen 2018 – Berlin als Kooperationspartner mit der Behauptung anzupreisen, Deutschland arbeite mit anderen Staaten stets „fair, auf Augenhöhe, ohne Knebelkredite und ohne versteckte Agenda“ zusammen, während manche Länder – gemeint waren Russland und China – „nicht nur mit militärischer Gewalt“ operierten, sondern auch mit Geschäften, „hinter denen sich ein Netz von Abhängigkeiten verbirgt“.[5] Unklar ist, ob Baerbocks Äußerungen vor allem für das deutsche Publikum gedacht waren. Außerhalb Europas sind die Kriege des Westens sowie seine neokolonialen Knebeldeals gemeinhin gut bekannt.


Öl

Zu den Themen, die Baerbock in Astana besprach, gehören auch die kasachischen Ölexporte in die Bundesrepublik. Kasachstan transportiert täglich rund 1,4 Millionen Barrel Erdöl – ein Prozent der globalen Versorgung – durch eine Pipeline in den russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk, von wo es per Schiff an westliche Kunden geliefert wird.[6] Deutschland deckte damit im Jahr 2021 rund zehn Prozent seines gesamten Erdölimports. Die Pipeline gilt als anfällig und musste in den vergangenen Jahren zuweilen kurzzeitig stillgelegt werden, um Lecks oder wetterbedingte Schäden zu beheben. Vor allem aber ist ungewiss, ob sie nach dem Inkrafttreten des EU-Embargos gegen russisches Erdöl weiter genutzt werden kann. Die Frage stellt sich nicht nur, weil an der Betreiberfirma (Caspian Pipeline Consortium, CPC) außer kasachischen und westlichen auch russische Unternehmen beteiligt sind, sondern auch, weil das Öl im russischen Noworossijsk verladen wird, also aus Russland kommt. Längst sind die Konsortien, die in Kasachstan Öl fördern – an ihnen sind westliche Firmen in großem Umfang beteiligt –, auf der Suche nach alternativen Exportrouten. Bislang ist es aber nur gelungen, Öl über das Kaspische Meer nach Aserbaidschan zu liefern – und dies nur in äußerst geringen Mengen.[7]


Wind und Sonne

Während unklar ist, zu welchen Ergebnissen Baerbocks Gespräche in Astana bezüglich der kasachischen Erdölexporte führten, gab die Außenministerin neue Maßnahmen zum Ausbau der Kooperation bei erneuerbaren Energien bekannt. Schon in der vergangenen Woche hatte die Dresdener Svevind-Gruppe im Beisein von EU-Ratspräsident Michel eine Vereinbarung über ein Großprojekt zur Herstellung grünen Wasserstoffs geschlossen. Demnach sollen in der kasachischen Steppe bis zum Jahr 2030 Wind- und Solaranlagen mit einer Leistung von 40 Gigawatt entstehen; sie sollen genutzt werden, um jährlich zwei Millionen Tonnen Wasserstoff zu erzeugen.[8] Das Projekt wäre, sollte es zustandekommen, das viertgrößte Vorhaben zur Erzeugung grünen Wasserstoffs weltweit. Vieles ist aber noch unklar, so etwa die Frage, wer die Wind- und Solaranlagen und die Elektrolyseure finanzieren soll. Zudem stellt sich die Frage, wie bzw. wohin der Wasserstoff transportiert werden kann. Soll er unter Umgehung Russlands nach Europa gelangen, müssten aufwendige Seetransporte über das Kaspische Meer eingeplant werden. Als einfache Alternative wird die Nutzung von Pipelines genannt, die zur Zeit Öl und Gas aus Kasachstan nach China liefern; sie könnten umgerüstet werden. Dies freilich läge nicht im Interesse der EU. Baerbock teilte am Montag mit, Berlin werde ein „Wasserstoffdiplomatiebüro“ in Kasachstan eröffnen, das helfen soll, gemeinsame Projekte voranzutreiben.[9] Kennerinnen des Landes geben sich skeptisch: Die kasachische Regierung setze in der Praxis, so heißt es, „weiter auf Öl und Gas, mit deren Export sich viel Geld verdienen lässt“; über den Ausbau erneuerbarer Energien werde seit Jahren zwar viel geredet, aber nur „wenig“ werde auch umgesetzt.[10]

 

[1] S. dazu Prioritäten der EU.

[2] S. dazu Die Anti-Seidenstraße.

[3] President Michel visits Central Asia. consilium.europa.eu 28.10.2022.

[4] Friederike Haupt: Baerbock buhlt um Zentralasien. Frankfurter Allgemeine Zeitung 01.11.2022.

[5] Kasachstan soll bei deutscher Energiewende helfen. n-tv.de 31.10.2022.

[6] Paolo Sorbello: Kazakhstan’s Oil Meets a Caspian Chokepoint. thediplomat.com 28.03.2022.

[7] Aybek Nurjanov: Kazakh, Azerbaijani Energy Giants Sign Cooperation Deal. caspiannews.com 26.08.2022.

[8] Mathias Brüggmann: Deutsche Firma startet viertgrößtes Wasserstoff-Projekt der Welt. handelsblatt.com 28.10.2022.

[9] Friederike Haupt: Baerbock buhlt um Zentralasien. Frankfurter Allgemeine Zeitung 01.11.2022.

[10] Othmara Glas: Grüner Partner? Frankfurter Allgemeine Zeitung 01.11.2022.



Info:  https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/9069

02.11.2022

Soros-Strategie trägt Früchte: Moldawien folgt dem Westen notfalls auch in den Krieg

meinungsfreiheit.rtde.life, 1 Nov. 2022 06:45 Uhr, Eine Analyse von Elem Rasnotschinzki

Wenn es nicht bald ein dezidiertes Volkserwachen gibt, wird Präsidentin Maia Sandu Moldawien in wenigen Monaten in den Ukrainekrieg hineinziehen. Für die Führung in Chișinău gibt es keinen Weg zurück, nur die Flucht nach vorn – für das US-amerikanische Vaterland.


Soros-Strategie trägt Früchte: Moldawien folgt dem Westen notfalls auch in den Krieg


Quelle: www.globallookpress.com © Kay Nietfeld / dpa


Zitat: Nun hat die Washington Post kürzlich behauptet, dass russische Sicherheitsdienste an einem Putsch der pro-westlichen Regierung Moldawiens um Präsidentin Maia Sandu arbeiten. All die Massen an einfachen Bürgern, die dort gerade die Straßen fluten, sind laut den vom CIA aufgeklärten Redakteuren des US-Blattes vom FSB hypnotisierte Handlanger. Es handelt sich bei der NATO-Berichterstattung eben nur dann um "das freiheitsliebende Volk", wenn die Liebe zum überlegenen Westen die treibende Kraft ist. Es wird keine bessere Gelegenheit geben, einigen dieser treibenden Kräfte auf die Finger zu schauen.


"Wir haben ein normales Leben verdient, keine Armut" – weiter Proteste in Chișinau



"Wir haben ein normales Leben verdient, keine Armut" – weiter Proteste in Chișinau






Einer der wichtigsten inoffiziellen und dann doch sekundären Außenposten des NATO-Expansionsprojekts in Osteuropa ist Moldawien. Das Land befindet sich in einer schizophrenen Achterbahnfahrt – mal pro-westliche, mal pro-russische Episoden erlebend. Mit der Präsidentin Maia Sandu zurzeit an der Spitze, werden seit 2020 die Interessen des Westens in Chișinău vertreten. Anbiederung an die EU und die NATO ist demnach die grobe außenpolitische Linie Sandus. Mitte Oktober fand ein Treffen zwischen Sandu und den Chefs der Open Society Foundation sowie der Soros-Stiftung Moldawien statt. Offiziell diente das Treffen, um einmal mehr zu unterstreichen, dass "die Soros-Stiftung Moldawien ein Leuchtturm der Demokratie sein soll, ein zuverlässiger Partner, der eine gerechte und gesunde Gesellschaft fördert und verteidigt". Die kurze Pressemitteilung erläuterte zudem, dass "dies die Priorität der von George Soros gegründeten Stiftung ist und sie bei einem Treffen mit Präsidentin Maia Sandu angekündigt wurde".


Zu dumm nur, dass zu der Zeit bereits Sandus Subjekte in Massen auf den Straßen waren und sie bis heute vehement demonstrieren, skandieren und ihren Unmut äußern. Zwischen Sandu und den Jüngern von Soros liefen hinter den Kulissen also sicherlich Beratungsgespräche ganz anderer Natur ab.


Jedenfalls gründete George Soros seinen "demokratischen Leuchtturm" in Moldawien im Jahr 1992. Im selben Jahr hat der Multimilliardär und Devisenspekulant den sogenannten "Einbruch der Bank of England" verursacht, als er das britische Pfund – in einem extrem fragilen Moment für die Währung – anfing, in Massen zu verkaufen, und sich mittels der präzedenzlosen Marktdynamiken einen Profit von über einer Milliarde US-Dollar – manche würden sagen – ergaunerte. Wie genau der "Schwarze Mittwoch" geldpolitisch verlief, können wir in einem separaten Artikel schildern.


Wichtig an dieser Stelle ist jedoch, dass das Jahr 1992 grundsätzlich wichtige Ereignisse birgt, die bis heute – dreißig Jahre später – ihre gefährliche Aktualität nicht verloren haben.


Verteidigungsministerin Lambrecht in Moldawien





Verteidigungsministerin Lambrecht in Moldawien







Zum Beispiel rief Abchasien seine Unabhängigkeit im Juli 1992 aus, sehr zum Missfallen Georgiens. Im Jahr 2008 scheiterte dann ein Versuch von Präsident Saakaschwili, mit einem Krieg gegen die autonome Republik und Russland eine territoriale Korrektur zu vollziehen.


Weiter entlang der Monde des Jahres 1992 entdecken wir einen zwei Jahre andauernden (ersten) Transnistrien-Konflikt, der nach kriegerischen Sommermonaten im Juli desselben Jahres mit einem Waffenstillstand beendet wurde, bevor im August die Unabhängigkeit Transnistriens von Moldawien ausgerufen wurde. Russische Truppen unterstützten damals die Unabhängigkeit Transnistriens. Heute sind die Spannungen vor Ort höher denn je zuvor nach 1992. Wenn sich die NATO heute wünschen sollte, dass Moldawien in den Krieg mit Russland vorgeschoben wird, wäre eine der geopolitisch empfindlichen Hauptfrontlinien, die es zu stimulieren gilt, erneut Transnistrien. Das heutige EU-Land Rumänien hat damals 1992 das junge, erst ein Jahr zuvor unabhängig gewordene Moldawien im Krieg gegen Transnistrien und Russland militärisch und politisch unterstützt. Damals kämpften ukrainische Streitkräfte auf der Seite der Transnistrier und Russen – ein Fakt, an den die heutigen Mieter im Kiewer Regierungssitz wohl lieber nicht erinnert werden möchten.


Im EU- und NATO-Land Rumänien sammelt sich außerdem die US-amerikanische 101. Luftlandedivision "Screaming Eagles" (das erste Mal in Europa seit 80 Jahren), abgesehen von der Nähe zu Moldawien ist das auch unweit der ukrainischen Grenze. Für manche Experten liegt hier mindestens ein Grund zur Sorge vor, für manch andere seien es Versuche der Abschreckung, und einige wenige sehen das sogar als Auftakt zu einem Dritten Weltkrieg. Auch der rumänische Regierungschef appellierte bei der NATO um (vorerst nur finanzielle) Hilfe für Moldawien und Georgien.


Krise in Transnistrien: Wird der Ukraine-Konflikt auf andere Teile Europas übergreifen?




Analyse

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Für Maia Sandu wiederum ist diese Nähe zum freundlichen Hegemonen von nebenan ein Signal, dass ihr, außer aus dem Amt gejagt zu werden – wie es in Moldawien in den letzten Jahren üblich wurde – nur noch eine kriegerische Auseinandersetzung nach außen bleibt. Eine solche könnte der Präsidentin helfen, die inneren Unruhen des Landes dramatisch ins Außen zu tragen und mit einem herbeigerufenen Ausnahmezustand ihr pro-westliches Amt mit Notverordnungsrechten zu stabilisieren. Dann wäre da allerdings noch der Krieg, den man halt vor der eigenen Haustür entfesselt hatte. Darüber kann man sich dann aber auch Gedanken machen, wenn schon alles läuft.


Das moldawische Staatsoberhaupt hadert mit stetig fallenden Umfragewerten – der letzte Stand für sie selbst waren 17,2 Prozent, wohingegen nur 22,8 Prozent der Bürger für einen NATO-Beitritt Moldawiens ist. Hierbei handelt es sich also nicht um die Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland, die selbst heute und wahrscheinlich sogar im nächsten Frühling immer noch mit Schaum vorm Mund die Grünen und die SPD wählen würde. Moldawiens politische Geschichte der letzten Jahre zeigt, dass ein sehr tiefgreifender, energischer Kampf um die Deutung der Grundsatzfrage ausgefochten wird: Welches Schicksal soll unserem Land blühen? Über 60 Prozent der Bürger sind für verfrühte Parlamentswahlen und über 34 Prozent der Bürger befürworten eine Wiedervereinigung mit Rumänien.


So kann Moldawien als eine Art "kleine Ukraine" verstanden werden. Ebenfalls direkt an der Grenze zur Russischen Föderation, trachtet ein Teil von ihr nach der "westlichen Freiheit", während ein anderer Teil sich dagegenstellt. Viel Zeit ist für Moldawiens jetzige Führungselite – gemessen ab Beginn der militärischen Sonderoperation Russlands in der Ukraine im Februar 2022 – nicht geblieben. In jedem Fall wird eine Entscheidung fällig.


RT-Investigativ: Wie das Umfeld der moldawischen Präsidentin Sandu in Korruptionsskandalen versinkt




Analyse

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Die Masse an unzufriedenen und frustrierten Bürgern ist bereits auf der Straße und sie vergrößert sich. Die Gründe? Steigende Preise für so ziemlich alles, was man für ein würdiges Leben braucht – allem voran Energie und Lebensmittel. Wie bereits berichtet, hatte der russische Energiekonzern Gazprom die Erdgas-Lieferungen nach Moldawien um 30 Prozent gedrosselt, da das Land nicht imstande war, die vertraglichen Zahlungen zu leisten. Im Falle von Krieg werden die letzten 70 Prozent zugedreht.


Die Kirsche auf dem Krisen-Sahnehäubchen ist noch die moldawische Inflationsrate von 35 Prozent. Aber es soll trotzdem der russische FSB sein, der die Menschen – gegen Sandu hetzend – auf die Straße treibt.


Die Ironie ist, dass Sandu mit ähnlichen Volksunruhen 2020 auf den Präsidentenposten hochgespült wurde, weshalb die Politikerin und ihr engerer Kreis genau verstehen, dass die Situation auf Messers Schneide balanciert und jederzeit eine Kehrtwende eintreten kann.


Mächtige westliche Gläubiger vom Schnitt eines Soros haben mit Sandu eine hohe Wette gesetzt und erwarten sicherlich eine noch enormere Rendite aus ihrer ohnehin großzügigen Investition. Viele von ihnen investierten in Sandu mindestens seit 2010, als sie hohe Mitarbeiterin in der Weltbank-Filiale in Washington, D.C. war. Ihre Initiation und Indoktrinierung in den weltanschaulichen und wirtschaftlichen Neoliberalismus haben spätestens dort angefangen. Aber es muss wohl noch vorher begonnen haben, als Sandu etwa zwischen 1998 und 2000 die John F. Kennedy School of Government im Fach "Internationale Beziehungen" absolvierte. Dieselbe Einrichtung, die 20 Jahre zuvor den Ehemann von Victoria Nuland, Robert Kagan, ausbildete, um nur einen zu nennen. Kagan ist der Mitbegründer des Think-Tanks "Project for the New American Century" – einer Einrichtung, die interessierten Menschen hilft, allen Widrigkeiten zum Trotz, die US-amerikanische Hegemonie auf der Welt aufrechtzuerhalten, sie zu verteidigen und sie unwilligen Ländern aufzudrängen. Kagans Ehefrau Victoria Nuland ist wiederum persönlich mitverantwortlich für den verfassungswidrigen, gewalttätigen Regierungssturz 2014 in Kiew. Kreise schließen sich. Sie müssen nicht linear sein. Solche Netzwerke sind riesige, elliptische, jahrzehntealte Echokammern, die die angelsächsische Vormachtstellung des 20. Jahrhunderts als sich selbst erklärenden, fundamentalen Leitsatz empfinden. Auch Präsidentin Sandu scheint von diesem betäubt zu sein.


Die US-Qual der Wahl: Taiwan, die Ukraine oder der Nahe Osten?




Meinung

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Wie rasch dreißig Jahre vergehen können. Im Jahr 1992 waren die Möglichkeiten Russlands, Transnistrien zu unterstützen, weitaus begrenzter. Moskau war selbst in einer politisch-ökonomisch extrem verwundbaren Lage, im Begriff, vollkommen von westlichen Demokratien ausgeweidet zu werden. Auch in der jungen Russischen Föderation war nämlich der selbstlose George Soros aktiv an der Umerziehung der ehemaligen Sowjetbürger beteiligt. Er ließ neue US-amerikanisch fokussierte Lehrbücher drucken und beriet den damals noch jungen, heute zu Sinnen gekommenen Jeffrey Sachs, wie man die ehemaligen Sowjetrepubliken aus der zentralisierten Planwirtschaft in die Hände westlicher, oligarchischer Konglomerate treibt. Es hieß zwar, Privatisierung zum Wohl einer neuen, freien Marktwirtschaft werde betrieben, die das sowjetische Subjekt zu einem mündigen, westlich-gesinnten Bürger transformiert. Aber eigentlich wurde Enteignung, Kredit- und Zinsversklavung sowie riesiger Ressourcen- und Bodenschatz-Diebstahl forciert. All das sind schmerzhafte Symptome bei der Erlangung einer "so lang ersehnten Souveränität", wie es in vielen Ländern des ehemaligen Warschauer Paktes als Schein fortbesteht.


George Soros und Jeffrey Sachs? Sorry, Jeff, aber ich würde es nicht schreiben, wenn ich es nicht aus einer verlässlichen Quelle vorher entnommen hätte. In dem autobiografischen Buch (herausgegeben im abermals schicksalhaften Jahr 1992!) des polnischen Ökonomen und Ministers für Eigentumsumwandlungen, Waldemar Kuczyński, namens "Zwierzenia zausznika" (zu Deutsch ungefähr: "Geständnisse eines geheimen Treuhänders"), heißt es auf den Seiten 58 bis 59:

"Jeff [Sachs] kam am 18. Juni 1989 nach Polen, in Begleitung von George Soros [...], der ihn wahrscheinlich zu dieser Reise veranlasst hat. Soros kam mit einem Plan zur Reform der polnischen Wirtschaft, dem sogenannten 'Soros-Plan'. Es handelte sich um eine Kombination aus einer 'Schock'-Inflationsbekämpfungsmaßnahme und der Umstrukturierung der Unternehmen selbst, von denen einige für Schulden an Ausländer übergeben werden sollten, und die Schulden selbst stark reduziert werden sollten."

Im neuen Jahr droht Transnistrien eine von der EU organisierte Wirtschaftsblockade





Im neuen Jahr droht Transnistrien eine von der EU organisierte Wirtschaftsblockade






Der gute Kuczyński und seine Erinnerungen sind gedeckt durch das "Kriterium der Verlegenheit" entlang klassischer kritischer Geschichtsanalyse. Besonders damals hatte eine Persönlichkeit von solcher politischer Ernsthaftigkeit keinen wirklichen Grund, unnötig Unwahrheiten zu veröffentlichen. Er hatte jedoch allen Grund, ein so prägnantes Detail der Ereignisse zu verschweigen, tat es aber nicht, und bildete zwar ein obskures und peripheres, aber dennoch auffindbares Zeitzeugendokument. Er wurde für seine publizierte Transparenz später auch nicht wirklich gerügt: Er pflegte eine lange journalistische Karriere, unter anderem durch Partnerschaften mit vielen pro-NATO-Pressehäusern Polens, in den Zeiten der Dritten Republik, doch auch darüber hinaus.


Außer in Polen, war das Soros-Netzwerk in Tschechien, Ungarn, der Slowakei, den baltischen Staaten, aber eben auch in der Ukraine und Moldawien über viele Jahre aktiv. Die meisten wurden durch EU- und NATO-Mitgliedschaften erfolgreich konvertiert und in ihrer Ergebenheit zum gnädigen Hegemonen ideologisch gleichgeschaltet. In der Ukraine und in Moldawien ist das letzte Wort tatsächlich noch nicht gesprochen. Und ein Machtwort historischen Ausmaßes – das Jahr 1991 und das Jahr 1992 bei weitem in den Schatten stellend – wird es in jedem Fall sein.


Mehr zum Thema - Transnistrien: Der brutale Präzedenzfall eines postsowjetischen Krieges – 20 Jahre vor der Ukraine


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01.11.2022

Putin verdeutlicht Position Russlands zum Getreideabkommen

meinungsfreiheit.rtde.life, 1 Nov. 2022 09:45 Uhr

Russland hat seine Beteiligung am Getreideabkommen ausgesetzt. Nun verdeutlichte der russische Präsident Wladimir Putin die Position Moskaus zu dem Deal. Die meisten Agrarprodukte, die Kiew im Rahmen des Abkommens ausführe, kämen nicht bei denjenigen an, die sie am dringendsten benötigen.


Putin verdeutlicht Position Russlands zum Getreideabkommen


Quelle: www.globallookpress.com © Mikhail Metzel / Kremlin Pool / Keystone Press Agency


Das Getreideabkommen zwischen Moskau und Kiew habe seine Ziele nicht erreicht, sagte der russische Präsident Wladimir Putin am Montag. Die meisten ukrainischen Agrarerzeugnisse, die im Rahmen der Vereinbarung exportiert würden, seien nicht in die ärmeren Länder gelangt, für die sie bestimmt waren, sondern in Europa und der Türkei gelandet, so Putin.


Angriff auf Schwarzmeerflotte: Moskau begründet Aussetzung des Getreideabkommens mit Terroranschlag




Angriff auf Schwarzmeerflotte: Moskau begründet Aussetzung des Getreideabkommens mit Terroranschlag






Der russische Staatschef erklärte, dass Moskau seine Beteiligung an dem Abkommen aussetze, sich aber nicht vollständig aus ihm zurückziehe.


Das Übereinkommen sei dazu gedacht, "die Belange der ärmeren Länder zu sichern", sagte er und fügte hinzu, dass die tatsächliche Exportstruktur des ukrainischen Getreides nach Angaben des russischen Geheimdienstes eine ganz andere sei.


"Wir haben diesem [Getreideabkommen] gerade im Interesse der ärmeren Länder zugestimmt", erklärte Putin. Und weiter:

"Im Großen und Ganzen sieht es so aus, dass 34 Prozent des [ukrainischen] Getreides an die Türkei gehen, 35 Prozent oder sogar noch mehr wird von den EU-Ländern abgenommen, und nur zwischen drei und vier ... oder fünf Prozent, laut unserem Landwirtschaftsministerium ... gehen an die ärmeren Länder."

New York Times: Ukraine steckt hinter dem Drohnenangriff auf der Krim





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Putins Äußerungen kamen, nachdem das russische Militär den für die Ausfuhr ukrainischen Getreides genutzten Schwarzmeer-Korridor, der im Zuge des im Juli in Istanbul erzielten Abkommens vereinbart worden war, geschlossen hatte. Das von den Vereinten Nationen und der Türkei vermittelte Übereinkommen war zunächst als entscheidend für die Bewältigung der weltweiten Nahrungsmittelkrise und die Vermeidung von Hungerkatastrophen in den ärmsten Ländern der Welt gefeiert worden.


Russland hat seitdem wiederholt darauf hingewiesen, dass das Getreide in Wirklichkeit an andere Orte geliefert werde. Nach einem massiven Drohnenangriff auf den Marinestützpunkt in der Hafenstadt Sewastopol auf der Krim in der vergangenen Woche beschloss Moskau, seine Beteiligung an dem Deal auszusetzen. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurden die bei dem Angriff eingesetzten Marinedrohnen durch die Sicherheitszone des Getreide-Korridors navigiert, um ihr Ziel zu erreichen. Eine von ihnen könnte sogar von einem zivilen Schiff aus gestartet worden sein, das für den Transport ukrainischer Getreidelieferungen angeheuert wurde, heißt es weiter.


Getreideabkommen: Baerbock wiederholt US-Vorwürfe – eigener Standpunkt Fehlanzeige





Getreideabkommen: Baerbock wiederholt US-Vorwürfe – eigener Standpunkt Fehlanzeige






Zuvor hatte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Montag erklärt, Russland sei bereit, die fehlenden ukrainischen Getreideexportmengen aus eigenen Beständen zu kompensieren. Gleichzeitig sagte er, dass Moskau noch nicht die Bedingungen nennen könne, die es zur Wiederaufnahme seiner Beteiligung an dem Abkommen veranlassen würden.


Nach der Entscheidung Moskaus, die russische Beteiligung an dem Deal auszusetzen, hatten die Vereinten Nationen darauf bestanden, dass "Nahrungsmittel unabhängig von den Umständen transportiert werden müssen." Zivile Schiffe "dürfen niemals ein militärisches Ziel sein oder als Geiseln gehalten werden", sagte der UN-Koordinator für die Getreide-Initiative im Schwarzen Meer, Amir Abdulla. Russland hatte zuvor erklärt, es könne die Sicherheit des Getreide-Korridors nicht garantieren, wenn Kiew ihn für militärische Zwecke nutze.


Mehr zum Thema – Russland reagiert auf Kritik an Aussetzung des Getreidedeals mit der Ukraine


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01.11.2022

Im Denkfabrik-Labor für schlagkräftige Wörter

nachdenkseiten.de, 31. Oktober 2022 um 12:00 Ein Artikel von Frank Blenz

In Doppelwumms-Zeiten müssen wir endlich mal den Mitmenschen danken, die uns mit kräftigen, knalligen Worten wie Wumms das Leben leichter machen, die blumig auf Deutsch und auch mal in schickem Englisch reden, schreiben, die einem selbst dann noch ein Lächeln abringen, wenn man bis zum Hals in … na, Sie wissen schon. Es ist in, das ist auch ein schönes Wort, das Zusammenrücken in der Krise zu üben, immer schön mit Abstand, wir wissen Bescheid. Wenn einem noch das richtige Vokabular in den Mund gelegt wird, kommt man durch jede Not, äh konstruktive Herausforderung. Ein Text für die NachDenkSatire von Frank Blenz.


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Immer schön positiv

Ich freute mich letztens sehr, als ich las, dass sehr viele der nicht verwendeten Mundschutzschmuckstücke (meine Wortschöpfung für Masken) einer thermischen Verwendung zugeführt würden. Das klingt einfach richtig stilvoll, dachte ich gleich. Verbrennen, Vernichten, weg damit – das wäre einfach böse formuliert gewesen. Aber thermisch zuführen… Das nimmt sich geradezu erwärmend aus. Jawoll. Jens Spahn, Altgesundheitsminister, ach, waren das noch Zeiten mit ihm, hat das mit dem Thermischen gesagt. Gut gemacht! Es sei in Bezug auf den Ausdruck thermische Verwendung erwähnt: Hinter Ministern wie ihm und anderen wichtigen Persönlichkeiten arbeiten Leute, die sich genau solche Wörter und Begriffe ausdenken, damit die Persönlichkeiten vor ihnen wie Spahn im Rampenlicht und vor den Mikrofonen sie zu uns Bürgern positiv aussprechen. Jens Spahn kann das! Gut gemacht!


Noch ein Lob hat der Altminister gut: Er hat ein Buch über Coronazeiten mit dem Titel geschrieben „Wir werden einander viel verzeihen müssen“. Klingt auch gut. Ich bin schon länger gespannt, denn das mit dem Entschuldigen lässt hierzulande etwas auf sich warten. Stimmt schon, wir haben jetzt noch weitere Sorgen, die wir positiv mit einem Wumms meistern. Das Verzeihen läuft derweil woanders, bis zu uns nach Deutschland, da hat sich das noch nicht so richtig herumgesprochen. Wir zieren uns, Fehler Zugeben ist nicht so unser … Okay, okay – das ist ein anderes Thema, wir bleiben schön positiv. Das Verzeihen braucht halt Zeit.


Wir Deutschen wissen, das Leben ist zwar kein Ponyhof und unser marktsozialer Kapitalismus bei allen Vorzügen nicht das Ende der Fahnenstange unserer gemeinsamen Entwicklung, sobald wir jedoch all das Positive heraus- und besonders an uns selbst arbeiten, erscheinen alle Zustände, Umstände, etwaige Missstände auf unserem Ponyhof in einem herrlichen Licht des Guten. Die Experten unserer Muttersprache und auch des trendigen Englischen, wissen genau, wie man formuliert, dass es für uns alles passt. Selbst im Stress der Leistungsgesellschaft. Was heißt hier Stress – das ist Lebensfreude, Happiness.


Das Hamsterrad von innen

Der schnöde Alltag ist keiner für uns, wenn er positiv erzählt klingt, so haben Experten harte durch weiche Begriffe ersetzt. Ich finde das wunderbar. Entlassen wird bei uns niemand, freigestellt heißt das. Wenn Bürger eine Arbeit annimmt, dann ist die Probezeit die schönste Zeit, bevor sie ausläuft und man wieder Zeit bis zur nächsten Probezeit gewinnt. Arbeiter heißt Arbeitnehmer, Kapitalist Arbeitgeber. Dass der Arbeiter eigentlich seine Arbeitskraft gibt und der Arbeitgeber sie nimmt, also Nehmer ist, geschenkt. Halten wir uns nicht mit den Tatsachen auf. Bei Bewerbungen wirkt es sich positiv aus, wenn man durch Komprimierung der eigenen Daten seinen Auftritt optimiert. Eine Bekannte von mir war stets sehr offen, sie schrieb ihre drei Kinder in die Vita. 100 Bewerbungen wartete sie, als sie in der 101. die Kinder aus Platzgründen einsparte, wurde sie zum Vorstellungsgespräch eingeladen und bekam den Job. Das ist gut, ne?


Praktikanten sind eine weitere spezielle Spezies hierzulande. Die bringen selbst noch Geld und Zeit und Kompetenzen mit, um nach Praktikums-Ende mit Händedruck und positiven Zukunftswünschen in die Freiheit verabschiedet zu werden. Das hat was, dass wir, das Land mit einem Fachkräftemangel (welch böses Wort), uns ein flexibles Personalkarussell und die Möglichkeiten, dass Menschen immer wieder Neues kennenlernen, leisten. Bei allem atemberaubenden Tempo unseres Alltags und im Zauber des Wohlfühlens unserer Leistungen und unseres Wohlstandes merkt man gar nicht, dass die Stufen der Karriereleiter aussehen wie die Stufen im Innern des Hamsterrads.


Lock Down und Kappjes

Lob ist auch für Experten wichtig. In den Denkfabrik-Laboren der Ministerien und wichtigen Einrichtungen des Landes, in Türmen großer Unternehmen rauchen deren Köpfe für uns tagein, tagaus. Schwups, hatten sie bei den Coronawellen das Wort „Maßnahmen“ parat. Eine Maßnahme ist was Genaues, etwas, an dem sich Bürger orientieren kann. Viele maßvolle Maßnahmen wurden erdacht, sogar Stubenarrest für alle, das hieß dann Englisch Lock Down. Als Kind hasste ich derlei Arrest, zum Glück oder besser Dank meines Liebreizes: Ich musste selten in meinem Zimmer bleiben, war ich doch meist lieb und sehr gut in der Schule, als Kind und beim Fußball.


Nun also kam der Lock Down. Ganz schön funky, der Ausdruck. Der Blumenstrauß der Begriffe der Maßnahmen von 2020 bis heute zeigt, die Fachleute erfanden fleißig: Inzidenzen, Homeoffice, Social Distancing, Systemrelevanz, Bonus, Herdenimmunität, Impfdosenrückstau. Um nur einige zu nennen. Hammer war das Wort Booster. Die Steigerung heißt? Na? Na klar: Doppelbooster. Sowas gibt es auf Deutsch gar nicht. Wummser vielleicht … Buuuuuster Sagen haut richtig rein. Beim Wort „Maske“ hatten die Erfinder ein nicht ganz so geschicktes Händchen bei der Wortfindung. Wir Menschen aus dem Volk ließen darum ersatzweise der Poesie freien Lauf, erfanden Mundschutz, Mundnasenschutz, Lappen, – in Holland gab es einen sehr süßen Ausdruck dafür: Kappjes. Schön, ne!?


„Und bist du nicht willig…“. Leider tanzen Leute immer mal wieder aus der Reihe. Auch gegen Maßnahmen. Kein Wunder, diesen Mitmenschen wehte Gegenwind der Mehrheit entgegen, also ab in die Ecke. Die Minderheit bekam zu hören (mindestens): „Du spinnst, Du liegst nicht richtig, lass’ Dir das nochmal erklären, glaube daran, es ist richtig.“ Es half nichts, die, die in all den Lockdowns und Wellen widerborstig waren und es bis heute vielleicht sogar noch sind, mit denen mussten schlicht härtere Saiten aufgezogen werden. Das ging dann ganz gut mit Worten wie zum Beispiel Schwurbler, Querdenker oder Verschwörungstheoretiker, das waren wichtige, erzieherische Begriffe. Nach dem Tadel erfand man etwas Schönes, um die Lage ein bisschen zu entspannen: Der alte Begriff „Zügel schleifen lassen“ wurde zu Lockerungen. Unsere uns Führenden lockerten aber sowas von, wir atmeten in den Sommern der vergangenen Jahre durch, um frisch gelüftet die erneute Zügelstraffung ab Herbst frohen Mutes wieder anzunehmen und neue Kampagnen bis hin zum Doppelboostern zu verinnerlichen (außer eben die Quer- und andere, Sie wissen schon, Kandidaten). Beim gemeinsamen Slogan „Wir bleiben zu Hause“-Ausleben sinnierte mancher am Kamin: Die Fledermaus in China kann nichts dafür, dass sie einen Hype auslöste, der seinesgleichen sucht, in den Laboren der Welt wird derweil weiter fleißig geforscht und getestet und erfunden. Aber keine Wörter…


Der Erfinder des Wortes des Jahres

Wir erleben eine neuerliche Krise, also eine ziemlich große Herausforderung, der verbal entsprochen werden sollte. Uns fliegt die Welt um die Ohren, okay, wir schnüren neue, andere Maßnahmenpakete. Welch’ Glück, immer mal wieder kommen beim Wörter Kreieren so richtige Knallerdinger heraus, wie das Ding aus einem Berliner Büro (liegt im Regierungsviertel beim Potsdamer Platz): „Doppelwumms“. Das ist ein Knaller, echt. An und für sich ist es gar kein richtiges Wort, lediglich eine Verstärkung. So schießt man beispielsweise auf das Tor. Um es feiner, lyrischer zu erzählen, ergänzt man: Der Ball fliegt, wumms, ins Gehäuse. Oder das Leder zischt vorbei am Keeper ins Netz. Schön. Nur gut, dass Doppelwumms nicht Doppelzisch heißt. Egal. Ich schweife ab.

Ich verrate mal was: Mir wurde durch eine vertrauliche Quelle erzählt, wie das mit dem Wumms passierte. Ein neu, zunächst befristet und in Probezeit eingestellter Experte des Teams für starke Wörter für den Gebrauch in Politik und Medien hatte diesen knackigen Einfall. Es muss unter uns bleiben, dass derlei ihm aufgrund eines Missgeschicks eingefallen ist. Der junge Mann saß wie immer seit seiner Einstellung am Schreibtisch. Er hatte wie bisher nicht viel zu tun, weil er als neuer Mitarbeiter noch keine anspruchsvollen Aufträge bekam. Ordner Schlichten, Tackern von Dokumenten schon, aber Substantielles – eher nein. Also nickte der Mann ein. Nicht lang. Sein Kopf schlug auf die Schreibtischkante. Er wachte auf, erschrak, rief aus: „Wumms.“ Die Bürotür schlug auf – sein Chef trat ein: Der junge Mitarbeiter rief: „Doppelwumms“. Der Chef jubelte, küsste den jungen Mann auf die schwellende Stirn: „Mensch, Meyer-Schmidt! Sie sind ein Genie – das ist das Wort, das wir die ganze Zeit suchen.“ Meyer-Schmidt bekam ein neues Büro, eine höhere Tarifstufe und den Sonderauftrag, Doppelwumms weitere Knaller folgen zu lassen.

Er und seine Kollegen tüfteln gerade an gute Laune bereitenden Worten für den kommenden Frühling, wenn die Gaspreisbremse (ein herrliches Wort) greift. Also dann greift die Bremse der Preise, wenn die Heizung wieder abgedreht werden kann. Sowas muss man sich erstmal ausdenken. Wir strecken dann aber, Geld hin, Sorgen her, unsere Gesichter im Gefühl gut gemeinter Lockerungen der Frühjahrssonne entgegen. Wir werden von Winterzeit auf Sommerzeit umstellen. Wumms. Bitte kein Murren! Abends wird es dann ja wieder eine Stunde länger hell bleiben, Doppelwumms. Freut Euch!


Rubriken:

Audio-Podcast Kampagnen / Tarnworte / Neusprech NachDenkSatire


Schlagwörter:


Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=89863

01.11.2022

Nein! Pfizer-Vertreterin: COVID-19-Impfstoff wurde nie auf Fremdschutz getestet

meinungsfreiheit.rtde.life, vom 12 Okt. 2022 17:22 Uhr, Eine Analyse von Bernhard Loyen

Pfizer-CEO Bourla verweigerte die Teilnahme am EU-Sonderausschuss zur Corona-Pandemie. Eine ranghohe Vertreterin gab Auskunft zu wissenschaftlichen Vorgängen bei der Impfstoff-Entwicklung. Demnach existierten vor der weltweiten Marktzulassung keinerlei Evidenz oder Daten, dass die Impfung eine Infektion verhindern könnte. Das Unternehmen setzte "alles auf Risiko".


Nein! Pfizer-Vertreterin: COVID-19-Impfstoff wurde nie auf Fremdschutz getestet

Quelle: Gettyimages.ru © Benoit Doppagne/Belga News Agenc


Zitat: Am 10. Oktober tagte in Straßburg im EU-Parlament ein "Sonderausschuss zu den Erkenntnissen aus der COVID-19-Pandemie und Empfehlungen für die Zukunft". Offiziell eingeladen wurde zu dieser Veranstaltung auch Albert Bourla, Vorsitzender und Geschäftsführer (CEO) des amerikanischen Pharmakonzerns Pfizer. Dieser sagte jedoch kurz vorher, ohne Angabe von Gründen, ab. Bestandteil der Anhörung war der jüngste Prüfbericht des Europäischen Rechnungshofes. Dieser hatte erneut Fragen über die weiterhin unbekannten Verhandlungsdetails zu dem milliardenschweren Impfstoff-Deal zwischen dem Pharmaunternehmen und der EU aufgeworfen.


Auch sollten Detailfragen zu dem von Pfizer auf den Markt gebrachten Wirkstoff Comirnaty® an den CEO gerichtet werden können. Stellvertretend war nun Janine Small für die EU-Abgeordneten anwesend, die regionale Präsidentin "des Geschäftsbereichs Impfstoffe, Internationale entwickelte Märkte bei Pfizer Inc." Sie ist seit 1988 bei dem Unternehmen tätig, also eine Kennerin der Materie. Ebenfalls anwesend war ein Vertreter des deutschen Pharmaunternehmens CureVac.


Pfizer-Chef zum zweiten Mal innerhalb von sechs Wochen positiv auf COVID-19 getestet





Pfizer-Chef zum zweiten Mal innerhalb von sechs Wochen positiv auf COVID-19 getestet






Auf eine eindeutig formulierte Frage des holländischen Abgeordneten Rob Roos (Partei JA21 - konservative Liberale), bestätigte oder überraschte die Pfizer-Marketing-Präsidentin in ihrer Antwort die Anwesenden mit der Aussage: Vor den finalen Zulassungsanträgen und der daraus resultierenden bedingten Zulassung des Pfizer-Präparats Comirnaty® im Dezember 2020 war seitens des Unternehmens bei der Einführung des Impfstoffs nicht bekannt, ob dieser die Verbreitung von SARS-CoV-2 stoppen kann. Ob also die Übertragung von SARS-CoV-2 von Mensch zu Mensch durch eine Injektion verhindert wird.


Zwischen Rob Roos und Janine Small ergab sich folgende Frage-Antwort-Situation. Das Procedere sah dabei vor, dass zuerst alle Abgeordneten ihre Fragen separat stellen, bevor die Pfizer-Vertreterin im Block die jeweiligen Anliegen beantwortete (Die Video-Sequenz ist bei der Antwort von Small etwas kürzer, als das Originalzitat im Wortlaut):

Roos: Wurde der COVID-Impfstoff von Pfizer vor seiner Markteinführung darauf getestet, die Übertragung des Virus zu verhindern? Wenn nicht, sagen Sie es bitte deutlich. Wenn ja, sind Sie bereit, dem Ausschuss die Daten mitzuteilen? Und ich möchte wirklich eine klare Antwort.

Small: Was die Frage betrifft, ob wir von einem Übertragungsschutz wussten, bevor es (das Produkt) auf den Markt kam – Nein. Wir mussten wirklich mit der Geschwindigkeit der Wissenschaft arbeiten, um wirklich zu verstehen, was auf dem Markt vor sich geht. Und unter diesem Gesichtspunkt mussten wir alles auf Risiko machen."

Der therapeutische Aspekt der Vermeidung einer Corona-Viren-Übertragung nach Impfung war jedoch wesentliches Argument in der politischen, wie gesellschaftlichen Pro und Contra Impf-Diskussion. Und ein ebenso wesentliches Argument für die daraus resultierenden Einführung der sogenannten 3G, 3G-Plus, 2G und 2G-Plus-Regelungen in Bereichen der Gesellschaft. Beispiele aus den Jahren 2021 und 2022:


  • BioNTech-CEO Uğur Şahin, zitiert in einem RND-Artikel im Februar 2021: "Die Vakzine seines Unternehmens sollen rund 90 Prozent der Infektionen mit dem Coronavirus verhindern – und damit auch die weitere Übertragung von Sars-CoV-2." Şahin: "So gute Werte hatte ich nicht erwartet."
  • Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) im August 2021 in einem Rundbrief an Berliner Schüler und Schülerinnen: "Denn mit jeder einzelnen Impfung fällt eine Person weg, über die sich das Virus ausbreiten könnte."
  • Gesundheitsminister Lauterbach (SPD) im Januar 2022: "Wenn wir uns alle weigern würden, die gut erforschte und nebenwirkungsarme Impfung zu nutzen, um uns selbst und andere vor Tod und schwerer Krankheit zu schützen, würden wir die Pandemie wahrscheinlich nie beenden können."

Je nach Blickwinkel war diese Information der Pfizer-Vertreterin vor dem EU-Parlament nicht wirklich überraschend, da in einer Pressemitteilung der US-Gesundheitsbehörde FDA, aus dem Dezember 2020, unter dem Punkt: "FDA-Bewertung der verfügbaren Wirksamkeitsdaten" folgende Formulierung nachzulesen ist:

"Zum jetzigen Zeitpunkt liegen keine Daten vor, die eine Aussage darüber zulassen, wie lange der Impfstoff schützt, und es gibt auch keine Hinweise darauf, dass der Impfstoff die Übertragung von SARS-CoV-2 von Mensch zu Mensch verhindert."

Herztod-Risiko: Florida rät 18- bis 39-jährigen Männern von COVID-19-Impfungen ab





Analyse

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Das Problem: So eindeutig und unmissverständlich wurde diese Faktenlage über Politik und Medien gegenüber den Bürgern nie kommuniziert. Ob hierbei eine mehrheitliche Unwissenheit, bewusste Desinformation oder schlichte Fahrlässigkeit eine Rolle spielt(e), wird sich erst in der Aufarbeitung der Corona-Krise in den kommenden Monaten und Jahren herauskristallisieren. Zur Rolle des Pfizer-CEO in den zurückliegenden drei Jahren stellte seine Vertretung Janine Small fest:

"Dr. Bourla spürte, wie wichtig es war, was in der Welt vor sich ging. Und deshalb gaben wir tatsächlich zwei Milliarden Dollar an selbst finanzierten Geldern von Pfizer aus, um in der Lage zu sein, bei der Pandemie zu helfen."

Janine Small beendete den Fragenkomplex zur Effektivität des Pfizer-Produkts mit der subjektiven Wahrnehmung:

"Wir waren da, als die Welt uns brauchte, um sicherzustellen, dass wir in der Lage waren, den Menschen auf der ganzen Welt mit Impfungen zu helfen, und jetzt auch mit der Behandlung..."

Zum Thema der Causa "SMS-Milliarden-Deal" zwischen Pfizer-CEO Albert Bourla und der Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen erläuterte Small in zwei Abschnitten unter anderem:

"Jeder versteht, dass wir während der Pandemie alle zu Hause gearbeitet haben, und ich bin sicher, dass Dr. Bourla seine mobilen Telefonkontakte genutzt hat, um mit vielen Führungskräften in der ganzen Welt zu sprechen, mich eingeschlossen (...)

Ich kann Ihnen mit Bestimmtheit sagen, dass das (ein finaler Vertragsabschluss per SMS) nicht der Fall gewesen war. Ich weiß das, weil ich bereits erwähnt habe, ich war von Anfang an, an den Verhandlungen beteiligt, von Anfang an im Jahr 2020."

Im Lichte der sich dynamisierenden Erkenntnisse tendenziell bedingter Therapieerfolge durch eine COVID-19-Impfung (mit dem Pfizer-Produkt), der sich dynamisierenden Diskussion einer "Kosten-Nutzen-Rechnung" und der real existierenden lebenseinschränkenden bis lebensbedrohenden Impfnebenwirkungen bei vormals gesunden Menschen, muss die finale Aussage der Pfizer-Vertreterin als Zeitdokument gewertet werden. Small wörtlich:

"Ich möchte mir gar nicht ausmalen, in welcher Situation wir uns jetzt befinden würden, wenn Unternehmen wie wir diese Risiken nicht eingegangen wären. Keine klinische Forschung und Entwicklungen in diesem Umfang betrieben hätten. Um sicherzustellen, dass wir einen Impfstoff haben, den wir in der Welt einführen können."

"Wir" könnte auch in Bezug auf ein Milliardengeschäft mit der Monopol-Stellung von Pfizer in der Corona-Krise gedeutet werden. Zum Thema der Preisabsprache zum dritten Vertrag von BioNTech-Pfizer und der EU, über 1,8 Milliarden zusätzliche Impfstoff-Dosen zwischen Ende 2021 und 2023, ließ Small lediglich wissen: "...die Preisgestaltung ist vertraulich." Ende der Diskussion. Als "kleines Danke Schön", für den kooperativen Charakter der Teilnahme von Frau Small an der Sonderausschusssitzung, erhielt das Unternehmen Pfizer - welch symbolische Überraschung - noch am 10. Oktober die reguläre Zulassung, also offizielle Anerkennung und Absegnung, der EU-Kommission für ihr Produkt Comirnaty®.


Das kann und darf nicht die letzte Veranstaltung dieser Art gewesen sein. Zu vieles ist und bleibt weiterhin unbekannt und von beteiligten Protagonisten mutwillig gedeckelt, ist jedoch von epochalem Interesse für die Menschen. Die Zeit der Aufarbeitung wird uns noch Jahre, wenn nicht Jahrzehnte beschäftigen. Beschäftigen müssen.


Die deutschen etablierten Medien schweigen bisher zu dieser Veranstaltung und entsprechenden Aussagen, ganz im Gegenteil zu den USA, wo der bekannte Tucker Carlson das Ereignis kommentierte:


Mehr zum Thema - Im Auftrag des Pentagon Teil 2: mRNA-Impfstoffe mit einer rasch auswechselbaren Genetik

RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

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