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24.12.2022

Weihnachtsgrüße (nachkorrigiert)
Über das Böse und das davor zu bewahrende Kind in der Krippe
Meine Würdigung der christlichen Weihnacht

aus e-mail von Irene Eckert, 24. Dezember 2022, 5:44 Uhr



*Wider die unheilbringende „Grüne Agenda“*



Zwei Tage vor Heiligabend habe ich mich schon wieder hinreißen lassen, das

Attribut „satanisch“ zu verwenden. Ich konnte nicht umhin, das Qualitativ

für ein menschengemachtes, abgrundtief böses und zerstörerisches Phänomen

zu verwenden. Es handelt sich bei dem von mir so Gekennzeichneten um nichts

weniger als die *'Green New Deal Agenda'1*oder den geplanten *'Großen

Umbruch'.2* Beides 'Ideengut' von folgenreicher Natur, beides eines Geistes

Kind. Die „teuflischen“ Pläne wurden maßgeblich mit geschmiedet von

einem *„Meister aus Deutschland“*3 und Deutsche sind führend an ihrer Umsetzung beteiligt.

Der nach außen hin führende Mann heißt mit Vornamen Klaus4. Der  gelernte

Wirtschaftswissenschaftler tritt natürlich nicht mit grünem Lodenmantel und

roter Feder am Hut auf. Auch trägt er *weder Peitsche noch pfeift er seine

Rüden herbe*i.5 Seine ihm hörigen Sprößlinge, ahnungslose *„Junge Globale

Führer“*6 folgen ihm allerdings auch so aufs Wort. Sie sind schließlich

 durch seine sinnverwirrende  Schule gegangen. Sie  kommen adrett bis leger

daher. Sie tragen Namen und Larven wie Angela, Annalena, Oliver oder James.

Ihr Auftrag: Herrn Schwabs umstürzlerische Visionen in politische Praxis

umzusetzen. Der rot-grün ausstaffierte und liberal drapierte Plan, dem sie

und ihr Meister folgen, beinhaltet aber in letzter Konsequenz nichts

weniger als die Abschaffung des Menschen bei gleichzeitiger hyperbolischer

Überschätzung ihrer eigenen menschlichen  Macht . 7



*Nein zu Transhumanismus und Malthusianismus*



Yuval Harari,8 ein anderer Davos Eleve oder Berater, je nach Quelle, will

angeblich wie einst Nietzsche einen besseren Menschen schaffen mit seinem

Transhumanismus9. Bessere Menschen durch Verchippung? Die übrig gebliebenen

elitären Reste der Davoser 'Transgender-' und Impfexprimente – als letzte

Konsequenz *ihrer Malthusianischen Irrlehre* - wollen dann die Welt

beherrschen. Solchen Wahnvorstellungen zufolge, *soll sich der Mensch weder

frei bewegen noch mehren dürfen*. Wer dennoch überlebt, wird nichts mehr

besitzen und glücklich sein, nachdem der *„B3 – Build Back Better -

Rückbau“* geglückt ist. In den Augen dieser Zukunftgestalter ist der Mensch

nur noch eine manövrierbare Masse, also alles andere als die biblisch

sprichwörtliche Krönung der Schöpfung. Vernunft und Gewissen, die die

deutsch-anglo-amerikanisch-israelischen Meisterschüler schon einmal

abgelegt haben, spielen keine Rolle mehr im KI-Zeitalter.



*Keine Opferung des Menschen auf dem Altar der Mutter Gaia*



Unser Menschengeschlecht, dem auch die Davoser schließlich angehören, ist

in deren Hirnen ein parasitäres Element auf dem Rücken der schönen Mutter

Erde. Wenn sich der Parasit Mensch also ungehindert ausbreiten darf, wird

er den Wirt töten. Folglich muss er auf dem Altar von Mutter Gaia geopfert

werden, natürlich immer nur in bester Absicht zur Rettung des Blauen

Planeten und immer nur die anderen, in deren Adern kein blaues Davoser Blut

fließt.



In meinen Augen sind das kranke, zurückzuweisende, das Attribut „

*teuflisch“* durchaus verdienende Wahnvorstellungen. Denn sie beinhalten

die Umkehr bzw. Rücknahme des lebensbejahenden Schöpfungsgedankens des

Alten Testaments und auch die Rücknahme der christlichen

Weihnachtsbotschaft, die von der Friedensfähigkeit und grundsätzlichen

Möglichkeit des Menschen zur Umkehr ausgeht. Es ist der lebensfeindliche,

destruktive, unschöpferische, dystopische Ideengehalt der Davos-gesteuerten

Individuen, dem  unbedingt Einhalt zu gebieten ist.



*Biblische Bilder sind sinnstiftend und lebensbejahend*



Der *Schöpfungsmythos* der biblischen Legende, die unser abendländisches

Denken, unsere reiche Kultur immerhin über 2000 Jahre lang geprägt hat,

wird mit solch diabolischer Davoser Agenda zunichte gemacht. Der

alttestamentarischen Mär zufolge hat Gott in 7 Tagen die Welt erschaffen

und mit Adam und Eva ein Menschenpaar in den wild wuchernden irdischen

Garten Eden gesetzt. Er hat zugelassen, dass seine letzten Kreaturen von

der teuflischen Schlange verführt,  schließlich vom Baum der Erkenntnis

gegessen haben. Letzteres hat sie Gott ähnlicher gemacht. Der Apfelbiß

versetzte sie in die Lage, Gut und Böse zu unterscheiden. Es war damit

einerseits das Ende des paradiesischen, glückseligen Urzustandes

eingeleitet, der Beginn des Erwachsenwerdens fand statt. Damit begann für

Mann und Frau gleichermaßen der mühevolle Weg, der uns bis heute

abverlangt, gewissenhaft und verantwortungsbewusst mit solchen Gaben

umzugehen. Der Mensch als Gattungswesen ist nämlich das einzige Geschöpf,

dass die innere Freiheit hat, sich weiterzuentwickeln und sich immer wieder

neu für Gut oder Böse zu entscheiden.



*Einige faule Äpfel gefährden den Rest*



Es genügte aber, dass im Laufe der Geschichte einige wenige ihre Talente

nicht nur vergeuden – das tun leider viele, sondern schlimmer noch, sie für

das Böse verausgaben. Diese Kreaturen biedern sich bildlich gesprochen dem

Teufel an, sie verkaufen ihre Seele, sie verschleudern ihre Geistesgaben

zur Auspressung und Niederhaltung ihrer Erdgenossen. Um eines

vermeintlichen Vorteils willen machen sie anderen das Leben auf Erden immer

wieder zur Hölle



Trotzdem alledem, gab und gibt es Weiter- und Höherentwicklung auf breiter

Flur. Menschen, solche wie das sprichwörtliche *Kind in der Krippe *haben

sich immer wieder für ihre Artgenossen geopfert, dafür dass Frieden

einkehre auf Erden und es den Menschen ein Wohlgefallen sei, gaben sie ihr

Leben hin. Werte wie Wahrheits- und Gerechtigkeitssinn, Vorstellungen wie

Freiheitssinn und Edelmut waren den Menschen niemals völlig auszutreiben,

wie Böse es andere auch treiben mochten,  das gilt bis zum heutigen Tag.



Die Menschen sind andererseits heute tatsächlich dazu in der Lage, durch

die Höherentwicklung ihrer technisch-wissenschaftlichen Möglichkeiten die

ganze Erde mehrfach in die Luft zu jagen, aber das kann, darf und wird

nicht geschehen. Deswegen muß jenen satanisch gesinnten Menschen-Mächte,

die für schlechtes Geld, Karriere, Macht und andere kurzfristigen Vorteile

ihre Seele ganz dem Teufel verschrieben haben und deren gestörter Sinn sie

gewissenlos dazu treibt Unheil zu exekutieren, Einhalt geboten werden. Sie

müssen erkannt und benannt und mit allen Mitteln daran gehindert werden,

ihr Teufelswerk fortzusetzen. Solche Menschen muss man vor sich selber

schützen.



*Eine bessere Welt ist möglich*



Die überwältigende Mehrheit der Erdbewohner ist bereits auf dem Wege zu

einer gerechteren, friedlicheren, menschenfreundlicheren Ordnung. Der

Globale Süden richtet sich auf. Die südliche Hemisphäre ist dabei, sich von

den Fesseln zu befreien, die die Schwabs dieser Erde ihnen für immer

verpassen wollen, um ihre unheilbringende Eliteherrschaft über den Planeten

zu verewigen. Wir anderen im „Globalen Norden“ oder im „kollektiven Westen“

wollen aber auch keine willenlosen, transhumanistischen Befehlsempfänger

sein. Auch wir können unsere Fesseln abschütteln, wir müssen nur unsere

Geistesgaben einsetzen und bereit sein zu verstehen, was da Böses gespielt

wird. Einsicht ist der erste Schritt zur Befreiung zum wahren Menschsein.



Es rettet uns kein höheres Wesen, uns von dem Elend zu erlösen, das müssen

wir schon selber tun.



Frohe Weihnacht wünscht Irene



1 Zynischer, sinnverkehrender Weise nimmt das menschenverachtende Konzept

Bezug auf Franklin D. Roosevelt's „New Deal“  Projekt, mit dem es nichts

gemein hat. „An early use of the phrase "Green New Deal" was by

journalist Thomas Friedman <.[12" rel="noopener">https://en.wikipedia.org/wiki/Thomas_Friedman>.[12]

<https://en.wikipedia.org/wiki/Green_New_Deal#cite_note-12> He argued in

favor of the idea in *The New York Times*

<https://en.wikipedia.org/wiki/The_New_York_Times> and *The New York Times

Magazine* <.[13" rel="noopener">https://en.wikipedia.org/wiki/The_New_York_Times_Magazine>.[13]

<[14" rel="noopener">https://en.wikipedia.org/wiki/Green_New_Deal#cite_note-13>[14]

<https://en.wikipedia.org/wiki/Green_New_Deal#cite_note-auto1-14> In

January 2007, Friedman wrote:


If you have put a windmill in your yard or some solar panels on your roof,

bless your heart. But we will only green the world when we change the very

nature of the electricity grid – moving it away from dirty coal or oil to

clean coal and renewables. And that is a huge industrial project – much

bigger than anyone has told you. Finally, like the New Deal, if we

undertake the green version, it has the potential to create a whole new

clean power industry to spur our economy into the 21st century.[14]

<https://en.wikipedia.org/wiki/Green_New_Deal#cite_note-auto1-14>

https://en.wikipedia.org/wiki/Green_New_Deal



2https://de.wikipedia.org/wiki/The_Great_Reset Der große Neustart


3Paul Celan, Todesfuge https://celan-projekt.de/todesfuge-deutsch.html


4 2020 brachte Klaus Schwab sein Wirtschaftsplanungsprojekt mit dem Titel *The

Great Reset* mit Thierry Malleret

<https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Thierry_Malleret&action=edit&redlink=1>

 in Buchform heraus. The Great Reset

<https://de.wikipedia.org/wiki/The_Great_Reset> ist zugleich der Name eines

im Mai 2020 unterbreiteten Vorschlags des Weltwirtschaftsforums

<https://de.wikipedia.org/wiki/Weltwirtschaftsforum> für eine

Wirtschaftsplanung zum nachhaltigen Wiederaufbau der Wirtschaft und der

Gesellschaft nach der Covid-19-Pandemie

<https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie> und der damit

einhergehenden Wirtschaftskrise 2020–2021

<https://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaftskrise_2020%E2%80%932021>.


5Siehe Fußnote 3


6https://www.younggloballeaders.org/people/


7https://multipolar-magazin.de/artikel/die-abschaffung-der-seele


8Harari, an author and historian at the Hebrew University of Jerusalem

who spoke at the Davos conference in 2018 and 2020 “We are really acquiring

divine powers of creation and destruction,” Harari said in a 2020 interview

<https://www.youtube.com/watch?list=PLfc2WtGuVPdkFdAT9GofZ_xcdMGb-QGKs&t=3834&v=18Oyqn6ahGg&feature=youtu.be>

.

https://apnews.com/article/fact-check-god-jesus-WEF-davos-schwab-214431820574


9https://zeeemedia.com/interview/transhumanism-klaus-schwab-and-dr-yuval-noah-harari-explain-the-great-reset-transhumanism-agenda/

https://apnews.com/article/fact-check-god-jesus-WEF-davos-schwab-214431820574

23.12.2022

Sterblichkeit - Fallzahlen nach Monaten für Deutschland 2016 - 2022

             Rohdaten Statistisches Bundesamt, aktueller Stand: 20. Dez. 2022


Zelle 1   Jan.   Feb.    März  April 
   Mai   Juni   Juli   Aug.  Sept.  Okt. Nov.
  Dez.
2022  89408  82759
   93687
 86149  81718
  79363
  85776  86193
  80400
 93367 
88129 
  elle 13
2021106803  82191   81901 81877  80876
  76836
  76704  76402  77931
 8508093915103171
2020  84980
  80030   87396 83830  75835  72159  73795  78742  74243 7978185989108792
2019  85105  81009   86739 77410  75669  73483  76926  73444  71022 7700678378  83329
2018  84973  85799 107104 79539  74648  69328  75605  78370  69708 7403974762  80999
2017
  96033  90649   82934 73204  75683  69644  71411  71488  69391 7522974987  81610
2016  81742  76619
   83668 57315  74525  69186  72122  71295  69037 7600177050  84339

Gesamtsterblichkeit: 2022 (bis Nov.) = 946 949 ; 2021 = 1 023 687 ; 2020 = 985 572 ;                                                                 2019 = 939 520 ; 2018 = 954 874 ; 2017 = 932 263 ; 2016 = 910 899


Info: https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/Tabellen/sonderauswertung-sterbefaelle-pdf.pdf?__blob=publicationFile


Die endgültigen Daten zu Sterbefallzahlen sind in der gleichen Form für die Berichtsjahre 2000 bis 2015 ebenfalls verfügbar. (https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/Tabellen/sonderauswertung-sterbefaelle-endgueltige-daten.html;jsessionid=11235EA955676410CC354AA4E3B07B3A.live722?nn=209016)

                     V.i.S.d.P.: Initiative: "Kein Militär mehr", Leinaustraße 3, D-30451 Hannover

23.12.2022

Schöne Bilder und nette Worte    Selenskys PR-Besuch in den USA Sl

anti-spiegel.ru, vom 22. Dezember 2022 15:11 Uhr

Der ukrainische Präsident Selensky hat überraschend Washington besucht. Der Besuch war für US-Präsident Biden wohl vor allem innenpolitisch notwendig.


Screenshot_2022_12_23_at_21_39_51_Selenskys_PR_Besuch_in_den_USA_Anti_Spiegel


Der Ukraine-Krieg ist vor allem auch ein Propaganda-Krieg, in dem der gelernte Schauspieler und Komiker Wladimir Selensky eine Rolle spielt. Seine Auftritte per Videoschalte zu allen passenden und unpassenden Anlässen sind ein wichtiges Element in dem Propaganda-Krieg, denn damit soll vor allem Stimmung gegen Russland und für weitere finanzielle und militärische Unterstützung für Kiew gemacht werden. Die Zielgruppe dieser Propaganda-Aktionen sind sowohl westliche Politiker, wenn Selensky mal wieder in einem Parlament zugeschaltet wird, als auch die breite Öffentlichkeit, wenn Selensky bei irgendwelchen Filmefestivals oder ähnlichem gezeigt wird. Positiv ist dabei die FIFA aufgefallen, die verhindert hat, dass Sport für politische Ziele missbraucht wird, denn die FIFA hat untersagt, dass eine von Selensky schon aufgezeichnete Videoansprache beim Finale der Fußball-WM gezeigt wird.


In den USA kippt die politische Stimmung in Sachen Ukraine, denn bei den Zwischenwahlen haben die Republikaner in einer Kammer des Parlaments die Mehrheit erlangt. Die Republikaner sind zwar nicht für ein Ende der Unterstützung der Ukraine, aber sie sind für eine Reduzierung und vor allem wollen sie, dass Kontrollen darüber eingeführt werden, wohin die Milliarden Dollar und all die gelieferten Waffen gehen. Daher versucht die Biden-Regierung derzeit, die Ukraine-Hilfe für 2023 im neuen Staatshaushalt festzuschreiben, womit die Gelder für Kiew zumindest für ein weiteres Jahr garantiert wären.


Um dafür auch die zweifelnden US-Abgeordneten auf ihre Seite zu ziehen, hat die Biden-Regierung den Besuch von Selensky in Washington organisiert, denn der wichtigste Programmpunkt seines nur wenige Stunden dauernden Besuches war seine Rede vor beiden Kammern des US-Parlaments. Bei seiner Rede hat Selensky nach allen Regeln der US-Innenpolitik und der Propaganda mit viel Emotionen und Pathos versucht, die pro-ukrainische Stimmung in den USA anzufachen, um die Öffentlichkeit und die zweifelnden US-Abgeordneten wieder auf Linie zu bringen.


Dass es für den Besuch kaum „echte“ Gründe gegeben hat, sieht man daran, dass dabei nichts Neues verkündet wurde. Das neue Hilfspaket für die Ukraine war bereits vorher beschlossen worden und dass bei dem Besuch irgendetwas Entscheidendes besprochen oder beschlossen wurde, wurde nicht gemeldet. Stattdessen waren alle öffentlichen Auftritte reine Show, bei der US-Vertreter ihre weitere Unterstützung für die Ukraine bekräftigten, wofür Selensky sich artig bedankte. Es ging bei dem Besuch ganz offensichtlich nicht um Sachthemen, sondern um für die US-Innenpolitik wichtige Überzeugungsarbeit.


Die russische Nachrichtenagentur TASS hat eine Zusammenfassung der Reise von Selensky gebracht, die ich übersetzt habe.


Beginn der Übersetzung:

Die Unterstützungszusagen Washingtons: Was über Selenskys Besuch in den USA bekannt ist


US-Präsident Joe Biden sicherte dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selensky, der sich am Mittwoch zu einem eintägigen Besuch in Washington aufhielt, weiterhin seine Unterstützung zu, während die Aussichten auf eine diplomatische Lösung weiterhin kein Thema waren.


Die geheime Reise

Der Besuch erfolgte auf Einladung von Biden in einem Telefongespräch am 11. Dezember. Kiew bestätigte den Besuch schließlich am 18. Dezember. Selensky hat die Ukraine zum ersten Mal seit dem Beginn der Militäroperation verlassen.


Der Besuch dauerte einige Stunden. Vom Flughafen, wo Selensky mit einem US-Militärflugzeug aus Europa eintraf, fuhr er zum Weißen Haus.


Die Gespräche mit Biden dauerten etwa zwei Stunden.


Nach einer kurzen Pause, in der der ukrainische Präsident sowohl mit führenden Vertretern der Demokraten als auch der Republikaner zusammentraf, sprach er vor beiden Häusern des Kongresses.


Die Einzelheiten der Reise wurden geheim gehalten; offiziell wurde sie erst gemeldet, als Selensky bereits in der Luft war.


Die Zusammensetzung der Delegation des ukrainischen Präsidenten wurde nicht bekannt gegeben. Der Leiter des ukrainischen Präsidialamtes, Andrej Jermak, und Außenminister Dmitri Kuleba waren bei der Pressekonferenz mit Biden anwesend. Von amerikanischer Seite waren unter anderem die stellvertretende US-Außenministerin Victoria Nuland und US-Generalstabschef Mark Milley anwesend.


Die Patriot-Batterie

Selenskys Besuch in den USA fiel zeitlich mit der Ankündigung eines neuen US-Militärhilfepakets im Wert von 1,85 Milliarden Dollar zusammen.


Zum ersten Mal gehörte dazu auch eine Patriot-Luftabwehrbatterie, die das eigentliche Abschussgerät auf einem LKW, ein Radar und eine Kontrollstation umfasst.


Das Hilfspaket umfasst auch Geschossführungssysteme, Raketen für HIMARS MLRS, Artilleriemunition, gepanzerte Fahrzeuge, Kleinwaffen, Schutzwesten und Satellitenkommunikationssysteme.


Biden glaubt jedoch nicht, dass die Verlegung der Patriot zur Eskalation des Konflikts beiträgt. Der US-Präsident sagte, dass er mit Selensky über die Möglichkeit einer Eskalation „überhaupt nicht gesprochen“ habe.


Er bekräftigte, dass die USA keinen dritten Weltkrieg und keinen Konflikt mit Russland anstrebten, und äußerte die Ansicht, dass man das vermeiden könne.


Die USA werden außerdem 374 Millionen Dollae an humanitärer Soforthilfe für Kiew bereitstellen.


Der Frieden ist weit weg

Biden und Selensky widmeten einen kleinen Teil der gemeinsamen Pressekonferenz nach den Gesprächen der Beantwortung von Fragen zu den Aussichten auf eine Friedensregelung, während die meiste Zeit auf gegenseitige Danksagungen und Unterstützungszusagen verwendet wurde.


Der US-Präsident stellte fest, dass der ukrainische Präsident „offen für einen Frieden“ in der Ukraine sei und fügte hinzu, dass die russische Regierung seiner Meinung nach „nicht die Absicht hat, die Militäraktionen einzustellen“. Selensky nickte nach den Worten, er sei offen für einen Friedensschluss, mit dem Kopf.


Auf die Frage, was ein „gerechter Frieden“ sei, erklärte Selensky später, dass damit gemeint sei, dass inakzeptable Kompromisse bei der territorialen Integrität der Ukraine unmöglich seien. Biden merkte dabei an, dass seine Sicht mit der von Selensky übereinstimme, und zeigte sich zuversichtlich, dass es zum Frieden kommen wird, wenn Russland seine Truppen abzieht, aber „das passiert jetzt nicht“.


Selensky fügte hinzu, dass er derzeit keinerlei Signale an den russischen Präsidenten Wladimir Putin senden könne.


Die Aussichten für die Allianz

Biden zweifelt nicht daran, dass die europäischen Staaten Kiew weiterhin helfen werden. Nach seinen Worten hat er so eine Einigkeit in der NATO, wie sie jetzt herrscht, noch nie gesehen.

Selensky ist zuversichtlich, dass das neue Hilfspaket für die Ukraine für 2023 die Unterstützung beider Parteien im Kongress finden wird.


Der Kampf um den Kongress

In seiner Rede in englischer Sprache vor den Kongressabgeordneten konzentrierte sich Selensky auf die bereits von den USA geleistete Hilfe und deren Auswirkungen auf die Lage in der Ukraine und wies kurz auf die Notwendigkeit weiterer Unterstützung hin. Seiner Ansicht nach ist die Finanzhilfe für Kiew „keine Wohltätigkeit, sondern eine Investition in die globale Sicherheit“.

Er fügte hinzu, er „bittet keine amerikanischen Soldaten, für die Ukraine zu kämpfen“, da die ukrainischen Soldaten „selbst amerikanische Panzer fahren können“.


Selenskys Rede wurde von der Mehrheit des Plenums positiv aufgenommen, er erhielt lang anhaltenden und wiederholten Beifall, darunter auch stehende Ovationen. Einige Republikaner sind dabei jedoch trotzig sitzen geblieben und haben nicht geklatscht.


Der US-Kongress arbeitet derzeit an einem 1,7 Billionen Dollar schweren Bundeshaushalt für das Haushaltsjahr 2023, in dem 44,9 Milliarden Dollar für verschiedene Bedürfnisse im Zusammenhang mit der Hilfe für die Ukraine und Washingtons NATO-Verbündete vorgesehen sind.

Im Januar wird der US-Kongress in der neuen Zusammensetzung zusammentreten, in der die Republikaner im Repräsentantenhaus gegenüber den Demokraten die Mehrheit haben werden. Theoretisch haben sie damit die Möglichkeit, die Bereitstellung von Mitteln für die Ukraine zu blockieren oder zumindest einzuschränken. Führende Republikaner haben jedoch betont, die Verwendung der Gelder müsse kontrolliert werden, die Hilfe solle nicht ganz eingestellt werden.

Ende der Übersetzung


Info: https://www.anti-spiegel.ru/2022/selenskys-pr-besuch-in-den-usa


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

23.12.2022

Kissinger bringt Realismus in die Ukraine-Debatte – und bestätigt eine "Verschwörungstheorie"

meinungsfreiheit.rtde.life, 23 Dez. 2022 13:31 Uhr, Von Rainer Rupp

Henry Kissinger gilt als Urgestein einer realistischen US-Außenpolitik, die zur aktuellen, von ideologischen "Werten" geprägten Politik Bidens und des kollektiven Westens im Widerspruch steht. Das macht Kissingers jüngster Artikel deutlich, in dem der Politiker zugleich ein politisches Komplott bestätigt, das vom Westen als Verschwörungstheorie abqualifiziert wird.


Kissinger bringt Realismus in die Ukraine-Debatte – und bestätigt eine "Verschwörungstheorie"


Quelle: AFP © ROBERTO SCHMIDT / AFP



Der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger während eines Mittagessens im US-Außenministerium in Washington, DC, 1. Dezember 2022




Die USA und ihre NATO-Verbündeten sind zunehmend Schwierigkeiten bei ihrem Vorhaben ausgesetzt, die Ukraine mit Waffen und Munition zu versorgen; erst recht gelingt dies nicht in dem Maße, wie die Ukrainer dies wollen und wie es notwendig wäre, wenn sie eine Chance auf dem Schlachtfeld haben wollten. Dort sind gerade Hunderttausende voll ausgebildeter und gut ausgerüsteter russischer Soldaten dabei, sich mit ihren schweren Waffen ihren Kameraden an der Front im Donbass und anderswo anzuschließen. Diese Faktenlage widerspricht jedoch der von westlichen Politikern und Mainstream-Medien verzweifelt gehegten Vorstellung, dass die Ukrainer dazu in der Lage sind, diesen Krieg zu gewinnen und die Krim zurückzuerobern.

Das Reisearrangement von Selenskij in die USA ist tatsächlich eine Analyse wert

Analyse

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Noch in der vergangenen Woche hatte der militärische Oberbefehlshaber der Ukraine, General Saluschnij, in einem Interview mit dem britischen Economist unverblümt zugegeben, dass seine Armee blutet, ihm Munition und Ausrüstung ausgehen und er nicht die Mittel hat, um größere Offensiven durchzuführen. Denn die beiden Brigaden, die ihm nur noch für solche Operationen zur Verfügung stehen, sind bei Weitem nicht genug. Vielmehr benötige er 300 Panzer, 500 Artilleriegeschütze und 800 Schützenpanzer, bevor er an irgendeine Art von Großoffensive denken kann, insbesondere an einen möglichen Angriff gegen die Krim.

Erfahrungsgemäß gibt es im Pentagon und unter den traditionell-konservativen zivilen US-Sicherheits- und Militärexperten noch Realisten, die sich der rapide verschlechternden militärischen Lage in der Ukraine sehr wohl bewusst sind. Leider stellen sie erst eine kleine Minderheit dar. Noch können sie nur wenig gegen die gemeinsame Front der sogenannten "werteorientierten" Kriegstreiber aus neokonservativen Falken in der Republikanischen Partei und liberalen Falken in der Demokratischen Partei ausrichten. Diese ideologisch-fanatisierten Russland-Hasser halten vor allem im US-Außenministerium, im Weißen Haus und im Nationalen Sicherheitsrat sowie in der CIA und NSA die Schlüsselpositionen besetzt. Sie diktieren den westlichen Medien das politische Narrativ und führen den teilweise dementen Präsidenten Joe Biden wie ein Puppenspieler seine Marionette.

Wer ist der Aggressor? Die Friedensbewegung und der US-Stellvertreterkrieg in der Ukraine

Analyse

Wer ist der Aggressor? Die Friedensbewegung und der US-Stellvertreterkrieg in der Ukraine

Dennoch versuchen Verfechter einer realistischen, nicht ideologisierten Außenpolitik mit zunehmendem Erfolg in Artikeln und Kommentaren – vornehmlich in konservativen US-Medien – breitere Schichten des sicherheitspolitischen US-Establishments zu erreichen und für ihre Position zu gewinnen. Das tun sie unter anderem, indem sie zunächst hervorheben, dass die Ukrainer politisch völlig rücksichtslos geworden sind; zum Beispiel anhand des versuchten Mordanschlags auf den russischen Oberbefehlshaber General Gerassimow, oder durch das wilde und wirre Gerede über Pläne zur Rückeroberung der Krim. Gleichwohl weiß jeder, dass daran höchstens nach einer bedingungslosen Kapitulation Russlands zu denken wäre. Eine solche Kapitulation würde aber wahrscheinlich durch den Einsatz der russischen Atomwaffen verhindert.

Soweit es diesen Realisten möglich ist, signalisieren sie der Ukraine auch, dass es nicht im Interesse der Vereinigten Staaten liegt, ukrainische Pläne zur Rückeroberung der Krim zu unterstützen oder die Ukraine mit Raketen auszurüsten, die über Reichweiten bis tief in russisches Territorium verfügen, oder hochrangige russische Regierungsvertreter zu ermorden.

In der Zwischenzeit gibt es eine Reihe von Kommentaren jener "Realisten", die für Verhandlungslösungen mit den Russen plädieren. Diese enthalten in der Regel die Forderung einer Rückkehr des russischen Militärs zu den Waffenstillstandslinien im Donbass aus der Zeit vor dem Beginn der Kampfhandlungen am 24. Februar 2022. Das heißt, dass die Volksrepubliken Donezk und Lugansk unverändert auf ihrem bisherigen Gebiet, das sie seit acht Jahren kontrollieren, weiter existieren. Darüber, was mit dem Rest des Territoriums, das die Russen erobert haben, passieren soll, scheiden sich die Geister. Die meisten vertreten jedoch die Auffassung, es sollte an die Ukraine zurückgegeben werden. Auch über die Zukunft der Krim müsse verhandelt werden.

Warum in den USA nun über einen gescheiterten Angriff der ukrainischen Streitkräfte berichtet wird

Analyse

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Nun hat einer der angesehensten Realisten unter den US-Außenpolitikern, der fast 100 Jahre alte Henry Kissinger, im britischen Magazin The Spectator einige Bemerkungen zu der aus seiner Sicht dringend nötigen Verhandlungslösung des Ukraine-Konfliktes gemacht. Diese gehen in einigen Punkten über bisherige Überlegungen hinaus und dürften mit ziemlicher Sicherheit die ukrainische Führung genauso sehr beunruhigen wie die vereinte Front der neokonservativen und liberalen US-Falken.

Bevor wir uns im Einzelnen den Artikel von Kissinger ansehen, wollen wir uns der wohl wichtigsten Passage widmen, in der der Altmeister der US-Außenpolitik eine vom kollektiven Westen stets als Verschwörungstheorie oder russische Propagandamasche abqualifizierte Behauptung als real-existierendes Projekt der elitären westlichen Falken bestätigt.

In dieser Passage spricht Kissinger von einem "Friedensprozess (in der Ukraine), der zwei Ziele verfolge: die Bekräftigung der Freiheit der Ukraine und die Errichtung einer neuen internationalen Sicherheits-Struktur, insbesondere für Mittel- und Osteuropa. Schließlich sollte Russland einen Platz in einer solchen Ordnung finden." Und dann kommt der entlarvende Satz:

"Das bevorzugte Ergebnis für einige (in westlichen Regierungen) ist ein Russland, das durch den Krieg machtlos geworden ist."

Kissinger nimmt damit offenbar Bezug auf Aussagen neoliberaler und neokonservativer Falken des kollektiven Westens, von denen die Führungsspitzen nicht nur in Washington, sondern auch in den meisten anderen NATO-Ländern durchsetzt sind.

Im nächsten Schritt distanziert sich Kissinger scharf von diesen Kriegstreibern und ihrem Projekt einer Zerstückelung Russlands. Er weist darauf hin, dass dies unglaublich gefährlich wäre, ein enormes Machtvakuum schaffen, den globalen Frieden bedrohen und Russland einer solchen Entwicklung im äußersten Fall mit Atomwaffen entgegentreten würde.

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"Ich bin anderer Meinung (als die, die Russland durch den Krieg machtlos machen wollen)", schreibt Kissinger und führt weiter aus: "Bei aller Gewaltbereitschaft leistet Russland seit über einem halben Jahrtausend entscheidende Beiträge zum globalen Gleichgewicht und zum Kräfteverhältnis. Seine historische Rolle sollte nicht herabgewürdigt werden. Russlands militärische Rückschläge haben seine globale nukleare Reichweite nicht beseitigt."

"Selbst wenn diese nukleare Fähigkeit verringert wird, könnte die Auflösung Russlands die Zerstörung seiner Fähigkeit bedeuten, strategische Politik zu machen. Das 11 Zeitzonen umfassende Territorium könnte sich in ein umkämpftes Vakuum verwandeln. Konkurrierende Gesellschaften könnten beschließen, ihre Streitigkeiten mit Gewalt zu lösen. Andere Länder könnten versuchen, ihre Ansprüche mit Gewalt auszuweiten. All diese Gefahren würden durch das Vorhandensein Tausender Atomwaffen verstärkt, die Russland zu einer der beiden größten Atommächte der Welt machen."

Unabhängig davon, ob Kissinger wirklich glaubt, dass diese Art von Zerstückelung und Desintegration eine reale Gefahr für Russland darstellt – was diesen Teil des Artikels wirklich interessant macht, ist die Tatsache, dass Kissinger damit die Annahme bestätigt, dass es in der politischen Kaste der USA, Großbritanniens und anderen NATO-Ländern nicht wenige Leute gibt, die in einer Zerschlagung Russlands ein wünschenswertes Ziel sehen. Mit anderen Worten bestätigt Kissinger, dass ein solches Projekt existiert, und dass neokonservative und liberale Falken tatsächlich einen solchen Plan haben. Zugleich entlarvt Kissinger in seinem Artikel die schiere Rücksichtslosigkeit und den wilden und hochgefährlichen Ehrgeiz dieser Leute.

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Das ist deshalb so wichtig, weil die Artikel und Kommentare, die von solchen Plänen sprachen, immer als Verschwörungstheorie denunziert wurden. Wann immer die Russen in der Vergangenheit über einen westlichen Plan gesprochen haben, Russland in eine Kolonie zu verwandeln, um es zu zerschlagen und alles Mögliche zu tun, um das Mutterland zu unterwerfen und auszubeuten, wurde den Russen unterstellt, dass sie paranoid seien, dass diese Befürchtungen unbegründet sind, dass der Westen und die NATO nur gute Absichten gegenüber Russland haben. Und jetzt hat Kissinger Licht ins Dunkel gebracht und bestätigt, dass die russischen Bedenken begründet waren und es auch weiterhin sind. Das ist der bei Weitem wichtigste Teil von Kissingers Artikel.

Auch den übrigen Teilen seines 1000 Wörter zählenden Artikels mit dem Titel "How to avoid another world war" vom 17. Dezember 2022 im Spectator greift Kissinger Themen zum Konflikt in der Ukraine auf, die im aktuellen westlichen Diskurs tabu sind. Dazu zählt etwa die Geltendmachung des Selbstbestimmungsrechts der Völker durch ein Referendum. Zuerst aber zog er eine Parallele des derzeitigen Konfliktes in der Ukraine zum Ersten Weltkrieg im August 1916.

Kissinger beginnt mit der Feststellung, dass der "Erste Weltkrieg eine Art kultureller Selbstmord war, der Europas Vormachtstellung zerstörte". Europas Politiker hätten "schlafwandelnd" einen Konflikt begonnen, "in den keiner von ihnen eingetreten wäre, wenn sie die Welt am Ende des Krieges 1918 vorausgesehen hätten". Weiter schreibt Kissinger:

"Im August 1916, nach zwei Jahren Krieg und Millionen von Opfern, begannen die Großmächte im Westen (Großbritannien, Frankreich und Deutschland) nach einem Ausweg aus dem Gemetzel zu suchen. Auch im Osten hätten die Rivalen Österreich und Russland ihre Fühler ausgestreckt, um eine Verhandlungslösung zu finden."

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"Weil aber keine Kompromisslösung denkbar war, die all die bereits erbrachten Opfer hätte rechtfertigen können und zugleich kein Staat den Eindruck von Schwäche vermitteln wollte, zögerten die verschiedenen politischen Führer, einen formellen Friedensprozess einzuleiten. Daher suchten sie eine Vermittlung durch die Amerikaner. Der damalige US-Präsident war zwar dazu bereit, … zögerte jedoch und wollte bis nach den US-Präsidentschaftswahlen im November 1916 warten. Da war jedoch schon alles zu spät, denn inzwischen war es zur britischen Somme-Offensive und der deutschen Verdun-Offensive gekommen."

"Der Krieg dauerte zwei weitere Jahre und forderte weitere Millionen Opfer und beschädigte unwiederbringlich das etablierte Gleichgewicht Europas. Deutschland und Russland wurden durch Revolutionen zerrissen; der österreichisch-ungarische Staat verschwand von der Landkarte. Frankreich war ausgeblutet. Großbritannien verlor einen bedeutenden Teil seiner jungen Generation und opferte seine wirtschaftlichen Fähigkeiten den Anforderungen des Sieges. Der Strafvertrag von Versailles, der den Krieg beendete, erwies sich als weitaus zerbrechlicher als die Struktur, die er ersetzte und trug die Saat für den Zweiten Weltkrieg bereits in sich."

Nach diesem beispiellosen Versagen der Diplomatie fragt Kissinger, ob "sich die Welt heute in der Ukraine an einem vergleichbaren Wendepunkt befindet?" Dann betont er, dass auch er "wiederholt seine Unterstützung für die militärischen Bemühungen der Alliierten zum Ausdruck gebracht hat, die russische Aggression in der Ukraine zu vereiteln". Dennoch sei es jetzt "an der Zeit, auf den bereits erreichten strategischen Veränderungen aufzubauen und sie in eine neue Struktur zu integrieren".

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Mit diesem letzten Satz geht Kissinger viel weiter, als bis wohin sich alle anderen im realistischen US-Camp bisher vorgewagt haben. Kissinger will nämlich nicht auf Ideologie und Wunschdenken, sondern auf der Grundlage der durch den Krieg bereits geschaffenen Wirklichkeit, also auf den "bereits erreichten strategischen Veränderungen" aufbauen, "um Frieden durch Verhandlungen zu erreichen".

Anschließend erläutert Kissinger, dass "die Ukraine – unterstützt von ihren Verbündeten und inspiriert von ihrem Präsidenten, Wladimir Selenskij, zum ersten Mal in der modernen Geschichte zu einem bedeutenden Staat in Zentraleuropa geworden ist". Die Ukraine habe eine "der größten und effektivsten Landarmeen in Europa aufgebaut, die von Amerika und seinen Verbündeten ausgerüstet wurde". Dieser Prozess habe jedoch die ursprüngliche Frage bezüglich der Mitgliedschaft der Ukraine in der NATO zur Streitfrage gemacht.

Deshalb sollte ein neuer Friedensprozess die Ukraine einerseits "irgendwie mit der NATO verbinden, in welche Worte auch immer dieser gefasst werde. Denn die Alternative der Neutralität ist nicht mehr sinnvoll, insbesondere nachdem Finnland und Schweden der NATO beigetreten sind", so Kissinger, der mit dem letzten Satz zeigt, dass auch er – wahrscheinlich als Resultat seines hohen Alters – in einigen Bereichen den Bezug zur Realität verloren hat, zumal er in seiner Zeit als US-Außenminister in einem Gleichgewicht der Kräfte die Voraussetzung für einen dauerhaften Frieden sah.

Die Erweiterung der NATO um Schweden, Finnland und eine wie auch immer geartete Ukraine an den Grenzen zu Russland dürfte aus Sicht des Kremls alles andere als ein Beitrag zum Gleichgewicht der Kräfte und dauerhaften Frieden sein. Ungeachtet dessen weist Kissinger im nächsten Absatz seines Artikels darauf hin, dass er bereits im vergangenen Mai empfohlen habe, "eine Waffenstillstandslinie entlang der Grenzen zu errichten, an denen der Krieg am 24. Februar 2022 begonnen hatte".

Und dann formuliert Kissinger einen Vorschlag, an den sich bisher niemand im Westen heranwagte:

"Wenn die Vorkriegs-Trennlinie zwischen der Ukraine und Russland nicht durch Kampf oder Verhandlungen erreicht werden kann, könnte der Rückgriff auf das Prinzip der Selbstbestimmung in Betracht gezogen werden. International überwachte Referenden über die Selbstbestimmung könnten auf besonders spaltende Gebiete angewendet werden, die im Laufe der Jahrhunderte immer wieder den Besitzer gewechselt haben."

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Bisher war das hier von Kissinger angesprochene Prinzip der Selbstbestimmung im Zusammenhang mit dem Donbass und den anderen Regionen der Ukraine tabu. Dieses Prinzip wurde in Bezug auf die Ukraine sorgsam gemieden – im Gegensatz zum Kosovo, dem mithilfe des unprovozierten, brutalen NATO-Angriffskrieges unter Zugrundelegung des Prinzips der Selbstbestimmung zur "Unabhängigkeit" verholfen wurde. Als NATO-Vasall kann sich das Kosovo nun mit seiner Funktion als NATO-Vorposten gegen Serbien und als Heimat der größten US-Luftwaffenbasis auf dem Balkan brüsten.

Allerdings beinhaltet die Vorstellung Kissingers auch, dass sich Russland in der Hoffnung auf einen von den USA oder dem Westen in Aussicht gestellten Verhandlungsfrieden aus den bisher eroberten Gebieten wie aus der Großstadt Mariupol oder aus dem Oblast Cherson (östlich des Dnjepr) zurückzieht. Auch die Regionen, die Russland "seit fast einem Jahrzehnt besetzt hält, einschließlich der Krim", also die Volksrepubliken Donezk und Lugansk sowie die Krim, würden nach Kissingers Vorstellungen nur "vorerst" weiter unter Kontrolle Russlands bleiben. Denn "diese Gebiete könnten nach einem Waffenstillstand Gegenstand von Verhandlungen sein", so Kissinger weiter. Offensichtlich sieht er jedoch nicht, dass dieser Zug längst abgefahren ist.

Kissingers westlicher Blickwinkel ist so verengt, dass er nicht einmal erkennt, dass er mit seinen Vorstellungen von einer Verhandlungslösung gegen das in seinem Artikel betonte Axiom verstößt, auf Basis der "bereits erreichten strategischen Veränderungen Frieden durch Verhandlungen zu erreichen".

Biden: Lieferung von ATACMS-Raketen an Ukraine gefährdet NATO und EU, Dritter Weltkrieg droht

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Als der Realist, der er sein will, hätte er sich die Frage stellen müssen, warum die Russen den USA, der NATO und auch Deutschland noch vertrauen sollten, wenn diese Moskau seit Jahrzehnten systematisch belogen und betrogen haben, wie inzwischen jeder weiß. Wie soll man das nennen, wenn hochheilig abgegebene Versprechen (keine Osterweiterung der NATO) mit einem Lächeln in den Dreck getreten werden und wenn – wie sich Bundeskanzlerin Merkel in zwei kürzlich gegebenen Interviews im Spiegel und in der Zeit gebrüstet hat – das Minsk-II-Abkommen von den Vertragspartnern Deutschland, Frankreich und Ukraine nie ernst gemeint war? Vielmehr war von Anfang an geplant, das vom UNO-Sicherheitsrat zum Völkerrecht erhobene Minsk II zu missbrauchen, um Russland zu betrügen und den Kreml in Sicherheit zu wägen, während der Westen die Zeit nutzte, um die Ukraine aufzurüsten.

Als Realist kann man in dieser Situation keine Vorleistungen von den Russen erwarten. Oder sollten sie etwa erneut hochheilige Versprechen des Westens glauben und in Erwartung international kontrollierter Volksabstimmungen zum Beispiel Mariupol an das faschistische ASOW-Regiment zurückgeben, das während der letzten acht Jahre dort eine Schreckensherrschaft gegen all jene errichtet hatte, die nicht "Slawa Ukrajini" ["Ruhm der Ukraine" – Anm. d. Red.]  geschrien haben, und dessen Kämpfer jetzt vom Westen als aufrechte Patrioten gepriesen werden?

Und dann wären da noch die liberalen und neokonservativen Kriegstreiber in den Schlüsselpositionen des kollektiven Westens. Diese Leute können und wollen das Scheitern ihres ukrainischen Abenteuers unter keinen Umständen in Betracht ziehen. Politisch und karrieremäßig sind sie so sehr in das Projekt der Ruinierung und Aufteilung Russlands in mehrere, besser zu handhabende, prowestliche Staaten involviert, dass es für sie persönlich eine Katastrophe wäre, wenn ihr Krieg in der Ukraine scheitern würde. Soll Russland trotz alledem auch diesen Leuten wieder Vertrauen schenken, oder sollte es sie stattdessen ignorieren und im weiteren Verlauf ohne jegliche Mitsprache des Westens in der Ukraine lieber Nägel mit Köpfen machen?

Mehr zum ThemaPepe Escobar: Artjomowsk – der NATO-verordnete "Fleischwolf" 

RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

Info: https://meinungsfreiheit.rtde.life/meinung/157943-kissinger-bringt-realismus-in-ukraine


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

23.12.2022

«Russland hat keinen Grund, schneller vorzugehen»

seniora.org, 23. Dezember 2022 Autor: Dmitry Orlov - übernommen mit Dank von GlobalBridge.ch, 23. Dezember 2022

Achtung: In einer ersten Online-Schaltung wurde ein anderer Dmitry Orlov gezeigt, der Finanz-Professor in Wisconsin ist. Wir entschuldigen uns für diesen Fehler in aller Form bei dem dortigen Dmitry Orlov und bei all unseren Leserinnen und Lesern. Und wir bedanken uns sehr für die Rückmeldungen mit den Hinweisen auf diesen Fehler. (cm)


(Red.) Der gebürtige Russe Dmitry Orlov, geboren 1962, kam im zwölften Lebensjahr in die USA und erhielt dort auch das US-Bürgerrecht. 2012 kehrte er nach Russland zurück und lebt heute in St. Petersburg. Dmitry Orlov kommt in der Beurteilung der westlichen Sanktionen gegen Russland zu einem ganz anderen Urteil als die westlichen Medien: Russland werde langfristig davon ausgesprochen profitieren. Russland werde auch kulturell wieder mehr zu sich selber finden. Und Russland habe auch keinen Grund, sich im Krieg in der Ukraine zu beeilen, die von Russland vorgegebene Geschwindigkeit sei kein Schwächezeichen, sondern eine gut austarierte Lösung.   – Orlovs Analyse müsste etlichen europäischen Politikern sehr zu denken geben. (cm)


Geschätzte Leserin, geschätzter Leser, Liebe Freunde, mit dem hier vorliegenden wunderbar ruhigen Gedankenfluss des Herrn Orlow, mit dem er den Leser gekonnt in grundlegendes russisches Denken einführt, senden wir Ihnen unsere besten Wünsche für schöne Festtage und ein gutes Neues Jahr! Margot und Willy Wahl


Sind Sie mit dem Verlauf des Krieges in der ehemaligen Ukraine zufrieden? Die meisten Menschen sind es nicht   – aus dem einen oder anderen Grund. Einige hassen die Tatsache, dass es dort überhaupt einen Krieg gibt, während andere ihn lieben, aber die Tatsache hassen, dass er noch nicht gewonnen wurde, weder von der einen noch von der anderen Seite. Auf beiden Seiten des neuen Eisernen Vorhangs, der in aller Eile quer durch Eurasien zwischen dem kollektiven Westen und dem kollektiven Osten errichtet wird, finden sich reichlich Vertreter dieser beiden Arten von Hassern. Das scheint vernünftig zu sein; schließlich ist es für die meisten Menschen normal, den Krieg zu hassen (Krieg ist die Hölle, das wissen Sie doch!), und folglich ist ein kleiner Krieg besser als ein großer und ein kurzer Krieg besser als ein langer. Außerdem ist eine solche Argumentation banal, abgedroschen, platt, fade, vorhersehbar, phantasielos und … bromid (wie es in Englisch heisst).


Selten findet sich ein Kriegsbeobachter, der mit dem Verlauf und der Dauer des Krieges zufrieden ist. Glücklicherweise zeigt das russische Staatsfernsehen fast täglich den wichtigsten Kopf dieses Krieges. Es ist der russische Präsident Wladimir Wladimirowitsch Putin. Ich beobachte ihn seit mehr als zwanzig Jahren und kann mit Überzeugung sagen, dass er noch nie eine so ruhige, selbstsichere Gelassenheit ausstrahlte, die sogar von einem skurrilen Humor durchzogen war, wie jetzt. Das ist nicht das Verhalten von jemandem, der das Gefühl hat, einen Krieg verlieren zu können. Die hohen Tiere im Verteidigungsministerium wirken vor der Kamera eher mürrisch und bedrückt   – ein Verhalten, das zu Männern passt, die andere Männer in den Kampf und möglicherweise in die Verwundung oder den Tod schicken; aber hinter der Kamera schenken sie sich gegenseitig ein kurzes Mona-Lisa-Lächeln. (Russische Männer grinsen nicht mit dummen Fischaugen nach amerikanischem Vorbild, zeigen beim Lächeln selten ihre Zähne und niemals in Gegenwart von Wölfen oder Bären.)


In Anbetracht der Tatsache, dass Putins Zustimmungsrate bei etwa 80 Prozent liegt (eine Zahl, die von keinem westlichen Politiker erreichbar ist), kann man davon ausgehen, dass er nur die sichtbare Spitze eines gigantischen Eisbergs von 100 Millionen Russen ist, die in aller Ruhe den erfolgreichen Abschluss der militärischen Sonderoperation zur Entmilitarisierung und Entnazifizierung der ehemaligen Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik erwarten (bitte nennen auch Sie es nicht Krieg). Von diesen 100 Millionen Russen hört man selten etwas, und wenn sie sich zu Wort melden, dann nur, um gegen bürokratische Erschwerungen zu protestieren oder um private Gelder zu sammeln, mit denen ein Mangel an speziellen Ausrüstungsgegenständen, die von den Truppen angefordert werden, behoben werden soll: Nachtsichtgeräte, Quadrocopter, optische Visiere und alle Arten von ausgefallener taktischer Ausrüstung.


Sehr viel mehr Lärm machen die ein oder zwei Prozent, deren gesamter Geschäftsplan durch das plötzliche Auftauchen des Neuen Eisernen Vorhangs zunichte gemacht wurde. Die dümmsten von ihnen dachten, dass eine Flucht nach Westen oder Süden (in die Türkei, nach Kasachstan oder Georgien) ihr Problem irgendwie auf magische Weise lösen würde. Das hat es nicht und wird es auch nicht. Die Leute, von denen man erwarten würde, dass sie am lautesten schreien, sind die LGBTQ+-Aktivisten, die dachten, sie könnten mit westlichen Fördergeldern Ost-Sodom und Ost-Gomorrha errichten. Sie wurden durch neue russische Gesetze, die diese Aktivisten als ausländische Agenten einstufen und ihre Art von Propaganda verbieten, behindert und mundtot gemacht. Sogar der Begriff LGBTQ+ ist jetzt illegal, und so werden sie wohl stattdessen PPPPP+ verwenden müssen („P“ steht für „pídor“, den allgemeinen russischen Begriff für jede Art von sexueller Perversion, Entartung oder Abweichung). Aber ich schweife ab …


Es lässt sich ziemlich leicht feststellen, dass diejenigen, die mit dem Verlauf der russischen Kampagne am wenigsten zufrieden sind, auch am wenigsten russisch sind. Am wenigsten glücklich sind die guten Leute im Zentrum für Informations- und Polit-Operationen des ukrainischen Sicherheitsdienstes, die mit der Erfindung und Aufrechterhaltung des Phantoms des ukrainischen Sieges beauftragt sind. Dahinter folgen Leute in und um Washington, die über die russische Trödelei und das Zaudern ziemlich wütend sind. Zu diesem Zweck haben sie jede taktische Umgruppierung oder jeden taktischen Rückzug der Russen als große, demütigende Niederlage für Putin persönlich dargestellt und jeden unerbittlichen, selbstmörderischen ukrainischen Angriff auf russische Stellungen als großen, heldenhaften Sieg gefeiert. Diese PR-Taktik hat zwischenzeitlich aber an Wirksamkeit verloren und inzwischen ist die Ukraine in den USA zu einem toxischen Thema geworden, das die meisten amerikanischen Politiker lieber vergessen oder zumindest aus den Nachrichten heraushalten würden. (Was seit dem Besuch von Wolodymyr Selenskyj im Pentagon vor zwei Tagen offensichtlich nicht mehr stimmt. Red.)


Die Russen waren viel erfolgreicher als wie sie im Westen dargestellt werden

Fairerweise muss man sagen, dass das taktische Katz-und-Maus-Spiel der Russen in diesem Konflikt nichts weniger als ärgerlich war. Die Russen haben einige Zeit damit verbracht, Kiew zu umzingeln, um die ukrainischen Truppen vom Donbass wegzulocken und einen ukrainischen Angriff auf den Donbass zu verhindern. Als das geschafft war, zogen sie sich zurück. Ein großer ukrainischer Sieg! Sie verbrachten auch einige Zeit damit, die Schwarzmeerküste bei Odessa zu umrunden und mit einer Invasion auf dem Seeweg zu drohen, um die ukrainischen Truppen in diese Richtung abzulenken, griffen aber nie ein. Ein weiterer ukrainischer Sieg! Die Russen besetzten einen großen Teil der Region Charkow, den die Ukrainer weitgehend unverteidigt ließen, und zogen sich dann, als die Ukrainer endlich auf sie aufmerksam wurden, teilweise hinter einen Fluss zurück, um Ressourcen zu sparen. Ein weiterer ukrainischer Sieg! Die Russen besetzten/befreiten die Regionalhauptstadt Cherson, evakuierten alle Menschen, die evakuiert werden wollten, und zogen sich dann in eine verteidigungsfähige Stellung hinter einem Fluss zurück. Wieder ein Sieg! Bei all diesen ukrainischen Siegen ist es wirklich ein Wunder, dass es den Russen gelungen ist, etwa 100 Quadratkilometer mit den wertvollsten Immobilien der ehemaligen Ukraine zu erobern, über 6 Millionen Einwohner für sich zu gewinnen, einen Landweg zur Krim zu sichern und einen lebenswichtigen Kanal zu öffnen, der die Krim mit Wasser für die Landwirtschaft versorgt und den die Ukrainer nach der Wiedervereinigung der Krim mit Russland blockiert hatten. Das sieht ganz und gar nicht nach einer Niederlage aus, sondern nach einem hervorragenden Ergebnis einer einzigen, begrenzten Sommerkampagne.


Russland hat bereits mehrere seiner strategischen Ziele erreicht, der Rest kann warten. Wie lange sollten sie warten? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir über den begrenzten Rahmen von Russlands Sondereinsatz in der Ukraine hinausschauen. Russland hat größere Fische zu braten, und Fische zu braten braucht Zeit, weil der Verzehr von unzureichend gekochtem Fisch unangenehme Parasiten wie Bandwürmer und Leberegel verursachen kann. Deshalb möchte ich Sie in die geheime Küche von Mütterchen Russland einladen, um zu sehen, was auf dem Schneidebrett liegt, und um abschätzen zu können, wie viel Koch-Verarbeitung nötig ist, um daraus eine sichere und nahrhafte Mahlzeit zu machen.


Um unsere Lebensmittel-Metaphern zu vermischen, möchte ich Ihnen Goldlöckchen mit ihren drei Bären und ihrem Brei vorstellen (diese Metapher bezieht sich auf ein russisches Märchen, Red.), der nicht zu heiß und nicht zu kalt ist. Russland scheint seine spezielle Militäroperation in einem gleichmäßigen Tempo voranzutreiben   – nicht zu schnell und nicht zu langsam. Ein zu schnelles Vorgehen würde nicht genug Zeit lassen, um die verschiedenen Fische zu kochen. Ein zu schnelles Vorgehen würde auch die Kosten der Kampagne in Form von mehr Opfern und Verschleuderung von Ressourcen erhöhen. Ein zu langsames Vorgehen würde den Ukrainern und der NATO Zeit geben, sich neu zu formieren und aufzurüsten, und eine ordnungsgemäße Zubereitung der verschiedenen Fischsorten verhindern.


In dem Bemühen, das optimale Tempo für den Konflikt zu finden, setzte Russland zunächst nur ein Zehntel seiner aktiven Berufssoldaten ein und bemühte sich dann, die Zahl der Opfer zu minimieren. Erst als das Kiewer Regime versuchte, die Brücke über die Straße von Kertsch, die die Krim mit dem russischen Festland verbindet, zu sprengen, entschied sich Russland, die Lichter in der gesamten ehemaligen Ukraine auszuschalten. Schließlich hat sie nur 1 Prozent der Reservisten einberufen, um die Truppen an der Front zu entlasten und sich möglicherweise auf die nächste Phase vorzubereiten   – einen Winterfeldzug, für den die Russen ja bekannt sind.


So kämpfte und kämpft der Westen gegen Russland

Mit diesen Hintergrundinformationen können wir nun die verschiedenen Nebenziele aufzählen und beschreiben, die Russland im Laufe dieses Krieges zu erreichen gedenkt. Die erste und vielleicht wichtigste Gruppe von Problemen, die Russland im Verlauf des Krieges zu lösen hat, ist interner Natur. Das Ziel besteht darin, die russische Gesellschaft, Wirtschaft und das Finanzsystem so umzugestalten, dass es auf eine entwestlichte Zukunft vorbereitet ist. Seit dem Zusammenbruch der UdSSR haben verschiedene westliche Agenten wie das «National Endowment for Democracy», das US-Außenministerium, verschiedene Stiftungen im Besitz von Soros und ein breites Spektrum westlicher Stipendien- und Austauschprogramme ernsthaft in Russland Fuß gefasst. Das übergeordnete Ziel bestand darin, Russland zu schwächen und schließlich zu zerstückeln und zu vernichten, um es zu einem willfährigen Diener westlicher Regierungen und transnationaler Konzerne zu machen, der sie mit billigen Arbeitskräften und Rohstoffen versorgt. Um diesen Prozess zu unterstützen, taten diese westlichen Organisationen alles in ihrer Macht Stehende, um das russische Volk in Richtung seiner biologischen Ausrottung zu treiben und es durch eine fügsamere und weniger abenteuerlustige Rasse zu ersetzen.


Vor über 30 Jahren begannen westliche Nichtregierungsorganisationen damit, die russische Jugend geistig zu korrumpieren. Es wurden keine Mühen gescheut, den Wert der russischen Kultur zu verunglimpfen, die russische Geschichte zu verfälschen und sie durch westliche Popkultur und Propagandanachrichten zu ersetzen. Diese Initiativen hatten nur begrenzten Erfolg, und die UdSSR und die Kultur der Sowjetzeit sind selbst bei denjenigen, die zu jung waren, um das Leben in der UdSSR aus erster Hand mitzuerleben, nach wie vor populär. Der größte Schaden ist im Bereich der Bildung entstanden. Ausgezeichnete Lehrbücher aus der Sowjetzeit, die den Schülern unabhängiges Denken beibrachten, wurden zerstört und durch Importe ersetzt. Diese waren bestenfalls für die Ausbildung von Fachleuten in eng umrissenen Bereichen nützlich, die vorher festgelegte Verfahren und Rezepte befolgen, aber nicht erklären können, wie diese Verfahren und Rezepte zustande gekommen sind oder neue schaffen können. Russische Lehrer, die ihre Aufgabe nicht nur darin sahen, zu unterrichten, sondern ihre Schüler zu guten Russen zu erziehen, die ihr Land lieben und wertschätzen, wurden durch westlich ausgebildete Pädagogen ersetzt, die ihre Aufgabe darin sahen, eine wettbewerbsfähige, marktorientierte Dienstleistung zu erbringen, indem sie qualifizierte, kompetente … Konsumenten heranzogen! Wer sind diese Leute? Nun, zum Glück erinnert sich das Internet an alles, und es gibt viele andere Jobs für diese Leute, wie zum Beispiel Schnee schippen und Öfen anheizen. Aber sie zu identifizieren und zu ersetzen kostet Zeit, ebenso wie das Auffinden, Aktualisieren und Reproduzieren der älteren, hervorragenden Schulbücher.


Aber was ist mit den jungen Menschen, die von dieser Zerstörungswelle zurückgelassen werden? Glücklicherweise ist noch nicht alles verloren. Die militärische Sonderoperation vermittelt ihnen einige sehr wertvolle Lektionen, die ihre unwissenden Pädagogen ausgelassen haben: dass Russland, diese einzigartige, wunderbare Vereinigung vieler verschiedener Nationen, Sprachen und Religionen, im Laufe der Jahrhunderte durch die Bemühungen von Helden, deren Namen nicht nur in Erinnerung bleiben, sondern verehrt werden, bewahrt und erweitert worden ist. Mehr noch, einige von ihnen sind heute noch am Leben und kämpfen und arbeiten im Donbass. Es ist die eine Sache, Museen zu besuchen, alte Bücher zu lesen und Geschichten über die großen Taten der eigenen Großväter und Urgroßväter während des Großen Vaterländischen Krieges zu hören. Es ist die ganz andere Sache, die Geschichte mit den Augen des eigenen Vaters oder Bruders zu sehen. In ein oder zwei Jahren wird die russische Jugend wieder lernen, mit Verachtung auf die Produkte der westlich orientierten russischen Kulturschaffenden zu blicken. Die Älteren tun dies bereits: Meinungsumfragen zeigen, dass eine große Mehrheit der Russen den westlichen kulturellen Einfluss negativ beurteilt.


Der Blick auf die Kulturliebhaber …

Und was ist mit diesen russischen Kulturliebhabern, die seit Menschengedenken alles Westliche verehren? Hier ist etwas höchst Merkwürdiges passiert. Als die militärische Sonderoperation angekündigt wurde, sprachen sie sich dagegen und für die ukrainischen Nazis aus   – eine Dummheit, aber sie hielten es für gut und richtig, ihre politischen Ansichten mit denen ihrer westlichen Gönner und Idole in Einklang zu bringen, um in deren Gunst zu bleiben. Einige von ihnen protestierten gegen den Krieg (wobei sie die Tatsache ignorierten, dass dieser bereits seit acht langen Jahren andauerte). Und dann flohen einige von ihnen in unangemessener Eile aus dem Land. 

Bedenken Sie, dass es sich dabei weder um Gehirnchirurgen noch um Raketenwissenschaftler handelt, sondern um Menschen, die auf der Bühne herumtänzeln und dabei Geräusche mit ihren Händen und ihrem Mund machen. Oder um Menschen, die dasitzen, während Maskenbildner ihr Gesicht und ihre Haare verschönern, und dann endlos Zeilen wiederholen, die ihnen jemand anderes auf den Leib geschrieben hat. Das sind keine Menschen, die die Fähigkeit haben, eine heikle politische Situation zu analysieren und die richtige Wahl zu treffen. In einem früheren, gesünderen Zeitalter hätte man ihre Meinung konsequent ignoriert, aber das Internet, die sozialen Medien und andere neue Informationsmedien haben so eine Wirkung, dass jeder hysterische Trottel ein kleines Video drehen kann und Millionen von Menschen, die nichts Besseres mit ihrer Zeit anzufangen wissen, es sich auf ihren Handys ansehen und Kommentare dazu abgeben.


Die Tatsache, dass diese Leute den russischen Medienraum nun freiwillig von ihrer Präsenz säubern, ist eine positive Entwicklung, aber das braucht Zeit. Wenn die militärische Sonderoperation morgen zu Ende ginge, würden sie zweifellos versuchen, zurückzukommen und so zu tun, als sei nichts von alledem geschehen. Und dann würde die russische Populärkultur eine westlich geprägte Jauchegrube voller nichtssagender Persönlichkeiten bleiben, die jede einzelne Todsünde verherrlichen würden, nur um persönlich bekannt zu werden und sich zu bereichern. Russland hat viele talentierte Menschen, die bereit sind, ihren Platz einzunehmen   – wenn sie nur lange genug wegbleiben würden, damit alle sie vergessen können!


… und auf die westlich orientierten Finanzhaie

Besonders schädlich für Russlands Zukunft ist das Aufkommen und die Vorherrschaft prowestlicher Wirtschafts- und Finanzeliten. Seit der willkürlichen und in vielen Fällen kriminellen Privatisierung staatlicher Ressourcen in den 1990er Jahren ist eine ganze Kohorte mächtiger Wirtschaftsakteure herangewachsen, die nicht die Interessen Russlands im Sinn haben. Vielmehr handelt es sich um rein egoistische Wirtschaftsakteure, die bis vor kurzem glaubten, mit ihren unrechtmäßig erworbenen Gewinnen in die vornehme westliche Gesellschaft eintreten zu können. Diese Leute haben in der Regel mehr als einen Pass, sie versuchen, ihre Familien in irgendeiner wohlhabenden Enklave außerhalb Russlands unterzubringen, sie schicken ihre Kinder auf Schulen und Universitäten im Westen, und für sie ist Russland nur ein Territorium, das sie für ihre Pläne zur Gewinnung von Reichtum ausnutzen können.


Als der Westen als Reaktion auf den Beginn der russischen Militäroperation einen spekulativen Angriff auf den Rubel startete und die russische Zentralbank zwang, strenge Devisenkontrollen einzuführen, waren diese Mitglieder der russischen Geldelite gezwungen, über eine folgenschwere Entscheidung nachzudenken. Sie konnten in Russland bleiben, aber dann mussten sie ihre Verbindungen zum Westen kappen. Oder sie konnten in den Westen ziehen und von ihren Ersparnissen leben, aber dann waren sie von der Quelle ihres Reichtums abgeschnitten. Diese Entscheidung wurde ihnen durch die westlichen Regierungen erleichtert, die alles daran setzten, das Eigentum reicher russischer Staatsangehöriger zu beschlagnahmen, ihre Bankkonten einzufrieren und sie verschiedenen anderen Demütigungen und Unannehmlichkeiten auszusetzen. 

Dennoch fällt ihnen diese Entscheidung schwer, denn sie müssen erkennen, dass sie trotz ihres manchmal sagenhaften Reichtums für den Westen nur ein paar Russen sind, die man ausrauben kann. Viele von ihnen sind mental nicht darauf vorbereitet, ihr eigenes Volk zu verraten, dem sie beigebracht haben, es zu verachten und zum eigenen Vorteil auszubeuten. Ein schneller Sieg in Russlands militärischen Sonderoperation würde sie glauben lassen, dass ihre Probleme nur vorübergehender Natur sind. Wenn genug Zeit vergeht, werden einige von ihnen für immer davonlaufen, während andere beschließen werden, zu bleiben und für das Gemeinwohl in Russland zu arbeiten.


Als nächstes sind verschiedene Mitglieder der russischen Regierung an der Reihe, die aufgrund ihrer Ausbildung in westlicher Wirtschaft nicht in der Lage sind, den wirtschaftlichen Wandel in Russland zu verstehen, geschweige denn, ihn zu unterstützen. Das meiste, was im Westen als wirtschaftliches Denken durchgeht, ist nur ein ausgeklügelter Deckmantel für dieses grundlegende Diktum: „Den Reichen muss erlaubt werden, noch reicher zu werden, die Armen müssen arm gehalten werden und die Regierung sollte nicht versuchen, ihnen (viel) zu helfen.“ Das funktionierte, solange der Westen Kolonien hatte, die er ausbeuten konnte, sei es durch die gute alte imperiale Eroberung, Plünderung und Vergewaltigung oder durch den finanziellen Neokolonialismus von Perkins‘ „Economic Hit Men“ oder, wie kürzlich von mehreren hochrangigen EU-Beamten zähneknirschend zugegeben wurde, durch die Ausnutzung billiger russischer Energie.


Es wird sich sehr viel ändern   – und einiges ist schon passiert …

Das funktioniert nicht mehr, nicht im Westen, nicht in Russland und auch sonst nirgendwo, und die Mentalitäten müssen sich ändern. Bei der Besetzung von Regierungsämtern gibt es eine große Trägheit, da viele Interessen um Macht und Einfluss wetteifern. Es dauert seine Zeit, bis so grundlegende Ideen wie die Tatsache, dass die US-Notenbank nicht mehr das weltweite Monopol auf das Drucken von Geld hat, durch das System sickern. Daher ist es für die russische Zentralbank nicht mehr notwendig, Dollarreserven zur Deckung ihrer Rubel-Emissionen zu halten, um sie gegen spekulative Angriffe zu verteidigen, da es für die russische Zentralbank nicht mehr notwendig ist, ausländischen Währungsspekulanten zu erlauben, sich auszutoben und spekulative Angriffe zu inszenieren.


Doch einige Ergebnisse wurden bereits erzielt, und sie sind geradezu spektakulär: In den letzten Monaten haben einige wenige, gut gewählte Abweichungen von der westlichen Wirtschaftsorthodoxie den Rubel zur stärksten Währung der Welt gemacht, haben es Russland ermöglicht, mehr Exporteinnahmen zu erzielen, obwohl es weniger Öl, Gas und Kohle exportierte, und haben es ihm ermöglicht, die Inflation auf fast Null zu senken. Seit Beginn des militärischen Sondereinsatzes konnte Russland seine Staatsverschuldung erheblich reduzieren und die Staatseinnahmen erhöhen. Eine rasche Beendigung der militärischen Sonderoperation Russlands könnte das Ende solcher Wunder und eine höchst unwillkommene Rückkehr zum unhaltbaren Status quo ante bedeuten.


Neben der immateriellen Welt der Finanzen haben sich auch in der materiellen russischen Wirtschaft bedeutende Veränderungen vollzogen. Früher waren viele Wirtschaftszweige, darunter der Autohandel, das Baugewerbe, die Softwareentwicklung und viele andere, in ausländischem Besitz, und die Gewinne aus diesen Aktivitäten verließen das Land. Dann wurde beschlossen, die Auszahlung von Dividenden zu blockieren. Als Reaktion darauf verkauften ausländische Unternehmen ihre russischen Vermögenswerte und nahmen dabei einen großen Verlust in Kauf, der ihnen den Zugang zum russischen Markt verwehrte. Der Wandel war verblüffend. Anfang 2022 besaßen beispielsweise westliche Autofirmen einen großen Anteil am russischen Automobilmarkt. Viele der in Russland verkauften Autos wurden in ausländischen Werken zusammengebaut, und die Gewinne aus diesen Verkäufen wurden ins Ausland verlagert. Jetzt, weniger als ein Jahr später, sind die europäischen und amerikanischen Autohersteller aus Russland so gut wie verschwunden und wurden durch eine schnell wiedergeborene einheimische Autoindustrie ersetzt. Chinesische Autohersteller haben sofort einen großen Marktanteil für sich erobert, während Südkorea weiterhin mit Russland Handel trieb und seinen Marktanteil halten konnte. 

Ebenso verblüffend waren die Veränderungen in der Flugzeugindustrie. Zuvor flogen die russischen Fluggesellschaften Airbusse und Boeings, die meisten davon geleast. Nach dem Beginn der Sonderoperation forderten westliche Politiker die Auflösung dieser Leasingverträge und die Rückgabe der Flugzeuge an ihre Eigentümer, wobei sie außer Acht ließen, dass dies finanziell ruinös wäre (der Markt für gebrauchte Flugzeuge würde auf Jahre hinaus überschwemmt und die Nachfrage nach neuen Flugzeugen würde zerstört) und zudem auch physisch unmöglich wäre, da es keine Möglichkeit gab, die Flugzeuge zu übergeben. Als Reaktion darauf verstaatlichten die russischen Fluggesellschaften die Flugzeugregistrierung, stellten den Flugverkehr zu feindlichen Flughäfen ein, wo ihre Flugzeuge beschlagnahmt werden konnten, und begannen, die Leasingzahlungen in Rubel auf Sonderkonten bei der russischen Zentralbank zu leisten.


Dann kam die Nachricht, dass Aeroflot den Kauf von über 300 neuen Passagierflugzeugen plant, allesamt russische МС-21, SSJ-100 und Tu-214, und zwar bis 2030, wobei die ersten Lieferungen für 2023 geplant sind. Fast alle Komponenten, die aus dem Westen stammen, wie z. B. die Verbundwerkstoffe für die Kohlefaserflügel der MC-21 und die Triebwerke, die Avionik und vieles andere für die oben genannten Flugzeuge, werden in kürzester Zeit ersetzt. In diesem Zeitraum werden viele der zuvor geleasten Boeings und Airbusse auslaufen, aber der Marktanteil dieser Unternehmen im größten Land der Erde wird für immer verloren sein. Der Schaden für die westlichen Flugzeughersteller wird genauso groß sein wie der Schaden für die westlichen Fluggesellschaften. Zu Beginn der Feindseligkeiten hat der kollektive Westen seinen Luftraum für Russland gesperrt, und Russland hat dies erwidert. Das Problem ist, dass Europa klein und leicht zu umfliegen ist, während Russland riesig ist und man einen ganzen Tag braucht, um es zu umfliegen. Die europäischen Fluggesellschaften stellten plötzlich fest, dass sie auf den Strecken nach Japan, China oder Korea nicht konkurrenzfähig sind.


Auf die Sperrung des Luftraums folgten weitere Sanktionen, sowohl von der Europäischen Union als auch von den USA, die allesamt rechtswidrig sind, da der UN-Sicherheitsrat das einzige Gremium ist, das Sanktionen verhängen darf. Derzeit arbeitet die Europäische Union am neunten Paket von Sanktionen, die alle als „Sanktionen aus der Hölle“ bezeichnet werden. Apropos Hölle: In Dante Alighieris „Inferno“ gibt es neun Kreise der Hölle, vielleicht ist der Sanktionsmoloch also kurz vor seinem Ende.


Die Sanktionen gegen Russland sind wirkungslos

Diese Sanktionen sollten die russische Wirtschaft rasch zerstören und so viel sozialen Aufruhr und Leid verursachen, dass sich die Menschen auf dem Roten Platz versammeln und den gefürchteten Diktator Putin stürzen würden (so dachten zumindest westliche Außenpolitik-Experten). Offensichtlich ist nichts dergleichen geschehen, und Putins Zustimmungsrate ist so hoch wie eh und je. Die guten Menschen in der Europäischen Union hingegen beginnen tatsächlich zu leiden. Sie können es sich nicht mehr leisten, ihre Wohnungen zu heizen oder regelmäßig heiß zu duschen, Lebensmittel sind für sie unverschämt teuer geworden, und auch sonst läuft so viel schief, dass sich in ganz Europa riesige Menschenmengen zu Protesten versammeln und unter anderem ein Ende der antirussischen Sanktionen, eine Normalisierung der Beziehungen zu Russland und eine Rückkehr zur Normalität fordern. Es ist unwahrscheinlich, dass ihre Forderungen erfüllt werden, da dies für die europäischen Staats- und Regierungschefs einen großen Gesichtsverlust bedeuten würde.


Es gibt jedoch einen wichtigeren Grund, warum die Sanktionen aufrechterhalten werden: Eine Rückkehr zur Normalität würde bedeuten, dass Russland Europa wieder billig mit Energie und Rohstoffen versorgt, während europäische Unternehmen von der Arbeitskraft der Russen profitieren können. Das ist ziemlich unattraktiv und wird daher wahrscheinlich nicht passieren. Russland nutzt die Sanktionen als Gelegenheit, seine heimische Industrie wieder aufzubauen und seinen Handel neu auszurichten, weg von feindlichen Ländern und hin zu befreundeten Ländern, die fair und wohlwollend mit Russland umgehen. Das Land arbeitet auch hart daran, die Verwendung der von Dmitri Medwedew als „giftig“ bezeichneten Währungen, nämlich des US-Dollars und des Euro, schrittweise einzustellen.


Hinzu kommt eine wunderbare neue russische Innovation namens „Parallelimport“. Wenn sich ein Unternehmen aufgrund der antirussischen Sanktionen weigert, seine Produkte nach Russland zu verkaufen oder in Russland zu warten oder aufzurüsten, dann kauft Russland diese Produkte und Aufrüstungen von einer dritten, vierten oder fünften Partei, ohne die Erlaubnis der USA, der EU oder des Herstellers. Wenn ein bestimmtes Markenprodukt nicht mehr erhältlich ist, benennen die Russen die Marke einfach um und stellen das gleiche Produkt selbst her oder lassen es von den Chinesen oder einem anderen Handelspartner herstellen. Und wenn der Westen sich weigert, Russland Lizenzen für sein geistiges Eigentum zu erteilen, dann wird dieses geistige Eigentum in Russland frei.


Das funktioniert besonders gut bei Software: Kostenlose Kopien von Markensoftware sind genauso gut wie die kostenpflichtigen Kopien, und wenn im Westen kein technischer Support, keine Schulungen oder andere damit verbundene Dienstleistungen verfügbar sind, organisieren die Russen einfach ihre eigenen. Geistiges Eigentum verschiedener Art macht einen großen Teil des fiktiven Reichtums des Westens aus, und die westlichen Sanktionen haben zur Folge, dass Russland dieses Eigentum kostenlos nutzen kann. Dank der modernen Digitaltechnik funktioniert das auch mit Hardware recht gut. Anstatt Produkte mühsam zurückzuentwickeln, kann derselbe Effekt nun dadurch erzielt werden, dass man die 3D-Modelle auf einem USB-Stick kauft und sie in 3D ausdruckt oder die Fräs- und Bohrwege automatisch generiert, um sie auf einer NC-Fräse herzustellen. Putin verwendet gerne den Ausdruck „tsap-tsarap“, um diesen Prozess zu beschreiben. Er ist schwer, ihn direkt zu übersetzen, bezieht sich aber auf den Akt einer Katze, die ihre Beute mit den Krallen schnappt. Kurz gesagt: Was Russland früher bezahlen musste, ist jetzt dank der Sanktionen kostenlos.


Die Stärke des russischen Militärs wird unterschätzt

Da die militärische Sonderoperation schließlich eine Art Krieg ist, müssen wir kurz auf seine militärischen Aspekte eingehen. Auch hier scheint ein gleichmäßiges Vorgehen am besten zu funktionieren. Das erklärte Ziel Russlands ist es, die ehemalige Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren, und bis zu einem gewissen Grad wurde dies auch schon erreicht: Der größte Teil der Panzer und Artillerie, die die Ukraine von der UdSSR geerbt hatte, ist bereits zerstört. Die meisten der eingefleischten Nazi-Bataillone sind entweder tot oder nur noch ein Schatten ihrer selbst. Auch die meisten der Freiwilligen, die einst auf ukrainischer Seite kämpften, sind verschwunden. Nachdem seit Februar 2022 mehr als 100 000 ukrainische Soldaten „getötet wurden“ (wie die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, unverblümt behauptete und dann kleinlaut wieder dementierte), und nach vielleicht einer halben Million Verletzter, unzähligen Männern im wehrfähigen Alter, die sich mit Hilfe der Bestechung außer Landes gebracht haben, und mehreren Einberufungsrunden ist die Verfügbarkeit an ukrainischen Soldaten gering. Bei weit über hundert ukrainischen Opfern pro Tag wird die Ausbeute mit der Zeit sicher sogar noch geringer werden. Ausländische Söldner wurden eingesetzt, um die Lücke zu füllen   – Engländer, Polen, Rumänen   –, aber es gibt ein großes Problem mit ihnen: Wie Julius Cäsar feststellte, sind viele Menschen bereit, für Geld zu töten, aber niemand will für Geld sterben   – außer einem Idioten, möchte ich hinzufügen. Und an der russischen Front der NATO wird ein Idiot und sein Leben schon bald getrennt. Aktuelle Informationen über russische Verluste sind ein Staatsgeheimnis, und die einzige Zahl, die Verteidigungsminister Sergej Schoigu Ende September 2022 bekannt gab, lautete 5937 Tote seit Beginn der Kampagne. Seitdem soll die Zahl der Todesopfer deutlich gesunken sein.


An Idioten mangelt es auf ukrainischer Seite derzeit noch nicht   – und auch nicht an gespendeten westlichen Waffen. Zuerst kamen gebrauchte Panzer aus der Sowjetzeit und andere Waffensysteme, die aus ganz Osteuropa gespendet wurden; dann kamen echte westliche Waffensysteme. Und nun hört man überall in der NATO den klagenden Aufschrei, dass sie nichts mehr hat, was sie den Ukrainern geben kann: Der Schrank ist leer. Auch können sie auf die Schnelle keine weiteren Waffen herstellen. Um mit der Produktion von Waffen in demselben Tempo wie Russland beginnen zu können, müssten diese NATO-Mitglieder zunächst ihre Industrie reindustrialisieren, und dafür sind weder die personellen Ressourcen noch das Geld vorhanden. Und so mahlt die russische Armee weiter, entmilitarisiert die Ukraine und damit auch den Rest der NATO. Dabei perfektioniert sie die Kunst, einen Landkrieg gegen die NATO zu führen. Kein einziges NATO-Land wäre auch nur auf die Idee gekommen, dies zu tun.


Russland zerstört die NATO

Vielleicht handelt es sich um eine schleichende Ausweitung der Mission, oder vielleicht war dies von Anfang an der Plan, aber was Russland im Moment tut, ist die Zerstörung der NATO. Sie erinnern sich vielleicht daran, dass Russland vor einem Jahr von den USA die Einhaltung bestimmter Sicherheitsgarantien forderte, die es als Bedingung für die friedliche Wiedervereinigung Deutschlands gegeben hatte, nämlich dass die NATO nicht nach Osten erweitert würde. „Keinen Zentimeter nach Osten“, so lautet das offizielle Protokoll des Treffens. Gorbatschow und Schewardnadse haben es nicht geschafft, diese Vereinbarung zu Papier zu bringen und zu unterzeichnen, aber eine mündliche Vereinbarung ist eine Vereinbarung. Vor einem Jahr war das russische Angebot noch recht moderat: Die NATO sollte sich auf ihre Grenzen von vor 1997 zurückziehen, als sie sich nach Osteuropa ausdehnte.


Aber wie bei Verhandlungen mit den Russen üblich, ist ihr erstes Angebot in der Regel das beste. Nach allem, was wir wissen, könnte Russlands bestes und letztes Angebot angesichts der Entwicklung in der Ukraine bedeuten, dass die NATO sich ganz auflösen muss. Schließlich wurde der Warschauer Pakt vor 31 Jahren auch aufgelöst, aber die NATO gibt es immer noch, und sie ist größer denn je. Wozu? Um Russland zu bekämpfen? Worauf warten sie dann noch? Kommt und holt es euch! Das muss nicht einmal in Form von Verhandlungen geschehen. Russland könnte zum Beispiel sagen, dass es Lettland einen kurzen Schlag verpasst (das Land hat ein oder zwei Schläge verdient, weil es seine große einheimische russische Bevölkerung in Nazi-Manier missbraucht) und sich dann zurücklehnen und sagen: „Kommt schon, NATO, kommt und sterbt heldenhaft vor unserer Haustür für das arme kleine Lettland!“ Daraufhin werden die NATO-Vertreter geschlossen, aber sehr ruhig dastehen und nachdenklich ihre eigenen Schuhe und die der anderen prüfen. Sobald klar wird, dass es keine Angebote für einen Dritten Weltkrieg geben wird, um Lettland zu rächen, wird die NATO leise austrocknen und verschwinden. 

Schließlich kommen wir zu dem vielleicht unwichtigsten Grund für den Krieg: die ehemalige Ukraine selbst. In Anbetracht der anderen strategischen Ziele Russlands erscheint sie eher als Opferfigur in einem Schachspiel. In Anbetracht dessen, was Russland in den letzten neun Monaten bereits erreicht hat   – vier neue russische Regionen, sechs Millionen neue russische Bürger, eine Landbrücke zur Krim, eine Bewässerungsanlage für die Krim   –, bleibt Russland nicht mehr viel, was es militärisch erreichen kann, bevor seine militärische Kampagne das Stadium des abnehmenden Ertrags erreicht. Die Hinzufügung der Regionen Nikolajew und Odessa und die vollständige Kontrolle der Schwarzmeerküste wären natürlich am wertvollsten; die Kontrolle über Charkow und Kiew etwas weniger wertvoll. Die Kontrolle über die gesamte Dnjepr-Wasserkaskade ist ein absolutes Nice-to-have. Was den Rest betrifft, so könnte man die Ukraine für lange Zeit als deindustrialisiertes, entvölkertes Ödland mit dem Etikett „größtenteils harmlos“ dahinvegetieren lassen.


Dazu wichtige persönliche Informationen   – und eine Prognose

Lassen Sie mich ein oder zwei persönliche Details verraten. Zwei meiner Großeltern stammten aus Zhitomir, mein Vater wurde in Kiew geboren, mein erstes romantisches Interesse galt einem Mädchen aus Odessa, und im Laufe der Jahre hatte ich genauso viele Freunde aus Odessa, Charkow, Lwiv, Kiew, Donezk, Winniza und anderswo wie irgendwo sonst in Russland. Russland? Sie haben richtig gelesen: Es gibt keine Möglichkeit, mich davon zu überzeugen, dass das so genannte „ukrainische Territorium“ nicht irgendwie Russland ist oder dass die Menschen, die dort leben, nicht irgendwie Russen sind   – unabhängig davon, was einigen von ihnen in letzter Zeit durch eine Gehirnwäsche eingeredet wurde. Hinzu kommt, dass keiner dieser Menschen, die ich im Laufe der Jahre kennengelernt habe, sich jemals auch nur im Geringsten als Ukrainer gesehen hat, und sie würden wahrscheinlich schon die Idee einer ukrainischen nationalistischen Identität als symptomatisch für einen Geisteszustand betrachten. Die Bezeichnung „ukrainisch“ war für sie eine bolschewistische Nonsens-Bezeichnung. Seither ist das Ukrainisch Sein zu einer westlichen Methode geworden, um geringfügige ethnische Unterschiede auszunutzen, damit eine Gruppe von Russen eine andere Gruppe von Russen bekämpft.


Falls Sie Zweifel haben, lassen Sie uns den guten alten Ententest anwenden: Gehen, quaken und sehen die Menschen dort wie Russen aus? Das gesamte Gebiet, mit einer kleinen Ausnahme im äußersten Westen, war zwischen zehn und drei Jahrhunderten Teil Russlands; die meisten Menschen dort, und praktisch die gesamte städtische Bevölkerung, sprechen Russisch als Muttersprache; ihre Religion ist überwiegend russisch-orthodox. Sie sind auch genetisch nicht vom Rest der russischen Bevölkerung zu unterscheiden. Was also ist mit ihnen geschehen?


Leider verbrachte ein kleiner Teil dieses russischen Landes drei Jahrhunderte in der Gefangenschaft des österreichisch-ungarischen Reiches oder als Teil Großpolens, was ihren Geist mit fremden Ideen wie Katholizismus und ethnischem Nationalismus vergiftete. Im Gegensatz zu Russland, das ein multinationaler, multiethnischer, religiös vielfältiger Monolith ist, ist der Westen ein Mosaik ethnischer Nationalismen, und wo es Nationalisten gibt, kann es auch Nazis, ethnische Säuberungen und Völkermord geben.


So wie ein Tropfen Gift den ganzen Krug Wein verseuchen kann, haben es diese Westukrainer mit viel Hilfe und Geld von den deutschen Nazis, dann von den Amerikanern und Kanadiern geschafft, einen großen Teil des ehemals ukrainischen Territoriums mit einem falschen Nationalismus zu infizieren, der auf einer gefälschten Geschichte und einer willkürlich zusammengebastelten Kultur beruht. Offizielle Verbote des Unterrichts und schließlich des Gebrauchs der russischen Sprache haben eine Generation junger Menschen hervorgebracht, die ihrer Muttersprache Russisch praktisch nicht mächtig sind. Sie werden auf Ukrainisch unterrichtet, aber ukrainische Lese- und Schreibkenntnisse sind ein Widerspruch in sich, da in dieser Sprache nie etwas Bedeutendes geschrieben oder veröffentlicht wurde und die überwiegende Mehrheit der ukrainischen Literatur auf Russisch verfasst ist, wie Sie sich denken können. (Auch Nikolai Gogol, der wohl berühmteste „ukrainische“ Autor, hat seine Werke in russischer Sprache geschrieben. Red.)

Die russische militärische Sonderoperation, die seit Februar 2022 läuft, hat die gesamte Bevölkerung polarisiert. Diejenigen, die sich bereits 2014 für Russland entschieden hatten, waren natürlich überglücklich, endlich Hilfe von Russland zu bekommen. Die nun russischen Regionen Donezk, Lugansk, Saporoschje und Cherson stimmten gerne für den Anschluss an Russland. Was jedoch den Rest des ehemaligen ukrainischen Territoriums betrifft, so geht die Polarisierung meist in die entgegengesetzte Richtung. Diejenigen, die zu Russland gehören wollten, haben meist mit den Füßen abgestimmt und leben jetzt irgendwo in Russland.


Das ist etwas, das nur die Zeit beheben kann. Irgendwann wird die Bevölkerung der ehemaligen Ukraine gezwungen sein, sich zu entscheiden: Entweder sie sind Russen, oder sie sind Flüchtlinge irgendwo in Europa, oder sie sterben im Kampf gegen die Russen an der Front. Man beachte, dass selbst Donezk und Lugansk diese Entscheidung nicht sofort getroffen haben, so wie es auf der Krim der Fall war. Damals sprachen sich in Donezk und Lugansk nur etwa 70 Prozent der Bevölkerung dafür aus, die Ukraine zu verlassen und sich wieder Russland anzuschließen. Es bedurfte acht Jahre unerbittlicher ukrainischer Bombardements, um sie zu dieser Entscheidung zu bewegen.


In den dazwischen liegenden Jahren wurden die eingefleischten „Ukrainer“ ausgefiltert, so dass eine Bevölkerung zurückblieb, die zu fast 100 Prozent pro-russisch war. Erst dann erkannte der Kreml sie offiziell an, entsandte Truppen, um sie vor einer drohenden Invasion zu schützen, und nahm sie kurz darauf in die Russische Föderation auf. Und nun muss die gleiche Art von Sortiervorgang im Rest der ehemaligen Ukraine stattfinden. Wie lange wird das dauern? Das wird nur die Zeit zeigen, aber schon jetzt ist klar, dass es aus russischer Sicht keinen zwingenden Grund zur Eile gibt.


Meinungen in Beiträgen auf Globalbridge.ch entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.


Zum Autor siehe hier. Zum Original-Beitrag in englischer Sprache siehe hier. Die Übersetzung besorgten Martin Grobe und Christian Müller, der auch die Zwischenüberschriften gesetzt hat.

Quelle: https://globalbridge.ch/russland-hat-keinen-grund-schneller-vorzugehen


Mit Dank und freundlicher Genehmigung von GlobalBridge.ch


Info: https://seniora.org/wunsch-nach-frieden/der-wunsch-nach-frieden/russland-hat-keinen-grund-schneller-vorzugehen?acm=3998_1600


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

23.12.2022

Wo ist der Skandal? Über bemerkte und unbemerkte Korruption im EU-Parlament

    meinungsfreiheit.rtde.life, 23 Dez. 2022 21:14 Uhr, Von Pierre Lévy


Große Aufregung um "Katargate"! Doch warum eigentlich? Schließlich arbeiten die EU-Abgeordneten doch regelmäßig für fremde Interessen. Und sie sind auch sonst Druck und Einflussnahme von interessierten Seiten ausgesetzt. Doch über das Wesentliche wird lieber geschwiegen.


Wo ist der Skandal? Über bemerkte und unbemerkte Korruption im EU-Parlament


Quelle: www.globallookpress.com © Philipp von Ditfurth/dpa


Hat da jemand Korruption gesagt? EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen im Gespräch mit der dänischen Kommissarin Margrethe Vestager im EU-Parlament im Dezember 2022


Panik und Bestürzung. Seit bekannt wurde, was die großen Medien nun als "Katargate" bezeichnen, ist die kleine Brüsseler Blase in Aufruhr: Parlamentarische Mitarbeiter und EU-Abgeordnete – Italiener, Griechen, Belgier, hauptsächlich aus der sozialdemokratischen Fraktion – werden beschuldigt und verdächtigt, Vergütungen und Vorteile von Katar erhalten zu haben – im Austausch für die Förderung der Interessen des Emirats. Sechs Personen wurden von der belgischen Polizei festgenommen und vier inhaftiert, darunter eine Vizepräsidentin des Europaparlaments.


"Sumpf trockenlegen" – Orbán fordert Auflösung des Europäischen Parlaments





"Sumpf trockenlegen" – Orbán fordert Auflösung des Europäischen Parlaments






Es hagelte Verurteilungen. Die Präsidentin dieser Kammer, Roberta Metsola, denunzierte den Vorgang, ohne zu lachen, als einen "Angriff auf die europäische Demokratie". Ihr Gegenüber in der Kommission, Ursula von der Leyen, zeigte sich alarmiert darüber, dass das "Vertrauen der Europäer in unsere Institutionen" aufs Spiel gesetzt werde. Ohne Witz! Um das EU-Parlament in Verruf zu bringen, hätte es erst einmal einen Ruf haben müssen – in Wirklichkeit ist es der überwältigenden Mehrheit der Bürger in den 27 Ländern völlig egal. Das Einzige, was man der Straßburger Versammlung vorwerfen kann, ist ihre völlige Illegitimität, denn es gibt kein europäisches Volk. Alles andere hat kaum noch Bedeutung.


Der Nervenzusammenbruch der gesamten EU-Fans hat jedoch einige Vorteile. Zunächst einmal ist es eine komische Retourkutsche gegen eine Institution mit einem aufgeblähten Ego, die der ganzen Welt ständig Moralpredigten über Transparenz und Rechtsstaatlichkeit hält. Der ganzen Welt und sogar den Mitgliedstaaten: Es war genau dieses selbst ernannte "Parlament", das die Feindseligkeiten gegen Ungarn eröffnet hatte, indem es dessen Regierung der Korruption beschuldigte. Premierminister Viktor Orban ließ sich die Freude nicht nehmen: Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.


Darüber hinaus gehört der ehemalige Generalsekretär des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB), Luca Visentini (heute Präsident des Internationalen Gewerkschaftsbundes), zu den Beschuldigten. Dies wirft ein grelles Licht auf die inzestuöse Verflechtung zwischen diesem Gewerkschaftsbund und den Brüsseler Institutionen.


Außerdem kann man sich den geopolitischen Aufschrei kaum vorstellen, wenn der Bestecher nicht Doha, sondern Moskau gewesen wäre. Was hätte man nicht alles über die Einflusskanäle gesagt, die der Kreml bezahlt, um "unser Europa zu destabilisieren", und über die absolute Notwendigkeit, ein dreihundertneunundfünfzigstes Sanktionspaket zu erlassen. Aber der Emir von Katar hat keine Angst, bestraft zu werden, und sei es nur, weil sein Gas (teilweise) das Gas ersetzt, das früher von Russland geliefert wurde.


Der "Katar-Skandal" des EU-Parlaments ist bloß die Spitze eines Korruptions-Eisbergs





Meinung

Der "Katar-Skandal" des EU-Parlaments ist bloß die Spitze eines Korruptions-Eisbergs





Raphaël Glucksmann, der Vorsitzende des "Sonderausschusses zu Einflussnahme aus dem Ausland auf alle demokratischen Prozesse in der Europäischen Union, einschließlich Desinformation" (so heißt dieses Gremium!), bezeichnete die Angelegenheit als "schwerwiegend". Bisher hat er sich allerdings mehr bei der Jagd nach russischer oder chinesischer Einflussnahme aufgeregt; wenn sich das grundlegend ändern sollte, wäre man überrascht. …


Wenn es darum geht, ausländische Einflussnahme zu verfolgen, muss man feststellen, dass der Schatten Washingtons und das Gewicht des Atlantismus absolut immun sind, und ihnen sogar ein permanenter roter Teppich ausgelegt wird. So kann man sich beispielsweise nicht vorstellen, dass das EU-Parlament im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine von der Linie Uncle Sams abweichen könnte: westliche Solidarität verpflichtet. Im Übrigen muss das US-Finanzministerium dafür nicht einmal eine Kopeke ausgeben, denn die pro-US-Verbindungsleute unter den EU-Abgeordneten arbeiten kostenlos für die Förderung der "freien Welt".


Zudem besetzen die Korruptionsaffären die Medienszene und verstärken damit das Schweigen über das Wesentliche: die Verantwortung der EU-Institutionen für das Unglück der Völker, angefangen bei den wirtschaftlichen und sozialen Rückschritten. Aber wer wird in einer Zeit, in der Emmanuel Macron entschlossen scheint, die Rentenreform in Frankreich durchzusetzen, die Rolle Brüssels als Antreiber und Kontrolleur hervorheben? Dennoch erinnert die Kommission in ihrer kürzlich veröffentlichten Analyse der Lage in den einzelnen Mitgliedstaaten daran, dass der EU-Rat Frankreich am 12. Juli 2022 empfohlen hat, das Rentensystem zu reformieren, um "die Regeln der verschiedenen Systeme zu vereinheitlichen". Und sie lässt eine gewisse Ungeduld durchblicken: "Bisher wurden noch keine konkreten Maßnahmen formuliert".

Im Getöse der katarischen Schandtaten scheint diese diskrete Druckausübung unbemerkt zu bleiben. Bis wann?


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RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://meinungsfreiheit.rtde.life/meinung/157957-wo-ist-skandal-ueber-bemerkte


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23.12.2022

Die EU hat zu dem gegriffen, was sie sonst als "totalitäre Zensur" anprangert

meinungsfreiheit.rtde.life, 23 Dez. 2022 19:16 Uhr, von Rachel Marsden

Das Einfrieren von Vermögenswerten russischer Medien durch die EU ist die Perversion der eigenen Prinzipien zur freien Presse. Es gibt einen großen Unterschied zwischen tatsächlicher Desinformation oder Informationen oder Analysen, die einem einfach nicht gefallen.


Quelle: www.globallook  press.com © Victor Lisitsy


Offenbar reicht es der Europäischen Union (EU) nicht aus, den Zugang zu russischen Medien im Fernsehen und im Radio zu sperren und zu verlangen, dass YouTube und alle anderen sozialen Medien den Zugang zu ihnen in ganz Europa einschränken. Jetzt haben sie mit der neunten Sanktionsrunde die Vermögenswerte und Gelder verschiedener russischer Medien eingefroren, darunter jene der Muttergesellschaft von RT DE, ANO TV-Nowosti.


"Durch seine untergeordneten Medien, einschließlich RT, verbreitet ANO TV-Nowosti Kreml-Propaganda und Desinformation und unterstützt Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine", heißt es in der neuen Sanktionsankündigung.


RT-Verantwortlicher und weitere Medienorganisationen auf EU-Sanktionsliste





RT-Verantwortlicher und weitere Medienorganisationen auf EU-Sanktionsliste






Und ich dachte, dass einige von uns hier sich lediglich unerbittlich über die Unfähigkeit und das Missmanagement der Europäischen Union lustig machen und darüber scherzen, wie "demokratisch" die EU sich gerne gibt. Das ist etwas, das viele von uns während ihrer gesamten Karriere in einer Reihe sehr prominenter westlicher Medienunternehmen getan haben.

Aber die EU sieht es dann anders, wenn ein Medium, das diesen Stimmen eine Plattform bietet, zufällig russisch ist. Und ohne spezifische Details zu nennen, wird behauptet, dass dieses Medium "materiell oder finanziell Handlungen unterstützt, mit denen die territoriale Integrität, Souveränität und Unabhängigkeit der Ukraine untergraben oder bedroht werden".


Echt jetzt? Einfach, weil über Geschehnisse berichtet und kommentiert wird? Oder ist es eher so, dass alles, was das offizielle Narrativ der EU infrage stellt, zensiert werden muss, weil es möglicherweise dazu führen könnte, dass die Europäer die Schuld für ihre Probleme bei ihren nationalen und supranationalen Oberherren ausmachen werden? Das mag für eine Weile funktionieren, aber nicht für ewig. Wie Winston Churchill einmal sagte: "Die Wahrheit kann nicht abgestritten werden. Man kann sie mit Boshaftigkeit angreifen, mit Unwissenheit verspotten, aber am Ende bleibt sie da."


Das Heraufbeschwören der "Sicherheit" – sei es jene der Ukraine, jene von Europa oder wovon auch immer – zur Rechtfertigung von Einschränkungen bei den Grundrechten ist für niemanden neu, der während der COVID-Krise zu Hause im Lockdown festsaß oder sich an das elektronische Schleppnetz der NSA erinnert, das Edward Snowden inmitten des globalen "Krieges gegen den Terror" enthüllt hat. Aber gegen die eigenen Grundsätze zu einer freien Presse mit pauschaler Zensur zu verstoßen unter dem Deckmantel der nationalen Sicherheit, ist vielleicht die perverseste Anwendung dieses Prinzips – und eine Verletzung dessen, was man routinemäßig für sich selbst beansprucht.


Abschied von der Meinungsfreiheit: Die Beispiele NachDenkSeiten und Twitter




Meinung

Abschied von der Meinungsfreiheit: Die Beispiele NachDenkSeiten und Twitter






Es gibt einen großen Unterschied zwischen tatsächlicher Desinformation einerseits und Informationen oder Analysen, die einem einfach nicht gefallen, andererseits. Wenn ein Journalist oder ein Medienunternehmen etwas veröffentlicht, das sachlich falsch ist, besteht tatsächlich eine ethische und regulatorische Verpflichtung, dies zu identifizieren und zu korrigieren. Dafür gibt es in ganz Europa nationale Medienaufsichtsbehörden. Diese beobachten die russischen Medienplattformen schon seit Langem wie die Falken und lauern geradezu auf irgendwelche Verstöße. Es ist schwer vorstellbar, dass man sich zurückgehalten hätte, auf solche Verstöße hinzuweisen, hätten welche stattgefunden.


Journalisten machen ihre Arbeit öffentlich. Warum also nicht auch die EU, wenn sie mit einem Federstrich Zensur begeht? Was die EU mit diesen neusten Sanktionen getan hat, ist nichts Geringeres als ein Ausdruck von Totalitarismus. Ein supranationales Organ hat eine bestimmte regulatorische Rolle an sich gerissen, die bisher von nationalen Regierungen von angeblich souveränen Staaten eingenommen wurde, und sich damit zum ultimativen Schiedsrichter darüber gemacht, was die Bürger sehen, lesen und hören dürfen. Die EU hat zu dem gegriffen, was sie sonst als "totalitäre Zensur" anprangert. Wenn ein EU-Bürger buchstäblich das Gebiet der Europäischen Union verlassen muss, um auf Nachrichten zuzugreifen, die für Menschen in Vietnam oder Brasilien frei zugänglich sind, dann ist das ein Eiserner Vorhang für Informationen – Made in Europe.


Noch beunruhigender ist der Jubel einiger Exponenten des Medien-Establishments, die Russland einfach nicht mögen und diese Tatsache nutzen, um die Arbeit ihrer Kollegen auf den russischen Medienplattformen lächerlich zu machen oder sie gleich zu zensieren. Journalisten, die sich für die pauschale Zensur von Informationen einsetzen, auf der Grundlage, dass sie nicht aus einer Quelle stammen, die sie mögen oder die von ihrer Regierung genehmigt oder toleriert wird, behindern effektiv die Suche nach der Wahrheit, indem sie Debatten und Informationsvielfalt ersticken.

Dr. Karin Kneissl: Die Freiheit, die ich meine





Meinung

Dr. Karin Kneissl: Die Freiheit, die ich meine






Aber als Elon Musk – der milliardenschwere neue Besitzer von Twitter, einer privaten Social-Media-Plattform – kürzlich die Konten einer Handvoll etablierter westlicher Journalisten, darunter welche von der New York Times und CNN, kurzzeitig deaktivierte, reagierten verschiedene westliche Journalisten so, als hätte er gerade ein Massaker mit einer Machete begangen.


Noch ironischer war es, dass die EU über die wenige Stunden andauernde Sperre von Journalisten auf einer privaten Plattform, die Musk persönlich gehört, ausflippte. Die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission für "Werte und Transparenz", Věra Jourová, twitterte: "Nachrichten über die willkürliche Suspendierung von Journalisten auf Twitter sind besorgniserregend. Das EU-Gesetz über digitale Dienste verlangt die Achtung der Medienfreiheit und der Grundrechte. Dies wird durch unser #MediaFreedomAct bekräftigt. @elonmusk sollte sich dessen bewusst sein. Es gibt rote Linien. Und bald Sanktionen." Wo bleiben die Werte der Vizepräsidentin angesichts der seit Februar wiederholten Sanktionen gegen russische Journalisten durch die EU?

Hätte sich die EU an den gleichen Standard der Medienfreiheit gehalten, den man von Musk einfordert, dann hätte sie sich bereits selbst sanktionieren müssen. Das ist tatsächlich etwas, worin die EU wirklich effektiv geworden ist, da die Auswirkungen ihrer antirussischen Sanktionen auf ihre eigene Bevölkerung zurückschlagen. Viel Glück damit, dies zu zensieren.


Aus dem Englischen.


Rachel Marsden ist eine Kolumnistin, politische Strategin und Moderatorin eines unabhängig produzierten französischsprachigen Programms, das auf Sputnik France ausgestrahlt wird. Ihre Website finden man unter rachelmarsden.com.


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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

22.12.2022

Karthago muss vernichtet werden! - Carthage Must Be Destroyed!

seniora.org, 22. Dezember 2022, Von David Sant für den Saker-Blog - übernommen von thesaker.is

Während ihres Aufstiegs zur Weltherrschaft hatte die Stadt Rom einen großen Konkurrenten, der ihr in jeder Hinsicht ebenbürtig war. Diese Stadt war das 370 Meilen entfernte Karthago an der Südseite des Mittelmeers.


Zitat: Karthago hatte bereits über ein Jahrhundert vor der Gründung Roms Kolonien im Mittelmeer und im Atlantik gegründet. Als Rom an Macht gewann, kämpften diese beiden Mittelmeerstädte in zwei Kriegen um die Kontrolle über die Insel Sizilien, den so genannten Punischen Kriegen. Trotz der bewundernswerten Leistung Hannibals, dem es gelang, zweimal in Italien einzumarschieren und den Römern bei Cannae eine schreckliche Niederlage beizubringen, verlor Karthago beide Kriege.


Am Ende des Zweiten Punischen Krieges im Jahr 201 v. Chr. wurde Karthago von Rom erobert und unter einen besonderen Verwaltungsstatus gestellt, der es ihm untersagte, ohne Genehmigung des römischen Senats eine Flotte oder ein Militär im Ausland aufzustellen.


Karthago war eine von nur drei Mächten, die Rom während der Zeit der Republik direkt bedrohen konnten, die anderen waren die Gallier, die Rom 390 v. Chr. plünderten, und die makedonischen Griechen, die 197 v. Chr. besiegt wurden.


Die römische Haltung und das Verhalten gegenüber Karthago war damals sehr ähnlich wie die angloamerikanische Haltung gegenüber Russland heute. Die größte "Sünde" Karthagos bestand in den Augen der Römer darin, dass es an Macht und Einfluss mit Rom gleichgestellt war. Und wegen dieser Sünde musste es vernichtet werden.


Cato der Ältere war ein römischer Soldat, der später ein Senator und berühmter Redner wurde, der auch nach seiner Pensionierung noch viele Reden im Senat hielt. Über einen Zeitraum von vierzig Jahren beendete er seine Reden zu jedem Thema regelmäßig mit der Aussage:

"Und außerdem bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss!"

Cato wiederholte diese Forderung, obwohl Karthago nun ein römischer Klientelstaat war, der durch einen Friedensvertrag gebunden war.


Nach der Niederlage im Zweiten Punischen Krieg unterwirft sich Karthago fünfzig Jahre lang den Bedingungen des Vertrags. Nach dem Tod von Cato dem Älteren im Jahr 149 v. Chr. erlaubte eine bestimmte Fraktion in Rom dem König von Numidien jedoch absichtlich, karthagische Gebiete zu plündern und zu erobern, was gegen den Vertrag verstieß.


Dadurch geriet Karthago in eine Lage, in der es sich gegen die Übergriffe eines benachbarten römischen Klientenstaates verteidigen musste. Ihre Appelle an den römischen Senat wurden ignoriert. Also ergriffen sie ohne Erlaubnis Maßnahmen zur Verteidigung ihrer Interessen gegen Numidien.


Der römische Senat wertete dies sofort als Verletzung des Friedensvertrags von 201 v. Chr. und genehmigte die Invasion und Zerstörung Karthagos. Dies war nicht unähnlich der "regelbasierten internationalen Ordnung" von Washington, DC, wo wir die Regeln (für Sie) machen, aber wir müssen sie nicht selbst befolgen.


Obwohl sie zu Beginn des römischen Feldzugs ihre Waffen abgegeben hatten, waren die Mauern von Karthago so gut gebaut, dass die Römer fast drei Jahre der Belagerung benötigten, um sie zu durchbrechen.


Im Jahr 146 v. Chr. fiel Karthago schließlich zum letzten Mal vor der römischen Armee, wurde absichtlich dem Erdboden gleichgemacht und niedergebrannt. Die Römer töteten die gesamte Bevölkerung, Männer, Frauen und Kinder, bis auf 50 000, die als Sklaven nach Italien zurückgebracht wurden. Polybius zufolge warf die Frau des letzten karthagischen Generals sich und ihre eigenen Kinder in den brennenden Tempel der Stadt, anstatt sich Rom zu ergeben.


Moskau als das neue Karthago

Die Auflösung der Sowjetunion im Jahr 1991 war nicht das Ergebnis eines verlorenen Krieges. Sie wurde durch die gescheiterte Politik einer zentralisierten Wirtschaft verursacht, die durch die amerikanische Manipulation der Ölmärkte und einen kostspieligen, von den Amerikanern unterstützten Guerillakrieg in Afghanistan noch verschlimmert wurde. Die Vereinigten Staaten schalteten sich mit ihren Wirtschaftsberatern ein und nutzten die Gelegenheit, das verwirrte und leichtgläubige Russland umzustrukturieren und ihm eine neue Verfassung zu geben.

Für Russland hatte der Zusammenbruch der Sowjetunion viele Ähnlichkeiten mit dem Verlust von Karthago im Zweiten Punischen Krieg.


Obwohl Russland mit seinem ehemaligen Gegner Frieden schloss und die Verträge einhielt, konnte es von der westlichen Weltordnung nie als Freund auf Augenhöhe akzeptiert werden. Und zwar aus demselben Grund, aus dem Karthago von Rom nie toleriert werden konnte. Russland war und ist dem anglo-amerikanischen Imperium in jeder Hinsicht ebenbürtig.


Seit Wladimir Putin Präsident Russlands ist, wird der Ruf des Westens immer lauter, dass Putin gehen muss. Sie können es zwar noch nicht laut aussprechen, aber was sie wirklich meinen, ist: "Russland muss vernichtet werden!"


Hätte Russland die von Boris Jelzin begonnene Politik der Unterwerfung unter die westliche Kontrolle fortgesetzt, können wir sicher sein, dass Moskau irgendwann das gleiche Schicksal ereilt hätte wie Karthago unter dem anglo-amerikanischen Imperium.


Die Ernennung von Wladimir Putin zum Präsidenten Russlands hat diese Pläne jedoch zunichte gemacht. Unter seiner Herrschaft hat Russland seine frühere Führungsrolle und Stärke gegenüber den Machenschaften des anglo-amerikanischen Imperiums immer wieder unter Beweis gestellt.


Anschläge unter falscher Flagge als Mittel zum Zweck

Während sich Putin anfangs redlich bemühte, ein "Partner" des Westens zu sein, war im Jahr 2011 klar, dass der Westen Russland niemals als Freund oder gleichwertigen Partner akzeptieren würde. Der Westen hatte es zwei Jahrzehnte lang genossen, alle anderen herumzukommandieren und hatte gelernt, lieber Befehle zu erteilen als zu verhandeln. Man könnte sagen, dass der Westen die Kunst der Diplomatie vergessen hat.


Nachdem der Kreml mit Entsetzen die von der NATO geführten Zerstörungen in Serbien, Libyen und Syrien beobachtet hatte, begann er ab 2013, sich mit außenpolitischen Problemen zu befassen, die die russischen Sicherheitsinteressen direkt betrafen.


Die Obama-Regierung war von 2011 bis 2013 sehr mit der Planung des Sturzes des Assad-Regimes in Syrien beschäftigt. Zwei große Hacks von Geheimdienstunternehmen warfen ein unerwartetes Licht auf das, was hinter den Kulissen vor sich ging. Dabei handelte es sich um den Stratfor-Hack im Jahr 2011 und den Hack einer britischen privaten Sicherheitsfirma (d. h. Söldner), die nicht genannt werden soll, im Januar 2013.


Ich muss anmerken, dass die private Sicherheitsfirma (kurz PSC) zugegeben hat, dass sie gehackt wurde, aber behauptete, dass zwei der belastendsten E-Mails, die in den Gigabytes an durchgesickerten Dateien veröffentlicht wurden, "gefälscht" waren.


Die "gefälschte" E-Mail, über die die Oriental Review berichtet, stammt angeblich vom Business Development Officer an den Unternehmensgründer und lautet wie folgt:

    Phil,
    Wir haben ein neues Angebot. Es geht wieder um Syrien. Die Kataris schlagen ein attraktives Geschäft vor und schwören, dass die Idee von Washington gebilligt wird.
    Wir sollen eine Chemiewaffe nach Homs liefern, eine G-Shell sowjetischer Herkunft aus Libyen, ähnlich der, die Assad haben soll. Sie wollen, dass wir unser ukrainisches Personal einsetzen, das Russisch sprechen und eine Videoaufzeichnung machen soll.
    Ehrlich gesagt, halte ich das für keine gute Idee, aber die vorgeschlagenen Summen sind enorm. Ihre Meinung dazu?
    Mit freundlichen Grüßen
    David


Die ursprüngliche Geschichte und ihr Kontext finden Sie unter The Oriental Review: https://orientalreview.org/2013/01/31/britamgate-staging-false-flag-attacks-in-syria/

Obwohl das Dossier Personalakten mit Kopien von 58 echten ukrainischen Reisepässen von Mitarbeitern der besagten PSC enthielt, untersuchten die damaligen "Faktenprüfer" die E-Mail-Kopfzeilen und stellten fest, dass die fragliche E-Mail einen sehr ähnlichen Zeitstempel von drei Minuten vor Mitternacht aufwies wie eine andere E-Mail in der Veröffentlichung, die an einem anderen Datum, ebenfalls drei Minuten vor Mitternacht, versandt wurde. Obwohl dies durch einen Mailserver oder die Einstellung eines Laptops erklärt werden könnte, der jeden Tag zur gleichen Zeit E-Mails versendet, wurde es als Beweis für Betrug akzeptiert und die ganze Angelegenheit wurde schnell abgetan und größtenteils vergessen.


Die besagte PSC verklagte daraufhin die Daily Mail wegen Verleumdung, weil sie die oben genannte "offensichtlich gefälschte" E-Mail als authentisch dargestellt hatte, und erhielt im Januar 2022 Schadensersatz und eine teilweise Rücknahme der Meldung zugesprochen.

Die angeblich gefälschte E-Mail fiel zufällig in die Zeit zwischen mehreren anderen Enthüllungen, aus denen hervorging, dass der US-amerikanische und der britische Geheimdienst die Veröffentlichung eines Videos planten, das russischsprachige Soldaten als Betreiber der syrischen Chemiewaffendepots zeigte.


Ich halte den oben erwähnten "Hoax" für einen der erstaunlichsten Zufälle der letzten zwei Jahrzehnte.


Auf den PSC-Hack folgten nur drei Monate später die Behauptungen über den Chemiewaffenangriff in Khan al-Assal bei Aleppo und fünf Monate später ein weiterer in Ghouta, die beide vom Westen dem Assad-Regime angelastet wurden, um eine amerikanische Invasion in Syrien vorzubereiten.


Es ist einfach erstaunlich, dass es einem unbekannten Hacker gelungen ist, eine E-Mail zu fabrizieren, in der die Einzelheiten eines Ereignisses besprochen werden, das noch gar nicht stattgefunden hat. Aber die Wahrheit ist oft seltsamer als die Fiktion.

Natürlich weiß ich, dass das oben erwähnte PSC nichts mit einem der beiden darauf folgenden realen chemischen Angriffe zu tun gehabt haben kann, denn nach ihrer erwiesenen Inkompetenz, die darin besteht, dass sie zugelassen haben, dass alle ihre Operationen im Nahen Osten aufgedeckt und im Internet veröffentlicht wurden, bezweifle ich ernsthaft, dass man ihnen den Umgang mit einem solchen Angebot zutrauen würde, wenn es echt wäre.


Die "gefälschte" E-Mail zeigt uns ein Bild von dem, was mit Sicherheit in Syrien vor sich ging, als US-amerikanische und britische Geheimdienste Projekte an Söldnergruppen wie Blackwater und andere "private Sicherheitsunternehmen" vergaben.


Die Invasionsparty wurde jedoch im September 2013 gestoppt, als Putin den anglo-amerikanischen casus belli gegen Syrien vollständig neutralisierte, indem er anbot, Syrien bei der Vernichtung seiner Chemiewaffenbestände zu helfen.


Dies wurde erfolgreich abgeschlossen und von der OPCW Ende Juni 2014 als abgeschlossen bestätigt. Damit waren die syrischen Chemiewaffenbestände vollständig beseitigt, bevor der amerikanische Plan unter falscher Flagge überzeugend ausgeführt werden konnte. Beim Pokern nennt man das "bluffen".


Jeder, der der westlichen Propaganda über Chemiewaffen Glauben schenkte, hätte erwartet, dass Präsident Wladimir Putin eine Art internationale Auszeichnung dafür erhält, dass er Syrien in das Chemiewaffenübereinkommen aufgenommen und einen weiteren großen Krieg im Nahen Osten verhindert hat.


Doch anstatt sich über die Vernichtung der syrischen Chemiewaffen zu freuen, waren die Atlantiker wütend. Dies war der erste große Schachzug Putins, der die Pläne der Atlantiker auf der Weltbühne völlig zum Scheitern brachte. Sie wechselten daraufhin zur Euromaidan-Revolution in der Ukraine, die im November 2013 begann.


Die Chemiewaffen-Saga in Syrien stand jedoch erst am Anfang. Dem Assad-Regime wurden 2015, 2016, 2017 und sogar noch bis 2022 weitere Chemiewaffenangriffe vorgeworfen. Seit 2012 gab es in Syrien mehrere Anschlagsversuche mit Chemiewaffen, die am 4. April 2017 in Idlib ihren Höhepunkt fanden. Der Angriff in Idlib wurde von Präsident Trump als Rechtfertigung für einen Marschflugkörperangriff auf Syrien genutzt, der zwei Tage später erfolgte, noch bevor alle Fakten über den Vorfall bekannt waren. Seit 2017 hat Russland wiederholt davor gewarnt, dass die Weißhelme unter falscher Flagge chemische Angriffe planen, die dem Assad-Regime angelastet werden sollen. Diese Aktivitäten haben sich bis in dieses Jahr hinein fortgesetzt.


Die wichtigste Lehre aus der Chemiewaffen-Saga in Syrien ist, dass die atlantischen Geheimdienste eine so vollständige Kontrolle über die globalen Mainstream-Medien haben, dass sie die Aufdeckung ihrer Anschlagspläne unter falscher Flagge nicht fürchten. Und wenn man ihre Pläne vorhersehen will, muss man nur auf das hören, was sie sagen.


Am 20. August 2012, einige Monate vor den chemischen Angriffen unter falscher Flagge in Syrien, machte Präsident Obama die folgenden Bemerkungen:

Wir haben dem Assad-Regime, aber auch anderen Akteuren vor Ort, sehr deutlich gemacht, dass eine rote Linie für uns darin besteht, dass eine ganze Reihe von Chemiewaffen in Umlauf gebracht oder eingesetzt wird. Das würde mein Kalkül ändern. Das würde meine Gleichung ändern.

Obama warnte Syrien bereits kurz vor Beginn der amerikanischen Versuche unter falscher Flagge, dass der Einsatz oder sogar die Verbringung von Chemiewaffen eine rote Linie darstellt.

Wir sehen also, dass das US-Regime seine Pläne ankündigt, indem es zunächst einen casus belli benennt und dann heimlich daran arbeitet, den falschen Anschein einer Verletzung des casus belli durch das beabsichtigte Opfer zu erwecken.


Selbst wenn die Pläne im Voraus aufgedeckt werden, werden sie dennoch ausgeführt. Die Medien werden so tun, als habe es keine Vorwarnung gegeben, und die Faktenprüfer werden behaupten, die Vorwarnung sei Teil der Täuschung durch das Land gewesen, das in Wirklichkeit zu Unrecht beschuldigt wurde.


Russland muss vernichtet werden!

Dies bringt uns zum wahrscheinlichen Höhepunkt des westlichen Krieges gegen Russland. Im September 2022 begannen Biden-Beamte plötzlich zu gackern, dass Russland keine taktischen Atomwaffen in der Ukraine einsetzen dürfe. Dieser Refrain wurde gegenüber den Medien mehrfach wiederholt, unter anderem vom Präsidenten, dem Außenminister und dem Nationalen Sicherheitsberater sowie von mehreren pensionierten Militäroffizieren.


Jeder, der bei klarem Verstand ist, kann erkennen, dass der Einsatz von Atomwaffen in der Ukraine allen Interessen Russlands in diesem Land zuwiderlaufen und gegen alle Regeln der russischen Nukleardoktrin verstoßen würde. Die Mehrheit der russischen Bürger hat Verwandte in der Ukraine, was eine solche Aktion zum politischen Selbstmord machen würde. Russland hat nie damit gedroht, solche Waffen in der Ukraine einzusetzen. Warum also sollten die USA solche Warnungen aussprechen?


Die lächerlichen amerikanischen Warnungen vor Atomwaffen in der Ukraine zeigen dem klugen Beobachter genau, was das US-Außenministerium zu tun gedenkt. Offensichtlich beabsichtigen sie, eine Atomwaffe oder eine schmutzige Bombe über ihre Stellvertreter einzusetzen, um Russland die Schuld dafür zu geben.


Wir haben bereits gesehen, wie sich dies abzuzeichnen beginnt. Der Kreml warnte im Oktober 2022 mehrere große Länder, dass die Ukraine die Zündung einer schmutzigen Bombe plane, die Russland angelastet werden solle. US-Verteidigungsminister Austin drehte die Geschichte sofort um und behauptete, Russland würde diese Anschuldigung erfinden, um seine eigene Absicht zu rechtfertigen, in der Ukraine Atomwaffen einzusetzen. Danach schien sich das Thema eine Zeit lang zu beruhigen.


Es ist leider naiv zu glauben, dass Schoigus Warnungen irgendetwas abgewendet haben. In der Vergangenheit hat die Entlarvung einer geplanten chemischen Falschmeldung deren Ausführung nicht verhindert. Aus dem russischen Verteidigungsministerium wissen wir, dass ein radiologischer oder nuklearer Angriff unter falscher Flagge auf die Ukraine definitiv geplant ist.

Da Russland dies angekündigt hat, ist es möglich, dass die Atlantiker den Plan erweitert haben, um eine tatsächliche taktische Atomwaffe einzusetzen, da die Ukraine angeblich nicht über solche Waffen verfügt und es für Russland schwieriger wäre, dies zu leugnen. Wahrscheinlich wird sie für einen Moment aufgespart, in dem es so aussieht, als stünde Russland kurz vor einem großen Sieg in der Ukraine.


Im größeren Zusammenhang hat der britische Geheimdienst MI6 eine Reihe von Vergiftungen unter falscher Flagge durchgeführt, für die Russland verantwortlich gemacht wurde, angefangen mit Litwinenko im Jahr 2006, gefolgt von der Skripal-Vergiftung und zuletzt der Vergiftung von Nalvany. Der Zweck dieser theatralischen Kampagnen unter falscher Flagge war stets, Russlands Einfluss in der internationalen Gemeinschaft zu verringern und Russland als "Schurkenstaat" zu isolieren.


Und wenn wir auf die oben zitierte "gefälschte" E-Mail des PSC zurückkommen, sehen wir, dass die Forderung, ein Video von russischen Sprechern zu bekommen, die eine chemische Waffe gegen unschuldige syrische Zivilisten einsetzen, genau in das britische Narrativ passt, dass "Russland Menschen vergiftet, weil Russland eine Giftschlange ist!"


Der Abschuss von MH-17 würde ebenfalls in die gleiche Kategorie von Vorfällen unter falscher Flagge fallen, allerdings mit dem etwas taktischeren Ziel, genügend internationale Hysterie zu erzeugen, um den Sieg der Donbass-Miliz durch Sanktionen in eine große internationale Niederlage für Russland zu verwandeln.


Der Abschuss von MH-17 hat Europa dazu veranlasst, die erste Runde von Sanktionen gegen Russland zu verhängen. Mehr noch, er hat so viel Hysterie ausgelöst, dass Russland nicht mehr die Möglichkeit hat, seine Handlungen zu verteidigen, Zeugen ins Kreuzverhör zu nehmen oder seine eigenen Zeugen zu den gegen es erhobenen Vorwürfen zu befragen. Russland und seine Bürger werden nun routinemäßig vom Westen der Gräueltaten beschuldigt und mit der Konfiszierung von Eigentum bestraft, ohne dass die internationalen Gremien, die zur Beilegung solcher Streitigkeiten geschaffen wurden, angerufen werden können.


Da der Ukraine-Krieg auf Twitter kein Thema mehr ist, die frierenden Europäer bereit sind, sich mit Mistgabeln gegen ihre Herren zu wehren, und Russlands mutmaßliche Winteroffensive der Ukraine und den NATO-Unterstützern sehr wahrscheinlich einige große Verluste zufügen wird, brauchen die atlantischen Spinmaster dringend einen größeren Schock, um die UN und die EU aufzurütteln, damit sie ihren Willen erfüllen.


Wie im Fall von MH-17 brauchen die Satanisten, die das Imperium der Lügen leiten, ein großes Opfer an Menschenleben, um genügend Schock und Empörung zu erzeugen, um ihren nächsten großen außenpolitischen Coup zu erreichen.

Der Leser sollte das gleiche Drehbuch erkennen wie die Warnungen an Syrien vor dem Einsatz von Chemiewaffen im Jahr 2012, gefolgt von jahrelangen Versuchen unter falscher Flagge.

Nachdem wir die Warnungen der USA vor dem Einsatz von Atomwaffen durch Russland in der Ukraine gehört hatten, hätte es uns nicht überraschen dürfen, vom russischen Verteidigungsministerium zu erfahren, dass das Selenski-Regime den Einsatz einer schmutzigen Bombe plante, die Russland als taktische Atomwaffe angelastet werden sollte. Die amerikanischen Vorwarnungen, gefolgt von der Aufdeckung eines solchen Plans, sind Ausdruck des gleichen Musters, das sich in Syrien wiederholt hat.


Ich gehe davon aus, dass irgendeine Version dieses Nuklearkomplotts schließlich mit Unterstützung der atlantischen Geheimdienste durchgeführt werden wird.


Zu welchem Zweck?

Russlands Position als ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrats mit Vetorecht ist dem atlantischen Biest seit dem Kalten Krieg ein Dorn im Auge.


Russlands Bereitschaft, sein Militär zur Verteidigung von Verbündeten in Syrien, der Ukraine und Armenien einzusetzen, ist ein unkontrollierbarer Risikofaktor für die anglo-amerikanische Hegemonie. Das können sie nicht dulden.


Russland hat bereits mehrfach sein Veto im Sicherheitsrat eingelegt, um die amerikanische Kriegstreiberei zu blockieren. Wenn Russland nicht buchstäblich vernichtet werden kann, dann müssen sie zumindest Russlands Ruf so weit zerstören, dass sie ihm seinen Sitz im Sicherheitsrat entziehen.


Wenn die Atlantiker es nicht riskieren können, Moskau selbst direkt anzugreifen, dann können sie das Nächstbeste erreichen, indem sie eine Provokation schaffen, um den Rauswurf Russlands aus dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zu rechtfertigen.


Die atlantische Achse versucht verzweifelt, Russland die Führungsrolle und den Einfluss auf den Rest der Welt zu entziehen, weil Russland ihre imperialen Pläne in Syrien, der Ukraine, Asien, Lateinamerika oder Afrika immer wieder blockiert.


Der Zweck eines solchen offensichtlichen Angriffs unter falscher Flagge wie einer nuklearen Detonation, ob echt oder vorgetäuscht, wäre es, genügend internationales Entsetzen und Emotionen zu erzeugen, um Russland aus dem UN-Sicherheitsrat zu entfernen oder es ganz aus der UNO auszuschließen. Um dies zu erreichen, wird ein Ereignis vom Ausmaß eines 11. Septembers erforderlich sein.


Seien Sie versichert, dass, wenn die Bombe schließlich gezündet wird, die Papiere für den Ausschluss Russlands der UN-Generalversammlung vorgelegt werden, bevor die Asche den Boden berührt hat.


Es macht keinen Sinn, ein solches Ereignis als einen Versuch zu betrachten, den russischen Vormarsch in der Ukraine abzuwehren. Eine Atombombe mag taktisch sein, aber ihr Zweck ist strategisch: Russland soll aus der UNO und allen anderen internationalen Gremien, in denen es Mitglied ist, ausgeschlossen werden.


Die langfristige Kampagne der Geheimdienste der USA und des Vereinigten Königreichs, Russland Provokationen mit Massenvernichtungswaffen anzuhängen, folgt der dunklen Parallele der Behandlung Karthagos durch Rom.


Cato und seine Fraktion forderten die Zerstörung Karthagos, nicht weil Karthago in irgendwelche aktuellen Verschwörungen gegen Rom verwickelt war, sondern weil Karthago Rom an Reichtum, Kultur und potenzieller militärischer Macht nahezu ebenbürtig war. Karthago war ein potenzieller Gegner, der Roms Weg zum Imperium blockieren konnte.


Cato hielt diese Reden jahrzehntelang vor seinem Tod und beendete jede von ihnen mit der Forderung, Karthago müsse zerstört werden. Anfangs hielt man das wahrscheinlich für einen Scherz. Doch schließlich gelang es ihm durch Wiederholung, den römischen Senat dazu zu bringen, seinen Wunsch zu erfüllen.


Rom konnte keine Konkurrenz dulden und erkannte daher Karthago nicht als gleichwertig an. Die Existenz Karthagos erforderte in den Augen der Römer dessen Vernichtung. Und genau so sehen die Think Tanks in DC und London heute Russland. "Russland muss vernichtet werden!"

So wie Rom den Friedensvertrag mit Karthago nutzte, um Karthago daran zu hindern, sich selbst zu verteidigen, und gleichzeitig Numidien ermutigte, gegen Karthago in den Krieg zu ziehen, haben sowohl Angela Merkel als auch Petro Poroschenko inzwischen zugegeben, dass die Minsker Vereinbarungen nur dazu dienten, Kiew Zeit zu verschaffen, um sich auf einen Krieg gegen Russland vorzubereiten.


Cato der Ältere starb im Jahr 149 v. Chr. im Alter von 85 Jahren. Innerhalb eines Jahres nach seinem Tod nutzte der römische Senat sein Klientelkönigreich Numidien, um einen falschen Vorwand für einen Krieg gegen Karthago zu schaffen. Nach einer langen Belagerung brannten sie die Stadt bis auf die Grundmauern nieder und sorgten dafür, dass sie über Generationen hinweg nicht wiederaufgebaut wurde.


Die vorsätzliche Zerstörung Karthagos durch Rom war völlig irrational. Sie zerstörten ein Vermögen im Wert von Milliarden von 2020 Dollar. Sie zerstörten eine Zivilisation, die sich nicht einmal im Krieg mit ihnen befand. Das Römische Reich wurde durch die Zerstörung Karthagos ärmer, nicht reicher. Die irrationale Zerstörung Karthagos wurde ausschließlich von Hass und Eifersucht angetrieben, die beide irrational sind.


Wenn Russland jemals vor der atlantischen Achse kapituliert, wird es das gleiche Schicksal erleiden. "Russland muss vernichtet werden", lautet das Mantra, das sich durch alle Aktionen, Komplotte und Strategien der Atlantiker zieht, seit Putin Präsident Russlands geworden ist. Wir sollten keinen Zweifel daran haben, dass Washington bereit ist, Atomwaffen einzusetzen, um dieses Ziel zu erreichen, sei es direkt oder durch eine Farce.


In nächster Zeit sollten wir mit der Farce rechnen - einem Atomangriff unter falscher Flagge auf die Ukraine. Wenn Russland im kommenden Jahr einen großen Durchbruch in der Ukraine erzielt, wird wahrscheinlich ein nuklearer Scheinangriff ausgelöst, gefolgt von hysterischer Verurteilung und der Forderung, Russland sofort aus den Vereinten Nationen auszuschließen.

Die Frage, auf die ich keine Antwort habe, lautet: Wie kann Russland eine solche Strategie vereiteln?


Das Ende der beidseitig gesicherten Zerstörung

Die Doktrin der wechselseitig gesicherten Zerstörung beruht auf der Annahme, dass zwei rationale Akteure, die wissen, dass eine bestimmte Aktion sie beide zerstören wird, diese Aktion um jeden Preis vermeiden werden. Dies war der Dreh- und Angelpunkt der Außenpolitik während des Kalten Krieges.


Das Problem ist, dass die meisten Menschen nur manchmal rational sind. Und ein kleiner Prozentsatz von uns kann die meiste Zeit über einen Zustand völliger Irrationalität erreichen.

Darüber hinaus haben Menschen in seltenen Fällen die seltsame Tendenz, gemeinsam in Massen verrückt zu werden, ähnlich wie Lemminge, die einander über die Klippe ins Meer folgen. Ich denke da an Nazi-Deutschland in den 1930er Jahren.


Während Russland in letzter Zeit versucht hat, sich vor dem ätzenden Einfluss der vom Westen aufgezwungenen Sodomie* zu schützen, hat der Westen sie vollständig übernommen. Und zwar nicht nur als eine von vielen zulässigen Optionen, sondern als totalitäre Staatsreligion, zu der die Kinder indoktriniert werden müssen. Das ist es, was Herr Putin meinte, als er sagte, der Westen sei satanisch geworden.


Sodomie* ist nicht nur eine individuelle Entscheidung. Sie ist eine selbstmörderische Entscheidung sowohl für den Einzelnen als auch für die menschliche Gesellschaft. Konsequente Sodomiten haben keine Nachkommen, also müssen sie die Nachkommen normaler Menschen rekrutieren, um zahlenmäßig zu wachsen. Aber letztendlich wird eine Zivilisation, die Sodomie als bevorzugten Lebensstil akzeptiert, moralisch, wirtschaftlich und zahlenmäßig völlig zusammenbrechen.


[*Seniora-Redaktion: Der Autor vergisst hier, auf die zunehmende Sozialproblematik (Ungleichheit und Privatisierung sämtlicher öffentlichen Belange) hinzuweisen und lenkt mit dem Begriff Sodomie (ursprünglich jede sexuelle Aktivität, die nicht der Fortpflanzung der Spezies dient) ab auf das LGTB-Thema, welches ja nur ein Teil der westlichen Verdummungs- und Ablenkungspolitik ist, die nach und nach unsere humanistischen Grundwerte zerstört.]


Der Westen ist in den Bann eines Todeskults geraten, der derzeit vom Weltwirtschaftsforum angeführt wird. Ihr irrationaler Wunsch, die Welt im Namen des Umweltschutzes und der Technokratie zu deindustrialisieren und zu entvölkern, kann nur als Irrsinn bezeichnet werden. Letztlich sind sowohl Sodomie als auch malthusianischer Umweltschutz eine Ablehnung unseres Schöpfers und des Auftrags, fruchtbar zu sein, sich zu vermehren und Herrschaft über die Erde und ihre Lebewesen auszuüben. Es ist eine Ablehnung des Auftrags, die Erde von Wildnis und Ödland in einen Garten zu verwandeln.


Wer aber gegen mich sündigt, der tut seiner Seele Unrecht; wer mich hasst, der liebt den Tod. (Sprüche 8:36)


Man kann sich nicht darauf verlassen, dass solche Führer unter dem MAD-Regime rational handeln, denn sie könnten einen Atomkrieg als Abkürzung betrachten, um ihre Ziele der Deindustrialisierung und Entvölkerung zu erreichen. Natürlich haben sie ihre Bunker in der Schweiz und glauben irrationaler Weise, dass sie die Feuersbrunst überleben werden, um die neue Elite einer grüneren, von Technokraten kontrollierten Welt zu werden.


Die Mitglieder der Heaven's Gate-Sekte glaubten ebenfalls, dass sie durch Massenselbstmord in einen höheren und besseren Zustand aufsteigen würden. Soweit man weiß, lagen sie damit völlig falsch. Aber das hat sie nicht davon abgehalten, Massenselbstmord zu begehen.


Jesus sagte, dass man keinen neuen Wein in einen alten Weinschlauch gießt. Der Grund dafür ist, dass sich das Leder eines Weinschlauches unter dem Druck der Gärung ausdehnt. Ein alter Weinschlauch hat seine Elastizität verloren und kann die Kraft einer zweiten Ladung gärenden Weins nicht mehr aufnehmen. Er wird platzen.


Mir scheint, dass die "Mutual Assured Destruction" ein alter Weinschlauch aus dem zwanzigsten Jahrhundert ist, der möglicherweise nicht in der Lage ist, die gärenden Gedanken der "jungen Führer" der Vernichtungspolitik aufzunehmen, deren Herzen auf dem Weltwirtschaftsforum geschult wurden.


Im vergangenen Jahr hat der Westen bereits gezeigt, dass er einen Zustand chronischen kriminellen Wahnsinns erreicht hat.


Zuerst haben sie die Nord Stream Pipeline in die Luft gejagt, die zur Deindustrialisierung Westeuropas führen wird.


Das ist krimineller Wahnsinn!


Dann hat die Ukraine unter westlicher Aufsicht und mit westlichen Waffen die letzten sechs Monate damit verbracht, das Kernkraftwerk Saporischschja zu beschießen, um einen Atomunfall zu verursachen.


Das ist krimineller Wahnsinn!


Jetzt hat das russische Verteidigungsministerium bereits erklärt, dass es Beweise dafür gibt, dass die von der NATO unterstützten Ukrainer unter falscher Flagge eine radiologische oder nukleare Waffenexplosion auf ihrem eigenen Boden planen!!!


Das ist kriminell selbstmörderischer Wahnsinn!


Wir sind an einem Punkt in der Weltgeschichte angelangt, an dem der Westen anscheinend einen nuklearen Angriff unter falscher Flagge in der Ukraine plant, der Russland angelastet werden soll, um die nächste große Veränderung zu rechtfertigen, was auch immer das sein mag. Und Russland stellt sich ihnen in den Weg. Die Führer des Westens sind nachweislich verrückt geworden. Und das bedeutet, dass MAD kein Schutzschild gegen einen Atomkrieg mehr ist.


Alle verbleibenden vernünftigen Mächte dieser Welt müssen dies sofort berücksichtigen und mit den Vorbereitungen und Planungen beginnen, um einen Atomkrieg gegen einen teuflisch verrückten und selbstmörderischen Gegner zu überleben und zu gewinnen, der einen totalen Atomkrieg vielleicht nicht als etwas Schlechtes ansieht.


Wenn Karthago darauf wartet, dass Rom den nächsten Schritt macht, und darauf vertraut, dass die Parteien in gutem Glauben rationale Entscheidungen im Rahmen des Völkerrechts treffen, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass Karthago einmal mehr zerstört wird.


Kyrie eleison über uns alle!


Die Ansichten des Autors stimmen nicht in allen Details, speziell den religiösen Bezügen, mit denen der Seniora-Redaktion überein.


Quelle: https://thesaker.is/carthage-must-be-destroyed/


Carthage Must Be Destroyed!


Info: https://seniora.org/politik-wirtschaft/karthago-muss-vernichtet-werden-carthage-must-be-destroyed?acm=3998_1599

22.12.2022

noch einige Infos...

aus e-mail von Doris Pumphrey, 22. Dezember 2022, 18:34 Uhr


https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/701523/UN-Experten-fordern-Abkehr-von-der-Sanktionspolitik

22.12.2022


*Drei UN-Experten fordern eine Abkehr von der Sanktionspolitik, die

einige Staaten seit Jahrzehnten zur Durchsetzung ihrer Interessen

verfolgen.*


Sanktionen zur Bestrafung von Regierungen sind eine Behinderung für die

humanitäre Hilfe weltweit - das prangern drei Sonderberichterstatter der

Vereinten Nationen an. Ausnahmen, die auf dem Papier für humanitäre

Hilfe gemacht würden, funktionierten in aller Regel nicht, teilten sie

am 23. November in Genf mit. Das habe verheerende Folgen für Millionen

von Menschen. Sie könnten unter anderem nicht richtig mit

Nahrungsmitteln, Medikamenten und medizinischem Gerät versorgt werden.


Die vom UN-Menschenrechtsrat bestellten Experten nennen keine Länder und

keine Sanktionsregime, betonen aber, dass sie ihre Sorgen mit den

Vereinigten Staaten und der Europäischen Union geteilt hätten. Diese

verhängen seit Jahrzehnten Sanktionen gegen geopolitische Konkurrenten -

etwa gegen Russland, den Iran oder die in Afghanistan regierenden

militant-islamistischen Taliban. Die Reaktion von den Gesprächspartnern

stehe noch aus, so die Experten.


Humanitäre Helfer, Geldgeber und Finanzinstitutionen hätten oft nicht

das Fachwissen, um durch die komplexen Sanktionsregeln zu manövrieren.

Ausnahmen für humanitäre Hilfe seien oft vage und würden unterschiedlich

interpretiert. Das führe zu großen Verzögerungen und oftmals spielten

etwa Banken aus Sorge, doch eine Regel zu verletzen, trotz humanitärer

Lizenz am Ende nicht mit.


Die Experten rufen die internationale Gemeinschaft auf, sich mit den

humanitären Folgen von Sanktionsregimen auseinanderzusetzen und für

Abhilfe zu sorgen. Bei den Experten handelt es sich um den

Berichterstatter für das Recht auf Nahrung, Michael Fakhri, den

Berichterstatter für Menschenrechte und internationale Solidarität,

Obiora C. Okafor und Alena Douhan, deren Mandat es ist, die negativen

Auswirkungen von einseitigen Zwangsmaßnahmen auf die Wahrnehmung der

Menschenrechte zu untersuchen.


RT-Liveticker 21.12.022

<https://meinungsfreiheit.rtde.life/international/131481-liveticker-ukraine-krieg-westen-bezweifeln/>

16:20 Uhr

*Verteidigungsminister Russlands:

Aussagen Merkels haben gezeigt, dass Russland nie Verursacher des

Konflikts war*


Der Verteidigungsminister Russlands Sergei Schoigu hat seinen großen

Lagebericht abgegeben <https://t.me/mod_russia/22809>. Zusammenfassend

hätten die Äußerungen Merkels und anderer westlicher Politiker gezeigt,

dass Russland nie einer der Verursacher des Konflikts in der Ukraine

gewesen sei. Russland führe die Sonderoperation durch, um die

Bevölkerung vor Völkermord und Terror zu schützen. Dabei ergreifen

die russischen Streitkräfte umfassende Maßnahmen, um den Tod von

Zivilisten bei der Sonderoperation zu vermeiden und greifen nur

Militärobjekte, Rüstungsunternehmen und die Waffenlieferketten an.


Die ukrainische Seite greife dagegen auf verbotene Kampfmethoden zurück,

einschließlich terroristischer Angriffe und Auftragsmorde, und beschieße

Zivilisten mit schweren Waffen. Die westlichen Länder würden versuchen,

all dies zu ignorieren. Unter anderem stellte Schoigu fest, dass 27

Länder bereits Waffen im Wert von 97 Milliarden US-Dollar an die

Ukraine geliefert hätten. Außerdem sind mehr als 500 US- und

NATO-Satelliten für ukrainische Streitkräfte im Einsatz. Jedoch ist

bereits ein großer Teil der ukrainischen Waffen und Ausrüstung zerstört.


Russland sei stets offen für konstruktive Friedensverhandlungen, aber

der Westen versuche, die Feindseligkeiten in der Ukraine auszudehnen, um

Russland zu schwächen. Die USA und deren Verbündete würden daneben auch

einen Informationskrieg gegen Russland führen und gezielt zahlreiche

Falschmeldungen über das Geschehen in der Ukraine verbreiten, während

die westlichen Medien über zahlreiche Kriegsverbrechen des ukrainischen

Militärs schweigen.


Die Sonderoperation habe eine hohe militärische Professionalität auf

allen Ebenen der russischen Armee unter Beweis gestellt. Die Sanitäter

der russischen Streitkräfte im Gebiet der Sonderoperation leisten den

Verwundeten innerhalb von zehn Minuten Erste Hilfe und liefern sie

innerhalb einer Stunde an medizinische Einheiten.

Im Jahr 2023 werde die militärische Sonderoperation Russlands

fortgesetzt, bis deren Ziele vollständig erreicht sind. Die Streitkräfte

Russlands sollten auf 1,5 Millionen Soldaten aufgestockt werden, so Schoigu.



https://meinungsfreiheit.rtde.life/europa/157758-ungarns-parlamentpraesident-spricht-vom-strategischen/

21.12.2022

*Ungarns Parlamentspräsident:

Westen beging in Ukraine "strategischen Fehler"


*Der Westen hat einen großen Fehler begangen, als er versucht hat, die

Ukraine in eine antirussische Hochburg zu verwandeln und damit Moskau

keine andere Wahl ließ, als zu intervenieren, so der Präsident des

ungarischen Parlaments, László Kövér, am Dienstag.

In einem Gespräch

<https://infostart.hu/arena/2022/12/20/kover-laszlo-az-orszaggyules-elnoke

mit dem ungarischen /InfoRádió/ erklärte Kövér, dass der

Ukraine-Konflikt die globale geopolitische Karte verändert habe. Er

fügte hinzu, dass die europäischen politischen Eliten, als der Westen

neue Sanktionen gegen Russland verhängt hatte, "aus irgendeinem Grund

davon begeistert waren, Russland wirtschaftlich [und] politisch zu

zerstören". Zugleich trennten sie das Land von der EU, indem sie "einen

neuen eisernen Vorhang schufen".


Kövér, der eines der Gründungsmitglieder der Fidesz-Bewegung

war, verurteilte die russische Militäraktion in der Ukraine, wies aber

darauf hin, dass der Westen Moskau seit mehreren Jahrzehnten von seinen

"alten imperialen Grenzen" zurückdränge. Überdies habe Moskau erkannt,

dass "dies dem Westen nicht genügt", da er sich den Kerngebieten der

Nation nähere, so der ungarische Politiker weiter. Er betonte:

/"Ich denke, der Westen hat einen strategischen Fehler begangen, als er

versucht hat, die Ukraine nicht nur aus Russlands Interessensphäre zu

entziehen, sondern sie auch in eine große Bevölkerungs- und Militärbasis

gegen Russland zu verwandeln."/


Der 62-Jährige fügte hinzu, dass Moskau das Gefühl entwickelt habe,

angesichts dieser Bestrebungen nicht länger untätig bleiben zu können.

Er wies darauf hin, dass das Sanktionsregime gegen Moskau "Europa viel

mehr geschadet hat als Russland" und betonte, dass Mitteleuropa sein

Bestes tun sollte, um zu vermeiden, "die östliche Peripherie eines

Nordatlantik-Imperiums" zu werden.

Während er zu einer friedlichen Lösung des Ukraine-Konflikts aufrief,

erklärte Kövér zugleich, dass das "optimale Szenario" für Europa die

Einrichtung eines "europäischen Friedenssystems wäre, in dem die

Sicherheitsbedürfnisse beider Seiten berücksichtigt werden". (…)



https://meinungsfreiheit.rtde.life/nordamerika/157767-us-demokrat-geoffrey-young-will/

21.12.2022

*US-Demokrat Young:

Joe Biden gehört wegen Kriegsverbrechen angeklagt

*

Der US-Politiker Geoffrey Young von der Demokratischen Partei schlug

Mitte Dezember per Twitter-Meldung vor, den US-Präsidenten

<https://mobile.twitter.com/GeoffYoung4KY/status/1602478182258855936

Joe Biden wegen der Tötung von Zivilisten im Donbass anzuklagen.

Er reagierte damit auf die Twitter-Botschaft zuvor vom US-Außenminister

<https://mobile.twitter.com/SecBlinken/status/1601382126615932930

Antony Blinken. Blinken hatte in seiner Mitteilung den Bürgern zum 74.

Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte gratuliert und

dabei auch erklärt, alle Menschen auf der Welt sollten diese Rechte haben.

In seiner Twitter-Antwort bezeichnete Geoffrey Young ihn daraufhin als

einen großen Kriegsverbrecher, denn damit würde Antony Blinken die

US-Regierung und die NATO bei der Tötung von Zivilisten in der DVR und

der LVR unterstützen.

/"Sie sollten wegen Kriegsverbrechen angeklagt und für 30 Jahre ohne

Bewährung inhaftiert werden. Dasselbe gilt für [den Nationalen

Sicherheitsberater] Jake Sullivan, [die US-Staatssekretärin] Victoria

Nuland und den Präsidenten Joe Biden",/ schrieb Young.



https://meinungsfreiheit.rtde.life/international/157897-bericht-nato-chef-stoltenberg-soll/

22.12.2022

*Bericht: NATO-Chef Stoltenberg soll IWF leiten *


NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg könnte zum neuen Chef des

Internationalen Währungsfonds ernannt werden, berichtete der norwegische

Sender TV 2 unter Berufung auf "zuverlässige" Quellen innerhalb des

Atlantischen Bündnisses.


Dem Bericht zufolge gilt Stoltenberg als Favorit für den Posten in

Washington. Derzeit wird der Internationale Währungsfonds (IWF) von

Kristalina Georgiewa, einer erfahrenen bulgarischen

Wirtschaftswissenschaftlerin, geleitet, deren Amtszeit im Jahr 2024

enden soll.


Stoltenberg hätte die NATO noch im September verlassen sollen, doch

seine Amtszeit wurde angesichts des anhaltenden Konflikts in der Ukraine

bis Ende 2023 verlängert. Da kein Nachfolger für den Posten in Sicht

ist, könnte Stoltenbergs Amtszeit sogar über das Jahr 2023 hinaus

verlängert werden.


Berichten zufolge werden mehrere hochrangige Politiker für den neuen

NATO-Vorsitz in Betracht gezogen. Angeblich soll erstmals eine Frau an

der Spitze stehen. Mögliche Kandidatinnen sind die slowakische

Präsidentin Zuzana Čaputová, die estnische Premierministerin Kaja Kallas

und die ehemalige kroatische Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarović.


Anfang November berichtete die /New York Times/, dass Washingtons

Spitzenkandidatin Chrystia Freeland sei, die derzeit Kanadas

Finanzministerin und stellvertretende Premierministerin ist. Die

Politikerin, die für ihre pro-ukrainische Haltung bekannt ist, ist die

Enkelin von Michail Chomiak, der in der besetzten polnischen Stadt

Krakau eine pro-nazistische und antisemitische Zeitung herausgab.

Freeland äußerte sich in Bezug auf ihre Abstammung zweideutig. Sie

weigerte sich, ihre Großeltern mütterlicherseits zu verurteilen. Im Jahr

2015 veröffentlichte sie einen Essay mit dem Titel "Meine Ukraine", in

dem sie erklärte, dass ihre Großeltern "sich als politische

Exilanten sahen, die die Verantwortung hatten, die Idee einer

unabhängigen Ukraine am Leben zu erhalten".  "Die Frage, wie jeder der

Kandidaten zur Unterstützung der Ukraine im Krieg gegen Russland steht,

wird ein entscheidender Faktor sein", schrieb die /New York Times/.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

22.12.2022

Ein schlechter Friede ist besser als ein guter Krieg

seniora.org, 22. Dezember 2022, 21. Dezember 2022 Autor: Ralph Bosshard übernommen von GlobalBridge.ch

Am vergangenen Montag besuchte der russische Präsident Wladimir Putin seinen belarussischen Amtskollegen Alexander Lukashenko in Minsk. Am Rand dieses Treffens erklärte Putin, er sei in Kontakt mit weiteren Amtskollegen in verschiedenen Ländern. Dabei erwähnte er namentlich den französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron (1). Mindestens ebenso interessant ist aber, wen er nicht erwähnte: den deutschen Kanzler Olaf Scholz. Die Interviews von Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel im «Spiegel» und in der «ZEIT» vom 7. und 8. Dezember zeitigen offensichtlich schon erste Auswirkungen.


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Die ehemalige deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel Hand in Hand mit dem Präsidenten der Ukraine Wolodymyr Selenskyj (Bild UA.Gov)


Am 7. Dezember rechtfertigte Angela Merkel ihre Russland-Politik nach 2014 in Interviews mit dem „Spiegel“ und der „Zeit“:

„… das Minsker Abkommen 2014 war der Versuch, der Ukraine Zeit zu geben. Sie hat diese Zeit auch genutzt, um stärker zu werden, wie man heute sieht.“ (2).

Diese Worte wurden nicht nur in Deutschland als deutlicher Hinweis darauf interpretiert, dass die Minsker Vereinbarungen nur dazu dienten, der Ukraine die nötige Zeit zu verschaffen, um eine militärische Lösung des Konflikts vorzubereiten.


Im Trubel um diese Aussage ging eine andere etwas unter, die von aufmerksamen Beobachtern sehr wohl verstanden wurde: Der Widerstand Deutschlands gegen einen Beitritt der Ukraine und Georgiens auf dem NATO-Gipfel 2008 in Bukarest hatte offenbar lediglich zum Ziel, die Ukraine aus der NATO rauszuhalten, damit das Bündnis bei einem absehbaren Konflikt mit Russland  nicht von der ersten Sekunde an Kriegspartei sein würde, aber die Ukraine dennoch für einen künftigen Krieg mit Russland „… als Rammbock in Stellung gebracht werden könne“ (3). Das Narrativ der russischen Regierung, wonach die NATO mit dem Werkzeug Ukraine einen Krieg gegen Russland führe, erfuhr damit eine Bestätigung.


Merkels Aussagen sind ein Affront gegen alle, die versuchten, den Konflikt in und um die Ukraine mit friedlichen Mitteln zu lösen. Insofern muss man nun auch das Normandie-Format generell hinterfragen (4). Die Schweiz widmete der Einhaltung des Waffenstillstands in der Ostukraine ein besonderes Augenmerk, seit sie im Jahr 2014 den Vorsitz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa OSZE innehatte. Die drei Minsker Abkommen zur Einstellung der Feindseligkeiten im September 2014 und Februar 2015 wurden unter der Leitung der Schweizer Diplomatin Heidi Tagliavini ausgehandelt (5). Es war der damalige Schweizer Außenminister Didier Burkhalter, der im März 2014 die Initiative zur Schaffung der OSZE-Sonderbeobachtermission, der Special Monitoring Mission (SMM), in der Ukraine ergriff, als deren stellvertretender Chefbeobachter der Schweizer Alexander Hug während vieler Jahre diente (6). Auch später, als der Schweizer Thomas Greminger als Generalsekretär der OSZE amtete, war der Schweizer Diplomatie die Einhaltung des Minsker Waffenstillstands ein besonderes Anliegen.


Der schwierige Stand der SMM

Ursprünglich als Mission zur Überwachung von Menschen- und Minderheitenrechten, der Lage der Frauen, von Pressefreiheit und Rechtsstaatlichkeit eingerichtet, musste die SMM ab September 2014 zusätzlich die Einhaltung des Minsker Waffenstillstands verfolgen. Nach 2014 scheuten sich die Vorsitzenden der OSZE, eine eigentliche Peacekeeping Mission auf die Beine zu stellen oder das Mandat der SMM anzupassen, denn sie befürchteten, dass kein Konsens über ein neues Mandat zustande kommen würde. Stattdessen wurde die SMM von ursprünglich 100 Mitarbeitern auf weit über 1’000 ausgebaut und mit den notwendigen materiellen und finanziellen Ressourcen ausgestattet. Dazu gehörten auch Drohnen.


Obwohl die SMM stets darauf verzichtete, die Verantwortlichen für die Verletzung des Minsker Waffenstillstands zu benennen, hatte sie immer einen schweren Stand: Sie wurde von den Machthabern auf beiden Seiten der Front unter Druck gesetzt, ihre Berichterstattung wurde von allen Parteien kritisiert und ihre Mitarbeiter erlebten teilweise offene Ablehnung. Letzteres war zum Teil dadurch bedingt, dass die Hoffnung der Bewohner des Konfliktgebiets auf ein Ende der Kampfhandlungen sich nicht erfüllte. Den Patrouillen der SMM wurde oftmals die Durchfahrt durch Checkpoints oder der Zugang zu Objekten verweigert und in Einzelfällen wurden sie auch offen bedroht. Solches geschah fast ausschließlich auf dem Territorium unter Kontrolle der selbsternannten Volksrepubliken von Donetsk (DNR) und Lugansk (LNR) (7). Die Drohnen der SMM wurden täglich elektronisch gestört, indem die Funkverbindung zur Bodenkontrollstation oder der Empfang von GPS-Satellitendaten unterbrochen wurde. Regelmäßig wurde auch auf sie geschossen. Dass beide Seiten sich daran beteiligten, war auch in der OSZE-Zentrale in Wien absolut klar (8). Symptomatisch war ein Vorfall am 7. Oktober 2019, als im Raum Mariupol innerhalb von Minuten beide Konfliktparteien nacheinander auf eine Drohne der SMM schossen. Die Angaben aus dem Tagesbericht der SMM ließen damals sogar eine Bestimmung der Stellungen zu, aus denen der Beschuss erfolgte (9). Die Konfliktparteien hätten die Fehlbaren zur Rechenschaft ziehen können, wenn sie gewollt hätten.


Das Sekretariat der OSZE untersuchte die Vorkommnisse, bei welchen ihr Personal gefährdet wurde. Auch hier teilten sich die Konfliktparteien die Verantwortung. Ein Beispiel ist der Vorfall am Checkpoint der ukrainischen Regierungstruppen (UAF) in Novotroitske am 5. Oktober 2017: Kaum hatte eine Patrouille der SMM den Checkpoint der UAF erreicht, eröffneten diese aus Mörsern das Feuer auf den gegenüberliegenden Checkpoint der bewaffneten Kräfte der Volksrepublik Donetsk. Hierbei spekulierten sie darauf, dass die Rebellen schon nicht zurückschießen würden, um die Patrouille nicht zu gefährden und der Ukraine nicht Munition für das übliche Blame Game zu bieten, das in den Foren der OSZE nach solchen Vorfällen jeweils folgte (10). Dieses buchstäbliche Spiel mit dem Feuer betrieben beide Seiten jahrelang. Ein weiteres schmutziges Spiel bestand darin, Checkpoints auf der Gegenseite zu beschießen, kurz nachdem eine Patrouille der SMM an diesem beobachtet worden war. Dadurch entstand bei den betroffenen Soldaten mit der Zeit der Verdacht, Personal der OSZE würde Minenwerfer- bzw. Mörser-Feuer der Gegenseite anfordern. Generell wurde auf Leib und Leben des Personals der SMM wenig Rücksicht genommen. Der Tod eines amerikanischen Mitarbeiters der OSZE geht wahrscheinlich auf das Konto des UAF (11), derjenige eines Schweizer Delegierten des IKRK fast sicher ebenfalls (12).


Langes Sündenregister

In acht Jahren wurde der Waffenstillstand von Minsk fast nie vollständig eingehalten. Aber auch in der Zentrale der OSZE in Wien war man sich dessen bewusst, dass sich entlang einer Frontlinie von 400 km Länge immer ein ängstlicher Soldat findet, der im Zweifelsfall sein Magazin leerschiesst, wenn er es mit der Angst zu tun bekommt. Mangelnde Disziplin und Alkoholmissbrauch dürften ebenfalls eine gewisse Rolle gespielt haben. Auffällig war jedenfalls die beinahe täglich zu beobachtende Zunahme der Waffenstillstandsverletzungen nach Einbruch der Dunkelheit.


Der Unterschied zwischen dem Konflikt in der Ukraine und jenem in Berg-Karabach lag aber im Einsatz von schweren Waffen. In Karabach kam solches nur selten vor, in der Ukraine hingegen täglich. Der Einsatz von Minenwerfern bzw. Mörsern, Artillerie und Mehrfach-Raketenwerfern (MLRS) kann kaum erfolgen, ohne dass Feuerleitsysteme auf Bataillons- oder gar Brigade-Ebene einbezogen werden. Deshalb ist der Einsatz von Artillerie und MLRS im Falle eines Bruchs des Waffenstillstands in der Regel als Ausdruck des entsprechenden politischen Willens zu werten. Dass nicht nur die von Russland unterstützten Rebellen, sondern auch die Ukraine wissentlich und willentlich den Waffenstillstand von Minsk verletzten, beobachtete die SMM während sechs Jahren täglich.


Von der Unterzeichnung des Minsker Maßnahmen-Pakets im Februar 2015 bis ins Jahr 2020 verfolgte die Delegation der Schweiz bei der OSZE die Verletzungen des Minsker Waffenstillstands systematisch und führte eine eigentliche Statistik darüber. Circa 40 Prozent der Waffenstillstandsverletzungen ließen sich hierbei einer der beiden Konfliktparteien zuordnen. Dabei stellte sich heraus, dass beide Parteien in vergleichbarem Ausmaß den Waffenstillstand verletzten. In der Regel zeichneten die Rebellen der LNR und DNR für 40 bis 60 Prozent der Waffenstillstandsverletzungen verantwortlich und umgekehrt die ukrainischen Regierungstruppen für 60 bis 40 Prozent. Natürlich rechtfertigten sich die Konfliktparteien immer mit der Notwendigkeit der Selbstverteidigung. Eine stichprobenartige Untersuchung der Waffenstillstandsverletzungen ergab jedoch, dass beide Seiten auch unprovoziert schwere Waffen einsetzten: So wurden im Zeitraum vom 25.03. bis 02.04.2017 sieben Verletzungen des Waffenstillstands durch die bewaffneten Formationen der selbsternannten Volksrepubliken von Lugansk und Donetsk begangen, ohne dass die UAF zum fraglichen Zeitpunkt und im betroffenen Raum Waffen eingesetzt hätten. Somit entfiel Notwehr als Begründung für den Waffeneinsatz. Umgekehrt verletzten die ukrainischen Regierungstruppen im gleichen Zeitraum den Waffenstillstand elf Mal, davon acht Mal mit schweren Waffen   – ebenfalls unprovoziert (13).


Esel und Grautiere

Regelmäßig wurden auch Wohngebiete in Dörfern und Städten mit schweren Waffen beschossen. Diese Taten wurden zu 80 Prozent von der UAF begangen. Dem entsprechend zeigt die Auflistung der zivilen Opfer, welche das Büro des UN-Menschenrechtsbeauftragten (UNHCHR) in Kiew führte, dass in den Jahren zwischen 2018 und 2021 nicht weniger als 81 Prozent der zivilen Opfer auf der Seite der LNR und DNR anfielen (14). Die tatsächliche Anzahl ziviler Opfer nach 2014 dürfte erheblich höher sein, als im Bericht des UNHCHR ausgewiesen, möglicherweise weit über 10’000


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Tabelle: Zivile Opfer in der Ukraine 2018 -2021
Quelle: UN High Commissioner for Human Rights, HR Monitoring Mission in Ukraine, Hervorhebungen durch den Verfasser.


Am Beginn dieser unheilvollen Entwicklung stand der Beschuss von Mariupol mit Mehrfach-Raketenwerfern und der Beschuss der Ulitsa Kuprina in Donetsk im Januar 2015, wobei Grund besteht, an der offiziellen Version zu zweifeln, wonach die bewaffneten Kräfte der DNR hierfür verantwortlich seien (15). Es waren gerade die schweren Waffen, welche die meisten Opfer unter der lokalen Bevölkerung forderten. Über die Verluste der Streitkräfte lagen und liegen bis heute kaum verlässliche Zahlen vor, denn darüber gaben die Kriegsparteien nur ungern Auskunft. 

Eine auf Basis der Tagesberichte der SMM vorgenommene Auswertung über den Beschuss von Kindergärten und Schulen in den Jahren 2020 und 2021 ergab 19 solcher Fälle. Davon lagen 16 Ziele auf dem Territorium der selbsternannten Volksrepubliken von Donetsk und Lugansk, womit die Urheberschaft am ehesten bei den UAF zu suchen ist (16). Eher dürftig wirkten in solchen Fällen oftmals die Rechtfertigungen der Konfliktparteien, der betreffende Ort sei als Unterkunft für Truppen genutzt worden. Die Anwesenheit von Soldaten mit Handfeuerwaffen genügt wohl kaum, um einen Notwehrfall zu begründen und mit Artillerie in Wohngebiete hinein zu schießen.


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Tabelle: Beschuss von Kindergärten und Schulen 2020 und 2021.
Quelle: Tagesberichte SMM, Tabelle: Verfasser


Hinter dem Beschuss von Schulen dürfte vielmehr eine Strategie stehen, die sich aus einer Rede des ehemaligen Staatspräsidenten der Ukraine, Petro Poroshenko erschließt: 

„Unsere Kinder werden in die Schulen und Kindergärten gehen, und ihre Kinder werden in Kellern sitzen“ (17), 

sagte Poroshenko einmal mit Blick auf die Kinder in den selbsternannten Volksrepubliken von Donetsk und Lugansk. 

Und auch der Beschuss von Einrichtungen zur Versorgung der Bevölkerung mit essenziellen Gütern und Dienstleistungen ist keine neue Erscheinung seit dem 24. Februar dieses Jahres. Häufig betroffen war beispielsweise das Wasserwerk von Kamyanka am Nordrand von Donetsk, welches noch heute die Menschen auf beiden Seiten der Front mit Trinkwasser versorgt (18).

Alles in allem darf man festhalten, dass der Einsatz der SMM über mehrere Jahre hinweg aufzeigte, dass im wöchentlich stattfindenden Blame Game im Ständigen Rat der OSZE und dem Forum für Sicherheitskooperation der eine Esel den anderen mit Grautier schimpfte.


Ein Schuss ins eigene Knie

Im Lichte der Äußerungen Merkels wird jetzt auch klar, weshalb Deutschland als Vermittler des Minsker Waffenstillstands nicht lauter gegen die zahlreichen Waffenstillstandsverletzungen protestierte: Der Krieg musste mit geringer Intensität in Gang gehalten werden, denn wäre Frieden eingekehrt im Donbass, dann wäre die ukrainische Regierung unter Druck gekommen, die politischen Bestimmungen des Minsker Maßnahmenpakets umzusetzen, was sie offen ablehnte. Nach einer längeren Phase der Waffenruhe hätte die ukrainische Regierung einen erneuten Kriegsbeginn nicht rechtfertigen können. Im Gegenzug waren die Rebellen der LNR und DNR nicht gewillt, schwere Waffen von der Frontlinie abzuziehen, solange das ukrainische Parlament keine Anstalten machte, die erwähnten politischen Bestimmungen umzusetzen.


Merkel diskreditiert mit ihren Aussagen die Anstrengungen Deutschlands während acht Jahren und letzten Endes auch sich selbst. Im Kreml wird man sich nun fragen, weshalb Russland über einen neuen Waffenstillstand verhandeln sollte, denn völkerrechtlich bindende Verträge   – und das Minsker Maßnahmenpaket war Teil einer Resolution des UNO-Sicherheitsrats   – sind ja offensichtlich nicht viel wert (19). 


Friede in der Ukraine?

Was braucht es nun, damit in der Ukraine wieder Friede einzieht? Ein erster Schritt wäre einmal der Verzicht auf Polemik und der sorgfältigere Umgang mit dem Thema der Propaganda. Die Leichtigkeit, mit welchem dieser Begriff derzeit verwendet wird, ist oftmals nur noch als Ausdruck der Hilflosigkeit zu werten, wenn es am Willen oder der Fähigkeit zur sachlichen Auseinandersetzung fehlt.


Mit ihren Äußerungen hat Angela Merkel das Vertrauen Russlands zerstört, ebenso wie jenes vieler Länder außerhalb der EU. Es ist kaum anzunehmen, dass Russland Deutschland noch als Dialogpartner akzeptiert. Deutschland wird Mühe haben, seinen Anspruch auf die Führung einer moralisch überlegenen Außenpolitik zu begründen. Angesichts der Rolle, die Frankreich in den vergangenen acht Jahren spielte, stellt sich die Frage, ob Emmanuel Macron vertrauenswürdiger ist, als Angela Merkel oder auch Olaf Scholz. Vielleicht sind Anrufe von Präsident Macron im Kreml nicht viel mehr als Zeitverschwendung. Die russische Führung wollte schon immer direkt mit der US-Regierung sprechen und hat nun einen Grund, die Europäer links liegen zu lassen. Für die Bevölkerung des kriegsgeplagten Donbas(s) gibt es jetzt erst recht keinen Grund mehr, den Westeuropäern zu vertrauen. Die Menschen dort wollten nie westlicher Geopolitik dienen. 

Angela Merkel bestätigte implizit das Narrativ Moskaus, Russland sei mit der sogenannten Militärischen Sonderoperation einem ukrainischen Angriff auf die abtrünnigen Volksrepubliken von Donetsk und Lugansk zuvorgekommen.


Nach den Erfahrungen mit den Minsker Abkommen von 2014 und 2015 werden zukünftige Vermittler wohl kaum mehr den Fehler begehen, politische und militärische Bestimmungen in einem Abkommen zu vermischen und werden folglich ein reines Waffenstillstandsabkommen anstreben. Ein solches Abkommen wird die militärische Situation einfrieren und damit den Status quo bestätigen, vielleicht für Jahre. Das kann nicht im Interesse der Ukraine liegen.


Solange die zahlreichen Kriegsverbrechen, welche beide Seiten ihrem jeweiligen Gegner vorwerfen, nicht untersucht sind, braucht der Osten der Ukraine eine „harte Grenze“, welche ethnische Ukrainer und Russen trennt, denn das Vertrauen, welches für ein Zusammenleben notwendig ist, dürfte auf die Dauer einer Generation hinaus zerstört sein. Solche Untersuchungen werden sich über Jahre hinziehen. Der Panslawismus, das Narrativ von Russen und Ukrainern als Brudervölker, das namentlich in Russland gepflegt wurde, ist wohl Schnee von gestern. Wie lange es gehen kann, bis wieder Normalität einkehrt, zeigt das Beispiel des ehemaligen Jugoslawiens.


Im russisch-ukrainischen Konflikt setzen beide Seiten derzeit auf militärische Mittel. Die Erfahrungen aus dem Südkaukasus zeigen jedoch, dass eine Regierung auch in Kriegszeiten immer eine Verhandlungsstrategie zur Hand haben sollte, denn die Aussicht auf einen endlosen Krieg ist auf Dauer nicht attraktiv. Die Probleme, die dem aktuellen Konflikt in der Ukraine zugrunde liegen, lassen sich sowieso nicht mit Gewalt lösen. Ähnliche Probleme mit nationalen Minderheiten gibt es auch anderswo auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion, und wenn jedes dieser Probleme durch die Annexion von Gebieten oder die Vertreibung der lokalen Bevölkerung gelöst werden soll, dann steht den Menschen in diesem Raum in den nächsten Jahrzehnten viel Ungemach bevor.


Es sieht so aus, als müssten andere Mächte Europa helfen, seine Probleme zu lösen, nachdem die Europäer jahrzehntelang versucht haben, alle anderen zu belehren. Wer eine Führungsrolle in der Weltpolitik beansprucht, sollte eigentlich bessere Lösungen als Tod und Zerstörung zu bieten haben. Einen weihnachtlichen Waffenstillstand wird es nicht geben und vom Frieden auf Erden sind wir weit entfernt. Viel treffender ist derzeit wohl eher das alte Sprichwort, das besagt, dass ein schlechter Friede einem guten Krieg vorzuziehen ist. Für mehr wird es auch nach diesen Weihnachten nicht reichen. 

Meinungen in Beiträgen auf Globalbridge.ch entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors.


Zum Autor: Ralph Bosshard studierte Allgemeine Geschichte, osteuropäische Geschichte und Militärgeschichte, absolvierte die Militärische Führungsschule der ETH Zürich sowie die Generalstabsausbildung der Schweizer Armee und arbeitete 25 Jahre als Berufsoffizier (Instruktor). Er absolvierte eine Sprachausbildung in Russisch an der Staatlichen Universität Moskau sowie eine Ausbildung an der Militärakademie des Generalstabs der russischen Armee. Mit der Lage in Osteuropa und Zentralasien ist er aus seiner sechsjährigen Tätigkeit bei der OSZE vertraut, in der er als Sonderberater des Ständigen Vertreters der Schweiz und Operationsoffizier in der Hochrangigen Planungsgruppe tätig war.


Anmerkungen: 

Der Verfasser war selbst von 2014 bis 2020 beruflich bei der OSZE in Wien, in der Ukraine und in Berg-Karabach tätig. 

  1. Siehe „Лукашенко оценил встречу с Путиным словами «Белоруссия не обойдется без России»“, bei Lenta.ru, 19.12.2022, online unter https://lenta.ru/news/2022/12/19/without/ und “ Путин рассказал о контактах с коллегами“, bei RIA Novosti, online unter https://ria.ru/20221219/putin-1839857206.html?utm_source=yxnews&utm_medium=desktop, in russischer Sprache. 
  2. Siehe Alexander Osang: Ein Jahr mit Ex-Kanzlerin Merkel »Das Gefühl war ganz klar: Machtpolitisch bist du durch«, in: DER SPIEGEL 48/2022, 24.11.2022, online unter https://www.spiegel.de/panorama/ein-jahr-mit-ex-kanzlerin-angela-merkel-das-gefuehl-war-ganz-klar-machtpolitisch-bist-du-durch-a-d9799382-909e-49c7-9255-a8aec106ce9c. Siehe auch Tina Hildebrandt, Giovanni di Lorenzo: Interview mit Angela Merkel, bei Zeit Online, 07.12.2022, online unter https://www.zeit.de/2022/51/angela-merkel-russland-fluechtlingskrise-bundeskanzler.
  3. Siehe Kommentar von Willy Wimmer, Staatssekretär a.D., bei World Economy, 09.12.2022, online unter https://www.world-economy.eu/nachrichten/detail/merkel-aeusserungen-zu-ihrer-ukraine-politik-kommentar-von-willy-wimmer-staatssekretaer-ad/
  4. Siehe Rudolf Guljaev: Der Sinn eines neuen Gipfeltreffens im Normandie-Format ist mehr als fraglich, bei World Economy, 20.05.2019 online unter https://www.world-economy.eu/nachrichten/detail/der-sinn-eines-neuen-gipfeltreffens-im-normandie-format-ist-mehr-als-fraglich/
  5. Es handelt sich dabei konkret um das Minsker Protokoll vom 05.09.2014, online unter https://www.osce.org/home/123257, das Minsker Memorandum vom 19.09.2014, online unter https://www.osce.org/files/f/documents/a/1/123807.pdf und das Minsker Maßnahmenpaket vom 12.02.2015, online unter https://www.osce.org/files/f/documents/5/b/140221.pdf; alle Originale in russischer Sprache. 
  6. Mandat der SMM: Permanent Council Decision No. 1117, 21.03.2014, auf der Homepage der OSZE, online unter https://www.osce.org/files/f/documents/d/2/117407.pdf
  7. Ukrainische Schreibweise Luhansk. 
  8. Der entsprechende Berichtspunkt findet sich in praktisch jedem Tagesbericht der Special Monitoring Mission der OSZE. Siehe Daily and spot reports from the Special Monitoring Mission to Ukraine, online unter https://www.osce.org/ukraine-smm/reports. Die SMM verfasste zu diesem Thema auch einen eigenen Bericht: THEMATIC REPORT, Restrictions of SMM’s freedom of movement and other impediments to fulfilment of its mandate January   – June 2021, online unter https://www.osce.org/files/f/documents/0/b/508991.pdf
  9. Siehe OSCE Special Monitoring Mission to Ukraine (SMM) Daily Report 238/2019 issued on 8 October 2019, online unter https://www.osce.org/special-monitoring-mission-to-ukraine/435002
  10. Siehe Latest from the OSCE Special Monitoring Mission to Ukraine (SMM), based on information received as of 19:30, 5 October 2017, online unter https://www.osce.org/special-monitoring-mission-to-ukraine/348436. Vgl. Rudolf Guljaev: Erneuter Anschlag auf die OSZE im Donbas geplant? bei World Economy, 07.06.2019 online unter https://www.world-economy.eu/nachrichten/detail/erneuter-anschlag-auf-die-osze-im-donbas-geplant/. Ders.: Ukrainische Militärs missbrauchen die Special Monitoring Mission (SMM) der OSZE in der Ukraine als menschliche Schutzschilde, bei World Economy, 27.05.2019 online unter https://www.world-economy.eu/nachrichten/detail/ukrainische-militaers-missbrauchen-die-special-monitoring-mission-smm-der-osze-in-der-ukraine-als-menschliche-schutzschilde/. Ders.: Die Strategie der Einschüchterung der OSZE Beobachter im Donbas durch die Ukraine geht weiter, bei World Economy, 27.05.2019 online unter https://www.world-economy.eu/nachrichten/detail/die-strategie-der-einschuechterung-der-osze-beobachter-im-donbas-durch-die-ukraine-geht-weiter/
  11. Hierzu gibt es einen vertraulichen Bericht der OSZE: Analyse zum Bericht der Independent Forensic Investigation vom 21.08.2017 über den tödlichen Zwischenfall mit einer Patrouille der SMM in Pryshyb am 23.04.2017, (VERTRAULICH). Dem Verfasser ist dieser Bericht bekannt.
  12. Siehe Internationales Komitee des Roten Kreuzes: Ukraine, ICRC delegate killed in Donetsk, 02.10.2014, online unter https://www.icrc.org/en/document/ukraine-icrc-delegate-killed-donetsk.
  13. Siehe Daily and spot reports from the Special Monitoring Mission to Ukraine, online unter https://www.osce.org/ukraine-smm/reports. Die Homepage der OSZE Special Monitoring Mission erlaubt die Sortierung der Tagesberichte nach Datum. 
  14. Siehe Conflict-related civilian casualties in Ukraine: UNITED NATIONS HUMAN RIGHTS MONITORING MISSION IN UKRAINE, 27 January 2022, online unter https://ukraine.un.org/sites/default/files/2022-02/Conflict-related%20civilian%20casualties%20as%20of%2031%20December%202021%20%28rev%2027%20January%202022%29%20corr%20EN_0.pdf. Vgl. „Hintergründe zum Beschuss ziviler Ziele in der Ukraine, Donetsk, wul. Kuprina“, OSZE-interner Bericht, 28.01.2015, basierend auf Spot report by the OSCE Special Monitoring Mission to Ukraine (SMM), 22 January 2015: Shelling Incident on Kuprina Street in Donetsk City, Kyiv, 22 January 2015, online unter https://www.osce.org/ukraine-smm/135786. Siehe auch zum Beschuss von Yasynuvata am 20.12.2017, Latest from the OSCE Special Monitoring Mission to Ukraine (SMM), based on information received as of 19:30, 21 December 2017 und Latest from the OSCE Special Monitoring Mission to Ukraine (SMM), based on information received as of 19:30, 22 December 2017, online unter https://www.osce.org/special-monitoring-mission-to-ukraine/364071 und https://www.osce.org/special-monitoring-mission-to-ukraine/364021. Ein interner Bericht der OSZE kam damals zum Schluss, dass die UAF hierfür eine ganze Artillerie-Batterie von sechs bis acht Geschützen einsetzte.
  15. Siehe Rudolf Guljaev: Расследование случая обстрела Мариуполя в январе 2015 года, bei World Economy, 26.01.2020, online unter https://www.world-economy.eu/nachrichten/detail/rassledovanie-sluchaja-obstrela-mariupolja-v-janvare-2015-goda/, in russischer Sprache. Ders.: False Flag Aktion und Kriegsverbrechen des „Bataillon Azov“?, bei World Economy, 10.03.2020, online unter https://www.world-economy.eu/nachrichten/detail/false-flag-aktion-und-kriegsverbrechen-des-bataillon-azov/. Ders.: Операция „под чужим флагом“ и военные преступления батальона Азов?, bei World Economy, 11.03.2020, online unter https://www.world-economy.eu/nachrichten/detail/operacija-pod-chuzhim-flagom-i-voennye-prestuplenija-batalona-azov/, in russischer Sprache. 
  16. Siehe siehe Daily and spot reports from the Special Monitoring Mission to Ukraine, online unter https://www.osce.org/ukraine-smm/reports.
  17. Siehe seine Rede: „Poroschenko: Ihre Kinder werden in Kellern sitzen“, online unter https://www.youtube.com/watch?v=kCWh7U-LroY.
  18. Siehe Beschuss der WFS Donetsk und des Verkhnokalmiuska Stausees: Latest from the OSCE Special Monitoring Mission to Ukraine (SMM), based on information received as of 19:30, 6 November 2017, online unter https://www.osce.org/special-monitoring-mission-to-ukraine/355221. Vgl. auch Table of ceasefire violations as of 5 November 2017https://www.osce.org/files/f/documents/1/e/354946.pdf, S. 1f. Schüsse auf einen Bus mit Mitarbeitern der VodadonbassaLatest from the OSCE Special Monitoring Mission to Ukraine (SMM), based on information received as of 19:30, 17 April 2018, online unter https://www.osce.org/special-monitoring-mission-to-ukraine/378136
  19. Siehe UN Meetings Coverage and Press Releases: 7384th MEETING (PM), SC/11785, 17.02.2015: Unanimously Adopting Resolution 2202 (2015), Security Council Calls on Parties to Implement Accords Aimed at Peaceful Settlement in Eastern Ukraine, online unter https://press.un.org/en/2015/sc11785.doc.htm.


Anmerkung der Redaktion Globalbridge.ch: Mit ihrem Geständnis, dass sie zu den Verträgen von Minsk ihre Zustimmung nur gegeben hat, um der Ukraine mehr Zeit für die Aufrüstung zu geben, und nicht damit die Verträge Minsk II eingehalten werden, hat Angela Merkel de facto auch die Verhandlungsleiterin, die Schweizer Spitzendiplomatin Heidi Tagliavini, betrogen. Eine formelle Medienanfrage vom 12. Dezember 2022 beim Schweizer Aussenministerium, ob man dazu eine Stellungnahme abgeben werde, wurde nicht beantwortet. (cm)

Quelle: https://globalbridge.ch/ein-schlechter-friede-ist-besser-als-ein-guter-krieg/
Mit freundlicher Genehmigung von GlobalBridge.ch


Info: https://seniora.org/wunsch-nach-frieden/demokratie/ein-schlechter-friede-ist-besser-als-ein-guter-krieg?acm=3998_1598


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

22.12.2022

„Innerhalb des globalen COVID-19-Staatsstreichs“.

COVID-19 war ein globaler Coup privater Finanz-, IT- und Geheimdienstkomplexe Geopolitik & Imperium mit Hrvoje Morić, Teil II Von Emanuel Pastreich und Hrvoje Morić


globalresearch.ca, 20. Dezember 2022

Thema: ,



Lesen Sie Teil I:

„Innerhalb des globalen COVID-19-Staatsstreichs“

Von Emanuel Pastreich und Hrvoje Morić , 12. Dezember 2022


Geopolitics & Empire:  Um noch einen Schritt weiter zu gehen, wo wollen sie uns hinführen? Ich habe das Gefühl, dass wir immer noch im Auge des Sturms sind, die Operation COVID-19 ist noch lange nicht abgeschlossen. Du schreibst,

„Infolgedessen werden globale Institutionen wie Bretton Woods, die UNO, IT-Unternehmen, Google, Facebook, Microsoft und Oracle militarisiert, während wir hier sprechen. Was sie heute Russen antun dürfen, werden sie morgen mit Ihnen machen. Und es wird keine Berufung geben, gerade weil die Politik im Geheimen formuliert und umgesetzt wurde. Ihr Bankkonto, Ihr Auto, jede Ihrer Handlungen kann von diesen verborgenen Kräften lahmgelegt werden. Die Unterdrückung von Bürgern in Kanada, Neuseeland und Österreich war die Frontlinie dieses Krieges gegen die Bürger der Erde. Jetzt schleicht sich etwas viel Schlimmeres in Richtung Kiew, um geboren zu werden, oder eine Schattenregierung lauert hinter den Titeln US-Regierung, deutsche Regierung, NATO, Weltbank oder UN. Und sie werden in der Lage sein, alles, was Sie besitzen, zu beschlagnahmen und Sie ohne ein ordentliches Verfahren ins Gefängnis zu stecken.“

 

Uns in ein Ghetto bringen

Viele Leute reden über das Weltwirtschaftsforum, den Great Reset, Technofaschismus, globale Technokratie. Ich mag den Begriff „Algorithmus-Ghetto“, weil er uns in ein Ghetto versetzt. Sie wollen diese globale Regierung oder dieses globale totalitäre System schaffen, in dem alle Nationen so geführt werden. Und wenn Sie nicht so denken, wie das System Sie denken lassen will, wird es Sie einfach abschalten, Sie können nicht zur Arbeit gehen. Ihre Reiseerlaubnis wird lokal oder international gesperrt.

Wo ich früher gearbeitet habe, mussten sich alle Lehrer spritzen lassen oder sie verloren ihren Job. Ich kenne Leute, die gefeuert wurden, weil sie sich weigerten, sich das zu injizieren, was ich Pentagon-Saft nenne, weil es die DARPA des Pentagon im Jahr 2012 war, die diese mRNA-Technologie entwickelt hat.

Ihre weiteren Gedanken zu ihrem Endspiel,

was sie erreichen wollen.

Und in allen Ländern, wir sehen Länder wie Russland, Sie sprechen das noch einmal an, dass es die Kämpfe in Nationen sind, wie Sie in Russland sehen, sie implementieren etwas von diesem Zeug, China, jede Nation in unterschiedlichem Maße.

Also, was ist ihr Endspiel?


die Bevölkerung vernichten

Emanuel Pastreich:  Richtig. Nun, ich denke, ihr Endspiel besteht zuerst darin, die Bevölkerung zu defangen . Ich denke, das hat oberste Priorität. Sie haben möglicherweise keinen vollständigen Konsens in der globalen Elite darüber, was das Endspiel ist. Das ist meine Spekulation; Einige Eliten wollen die Weltbevölkerung um 95 % reduzieren. Andere sind offener für eine große Sklavenpopulation. Und so ist nicht klar, ob ihr Ziel ist, dass die Bevölkerung drei Milliarden oder 500 Millionen oder was auch immer sein soll. Und diese unterschiedlichen Ziele hängen mit der Verwirrung darüber zusammen, was der Klimawandel ist und wie katastrophal er ist.

Wenn Sie sich der unter vielen Globalisten verbreiteten Ansicht anschließen, dass der Klimawandel wirklich katastrophal ist und wir aus verschiedenen Gründen nicht in der Lage sein werden, auf diesem Planeten zu leben, dann müssen Sie natürlich die Bevölkerung auf etwa 400 Millionen reduzieren, weil die planet wird in Zukunft nicht mehr Menschen unterstützen.

Wenn Sie dieses Szenario nicht glauben, wenn Sie glauben, dass das Ökosystem der Erde mehr oder weniger stabil ist, dann können Sie offensichtlich mehr Menschen tolerieren. Es ist nicht klar, was passieren wird, selbst für die Eliten.

Aber die Grundannahmen sind die gleichen: Wir werden ein falsches Gefühl von demokratischem Prozess und Liberalismus schaffen und dann die Bürger mit einer falschen multikulturellen, geschlechtsspezifischen, guten Gefühls-Regenbogenfahnenshow verwirren, um die Menschen für die Zeit zu täuschen, bis wir sie dazu bringen nächste Stufe.

Und wenn wir zur nächsten Phase kommen, wenn die Bürger an ihre Häuser gebunden sind und die sogenannte „Regierung“ jederzeit ihre Kreditkarten sperren kann, oder wenn Sie nach draußen gehen, könnte eine Drohne oder ein Ortungsgerät auf Sie zielen. An diesem Punkt müssen sich die Superreichen nicht mehr darum kümmern, was Sie denken, richtig?

Wenn wir bei der nächsten Stufe angelangt sind, dann kann an diesem Punkt all das Gute-Laune-, „Multi-Kult“-Zeug in den Müll wandern, weil wir dann im Wesentlichen die letzte Stufe implementiert haben.

Und an diesem Punkt werden wir uns den wirklichen Dritten Weltkrieg ansehen, der ziemlich brutal sein wird. Ich möchte auch anmerken, dass meiner Meinung nach israelische High-Tech-Unternehmen unter anderem eine wichtige Rolle in diesem Prozess spielen könnten.

Kontroll systeme

Aber wenn wir uns das Know-how für QR-Codes und Geofencing und all diese Kontrollsysteme ansehen, war Israel der Pionier auf diesem Gebiet und viele der Programme, die in den Vereinigten Staaten, in Oklahoma und Louisiana verwendet werden , basieren auf israelischen Modellen sozialer Kontrolle. Die Israelis haben Expertise, die sie in den besetzten Gebieten aufgebaut haben. Auf der einen Seite gibt es die DARPA-Studien, die RAND-Studien im Hintergrund, aber die Israelis waren Experten darin, Menschen zu kontrollieren und rund um die Uhr zu überwachen.

Die Schneide lag in Israel, und jetzt fanden sie in dieser COVID-19-Operation einen globalen Markt dafür. Es hat diesen spezialisierten privaten israelischen Firmen überall enorme Gewinne gebracht, auch an Orten, wahrscheinlich überall. Es wurde im Fall der Vereinigten Staaten dokumentiert, aber ich vermute, dass es in Ländern wie China oder sogar in Russland einen erheblichen Umfang an Auslagerung dieser Kontrollsysteme, IT-Systeme gibt.

Wahrscheinlich haben wir eine symbiotische Beziehung zwischen Big Tech, Amazon, Cisco, Google, Facebook, den Big Playern und dann den spezialisierten Firmen, sagen wir wie Black Cube, diesen israelischen IT-Geheimdienstfirmen, die die anfängliche Arbeit und einige der Drecksarbeit erledigen arbeiten.

Geopolitik & Imperium:  Nur um ein wenig geopolitisch zu werden, denken Sie weiter, Sie haben den Dritten Weltkrieg erwähnt, jetzt gibt es die Ukraine und China. Im Grunde die großen drei Mächte, die USA, die NATO, Brüssel, die EU West, und dann der Sog Russlands und Chinas in der Taiwan-Frage und die Ukraine. Und wie Sie sagten, scheinen alle Regierungen von diesen privaten IT-Geheimdiensten durchdrungen worden zu sein.

Emanuel Pastreich:  Auf jeden Fall.

Geopolitik & Imperium:  Das sind transnationale Elitenetzwerke. Aber gleichzeitig sehen wir Rivalität zwischen den USA, China und Russland. Wie erklären Sie sich diesen scheinbaren Widerspruch? Was ist Putins Vision, wie Sie sie sehen, oder Xi Jinpings Vision, und wohin könnten die Dinge gehen?

Emanuel Pastreich:  Richtig. Nun, eines der Hauptprobleme, das wir in der Politik und im Journalismus haben, ist, dass unsere intellektuellen Fähigkeiten so herabgesetzt wurden. Menschen lesen keine Bücher; sie verstehen die Philosophie nicht. Wenn Sie in die 1960er oder 1940er Jahre zurückgehen, viele Leute, die sich mit Journalismus oder politischen Diskussionen an Universitäten beschäftigten. Sie wussten, sie lasen Kant und Hegel. Sie kannten Aristoteles oder auch Konfuzius, und sie hatten ein Verständnis für die erkenntnistheoretische und ontologische Problematik hinter der Politik. All das ist ausgeräumt.

Wir stecken also fest in der Politik der Bösewichte und der Konfrontationen von Land zu Land. Und weil unser Denken so vereinfacht ist, weil die Schemata, die wir verwenden, so grob sind, fällt es uns schwer, dreidimensional darüber nachzudenken, wie es zu Konflikten zwischen Nationalstaaten und gleichzeitig zu Kooperationen zwischen multinationalen Konzernen und so weiter kommen kann.

Ich würde sagen, sie sind im Grunde vier Achsen.

Einer ist der Nationalstaat; es ist nicht verschwunden, wird es wahrscheinlich nicht. Es hat eine dauerhafte Qualität, egal wie veraltet es ist. Es spricht einen Teil des menschlichen Gehirns an, indem es sagt: Ich habe ein Land und ich gehöre dazu.

Die zweite sind die multinationalen Konzerne , die ihren eigenen Regeln folgen. Sie kämpfen miteinander, und manchmal hassen sie sich, aber sie folgen nicht dem Weg des Nationalstaats. Und wir sehen dies aufgrund der IT-Revolution, wenn Sie so wollen, zunehmend der Fall.

Die dritte ist die ethnische Gruppe , das Seinsgefühl, ob es Kaukasier, Chinesen oder Inder ist. Wir haben diese transnationalen ethnischen Gruppen, die die ganze Welt umspannen. Und es gibt immer mehr Indianer in den Vereinigten Staaten oder in Südafrika oder wo auch immer, die auf ihre eigene Weise zusammenarbeiten.

Ethnische Gruppen entsprechen nicht unbedingt der Reichweite des multinationalen Konzerns, aber sie sind bedeutsam.

Und die letzte Achse ist Klasse.

Klasse, wie wir wissen, wurde, glaube ich, absichtlich als marxistisches kommunistisches Konzept abgestempelt, das verboten ist. Tatsächlich ist die Idee der Klasse ein wesentliches Thema der Politik in der Gesellschaft, sprach John Stuart Mills darüber. Es war kein marxistisches Konzept.

Ich denke, es ist wirklich wichtig für uns, diese Assoziation mit dem Marxismus herauszunehmen, zu sagen, dass wir über Klasse und Klasseninteressen sprechen können, ohne eine marxistische Perspektive anzunehmen, und dass die Klasse im Vordergrund und Mittelpunkt unserer Analyse stehen sollte.

Es ist sehr schwer zu verstehen, was vor sich geht, ohne diese vier verschiedenen Spieler richtig hinzubekommen. Und was wir sehen, ist im Wesentlichen ein Interferenzmuster zwischen diesen verschiedenen Faktoren.

Um Ihre Frage zu beantworten, tut es mir leid, dass es so lange gedauert hat. Ich denke, jemand wie Putin oder Xi Jinping ist in seinem Entscheidungsprozess nicht so frei.

In gewisser Weise denke ich, dass der Kompromiss, den sie eingehen, darin besteht, dass sie im Fernsehen auftreten und es so aussehen lassen, als würden sie Entscheidungen treffen, aber tatsächlich müssen sie im Grunde den Bedürfnissen dieser multinationalen Unternehmen und Milliardäre gerecht werden, wohlhabende Einzelpersonen in ihrem Land und der ganzen Welt, die ihre Fäden ziehen. Und das ist zunehmend der Fall.

„Innerhalb des globalen COVID-19-Staatsstreichs“

Ich würde nicht sagen, dass der Nationalstaat verschwunden ist, und es gibt bürokratische Einheiten, die sich auf die jeweilige Nation konzentrieren, wie Russland oder die Vereinigten Staaten, aber ich würde sagen, dass zunehmend transnationale Kräfte sehr bedeutsam sind.

Und schließlich ist dieses Phänomen nicht ganz neu. Der Erste Weltkrieg folgte im Grunde dem gleichen Verlauf.

Wir hatten die Widersprüche dieser gemeinsam geführten petrochemischen Stahlwaffenhersteller, Orte, an denen Briten, Franzosen, Russen und Deutsche 1914 Anteile an der Waffenherstellung in jedem dieser Länder besaßen und Gewinne aus Kriegen machten. So verlief im Wesentlichen der Erste Weltkrieg.

Natürlich änderte sich dieser Krieg in seiner Natur, sobald Millionen von Menschen tot waren und Sie dieses Spiel nicht mehr durchziehen konnten. Aber der erste Beginn des Ersten Weltkriegs war im Grunde ein anderer,

Ich weiß nicht, ob False Flag das richtige Wort dafür ist, aber im Grunde war die Ermordung von Erzherzog Ferdinand keine ganz saubere Sache und hätte sicher nicht in einem Weltkrieg enden müssen.

Es wurde ein Weltkrieg, weil die Finanzinteressen nach Krieg schreien, und diese extrem wohlhabenden Familien, die sich in die Waffenherstellung eingekauft hatten, trieben den Prozess voran . Das führte 1918, 1919 zur Russischen und zur Deutschen Revolution.

Geopolitik & Imperium:  Nur zum Thema Marx, ich wurde als „Kommunist“ eingestuft, obwohl ich nichts dergleichen bin. Mir geht es genauso wie dir. Es ist sehr nützlich, die marxistische Analyse anzuwenden. Ich hatte viele Linke und Marxisten in der Show, um sie Dinge aufzuschlüsseln und auch Klassenanalysen zu verwenden.

Offensichtlich habe ich Leute in den USA getroffen, Amerikaner aus der Oberschicht, reich, die sich weigerten, mit mir zu sprechen, weil ich aus der Gegend stammte. Wir würden buchstäblich am Tisch sitzen und sie redeten nicht mit mir, aber dann kommt jemand anderes, der aus ihrer Klasse kommt, und sie können nicht die Klappe halten.

Die beiden unterhalten sich, aber sie sprechen nicht mit mir, weil ich zur Unterschicht gehöre. Offensichtlich ist dies eine Realität.

Ich glaube, es gab einen Punkt, wo ich dem Großteil Ihrer Aussagen zustimme, das war kein Punkt, dem ich nicht zugestimmt habe, aber ich weiß, dass ich nicht hier bin, um darüber zu debattieren.

Emanuel Pastreich:  Nun, ich bin gespannt-

Geopolitics & Empire:  In Ihrem Buch sprechen Sie über die Bedrohung der Klimasicherheit, und ich glaube, Sie sprachen über die Beendigung der Verwendung von Erdöl und Kohle, der Kriegswirtschaft.

Emanuel Pastreich:  Glaubst du, ich bin zu weit gegangen?

Geopolitik & Imperium:  Keine Autos mehr und weniger Flugzeuge. Ich denke, das Problem ist, dass wir Leute wie Klaus Schwab und Globalisten sehen, die das auch sagen. Wie stehen Sie zum Thema Klimasicherheit?

Emanuel Pastreich:  Ich weiß es sehr zu schätzen, dass Sie dieses Thema ansprechen. Und es war schon früher ein Thema für mich, weil Dinge, die ich vor einiger Zeit über die Reaktion auf den Klimawandel und die erdölbasierte Wirtschaft geschrieben habe, jetzt auf eine ganz andere Weise gelesen werden. Leider wurde diese legitime Agenda von Leuten übernommen, die ganz andere Absichten haben als ich.

Meine Absicht war, auf mehreren Ebenen. Erstens, Energieunabhängigkeit, dh produzieren Sie Ihre eigene Energie und reduzieren Sie Ihren Energieverbrauch. Und zweitens ging es darum, die Rolle der petrochemischen Konzerne und der mit ihnen verbundenen Banken zu eliminieren, um ihren politischen Einfluss zu beenden.

Das würde es uns ermöglichen, Politik zu machen, sei es, wie wir unsere Gemeinden führen, ohne zwangsernährt zu werden, Autos und Autobahnen und andere Dinge, die wir vorher nicht hatten und die wir nicht brauchen. Sie sind sehr destruktiv.

Mein Ansatz war vielschichtig, ich wollte nicht nur sagen, dass der Klimawandel uns alle töten wird, sondern auch sagen, dass Autos gefährlich sind, dass Petrochemikalien schlecht für Sie und die Umwelt sind. Und dass uns der Verbrauch von Erdöl zu zwingen, ist im Grunde eine versteckte Steuer zugunsten multinationaler Konzerne.

Jedes Mal, wenn Sie Kunststoffe verwenden müssen, müssen Sie Autos verwenden, um zu leben, weil korrupte Politiker Ihre Stadt entworfen haben, dann sind Sie gezwungen, dieses totalitäre System zu unterstützen.

Aber um auf das Thema Klimawandel zurückzukommen, was ich neulich mit Josh besprochen habe. Ich begann damit, dass ich sagte, ich weiß nicht, mein Wissen ist begrenzt, aber ich habe jetzt ziemlich viel zu diesem Thema gelesen und eine Klasse zum Thema Klimawandel gehalten. Und ich denke, es gibt genügend Beweise, um zu sagen, dass dies ein allgemeines Phänomen ist, dass wir eine große Veränderung des Klimas sehen. Zu sagen, dass dies daran liegt, dass wir zu viele benzinbetriebene Autos haben, ist jedoch nicht der Fall. Der Klimawandel ist ein komplexes Phänomen. Es geht um den Missbrauch von Land, Missbrauch von Wasser, die Ausbreitung von Wüsten als Folge, die Zerstörung der Ozeane durch Mikroplastik, eine Vielzahl von Faktoren.

Und dann ist da noch der Zusammenbruch der Biodiversität , der nach Ansicht vieler Wissenschaftler eine viel ernstere Bedrohung darstellt als die Veränderung des Klimas. Es spielen mehrere Faktoren eine Rolle, und leider wurde der Diskurs in der Wissenschaft und in den Medien vereinfacht und auf eine karikaturhafte Weise reduziert.

Auf der einen Seite haben Sie also Greta Thunberg und Al Gore und andere Leute, mit denen uns die Unternehmensmedien füttern, Leute, die diese unglaublich einfache Vision davon vermitteln, was getan werden muss.

Ihre Lösungen sprechen nicht die Klasse an, fragen nicht, wem Exxon gehört und wie sie die Unternehmen nutzen, um Geld zu verdienen, wie ihre Gewinne mit ausländischen Kriegen zusammenhängen. Keine wirkliche Politik oder Wirtschaft wird von diesen Klimamessiasen erwähnt. Die Annahme in ihren Worten ist, dass Politiker unsensibel sind und nicht auf die Menschen hören und nicht wissen, was wirklich passiert. Das ist definitiv nicht der Fall. Politiker wissen genau, was passiert, aber sie müssen ihren Herren dienen.

Und so ist die Analyse, die uns von den meisten Umwelt-Klimawandel-NGOs angeboten wird, ein eklatanter Betrug.

Aber in Bezug auf die Sorge, dass wir mit einer katastrophalen Veränderung unseres Klimas, unserer Biosphäre konfrontiert werden, die schließlich zum Aussterben der Menschheit führen könnte, würde ich diese Sorge nicht von der Hand weisen. Ich würde nur sagen, dass die übertriebenen Szenarien, in denen die Leute behaupteten, dass wir alle in 10 Jahren oder 20 Jahren, 30 Jahren tot sein werden, anscheinend falsch waren.

Aber das bedeutet nicht, dass wir in 1.000 Jahren oder in 500 Jahren nicht alle tot sein werden. Das finde ich auch nicht akzeptabel.

Auf der anderen Seite haben wir Donald Trump und andere, die sagen, dass jede Diskussion über den Klimawandel ein Betrug ist. Sie sagen, dass es in Ordnung ist, fossile Brennstoffe zu verwenden, dass wir durch diese gefälschte Agenda des IWF und des Weltwirtschaftsforums in die Irre geführt werden, Dinge zu glauben, die völlig falsch sind.

Ich kaufe das gar nicht. Ich denke, dass dieses Argument gegen den Klimawandel als Bedrohung auch von Unternehmensinteressen finanziert wird, und vor allem, dass sie, wenn sie diejenigen kritisieren, die auf die Bedrohung, die Umwelt, das Klima aufmerksam machen, diese Pappfiguren wie angreifen Greta oder Al Gore. Sie greifen nicht nach Büchern wie Elizabeth Kolberts „The Sixth Extinction“ oder diesen ziemlich komplexen, sorgfältig geschriebenen Forschungen, die ein komplexes gefährliches Phänomen im Klima beschreiben.

Der Grund, warum die Menschen dem Klimawandel skeptisch gegenüberstehen, ist, dass der Klimawandel zu einer Art „Wissenschaft“ oder in dieser Hinsicht zu „COVID-19“ geworden ist. Der Klimawandel wird für uns von einer winzigen Gruppe eigennütziger Menschen definiert, die von der globalen Finanzwelt unterstützt werden. Und ihr Zweck ist nicht, den Klimawandel zu beenden, sondern den Klimawandel erneut als Trauma zu nutzen, als tiefes psychologisches Massentrauma, das es uns ermöglicht, Menschen politisch an einen Ort zu bringen, an den sie auf natürliche Weise niemals gehen würden.

Und das ist ein System, in dem Geld von multinationalen Banken durch ihre Fronten, ihre NGO-Fronten oder ihre sogenannte „Global Governance“ kontrolliert wird.

Geopolitik & Imperium:  Wir haben die wichtigsten Punkte behandelt. Eine meiner letzten Fragen an Sie wäre, was unsere Antwort auf all diese Dinge sein sollte, die Pläne der verrückten globalen Eliten.

Mein Ziel ist zweierlei: Ich versuche Widerstand zu leisten, wie Sie es vorgeschlagen haben, mich politisch zu wehren, die Wahrheit zu sagen und mich zu organisieren. Aber auch der zweite Teil bereitet auf Worst-Case-Szenarien vor. Wenn mein Bankkonto geschlossen wird und ich kein Geld mehr verwenden kann und ich verhungern werde, nun, dann muss ich anfangen, mich vorzubereiten.

Viele Menschen fliehen hier unten nach Mexiko, wo ich bin. Es gibt Menschen, die städtische Gebiete in ländliche Gebiete verlassen. Sie erstellen ihren Plan B, bekommen ein Stück Land mit Wasser und Nahrung, schaffen Netzwerke, dezentralisieren, nutzen auch Technologie.

Und was müssen wir also tun? Was ist Ihr Rat? Wie kommen wir jetzt voran?

Emanuel Pastreich:  Richtig. Nun, der erste Punkt, den ich betonen möchte, ist, dass das derzeitige System in den Vereinigten Staaten und weltweit so korrupt, so infiziert ist, dass es nicht intern reformiert werden kann .

Ich denke, wir alle müssen diese Tatsache anerkennen. Sie werden niemanden wählen, weder in Mexiko noch in den Vereinigten Staaten, der ein Retter sein wird. Präsident Lopez Obrador in Mexiko ist einer der besseren Politiker der Welt, aber was er tun konnte, war durch das System, in dem er arbeitet, ziemlich begrenzt.

Übrigens sollte ich erwähnen, dass nur zwei kommerzielle Verlage bereit waren, mein Buch „Fear No Evil“ zu veröffentlichen, und zwar in Mexiko und Südkorea. Ich bin dem mexikanischen Volk eigentlich sehr dankbar dafür, dass es mich damals, vor zweieinhalb Jahren, unterstützt hat.

Das heißt, wir müssen unser eigenes System schaffen. Ich habe darüber jetzt ausführlich geschrieben. Wir müssen zugeben, dass viele von uns in ernsthaften Schwierigkeiten stecken, aber wir müssen zusammenkommen und uns gegenseitig unterstützen und unsere eigenen Gemeinschaften gründen, die dann institutionalisiert werden.

Also sollten Sie, ich und ein paar andere sagen, wir bilden unsere eigene Regierung. Wir haben unsere eigene Verfassung, wir sind einander verpflichtet, und wir werden unsere eigene Wirtschaft schaffen, in der wir unsere eigenen Lebensmittel produzieren, unsere eigenen Utensilien und Instrumente herstellen und wir im Wesentlichen unabhängig sind.

Jetzt wollen die Mächtigen das natürlich beenden, und sie werden extreme Methoden anwenden. Aber wenn wir in unserem Land, in unserer Region, in unserem Land und weltweit eine kritische Masse erreichen, werden sie das nicht schaffen. Das bedeutet nicht, dass sie nicht in der Lage sein werden, einige von uns zu töten, aber ich denke, sie werden nicht in der Lage sein, eine solche Bewegung zu beenden.

Aber ich denke, das Schwierigste an diesem Prozess ist, dass es bedeutet, die Hoffnung auf all diese falschen Versprechungen aufzugeben, die uns gemacht wurden. Wir dachten, dass die UN, die Vereinigten Staaten oder die Europäische Union oder andere Organisationen eine positive Rolle spielen könnten, wenn sie reformiert würden.

Aber wir müssen von unten nach oben bauen, beginnend bei Ihnen, mir und unseren Nachbarn ; kommt zusammen und sagt, wir helfen einander, wir bauen Nahrung an oder bauen Dinge, machen unsere Kleidung, was auch immer es ist. Und dass, obwohl es unglaublich rückständig und ineffizient und kontraproduktiv erscheint, auf diese Ebene hinunterzugehen und die grundlegenden Produktionsmittel zu kontrollieren, dass diese Aktion langfristig die solide Grundlage für etwas Unabhängiges bilden wird.

Und dass wir im Gegensatz dazu so viele nachdenkliche Menschen haben, Progressive, wer auch immer, die im System gefangen sind, das war bis zu einem gewissen Grad so für mich.

Sie sind auf das Geld angewiesen, das ihnen fortschrittlich denkende, reiche Leute geben, und sie sind nicht in der Lage, echte Probleme anzugehen. Wenn Sie sich also entscheiden müssten, sind Sie besser dran, unabhängig zu sein.

Ich bin nicht nur ein unabhängiger Präsidentschaftskandidat, aber als ich in Korea war und praktisch nicht in der Lage war, in den USA zu arbeiten, das letzte Jahr, in dem ich in Yeosu im Süden Koreas lebte, hatten wir eine winzige Wohnung. Ich habe minimal mit meinem Freund zusammengelebt, der im zweiten Stock wohnt, und wir haben zusammen gekocht, wir haben bei allem zusammengearbeitet. Unsere Kosten waren sehr gering, und wir konnten uns selbst ernähren und politisch aktiv werden.

Es braucht kein Geld, um politisch aktiv zu sein. Tatsächlich erfordern die meisten politischen Aktionen kein Geld. Aber wir haben diese Linie irgendwie gefüttert, es sei denn, Sie haben Millionen von Dollar, die wie Bernie Sanders oder was auch immer fließen, dass Sie nicht politisch aktiv sein können. Es ist eine Fiktion.

Tatsächlich denke ich, dass die wirkliche Revolution kommen wird, wenn die Menschen aus dieser narzisstischen Sichtweise des Erfolgs für mich herausbrechen und endlich erkennen, dass Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung die Grundlage politischen Handelns sind, und dann beginnen, ihre eigenen wirklich unabhängigen Gemeinschaften zu schaffen, die das tun werden die Bausteine ​​sein, auf denen wir Neues schaffen.

Ich will nicht sagen, dass es ein völlig neues System sein wird, denn es wird auf der Moralphilosophie basieren, Ideen über Regierungsführung, die Jahrtausende zurückreichen.

Insofern bin ich kein Marxist, oder? Ich sage nicht, wirf alles weg und wir werden uns auf eine radikale Moderne einlassen. Ich denke, dass wir, wenn überhaupt, zu einer Regierungsführung zurückkehren müssen, wie sie vorher existierte. Und in den Vereinigten Staaten hatten die Ureinwohner wie die Irokesen enorm ausgefeilte Vorstellungen von Regierungsführung, die auf langfristiger nachhaltiger Entwicklung basierten, übrigens finden wir solche Weisheit auch in China.

Es ist jetzt schwer vorstellbar, aber es gab Ideen über die Wirtschaft, in denen Sie sich angeschaut haben, wo Sie in 200 Jahren stehen werden, und nicht die Renditen Ihrer Aktien im nächsten Monat.

Und diese Art von revolutionärer Veränderung auf konzeptioneller Ebene muss mit der Gründung einer unabhängigen Gemeinschaft einhergehen. Die unabhängige Gemeinschaft verändert die wirtschaftlichen Produktions- und Versorgungsmittel. Und die intellektuelle philosophische Revolution sagt ganz klar, dass Wachstum und Konsum schlecht sind, dass Genügsamkeit eine Tugend ist und dass intellektuelle Tiefe, spirituelle Tiefe, Konsum, Kinobesuchen, Reisen, was auch immer, weit überlegen ist. Sie können in Ihrem eigenen Zimmer auf engstem Raum sitzen und tiefgreifende, philosophische, spirituelle Erfahrungen sammeln, indem Sie Bücher lesen, mit Menschen sprechen und Kunst schaffen. Es braucht kein Geld.

Tatsächlich bringt mich das zu meinem letzten Punkt. Ich denke, wir müssen die Geldwirtschaft beenden, um anzuerkennen, dass wir Menschen seit Millionen von Jahren mit minimalem Einsatz von Geld auf der Erde gelebt haben. Und dass sich die meisten Menschen bis in die 1930er Jahre auf lokaler Ebene durch gegenseitige Unterstützung und nicht durch Geld ernährten. Du hast Butter von deinem Nachbarn bekommen, Karotten von einem anderen Nachbarn, du hast deine Kartoffeln im Tausch gegeben, diese Art von Austausch. Einiges davon beinhaltete Geld, aber vieles davon nicht.

Sie haben Energie aus einer Windmühle oder aus einer Wassermühle oder aus Ihrem Pferd, Ihrer Kuh oder Ihrer eigenen Handarbeit gewonnen. Und Sie waren im Grunde wirtschaftlich unabhängig. Sie brauchten an den Wochenenden etwas Geld, wenn Sie auf den Markt gingen, um einige Spezialprodukte zu kaufen.

Aber ich denke, es ist durchaus möglich und vorzuziehen, uns aus diesem digitalisierten Geldsystem herauszuziehen, das das wichtigste Instrument der globalen Elite ist, um uns festzunageln und uns langsam in die Sklaverei zu führen.

Geopolitik & Imperium:  Sie wollen uns auf ihre digitale Farm setzen und uns von unserer Farm holen. Und Sie geben viele Gefühle von früheren Gästen wieder, die ich hatte und die im Grunde über das sprechen, was Sie sagen, auf unterschiedliche Weise mit Variationen wie einer Parallelgesellschaft, einer Parallelstruktur, einer Parallelwirtschaft und dergleichen. Wo würden die Leute am besten hingehen, um mehr zu erfahren? Ich werde alle Links in die Beschreibungen aufnehmen, aber wenn Sie möchten, sagen Sie uns, wo die Leute am besten hingehen können, um mehr zu erfahren.

Emanuel Pastreich:  Nun, der beste Weg, der beste Ausgangspunkt ist, sich mit der eigenen Familie zusammenzusetzen und ernsthaft darüber zu diskutieren, was in den Vereinigten Staaten passiert. Es übertrumpft alles andere. Weil so viele Familien nicht in der Lage sind, ehrlich über das zu sprechen, was passiert, oder auch nur die Herausforderungen anzugehen, denen wir gegenüberstehen. Wir müssen dieses Tabu, die verbotenen Wahrheiten, überwinden und echte Diskussionen mit Familienmitgliedern, Freunden und Nachbarn führen. Ich für meinen Teil möchte mit meinem kleinen Beitrag, wie ich hoffe, ein Katalysator sein, damit die Leute sagen: Das ist der Weg. Und natürlich bin ich hier, um Sie zu unterstützen. Wenn Sie mich kontaktieren möchten, werde ich alles tun, um Ihnen behilflich zu sein.

In Bezug auf Websites habe ich meinen eigenen Blog, circlesandsquares.asia. Ich schreibe viel auf Chinesisch, Japanisch und Koreanisch, und ich habe auch Sachen auf Spanisch und anderen Sprachen, die für manche interessant sein könnten. Mein Feld ist Asien. Ich war ein chinesischer Major. Ich habe viele Jahre Japanisch und auch Koreanisch gelernt.

Und dann habe ich eine Website für meine Präsidentschaftskandidatur emanuelprez.com, die meine Reden, mein Buch in 14 Sprachen und dann die Vorworte in weiteren 20 Sprachen enthält.

Und dann habe ich die Website der provisorischen US-Regierung, usprovgov.asia, wo ich einige der Grundkonzepte einer provisorischen Regierung auf der Grundlage der Verfassung der Vereinigten Staaten vorstelle. Und der Zweck dieser Seite ist natürlich zu sagen, dass ich es nicht selbst tun kann, aber ich kann eine Vision für das Mögliche entwerfen, die andere Menschen dazu inspirieren wird, es zu tun.

Dahinter steht die Annahme, dass wir zumindest eine Strategie hinter unserem Handeln haben müssen. Wir müssen uns sagen: „Diese Leute kontrollieren jetzt alles. wie stürzt man das ab?“

Ich denke, es gibt einige Grundprinzipien in der Politik, wie man es macht.

Das erste ist zu sagen, dass sie keine Legitimität haben, dass die Vereinigten Staaten auf der Unabhängigkeitserklärung und der Verfassung beruhen, dass diese Dokumente die Vereinigten Staaten definieren. Andere Organisationen, die sich diesem grundlegenden Verständnis und der Übereinstimmung dieser beiden Dokumente widersetzen, die unsere Regierung definieren, diese Organisationen sind überhaupt keine Regierung, sondern sie sind kriminelle Syndikate.

Und so müssen wir unter einer größeren Bevölkerung – der Prozess hat bereits begonnen – von einfachen Arbeitern und Intellektuellen das Gefühl erkennen, dass dies unsere Position ist: „Wir sind die Regierung.“ Warum sind wir die Regierung? Weil wir der Verfassung folgen, folgen wir der Rechtsstaatlichkeit, und wir folgen der wissenschaftlichen Methode.

Diese Leute sagen, dass sie die Regierung sind, aber wenn wir sie uns ansehen, werden sie von Google und Facebook und israelischen privaten Geheimdiensten usw. gegründet. Sie sind in keiner Weise eine Regierung. Dasselbe gilt für die Demokratische Partei und die Republikanische Partei. Es gibt kein Wort in der Verfassung über die Rolle der Demokratischen Partei oder der Republikanischen Partei. Wenn sie also Politik machen, dann ist dieser Prozess zutiefst verfassungswidrig.

Sie haben die Kontrolle über den Prozess der Rechtsetzung und Rechtsdurchsetzung an sich gerissen, sowohl aufgrund der Privatisierung von Polizei und Militär als auch aufgrund des Prozesses der Politikgestaltung innerhalb der politischen Parteien.

Unsere Position sollte, denke ich, darin bestehen, uns zurückzuziehen und zu sagen: „Ich werde mich nicht einmischen. Nun, ich werde reden, ich würde gerne in der Show sein, aber ich bin nicht daran interessiert, mit diesen Leuten Kompromisse einzugehen.“

Ich werde sagen, dass ich, Sie, ein paar meiner Freunde, wir die Vereinigten Staaten sind, weil wir der Verfassung folgen.

Diese Leute leiten ein kriminelles Syndikat, das sich als die Vereinigten Staaten ausgibt, aber sie haben keine Legitimität.

Nun, diese Erklärung an sich ändert nichts. Es ist keine Magie. Es ist sozusagen ein Sprechakt im Sinne der Literaturtheorie. Es ist wie heiraten, oder?

Der Priester sagt: „Ich erkläre euch zu Mann und Frau“, richtig? Das hat jetzt nichts zu bedeuten, oder? Nur Worte. Aber aufgrund seiner rituellen Kraft und der Art und Weise, wie die Worte aufgebaut sind, ist es transformativ. Es verpflichtet Menschen plötzlich zu einem gemeinsamen Leben. Und so etwas in der Art, zu sagen, wir erklären, dass wir unabhängig sind, dass wir der Verfassung folgen, dass wir die Regierung sind, dass wir eine perfektere Union unter uns bilden werden. Das wird transformativ sein.

Am Anfang werden die Leute es vielleicht nicht ernst nehmen. Aber mit der Zeit werden sie es. Und diesen neuen Konsens werden wir von Grund auf aufbauen. Aber die zugrunde liegende Implikation ist, dass die meisten dieser Institutionen, darunter Universitäten und Regierungsbehörden und alle Arten von Organisationen, früher ihre Funktion erfüllt haben und ihre Funktion wieder erfüllen könnten, aber jetzt sind sie im Wesentlichen kriminelle Syndikate.

Sie haben in meinen Augen keine Legitimität. Und jeder, der die Situation objektiv betrachtet und über dieses Trauma hinauskommt, wird ganz klar sehen, wovon wir sprechen.

Geopolitik & Imperium:  Wie Tommy Jay und Thomas Jefferson auf dem Poster hinter mir sagten: „Die Freiheit beginnt mit dir.“

Emanuel Pastreich:  Sehr wahr.

Geopolitik & Imperium:  Da gibt es viel zu verdauen, Emanuel. Ich möchte Ihnen noch einmal dafür danken, dass Sie bei Geopolitics & Empire sind.

Emanuel Pastreich: Sehr  geschätzt. Ich schätze die Möglichkeit zu sprechen sehr. Ich hatte große Probleme, in die Vereinigten Staaten zurückzukehren. Ich bin gerade zurück in den USA, also passe ich mich neu an.

Um ehrlich zu sein, dachte ich eine Zeit lang, ich würde nie wieder in die USA zurückkehren. Ich denke, dass es Hoffnung gibt und dass es Menschen gibt, die es wirklich versuchen. Beginnend mit Ihnen können wir wirklich etwas verändern.

*

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Dieser Artikel wurde ursprünglich auf Fear No Evil veröffentlicht .

Emanuel Pastreich war Präsident des Asia Institute, einer Denkfabrik mit Büros in Washington DC, Seoul, Tokio und Hanoi. Pastreich ist außerdem Generaldirektor des Institute for Future Urban Environments. Pastreich erklärte seine Kandidatur für das Präsidentenamt der Vereinigten Staaten im Februar 2020 als unabhängig.

Er schreibt regelmäßig Beiträge für Global Research.

Das ausgewählte Bild ist ein Screenshot aus dem Video

Die ursprüngliche Quelle dieses Artikels ist Global Research

Copyright © Emanuel Pastreich und Hrvoje Morić , Global Research, 2022


Info: https://www.globalresearch.ca/inside-covid-19-global-coup-detat-covid-19-global-coup-by-private-finance-it-intelligence-complexes/5802224

22.12.2022

Twitter: Die EU muss Twitter unter direkte Aufsicht der EU-Kommission stellen

aus e-mail von Sven Giegold, 22. Dezember 2022, 10:53 Uhr


TWITTER: DIE EU MUSS TWITTER UNTER DIREKTE AUFSICHT DER EU-KOMMISSION

STELLEN


Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Interessierte,


sich fast stündlich ändernde allgemeine Geschäftsbedingungen, erratische

Begründungen für weitgehende Einschränkungen von Verlinkungen und

Sperrungen von Journalist*innen bedrohen die Wettbewerbsfreiheit und

stellen ein Risiko für Meinungs-, Informations- und Pressefreiheit dar.

Deswegen habe ich heute die zuständigen EU-Kommissare Margrethe Vestager

und Thierry Breton schriftlich aufgefordert, Twitter unter die direkte

Aufsicht der EU-Kommission zu stellen, um so das wettbewerbswidrige

Verhalten von Elon Musk auf Twitter zu unterbinden.


BITTE TEILT MEINEN TWEET HIER, DAMIT NOCH MEHR DAVON ERFAHREN:

HTTPS://TWITTER.COM/SVEN_GIEGOLD/STATUS/1605837499364003841 [1]


Nach dem neuen Digital Markets Act (DMA) der EU übernimmt die

EU-Kommission die direkte Aufsicht über große digitale Plattformen wie

Facebook und Google. Damit kann sie künftig mit eigenem Personal und

starken Befugnissen für fairen Wettbewerb auf digitalen Märkten sorgen.


Twitter ist jedoch noch nicht als marktbeherrschende digitale Plattform

eingestuft, auch weil der Umsatz des Unternehmens noch zu gering ist.

Trotzdem übt Twitter großen Einfluss auf die öffentliche Meinungsfindung

weltweit und auch in Europa aus.


MIT DEM DIGITAL MARKETS ACT UND DEM WETTBEWERBSRECHT VERFÜGT DIE EU ÜBER

SCHARFE SCHWERTER GEGEN MISSBRÄUCHLICHES VERHALTEN MARKTDOMINIERENDER

UNTERNEHMEN. TWITTER HAT JÜNGST DEMONSTRIERT, DASS WIR ENGES MONITORING

UND DIE ENERGISCHE DURCHSETZUNG DER GELTENDEN REGELN BENÖTIGEN.


Bisher ist Twitter trotz seiner besonderen Bedeutung als „the de facto

digital town square“ (Elon Musk) nicht als Gatekeeper im Sinne des DMA

vorgesehen. Dadurch erfolgt auch keine unmittelbare wettbewerbspolitische

Direktaufsicht durch die EU-Kommission unter dem DMA.


Als zuständiger Staatssekretär für Wettbewerbspolitik im

Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) fordere ich die

EU-Kommission unverzüglich tätig zu werden:


* DIE EU-KOMMISSION SOLLTE DAHER SO SCHNELL WIE MÖGLICH EINE

MARKTUNTERSUCHUNG (nach Artikel 3 Absatz 8 in Verbindung mit Artikel 17

DMA) einleiten, um Twitter als Gatekeeper nach dem DMA zu benennen.

* DARÜBER HINAUS MÖCHTE ICH DIE KOMMISSION ERMUTIGEN, DIE EINLEITUNG

EINES VERFAHREN NACH ARTIKEL 102 AEUV ZU PRÜFEN, sollte Twitter erneut den

Wettbewerb behindern, indem dauerhaft und systematisch Verlinkungen zu

anderen Sozial-Media-Plattformen untersagt werden.

* PERSPEKTIVISCH IST AUCH DER DIGITAL SERVICES ACT (DSA) und insbesondere

Artikel 14 DSA ein wichtiges Instrument, um willkürliches Deplatforming zu

verhindern. Sobald die Regelungen ab Februar 2024 anwendbar sind, muss

sichergestellt werden, dass Twitter die entsprechenden Vorgaben einhält

und die AGB in objektiver, die Grundrechte der Nutzerinnen und Nutzer

wahrender Weise gestalten und anwenden.


DIE EU SOLLTE ALLE IHR ZUR VERFÜGUNG STEHENDEN MÖGLICHKEITEN NUTZEN, UM

DEN WETTBEWERB UND DIE MEINUNGSFREIHEIT AUF DIGITALEN PLATTFORMEN ZU

SCHÜTZEN. IN EUROPA GELTEN REGELN, DIE FAIREN WETTBEWERB UND UNSERE

GRUNDWERTE WIE PRESSEFREIHEIT UND RECHTSSTAATLICHKEIT VERTEIDIGEN.


Eine konsequente Wettbewerbspolitik gehört zu den Markenzeichen des

Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz unter Robert Habeck.

Daran arbeiten wir täglich mit unseren Beamt*innen und in engem Kontakt

mit dem unabhängigen Bundeskartellamt.


BITTE TEILT MEINEN TWEET HIER, DAMIT NOCH MEHR DAVON ERFAHREN:

HTTPS://TWITTER.COM/SVEN_GIEGOLD/STATUS/1605837499364003841 [1]


Hier findet Ihr unseren ganzen Brief: Zum Brief [2]


dpa und Handelsblatt berichten schon über unsere Initiative hier [3].


Die wettbewerbspolitische Agenda unseres BMWK mit 10 Punkten für

nachhaltigen Wettbewerb findet Ihr hier [4]. Ich bleibe hier dran!


Mit entschlossenen europäischen Grüßen und schöne Festtage,


Ihr und Euer Sven Giegold


Sie können hier [5] selbst einstellen, zu welchen Themen Sie Informationen

von mir bekommen wollen. So kontrollieren Sie auch selbst, wie viele Mails

Sie bekommen und können Themen auswählen. Für Veranstaltungen in Ihrer

Region tragen Sie bitte auch Ihre Postleitzahl ein (nur in Deutschland).

Alles zum Datenschutz hier [6].


GEFÄLLT IHNEN MEIN NEWSLETTER? Dann gerne an Freund*innen und Bekannte

weiterleiten. Hier lässt er sich abonnieren [7].


ABONNEMENT: Ändern [5], weniger Mails [5] oder alle Mails abbestellen [8]


--


Sven Giegold


www.sven-giegold.de [9]


Ich freue mich über Unterstützung:


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Links:

------

[1] https://twitter.com/sven_giegold/status/1605837499364003841

[2] https://sven-giegold.de/wp-content/uploads/2022/12/brief_bmwk_twitter_2022-12-22.pdf

[3] https://app.handelsblatt.com/wirtschaftsministerium-staerkere-regulierung-von-twitter-pruefen/28883588.html

[4] https://bmwk.de/Redaktion/DE/Downloads/0-9/10-punkte-papier-wettbewerbsrecht.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=6

[5] https://news.sven-giegold.de/form/newsletter-praeferenzen-aendern?hash=Hier klicken / Click here

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Unser Kommentar: Wie gut es wäre, wenn es ein Wahrheitsministerium gäbe.

22.12.2022

Experten aus vier Kontinenten prangern falsche Lösungen für die Biodiversitätskrise an – COP15

pressenza.com, 22.12.22 - Rédaction Montréal

Dieser Artikel ist auch auf Englisch verfügbar



Souparna Lahiri, Berater für Klima- und Biodiversitätspolitik, Global Forest Coalition, Tom Wakeford, Europa-Direktor, ETC Group und Lucas A. Garibaldi, Ko-Vorsitzender, Intergovernmental Panel on Biodiversity and Ecosystem Services, Anne Petermann, Geschäftsführerin, Global Justice Ecology Project. (Foto)


Sogenannte „Lösungen“ für die Biodiversitäts- und Klimakrise werden entwickelt, nicht um die biologische Vielfalt zu schützen, sondern um die nicht nachhaltige Fortsetzung des „business as usual“ zu gewährleisten.


Der Globale Aktionsplan für Biodiversität, der auf der COP 15 verhandelt wird, enthält Vorschläge für das sogenannte „Business for Nature“ oder „Nature-Positive Business“, „30×30“ und Biotechnologie zum Schutz der biologischen Vielfalt. Diese Vorschläge werden als wichtige „Lösungen“ für die Krise der biologischen Vielfalt angepriesen, obwohl sie nur dazu gedacht sind, durch die Förderung von Kompensationsgeschäften, Landraub und gefährlichen neuen, noch nicht erprobten Technologien das „Business as usual“ voranzutreiben. Nach Ansicht von Experten aus vier Kontinenten stellen sie Bedrohungen für indigene Völker, lokale Gemeinschaften, die Artenvielfalt und das Klima dar.


Die Ausweitung sogenannter „Schutzgebiete“ und Kompensationsmaßnahmen im Rahmen dieser Konzepte von „Naturfreundlichkeit“ oder „naturbasierten Lösungen“ hat nichts mit der Eindämmung des Biodiversitätsverlustes zu tun. Es geht nur darum, den Weg für die Wirtschaft zu ebnen und die fortschreitende Zerstörung der biologischen Vielfalt und die Emission von Treibhausgasen durch die Anpreisung von Schutzgebieten als Biodiversitäts-Kompensation zu ermöglichen“, erklärte Souparna Lahiri von der Global Forest Coalition. „Wenn wir die biologische Vielfalt wirklich schützen und erhalten wollen, müssen wir den Verlust der biologischen Vielfalt tatsächlich stoppen.»


Die rasante Entwicklung neuer, extremer und unerprobter Technologien führt zu erneuten Forderungen nach der Anwendung des Vorsorgeprinzips – einschließlich des „Horizon Scanning“, um risikoreiche neue und aufkommende Technologien zu erkennen und einzudämmen, bevor sie eingesetzt werden.


„Die Länder, die hier über den Schutz der globalen Biodiversität verhandeln, müssen das Vorsorgeprinzip beibehalten, auf dem das CBD (Convention on Biological Diversity, Abkommen über die biologische Vielfalt) gegründet wurde. Der hier vereinbarte Text muss sicherstellen, dass die Gesellschaft partizipative Mechanismen aufbaut, um den Horizont nach zukünftigen Risikotechnologien abzusuchen und neue Technologien, die sich bereits in der Entwicklung befinden, wie z.B. gentechnisch veränderte Organismen, zu bewerten und bestehende Technologien auf mögliche schädliche Auswirkungen zu überwachen. Die katastrophalen ökologischen und gesundheitlichen Folgen der letzten 20 Jahre Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen sind ein Lehrstück dafür, was passiert, wenn keiner dieser drei Prozesse effektiv abläuft, wie im letzten Monat in Kenia deutlich wurde“, sagte Tom Wakeford von der ETC Group.


Besonders besorgniserregend sind die Auswirkungen neuer Gentechnologien auf Bestäuber.

„Die geplante Freisetzung gentechnisch veränderter amerikanischer Kastanien in wilde Wälder, die sich ausbreiten und einheimische wilde Verwandte kontaminieren sollen, ist ein reales Beispiel dafür, wie notwendig das Vorsorgeprinzip ist. Dies wäre die erste Freisetzung einer GVO-Pflanze, die sich in der freien Natur vermehren soll, und es gibt keine Risikobewertungen zu den langfristigen Auswirkungen auf die Ökosysteme der Wälder, die biologische Vielfalt, die lokalen Gemeinschaften oder die Bestäuber, die die Pollen der gentechnisch veränderten Bäume fressen“, fügt Anne Petermann vom Global Justice Ecology Project hinzu.


Hier eine Zusammenfassung der Punkte aus dem Appell von Wissenschaftlern und politischen Experten. Darin werden die Staats- und Regierungschefs an der COP15 aufgefordert, das Vorsorgeprinzip auf Biotechnologien anzuwenden, die Insektenbestäubern schaden könnten: „Die Freisetzung von Organismen, Produkten oder Komponenten, die durch genetische Biotechnologien gewonnen werden, könnte die derzeitigen Stressfaktoren, denen Bestäuber bereits ausgesetzt sind, noch verstärken. Es ist nicht möglich, robuste und zuverlässige Risikobewertungen vorzunehmen, um sicherzustellen, dass der Rückgang der Bestäuber durch die Freisetzung dieser Biotechnologien nicht noch weiter beschleunigt wird. Deshalb muss das UN-Vorsorgeprinzip strikt angewendet werden.“


„In der Landwirtschaft sind die genetischen Biotechnologien darauf ausgerichtet, das „Business as usual“ aufrechtzuerhalten: große Monokulturen, die die Artenvielfalt zerstören. An der COP 15 sollten wir uns darauf konzentrieren, wie wir Arbeitslandschaften umgestalten können, um die Artenvielfalt zu erhalten und wiederherzustellen und gleichzeitig genügend nahrhafte Lebensmittel zu produzieren. Es gibt viele Beispiele aus agrarökologischen Betrieben auf der ganzen Welt, die zeigen, dass dies machbar ist“, fügte Lucas A. Garibaldi, Ko-Vorsitzender von IPBES und Mitverfasser des Appells, hinzu.


Im Jahr 2008 hat die Uno-Biodiversitäts-Konferenz in Bonn einen Beschluss zu gentechnisch veränderten Bäumen gefasst, der die Länder auffordert, einen Vorsorgeansatz zu verfolgen, da es keine Informationen über die Auswirkungen von gentechnisch veränderten Bäumen auf die biologische Vielfalt der Wälder oder auf indigene Völker und lokale Gemeinschaften gibt. Trotzdem treiben Unternehmen und Forscher in den USA und Brasilien Pläne zur großflächigen Freisetzung gentechnisch veränderter Bäume voran.


Übersetzung aus dem Englischen von Domenica Ott vom ehrenamtlichen Pressenza-Übersetzungsteam erstellt. Wir suchen Freiwillige!


Info: http://www.pressenza.net/?l=de&track=2022/12/experten-aus-vier-kontinenten-prangern-falsche-loesungen-fuer-die-biodiversitaetskrise-an-cop15

21.12.2022

Baerbock, der Schicksalsschlag unserer Nation

meinungsfreiheit.rtde.life, 2 Sep. 2022 11:44 Uhr, Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam

Die personifizierte Unfähigkeit fährt alles in die Grütze, wofür das bessere Nachkriegsdeutschland einmal stand.


Baerbock, der Schicksalsschlag unserer Nation


Quelle: www.globallookpress.com © Patrick Pleul


Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen), deutsche Außenministerin, bei einem Pressetermin in Reitwein, Brandenburg, am deutsch-polnischen Grenzfluss Oder am 1. September 2022



Frauenpower, erinnern Sie sich noch? Angela Merkel fand nichts dabei, Josef Ackermann, dem Chef der Deutschen Bank, im Kanzleramt eine Saus-und-Braus-Fete zum 60. Geburtstag auszurichten. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen fand, dass sie bei 300 Millionen Euro für Beraterverträge auch einen ihrer Söhne bedenken könne. Die Olivgrüne Annalena Baerbock fand, ein Sonder-Honorar aus der Parteikasse brauche nicht in ihrer Einkommensteuererklärung aufzutauchen, und Nebeneinnahmen zu melden könne jeder mal vergessen. Patricia Schlesinger fand, Promis aus Wirtschaft und Politik zu opulenten Fressabenden einzuladen und den Rundfunkbeitragszahler dafür blechen zu lassen, stehe einer rbb-Intendantin zu. Der Tagesschau ist der Aspekt "korrupte Politik von Frauen" bisher allerdings nicht aufgefallen. Die schnallt aber sowieso nie, was Sache ist.


Mag sein, man meint bei ARD-aktuell, Frauen seien per se vertrauenswürdiger, da brauche man nicht so genau hinzuschauen. Aber Frauen haben in der Weltgeschichte schon immer ihren Mann gestanden: Sie korrumpieren sich und ihre Ämter ebenso effektiv, der hochgeschätzten Alice Schwarzer sei's geklagt. Kalenderblatt-Weisheit: In der repräsentativen Demokratie ist Korruption systemisch bedingt, die weiße Weste gehört nicht zum Geschäftsanzug, auch wenn Frauen ihn tragen.


Merkel ist inzwischen politische Vergangenheit und soll uns hier nicht weiter beschäftigen. Von der Leyen ebenfalls nicht, denn im Unterschied zu Baerbock hat sie einen Doktortitel (sie promovierte mit einer plagiatsverdächtigen Dissertation von dünnen 65 Seiten) und spricht etwas besser Englisch. Baerbock hingegen ...

"... Wir denken in alten Schachteln."

Sergei Lawrow über das "fantastische Geständnis" von Annalena Baerbock



Sergei Lawrow über das "fantastische Geständnis" von Annalena Baerbock






(das peinliche Gestammel mag sich im O-Ton anhören, wer mit seiner Zeit nichts anzufangen weiß) hat nur ein Master-Studium an der London School of Economics (für Kinder begüterter Eltern) absolviert und macht den Eindruck, ihr Diplom aus einem Münzautomaten am Flughafen Heathrow gezogen zu haben. Ihr "Ich komm' eher aus'm Völkerrecht"-Niveau könnte uns egal sein, wäre sie nicht grade Deutschlands katastrophale Außenministerin, die alle ihre Vorgänger intellektuell weit unterbietet.


Aus dem Nähkästchen NDR

Gucken wir aber zunächst kurz ins eigene Nähkästchen, den NDR. Aus dem können wir plaudern, schließlich haben wir beide dort Jahrzehnte unseres Berufslebens verbracht. Wir kennen Patricia Schlesinger schon, seit sie eine karrieregeile Jungredakteurin der Fernseh-Programmdirektion in Hamburg-Lokstedt war und einen ihr angetragenen Gewerkschaftsbeitritt brüsk abwies. Dass sich diese Kollegin im Dunstkreis des NDR mit dem Korruptionsvirus infiziert haben könnte, wunderte uns nicht. Der Sender war längst bekannt für Eigennutz und Machtmissbrauch einiger seiner Führungskräfte und Mitglieder der Aufsichtsgremien.


Wir erinnern uns, dass ein ehemaliger stellvertretender Intendant seiner Ehefrau einen hoch dotierten Schein-Arbeitsvertrag bei der NDR-Werbetochter verschaffte, ohne dass sie dafür irgendetwas zu tun hatte. Die Nummer bewirkte erhebliche Unruhe im Betrieb und führte schließlich zum nicht ganz freiwilligen Abgang des Mannes. Allerdings kam er beruflich gut versorgt bei seinen Parteifreunden unter: in der Konrad-Adenauer-Stiftung.


Ein weiterer NDR-Intendant ließ sich zu seinem 60. Geburtstag mit pompösem Aufwand in der eigens dafür angemieteten Hamburger Musikhalle feiern und die Kosten des delikaten Events – mehr als 100.000 Euro – dem Gebührenzahler aufs Auge drücken, mit Einwilligung der Verwaltungsratsvorsitzenden. Er schied ein halbes Jahr vor Vertragsablauf aus, bezog aber bis zum formellen Ende weiter sein volles Gehalt. Derlei Schamlosigkeit hat Tradition im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, und die zur Kontrolle bestellten Gremienmitglieder stecken dabei nur allzu oft mit dem zu beaufsichtigenden Spitzenpersonal unter einer Decke.


Viel ist seit dem schmählichen Abgang der rbb-Intendantin Schlesinger nun von "Reformen" die Rede, von "Schadensbegrenzung", von "mehr Transparenz" im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Aber wir werden es erleben: Schon zum Jahresende geht alles bei den Gebührensendern wieder im gewohnten Trott.


Baerbock: Russland muss strategisch scheitern – ... und es ist egal, was meine Wähler sagen



Baerbock: Russland muss strategisch scheitern – ... und es ist egal, was meine Wähler sagen





Der Treppenwitz: Übergangsweise hat WDR-Intendant Tom Buhrow von Schlesinger den ARD-Vorsitz übernommen und gibt jetzt den Saubermann. Ausgerechnet Buhrow, der sich vom Verwaltungsrat fürstliche 413.000 Euro Jahresgehalt anweisen lässt – von Aufwandsentschädigungen, Spesenkonto und amtsbedingten Nebeneinnahmen gar nicht erst zu reden. Er weiß, wie man zwecks Erhalt der Freundschaft mit wichtigen Volksvertretern umgeht: Man schafft das nach Seriosität duftende Institut eines "Parlamentarischen Abends", auf dem sich Landtagsabgeordnete, Rundfunkräte und ihre Entourage auf Kosten des Rundfunkbeitragszahlers gütlich tun. Danach werden den WDR betreffende Gesetze ganz bestimmt so formuliert, dass sie Buhrow und den Herrschenden ein Wohlgefallen sind.


Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist gegen jede revolutionäre Veränderung hin zum "Kontrollorgan des Volkes" gefeit. Er muss bleiben, was er immer war: Herrschaftsinstrument der Regierenden, das die sich keinesfalls mehr aus der Hand nehmen lassen werden. Ob Männer oder Frauen am Ruder sind, bleibt sich dabei selbstverständlich gleich.


Ignoranz, die Wurzel allen politischen Übels

Doch zurück zur sogenannten "feministischen Politik" (die ja nur eine feministische Personalpolitik ist nach dem Prinzip Quote statt Qualität): Annalena Baerbock! Sie bringt insofern Neues auf die Bühne, als sie vollkommen hemmungslos ihren Kenntnismangel, ihre Blickverengung, Geschwätzigkeit, Geltungssucht und kriegslüsterne Aggressivität auslebt:

"Für mich ist klar: Die Ukraine verteidigt auch unsere Freiheit, unsere Friedensordnung, und wir unterstützen sie finanziell und militärisch – und zwar so lange es nötig ist. Punkt."

Auf einem Treffen der Nichtregierungsorganisation "Forum 2000" am 31. August in Prag erklärte sie, sie stehe zur Ukraine:

"… egal, was meine deutschen Wähler denken …"

Dabei bleibe sie selbst dann,

"wenn die Menschen in großer Zahl wegen der hohen Energiekosten auf die Straße gehen".

Kontext: Ist mir doch scheißegal, wie schlecht es den deutschen Bürgern geht. Das hätten die allerdings vor der Wahl zum 20. Deutschen Bundestag wissen sollen/können.


Paranoia im Habeck-Ministerium – Jagd auf "russische Spione"





Paranoia im Habeck-Ministerium – Jagd auf "russische Spione"






Es wäre Baerbocks Amtes, auf Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland über einen Friedensschluss zu drängen sowie auf direkte eigene Gespräche mit der russischen Regierung hinzuarbeiten. Stattdessen setzt sie unverhohlen auf Waffenlieferungen an Kiew, auf Deutschlands Rolle als Kriegspartei gegen Russland und auf Verlängerung des Entsetzens in der Ukraine:

"Wir müssen uns darauf einstellen, dass dieser Krieg noch Jahre dauern könnte."

Zu solch bösartiger Perspektivwahl und sprachlicher Schwäche passt das typische Nachplappern einer grünen Göre: "Die Ukraine verteidigt auch unsere Freiheit, unsere Friedensordnung." Baerbock quasselt garantiert kenntnisfrei und ohne zu bedenken, worüber: über das mit Abstand korrupteste Staatsgebilde Europas, die Ukraine. Geführt von einer ersichtlich koksenden US-Marionette, einem schamlosen Neonazi-Förderer und Steuerhinterzieher mit millionenschweren Auslandskonten. Die olivgrüne Camouflage dieses hemmungslosen Antidemokraten erspart uns die Tagesschau seit Monaten an kaum einem Tag.


Die Ukraine ist ein "failed state" am Tropf des Westens. Großbritannien und die USA  verboten Wladimir Selenskij im Mai weitere Friedensverhandlungen in der Türkei, um Russland in einem langwierigen Krieg "schwächen" zu können. In beispielloser Verantwortungslosigkeit ließ sich die Marionette Selenskij von den USA und der EU als machtgieriger Kriegsherr aufbauen, der seine Landsleute zu Zigtausenden als Kanonenfutter opfert. Im geostrategischen Interesse der USA. Sein Motto: Ihr liefert die Waffen, wir die Leichen.


Den US-Amis zu Diensten

"Feministische Außenpolitik"? Baerbocks Kriegskurs ist nicht feministisch, schon gar nicht feminin (im Sinne von fraulich-mütterlich). Nicht ein einziges bewegendes Wort des Gedenkens und der Trauer hat Baerbock den ukrainischen und den russischen Kriegstoten gewidmet. Die Tagesschau verschweigt eh gewohnheitsmäßig, was sich auf dem "Schlachtfeld" ereignet: Jeden Tag meldet das russische Verteidigungsministerium zwischen 200 und 500 "vernichtete" ukrainische Soldaten. Hunderte Tote, Tag um Tag, in einem Krieg, der zugunsten von Freiheit und Demokratie von jetzt auf gleich beendet sein könnte – wenn Washington, London und Berlin es nur wollten.


Vom Westen gibt es Informationen, von Russland Propaganda? Wo findet die Jugend Orientierung




Meinung

Vom Westen gibt es Informationen, von Russland Propaganda? Wo findet die Jugend Orientierung





Seit Kriegsbeginn haben mehr als 50.000 Ukrainer ihr Leben verloren. Zehn Millionen Menschen sind geflohen. Sich darüber halbwegs gesichert und aus unterschiedlichen Quellen zu informieren, ist dem deutschen Zeitgenossen normalerweise verwehrt: Alle "Feindmedien" unterliegen hierzulande der Zensur, die laut Grundgesetz aber gar nicht stattfindet und die es demnach auch nicht ausnahmsweise geben darf. Doch Rechtsnihilismus ist neuerdings deutsche Staatsräson.


Dem bundesdeutschen Erzählerjournalismus andererseits geht es um Verdummung der Bürger, um das Einlullen der Sofabesatzung: Sie soll nicht merken, dass sie für die Fortsetzung eines längst verlorenen Krieges gemolken wird. Deshalb auch meint Baerbock, zum wiederholten Male vor "Kriegsmüdigkeit" warnen zu müssen, vor dem Schreckgespenst des Friedens.


Regierungs-Sprachrohr

Die Tagesschau widmet sich hingebungsvoll der Aufgabe, den Widerstand des Westens gegen Friedensverhandlungen und die fortgesetzten massenhaften Waffenlieferungen an Kiew als Politik zur Kriegsverkürzung auszugeben. Damit verlädt die Hauptabteilung ARD-aktuell ihr Publikum vollends:

"Waffenlieferungen jeder Art sind die wahrscheinlich beste Möglichkeit, den Krieg zu verkürzen, um die Balance klar in eine Richtung zu drehen."

Das hat schon Baerbocksches Format.

Ach, was waren das noch dumm-glückliche Zeiten, als die taz (Hermann Gremliza: "Kinder-FAZ") sich kaum einkriegen konnte vor Freude über die erste Frau im deutschen Außenamt:

"Wichtiger noch als eine Frau ist aber eine feministisch denkende Person. Dass wir das nun in einem haben – eine feministische, kompetente Person und dann auch noch eine Frau – das ist schon ein Glücksfall."

Zu diesem Zeitpunkt wussten kompetente und überzeugende Feministinnen längst, was von einer Annalena Baerbock zu erwarten war. Alice Schwarzer im Frühjahr 2021:

"Aber setzt diese Frau überhaupt auf die Frauenkarte? Ist sie sich eigentlich dessen bewusst, dass sie zwar jetzt eine Frau an der Spitze ist, aber doch in einer weiterhin männerbeherrschten Welt? ... Doch die F-Frage schien sie nicht zu verstehen oder nicht verstehen zu wollen. Sie plauderte kurz und munter über ihre eigene Familie und dass die immer wisse, wo sie, die Mutter, 'hingehöre'. Aber weiß Annalena Baerbock auch, wo sie politisch hingehört?"

Im Januar 2022 ließ Ministerin Baerbock die Leitlinien ihrer zukünftigen Arbeit skizzieren: im Kern eine menschenrechtsorientierte Klimapolitik und eine "feministische Außenpolitik". Expertendefinition: Unter feministischer Außenpolitik sei die Militarisierung von Sicherheitsstrukturen aufzugeben und gegen die Überzeugung aufzutreten, dass "mehr Waffen gleich mehr Sicherheit bedeuten …"


Baerbocks Wahnwitz: "Die Ukraine verteidigt auch unsere Freiheit"




Meinung

Baerbocks Wahnwitz: "Die Ukraine verteidigt auch unsere Freiheit"






Schon zwei Monate später galt das nicht mehr. Baerbock machte die Volte rückwärts und bewies mit überschäumendem Engagement für Waffenlieferungen an die Ukraine, dass ihr jegliche Grundsatztreue fehlt. Sie lebt seither mannhaft ihre Machtbefugnis aus. Dass sie sich noch zu Jahresbeginn gegen Waffenlieferungen in Krisengebiete ausgesprochen hatte, war vergessen.

Im Zivilleben nennt man solche Leute auf Rheinisch "'ne fiese Möpp". Auf Alltagsdeutsch charakterlos.


Krankhafte Realitätsverweigerung

Statt grundgesetzkonform friedensbemühter Außenpolitik liefert Baerbock kriegerische und völkerrechtswidrige Sanktionsbeschlüsse vom Band, ganz im Sinne ihrer Washingtoner Vorturner:

"Wir treffen das System Putin dort, wo es getroffen werden muss, eben nicht nur wirtschaftlich und finanziell, sondern in seinem Machtkern",

schwadronierte Baerbock und ließ ihrem Publikum damit die Wahl, ob es über so viel Unverstand lachen oder weinen sollte. Wladimir Putin und Sergei Lawrow seien, behauptete Baerbock, verantwortlich dafür,

"dass das internationale System mit Füßen getreten wird. Und das nehmen wir als Europäerinnen und Europäer nicht hin."

Mit diesem Dummgeschwätz aber nicht genug. Baerbock-Schnellsprech, ohne Punkt und Komma, am Rande des NATO-Sommergipfels in Madrid:

"Wir wollten weiter mit Russland äh leben, es war nie Ziel der NATO in Konfrontation mit Russland zu gehen ganz im Gegenteil, man hat ja im Rahmen der NATO gemeinsam mit Russland vor einiger Zeit, vor längerer Zeit, die NATO-Russland-Grundakte auch beschlossen das war genau das Instrument wie man in Frieden, in Vertrauen miteinander lebt aber dieses Vertrauen hat Russland im wahrsten Sinne des Wortes in die Luft gesprengt und jetzt gilt es gerade, diese Länder zu unterstützen, die in direkter Nachbarschaft an der Grenze zu Russland, äh, liegen, weil die sich fürchten, äh, wenn sie angegriffen werden wir machen hier deutlich wir stehen in voller Solidarität mit den baltischen Staaten, mit Finnland und Schweden und werden jeden Winkel unseres gemeinsamen Bündnisgebietes verteidigen wenn es denn so sein sollte aber wir tun alles, dass es dazu nicht kommt …"

An dieser Stelle des Interviews haben wir kapituliert. In Anlehnung an Karl Kraus gestehen wir Baerbock zu: Man muss nicht nur keine Ahnung haben, wovon man eigentlich spricht, man muss es auch noch schlecht ausdrücken können. Dann kann man deutsche Außenministerin.


Endsieg-Besoffenheit

Hochmut kommt vor dem Fall, weiß der Volksmund. Die Sanktionen der USA und der EU in Verbindung mit deutscher Endsieg-Besoffenheit und dem Berliner Wohlwollen für Ukronazis treffen bekanntlich nicht die Russen, sondern schlagen auf die sanktionierenden Staaten zurück: unerträgliche Preiserhöhungen, Konkurse, zunehmende Schwäche und Kostenexplosion bei der Energieversorgung, Reallohn- und Arbeitsplatzverluste. Schwächelnder Dollar und Euro, zerlegender Rubel. All das begleitet von machttrunkenen Normierungsappellen (Heizung abdrehen, Pullover anziehen, Waschlappen statt Dusche … Fehlt nur noch: Klopapier sparen, die Zeitung dafür vierteln – oder gleich Gras nehmen, wie früher der Soldat im Felde).


Master of Desaster Robert Habeck: Ohne Skrupel, Gewissen und Verantwortung – zur Freude der USA?




Meinung

Master of Desaster Robert Habeck: Ohne Skrupel, Gewissen und Verantwortung – zur Freude der USA?





Das ist die Darbietung grüner Dilettanten, deren Russenhass sie längst auch persönlich disqualifiziert: Baerbock (und gleich nach ihr Habeck) sind Versager, denen man zumindest Untreue, Amtsmissbrauch und letztlich Friedens- und Landesverrat vorwerfen kann. Und die trotzdem nicht im Traum daran denken, sich endlich vom Acker zu machen. Hinter Baerbocks öffentlicher Warnung vor Volksaufständen steckt keine Spur von Bewusstsein ihrer Inkompetenz.


Es ficht sie nicht an, dass viele ihrer Mitbürger in objektiv begründeten Existenzängsten leben und sich an den schon leeren Tafeln immer noch lange Warteschlangen bilden. Ihr und ihren grünen Ministerkollegen geht es ja prächtig, sie sind dicke versorgt, ihr Alltag bleibt von den Folgen ihrer Politik weitestgehend unberührt. Der Elitenforscher Michael Hartmann bündig:

"Die Eliten sind in ihrer großen Mehrheit inzwischen so weit von der breiten Bevölkerung entfernt, dass sie zunehmend Schwierigkeiten haben, deren Probleme zu erkennen und die Folgen ihrer Entscheidungen für die Bevölkerung zu verstehen."

Das Einst und das Jetzt

Graf Otto von Bismarck reiste 1859 als preußischer Gesandter nach St. Petersburg, lernte in kürzester Zeit Russisch und bezeichnete Außenminister Fürst Gortschakow als seinen Lehrmeister in Diplomatie. Er warnte vor jedem Gedanken an Krieg gegen Russland:

"Selbst der günstigste Ausgang … würde niemals die Zersetzung der Hauptmacht Russlands zur Folge haben …(und Russland würde) nach einer Niederlage unser geborener und revanchebedürftiger Gegner bleiben."

Noch auf seinem Sterbebett warnte Bismarck: "Niemals gegen Russland!" Außenministerin Baerbock ("… ich komm' ja mehr aus'm Völkerrecht") weiß aber auch von Bismarck wahrscheinlich nicht viel mehr, als dass er mit Nachnamen Hering hieß und von ihm der Rollmops kommt. So ist das eben, wenn eine Außenministerin aus unserer Geschichte nichts gelernt und von Diplomatie sowieso keinen Schimmer hat.


Borniertheit gedeiht auf grünem Nährboden bestens. Da verspricht sie reiche Ernte: Faschistoides Denken und Verhalten – deutsche Blockwartmentalität! – werden folglich bei uns abermals zur Normalität. Sie zeigen sich deutlich im neuerlichen Diskurs über Deutschlands Mitwirkung am Krieg gegen Russland. Oskar Lafontaine:


"Die Äußerung von Annalena Baerbock, wir sollten 'Russland ruinieren', muss man schon faschistoid nennen."


Stimmt.


Anmerkung der Autoren: Unsere Beiträge stehen zur freien Verfügung, nichtkommerzielle Zwecke der Veröffentlichung vorausgesetzt. Wir schreiben nicht für Honorar, sondern gegen die "mediale Massenverblödung" (in memoriam Peter Scholl-Latour). Die Texte werden vom Verein "Ständige Publikumskonferenz öffentlich-rechtlicher Medien e.V." dokumentiert: https://publikumskonferenz.de/blog


Mehr zum Thema - Lafontaine: Die Ampelpolitiker sind treue US-Vasallen


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21.12.2022

Baerbock und Bismarck: Aus der Geschichte nichts gelernt

meinungsfreiheit.rtde.life, 21 Dez. 2022 11:31 Uhr, Von Tom J. Wellbrock

Annalena Baerbock, grüne Außenministerin Deutschlands, hat das Bismarck-Zimmer umbenannt. Es heißt jetzt "Saal der deutschen Einheit". Verlogener und geschichtsvergessener geht es kaum.

Baerbock und Bismarck: Aus der Geschichte nichts gelernt

Quelle: www.globallookpress.com © IMAGO/Thomas Koehler




Außenministerin Annalena Baerbock (Archivbild)





Das Auswärtige Amt geht auf Otto von Bismarck zurück, der 1871 der erste Reichskanzler Deutschlands wurde. Er war es auch, der die Grundlagen des heutigen Sozialsystems schuf. Dank der Politik der Grünen wird genau dieses Sozialsystem nach und nach demontiert – so wie auch das Bild von Bismarck, das im Bismarck-Zimmer hing.


Feministische Außenpolitik: Baerbock lässt Bismarcks Namen im Auswärtigen Amt tilgen





Feministische Außenpolitik: Baerbock lässt Bismarcks Namen im Auswärtigen Amt tilgen





Dass Geschichte nicht Baerbocks Stärke ist, hat sie bereits mehrfach bewiesen. Bei der Erstellung ihres Lebenslaufes gab es doch die ein oder andere Erinnerungslücke bzw. verklärende Rückschau auf das, was die Frau, die "aus'm Völkerrecht" kommt, so niederschrieb und veröffentlichte. Da kann es nicht überraschen, wenn sie mit noch längeren Zeiträumen Schwierigkeiten hat. Und dass die grüne Außenministerin ohnehin ihre eigenen Interpretationen für historische Ereignisse hat, ist ebenfalls nichts Neues.


Von "Winterhilfe" und Großvätern

Wir gehen gedanklich kurz zurück, nur ein kleines Stück, um niemanden zu überfordern: Annalena Baerbock fühlt sich am wohlsten auf den Schultern von Joschka Fischer und Madeleine Albright. Noch wichtiger sind jedoch die Schultern ihres Großvaters, dem sie mal eben "in die Schuhe" schob, für die Einigung Europas gekämpft zu haben. Eine sehr eigenwillige Interpretation eines Soldaten, der mit den Nazis gegen die Rote Armee kämpfte.


Dass ein grüner Generalkonsul ukrainische Nazis ehrte, veranlasste Baerbock nicht zu einem Kommentar, das Schweigen schien ihr in dieser Situation besser zu gefallen. Und ein Blick in die Wikipedia hätte gereicht, um zu wissen, dass die von der Außenministerin ausgerufene "Winterhilfe" für die Ukraine ein Begriffsplagiat darstellt, das die Nationalsozialisten erfunden haben.


Bismarck, die Demokratie, der Kolonialismus und die Frauen

Aber vergessen wir all das einmal kurz und widmen uns wieder Baerbock und Bismarck. Die Umbenennung des Zimmers geht auf ein Votum des Auswärtigen Amtes zurück. Mitarbeiter hatten sich dafür ausgesprochen, weil Bismarck kein Demokrat, ein Fan des Kolonialismus und kein Freund der Frauen gewesen sei.


Man muss sich so viel Ahnungslosigkeit auf der Zunge zergehen lassen. Denn Bismarck einzuordnen, funktioniert nur, wenn man die Umstände der Zeit mit einbezieht. Es ist unmöglich – und offen gestanden ziemlich dumm – heutige Maßstäbe anzulegen. Aber genau das ist ganz offensichtlich geschehen. Und es stimmt nicht einmal.


Roderich Kiesewetters Tränen der Kriegsniederlage






Meinung

Roderich Kiesewetters Tränen der Kriegsniederlage





Dem Kolonialismus fühlte sich Bismarck nämlich nicht zugewandt, er wehrte sich lange dagegen, bis der Druck von außen zu groß wurde. Die Rolle der Frau zu Bismarcks Zeit ist (natürlich!) nicht mit der heutzutage zu vergleichen. Und wer sich im Jahr 2022 so alles "Demokrat" schimpft, lässt erhebliche Zweifel daran aufkommen, was genau eigentlich Demokratie sein soll. Von der modernen Form des deutschen Kolonialismus wollen wir gar nicht erst reden.  

Es ist die Arroganz verwöhnter Grüner, die zu einem Vorgang wie diesem führt. Statt sich mit einer historischen Figur auseinanderzusetzen und sie entsprechend der geschichtlichen Fakten einzuordnen, werden die Maßstäbe des Jahres 2022 angesetzt. Das verschlägt einem wirklich die Sprache.


Familie Bismarck äußert sich

Alexander von Bismarck fand klare Worte an die Adresse von Baerbock. "Kein Geschichtsbewusstsein" wirft er ihr vor, als eine "moralisierende Außenministerin" habe sie "ihr Amt verfehlt". Und vielleicht der entscheidende Satz: "Jede Persönlichkeit der Vergangenheit" müsse in ihrer "jeweiligen Situation betrachtet und bewertet werden".


Das ist eindeutig nicht (mehr) möglich. Es sind die woken, grün angemalten Moralvorstellungen, die entscheiden, wie die Geschichte eingeordnet werden muss – losgelöst von auch nur einem Hauch von Geschichtsbewusstsein.


So wird Geschichte ausgelöscht, neu geschrieben und in eine Form gebracht, die denen passt, denen sie nichts bedeutet. Wir erinnern uns an den ukrainischen Botschafter in Deutschland, der beim Einsteigen in ein Auto auf die Frage eines Journalisten, wer denn Deutschland von den Nazis befreit habe, kurz und knapp mit "die Ukraine" antwortete. Wir denken an die unzähligen Talkshows im deutschen Fernsehen, in denen Rüstungslobbyisten wie Strack-Zimmermann behaupten können, der Krieg gegen die Ost-Ukraine werde seit 2014 von Russland, nicht von der West-Ukraine geführt.

Baerbock, der Schicksalsschlag unserer Nation





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Baerbock, der Schicksalsschlag unserer Nation






Der Umbenennung des Bismarck-Zimmers zeigt einmal mehr, dass Geschichte nichts mehr ist, das uns lernen lässt, wie die Menschen in vergangenen Zeiten lebten, welche Ereignisse von historischer Bedeutung sind und wie wir die dunkelsten Zeiten der Geschichte künftig verhindern können. In der grünen Denke ist Geschichte etwas, das geradegerückt, angepasst, korrigiert und neu bewertet werden muss. Und zwar so lange, bis alles so aussieht, wie man es sich vorstellt.

Einziger Trost: Annalena Baerbock wird der Weg in die Geschichtsbücher nicht gelingen, jedenfalls nicht aufgrund ihrer besonderen Leistungen. Wenn überhaupt, dann weil sie dem von Bismarck eingeführten Auswärtigen Amt eine neue Funktion zugeteilt hat: Anti-Diplomatie.


Tom J. Wellbrock ist Journalist, Sprecher, Texter, Moderator und Mitherausgeber des Blogs "neulandrebellen".


Mehr zum Thema – Tom Wellbrock über feministische Außenpolitik: Baerbock eskaliert "in alle Himmelsrichtungen"


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Weiteres:




Feministische Außenpolitik: Baerbock lässt Bismarcks Namen im Auswärtigen Amt tilgen

meinungsfreiheit.rtde.life, 6 Dez. 2022 19:52 Uhr

Otto von Bismarck (1815–1898) war der erste Reichskanzler des 1871 vereinigten Deutschlands und gilt als Gründer des Auswärtigen Amtes. Bislang wurde dies damit gewürdigt, dass ein historisch bedeutender Tagungsraum im Sitz des Außenministeriums in Berlin nach ihm benannt war. Das ist passé. Selbst das Porträt des Eisernen Kanzlers wurde entfernt.


Feministische Außenpolitik: Baerbock lässt Bismarcks Namen im Auswärtigen Amt tilgen


Quelle: www.globallookpress.com © Nicolas Armer / dpa



Modell des Bismarck-Denkmal in Bad Kissingen






Dieser Saal war einst das Zentrum der Macht in der DDR: In ihm tagte das mächtige (im Herbst 1989 eher ohnmächtige) Politbüro der SED und legte nicht nur die Grundlinien der Politik des ersten sozialistischen Staates auf deutschem Boden fest, sondern erging sich zuweilen gar im Klein-Klein des Tagesgeschehens. Von 1959 bis 1990 diente das "Haus am Werderschen Markt", das einst für die Reichsbank errichtet worden war, dem Zentralkomitee der SED als Sitz.


Das tragische Schicksal des russischen Volkes. Teil 2: Die Unseren werden nicht kommen




Meinung

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Nach der Wende war es kurzzeitig Amtssitz der letzten DDR-Volkskammer, danach stand es leer. Als der Umzug der Bundesregierung von Bonn nach Berlin beschlossene Sache war, sicherte sich das Auswärtige Amt den Komplex und ließ vor seiner Front zwischen 1997 und 1999 einen Neubau errichten. Der Minister selbst und der Großteil der Beamten residieren jedoch in den denkmalgeschützten Räumlichkeiten des Altbaus, von denen einige so erhalten sind, wie sie zu DDR-Zeiten waren.

Der holzgetäfelte Politbüro-Saal wurde beim Einzug des gesamtdeutschen Ministeriums nach Otto von Bismarck benannt, dem deutschen Kanzler, der mit eiserner Hand und viel Geschick zunächst als preußischer Regierungschef (seit 1862) Deutschland einigte und nach 1871 das vereinigte Reich noch bis 1890 als dessen erster Reichskanzler mitregierte. Vehemente Kritiker wie treue Anhänger sind sich in einem einig: Einen Platz in den Geschichtsbüchern hat dieser Mann unangefochten.

 










Irgendwas haben die Grünen gegen Bismarck: 2017 demonstrierten Cem Özdemir und Göring-Eckardt gegen sein Denkmal in Berlinimago stock&people / www.globallookpress.com



Es war ausgerechnet ein Grüner, in dessen Amtszeit die Taufe des Saals nach Bismarck fiel: Joschka Fischer leitete damals das Auswärtige Amt. Seine Parteifreundin und Amtsnachfolgerin Annalena Baerbock scheint mit der Würdigung des Eisernen Kanzlers jedoch nicht einverstanden zu sein: Jetzt wurde bekannt, dass der Saal nicht mehr nach Bismarck benannt ist, sondern den etwas sperrigen Namen "Saal der deutschen Einheit" trägt. Zur deutschen Einheit beigetragen hat der Raum aber höchstens durch die Inkompetenz und politische Impotenz derjenigen, die 1989 in ihm tagten.


Realitätsverweigerung: Schlechte Nachrichten für Baerbock, Lanz und andere Märchenerzähler




Meinung

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Informationen zufolge wurde selbst das Porträt Otto von Bismarcks, das eine der Wände des Saals schmückte, abgehangen. Dabei gilt der Politiker nicht nur als Gründer des vereinigten deutschen Nationalstaats, dessen Fortsetzung die Bundesrepublik nach vorherrschender staatsrechtlicher Auffassung nach wie vor ist, sondern auch als Begründer des diplomatischen Dienstes. Otto von Bismarck selbst war es, der das Auswärtige Amt (zunächst des Norddeutschen Bundes, nach 1871 als Auswärtiges Amt des Deutschen Reiches) am 8. Januar 1870 gründete. Der legendäre Reichskanzler leitete es selbst und ist damit der erste gesamtdeutsche Außenminister, der Vorgänger aller späteren deutschen Diplomaten. Das Ministerium pflegt seine Tradition besonders sorgfältig, sodass auch der ursprüngliche Name "Auswärtiges Amt" bis heute beibehalten und nie in "Außenministerium" geändert wurde.


Gerüchten zufolge wackelte das Bismarck-Porträt erstmals, als im September 2019 die damalige Staatsministerin Michelle Müntefering (42, SPD) einen Empfang nur für Frauen im Auswärtigen Amt gab und erklärte, die Macht der Männer in der deutschen Diplomatie müsse gebrochen werden. Sie soll sich in dieser Rede darüber beschwert haben, dass die Flure im Gebäude fast ausschließlich mit Bildern von Männern "gespickt" seien. Auch das Bismarck-Zimmer soll sie als Ärgernis erwähnt und gesagt haben, es sei "noch eine ganze Menge zu tun".


Mehr zum Thema - Baerbock, der Schicksalsschlag unserer Nation


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Info:https://meinungsfreiheit.rtde.life/inland/156506-feministische-aussenpolitik-baerbock-laesst-bismarcks


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21.12.2022

Kommentar Griff in die unterste Schublade

    jungewelt.de, vom 20.10.2022, Von Susann Witt-Stahl

    Ein »grüner« Generalkonsul ehrt ukrainische Neonazis. Das Auswärtige Amt schweigt


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Mandel Ngan/Pool via REUTERS



Auf einer Linie: Bundesaußenministerin Baerbock und ihr US-Amtskollege Blinken in Washington (5.1.2022)




Dass deutsche Diplomaten zuweilen herzliche Beziehungen zu faschistischen Verbrecherbanden unterhalten – solange diese nur prowestlich sind –, hat eine lange Tradition. Man denke nur an die kleine Gefälligkeit des Verschleierns der Greuel in Pinochets Folterlager in der Colonia Dignidad durch die Botschaft der BRD in Chile oder die vorsätzlich unterlassene Hilfeleistung des Auswärtigen Amts unter Hans-Dietrich Genscher für die deutschen Opfer der argentinischen Militärjunta in den 1970er Jahren.


Nun hat ein deutscher Generalkonsul, ein »Grüner«, in den USA das ukrainische Neonaziregiment »Asow« im Rahmen einer Veranstaltung geehrt. Die wurde zu allem Übel von Banderisten ausgerichtet, deren politische Vorfahren, Kollaborateure der Deutschen Wehrmacht und SS, ab 1946 von der Organisation Gehlen fürs Exil im Land der unbegrenzten Möglichkeiten wieder hochgepäppelt worden waren. Bei der Feier für die »Asow«-»Helden« wurde die Wolfsangel, ein Symbol von in Deutschland verbotenen faschistischen Organisationen gezeigt (siehe jW vom 15.10.2022). Wie kam es zu diesem PR-Aufritt seines Generalkonsuls für die Mordbrennertruppe, und wie steht das Auswärtige Amt dazu? Das sind zwei von vielen Fragen, die er aufwirft und die von der jW-Redaktion gestellt worden sind – aber trotz Nachhaken unbeantwortet blieben.


Objektiv sind sie aber schon lange geklärt, denn dieses unappetitliche Ereignis ist nur ein weiteres Symptom des grünen NATO-Machiavellismus: wie der Verrat an dem Whistleblower Julian Assange, wie der Rüstungsdeal mit dem für »feministische Außenpolitik« nur bedingt aufgeschlossenen Kopfabschneiderregime in Riad und vieles mehr. Historischer Ausgangspunkt war die perfide Instrumentalisierung der Millionen Auschwitz-Toten zur Legitimierung der Beteiligung am ersten deutschen Angriffskrieg nach Ende des Hitlerfaschismus durch einen »grünen« Außenminister 1999 in Jugoslawien. Je niedriger die Beweggründe, desto hysterischer wird seitdem von der Partei das Hohelied der Moral gesungen. Heuchelei sei in finsteren Zeiten stets eine »Maske der Gewalt«, notierte der sozialistische Schriftsteller Romain Rolland während des Ersten Weltkriegs.


Warum aber ist Annalena Baerbock nun nicht einmal mehr zu einer Distanzierung von einer blutrünstigen Neonazigang zu bewegen, die selbst in den USA vor wenigen Jahren beinahe auf der Terrorliste gelandet wäre. Die Erklärung liefert vielleicht der bemerkenswerte Eifer, mit dem sie sich in einem Interview beim Thinktank Atlantic Council mit der Story von ihrem Opa anzubiedern versuchte, der im Frühjahr ’45 an der Oder gegen die heranrückende Rote Armee und damit angeblich auch für die Einigung Europas gekämpft habe. Da Baerbock so tief gesunken ist, dass sie »nicht nur auf den Schultern von Joschka Fischer«, sondern auch der Generation ihres Großvaters stehen wolle, wie sie stolz verkündete – wie praktisch: Sie muss sich nun gar nicht mehr bücken, wenn sie in die unterste Schublade greift, um nach »Nie wieder Krieg!« auch den welthistorischen Imperativ »Nie wieder Faschismus!« zu entsorgen.


Antworten aller Leserbriefe anzeigen


  • Leserbrief von Wolfgang Schmetterer aus Graz (21. Oktober 2022 um 09:04 Uhr)

    Als jemand, der durchaus fantasiebegabt ist, muss ich leider konstatieren: So etwas kann man nicht erfinden! Nun ist man von den Grünen doch einiges gewohnt (siehe Joschka Fischer), aber bei Baerbock komme ich nicht mehr mit. Diese abgrundtiefe Dummheit (ich tue mein Möglichstes, um diplomatisch zu bleiben), gepaart mit Kadavergehorsam, lässt sich nicht mehr toppen. Mich würde die Selbstwahrnehmung Baerbocks interessieren. Gut möglich, dass sie sich für die Gröfaaz (die größte feministische Außenministerin aller Zeiten) hält, weil sie als »Spitzendiplomatin« mit den ganz »Großen« konferieren darf. Sehr wahrscheinlich, dass die den Blödsinn auch glaubt, den sie Tag für Tag und Rede für Rede von sich gibt (hier steht das Bildungssystem auf dem Prüfstand). Dass sie von ihren »Partnern« bei NATO und Co. möglicherweise eher als nützliche Idiotin eingestuft werden könnte, auf diese Idee kommt diese Meisterin der Anbiederung erst gar nicht. Selbstreflexion ist bei Baerbock leider nicht drin, deshalb wird sie auf ihrem Kurs weitermarschieren – selbst wenn alles in Scherben fällt. Ihr Opa wäre sicher stolz auf sie.


  • Leserbrief von Onlineabonnent/in Erich Rainer K. aus Potsdam (20. Oktober 2022 um 10:40 Uhr)

    Wenn ein grüner Generalkonsul im Auftrage seiner Vorgesetzten Baerbock in den USA die Nachfahren der Bandera-Faschisten ehrt, dann darf, ja muss man unterstellen, dass diese Vorgesetzte selbst eine Faschistin ist. Ein anderer Schluss bleibt leider nicht. Und wenn ein Bundeskanzler von der SPD als Vorgesetzter dieser Baerbock und ausgestattet mit Richtlinienkompetenz das duldet, gehört er wohl in die gleiche Schublade. Dass diese Baerbock ein ungebildeter Mensch ist, hat sie schon mehrfach durch ihre unbedarften Äußerungen bestätigt. Der Hinweis, ihr Wehrmachts-Opa hätte beim Kampf gegen die Rote Armee nicht etwa für ein blutrünstiges Naziregime, sondern für ein einiges Europa gekämpft, ist an Verwirrung, politischer Verblendung und abgrundtiefer Menschenverachtung nicht zu überbieten. Sie passt damit übrigens zu ihrem Pendant Habeck, der genauso durch Unwissenheit und Schwafelei auffällt. Der verlinkte Artikel analysiert seine Rede auf dem letzten Parteitag der Grünen. Das Geschwafel eines »Wirtschaftsministers« der BRD ist dermaßen unerträglich, dass es schlimm genug ist, dass dieser Mensch hierzulande eine solche Funktion innehaben kann. Fast noch schlimmer ist die Tatsache, dass die angereisten Claqueure, Delegierte genannt, diesem hanebüchenen Unsinn auch noch mit »Standing Ovation« feiern. Armes Deutschland. (https://rtde.website/meinung/151932-habeck-von-dusseldorf-in-sportpalast/)


  • Info: https://www.jungewelt.de/artikel/437018.kommentar-griff-in-die-unterste-schublade.html


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    21.12.2022

    Wer ist Scott Ritter? / Ritter über deutsche Verantwortung am Krieg

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 21. Dezember 2022, 19:19 Uhr


    */Wer ist Scott Ritter?/*/

    Was hat diesen US-Militär zu dem gemacht, was er heute ist:

    zum schärfsten US-Kritiker des Westens und seines Krieges gegen Russland

    in der Ukraine,

    zum Antifaschisten und Kämpfer für Frieden und Völkerverständigung ...


    Ein Interview (in Englisch) über sein Leben und seine Erfahrungen

    /*Russia's on the right side of history*

    (Russland ist auf der richtigen Seite der Geschichte)

    https://www.youtube.com/watch?v=LKxByOSi1AM 


    *Der ehemalige UN-Waffeninspekteur und US-Militärexperte Scott Ritter

    über Angela Merkel und die deutsche Verantwortung am Krieg


    *Die Russen waren die einzigen, die es mit einer diplomatischen Lösung

    der Donbass-Krise ernst meinten. …Merkel … hat gelogen, Deutschland hat

    gelogen. Ein Schandfleck für Deutschland. ein Schandfleck für Europa. …

    Merkel wollte keinen Frieden. Sie wollte Krieg. und sie hat ihn

    bekommen… Das ist der Krieg Deutschlands… Das ist Merkels Krieg. Sie

    sind verantwortlich für Tod und die Zerstörung, die heute in der Ukraine

    stattfinden (…) warum sollte Russland verhandeln? Was bringt Deutschland

    auf den Tisch: Lüge, Betrug, Krieg… Für Frankreich und die USA gilt das

    gleiche… Der Westen ist kein verlässlicher Verhandlungspartner…Wer würde

    Europa jemals wieder vertrauen wollen? Angela Merkel sollte als eine der

    verachtenswertesten Figuren in die Geschichte eingehen… sie wird als

    Lügnerin und Bertrügerin in die Geschichte eingehen. Jemand, der den

    Krieg über den Frieden stellte. Sie ist eine Kriegstreiberin, sie ist

    eine Kriegsverbrecherin. Und daher ist es Deutschland auch…


    … und zu Christoph Heusgen, der den Merkel-Verrat als „diplomatische

    Meisterleistung“ bezeichnet sagt Scott Ritter: „… es zeigt einen

    völligen Mangel an Moral, an moralischem Charakter auf Seiten

    Deutschlands. der USA und Europa… (und erläutert was Diplomatie sein

    sollte) … Wenn man sich an den Sicherheitsrat der UNO wendet und eine

    Resolution erwirkt, die dieses Dokument untermauert, dann sagt man

    damit, dass es real ist, dass es das ist, was wir anstreben. Jetzt nicht

    mehr. Deutschlands Wort ist nutzlos, wertlos, man kann darauf spucken.

    Eine Unterschrift? Was bedeuten sie noch? Sie steht für nichts, weil

    Deutschland für nichts steht. Ein Meisterwerk der Diplomatie? Ein

    Meisterwerk der Täuschung! In der Diplomatie geht es darum, wie man sich

    aus einen Krieg herausredet… Sie haben gerade dafür gesorgt, dass sich

    niemand hinsetzen und eine friedliche Lösung aushandeln wird. Die

    einzige Lösung ist Krieg. … Es ist eine Blamage und es wird von der

    Geschichte als solche beurteilt werden. (…)


    /Hier zum Video mit deutschen Untertiteln

    /„IM AUGE DES BRUDERS“ MIT SCOTT RITTER: MERKEL WOLLTE KEINEN FRIEDEN,

    SIE WOLLTE KRIEG

    https://www.youtube.com/watch?v=a2qIxZ_kV7U


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    21.12.2022

    Zunehmende Spannungen im Kosovo: Deutsche Außenministerin Baerbock gießt Öl ins Feuer

    nachdenkseiten.de, 21. Dezember 2022 um 9:00 Ein Artikel von: Florian Warweg

    Die Lage im völkerrechtlich umstrittenen Staatsgebiet des Kosovo droht erneut zu eskalieren. Doch statt mäßigend auf beide Konfliktparteien einzuwirken, nimmt die bundesdeutsche Außenministerin einseitig Partei für die nationalistische Regierung unter dem einstigen Kader der paramilitärischen UÇK-Miliz, Albin Kurti. Der Miliz werden zahlreiche Kriegsverbrechen vorgeworfen. Als am letzten Freitag erstmals ein UÇK-Kommandeur vom Sondertribunal in Den Haag zur Ahndung von Kriegsverbrechen während des Kosovo-Krieges wegen Mordes und Folter zu 26 Jahren Haft verurteilt worden war, gab es hingegen nur dröhnendes Schweigen aus Berlin.


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    Mitte Dezember drangen kosovarische Spezialeinheiten in den mehrheitlich von Serben bewohnten Norden des Landes ein und verschleppten unter anderem einen ehemaligen serbischen Polizeioffizier, der zuvor aus Protest gegen „anti-serbische Maßnahmen“ seinen Dienst in der kosovarischen Polizeibehörde quittiert hatte. Mit diesem Schritt stand er nicht alleine. Insgesamt 3.000 serbische Beamte und Vertreter in kosovarischen Institutionen waren zurückgetreten, nachdem die Regierung in Pristina ein Gesetz in Kraft gesetzt hatte, welches die Nutzung von serbischen Nummernschildern verbietet.


    In Reaktion auf den Massenrücktritt von serbischen Abgeordneten sowie Beamten und dem damit einhergehenden Machtvakuum sollten in weiterer Folge auf Anweisung der Kurti-Regierung am 18. Dezember in den mehrheitlich serbischen Gemeinden Zvecan, Leopsavic, Zubin Potok und Nord-Mitrovica im Norden des Kosovos Neuwahlen abgehalten werden. Aus Protest gegen die genannten Entscheidungen begannen Vertreter der serbischen Minderheit ab dem 10. Dezember Barrikaden zu errichten und blockierten die Straßen zu den Grenzübergängen Jarinje und Brnjak. Pristina entsandte daraufhin erneut Spezialeinheiten in den Norden des Landes. Kosovarische Journalisten verbreiteten in diesem Zusammenhang bis heute unbelegte Behauptungen über die angebliche Präsenz von „russischen Terroristengruppen wie Wagner und Nachtwölfe“:

    „Um den Frieden zu bewahren“ und die im Kosovo lebenden Serben zu beschützen, erklärte der serbische Präsident Aleksander Vučić in Folge, dass er die NATO-geführte „Kosovo-Truppe“ (Kfor) formell bitten werde, 1.000 serbischen Militärs und Polizisten die Einreise in den Kosovo auf Grundlage der Resolution 1244 des UN-Sicherheitsrates zu gestatten. Artikel 4 der Resolution erlaubt unter bestimmten Umständen die Rückkehr serbischer Militär- und Polizeikräfte, explizit genannt sind der Schutz serbischer Kulturstätten und wichtiger Grenzübergänge. Der kosovarische Präsident Vjosa Osmani kündigte im weiteren Verlauf an, die Wahlen zunächst auf April 2023 zu verschieben, um die Lage zu beruhigen.


    Baerbock setzt auf sprachliche Eskalation statt Diplomatie

    Vor diesem komplexen Hintergrund fiel der deutschen Außenministerin nichts Besseres ein, als einseitig Partei für die kosovarische Seite zu nehmen. So erklärte die deutschen Chef-Diplomatin am 11. Dezember via Twitter:

    „Das Kosovo hat die Spannungen durch die Verschiebung der Kommunalwahlen abgebaut. Die jüngste Rhetorik Serbiens hat das Gegenteil bewirkt. Der Vorschlag, serbische Streitkräfte in den Kosovo zu schicken, ist völlig inakzeptabel.“

    Der serbische Präsident reagierte umgehend und warf der deutschen Außenministerin im Gegenzug „Heuchelei“ vor:

    „Baerbock sagte, jemand habe die Spannungen verringert, weil die Wahlen verschoben worden seien, was für eine Heuchelei. In dieser Nacht sind sie (die kosovarische Regierung) mit Spezialkräften einmarschiert und wollten die kommunalen Wahlkommissionen beschlagnahmen. Sie wussten, dass es keine Wahlen geben würde, aber sie wollten die Serben mit Gewalt angreifen“.

    Allein die Tatsache, das Vučić einfach nur von „Baerbock“ spricht, ohne Nennung ihres Titels noch ihres Vornamens, zeigt auf, wieviel diplomatisches Porzellan im Verhältnis von Belgrad und Berlin die deutsche Außenministerin mit ihren tendenziösen Äußerungen zerschlagen hat.

    Auch aus dem Bundestag gab es Kritik an den Äußerungen der deutschen Chefdiplomatin. So erklärte beispielsweise die Obfrau im Auswärtigen Ausschuss für die Linksfraktion, Sevim Dağdelen:

    “Die deutsche Außenministerin sollte besser durch kluge Diplomatie eine weitere Eskalation verhindern, statt mit ihrer unverhohlenen Parteinahme für den nationalistischen Kosovo-Premier auch noch Öl ins Feuer zu gießen. Baerbocks Doppelmoral und doppelten Standards bei der Geltung des Völkerrechts sind eine Gefahr für Frieden und Sicherheit in Europa.”

    Apropos Völkerrecht. Das am letzten Donnerstag vom Kosovo eingereichte EU-Beitrittsgesuch zeugt nicht unbedingt von einem guten Verhältnis und Verständnis von geltenden völkerrechtlichen Vereinbarungen. Zum einen ist das Einreichen ein Affront gegen die fünf EU-Mitgliedstaaten Spanien, Griechenland, Zypern, Rumänien und die Slowakei, die die Abspaltung des Kosovos von Serbien nicht anerkennen, zum anderen steht das Vorgehen, wie Roland Zschächner in der jungen Welt ausführt, im Widerspruch zum Washingtoner Abkommen von 2020.

    Ebenso wird das von Serbien und Kosovo 2013 unterschriebene Brüsseler Abkommen, welches die Einrichtung eines „Verbundes der serbischen Gemeinden“ im Kosovo vorsieht, von der Regierung unter Kurti nicht umgesetzt. Selbst der als pro-kosovarisch geltende USA-Sondergesandte für den Westbalkan, Gabriel Escobar, fordert, im Gegensatz zu den bisherigen Verlautbarungen des Auswärtigen Amtes, die Umsetzung dieser völkerrechtlichen Vereinbarung:

    „Es ist eine Verpflichtung für Serbien, es ist eine Verpflichtung für den Kosovo, es ist eine Verpflichtung für die EU, die bei der Aushandlung geholfen hat.“

    Ebenfalls unkommentiert vom Auswärtigen Amt blieb bis heute das am 16. Dezember gefällte Urteil des Sondergerichts in Den Haag in Sachen Kriegsverbrechen der UÇK („Befreiungsarmee des Kosovo“), eine Organisation, die jahrelang massiv von der Bundesrepublik unterstützt wurde. Salih Mustafa war während des Kosovo-Krieges einer der führenden Köpfe der paramilitärischen Miliz. Als Leiter des internen Geheimdienstes hat er, so das Fazit des Gerichts, mindestens sechs Zivilisten grausam gefoltert. Das Sondergericht, welches Teil des kosovarischen Justizsystems ist, aber wegen der Gefahr von Einflussnahme auf Zeugen nach Den Haag verlegt wurde, verurteilte den 50-Jährigen wegen zahlreicher Kriegsverbrechen zu 26 Jahren Haft. Dutzende Zeugen, darunter auch Opfer, wurden im Laufe des Prozesses befragt. Die Vorsitzende Richterin, Mappie Veldt-Foglia, erklärte, das Urteil gegen Mustafa sei ein „Meilenstein“. Wie unter anderem die Personalie des kosovarischen Premiers Kurti belegt, beherrschen bis heute ehemalige UÇK-Kader das politische Leben im Kosovo.


    Zum Urteil in Den Haag erklärte die Bundestagsabgeordnete und Obfrau im Auswärtigen Ausschuss, Sevim Dağdelen, gegenüber den NachDenkSeiten:

    “Die juristische Aufarbeitung der von der NATO-Hilfstruppe UÇK zu verantwortenden Morde und Folter an Serben und Roma war wahrlich lange überfällig. Das Urteil kann nur der Anfang sein. Auf die Anklagebank in Den Haag gehören aber nicht nur die Mörderbanden der ,Kosovo-Befreiungsarmee’, die als Bodentruppen der NATO fungiert haben, sondern auch die Verantwortlichen für die völkerrechtswidrige Aggression in den NATO-Staaten selbst.

    Mehr zum Thema: Der Kosovo-Krieg markiert eine gravierende Zäsur. Am 24. März waren es 20 Jahre. Unsere Hauptmedien schwiegen oder irritierten.

    Kosovo 1999: Der Krieg wurde durch Propaganda möglich gemacht


    Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=91813

    21.12.2022

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    21.12.2022

    „Putin hat den Westen falsch verstanden (und) wenn er nicht bald aufwacht, steht Armageddon bevor“

    Interview mit Paul Craig Roberts

    globalresearch.ca, vom 20. Dezember 2022, Von Dr. Paul Craig Roberts und Mike Whitney


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    Ausführlicher Bericht:

     

    Mike Whitney Sie meinen, Putin hätte von Anfang an energischer vorgehen sollen, um den Krieg schnell zu beenden. Ist das eine zutreffende Einschätzung Ihrer Sicht auf den Krieg? Und – wenn ja – was ist Ihrer Meinung nach die Kehrseite, wenn man zulässt, dass sich der Konflikt hinzieht, ohne dass ein Ende in Sicht ist?



    Paul Craig Roberts:  Ja, Sie haben meine Position richtig dargestellt. Aber da meine Position den vielen Indoktrinierten und Gehirngewaschenen, denen, die CNN sehen, NPR hören und die New York Times lesen, „unamerikanisch“ erscheinen kann, werde ich einige meiner Hintergrundinformationen liefern, bevor ich mit meiner Antwort fortfahre.


    Ich war in vielerlei Hinsicht am Kalten Krieg des 20. Jahrhunderts beteiligt: ​​Als Herausgeber des Wall Street Journal; als Beauftragter eines Stiftungslehrstuhls am Center for Strategic and International Studies, Teil der Georgetown University zum Zeitpunkt meiner Ernennung, wo meine Kollegen Henry Kissinger, Nationaler Sicherheitsberater und Außenminister, Zbigniew Brzezinski, Nationaler Sicherheitsberater, und James Schlesinger, ein Verteidigungsminister und CIA-Direktor, der einer meiner Professoren an der Graduate School an der University of Virginia war; als Mitglied des Cold War Committee on the Present Danger; und als Mitglied eines geheimen Präsidialausschusses mit der Befugnis, die Opposition der CIA gegen Präsident Reagans Plan zur Beendigung des Kalten Krieges zu untersuchen.


    Mit einer Geschichte wie meiner war ich überrascht, als ich eine objektive Position zur Ablehnung der US-Hegemonie durch den russischen Präsidenten Putin einnahm und fand, dass ich auf einer Website, „PropOrNot“, die möglicherweise von finanziert wurde, als „russischer Betrüger/Agent“ bezeichnet wurde das US-Außenministerium, das National Endowment for Democracy oder die CIA selbst, die immer noch alte Ressentiments gegen mich hegen, weil ich Präsident Reagan geholfen habe, den Kalten Krieg zu beenden, der das Potenzial hatte, das Budget und die Macht der CIA zu reduzieren. Ich frage mich immer noch, was die CIA mit mir machen könnte, obwohl die Agentur mich aufforderte, mich an die Agentur zu wenden, was ich tat, und zu erklären, warum sie in ihrer Argumentation falsch lagen.


    Ich werde auch sagen, dass ich in meinen Artikeln die Wahrheit verteidige, nicht Putin, obwohl Putin meiner Meinung nach der ehrlichste Spieler und vielleicht der naivste im aktuellen Spiel ist, das in einem nuklearen Armageddon enden könnte. Mein Ziel ist es, ein nukleares Harmagedon zu verhindern, nicht Partei zu ergreifen. Ich erinnere mich gut an Präsident Reagans Hass auf „diese gottverdammten Atomwaffen“ und seine Anweisung, dass es nicht darum ginge, den Kalten Krieg zu gewinnen, sondern ihn zu beenden .


    Nun zu Mikes Frage, die auf den Punkt kommt. Um Putin zu verstehen, müssen wir uns vielleicht an das Leben erinnern oder daran, wie es der Sowjetunion vom Westen präsentiert wurde und die Amerikaner in die Sowjetunion die Freiheit des Lebens im Westen ausstrahlten, wo die Straßen mit Gold gepflastert waren und die Lebensmittelmärkte alles nur Erdenkliche hatten Delikatesse.


    Möglicherweise hat dies in den Köpfen vieler Sowjets, nicht aller, dazu geführt, dass das Leben in der westlichen Welt himmlisch war im Vergleich zur Hölle, in der die Russen lebten. Ich erinnere mich noch, wie ich 1961 in Usbekistan in einem Bus saß, als ein Fleischlieferwagen auf der Straße auftauchte. Der gesamte Verkehr folgte dem LKW bis zum Auslieferungslager, wo bereits eine mehrere Blocks lange Schlange wartete. Vergleicht man dieses Leben mit einem Besuch in einem amerikanischen Supermarkt, fällt die westliche Überlegenheit auf. Russlands Sehnsucht nach dem Westen hat Putin zweifellos eingeschränkt, aber Putin selbst war von den Unterschieden im Leben zwischen den USA zu dieser Zeit und der Sowjetunion betroffen.


    Putin ist ein guter Anführer, eine menschliche Person, vielleicht zu menschlich für das Böse, dem er gegenübersteht. Eine Möglichkeit, meine Position zu betrachten, dass Putin zu wenig statt zu viel tut, besteht darin, sich an die Zeit des Zweiten Weltkriegs zu erinnern, als der britische Premierminister Chamberlin beschuldigt wurde, Hitler ermutigt zu haben, indem er Provokation um Provokation akzeptierte. Meine eigene Ansicht dieser Geschichte ist, dass sie falsch ist, aber sie wird weiterhin allgemein geglaubt. Putin akzeptiert Provokationen, obwohl er rote Linien erklärt hat, die er nicht durchsetzt. Folglich wird seinen roten Linien nicht geglaubt. Hier ist ein Bericht:

    RT berichtete am 10. Dezember: „Die USA haben der Ukraine stillschweigend grünes Licht gegeben, Langstreckenangriffe gegen Ziele auf russischem Territorium zu starten, berichtete die Times am Freitag unter Berufung auf Quellen. Das Pentagon hat offenbar seine Haltung in dieser Angelegenheit geändert, da es weniger besorgt ist, dass solche Angriffe den Konflikt eskalieren könnten.“


    Mit anderen Worten, durch seine Untätigkeit hat Putin Washington und seine europäischen Marionettenstaaten davon überzeugt, dass er nicht meint, was er sagt, und endlos immer schlimmer werdende Provokationen hinnehmen wird, die von Sanktionen bis hin zu westlicher Finanzhilfe für die Ukraine, Waffenlieferungen, Ausbildung usw gezielte Informationen, Bereitstellung von Raketen, die das Innere Russlands angreifen können, Angriff auf die Krim-Brücke, Zerstörung der Nord-Stream-Pipelines, Folterung russischer Kriegsgefangener, Angriffe auf russische Teile der Ukraine, die wieder in die Russische Föderation eingegliedert wurden, und Angriffe auf das Innere Russlands.


    Irgendwann wird es eine Provokation geben, die zu viel ist. Das ist, wenn die SHTF.

    Putins Ziel war es, einen Krieg zu vermeiden. Daher bedeutete sein begrenztes militärisches Ziel in der Ukraine, die ukrainischen Streitkräfte aus dem Donbass zu vertreiben, eine begrenzte Operation, die die ukrainische Kriegsinfrastruktur intakt ließ, in der Lage war, fortschrittliche Waffen aus dem Westen zu empfangen und einzusetzen und den russischen Rückzug auf Linien zu erzwingen, die mit dem Grund besser zu verteidigen waren begrenzte Kräfte, die Putin für den Konflikt eingesetzt hat. Die ukrainischen Offensiven überzeugten den Westen, dass Russland besiegt werden könnte, und machten den Krieg damit zu einem primären Mittel, um Russland als Hindernis für Washingtons Hegemonie zu untergraben. Die britische Presse verkündete, die ukrainische Armee werde bis Weihnachten auf der Krim sein.


    Was Putin brauchte, war ein schneller Sieg, der völlig klar machte, dass Russland durchsetzbare rote Linien hatte, die die Ukraine verletzt hatte. Eine Demonstration russischer Militärmacht hätte alle Provokationen beendet. Der dekadente Westen hätte gelernt, dass er den Bären in Ruhe lassen muss. Stattdessen verschwendete der Kreml, der den Westen falsch interpretierte, acht Jahre mit dem Minsker Abkommen, das der frühere deutsche Bundeskanzler Merket als Täuschung bezeichnete, um Russland vom Handeln abzuhalten, wenn Russland leicht hätte erfolgreich sein können. Putin stimmt mir jetzt zu, dass es sein Fehler war, nicht im Donbass interveniert zu haben, bevor die USA eine ukrainische Armee geschaffen haben.


    Mein letztes Wort zu Mikes Frage ist, dass Putin den Westen falsch verstanden hat. Er glaubt immer noch, dass der Westen in seiner „Führung“ vernünftige Leute hat, die zweifellos die Rolle zu Gunsten Putins spielen, mit denen er Verhandlungen führen kann. Putin sollte die Wolfowitz-Doktrin lesen. Wenn Putin nicht bald aufwacht, steht Harmagedon bevor, es sei denn, Russland ergibt sich.


    Der Atomkrieg kommt „zu nah, um sich wohl zu fühlen“. Joe Biden kündigt an, dass die USA „Nuklearwaffen gegen nichtnukleare Bedrohungen einsetzen werden“

    MW:  Ich stimme vielem von dem zu, was Sie hier sagen, insbesondere dem: „Putins Untätigkeit hat Washington überzeugt … dass er nicht meint, was er sagt, und endlos immer schlimmere Provokationen akzeptieren wird.“


    Du hast Recht, das ist ein Problem. Aber ich bin mir nicht sicher, was Putin dagegen tun kann. Nehmen wir zum Beispiel die Drohnenangriffe auf Flugplätze auf russischem Territorium. Hätte Putin darauf reagieren sollen, indem er Versorgungsleitungen in Polen bombardierte? Das scheint eine faire Antwort zu sein, aber es riskiert auch einen NATO-Vergeltungsschlag und einen umfassenderen Krieg, der definitiv nicht in Russlands Interesse ist.


    Nun, vielleicht wäre Putin diesen Brennpunkten nicht begegnet, wenn er 500.000 Kampftruppen eingesetzt hätte, um eine Reihe von Städten auf seinem Weg nach Kiew zu beginnen und dem Erdboden gleich zu machen, aber denken Sie daran, dass die russische öffentliche Meinung über den Krieg am Anfang gemischt war, und nur wurde unterstützender, als sich herausstellte, dass Washington entschlossen war, Russland zu besiegen, seine Regierung zu stürzen und es bis zu dem Punkt zu schwächen, an dem es keine Macht mehr über seine Grenzen hinaus projizieren konnte. Die überwiegende Mehrheit des russischen Volkes versteht jetzt, was die USA vorhaben – was erklärt, warum Putins öffentliche Zustimmungswerte derzeit bei 79,4 % liegen, während die Unterstützung für den Krieg nahezu universell ist. Meiner Meinung nach braucht Putin dieses Maß an Unterstützung, um die Kriegsanstrengungen aufrechtzuerhalten; Die Verschiebung der Mobilisierung zusätzlicher Truppen hat sich also tatsächlich zu seinem Vorteil ausgewirkt.


    Noch wichtiger ist, dass Putin als rationaler Akteur in diesem Konflikt wahrgenommen werden muss. Dies ist absolut notwendig. Er muss als vorsichtiger und vernünftiger Akteur angesehen werden, der mit Zurückhaltung und innerhalb der Grenzen des Völkerrechts agiert. Nur so kann er die anhaltende Unterstützung Chinas, Indiens usw. gewinnen. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Bemühungen um den Aufbau einer multipolaren Weltordnung eine Koalitionsbildung erfordern, die durch impulsives, gewalttätiges Verhalten untergraben wird. Kurz gesagt, ich denke, dass Putins „langsamer“ Ansatz (Ihre Worte) eigentlich die richtige Vorgehensweise ist. Ich denke, wenn er wie Sherman auf seinem Weg zum Meer rücksichtslos durch die Ukraine gerannt wäre, hätte er wichtige Verbündete verloren, die ihm helfen würden, die Institutionen und die wirtschaftliche Infrastruktur aufzubauen, die er braucht, um eine neue Ordnung zu schaffen.


    Meine Frage an Sie lautet also: Wie sieht ein russischer Sieg aus? Geht es nur darum, die ukrainische Armee aus dem Donbass zu verdrängen, oder sollen russische Truppen die gesamte Region östlich des Dnjepr räumen? Und was ist mit dem Westen der Ukraine? Was, wenn die westliche Region in Schutt und Asche gelegt wird, aber die USA und die NATO sie weiterhin als Startrampe für ihren Krieg gegen Russland benutzen?


    Ich kann mir viele Szenarien vorstellen, in denen die Kämpfe noch Jahre andauern, aber kaum eines, das entweder in einer diplomatischen Einigung oder einem Waffenstillstand endet. Ihre Gedanken?


    Paul Craig Roberts: Ich denke, Mike, dass Sie die Gründe identifiziert haben, die Putins Herangehensweise an den Konflikt in der Ukraine erklären. Aber ich glaube, Putin verliert das Vertrauen in seinen Ansatz. Vorsicht vor einem nahenden Krieg ist geboten. Aber wenn der Krieg beginnt, muss er schnell gewonnen werden, besonders wenn der Feind Aussicht hat, Verbündete und deren Unterstützung zu gewinnen. Putins Vorsicht verzögerte Russlands Rettung des Donbass um acht Jahre, in denen Washington eine ukrainische Armee aufstellte und ausrüstete, die eine einfache Rettung wie die Krim im Jahr 2014 in den aktuellen Krieg verwandelte, der sich einem Jahr nähert. Putins Vorsicht bei der Kriegsführung hat Washington und den westlichen Medien viel Zeit gegeben, die für Putin ungünstige Erzählung zu schaffen und zu kontrollieren und den Krieg mit einer direkten Beteiligung der USA und der NATO auszuweiten, wie Außenminister Lawrow nun einräumte.


    Diese Angriffe auf Russland könnten die pro-westlichen russischen Liberalen mit Putin in Einklang bringen, aber die Fähigkeit eines korrupten US-Marionettenstaates der Dritten Welt, Russland anzugreifen, ist russischen Patrioten ein Gräuel. Die Russen, die kämpfen werden, sehen in der Fähigkeit der Ukraine, Mutter Russland anzugreifen, das Versagen der Putin-Regierung.


    China und Indien, die beiden bevölkerungsreichsten Länder, haben Washingtons wahllosen Einsatz von Gewalt ohne nationale oder internationale Konsequenzen für Washington miterlebt. Sie wollen sich nicht mit einem schwachen Russland verbünden.


    Ich werde auch sagen, dass, da Washington und die NATO in ihren zwei Jahrzehnten Kriegen im Nahen Osten und Nordafrika, die ausschließlich auf Lügen und geheimen Plänen basierten, nicht durch die öffentliche Meinung eingeschränkt wurden, welchen Grund hat Putin, einen Mangel an russischer öffentlicher Unterstützung zu befürchten für die Rettung von Donbass, ehemals ein Teil Russlands, vor der Neonazi-Verfolgung? Wenn Putin dies befürchten muss, zeigt es seinen Fehler, von den USA finanzierte NGOs zu tolerieren, die in Russland am Werk sind und Russen einer Gehirnwäsche unterziehen.


    Nein, Putin sollte sich nicht auf Revanche einlassen. Er braucht keine Raketen nach Polen, Deutschland, Großbritannien oder in die USA zu schicken. Alles, was Putin tun muss, ist, die ukrainische Infrastruktur stillzulegen, damit die Ukraine trotz westlicher Hilfe den Krieg nicht weiterführen kann. Putin beginnt damit, aber nicht vollständig.


    Tatsache ist, dass Putin nie Truppen zur Rettung des Donbass entsenden musste. Alles, was er tun musste, war, der amerikanischen Marionette Selenskyj ein einstündiges Ultimatum zu schicken und, wenn die Kapitulation nicht bevorstand, mit konventionellen Präzisionsraketen und Luftangriffen, falls nötig, die gesamte Energie-, Wasser- und Transportinfrastruktur der Ukraine abzuschalten , und Spezialeinheiten nach Kiew schicken, um Selenskyj und die US-Marionettenregierung öffentlich zu erhängen.


    Die Wirkung auf den degenerierten Woke West, der in seinen eigenen Universitäten und öffentlichen Schulen Selbsthass lehrt, wäre elektrisierend gewesen. Der Preis, den es kostet, sich mit Russland anzulegen, wäre allen Idioten klar gewesen, die davon reden, dass die Ukraine bis Weihnachten auf der Krim sein wird. Die Nato hätte sich aufgelöst. Washington hätte alle Sanktionen aufgehoben und die dummen, kriegsverrückten Neokonservativen zum Schweigen gebracht. Die Welt wäre in Frieden.


    Die Frage, die Sie gestellt haben, ist, wie sieht nach all den Fehlern Putins ein russischer Sieg aus? Erstens wissen wir nicht, ob es einen russischen Sieg geben wird. Die vorsichtige Art und Weise, wie Putin argumentiert und handelt, wie Sie erklärt haben, wird Russland wahrscheinlich einen Sieg verweigern. Stattdessen könnte es eine verhandelte entmilitarisierte Zone geben und der Konflikt wird zum Köcheln gebracht, wie der ungelöste Konflikt in Korea.


    Wenn Putin andererseits auf die vollständige Stationierung von Russlands Hyperschall-Atomraketen wartet, die kein Verteidigungssystem abfangen kann, und nach Washington zum ersten Einsatz von Atomwaffen übergeht, wird Putin die Macht haben, den Westen in Kenntnis zu setzen und in der Lage sein die Macht der russischen Streitkräfte zu nutzen, um den Konflikt sofort zu beenden.


    MG: Sie bringen einige sehr gute Argumente vor, aber ich denke immer noch, dass Putins langsameres Vorgehen dazu beigetragen hat, öffentliche Unterstützung im In- und Ausland aufzubauen. Aber natürlich kann ich mich auch irren. Ich widerspreche entschieden Ihrer Behauptung, China und Indien „wollen sich nicht mit dem schwachen Russland verbünden“. Meiner Meinung nach sehen beide Führer Putin als einen klugen und zuverlässigen Staatsmann, der vielleicht der größte Verteidiger souveräner Rechte im letzten Jahrhundert ist. Sowohl Indien als auch China sind mit Washingtons Zwangsdiplomatie nur allzu vertraut, und ich bin sicher, dass sie die Bemühungen eines Führers zu schätzen wissen, der zum weltweit größten Befürworter von Selbstbestimmung und Unabhängigkeit geworden ist. Ich bin mir sicher, das Letzte, was sie wollen, ist, zu kauernden Hausjungen zu werden, wie die Führer in Europa, die anscheinend nichts ohne ein „Nicken“ aus Washington entscheiden können. (Notiz: Putin sagte heute früh, dass die Staats- und Regierungschefs der EU zuließen, wie ein Fußabtreter behandelt zu werden. Putin: „Heute verfolgt der Hauptpartner der EU, die USA, eine Politik, die direkt zur Deindustrialisierung Europas führt. Sie versuchen sogar, sich bei ihrem amerikanischen Oberherrn darüber zu beschweren. Manchmal fragen sie sogar voller Groll: „Warum tust du uns das an?“ Ich möchte fragen: ‚Was hast du erwartet?' Was passiert sonst mit denen, die sich die Füße abwischen lassen?”) 'Was hast du erwartet?' Was passiert sonst mit denen, die sich die Füße abwischen lassen?”) 'Was hast du erwartet?' Was passiert sonst mit denen, die sich die Füße abwischen lassen?”)


    Paul Craig Roberts:  Mike, ich stimme zu, dass Russland aus den von Ihnen genannten Gründen der bevorzugte Partner von China und Indien ist. Was ich meinte, ist, dass China und Indien ein mächtiges Russland sehen wollen, das sie vor Washingtons Einmischung schützt. China und Indien lassen sich von Putins Unentschlossenheit und Zögerlichkeit nicht beruhigen. Die Regeln, nach denen Putin spielt, werden im Westen nicht mehr respektiert.


    Putin hat Recht damit, dass alle europäischen und die kanadischen, australischen, japanischen und neuseeländischen Regierungen Fußabtreter für Washington sind. Was Putin entgeht, ist, dass sich Washingtons Marionetten in dieser Rolle wohlfühlen. Wie groß ist also seine Chance, sie wegen ihrer Unterwürfigkeit zu schelten und ihnen Unabhängigkeit zu versprechen? Ein Leser erinnerte mich kürzlich an das Asch-Experiment in den 1950er Jahren, das herausfand, dass Menschen dazu neigten, sich an die vorherrschenden Erzählungen anzupassen, und an den Nutzen, den Edward Bernays Analyse der Propaganda hat. Und da ist die Information, die mir in den 1970er Jahren von einem hohen Regierungsbeamten gegeben wurde, dass die europäischen Regierungen tun, was wir wollen, weil wir „den Führern Säcke voller Geld geben. Wir besitzen sie. Sie melden sich bei uns.“


    Mit anderen Worten, unsere Puppen leben in einer Komfortzone. Putin wird es schwer haben, hier mit bloß vorbildlichem Verhalten einzudringen.


    MW:  Für meine letzte Frage möchte ich auf Ihr breiteres Wissen über die US-Wirtschaft zurückgreifen und darüber, wie wirtschaftliche Schwäche ein Faktor in Washingtons Entscheidung sein könnte, Russland zu provozieren. In den letzten 10 Monaten haben wir zahlreiche Experten sagen hören, dass die NATO-Erweiterung in die Ukraine eine „existenzielle Krise“ für Russland schafft. Ich frage mich nur, ob man dasselbe über die Vereinigten Staaten sagen könnte? Es scheint, als hätten alle, von Jamie Diamond bis Nouriel Roubini, eine größere finanzielle Katastrophe als den Zusammenbruch des gesamten Systems im Jahr 2008 vorhergesagt. Ist dies Ihrer Meinung nach der Grund, warum die Medien und praktisch das gesamte politische Establishment so stark auf eine Konfrontation drängen? mit Russland? Sehen sie Krieg als den einzigen Weg, wie die USA ihre erhabene Position in der Weltordnung bewahren können?


    Paul Craig Roberts:  Die Vorstellung, dass sich Regierungen dem Krieg zuwenden, um die Aufmerksamkeit von einer versagenden Wirtschaft abzulenken, ist weit verbreitet, aber meine Antwort auf Ihre Frage ist, dass das operative Motiv die US-Hegemonie ist. Die Wolfowitz-Doktrin sagt es klar. Die Doktrin besagt, dass das Hauptziel der US-Außenpolitik darin besteht, den Aufstieg eines Landes zu verhindern, das als Hemmnis für den US-Unilateralismus dienen könnte. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2007 machte Putin deutlich, dass Russland seine Interessen nicht den Interessen der USA unterordnen werde.


    Es gibt einige verrückte Neokonservative in Washington, die glauben, dass ein Atomkrieg gewonnen werden kann, und die die US-Atomwaffenpolitik zu einem präventiven Angriffsmodus geformt haben, der darauf ausgerichtet ist, die Fähigkeit des Empfängers eines Erstschlags zur Vergeltung zu verringern. Die USA streben keinen Krieg mit Russland an, könnten aber in einen hineinstolpern. Die operative neokonservative Politik besteht darin, Russland Probleme zu bereiten, die interne Probleme verursachen können, den Kreml von Washingtons Machtbewegungen abzulenken, Russland mit Propaganda zu isolieren und möglicherweise sogar eine Farbrevolution innerhalb Russlands oder in einer ehemaligen russischen Provinz wie Weißrussland durchzuführen. wie in Georgien und der Ukraine. Die Menschen haben die von den USA initiierte Invasion der georgischen Armee in Südossetien vergessen, die Putin mit russischen Streitkräften stoppen wollte. und sie haben die jüngsten Unruhen in Kasachstan vergessen, die durch die Ankunft russischer Truppen beruhigt wurden. Der Plan ist, weiter am Kreml herumzuhacken. Auch wenn Washington nicht in jedem Fall an den Erfolg der Maidan-Revolution in der Ukraine heranreicht, so gelingen die Zwischenfälle doch als Ablenkungsmanöver, die Zeit und Energie des Kremls verbrauchen, zu abweichenden Meinungen innerhalb der Regierung führen und eine militärische Notfallplanung erfordern. Da Washington die Narrative kontrolliert, dienen die Vorfälle auch dazu, Russland als Aggressor anzuschwärzen und Putin als „den neuen Hitler“ darzustellen. Die Propagandaerfolge sind beträchtlich – der Ausschluss russischer Athleten von Wettbewerben, die Weigerung von Orchestern, Musik russischer Komponisten zu spielen, der Ausschluss russischer Literatur und eine allgemeine Weigerung, in irgendeiner Weise mit Russland zusammenzuarbeiten. Dies hat eine demütigende Wirkung auf die Russen und könnte die öffentliche Unterstützung für die Regierung beeinträchtigen. Für russische Athleten, Schlittschuhläufer, Entertainer und ihre Fans muss das sehr frustrierend sein.


    Dennoch kann der Konflikt in der Ukraine zu einem beabsichtigten oder ungewollten allgemeinen Krieg werden. Das ist meine Sorge und der Grund, warum ich denke, dass der begrenzte Go-Slow-Betrieb des Kremls ein Fehler ist. Es bietet zu viele Gelegenheiten für Washingtons Provokationen, um zu weit zu gehen.


    Es gibt eine wirtschaftliche Komponente. Washington ist entschlossen zu verhindern, dass sein europäisches Imperium durch Energieabhängigkeit und Geschäftsbeziehungen in engere Beziehungen zu Russland gezogen wird. Tatsächlich erklären einige die Wirtschaftssanktionen als Deindustrialisierung Europas zugunsten von Washingtons wirtschaftlicher und finanzieller Hegemonie. Siehe das.

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    Dieser Artikel wurde ursprünglich auf The Unz Review veröffentlicht .


    Paul Craig Roberts ist ein renommierter Autor und Akademiker, Vorsitzender des Institute for Political Economy, wo dieser Artikel   ursprünglich veröffentlicht wurde. Dr. Roberts war zuvor Mitherausgeber und Kolumnist des Wall Street Journal. Während der Reagan-Administration war er stellvertretender Finanzminister für Wirtschaftspolitik.


    Er schreibt regelmäßig Beiträge für Global Research.


    Michael Whitney  ist ein renommierter geopolitischer und sozialer Analyst mit Sitz im US-Bundesstaat Washington. Er begann seine Karriere als unabhängiger Bürgerjournalist im Jahr 2002 mit einem Engagement für ehrlichen Journalismus, soziale Gerechtigkeit und Weltfrieden. 

    Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Center for Research on Globalization (CRG). 

    Das ausgewählte Bild stammt aus The Last Refuge


    Die ursprüngliche Quelle dieses Artikels ist Global Research

    Copyright © Dr. Paul Craig Roberts und Mike Whitney , Global Research, 2022


    Info: https://www.globalresearch.ca/putin-misread-west-if-he-doesnt-wake-up-soon-armageddon-upon-us/5802622


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

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