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01.03.2023

Nachrichten von Pressenza: Am 2. April: Lasst uns den Frieden in die eigenen Hände nehmen!

aus e-mail von <newsletter@pressenza.com>,1. März 2023,7:15 Uhr


Nachrichten von Pressenza - 01.03.2023


Am 2. April: Lasst uns den Frieden in die eigenen Hände nehmen!


In Europa, der Ukraine, Russland und überall auf der Welt wünschen sich die Menschen Frieden, während die Regierungen immer mehr Waffen und Personal für den Krieg fordern. Wir fordern das Recht auf Gesundheit, Bildung, Arbeitsplätze und einen lebenswerten Planeten, aber&hellip;

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Wie Lateinamerika dabei ist die Monroe-Doktrin zu überwinden


Das Blatt der Geschichte scheint sich immer dann günstig für Lateinamerika zu wenden, wenn die Vereinigten Staaten gerade durch Ereignisse, wie den Bürgerkrieg (1861-65) oder andere Konflikte, abgelenkt sind. Auch jetzt ist die US-Regierung zumindest teilweise durch den Krieg in&hellip;

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Frauenrechte sind Menschenrechte: Warum wir weiterhin für die Gleichstellung kämpfen müssen!


Der erste Weltfrauentag fand am 19. März 1911 statt (das Datum wurde später auf 8.3. gelegt). Er wurde von der deutschen Sozialistin Clara Zetkin vorgeschlagen und von Frauenorganisationen in verschiedenen Ländern Europas unterstützt. An diesem Tag gingen Frauen auf der&hellip;

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Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

01.03.2023

UN-Resolution zur Ukraine

Baerbocks Mühe

jungewelt.de, 01.03.2023, Von Arnold Schölzel

Außenministerin wollte in UN-Vollversammlung Verurteilung Russlands erreichen. Das hat nicht geklappt


 

Bernd von Jutrczenka/dpa

Die deutsche Außenministerin spricht bei der Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats am 23. Februar


Zitat: Der SPD-Fraktionsvorsitzende Rolf Mützenich (Foto) hat die Resolution der UN-Vollversammlung offenbar anders gelesen als Bundeskanzler, Außenministerin oder gar Journalisten deutscher Großmedien. Bei einer SPD-Veranstaltung zur sogenannten Zeitenwende in der deutschen Sicherheitspolitik erinnerte er jedenfalls am Montag abend daran, dass sich Staaten, die die Hälfte der Weltbevölkerung repräsentieren, bei der Abstimmung über den Ukraine-Krieg enthalten haben. Umso mehr müsse man auf Diplomatie setzen. Es sei wichtig, dass Kanzler Olaf Scholz wie jetzt mit Indien in Staaten reise, die man vielleicht brauche, wenn man eine diplomatische Lösung für den Konflikt suche. Für viele Länder im globalen Süden sei der 24. Februar eben keine »Zeitenwende« gewesen: »Sie fürchten sogar diese Zeitenwende, weil sie glauben, Deutschland nimmt Abschied von einer Unterstützung auch bei ihren Problemen.« Man werde auch Staaten, »die nicht unsere erste Wahl sind«, brauchen, wenn die Zeit der Verhandlungen komme.


Am Montag vor genau einem Jahr hatte Bundeskanzler Olaf Scholz in seiner sogenannten Zeitenwende-Rede im Bundestag eine Neuausrichtung in der Sicherheitspolitik angekündigt. An diese Rede erinnerte die SPD-Bundestagsfraktion am Montag in der Diskussionsveranstaltung.


Mützenich betonte aber auch, dass er mit Diplomatie nicht Verhandlungen mit Wladimir Putin meine. Zur Zeit könne man nicht mit Putin verhandeln, der russische Präsident wolle das auch nicht.


Mützenich ging auf die Kritik an der SPD-Außenpolitik gegenüber der Sowjetunion und Russland ein und erklärte: »Die Entspannungspolitik trägt nicht die Verantwortung für den Überfall russischer Streitkräfte auf die Ukraine. Dies hat alleine Präsident Putin zu verantworten. Und ich hoffe, dass er irgendwann auch zur Rechenschaft gezogen wird. Dies will ich sehr selbstbewusst sagen.« Der Fraktionsvorsitzende meinte, auch er habe Fehler zu bekennen: »Aber ich bin irritiert, dass manche es schon immer gewusst haben.«


Zuvor hatte sich Mützenich zurückhaltend zu der Forderung von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) nach Aufstockung des Militäretats geäußert. Mit dem Sondervermögen von 100 Milliarden Euro werde Pistorius die anstehenden Projekte der kommenden drei Jahre »auskömmlich« bearbeiten können, sagte Mützenich am Montag im ARD-»Morgenmagazin«. (as)

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Annalena Baerbock hat sich angestrengt. Die Sondersitzung der UN-Vollversammlung am vergangenen Donnerstag sollte zu einem diplomatischen Sieg über Russland werden. Also kündigte der Sprecher der deutschen Außenministerin, Christian Wagner, am 22. Februar in der Regierungspressekonferenz an: »Die Außenministerin wird am 23. Februar, also morgen, im Rahmen der Notstandssondertagung der Generalversammlung vor der Generalversammlung eine Rede halten. Wie Sie wissen, ist geplant, dass die Generalversammlung anlässlich des Jahrestags eine Resolution zur Verurteilung des russischen Angriffskriegs verabschieden wird.«


Aus der Verurteilung wurde nichts. Bereits am Morgen des 23. Februar berichtete tagesschau. de: Der Text der neuen Resolution, die am Abend verabschiedet werden sollte, »ist jedoch an entscheidenden Stellen entschärft worden, um ihn für möglichst viele Staaten annehmbar zu machen.« Das Resultat: Das Wort »Verurteilung« kommt nicht vor, die Mitgliedstaaten werden aufgefordert, ihre diplomatischen Anstrengungen für Frieden in der Ukraine zu »verdoppeln«. Die Resolution A/ES-11/L.7 (Wortlaut siehe unten) liest sich, als wäre sie von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer mitentworfen worden. Offenbar sitzen in den Vereinten Nationen jede Menge »Schwurbelpazifisten« und Putin-Trolle.


So viel Baerbock-Mühe umsonst? Beleidigt rief sie der Vollversammlung zu: »Einige von Ihnen haben gerade gesagt, dass wir mit der Bewaffnung der Ukraine Öl ins Feuer gießen. Lassen Sie mich eine Frage stellen: Ganz ehrlich, warum um alles in der Welt sollten wir das wollen? Wir wollten diesen Krieg nicht.« Was zumindest insofern gelogen ist, als laut Angela Merkel und François Hollande der Krieg seit 2014 beabsichtigt war.


Baerbock hatte am Wochenende zuvor auf der Münchner »Sicherheitskonferenz« »diplomatisches Speeddating« betrieben, etwa mit Vertretern Kolumbiens, Togos oder Pakistans. Das magere Ergebnis bei der Abstimmung am 23. Februar: Die kolumbianische Vertreterin wandte sich in der Aussprache gegen Waffenlieferungen an die Ukraine, stimmte aber wenigstens mit 140 anderen Delegierten für die Resolution. Togo gehörte zu den 13 Ländern, deren Vertreter nicht erschienen. Pakistan enthielt sich der Stimme zusammen mit 31 anderen Staaten, darunter China und Indien. Mehr als diese Zahlen veröffentlichten deutsche Medien nicht, zitiert wurde aus der Resolution fast nichts.


Diplomatische Erfolge sehen anders aus, die Taz kommentierte: »Kein großer Triumph«. Die Aufforderung zur Verdopplung der diplomatischen Bemühungen zitierte sie aber auch nicht, auf der Internetseite der Bundesregierung gibt es keinen Link zum Text der Resolution – das war sonst anders. Der Bundeskanzler behauptete undementiert am Sonntag in Indien, viele Länder hätten »in der UN-Generalversammlung sehr klar den russischen Angriffskrieg verurteilt.« Gemessen an der Resolution war es kein einziges.


Info: https://www.jungewelt.de/artikel/445889.un-resolution-zur-ukraine-baerbocks-m%C3%BChe.html


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01.03.2023

Selbstjustiz der Siedler: Wie es in Huwara zu einer Enthemmung von Gewalt gegen Palästinenser kommt

freeassange.rtde.live, vom 28 Feb. 2023 18:59 Uhr, Eine Analyse von Seyed Alireza Mousavi

Die palästinensische Stadt Huwara stand am Wochenende in Flammen, nachdem hunderte israelische Siedler als eine Rachereaktion Häuser und Läden von Palästinensern verwüstet hatten. Der Überfall der radikalen Siedler auf die kleine Stadt überschattete das Treffen zwischen der Palästinensischen Autonomiebehörde und der israelischen Regierung in Jordanien.


Quelle: AFP © Jaafar Ashtiye


Israelische Siedler in Huwara und Ortschaften in der Umgebung setzen am Sonntag zahlreiche Häuser, Läden und Autos von Palästinensern in Brand.


Zitat: Die Vertreter der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) trafen am Sonntag in Jordanien mit israelischen Vertretern zusammen, um direkt über Möglichkeiten zur Beendigung der zunehmenden Gewalt in den israelisch besetzten Gebieten in den vergangenen Wochen zu sprechen. Das Treffen im Hafen von Akaba am Roten Meer fand vor dem Hintergrund der israelischen Aggression in den besetzten Gebieten im Westjordanland sowie im Gazastreifen und in Ostjerusalem statt, bei denen seit Anfang des Jahres mehr als 60 Palästinenser durch israelische Armee, darunter auch Zivilisten, getötet wurden. Ein Überfall der radikalen Siedler auf einer palästinensischen Stadt  überschattete das Treffen in Jordanien. Eine Horde israelischer Siedler war in der kleinen Stadt Huwara mit 7.000 palästinensischen Einwohnern eingefallen, aus Rache für den Mord an zwei jungen Juden, die Stunden zuvor mutmaßlich von einem Palästinenser getötet wurden.


Staatskrise in Israel und Hamas-Strategie: Westjordanland bildet neuen Brennpunkt der Konflikte




Analyse

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Mindestens bis zu 400 Palästinenser wurden bei dem Überfall auf die Stadt verletzt, als israelische Siedler in Huwara und Ortschaften in der Umgebung zahlreiche Häuser, Läden und Autos von Palästinensern in Brand setzten. Ein Palästinenser soll auch durch Schüsse tödlich verletzt worden sein. Die Siedler hatten zuvor in den sozialen Netzwerken für ihren Rachefeldzug mobilgemacht. Drei Stunden soll das gewaltsame Mob-Gewalt der Siedler in Huwara gedauert haben. Ein ranghoher Funktionär der Sicherheitsbehörden wurde am Montag im israelischen Radiosender Kan mit den Worten zitiert, es habe sich um einen "Pogrom" gehandelt.


Die Vorgänge von Huwara können als beispielhaft dafür gelten, wie die Lage Schritt für Schritt nach dem Amtsantritt der radikal-rechtsorientierten Netanjahu-Regierung außer Kontrolle gerät. Nun wird in Israel befürchtet, dass die Funken aus der keinen Stadt Huwara die gesamten Palästinensergebiete in Brand setzen könnten. Jetzt wird vor einer neuen Intifada gewarnt. Als Reaktion auf die angespannte Lage wurden bereits drei zusätzliche Bataillone ins israelisch besetzte Westjordanland verlegt.


Die Biden-Regierung erklärte am Montag, sie erwarte, dass Israel die an dem tödlichen Überfall von Siedlern auf die palästinensische Stadt beteiligten Personen strafrechtlich verfolgt und den Palästinensern, deren Häuser und Eigentum zerstört oder beschädigt wurden, Entschädigung gewährt.


Auf die Eskalationen von Sonntag können weitere Ausschreitungen folgen. Auf palästinensischer Seite gewinnen nun neue militante Kräfte immer mehr Einfluss, während die Palästinensische Autonomiebehörde längst ihre frühere Legitimationsbasis unter Palästinenser verloren hat. Das Gipfeltreffen im Hafen von Akaba stieß aufgrund des wachsenden Misstrauens gegenüber der Palästinensischen Autonomiebehörde auf Widerstand und Ärger. Zugleich sympathisieren Palästinenser mehr mit den neu formierten Milizen Gruppe wie "Löwengrube", die gegen Siedlerkolonialismus kämpfen.


Der Palästinenser, der zwei junge Israelis am Sonntag tötete, soll ein T-Shirt mit dem Logo der Löwengrube getragen haben. Die Koexistenz von Juden und Arabern in Israel und israelisch besetzten Westjordanland ist immer schon fragil gewesen. Die zukünftige Eskalation um die Palästina-Frage scheint wohl nicht mehr zwischen Gaza und Israel ausgetragen zu werden, sondern im Westjordanland, wo israelische F-35-Jets in den gemischten Ortschaften nicht einfach zum Einsatz kommen könnten.


Mehr zum Thema - Westjordanland: Empörung von Palästinensern über ein Gipfeltreffen mit Israel in Jordanien


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Info: https://freeassange.rtde.live/der-nahe-osten/164078-selbstjustiz-siedler-wie-es-in


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

01.03.2023

Chinas 12 Punkte zur politischen Beilegung der Ukraine-Krise

Ver.di-Friedensnetzwerk, 28. Februar 2023


    -  Übersetzung  (DeepL)  -

  https://www.fmprc.gov.cn/mfa_eng/zxxx_662805/202302/t20230224_11030713.html


  Chinas Position zur politischen Beilegung der Ukraine-Krise


  24.02.2023, 09:00


  1. Respektierung der Souveränität aller Länder. Das allgemein anerkannte Völkerrecht, einschließlich der Ziele und Grundsätze der Charta der Vereinten Nationen, muss strikt eingehalten werden. Die Souveränität, Unabhängigkeit und territoriale Unversehrtheit aller Länder muss wirksam gewahrt werden. Alle Länder, ob groß oder klein, stark oder schwach, reich oder arm, sind gleichberechtigte Mitglieder der internationalen Gemeinschaft. Alle Parteien sollten gemeinsam die grundlegenden Normen für die internationalen Beziehungen aufrechterhalten und für internationale Fairness und Gerechtigkeit eintreten. Die gleichmäßige und einheitliche Anwendung des Völkerrechts sollte gefördert werden, während Doppelstandards abgelehnt werden müssen.


  2. Abkehr von der Mentalität des Kalten Krieges. Die Sicherheit eines Landes sollte nicht auf Kosten anderer Länder angestrebt werden. Die Sicherheit einer Region sollte nicht durch die Stärkung oder Ausweitung von Militärblöcken erreicht werden. Die legitimen Sicherheitsinteressen und -belange aller Länder müssen ernst genommen und angemessen berücksichtigt werden. Es gibt keine einfache Lösung für ein komplexes Problem. Alle Parteien sollten gemäß der Vision einer gemeinsamen, umfassenden, kooperativen und nachhaltigen Sicherheit und mit Blick auf den langfristigen Frieden und die Stabilität in der Welt dazu beitragen, eine ausgewogene, effektive und nachhaltige europäische Sicherheitsarchitektur zu schaffen. Alle Parteien sollten sich dem Streben nach eigener Sicherheit auf Kosten der Sicherheit anderer widersetzen, eine Blockkonfrontation verhindern und sich gemeinsam für Frieden und Stabilität auf dem eurasischen Kontinent einsetzen.


  3. Beendigung der Feindseligkeiten. Konflikte und Kriege sind für niemanden von Vorteil. Alle Parteien müssen rational bleiben und Zurückhaltung üben, es vermeiden, die Flammen zu schüren und die Spannungen zu verschärfen, und verhindern, dass sich die Krise weiter verschlechtert oder gar außer Kontrolle gerät. Alle Parteien sollten Russland und die Ukraine dabei unterstützen, in die gleiche Richtung zu arbeiten und den direkten Dialog so schnell wie möglich wieder aufzunehmen, um die Situation schrittweise zu deeskalieren und schließlich einen umfassenden Waffenstillstand zu erreichen.


  4. Wiederaufnahme der Friedensgespräche. Dialog und Verhandlungen sind die einzige praktikable Lösung für die Ukraine-Krise. Alle Bemühungen, die zu einer friedlichen Beilegung der Krise beitragen, müssen gefördert und unterstützt werden. Die internationale Gemeinschaft sollte sich weiterhin für den richtigen Ansatz zur Förderung von Friedensgesprächen einsetzen, den Konfliktparteien dabei helfen, so bald wie möglich die Tür zu einer politischen Lösung zu öffnen, und Bedingungen und Plattformen für die Wiederaufnahme von Verhandlungen schaffen. China wird in dieser Hinsicht weiterhin eine konstruktive Rolle spielen.


  5. Beilegung der humanitären Krise. Alle Maßnahmen, die dazu beitragen, die humanitäre Krise zu lindern, müssen gefördert und unterstützt werden. Humanitäre Maßnahmen sollten den Grundsätzen der Neutralität und Unparteilichkeit folgen, und humanitäre Fragen sollten nicht politisiert werden. Die Sicherheit der Zivilbevölkerung muss wirksam geschützt werden, und es sollten humanitäre Korridore für die Evakuierung der Zivilbevölkerung aus den Konfliktgebieten eingerichtet werden. Es müssen Anstrengungen unternommen werden, um die humanitäre Hilfe in den betroffenen Gebieten zu verstärken, die humanitären Bedingungen zu verbessern und einen schnellen, sicheren und ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe zu gewährleisten, um eine humanitäre Krise größeren Ausmaßes zu verhindern. Die Vereinten Nationen sollten bei der Koordinierung der humanitären Hilfe für die Konfliktgebiete unterstützt werden.


  6. Schutz von Zivilisten und Kriegsgefangenen (POWs). Die Konfliktparteien sollten sich strikt an das humanitäre Völkerrecht halten, Angriffe auf Zivilisten oder zivile Einrichtungen vermeiden, Frauen, Kinder und andere Opfer des Konflikts schützen und die Grundrechte der Kriegsgefangenen achten. China unterstützt den Austausch von Kriegsgefangenen zwischen Russland und der Ukraine und fordert alle Parteien auf, günstigere Bedingungen für diesen Zweck zu schaffen.


  7. Sicherheit von Kernkraftwerken. China lehnt bewaffnete Angriffe auf Kernkraftwerke oder andere friedliche kerntechnische Anlagen ab und fordert alle Parteien auf, das Völkerrecht, einschließlich des Übereinkommens über nukleare Sicherheit, einzuhalten und von Menschen verursachte nukleare Unfälle entschlossen zu vermeiden. China unterstützt die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) dabei, eine konstruktive Rolle bei der Förderung der Sicherheit von friedlichen Nuklearanlagen zu spielen.


  8. Verringerung der strategischen Risiken. Atomwaffen dürfen nicht eingesetzt und Atomkriege dürfen nicht geführt werden. Die Androhung oder der Einsatz von Atomwaffen sollte abgelehnt werden. Die Weiterverbreitung von Kernwaffen muss verhindert und eine nukleare Krise vermieden werden. China lehnt die Erforschung, Entwicklung und den Einsatz von chemischen und biologischen Waffen durch jedes Land unter allen Umständen ab.


 9. Erleichterung der Getreideexporte. Alle Parteien müssen die von Russland, der Türkei, der Ukraine und den Vereinten Nationen unterzeichnete Schwarzmeer-Getreide-Initiative in ausgewogener Weise vollständig und wirksam umsetzen und die Vereinten Nationen dabei unterstützen, eine wichtige Rolle in dieser Hinsicht zu spielen. Die von China vorgeschlagene Kooperationsinitiative zur globalen Ernährungssicherheit bietet eine praktikable Lösung für die weltweite Nahrungsmittelkrise.


  10. Beendigung einseitiger Sanktionen. Einseitige Sanktionen und maximaler Druck können das Problem nicht lösen; sie schaffen nur neue Probleme. China lehnt einseitige, vom UN-Sicherheitsrat nicht genehmigte Sanktionen ab. Die betroffenen Länder sollten aufhören, einseitige Sanktionen und die "Langwaffengerichtsbarkeit" gegen andere Länder zu missbrauchen, um ihren Teil zur Deeskalation der Ukraine-Krise beizutragen und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Entwicklungsländer ihre Wirtschaft ausbauen und die Lebensbedingungen ihrer Bevölkerung verbessern können.


  11. Aufrechterhaltung der Industrie- und Lieferketten. Alle Parteien sollten sich ernsthaft für den Erhalt des bestehenden Weltwirtschaftssystems einsetzen und sich dagegen wehren, die Weltwirtschaft als Werkzeug oder Waffe für politische Zwecke zu benutzen. Es bedarf gemeinsamer Anstrengungen, um die Auswirkungen der Krise abzumildern und zu verhindern, dass sie die internationale Zusammenarbeit in den Bereichen Energie, Finanzen, Lebensmittelhandel und Verkehr stört und den weltweiten Wirtschaftsaufschwung untergräbt.


  12. Förderung des Wiederaufbaus nach Konflikten. Die internationale Gemeinschaft muss Maßnahmen ergreifen, um den Wiederaufbau nach Konflikten in Konfliktgebieten zu unterstützen. China ist bereit, dabei Hilfe zu leisten und eine konstruktive Rolle zu spielen.


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  https://www.fmprc.gov.cn/mfa_eng/zxxx_662805/202302/t20230224_11030713.html



  China’s Position on the Political Settlement of the Ukraine Crisis


  2023-02-24 09:00


  1. Respecting the sovereignty of all countries. Universally recognized international law, including the purposes and principles of the United Nations Charter, must be strictly observed. The sovereignty, independence and territorial integrity of all countries must be effectively upheld. All countries, big or small, strong or weak, rich or poor, are equal members of the international community. All parties should jointly uphold the basic norms governing international relations and defend international fairness and justice. Equal and uniform application of international law should be promoted, while double standards must be rejected. 


  2. Abandoning the Cold War mentality. The security of a country should not be pursued at the expense of others. The security of a region should not be achieved by strengthening or expanding military blocs. The legitimate security interests and concerns of all countries must be taken seriously and addressed properly. There is no simple solution to a complex issue. All parties should, following the vision of common, comprehensive, cooperative and sustainable security and bearing in mind the long-term peace and stability of the world, help forge a balanced, effective and sustainable European security architecture. All parties should oppose the pursuit of one’s own security at the cost of others’ security, prevent bloc confrontation, and work together for peace and stability on the Eurasian Continent.


  3. Ceasing hostilities. Conflict and war benefit no one. All parties must stay rational and exercise restraint, avoid fanning the flames and aggravating tensions, and prevent the crisis from deteriorating further or even spiraling out of control. All parties should support Russia and Ukraine in working in the same direction and resuming direct dialogue as quickly as possible, so as to gradually deescalate the situation and ultimately reach a comprehensive ceasefire. 


  4. Resuming peace talks. Dialogue and negotiation are the only viable solution to the Ukraine crisis. All efforts conducive to the peaceful settlement of the crisis must be encouraged and supported. The international community should stay committed to the right approach of promoting talks for peace, help parties to the conflict open the door to a political settlement as soon as possible, and create conditions and platforms for the resumption of negotiation. China will continue to play a constructive role in this regard. 


  5. Resolving the humanitarian crisis. All measures conducive to easing the humanitarian crisis must be encouraged and supported. Humanitarian operations should follow the principles of neutrality and impartiality, and humanitarian issues should not be politicized. The safety of civilians must be effectively protected, and humanitarian corridors should be set up for the evacuation of civilians from conflict zones. Efforts are needed to increase humanitarian assistance to relevant areas, improve humanitarian conditions, and provide rapid, safe and unimpeded humanitarian access, with a view to preventing a humanitarian crisis on a larger scale. The UN should be supported in playing a coordinating role in channeling humanitarian aid to conflict zones.


  6. Protecting civilians and prisoners of war (POWs). Parties to the conflict should strictly abide by international humanitarian law, avoid attacking civilians or civilian facilities, protect women, children and other victims of the conflict, and respect the basic rights of POWs. China supports the exchange of POWs between Russia and Ukraine, and calls on all parties to create more favorable conditions for this purpose.


  7. Keeping nuclear power plants safe. China opposes armed attacks against nuclear power plants or other peaceful nuclear facilities, and calls on all parties to comply with international law including the Convention on Nuclear Safety (CNS) and resolutely avoid man-made nuclear accidents. China supports the International Atomic Energy Agency (IAEA) in playing a constructive role in promoting the safety and security of peaceful nuclear facilities.


  8. Reducing strategic risks. Nuclear weapons must not be used and nuclear wars must not be fought. The threat or use of nuclear weapons should be opposed. Nuclear proliferation must be prevented and nuclear crisis avoided. China opposes the research, development and use of chemical and biological weapons by any country under any circumstances.


  9. Facilitating grain exports. All parties need to implement the Black Sea Grain Initiative signed by Russia, Türkiye, Ukraine and the UN fully and effectively in a balanced manner, and support the UN in playing an important role in this regard. The cooperation initiative on global food security proposed by China provides a feasible solution to the global food crisis.


  10. Stopping unilateral sanctions. Unilateral sanctions and maximum pressure cannot solve the issue; they only create new problems. China opposes unilateral sanctions unauthorized by the UN Security Council. Relevant countries should stop abusing unilateral sanctions and “long-arm jurisdiction” against other countries, so as to do their share in deescalating the Ukraine crisis and create conditions for developing countries to grow their economies and better the lives of their people.


  11. Keeping industrial and supply chains stable. All parties should earnestly maintain the existing world economic system and oppose using the world economy as a tool or weapon for political purposes. Joint efforts are needed to mitigate the spillovers of the crisis and prevent it from disrupting international cooperation in energy, finance, food trade and transportation and undermining the global economic recovery.


  12. Promoting post-conflict reconstruction. The international community needs to take measures to support post-conflict reconstruction in conflict zones. China stands ready to provide assistance and play a constructive role in this endeavor.


unser Kommentar:  hier aus Ver.di-Friedensnetzwerk: In einem Kommentar las ich übrigens die Meinung, dass China dieses Papier nicht veröffentlicht hätte, wenn es nicht sorgfältig mit Russland abgestimmt wäre. In diesem Zusammenhang ist es besonders interessant, dass Punkt 3 fast deckungsgleich mit der letzten Ukraine-Resolution der UN-Vollversammlung ist.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

01.03.2023

Kreml: Solange die NATO unser Feind im Krieg bleibt, bleiben Abrüstungsverträge unmöglich

freeassange.rtde.live, vom 28 Feb. 2023 14:59 Uhr

Kreml-Sprecher Peskow hat sich zum Thema Abrüstungsverträge geäußert. Diese seien erst wieder möglich, wenn die NATO Russlands legitime Sicherheitsinteressen berücksichtigt. Stattdessen trete die NATO nicht mehr bloß als "anzunehmender Gegner" auf, sondern als Feind im Krieg wie jetzt.


© Antifaschistischer Telegram-Kanal "Heil Ukraine


Deutsche Leopard-Panzer auf einem Frachtzug. Gut zu sehen: Neonazi-Codes 14 und 88 an der Seite einer der Maschinen. Stillbild aus Videoaufnahme. Mannheim. Veröffentlichungsdatum 28. Februar 2023.


New START: Die Nachricht von der Aussetzung dieses fundamentalen Vertrages über nukleare Abrüstung dürfte beileibe nicht nur denjenigen unangenehm aufgefallen sein, die im Kalten Krieg aufgewachsen sind. "Verständlich, denn dies ist das einzige Völkerrechtsdokument im Bereich der Rüstungskontrolle und der strategischen Sicherheit, das noch einigermaßen am Leben bleibt", kommentierte Dmitri Peskow, der Pressesprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, in einem Interview an die Zeitung Iswestija. Russlands Entscheidung, den einst zwischen der Sowjetunion und den USA abgeschlossenen Vertrag zum Abbau strategischer Waffen einzufrieren, erklärte Peskow unter Verweis auf die jüngste Ansprache seines Vorgesetzten an die Russische Föderalversammlung mit einer grundlegenden Veränderung der Lage, die das Dokument unzeitgemäß machte. Erstens waren und sind britische wie französische Atomwaffen kein Gegenstand dieses Abkommens:


Russischer Botschafter in Paris: Frankreich muss seine Nuklearkapazitäten mitteilen





Russischer Botschafter in Paris: Frankreich muss seine Nuklearkapazitäten mitteilen






"Als dieses Völkerrechtsdokument erst im Entstehen begriffen war, als Verhandlungen zwischen unseren Ländern liegen – da wurden die nuklearen Arsenale Frankreichs und Großbritanniens ausgeklammert. Und diese sind natürlich nicht mit denen der Russischen Föderation und der USA vergleichbar – sind aber für das gesamte System der strategischen Sicherheit in Europa durchaus bedeutend."


Das konnte man zur Zeit des Kalten Krieges noch hinnehmen. Doch nun ist, zweitens, das Nordatlantik-Bündnis durch seine Handlungen zur Unterstützung des Kiewer Regimes auch noch als unmittelbarer Teilnehmer in den Ukraine-Krieg eingetreten, so der Kreml-Sprecher:

"Als die NATO de facto zum Teilnehmer des Konflikts in der Ukraine wurde, änderte sich die Lage.


Im Wesentlichen tritt die NATO – einheitlich, als Block – nicht mehr als unser 'anzunehmender Gegner' auf, sondern als unser Feind. Ihre Aufklärung arbeitet rund um die Uhr gegen uns. Ihre Waffen werden, wie Präsident Putin in einem jüngsten Interview betonte, kostenlos in die Ukraine geliefert. Dort wird unser Militär damit beschossen – davon ganz zu schweigen, dass damit auch Bürger der Ukraine, ukrainische Städte und Dörfer beschossen werden."


Peskow unterstrich den kollektiven Charakter entsprechender Entscheidungen innerhalb der NATO, ihre Ausrichtung auf die Eskalation durch die Lieferung komplexerer Waffensysteme für immer weitere Waffengattungen.


"Beste Gelegenheit seit dem Zweiten Weltkrieg" – erneut wird Deutschland auf Russland gehetzt




Meinung

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"Frankreich, England, die USA sind heute in einer Organisation, die de facto Krieg gegen uns führt, sich in einem Zustand unmittelbaren bewaffneten Konfrontation gegenübersteht – wenn man ihre Waffen in der Ukraine bedenkt. Hier braucht man nichts zu verdecken oder glattzubügeln, sondern muss alles beim Namen nennen. Auch sie selbst dürften das verstehen, denn ihre ziemliche Empfindlichkeit in diesem Bereich sieht man ihnen an: Wo sie es doch wie ein Mantra wiederholen, dass sie keine unmittelbaren Teilnehmer dieses Konflikts sein wollen."


Eine Einstellung jeglicher Kriegsteilnahme seitens der NATO wird aber noch nicht dafür hinreichen, damit Russland die Befolgung des New-START-Abkommens wiederaufnimmt oder über dessen Revision beziehungsweise neue Abrüstungsverträge zu verhandeln bereit ist, so der Kreml-Sprecher sinngemäß. Denn besagte Kriegsteilnahme der NATO ist nichts als ein einzelner Ausdruck allgemeiner und absoluter Rücksichtslosigkeit, der Undenkbarkeit einer Vorstellung, dass man überhaupt irgendwessen – durchaus legitime – Sicherheitsinteressen beachten kann als die eigenen. Dies ließ sich leicht in den Erklärungen aus Washington und Brüssel lesen:


"In den Erklärungen hörten wir recht kompromisslose Verurteilung Russlands und die Abwesenheit jeglicher Bereitschaft, die Besorgnisse der Russischen Föderation zu berücksichtigen. Sie weigern sich hartnäckig, Putins Worte zu hören. Somit hat der Präsident vollkommen Recht: Sie hören uns demonstrativ nicht zu – aber so wird es nicht mehr sein."


Erst wenn sich im Westen die bemängelte Herangehensweise an die globale Sicherheit zu etwas Vernünftigerem und für alle Beteiligten Genießbarem ändert, sei an eine Wiederaufnahme des New-START-Abkommens überhaupt zu denken, antwortete Peskow auf eine entsprechende Frage:


"Washington ist extrem feindselig": Moskau begründet die Aussetzung des New-START-Vertrags


"Washington ist extrem feindselig": Moskau begründet die Aussetzung des New-START-Vertrags





"Selbstverständlich müssen sich die Bedingungen doch irgendwie ändern. Ändern muss sich die konzeptuelle Herangehensweise der Länder des kollektiven Westens unter US-Führung an ihren Begriff von der Sorge unseres Landes um seine eigene Sicherheit, an ihr Verständnis der These von der Unteilbarkeit der Sicherheit. Sprich, [sie müssen es einsehen]: Die Sicherheit eines Landes kann und darf nicht auf Kosten der Sicherheit anderer Länder gewährleistet werden."


Doch der Unwille zur Einsicht beim kollektiven Westen habe nicht nur langen Bestand – er machte sich noch im Dezember 2021 bemerkbar –, sondern sei bei ihm ebenso mit dem Wesenszug virulenter Doppelzüngigkeit gepaart, so Peskow sinngemäß:


"Grundlegend verändert hatte die Lage sich noch damals, als Russlands Präsident vor der Entscheidung für die militärische Sonderoperation Entwürfe von Sicherheitsverträgen formulierte und sie nach Washington, Brüssel und Wien schicken ließ: Damals vernahmen wir, im Wesentlichen, eine Unbereitschaft, mit uns worüber auch immer zu sprechen. Hätten sie gewollt – dann hätten sie sich an den Verhandlungstisch gesetzt. Die Verhandlungen wären äußerst kompliziert, sie hätten viel von einem Stellungskrieg und wären teils von Unversöhnlichkeit geprägt – aber es hätte dann überhaupt Verhandlungen gegeben. Doch sie weigerten sich.


Blinken: USA weiterhin bereit, mit Russland Rüstungsbegrenzung zu erörtern





Blinken: USA weiterhin bereit, mit Russland Rüstungsbegrenzung zu erörtern






Präsident Putin war und bleibt offen für jegliche Kontakte, die Russland beim Erreichen seiner Ziele helfen, vorzugsweise auf friedlichem Wege, oder wenn das nicht geht, dann auch auf dem militärischen. [Und bisher] hörten wir viele Erklärungen von Scholz und Macron, die sagten, sie würden weiterhin mit Putin sprechen, um Wege aus der heutigen Lage zu suchen.


Doch in der letzten Zeit gab es keinerlei Vorstöße jeglicher Art. Wir vernahmen fünf oder sechs Erklärungen Macrons über seine Bereitschaft, mit Putin zu telefonieren – aber das Folgende müssen alle erfahren:


Es gab keinerlei Anfragen, Entwürfe oder Versuche, die möglichen Fristen für solch ein Gespräch zu erarbeiten."


Separat bemängelte Peskow, dass sich die westliche Führung bezüglich potenzieller Dialoge erklärtermaßen in einer Vermittlerrolle zwischen Russland und dem nazistischen Kiewer Regime sieht. Denn erstens wäre ein solcher Vermittler als ein Kriegsteilnehmer parteiisch voreingenommen. Und zweitens sind Kräfte innerhalb der Ukraine, mit denen man von deren Einstellung her theoretisch verhandeln könnte, durch das aktuelle Regime verängstigt:


"Wer in der Ukraine ist, hat Angst, irgendwie das Haupt zu erheben, weil er sich dann physischer Gefahr aussetzt. Solche Personen würden sofort vernichtet werden – ermordet."


Schon deswegen kann Russland jegliche Gespräche mit einem wie auch immer aussehenden offiziellen Kiew erst nach Erreichen aller Ziele seiner militärischen Sonderoperation eingehen oder suchen, hielt Peskow abschließend zum Thema fest.


Mehr zum Thema – Kleine Klarstellung: Reden wir über taktische Atomwaffen, reden wir auch über Ramstein und Büchel


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01.03.2023

Wunderwaffe gegen Nazis, die bei Friedensdemos auftauchen

aus e-mail von Elsa Rassbach, 28. Februar 2023, 22:29 Uhr


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01.03.2023

Die Kosten des Wirtschaftskriegs   Wirtschaftskrieg gegen Russland führt zur ersten Dauerstilllegung einer großen deutschen Industrieanlage. Ukraine-Krieg und Wirtschaftskrieg kosten Deutschland 2023 175 Milliarden Euro.

german-foreign.policy.com, 1. März 2023

BERLIN (Eigener Bericht) – Der Wirtschaftskrieg gegen Russland führt zur ersten dauerhaften Stilllegung einer großen Industrieanlage in Deutschland. BASF kündigt an, eine seiner zwei Anlagen zur Ammoniakproduktion in Ludwigshafen endgültig außer Betrieb zu nehmen. Hauptursache sind die wegen des Ausstiegs aus russischem Pipelinegas massiv gestiegenen Erdgaskosten. Einige tausend Arbeitsplätze gehen verloren. Die Chemiebranche rechnet mit weiteren Einbrüchen. Bereits zum Jahresende erwirtschaftete ein Viertel der deutschen Chemieunternehmen Verluste; rund zehn Prozent waren dabei, Anlagen endgültig stillzulegen. Auch jenseits der Chemiebranche rechnet die Wirtschaft in diesem Jahr mit erheblichen Schwierigkeiten. Eine Umfrage des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) ergab, dass sich 30 Prozent aller deutschen Firmen auf mittlere, weitere 30 Prozent auf schwere Beeinträchtigungen ihrer Produktion einstellen. Als eine der Hauptursachen werden die gestiegenen Energiekosten genannt. Insgesamt droht Deutschland laut IW alleine im laufenden Jahr wegen des Ukraine-Kriegs und des westlichen Wirtschaftskriegs ein Wohlstandsverlust von 175 Milliarden Euro.


Zitat: Aussicht auf Verluste

Die Aussichten für das Jahr 2023 werden in der deutschen Wirtschaft insgesamt als wenig günstig eingestuft. Dies geht aus einer Umfrage hervor, die das unternehmernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) aus Köln unter 2.549 Firmen in allen Bundesländern durchführte.[1] Bereits im vergangenen Jahr gründete das preisbereinigte Wachstum von 1,9 Prozent vor allem auf dem privaten Konsum, der nach der Covid-19-Pandemie erheblichen Nachholbedarf erkennen ließ, allerdings im vierten Quartal 2022 schon wieder schrumpfte. Die Industrie kam im Gesamtjahr 2022 nicht über Stagnation hinaus.[2] Als wichtigste Ursache galten dabei neben fortdauernden Störungen in den Lieferketten vor allem die heftig gestiegenen Energiepreise. Diese werden laut Einschätzung von über 60 Prozent der vom IW befragten Unternehmen auch 2023 zu ernsten Problemen führen, wobei 30 Prozent mit mittleren, 30 Prozent sogar mit schweren Beeinträchtigungen durch hohe Energiepreise oder gar Einschränkungen in der Energieversorgung rechnen. Von Produktionsstörungen gehen insgesamt rund 85 Prozent aller Unternehmen aus; 27 Prozent hoffen, die Ausfälle auf bis zu 5 Prozent begrenzen zu können, 32 Prozent rechnen mit Ausfällen von 5 bis 10, 21 Prozent von 10 bis 20 Prozent.[3]


175 Milliarden Euro

Das IW hat den Wohlstandsverlust, der durch die erwarteten Produktionsstörungen entsteht, in seiner Gesamtsumme zu beziffern versucht. Dazu hat es rein rechnerisch die ökonomische Entwicklung vor dem Beginn von Krieg und Wirtschaftskrieg fortgeschrieben und diese mit der Entwicklung verglichen, wie sie unter den Bedingungen von Krieg und Wirtschaftskrieg erwartet wird. Demnach ist für 2023 mit einem Wohlstandsverlust in Höhe von rund 175 Milliarden Euro zu rechnen – preisbereinigt annähernd 4,5 Prozent des gesamten deutschen Bruttoinlandsproduktes.[4] „Die direkten Wohlstandsverluste lassen sich somit auf 2.000 Euro pro Einwohner beziffern“, konstatiert das IW. Dies führt freilich insofern ein wenig in die Irre, als der Wohlstand in der Bundesrepublik nicht auf alle Einwohner gleich verteilt wird. Das IW erinnert daran, dass bereits die Covid-19-Pandemie zu einem ganz erheblichen Wohlstandsverlust geführt hat – 175 Milliarden Euro im Jahr 2020, 125 Milliarden Euro im Jahr 2021. Im vergangenen Jahr verursachten Krieg und Wirtschaftskrieg dann Einbußen von ungefähr 120 Milliarden Euro. In den vier Jahren von 2020 bis 2023 zusammengenommen erreichen die Produktionsausfälle in Deutschland demnach rund 595 Milliarden Euro.


1,65 Billionen US-Dollar

Ebenfalls zu berechnen versucht hat das IW den Wohlstandsverlust, der durch Krieg und Wirtschaftskrieg weltweit entsteht. Dabei geht es laut dem Institut vor allem um Einbußen, die durch die in die Höhe geschnellten Energiepreise verursacht werden; insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsländern kamen Mangel an ukrainischem Getreide und an russischen Düngemitteln hinzu, mit teils dramatischen Folgen (german-foreign-policy.com berichtete [5]). Die „in vielen Ländern erheblich höheren Erzeugerpreise“ hätten „die Verbraucherpreise in die Höhe“ getrieben und so „das Versorgungsniveau vor allem in den Entwicklungsländern“ belastet, stellt das IW fest. Bei seinen Berechnungen war es bestrebt, etwa die Folgen der vor allem hausgemachten US-Inflation und die Folgen der Covid-19-Lockdowns in China nicht mit einzubeziehen. Für das Jahr 2022 kam es alles in allem auf weltweite Wohlstandsverluste in Höhe von wohl 1,65 Billionen US-Dollar, etwa ein Drittel davon – 550 Milliarden US-Dollar – in Schwellen- und Entwicklungsländern, die mit Krieg und Wirtschaftskrieg primär nichts zu tun haben.[6] Für 2023 schätzt das IW die globalen Wohlstandsverluste auf rund eine Billion US-Dollar, rund zwei Fünftel davon – 400 Milliarden US-Dollar – in den Schwellen- und Entwicklungsländern.


Deutschlands drittgrößte Industriebranche

Die ökonomischen Folgen des Wirtschaftskriegs schlagen sich in Deutschland mittlerweile auch in weitreichenden Entscheidungen auf der Ebene einzelner Unternehmen nieder. Dabei geht es bisher vor allem um Unternehmen der Chemieindustrie. Die Branche, nach Umsatz Deutschlands drittgrößte hinter der Autoindustrie und dem Maschinenbau, steht allein für rund neun Prozent des deutschen Energiekonsums. Vor dem Ukraine-Krieg war sie zudem für rund 15 Prozent des deutschen Erdgasverbrauchs verantwortlich. Von der Steigerung der Kosten für Energie und insbesondere für Erdgas ist sie besonders betroffen; im vergangenen Jahr ging ihre Produktion, die Pharmasparte ausgenommen, um gut zehn Prozent zurück – mit schnell steigender Tendenz: Im Oktober 2022 lag sie bereits um 21 Prozent unter dem Vorjahreswert.[7] Gelegentlich wird darauf verwiesen, dass die Branchenumsätze nominell noch wachsen; dies ergibt sich allerdings ausschließlich aus einem teilweise dramatischen Preisanstieg. Laut Angaben des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) hatten zum Jahreswechsel 39 Prozent aller Branchenunternehmen ihre Produktion schon gedrosselt oder dies konkret geplant; 23 Prozent waren dabei, die Produktion ins Ausland zu verlegen, oder hatten dies fest vor; zehn Prozent legten Anlagen dauerhaft still.


Die erste Dauerstilllegung

Besonders gefährdet waren bereits Ende 2022 rund ein Viertel der Chemieunternehmen, von denen berichtet wurde, sie arbeiteten inzwischen „mit Verlust“. Betroffen waren dabei laut Branchenangaben vor allem kleinere und mittlere Unternehmen, die nicht, wie große Konzerne, Verluste in Deutschland durch ihr Geschäft in den USA und in China ausgleichen können.[8] Doch auch bei diesen führt der Anstieg der Preise für Energie und vor allem für Erdgas nun zu Konsequenzen. So teilte Ende vergangener Woche der BASF-Konzern mit, er werde am Stammsitz in Ludwigshafen eine der beiden Anlagen zur Ammoniakproduktion dauerhaft stilllegen. Auch die nachgelagerte Düngemittelproduktion wird nicht mehr fortgesetzt. Zur Erklärung heißt es bei BASF, die Erdgaskosten seien trotz einer Senkung des Verbrauchs um rund ein Drittel im Jahr 2022 um zwei Milliarden Euro gestiegen. Damit sei eine wettbewerbsfähige Produktion in Deutschland zumindest in Teilbereichen nicht mehr möglich. Vor allem deshalb wird BASF rund 4.300 seiner insgesamt 111.000 Arbeitsstellen kürzen. Der Konzern weist zudem darauf hin, dass die Chemieproduktion in Europa 2022 um 5,8 Prozent geschrumpft ist, während sie weltweit dank deutlichen Wachstums in China und den USA um 2,2 Prozent zunahm.[9] Die Folgen des westlichen Wirtschaftskrieges gegen Russland beschleunigen damit den industriellen Abstieg Europas.

 

[1] Hubertus Bardt, Michael Grömling: Energiekosten verschärfen Produktionsstörungen. Befunde der IW-Konjunkturumfrage. IW-Report 9/2023. Köln, 07.02.2023.

[2] Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 um 1,9 Prozent gestiegen. Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 020 vom 13. Januar 2023.

[3] Hubertus Bardt, Michael Grömling: Energiekosten verschärfen Produktionsstörungen. Befunde der IW-Konjunkturumfrage. IW-Report 9/2023. Köln, 07.02.2023.

[4] Michael Grömling: Wohlstandsverluste: Der Krieg kostet die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr 175 Milliarden Euro. iwkoeln.de 23.01.2023.

[5] S. dazu Die Hungermacher (II) und Die Hungermacher (III).

[6] Michael Grömling: Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf die Weltwirtschaft – IW-Schätzung der Größenordnungen. IW-Kurzbericht 12/2023. Köln, 21.02.2023.

[7] Armin Scheuermann: Trendbericht: Chemieindustrie steht vor schwierigem Jahr 2023. chemietechnik.de 06.02.2023.

[8] Siegfried Hofmann: Jedes vierte Chemieunternehmen macht Verlust – VCI warnt vor dramatischer Entwicklung. handelsblatt.com 15.12.2022.

[9] Bernd Freytag: BASF gibt sich patriotisch. Frankfurter Allgemeine Zeitung 25.02.2023.


Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/9179


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

01.03.2023

Die Schlacht um den Panzermarkt

aus e-mail von Doris Pumphrey, vom 28. Februaer 2023, 11:40 Uhr

Deutsche Wirtschaftsnachrichten

<https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/702466/Panzerlieferung-an-die-Ukraine-USA-und-Deutschland-streiten-um-Deutungshoheit> 


27.2.2023

*Hat Bundeskanzler Scholz die Leopard-Lieferung an die Ukraine davon

abhängig gemacht, ob auch die USA Panzer liefern? Darüber gibt es aus

Washington und Berlin widersprüchliche Aussagen.


*Der stellvertretende Regierungssprecher Wolfgang Büchner bekräftigte am

Montag eine frühere Aussage der Bundesregierung, wonach Kanzler Olaf

Scholz (SPD) die Lieferung von deutschen Leopard-Panzern nie von der

Bereitstellung von Abrams-Panzern durch die USA abhängig gemacht habe.

Bidens Sicherheitsberater Jake Sullivan hatte dagegen am Vortag in einem

Fernsehinterview gesagt, dass die Deutschen genau diesen Zusammenhang

hergestellt hätten.


*Machte Scholz Panzerlieferung von USA abhängig?

*Scholz und US-Präsident Joe Biden hatten sich im Januar nach

monatelangen Diskussionen darauf verständigt, dass die Ukraine mit

Kampfpanzern unterstützt werden soll. Deutschland sagte zunächst 14

Leopard-2-Panzer zu – inzwischen sind es 18 – und die USA die Lieferung

von 31 M1 Abrams. Auch mehrere andere europäische Länder haben

inzwischen angekündigt, Leopard 2 für den ukrainischen Abwehrkampf gegen

die russischen Angreifer bereitzustellen.


Medienberichten, nach denen Scholz die Leopard-Lieferung von der

Abrams-Zusage abhängig gemacht habe, widersprach Regierungssprecher

Hebestreit damals mit den Worten: „Es hat zu keinem Zeitpunkt (...) ein

Junktim oder eine Forderung gegeben, dass das eine zu erfolgen habe,

damit das andere erfolgen kann.“ Büchner sagte am Montag dazu, dass er

diese Darstellung „nicht korrigieren“ müsse.


*US-Sicherheitsberater bringt Scholz in die Bredouille

*Bidens Sicherheitsberater Jake Sullivan hatte die Entscheidungsfindung

am Sonntag in einem Fernsehinterview anders dargestellt. Die Deutschen

hätten Biden gesagt, dass sie nicht bereit seien, Leopard-Kampfpanzer in

die Ukraine zu schicken, solange der Präsident einer Abrams-Lieferung

nicht zustimme. Biden habe sich aus militärischen Gründen zunächst gegen

die Abrams-Lieferung entschieden. Im Interesse „der Einheit des

Bündnisses“ und „um sicherzustellen, dass die Ukraine bekommt, was sie

will“, habe er dann aber doch zugestimmt.


Büchner sagte, dass er keinen Widerspruch in den Aussagen Hebestreits

und Sullivans sehe. „Ich möchte nicht die Interpretation oder die

Äußerungen von Herrn Sullivan hier kommentieren. Aber ich glaube, es war

zu sehen in diesen Wochen, dass der Bundeskanzler und der amerikanische

Präsident sich immer sehr, sehr eng abgestimmt haben, zu vielen Themen

intensiv gesprochen haben, und am Ende dann zu guten Ergebnissen

gekommen sind“, sagte er. „Wir sehen jetzt hier keinen Widerspruch zu

dem, was wir dargestellt haben.“



https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/9177

28.2.2023

*Die Schlacht um den Panzermarkt


Hauptprofiteur der Leopard 2-Lieferungen an Kiew könnte die

US-Rüstungsindustrie sein. Deutsche Panzerhersteller zunehmend durch

Konkurrenz aus USA und Südkorea bedroht.


*BERLIN/WASHINGTON/SEOUL (Eigener Bericht) – Die Vereinigten Staaten

halten die versprochene Lieferung von M1 Abrams-Kampfpanzern an die

Ukraine zurück, um auf den europäischen Rüstungsmärkten die starke

Stellung des deutschen Leopard 2 attackieren zu können. Darauf deuten

Berichte aus Industriekreisen hin. Wie die Biden-Administration aktuell

bestätigt, werden die fest zugesagten 31 M1 Abrams wohl kaum früher als

in zwei, eventuell eineinhalb Jahren an Kiew übergeben werden.

Gleichzeitig heißt es, Washington biete europäischen Staaten, die der

Ukraine Leopard 2-Kampfpanzer aushändigten, zum Ersatz einen schnellen

Transfer von M1 Abrams an. Die Empfänger müssten sich lediglich auf eine

„langfristige Industriepartnerschaft“ einlassen. Damit gingen sie

perspektivisch freilich als Käufer deutscher Kampfpanzer verloren.

Experten warnen, dies bedeute auch einen Verlust politischen Einflusses

für Berlin. Mit Polen hat sich ein erster europäischer Staat bereits vor

dem Ukraine-Krieg für US-Kampfpanzer geöffnet und kauft zudem

Kampfpanzer aus Südkorea, die er in wenigen Jahren zudem im eigenen Land

produzieren wird. Dies wiederum bedient US-Interessen in Ostasien – und

schwächt Berlin.


*M1 Abrams vs. Leopard 2

*Der Unwille der Biden-Administration, der Ukraine kurzfristig US-Panzer

vom Typ M1 Abrams zu liefern, ist von Anfang an deutlich erkennbar

gewesen. Aus Washington hieß es stets, der Panzer sei nicht einfach zu

reparieren, benötige eine komplexe Logistikkette und verschlinge

Unmengen an Kerosin – alles Gründe, die gegen seinen Einsatz im

Ukraine-Krieg sprächen. Rüstungsexperten haben das regelmäßig

zurückgewiesen. So heißt es etwa, der Abrams könne selbstverständlich

auch mit Diesel betankt werden wie der Leopard; auch für den Leopard

müsse ein Wartungszentrum in Polen organisiert werden; wieso die

Vereinigten Staaten dies nicht ihrerseits für den Abrams tun könnten,

sei nicht ersichtlich. Hinzu kommt, dass tausende US-Panzer nicht nur in

den Vereinigten Staaten, sondern etwa auch in Kuwait eingelagert sind,

um bei Bedarf eingesetzt werden werden zu können. Zwar handelt es sich

Berichten zufolge vorwiegend um ältere Modelle M1A1.[1] Doch werden auch

ältere Leopard 1 in hoher Stückzahl an die Ukraine geliefert. Ohnehin

verfügt die U.S. Army über immense Bestände auch des moderneren M1A2; in

Berichten ist von einer Stückzahl von knapp 2.000 die Rede, zuzüglich

eingelagerter Panzer.[2] Wieso eine eher kleine Anzahl davon nicht zu

erübrigen sein soll, leuchtet nicht unbedingt ein.


*„Frühestens in eineinhalb Jahren“

*Die deutsch-US-amerikanische Übereinkunft von Ende Januar, Washington

werde 31 M1 Abrams für ein vollständiges ukrainisches Panzerbataillon

liefern, wenn Berlin ein weiteres ukrainisches Bataillon mit Leopard 2A6

ausrüste, hat in der Realität nicht lange gehalten. Zunächst wurde

bekannt, dass die Vereinigten Staaten zwar den moderneren M1A2, diesen

aber nur in der Exportvariante liefern würden – mit einer alten

Panzerung, die in den 1960er Jahren entwickelt worden sei, nicht

hingegen mit der aktuellen Panzerung, die eine Schicht abgereicherten

Urans enthalte und deren genaue Zusammensetzung streng geheim sei.[3]

Auch Teile der M1A2-Elektronik würden aus Geheimhaltungsgründen nicht

exportiert. Die Ukraine solle fabrikneue Export-M1 Abrams erhalten. Dann

hieß es, der Abrams-Hersteller General Dynamics sei zwar prinzipiell in

der Lage, die 31 Kampfpanzer für die Ukraine in rund drei Monaten

fertigzustellen. Allerdings sei er gegenwärtig damit beschäftigt, 250

M1A2 für Polen und weitere 108 für Taiwan zu produzieren. Erst wenn die

beiden Aufträge komplett abgearbeitet seien, könne man die Ukraine

beliefern.[4] Dies sei frühestens 2024 der Fall. Nach harter Kritik

teilte die Biden-Administration zuletzt mit, sie könne die Abrams-Panzer

spätestens in zwei Jahren liefern, vielleicht sogar schon in eineinhalb.[5]


*Industriepartnerschaft mit den USA

*Bereits im Januar wies die Neue Zürcher Zeitung darauf hin, dass die

Weigerung, die M1 Abrams rasch zu liefern, den Vereinigten Staaten

signifikante rüstungsindustrielle wie auch militärpolitische Vorteile

verspricht. Denn wenn die Ukraine vor allem Leopard 2-Panzer aus den

Beständen europäischer Streitkräfte erhält, dann müssen diese Bestände

so rasch wie möglich wieder ergänzt werden. Die Lieferzeit für den

Leopard 2 wird aktuell mit mindestens zwei bis zweieinhalb Jahren

angegeben.[6] Washington biete nun aber „jedem Land, das Leopard 2 an

die Ukraine liefern könnte“, zum Ersatz „gebrauchte Panzer aus dem

eigenen Bestand“ an, schreibt die Neue Zürcher Zeitung unter Berufung

auf Industriekreise.[7] M1 Abrams sind also sehr wohl verfügbar, nur

nicht für die Ukraine, sondern zur Durchsetzung der Interessen der

US-Rüstungsindustrie. Der Autor der Neuen Zürcher Zeitung, ein

langjähriger Kenner der Bundeswehr mit umfangreicher Erfahrung in

Auslandseinsätzen, der eine Zeitlang für ein Rüstungsunternehmen tätig

war, berichtet, das US-Angebot sei ausdrücklich mit einer

„langfristige[n] Industriepartnerschaft“ verbunden: „Jedes Land, das auf

das amerikanische Angebot eingeht, ist für die deutsche Panzerindustrie

verloren.“


*Vorreiter Polen

*Welche Bedeutung das hätte, ergibt sich daraus, dass gegenwärtig

insgesamt 15 Staaten Europas den Leopard 2 nutzen, während der M1 Abrams

zwar etwa in Ägypten, im Irak, in Saudi-Arabien, Kuwait und Marokko in

jeweils dreistelliger, in Ägypten sogar vierstelliger Stückzahl

vorhanden ist, in Europa bisher aber nur von Polen beschafft wird. Polen

hatte in den vergangenen zwei Jahrzehnten ursprünglich „mehr als 200

Leopard 2 in Deutschland gekauft“, heißt es in der Neuen Zürcher

Zeitung.[8] In den vergangenen Jahren aber sei Warschau in Verbindung

mit seiner immer engeren Anlehnung an die Vereinigten Staaten auch bei

der Waffenbeschaffung zunehmend an die US-Rüstungsindustrie

herangerückt. So hat Polen 2021 den Kauf von 250 Kampfpanzern M1A2

Abrams beschlossen – für 4,75 Milliarden US-Dollar – und im Januar einen

Vertrag für den Erwerb von 116 älteren M1A1 für 1,4 Milliarden US-Dollar

unterzeichnet.[9] Das hat weitreichende Folgen. Denn damit geht nicht

nur ein attraktiver Markt für den Leopard 2 verloren. Wie die Neue

Zürcher Zeitung festhält, sind „Partner mit gleichen Waffen“ auch

leichter in US-Militärkoalitionen einzubinden. Dies gälte auch für

weitere europäische Staaten, sollte es den USA gelingen, dort den Erwerb

des M1 Abrams durchzusetzen.


*Südkoreas Panzerschmieden

*Dabei wird die starke Stellung des Leopard 2 nicht nur durch den M1

Abrams, sondern auch durch die hierzulande bisher kaum beachtete

südkoreanische Rüstungsindustrie bedroht. Polen hat im vergangenen Jahr

einen Vertrag mit Südkoreas Konzernen Hyundai Rotem und Hanwha Defense

geschlossen, der den Erwerb von 1.000 Kampfpanzern des Modells K2

vorsieht. 180 davon sollen bis 2025 in Südkorea produziert und nach

Polen geliefert werden; 820 sollen ab 2026 in Polen hergestellt werden –

als eigenständige Variante K2PL. Die zwei südkoreanischen Unternehmen

produzierten schneller und kostengünstiger als die deutsche Konkurrenz,

konstatierte kürzlich die Fachzeitschrift Foreign Policy.[10] Dem Blatt

zufolge wird auch in der Slowakei über die Beschaffung des K2

diskutiert; andere Staaten, darunter Norwegen, haben den Kauf etwa

südkoreanischer Haubitzen beschlossen. Die Zeitschrift weist darauf hin,

dass dies durchaus im US-Interesse liegt. Für Washington sei es von

großer Bedeutung, dass Südkoreas Rüstungsindustrie floriere, heißt es;

tatsächlich ist Seoul ein wichtiger Verbündeter Washingtons im

Machtkampf gegen China. Mit der Kooperation in der Rüstungsindustrie ist

auch die Ausweitung der Militärzusammenarbeit verbunden, durch die

Europa enger in die Konflikte in der Asien-Pazifik-Region hineingezogen

wird.


*„Berlins Einfluss schwindet“

*Ganz abgesehen davon gehen für Deutschland mit dem weiteren Vordringen

südkoreanischer Waffenschmieden nicht nur Märkte verloren: „Mit jedem

Land, das die deutsche Industrie verliert“, konstatiert die Neue Zürcher

Zeitung, „schwindet der politische Einfluss Berlins auf die Verbündeten

in Nato und EU“.[11] Gleichzeitig wächst der Einfluss Washingtons und

seiner Verbündeten noch mehr.


[1] Michael Evans: US Abrams tanks for Ukraine will lack top-secret

armour. thetimes.co.uk 27.01.2023.

[2] Zwischen Leopard und M1 Abrams gibt es nur wenige Unterschiede.

focus.de 23.01.2023.

[3], [4] Michael Evans: US Abrams tanks for Ukraine will lack top-secret

armour. thetimes.co.uk 27.01.2023.

[5] Michael Evans: US warns of delay in delivery of tanks to Ukraine.

thetimes.co.uk 24.02.2023.

[6] Matthias Gebauer, Konstantin von Hammerstein: „Aufgebläht ist ein

hässliches Wort. Aber ja, 3000 Leute sind sehr viele“. spiegel.de

17.02.2023.

[7], [8] Marco Seliger: Deutsche Panzerdebatte: Welche Rolle spielen

amerikanische Rüstungsinteressen? nzz.ch 21.01.2023.

[9] Loveday Morris: Poland is on a quest to have Europe’s strongest

military – with U.S. arms. washingtonpost.com 22.02.2023.

[10] Blake Herzinger: South Korea Could Sweep Up Europe’s Tank Market.

foreignpolicy.com 30.01.2023.

[11] Marco Seliger: Deutsche Panzerdebatte: Welche Rolle spielen

amerikanische Rüstungsinteressen? nzz.ch 21.01.2023.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

28.02.2023

Nach Nord-Stream-Sprengung: Experten befürchten Anschlag auf die TurkStream-Pipeline

    freeassange.rtde.live, 28 Feb. 2023 17:22 Uhr,Eine Analyse von Juri Sajnaschew

    Die Erdgasleitungen von Russland in die Türkei könnten dasselbe Schicksal erleiden wie die "Nord Stream". Dies befürchten türkische Experten nach den Enthüllungen des US-amerikanischen Journalisten Seymour Hersh. Gibt es ein Motiv und die technischen Mittel für einen Anschlag auf die "TurkStream"?


Erdgaspipelines© Peter Hermes Furia


Erdgaspipelines nach Europa.


Das State Department gab am Donnerstag eine Erklärung ab, wonach die Vereinigten Staaten keinen Bezug zur Sprengung der Nord-Stream-Pipelines haben und bereit sind, dasselbe bei der Sitzung des UN-Sicherheitsrates nochmals zu betonen. Auf die Frage, ob die Vereinten Nationen bei der Untersuchung der Vorfälle beteiligt werden sollten, antwortete der Sprecher des Außenministeriums, Ned Price, die Explosion habe sich außerhalb der Vereinigten Staaten ereignet und die Partner, in deren Gewässern die Explosion stattgefunden hat, sollten über die Mechanismen der Untersuchung entscheiden, berichtete TASS.


Der Vertreter des chinesischen Außenministeriums, Wang Wenbin, verzichtete darauf, die Vereinigten Staaten direkt der Beteiligung am Anschlag zu beschuldigen, wies aber auf etwas anderes hin: Allen westlichen Mainstream-Medien verschlug es plötzlich die Sprache, nachdem der mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Autor Seymour Hersh letzte Woche detailliert den Plan zur Sprengung von Nord Stream beschrieben hatte. Gemäß den Angaben von Hersh wurde dieses Verbrechen von den Vereinigten Staaten begangen. Wang Wenbin hat eine objektive Untersuchung der Bombardierung der Pipelines gewünscht, berichtete RIA Novosti. Russland hat die Sprengstoffanschläge auf die Gaspipeline bereits als einen Akt des internationalen Terrors eingestuft.


USA gegen Türkei: Blinken nennt Griechenland den "neuen Energie-Hub in Südosteuropa"


Auslastung der Schwarzmeer-Pipelines gestiegen

Unterdessen haben die Enthüllungen von Hersh in Expertenkreisen Befürchtungen über das Schicksal der TurkStream geweckt. Wenn die USA der Hauptverdächtige sind, dann wird das Motiv verständlich: Die Versorgung Westeuropas mit blauem Treibstoff aus Russland soll unterbrochen werden. Daher wäre es nur logisch, "das Begonnene zu beenden".

Übrigens ist die Auslastung der Schwarzmeerroute in letzter Zeit gestiegen. Seit Anfang Februar hat Gazprom die Lieferungen nach Europa erhöht, wodurch TurkStream den ukrainischen Transit mengenmäßig übertroffen hat, berichtet Eadaily. Experten führen die erhöhten Lieferungen auf das kältere Wetter in Europa und den an die Börsennotierungen gebundenen Preis für russisches Erdgas zurück.


Angesichts dieser Tatsachen äußerten sich Experten besorgt über das Schicksal von TurkStream. Mehmet Perincek, Professor an der Universität Istanbul, erinnert sich, dass die Vereinigten Staaten und die Ukraine vor vier Jahren vereinbart hatten, ihre Bemühungen zu koordinieren, um den Bau der zweiten Leitung von TurkStream zu stoppen:

"Das entsprechende Protokoll wurde von Außenminister Mike Pompeo und dem ukrainischen Außenminister Pavlo Klimkin, der Washington im November 2018 besuchte, unterzeichnet. Der Wortlaut dieses Dokuments ist auf der Website des Weißen Hauses leicht zu finden. Wie Sie sehen können, legte die Ukraine seinerzeit keinen großen Wert auf die Beziehungen zur Türkei, wenn sie offen gegen unsere Interessen handelte.

Die Vermutung liegt nahe, dass Kiew und Washington auch heute noch ein solches Ziel verfolgen. In den ersten Jahren versuchten sie, den 'Stream' mit rein politischen Mitteln zu stoppen, sind aber neuerdings zu gewaltsamen Methoden übergegangen. Wie bereits berichtet, haben Terroristen des Kiewer Regimes im vergangenen Herbst versucht, die Pipeline in die Türkei zu sprengen."

"Die ukrainische Krise wird von den Amerikanern nicht nur gegen Russland, sondern auch gegen Europa eingesetzt. Sie wollen Europa das russische Erdgas entziehen und damit die Abhängigkeit von Amerika erhöhen. Zurzeit verkaufen sie ihr Erdgas über den Ozean, das viermal teurer ist als das russische. Das Volumen ist kleiner, der Preis ist höher, die Logistik viel komplizierter. Dennoch kauft es die EU", kann der Istanbuler Professor es nicht begreifen.

Serbien und Bulgarien starten Bau neuer Gaspipeline

Serbien und Bulgarien starten Bau neuer Gaspipeline


Anschläge auf türkische Pipelines nicht ausgeschlossen

Perincek schließt nicht aus, dass es in naher Zukunft einen terroristischen Anschlag auf die TurkStream oder die Blue Stream geben wird, eine Pipeline mit geringerer Kapazität, die seit 2003 ebenfalls Gas von Russland in die Türkei pumpt. "Ein solcher Angriff käme in der Wirkung einem Bombenangriff auf Ankara gleich. In jedem Fall wird Ankara seine Interessen hart verteidigen. Besonders jetzt, da die ganze Welt unter einer Energiekrise leidet und die Türkei es sich nicht leisten kann, eine solche Ressource wie diese wertvollen Erdgasleitungen zu verlieren", bemerkt der Politikwissenschaftler.


Man sollte sich die Chronologie in Erinnerung rufen: Am 22. September, also vier Tage vor den Explosionen an den Nord-Stream-Pipelines, berichtete der Sicherheitsdienst FSB, man habe einen Anschlag ukrainischer Spezialdienste auf eine Öl- und Gasanlage verhindert, die Energie in die Türkei und nach Europa liefert. Der Name der Anlage wurde nicht bekannt gegeben.

Am 10. Oktober, d. h. nach der Diversion in der Ostsee, gab Präsident Wladimir Putin bei einem operativen Treffen mit den ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrates bekannt, das Kiewer Regime habe versucht, einen Abschnitt von TurkStream zu sprengen. "All das ist durch objektive Fakten bewiesen, einschließlich der Aussagen der inhaftierten Vollstrecker dieser Terroranschläge selbst", sagte der Präsident damals. Drei Tage später informierte Putin seinen türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdoğan in einem persönlichen Gespräch über den versuchten Anschlag. "Gott sei Dank ist es nicht dazu gekommen", fügte Putin hinzu, während sein Sprecher Dmitri Peskow klarstellte: Der versuchte Terroranschlag fand auf russischem Territorium, auf dem Festland, statt.


Eine Diversion gegen TurkStream würde Ankaras Interessen schädigen und das Land seines "Status als größte Energiedrehscheibe im Nahen Osten" berauben, berichtete Hürriyet. Den Vermutungen der Zeitung zufolge würden die USA um jeden Preis versuchen, die Gaspipeline zu durchtrennen, die Russland über die Türkei mit Europa verbindet.


Noch im selben Herbst veröffentlichte die Zeitschrift National Interest eine Kolumne des Washingtoner "Falken" Michael Rubin, der ausdrücklich dazu aufrief, "nach der Nord Stream die TurkStream anzugreifen", die einzige Pipeline, die noch "russisches Erdgas nach Europa bringt". Die griechische Zeitung Athens News hatte berichtet, dass Rubin Verbindungen zu "Entscheidungsträgern" in den Vereinigten Staaten hat.

FSB vereitelt Terroranschlag auf TurkStream-Gaspipeline

FSB vereitelt Terroranschlag auf TurkStream-Gaspipeline


Sprengung von TurkStream wäre schwieriger

Weil der vom FSB gemeldete "Festland"-Anschlag scheiterte und weil die Erfahrung der Diversanten mit der Zerstörung der Nord Stream als Erfolg gewertet werden kann, ist es gut möglich, dass der nächste Terroranschlag auf die Pipeline im Schwarzen Meer stattfinden wird. Zu diesem Schluss kommen militärische Analysten in Moskau.


"Die Sprengung von TurkStream oder Blue Stream ist wesentlich schwieriger, weil das Schwarze Meer zehnmal tiefer ist. Während das Rohr in der Ostsee hundert Meter unter dem Meeresspiegel liegt, ist es im Schwarzen Meer einen Kilometer tief", erklärte der Reserve-Kapitän dritten Ranges Maxim Klimov gegenüber der Zeitung Wsgljad.


"Das Rohr, das in der Region Krasnodar von der Küste ins Meer führt, erreicht sofort diese Tiefe. Auf dem Weg gibt es keine Untiefen. An die Oberfläche kommt die TurkStream bereits vor der Küste unweit von Istanbul, allerdings ist dort das Anbringen von Sprengstoff schwierig: Die Türken bewachen ihr Hoheitsgebiet streng und behalten alles genau im Auge. Hätten wir übrigens frühzeitig auch Maßnahmen zur Kontrolle der Pipeline in der Ostsee ergriffen, wäre ein Versuch der Diversion im Vorfeld entdeckt worden", beklagte der Experte.


Wie die Veröffentlichung von Hersh deutlich macht, waren es Taucher und keine Unterwasserfahrzeuge, die den Auftrag an der Nord Stream durchgeführt haben, erinnert Klimov. "Auf dem Grund des Schwarzen Meeres kann man aufgrund der Tiefe die Taucher vergessen. Außerdem muss man bedenken, dass es schwierig ist, ein Rohr einfach so zu sprengen, es hat seinen eigenen Schutz. Es bedarf einer sehr starken Ladung und einer präzisen Verlegung. Deshalb können Bathyscaphen für die Terrorakte eingesetzt werden. Diese funktionieren nur unter dem Schiffsboden und haben einen Arbeitsradius von höchstens 100 Metern. Es können auch Torpedos mit einer Reichweite von über 100 km eingesetzt werden. Es ist allerdings bequemer, eine solche Operation mit einem Tauchboot und einem Mann an Bord durchzuführen. Das erleichtert die Aufgabe erheblich", sagt Klimov. Laut dem Experten sind zwei NATO-Länder zu solchen Operationen in der Lage, die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich.


"Die Amerikaner haben Torpedos in einer Tiefe von eineinhalb Kilometern getestet. Das bedeutet, sie haben die gleichen technischen Möglichkeiten wie die Briten. Gleichzeitig ist es im Schwarzen Meer schwieriger, das von Hersh beschriebene Szenario zu wiederholen – die Minen wurden im Juni gelegt und erst im September gezündet", meint der Experte. "Weil die Tiefe groß ist, ist der Druck hoch. Anders als in der Ostsee ist es auf dem Grund des Schwarzen Meeres wahrscheinlicher, dass Wasser durch die Dichtungen und so weiter eindringt".

"Unprovozierter Angriffskrieg Russlands"? Journalist Eric Bonse kritisiert westliches Narrativ


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Türkischem Militär ist Anschlagsgefahr bewusst

Nach Angaben von Hersh explodierten in der Ostsee nicht alle Sprengladungen, sodass einer der Stränge von Nord Stream 2 erhalten blieb, erinnert der Experte. "Im Schwarzen Meer werden die Diversanten versuchen, nicht so lang zu warten, sondern die Sprengladung möglichst schnell zünden", vermutet er.


Dem türkischen Militär ist das Ausmaß der Gefahr in der Tat bewusst. Nach Informationen der türkischen Zeitung Evrensel hat die türkische Spionageabwehr am 26. September, nur wenige Stunden nach dem Terroranschlag in der Ostsee, die Sicherheitsmaßnahmen für die TurkStream und ihre Infrastruktur erhöht. Die türkische Marine hat die Kontrolle der maritimen Abschnitte der Energieinfrastruktur des Landes, einschließlich der neutralen Gewässer, intensiviert. Ferner wurde die Absicht angekündigt, innerhalb eines Monats eine Sondereinheit zu bilden.


Die Experten schließen auch nicht aus, dass Washington bei einer weiteren Naturkatastrophe versuchen wird, TurkStream zu zerstören. Die Vereinigten Staaten könnten TurkStream unter dem Deckmantel eines weiteren Erdbebens angreifen, erklärte der Militäranalyst Vladimir Prohvatilov gegenüber URA.RU. "Meines Erachtens sollte der Sicherheit der Pipelines erhöhte Aufmerksamkeit zukommen", fordert er auf. Laut Regnum wird eine neue Serie seismischer Erschütterungen in der Gegend von Istanbul erwartet – genau dort, wo der "Stream" aus dem Meer auf das Land kommt.


Übersetzt aus dem Russischen. Zuerst erschienen bei Wsgljad.

Mehr zum Thema – Orbán: Ungarn und Serbien werden mögliche Anschläge auf weitere Gaspipelines ahnden


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28.02.2023

Plötzlich reden alle von Verhandlungen

t-online.de, Aktualisiert am 28.02.2023 - 06:45 Uhr, von Daniel Mütze

Nato-Staaten drängen offenbar auf ein baldiges Kriegsende, auch Selenskyj kann Chinas Friedensinitiative etwas abgewinnen. Was steckt dahinter?


Emmanuel Macron, Olaf Scholz und Wolodymyr Selenskyj: Gemeinsames Arbeitsessen im Elysee-Palast. (Quelle: Lewis Joly/AP/dpa/dpa-bilder)


Das Wichtigste im Überblick



Bewegt sich was im Ukraine-Krieg? Noch bis vor Kurzem schienen beide Kriegsparteien meilenweit von Verhandlungen entfernt. Die Ukraine steckte in intensiven Vorbereitungen für ihre angekündigte Frühjahrsoffensive, während die russische Armee bereits zum Großangriff überging.

Doch nun tauchen mehrere Berichte auf, wonach sich europäische Regierungen offenbar für eine Verhandlungslösung noch in diesem Jahr starkmachen. Und auch aus der ukrainischen Regierung kommen Signale, die Gesprächsbereitschaft andeuten.


Worum genau geht es? Wie wahrscheinlich sind baldige Verhandlungen? Und auf wen kommt es an? Der Überblick.


Drängt Europa Selenskyj zu Verhandlungen?

Anlass für die Spekulationen um Friedensverhandlungen gab eine Recherche des US-Magazins "Wall Street Journal" (WSJ): Demnach sollen Kanzler Olaf Scholz und der französische Präsident Emmanuel Macron ihrem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj klargemacht haben, dass dieser sich noch in diesem Jahr für Verhandlungen mit Russland offen zeigen solle. Konkret soll dem Bericht zufolge Macron Selenskyj gesagt haben, dass auch die einstigen Erzfeinde Frankreich und Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg Frieden schließen mussten.


Hintergrund dieser Ansage an Selenskyj, so das "WSJ": Trotz öffentlicher Solidaritätsbekundungen des Westens für einen ukrainischen Sieg rechne in der Nato keiner damit, dass Kiew alle von Russland besetzten Gebiete befreien könne. "Keiner glaubt, dass sie (die Ukrainer) die Krim zurückholen können", zitiert das Blatt einen französischen Regierungsvertreter. Das "WSJ" beruft sich auf Quellen in der deutschen, französischen und britischen Regierung.




Demnach sollen die neuesten Panzer- und Waffenlieferungen aus dem Westen die Ukraine dazu ertüchtigen, weitere Territorien zu befreien, so die Zeitung weiter. Danach jedoch solle verhandelt werden. Ein "Verteidigungspakt", den der britische Premier Rishi Sunak entworfen und mit Frankreich und Deutschland abgestimmt hat, soll der Ukraine einen zusätzlichen Anreiz geben, mit Russland zu verhandeln. Der Pakt sieht Sicherheitsgarantien und weitere Waffenhilfen nach dem Krieg vor – im Gegenzug für einen Waffenstillstand und wohl die Abgabe ukrainischer Gebiete.


Auch die "Bild"-Zeitung berichtet unter Berufung auf deutsche und US-Regierungskreise, dass der Druck auf Selenskyj, mit Moskau zu verhandeln, steigen könnte, sollte die ukrainische Frühjahrsoffensive scheitern. Die Zeitung spricht von einem "Kriegsultimatum" für Selenskyj.


Was ist die Position der ukrainischen Regierung?

Wie ernst diese Vermittlungsversuche sind, ist unklar. Die Bundesregierung dementierte den "WSJ"-Bericht teilweise. Bei dem Dreiertreffen in Paris hätten Sicherheitsgarantien "überhaupt keine Rolle" gespielt, so ein Regierungssprecher am Sonntag. Das wäre jedoch aus ukrainischer Sicht ein zentraler Punkt: Denn ohne glaubhafte Sicherheitsgarantien des Westens wird Kiew sich kaum auf Gespräche einlassen.




Offizielle Position der Ukraine ist: Wir sind bereit zu verhandeln, aber nur auf Basis von Selenskyjs Friedensplan. Das bestätigten sowohl der ukrainische Vize-Außenminister Andrij Melnyk als auch der ukrainische Botschafter Oleksii Makeiev t-online. Der Plan sieht unter anderem den Rückzug aller russischen Truppen und die Bestrafung von Kriegsverbrechen vor.

Vor allem der erste Punkt scheint Gespräche fast unmöglich zu machen: Putin hat mittlerweile mehrere ukrainische Gebiete zu russischem Staatsgebiet erklärt, es ist unrealistisch, dass er diese freiwillig wieder aufgibt.


Verhandeln die Ukrainer womöglich schon mit Russland?

Dass Putin derzeit kein Interesse an Verhandlungen hat, gilt als sicher. Allerdings gab es zuletzt Berichte, dass die Ukraine am Kremlchef vorbei mit Russland verhandelt. Das jedenfalls legt Andriy Tschernyak, ein Vertreter des ukrainischen Militärgeheimdienstes (HUR), nahe. "Wir haben Mechanismen der Zusammenarbeit auch mit Menschen gefunden, die Putin sehr nahestehen", sagte Tschernjak in einem Interview mit der griechischen Zeitung "lefimerida" vor wenigen Tagen.


Sind damit tatsächlich Friedengespräche gemeint? Auf t-online-Anfrage ruderte Tschernjak am Montag zurück: "Verhandlungen mit Vertretern des Terrorstaates können nur legal geführt werden und mit der obersten Staatsführung vereinbart werden." Im Klartext: Allzu viel scheint an dieser Deutung seiner Worte nicht dran zu sein.


Was will Russland?

Auch das Timing spricht aus russischer Sicht gegen solche und andere mögliche Verhandlungen. Aktuell läuft die russische Kriegsmaschine auf Hochtouren: An vielen Frontabschnitten führen russische Truppen und Söldner der Wagner-Miliz Angriffsoperationen aus. Vor allem in Wuhledar und Bachmut im Donbass hat die Kreml-Armee Kräfte konzentriert, um immer neue Angriffe zu befehligen.


Die russische Offensive ist das Ergebnis monatelanger Planungen. Seit vergangenem Herbst wurden Hunderttausende neue Soldaten rekrutiert, ausgerüstet und an die Front geschickt. Laut Erkenntnissen westlicher Geheimdienste ist die Mobilisierung noch immer nicht abgeschlossen, es werden also noch weitere Soldaten erwartet. Zugleich schickt Russland immer mehr Material und Waffen an die Front, um tiefer in ukrainisches Gebiet vorzurücken.

Selbst wenn die Kreml-Truppen bei diesem Vormarsch wie zuletzt nur langsam und unter hohen Verlusten vorankommen – vieles spricht dafür, dass die russische Führung derzeit nicht auf politische Lösungen setzt, sondern auf militärische Gewinne auf dem Schlachtfeld. Auch bei seinen jüngsten öffentlichen Auftritten zeigte Kremlchef Wladimir Putin kaum Verhandlungsbereitschaft, wiederholte stattdessen seine Kriegslügen über angebliche Nazis in der ukrainischen Regierung und den Westen als eigentlichen Aggressor.




Kann China etwas bewirken?

Russland-Experten sagen, nur ein Mann hat Einfluss auf Kremlchef Putin: Xi Jinping. Der chinesische Staatschef hat vergangene Woche viele im Westen überrascht, als er seinen Chefdiplomaten auf Reisen geschickt hat, um einen Zwölf-Punkte-"Friedensplan" vorzustellen. (Mehr dazu lesen Sie hier.)


Darin fordert China unter anderem die Achtung der territorialen Integrität von Staaten, den Verzicht auf Atomwaffen, aber auch ein Ende der "Kalter-Krieg-Mentalität" (ein Vorwurf an die Nato). Bisher hielt sich China nach außen hin aus dem Konflikt heraus, nun will es offenbar stärker Position beziehen.


Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte sich am Wochenende überraschend positiv zu Chinas Plan geäußert: Er teile mehrere Punkte, wenn auch nicht alle. Er begrüße, dass China nun öffentlich über die Ukraine spreche und warb für ein Treffen mit Xi Jinping. Bisher gibt es keine Regierungsgespräche auf höchster Ebene zwischen Peking und Kiew.


Xi Jinping und Wladimir Putin. (Quelle: Maxim Shipenkov/Reuters)


Aus dem Kreml kamen zurückhaltendere Töne. Das Papier verdiene zwar "Aufmerksamkeit", sagte Sprecher Dmitri Peskow am Montag der russischen Agentur Interfax zufolge – doch sehe man derzeit "keine Voraussetzungen" für eine friedliche Lösung. "Wir wiederholen noch einmal, dass wir im Moment keine Voraussetzungen sehen, um diese ganze Geschichte in eine friedliche Richtung zu bringen".


Ob China wirklich etwas bewegen will, muss mit Skepsis gesehen werden. So gibt es vermehrt Hinweise darüber, dass China Russland Waffen liefern könnte. China-Experte Klaus Mühlhahn bewertet zudem Chinas Friedensplan eher als Versuch, neutral zu bleiben. China wolle Russland für den Angriffskrieg nicht klar verurteilen, aber zugleich nicht vollends unterstützen, so Mühlhahn kürzlich zu t-online. Chinas Ziel sei es, Staaten wie Brasilien und Indien aus dem westlichen Bündnis herauszuhalten und so den Westen zu schwächen.


Vize-Außenminister Andrij Melnyk: "Das war ein Schlag unter die Gürtellinie"

Ukrainischer Botschafter: "Vielen Dank, liebe Deutsche, aber das sollen die Russen bezahlen"


Derzeit ist es also eher unwahrscheinlich, dass es zu Verhandlungen kommt. Sowohl die Ukraine als auch Russland setzen gerade auf militärische Lösungen. Auch wenn es diplomatische Initiativen gibt, wie jetzt von China, oder immer wieder auch konkrete Verhandlungen etwa beim Gefangenenaustausch oder dem Getreideexport, bleiben beide Staaten bei ihren Maximalforderungen.


Verwendete Quellen


Info: https://www.t-online.de/nachrichten/ukraine/id_100135306/-kriegsultimatum-fuer-selenskyj-das-steckt-hinter-den-verhandlungs-geruechten.html


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28.02.2023

Lost in EUrope Update

aus e-mail von  <eboneu-1-gmail-com@getresponse-mail.com>, 27. Februar 2023, 8:02 Uhr


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Zum Jahrestag des Ukraine-Kriegs werden viele historische Parallelen gezogen. Die einen reden von 1916, die anderen von 1933 oder 1938. Was lernen wir daraus im Jahr 2023? Die Schlacht um Bachmut erinnere…

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28.02.2023

Lost in EUrope Update

aus e-mail von <eboneu-1-gmail-com@getresponse-mail.com>, 28. Februar 2023, 08:03 Uhr


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Der Weg der EU in den Krieg (5): Die Sanktionen und der Energiekrieg https://app.getresponse.com/click.html?x=a62b&lc=hS2XQZ&mc=IQ&s=BW8HMwn&u=SnDUE&z=EMFyQeD&



Am 9. Dezember 2012 bekam die EU den Friedensnobelpreis. Knapp elf Jahre später unterstützt sie die Ukraine im Krieg gegen Russland. Wie konnte es dazu kommen? Was waren die wichtigsten Wendepunkte?

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Putin sieht Nato im Krieg, Bewegung beim Brexit-Deal – und Serbien unter Druck https://app.getresponse.com/click.html?x=a62b&lc=hS2Xtz&mc=IQ&s=BW8HMwn&u=SnDUE&z=EwStFm3&



Die Watchlist EUropa vom 27. Februar 2023 – Heute mit Druck auf Serbien in der Kosovo-Frage, Bewegung beim Nordirland-Kapitel des Brexit-Deals – und News aus Moskau: Putin sieht die Nato “in gewisser…

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28.02.2023

Nachrichten von Pressenza: Rede von Chris Hedges bei der Kundgebung von Rage Against The War Machine in Washington, D.C.

aus e-mail von <newsletter@pressenza.com>, 28. Februar 2023, 07:15 Uhr


Nachrichten von Pressenza - 28.02.2023


Rede von Chris Hedges bei der Kundgebung von Rage Against The War Machine in Washington, D.C.


Götzendienst ist die Ursünde, von der sich alle anderen Sünden ableiten. Götzen verführen uns dazu, Gott zu werden. Sie verlangen die Opferung anderer auf der verrückten Suche nach Reichtum, Ruhm oder Macht. Aber das Idol endet immer damit, dass es&hellip;

http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/02/rede-von-chris-hedges-bei-der-kundgebung-von-rage-against-the-war-machine-in-washington-d-c/


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Killerrobotter: ein Warnruf aus Costa Rica


Mit dem Ziel, „die internationale Gemeinschaft für die von autonomen Waffen [Killerrobotter, Anm. d. Red.] ausgehenden Gefahren zu sensibilisieren“, fand am 23. und 24. Februar in Belén de Heredia, Costa Rica, eine regionale Konferenz statt, an der die Behörden von&hellip;

http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/02/killerrobotter-ein-warnruf-aus-costa-rica/


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Nach erster Aktion bei Royal Society – Scientist Rebellion Mitbegründer freigesprochen


Die Geschworenen des Strafgerichtshofs erklären die Mitbegründer von Scientist Rebellion, Mike Lynch-White und Dr. Tim Hewlett der Sachbeschädigung im Rahmen ihrer gewaltfreien Protestaktion an der Royal Society in London für nicht schuldig. Die Aktion, bei der Farbe an den Eingang&hellip;

http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/02/nach-erster-aktion-bei-royal-society-scientist-rebellion-mitbegruender-freigesprochen/


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Chinas Ukraine-Friedensplan und die Parallelen zum Taiwan-Konflikt


Mit seinem diplomatischen Vorstoß zur Beendigung des Ukraine-Krieges hat China einen wichtigen Beitrag zu einer Friedenslösung des blutigen Konflikts zwischen Kiew und Moskau beigetragen. Damit hat die Volksrepublik jedoch international sehr unterschiedliche Reaktionen ausgelöst: Einige Staaten sehen in der chinesischen&hellip;

http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/02/chinas-ukraine-friedensplan-und-die-parallelen-zum-taiwan-konflikt/


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EU-Migrationsgipfel &#8211; Ein Gipfel der Heuchler und der Heuchelei


„Seid umschlungen Millionen, diesen Kuss der ganzen Welt“. Darauf spielt die Hymne der EU an, die ihre Menschheitsverbrüderung mit Mauern, Zäunen, Grenzsicherung durchsetzt. Im Rahmen ihres Gipfeltreffens in Brüssel, nach Gruppenfoto und Treffen mit Ukraine-Präsident Selenskij, haben sich die 27&hellip;

http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/02/eu-migrationsgipfel-ein-gipfel-der-heuchler-und-der-heuchelei/


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Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

28.02.2023

Wo bleibt die Friedensbewegung, die Kriege beenden will?
Vielleicht eine Antwort

Screenshot_2023_02_28_at_15_55_00_2023_02_27_Aufstand_Frieden_Berlin_Kommentar_Links_1.pdf

Fotos – fast alle von DFG-VK-Mitgliedern

Berlin - Aufstehen für den Frieden www.aufstand-fuer-frieden.de
Linksammlung zur Demo

Redebeiträge (Streaming) auf Video: https://www.youtube.com/live/4J9J1jbe0mg
Es sprachen auf der Bühne: die Schauspielerin Corinna Kirchhoff, der langjährige Friedensaktivist
und Pädagoge Hans-Peter Waldrich, Brigadegeneral a.D. Erich Vad, Sarah Wagenknecht und Alice
Schwarzer. Videobotschaft war von Jeffrey Sachs, US-Ökonom und Wirtschaftswissenschaftler.


Mehrere Zehntausende waren vor Ort. Angaben schwanken zwischen 13 000 und 50 000 TN.
Einige Links (Stand 27.02.23):

• Das "Manifest für Frieden" kann weiterhin unterzeichnet
werden: https://www.change.org/p/manifest-f%C3%BCr-frieden
• ARD - Margot Käßmann über die Kundgebung "Aufstand für den Frieden" und über
Waffenlieferungen
https://www.ardmediathek.de/video/phoenix-vor-ort/nicht-nur-ueber-waffen-diskutieren
• ARD: Interview mit Polizeisprecherin
www.ardmediathek.de/video/phoenix-vor-ort/polizei-auf-ueber-10-000-menschen-vorbereitet
• Emma: Stimmen zum Manifest
https://www.emma.de/thema/stimmen-zum-manifest-fuer-frieden-340155
• Presse SZ:
https://www.sueddeutsche.de/politik/berlin-tausende-demonstrieren-unter-dem-motto-
aufstand-fuer-den-frieden-1.5758259
• Presse Berliner Zeitung:
https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/berlin-kundgebung-ukraine-krieg-
brandenburger-tor-aufstand-fuer-frieden-mehr-als-50000-menschen-bei-alice-schwarzer-und-
sahra-wagenknecht-li.321688
• Presse Rhein-Zeitung RZ
https://www.rhein-zeitung.de/deutschland-und-welt/politik_artikel,-tausende-folgen-
demoaufruf-von-wagenknecht-und-schwarzer-_arid,2507574.html
• Presse WirtschaftsWoche
www.wiwo.de/politik/deutschland/umfrage-zwei-drittel-fuer-friedensverhandlungen-im-
ukraine-krieg/29001044.html
• Presse Berliner Zeitung, Gastkommentar
„Erfolgreiche Friedens-Mobilisierung trotz aller Widerstände“
Alexander King ist Abgeordneter der Linkspartei im Berliner Abgeordnetenhaus und war
einer der Mitorganisatoren der Friedens-Demo am Brandenburger Tor am Samstag
https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/berlin-gastkommentar-aufstand-fuer-
frieden-teilnehmerzahl-alexander-king-erfolgreiche-friedensmobilisierung-trotz-aller-
widerstaende-sahra-wagenknecht-alice-schwarzer-li.321990
• Presse TAZ
„Aufstand für Frieden“Lasst mich bloß in Frieden
https://taz.de/Kundgebung-Aufstand-fuer-Frieden/!5918192
:

• Presse WELT
Strack-Zimmermann wirft Wagenknecht und Schwarzer Verhöhnung der Opfer vor
https://www.welt.de/politik/deutschland/article243971873/Demo-in-Berlin-Strack-
Zimmermann-wirft-Wagenknecht-Verhoehnung-der-Opfer-vor.html
• Professor für Politische Wissenschaft am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin,
https://hajofunke.wordpress.com/2023/02/25/die-demonstration-zum-manifest-fur-den-
frieden-vom-heutigen-25-februar-2023-war-ein-erfolg-an-die-50-000-menschen-nahmen-
daran-teil-1-der-start-fur-eine-grose-burger-und-friedensbewegung
Unter dem Motto „Stoppt das Töten in der Ukraine – für Waffenstillstand und Verhandlungen!“
riefen 18 Friedensgruppen zu Protesten gegen den Krieg und für Frieden auf. Presse unter:
https://stoppt-das-toeten.dfg-vk.de/presse
Martina Jäger, aktives Mitglied der DFG-VK & Attac - Bemerkung zur Feindbilderklärungen
Leider geht ein friedensstiftender inhaltlicher Diskurs in meinen Organisationen Stück für Stück
verloren. Verbandsinterne, mediale und parteipolitische Feindbilderklärung tragen, meiner Erfahrung
und Meinung nach nicht zum „Frieden ohne Waffen“ bei und bedienen letztendlich den Bellizismus.
Das schreckt (auch potentielle) Mitglieder ab und schwächt das gemeinsame Anliegen, sich mit jeder
Form von Kriegen und deren (wirtschaftliche, historische, kolonialistische, imperiale,
geostrategische, ... ) Ursachen und Konsequenzen zu befassen.


Die DFG-VK hat beispielsweise eine Satzung, die ich als Mitglied unterschrieben habe. Über die
Interpretation einer Satzung kann man konstruktiv und basisdemokratisch diskutieren.
https://dfg-vk.de/satzung-der-dfg-vk
§ 2 Zweck und Ziele – daraus
(1) Zweck des Verbandes ist die Förderung des Friedens und Rechtsgedankens in den
zwischenstaatlichen Beziehungen und die Beseitigung jeglicher Unterdrückung. Er fördert die Ziele
der Vereinten Nationen, den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit durch die
friedliche Beilegung und Schlichtung aller internationalen Streitfragen unter Verzicht auf
Gewaltanwendung und Androhung zu gewährleisten (Art. 1 und 2 der Charta der UNO).
(2) Der Verband unterstützt die Bemühungen um die allgemeine, vollständige und kontrollierte
Abrüstung, auf dieser Grundlage die kollektive Gewährleistung der Sicherheit, die Überwindung des
Kolonialismus, des Völker- und Rassenhasses in allen Erscheinungsformen und die gleichberechtigte
internationale Zusammenarbeit auf wirtschaftlichem, technisch-wissenschaftlichem, kulturellem und
sozialem Gebiet.
(3) Er fördert daher die internationale und antimilitaristische Gesinnung und tritt ein für die
Achtung der Menschenrechte und Grundfreiheiten für alle. Er tritt dafür ein, dass niemand rassistisch
behandelt wird oder wegen seines Geschlechts, seiner sexuellen Identität, seines Alter, seiner
Abstammung, seiner Sprache, seiner sozialen Lage, seiner Herkunft, seiner religiösen oder
politischen Anschauungen oder seiner Behinderung benachteiligt wird.
(4) Der Verband gewährt Menschen, die Kriegsdienste verweigern Schutz und Hilfe. Er setzt sich
ein für die Anerkennung der Kriegsdienstverweigerung als Menschenrecht.
(5) Der Verband bedient sich bei der Erfüllung seiner Aufgaben ausschließlich der Mittel des
gewaltlosen Kampfes und solcher Mittel, die nicht in Widerspruch zu den Menschenrechten stehen.
Zu oft ähnelt die Debattenlandschaft in Medien, Parteien und Verbänden einem verbalen Schlacht-
feld, was ich sehr bedauere und was mich abstößt.


Eine Diskussion erscheint dennoch wichtig für viele Mitglieder zu sein, man versucht etwas zu
klären - und das schon lange und immer wieder. Diffamierung und Eskalation darf kein Mittel einer
Kommunikation sein. Diesbezüglich gibt es einige problematische Leute in attac und der DFG-VK.
Das wird sich auch wohl kaum ändern, befürchte ich.


So viel Zeit geht verloren. Zielgerichtete friedenspolitische Themen dürfen nicht länger verdrängt
werden. Das ist nicht im Sinne eines friedlichen Miteinanders.
In diesem Sinne: Todo cambia https://youtu.be/vc93wTOSzUU – für eine sensible Debattenkultur!


Info: https://wuerzburg.dfg-vk.de/wp-content/uploads/sites/17/2023/02/2023-02-27-Aufstand-Frieden-Berlin-Kommentar-Links-1.pdf


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28.02.2023

Die Schlacht um den PanzermarktHauptprofiteur der Leopard 2-Lieferungen an Kiew könnte die US-Rüstungsindustrie sein. Deutsche Panzerhersteller zunehmend durch Konkurrenz aus USA und Südkorea bedroht.

german-foreign-policy.com, 28. Februaer 2023

BERLIN/WASHINGTON/SEOUL (Eigener Bericht) – Die Vereinigten Staaten halten die versprochene Lieferung von M1 Abrams-Kampfpanzern an die Ukraine zurück, um auf den europäischen Rüstungsmärkten die starke Stellung des deutschen Leopard 2 attackieren zu können. Darauf deuten Berichte aus Industriekreisen hin. Wie die Biden-Administration aktuell bestätigt, werden die fest zugesagten 31 M1 Abrams wohl kaum früher als in zwei, eventuell eineinhalb Jahren an Kiew übergeben werden. Gleichzeitig heißt es, Washington biete europäischen Staaten, die der Ukraine Leopard 2-Kampfpanzer aushändigten, zum Ersatz einen schnellen Transfer von M1 Abrams an. Die Empfänger müssten sich lediglich auf eine „langfristige Industriepartnerschaft“ einlassen. Damit gingen sie perspektivisch freilich als Käufer deutscher Kampfpanzer verloren. Experten warnen, dies bedeute auch einen Verlust politischen Einflusses für Berlin. Mit Polen hat sich ein erster europäischer Staat bereits vor dem Ukraine-Krieg für US-Kampfpanzer geöffnet und kauft zudem Kampfpanzer aus Südkorea, die er in wenigen Jahren zudem im eigenen Land produzieren wird. Dies wiederum bedient US-Interessen in Ostasien – und schwächt Berlin.


Zitat: M1 Abrams vs. Leopard 2

Der Unwille der Biden-Administration, der Ukraine kurzfristig US-Panzer vom Typ M1 Abrams zu liefern, ist von Anfang an deutlich erkennbar gewesen. Aus Washington hieß es stets, der Panzer sei nicht einfach zu reparieren, benötige eine komplexe Logistikkette und verschlinge Unmengen an Kerosin – alles Gründe, die gegen seinen Einsatz im Ukraine-Krieg sprächen. Rüstungsexperten haben das regelmäßig zurückgewiesen. So heißt es etwa, der Abrams könne selbstverständlich auch mit Diesel betankt werden wie der Leopard; auch für den Leopard müsse ein Wartungszentrum in Polen organisiert werden; wieso die Vereinigten Staaten dies nicht ihrerseits für den Abrams tun könnten, sei nicht ersichtlich. Hinzu kommt, dass tausende US-Panzer nicht nur in den Vereinigten Staaten, sondern etwa auch in Kuwait eingelagert sind, um bei Bedarf eingesetzt werden werden zu können. Zwar handelt es sich Berichten zufolge vorwiegend um ältere Modelle M1A1.[1] Doch werden auch ältere Leopard 1 in hoher Stückzahl an die Ukraine geliefert. Ohnehin verfügt die U.S. Army über immense Bestände auch des moderneren M1A2; in Berichten ist von einer Stückzahl von knapp 2.000 die Rede, zuzüglich eingelagerter Panzer.[2] Wieso eine eher kleine Anzahl davon nicht zu erübrigen sein soll, leuchtet nicht unbedingt ein.


„Frühestens in eineinhalb Jahren“

Die deutsch-US-amerikanische Übereinkunft von Ende Januar, Washington werde 31 M1 Abrams für ein vollständiges ukrainisches Panzerbataillon liefern, wenn Berlin ein weiteres ukrainisches Bataillon mit Leopard 2A6 ausrüste, hat in der Realität nicht lange gehalten. Zunächst wurde bekannt, dass die Vereinigten Staaten zwar den moderneren M1A2, diesen aber nur in der Exportvariante liefern würden – mit einer alten Panzerung, die in den 1960er Jahren entwickelt worden sei, nicht hingegen mit der aktuellen Panzerung, die eine Schicht abgereicherten Urans enthalte und deren genaue Zusammensetzung streng geheim sei.[3] Auch Teile der M1A2-Elektronik würden aus Geheimhaltungsgründen nicht exportiert. Die Ukraine solle fabrikneue Export-M1 Abrams erhalten. Dann hieß es, der Abrams-Hersteller General Dynamics sei zwar prinzipiell in der Lage, die 31 Kampfpanzer für die Ukraine in rund drei Monaten fertigzustellen. Allerdings sei er gegenwärtig damit beschäftigt, 250 M1A2 für Polen und weitere 108 für Taiwan zu produzieren. Erst wenn die beiden Aufträge komplett abgearbeitet seien, könne man die Ukraine beliefern.[4] Dies sei frühestens 2024 der Fall. Nach harter Kritik teilte die Biden-Administration zuletzt mit, sie könne die Abrams-Panzer spätestens in zwei Jahren liefern, vielleicht sogar schon in eineinhalb.[5]


Industriepartnerschaft mit den USA

Bereits im Januar wies die Neue Zürcher Zeitung darauf hin, dass die Weigerung, die M1 Abrams rasch zu liefern, den Vereinigten Staaten signifikante rüstungsindustrielle wie auch militärpolitische Vorteile verspricht. Denn wenn die Ukraine vor allem Leopard 2-Panzer aus den Beständen europäischer Streitkräfte erhält, dann müssen diese Bestände so rasch wie möglich wieder ergänzt werden. Die Lieferzeit für den Leopard 2 wird aktuell mit mindestens zwei bis zweieinhalb Jahren angegeben.[6] Washington biete nun aber „jedem Land, das Leopard 2 an die Ukraine liefern könnte“, zum Ersatz „gebrauchte Panzer aus dem eigenen Bestand“ an, schreibt die Neue Zürcher Zeitung unter Berufung auf Industriekreise.[7] M1 Abrams sind also sehr wohl verfügbar, nur nicht für die Ukraine, sondern zur Durchsetzung der Interessen der US-Rüstungsindustrie. Der Autor der Neuen Zürcher Zeitung, ein langjähriger Kenner der Bundeswehr mit umfangreicher Erfahrung in Auslandseinsätzen, der eine Zeitlang für ein Rüstungsunternehmen tätig war, berichtet, das US-Angebot sei ausdrücklich mit einer „langfristige[n] Industriepartnerschaft“ verbunden: „Jedes Land, das auf das amerikanische Angebot eingeht, ist für die deutsche Panzerindustrie verloren.“


Vorreiter Polen

Welche Bedeutung das hätte, ergibt sich daraus, dass gegenwärtig insgesamt 15 Staaten Europas den Leopard 2 nutzen, während der M1 Abrams zwar etwa in Ägypten, im Irak, in Saudi-Arabien, Kuwait und Marokko in jeweils dreistelliger, in Ägypten sogar vierstelliger Stückzahl vorhanden ist, in Europa bisher aber nur von Polen beschafft wird. Polen hatte in den vergangenen zwei Jahrzehnten ursprünglich „mehr als 200 Leopard 2 in Deutschland gekauft“, heißt es in der Neuen Zürcher Zeitung.[8] In den vergangenen Jahren aber sei Warschau in Verbindung mit seiner immer engeren Anlehnung an die Vereinigten Staaten auch bei der Waffenbeschaffung zunehmend an die US-Rüstungsindustrie herangerückt. So hat Polen 2021 den Kauf von 250 Kampfpanzern M1A2 Abrams beschlossen – für 4,75 Milliarden US-Dollar – und im Januar einen Vertrag für den Erwerb von 116 älteren M1A1 für 1,4 Milliarden US-Dollar unterzeichnet.[9] Das hat weitreichende Folgen. Denn damit geht nicht nur ein attraktiver Markt für den Leopard 2 verloren. Wie die Neue Zürcher Zeitung festhält, sind „Partner mit gleichen Waffen“ auch leichter in US-Militärkoalitionen einzubinden. Dies gälte auch für weitere europäische Staaten, sollte es den USA gelingen, dort den Erwerb des M1 Abrams durchzusetzen.


Südkoreas Panzerschmieden

Dabei wird die starke Stellung des Leopard 2 nicht nur durch den M1 Abrams, sondern auch durch die hierzulande bisher kaum beachtete südkoreanische Rüstungsindustrie bedroht. Polen hat im vergangenen Jahr einen Vertrag mit Südkoreas Konzernen Hyundai Rotem und Hanwha Defense geschlossen, der den Erwerb von 1.000 Kampfpanzern des Modells K2 vorsieht. 180 davon sollen bis 2025 in Südkorea produziert und nach Polen geliefert werden; 820 sollen ab 2026 in Polen hergestellt werden – als eigenständige Variante K2PL. Die zwei südkoreanischen Unternehmen produzierten schneller und kostengünstiger als die deutsche Konkurrenz, konstatierte kürzlich die Fachzeitschrift Foreign Policy.[10] Dem Blatt zufolge wird auch in der Slowakei über die Beschaffung des K2 diskutiert; andere Staaten, darunter Norwegen, haben den Kauf etwa südkoreanischer Haubitzen beschlossen. Die Zeitschrift weist darauf hin, dass dies durchaus im US-Interesse liegt. Für Washington sei es von großer Bedeutung, dass Südkoreas Rüstungsindustrie floriere, heißt es; tatsächlich ist Seoul ein wichtiger Verbündeter Washingtons im Machtkampf gegen China. Mit der Kooperation in der Rüstungsindustrie ist auch die Ausweitung der Militärzusammenarbeit verbunden, durch die Europa enger in die Konflikte in der Asien-Pazifik-Region hineingezogen wird.


„Berlins Einfluss schwindet“

Ganz abgesehen davon gehen für Deutschland mit dem weiteren Vordringen südkoreanischer Waffenschmieden nicht nur Märkte verloren: „Mit jedem Land, das die deutsche Industrie verliert“, konstatiert die Neue Zürcher Zeitung, „schwindet der politische Einfluss Berlins auf die Verbündeten in Nato und EU“.[11] Gleichzeitig wächst der Einfluss Washingtons und seiner Verbündeten noch mehr.

 

[1] Michael Evans: US Abrams tanks for Ukraine will lack top-secret armour. thetimes.co.uk 27.01.2023.

[2] Zwischen Leopard und M1 Abrams gibt es nur wenige Unterschiede. focus.de 23.01.2023.

[3], [4] Michael Evans: US Abrams tanks for Ukraine will lack top-secret armour. thetimes.co.uk 27.01.2023.

[5] Michael Evans: US warns of delay in delivery of tanks to Ukraine. thetimes.co.uk 24.02.2023.

[6] Matthias Gebauer, Konstantin von Hammerstein: „Aufgebläht ist ein hässliches Wort. Aber ja, 3000 Leute sind sehr viele“. spiegel.de 17.02.2023.

[7], [8] Marco Seliger: Deutsche Panzerdebatte: Welche Rolle spielen amerikanische Rüstungsinteressen? nzz.ch 21.01.2023.

[9] Loveday Morris: Poland is on a quest to have Europe’s strongest military – with U.S. arms. washingtonpost.com 22.02.2023.

[10] Blake Herzinger: South Korea Could Sweep Up Europe’s Tank Market. foreignpolicy.com 30.01.2023.

[11] Marco Seliger: Deutsche Panzerdebatte: Welche Rolle spielen amerikanische Rüstungsinteressen? nzz.ch 21.01.2023.


Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/9177


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

28.02.2023

Kriegskabinett Scholz gegen Volksentscheidd

Kriegskabinett Scholz gegen Volksentscheid   Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam

publikumskonferenz.de, Veröffentlicht am 27. Februar 2023 von Maren Müller

Unsere Parteien-Oligarchie garantiert, dass Träume von direkter Demokratie auch Träume bleiben   Bildquelle: dpa


Zitat: Ein Kanzler ohne Glaubwürdigkeit. Ein Vizekanzler ohne Sachverstand. Eine bildungsferne Außenministerin ohne Kontrolle über ihr Mundwerk: drei Repräsentanten einer grauenhaften Regierung, die den üblen Zustand unserer Republik zu verantworten hat und mit ihrem antirussischen Kriegsgeschrei Deutschlands Vernichtung riskiert. „Wem Gott ein Amt gibt, dem gibt er auch den Verstand“, behauptet der Volksmund. Auf derlei Kalendersprüche ist nur leider kein Verlass. Der Satiriker Uwe Steimle, pulvertrocken: „Man kann Kabinett nicht mehr von Kabarett unterscheiden.“ Vor solchen Geistesblitzen sind die Regierungs-Hiwis der ARD-Tagesschau allerdings gut geschützt. Sonst könnte ihr Zentralinstitut für „mediale Massenverblödung“ seine staatstragende Aufgabe auch nicht erfüllen. Zu resignieren brauchen wir aber nicht; es wachsen Umfang und Kräfte der basisdemokratischen Gegenöffentlichkeit.

Bleiben wir protokollarisch korrekt. Nehmen wir uns die genannten „Volksvertreter“ in deren Rangfolge zur Brust. Zuerst also Olaf Scholz, den Chef. Als er noch Finanzminister des Merkel-Kabinetts war, ließ seine Rolle im Wirecard-Skandal im Bundestags-Untersuchungsausschuss die Frage aufkommen:

„Kann ein Finanzminister Kanzler werden, der trotz seines riesigen Apparats, trotz Warnungen und Hinweisen, den größten Bilanzskandal der Nachkriegsgeschichte übersehen hat?“

Er konnte, wir mussten es erleben. Als Befragter vor dem Untersuchungsausschuss der Hamburger Bürgerschaft zum Cum-Ex-Skandal berief sich Scholz auf Gedächtnislücken. Angeblich wusste er nicht einmal mehr, ob und was er mit dem Inhaber der Warburg-Bank über dessen 47-Millionen-Euro-Steuerschuld beraten hatte. Das kostete ihn „nur“ den Verlust seiner Glaubwürdigkeit, seine Karriere beendete es nicht.

Kaum zum Kanzler gewählt, bewährte sich Scholz als Washingtons Spielball. Er kniff vor US-Präsident Biden den Schwanz ein, als „Sleepy Joe“ ihm mit der Zerstörung der Nord-Stream-Pipeline drohte. Er unterstützte zum Schaden der deutschen Volkswirtschaft die aggressive und kontraproduktive Sanktionspolitik der Amis und der EU gegen Russland, China und Iran. Er leitete eine gigantische zusätzliche Staatsverschuldung ein („Doppel-Wumms“) und übernahm schließlich sogar die Spitze bei den westeuropäischen Waffenlieferungen an die Ukraine. Es ist sein Werk, dass die Bundeswehr jetzt Ukrainer an deutschen Waffen ausbildet, und dass Deutschland damit Kriegspartei gegen Russland wurde.

Scholz wäre ein klassischer Grund für einen Regierungssturz, wenn, ja wenn …

Wie der Herr, so’s Gescherr

Kommen wir zu seinem Vize, Wirtschaftsminister Robert Habeck. Dass der für sein Amt kaum mehr Eignung und Fachwissen mitbrachte als ein Sack Rindenmulch (vom Bio-Sägewerk), hat sich unaufhaltsam herumgesprochen. Häufig wird Bezug auf einen seiner lächerlichen Fernseh-Auftritte genommen, in dem er wissen ließ, dass eine erzwungene Betriebseinstellung keine Pleite sei. Seine folgenreichen Fehlleistungen bei der Energieversorgung, seine absurd preistreibenden Gaseinkäufe und seine Unfähigkeit, vor autoritären arabischen Staatenlenkern den Rücken gerade zu halten, haben ihn diskreditiert. Neuerdings ist er voll dabei, ein Einfuhrverbot von russischem Öl durchzusetzen und die brandenburgische Raffinerie Schwedt sowie etliche Chemieunternehmen zu ruinieren, die darauf spezialisiert sind, die schwere Ölsorte „Urals“ zu verarbeiten.

Habeck, das ist vorhersehbar, wird als unfähigster Wirtschaftsminister in die Geschichte eingehen. 4 Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts werden bis zum Ende dieses Jahres verloren gehen. Urteil der Deutschen Handelskammer:

„Damit werden rund 160 Milliarden Euro weniger erwirtschaftet – umgerechnet etwa 2000 Euro pro Kopf.“

Die Kostenexplosion bei Gas und Strom verursacht Standortnachteile für die deutsche Exportwirtschaft. Habecks Russenhass trieb ihn dazu, die „Abhängigkeit von russischem Gas und Öl“ gegen die wesentlich teurere Abhängigkeit von schlechterem US-Fracking-Gas und ungünstigerem Öl von den Börsen zu tauschen. Ökonomisch blanker Unfug, ökologisch kontraproduktiv und für die ärmeren Staaten weltweit Ursache einer katastrophalen Teuerungswelle.

Habecks vorerst letzte Schubkarre zum Scherbenhaufen: Der superteure Gaslieferungsvertrag mit Norwegen. Unsere Nachbarn im Norden können ihn auf Dauer nur erfüllen, wenn sie neue Öl- und Gasfelder erschließen. Sie haben dazu bereits die Arktis ins Visier genommen. Ein fundamentaler Konflikt mit ihren eigenen Umweltschützern und mit dem russischen Anrainer ist vorprogrammiert. Norwegen kann sein Gas zum Spitzenpreis an Deutschland verkaufen, und unsere US-hörige Regierung muss es abnehmen; so zahlen wir den Norwegern die US-Belohnung für ihre Mithilfe bei der Sprengung der deutsch-russischen Pipelines. Nebenwirkung: Polen, der Stammkunde im norwegischen Gashandel, muss die Höchstpreise nun ebenfalls zahlen. Das verschärft den Zoff zwischen Warschau und Berlin.

Einen Habeck juckt das alles nicht. Wie viele seiner Kollegen (z.B. Lauterbach, Özdemir) fantasiert er sich geradezu zwanghaft die Welt zurecht. Für heuer prognostiziert er ein Wirtschaftswachstum von 0,2 Prozent. Und der Großdeutsche Rundfunk aus Hamburg verbreitet das als eine unbestreitbare Tatsache.

Zur Vervollständigung des Habeck-Kurzporträts nur noch dies: Beamte des Wirtschaftsministeriums, die sich erlaubten, eigene, abweichende Meinungen zu äußern, ließ der Chef vom Verfassungsschutz überprüfen. Man kann das getrost als faschistoiden Meinungsterror bezeichnen. Das Passstück zu dieser Niedertracht ist Habecks Absicht, sich von einem Leibfotografen begleiten zu lassen und 350 000 Euro Steuergeld zu verschwenden, damit der seinen Minister von der Schokoladenseite zeigt. Es sei wichtig, die „Bürgerinnen und Bürger transparent über seine Arbeit und Termine zu informieren,“ hieß es aus dem Grünen Gespensterhaus.

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Bürger träumen Medien Veröffentlicht am 20. Februar 2023 von Maren Müller

Foto: Tero Vesalainen/Shutterstock.com

Menschen von nebenan haben aufgeschrieben, wie der Journalismus organisiert werden müsste, damit wir mit ihm zufrieden sein können.

Beitrag von Michael Meyen

Informationskontrolle in der Hand des Souveräns. Ein öffentlich-rechtlicher Rundfunk, der tatsächlich denen gehört, die ihn bezahlen. Eine Webseite, die unsere Beschwerden dorthin bringt, wo sie gehört werden können, und eine Stiftung, die Gütesiegel für Medienqualität verteilt. Vielleicht sogar eine Revolution, weil es keinen richtigen Journalismus in der falschen Gesellschaft geben kann. Mehr als 30 Bürger haben sich monatelang den Kopf zerbrochen über eine neue Kommunikationsordnung (1). Wenn man ihre Ideen bündelt, sieht man, was alles schiefläuft und wie wenig eine Utopie braucht.

Eine Kolumne, die Medienrealität heißt, ist eine Art Müllkippe. Frust abladen. Auf die Leitmedien schimpfen, Staat, Parteien und Behörden anklagen, Bücher verreißen. Irgendetwas gibt es immer. Wenn der Journalismus seinen Job machen würde, hätten die Angstmacher keine Chance. Dann würden wir in aller Ruhe reden — über Kriege und über Viren genauso wie über Forscher, die vom nahen Untergang der Welt singen. Wir würden dann schnell sehen, dass es Gegenargumente gibt, Alternativen und vor allem keinen Grund zur Panik. Rubikon lebt, weil das nicht passiert. Und Rubikon ist nicht allein, weil eine Müllkippe nicht reicht für all das, was ergänzt, eingeordnet, widerlegt werden muss.

Das große Aber:

Wer immer nur dagegen ist, verliert irgendwann die Welt aus dem Blick, in der er gern leben würde.

Natürlich: Ich weiß, woran ich die Leitmedien messe. In Kurzform: Auftrag Öffentlichkeit. Alle Themen und alle Perspektiven, ohne dass dem Publikum gesagt wird, was es von diesem zu halten hat und was von jenem. Ich weiß auch, warum die Redaktionen an diesem Auftrag scheitern und ihn deshalb inzwischen am liebsten umschreiben würden (2). Das heißt aber noch lange nicht, dass ich es besser machen könnte, und schon gar nicht, dass ich etwas in der Tasche habe, wenn ich morgen als Medienminister aufwache.

Ganz stimmt dieser letzte Satz nicht mehr. Ich muss dazu etwas ausholen und von einem Forschungsverbund erzählen, den ich 2017 beim Wissenschaftsministerium in Bayern beantragt habe. Es ging um die „Zukunft der Demokratie“ und vor allem um den Wunsch, den Elfenbeinturm zu verlassen und all das aufzugreifen, was jenseits der Universität längst gedacht und gewusst wird. Auch hier wieder in Kurzform: die Menschen nicht nur befragen und deuten, sondern ernst nehmen und im Zweifel selbst schreiben lassen. Bürgerwissenschaft sozusagen. Weiterlesen ›

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Inflation und Hochwasser Veröffentlicht am 20. Februar 2023 von Maren Müller

Ein Beitrag von Rüdiger Rauls

Jahrelang explodierten die Geldmengen, doch Inflationsraten und Zinsen blieben niedrig. Nun steigen beide in bisher nicht bekanntem Ausmaß. Die Notenbanken reagieren mit der Anhebung der Zinssätze. Das soll nach Meinung der bürgerlichen Wirtschaftswissenschaft den Preisauftrieb dämpfen. Die Tatsachen aber bestätigen nicht die Lehrmeinung von Geldmengen als Ursache der Inflation.

Irrlehren

Nach der großen Finanzkrise von 2008/9 hatten die Notenbanken die Märkte mit billigem Geld geflutet, um den Zusammenbruch der Weltwirtschaft zu verhindern. Postwendend prophezeiten sogenannte Experten, dass das Geldmengenwachstum Inflation bringen würde. Denn die Lehrbücher der bürgerlichen Wirtschaftswissenschaft begründen Inflation mit dem Wachstum der Geldmengen. Nicht wenige phantasierten sogar über eine Hyperinflation (1). Aber allen Theorien zum Trotz stiegen die Inflationsraten nicht.  Dennoch scheint äußerlich tatsächlich ein  Zusammenhang zu bestehen zwischen Geldmenge und Inflation, denn Inflation ist immer auch verbunden mit großen Geldmengen. Nur – sind sie wirklich auch deren Ursache?

Zum besseren Verständnis: Auch Hochwasser hat immer mit großen Wassermengen zu tun. Ohne diese gibt es kein Hochwasser. Aber große Wassermengen führen nur unter bestimmten Umständen zu zerstörerischem Hochwasser, wenn sie nämlich wie im Falle der Ahrtal- Katastrophe in enge Kanäle strömen. Im Falle des Nils beispielsweise werden die großen Wassermengen herbeigesehnt, weil sie sich sanft in die Breite des Nildeltas ausdehnen und dort Segen bringen durch fruchtbare Ablagerungen und nachhaltige Bewässerung des Bodens.

Ähnlich verhält es sich auch mit den Geldmengen. Strömt es in enge Märkte wie den Immobilien-, den Aktien- sogar auch den Anleihemarkt, so führt das zu den steigenden Preisen der vergangenen Jahre. Breitet sich aber der Geldsegen über die Realwirtschaft aus, so führt das zu wachsender Produktion mit sinkenden Stückpreisen sowie steigendem Konsum und Wohlstand.

Die Ursachen des Hochwassers sind leicht zu erkennen anhand der Wirklichkeit. Es kann durch Regenfälle entstehen, Schneeschmelzen, Dammbrüche oder andere Ereignisse. Immer drückt es sich aus durch große Wassermengen. Aber diese sind nur Ausdruck nicht Ursache steigender Wasserpegel. Bei der Inflation ist das nicht so einfach. Ihre Ursachen liegen im Verborgenen und werden nur in steigenden Preisen sichtbar. Zwar bleiben Geldmengen selbst nicht verborgen, aber diese interessieren kaum jemanden, solange die Preise niedrig bleiben.

Bei ihrem ersten Auftreten zu Beginn der 1920er Jahre im Deutschen Reich war Inflation eine relativ neue Erscheinung im Kapitalismus und so lag noch wenig Erfahrung mit ihr vor. Worin aber die sogenannten Experten sich schnell einig waren, war das Offensichtliche: Große Geldmengen = Inflation. Doch ihr Entstehen blieb ihnen ein Buch mit sieben Siegeln.
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Verlorene Realitätswahrnehmung Veröffentlicht am 5. Februar 2023 von Maren Müller

Quelle Beitragsbild: Scott Ritter Ron Paul Institute, s.u.: Screenshot der Rede auf Youtube

Scott Ritter, ein ehemaliger US-Geheimdienstoffizier und UN-Waffeninspektor im Irak, hielt bereits im Juni 2022 eine Rede vor dem Ron Paul Institute for Peace and Prosperity in Houston. Dabei stellte er die These auf, dass das Ego des US-Präsidenten Schecks im Namen seines Landes ausstellt, welche das Land nicht einlösen kann.

Er zeichnet dabei nicht nur die Naivität der amerikanischen Bevölkerung nach, sondern auch die grobe Fahrlässigkeit, mit welcher die Politiker zu Werke gehen: riskieren sie doch zum einen aufgrund akuter Vernachlässigung der militärischen Kampfkraft eine klare Niederlage auf dem Gefechtsfeld, zum anderen einen direkten Weg ins nukleare Inferno. Und diese These hat 7 Monate später nichts von ihrer Dringlichkeit verloren, eskaliert der Westen doch die Lage mit immer weiteren, qualitativ höheren Waffenlieferungen.

Dieses Video zielte auf die US-Bevölkerung und Politiker ab, man kann es aber auch 1:1 auf europäische und deutsche Politiker, Experten und Meinungsmacher anwenden. Aktuellstes Beispiel dazu ist die Sendung von Anne Will vom 29. Januar 2023, in der man nicht das Zündeln mit dem Feuer erkennt, sondern einzig wie in den letzten Monaten in allen politischen Debatten nur einen Wettlauf sieht, wer dem Ukrainer schneller etwas liefert. Scholz als Prügelknabe für die anderen Parteien und die Medien, welche in nahezu kindlicher Ignoranz verkennen, wie sie unser Land geradewegs in einen Krieg mit einer Atommacht verstricken. Unsere Waffen werden am Ausgang des Konflikts nichts ändern, aber sie werden den Blutzoll Russlands erhöhen, und vor allem das ist es, was uns in den Krieg direkt einbeziehen wird.

In einer netten Analogie zitiert Ritter, der hier aus rein amerikanischer Sicht die Lage anspricht, zunächst eine Zeile aus dem Hollywood-Reißer „Top Gun“, als sich der kommandierende Offizier den Draufgänger Maverick zur Brust nimmt und meint (1.45 min):

Son, your ego is writing checks your body can‘t cash!

Mein Sohn, dein Ego stellt Schecks aus, die dein Körper nicht einlösen kann!

Ritter gab damals schon Biden – der so wie viele unserer gegenwärtigen Politiker niemals im Militär war – den Ratschlag, sich nicht wie Maverick zu fühlen und zu handeln, denn die Realitäten sehen gänzlich anders aus. Während Olaf Scholz noch meint, wir stehen an einer „Zeitenwende“, sagt Ritter ganz klar: wir reden hier nicht über eine Transformation der geopolitischen Geschichte Europas (3.00 min):

If this thing goes south, we don‘t wake up tomorrow!

Wenn das Ding daneben geht, werden wir morgen nicht mehr aufwachen!

Im Folgenden eine Übertragung der wichtigsten Punkte dieses Videos ins Deutsche, mit freundlicher Genehmigung des Sprechers:

Die gegenwärtigen Regierungen und Menschen haben einfach die Lektionen aus den 80gern des letzten Jahrhunderts verlernt: Thermonuklearer Krieg ist eine Realität. Und diese Realität kann das Ende der Menschheit bedeuten, jeglicher Menschheit.

Nicht für alle im selben Augenblick. Jene, die augenblicklich im nuklearen Feuer verdampfen, haben dann wohl Glück, denn für den Rest bedeutet es Hunger und Strahlentod. Das wird in keinem Fall angenehm, aber immer final, für jeden.

Man muss diese Situation ernst nehmen, richtig ernst. Man kann sich über Biden lustig machen, doch er ist der oberste Befehlshaber der US-Truppen, der die USA in Europa in Dinge verwickelt hat, die sehr bedenklich sind. Seine Aufgabe ist es eigentlich, die Verfassung der Vereinigten Staaten gegen alle Feinde zuhause und im Ausland zu verteidigen – einen Schwur, den er wie viele andere abgelegt hat. Und nun hat er die USA in Europa in Dinge verwickelt, die wirklich sehr bedenklich sind.

Es gibt da die NATO, gegründet 1949 zu Beginn des Kalten Krieges als – nach außen hin – Defensivbündnis. Der Auftrag war, Westeuropa vor jeder möglichen Aggression der Sowjetunion und anderer osteuropäischer Staaten zu beschützen. Man dachte und propagierte, die Sowjetunion wolle den Rest Europas überrennen, selbst wenn das niemals der Realität entsprach. Die NATO basierte stets auf dieser falschen Annahme. Ungeachtet dessen war die NATO für Jahrzehnte Dreh- und Angelpunkt für Amerikas Engagement in Europa.

Zu Beginn der 90ger Jahre verschwand die Sowjetunion von der Bildfläche und damit auch jegliche Notwendigkeit, dass die NATO weiter gebraucht wurde. Der vermeintliche Gegner war weg, die NATO wurde nicht mehr gebraucht, doch anstelle sie aufzulösen, wurde seitens der USA sogar die Erweiterung gefördert. Und die Aufgabe wurde – wenngleich nicht öffentlich – umdefiniert: von einer Organisation, die auf die Verteidigung Westeuropas ausgelegt war, wurde sie zu einem Instrument um Europäische und Transatlantische Macht auf den gesamten Globus auszuweiten. Aus dem Defensivbündnis wurde eine offensive, auf Regimewechsel im Ausland ausgelegte Allianz. Man muss sich nur das Eingreifen der NATO erinnern und nach Jugoslawien (Kosovo / Serbien) und den Kosovokonflikt schauen, auf Libyen, Afghanistan, den Irak. Die NATO wurde zum Problem.

Was ist die NATO? Wir nennen es eine Militärallianz. In den 70ger und 80ger Jahren war die NATO ein wirkliches Bündnis von militärischen Kräften. Die USA hatten zu diesem Zeitpunkt gut 300.000 Militärangehörige in Europa stationiert. Eine der besten Streitkräfte, die die Welt jemals sah. Eine Truppe, die durchaus in der Lage dazu war, einen großangelegten Bodenkrieg in Europa zu führen. Zu führen und zu gewinnen, denn sie waren gut ausgerüstet, organisiert und trainiert. Ritter meint, da er einer von ihnen war, weiß er wovon er spricht, sagt aber zugleich, dass man zum Glück nie herausgefunden hat, ob diese These stimmt. Weiterlesen ›

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Die Tiefschattenseite der EU-Sonnenkönigin v.d. Leyen Veröffentlicht am 29. Januar 2023 von Maren Müller

Quelle Beitragsbild: https://www.atlanticcouncil.org

Ukronazi-Freundin. Kriegstreiberin. An die Spitze gehievt, nicht gewählt. Eine westeuropäische Groteske.

Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam

Ursula von der Leyen, Präsidentin der EU-Kommission, ohne Charisma und mit Spitznamen (in Deutschland) „Flinten-Uschi“, ist unheilbar „krank“. Das Kriegsfieber hat sie gepackt, ein bösartiges Symptom der russophoben Hirnhautreizung. Gegen die politische Enzephalitis gibt es keine Therapie. Zur Begrenzung der Ansteckungsgefahr wären Amtsenthebung und strikte Quarantäne erforderlich. Könnte Westeuropas Bevölkerung direkt wählen, wäre das möglich. Die EU laboriert aber nun an einer US-affinen Kommissionspräsidentin, die das höchste westeuropäische Amt gerne zur Verfolgung Washingtoner und persönlicher Anliegen missbraucht. Ein Musterfall von ideeller (und materieller?) Ruchlosigkeit.

Als Vorspeise eine kleine, nur leicht anrüchige Geschichte, kennzeichnend Madame. Sie besitzt neben anderen Immobilien ein herrschaftliches Landgut im niedersächsischen Beinhorn bei Celle. Es ist mit standesgemäßer Viecherei ausgestattet, ein Pony gehörte einst auch dazu. Jetzt nicht mehr, denn im September wurde das arme Luxustier von einem Wolf gerissen. Der Böse treibt seit langem sein Unwesen in der Region. Wölfe stehen jedoch unter Naturschutz.

Uns‘ Uschi setzte alle Hebel in Bewegung. Zuvorderst eine veterinäramtliche DNA-Untersuchung am privaten Pony zwecks Feststellung der „Täterschaft“. Mündend in die Einschaltung „ihrer“ EU-Kommission:

„Ich habe die Dienststellen der Kommission angewiesen, eine eingehende Analyse der Daten durchzuführen.“

„L’État, c’est moi!“, „Der Staat, das bin ich!“, behauptete der französische Sonnenkönig Ludwig XIV. So auch das selbstherrliche Auftreten v.d. Leyens: Europa, das bin ich! Die EU-Kommission habe „angesichts der steigenden Zahl von Wolfsrudeln in Deutschland und Europa“ zu prüfen, ob der Status für die bislang streng geschützten Wölfe gelockert und die Tiere zügiger zum Abschuss freigeben werden könnten.

Fürsorge für alle Weidetierhalter – oder bloß das persönliche, emotionale Verlangen nach Genugtuung für den schmerzlichen Verlust?

„Die ganze Familie ist fürchterlich mitgenommen.“

hatte v.d. Leyen nach dem Tod des Ponys bekundet. Da musste natürlich die EU-Kommission ran, es trauerten ja nicht Hinz und Kunz. Klar?

Auf einem anderen Blatt

Weniger mitgenommen zeigt sich vdL, wenn ukrainische Menschenleben gewaltsam, oft auf grauenhafte Weise, beendet werden. Dann kann „Flintenuschi“ schon mal perverses Wohlgefallen äußern:

„Es ist beeindruckend, wie sie unsere Werte verteidigen, mit allem, was sie haben, bis zu ihrem Leben“,

schwärmte sie über ihre ukrainischen Neonazi-Freunde in Kiew. 100 000 ukrainische Soldaten sind nach ihren Angaben bereits gefallen, eine Äußerung, die sie wegen der Verärgerung des Selenskyj-Regimes sogleich zurücknahm und in der schriftlichen EU-Veröffentlichung löschen ließ. Gleichviel, inzwischen gibt es ohnehin Expertenaussagen über weit höhere Zahlen von ukrainischen Gefallenen:

„… derzeit 150.000, und es ist klar, dass ihre Bestände an Artillerierohren, Granaten und gepanzerten Fahrzeugen weitgehend erschöpft sind.“

Ohnehin ungenannt blieben die bisher 6 630 getöteten und 10 577 verletzten Zivilisten – und die unbekannte Zahl der russischen Gefallenen.

Kommissionspräsidentin v.d. Leyen ist Bannerträgerin der transatlantischen Drahtzieher und Kriegsgewinnler, die kurz nach Beginn der „Schlacht“ die Ukrainer von eigenständigen Friedensverhandlungen abgebracht und das Motto ausgegeben hatten: „Kämpfen bis zum letzten Ukrainer“. Ihre grausamen Menschenopfer dienen nicht der Freiheit einer demokratischen Ukraine (von Freiheit und Demokratie kann dort ohnehin keine Rede sein). Es passt in den Rahmen des propagandistischen Feindbildes, das diese Plutokraten-Dynastie und ihre politischen Erfüllungsgehilfen brauchen, um von inneren Schwierigkeiten ihres Herrschaftssystems und seinem Demokratiedefizit abzulenken. Weiterlesen ›

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Eingabe zum mdr-Kommentar „Soll Deutschland schwere Kampfpanzer an die Ukraine liefern?“ Veröffentlicht am 24. Januar 2023 von Maren Müller

Der Mitteldeutsche Rundfunk hat in Person des Programmdirektors Klaus Brinkbäumer auf die Beschwerde von Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer geantwortet. Dass die verkürzte Betrachtung des Sachverhaltes nicht auf Gegenliebe seitens der Beschwerdeführer stieß, war vorauszusehen. Gleichwohl dient uns die Antwort des Programmdirektors als Argumentationshilfe für künftige Beschwerden, wenn es mal wieder um Zitattreue und journalistische Standards geht.

Am 22.02.2023 um 14:33 schrieb Programmdirektion-Leipzig:

Sehr geehrter Herr Bräutigam,

vielen Dank für Ihr Schreiben vom 23. Januar 2023. Der Rundfunkratsvorsitzende hat die Mail gemäß Art. 13 Abs. 2 MDR-Satzung an die Intendantin weitergeleitet. Gern antworte ich Ihnen im Auftrag der Intendantin.

Wir sind bestrebt, in unseren Kommentaren eine möglichst große Vielfalt an Perspektiven auf relevante Themen abzubilden. In Bezug auf den von Ihnen angesprochenen Kommentar von Rommy Arndt hat uns eine Vielzahl an differenzierten Reaktionen erreicht.

Ihren Vorbehalt können wir nicht teilen, den polemischen Grundtenor – insbesondere dem von Ihnen hergestellten Zusammenhang mit der Haltung der Chefredaktion – nicht folgen.

Die transparente Einordnung der Chefredaktion geht über die von Ihnen angeführte Passage hinaus.

Auch in Meinungsbeiträgen gilt, dass journalistische Standards eingehalten werden müssen. In diesem Fall sind jedoch Fehler passiert, die wir im Nachgang gemeinsam mit der Kommentatorin und der Redaktion aufgearbeitet haben. So wurde Frau Strack-Zimmermanns Zitat (Quelle: Tagesthemen vom 16.1.2023) aus dem Kontext gerissen und in Teilen missverständlich und insbesondere nicht wortgetreu wiedergegeben.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Brinkbäumer

Hier die Replik der Beschwerdeführer:

Sehr geehrter Herr Brinkbäumer,

schön, dass ich immerhin knapp vor Ablauf der üblichen Monatsfrist doch noch eine Antwort erhalte, obwohl ich gar nicht Sie, sondern den Rundfunkrat adressiert hatte. Ihr Schreiben habe ich an meinen Kollegen und Freund Friedhelm Klinkhammer weitergereicht, die nachfolgende Antwort richten wir gemeinsam an Sie und an den mdr-Rundfunkrat.

Die Kritik am Umgang mit dem Kommentar der Kollegin Arndt beantworten Sie nicht detailliert in der Sache, sondern erklären lediglich, Sie könnten sie „nicht teilen“. Ihre Zustimmung hatten wir allerdings auch gar nicht gesucht und erst recht nicht erwartet, sondern die Beschwerde an den Rundfunkrat gerichtet in der Absicht, ihn zu einer inhaltlichen Auseinandersetzung damit zu bewegen und es nicht nur dem mdr-Management verbleibt, mit Selbstlob und ein paar abträglichen Bemerkungen über die Arbeit der Kommentatorin Arndt zu reagieren.

Ihre Feststellung, dass „journalistische Standards (???) eingehalten werden müssen“ ist korrekturbedürftig: „… m ü s s t e n“ wäre richtig. Berufsethisch sauberer, seriöser Journalismus und die Nachrichtenangebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks haben ebensoviel miteinander gemein wie der Trüffel mit dem Fußpilz. Die meisten Nachrichtenredakteure und Kommentatoren haben sich längst zu Echotröten der Regierenden prostituiert. Wesentliche Teile ihres „Informationsangebots“ sind propagandistisch und demokratieschädigend desinformativ. Belege dafür gibt es zuhauf, jedoch ist nicht zu erwarten, dass ein Programmdirektor dies endlich auch einmal öffentlich einräumt.

Frau Strack-Zimmermann wurde in dem fraglichen Kommentar in Details zwar nicht wortwörtlich, sehr wohl aber völlig sinngemäß und richtig zitiert. Darauf kam es an. Dass sich Politiker, wenn sie auf ihre problematischen Aussagen festgenagelt werden, üblicherweise mit der Schutzbehauptung wehren, ihre Aussage sei „aus dem Zusammenhang gerissen“ worden, ist wahrlich keine Überraschung, sondern für unsere Berufslügner üblich. Eine quantité négligeable.

Wir haben wg. der transatlantisch-heuchlerisch-feindseligen Ukraine-Berichterstattung und sonstiger Fehlleistungen der Tagesschau in den zwei Jahren nach dem blutigen Putsch in Kiew mehr als 420 Programmbeschwerden beim NDR-Rundfunkrat eingereicht und – bis auf zwei Zugeständnisse in Nebensächlichkeiten – nur Zurückweisungen unserer Eingaben erhalten. Dass der mdr eine andere Linie fahren würde, haben wir selbstverständlich nicht angenommen. Immerhin ist der mdr-Rundfunkrat nunmehr aber verpflichtet, sich mit der Angelegenheit zu befassen.

Dass man eine ohnehin äußerst selten geäußerte kritische Meinung gegen Kriegshetze und Russenhass im mdr-Programm nicht ertragen kann und will, sondern auch in der mdr-Führungsetage das Blockwart-Denken pflegt, sollte die Rundfunkräte denn doch übers Normalmaß hinaus interessieren.

Freundliche Grüße
Volker Bräutigam, Friedhelm Klinkhammer


An
Mitteldeutscher Rundfunk
Leipzig

Frau Intendantin Wille
Frau Chefredakteurin Krittian
Frau Hauptabteilungsleiterin Giese
und an die Autorin Frau Arndt

Per E-Mail

Kommentar „Soll Deutschland schwere Kampfpanzer an die Ukraine liefern?“
MDR AKTUELL Do 19.01.2023, 19:35 Uhr
https://www.mdr.de/mdr-aktuell-nachrich … 36020.html

Sehr geehrte Damen und Herren,

es ist schlimm genug, dass dieser Kommentar eine seltene Ausnahmeerscheinung im medialen Geheule der Kriegstreiber war, der selbsternannten politischen und medialen Repräsentanten der Rüstungsindustrie, die fordern, nun endlich auch Kampfpanzer an die Ukraine zu liefern, damit das Menschen schlachten dort noch eine Weile weitergehen kann. Schlimm ist aber auch, dass der MDR und seine redaktionell Verantwortlichen eine deutliche Meinungsäußerung gegen Krieg und Kriegsgeschrei nicht als bare Selbstverständlichkeit ansehen (trotz des Medienstaats-Vertrags, Präambel Abs. 2, sowie §§ 3 und 6, „…der Meinungsbildung und Meinungsvielfalt verpflichtet…“)

Ein Kommentar, entsprechend gekennzeichnet, ist als eine Meinungsäußerung frei und nicht zu beanstanden, wenn er nicht gegen Gesetze verstößt (wovon im hier gegebenen Fall keine Rede sein kann). Die MDR-Chefredaktion meint hingegen, diese Freiheit sei nicht unbegrenzt, sondern unterfalle „unseren“ journalistischen Qualitätskriterien (???)

Nach der Sendung des Kommentars erklärte die MDR-Chefredaktion:

„…Die Vielfalt von Perspektiven und Meinungen in einer Gesellschaft breit und differenziert abzubilden, ist ein wichtiger Bestandteil des öffentlich-rechtlichen Programmauftrags. …Gleichwohl sieht die Chefredaktion bei diesem Kommentar unsere journalistischen Qualitätskriterien bzgl. der Äußerungen zu der Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses, Frau Strack-Zimmermann, nicht ausreichend berücksichtigt. Wir werden dies in der Redaktion auswerten.

„Aus Gründen der Transparenz haben wir uns entschieden, den Kommentar nicht zu bearbeiten.“

Wie großartig, dieses Höchstmaß an „Transparenz“! Da müssen wir nun wohl alle die Hände zusammenlegen und beten: Lieber MDR, wir danken dir, dass wir das noch erleben durften?

Zu den „journalistischen Qualitätskriterien“ gehört nach Ansicht der Chefredaktion, dass der der Autor/die Autorin eines Kommentars gegen Waffenlieferungen an die Ukraine die Äußerungen der parlamentarischen FDP-Rasierklinge und Rheinmetall AG-Lobbyistin Strack-Zimmermann allenfalls mit Wattebäuschchen bewerfen darf, anstatt diese Brandstiftung unmissverständlich zu kritisieren. Hier die fragliche Stelle im Kommentar:

„Die meist in Grau gekleidete Frau spricht in Interviews schon mal von Bundeswehrsoldaten, die demnächst, so wörtlich,’in die Schlacht, in den Krieg ziehen könnten, um europäische Werte zu verteidigen.“

Die Chefredaktion meint anscheinend, dass eine Politikerin nicht mit nur einem einzigen ihrer vielen dokumentierten agitatorischen Sprüche zitiert und abgemalt werden dürfe; dass Kritik an ihr nicht für sich stehen könne und ohne begleitendes kompromisslerisches „sowohl als auch“ im Kontext unzulässig sei. Dafür, dass die Chefredaktion im vorliegenden Fall nicht nachträglich in den Text eingreift und die Aussage weichspült, sondern sie in der Originalfassung stehen ließ, klopft sie sich sogar noch selbst auf die Schulter: „aus Gründen der Transparenz“…. Sie merkt anscheinend nicht mal mehr, welche Blöße sie sich damit gab. Weiterlesen ›

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Angriffskrieg

Veröffentlicht am 22. Januar 2023 von Maren Müller


… findet ein solcher in der Ukraine statt? Und von wem wird er geführt? Vor allem aber: Warum sollte der US-geführte NATO-Wertewesten damit ein Problem haben?


Hat er ja auch nicht. Seine Lautsprecher sind Heuchler, Moralisten, Spiegelfechter. Jeder Krieg des Wertewestens war nicht nur ein Angriffskrieg sondern auch viel mehr gegen zivile Infrastruktur gerichtet, als es Russland in der Ukraine jemals tun könnte. Es genügt, sich an die Kriege gegen Korea, Vietnam, Irak, Libyen und Syrien (Liste unvollständig) zu erinnern.


Jeder Krieg des Wertewestens war ein Angriffskrieg. Doch nie haben es die medialen Politschranzen gewagt, dies auch so offen auszusprechen. Aber jetzt, im Ukraine-Konflikt, bei dem man es mit einem Gegner zu tun hat, den man nicht „zur Not“ einfach „in die Steinzeit zurückbomben“ kann, ist es zum manischen Zwang geworden, vom „russischen Angriffskrieg“ zu fabulieren. Die Millionen toter Zivilisten in Korea, Vietnam und dem Irak waren natürlich nur „Kollateralschäden“ im Rahmen „humanitärer Interventionen“, ein „Anti-Terror-Kampf“ (1) oder gar „Polizeiaktionen“ (siehe Korea-Krieg). Das Leugnen der Verantwortung des „Wertewestens“ für die eigenen, losgetretenen Kriege, fernab der eigenen Grenzen manifestiert sich im Verschweigen desselben.

Abgesehen davon, dass der „Wertewesten“ Ende der 1990er Jahre zu all dem noch den Präzedenzfall Jugoslawien geschaffen hat. Der Krieg gegen diesen Balkan-Staat brach so ziemlich alle Regeln des Völkerrechts, zu denen sich auch die Aggressoren — wie man sieht in verlogener Weise — bekannt hatten. Allein, dass er losgetreten wurde, war ein Völkerrechtsverbrechen. Keiner der Verantwortlichen wurde dafür jemals zur Verantwortung gezogen. Die Journaille zur Durchsetzung der zu veröffentlichenden Meinung hat es nie gewagt, das Verbrechen als solches zu benennen, geschweige denn diese zu verurteilen (2). Dafür stellte man, ganz im Sinne von Siegerjustiz, die Repräsentanten des angegriffenen Staates vor abhängige, voreingenommene Gerichte.

Russland tut in der Ukraine mitnichten das Gleiche wie die NATO in Jugoslawien, Libyen, dem Irak oder Syrien. Aber selbst wenn man es annähme, wird die hässliche Propaganda des „Wertewestens“ überdeutlich, wenn man das Muster erkennt, nachdem er Kriege ideologisch beurteilt. Ein Muster welches sich zusammenfassen lässt als: „Wenn zwei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe. Was wir tun, das ist zweifelsfrei gut, notwendig, angemessen und alternativlos. Wenn ihr es tut, ist es verbrecherisch und verdient das Entsetzen und die Verabscheuung der Guten. Und die Guten sind natürlich wir, und nur wir.“

Die, per se verlogene, Doppelmoral des „Wertewestens“ möchte an einem Beispiel belegt werden. Am 25. Mai 1999 wurden NATO-Sprecher Jamie Shea im Rahmen einer Pressekonferenz zum Stand des brutalen Angriffskrieges gegen Jugoslawien einige Fragen gestellt. Eine dieser, samt Antwort des NATO-Sprechers, wollen wir uns wieder ins Gedächtnis bringen. Weiterlesen ›


Info: https://publikumskonferenz.de/blog

28.02.2023

politische Strafverfolgung gegen Heinrich Bücker

aus e-mail von Doris Pumphrey, 27. Februaer 2023, 20:17 Uhr


*Chinesisches Staatsfernsehen CCTV berichtet über das Anti-War Cafe in

Berlin und das Strafverfahren gegen den Betreiber Heinrich Bücker

*/Hier (z.T. in Englisch):

/https://content-static.cctvnews.cctv.com/snow-book/video.html?item_id=2680782794293177965&t=1677232049316&toc_style_id=video_default&share_to=copy_url&track_id=16022046-9dad-49c3-a998-d8c549fa6874 

<https://content-static.cctvnews.cctv.com/snow-book/video.html?item_id=2680782794293177965&t=1677232049316&toc_style_id=video_default&share_to=copy_url&track_id=16022046-9dad-49c3-a998-d8c549fa6874>


/Zur Erinnerung:/*

Ray McGovern machte den UNO-Sicherheitsrat auf diese politische

Strafverfolgung in Deutschland aufmerksam:

*/Video seiner Rede mit deutschen Untertiteln:

/https://freeassange.rtde.live/kurzclips/video/163937-deutschunterricht-im-un-sicherheitsrat-ex/


/Zur Erinnerung siehe ebenso:

/Interview mit Heinrich Bücker

*Friedenskräfte werden verfolgt und abgestraft, doch Widerstand ist

möglich* -

*„Fest entschlossen, Stellung zu beziehen“

*https://www.unsere-zeit.de/fest-entschlossen-stellung-zu-beziehen-4777187/

28.02.2023

McGoverns Rede in Deutsch / Friedensdemos

aus e-mail von Doris Pumphrey, vom 27. Februaer 2023, 13:48 Uhr


*Deutschunterricht im UN-Sicherheitsrat:

Ex-CIA-Analyst McGovern erklärt Begriff "Putin-Versteher"

*In einer kurzfristig angesetzten Rede vor dem UN-Sicherheitsrat blickt

Ray McGovern auf die Beziehungen zwischen den USA und Russland zurück,

auf die Jahrzehnte von seiner Zeit als leitender CIA-Analyst bis heute,

wo die nukleare Bedrohung zurückgekehrt ist.

Der frühere CIA-Analyst Ray McGovern nutzte seinen Auftritt vor dem

UN-Sicherheitsrat in Sachen Sprengung der Nord-Stream-Pipelines zu einer

eindrücklichen Mahnung, sich in die Gegenseite hineinzuversetzen – und

mit Moskau zu verhandeln, statt zu schießen. Auch der deutschen Justiz

verpasste er einen Seitenhieb.

/Hier zum Video mit seiner beeindruckenden Rede im UN-Sicherheitsrat mit

deutschen Untertiteln:

/https://freeassange.rtde.live/kurzclips/video/163937-deutschunterricht-im-un-sicherheitsrat-ex/



*"Ami go Home" – Tausende protestieren vor dem US-Luftwaffenstützpunkt

Ramstein

*Dem SWR zufolge protestierten 2.500 Menschen am Sonntag in der Nähe des

US-Luftwaffenstützpunkts Ramstein gegen weitere Waffenlieferungen in die

Ukraine. Unter dem Motto "Ami go Home" verurteilten sie die USA und NATO

als Kriegstreiber und forderten Friedensgespräche.

Dem SWR zufolge protestierten 2.500 Menschen am Sonntag in der Nähe des

US-Luftwaffenstützpunkts Ramstein gegen weitere Waffenlieferungen in die

Ukraine. Unter dem Motto "Ami go Home" verurteilten sie die USA und NATO

als Kriegstreiber und forderten Friedensgespräche.

/Hier:/https://freeassange.rtde.live/kurzclips/video/163965-ami-go-home-tausende-protestieren-ramstein/



https://de.news-front.info/2023/02/23/einwohner-der-slowakei-demonstrieren-gegen-die-nato-und-die-aufrustung-der-ukraine/

23.2.2023

*Einwohner der Slowakei demonstrieren gegen die NATO und die Aufrüstung

der Ukraine

*Tausende von Slowaken protestieren seit zwei Wochen gegen ihre

Marionettenregierung, das Nordatlantische Bündnis und die Militärhilfe

für die Ukraine. So brachten die Einwohner der slowakischen Stadt Trnava

auf einer Kundgebung am 20. Februar ihren Wunsch nach freundschaftlichen

Beziehungen zu Russland zum Ausdruck und skandierten «Russland, Russland!».

Zuvor waren die Einwohner der slowakischen Stadt Martin mit Plakaten auf

die Straße gegangen, auf denen stand: «Z wird uns aus der Sklaverei

befreien» und «Keine Waffen für die Ukraine».

Die Slowaken sind nicht die einzigen, die Russland unterstützen und sich

gegen die NATO und das Kiewer Regime stellen. Auch in Italien gab es

eine Kundgebung, auf der unter den Slogans «Nein zum Krieg» und «Nein

zur NATO» ein Ende der Militärhilfe für die Ukraine gefordert wurde.

«Wir sagen: Nieder mit den Waffen! Heute erreichen die Folgen dieses

Krieges uns — die Arbeiter dieses Landes. Die Lebenshaltungskosten

werden immer unannehmbarer», erklären die Italiener.

_______________________________________________________________


*Friedensdemo –

Und wie jämmerlich die Medien reagieren*

Am Wochenende haben zahlreiche Menschen gegen die Kriegspolitik der

Bundesregierung demonstriert. Bereits vor der Kundgebung schlug diesen

Bürgern vonseiten zahlreicher großer Medien viel Feindschaft entgegen –

diese Tendenz ist ungebrochen. Hier stellen wir einige besonders

fragwürdige journalistische Reaktionen auf die Kundgebung in Berlin vor.

Ein Kommentar von *Tobias Riegel*./

Hier: /https://www.nachdenkseiten.de/?p=94355

28.02.2023

Die Demonstration zum Manifest für den Frieden vom heutigen 25. Februar 2023 war ein Erfolg. An die 30-50.000 Menschen nahmen daran teil.[1] Der Start für eine große „Bürger- und Friedensbewegung“

hajofunke.wordpress.com, vom 25. Februar 2023 · von · in Extremismus

In einem Video erklärte zu Beginn der Ökonom und Berater der Vereinten Nationen, Jeffrey Sachs von der Columbia University, in welchem Maße die Vereinigten Staaten den Konflikt  mit Russland auch um die Ukraine befeuert haben.


Der Friedensforscher und Aktivist aus den achtziger Jahren Hans-Peter Waldrich beschrieb kenntnisreich die schon jetzt bestehenden Gefahren einer Eskalation in einen atomaren Konflikt.

Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer waren sich erneut einig in der Kritik an einem brutalen Angriffskrieg seitens der russischen Führung. Sie betonten, dass es trotz anhaltender Unterstellung in Teilen der Öffentlichkeit niemals darum gegangen ist, die Ukraine durch plötzlichen Waffenentzug der Aggressionsmacht Russland hilflos auszusetzen, sondern darum, die für uns zuständige deutsche Führung (wie die europäische) dazu aufzufordern, die „Eskalation (!) der Waffenlieferungen zu stoppen“.

Der ehemalige Brigadegeneral und langjährige Militärberater Angela Merkels, Erich Vad schilderte nüchtern, dass angesichts eines seit Monaten bestehenden Patts es zu keinem Sieg der einen oder anderen mehr kommen könne, es sei denn man riskiert einen europa- oder weltweiten großen Krieg. Kämpfe ohne Siegchancen erinnerten ihn an den Stellungskrieg in Verdun, der zu über 1.000.000 Tote geführt habe. Er verwies auf die Gefahren der Kubakrise, die auch darin bestanden, dass unmittelbar vor der Küste Floridas in Kuba ein bedrohliches Raketenarsenal aufgefahren worden war und diese atomare Krise nur durch besonnenes Handeln beider Führungen hat gelöst werden können. Die Warnung der russischen Führung, mit Waffensystemen über die Ukraine nah an Russlands zu geraten, sei von ähnlichen Risiken. Es erfordere besonnenes Handeln und nicht ein einfaches Militaristisches weiter so.

Wenn man den Ukrainern vom Westen aus vormache, es könne einen Sieg geben, ist das schlicht verantwortungslos.

Es müsse also darum gehen, als europäische Nationen etwa Deutschlands und Frankreichs, sich jetzt auf diplomatische Initiativen zu Waffenstillständen und Verhandlungen zu konzentrieren.

Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer kritisierten, dass insbesondere die grüne Außenministerin, aber auch die grüne Partei insgesamt neben der Waffenlobbyistin Strack Zimmermann von der FDP Militarismus pur betreiben.

Massive Kritik an der öffentlichen Hysterie, die Demonstration werde von ganz rechts unterwandert  

Der überaus klare Verweis der Organisatoren, man lasse sich nicht von ganz rechts instrumentalisieren, brauchte nicht wiederholt werden. Bis auf einige wenige um den unverdrossenen Jürgen Elsässer vom Compact- Magazin am Rande des großen Platzes war von rechtsextremer Seite nichts zu sehen. Die Organisation der Kundgebung war, auch durch eine große Reihe von Ordnern und in enger Kooperation mit der Polizei – wie versprochen – professionell organisiert; eine Instrumentalisierung daher auch von vornherein ausgeschlossen. Sahra Wagenknecht kritisierte zurecht die Hysterie und die Falschinformationen, mit denen Gegner dieser Demonstration die Atmosphäre für sie vergiften wollten. Man sei zynisch, gewissenlos oder gar von Putin bezahlt, während wie sie sagte die Kriegstrommler keine Scham hätten, mit Rechtsextremen wie dem Vizeaußenminister Andréj Melnyk, der den Nazi-Kollaborateur – verantwortlich für die Ermordung tausender Juden und Polen – , Stepan Bandera ehre, gemeinsame Sache zu machen.

Ein manipulativer ZDF Bericht

Wie manipulativ die Abendsendung des ZDF, heute, mit dem Phänomen dieser Demonstration umgegangen ist, ist beispiellos. Da wird in der Frage, ob man von rechts unterwandert sei, schlicht der 1. Teil des Satzes von Wagenknecht weggeschnitten, in der sie sich eineindeutig gegen jede Rechtsorientierung ausspricht. Unter anderem sagte sie: „Selbstverständlich haben Neonazis und Reichsbürger, die in der Tradition von Regimen stehen, die für die schlimmsten Weltkriege verantwortlich sind, nichts zu suchen.“ Es wird nicht darüber berichtet, dass es bis auf eine kleine Gruppe am Rande des Platzes um Jürgen Elsässer die 10 tausenden Friedens- und nicht rechtsextreme Symbole getragen haben. Die Berichterstattung des ZDF konnte nicht einen Beleg dafür finden, dass Rechtsextreme präsent waren. Und schließlich erzählt Albrecht von Lucke in eifernder Kampfstimmung ohne Beleg, dass das ganze sich um eine neue-Rechte-formierung handele. Was für eine Absurdität.

Die Nachrichten von ARD und ZDF um 23:15 Uhr ganz ähnlich: Da sei die Nähe von Querdenkern zu beobachten, die Demonstration sei rechtsoffen gewesen. Die Organisatoren würden unterstellen, dass die Waffen jetzt plötzlich ausbleiben sollten und man sich als Ukraine nicht mehr wehren könnte, obwohl dieser Tage und heute von Alice Schwarzer genau das Gegenteil formuliert worden ist. Man sei rechtsoffen heiße es und es fehle an einer klaren Abgrenzung nach rechts. Auch rechte Gruppen wären präsent gewesen. So diffus, so ungenau, so vorurteilshaft, ja denuntiativ. Ein Abgrund an Niveauverlust und an der so hochgepriesenen Objektivität.

Die Stimmung war trotz des ungemütlichen Wetters eindrucksvoll

Die Stimmung war trotz des ungemütlichen Wetters eindrucksvoll. Ein Jahr danach will man ein Ende des Sterbens. Ein „Abnutzungskrieg“, für Alice Schwarzer ein Unwort, bedeute ohne Sieg das Sterben zu potenzieren. Diesen Opfern gelte ihre Solidarität.

Am Ende die Friedenshymne  „Imagine“, von John Lennon. Und Zehntausende sangen  mit: “You may say I’m a dreamer. But I’m not the only one. I hope someday you’ll join us. And the world will live as one.”

Die Organisatoren sehen die Kundgebung ein Jahr danach als Startschuss für eine große „Bürger- und Friedensbewegung“. In der Tat: Innerhalb von 2 Wochen haben 660.000 das Manifest unterschrieben, ein in der bundesrepublikanischen Geschichte einmaliger Erfolg. Vor allem aber, sie wissen sich mit der Mehrheit der deutschen Bevölkerung einig und sehen sich daher in der Frage Krieg und Frieden nicht mehr von der gegenwärtigen Bundesregierung vertreten.

Am Tag danach

Der gefährliche Wunsch nach einem vollständigen Sieg – Die Ukraine sei bereit für die Eroberung der Krim

„26. Februar, 06.00 Uhr: Der Vize-Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes, Wadym Skibizkyj, rechnet mit einer Gegenoffensive seiner Armee gegen die russischen Besatzer in diesem Frühling. „Ich denke, im Frühjahr sind wir bereit für eine Gegenoffensive“, sagte Skibizkyj den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Der genaue Zeitpunkt hänge aber von mehreren Faktoren ab – etwa von der Lieferung westlicher Waffen. Skibizkyj betonte, das Ziel der Ukraine sei die Befreiung ihres gesamten Staatsgebiets – inklusive der bereits 2014 von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim. „Wir hören erst dann auf, wenn wir unser Land in den Grenzen von 1991 zurückhaben. Das ist unsere Botschaft an Russland und an die internationale Gemeinschaft.““

Auch die Frankfurter Rundschau reiht sich in den Chor der einseitigen Meldungen und verächtlichen Abwertung ein: „Personen aus rechtem Spektrum auf Wagenknecht-Kundgebung“, lautet die Überschrift, ohne mitzuteilen, dass sie 4 oder 8 Personen gefunden hat, die sie als Rechtsextreme identifizieren können – 4 oder 8 von 30-50.000. Das ist so unproportioniert, dass es zu einer Falschmeldung, zu Kampagnenjournalismus wird. Um darunter mitzuteilen: „Bei der Berliner Demonstration für Verhandlungen mit Russland im Ukraine Krieg hat die Polizei nach Angaben eines Sprechers keine Kenntnisse von rechtsextremen Teilnehmern vor Ort. Der Sprecher konnte am Samstag nach Ende der Kundgebung auf Anfrage der Deutschen Presseagentur lediglich bestätigen, dass sich Menschen aus dem rechten Spektrum unter die Teilnehmer gemischt hätten.“


Abwertend, ja falsch Robert Habeck: Wider besseren Wissens denunziert er die Organisatoren, sie wollten etwas als Frieden verkaufen, dass ein „imperialistischer Diktator Europa aufzwinge“. Und glaubt zu wissen: dass das eine „politische Irreführung der Bevölkerung“ sei. Auch er hat offenbar den Text des Manifests nicht lesen können, in der dieses vor der Eskalation der Waffenlieferungen und gewiss auch diejenigen in seiner Partei warnt, die sich – wie Anton Hofreiter – mit dem radikalen Nationalisten und Verehrer des Nazi-Kollaborateurs Bandera, Melnyk gemeinsame Sache macht. In der Tat ist es eine Irreführung der Bevölkerung, wenn man glaubt, man kann unbesehen militärisch den ukrainischen Plan unterstützen, in der Frühjahrsoffensive die Krim zu erobern. Das ist Militarismus pur und vor allem Eskalation in diesem Krieg.

Hajo Funke


[1] Nach Einschätzung der Veranstalter. Das war etwa das fünffache der etwa 8000, die gestern beeindruckend für die Solidarität mit der Ukraine eingetreten waren und nur vereinzelt  gegen das Manifest gehetzt hatten.


Info: https://hajofunke.wordpress.com/2023/02/25/die-demonstration-zum-manifest-fur-den-frieden-vom-heutigen-25-februar-2023-war-ein-erfolg-an-die-50-000-menschen-nahmen-daran-teil-1-der-start-fur-eine-grose-burger-und-friedensbewegung/

28.02.2023

Demo in Berlin
Warum Sahra Wagenknecht eine Gefahr für die Demokratie in Deutschland ist

rnd.de, vom 25.02.2023, 09:36 Uhr,

Die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht hat mit Alice Schwarzer zu einer Friedenskundgebung am Brandenburger Tor aufgerufen. Dabei zeigt die politische Geschichte der 53-Jährigen eindeutig: In Wahrheit geht es ihr nicht um Frieden zwischen Russland und der Ukraine, sondern um etwas ganz anderes.


Zitat: Es ist jetzt noch mal an der Zeit, an den 27. Januar 2010 zu erinnern. Damals hielt der israelische Staatspräsident Shimon Peres im Bundestag eine Rede zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus. Er sagte unter anderem: „Als die Nazis in Wiszniewo einmarschierten (Peres’ Heimatstadt), befahlen sie allen Juden, sich in der Synagoge zu versammeln. Mein Großvater ging als Erster hinein, eingehüllt in denselben Gebetsmantel, in den ich mich als Kind schon eingewickelt hatte. Seine Familie folgte ihm. Die Türen wurden von draußen verriegelt, und das Holzgebäude wurde angezündet. Von der gesamten Gemeinde blieben nur glühende Asche und Rauch.“


Nach der Rede erhoben sich alle Abgeordneten zum Applaus. Nur Sahra Wagenknecht und zwei Fraktionskolleginnen blieben sitzen – was für Empörung sorgte, auch in den eigenen Reihen. „Einem Staatsmann, der selbst für Krieg mitverantwortlich ist, kann ich einen solchen Respekt nicht zollen“, sagte Wagenknecht ungeachtet des Holocaust und offenbar gemünzt auf den Nahostkonflikt über den Friedensnobelpreisträger von 1994. Zuspruch kam von der NPD.

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2023: ein ähnliches Bild. Die einstige Fraktionsvorsitzende der Linken schreibt mit Alice Schwarzer ein „Manifest für Frieden“. Und einer derer, die das Papier noch am selben Tag unterzeichnen, ist der AfD-Vorsitzende Tino Chrupalla. Zufall ist das nicht. Es zeigt vielmehr, dass sich Wagenknecht schon lange in radikalen Kreisen bewegt.


Nah an Putins Erzählung

Wie sie den russischen Angriff auf die Ukraine sieht, hat die 53-Jährige soeben in einem Interview mit den sogenannten Nachdenkseiten offenbart. Darin sagt sie zwar: „Mit dem Befehl zum Einmarsch hat die russische Führung Völkerrecht gebrochen und sich schuldig gemacht. Das muss man ohne jede Einschränkung verurteilen.“ Wagenknecht fährt dann aber fort, wo sie die eigentlich Verantwortlichen sieht: „Teile des politischen Establishments der USA haben es geradezu darauf angelegt, dass der Konflikt militärisch eskaliert. Es war immer klar, dass Russland es nicht hinnehmen wird, dass die Ukraine ein militärischer Vorposten der Vereinigten Staaten wird und dann möglicherweise Raketen an der russischen Grenze stehen, die Moskau in fünf Minuten erreichen können.“ Kern des Konflikts sei ohnehin stets die Frage der Nato-Mitgliedschaft, möglicher westlicher Militärbasen und Raketenrampen gewesen.


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Abgesehen davon, dass die Ukraine kein Nato-Mitglied war und es in absehbarer Zeit auch nicht werden sollte: Das ist nahe an der Notwehrerzählung des russischen Präsidenten Wladimir Putin, der gerade erst behauptet hat, der Westen habe „den Krieg angefangen“.









Dass der Zusammenhalt des demokratischen Westens angesichts des Ukraine-Krieges schon für sich genommen ein schützenswertes Gut sein könnte, taucht bei Wagenknecht nicht auf – weil es da für sie nichts zu schützen gibt.


Ferner fällt auf, worüber Wagenknecht nicht spricht: Russlands brutale Vorläuferkriege in Tschetschenien und Syrien oder das Zündeln in der Republik Moldau, die Bedrohungswahrnehmung Osteuropas, die Allianz Russlands mit China, die Cyberangriffe auch bei uns, Putins zunehmende Repression im Inland und die Anschläge auf Gegner im Ausland – sowie dass der Herrscher im Kreml eine Söldnerarmee duldet, die Zehntausende Häftlinge als Kanonenfutter an die Front schicken lässt. Dass der Zusammenhalt des demokratischen Westens angesichts des Ukraine-Krieges schon für sich genommen ein schützenswertes Gut sein könnte, taucht bei Wagenknecht nicht auf – weil es da für sie nichts zu schützen gibt.


Es ist zudem – nimmt man den Peres-Auftritt hinzu – das fünfte Mal in den letzten 13 Jahren, dass Wagenknecht, deren Karriere in der „Kommunistischen Plattform“ begann, Positionen vertritt, die Positionen aus dem rechtspopulistisch-rechtsextremen Milieu ähnlich oder mit ihnen identisch sind. Das war in der Finanzkrise so. Es war in der Flüchtlingskrise so. Es war in der Corona-Krise so. Und es ist jetzt wieder so. Entsprechend bekommt sie von der AfD auch seit Jahren Beifall – Beifall, den sie seit Jahren mit dem Augenaufschlag der Überraschung zurückweist.


Entsprechend bekommt sie von der AfD auch seit Jahren Beifall – Beifall, den sie seit Jahren mit dem Augenaufschlag der Überraschung zurückweist.


Umgekehrt hat sie nie ernsthafte Versuche unternommen, für konkrete Veränderungen zu sorgen – sprich: zu regieren. Wie ihre langjährige Widersacherin Katja Kipping als Sozialsenatorin in Berlin zu arbeiten, auf die Idee würde Wagenknecht gar nicht kommen. Es widerspräche ihrem Role Model als ewige Rebellin. Dass Wagenknecht auf nichts so wenig Rücksicht nimmt wie auf die Mehrheitsmeinung in der eigenen Partei, in der viele ihre Grundwerte von der Genossin verletzt sehen, versteht sich von selbst. Sie erwartet Gefolgschaft. Wagenknechts Überzeugungen und ihre Art des Vorgehens sind autoritär.


Nun könnte man sagen: Wen interessiert das? Schließlich ist Wagenknecht heute Hinterbänklerin einer marginalisierten Partei, die bei der nächsten Bundestagswahl scheitern könnte. Das hieße freilich, Wagenknechts Wirkung dramatisch zu unterschätzen.


ARCHIV - 28.05.2019, Mecklenburg-Vorpommern, Rostock: Steffen Bockhahn, Senator für Jugend und Soziales, Gesundheit und Schule der Hansestadt Rostock. Der Politiker erklärte nach rund 27 Jahren den Austritt aus seiner Partei Die Linke. Als Grund nannte er unter anderem die Haltung seiner Partei zu Russlands Präsident Wladimir Putin und dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine. (zu dpa: «Ex-Bundestagsabgeordneter Bockhahn verlässt die Linkspartei») Foto: Bernd Wüstneck/ZB/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ex-Bundestags­abgeordneter Bockhahn verlässt Linkspartei: Das steckt hinter der Entscheidung

Einst war er der Hoffnungsträger der Linken, jetzt ist er ausgetreten und rechnet schonungslos mit seiner Ex-Partei ab: Was der frühere Bundestags­abgeordnete Steffen Bockhahn zum Parteiaustritt sagt, was er der Partei anlastet, was hinter den Kulissen passiert ist – und wie es weitergeht.


Anklang in bürgerlichen Kreisen

Ihre Mischung aus Intelligenz und Ruchlosigkeit findet Anklang bis weit in bürgerliche Kreise hinein – entweder weil dort antidemokratische Reflexe ebenfalls weit verbreitet sind oder weil zu viele sonst kluge Zeitgenossen das Spiel nicht durchschauen. Dies zeigt ein Blick auf die Erstunterzeichner des „Manifests für Frieden“ und die Gesamtzahl der Unterstützer auf traurige Weise. Wagenknecht ist die personifizierte Verkörperung dessen, wovor Verfassungsschützer seit Jahren warnen: des Verschwimmens der Grenzen zwischen den politischen Rändern und den Extremen.


Es wäre jedenfalls naiv zu glauben, es ginge der selbst ernannten Friedensfreundin um Frieden. Nein, Wagenknecht, die die Grenzen zwischen Diktatur und Demokratie nicht erst seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine systematisch verwischt, geht es nicht um Frieden. Es geht ihr um die Zerstörung der Demokratie. Wagenknecht ist ihre in Deutschland wohl einflussreichste Feindin.


Shimon Peres wies 2010 im Bundestag übrigens nicht allein auf den Holocaust hin, sondern auch auf die Bedrohung Israels durch den Iran, den Wagenknecht in Schutz nahm. Im Iran hängen die Mächtigen in diesen Tagen ihre eigenen Leute auf und bauen weiter an der Atombombe. Und ja, sie liefern Russland Waffen für den Krieg.



Manifest für Freiheit in Europa!

Gegenaufruf: Junge Politiker kontern Petition von Wagenknecht und Schwarzer

 Diskussion über „Manifest für Frieden“Korrespondent bei Lanz: „Sahra Wagenknecht erfreut sich gewisser Beliebtheit in Russland“


Info: https://www.rnd.de/politik/warum-sahra-wagenknecht-eine-gefahr-fuer-die-demokratie-in-deutschland-ist-X6HYR7QBSNBEXOUXFOLYDU63TI.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

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