Diese Website verwendet nur technisch notwendige Cookies.
29.03.2026

Bremer Friedensforum - Newsletter vom 29.03.2026

aus e-mail von Bremer Friedensforum, 29.03.2026, 8:13 Uhr


Auf dem Dach
Photo
27.03.2026
In einem Instagram-Post, der Solidarität mit Aktivisten bekundet, die am Mittwoch das Dach des Rheinmetall-Werks in Berlin besetzten, heißt es: „Das Töten beginnt hier.“ Die Aktion richtete sich gegen die geplante Umstellung des Werks: Statt weiterhin Autoteile zu fertigen, sollen…
Weiterlesen …
Fabian Scheidler zum Verhältnis EU – USA
Photo
23.03.2026
Ein kurzer Ausschnitt aus der Veranstaltung, die vor ein paar Wochen in Bremen stattfand. Die ganze Veranstaltung können Sie hier sehen: Link Video zum Start bitte anklicken
Weiterlesen …
Trump will Kuba übernehmen
Photo
19.03.2026
Video zum Start bitte anklicken Es sei eine schöne Insel. Er könne damit machen, was er wolle, zitiert die Tagesschau den US-Präsidenten. Es ist schwer zu entscheiden, was widerlicher ist. Dieser faschistoide US-Präsident, der in seinem Größenwahn sich selbst quasi…
Weiterlesen …
DGB ruft zu den Ostermärschen auf!
Photo
19.03.2026
Angesichts der von der Regierung vorangetriebenen Kriegstüchtigkeit nehmen die Stellungnahmen gewerkschaftlicher Gliederungen gegen Aufrüstung und Krieg zu. „Der DGB Hessen-Thüringen bleibt antimilitaristisch. Wir setzen uns gegen jede Militarisierung der Gesellschaft ein. Unser Handeln steht im Geiste der Friedensbewegung unter dem…
Weiterlesen …
Rückblick: Iran Kundgebung
Photo
15.03.2026
Das Video dokumentiert die Reden von Gerhard Baisch (ab Minute 03:00), Birgit Landau (ab Minute 16:00) und Lena (IJV, ab Minute 25:50), verbunden durch Moderationen von Barbara Heller. Download der Rede von Gerhard Baisch (Link) Am 12.3. hatte das Bremer…
Weiterlesen …
Fabian Scheidler in Bremen –
das Video
Photo
14.03.2026
Fabian Scheidler („Friedenstüchtig – Wie wir aufhören können, unsere Feinde selbst zu schaffen“) war kürzlich auf Einladung der Bremer Friedensforums, von Diem25 und weiterer Unterstützer in Bremen. Der Abend wurde aufgezeichnet (Danke an Anne Frisius!) und kann nun hier nacherlebt…

unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

29.03.2026

Je größer die Erleuchtung, um so größer auch der Dachschaden

frei zitiert n. Karlheinz Deschner


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

29.03.2026

Epic Fury is an Epic Failure 

„Epic Fury“ ist ein epischer Reinfall


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

29.03.2026

[Mitwirkende KoopFrieden] Andreas Zumach: "Der Nahe Osten/Westasien brennt!" Zoomvortrag am Sonntag (!) 29.3.26 von 11 bis 12.30 Uhr (politischer Frühschoppen - geht auch mit Kaffee!)

aus e-mail von Bernd Meves, vom 28. März 2026, 19:48 Uhr


Betreff: [Mitwirkende KoopFrieden] Andreas Zumach: "Der Nahe Osten/Westasien brennt!" Zoomvortrag am Sonntag (!) 29.3.26 von 11 bis 12.30 Uhr (politischer Frühschoppen - geht auch mit Kaffee!)

 

Robert Hülsbusch


Wir laden euch herzlich ein:

 

Politischer Frühschoppen:

Vortrag und Diskussion mit

Andreas Zumach

 

„Der Nahe Osten/Westasien brennt!“

  • Aktuelle Analyse:  Hintergründe/Ursachen
  • Bewertungen
  • Perspektiven:  Wege zum Frieden


Andreas

 

 

Sonntag, 29. März 2026   | 11 bis 12.30 Uhr

Zoom-Logo

Zugang:  www.zoom.us    “Meeting beitreten”      Meeting ID  89983558279  Code: FI            oder   

Link: https://us02web.zoom.us/j/89983558279?pwd=TnMxUzJEWnFMM0d4TzVwaCtxMGhldz09

 Stream:  Youtube-Kanal der Friedensinitiative Nottuln       (bitte abonnieren!)         www.youtube.com/@friedensinitiativenottuln7805 


Screenshot_2026_03_29_at_10_09_40_Zumach_Naher_Osten_Flyer_1.pdf

unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

29.03.2026

Deutschlandfunk DDeutschlandfunk Nova
Mehr zur religiösen Rechten in den USA      (I von II)

USA Demokratiegegner mit der Bibel in der Hand

Screenshot_2026_03_25_at_12_13_58_USA_Wie_Evangelikale_Pr_sident_Trump_unterst_tzen-Kopie

(Screenshot)

Viele Abtreibungsgegner sind ein Teil der religiösen Rechten – und aktive Unterstützer von US-Präsident Donald Trump © picture alliance / NurPhoto / Bryan Olin Dozier


deutschlandfunkkultur.de,  Henze, Arnd |vom 22. März 2026, 14:10 Uhr (doppelt vorhanden)


Audio herunterladen https://download.deutschlandfunk.de/file/dradio/2026/03/22/demokratiegegner_mit_der_bibel_in_der_hand_drk_20260322_1410_f653083d.mp3 Dauer 22:30 Min.


Info: https://www.deutschlandfunkkultur.de/demokratiegegner-mit-der-bibel-in-der-hand-100.html


                                                                   _ ___ _


Glauben

Das ganze Leben Jesus opfern


Screenshot_2026_03_29_at_11_13_08_Glauben_Das_ganze_Leben_Jesus_opfern

„Ich fühlte mich wirklich wie eine Maschine, die nur zu diesem einen Zweck da war: ihr Leben Jesus und der Gemeinde zu opfern“, erinnert sich Bernd an seine Kindheit in einer evangelikalen Freikirche. © picture alliance / Chromorange / Karl Heinz Spremberg



deutschlandfunkkultur.de, vom 04.10.2025, Audiobeitrag: Margot Litten, Onlinetext: Margot Litten, Leila Knüppel

Evangelikale Freikirchen haben in den USA eine ungeheure Machtbasis. Aber auch hierzulande werden streng bibeltreue Gruppierungen präsenter. Bernd Vogt wächst in einem solchen Umfeld auf. Dies ist seine Geschichte.


„Ehrlich gesagt stehe ich noch heute staunend vor dem Mut, den ich damals als knapp 16-Jähriger aufbrachte“, erinnert sich Bernd Vogt. „Wir waren mal wieder auf Freizeit, diesmal in Bremen, als dieser psychische Druck, den die Prediger ausübten, einfach unerträglich wurde. Und ich spürte genau, wenn ich jetzt nicht die Reißleine ziehe, wenn ich jetzt nicht einfach abhaue, dann sterbe ich. Ich hatte Ängste, ich hatte Depressionen. Ich hielt es einfach nicht mehr aus.“ Bernd packte klammheimlich seine Tasche, setzte sich in den Zug und fuhr nach Hause. „Ich fühlte mich zum ersten Mal richtig frei in meinem Leben. Ich hätte es wirklich hinausschreien können: frei, frei, frei.“

Der Traum von Freiheit wird zum Albtraum

Doch das Glücksgefühl hält nicht lange. Der Traum von Freiheit wird für Bernd Vogt zum Albtraum, denn seine freikirchliche Gemeinde behandelt ihn fortan wie einen Aussätzigen. Gewissensbisse und Schuldgefühle quälen ihn. Sein Körper reagiert mit Krankheiten auf das seelische Leid. „Die ganze Tragik war, dass ich mich nur rein körperlich gelöst hatte und nach wie vor davon überzeugt war, dass meine Eltern auf dem rechten Weg waren und ich das schwarze Schaf war“, sagt er heute. „Ich hing nach wie vor am Gängelband der Prediger. Und es sollte sich noch bitter rächen, dass ich überhaupt nicht fähig war, die erlittenen Traumata und die ganze Indoktrination aufzuarbeiten.“ Die Kindheit lässt sich nicht einfach so abstreifen: Das wird Bernd Vogt klar, je öfter er sein Leben Revue passieren lässt.

Bernd wächst im Umfeld einer kleinen evangelikalen Freikirche auf. Seine Eltern sind bekennende Mitglieder – bis zu ihrem Tod. Auch sein Bruder ist bis heute Gemeindemitglied. Evangelikal: Unter dieser Bezeichnung werden zum Teil unterschiedliche Glaubensüberzeugungen zusammengefasst. Viele Mitglieder solcher Gemeinden bezeichnen sich selbst lieber als „bibeltreu“. Wissenschaftler wie Robert H. Woods definieren Evangelikale als Personen, „die allein an Jesus Christus glauben, um ihre persönliche Erlösung zu erlangen, die Bibel als das Wort Gottes betrachten und ihren Glauben mit anderen teilen möchten.“

Das Grausen vor der ewigen Verdammnis

Der Begriff umfasst also eine ganze Bandbreite rechtskonservativer, bibeltreuer Bewegungen und Freikirchen. Der christliche Fundamentalismus ist vor allem in den USA verbreitet. Evangelikale sicherten Donald Trump Millionen Wählerstimmen und trugen damit zu seinem Wahlsieg bei. Aber auch hierzulande werden sie immer präsenter – nach Schätzungen haben die Gemeinden in Deutschland an die 1,5 Millionen Mitglieder.


Mitglieder der Gruppe Evangelicals For Trump beten kurz vor einem Auftritt Donald Trumps im Januar 2020.

Religionssoziologe über evangelikale Christen „Manche meinen sogar, Trump sei von Gott geschickt“ 15.08.2020

13:35 Minuten













Ein Demonstrant mit Bart und Sonnenbrille auf der Covid-Demonstration in Brooklyn.

Evangelikale in den USA Religionsfreiheit als Argument gegen die Impfpflicht 21.11.2021 08:18 Minuten














Örtliche religiöse Führer beten während einer "Evangelikale für Trump"-Kundgebung im King Jesus International Institut in Miami (2020).

US-Präsidentschaftswahlen und Religion  


Evangelikale Front bröckelt 29.10.2020 12:29 Minuten












Bernd Vogt beschreibt seine Kindheit in einer dieser evangelikalen Freikirchen mit den Worten „Aufzucht“ und „Dressur“. Für einen strenggläubigen Christen gebe es nichts Wichtigeres, „als seine Zeit, seine Energie, sein Geld, sein ganzes Leben für Jesus zu opfern“, sagt er. Deswegen dreht sich in Bernds Kindheit alles nur um die Gemeinde. In dieser Welt sind die Gemeindemitglieder „die Guten, die Erretteten“, in der Welt da draußen herrscht der Teufel und die „Weltmenschen“, die noch bekehrt werden müssen.

Bis in den letzten Winkel des Körpers

„Man hatte mich bis in den letzten Winkel meines Körpers vollgepumpt mit dem Grausen vor der ewigen Verdammnis“, erinnert sich Bernd. „Das hält einfach kein Kind aus. Ich fühlte mich wie eine Maschine, die nur zu diesem einen Zweck da war: ihr Leben Jesus und der Gemeinde zu opfern, ihnen Dank und Lobpreis darzubringen und die Weltmenschen zu missionieren.“

An dem Lebenswandel der Gemeindemitglieder sollen die Ungläubigen erkennen, wie bedeutend es ist, Jesus nachzufolgen. Doch während Bernds Freunde im Fußballverein spielen, heimlich rauchen, Alkohol trinken, flirten, auf Partys gehen, steht Bernd nur daneben und drückt sich in Schulhofecken herum. „Natürlich wollte keiner so ein beschissenes, weltfremdes Leben führen wie ich.“

Noch beschämender: Bernd muss seine Freunde „missionieren“. Die überschütten ihn dafür regelmäßig mit Hohn und Spott. „Aber sie konnten ja auch nicht ahnen, dass ich mir wirklich nichts sehnlicher wünschte, als einfach nur sein zu dürfen wie sie.“

Chistliches Entertainment ist der Renner

Heute vermarkten sich evangelikale Freikirchen viel geschickter – und werben bewusst gerade unter jungen Menschen für sich. „Die holen dich genau da ab, emotional, wo du dich gerade mit deinen Problemen befindest“, sagt Vogt. Außerdem verstünden sie es perfekt, erzkonservative Inhalte in einer Mischung aus Party und Disco zu verpacken. „Wer als Außenstehender in diese Versammlung reingerät, der hat eher das Gefühl, auf Konzerten zu sein, als dass er einen Gottesdienst besucht. Es wird getanzt, es wird gehüpft, es gibt ekstatische Gesänge.“

Auch andere Formen christlichen Entertainments sind ein Renner, beispielsweise die US-amerikanische Serie „The Chosen“ über das Leben von Jesus, konzipiert von einem evangelikalen Filmemacher. Inzwischen werden die Staffeln in zahlreichen Ländern ausgestrahlt.


Jana Highholder steht in einer Kirche neben einer Kerze

Missionare im Netz Christfluencer: geschäftstüchtig, fromm, erzkonservativ















Menschen während eines Gottesdienstes der evangelikalen Saddleback-Gemeinde in Berlin

Evangelikale in Berlin Saddleback Church: zwischen Spiritualität und Popkultur 02.01.2020 06:32 Minuten













Biblische Botschaften mit ein bisschen Zeitgeist aufzupeppen ist auch die Idee von „Hallow“, der wohl erfolgreichsten Gebets-App der Welt. Finanziert wurde sie vor allem von Trumps Vizepräsident J.D. Vance und dem libertären, neokonservativen PayPal-Gründer Peter Thiel. US-Schauspieler werben für die App. Millionen Menschen weltweit haben sie inzwischen heruntergeladen und lauschen Bibelversen und Meditationsmusik, aber auch den Ansprachen christlich-fundamentalistischer Influencer. Kritiker warnen vor religiöser Manipulation.

Im religiösen Gefühlschaos

Bernd merkt schon als Kind: So kann er nicht weiterleben. Auf einer Jugendfreizeit vertraut er sich dem Leiter an: Er habe die „Heilsgewissheit“ nicht. Der Betreuer setzt sich mit Bernd in ein Auto, fängt an zu beten. „Plötzlich spürte ich seine Hand auf meinem Kopf und er drehte die Hand immer hin und her, dass ich wirklich das Gefühl hatte, er wollte eine Zitrone auspressen, und schrie mich an: ‚Satan, raus aus diesem Menschen! Du hast kein Anrecht an diesem Menschen.‘ Und ich fühlte mich einfach nur entsetzlich und musste ihm schildern, dass ich mich nun glücklich fühlte, dass ich nun ein Gotteskind bin. Dabei fühlte ich mich schlechter als jemals zuvor.“

Jahre nach seinem Ausstieg – damals als 16-Jähriger – vollzieht Bernd Vogt noch einmal eine Kehrtwende. Er ist am Ende seiner Kräfte und kehrt zurück. Für die evangelikale Gemeinde und seine Eltern ist es der Beweis der Gnade Gottes, dass ihre Gebete erhört wurden.

Doch bald bricht das religiöse Gefühlschaos wieder auf. Bernd Vogt zieht sich erneut zurück, diesmal für immer, lässt sich nun therapeutisch begleiten, schreibt ein Buch über seine traumatischen Erinnerungen und schafft es auf diese Weise endlich, seine Vergangenheit zu bewältigen. „Für mich ist es einfach schlimmster seelischer Missbrauch, wenn Kindern unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit ihrer Eltern das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben verwehrt wird“, sagt er heute.


Info: https://www.deutschlandfunkkultur.de/evangelikale-bibeltreu-freikirchen-christlich-fundamentalismus-deutschland-100.html


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


                                                                   _ ___ _



Archiv

Evangelikale in den USATrump, der „Gesalbte Gottes“


deutschlandfunk.de, vom 17.07.2020, Von Sinje Stadtlich |

In der Bibel werden Könige auch als „Gesalbte Gottes“ bezeichnet. Im europäischen Mittelalter haben weltliche Herrscher das übernommen und sich salben lassen. In den USA behaupten nun Evangelikale, auch Präsident Trump sei „von Gott gesalbt“. Und immer mehr Menschen stimmen dem zu.


Audio herunterladen https://download.deutschlandfunk.de/file/dradio/2020/07/17/donald_trump_der_gesalbte_gottes_dlf_20200717_0936_a7dc9619.mp3

Screenshot_2026_03_29_at_11_33_34_Evangelikale_in_den_USA_Trump_der_Gesalbte_Gottes

(Screenshot)

Donald Trump wird von manchen Anhängern religiös verehrt (AP / Alex Brandon)


„Ich bin der Auserwählte“, so Präsident Trump bei einer Pressekonferenz im Zusammenhang mit seiner China-Politik – er habe nur einen Witz gemacht, sagte er später. Doch für viele seiner Anhänger scheint diese Vorstellung gar nicht so abwegig: In einer aktuellen Umfrage des Politologen Paul Djupe von der Denison University in Ohio, der sich auf das Zusammenspiel von Religion und Politik spezialisiert hat, stimmen erstaunlich viele Kirchgänger der Aussage zu, Trump sei „der von Gott Gesalbte“. Je häufiger die Probanden die Kirche besuchen, desto größer ihre Neigung, die Aussage zu unterstützen.

„Und das waren eben nicht nur konservative Protestanten, die wir normalerweise als Donald Trumps Unterstützer kennen. Es ging quer durch alle Konfessionen bei denjenigen, die häufig in die Kirche gehen. Fast 50 Prozent aller wöchentlichen Kirchgänger glauben, dass Trump 2016 zum Präsidenten auserwählt wurde.“

Der Einfluss religiöser Eliten

Das sei ein dramatischer Anstieg im Vergleich zum Vorjahr, als er eine ähnliche Studie durchgeführt habe, sagt Djupe. Und er hat auch eine These, warum die Zahlen aktuell so hoch sind:

„Es liegt daran, dass viele religiöse Eliten diese Rhetorik vom ‚Gesalbten Gottes‘ benutzen. Trumps Berater, konservative Radio-Moderatoren, republikanische Politiker. Das ist ein Grund, dass sie alle das Argument ständig wiederholen. Der andere Grund ist, dass dieselben Eliten auch mit einer Art Bedrohung arbeiten: Sie sagen, dass die Demokraten, sollten sie die Wahl im November gewinnen, den konservativen Christen ihre religiösen Freiheiten nehmen wollen.“


Screenshot_2026_03_29_at_12_08_06_SIMdesign_Content_Management_mit_System

(Screenshot)

US-Politiker auf Twitter – Gottgezwitscher

US-amerikanische Politikerinnen und Politiker verbreiten auf Twitter häufig religiöse Botschaften. Mit dem Versuch, Wähler mit religiöser Sprache zu erreichen, stehen sie in einer langen Tradition.

Donald Trump dagegen werde diese Freiheiten beschützen. Dass er deswegen als „auserwählt“ angesehen werde, sei ein relativ neues Phänomen, sagt Forscher Djupe. Bisher hätten religiöse Eliten sehr wohl regelmäßig für Präsidenten gebetet – als „gesalbt“ hätten sie aber noch keinen vor Trump bezeichnet.

Trump als Perserkönig Kyros

Das Konzept der Salbung geht zurück auf das Alte Testament, die Hebräische Bibel. Dort verbindet die Salbung ein religiöses Ritual mit weltlicher, politischer Macht, erklärt der Jesuit James Bretzke, der an der John Carroll University in Ohio katholische Theologie lehrt.

„Der Gedanke bei der Salbung ist, dass der Gesalbte von Gott auserwählt wird. Als die Israeliten im Alten Testament beschlossen, dass ihr Anführer fortan ein König sein solle – kein Richter oder charismatischer Führer –, salbte der Prophet Samuel Saul zum König. Später wurden, dieser Tradition folgend, beispielsweise die westeuropäischen Erbköniginnen und -könige bei ihrer Krönung auch gesalbt.“

In den USA gibt es kein Gottesgnadentum – wohl aber in bestimmten evangelikalen Traditionen die Idee, dass ein politischer Führer seine Macht in Gottes Namen ausübe, erklärt Bretzke.

„Die Evangelikalen argumentieren, dass die politischen Führer auch dann ein Instrument Gottes sein können, wenn sie persönlich keine tugendhaften Menschen sind. Diese Tradition lässt sich zurückführen auf die babylonische Gefangenschaft: Als die Juden nach 70 Jahren im Exil nach Jerusalem zurückkehren durften, geschah dies dank des Perserkönigs Kyros. Er war selbst kein Jude, aber er wurde als Werkzeug Gottes betrachtet, er wurde ‚der Gesalbte Gottes‘ genannt.“

Ein politischer Winkelzug

Mit eben jenem König Kyros vergleichen republikanische Politiker und prominente Evangelikale Donald Trump gerne. Gerade dass er kein perfekt tugendhafter Mensch sei, stütze die These, dass er ähnlich wie Kyros als Werkzeug Gottes Gutes für Amerika tue.

Screenshot_2026_03_29_at_12_01_49_SIMdesign_Content_Management_mit_System

Verschwörungsmythen – Die Bewegung „QAnon“ wird zur Religion


Korrupte Eliten foltern unterirdisch Kinder, das Coronavirus ist eine Bio-Waffe und Donald Trump der Erlöser. Die Verschwörungserzählungen von „QAnon“ bedienen alte Muster und Feindbilder.

Bei einem Besuch im Weißen Haus 2018 verglich sogar Israels Premierminister Benjamin Netanjahu Trump mit Kyros – nachdem Trump die amerikanische Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt hatte, ein Akt von großer politischer und religiöser Symbolkraft. Der Theologe James Bretzke hält die evangelikale Rhetorik vom Gesalbten und vom modernen Kyros weniger für eine religiöse Überzeugung – sondern vor allem für eine politische Strategie:

„Die Evangelikalen wollen, dass Trump politisch Erfolg hat. Zum Beispiel bei der Wahl 1992, da haben sie argumentiert, Bush Senior sei tugendhafter als Bill Clinton, deswegen müssten die Evangelikalen ihn unterstützen. Und das ist ein Argument, das im Falle Trumps eben schwierig ist. Also mussten sie einen anderen Grund finden, um die Unterstützung für ihn zu legitimieren. Und so behaupten sie eben, er sei irgendwie der von Gott Auserwählte.“

Und wenn man den Zahlen glaubt, dann scheint diese Strategie bei den religiösen Wählern recht gut zu verfangen.


Mehr zum Thema


Archiv

  • Screenshot_2026_03_29_at_11_57_33_SIMdesign_Content_Management_mit_System

Popkulturelle Einflüsse auf US-ChristenJesus und John Wayne


  • Screenshot_2026_03_29_at_11_56_14_SIMdesign_Content_Management_mit_SystemArchivBewegung in den USA„Religiöse Linke“ – stark im Protest gegen Trump

  • Screenshot_2026_03_29_at_11_53_01_SIMdesign_Content_Management_mit_System ArchivBibel-Foto von US-Präsident Trump„Ein grotesker Auftritt“

  • Info: https://www.deutschlandfunk.de/evangelikale-in-den-usa-trump-der-gesalbte-gottes-100.html


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


    unser weiterer Kommentar: Zitat: Korrupte Eliten foltern unterirdisch Kinder, das Coronavirus ist eine Bio-Waffe und Donald Trump der Erlöser. Die Verschwörungserzählungen von „QAnon“ bedienen alte Muster und Feindbilder. Zitatende


    Was m. E. für Nutznießer bzw. Inszenierer der Leimspur(en) scheinbar ein leichtes Spiel ist, soll für Betroffene schwer zu durchschauen bleiben und so geht´s: 

    Verknüpfe berechtigte Kritiken auch mit teilweise Falschem und biete statt Aufklärung der Widersprüche vorallen den großen Erlöser an! Und wer sich mit QAnon und allen Q-ties nicht genügend beschäftigt hat, ist sowieso selber Schuld, wenn er deren Sinn nicht versteht und die fast greifbar bevorstehende Rettung vorzeitig zum Wahn erklären muss.


    Und daraus folgt die Spaltung für alle!


    Also gilt es selbst die Vergewaltiger der eigenen Kinder und Liebsten auch weiterhin zu Tisch zu bitten, um sich dann auch selbst Feil zu bieten, weil wer´s glaubt, schließlich selig wird?

    29.03.2026

    Deutschlandfunk DDeutschlandfunk Nova
    Mehr zur religiösen Rechten in den USA      (II von II)

    Fundamentalismus


    Wie religiöse Rechte die USA zum Gottesstaat machen wollen


    deutschlandfunk.de, vom 28. Mai 2025, 20:10 Uhr, Weingart, Christopher |

    Evangelikale Bewegungen wie die „Neue Apostolische Reformation“ wollen eine christliche Vorherrschaft in den USA: statt Demokratie und Rechtsstaat eine christlich-fundamentalistische Autokratie. Ihr Einfluss reicht bis ins Weiße Haus.


    Audio herunterladen https://download.deutschlandfunk.de/file/dradio/2025/05/28/wie_religioese_rechte_die_usa_zu_einem_gottesstaat_machen_dlf_20250528_2010_14c3e70a.mp3 Dauer 19:54 Min.


    Screenshot_2026_03_29_at_13_46_20_SIMdesign_Content_Management_mit_System



    Mehr zu evangelikalen Christen


    • Screenshot_2026_03_29_at_14_05_29_SIMdesign_Content_Management_mit_System-Kopie


    Archiv

    USA Warum Religion in der amerikanischen Politik wichtig ist
  • Screenshot_2026_03_29_at_14_16_06_SIMdesign_Content_Management_mit_System ArchivAnti-LGBTQ-GesetzeWie US-Evangelikale in Afrika Einfluss nehmen

  • Screenshot_2026_03_29_at_14_17_10_SIMdesign_Content_Management_mit_System ArchivReligiöse US-WählerWel­chen Ein­fluss Glau­bens­ge­mein­schaf­ten auf die Prä­si­dent­schafts­wahl ha­ben

  • Info: https://www.deutschlandfunk.de/kultur-und-wissenschaft-religioese-rechte-im-usa-wahlkampf-dlf-e433f6e1-100.html


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.



                                                                       _ ___ _


    USA

    Evangelikale: Wenn Religion mit Politik verschmilzt


    Screenshot_2026_03_29_at_14_22_38_SIMdesign_Content_Management_mit_System


    share.deutschlandradio.de, Salewski, Sibylle

    Einst war der Evangelikalismus in den USA ein Motor für Demokratie. Heute hat sich der religiöse Glaube in eine fundamentalistische und antidemokratische politische Haltung gewandelt. Ein Vortrag des Amerikanisten Johannes Völz.


    Audio (nur direkt über Seite) Dauer 43:27 Min.


    Info: https://share.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.html?audio_id=dira_DRW_fecb8490


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


                                                                       _ ___ _



    USA / Aktuelle Beiträge, Analysen und Hintergründe



    Mit der Wiederwahl Donald Trumps ins Präsidentenamt sind christliche Nationalisten bis in höchste Regierungsämter gekommen. Nun bauen sie das Land um. (Getty Images / Bob Rowan)


    deutschlandfunkkultur.de, 

    Wirtschaftlich und militärisch gehören die Vereinigten Staaten zu den mächtigsten Ländern der Erde, mit großem Einfluss auf das aktuelle Weltgeschehen.

    Screenshot_2026_03_29_at_14_53_54_SIMdesign_Content_Management_mit_System „No Kings“-ProtestePolitologin: Auch Republikaner wenden sich von Trump ab Die USA sind keine liberale Demokratie mehr, meint die Politologin Cathryn Clüver Ashbrook. Schon jetzt bereite das Weiße Haus die Manipulation der Midterm-Wahlen vor. Doch durch den Irankrieg bekommen nicht nur die „No Kings“-Proteste neue Dynamik.

  • Screenshot_2026_03_29_at_14_56_02_SIMdesign_Content_Management_mit_System
  • Sklaverei, Rassismus, die Vertreibung der Indigenen: Davon will Donald Trump nichts wissen. Per Dekret verlangt er ein patriotisches Geschichtsbild. Warum Erinnerungspolitik in den USA schon immer umkämpft war, erklärt der Historiker Volker Depkat.
  • Zeit zum Lesen vom 22. März 2026Ein Mann geht an einer Kubanischen Nationalflagge in Havanna vorbei.

    US-Ölblockade und Drohungen Trumps

    Kuba zwischen Krise und Widerstand

    vom 17. März 2026Der historische Golestan-Palast, UNESCO-Weltkulturerbe, wurde bei Angriffen Israels und der Vereinigten Staaten auf die iranische Hauptstadt Teheran am 3. März 2026 beschädigt.

    Iran-Krieg

    Weltkulturerbe unter Beschuss

    vom 15. März 2026Handschlag

    Die neuen Dealmaker

    Über Wirtschaftskriege und Kriegswirtschaften

    vom 12. März 2026

    Barbara Demick: „Chinas entführte Töchter“

    Abrechnung mit der Ein-Kind-Politik

    vom 11. März 2026

    Ölpreisschock durch Irankrieg

    Was die Freigabe der strategischen Ölreserve bewirken kann

    vom 11. März 2026Der französische Präsident Macron spricht mit einem Mitarbeiter der Marine. Im Hintergrund steht ein U-Boot.

    Verteidigungspolitik

    Europa und die Frage nach der Atombombe

    vom 05. März 2026

    Prognosemarkt und Insiderhandel

    Polymarket: Mit Wetten zum Irankrieg Millionen verdienen

    vom 04. März 2026Bundeskanzler Friedrich Merz sitzt neben US-Präsident Donald Trump, der gerade spricht und gestikuliert, in goldenen Sesseln vor einem goldbeschlagenen Kamin im Oval Office im Weißen Haus in Washington.

    Kommentar zu Merz-Besuch in Washington

    Heikle Realpolitik

    vom 04. März 2026

    Nahost

    Was der Krieg für Wirtschaft und Verbraucher bedeutet

    vom 27. Februar 2026Eine junge Iranerin läuft am 26.02.2026 in Teheran vor einem Wandbild entlang, das symbolisch die Zerstörung des Flugzeugträgers "USS Abraham Lincoln" der US-amerikanischen Streitkräfte zeigt.

    Oppositionsbewegung im Iran

    Zwischen Wut und Hoffnung

    vom 24. Februar 2026Donald Trump am 22. Januar bei World Economic Forum in Davos, Schweiz

    Handel mit den USA

    Trumps Zollchaos und die EU

    vom 18. Februar 2026Donald Trump vor einem Mikrofon im Roosevelt Room des Weißen Hauses.

    Geschichtsrevisionismus

    Trumps Feldzug gegen das Erinnern

    vom 09. Februar 2026

    Bad Bunny

    Super Bowl auf Spanisch

    vom 08. Februar 2026

    Artemis-Mission

    Der neue Wettlauf zum Mond

    vom 05. Februar 2026Ein Dokument der sogenannten Epstein-Files: der Polizeibericht, als Epstein am 6. Juli 2019 in Gewahrsam genommen wurde.

    Jeffrey Epstein

    Was ihn mit Bill Clinton, Prinz Andrew und einem deutschen Forscher verband

    vom 05. Februar 2026

    Neues Atomwaffenzeitalter

    Das Ende der Nuklearabkommen

    vom 02. Februar 2026US-Präsident Donald Trump trägt ein rotes Cap mit US-Flagge an der Seite und steht auf einer Bühne mit erhobenen Armen und geballten Fäusten

    USA unter Trump

    Manche sprechen schon von „Faschismus“

    vom 31. Januar 2026Rauch auf der Straße, Beamte von ICE und Demonstranten und im Vordergrund eine US-Flagge.

    ICE in Minnesota

    Welche Agenda Trump mit dem ICE-Einsatz verfolgt

    vom 28. Januar 2026Zu sehen ist eine Klorolle mit der Flagge der Vereinigten Staaten von Amerika beim Richtfest der Persiflage- und Motivwagen zum Kölner Rosenmontagszug 2023 in der Koelnmesse.

    USA

    Warum Antiamerikanismus in Deutschland Tradition hat

    vom 26. Januar 2026Demonstranten auf einem großen Platz am Abend in Minneapolis

    Protest gegen US-Einwanderungsbehörde

    Der Widerstand gegen ICE wächst

    Nexterica Healthy Again“Gesundheitspolitik im Zeichen von Verschwörungstheorien

    Pharmakonzerne, Lebensmittelindustrie und Behörden halten die USA absichtlich krank – daran glaubt US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. Experten warnen, seine Politik werde die Masern, Keuchhusten und sogar die Kinderlähmung zurückbringen.
    Screenshot_2026_03_29_at_14_37_14_SIMdesign_Content_Management_mit_System
  • Screenshot_2026_03_29_at_14_38_48_SIMdesign_Content_Management_mit_System In seinem neuen Buch erklärt der Journalist Arnd Henze, wieso die religiöse Rechte Präsident Trump unterstützt und welches mächtige Netzwerk dadurch entstanden ist – nicht nur in den USA. Doch es gibt christliche Stimmen, die ihm Hoffnung machen.

    • Union“

    • gern?
    • n Druck auf die Karibikinsel
    • Trumps Iran-Alleingang

    äne sind nicht sinnvoll

    Screenshot_2026_03_29_at_15_24_40_SIMdesign_Content_Management_mit_System


    • gegen die Revolutionsgarden

    • Jetzt doch wieder Weltpolizei?

    Screenshot_2026_03_29_at_15_11_21_SIMdesign_Content_Management_mit_System

    • Screenshot_2026_03_29_at_15_13_04_SIMdesign_Content_Management_mit_System


    erwarteten still?vid Kermani fürchtet brutales Vorgehen gegen iranisches Volk


    Charta

    Der Angriff auf den Iran ist nicht durch Völkerrecht gedeckt


    Irankrieg

    Ökonom Fuest warnt vor gravierenden Folgen für Weltwirtschaft


    Info: https://www.deutschlandfunkkultur.de/demokratiegegner-mit-der-bibel-in-der-hand-100.html


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    29.03.2026

    Nachrichten von Pressenza: Schweigen ist nicht neutral, sich zum Schweigen gezwungen fühlen erst recht nicht – Repression der Palästinasolidarität

    aus e-mail von <newsletter@pressenza.com>, 29. März 2026, 7:15 Uhr

    Nachrichten von Pressenza - 29.03.2026
    Schweigen ist nicht neutral, sich zum Schweigen gezwungen fühlen erst recht nicht – Repression der PalästinasolidaritätLinda Michels
    Pressenza
    „Als Künstlerin sehe ich mich in der Verantwortung, über das Zeitgeschehen zu sprechen.“ Mit diesen Worten leitet Greta, Tänzerin und Choreografin aus Köln, am 14. Oktober 2025 im Museum Ludwig ihr Statement ein. Vor dem noch versammelten Publikum spricht sie…
    Europa, Meinungen, Menschenrechte, Politik
    Investigativjournalist in der Türkei inhaftiertReporters Sans Frontières
    Pressenza
    Ismail Arı, ein türkischer Journalist der oppositionellen Tageszeitung Birgün, wurde am 21. März in der Türkei in Untersuchungshaft genommen. Der Vorwurf: Er habe „irreführende Informationen verbreitet“. Reporter ohne Grenzen (RSF) verurteilt diesen inakzeptablen Missbrauch des türkischen Anti-Desinformationsgesetzes zur Einschüchterung investigativer…
    Kultur und Medien, Menschenrechte, Mittlerer Osten, Politik, Pressemitteilungen
    Solange wir nach Schuldigen suchen, finden wir keinen FriedenRosita Ergas, Santiago de Chile
    Pressenza
    In Zeiten zunehmender Polarisierung scheint es immer mehr Schuldige zu geben. Feindbilder werden konstruiert und gezielt geschürt. Wir weisen schnell Verantwortung zu, zeigen entschlossen mit dem Finger auf andere und reduzieren komplexe Realitäten auf einfache Erzählungen, in denen es nur…
    Frieden und Abrüstung, Gewaltfreiheit, Humanismus und Spiritualität, International, Meinungen, Südamerika
    Gemeinsam für den Frieden – statt kriegstüchtig werden!Pressenza Hannover, Zusammen für Frieden! JETZT!
    Pressenza
    Das Netzwerk Zusammen für Frieden! JETZT! ruft alle Menschen in Deutschland dazu auf, sich an den vielfältigen Friedensaktionen zu Ostern und darüber hinaus zu beteiligen – mit der gemeinsamen Forderung „Frieden schaffen ohne Waffen“. Zugleich wird dazu eingeladen, neben bekannten…
    Europa, Frieden und Abrüstung, Politik
    Rassistische Migrationspolitik blockiert Hilfe für Gewaltopferpoonal - Pressedienst lateinamerikanischer Nachrichtenagenturen
    Pressenza
    (Madrid, El Salto).- Gewalt ist das Hauptmotiv, das zehntausende Personen aus aller Welt dazu bringt, den Exodus nach Europa zu unternehmen. Der Fluchtgrund Gewalt im Geschlechterverhältnis trifft Jahr für Jahr vor allem Frauen und Mädchen. Wie viele sich über tausende…
    Europa, Gender und Feminismen, Menschenrechte, Migration, Politik
    Pressenza ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.

    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    28.03.2026

    Ostermarschanzeigen in 5 Zeitungen und Termine aller Ostermarsch-Veranstaltungen zur Mobilisierung vor Ort

    aus e-mail von Clemens Ronnefeldt, 28. März 2026, 8:05 Uhr


    Liebe Versöhnungsbund-Mitglieder,


    in diesem Jahr kommen den Ostermärschen

    eine besondere Bedeutung angesichts der

    aktuellen Kriege und der zunehmenden 

    Militarisierung auch in Deutschland zu.


    Es ist ermutigend, dass erstmal der Ostermarschaufruf

    in fünf Zeitungen erscheinen konnte, weil sich so viele

    Menschen wie nie beteiligt haben.


    Hier sind aller Termine aller Ostermärsche mit allen

    Informationen zu Zeiten und Orten abrufbar:


    https://www.friedenskooperative.de/termine?thema=69&=&termin-von%5Bvalue%5D%5Bdate%5D=02.04.2026&datum-bis%5Bvalue%5D%5Bdate%5D=06.04.2026


    Mit dieser e-mail möchte ich noch einmal einen

    Impuls setzen zur Mobilisierung und regen Teilnahme.

    Mit friedvollen Oster-Grüßen


    Clemens (Ronnefeldt)



    Screenshot_2026_03_31_at_21_47_01_E_Mail_Thomas_Bauer_htp_Webmail


    +++ Einmaliges Mailing an alle Unterzeichner*innen der Ostermarsch-Anzeige +++Lieber Clemens Ronnefeldt,


    was haben wir geschwitzt: Unterschreiben auch dieses Jahr wieder 2.000 oder mehr Leute die Ostermarschanzeige? Können wir die Anzeige sogar in fünf Zeitungen bringen? Es war wirklich spannend, doch wir können dir heute mitteilen: Ja, wir haben beides dank deiner Hilfe geschafft! Dafür bedanken wir uns ganz herzlich bei dir!

    Die diesjährigen Ostermarschanzeige wurde letztendlich sogar von 2.235 Menschen unterzeichnet - so viele wie noch nie. Ein riesiger Erfolg! Hinzu kommen noch 71 Organisationen und Gruppen. Damit veröffentlichen wir die Anzeige dieses Jahr zum ersten Mal in gleich 5 Zeitungen:
     
    • Donnerstag, 26.03. in „DIE ZEIT“ und „Der Freitag“
    • Samstag, 28.03. in „Junge Welt“, „Neues Deutschland“ und „taz“ (mit allen Namen der Unterzeichner*innen)


    Screenshot_2026_03_31_at_21_49_41_E_Mail_Thomas_Bauer_htp_Webmail


    ostermarschanzeige_2026_in_zeit_und_freitag.png
    Dass am Ende so viele Leute unterschrieben haben, hat uns kurz vor Druckschluss sogar vor ein gravierendes Platzproblem für die Anzeige in der „taz“ gestellt, in der alle Unterzeichner*innen namentlich genannt werden. Wären wir den üblichen Weg gegangen und hätten nach jedem Namen die Stadt genannt, wäre eine dritte Seite in der taz nötig gewesen – was natürlich so kurzfristig nicht mehr umzusetzen war. Deshalb mussten wir dieses Jahr einen alternativen Weg gehen und haben die Namen den Städten zugeordnet, um Platz zu sparen. Ein sehr positives Problem, für das wir glücklicherweise eine gute Lösung finden konnten.

    Mobilisierung für die Ostermärsche geht auf die Zielgerade 

    Wir freuen uns sehr, dass wir in diesem Jahr durch die Veröffentlichung der Anzeige in gleich fünf Zeitungen ein enormes Publikum erreichen und ansprechen können. Mit der taz, der ZEIT und Co. bringen wir unsere friedenspolitischen Forderungen mitten in die Gesellschaft. Wir sind optimistisch, dass sich viele Leser*innen angesprochen fühlen und sich entscheiden, zu einem der über 100 Ostermärsche zu gehen.

    Mit unseren Anzeigen sowie dem großartigen Engagement der Friedensgruppen und Aktiven vor Ort sind wir optimistisch, dass die Ostermärsche auch in diesem Jahr starken Zulauf erfahren werden. Vergegenwärtigt man sich die aktuelle Weltlage, kann es auch nur einen Schluss geben: Für Frieden muss es zu Ostern auf die Straße gehen!

    Denn mit dem Iran-Krieg ist ein neuer, trauriger Höhepunkt der weltweiten kriegerischen Auseinandersetzungen erreicht. Die Welt ist ein Pulverfass und es wird immer weiter aufgerüstet. Die Menschen sterben weiterhin in der Ukraine, im Sudan, in Israel, in Palästina, im Iran, im Libanon und in vielen weiteren Ländern und Regionen der Welt. Wo soll das noch hinführen? Es reicht!

    Umso dringlicher ist es, dass die Friedensbewegung zu Ostern ein unübersehbares Zeichen setzt. Frieden schaffen wir nicht mit noch mehr Waffen oder nuklearer Abschreckung. Wir brauchen stattdessen dringend Initiativen für Waffenstillstände, zivile Konfliktlösungen, Diplomatie und konsequente Abrüstung.

    Alle Infos zu den Ostermärschen 

    Wenn du selbst noch einmal schauen möchtest, wo und wann bei dir in deiner Stadt oder in deiner Nähe ein Ostermarsch stattfindet, dann findest du unsere tagesaktuelle Terminübersicht hier:
     
    alle_infos_roter_button.png[www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026]
    Übrigens kannst du bei uns noch bis zum 30. März (letzte Bestellmöglichkeit) eine kostenfreie Mobi-Box für die Ostermärsche anfordern. Sie ist gut gefüllt mit Aktionsschildern, Plakaten, Flyern und mehr, damit wir auf den Straßen noch sichtbarer werden. Hier auf unserer Webseite kannst du sie bestellen.

    Nochmals ganz herzlichen Dank, dass du mit deiner Spende und Unterschrift zur Realisierung der Anzeigen beigetragen hast. Gemeinsam fordern wir zu Ostern „Kriege verweigern – Frieden schaffen“!

    Friedensbewegte Grüße sendet

    philipp_portraet_kopf.png 




    Philipp Ingenleuf
    und das Team des Netzwerk Friedenskooperative

    PS: Dein NEIN zu Wehrpflicht – bist du schon dabei?

    mein-nein-zur-wehrpflicht-postkartenaktion-jetzt-online-unterzeichnen.png

    Zum Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung am 15. Mai wollen wir tausende von Postkarten an die Abgeordneten des Bundestages senden und damit unseren Protest gegen die Wehrpflicht zum Ausdruck bringen. Alle Abgeordneten erhalten von uns einen Brief, dem wir exemplarisch unterzeichnete Postkarten sowie ein Anschreiben beilegen, indem wir noch einmal unsere zentralen Forderungen und Beweggründe darlegen.

    Du unterzeichnest online und wir schicken die Postkarte für dich nach Berlin:
     
    button_jetzt_mitmachen_0.png[www.friedenskooperative.de/aktion/postkarte-mein-nein-zur-wehrpflicht]
    +++ Einmaliges Mailing an alle Unterzeichner*innen der Ostermarsch-Anzeige +++
    Logo.png Netzwerk Friedenskooperative
    Mackestr. 30, 53119 Bonn
    Tel.: 0228-692904
    Fax: 0228-692906
    E-Mail: info@friedenskooperative.de
    Web: www.friedenskooperative.de
     
    button_frieko_spenden.pngHier online Spenden
    Spendenkonto:
    Förderverein Frieden e.V.
    IBAN: DE89 4306 0967 4041 8604 00
    bei der GLS Gemeinschaftsbank

    Hinweise: 
    - Wenn du dich aus dem Newsletter austragen möchtest, schreibe uns bitte eine E-Mail an:
    keine-email@friedenskooperative.de.

    - Unser Transparenzbericht findest du unter:
    https://www.friedenskooperative.de/ueber-uns/transparenz

    - Unsere Datenschutzerklärung findest du unter:www.friedenskooperative.de/datenschutz


    --------


    Hier die Anzeige in der taz als pdf:


    https://www.friedenskooperative.de/sites/default/files/taz_anzeige.pdf



    Screenshot_2026_03_31_at_21_59_07_taz_anzeige.pdf


    Screenshot_2026_03_31_at_21_59_24_taz_anzeige.pdf


    Screenshot_2026_03_31_at_21_54_32_Anz_Zeit_220_5x220_260313.indd_anz_zeit_2205x220_260313_print.pdf


    --------------------------------------------------------------

    Clemens Ronnefeldt
    Referent für Friedensfragen beim deutschen 
    Zweig des internationalen Versöhnungsbundes
    A.-v.-Humboldt-Weg 8a
    85354 Freising

    Tel.: 08161-547015    
    Fax:  08161-547016

    C.Ronnefeldt@t-online.de 
    www.versoehnungsbund.de

    Spendenkonto für die Arbeit des
    Versöhnungsbund-Friedensrefera
    tes:

    Kontoinhaber: Versöhnungsbund e.V. 

    IBAN DE40 4306 0967 0033 6655 00

    Stichwort: Friedensreferat/C. Ronnefeldt


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    27.03.2026

    Patrik Baab USA und Israel haben den Krieg gegen Iran verloren.Interview mit

    aus e-mail von Helga Ebel, 27. März 2026, 7:00 Uhr


    Liebe Leute,

    das  Interview mit Patrik Baab halte ich für sehr erhellend.


    Flavio von Witzleben


    Video https://youtu.be/H8qlA0ybjtc?is=1-fvhfyxlBVehNqn 25:03 2026, Dauer 56:01 Min.


    nachfolgend das, was ich davon mitgeschrieben habe.

    Gruß Helga


    USA und Israel haben den Krieg gegen Iran verloren.

    Weder Enthauptungsschlag noch Regierungswechsel hat stattgefunden.

    Aktuell ist die Strategie: Bevölkerung terrorisieren. Wirtschaft und Infrastruktur zerbomben.

    Rumkrakele aus Israel und USA ist Ausdruck der Verzweiflung.  Frage ist, wie Trump informiert wird.

    USA von Israel in den Krieg für Großisrael reingetrieben: Gedroht, falls USA nicht mitmachen, setzen sie Atomwaffen ein. (In dem Fall hätte Nordkorea dem Iran Atomwaffen zur Verfügung gestellt).  

    Die Israel-Lobby in USA hat hauptsächlich Trumps Wahlkampf finanziert. Seit 2001 (9/11) ist die Zerstörung Irans ein Projekt der Konservativen in USA s. Libanon, Syrien, Jemen, Libyen, Sudan…

    Iran

    Iran ist das einzige Land, das sie (noch) nicht ins Chaos getrieben haben. Ziel ist der gescheiterte Staat, in dem man Warlords gegeneinander in Stellung bringen kann.

    Westen: Eskalationsdominanz in allen Bereichen verloren. Der Iran entscheidet, wann der Krieg endet. Iran hat die militärische Dominanz - ist mit Hilfe von China in der Lage, in der Golfregion Wasser-, Nahrungsmittelversorgung, Tourismus zu beenden. Die Straße von Hormus bleibt dicht.

    50 Jahre war der Iran dem Druck des Westens mit 10 Geheimdiensten mit Sanktionen ausgesetzt.

    Politisch hat das IranSystem ein hohes Maß an Stabilität.

    Forderungen des Irans für ein Kriegsende:

    -          Abzug allermilitärischen Stützpunkte in der Region

    -          Freigabe des iranischen Geldes

    -          Aufhebung aller Sanktionen

    -          Sicherheitsgarantien

     Das scheint lt. P.B. realistisch zu sein.

    Was die Bevölkerung des Irans will. Sie weiss, dass USA keine Demokratie bringen. Der Wunsch nach einer anderen Regierung rechtfertigt nicht einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg. (Der Zweck heiligt nicht die Mittel). Die Opposition im Iran ist im Abseits. Alternative wäre „Wandel durch Annäherung  gemäß Willi Brandt“ (P.B.)     

    Trump

    Trump ist ein Chaot und hat kurzfristige Ziele.

    BRICS-Staaten investieren langfristig in Entwicklung von Mrd.-Projekten. Ziel des Westens ist, diese Entwicklung zu stören, indem er überall zündelt, damit sie nicht weiterkommen und um den Aufstieg der BRICS zu behindern.    

    Trump sucht Erfolge. In USA leben von 340 Mio. Einwohnern 120 an oder unter der Armutsgrenze.

    Die schwer Arbeitenden haben Trump gewählt. Das würden sie nicht mehr machen.    

    Iran (90 Mio. Einwohner) bildet gleichviel Ingenieure aus wie USA (340 Mio. Einwohner).

    Die Lügerei schadet USA zusätzlich (s. u. Golfstaaten)

     China will keine Konfrontation mit USA. Da für die Führung im Iran jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um die Vorherrschaft der USA zu brechen….

    China und Russland ist es gelungen, die Führung in USA militärisch und politisch zu spalten.

    Rückzugskämpfe des Westens nützen dem Prozess des Übergangs von einer unipolaren zur multipolaren Welt-

     Israel

    Netanyahu muss weitermachen: Ohne Immunität landet er im Knast.

    Israel ist ein Besatzungsregime und mit allen Nachbarn im Streit. Ziel: Großisrael. Die betroffenen Nachbarländer sehen jetzt auch ihre Chance. Es droht ein Flächenbrand in Nahost.

    Russland

    Der Konflikt nützt Russland. Die Energie-Knappheit bringt Russland täglich 150 Mio Dollar plus.

    Bisher hat Russland in der Ukraine mit „angezogener Handbremse“ Krieg geführt. Jetzt ist anscheinend die Zeit, „den Sack zuzumachen“. Putin braucht nur zuzusehen, wie Europa sich selbst zerstört. Nach einem erweiterten Angriff würden noch im Frühjahr vermutlich Russlands Forderungen durchgesetzt. Die Ukraine wird neutral bleiben. Die Versprechen von Merz an Selenskyj sind nicht belastbar.    

    Golfstaaten

    Sehen wie sie durch die Militärstützpunkte der USA ins Fadenkreuz geraten sind, den Schaden bzgl. Tourismus, Bankgeschäfte… Es ist ein schleichender Prozess zu beobachten, die Verträge m. USA zu kündigen. Lügen funktioniert auf Dauer nicht, erst recht nicht, wenn es um einen Überlebenskampf geht.

    BRD/Merz

    Merz verhält sich verfassungswidrig, verteidigt Angriffskrieg usw.usw.  Der Flugverkehr der Air Base Spangdahlem u. Ramstein hatten bereits vor dem Angriffskrieg gegen den Iran stark zugenommen.

    Ramstein ist Brücke und Drehscheibe des Militärs. Möglicherweise betanken Tankflugzeuge in der Luft Jagdbomber in Jordanien…dt. Militärbase in Jordanien wurde vom Iran angegriffen, damit ist die BRD 

    Kriegspartei. Anstatt sich im Interesse der Bevölkerung rauszuhalten (wie Norwegen, Spanien u.a.) bevorzugt Merz Sklave der USA zu sein.  

    Stärkster Verbündeter bzgl. Dt. Kriegspartei ist, sei die phlegmatische dt. Bevölkerungsmehrheit;

    siehe beisp. Wahlen in BW: 2/3 der Wahlbevölkerung hat Kriegsparteien gewählt. Im psychiatrischen   

    Sinne stellt die Bevölkerung eine Gefahr für sich und andere dar.

    Bis Ramstein sind es vom Iran 3 500 km. Mit Überschallraketen möglich. Was vom Iran wohl nicht gewollt ist. ein höherer Effekt ist, Dt. zu schaden in dem es von Energiezufuhr abgeschnitten ist.

    „Es ist beeindruckend, wie Eliten dem eigenen Volk Schaden zufügen“ P.B. Merz verhält die generell

    danach was BlackRock Vorteile bringt.

    Diplomatie ist mit Außenpolitik ‚Baerbock‘ und Verlogenheit international nichts wert. Es ist die Zeit der Infantilisierung und Verdummung, in der Politiker nicht in der Lage sind, die Folgen ihres Tuns zu überblicken, gestützt durch eine akademische Kaste, die auch nicht viel besser ist.

    Menschen im globalen Süden nehmen wahr, dass die Mehrheit der Deutschen gehirngewaschen sind.

    „Jeder Taxifahrer in Neu Dehli oder Sri Lanka kann den Zusammenhang des Ukraine-Krieges während einer Taxifahrt erklären…was die Medien hierzulande nicht hinbekommen“. Wir brauche eine Neuanfang. Mit der Generation Politiker von Heute geht es nicht. Aufgrund seiner Geschichte könnte Dt. bzgl. Diplomatie eine wichtige Rolle einnehmen wenn man sich nicht Frau Baerbock weltweit lächerlich gemacht hätte.  Neue Erfahrungen müssten zeigen, dass man hierzulande Verantwortung annimmt. Die derzeitige Regierung ist Teil degenerierter verkommen der die dem moralischen Bankrott entgegenstrebt und damit genau den Niedergang des Westens abbildet, in dem die 2. dt. Demokratie zerfällt und damit zivilisatorischen Regress, ein Rückfall in die Barbarei dessen Endstufe  noch nicht erreicht ist. Das Parteienkartell muss abgewählt werden.    


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    27.03.2026

    Schlagzeile








    Info: 


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    27.03.2026

    Schlagzeile








    Info: 


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    27.03.2026

    Nachrichten von Pressenza: IPPNW kritisiert Angriffe auf Atomanlagen und warnt vor Ökozid

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 27. März 2026, 7:15 Uhr

    Nachrichten von Pressenza - 27.03.2026
    IPPNW kritisiert Angriffe auf Atomanlagen und warnt vor ÖkozidInternational Physicians for the Prevention of Nuclear War
    Pressenza
    Eskalation im Irankrieg Die deutsche IPPNW-Sektion kritisiert in aller Schärfe Militärangriffe auf atomare Anlagen, Gesundheitseinrichtungen und zivile Energieinfrastruktur wie Ölraffinerien und Gasfelder und Drohungen mit solchen Angriffen. Die Organisation warnt vor einem Ökozid. Gestern ist nach iranischen Angaben bei US-Angriffen…
    Frieden und Abrüstung, Mittlerer Osten, Pressemitteilungen
    Zusammenhalten in Kriegszeiten: Stimmen des Widerstands in Tel AvivPressenza New York
    Pressenza
    Im Herzen von Tel Aviv versammelten sich Hunderte von jüdischen und palästinensischen Menschen auf dem Habima-Platz, um eine Botschaft zu verkünden, die in Zeiten eskalierender Konflikte selten zu hören ist: Der Zyklus des Krieges muss enden. Die von „Standing Together“…
    Frieden und Abrüstung, Internationale Angelegenheiten, Mittlerer Osten, Pressemitteilungen
    Quito: Internationale Experten diskutieren nukleare Abrüstung und die Zukunft der MenschheitCarlos Crespo Burgos, Quito, Ecuador
    Pressenza
    Im Rahmen einer Kommunikationsveranstaltung in Quito hat die internationale Nachrichtenagentur Pressenza zentrale Fragen zur nuklearen Bedrohung und den Perspektiven globaler Abrüstung in den Fokus gerückt. Unter dem Titel „Atomwaffen, existenzielle Bedrohungen und zukunftsorientierter Journalismus“ versammelten sich über 300 Vertreter:innen alternativer…
    Frieden und Abrüstung, Internationale Angelegenheiten, Mittelamerika, Südamerika
    ZÜNDSTOFF: Marlene Engelhorn und Markus Marterbauer im Live-Talk über VermögenPressenza Wien
    Pressenza
    Ein Liveabend über Geld, Macht und politische Ausreden. Wer darf in Österreich reich sein, ohne je infrage gestellt zu werden – und warum bleibt Vermögensbesteuerung politisch so heikel? von Yasmin Maatouk (Moment.at) Folge 2: ZÜNDSTOFF – Live in der Kulisse…
    Europa, Podcast, Politik, Wirtschaft
    Israel will die Todesstrafe wieder einführen – betroffen wären vor allem PalästinenserZEITPUNKT
    Pressenza
    Der globale Trend gegen die Todesstrafe droht zu kippen. die Menschenrechtsorganisation ACAT lanciert eine Briefaktion Die weltweite Abschaffung der Todesstrafe galt lange als Fortschrittsgeschichte. Heute haben 145 Staaten – rund drei Viertel aller Länder – die Todesstrafe gesetzlich oder in…
    Internationale Angelegenheiten, Menschenrechte
    Pressenza ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.

    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    27.03.2026

    Artikel zu den Kriegen in der Ukraine und in Westasien sowie zum Thema Militarisierung (I von II)

    aus e-mail von Clemens Ronnefeldt, vom 27. März 2026, 7:59 Uhr


    Liebe Friedensinteressierte,

    nachfolgend sende ich einige Artikel zu den Kriegen in der Ukraine und in Westasien sowie zum ThemaMilitarisierung - mit dem Hinweis, dass ich nicht mit allen Aussagen aller Artikel übereinstimme,  die folgenden Beiträge aber für wichtig halte.

    1. n tv: Reisners Blick auf die Front

       "Die USA sind so massiv unter Druck, dass sie zu einem Deal bereit sein dürften“

    2. Länder-Analysen: Die OSZE und Friedenssicherung in der Ukraine / Dokumentation: Friedensverhandlungen

    3. Tagesspiegel: Litauens Regierungschefin: Abgestürzte Drohne stammte aus der Ukraine

    4. Morgenpost: Trumps 15-Punkte-Plan für ein Kriegsende – nur ein Ablenkungsmanöver?

    5. Morgenpost: Warum Trumps Iran-Friedensplan nach Verzweiflung riecht6. Der Spiegel: Schlingerkurs des US-Präsidenten - Trump säuselt von Frieden. Und schickt Fallschirmjäger

    7. Tagesanzeiger: Wirren des Irankriegs


        Trump legt 15-Punkte-Plan vor – der Iran dementiert, spottet und stellt eigene Forderungen


    8. Foreign Policy: Die Verantwortung der israelischen Lobby für den Iran-Krieg

        Befürworter der US-israelischen Sonderbeziehung haben eine besondere Rolle gespielt.

    9. Die Zeit: Krieg im Nahen Osten: Bundespräsident Steinmeier nennt Irankrieg „völkerrechtswidrig"

    10. Verfassungsblog: Stellungnahme zur deutschen Außenpolitik im Zuge der Angriffe der USA und Israels auf den Iran 

    11. Der Spiegel: Deutscher Botschafter Steffen Seibert        Ein Israel-Freund, den die Netanyahu-Regierung loswerden möchte12. Die Welt: Kritik an Siedlergewalt - Israels Außenminister empört über X-Beitrag von Botschafter Seibert

    13. n tv: Vor Internationalem Gerichtshof - Deutschland verzichtet auf Intervention bei Genozid-Verfahren gegen Israel14. SWP: Flächenbrand: Welche Ziele verfolgen die Kriegsparteien in Iran und welche Folgen drohen in Nahost? 

    15. IPG: Blockierte Lebensader - Der Iran-Krieg trifft nicht nur den Ölhandel, sondern das globale Ernährungssystem – mit katastrophalen Folgen.

    16. IPPNW: IPPNW kritisiert Angriffe auf Atomanlagen und warnt vor Ökozid


    17. Openpetition: Offener Brief: Unterstützung für Spaniens Haltung gegen eine militärische Eskalation mit Iran

    18. Abstimmung 21: 100% meiner Steuern für zivile Zwecke


    19. Frieden-Libanon: Die Menschen im Libanon brauchen Ihre Hilfe

    20. Seminarhaus Grainau: Frieden in der Welt – Frieden in mir - Seminar mit Clemens Ronnefeldt





    ———


    1. n tv: Reisners Blick auf die Front“

       Die USA sind so massiv unter Druck, dass sie zu einem Deal bereit sein dürften"


    https://www.n-tv.de/politik/Die-USA-sind-so-massiv-unter-Druck-dass-sie-zu-einem-Deal-bereit-sein-duerften-id30502307.html

    Reisners Blick auf die Front“

    Die USA sind so massiv unter Druck, dass sie zu einem Deal bereit sein dürften"

    23.03.2026, 16:45 Uhr 
    Berichten zufolge hat Russland den USA angeboten, dem Iran keineGeheimdienstinformationen mehr zur Verfügung zu stellen, wenn die USAim Gegenzug die Ukraine hängen lassen. Oberst Markus Reisner hält dasfür sehr plausibel: "Sie können davon ausgehen, dass im Hintergrundentsprechende Verhandlungen laufen", sagt er im wöchentlichen Blickauf die Front in der Ukraine. "Durch den Iran-Krieg haben die USA denRussen und den Chinesen ein absolutes Geschenk gemacht."
    ntv.de: Laut Institute for the Study of War haben die Russen eineOffensive gegen den ukrainischen Festungsgürtel begonnen. Ist dieVerteidigungslinie der Ukraine in unmittelbarer Gefahr?
    Markus Reisner: Ende 2025 haben die Russen noch versucht, imSüdabschnitt zwischen Saporischschja und Cherson Ergebnisse zuerzielen. Dem konnte die Ukraine durch einen Angriff in die Flanke derangreifenden russischen Truppen südlich der Siedlung Pokrowske in derOblast Dnipropetrowsk entgegentreten. Damit ist dieser Vorstoß vorerstgescheitert. Jetzt sehen wir, dass die Russen sich auf einen neuenSchwergewichtsangriff vorbereiten.
    (…)
    Nach einem Bericht der BBC haben ukrainische Teams am Persischen Golfbereits mehrere iranische Drohnen abgeschossen. Wird die Ukraine damitKriegspartei im Iran-Krieg?
    Es gibt noch keine Bestätigung, sondern nur den BBC-Bericht, undAussagen von Präsident Selenskyj, der sagte, dass ukrainische Teamsvor Ort seien. Völkerrechtlich ist das interessant - wobei man sagenmuss, dass das Völkerrecht ja leider niemanden mehr interessiert.
    Laut Völkerrecht gibt es zwei Kernkriterien, die entscheiden, ob einLand zur Kriegspartei wird. Das eine ist, vereinfacht ausgedrückt,wenn die Soldaten eines Landes Schulter an Schulter mit derunterstützten Partei im Einsatz sind. Das zweite ist, wenn ein Landdie Partei in einer Art und Weise unterstützt, dass diese ohne dieUnterstützung nicht in der Lage wäre, selbstständig zu handeln. Hiersind wir mindestens in einem Graubereich.
    Sehen Sie die Gefahr einer Eskalation durch den Einsatz derukrainischen Spezialisten?
    Nicht unmittelbar - außer, der Iran beschließt, die Ukraine mit einerweitreichenden Rakete zu beschießen. Was wir sehen: Der Krieg, derregional relativ begrenzt in der Ukraine begonnen hat, wird immerumfassender. Auch Nordkorea ist längst Kriegspartei: NordkoreanischeSoldaten kämpfen für Russland gegen die Ukraine. Und es gab in denvergangenen 14 Tagen Hinweise auf klare Indizien, dass Russland denIran mit Satellitendaten unterstützt. Auch China soll das machen. Esist im Prinzip das Gleiche, was die USA seit Jahren für die Ukrainetun.
    Ist die Qualität der russischen Unterstützung des Iran mitGeheimdienstinformationen vergleichbar mit der US-Unterstützung fürdie Ukraine?
    2023 hat ein US-Soldat Geheimdokumente veröffentlicht, die DiscordLeaks. Da konnte man sehen, von welch hoher Qualität die Informationensind, mit denen die USA die Ukraine unterstützen. Auch europäischeStaaten geben Satellitenaufklärung an die Ukraine weiter. Aber die USAkönnen Lagebilder erstellen, die eine Situation fast ohne Zeitverzug abbilden.
    Das können die Europäer nicht, auch Russland und China können dasnicht in diesem Umfang. Aber sie können punktuell sehr wohlwesentliche Beiträge liefern, die den Iranern es ermöglichen,empfindliche Treffer auszuführen. In mindestens 17 Fällen wurdenUS-Basen am Golf gezielt angegriffen. Bis zu zehn hochwertigeRadarsysteme und Satellitenkommunikationssystemen wurden getroffen.Ohne Hilfe wäre dem Iran das nicht gelungen.
    Laut Politico hat Russland den USA angeboten, dem Iran keineGeheimdienstinformationen mehr zur Verfügung zu stellen, wenn die USAder Ukraine keine Informationen mehr geben. Russland hat dasdementiert. Klingt der Bericht für Sie trotzdem plausibel?
    Absolut. Sie können davon ausgehen, dass im Hintergrund entsprechendeVerhandlungen laufen. Die USA sind so massiv unter Druck, dass sie zueinem solchen Deal bereit sein dürften.
    Sie glauben, dass die USA auf das mutmaßliche russische Angeboteingehen könnten?
    Trump macht den ukrainischen Präsidenten ohnehin für das bisherigeScheitern der Gespräche verantwortlich. Das deutet darauf, dass aufdem Rücken der Ukraine ein Deal geschlossen werden könnte, ja. Trumpund sein direktes Umfeld haben offenkundig nicht damit gerechnet, dassder Iran so zurückschlagen würde. Man hat gedacht, auch auf Basis vonVersicherungen der israelischen Regierung, dass die Bombardierungennach wenigen Tagen einen Volksaufstand auslösen.
    Trumps Problem ist: Wenn der Iran die Blockade der Straße von Hormusaufrechterhält, können die USA sich nicht einfach zurückziehen. Undsollten die Huthis im Jemen gegen die zweite wichtige Meeresengelosschlagen, gegen den Bab al-Mandab zwischen dem Roten Meer und demGolf von Aden, dann würde das den Druck noch drastisch erhöhen.
    Inwiefern?
    Dann entstehen Versorgungsengpässe, die kritisch für dieWeltwirtschaft wären und die auch Trump in eine prekäre Situationbringen würden. Die Schiffe, die jetzt noch unterwegs sind, werden inzehn Tagen ihre Zielhäfen erreichen. Beim Rohöl reichen diestrategischen Reserven nach Angaben der InternationalenEnergie-Agentur für 90 bis 250 Tage. Noch kritischer ist es beiFlüssiggas und Düngemitteln. Deshalb kann ich mir durchaus vorstellen,dass es im Hintergrund zu einem Deal mit den Russen, unter Umständenauch mit den Chinesen, kommt.
    Am Wochenende gab es in Florida erstmals seit mehr als einem Monat einGespräch auf Expertenebene, um Dreier-Verhandlungen über eineBeendigung des Kriegs vorzubereiten. Sind solche Treffen derzeit nurAlibi-Veranstaltungen?
    Da bin ich mir nicht sicher. Zu Beginn des Iran-Kriegs wurde von denRussen faktisch verlautbart, dass die Verhandlungen ausgesetzt seien.Dann war zu hören, dass im Hintergrund sehr wohl verhandelt wird.Trumps Sondergesandter Steve Witkoff hat ja auch gesagt, dieVerhandlungen seien weiter konstruktiv. Beide Verhandlungsteams sindauch durchaus prominent besetzt. Aber das Kernproblem ist nach wie vorungelöst.
    Das Kernproblem?
    Selenskyj hat signalisiert, was die Ukraine tun kann: Er will dieFront einfrieren und kein weiteres Gebiet hergeben. Die Russen wollenaber weiterhin den gesamten Donbass und sind überzeugt, diesmilitärisch zu schaffen - egal, wie hoch die Verluste sein werden. Eskönnte sogar sein, dass die Ukrainer in einem Moment zähneknirschendnachgeben müssen, wenn sie sich militärisch auf dem Vormarschbefinden. Es wäre nicht das erste Mal in der Kriegsgeschichte, dass soetwas passiert.
    Dann hätte der Iran-Krieg drastische Folgen für die Ukraine.
    Ich war überzeugt, dass die Chance auf einen Friedensschluss in denletzten Monaten so groß war wie nie zuvor. Durch den Iran-Krieg habendie USA den Russen und den Chinesen ein absolutes Geschenk gemacht.Die Russen sagen jetzt: Die Amerikaner sind im Iran gebunden, dortläuft es nicht so, wie sie sich das vorgestellt haben. Das steigertdie Chance für Russland, den Ukrainekrieg in die Länge zu ziehen.
    Und China?
    Allein die Menge an Waffensystemen, welche die USA im Iran verbrauchthaben, ist sehr im Sinne der Chinesen. Für den Fall, dass es imPazifik zu einer Zuspitzung kommen sollte, etwa in Taiwan, dann wärees für die Chinesen natürlich gut, wenn die USA nicht aus dem Vollenschöpfen könnten. Was die USA im Iran an Waffensystemen verbrauchen -es wird Jahre dauern, das alles neu zu beschaffen. Und der Krieg istnoch immer in voller Fahrt.
    Mit Markus Reisner sprach Hubertus Volmer
    Quelle: ntv.de

    ---
    siehe auch:
    https://www.tagesspiegel.de/internationales/deutlich-grosser-als-ahnliche-angriffe-die-russische-fruhjahrsoffensive-ist-offenbar-gestartet-15389131.html?utm_source=firefox-newtab-de-de

    „Deutlich größer“ als ähnliche Angriffe: Die russische Frühjahrsoffensive ist offenbar gestartet

    Militärisch lief der Jahresanfang für die Ukraine zwar gut. 

    Doch nun legen Experten nahe, dass Russland mit dem lange 

    geplanten Angriff auf den „Festungsgürtel“ begonnen hat.

    Von Tobias Mayer

    Stand: 24.03.2026, 08:57 Uhr

    (…)



    ——



    2. Länder-Analysen: Die OSZE und Friedenssicherung in der Ukraine / Dokumentation: Friedensverhandlungen



    https://laender-analysen.de/ukraine-analysen/329/ukraineanalysen329.pdf?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=Ukraine-Analysen+329&newsletter=Ukraine-Analysen+329



    Nr. 329 


    25.03.2026


    Ukraine–Analysen



    Die OSZE und Friedenssicherung in der Ukraine / Dokumentation: Friedensverhandlungen

    Die Beiträge im Überblick:

    Kommentar
    Lehren aus der OSZE Special Monitoring Mission (SMM) für eine mögliche Friedenssicherung in der Ukraine
    Julia Friedrich (Global Public Policy Institute, Berlin)

    Kommentar
    Auf alle Eventualitäten (nicht) vorbereitet: Die OSZE und ein mögliches Ende des russischen Krieges gegen die Ukraine
    Nadja Douglas (Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), Berlin/Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS), Berlin)

    Analyse
    Jenseits hochrangiger Diplomatie: Die OSZE und innergesellschaftlicher Dialog in der Ukraine
    Vera Axyonova (University of Birmingham), Tetiana Kyselova (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder; Nationale Universität Kyjiw-Mohyla-Akademie)

    Dokumentation
    Friedensverhandlungen


    Zur Gesamt-Ausgabe als PDF
    Ukraine-Analysen 329



    ------


    3. Tagesspiegel: Litauens Regierungschefin: Abgestürzte Drohne stammte aus der Ukraine


    https://www.tagesspiegel.de/internationales/liveblog/nach-ukrainischem-angriff-hunderttausende-in-russischem-belgorod-ohne-strom-4309180.html?utm_source=firefox-newtab-de-de


    25. März 2026 03:26


    Viktoria Bräuner


    Litauens Regierungschefin: Abgestürzte Drohne stammte aus der Ukraine


    Eine in Litauen nahe der Grenze zu Belarus abgestürzte Drohne stammt

    nach Angaben von Regierungschefin Inga Ruginiene aus der Ukraine. Sie

    habe im Zusammenhang mit einem Einsatz gestanden, den die Ukrainer

    gegen Russland ausgeführt hätten, sagte Ruginiene am Dienstag zu

    Journalisten. „Wir können bereits sagen, dass es sich um eine verirrte

    Drohne handelte.“


    Der Drohnenabsturz am Montag mit einer Explosion in einem See nahe der

    Stadt Varena im Süden des Nato- und EU-Staates Litauen hatte für

    Aufregung gesorgt. Die örtlichen Behörden leiteten sofort eine

    Untersuchung des Vorfalls ein. Zwar wurden weder Opfer noch Schäden

    durch den Vorfall verzeichnet. Es bestand jedoch die Befürchtung, dass

    die Drohne aus dem mit Russland verbündeten Belarus stammen könnte.


    Im Juli vergangenen Jahres waren zwei Drohnen von Belarus aus nach

    Litauen eingedrungen. Ähnliche Vorfälle ereigneten sich in Polen,

    Rumänien und Moldau. (AFP)



    ——


    4. Morgenpost: Trumps 15-Punkte-Plan für ein Kriegsende – nur ein Ablenkungsmanöver?


    https://www.morgenpost.de/politik/article411551082/das-ist-trumps-15-punkte-plan-fuer-das-ende-des-iran-kriegs.html


    Iran reagiert mit Spott

    Trumps 15-Punkte-Plan für ein Kriegsende – nur ein Ablenkungsmanöver?


    Washington. Der Graben zwischen dem, was US-Präsident Donald Trump

    verheißt und tut, und den abwehrenden Reaktionen aus Teheran, wird

    immer breiter.


    Von Dirk Hautkapp, Korrespondent in Washington


    25.03.2026, 02:52 Uhr


    Drastischer könnte der „split-screen” zwischen Washington und Teheran

    nicht sein. Während Donald Trump baldige Friedensverhandlungen mit dem

    Iran in Aussicht stellt und dem Kriegsgegner über pakistanische

    Vermittler einen 15-Punkte-Plan mit Forderungen und Zugeständnissen

    zukommen ließ, stellt das Mullah-Regime den US-Präsidenten als Lügner

    dar.


    Ein Sprecher des Militärs machte sich in einer Fernsehansprache lustig

    über Washingtons. „Haben eure internen Konflikte den Punkt erreicht,

    an dem ihr mit euch selbst verhandelt?“ Esmaeil Baqaei, der Sprecher

    des Außenministeriums in Teheran, flankierte die Ablehnung:


    „Es gibt keine Gespräche oder Verhandlungen zwischen dem Iran und den

    Vereinigten Staaten.“ Begründung: „sehr katastrophale Erfahrungen“.

    Der Iran wurde „zweimal innerhalb von neun Monaten angegriffen, als

    wir mitten in einem Verhandlungsprozess zur Lösung der Atomfrage

    standen“.


    USA präsentieren 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Iran-Kriegs


    Zuvor war der Inhalt des 15-Punkte-Plans der USA zur Beendigung des

    Krieges mit dem Iran bekannt geworden. Viele Details sind

    deckungsgleich mit dem, was Amerika vor der Bombardierung der

    iranischen Atomanlagen im Juni 2025 unterbreitet hatte. Die Details

    auf einen Blick:



    Trumps Plan für einen Waffenstillstand mit dem Iran im Überblick 

    1. Aufhebung aller Sanktionen gegen den Iran (wenn alle Forderungen erfüllt sind).
    2. Unterstützung der USA beim Vorantreiben und Aufbauen eines zivilen Atomprojekts (Stromerzeugung).
    3. Aufhebung der Drohung, Sanktionen erneut zu verhängen.
    4. Das iranische Atomprogramm wird unter einem festgelegten Rahmen eingefroren.
    5. Angereichertes Uran bleibt bestehen, jedoch unter Aufsicht und innerhalb vereinbarter Grenzen.
    6. Das ballistische Raketenprogramm soll zu einem späteren Zeitpunkt behandelt werden, mit Beschränkungen hinsichtlich Menge und Reichweite.
    7. Die Nutzung von Atomprogrammen ist ausschließlich auf zivile/defensive Zwecke beschränkt.
    8. Die Entwicklung bestehender nuklearer Kapazitäten wird gestoppt.
    9. Keine weitere Ausweitung der Anreicherungskapazitäten.
    10. Keine Produktion von waffenfähigem Nuklearmaterial auf iranischem Boden.
    11. Das gesamte angereicherte Material wird der Internationalen Atom-Energiebehörde IAEO innerhalb eines vereinbarten Zeitrahmens übergeben.
    12. Die Atom-Standorte Natanz, Isfahan und Fordow werden stillgelegt (zerstört).
    13. Internationale Überwachungs- und Verifizierungsmechanismen werden durchgesetzt.
    14. Die schrittweise Umsetzung ist an die Einhaltung der Vereinbarungen geknüpft.
    15. Zusätzliche regionale und sicherheitspolitische Vereinbarungen zwischen den Parteien.


    Der vorgeschlagene Mechanismus: Während eines noch einmonatigen

    Waffenstillstands sollen die Details verhandelt werden. Auch ein

    Friedensgipfel in Islamabad unter Beteiligung von US-Vizepräsident

    J.D. Vance wird diskutiert. Erster Schönheitsfehler: Der Iran will

    keinen befristeten Waffenstillstand.


    Einem Gipfeltreffen hat Teheran bisher nicht zugestimmt. Zweiter

    Schönheitsfehler: Trump rüstet parallel weiter auf. Mit der 82nd

    Airborne Division, einer Elite-Luftlandedivision, hat der Präsident

    just weitere 2000 Soldaten an den Golf entsandt. Wenn das bis Samstag

    verlängerte Ultimatum Trumps abgelaufen ist, spekulieren Insider,

    könnte ein großer Militärschlag folgen.


    ——


    5. Morgenpost: Warum Trumps Iran-Friedensplan nach Verzweiflung riecht


    https://www.morgenpost.de/politik/article411551108/warum-trumps-iran-friedensplan-nach-verzweiflung-riecht.html



    Meinung


    Der Präsident will raus

    Warum Trumps Iran-Friedensplan nach Verzweiflung riecht

    Washington. Teheran fühlt sich unbesiegt. Washington sucht mit Maximalforderungen nach der Ausfahrt. 


    Steht am Ende ein Scheinfrieden, der nichts löst?


    Ein Kommentar von Dirk Hautkapp, Korrespondent in Washington
    25.03.2026, 04:44 Uhr 


    Washington. Teheran fühlt sich unbesiegt. Washington sucht mit

    Maximalforderungen nach der Ausfahrt. Steht am Ende ein Scheinfrieden,

    der nichts löst?


    Ein Kommentar von Dirk Hautkapp, Korrespondent in Washington


    25.03.2026, 04:44 Uhr


    Ein 15-Punkte-Plan für Frieden im Iran von Donald Trump? Was sich an

    der Oberfläche ermutigend anhören könnte – rund vier Wochen nach

    Ausbruch dieses strategisch miserabel vorbereiteten Angriffs –,

    entpuppt sich als Fortsetzung der Wurstelei eines irrlichternden

    US-Präsidenten. Angesichts durchweg schlechter Militär-Optionen zur

    Beendigung des Konflikts will Trump nur noch eines: raus. 


    Dafür kreiert er sogar Verhandlungen, die (noch) gar nicht stattgefunden haben.


    Daraus spricht die Verzweiflung. Teheran, nicht er, hat die besseren

    Karten. Dennoch kommt der von den USA vorgelegte Katalog von

    Maximalforderungen dem Verlangen nach Kapitulation der Mullahs gleich.

    Ein Fehler.


    Teheran braucht Garantien – Trump kann nicht liefern


    Denn der Iran betrachtet sich nicht als besiegt. Im Gegenteil. In

    einem Zermürbungskrieg, in dem er mit kostengünstigen Drohnen immensen

    Schaden anrichten kann, wird sich das laut US-Geheimdiensten intakte

    Regime keine Nachkriegsrealität aufzwingen lassen, die man schon vor

    den ersten US-Bomben nie akzeptiert hätte.



    Aus Teherans Sicht muss ein akzeptables Ergebnis bei etwaigen

    Verhandlungen Garantien gegen künftige Angriffe,

    Entschädigungszahlungen, die Aufrechterhaltung seiner Raketen- und

    Atomprogramme und die Kontrolle über die Straße von Hormus beinhalten.

    Trump kann da, selbst wenn er wollte, nicht mitgehen.


    Was nun? Am Ende könnte ein Placebo-Abkommen stehen, das es ihm

    ermöglicht, den Krieg als siegreich für beendet zu erklären, ohne dass

    etwas wirklich gelöst wäre. Dann wäre Iran auf dem Weg, das zu tun,

    was schon die Taliban in Afghanistan mit den USA gemacht haben. Sie

    haben sie überdauert.



    ———



    6. Der Spiegel: Schlingerkurs des US-Präsidenten - Trump säuselt von Frieden. Und schickt Fallschirmjäger


    https://www.spiegel.de/ausland/iran-krieg-donald-trump-saeuselt-von-frieden-und-schickt-fallschirmjaeger-a-2679ea61-1a02-4182-8d6e-abfc7ef9665b


    Schlingerkurs des US-Präsidenten  Trump säuselt von Frieden. Und schickt FallschirmjägerDonald Trump sinniert über ein Ende des Irankriegs. Gleichzeitig beordert 

    der US-Präsident  offenbar Eliteeinheiten und Angriffsschiffe an den Golf. 


    Ist das Gerede vom Frieden nur Ablenkung vor dem großen Schlag?


    Von Claus Hecking, Boston


    25.03.2026, 06.01 Uhr



    ————————


    7. Tagesanzeiger: Wirren des Irankriegs


        Trump legt 15-Punkte-Plan vor – der Iran dementiert, spottet und stellt eigene Forderungen


    https://www.tagesanzeiger.ch/trump-iran-15-punkte-plan-fuer-waffenruhe-im-nahen-osten-279751251787


    Wirren des Irankriegs


    Trump legt 15-Punkte-Plan vor – der Iran dementiert, spottet und stellt eigene Forderungen

    Der US-Präsident will den Krieg trotz angeblicher Gespräche fortsetzen und spricht von einem 

    «sehr grossen Geschenk» des Iran. Die Mullahs vermuten Kalkül hinter Trumps Ankündigungen.


    Fabio Lüdi


    Publiziert heute (25.3.2026) um 10:42 Uhr 


    US-Präsident Donald Trump will dem Iran einen 15-Punkte-Plan zur

    Beendigung des Kriegs vorgelegt haben, der auf grossen Zuspruch

    gestossen sei. Das berichten verschiedene US-amerikanische Medien wie

    die «New York Times» oder «Axios» unter Berufung auf anonyme

    US-Beamte.


    Selbst gesehen haben die Medien das Dokument nicht – und Offizielle

    des Iran dementieren die Behauptungen des US-Präsidenten, sie hätten

    Trumps Plan für eine Waffenruhe zugestimmt. Unstrittig scheint, dass

    der Vorschlag mit Pakistan als Briefträger von den USA an den Iran

    übergeben worden ist. Doch was steht überhaupt zur Debatte?


    Das fordern die USA vom Iran


    Die USA unter Präsident Donald Trump wollen, dass der Iran seinen

    Vorrat an hochangereichertem Uran (über 400 Kilogramm) aufgibt und auf

    weitere Urananreicherungen verzichtet, die wichtige Strasse von Hormuz

    wieder öffnet, verstärkte UNO-Inspektionen und die Überwachung von

    Nuklearanlagen akzeptiert, die Reichweite seiner ballistischen Raketen

    begrenzt und die Unterstützung zurückfährt für dem Land nahestehende

    Organisationen wie die Hizbollah im Libanon, wie etwa «Axios» schreibt.


    So reagiert der Iran auf Trumps 15-Punkte-Plan


    Ein Sprecher des iranischen Militärs verspottet am Mittwoch die

    angeblichen Bemühungen der USA um ein Waffenruheabkommen. Die

    Amerikaner verhandelten nur mit sich selbst, sagte Ebrahim Solfaghari,

    Sprecher des zentralen Hauptquartiers Khatam al-Anbiya, laut AP im

    Staatsfernsehen.


    «Unser erstes und letztes Wort war von Anfang an dasselbe und wird es

    auch bleiben: Jemand wie wir wird sich niemals mit jemandem wie Ihnen

    einigen», sagte Solfaghari, «nicht jetzt, niemals.» Wären die USA eine

    tatsächliche Supermacht, hätten sie sich «längst aus diesem

    Schlamassel befreit». «Ihre Ära leerer Versprechungen ist zu Ende.



    Laut «Axios» sind einige Vertreter der iranischen Führung auch der

    Ansicht, Trumps Ankündigungen rund um eine mögliche Waffenruhe dienten

    nur dazu, die Märkte zu beruhigen und den Ölpreis zu senken sowie Zeit

    zu gewinnen für weitere militärische Operationen. Infolge des Angriffs

    von Israel und den USA auf den Iran war der Ölpreis stark angestiegen.


    Steve Witkoff, der US-Sondergesandte für den Nahen Osten, soll Trump

    indes gesagt haben, der Iran habe «mehreren Schlüsselpunkten»

    zugestimmt. So etwa der Aufgabe seines hochangereicherten Urans,

    zitiert «Axios» eine anonyme Quelle.


    Ob der Iran tatsächlich solche Zugeständnisse gemacht hat – und wer

    das im Namen des Landes getan haben könnte –, ist jedoch strittig.

    Laut «Axios» wissen selbst in den höchsten Kreisen der Trump-Regierung

    nur sehr wenige, was in Bezug auf die Annäherung an den Iran

    tatsächlich vor sich geht. Gleichzeitig behaupten die USA, die

    iranische Führung habe seit der Ermordung führender Politiker seit

    Kriegsbeginn Mühe, sich unter sich abzusprechen, da unklar sei, wer

    das Land führe.


    Das fordert der Iran von den USA


    Als Antwort auf den US-Vorstoss formulierte die Iranische

    Revolutionsgarde ihrerseits Forderungen, wie das «Wall Street Journal»

    schreibt. So sollen die USA etwa alle ihre Militärstützpunkte rund um

    den Persischen Golf räumen und einem System zustimmen, das dem Iran

    erlaubt, von Schiffen in der Strasse von Hormuz eine Durchfahrtsgebühr

    zu kassieren.


    So steht Israel zum 15-Punkte-Plan der USA


    Der Erfolg eines Waffenruheabkommens hängt auch massgeblich von Israel

    ab. Aus israelischen Kreisen heisst es, Trumps 15-Punkte-Plan sei

    grundsätzlich mit der Position Israels vereinbar, wie «Axios»

    schreibt. Allerdings herrscht Skepsis darüber, ob der Iran der

    Wunschliste Trumps zustimmt.


    «Es gibt Befürchtungen, dass Trump sich dazu entschliessen könnte,

    einen Deal abzuschliessen und den Krieg zu beenden, selbst wenn nur

    einige seiner Forderungen erfüllt werden, und den Rest ohne eine klare

    Lösung auf später zu verschieben», wird eine israelische Quelle zitiert.


    Ungeachtet möglicher Waffenruhegespräche planen sowohl Israel als auch

    die USA mit einer Fortsetzung des Krieges für noch mindestens zwei bis

    drei Wochen, wie die «New York Times» schreibt. «Axios» zitiert einen

    US-Beamten mit den Worten: Trump wolle schauen, ob ein Deal erreicht

    werden könne, aber «wenn nicht, werden wir sie wieder bombardieren».

    Der US-Präsident hatte einen Stopp der Angriffe auf iranische

    Kraftwerke bis Freitag angekündigt.


    Wie US-Medien berichten, verlegen die USA 2000 bis 3000

    Fallschirmjäger der 82. Luftlandedivision in den Nahen Osten. 


    Ob sie eingesetzt würden, stehe noch nicht fest, schreibt etwa das «Wall

    Street Journal». Sie eröffneten Trump aber zusätzliche Handlungsmöglichkeiten.



    Am Dienstag sagte US-Präsident Donald Trump vor den Medien, der Iran

    habe den USA ein «sehr grosses Geschenk» gemacht. «Sie werden einen

    Deal machen», sagte Trump. «Sie haben gestern etwas Unglaubliches

    gemacht. Sie haben uns ein Geschenk gegeben, das Geschenk ist heute

    angekommen. Es war ein sehr grosses Geschenk, das eine enorme Menge

    Geld wert ist. Ich werde Ihnen nicht sagen, um was es sich beim

    Geschenk handelt, aber es war ein sehr bedeutender Preis.» 


    Auf Nachfrage sagte Trump, es habe sich um ein Geschenk in Bezug auf Öl

    und Gas gehandelt. «Es hat gezeigt, dass wir mit den richtigen Leuten verhandeln.»




    ———


    8. Foreign Policy: Die Verantwortung der israelischen Lobby für den Iran-Krieg

        Befürworter der US-israelischen Sonderbeziehung haben eine besondere Rolle gespielt.



    https://foreignpolicy.com/2026/03/17/israel-lobby-iran-war-trump-responsibility/?tpcc=me_digest&utm_source=Sailthru&utm_medium=email&utm_campaign=Middle East Digest - 031926&utm_term=oneoff_middle_east_digest_031926


    Der Standpunkt eines Experten zu einem aktuellen Ereignis.

    Die Verantwortung der israelischen Lobby für den Iran-Krieg

    Befürworter der US-israelischen Sonderbeziehung haben eine besondere Rolle gespielt.

    Walt-Steve-foreign-policy-columnist20Stephen M. Walt

    Von Stephen M. Walt, Kolumnist bei Foreign Policy und Robert and Renée Belfer 

    Professor für internationale Beziehungen an der Harvard University. 


    17. März 2026, 06:44

    News-Flash: Der Krieg im Iran läuft nicht wie erwartet. Ich könnte

    sagen, nicht als "geplant" zu gehen, außer dass dieses Wort in diesem

    Fall völlig unangemessen erscheint. Während die Amerikaner und andere

    ein weiteres Debakel im Nahen Osten erleben, wollen sie wissen, wer

    dafür verantwortlich ist.


    Es ist von entscheidender Bedeutung, die Schuld dort zu machen, wo sie

    hingehört, aber ebenso wichtig, dass diejenigen, die nicht

    verantwortlich sind, nicht zu Unrecht beschuldigt werden.


    Iran-Krieg


    Analyse und Nachrichten. Es überrascht nicht, dass einige Beobachter

    denken, dass dies ein Krieg ist, der für Israel geführt wird. Als

    Beweis deuten sie auf die USA hin.


    Die Erklärung von Außenminister Marco Rubio, dass die Regierung

    wusste, dass Israel angreifen würde, erwartete, dass der Iran

    Vergeltungsmaßnahmen gegen die US-Streitkräfte in der Region ergreifen

    könnte, und entschied sich daher, dem Vorzug zu kommen.


    Darüber hinaus hatte der israelische Premierminister Benjamin

    Netanjahu seit Monaten hart auf einen weiteren Krieg gedrängt, und es

    gibt viele pro-israelische Experten - wie den ehemaligen Chefredakteur

    der Jerusalem Post und den aktuellen New York Times-Kolumnisten Bret

    Stephens -, die in der Vergangenheit wiederholt zum Krieg gegen den

    Iran aufgerufen haben und den aktuellen Krieg sogar jetzt verteidigen.

    (…)



    siehe auch:



    https://www.nytimes.com/2026/03/22/us/politics/iran-israel-trump-netanyahu-mossad.html?unlocked_article_code=1.VVA.fqFQ.2g-SgH_MdEhP&smid=nytcore-ios-share


    Israel glaubte, es könne im Iran einen Aufstand anzetteln. Das ist nicht geschehen.


    Präsident Trumps Hoffnungen, dass ein israelischer Plan, einen internen Aufstand gegen 

    die theokratische Regierung des Iran zu entfachen, den Krieg rasch beenden könnte, 

    haben sich bislang zerschlagen.


    (übersetzt mit deepl.com)



    ——


    9. Die Zeit: Krieg im Nahen Osten: Bundespräsident Steinmeier nennt Irankrieg "völkerrechtswidrig"


    https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-03/krieg-naher-osten-frank-walter-steinmeier-johann-wadephul-voelkerrechtswidrig-iran-usa-israel-gxe


    Krieg im Nahen Osten: Bundespräsident Steinmeier nennt Irankrieg "völkerrechtswidrig"

    Frank-Walter Steinmeier spricht von einem "Völkerrechtsbruch" beim

    Irankrieg. Außenminister Johann Wadephul rief dazu auf, das Verhältnis

    zu den USA nicht abzuschreiben.


    Aktualisiert am 24. März 2026, 10:49 Uhr


    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Krieg der USA und

    Israels gegen den Iran als "völkerrechtswidrig" kritisiert. "Unsere

    Außenpolitik wird nicht überzeugender dadurch, dass wir

    Völkerrechtsbruch nicht Völkerrechtsbruch nennen", sagte Steinmeier in

    seiner Festrede zum 75. Jahrestag der Wiedergründung des Auswärtigen

    Amts in Berlin.


    "Dieser Krieg ist völkerrechtswidrig – daran gibt es wenig Zweifel",

    sagte er. Damit schlug Steinmeier einen anderen Ton an als die

    Bundesregierung, die bisher vermieden hat, den Krieg als

    völkerrechtswidrig einzustufen.


    Wenn das Ziel des Krieges tatsächlich gewesen wäre, den Iran am Bau

    einer Atombombe zu stoppen, dann sei er das Resultat eines politisch

    verhängnisvollen und vermeidbaren Fehlers.


    "Wir waren nie so weit entfernt von einer atomaren Bewaffnung des

    Iran", sagte Steinmeier und verwies auf den Abschluss des

    internationalen Atomabkommens mit dem Iran 2015. US-Präsident Trump

    habe dieses Abkommen scheitern lassen. In seiner ersten Amtszeit

    kündigte er das Abkommen auf, "in seiner zweiten Amtszeit nun führt er

    Krieg", sagte Steinmeier.


    Deutschland und Europa könnten nie wieder ein so vertrautes Verhältnis

    mit den USA haben wie vor dem Amtsantritt von US-Präsident Donald

    Trump. "Ich spreche daher von einem 'doppelten Epochenbruch' in

    ​unserer Zeit", sagte Steinmeier.


    Bereits am 24. Februar 2022 habe es mit ‌dem russischen ⁠Überfall auf

    die Ukraine einen ​Epochenbruch gegeben. Trumps Amtsantritt wolle er

    damit nicht vergleichen – aber beides habe für die deutsche

    Außenpolitik eine "strategisch ​umstürzende Bedeutung".


    Wadephul ruft zum Zusammenhalt auf


    Außenminister Johann Wadephul (CDU) ging in seiner Rede ebenfalls auf

    die Beziehung zu den USA ein. "Unser transatlantisches Verhältnis

    befindet sich in einem tiefgehenden Wandel", sagte er. Die

    internationale Ordnung der vergangenen 75 Jahre stehe unter Druck,

    einige würden versuchen, sie zu zerstören. Diplomatie sei daher "heute

    nötiger denn je“. (…)



    ——


    siehe auch:


    https://www.sueddeutsche.de/politik/news-habermas-ramstein-afd-li.3453193


    SZ am Abend - Nachrichten vom 14. und 15. März 202615. März 2026, 17:58 Uhr


    (…)


    SPD-Zweifel an uneingeschränkter Ramstein-Nutzung für US-Krieg gegen Iran. 


    Bei einigen in der schwarz-roten Koalition gibt es Bedenken, ob

    Deutschland weiter etwa Überflugrechte erteilen soll. Es geht auch um

    die Frage, ob ein Verstoß gegen das Grundgesetz vorliegen könnte, das

    die Unterstützung völkerrechtswidriger Angriffskriege untersagt. 


    In der SPD wird eine Entscheidung durch Gerichte ins Spiel gebracht, die

    Linke fordert ein Ende der Nutzung der US Air Base. 


    Zum Artikel




    ———


    10. Verfassungsblog: Stellungnahme zur deutschen Außenpolitik im Zuge der Angriffe der USA und Israels auf den Iran 


    https://verfassungsblog.de/stellungnahme-zur-deutschen-ausenpolitik-im-zuge-der-angriffe-der-usa-und-israels-auf-den-iran/

    17 March 2026

    Stellungnahme zur deutschen Außenpolitik im Zuge der Angriffe der USA und Israels auf den Iran Als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich mit Völkerrecht

    und den internationalen Beziehungen befassen, sind wir besorgt über

    die Reaktionen der deutschen Politik auf den am 28. Februar 2026

    gestarteten Angriff der USA und Israels auf die Islamische Republik

    Iran. Die bisherigen Stellungnahmen der deutschen Bundesregierung

    lassen keine klare Verurteilung des völkerrechtswidrigen Vorgehens

    erkennen und tragen damit zur weiteren Aushöhlung der regelbasierten

    und institutionellen Ordnung in Europa und der Welt bei.


    Der Einsatz militärischer Gewalt gegen den Iran durch Israel und die

    USA stellt einen Verstoß gegen das völkerrechtliche Gewaltverbot dar.


    Da kein bewaffneter Angriff des Irans auf Israel, die USA oder andere

    Staaten unmittelbar bevorstand, ist die Gewaltausübung nicht durch das

    Recht auf Selbstverteidigung gerechtfertigt. Zum Zeitpunkt des

    Angriffs durch die USA befanden sich die US-amerikanische und die

    iranische Regierung noch in Verhandlungen über das iranische

    Atomprogramm, und es fehlen Belege dafür, dass die Herstellung und der

    Einsatz einer Atombombe oder anderer Waffen imminent waren.


    Auch die beispiellosen Gräueltaten der iranischen Regierung an der

    eigenen Bevölkerung rechtfertigen die Raketen- und Bombenangriffe

    durch die USA und Israel auf Ziele im Iran nicht. Zwischenstaatliche

    Einsätze von Waffengewalt als Reaktion auf gravierende

    Menschenrechtsverstöße und humanitäre Notlagen können nur durch

    Resolutionen des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen autorisiert

    werden.


    Eine Berufung auf das umstrittene Instrument der humanitären

    Intervention in Ausübung einer Schutzverantwortung auch ohne UN-Mandat

    kommt schon deshalb nicht in Betracht, weil die Art der Durchführung

    der Angriffe und die Auswahl der Ziele offensichtlich nicht der

    Verbesserung der humanitären Situation der iranischen Bevölkerung

    dienen. Weder die USA noch Israel haben sich durch Anrufung des

    Sicherheitsrats oder der Generalversammlung um ein multilaterales

    Vorgehen bemüht.


    Die Bundesregierung hat der Rechtswidrigkeit dieses Angriffs bei der

    Entscheidung über die Nutzung von Militärbasen auf deutschem

    Territorium Rechnung zu tragen, um nicht Gefahr zu laufen, sowohl das

    Völkerrecht als auch das Grundgesetz zu verletzen.


    Die historische Verantwortung Deutschlands sowie die daran anknüpfende

    Völkerrechtsfreundlichkeit des Grundgesetzes verpflichten die

    Bundesregierung, völkerrechtliche Grundnormen als Grundlage deutscher

    Außenpolitik zu respektieren und zu stärken. Das Gewaltverbot ist die

    notwendige Bedingung einer friedlichen Welt und damit nicht

    verhandelbar. Internationale Kooperation, globale Governance, sowie

    transnationale wirtschaftliche Transaktionen basieren auf dem

    allseitigen Vertrauen in seine Einhaltung.


    Nur eine prinzipiengeleitete Außenpolitik kann die Grundlage dafür

    bieten, dass das Völkerrecht in Zukunft auch von anderen Staaten

    eingefordert werden kann (bspw. in der Forderung nach Sicherheit und

    Souveränität der Ukraine und Grönlands). Wenn Drittstaaten die

    Einforderung von internationalen Rechtsnormen durch die deutsche

    Bundesregierung als selektiv wahrnehmen, kann dieser Eindruck von

    Doppelstandards zukünftige Abmachungen und vertrauensvolle

    Zusammenarbeit unterminieren.


    Langfristig ist es daher nicht nur moralisch und rechtlich geboten,

    sondern auch im Eigeninteresse Deutschlands, auf einer regelbasierten

    Ordnung zu bestehen und entsprechend zu handeln. Wir fordern daher

    eine Rückkehr zur Grundlage der deutschen Außenpolitik, die auf der

    UN-Charta und dem Grundgesetz basiert sowie eine Verregelung und

    Verrechtlichung der internationalen Beziehungen anstrebt.


    (es folgen die Namen der Unterzeichnenden)




    -----

    11. Der Spiegel: Deutscher Botschafter Steffen Seibert        Ein Israel-Freund, den die Netanyahu-Regierung loswerden möchte



    https://www.spiegel.de/politik/deutschland/steffen-seibert-ein-israel-freund-den-die-netanyahu-regierung-loswerden-moechte-a-76f9754d-ded7-47f5-92e7-6030572c5200


    Deutscher Botschafter Steffen Seibert  Ein Israel-Freund, den die Netanyahu-Regierung loswerden möchteSteffen Seibert hat Hebräisch gelernt, Geiselfamilien unterstützt und palästinensischen Terror verurteilt. 


    Trotzdem hat er nun den Ärger von Israels Außenminister auf sich gezogen – 

    weil er auf die wachsende Gewalt von Siedlern hinwies.


    Von Christoph Schult


    24.03.2026, 12.41 Uhr


    (…)



    ——




    12. Die Welt: Kritik an Siedlergewalt - Israels Außenminister empört über X-Beitrag von Botschafter Seibert


    https://www.welt.de/politik/ausland/article69c110028f5761671715c51a/steffen-seibert-israels-aussenminister-empoert-ueber-x-beitrag-vom-botschafter.html


    Kritik an Siedlergewalt

    Israels Außenminister empört über X-Beitrag von Botschafter Seibert

    Stand: 23.03.2026


    „Gut zu wissen, dass bald ein neuer Botschafter kommt“: Der

    israelische Außenminister kritisiert den scheidenden Diplomaten

    Seibert scharf. Hintergrund ist dessen Kritik an Siedlergewalt. Nun

    schaltet sich das Auswärtige Amt ein.


    Das Auswärtige Amt hat sich nach Kritik des israelischen

    Außenministers Gideon Saar an Äußerungen zur Siedlergewalt klar hinter

    den deutschen Botschafter Steffen Seibert gestellt. „Es ist ganz klar,

    dass es auch die Aufgabe unseres Botschafters ist, Themen

    anzusprechen, bei denen wir Differenzen haben“, sagte ein Sprecher des

    Auswärtigen Amts in Berlin.


    Außenminister Johann Wadephul (CDU) habe Saar gestern Abend angerufen

    und betont, dass Seibert ein überzeugter Unterstützer des Staates

    Israel sei. „Damit ist die Sache auch ausgeräumt“, ergänzte der Sprecher.


    Der Sprecher wies auf „die Dynamik von Streitgesprächen auf X“ hin und

    sagte: „Das ist nicht das optimale Gesprächsformat, um

    Meinungsverschiedenheiten auszuräumen.“ Deswegen habe Wadephul mit

    Saar direkt gesprochen. Der Minister habe auch erneut angesprochen,

    dass es ein deutlich entschiedeneres Vorgehen gegen Siedlergewalt im

    Westjordanland brauche.


    Saar hatte wütend auf einen X-Post des deutschen Botschafters

    reagiert. „Botschafter Seibert fällt es schwer, Angriffe auf Israelis

    zu verurteilen, ohne die Palästinenser zu erwähnen“, schrieb Saar auf

    der Plattform X. „Gut zu wissen, dass bald ein neuer Botschafter kommt

    – einer, der die israelisch-deutschen Beziehungen stärken wird.“ Das

    israelische Außenministerium warf Seibert fehlende Empathie für Israel vor.


    Steffen Seibert – einstiger ZDF-Moderator und Ex-Regierungssprecher –

    ist noch bis zum Sommer 2026 Botschafter in Israel, anschließend geht

    der 65-Jährige in den Ruhestand. Ein Nachfolger ist noch nicht benannt.


    Seibert hatte am Sonntagabend in seinem X-Post von einem Tag der

    Trauer und Empörung nach dem Tod eines Israelis durch

    Hisbollah-Beschuss und hunderten Verletzten durch iranische Raketen

    gesprochen. Zugleich schrieb er über Siedlergewalt gegen

    palästinensische Dorfbewohner im Westjordanland. Zuvor war es zum Tod

    eines Siedlers gekommen.


    Wegen der Kritik an Siedlergewalt warf Saar Seibert eine „Besessenheit

    auf die in Judäa und Samaria lebenden Juden“ vor, die ihn daran

    hindere, den Tod eines Juden durch Palästinenser zu verurteilen. Als

    Judäa und Samaria bezeichnet die israelische Regierung die Gebiete im

    Westjordanland.


    Botschafter: Wir stehen an der Seite Israels


    In einer eigenen Reaktion auf Saars X-Post betonte Botschafter

    Seibert, Deutschland stehe in dem gegenwärtigen Krieg gegen den Iran

    an der Seite Israels. Es habe die iranischen Angriffe auf israelische

    Zivilisten und den „verbrecherischen Einsatz von Streubomben

    öffentlich verurteilt“, schrieb der Diplomat in seiner Erwiderung auf

    X. „Die Gewalt der Siedler bereitet uns, wie auch dem israelischen

    Präsidenten und anderen führenden Politikern, große Sorgen“, fügte er hinzu. 

    (…)



    ——


    13. n tv: Vor Internationalem Gerichtshof - Deutschland verzichtet auf Intervention bei Genozid-Verfahren gegen Israel


    https://www.n-tv.de/politik/Deutschland-verzichtet-auf-Intervention-bei-Genozid-Verfahren-gegen-Israel-id30485759.html


    Vor Internationalem GerichtshofDeutschland verzichtet auf Intervention bei Genozid-Verfahren gegen Israel18.03.2026, 18:22 Uhr 


    Die Ampel-Koalition will Israel vor dem Internationalen Gerichtshof

    gegen den Vorwurf des Völkermords verteidigen. Doch die aktuelle

    Bundesregierung tritt nun von diesem Vorhaben zurück. Grund soll eine

    Klage Nicaraguas gegen Deutschland vor dem IGH sein.


    Die Bundesregierung will Israel entgegen einer Ankündigung der

    Ampel-Regierung nun doch nicht bei seiner Verteidigung gegen eine

    Genozid-Anklage vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) beistehen.

    Auf die Frage eines Journalisten, ob eine sogenannte Nebenintervention

    zugunsten Israels weiterhin geplant sei, sagte ein Sprecher des

    Auswärtigen Amtes, dass es diese nicht geben werde.


    Als Grund verwies der Sprecher auf neue Entwicklungen seit der im

    Dezember 2023 durch Südafrika eingereichten Klage gegen Israel. Unter

    anderem habe Nicaragua im Frühjahr 2024 eine Klage vor dem IGH gegen

    Deutschland eingereicht: "Wir sind jetzt eben selbst Teil eines

    streitigen Verfahrens vor dem IGH und haben uns infolgedessen

    entschieden, von dieser Möglichkeit [der Nebenintervention] nicht

    Gebrauch zu machen." Die Bundesregierung wolle sich stattdessen auf

    das von Nicaragua angestrengte Verfahren konzentrieren.


    Im März 2024 hatte sich Nicaragua mit dem Vorwurf an das Gericht

    gewandt, Deutschland leiste durch Waffenlieferungen an Israel Beihilfe

    zu einem Völkermord an den Palästinensern im Gazastreifen. "Wir weisen

    die Vorwürfe, die Nicaragua Deutschland vor dem IGH macht, entschieden

    zurück", betonte der Außenamtssprecher.


    Auf die Nachfrage eines Journalisten, ob die Bundesregierung nicht

    mehr den Standpunkt vertrete, dass der Genozid-Vorwurf gegen Israel

    "jeder Grundlage entbehre", sagte der Sprecher, dass der Vorwurf vor

    dem Internationalen Gerichtshof geklärt werde. "Und das möchten wir

    natürlich abwarten."


    Anders als Deutschland verteidigen die Vereinigten Staaten Israel vor

    dem IGH gegen die Völkermordvorwürfe. Mehr als ein Dutzend weiterer

    Länder haben Interventionen eingereicht, darunter Spanien, die

    Niederlande und Irland. Viele vertreten jedoch eine andere Auffassung

    als die USA. Südafrika wirft Israel in seiner Klage Handlungen vor,

    die nach dem Angriff der Terrororganisation Hamas auf Israel vom 7.

    Oktober 2023 auf die Vernichtung der Palästinenser im Gazastreifen

    abzielten. Israel weist diese Vorwürfe zurück.


    Quelle: ntv.de, dsc/dpa



    -------



    14. SWP: Flächenbrand: Welche Ziele verfolgen die Kriegsparteien in Iran und welche Folgen drohen in Nahost? 


    https://www.swp-berlin.org/publikation/flaechenbrand-welche-ziele-verfolgen-die-kriegsparteien-in-iran-und-welche-folgen-drohen-in-nahost?mtm_source=newsletter&mtm_medium=email&mtm_campaign=SWP-Newsletter, 19.03.2026&mtm_kwd=Weiter


    Flächenbrand: Welche Ziele verfolgen die Kriegsparteien in Iran und welche Folgen drohen in Nahost? 

    SWP-Podcast 2026/P 08, 18.03.2026



    (…)



    Moderator: Jetzt haben wir ganz viele, wie Marco Overhaus es genannt

    hat, Fragezeichen hier in diesem Podcast gesetzt. Sehen Sie denn

    irgendwo auch ein Ausrufezeichen, was Ihnen Hoffnung macht, wo man

    sagen könnte, das ist der Weg raus?


    Azadeh Zamirirad: Also ein Ausrufezeichen sehe ich nicht.


    Moderator: Einen Gedankenstrich?


    Azadeh Zamirirad:


    (…) Also es gibt so viele Unwägbarkeiten. Aber wenn ich versuche,

    positiv zu denken und den Gedankenstrich mal zu setzen: ich glaube

    schon, dass es nach wie vor die Möglichkeit gibt und auch die

    Notwendigkeit, hier deeskalierend zu wirken und hier vermittelnd

    einzuwirken.


    Und da sehe ich vor allen Dingen eine Rolle für die Europäer, weniger

    als im militärischen Bereich. Auch wenn man dann nüchtern betrachtet

    sagen muss, dass unsere Rolle sehr begrenzt ist. Aber ich denke, dass

    wir darauf hinwirken müssen, in Zusammenarbeit mit den Akteuren in der

    Region, die sich ja noch um Vermittlung bemühen.


    Und es gibt auch Golfstaaten, obwohl sie ins Visier geraten sind von

    Iran, die weiterhin um Deeskalation bemüht sind, mit Akteuren wie dem

    Oman oder Katar zu arbeiten. Gegebenenfalls auch mit den Chinesen, mit

    der Türkei, also Akteure, die etwas mehr Handlungsspielraum haben.


    Die Türken haben sich jetzt nicht gerade aufgedrängt selbst, aber auch

    das ist zumindest denkbar, auf Deeskalation hinzuwirken, um

    Vermittlungsbemühungen zu starten. Und das war ja mal eine große

    Rolle, die die Europäer in der Vergangenheit gespielt haben.


    Wieso nicht versuchen jetzt, wenn unsere anderen Möglichkeiten gerade

    so begrenzt sind, genau diese Rolle wieder zu beleben, um überhaupt

    wieder als Akteur, als Handlungsspieler hier mit am Tisch sitzen zu

    können.


    Die Bemühungen muss man zumindest überhaupt erst mal beginnen. Das

    beginnt beim Völkerrecht und geht aber auch darüber hinaus. Da glaube

    ich, kann man schon ansetzen. Und dann gibt es zumindest Grund zu

    hoffen, dass wir auf dem Waffenstillstand erst mal hinwirken können

    und von dort dann weitersehen.



    Moderator: Der Krieg Israels und der USA gegen den Iran. Was sind die

    Kriegsziele? Und welche Folgen könnte der Krieg auch für die Region

    haben? Darüber habe ich gesprochen mit Azadeh Zamririrad, mit Marco

    Overhaus und mit Peter Lintl. Herzlichen Dank.


    Lintl/Overhaus/Zamirirad: Vielen Dank.


    (…)


    ——


    15. IPG: Blockierte Lebensader - Der Iran-Krieg trifft nicht nur den Ölhandel, sondern das globale Ernährungssystem – mit katastrophalen Folgen.


    https://www.ipg-journal.de/regionen/global/artikel/blockierte-lebensader-8942/?utm_campaign=de_40_20260319&utm_medium=email&utm_source=newsletter



    Global 19.03.2026 | Bram Govaerts & Sharon Burke

    Blockierte Lebensader


    Der Iran-Krieg trifft nicht nur den Ölhandel, sondern das globale Ernährungssystem – mit katastrophalen Folgen.

    Bram Govaerts ist Generaldirektor des International Maize and Wheat

    Improvement Center und ein international anerkannter

    Agrarwissenschaftler, der nachhaltige Innovationen in Agrar- und

    Ernährungssystemen vorantreibt.


    Sharon Burke ist Chief Engagement Officer des International Maize and

    Wheat Improvement Center mit Fokus auf globale Ernährungssicherheit

    und wirkungsorientierte Agrarforschung. Zuvor Gründer von Ecospherics

    und ehemaliger Assistant Secretary of Defense der U.S. Department of

    Defense für Energie.




    Seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran haben

    nur noch wenige der einst täglich rund 100 Schiffe, die die Straße von

    Hormus passierten, diese durchquert. Nun, da der Iran laut Berichten

    Seeminen in der engen Wasserstraße verlegt hat, ist eine tagelange,

    wenn nicht gar monatelange Sperrung nicht mehr nur hypothetisch.


    (…)


    Weitere Störungen in der Straße von Hormus hätten Auswirkungen, die

    weit über den Golf hinausreichen würden. Landwirte auf der ganzen Welt

    – von Südasien bis Subsahara-Afrika, aber auch in Europa und den USA –

    sind auf eine stabile Versorgung mit Düngemitteln und Treibstoff

    angewiesen.


    Erdgas ist ein wichtiger Bestandteil von Stickstoffdünger, der einen

    Eckpfeiler der modernen Landwirtschaft darstellt und maßgeblich dazu

    beigetragen hat, dass die Ernteerträge historische Höchststände

    erreicht haben. Schätzungsweise 30 bis 40 Prozent des weltweit

    gehandelten Stickstoffdüngers werden über die Meerenge transportiert.


    Werden Dünger und Treibstoff teurer, reagieren Landwirte darauf, indem

    sie entweder weniger Dünger ausbringen oder eine geringere Anbaufläche

    bewirtschaften. Infolgedessen sinken die Erträge und die Auswirkungen

    breiten sich im gesamten Lebensmittelsystem aus. Die höheren Kosten

    werden von Landwirten und Lkw-Fahrern über Lebensmittelverarbeiter

    hinweg bis hin zu den Endverbrauchern entlang der Lieferkette weitergegeben.


    Während Störungen bei der Lieferung von Lebensmitteln, Treibstoff und

    Düngemitteln erst nach Wochen oder Monaten zu Preisanstiegen führen

    könnten, könnte eine andere Ressource bereits nach wenigen Tagen

    gefährdet sein: Wasser. Sollte der Konflikt die Gewässer des Golfs

    verschmutzen oder Entsalzungsanlagen außer Betrieb setzen, hätte dies

    katastrophale Folgen.


    Die Gefahr ist bereits akut. Letzte Woche meldeten sowohl Bahrain als

    auch der Iran, der selbst unter schwerwiegender Wasserknappheit

    leidet, dass Entsalzungsanlagen angegriffen worden seien. Sollten

    diese Angriffe vorsätzlich erfolgen, würden sie nach internationalem

    Recht als Kriegsverbrechen gelten, da die Zerstörung oder

    Verschmutzung solcher Anlagen unmittelbar die Lebensgrundlage von

    Millionen Menschen gefährden würde.


    Während die Ukraine gezeigt hat, dass kritische Infrastruktur unter

    Beschuss repariert werden kann, sind Entsalzungssysteme hochkomplex

    und es gibt kaum schnelle Alternativen.


    Seit Jahrzehnten konzentrieren sich die internationalen

    Sicherheitsbemühungen im Nahen Osten darauf, die Verbreitung von

    Massenvernichtungswaffen zu verhindern. Die Sperrung der Straße von

    Hormus – sei es durch Seeminen oder einen anhaltenden militärischen

    Konflikt – könnte der Zivilbevölkerung jedoch in ähnlichem Ausmaß

    schaden, indem sie die globalen Nahrungsmittel- und Energiesysteme

    lahmlegt und zudem eine regionale Wasserkrise auslöst.


    Sowohl die Konfliktparteien als auch die internationale Gemeinschaft

    insgesamt müssen daher alles in ihrer Macht Stehende tun, um ein

    solches Szenario zu verhindern. Gleichzeitig sollte diese Episode als

    Warnung dienen. Das globale Nahrungsmittelsystem ist äußerst anfällig.

    Die politischen Entscheidungsträger müssen handeln, um es zu

    stabilisieren, bevor der nächste Schock Millionen weitere Menschen an

    den Rand einer humanitären Katastrophe bringt.




    ——




    16. IPPNW: IPPNW kritisiert Angriffe auf Atomanlagen und warnt vor Ökozid



    https://www.ippnw.de/frieden/konflikte-kriege/iran/artikel/de/ippnw-kritisiert-angriffe-auf-atoman.html


    25.03.2026

    IPPNW kritisiert Angriffe auf Atomanlagen und warnt vor Ökozid


    Eskalation im Irankrieg

    Die deutsche IPPNW-Sektion kritisiert in aller Schärfe Militärangriffe

    auf atomare Anlagen, Gesundheitseinrichtungen und zivile

    Energieinfrastruktur wie Ölraffinerien und Gasfelder und Drohungen mit

    solchen Angriffen. Die Organisation warnt vor einem Ökozid. Gestern

    ist nach iranischen Angaben bei US-Angriffen erneut das Gelände des

    Atomkraftwerks Buschehr getroffen worden. Vergangene Woche war das

    einzige Atomkraftwerk des Iran schon einmal von einem Geschoss

    getroffen worden.


    „Wir begrüßen die klare Verurteilung des Irankrieges als

    völkerrechtswidrig durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Die

    IPPNW appelliert an die Bundesregierung, nun dem Beispiel Spaniens zu

    folgen und gegenüber den USA und Israel eine direkte und indirekte

    Unterstützung des Krieges zu verweigern“, erklärt die

    IPPNW-Vorsitzende Dr. Angelika Claußen.


    Zudem haben die USA und Israel die Urananreicherungsanlage in Natans

    angegriffen. Am 21. März schlugen mehrere iranische

    Langstreckenraketen in Dimona und Arad in Israel ein. Hier wohnen

    Mitarbeiter*innen des Kernforschungszentrum Negev, wo die israelischen

    Atomwaffen vermutet werden. Die iranische Regierung drohte zudem mit

    einem Angriff auf das Atomkraftwerk Baraka in den Vereinigten

    Arabischen Emiraten.


    Ein direkter Treffer auf eine Atomanlage würde keine Explosion wie bei

    einer Atomwaffe auslösen. Das Risiko besteht in der Freisetzung

    radioaktiver Stoffe, die in die Umwelt gelangen und möglicherweise

    eine langfristige Kontamination verursachen. Die Folgen eines solchen

    Beschusses hängen davon ab, welcher Teil einer Anlage getroffen wird

    und welche radioaktiven Stoffe dort vorhanden sind.


    IAEA-Chef Rafael Grossi forderte bereits mehrfach militärische

    Zurückhaltung von den Kriegsparteien. Es gelte, jedes Risiko eines

    Atomunfalls zu vermeiden. Das Internationale Rote Kreuz hat darauf

    hingewiesen, dass atomare Anlagen nach dem humanitären Völkerrecht

    einen besonderen Schutz genießen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO

    verurteilte zudem bereits am 11. März 2026 18 Angriffe auf

    Gesundheitseinrichtungen im Iran seit Beginn des Krieges.


    Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran ist schon jetzt eine

    Katastrophe nicht nur für die Menschen, sondern auch für das Klima.

    Wissenschaftler*innen gehen in einer Analyse davon aus, dass der Krieg

    bereits in den den ersten 14 Tagen zu 5 Millionen Tonnen

    Treibhausgasemissionen geführt hat. Er zehre das globale

    Kohlenstoffbudget schneller auf als die 84 Länder mit den geringsten

    CO²-Emissionen zusammen genommen.


    Nach Angriffen auf iranische Öllager hatte die iranische Umweltbehörde

    den Menschen geraten, in den Häusern zu bleiben. Der Iranische Rote

    Halbmond warnte vor möglichem sauren Regen, ausgelöst durch giftige

    Chemikalien. Es gibt im Iran kaum Masken und Inhalationsgeräte, die

    die Menschen schützen. Brennende Energieinfrastruktur in den

    Golfstaaten und Angriffe auf Öltanker in der Straße von Hormus und auf

    Gaslager führen zu giftigen Emissionen, die die Biosphäre belasten.


    Sie finden die Analyse von Fred Otu-Larbi, Patrick Bigger, and

    Benjamin Neimark unter


     https://climatecommunityinstitute.substack.com/p/iran-war-pollution


    ——



    17. Openpetition: Offener Brief: Unterstützung für Spaniens Haltung gegen eine militärische Eskalation mit Iran


    https://www.openpetition.eu/petition/online/offener-brief-unterstuetzung-fuer-spaniens-haltung-gegen-eine-militaerische-eskalation-mit-iran


    Außenpolitik

    Offener Brief: Unterstützung für Spaniens Haltung gegen eine militärische Eskalation mit Iran

    Offener Brief: Unterstützung für Spaniens Haltung gegen eine militärische Eskalation mit Iran

    Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Pedro Sánchez,
    sehr geehrte Mitglieder der spanischen Regierung,
    sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter der Regierungen und Institutionen Europas,

    wir möchten unsere nachdrückliche Unterstützung für die Haltung der

    spanischen Regierung zum Ausdruck bringen, den Krieg gegen Iran

    abzulehnen und sich zu weigern, spanisches Territorium für diese

    militärische Eskalation zur Verfügung zu stellen.


    In einer Zeit wachsender internationaler Spannungen, in der sich die

    militärische Konfrontation über den Nahen Osten auszuweiten und die

    internationale Ordnung weiter zu destabilisieren droht, setzt Spanien

    ein wichtiges Zeichen: Ein Krieg ohne völkerrechtliche Legitimität

    darf keine Unterstützung finden.


    Gleichzeitig hat Spanien deutlich gemacht, dass die Ablehnung eines

    Krieges keineswegs eine Unterstützung der Politik des iranischen

    Regimes bedeutet. Die Unterdrückung der Zivilgesellschaft,

    schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen sowie destabilisierende

    Aktivitäten in der Region geben Anlass zu ernster Sorge.


    Es ist daher sowohl möglich als auch notwendig, diese Politik klar zu

    kritisieren und ihr entgegenzutreten – während gleichzeitig eine

    militärische Intervention abgelehnt wird, die Gewalt weiter eskaliert

    und das Völkerrecht untergräbt. Ein solcher Krieg bringt weder

    Demokratie noch Sicherheit, Stabilität oder Gerechtigkeit in die Region.


    Besonders begrüßen wir die Entscheidung der spanischen Regierung, die

    Nutzung der US-Militärstützpunkte in Rota und Morón für Angriffe gegen

    Iran nicht zu genehmigen.


    Obwohl diese Stützpunkte gemeinsam mit den Vereinigten Staaten

    betrieben werden, stehen sie unter spanischer Souveränität und dürfen

    nicht für militärische Aktionen genutzt werden, die den Grundsätzen

    der Charta der Vereinten Nationen widersprechen oder zu einer weiteren

    Eskalation beitragen. Diese Entscheidung zeigt, dass Regierungen auch

    unter internationalem Druck ihre souveräne Verantwortung wahrnehmen

    können.


    Die Haltung Ihrer Regierung knüpft an eine starke demokratische

    Tradition der spanischen Zivilgesellschaft an: die klare Botschaft „No

    a la guerra“ – Nein zum Krieg. Diese wurde besonders während der

    massiven Proteste gegen den Irakkrieg im Jahr 2003 sichtbar, als

    Millionen Menschen in Spanien gegen eine militärische Intervention

    ohne völkerrechtliche Legitimation auf die Straße gingen. Auch heute

    findet diese Botschaft weit über Spanien hinaus Resonanz.


    Das Science4Peace Forum zusammen mit anderen Organisationen ruft daher

    andere europäische Regierungen sowie Vertreterinnen und Vertreter von

    Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik in ganz Europa dazu auf,

    diese Haltung zu unterstützen und dem Beispiel Spaniens zu folgen,


    eine Beteiligung am Krieg abzulehnen und einer weiteren Eskalation

    entgegenzutreten;


    die Nutzung ihres Staatsgebiets, ihres Luftraums und ihrer

    Militärbasen für offensive Operationen im Zusammenhang mit diesem

    Konflikt zu verweigern;


    innerhalb der Europäischen Union und der Vereinten Nationen auf

    Deeskalation und die Wiederaufnahme diplomatischer Verhandlungen

    hinzuwirken;


    zu bekräftigen, dass die Achtung des Völkerrechts die unverzichtbare

    Grundlage verantwortungsvoller Sicherheitspolitik ist.


    Europa sollte nicht zu einer logistischen Plattform für die Ausweitung

    eines Krieges werden. Vielmehr sollte es eine konstruktive Rolle bei

    der Förderung von Diplomatie, Zurückhaltung und der friedlichen

    Beilegung von Konflikten übernehmen.


    Die Entscheidung Spaniens zeigt: Auch in Zeiten großer internationaler

    Spannungen ist es möglich, dem Druck zur Eskalation zu widerstehen und

    klar für Diplomatie, Völkerrecht und Frieden einzutreten. Gerade in

    diesem gefährlichen Moment der internationalen Politik ist eine solche

    Haltung von besonderer Bedeutung.


    Organisationen

    (…)



    ———




    18. Abstimmung 21: 100% meiner Steuern für zivile Zwecke

    https://abstimmung21-mitmachen.de/proposals/647-100-meiner-steuern-fur-zivile-zwecke


    100% meiner Steuern für zivile Zwecke


    18. März 2026 


    Wir - das Netzwerk Friedenssteuer e.V. - wollen ein Gesetz, 

    um bei der Steuerzahlung Gewissensfreiheit zu praktizieren 

    und nicht mit unseren Steuern „für das Militär zu dienen“.


    Wer wirklich Frieden will, muss ausschließlich dafür zahlen und

    Ausgaben für Militär abwählen können.



    Nicht so! Im Bundeshaushalt 2026 beträgt der Verteidigungsetat 82,6

    Mrd. EUR plus 25,5 Mrd. EUR aus dem Sondervermögen Bundeswehr. 


    Aus dem Verteidigungsetat von rund 83 Mrd. EUR zahlt jede Person, die in

    Deutschland lebt (um 83 Mio. Menschen) durch direkte und indirekte

    Steuern im Schnitt 1.000 EUR pro Jahr für Militär (und etwa 4 EUR für

    zivile Konfliktbearbeitung).


    ► Wir wollen ein Zivilsteuergesetz und damit das Recht, über den Fluss

    unserer Steuern in ausschließlich zivile Zwecke mitzubestimmen, bevor

    das Parlament die Höhe des Verteidigungsetats festlegt.


    Grundlage: Das Grundgesetz garantiert Gewissensfreiheit in Art.4 (1)

    und konkretisiert sie im Fall des Kriegsdienstes in Art.4 (3):

    „Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe

    gezwungen werden.“ Diese Garantie fehlt bei der Steuerzahlung: Alle

    Steuerzahlenden ‚dienen‘ mit ihren Steuergeldern, indem sie es Anderen

    ermöglichen, mit der Waffe zu ‚dienen‘ und zu töten, also

    Zwangszahlung für das Militär.



    ►Wir fordern, für diese fehlende Garantie eine gesetzliche Regelung:

    „Niemand darf gegen sein Gewissen gezwungen werden, durch Steuern und

    Abgaben zur Finanzierung von Militär, Rüstung und auch Krieg

    beizutragen.“ 


    Für diese gesetzliche Regelung liegt der Entwurf eines

    „Zivilsteuergesetzes“ für mehr Gewissensfreiheit und demokratische

    Mitbestimmung vor. Der Text ist juristisch und verfassungsrechtlich

    geprüft und bestätigt. Es geht nicht darum, weniger Steuern zu zahlen.


    Wollen auch Sie künftig wählen können zwischen „100% Zivilsteuer“ und

    „Zivil- plus Militärsteuer“, dann unterschreiben Sie bitte hier.


    Das Zivilsteuergesetz finden Sie hier in der Kurzdarstellung und hier

    als Gesetzestext.


    Falls Sie unsere Forderung schon früher unterschrieben haben, bitten

    wir Sie auch hier um das Unterzeichnen.


    Wollen Sie außerdem selbst an die Bundestagsabgeordneten Ihres

    Wahlkreises schreiben, finden Sie auf unserer Webseite hier einen

    Musterbrief, hier den Link zum Abgeordnetenverzeichnis und hier

    Argumente PRO & KONTRA Zivilsteuergesetz.



    ——



    19. Frieden-Libanon: Die Menschen im Libanon brauchen Ihre Hilfe



    https://frieden-libanon.de/wp-content/uploads/2026/03/2024_09_27_Spendenaufruf_Nothilfe.pdf


    Spendenaufruf


    Die Menschen im Libanon brauchen Ihre Hilfe


    Der Krieg zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon ist seit dem 2.

    März wieder mit aller Härte aufgeflammt.


    Nicht nur der Süden des Landes ist unter Dauerbeschuss, auch südliche

    Stadtteile Beiruts, Orte der Bekaa-Ebene werden ständig bombardiert.

    Die Menschen aus den betroffenen Gebieten verlassen panisch ihre

    Häuser. Die Notunterkünfte sind überfüllt, die Vertriebenen campieren

    auf der Straße und/oder übernachten in ihren Autos.


    Über 300.000 Menschen sind nach einer Schätzung der NGO Norwegian

    Refugee Council auf der Flucht vor den Kämpfen. Das libanesische

    Gesundheitsministerium teilt mit, dass seit dem 2. März 394 Menschen

    getötet und über 1.000 Menschen verletzt wurden.


    Schulen, viele Moscheen und Kirchen werden den Flüchtlingen als

    Unterkünfte zur Verfügung gestellt. Doch viele haben zunehmend Angst,

    Flüchtlinge aufzunehmen, da die israelische Luftwaffe auch gezielt

    Flüchtlingsunterkünfte angegriffen hat.


    Der Verein „Frieden und kultureller Austausch – Libanon e.V.“

    (www.frieden- libanon.de), Partnerorganisation der lib. NGO Dar

    Assalam in Wardaniyeh, sammelt unter dem Stichwort „Nothilfe Libanon“

    Spenden für die Menschen, die durch den jetzigen Krieg in Not geraten sind.


    Im Februar haben wir für 9.000 € Hilfspakete mit Lebensmitteln- und

    Hygieneartikeln verteilt. Wir danken für Ihre Spende 


    Frieden und kultureller Austausch – Libanon e.V. 

    IBAN: DE54 6001 0070 0974 2337 01

    BIC: PBNKDEFF  

    Stichwort: Nothilfe Libanon


    Bitte geben Sie auf dem Überweisungsträger ihren vollständigen Namen

    (Vor- und Nachname) sowie Adresse an, damit wir eine

    Spendenbescheinigung ausstellen können. Oder übermitteln Sie uns Ihre

    Daten per Mail: uwe.weltzien@frieden- libanon.de


    V.i.S.d.P.: Uwe Weltzien (1.Vors. Frieden und kultureller

    Austausch-Libanon e.V.), Otto-Nagel-Allee 4, 15738 Zeuthen



    --------


    20. Seminarhaus Grainau: Frieden in der Welt – Frieden in mir - Seminar mit Clemens Ronnefeldt


    https://www.seminarhaus-grainau.de/frieden-in-der-welt/


     

    Frieden in der Welt – Frieden in mir

    Wir leben in einer Zeit vielfältiger Krisen, die sich gegenseitig

    nicht nur addieren, sondern sogar noch potenzieren. Wie können wir

    Menschen trotz aller Gewalt, Ungerechtigkeit und Umweltzerstörung

    empathisch, menschlich und friedensstiftend bleiben?


    Um diese Frage zu beantworten, wird Clemens Ronnefeldt einen Überblick

    über die Themen Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung

    geben, den Ukraine-Krieg und den Krieg in Westasien beleuchten – und

    wie bei all diesen Herausforderungen der innere Frieden bewahrt werden kann.

    Termin

    Fr. 24.04. – So. 26.04.2026

    Kosten

    € 210 inkl. Vollpension im Zweitbettzimmer


    Referent: Clemens Ronnefeldt, Versöhnungsbund

    Organisation: Reiner Schmelz


    ---------------


    Mit freundlichen Grüßen

    Clemens Ronnefeldt
    Referent für Friedensfragen beim deutschen 
    Zweig des internationalen Versöhnungsbundes


    --------------------------------------------------------------

    Clemens Ronnefeldt
    Referent für Friedensfragen beim deutschen 
    Zweig des internationalen Versöhnungsbundes
    A.-v.-Humboldt-Weg 8a
    85354 Freising

    Tel.: 08161-547015    
    Fax:  08161-547016

    C.Ronnefeldt@t-online.de 
    www.versoehnungsbund.de


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    26.03.2026

    Schlagzeile








    Info: 


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    26.03.2026

    Schlagzeile








    Info: 


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    26.03.2026

    Schlagzeile








    Info: 


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    26.03.2026

    Nachrichten von Pressenza: Kuba im Fokus: Solidaritätskonferenz in Berlin – Rosa-Luxemburg-Preis für Aleida Guevara

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 26. März 2026, 7:15 Uhr
    Nachrichten von Pressenza - 26.03.2026
    Kuba im Fokus: Solidaritätskonferenz in Berlin – Rosa-Luxemburg-Preis für Aleida GuevaraPressenza Berlin, Berlin
    Pressenza
    Angesichts wachsender internationaler Spannungen und verschärfter Sanktionen steht Kuba unter massivem Druck. Vor diesem Hintergrund lädt die in Berlin erscheinende Tageszeitung junge Welt zu einer Solidaritätskonferenz mit Kuba und den Völkern Lateinamerikas ein. Im Anschluss wird der Rosa-Luxemburg-Preis an die…
    Europa, Frieden und Abrüstung, Menschenrechte, Mittelamerika, Politik, Pressemitteilungen
    Die Opfer der KriegsfolgenGERMAN-FOREIGN-POLICY.com, New Dehli/Islamabad/Jakarta
    Pressenza
    Der Iran-Krieg droht in vielen Ländern Asiens zu akutem wirtschaftlichen Stillstand zu führen und einen Rekordanstieg der Zahl der Menschen auszulösen, die Hunger leiden. Berlin, mit den Aggressoren verbündet, ignoriert die Notlage. Der von den USA und Israel, zwei engen…
    Internationale Angelegenheiten, Mittlerer Osten, Politik, Wirtschaft
    Geschichten des Vorausliebens: Die gute BaustelleOya
    Pressenza
    Im Almanach 2026 von Oya erzählen Menschen in 21 Geschichten, wie sie vorauslieben – an Orten des guten Lebens, auf Wanderschaft, in Widerstands- und Suchbewegungen. Die Einführung dazu ist hier zu finden. Das Bauhandwerker*innen-Treffen (BH*T) bietet seit über 40 Jahren…
    Europa, Gemeinschaft, Gender und Feminismen, Wirtschaft
    Der Iran-Krieg als Marktlage – Explodierende Spritpreise und irritierende ErklärungenUntergrund-Blättle
    Pressenza
    Ob Krieg, ob Frieden – der Markt regiert. Es sei denn, die Regierenden sehen das Wirtschaftswachstum in Gefahr. Steigende Energiepreise sind in den Medien aktuell das Aufregerthema. Durch die gestiegenen Preise werden die Einkommen derer entwertet, die von ihrem Lohn…
    Frieden und Abrüstung, International, Politik, Wirtschaft
    Wie der Abbau von Seltenen Erden Südostasien vergiftetINFOsperber
    Pressenza
    Unregulierte Minen verschmutzen den Fluss Mekong, der sechs Länder mit Wasser versorgt. Verantwortlich will keiner sein. Daniela Gschweng für die Online-Zeitung INFOsperber Der Toxikologe Wan Viriya von der Universität von Chiang Mai sammelt Wasser- und Bodenproben von Thailands abgelegenen Flüssen.…
    Asien, Ökologie und Umwelt, Wirtschaft
    Ölkonzerne haben bereits 80 Milliarden verdientINFOsperber
    Pressenza
    Yanis Varoufakis sieht im Angriff auf den Iran den Beginn einer globalen Krise und in politischer Organisation die einzige Antwort. von Daniel Ryser  für die Online-Zeitung INFOsperber       Der ehemalige Finanzminister Griechenlands und einstige Hoffnungsträger der linken Syriza-Regierung Yanis…
    International, Politik, Wirtschaft
    Pressenza ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.

    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    26.03.2026

    Die Totengräber des Völkerrechts   Warnungen vor der Abkehr der Bundesregierung unter Merz und der EU-Kommission unter von der Leyen vom internationalen Recht werden in Berlin scharf zurückgewiesen. Die USA ordnen das Völkerrecht explizit ihren nationalen Interessen unter.

    german-foreign-policy.com, 26. März 2026

    BERLIN/BRÜSSEL (Eigener Bericht) – Die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz sowie die EU-Kommission unter Präsidentin Ursula von der Leyen treiben weiter die Abkehr Berlins und der EU vom Völkerrecht voran. Merz hatte in einer seiner ersten Reaktionen auf den Überfall der USA und Israels auf Iran Äußerungen getätigt, mit denen er laut dem Urteil von Experten der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) dem „Angriffskrieg faktisch volle politische Rückendeckung“ geboten hat. Die Bundesregierung ist bis heute nicht gewillt, den Überfall als völkerrechtswidrig einzustufen. Ähnlich äußert sich weiterhin von der Leyen, die kürzlich im Hinblick auf das Völkerrecht erklärte, „Europa“ dürfe „nicht länger ein Hüter der alten Weltordnung sein“. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der am Dienstag kritisierte, „unsere Außenpolitik“ werde „nicht überzeugender dadurch, dass wir Völkerrechtsbruch nicht Völkerrechtsbruch nennen“, wird dafür heftig attackiert, so etwa vom Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Berlin öffnet sich damit für die Position der Trump-Administration, die ausdrücklich bestätigt, nationale Interessen hätten für sie Vorrang vor dem internationalen Recht.


    Zitat: Moralität statt Recht

    Ausgangspunkt der Abkehr vom Völkerrecht, die die Bundesregierung wie auch die EU-Kommission eingeleitet haben, ist nicht nur der Überfall der Vereinigten Staaten und Israels auf Iran, den bislang weder die Bundesregierung noch die EU-Kommission offiziell als völkerrechtswidrig einstufen wollen. Es kommt hinzu, dass die Trump-Administration zuletzt mehrfach bestätigt hat, internationales Recht faktisch gar nicht mehr anzuerkennen. Bislang herrschte im Westen zwar auch schon ein willkürlicher Umgang mit dem Völkerrecht vor, das gebrochen wurde, wenn es wichtigen nationalen Interessen im Wege stand, so etwa im Falle der Kriege gegen Jugoslawien (1999), den Irak (2003) und Libyen (2011). Allerdings wurden diese Kriege jeweils aufwendig legitimiert; der Rechtsrahmen als solcher blieb noch erhalten. Das ist vorbei. US-Präsident Donald Trump erklärte Anfang Januar wörtlich: „Ich brauche kein internationales Recht.“[1] Es gebe nur „eine Sache“, die ihm Schranken setzen könne: „meine eigene Moralität.“ US-Außenminister Marco Rubio bestätigte auf der Münchner Sicherheitskonferenz, man dürfe künftig „die sogenannte globale Ordnung“ nicht mehr „über die Interessen unserer Bevölkerungen und unserer Staaten stellen“.[2] Damit ist der Vorrang des Rechts, so oft er in der Vergangenheit auch ignoriert wurde, endgültig gebrochen.


    Rückendeckung für den Angriffskrieg

    Dies haben – trotz sporadischer Verbalbezüge auf das Völkerrecht – die Bundesregierung und die EU-Kommission inzwischen nachzuvollziehen begonnen. So erklärte Bundeskanzler Friedrich Merz in einer seiner ersten Reaktionen auf den Überfall auf Iran, „völkerrechtliche Einordnungen“ würden „relativ wenig bewirken“. Zudem sei „jetzt nicht der Moment, unsere Partner und Verbündete zu belehren“.[3] Darüber hinaus kritisierte Merz, „dass wir nicht bereit waren, grundlegende Interessen notfalls mit militärischer Gewalt durchzusetzen“. Über letztere Aussage hieß es in einer Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), damit habe der Kanzler dem als angeblicher „Präventivschlag“ legitimierten „Angriffskrieg faktisch volle politische Rückendeckung“ gegeben.[4] Eine Abkehr vom bislang gültigen internationalen Recht beinhaltete auch Merz‘ Forderung, Iran müsse seine „wahllosen Angriffe sofort […] beenden“. Das Völkerrecht kennt ein allgemeines Recht auf Selbstverteidigung, das nicht nur von Berlin auserwählten, sondern allen Staaten zusteht. Wer ein Land überfällt, muss Gegenangriffe zur Abwehr seines Überfalls hinnehmen. Im Übrigen hat Teheran seit je klargestellt, dass es einen Angriff mit einer zumindest partiellen Sperrung der Straße von Hormuz beantworten wird. Das war auch den USA und Israel bekannt.


    „Kein Hüter der alten Weltordnung“

    Ähnlich wie Merz hat sich bereits am 9. März auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen geäußert. Von der Leyen behauptete vor der EU-Botschafterkonferenz, es gebe „verschiedene Ansichten darüber“, ob der Krieg gegen Iran „ein gewählter oder ein notwendiger ist“.[4] Jedoch gehe „diese Debatte teilweise am Thema vorbei“; Europa müsse schlicht „der Realität Rechnung tragen“. Das läuft auf die Forderung hinaus, den Überfall auf Iran einfach zu akzeptieren. Die EU-Kommissionspräsidentin äußerte weiter, offenkundig auf das Völkerrecht abzielend, „Europa“ dürfe „nicht länger ein Hüter der alten Weltordnung sein“; diese sei Teil „einer Welt“ gewesen, „die der Vergangenheit angehört und nicht zurückkehren wird“. In logischem Widerspruch zu dieser Aussage behauptete von der Leyen, die EU werde „immer die regelbasierte Ordnung verteidigen“; dann kehrte sie zu der Aussage zurück, man könne sich „nicht mehr darauf verlassen, dass dies der einzige Weg ist, unsere Interessen zu verteidigen“. Vielmehr benötige die EU „eine realistischere und stärker interessengeleitete Außenpolitik“. Von der Leyen wurde im Europaparlament kurz darauf für ihre Aussagen scharf kritisiert – allerdings nicht von deutschen Abgeordneten.[5]


    Taktische Einwände

    Die Äußerungen von Merz und von von der Leyen sind unter Außenpolitikexperten sowohl national als auch international auf scharfe Kritik gestoßen. Neben grundsätzlichen Einwänden wurden dabei allerlei taktische Argumente vorgebracht. So hieß es etwa beim European Council on Foreign Relations (ECFR), wenn Berlin und die EU das internationale Recht in Bezug auf den Iran-Krieg nicht achteten, dann könnten sie es kaum im Ukraine-Krieg geltend machen.[6] Die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) äußerte, Berlin solle nicht „einem Angriffskrieg das Wort“ reden, „der deutschen Interessen in vielfacher Hinsicht zuwiderläuft“; gemeint waren die Energiekrise, die Beeinträchtigung der Lieferketten und die mögliche Fluchtwelle, die mit dem Iran-Krieg verbunden sind.[7] Zudem bleibe Deutschland „im Iran-Krieg ein Randakteur“, weshalb es keinen Anlass gebe, den Überfall gutzuheißen. Berlin müsse einen „Kurswechsel“ einleiten, forderte die DGAP. Dies sei auch deshalb nötig, weil die Bundesrepublik „im Nahen Osten und im Globalen Süden“ nur dann „wieder an Glaubwürdigkeit gewinnen und … Einfluss ausüben“ könne, wenn sie „keinen Zweifel daran aufkommen“ lasse, „dass das Völkerrecht“ in Zukunft „Fundament und Richtschnur [ihres] außenpolitischen Handelns bleibt“.[8]


    „Für Mittelmächte überlebenswichtig“

    Klare Kritik an der Position der Bundesregierung und der EU-Kommission hat nun auch der im kommenden Jahr aus dem Amt scheidende Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier geäußert, der freilich im März 1999 als Regierungsmitglied – er war Staatssekretär im Bundeskanzleramt – eine Mitverantwortung für den Überfall auf Jugoslawien mit deutscher Beteiligung trug. Steinmeier warnte, „die Großmächte“ könnten womöglich „in einer Welt ohne Regeln überleben – kurzfristig vielleicht sogar profitieren“.[9] Er urteilte aber, weder Deutschland noch die EU als Großmacht einstufend: „Für uns gilt das nicht“; denn das Völkerrecht sei mit seinen festen Regeln für den Einsatz von Gewalt „überlebenswichtig für alle, die sich nicht zu den Großmächten zählen können“. Daran, dass der Krieg gegen Iran „völkerrechtswidrig“ sei, gebe es „wenig Zweifel“, äußerte Steinmeier auch im Hinblick darauf, dass die Bundesregierung in einem Akt seltener Absurdität vorgibt, bis heute mit der Prüfung der Rechtmäßigkeit des Überfalls beschäftigt zu sein: „Unsere Außenpolitik wird nicht überzeugender dadurch, dass wir Völkerrechtsbruch nicht Völkerrechtsbruch nennen.“ Damit habe man sich „schon im Gaza-Krieg auseinandersetzen“ müssen, und das werde längst auch im Iran-Krieg relevant.


    Nicht die allerhöchste Priorität

    Steinmeier ist für seine Äußerungen heftig attackiert worden. So erklärte der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jens Spahn (CDU), „die völkerrechtliche Prüfung“ obliege „in diesem wie in anderen Fällen der Bundesregierung“; er „erwarte“, dass Steinmeier „diese Prüfung abwarte“ und „sie auch respektiere“.[10] „Im Übrigen frage ich mich“, fuhr Spahn fort: „Was folgt jetzt aus dieser Feststellung?“ Im Fall von Russlands Angriff auf die Ukraine hatte Spahn sich – wie alle heutigen Regierungsparteien – zu einer sehr raschen Antwort auf diese Frage in der Lage gesehen. CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann äußerte in einem weiteren logischen Widerspruch, „für uns“ besitze das Völkerrecht zwar „allerhöchste Priorität“; es dürfe allerdings „nicht zur Schutzklausel terroristischer Regime werden“.[11] Damit hat das Völkerrecht eben doch nicht „allerhöchste Priorität“.

     

    [1] David E. Sanger, Tyler Pager, Katie Rogers, Zolan Kanno-Youngs: Trump Lays Out a Vision of Power Restrained Only by ‘My Own Morality’. nytimes.com 08.01.2026. S. dazu Der Amokläufer und sein Kumpan.

    [2] Secretary of State Marco Rubio at the Munich Security Conference. state.gov 14.02.2026. S. dazu „Zu Opfern bereit”.

    [3] Iranerinnen und Iraner haben eine bessere Zukunft verdient. bundesregierung.de 01.03.2026. S. dazu Entgrenzter Krieg.

    [4] Rede von Präsidentin von der Leyen auf der EU-Botschafterkonferenz 2026. ec.europa.eu 09.03.2026.

    [5] Sebastian Starcevic: Von der Leyen’s foreign policy rhetoric draws ire of EU lawmakers. politico.eu 11.03.2026.

    [6] Anthony Dworkin: War over law: Europe’s unforced errors over the use of force in Iran. ecfr.eu 12.03.2026.

    [7], [8] David Jalilvand, Stefan Meister: Der Iran-Krieg als Testfall für Deutschlands Glaubwürdigkeit. dgap.org 09.03.2026.

    [9] „Militärische Stärke und außenpolitische Klugheit gehören zusammen“. bundespraesident.de 24.03.2026.

    [10], [11] Union kritisiert Bundespräsidenten scharf – AfD und Teheran loben ihn. tagesspiegel.de 25.03.2026.


    Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10356


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    25.03.2026

    Schlagzeile






    Info: 


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    25.03.2026

    Schlagzeile






    Info: 


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    Seite 4 von 1082

    < 1 2 3 4 5 6 7 .. 10 .. 20 .. 30 .. 100 .. 200 .. 300 ... 800 .. 900 .. 1000 .. 1050 .. 1060 .. 1070 .. 1079 1080 1081 1082 >