aus e-mail von Clemens Ronnefeldt, vom 27. März 2026, 7:59 Uhr
Liebe Friedensinteressierte,
nachfolgend sende ich einige Artikel zu den Kriegen in der Ukraine und in Westasien sowie zum ThemaMilitarisierung - mit dem Hinweis, dass ich nicht mit allen Aussagen aller Artikel übereinstimme, die folgenden Beiträge aber für wichtig halte.
1. n tv: Reisners Blick auf die Front
"Die USA sind so massiv unter Druck, dass sie zu einem Deal bereit sein dürften“
2. Länder-Analysen: Die OSZE und Friedenssicherung in der Ukraine / Dokumentation: Friedensverhandlungen
3. Tagesspiegel: Litauens Regierungschefin: Abgestürzte Drohne stammte aus der Ukraine
4. Morgenpost: Trumps 15-Punkte-Plan für ein Kriegsende – nur ein Ablenkungsmanöver?
5. Morgenpost: Warum Trumps Iran-Friedensplan nach Verzweiflung riecht6. Der Spiegel: Schlingerkurs des US-Präsidenten - Trump säuselt von Frieden. Und schickt Fallschirmjäger
7. Tagesanzeiger: Wirren des Irankriegs
Trump legt 15-Punkte-Plan vor – der Iran dementiert, spottet und stellt eigene Forderungen
8. Foreign Policy: Die Verantwortung der israelischen Lobby für den Iran-Krieg
Befürworter der US-israelischen Sonderbeziehung haben eine besondere Rolle gespielt.
9. Die Zeit: Krieg im Nahen Osten: Bundespräsident Steinmeier nennt Irankrieg „völkerrechtswidrig"
10. Verfassungsblog: Stellungnahme zur deutschen Außenpolitik im Zuge der Angriffe der USA und Israels auf den Iran
11. Der Spiegel: Deutscher Botschafter Steffen Seibert Ein Israel-Freund, den die Netanyahu-Regierung loswerden möchte12. Die Welt: Kritik an Siedlergewalt - Israels Außenminister empört über X-Beitrag von Botschafter Seibert
13. n tv: Vor Internationalem Gerichtshof - Deutschland verzichtet auf Intervention bei Genozid-Verfahren gegen Israel14. SWP: Flächenbrand: Welche Ziele verfolgen die Kriegsparteien in Iran und welche Folgen drohen in Nahost?
15. IPG: Blockierte Lebensader - Der Iran-Krieg trifft nicht nur den Ölhandel, sondern das globale Ernährungssystem – mit katastrophalen Folgen.
16. IPPNW: IPPNW kritisiert Angriffe auf Atomanlagen und warnt vor Ökozid
17. Openpetition: Offener Brief: Unterstützung für Spaniens Haltung gegen eine militärische Eskalation mit Iran
18. Abstimmung 21: 100% meiner Steuern für zivile Zwecke
19. Frieden-Libanon: Die Menschen im Libanon brauchen Ihre Hilfe
20. Seminarhaus Grainau: Frieden in der Welt – Frieden in mir - Seminar mit Clemens Ronnefeldt
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1. n tv: Reisners Blick auf die Front“
Die USA sind so massiv unter Druck, dass sie zu einem Deal bereit sein dürften"
https://www.n-tv.de/politik/Die-USA-sind-so-massiv-unter-Druck-dass-sie-zu-einem-Deal-bereit-sein-duerften-id30502307.html
Reisners Blick auf die Front“
Die USA sind so massiv unter Druck, dass sie zu einem Deal bereit sein dürften"
23.03.2026, 16:45 Uhr
Berichten zufolge hat Russland den USA angeboten, dem Iran keineGeheimdienstinformationen mehr zur Verfügung zu stellen, wenn die USAim Gegenzug die Ukraine hängen lassen. Oberst Markus Reisner hält dasfür sehr plausibel: "Sie können davon ausgehen, dass im Hintergrundentsprechende Verhandlungen laufen", sagt er im wöchentlichen Blickauf die Front in der Ukraine. "Durch den Iran-Krieg haben die USA denRussen und den Chinesen ein absolutes Geschenk gemacht."
ntv.de: Laut Institute for the Study of War haben die Russen eineOffensive gegen den ukrainischen Festungsgürtel begonnen. Ist dieVerteidigungslinie der Ukraine in unmittelbarer Gefahr?
Markus Reisner: Ende 2025 haben die Russen noch versucht, imSüdabschnitt zwischen Saporischschja und Cherson Ergebnisse zuerzielen. Dem konnte die Ukraine durch einen Angriff in die Flanke derangreifenden russischen Truppen südlich der Siedlung Pokrowske in derOblast Dnipropetrowsk entgegentreten. Damit ist dieser Vorstoß vorerstgescheitert. Jetzt sehen wir, dass die Russen sich auf einen neuenSchwergewichtsangriff vorbereiten.
(…)
Nach einem Bericht der BBC haben ukrainische Teams am Persischen Golfbereits mehrere iranische Drohnen abgeschossen. Wird die Ukraine damitKriegspartei im Iran-Krieg?
Es gibt noch keine Bestätigung, sondern nur den BBC-Bericht, undAussagen von Präsident Selenskyj, der sagte, dass ukrainische Teamsvor Ort seien. Völkerrechtlich ist das interessant - wobei man sagenmuss, dass das Völkerrecht ja leider niemanden mehr interessiert.
Laut Völkerrecht gibt es zwei Kernkriterien, die entscheiden, ob einLand zur Kriegspartei wird. Das eine ist, vereinfacht ausgedrückt,wenn die Soldaten eines Landes Schulter an Schulter mit derunterstützten Partei im Einsatz sind. Das zweite ist, wenn ein Landdie Partei in einer Art und Weise unterstützt, dass diese ohne dieUnterstützung nicht in der Lage wäre, selbstständig zu handeln. Hiersind wir mindestens in einem Graubereich.
Sehen Sie die Gefahr einer Eskalation durch den Einsatz derukrainischen Spezialisten?
Nicht unmittelbar - außer, der Iran beschließt, die Ukraine mit einerweitreichenden Rakete zu beschießen. Was wir sehen: Der Krieg, derregional relativ begrenzt in der Ukraine begonnen hat, wird immerumfassender. Auch Nordkorea ist längst Kriegspartei: NordkoreanischeSoldaten kämpfen für Russland gegen die Ukraine. Und es gab in denvergangenen 14 Tagen Hinweise auf klare Indizien, dass Russland denIran mit Satellitendaten unterstützt. Auch China soll das machen. Esist im Prinzip das Gleiche, was die USA seit Jahren für die Ukrainetun.
Ist die Qualität der russischen Unterstützung des Iran mitGeheimdienstinformationen vergleichbar mit der US-Unterstützung fürdie Ukraine?
2023 hat ein US-Soldat Geheimdokumente veröffentlicht, die DiscordLeaks. Da konnte man sehen, von welch hoher Qualität die Informationensind, mit denen die USA die Ukraine unterstützen. Auch europäischeStaaten geben Satellitenaufklärung an die Ukraine weiter. Aber die USAkönnen Lagebilder erstellen, die eine Situation fast ohne Zeitverzug abbilden.
Das können die Europäer nicht, auch Russland und China können dasnicht in diesem Umfang. Aber sie können punktuell sehr wohlwesentliche Beiträge liefern, die den Iranern es ermöglichen,empfindliche Treffer auszuführen. In mindestens 17 Fällen wurdenUS-Basen am Golf gezielt angegriffen. Bis zu zehn hochwertigeRadarsysteme und Satellitenkommunikationssystemen wurden getroffen.Ohne Hilfe wäre dem Iran das nicht gelungen.
Laut Politico hat Russland den USA angeboten, dem Iran keineGeheimdienstinformationen mehr zur Verfügung zu stellen, wenn die USAder Ukraine keine Informationen mehr geben. Russland hat dasdementiert. Klingt der Bericht für Sie trotzdem plausibel?
Absolut. Sie können davon ausgehen, dass im Hintergrund entsprechendeVerhandlungen laufen. Die USA sind so massiv unter Druck, dass sie zueinem solchen Deal bereit sein dürften.
Sie glauben, dass die USA auf das mutmaßliche russische Angeboteingehen könnten?
Trump macht den ukrainischen Präsidenten ohnehin für das bisherigeScheitern der Gespräche verantwortlich. Das deutet darauf, dass aufdem Rücken der Ukraine ein Deal geschlossen werden könnte, ja. Trumpund sein direktes Umfeld haben offenkundig nicht damit gerechnet, dassder Iran so zurückschlagen würde. Man hat gedacht, auch auf Basis vonVersicherungen der israelischen Regierung, dass die Bombardierungennach wenigen Tagen einen Volksaufstand auslösen.
Trumps Problem ist: Wenn der Iran die Blockade der Straße von Hormusaufrechterhält, können die USA sich nicht einfach zurückziehen. Undsollten die Huthis im Jemen gegen die zweite wichtige Meeresengelosschlagen, gegen den Bab al-Mandab zwischen dem Roten Meer und demGolf von Aden, dann würde das den Druck noch drastisch erhöhen.
Inwiefern?
Dann entstehen Versorgungsengpässe, die kritisch für dieWeltwirtschaft wären und die auch Trump in eine prekäre Situationbringen würden. Die Schiffe, die jetzt noch unterwegs sind, werden inzehn Tagen ihre Zielhäfen erreichen. Beim Rohöl reichen diestrategischen Reserven nach Angaben der InternationalenEnergie-Agentur für 90 bis 250 Tage. Noch kritischer ist es beiFlüssiggas und Düngemitteln. Deshalb kann ich mir durchaus vorstellen,dass es im Hintergrund zu einem Deal mit den Russen, unter Umständenauch mit den Chinesen, kommt.
Am Wochenende gab es in Florida erstmals seit mehr als einem Monat einGespräch auf Expertenebene, um Dreier-Verhandlungen über eineBeendigung des Kriegs vorzubereiten. Sind solche Treffen derzeit nurAlibi-Veranstaltungen?
Da bin ich mir nicht sicher. Zu Beginn des Iran-Kriegs wurde von denRussen faktisch verlautbart, dass die Verhandlungen ausgesetzt seien.Dann war zu hören, dass im Hintergrund sehr wohl verhandelt wird.Trumps Sondergesandter Steve Witkoff hat ja auch gesagt, dieVerhandlungen seien weiter konstruktiv. Beide Verhandlungsteams sindauch durchaus prominent besetzt. Aber das Kernproblem ist nach wie vorungelöst.
Das Kernproblem?
Selenskyj hat signalisiert, was die Ukraine tun kann: Er will dieFront einfrieren und kein weiteres Gebiet hergeben. Die Russen wollenaber weiterhin den gesamten Donbass und sind überzeugt, diesmilitärisch zu schaffen - egal, wie hoch die Verluste sein werden. Eskönnte sogar sein, dass die Ukrainer in einem Moment zähneknirschendnachgeben müssen, wenn sie sich militärisch auf dem Vormarschbefinden. Es wäre nicht das erste Mal in der Kriegsgeschichte, dass soetwas passiert.
Dann hätte der Iran-Krieg drastische Folgen für die Ukraine.
Ich war überzeugt, dass die Chance auf einen Friedensschluss in denletzten Monaten so groß war wie nie zuvor. Durch den Iran-Krieg habendie USA den Russen und den Chinesen ein absolutes Geschenk gemacht.Die Russen sagen jetzt: Die Amerikaner sind im Iran gebunden, dortläuft es nicht so, wie sie sich das vorgestellt haben. Das steigertdie Chance für Russland, den Ukrainekrieg in die Länge zu ziehen.
Und China?
Allein die Menge an Waffensystemen, welche die USA im Iran verbrauchthaben, ist sehr im Sinne der Chinesen. Für den Fall, dass es imPazifik zu einer Zuspitzung kommen sollte, etwa in Taiwan, dann wärees für die Chinesen natürlich gut, wenn die USA nicht aus dem Vollenschöpfen könnten. Was die USA im Iran an Waffensystemen verbrauchen -es wird Jahre dauern, das alles neu zu beschaffen. Und der Krieg istnoch immer in voller Fahrt.
Mit Markus Reisner sprach Hubertus Volmer
Quelle: ntv.de
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siehe auch:
https://www.tagesspiegel.de/internationales/deutlich-grosser-als-ahnliche-angriffe-die-russische-fruhjahrsoffensive-ist-offenbar-gestartet-15389131.html?utm_source=firefox-newtab-de-de
„Deutlich größer“ als ähnliche Angriffe: Die russische Frühjahrsoffensive ist offenbar gestartet
Militärisch lief der Jahresanfang für die Ukraine zwar gut.
Doch nun legen Experten nahe, dass Russland mit dem lange
geplanten Angriff auf den „Festungsgürtel“ begonnen hat.
Von Tobias Mayer
Stand: 24.03.2026, 08:57 Uhr
(…)
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2. Länder-Analysen: Die OSZE und Friedenssicherung in der Ukraine / Dokumentation: Friedensverhandlungen
https://laender-analysen.de/ukraine-analysen/329/ukraineanalysen329.pdf?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=Ukraine-Analysen+329&newsletter=Ukraine-Analysen+329
Nr. 329
25.03.2026
Ukraine–Analysen
Die OSZE und Friedenssicherung in der Ukraine / Dokumentation: Friedensverhandlungen
Die Beiträge im Überblick:
Kommentar
Lehren aus der OSZE Special Monitoring Mission (SMM) für eine mögliche Friedenssicherung in der Ukraine
Julia Friedrich (Global Public Policy Institute, Berlin)
Kommentar
Auf alle Eventualitäten (nicht) vorbereitet: Die OSZE und ein mögliches Ende des russischen Krieges gegen die Ukraine
Nadja Douglas (Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), Berlin/Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS), Berlin)
Analyse
Jenseits hochrangiger Diplomatie: Die OSZE und innergesellschaftlicher Dialog in der Ukraine
Vera Axyonova (University of Birmingham), Tetiana Kyselova (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder; Nationale Universität Kyjiw-Mohyla-Akademie)
Dokumentation
Friedensverhandlungen
Zur Gesamt-Ausgabe als PDF
Ukraine-Analysen 329
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3. Tagesspiegel: Litauens Regierungschefin: Abgestürzte Drohne stammte aus der Ukraine
https://www.tagesspiegel.de/internationales/liveblog/nach-ukrainischem-angriff-hunderttausende-in-russischem-belgorod-ohne-strom-4309180.html?utm_source=firefox-newtab-de-de
25. März 2026 03:26
Viktoria Bräuner
Litauens Regierungschefin: Abgestürzte Drohne stammte aus der Ukraine
Eine in Litauen nahe der Grenze zu Belarus abgestürzte Drohne stammt
nach Angaben von Regierungschefin Inga Ruginiene aus der Ukraine. Sie
habe im Zusammenhang mit einem Einsatz gestanden, den die Ukrainer
gegen Russland ausgeführt hätten, sagte Ruginiene am Dienstag zu
Journalisten. „Wir können bereits sagen, dass es sich um eine verirrte
Drohne handelte.“
Der Drohnenabsturz am Montag mit einer Explosion in einem See nahe der
Stadt Varena im Süden des Nato- und EU-Staates Litauen hatte für
Aufregung gesorgt. Die örtlichen Behörden leiteten sofort eine
Untersuchung des Vorfalls ein. Zwar wurden weder Opfer noch Schäden
durch den Vorfall verzeichnet. Es bestand jedoch die Befürchtung, dass
die Drohne aus dem mit Russland verbündeten Belarus stammen könnte.
Im Juli vergangenen Jahres waren zwei Drohnen von Belarus aus nach
Litauen eingedrungen. Ähnliche Vorfälle ereigneten sich in Polen,
Rumänien und Moldau. (AFP)
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4. Morgenpost: Trumps 15-Punkte-Plan für ein Kriegsende – nur ein Ablenkungsmanöver?
https://www.morgenpost.de/politik/article411551082/das-ist-trumps-15-punkte-plan-fuer-das-ende-des-iran-kriegs.html
Iran reagiert mit SpottTrumps 15-Punkte-Plan für ein Kriegsende – nur ein Ablenkungsmanöver?
Washington. Der Graben zwischen dem, was US-Präsident Donald Trump
verheißt und tut, und den abwehrenden Reaktionen aus Teheran, wird
immer breiter.
Von Dirk Hautkapp, Korrespondent in Washington
25.03.2026, 02:52 Uhr
Drastischer könnte der „split-screen” zwischen Washington und Teheran
nicht sein. Während Donald Trump baldige Friedensverhandlungen mit dem
Iran in Aussicht stellt und dem Kriegsgegner über pakistanische
Vermittler einen 15-Punkte-Plan mit Forderungen und Zugeständnissen
zukommen ließ, stellt das Mullah-Regime den US-Präsidenten als Lügner
dar.
Ein Sprecher des Militärs machte sich in einer Fernsehansprache lustig
über Washingtons. „Haben eure internen Konflikte den Punkt erreicht,
an dem ihr mit euch selbst verhandelt?“ Esmaeil Baqaei, der Sprecher
des Außenministeriums in Teheran, flankierte die Ablehnung:
„Es gibt keine Gespräche oder Verhandlungen zwischen dem Iran und den
Vereinigten Staaten.“ Begründung: „sehr katastrophale Erfahrungen“.
Der Iran wurde „zweimal innerhalb von neun Monaten angegriffen, als
wir mitten in einem Verhandlungsprozess zur Lösung der Atomfrage
standen“.
USA präsentieren 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Iran-Kriegs
Zuvor war der Inhalt des 15-Punkte-Plans der USA zur Beendigung des
Krieges mit dem Iran bekannt geworden. Viele Details sind
deckungsgleich mit dem, was Amerika vor der Bombardierung der
iranischen Atomanlagen im Juni 2025 unterbreitet hatte. Die Details
auf einen Blick:
Trumps Plan für einen Waffenstillstand mit dem Iran im Überblick
- Aufhebung aller Sanktionen gegen den Iran (wenn alle Forderungen erfüllt sind).
- Unterstützung der USA beim Vorantreiben und Aufbauen eines zivilen Atomprojekts (Stromerzeugung).
- Aufhebung der Drohung, Sanktionen erneut zu verhängen.
- Das iranische Atomprogramm wird unter einem festgelegten Rahmen eingefroren.
- Angereichertes Uran bleibt bestehen, jedoch unter Aufsicht und innerhalb vereinbarter Grenzen.
- Das ballistische Raketenprogramm soll zu einem späteren Zeitpunkt behandelt werden, mit Beschränkungen hinsichtlich Menge und Reichweite.
- Die Nutzung von Atomprogrammen ist ausschließlich auf zivile/defensive Zwecke beschränkt.
- Die Entwicklung bestehender nuklearer Kapazitäten wird gestoppt.
- Keine weitere Ausweitung der Anreicherungskapazitäten.
- Keine Produktion von waffenfähigem Nuklearmaterial auf iranischem Boden.
- Das gesamte angereicherte Material wird der Internationalen Atom-Energiebehörde IAEO innerhalb eines vereinbarten Zeitrahmens übergeben.
- Die Atom-Standorte Natanz, Isfahan und Fordow werden stillgelegt (zerstört).
- Internationale Überwachungs- und Verifizierungsmechanismen werden durchgesetzt.
- Die schrittweise Umsetzung ist an die Einhaltung der Vereinbarungen geknüpft.
- Zusätzliche regionale und sicherheitspolitische Vereinbarungen zwischen den Parteien.
Der vorgeschlagene Mechanismus: Während eines noch einmonatigen
Waffenstillstands sollen die Details verhandelt werden. Auch ein
Friedensgipfel in Islamabad unter Beteiligung von US-Vizepräsident
J.D. Vance wird diskutiert. Erster Schönheitsfehler: Der Iran will
keinen befristeten Waffenstillstand.
Einem Gipfeltreffen hat Teheran bisher nicht zugestimmt. Zweiter
Schönheitsfehler: Trump rüstet parallel weiter auf. Mit der 82nd
Airborne Division, einer Elite-Luftlandedivision, hat der Präsident
just weitere 2000 Soldaten an den Golf entsandt. Wenn das bis Samstag
verlängerte Ultimatum Trumps abgelaufen ist, spekulieren Insider,
könnte ein großer Militärschlag folgen.
——
5. Morgenpost: Warum Trumps Iran-Friedensplan nach Verzweiflung riecht
https://www.morgenpost.de/politik/article411551108/warum-trumps-iran-friedensplan-nach-verzweiflung-riecht.html
Meinung
Der Präsident will rausWarum Trumps Iran-Friedensplan nach Verzweiflung riecht
Washington. Teheran fühlt sich unbesiegt. Washington sucht mit Maximalforderungen nach der Ausfahrt.
Steht am Ende ein Scheinfrieden, der nichts löst?
Ein Kommentar von Dirk Hautkapp, Korrespondent in Washington
25.03.2026, 04:44 Uhr
Washington. Teheran fühlt sich unbesiegt. Washington sucht mit
Maximalforderungen nach der Ausfahrt. Steht am Ende ein Scheinfrieden,
der nichts löst?
Ein Kommentar von Dirk Hautkapp, Korrespondent in Washington
25.03.2026, 04:44 Uhr
Ein 15-Punkte-Plan für Frieden im Iran von Donald Trump? Was sich an
der Oberfläche ermutigend anhören könnte – rund vier Wochen nach
Ausbruch dieses strategisch miserabel vorbereiteten Angriffs –,
entpuppt sich als Fortsetzung der Wurstelei eines irrlichternden
US-Präsidenten. Angesichts durchweg schlechter Militär-Optionen zur
Beendigung des Konflikts will Trump nur noch eines: raus.
Dafür kreiert er sogar Verhandlungen, die (noch) gar nicht stattgefunden haben.
Daraus spricht die Verzweiflung. Teheran, nicht er, hat die besseren
Karten. Dennoch kommt der von den USA vorgelegte Katalog von
Maximalforderungen dem Verlangen nach Kapitulation der Mullahs gleich.
Ein Fehler.
Teheran braucht Garantien – Trump kann nicht liefern
Denn der Iran betrachtet sich nicht als besiegt. Im Gegenteil. In
einem Zermürbungskrieg, in dem er mit kostengünstigen Drohnen immensen
Schaden anrichten kann, wird sich das laut US-Geheimdiensten intakte
Regime keine Nachkriegsrealität aufzwingen lassen, die man schon vor
den ersten US-Bomben nie akzeptiert hätte.
Aus Teherans Sicht muss ein akzeptables Ergebnis bei etwaigen
Verhandlungen Garantien gegen künftige Angriffe,
Entschädigungszahlungen, die Aufrechterhaltung seiner Raketen- und
Atomprogramme und die Kontrolle über die Straße von Hormus beinhalten.
Trump kann da, selbst wenn er wollte, nicht mitgehen.
Was nun? Am Ende könnte ein Placebo-Abkommen stehen, das es ihm
ermöglicht, den Krieg als siegreich für beendet zu erklären, ohne dass
etwas wirklich gelöst wäre. Dann wäre Iran auf dem Weg, das zu tun,
was schon die Taliban in Afghanistan mit den USA gemacht haben. Sie
haben sie überdauert.
———
6. Der Spiegel: Schlingerkurs des US-Präsidenten - Trump säuselt von Frieden. Und schickt Fallschirmjäger
https://www.spiegel.de/ausland/iran-krieg-donald-trump-saeuselt-von-frieden-und-schickt-fallschirmjaeger-a-2679ea61-1a02-4182-8d6e-abfc7ef9665b
Schlingerkurs des US-Präsidenten Trump säuselt von Frieden. Und schickt FallschirmjägerDonald Trump sinniert über ein Ende des Irankriegs. Gleichzeitig beordert
der US-Präsident offenbar Eliteeinheiten und Angriffsschiffe an den Golf.
Ist das Gerede vom Frieden nur Ablenkung vor dem großen Schlag?
Von Claus Hecking, Boston
25.03.2026, 06.01 Uhr
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7. Tagesanzeiger: Wirren des Irankriegs
Trump legt 15-Punkte-Plan vor – der Iran dementiert, spottet und stellt eigene Forderungen
https://www.tagesanzeiger.ch/trump-iran-15-punkte-plan-fuer-waffenruhe-im-nahen-osten-279751251787
Wirren des Irankriegs
Trump legt 15-Punkte-Plan vor – der Iran dementiert, spottet und stellt eigene ForderungenDer US-Präsident will den Krieg trotz angeblicher Gespräche fortsetzen und spricht von einem
«sehr grossen Geschenk» des Iran. Die Mullahs vermuten Kalkül hinter Trumps Ankündigungen.
Fabio Lüdi
Publiziert heute (25.3.2026) um 10:42 Uhr
US-Präsident Donald Trump will dem Iran einen 15-Punkte-Plan zur
Beendigung des Kriegs vorgelegt haben, der auf grossen Zuspruch
gestossen sei. Das berichten verschiedene US-amerikanische Medien wie
die «New York Times» oder «Axios» unter Berufung auf anonyme
US-Beamte.
Selbst gesehen haben die Medien das Dokument nicht – und Offizielle
des Iran dementieren die Behauptungen des US-Präsidenten, sie hätten
Trumps Plan für eine Waffenruhe zugestimmt. Unstrittig scheint, dass
der Vorschlag mit Pakistan als Briefträger von den USA an den Iran
übergeben worden ist. Doch was steht überhaupt zur Debatte?
Das fordern die USA vom Iran
Die USA unter Präsident Donald Trump wollen, dass der Iran seinen
Vorrat an hochangereichertem Uran (über 400 Kilogramm) aufgibt und auf
weitere Urananreicherungen verzichtet, die wichtige Strasse von Hormuz
wieder öffnet, verstärkte UNO-Inspektionen und die Überwachung von
Nuklearanlagen akzeptiert, die Reichweite seiner ballistischen Raketen
begrenzt und die Unterstützung zurückfährt für dem Land nahestehende
Organisationen wie die Hizbollah im Libanon, wie etwa «Axios» schreibt.
So reagiert der Iran auf Trumps 15-Punkte-Plan
Ein Sprecher des iranischen Militärs verspottet am Mittwoch die
angeblichen Bemühungen der USA um ein Waffenruheabkommen. Die
Amerikaner verhandelten nur mit sich selbst, sagte Ebrahim Solfaghari,
Sprecher des zentralen Hauptquartiers Khatam al-Anbiya, laut AP im
Staatsfernsehen.
«Unser erstes und letztes Wort war von Anfang an dasselbe und wird es
auch bleiben: Jemand wie wir wird sich niemals mit jemandem wie Ihnen
einigen», sagte Solfaghari, «nicht jetzt, niemals.» Wären die USA eine
tatsächliche Supermacht, hätten sie sich «längst aus diesem
Schlamassel befreit». «Ihre Ära leerer Versprechungen ist zu Ende.
Laut «Axios» sind einige Vertreter der iranischen Führung auch der
Ansicht, Trumps Ankündigungen rund um eine mögliche Waffenruhe dienten
nur dazu, die Märkte zu beruhigen und den Ölpreis zu senken sowie Zeit
zu gewinnen für weitere militärische Operationen. Infolge des Angriffs
von Israel und den USA auf den Iran war der Ölpreis stark angestiegen.
Steve Witkoff, der US-Sondergesandte für den Nahen Osten, soll Trump
indes gesagt haben, der Iran habe «mehreren Schlüsselpunkten»
zugestimmt. So etwa der Aufgabe seines hochangereicherten Urans,
zitiert «Axios» eine anonyme Quelle.
Ob der Iran tatsächlich solche Zugeständnisse gemacht hat – und wer
das im Namen des Landes getan haben könnte –, ist jedoch strittig.
Laut «Axios» wissen selbst in den höchsten Kreisen der Trump-Regierung
nur sehr wenige, was in Bezug auf die Annäherung an den Iran
tatsächlich vor sich geht. Gleichzeitig behaupten die USA, die
iranische Führung habe seit der Ermordung führender Politiker seit
Kriegsbeginn Mühe, sich unter sich abzusprechen, da unklar sei, wer
das Land führe.
Das fordert der Iran von den USA
Als Antwort auf den US-Vorstoss formulierte die Iranische
Revolutionsgarde ihrerseits Forderungen, wie das «Wall Street Journal»
schreibt. So sollen die USA etwa alle ihre Militärstützpunkte rund um
den Persischen Golf räumen und einem System zustimmen, das dem Iran
erlaubt, von Schiffen in der Strasse von Hormuz eine Durchfahrtsgebühr
zu kassieren.
So steht Israel zum 15-Punkte-Plan der USA
Der Erfolg eines Waffenruheabkommens hängt auch massgeblich von Israel
ab. Aus israelischen Kreisen heisst es, Trumps 15-Punkte-Plan sei
grundsätzlich mit der Position Israels vereinbar, wie «Axios»
schreibt. Allerdings herrscht Skepsis darüber, ob der Iran der
Wunschliste Trumps zustimmt.
«Es gibt Befürchtungen, dass Trump sich dazu entschliessen könnte,
einen Deal abzuschliessen und den Krieg zu beenden, selbst wenn nur
einige seiner Forderungen erfüllt werden, und den Rest ohne eine klare
Lösung auf später zu verschieben», wird eine israelische Quelle zitiert.
Ungeachtet möglicher Waffenruhegespräche planen sowohl Israel als auch
die USA mit einer Fortsetzung des Krieges für noch mindestens zwei bis
drei Wochen, wie die «New York Times» schreibt. «Axios» zitiert einen
US-Beamten mit den Worten: Trump wolle schauen, ob ein Deal erreicht
werden könne, aber «wenn nicht, werden wir sie wieder bombardieren».
Der US-Präsident hatte einen Stopp der Angriffe auf iranische
Kraftwerke bis Freitag angekündigt.
Wie US-Medien berichten, verlegen die USA 2000 bis 3000
Fallschirmjäger der 82. Luftlandedivision in den Nahen Osten.
Ob sie eingesetzt würden, stehe noch nicht fest, schreibt etwa das «Wall
Street Journal». Sie eröffneten Trump aber zusätzliche Handlungsmöglichkeiten.
Am Dienstag sagte US-Präsident Donald Trump vor den Medien, der Iran
habe den USA ein «sehr grosses Geschenk» gemacht. «Sie werden einen
Deal machen», sagte Trump. «Sie haben gestern etwas Unglaubliches
gemacht. Sie haben uns ein Geschenk gegeben, das Geschenk ist heute
angekommen. Es war ein sehr grosses Geschenk, das eine enorme Menge
Geld wert ist. Ich werde Ihnen nicht sagen, um was es sich beim
Geschenk handelt, aber es war ein sehr bedeutender Preis.»
Auf Nachfrage sagte Trump, es habe sich um ein Geschenk in Bezug auf Öl
und Gas gehandelt. «Es hat gezeigt, dass wir mit den richtigen Leuten verhandeln.»
———
8. Foreign Policy: Die Verantwortung der israelischen Lobby für den Iran-Krieg
Befürworter der US-israelischen Sonderbeziehung haben eine besondere Rolle gespielt.
https://foreignpolicy.com/2026/03/17/israel-lobby-iran-war-trump-responsibility/?tpcc=me_digest&utm_source=Sailthru&utm_medium=email&utm_campaign=Middle East Digest - 031926&utm_term=oneoff_middle_east_digest_031926
Der Standpunkt eines Experten zu einem aktuellen Ereignis.
Die Verantwortung der israelischen Lobby für den Iran-Krieg
Befürworter der US-israelischen Sonderbeziehung haben eine besondere Rolle gespielt.
Walt-Steve-foreign-policy-columnist20Stephen M. Walt
Von Stephen M. Walt, Kolumnist bei Foreign Policy und Robert and Renée Belfer
Professor für internationale Beziehungen an der Harvard University.
17. März 2026, 06:44
News-Flash: Der Krieg im Iran läuft nicht wie erwartet. Ich könnte
sagen, nicht als "geplant" zu gehen, außer dass dieses Wort in diesem
Fall völlig unangemessen erscheint. Während die Amerikaner und andere
ein weiteres Debakel im Nahen Osten erleben, wollen sie wissen, wer
dafür verantwortlich ist.
Es ist von entscheidender Bedeutung, die Schuld dort zu machen, wo sie
hingehört, aber ebenso wichtig, dass diejenigen, die nicht
verantwortlich sind, nicht zu Unrecht beschuldigt werden.
Iran-Krieg
Analyse und Nachrichten. Es überrascht nicht, dass einige Beobachter
denken, dass dies ein Krieg ist, der für Israel geführt wird. Als
Beweis deuten sie auf die USA hin.
Die Erklärung von Außenminister Marco Rubio, dass die Regierung
wusste, dass Israel angreifen würde, erwartete, dass der Iran
Vergeltungsmaßnahmen gegen die US-Streitkräfte in der Region ergreifen
könnte, und entschied sich daher, dem Vorzug zu kommen.
Darüber hinaus hatte der israelische Premierminister Benjamin
Netanjahu seit Monaten hart auf einen weiteren Krieg gedrängt, und es
gibt viele pro-israelische Experten - wie den ehemaligen Chefredakteur
der Jerusalem Post und den aktuellen New York Times-Kolumnisten Bret
Stephens -, die in der Vergangenheit wiederholt zum Krieg gegen den
Iran aufgerufen haben und den aktuellen Krieg sogar jetzt verteidigen.
(…)
—
siehe auch:
https://www.nytimes.com/2026/03/22/us/politics/iran-israel-trump-netanyahu-mossad.html?unlocked_article_code=1.VVA.fqFQ.2g-SgH_MdEhP&smid=nytcore-ios-share
Israel glaubte, es könne im Iran einen Aufstand anzetteln. Das ist nicht geschehen.
Präsident Trumps Hoffnungen, dass ein israelischer Plan, einen internen Aufstand gegen
die theokratische Regierung des Iran zu entfachen, den Krieg rasch beenden könnte,
haben sich bislang zerschlagen.
(übersetzt mit deepl.com)
——
9. Die Zeit: Krieg im Nahen Osten: Bundespräsident Steinmeier nennt Irankrieg "völkerrechtswidrig"
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-03/krieg-naher-osten-frank-walter-steinmeier-johann-wadephul-voelkerrechtswidrig-iran-usa-israel-gxe
Krieg im Nahen Osten: Bundespräsident Steinmeier nennt Irankrieg "völkerrechtswidrig"
Frank-Walter Steinmeier spricht von einem "Völkerrechtsbruch" beim
Irankrieg. Außenminister Johann Wadephul rief dazu auf, das Verhältnis
zu den USA nicht abzuschreiben.
Aktualisiert am 24. März 2026, 10:49 Uhr
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Krieg der USA und
Israels gegen den Iran als "völkerrechtswidrig" kritisiert. "Unsere
Außenpolitik wird nicht überzeugender dadurch, dass wir
Völkerrechtsbruch nicht Völkerrechtsbruch nennen", sagte Steinmeier in
seiner Festrede zum 75. Jahrestag der Wiedergründung des Auswärtigen
Amts in Berlin.
"Dieser Krieg ist völkerrechtswidrig – daran gibt es wenig Zweifel",
sagte er. Damit schlug Steinmeier einen anderen Ton an als die
Bundesregierung, die bisher vermieden hat, den Krieg als
völkerrechtswidrig einzustufen.
Wenn das Ziel des Krieges tatsächlich gewesen wäre, den Iran am Bau
einer Atombombe zu stoppen, dann sei er das Resultat eines politisch
verhängnisvollen und vermeidbaren Fehlers.
"Wir waren nie so weit entfernt von einer atomaren Bewaffnung des
Iran", sagte Steinmeier und verwies auf den Abschluss des
internationalen Atomabkommens mit dem Iran 2015. US-Präsident Trump
habe dieses Abkommen scheitern lassen. In seiner ersten Amtszeit
kündigte er das Abkommen auf, "in seiner zweiten Amtszeit nun führt er
Krieg", sagte Steinmeier.
Deutschland und Europa könnten nie wieder ein so vertrautes Verhältnis
mit den USA haben wie vor dem Amtsantritt von US-Präsident Donald
Trump. "Ich spreche daher von einem 'doppelten Epochenbruch' in
unserer Zeit", sagte Steinmeier.
Bereits am 24. Februar 2022 habe es mit dem russischen Überfall auf
die Ukraine einen Epochenbruch gegeben. Trumps Amtsantritt wolle er
damit nicht vergleichen – aber beides habe für die deutsche
Außenpolitik eine "strategisch umstürzende Bedeutung".
Wadephul ruft zum Zusammenhalt auf
Außenminister Johann Wadephul (CDU) ging in seiner Rede ebenfalls auf
die Beziehung zu den USA ein. "Unser transatlantisches Verhältnis
befindet sich in einem tiefgehenden Wandel", sagte er. Die
internationale Ordnung der vergangenen 75 Jahre stehe unter Druck,
einige würden versuchen, sie zu zerstören. Diplomatie sei daher "heute
nötiger denn je“. (…)
——
siehe auch:
https://www.sueddeutsche.de/politik/news-habermas-ramstein-afd-li.3453193
SZ am Abend - Nachrichten vom 14. und 15. März 202615. März 2026, 17:58 Uhr
(…)
SPD-Zweifel an uneingeschränkter Ramstein-Nutzung für US-Krieg gegen Iran.
Bei einigen in der schwarz-roten Koalition gibt es Bedenken, ob
Deutschland weiter etwa Überflugrechte erteilen soll. Es geht auch um
die Frage, ob ein Verstoß gegen das Grundgesetz vorliegen könnte, das
die Unterstützung völkerrechtswidriger Angriffskriege untersagt.
In der SPD wird eine Entscheidung durch Gerichte ins Spiel gebracht, die
Linke fordert ein Ende der Nutzung der US Air Base.
Zum Artikel
———
10. Verfassungsblog: Stellungnahme zur deutschen Außenpolitik im Zuge der Angriffe der USA und Israels auf den Iran
https://verfassungsblog.de/stellungnahme-zur-deutschen-ausenpolitik-im-zuge-der-angriffe-der-usa-und-israels-auf-den-iran/
17 March 2026
Stellungnahme zur deutschen Außenpolitik im Zuge der Angriffe der USA und Israels auf den Iran Als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich mit Völkerrecht
und den internationalen Beziehungen befassen, sind wir besorgt über
die Reaktionen der deutschen Politik auf den am 28. Februar 2026
gestarteten Angriff der USA und Israels auf die Islamische Republik
Iran. Die bisherigen Stellungnahmen der deutschen Bundesregierung
lassen keine klare Verurteilung des völkerrechtswidrigen Vorgehens
erkennen und tragen damit zur weiteren Aushöhlung der regelbasierten
und institutionellen Ordnung in Europa und der Welt bei.
Der Einsatz militärischer Gewalt gegen den Iran durch Israel und die
USA stellt einen Verstoß gegen das völkerrechtliche Gewaltverbot dar.
Da kein bewaffneter Angriff des Irans auf Israel, die USA oder andere
Staaten unmittelbar bevorstand, ist die Gewaltausübung nicht durch das
Recht auf Selbstverteidigung gerechtfertigt. Zum Zeitpunkt des
Angriffs durch die USA befanden sich die US-amerikanische und die
iranische Regierung noch in Verhandlungen über das iranische
Atomprogramm, und es fehlen Belege dafür, dass die Herstellung und der
Einsatz einer Atombombe oder anderer Waffen imminent waren.
Auch die beispiellosen Gräueltaten der iranischen Regierung an der
eigenen Bevölkerung rechtfertigen die Raketen- und Bombenangriffe
durch die USA und Israel auf Ziele im Iran nicht. Zwischenstaatliche
Einsätze von Waffengewalt als Reaktion auf gravierende
Menschenrechtsverstöße und humanitäre Notlagen können nur durch
Resolutionen des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen autorisiert
werden.
Eine Berufung auf das umstrittene Instrument der humanitären
Intervention in Ausübung einer Schutzverantwortung auch ohne UN-Mandat
kommt schon deshalb nicht in Betracht, weil die Art der Durchführung
der Angriffe und die Auswahl der Ziele offensichtlich nicht der
Verbesserung der humanitären Situation der iranischen Bevölkerung
dienen. Weder die USA noch Israel haben sich durch Anrufung des
Sicherheitsrats oder der Generalversammlung um ein multilaterales
Vorgehen bemüht.
Die Bundesregierung hat der Rechtswidrigkeit dieses Angriffs bei der
Entscheidung über die Nutzung von Militärbasen auf deutschem
Territorium Rechnung zu tragen, um nicht Gefahr zu laufen, sowohl das
Völkerrecht als auch das Grundgesetz zu verletzen.
Die historische Verantwortung Deutschlands sowie die daran anknüpfende
Völkerrechtsfreundlichkeit des Grundgesetzes verpflichten die
Bundesregierung, völkerrechtliche Grundnormen als Grundlage deutscher
Außenpolitik zu respektieren und zu stärken. Das Gewaltverbot ist die
notwendige Bedingung einer friedlichen Welt und damit nicht
verhandelbar. Internationale Kooperation, globale Governance, sowie
transnationale wirtschaftliche Transaktionen basieren auf dem
allseitigen Vertrauen in seine Einhaltung.
Nur eine prinzipiengeleitete Außenpolitik kann die Grundlage dafür
bieten, dass das Völkerrecht in Zukunft auch von anderen Staaten
eingefordert werden kann (bspw. in der Forderung nach Sicherheit und
Souveränität der Ukraine und Grönlands). Wenn Drittstaaten die
Einforderung von internationalen Rechtsnormen durch die deutsche
Bundesregierung als selektiv wahrnehmen, kann dieser Eindruck von
Doppelstandards zukünftige Abmachungen und vertrauensvolle
Zusammenarbeit unterminieren.
Langfristig ist es daher nicht nur moralisch und rechtlich geboten,
sondern auch im Eigeninteresse Deutschlands, auf einer regelbasierten
Ordnung zu bestehen und entsprechend zu handeln. Wir fordern daher
eine Rückkehr zur Grundlage der deutschen Außenpolitik, die auf der
UN-Charta und dem Grundgesetz basiert sowie eine Verregelung und
Verrechtlichung der internationalen Beziehungen anstrebt.
(es folgen die Namen der Unterzeichnenden)
-----
11. Der Spiegel: Deutscher Botschafter Steffen Seibert Ein Israel-Freund, den die Netanyahu-Regierung loswerden möchte
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/steffen-seibert-ein-israel-freund-den-die-netanyahu-regierung-loswerden-moechte-a-76f9754d-ded7-47f5-92e7-6030572c5200
Deutscher Botschafter Steffen Seibert Ein Israel-Freund, den die Netanyahu-Regierung loswerden möchteSteffen Seibert hat Hebräisch gelernt, Geiselfamilien unterstützt und palästinensischen Terror verurteilt.
Trotzdem hat er nun den Ärger von Israels Außenminister auf sich gezogen –
weil er auf die wachsende Gewalt von Siedlern hinwies.
Von Christoph Schult
24.03.2026, 12.41 Uhr
(…)
——
12. Die Welt: Kritik an Siedlergewalt - Israels Außenminister empört über X-Beitrag von Botschafter Seibert
https://www.welt.de/politik/ausland/article69c110028f5761671715c51a/steffen-seibert-israels-aussenminister-empoert-ueber-x-beitrag-vom-botschafter.html
Kritik an Siedlergewalt
Israels Außenminister empört über X-Beitrag von Botschafter Seibert
Stand: 23.03.2026
„Gut zu wissen, dass bald ein neuer Botschafter kommt“: Der
israelische Außenminister kritisiert den scheidenden Diplomaten
Seibert scharf. Hintergrund ist dessen Kritik an Siedlergewalt. Nun
schaltet sich das Auswärtige Amt ein.
Das Auswärtige Amt hat sich nach Kritik des israelischen
Außenministers Gideon Saar an Äußerungen zur Siedlergewalt klar hinter
den deutschen Botschafter Steffen Seibert gestellt. „Es ist ganz klar,
dass es auch die Aufgabe unseres Botschafters ist, Themen
anzusprechen, bei denen wir Differenzen haben“, sagte ein Sprecher des
Auswärtigen Amts in Berlin.
Außenminister Johann Wadephul (CDU) habe Saar gestern Abend angerufen
und betont, dass Seibert ein überzeugter Unterstützer des Staates
Israel sei. „Damit ist die Sache auch ausgeräumt“, ergänzte der Sprecher.
Der Sprecher wies auf „die Dynamik von Streitgesprächen auf X“ hin und
sagte: „Das ist nicht das optimale Gesprächsformat, um
Meinungsverschiedenheiten auszuräumen.“ Deswegen habe Wadephul mit
Saar direkt gesprochen. Der Minister habe auch erneut angesprochen,
dass es ein deutlich entschiedeneres Vorgehen gegen Siedlergewalt im
Westjordanland brauche.
Saar hatte wütend auf einen X-Post des deutschen Botschafters
reagiert. „Botschafter Seibert fällt es schwer, Angriffe auf Israelis
zu verurteilen, ohne die Palästinenser zu erwähnen“, schrieb Saar auf
der Plattform X. „Gut zu wissen, dass bald ein neuer Botschafter kommt
– einer, der die israelisch-deutschen Beziehungen stärken wird.“ Das
israelische Außenministerium warf Seibert fehlende Empathie für Israel vor.
Steffen Seibert – einstiger ZDF-Moderator und Ex-Regierungssprecher –
ist noch bis zum Sommer 2026 Botschafter in Israel, anschließend geht
der 65-Jährige in den Ruhestand. Ein Nachfolger ist noch nicht benannt.
Seibert hatte am Sonntagabend in seinem X-Post von einem Tag der
Trauer und Empörung nach dem Tod eines Israelis durch
Hisbollah-Beschuss und hunderten Verletzten durch iranische Raketen
gesprochen. Zugleich schrieb er über Siedlergewalt gegen
palästinensische Dorfbewohner im Westjordanland. Zuvor war es zum Tod
eines Siedlers gekommen.
Wegen der Kritik an Siedlergewalt warf Saar Seibert eine „Besessenheit
auf die in Judäa und Samaria lebenden Juden“ vor, die ihn daran
hindere, den Tod eines Juden durch Palästinenser zu verurteilen. Als
Judäa und Samaria bezeichnet die israelische Regierung die Gebiete im
Westjordanland.
Botschafter: Wir stehen an der Seite Israels
In einer eigenen Reaktion auf Saars X-Post betonte Botschafter
Seibert, Deutschland stehe in dem gegenwärtigen Krieg gegen den Iran
an der Seite Israels. Es habe die iranischen Angriffe auf israelische
Zivilisten und den „verbrecherischen Einsatz von Streubomben
öffentlich verurteilt“, schrieb der Diplomat in seiner Erwiderung auf
X. „Die Gewalt der Siedler bereitet uns, wie auch dem israelischen
Präsidenten und anderen führenden Politikern, große Sorgen“, fügte er hinzu.
(…)
——
13. n tv: Vor Internationalem Gerichtshof - Deutschland verzichtet auf Intervention bei Genozid-Verfahren gegen Israel
https://www.n-tv.de/politik/Deutschland-verzichtet-auf-Intervention-bei-Genozid-Verfahren-gegen-Israel-id30485759.html
Vor Internationalem GerichtshofDeutschland verzichtet auf Intervention bei Genozid-Verfahren gegen Israel18.03.2026, 18:22 Uhr
Die Ampel-Koalition will Israel vor dem Internationalen Gerichtshof
gegen den Vorwurf des Völkermords verteidigen. Doch die aktuelle
Bundesregierung tritt nun von diesem Vorhaben zurück. Grund soll eine
Klage Nicaraguas gegen Deutschland vor dem IGH sein.
Die Bundesregierung will Israel entgegen einer Ankündigung der
Ampel-Regierung nun doch nicht bei seiner Verteidigung gegen eine
Genozid-Anklage vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) beistehen.
Auf die Frage eines Journalisten, ob eine sogenannte Nebenintervention
zugunsten Israels weiterhin geplant sei, sagte ein Sprecher des
Auswärtigen Amtes, dass es diese nicht geben werde.
Als Grund verwies der Sprecher auf neue Entwicklungen seit der im
Dezember 2023 durch Südafrika eingereichten Klage gegen Israel. Unter
anderem habe Nicaragua im Frühjahr 2024 eine Klage vor dem IGH gegen
Deutschland eingereicht: "Wir sind jetzt eben selbst Teil eines
streitigen Verfahrens vor dem IGH und haben uns infolgedessen
entschieden, von dieser Möglichkeit [der Nebenintervention] nicht
Gebrauch zu machen." Die Bundesregierung wolle sich stattdessen auf
das von Nicaragua angestrengte Verfahren konzentrieren.
Im März 2024 hatte sich Nicaragua mit dem Vorwurf an das Gericht
gewandt, Deutschland leiste durch Waffenlieferungen an Israel Beihilfe
zu einem Völkermord an den Palästinensern im Gazastreifen. "Wir weisen
die Vorwürfe, die Nicaragua Deutschland vor dem IGH macht, entschieden
zurück", betonte der Außenamtssprecher.
Auf die Nachfrage eines Journalisten, ob die Bundesregierung nicht
mehr den Standpunkt vertrete, dass der Genozid-Vorwurf gegen Israel
"jeder Grundlage entbehre", sagte der Sprecher, dass der Vorwurf vor
dem Internationalen Gerichtshof geklärt werde. "Und das möchten wir
natürlich abwarten."
Anders als Deutschland verteidigen die Vereinigten Staaten Israel vor
dem IGH gegen die Völkermordvorwürfe. Mehr als ein Dutzend weiterer
Länder haben Interventionen eingereicht, darunter Spanien, die
Niederlande und Irland. Viele vertreten jedoch eine andere Auffassung
als die USA. Südafrika wirft Israel in seiner Klage Handlungen vor,
die nach dem Angriff der Terrororganisation Hamas auf Israel vom 7.
Oktober 2023 auf die Vernichtung der Palästinenser im Gazastreifen
abzielten. Israel weist diese Vorwürfe zurück.
Quelle: ntv.de, dsc/dpa
-------
14. SWP: Flächenbrand: Welche Ziele verfolgen die Kriegsparteien in Iran und welche Folgen drohen in Nahost?
https://www.swp-berlin.org/publikation/flaechenbrand-welche-ziele-verfolgen-die-kriegsparteien-in-iran-und-welche-folgen-drohen-in-nahost?mtm_source=newsletter&mtm_medium=email&mtm_campaign=SWP-Newsletter, 19.03.2026&mtm_kwd=Weiter
Flächenbrand: Welche Ziele verfolgen die Kriegsparteien in Iran und welche Folgen drohen in Nahost? SWP-Podcast 2026/P 08, 18.03.2026
(…)
Moderator: Jetzt haben wir ganz viele, wie Marco Overhaus es genannt
hat, Fragezeichen hier in diesem Podcast gesetzt. Sehen Sie denn
irgendwo auch ein Ausrufezeichen, was Ihnen Hoffnung macht, wo man
sagen könnte, das ist der Weg raus?
Azadeh Zamirirad: Also ein Ausrufezeichen sehe ich nicht.
Moderator: Einen Gedankenstrich?
Azadeh Zamirirad:
(…) Also es gibt so viele Unwägbarkeiten. Aber wenn ich versuche,
positiv zu denken und den Gedankenstrich mal zu setzen: ich glaube
schon, dass es nach wie vor die Möglichkeit gibt und auch die
Notwendigkeit, hier deeskalierend zu wirken und hier vermittelnd
einzuwirken.
Und da sehe ich vor allen Dingen eine Rolle für die Europäer, weniger
als im militärischen Bereich. Auch wenn man dann nüchtern betrachtet
sagen muss, dass unsere Rolle sehr begrenzt ist. Aber ich denke, dass
wir darauf hinwirken müssen, in Zusammenarbeit mit den Akteuren in der
Region, die sich ja noch um Vermittlung bemühen.
Und es gibt auch Golfstaaten, obwohl sie ins Visier geraten sind von
Iran, die weiterhin um Deeskalation bemüht sind, mit Akteuren wie dem
Oman oder Katar zu arbeiten. Gegebenenfalls auch mit den Chinesen, mit
der Türkei, also Akteure, die etwas mehr Handlungsspielraum haben.
Die Türken haben sich jetzt nicht gerade aufgedrängt selbst, aber auch
das ist zumindest denkbar, auf Deeskalation hinzuwirken, um
Vermittlungsbemühungen zu starten. Und das war ja mal eine große
Rolle, die die Europäer in der Vergangenheit gespielt haben.
Wieso nicht versuchen jetzt, wenn unsere anderen Möglichkeiten gerade
so begrenzt sind, genau diese Rolle wieder zu beleben, um überhaupt
wieder als Akteur, als Handlungsspieler hier mit am Tisch sitzen zu
können.
Die Bemühungen muss man zumindest überhaupt erst mal beginnen. Das
beginnt beim Völkerrecht und geht aber auch darüber hinaus. Da glaube
ich, kann man schon ansetzen. Und dann gibt es zumindest Grund zu
hoffen, dass wir auf dem Waffenstillstand erst mal hinwirken können
und von dort dann weitersehen.
Moderator: Der Krieg Israels und der USA gegen den Iran. Was sind die
Kriegsziele? Und welche Folgen könnte der Krieg auch für die Region
haben? Darüber habe ich gesprochen mit Azadeh Zamririrad, mit Marco
Overhaus und mit Peter Lintl. Herzlichen Dank.
Lintl/Overhaus/Zamirirad: Vielen Dank.
(…)
——
15. IPG: Blockierte Lebensader - Der Iran-Krieg trifft nicht nur den Ölhandel, sondern das globale Ernährungssystem – mit katastrophalen Folgen.
https://www.ipg-journal.de/regionen/global/artikel/blockierte-lebensader-8942/?utm_campaign=de_40_20260319&utm_medium=email&utm_source=newsletter
Global 19.03.2026 | Bram Govaerts & Sharon Burke
Blockierte Lebensader
Der Iran-Krieg trifft nicht nur den Ölhandel, sondern das globale Ernährungssystem – mit katastrophalen Folgen.
Bram Govaerts ist Generaldirektor des International Maize and Wheat
Improvement Center und ein international anerkannter
Agrarwissenschaftler, der nachhaltige Innovationen in Agrar- und
Ernährungssystemen vorantreibt.
Sharon Burke ist Chief Engagement Officer des International Maize and
Wheat Improvement Center mit Fokus auf globale Ernährungssicherheit
und wirkungsorientierte Agrarforschung. Zuvor Gründer von Ecospherics
und ehemaliger Assistant Secretary of Defense der U.S. Department of
Defense für Energie.
Seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran haben
nur noch wenige der einst täglich rund 100 Schiffe, die die Straße von
Hormus passierten, diese durchquert. Nun, da der Iran laut Berichten
Seeminen in der engen Wasserstraße verlegt hat, ist eine tagelange,
wenn nicht gar monatelange Sperrung nicht mehr nur hypothetisch.
(…)
Weitere Störungen in der Straße von Hormus hätten Auswirkungen, die
weit über den Golf hinausreichen würden. Landwirte auf der ganzen Welt
– von Südasien bis Subsahara-Afrika, aber auch in Europa und den USA –
sind auf eine stabile Versorgung mit Düngemitteln und Treibstoff
angewiesen.
Erdgas ist ein wichtiger Bestandteil von Stickstoffdünger, der einen
Eckpfeiler der modernen Landwirtschaft darstellt und maßgeblich dazu
beigetragen hat, dass die Ernteerträge historische Höchststände
erreicht haben. Schätzungsweise 30 bis 40 Prozent des weltweit
gehandelten Stickstoffdüngers werden über die Meerenge transportiert.
Werden Dünger und Treibstoff teurer, reagieren Landwirte darauf, indem
sie entweder weniger Dünger ausbringen oder eine geringere Anbaufläche
bewirtschaften. Infolgedessen sinken die Erträge und die Auswirkungen
breiten sich im gesamten Lebensmittelsystem aus. Die höheren Kosten
werden von Landwirten und Lkw-Fahrern über Lebensmittelverarbeiter
hinweg bis hin zu den Endverbrauchern entlang der Lieferkette weitergegeben.
Während Störungen bei der Lieferung von Lebensmitteln, Treibstoff und
Düngemitteln erst nach Wochen oder Monaten zu Preisanstiegen führen
könnten, könnte eine andere Ressource bereits nach wenigen Tagen
gefährdet sein: Wasser. Sollte der Konflikt die Gewässer des Golfs
verschmutzen oder Entsalzungsanlagen außer Betrieb setzen, hätte dies
katastrophale Folgen.
Die Gefahr ist bereits akut. Letzte Woche meldeten sowohl Bahrain als
auch der Iran, der selbst unter schwerwiegender Wasserknappheit
leidet, dass Entsalzungsanlagen angegriffen worden seien. Sollten
diese Angriffe vorsätzlich erfolgen, würden sie nach internationalem
Recht als Kriegsverbrechen gelten, da die Zerstörung oder
Verschmutzung solcher Anlagen unmittelbar die Lebensgrundlage von
Millionen Menschen gefährden würde.
Während die Ukraine gezeigt hat, dass kritische Infrastruktur unter
Beschuss repariert werden kann, sind Entsalzungssysteme hochkomplex
und es gibt kaum schnelle Alternativen.
Seit Jahrzehnten konzentrieren sich die internationalen
Sicherheitsbemühungen im Nahen Osten darauf, die Verbreitung von
Massenvernichtungswaffen zu verhindern. Die Sperrung der Straße von
Hormus – sei es durch Seeminen oder einen anhaltenden militärischen
Konflikt – könnte der Zivilbevölkerung jedoch in ähnlichem Ausmaß
schaden, indem sie die globalen Nahrungsmittel- und Energiesysteme
lahmlegt und zudem eine regionale Wasserkrise auslöst.
Sowohl die Konfliktparteien als auch die internationale Gemeinschaft
insgesamt müssen daher alles in ihrer Macht Stehende tun, um ein
solches Szenario zu verhindern. Gleichzeitig sollte diese Episode als
Warnung dienen. Das globale Nahrungsmittelsystem ist äußerst anfällig.
Die politischen Entscheidungsträger müssen handeln, um es zu
stabilisieren, bevor der nächste Schock Millionen weitere Menschen an
den Rand einer humanitären Katastrophe bringt.
——
16. IPPNW: IPPNW kritisiert Angriffe auf Atomanlagen und warnt vor Ökozid
https://www.ippnw.de/frieden/konflikte-kriege/iran/artikel/de/ippnw-kritisiert-angriffe-auf-atoman.html
25.03.2026
IPPNW kritisiert Angriffe auf Atomanlagen und warnt vor Ökozid
Eskalation im Irankrieg
Die deutsche IPPNW-Sektion kritisiert in aller Schärfe Militärangriffe
auf atomare Anlagen, Gesundheitseinrichtungen und zivile
Energieinfrastruktur wie Ölraffinerien und Gasfelder und Drohungen mit
solchen Angriffen. Die Organisation warnt vor einem Ökozid. Gestern
ist nach iranischen Angaben bei US-Angriffen erneut das Gelände des
Atomkraftwerks Buschehr getroffen worden. Vergangene Woche war das
einzige Atomkraftwerk des Iran schon einmal von einem Geschoss
getroffen worden.
„Wir begrüßen die klare Verurteilung des Irankrieges als
völkerrechtswidrig durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Die
IPPNW appelliert an die Bundesregierung, nun dem Beispiel Spaniens zu
folgen und gegenüber den USA und Israel eine direkte und indirekte
Unterstützung des Krieges zu verweigern“, erklärt die
IPPNW-Vorsitzende Dr. Angelika Claußen.
Zudem haben die USA und Israel die Urananreicherungsanlage in Natans
angegriffen. Am 21. März schlugen mehrere iranische
Langstreckenraketen in Dimona und Arad in Israel ein. Hier wohnen
Mitarbeiter*innen des Kernforschungszentrum Negev, wo die israelischen
Atomwaffen vermutet werden. Die iranische Regierung drohte zudem mit
einem Angriff auf das Atomkraftwerk Baraka in den Vereinigten
Arabischen Emiraten.
Ein direkter Treffer auf eine Atomanlage würde keine Explosion wie bei
einer Atomwaffe auslösen. Das Risiko besteht in der Freisetzung
radioaktiver Stoffe, die in die Umwelt gelangen und möglicherweise
eine langfristige Kontamination verursachen. Die Folgen eines solchen
Beschusses hängen davon ab, welcher Teil einer Anlage getroffen wird
und welche radioaktiven Stoffe dort vorhanden sind.
IAEA-Chef Rafael Grossi forderte bereits mehrfach militärische
Zurückhaltung von den Kriegsparteien. Es gelte, jedes Risiko eines
Atomunfalls zu vermeiden. Das Internationale Rote Kreuz hat darauf
hingewiesen, dass atomare Anlagen nach dem humanitären Völkerrecht
einen besonderen Schutz genießen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO
verurteilte zudem bereits am 11. März 2026 18 Angriffe auf
Gesundheitseinrichtungen im Iran seit Beginn des Krieges.
Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran ist schon jetzt eine
Katastrophe nicht nur für die Menschen, sondern auch für das Klima.
Wissenschaftler*innen gehen in einer Analyse davon aus, dass der Krieg
bereits in den den ersten 14 Tagen zu 5 Millionen Tonnen
Treibhausgasemissionen geführt hat. Er zehre das globale
Kohlenstoffbudget schneller auf als die 84 Länder mit den geringsten
CO²-Emissionen zusammen genommen.
Nach Angriffen auf iranische Öllager hatte die iranische Umweltbehörde
den Menschen geraten, in den Häusern zu bleiben. Der Iranische Rote
Halbmond warnte vor möglichem sauren Regen, ausgelöst durch giftige
Chemikalien. Es gibt im Iran kaum Masken und Inhalationsgeräte, die
die Menschen schützen. Brennende Energieinfrastruktur in den
Golfstaaten und Angriffe auf Öltanker in der Straße von Hormus und auf
Gaslager führen zu giftigen Emissionen, die die Biosphäre belasten.
Sie finden die Analyse von Fred Otu-Larbi, Patrick Bigger, and
Benjamin Neimark unter
https://climatecommunityinstitute.substack.com/p/iran-war-pollution
——
17. Openpetition: Offener Brief: Unterstützung für Spaniens Haltung gegen eine militärische Eskalation mit Iran
https://www.openpetition.eu/petition/online/offener-brief-unterstuetzung-fuer-spaniens-haltung-gegen-eine-militaerische-eskalation-mit-iran
Außenpolitik
Offener Brief: Unterstützung für Spaniens Haltung gegen eine militärische Eskalation mit IranOffener Brief: Unterstützung für Spaniens Haltung gegen eine militärische Eskalation mit Iran
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Pedro Sánchez,
sehr geehrte Mitglieder der spanischen Regierung,
sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter der Regierungen und Institutionen Europas,
wir möchten unsere nachdrückliche Unterstützung für die Haltung der
spanischen Regierung zum Ausdruck bringen, den Krieg gegen Iran
abzulehnen und sich zu weigern, spanisches Territorium für diese
militärische Eskalation zur Verfügung zu stellen.
In einer Zeit wachsender internationaler Spannungen, in der sich die
militärische Konfrontation über den Nahen Osten auszuweiten und die
internationale Ordnung weiter zu destabilisieren droht, setzt Spanien
ein wichtiges Zeichen: Ein Krieg ohne völkerrechtliche Legitimität
darf keine Unterstützung finden.
Gleichzeitig hat Spanien deutlich gemacht, dass die Ablehnung eines
Krieges keineswegs eine Unterstützung der Politik des iranischen
Regimes bedeutet. Die Unterdrückung der Zivilgesellschaft,
schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen sowie destabilisierende
Aktivitäten in der Region geben Anlass zu ernster Sorge.
Es ist daher sowohl möglich als auch notwendig, diese Politik klar zu
kritisieren und ihr entgegenzutreten – während gleichzeitig eine
militärische Intervention abgelehnt wird, die Gewalt weiter eskaliert
und das Völkerrecht untergräbt. Ein solcher Krieg bringt weder
Demokratie noch Sicherheit, Stabilität oder Gerechtigkeit in die Region.
Besonders begrüßen wir die Entscheidung der spanischen Regierung, die
Nutzung der US-Militärstützpunkte in Rota und Morón für Angriffe gegen
Iran nicht zu genehmigen.
Obwohl diese Stützpunkte gemeinsam mit den Vereinigten Staaten
betrieben werden, stehen sie unter spanischer Souveränität und dürfen
nicht für militärische Aktionen genutzt werden, die den Grundsätzen
der Charta der Vereinten Nationen widersprechen oder zu einer weiteren
Eskalation beitragen. Diese Entscheidung zeigt, dass Regierungen auch
unter internationalem Druck ihre souveräne Verantwortung wahrnehmen
können.
Die Haltung Ihrer Regierung knüpft an eine starke demokratische
Tradition der spanischen Zivilgesellschaft an: die klare Botschaft „No
a la guerra“ – Nein zum Krieg. Diese wurde besonders während der
massiven Proteste gegen den Irakkrieg im Jahr 2003 sichtbar, als
Millionen Menschen in Spanien gegen eine militärische Intervention
ohne völkerrechtliche Legitimation auf die Straße gingen. Auch heute
findet diese Botschaft weit über Spanien hinaus Resonanz.
Das Science4Peace Forum zusammen mit anderen Organisationen ruft daher
andere europäische Regierungen sowie Vertreterinnen und Vertreter von
Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik in ganz Europa dazu auf,
diese Haltung zu unterstützen und dem Beispiel Spaniens zu folgen,
eine Beteiligung am Krieg abzulehnen und einer weiteren Eskalation
entgegenzutreten;
die Nutzung ihres Staatsgebiets, ihres Luftraums und ihrer
Militärbasen für offensive Operationen im Zusammenhang mit diesem
Konflikt zu verweigern;
innerhalb der Europäischen Union und der Vereinten Nationen auf
Deeskalation und die Wiederaufnahme diplomatischer Verhandlungen
hinzuwirken;
zu bekräftigen, dass die Achtung des Völkerrechts die unverzichtbare
Grundlage verantwortungsvoller Sicherheitspolitik ist.
Europa sollte nicht zu einer logistischen Plattform für die Ausweitung
eines Krieges werden. Vielmehr sollte es eine konstruktive Rolle bei
der Förderung von Diplomatie, Zurückhaltung und der friedlichen
Beilegung von Konflikten übernehmen.
Die Entscheidung Spaniens zeigt: Auch in Zeiten großer internationaler
Spannungen ist es möglich, dem Druck zur Eskalation zu widerstehen und
klar für Diplomatie, Völkerrecht und Frieden einzutreten. Gerade in
diesem gefährlichen Moment der internationalen Politik ist eine solche
Haltung von besonderer Bedeutung.
Organisationen
(…)
———
18. Abstimmung 21: 100% meiner Steuern für zivile Zwecke
https://abstimmung21-mitmachen.de/proposals/647-100-meiner-steuern-fur-zivile-zwecke
100% meiner Steuern für zivile Zwecke
18. März 2026
Wir - das Netzwerk Friedenssteuer e.V. - wollen ein Gesetz,
um bei der Steuerzahlung Gewissensfreiheit zu praktizieren
und nicht mit unseren Steuern „für das Militär zu dienen“.
Wer wirklich Frieden will, muss ausschließlich dafür zahlen und
Ausgaben für Militär abwählen können.
Nicht so! Im Bundeshaushalt 2026 beträgt der Verteidigungsetat 82,6
Mrd. EUR plus 25,5 Mrd. EUR aus dem Sondervermögen Bundeswehr.
Aus dem Verteidigungsetat von rund 83 Mrd. EUR zahlt jede Person, die in
Deutschland lebt (um 83 Mio. Menschen) durch direkte und indirekte
Steuern im Schnitt 1.000 EUR pro Jahr für Militär (und etwa 4 EUR für
zivile Konfliktbearbeitung).
► Wir wollen ein Zivilsteuergesetz und damit das Recht, über den Fluss
unserer Steuern in ausschließlich zivile Zwecke mitzubestimmen, bevor
das Parlament die Höhe des Verteidigungsetats festlegt.
Grundlage: Das Grundgesetz garantiert Gewissensfreiheit in Art.4 (1)
und konkretisiert sie im Fall des Kriegsdienstes in Art.4 (3):
„Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe
gezwungen werden.“ Diese Garantie fehlt bei der Steuerzahlung: Alle
Steuerzahlenden ‚dienen‘ mit ihren Steuergeldern, indem sie es Anderen
ermöglichen, mit der Waffe zu ‚dienen‘ und zu töten, also
Zwangszahlung für das Militär.
►Wir fordern, für diese fehlende Garantie eine gesetzliche Regelung:
„Niemand darf gegen sein Gewissen gezwungen werden, durch Steuern und
Abgaben zur Finanzierung von Militär, Rüstung und auch Krieg
beizutragen.“
Für diese gesetzliche Regelung liegt der Entwurf eines
„Zivilsteuergesetzes“ für mehr Gewissensfreiheit und demokratische
Mitbestimmung vor. Der Text ist juristisch und verfassungsrechtlich
geprüft und bestätigt. Es geht nicht darum, weniger Steuern zu zahlen.
Wollen auch Sie künftig wählen können zwischen „100% Zivilsteuer“ und
„Zivil- plus Militärsteuer“, dann unterschreiben Sie bitte hier.
Das Zivilsteuergesetz finden Sie hier in der Kurzdarstellung und hier
als Gesetzestext.
Falls Sie unsere Forderung schon früher unterschrieben haben, bitten
wir Sie auch hier um das Unterzeichnen.
Wollen Sie außerdem selbst an die Bundestagsabgeordneten Ihres
Wahlkreises schreiben, finden Sie auf unserer Webseite hier einen
Musterbrief, hier den Link zum Abgeordnetenverzeichnis und hier
Argumente PRO & KONTRA Zivilsteuergesetz.
——
19. Frieden-Libanon: Die Menschen im Libanon brauchen Ihre Hilfe
https://frieden-libanon.de/wp-content/uploads/2026/03/2024_09_27_Spendenaufruf_Nothilfe.pdf
Spendenaufruf
Die Menschen im Libanon brauchen Ihre Hilfe
Der Krieg zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon ist seit dem 2.
März wieder mit aller Härte aufgeflammt.
Nicht nur der Süden des Landes ist unter Dauerbeschuss, auch südliche
Stadtteile Beiruts, Orte der Bekaa-Ebene werden ständig bombardiert.
Die Menschen aus den betroffenen Gebieten verlassen panisch ihre
Häuser. Die Notunterkünfte sind überfüllt, die Vertriebenen campieren
auf der Straße und/oder übernachten in ihren Autos.
Über 300.000 Menschen sind nach einer Schätzung der NGO Norwegian
Refugee Council auf der Flucht vor den Kämpfen. Das libanesische
Gesundheitsministerium teilt mit, dass seit dem 2. März 394 Menschen
getötet und über 1.000 Menschen verletzt wurden.
Schulen, viele Moscheen und Kirchen werden den Flüchtlingen als
Unterkünfte zur Verfügung gestellt. Doch viele haben zunehmend Angst,
Flüchtlinge aufzunehmen, da die israelische Luftwaffe auch gezielt
Flüchtlingsunterkünfte angegriffen hat.
Der Verein „Frieden und kultureller Austausch – Libanon e.V.“
(www.frieden- libanon.de), Partnerorganisation der lib. NGO Dar
Assalam in Wardaniyeh, sammelt unter dem Stichwort „Nothilfe Libanon“
Spenden für die Menschen, die durch den jetzigen Krieg in Not geraten sind.
Im Februar haben wir für 9.000 € Hilfspakete mit Lebensmitteln- und
Hygieneartikeln verteilt. Wir danken für Ihre Spende
Frieden und kultureller Austausch – Libanon e.V.
IBAN: DE54 6001 0070 0974 2337 01
BIC: PBNKDEFF
Stichwort: Nothilfe Libanon
Bitte geben Sie auf dem Überweisungsträger ihren vollständigen Namen
(Vor- und Nachname) sowie Adresse an, damit wir eine
Spendenbescheinigung ausstellen können. Oder übermitteln Sie uns Ihre
Daten per Mail: uwe.weltzien@frieden- libanon.de
V.i.S.d.P.: Uwe Weltzien (1.Vors. Frieden und kultureller
Austausch-Libanon e.V.), Otto-Nagel-Allee 4, 15738 Zeuthen
--------
20. Seminarhaus Grainau: Frieden in der Welt – Frieden in mir - Seminar mit Clemens Ronnefeldt
https://www.seminarhaus-grainau.de/frieden-in-der-welt/
Frieden in der Welt – Frieden in mir
Wir leben in einer Zeit vielfältiger Krisen, die sich gegenseitig
nicht nur addieren, sondern sogar noch potenzieren. Wie können wir
Menschen trotz aller Gewalt, Ungerechtigkeit und Umweltzerstörung
empathisch, menschlich und friedensstiftend bleiben?
Um diese Frage zu beantworten, wird Clemens Ronnefeldt einen Überblick
über die Themen Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung
geben, den Ukraine-Krieg und den Krieg in Westasien beleuchten – und
wie bei all diesen Herausforderungen der innere Frieden bewahrt werden kann.
Termin
Fr. 24.04. – So. 26.04.2026
Kosten
€ 210 inkl. Vollpension im Zweitbettzimmer
Referent: Clemens Ronnefeldt, Versöhnungsbund
Organisation: Reiner Schmelz
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Mit freundlichen Grüßen
Clemens Ronnefeldt
Referent für Friedensfragen beim deutschen
Zweig des internationalen Versöhnungsbundes
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Clemens Ronnefeldt
Referent für Friedensfragen beim deutschen
Zweig des internationalen Versöhnungsbundes
A.-v.-Humboldt-Weg 8a
85354 Freising
Tel.: 08161-547015
Fax: 08161-547016
C.Ronnefeldt@t-online.de
www.versoehnungsbund.de
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.