Rubikon ist das Magazin für die kritische Masse. Wir berichten über das, was in den Massenmedien nicht zu finden ist. Anbei übersenden wir Ihnen die Übersicht unserer Artikel der letzten 7 Tage.
Inhaltsverzeichnis
1. Jürgen Fliege: Die Angst der Pfarrer
2. Rubikons Weltredaktion: Die globale Informationskontrolle
3. Marco P. Schott: Die Gedankenmatrix expandiert
4. Ronny Ebel: Schlechte Zeichen
5. Nicolas Riedl: Der Sog des Krieges
6. Gönül Freyseel: Ein deutscher Herbst
7. Willy Wimmer: Die wirkliche Zeitenwende
8. Christian Kreiß: Die Rückkehr des Diskurses
9. Rubikons Weltredaktion: Die Impfzwang-Entschädigung
10. Aaron Richter: Minister in aller Munde
11. Ralf Rosmiarek: Endlos spannende Zeiten
12. Ulrike Kirchhoff: Das Geschenk der Schönheit
13. Daniel Sandmann, Susanne Kappeler: Der totalitäre Stoßtrupp
14. Charlotte Kirchhof: Die andere Perspektive
15. Pepe Escobar: Das eurasische Puzzlespiel
16. Jochen Kirchhoff: Das bewusste Universum
17. Dieter Duhm: Der Horizont des Möglichen
18. Markus Gelau: Mächtige Mitwisser
19. Eric Angerer: Sex und Transhumanismus
20. Roberto J. De Lapuente: Werdet Unterlassungshelden!
21. Willy Meyer: Haltung statt Bildung
22. Felix Feistel: Wer schwurbelt, hat Mut
23. Gerald Ehegartner: Vergebung oder Vergeltung
24. Eric Angerer: Sex und Transhumanismus
25. Nicolas Riedl: Die wahren Delegitimierer
26. Nadine Rebel: Die Würde der Waschlappen
27. Werner Köhne: Der Wunsch nach Unendlichkeit
28. Jochen Förster: Die Ernsthaftigkeitsfalle
[Bild: Die Angst der Pfarrer ]
Die Angst der Pfarrer
Statt Haltsuchenden die Furcht zu nehmen, verbreiten die kirchlichen Gottesdiener das Virus der Angst.
am Samstag, 03. September 2022, 15:59 Uhr von Jürgen Fliege
Das Rückgrat unter dem Pfarrer-Talar ist meist nicht stark. Das haben insbesondere die letzten zwei Jahre gezeigt. Angst regiert in den Pfarrern und wird durch sie zu den Menschen getragen. Stehen Pfarrer eigentlich nicht im Dienst, den Menschen die Furcht zu nehmen, insbesondere die Furcht vor dem Tod? Doch nichts dergleichen lässt sich, bis auf wenige Ausnahmen, feststellen. Dieses Problem wurzelt tief im System der Kirche. Dort herrscht eine straffe Hierarchie, der sich alle Pfarrer unterzuordnen haben. So wird klamm an den Bibelseiten festgehalten, aus ihnen nur vorgelesen, statt frei von Herzen über Glauben und die Beziehung zu Gott zu sprechen. Es ist ein bloßes Bezeugen von etwas Höherem, statt dieses Höhere hier auf Erden mit Leben zu füllen.
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Die globale Informationskontrolle
Die „Trusted News Initiative“ ist ein neuer, zentraler Knotenpunkt im Geflecht des internationalen Meinungsmanagements.
am Samstag, 03. September 2022, 15:58 Uhr von Rubikons Weltredaktion
Die Trusted News Initiative (TNI) wurde im Juli 2019 von der BBC gegründet. TNI behauptet zwar, Demokratie und Freiheit zu fördern, doch ihr Daseinszweck ist die globale Informationskontrolle. Zu den Partnern der Initiative gehören globale Medien wie The Washington Post, Reuters, The Associated Press, AFP, die Financial Times und die Europäische Rundfunkunion (EBU) sowie Big-Tech-Partner wie Google, Facebook, Twitter, YouTube und Microsoft. TNI wurde nur wenige Wochen nach einem Bericht des Reuters-Instituts gegründet, aus dem hervorging, dass das Vertrauen in die US-Medien auf einen historischen Tiefstand von nur 29 Prozent gesunken war — der niedrigste Wert unter den 46 einbezogenen Ländern. Offensichtlich informierten sich die Menschen woanders über die Fakten, und das alles führte wahrscheinlich zur Gründung von TNI. Da die großen Sender und Zeitungen keine Kontrolle über die alternativen Medien haben, suchten sie nach einem umfassenden Weg, um sie alle auszuschalten.
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Die Gedankenmatrix expandiert
Die Finanzelite versucht alles, um Herrin über unsere Gedanken zu werden — mit Metaverse rückt uns die Gedankenmatrix immer näher.
am Samstag, 03. September 2022, 15:00 Uhr von Marco P. Schott
Dass die herrschenden Gedanken immer die Gedanken der herrschenden Klasse sind, wusste bereits Marx. In immer intensiverer Form zeigt sich dies im digitalen Zeitalter. Der den Gedankenraum umzingelnde Zaun bekommt immer mehr Latten, sodass die Lücken dazwischen immer schmaler werden. Inhalte, die von der herrschenden Meinung abweichen, sollen gar nicht mehr zu den Menschen vordringen. Exemplarisch zeigt sich das im World Wide Web. Die vormalige Grenzenlosigkeit des dort archivierten Wissens weicht einer immer stärkeren Selektion durch die Algorithmen der Suchmaschinen. Der Suchende erhält nur noch eine streng sortierte Vorauswahl, die ihn — wie ein Schäferhund — in das enge Gedankengehege hineintreibt. Als besonders bedrohlich stellt sich die Sache dar, wenn sich die Gedankenmatrix nicht mehr auf die Außenwelt beschränkt, sondern der Schnittstelle unserer Sinneswahrnehmung immer näher rückt. Mit Mark Zuckerbergs Metaverse und der Virtual Reality braut sich am Horizont eine Bedrohung zusammen. Die Matrix könnte direkten Zugriff auf unsere Sinnesorgane nehmen, sodass jedes Entkommen verunmöglicht wird.
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Schlechte Zeichen
Ab Herbst werden Menschen wieder markiert, und es regt sich — endlich — vermehrt Widerstand.
am Samstag, 03. September 2022, 14:00 Uhr von Ronny Ebel
Ab Oktober könnten Aufkleber und die Corona-Warn-App ihr Comeback feiern. Bestimmte Farben geben dem Bürger dann bestimmte Rechte. Oder ihm werden diese Rechte verweigert. Die Empörung darüber wächst, doch selbst wenn es diese Markierungen, aus welchen Gründen auch immer, doch nicht geben wird, stellt sich folgende Frage: Wieso bringt diese Idee erst jetzt relativ viele Menschen auf, obwohl wir das alles doch bereits hatten? Der Autor diskutiert drei mögliche Erklärungen.
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Der Sog des Krieges
Rapper Prinz Pi führt uns mit „Drei Kreuze für Deutschland“ vor Augen, wie der Krieg auch abseits der Gefechte seinen Blutzoll fordert.
am Samstag, 03. September 2022, 13:00 Uhr von Nicolas Riedl
Kriege sind ein Moloch, der auch jenseits der Kampfhandlungen Menschenleben verschlingt. Der Track „Drei Kreuze für Deutschland“, veröffentlicht von Prinz Pi im Jahr 2011, veranschaulicht, wie der Sensenmann auch außerhalb der Schlachtfelder seinen Tribut fordert. Es ist ein sogenannter „Story-Telling-Track“, in welchem Pi vom Schicksal einer vierköpfigen Soldatenfamilie erzählt. Der Vater ist ein Kapitän bei der Marine, die Mutter eine Zivilistin, die beide Söhne sind zurückgekehrte Soldaten aus dem illegalen Afghanistan-Kriegseinsatz. Mit jeder Strophe verstirbt ein weiteres Familienmitglied. Der Vater geht nachts über Bord des Kriegsschiffes, der ältere Sohn begeht aufgrund seiner posttraumatischen Belastungsstörung Selbstmord, und der Jüngste lässt sich im sicheren Innendienst stationieren, wird dann aber in der Heimat von Neonazis ermordet. Am Ende ist nur noch die Mutter am Leben, der von ihrer Familie nichts weiter übrig bleibt als drei Kreuze, die ihr die Armee für ihre verlorenen Männer verlieh. Ein Text zu der Aktion #Friedensnoten.
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Ein deutscher Herbst
Die kommende dunkle Jahreszeit droht hierzulande zu einem denkwürdigen, wenn nicht gar historischen Ereignis zu werden — eine Retrospektive aus der Zukunft.
am Samstag, 03. September 2022, 12:00 Uhr von Gönül Freyseel
Der „heiße Herbst“ ist in aller Munde. Allerlei Mutmaßungen, Prophezeiungen, Prognosen und Ängste wabern durch den Äther. Zwischen unerschütterlicher Zuversicht und allen Schattierungen der Angst schwanken die Menschen im Angesicht der bevorstehenden Zeit. Es ist Anfang September, und allmählich kehren die Dissidenten der Gegenwart — deren Anzahl sich inzwischen beträchtlich vermehrt hat — aus ihrer „Sommerpause“ zurück. Das „Bitte nicht stören!“-Schild wird wieder in der Truhe der Unbeschwertheit verstaut, und man gilt nicht mehr als Spielverderber und Pessimist, wenn man daran erinnert, dass die gegnerische Agenda nie pausiert. Auf allen Seiten laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, und es ist zu spüren, dass wir uns auf einen entscheidenden Moment oder vielleicht sogar den Kulminationspunkt dieses so unglaublichen Zeitgeschehens zubewegen. Der folgende Text — aus einer zukünftigen Perspektive geschrieben — möchte eine der unzähligen Möglichkeiten aufzeigen, die der kommenden Zeit innewohnen. Gleichzeitig will er daran erinnern, dass kein noch so großspuriges Machtgebaren etwas daran ändern kann, dass nach wie vor WIR in nicht zu unterschätzendem Maße darüber entscheiden, welche dieser Möglichkeiten wir als Kollektiv tatsächlich erfahren werden. Wir können davon ausgehen, dass wir genug Rückenwind haben. Glückauf!
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Die wirkliche Zeitenwende
Der verstorbene Michail Gorbatschow und westliche Politiker seiner Generation machten den heutigen Staatenlenkern vor, wie Entspannungspolitik funktionieren kann.
am Freitag, 02. September 2022, 17:00 Uhr von Willy Wimmer
Keine Frage: Der Tod Michail Gorbatschows hat in vielen von uns nostalgische Gefühle ausgelöst. Warum schafften es Politiker wie Gorbatschow, Willy Brandt, Helmut Kohl und selbst Ronald Reagan, die Welt durch Entspannungspolitik in eine Epoche zu führen, in der die Angst vor einem Krieg lange Zeit zurückgedrängt werden konnte? Und warum bewirken die heute aktiven Politiker das genaue Gegenteil: eine offenbar nachhaltige Verdunkelung des politischen Horizonts? Es greift zu kurz, wenn der Westen jetzt Gorbatschow gegen Putin auszuspielen versucht. Auf beiden Seiten des eisernen Vorhangs waren damals Werte wie Verständigung, Kompromiss, waren der Abbau von Feindbildern und die ernst gemeinte Frage nach den Interessen und Ängsten der jeweils anderen Seite keine Fremdworte. So war Wandel durch Annäherung möglich. Wollen wir die dunkle Periode überwinden und ein „gemeinsames Haus Europa“ schaffen, müssen wir die richtigen Schlussfolgerungen aus dem Gedenken an Gorbatschow ziehen. Willy Wimmer, ehemaliger aktiver CDU-Politiker und Mitglied des Bundestags, analysiert die Lage auf der Basis seiner reichhaltigen Lebenserfahrung.
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Die Rückkehr des Diskurses
In den etablierten Medien Großbritanniens wird mittlerweile offen über die Schäden infolge der Corona-Restriktionen berichtet.
am Freitag, 02. September 2022, 16:00 Uhr von Christian Kreiß
Der Debattenraum in Großbritannien dehnt sich wieder. Was in den Leitmedien bis vor Kurzem niemand zu drucken oder zu senden gewagt hätte, wird nun offen besprochen: Schäden durch die Lockdown-Politik, Übersterblichkeit ohne einen Zusammenhang mit Corona sowie die gigantischen Fehlprognosen der COVID-Mahner. Besonders hervorstechend ist hierbei der Mathematiker Neil Ferguson vom Imperial-College. Obwohl dieser sich in der Vergangenheit mehrmals durch astronomische Fehlprognosen hervortat, war sein „Report 9“ weltweit wegweisend für die Corona-Maßnahmen, während seriöse Wissenschaftler diskreditiert wurden. Auch dieser Umstand wird mittlerweile in britischen Leitmedien angeklagt.
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Die Impfzwang-Entschädigung
Beschäftigte im Gesundheitswesen, die dem Impfstoffmandat unterworfen sind, erhalten große Entschädigungssummen.
am Freitag, 02. September 2022, 15:00 Uhr von Rubikons Weltredaktion
In den USA soll eine Gruppe von fast 500 Beschäftigten des Gesundheitswesens im Rahmen eines erstmaligen Rechtsvergleichs gegen das COVID-19-Impfmandat ihres Krankenhauses eine Auszahlung von 10 Millionen Dollar erhalten. Die Koalition der Beschäftigten des NorthShore University HealthSystem in Illinois reichte ihre Klage im Oktober 2021 ein und behauptete, die Gesundheitseinrichtung weigere sich rechtswidrig, religiöse Ausnahmen von der Impfpflicht zu gewähren. Die am 29. Juli 2022 vom nördlichen Bezirksgericht des Bundesstaates getroffene Vergleichsvereinbarung bedeutet, dass 473 derzeitige und ehemalige Beschäftigte des Gesundheitswesens bald eine Entschädigung erhalten werden.
Zum Artikel https://www.rubikon.news/artikel/die-impfzwang-entschadigung
Minister in aller Munde
Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, empfiehlt Gesundheitsminister Lauterbach, mit Mundspülungen statt Speiseöl zu kochen.
am Freitag, 02. September 2022, 14:00 Uhr von Aaron Richter
Nach seinem gut gemeinten Ratschlag im April 2020, Masken der Marke Eigenbau aus Staubsaugerbeuteln zu basteln (1), ebenso wie seiner Empfehlung ein Jahr darauf, einer COVID-Erkrankung mit Asthmaspray vorzubeugen (1), wartet Karl Lauterbach — mittlerweile Gesundheitsminister — erneut mit praktischen Haushaltstipps auf. Auf der Bundeszitronenpressekonferenz am vergangenen Freitag empfahl er, zukünftig Mundwasser statt Speiseöl zum Anbraten zu nutzen. Dies erhöhe die Schutzwirkung gegen SARS-CoV-2 und sei zugleich ein „Vergeltungsschlag gegen Putin“, der im April dieses Jahres den Export von Sonnenblumenöl eingestellt hatte (2). Zudem mahnte Lauterbach, es gebe keine Garantie dafür, dass alle Deutschen von Oktober bis Ostern Masken tragen würden, selbst wenn die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes, welche dies vorsieht (3), verabschiedet wird. Alltagsmundspülungen seien demnach eine kostengünstige Präventionsmaßnahme. Lauterbach appellierte erneut an die gesellschaftliche Solidarität gegen Ungeimpfte und Leugner gesundheitsfördernder Maßnahmen.
Zum Artikel https://www.rubikon.news/artikel/minister-in-aller-munde
Endlos spannende Zeiten
Die Abnormalität unserer Zeit beginnt sich zu normalisieren — schon stehen nach Corona neue selbstgemachte Krisen in den Startlöchern.
am Freitag, 02. September 2022, 13:00 Uhr von Ralf Rosmiarek
Wir stehen gesellschaftlich unter Spannung. Und das bereits seit über zwei Jahren. Ein Spannungsabfall ist nicht zu erwarten. Im Gegenteil! Ganz viele alte und neue Drohkulissen werden in der Sommerpause des Polittheaters auf die gesellschaftliche Bühne geschoben. Die gesellschaftliche Drangsalierungshorrorshow wird ab Herbst weitergehen und immer bizarrere Blüten treiben. Die letzten Reste an Rationalismus werden aus dem Diskurs getilgt, so davon nach zwei Jahren neuer Normalität überhaupt noch irgendetwas übrig geblieben ist. Dem kann nur entgegengewirkt werden, wenn wir wieder beginnen, einen kritischen Rationalismus zu kultivieren.
Zum Artikel https://www.rubikon.news/artikel/endlos-spannende-zeiten
Das Geschenk der Schönheit
Im Sommer zeigt die Natur, was in ihr steckt — wenn wir uns liebevoll auf sie einlassen, widerstehen wir der Dominanz des Seelenlosen in unserer Kultur.
am Freitag, 02. September 2022, 12:00 Uhr von Ulrike Kirchhoff
Kletterrosen, Kosmeen, Sonnenblumen im Spätsommerlicht. Dazwischen, taumelnd, orange-braun ein Distelfalter, der sich mal hier, mal dort niederlässt. Eine erfüllte und die Seele erfüllende Schönheit, die zugleich den nahenden Verfall ahnen lässt ... Ist es angesichts der politischen Erschütterungen dieser Zeit überhaupt relevant, ist es legitim, diese Dinge zu bemerken? Inmitten einer Bewegung, die die Autorin zu Recht „Feldzug gegen die Natur“ nennt, zählt es sehr wohl, ob wir noch in der Lage sind, in die magische Atmosphäre eines Gartens einzutauchen, eine Blume zu hegen oder auch nur achtsam-liebevoll wahrzunehmen. Wir fühlen dann, selbst wenn uns die Worte dazu fehlen, dass wir nicht die Maschinenmenschen sind, die ein verkehrter Zeitgeist aus uns machen will. Vielmehr lebendige Wesen, eingebunden in ein bewusstes, beseeltes Natur-Umfeld. Der Sommer zeigt uns noch einmal die ganze Pracht seiner Farben- und Formenvielfalt. Nehmen wir dieses Geschenk an und schenken wir unsere Freude, unsere Sympathie zurück! Sie trifft bei den Wesen, die uns umgeben, nicht auf „taube Ohren“. Dies hilft uns, gesund zu bleiben und uns gegen den grassierenden, lebensfeindlichen Wahn zu immunisieren. Die Autorin würdigt die sommerliche Vegetation nicht nur mit wohlgesetzten Worten, sondern auch mit einer Fotostrecke, die den Zauber erahnen lässt.
Zum Artikel https://www.rubikon.news/artikel/das-geschenk-der-schonheit
Der totalitäre Stoßtrupp
Die aggressive Frontstellung des Genderismus gegenüber dem Feminismus hat mit dem großen Umgestaltungsprojekt der Eliten zu tun. Teil 1/2.
am Donnerstag, 01. September 2022, 17:00 Uhr von Daniel Sandmann, Susanne Kappeler
Das Verhältnis von Feminismus und Genderismus ist in alternativen Medien wenig beleuchtet worden. Ein Verständnis dafür wäre aber bedeutsam, weil die Gender-Ideologie eine der offensichtlichsten Schlagbewegungen des „New Normal“ ist. Mit ihm werden fundamentale Verankerungen, die in einer feudalkapitalistischen Welt und ihrem digitalen Totalitarismus stören, beseitigt. Susanne Kappeler und Daniel Sandmann ziehen die Linien in ihrem Gespräch bis zu den Parallelen von Genderismus und Coronanarrativ, beides Manifestationen der westlichen Machbarkeitsideologie, gegen die sich der Feminismus im 20. Jahrhundert gestellt hat.
Zum Artikel https://www.rubikon.news/artikel/der-totalitare-stosstrupp
Die andere Perspektive
Der Alltag in Kenia unterscheidet sich drastisch von unserem — das gilt auch für den Umgang mit dem Coronavirus.
am Donnerstag, 01. September 2022, 16:00 Uhr von Charlotte Kirchhof
Das Leben in Kenia ist den meisten Deutschen gänzlich fremd. Das Land ist aus unserer Perspektive weit entfernt, es zählt nicht zum „Wertewesten“. Hierzulande ist Kenia allenfalls in den Schlagzeilen, wenn es um Experimente rund um ein bedingungsloses Grundeinkommen geht. Doch wie läuft der Alltag einer achtköpfigen kenianischen Familie ab, die zwischen Slums und Villengegend lebt? Wie haben die Kenianer die „Pandemie“ wahrgenommen und wie gehen sie mit Corona um? Die Autorin berichtet von ihrer Freiwilligenarbeit in Mombasa, der zweitgrößten Stadt Kenias.
Zum Artikel https://www.rubikon.news/artikel/die-andere-perspektive
Das eurasische Puzzlespiel
Die ehrgeizigen Verkehrsprojekte Chinas und Russlands haben westliche Widerstände überwunden und dringen nun tief in das asiatische Kernland vor.
am Donnerstag, 01. September 2022, 15:00 Uhr von Pepe Escobar
Die Vernetzung Zentralasiens ist eine taoistische Gleichgewichtsübung: Stück für Stück werden deren Komponenten geduldig zu einem gigantischen Puzzle zusammengefügt. Das erfordert Zeit, Geschick, Weitblick und natürlich große Durchbrüche. Ein wichtiges Puzzleteil wurde kürzlich in Usbekistan ergänzt, wodurch die Verbindungen zwischen der Gürtel- und Straßeninitiative (BRI) und dem Internationalen Nord-Süd-Transportkorridor (INSTC) gestärkt wurden. Der Westen versucht wichtige Knotenpunkte des großen neuen Netzwerks wie Afghanistan und jetzt die Ukraine fortwährend zu destabilisieren — mit immer weniger Erfolg.
Zum Artikel https://www.rubikon.news/artikel/das-eurasische-puzzlespiel
Das bewusste Universum
Giordano Brunos Philosophie ist ein bis heute inspirierender Gegenentwurf zum materialistischen Weltbild. Exklusivabdruck aus „KoSMoS“.
am Donnerstag, 01. September 2022, 14:00 Uhr von Jochen Kirchhoff
Was wissen wir über Giordano Bruno? Häufig nur, dass er Opfer eines brutalen Justizmordes durch die katholische Kirche geworden ist. Aber wodurch hatte er sich den Unmut der Kirche zugezogen? Tatsächlich ging es nicht darum, dass Bruno den Glaubenshütern zu wissenschaftlich-rational argumentiert hätte — vielmehr haben wir es mit einem Konflikt zweier nur schwer miteinander vereinbarer spiritueller Konzepte zu tun. Giordano Bruno ging von einem durchweg belebten, mit Bewusstsein erfüllten Universum und der Existenz von unzähligen bewohnten Planeten aus. Dieses Panorama würde das für die Kirche zentrale Erlösungswerk des Jesus von Nazareth in seiner Bedeutung sehr stark relativieren. Zudem übte Bruno eine sehr scharfe Kritik an Jesus, was in seinem Jahrhundert skandalös wirken musste. Wir Heutigen spüren aber vor allem, wie die Vorstellung eines toten Kosmos mit der Erde als einziger Lebensoase zur Grundlage wurde für eine verhängnisvolle Entwicklung des Zeitgeists — gipfelnd in einem schroffen Materialismus, der zugleich ein Angriff auf die Würde des Menschen als einem beseelten, gottgewollten Wesen darstellt. Die Besinnung auf die Ideen Brunos kann also gerade auch für Menschen der Gegenwart eine geistige „Immunstimulanz“ mit Blick auf transhumanische Angriffe bieten. Exklusivabdruck aus „KoSMoS“.
Zum Artikel https://www.rubikon.news/artikel/das-bewusste-universum
Der Horizont des Möglichen
Nicht die Materie, sondern Bewusstsein ist der Stoff, aus dem wir unsere Zukunft machen — nutzen wir diese Erkenntnis endlich für das Positive statt für das Destruktive!
am Donnerstag, 01. September 2022, 13:00 Uhr von Dieter Duhm
Ein Blick in die Natur zeigt uns die unendlichen Möglichkeiten der Schöpfung. Es gibt keine festgelegte Realität. Es gibt kein endgültiges Naturgesetz, das den Menschen Grenzen setzt, sondern nur die Grenzen, die wir uns selber setzen. Ein Beispiel dafür liefern Abenteurer und Extremsportler wie Alexander von Humboldt oder Reinhold Messner. Menschen wie sie zeigen: Es ist möglich! Das heißt auch, dass wir diesen geschundenen Planeten in ein großes Paradies verwandeln können.
Zum Artikel https://www.rubikon.news/artikel/der-horizont-des-moglichen
Mächtige Mitwisser
Die organisierte Kriminalität unter den „Volksvertretern“ gefährdet unsere Demokratie.
am Mittwoch, 31. August 2022, 17:00 Uhr von Markus Gelau
Seit genau 20 Jahren weiß die Bundesregierung vom CumEx-Betrug. Und genauso lange wird dieses Verbrechen an den europäischen Steuerzahlern zuverlässig immer nur dann an die Oberfläche gespült, wenn es der Agenda nützt. Die dunklen Verwicklungen des Kanzlerkandidaten Olaf Scholz haben 2021 offenbar niemanden interessiert. Dass seine Vergangenheit in Form des CumEx-Damoklesschwertes ihn ausgerechnet jetzt — zumindest vordergründig — einholt, erinnert ein wenig an gängige Schemata der Vergangenheit. Das eine oder andere Skandälchen in der Schublade diverser Interessengruppen sorgt eben schon immer zuverlässig dafür, den eigenen Kandidaten auf Kurs zu halten. Denn Fakt ist: Das Ausmaß an selbstzerstörerischer Narretei, in welche sich dieses Land gerade unter Olaf Scholz, unter aktiver Mitwirkung schlafwandelnder und von US-Thinktanks geformten Grünen, begibt, ist auch politisch eher Uninteressierten nur noch schwer zu vermitteln. Naiv zu glauben, dass dieser Fakt einem Olaf Scholz, der aus gutem Grund zunehmend öffentliche Auftritte vermeiden wird, verborgen bliebe. Cui bono? Wer also sind die Interessengruppen, die die deutsche Regierung unter Scholz in ihrem mittlerweile kafkaesken Handeln antreiben? Der Mittelstand, die deutsche Industrie, das Handwerk oder gar die Bürger sind es offenbar nicht.
Zum Artikel https://www.rubikon.news/artikel/machtige-mitwisser
Sex und Transhumanismus
Sexualität hat sich immer mit der jeweiligen Klassengesellschaft verändert und wird aktuell zunehmend dem transhumanistischen Projekt der globalistischen Netzwerke angepasst. Teil 2/2.
am Mittwoch, 31. August 2022, 16:00 Uhr von Eric Angerer
Neutral oder autonom war Sexualität nie. In Sklavenhaltergesellschaften sah sie anders aus als im Feudalismus. Im Kapitalismus wurde sie stets der Entwicklung angepasst und in den letzten Jahrzehnten immer mehr kommerzialisiert und marktgerecht zugerichtet. Gegenwärtig erfährt die sexuelle Ökonomie eine Adaption in Richtung Transhumanismus — durch weitere Digitalisierung und Cybersex, durch Surrogate für Emotionen und Triebabfuhr, durch künstliche Intelligenz, durch die tendenzielle Trennung von Reproduktion und Sexualität, passend begleitet von der Transgender-Ideologie.
Zum Artikel https://www.rubikon.news/artikel/sex-und-transhumanismus-2
Werdet Unterlassungshelden!
Zu Pandemiebeginn erntete Ruhm, wer zu Hause blieb und nichts tat — auch heute können wir wieder zu Helden werden: indem wir nicht tun, was sich die Politik für uns ausgedacht hat.
am Mittwoch, 31. August 2022, 15:00 Uhr von Roberto J. De Lapuente
Sich aufs Sofa fläzen, Netflix an, Chipstüte aufgerissen und dem Lieferanten, der die astrein vegane Bowl an die Haustür befördert hat, einen Euro Trinkgeld unter die Fußmatte legen: So einfach war es vor zwei Jahren, ein Held zu sein. Politiker, Medien und lästige Zeitgenossen wurden seinerzeit nicht müde, das Heldische in uns zu beschwören. Man müsse ja nicht mal was dafür tun, einfach nur etwas unterlassen — und schon war man ein Superman. Unterlassen, irgendwo hinzugehen nämlich, unterlassen, etwas zu unternehmen, jemanden zu treffen. Etwas nicht zu tun: Das könnte auch der heroische Slogan für den Herbst werden. Wieder mal ist es ganz einfach, ein richtiger Held zu werden. Man muss nur Dinge nicht tun: sich nicht testen lassen, keine Maske tragen und das, was sich Gesundheitsminister und Innenminister in trauter Zweisamkeit ausgedacht haben, um die Pandemie in eine Verlängerung gehen zu lassen, einfach nicht ausführen.
Zum Artikel https://www.rubikon.news/artikel/werdet-unterlassungshelden
Haltung statt Bildung
Unter dem Deckmantel der Courage gegen Diskriminierung und Rassismus werden junge Menschen an unseren Schulen ideologisch indoktriniert.
am Mittwoch, 31. August 2022, 14:00 Uhr von Willy Meyer
Im Windschatten der massiven Einschränkungen an Deutschlands Schulen durch die bildungsbehördlich angeordneten sogenannten Coronamaßnahmen setzt sich ein Trend fort, der dabei ist, die gesamte Bildungslandschaft auf den Kopf zu stellen. Schule vermittelt zunehmend weniger Bildung; stattdessen fördert sie gesellschaftlich genehme Haltungen in der Schülerschaft. Heranwachsende lernen nicht mehr, eigenständig zu denken, vielmehr das Richtige zu denken — und das bedeutet immer: was die Eliten und Zeitgeist-Designer vorgeben.
Zum Artikel https://www.rubikon.news/artikel/haltung-statt-bildung
Wer schwurbelt, hat Mut
Verordnete Denkräume zu verlassen und über den eigenen Tellerrand zu blicken, sollte Prinzip einer demokratischen Gesellschaft sein.
am Mittwoch, 31. August 2022, 13:00 Uhr von Felix Feistel
Nicht erst seit Beginn der Corona-Erzählung werden Menschen, die über Regierungserklärungen oder Dogmen nachdenken und nicht der herrschenden Linie entsprechen, diffamiert. „Verschwörungstheoretiker“ gab es auch früher schon, sie wurden ganz allgemein als Spinner oder Sonderlinge betrachtet. Seit 2020 werden Menschen, die das öffentlich ausgegebene Narrativ hinterfragen, zusätzlich als „Schwurbler“ beschimpft. Dies jedoch ist nur eine andere Bezeichnung für Menschen, die es wagen, erlaubte Denkräume zu verlassen und sich unabhängig eine Meinung zu bilden. So bezeichnet zu werden, ist also keine Schande, sondern eher ein Adelsprädikat, das von Mut und Unabhängigkeit im Geiste kündet.
Zum Artikel https://www.rubikon.news/artikel/wer-schwurbelt-hat-mut
Vergebung oder Vergeltung
Bei unserer Bewertung von Unrecht sollten wir zwischen dem „Sünder“ und der „Sünde“ differenzieren.
am Mittwoch, 31. August 2022, 12:00 Uhr von Gerald Ehegartner
Es war ein langer und erfolgreicher zivilisatorischer Prozess, bis es uns als Menschheit gelang, von der Sippenhaftung über „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ zur Vergebung durchzudringen. Die „Unschuldsvermutung“ als Grundprinzip eines rechtsstaatlichen Strafverfahrens baut seit Jahrhunderten auf dem Gedanken der Vergebung auf. Der Grundsatz „Im Zweifel für den Angeklagten“ gilt durchaus als im positiven Sinn wesentliches Erbe des christlichen Glaubens. Sollen wir, die viele der Maßnahmen als ungerechtfertigt und völlig überschießend bewerten, diese Errungenschaft nun über Bord werfen und die Verurteilung der Verantwortlichen einfordern? Gleich vorweg: Ja, ich bin dafür, die ausführenden Personen zur Verantwortung zu ziehen, jedoch im Geiste der Verzeihung.
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Sex und Transhumanismus
Sexualität hat sich immer mit der jeweiligen Klassengesellschaft verändert und wird aktuell zunehmend dem transhumanistischen Projekt der globalistischen Netzwerke angepasst. Teil 1/2.
am Dienstag, 30. August 2022, 17:00 Uhr von Eric Angerer
Neutral oder autonom war Sexualität nie. In Sklavenhaltergesellschaften sah sie anders aus als im Feudalismus. Im Kapitalismus wurde sie stets der Entwicklung angepasst und in den letzten Jahrzehnten immer mehr kommerzialisiert und marktgerecht zugerichtet. Gegenwärtig erfährt die sexuelle Ökonomie eine Adaption in Richtung Transhumanismus — durch weitere Digitalisierung und Cybersex, durch Surrogate für Emotionen und Triebabfuhr, durch künstliche Intelligenz, durch die tendenzielle Trennung von Reproduktion und Sexualität, passend begleitet durch die Transgender-Ideologie.
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Die wahren Delegitimierer
Menschen, die sich für die Grundrechte einsetzten, wird „Delegitimierung des Staates“ vorgeworfen — nicht dagegen marktradikalen Privatisierern.
am Dienstag, 30. August 2022, 16:00 Uhr von Nicolas Riedl
Nichts und niemand aus der Bevölkerung könnte den Staat so gründlich delegitimieren, wie dieser es gerade selbst tut. Dennoch dachte sich der Verfassungsschutz die neue Kategorie der „verfassungsschutzrelevanten Delegitimierung des Staates“ aus. Ein Begriff, so dehnbar wie Pizzateig, kann natürlich auf alles und jeden angewendet werden. Besonders bizarr mutet es an, wenn ein wie auch immer gearteter Wille zur Delegitimierung des Staates jenen angedichtet wird, die unter Berufung auf das Grundgesetz für die Wiederherstellung von Rechtsstaatlichkeit und funktionierenden Institutionen eintreten. Was bei dieser Phantom-Debatte vollkommen in Vergessenheit gerät, sind jene Akteure, die mit Fug und Recht als „Staatsdelegitimierer“ bezeichnet werden können: die Marktradikalen. Genau jene also, die jahrzehntelang nach weniger Staat, einem schlankeren Staat, Deregulierung und Privatisierung schrien, mussten sich diesen Vorwurf nie gefallen lassen.
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Die Würde der Waschlappen
Indem die Politik sich nun gezwungen sieht, kommenden Herbst in die intimste Sphäre der Menschen vorzudringen, hat sie ihre absolute Bankrotterklärung abgegeben.
am Dienstag, 30. August 2022, 15:00 Uhr von Nadine Rebel
Ein Waschlappen. Ein Waschhandschuh. Ein Utensil, welches man zur Körperhygiene benutzen kann. Der Begriff Waschlappen wird allerdings auch gerne als Schimpfwort für einen Menschen gebraucht, der sozial oder moralisch wenig standhaft ist. Die gleichen Menschen, die uns noch vor ein paar Monaten dazu aufforderten, die Hände mindestens 30 Sekunden und circa 20-mal täglich unter fließendem warmen Wasser zu reinigen, und die dazu aufforderten, Türen und Fenster am besten permanent geöffnet zu lassen, sind sich nun nicht zu schade, zweifelhafte Tipps zur Privatsache der persönlichen Körperhygiene zu geben und geöffnete Ladentüren am besten ganz zu verbieten. Waschlappen eben.
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Der Wunsch nach Unendlichkeit
Spätestens seit Corona wird Leben nur noch als die Abwesenheit des Todes verstanden — mit fatalen Folgen für unsere Lebendigkeit. Teil 3/3.
am Dienstag, 30. August 2022, 14:00 Uhr von Werner Köhne
Die Endlichkeit unendlich ausdehnen zu wollen, ist paradox. Doch liegt dieses Streben allen biopolitischen Handlungen im Zusammenhang mit Corona zugrunde. Man klammert sich an das Leben fest, an dessen bloßes Fortbestehen, ohne zu fragen, wie lebendig eine solche Daseinsform überhaupt noch ist. Der Tod, mittlerweile nur noch verstanden als die Abwesenheit von Leben, wird gewaltsam hinausgezögert, anstatt ihn als einen natürlichen, notwendigerweise begrenzenden Taktgeber unseres irdischen Daseins zu verstehen. Die Gegenwart steckt so im Morast einer lähmenden Zeit fest, in welcher sich gegenstandslose Ereignisse überschlagen, aber am Ende doch kein Weiterkommen zu verzeichnen ist.
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Die Ernsthaftigkeitsfalle
Die jüngsten Grundrechtsdemonstrationen wirkten auf viele Beobachter „zu heiter“ — zu Unrecht, es wird Zeit, die Lebensfreude ernst zu nehmen.
am Dienstag, 30. August 2022, 13:00 Uhr von Jochen Förster
Im Rahmen der „Woche der Demokratie“ fanden in Berlin am 30. Juli und am 1. August 2022 zwei große Demonstrationen statt, die von den Mehrheitsmeinungsmachern weitestgehend ignoriert wurden. Damit beschränkte sich deren Außenwirkung auf die lokale Präsenz, wo sie in Wohn- und ebenso in Einkaufsstraßen durchaus Beachtung fanden. Auch als Jubiläumsveranstaltung der großen Augustdemonstrationen des Jahres 2020 gedacht, blieben sie bezüglich der Teilnehmerzahl weit hinter diesen zurück, was Teile der Demokratiebewegung scharf kritisierten. Diese übersehen dabei die historische Größe des Kampfes und dass das Gefühl der Machtlosigkeit durch fortgesetzte Entrechtung über die letzten zweieinhalb Jahre auch zu Ermüdungserscheinungen geführt hat. Dagegen war in Berlin eine Freude zu spüren, als die Menschen erkannt haben, wie viele andere ohne merkliche Ermüdung beim Protestieren weiterhin Lebensfreude ausstrahlten. Genau dies kam aber bei einem Teil der meist nur medial Zuschauenden gar nicht gut an.
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