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16.04.2022

Merz kritisiert Scholz»  Er gefährdet den Zusammenhalt der gesamten Staatengemeinschaft«

spiegel.de, vom 15.04.2022, 20.07 Uhr

Scharfe Attacke des CDU-Chefs: Kanzler Scholz setze die internationale Gemeinsamkeit gegen Russland aufs Spiel, sagt Friedrich Merz in einem Interview – und betont Übereinstimmungen mit Annalena Baerbock.


Zitat: CDU-Chef Friedrich Merz hat Bundeskanzler Olaf Scholz mit scharfen Worten kritisiert. Scholz hätte nach der Absage des geplanten Steinmeier-Besuchs in Kiew selbst in die Ukraine fahren sollen, sagte Merz der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«: »Er hätte es meines Erachtens gar nicht erst so weit kommen lassen dürfen, dass man ihn drängt. Er hätte längst dort sein sollen.«


Mit seiner zögerlichen Haltung gegenüber der Ukraine und seiner Zurückhaltung bei der möglichen Lieferung schwerer Waffen sorge Kanzler Scholz für ein schwieriges Erscheinungsbild Deutschlands, sagte Merz weiter. »Er gefährdet mit seinem Verhalten den Zusammenhalt der gesamten Staatengemeinschaft gegenüber Russland.«

Die Attacke des CDU-Chefs greift eine Stimmung auf, die auch innerhalb der Ampelkoalition zu spüren ist. Bei FDP und Grünen wächst längst das Unverständnis angesichts eines oft sprachlos und entscheidungsschwach erscheinenden Regierungschefs. Die Ersten proben den Aufstand. »Der Kanzler ist das Problem«, sagt der Grüne Anton Hofreiter, Vorsitzender des Europaausschusses im Bundestag.


Eine Steilvorlage, die Friedrich Merz dankend annimmt: Scholz lasse die von ihm selbst angekündigte Führung vermissen, kritisiert er im Interview. Und forderte von der Bundesregierung mehr Informationen über die geleistete Unterstützung für die Ukraine: »Wir wollen wissen, was geliefert wird und vor allem, aus welchen Gründen die Bundesregierung verfügbares Material nicht liefern will.«

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Gleichzeitig betont Merz die inhaltliche Übereinstimmung mit Annalena Baerbock (Grüne): »Ich bin ganz und gar mit der Außenministerin einer Meinung, dass es jetzt keine Ausreden mehr gibt«, sagt der CDU-Politiker zur Diskussion um die Lieferung schwerer Waffen.


Der FDP-Fraktionsvorsitzende Christian Dürr bezeichnete die Vorwürfe des CDU-Chefs gegen den Kanzler als »billigen Populismus«. »Seine Äußerungen zeigen vor allem eines: Die Union im Bund ist derzeit Lichtjahre von einer Regierungsfähigkeit entfernt.« Die Union habe mehr als 16 Jahre Regierungsverantwortung getragen und die gescheiterte Russlandpolitik maßgeblich zu verantworten.

 him


Info: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/merz-ueber-scholz-er-gefaehrdet-den-zusammenhalt-der-gesamten-staatengemeinschaft-a-9ca32fc4-2f2b-4378-8158-0b344c42f853


unser Kommentar: Militarisierung und Demokratieabbau a´la Merz, Hofreiter,  Baerbock udgl.,   mittlerweile auf alles gefasst!

16.04.2022

Keine IWF-Zinsaufschläge für Krisenländer

pressenza.com, 16.04.22 - Pressenza Berlin

Mehr als 150 zivilgesellschaftliche Organisationen fordern den IWF auf, seine Politik der Zinsaufschläge für Krisenländer zu beenden. Diese sei „unfair und kontraproduktiv“, urteilt erlassjahr.de.


Zitat: Mehr als 150 Organisationen aus der ganzen Welt – darunter auch das deutsche Entschuldungsbündnis erlassjahr.de – fordern den Internationalen Währungsfonds (IWF) in einem Brief auf, seine Politik der Zinsaufschläge zu beenden. Sie stimmen damit in die Forderung prominenter Ökonom*innen wie dem Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz und der Beraterin des UN-Generalsekretärs Jayati Ghosh ein.


Kristina Rehbein, Politische Koordinatorin von erlassjahr.de:

„Der IWF erhebt zusätzliche Strafzinsen von Ländern, die bereits hohe Schulden beim IWF haben oder die finanziellen Mittel länger als vereinbart in Anspruch nehmen. Diese Politik schadet insbesondere Ländern in Krisensituationen und ist damit unfair und kontraproduktiv. Sie widersprechen auch der Kernaufgabe des IWF, Ländern vorübergehend Finanzmittel zur Verfügung zu stellen, ohne den nationalen Wohlstand des Landes gefährden.“

Derzeit erhebt der IWF Strafzinsen von 16 Ländern. Laut IWF-eigenen Schätzungen wird sich diese Zahl bis 2025 mehr als verdoppeln. Die meisten von ihnen nähmen die IWF-Mittel nicht aus freien Stücken in größerem Umfang oder länger in Anspruch, so Rehbein. Infolge externer Schocks seien sie dazu gezwungen, wie etwa die Karibik-Insel Barbados, deren Tourismussektor infolge der Corona-Pandemie einbrach.


Ein besonders eindrückliches Beispiel ist die Ukraine: Das Land soll zwischen 2021 und 2027 zusätzlich zu den vereinbarten Zinsen 483 Millionen US-Dollar an Zinsaufschlägen auf ihre IWF-Kredite zahlen. Yuri Romashenko, Direktor des Ukraine Institute of Analysis and Advocacy, erklärt: „Warum nur drängen die USA darauf, den Druck auf die Ukraine und weitere beim IWF verschuldete Länder noch zu erhöhen? Bis jetzt lautet die Antwort: ‚Das haben wir schon immer so gemacht.‘ Mit einer raschen Entscheidung, die Zinsaufschläge zu beenden, könnten die IWF-Mitglieder der wirtschaftlichen Destabilisierung der Ukraine entgegenwirken.“


Rehbein ergänzt: „Mit den Zinsaufschlägen finanzieren gerade die Länder, die am stärksten auf Unterstützung angewiesen sind, mehr als die Hälfte des operativen Budgets des IWF. Damit werden existierende Krisen nicht beigelegt, sondern verschärft, während die Pandemie zu einer lukrativen Gewinnmöglichkeit für den IWF wird.“


Das deutsche Entschuldungsbündnis „erlassjahr.de – Entwicklung braucht Entschuldung e. V.“ setzt sich dafür ein, dass den Lebensbedingungen von Menschen in verschuldeten Ländern mehr Bedeutung beigemessen wird als der Rückzahlung von Staatsschulden. erlassjahr.de wird von derzeit über 500 Organisationen aus Kirche, Politik und Zivilgesellschaft bundesweit getragen und ist eingebunden in ein weltweites Netzwerk nationaler und regionaler Entschuldungsinitiativen.


Info: https://www.pressenza.com/de/2022/04/keine-iwf-zinsaufschlaege-fuer-krisenlaender

15.04.2022

Ampel, CDU, AfD / Generäle /Alice Schwarzer

aus e-mail von Doris Pumphrey, 15. April 2022, 12:47 Uhr


https://test.rtde.live/inland/136252-umfrage-72-prozent-der-gruenen-anhaenger-wollen-schwere-waffen-an-ukraine-liefern/1

5.4.2022

*Umfrage: 72 Prozent der Grünen-Anhänger wollen schwere Waffen an die

Ukraine liefern

*

*Von der Friedenspartei ist nicht viel übriggeblieben: Mehr als zwei

Drittel der Grünen-Anhänger wollen laut einer Umfrage die Ukraine mit

schweren Waffen aufrüsten –

bei der AfD sind es nur 20 Prozent, während mehr als drei Viertel ihrer

Anhängerschaft dies ablehnen. *



Die Anhänger der Grünen wollen zum großen Teil von Deutschland aus

schwere Waffen an die Ukraine liefern. Das ergab eine Umfrage

<https://www.tagesschau.de/inland/deutschlandtrend/deutschlandtrend-2979.html

von Infratest-Dimap, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Demnach

sprechen sich 72 Prozent der Grünen beispielsweise für die Lieferung von

Panzern und Raketen aus, nur 22 Prozent sind dagegen. Ähnlich ist das

Verhältnis bei den Anhängern der anderen beiden Parteien der

"Ampelkoalition": Bei der *SPD sprechen sich 66 Prozent* der Anhänger

für die Lieferung schwerer Waffen aus, während 29 Prozent dagegen sind,

*bei der FDP ist das Verhältnis 65* zu 33 Prozent. Auch bei der *Union

als Oppositionsführer sprechen sich 63 Prozent* für eine

De-facto-Verschärfung des Konflikts aus, 33 Prozent wollen das nicht.


*Ganz anders sieht das bei den Anhängern der AfD aus:* Dort sprechen nur

20 Prozent für die Lieferung schwerer Waffen von deutschem Boden gen

Ukraine aus, die große Mehrheit von 76 Prozent will das nicht. Anhänger

der Partei Die Linke wurden offensichtlich nicht befragt. Insgesamt

unterstützt eine knappe Mehrheit von 55 Prozent aller Befragen die

Waffenlieferungen, 45 Prozent sind dagegen.


Der Grünen-Politiker Konstantin von Notz ist offenbar stolz auf das

Ergebnis, insbesondere mit Blick auf die Anhänger seiner Partei. Bei

Twitter schrieb der stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Bundestag

(wiedergegeben wie im Original): /"Alle die Lust haben aus ihren

stereotypen Weltbildern der 80er Jahre auszusteigen, empfehle ich diese

Umfrage."/



Hamburger Abendblatt Hamburg - 13.04.2022

<http://reader.abendblatt.de/hahamburg/1004/article/1569424/2/6/render/?token=3d471e7aefc6b99a171b09cf2519808f&vl_app_id=de.hamburgerabendblatt.android&vl_app_version=6.2.4&vl_platform=android>

*Die Vernunft des Generals*

*Verkehrte Welt: Pazifisten wollen die Ukraine aufrüsten – und nur noch

Militärs warnen


*vom stellvertretenden Redaktionschef Iken im Hamburger Abendblatt


Es ist nur wenige Wochen her, da verstand sich Deutschland als

Friedensmacht. Die Nation in der Mitte Europas, die zwei Weltkriege

angezettelt hatte, verwandelte sich in ein Land der Pazifisten: Zwei

Prozent der Wirtschaftsleistung in die Verteidigung zu investieren

hielten wir für Trumpismus. Wir waren stolz darauf, die Bundeswehr kurz

und klein gespart zu haben. Ja, wir wollten keine Großmacht mehr sein,

höchstens noch eine moralische Großmacht.


Seit dem Überfall Putins auf die Ukraine ist alles anders. In

atemberaubender Geschwindigkeit haben Politik und Öffentlichkeit ihre

Positionen geräumt und behaupten das Gegenteil: Wer gestern noch jeden

Mitbürger in Uniform für einen potenziellen Nazi hielt, jubelt nun

ukrainischen Soldaten als Helden zu. Wer einstmals jeden Rüstungsexport

für Kriegstreiberei hielt, kann heute nicht schnell genug schwere Waffen

in die Ukraine liefern. Für manche war Putin gestern ein honoriger

Handelspartner, heute ist er Hitler 2.0.


Bei aller Wut und Empörung, die der brutale Krieg Russlands gegen die

Ukraine zu Recht auslöst, überziehen die Deutschen vielleicht wieder

einmal. Ihr naiver Pazifismus von gestern wandelt sich in einen naiven

Bellizismus von heute. Es muss nachdenklich stimmen, wenn der ehemalige

militärpolitische Berater von Altkanzlerin Angela Merkel, Brigadegeneral

a. D. Erich Vad, sich nun warnend zu Wort meldet. Er bezeichnet den

Export von schweren Waffen an die Ukraine als potenziellen „Weg in den

Dritten Weltkrieg“. „Wir machen im Moment sehr viel Kriegsrhetorik – aus

guter gesinnungsethischer Absicht“, sagt er. „Aber der Weg in die Hölle

ist bekanntlich immer mit guten Vorsätzen gepflastert.“ Vad klingt wie

die Grünen von gestern – dafür klingen die Grünen heute wie Militärs.


Die Grünen sind beileibe nicht allein – in Medien, sozialen Netzwerken,

an Stammtischen oder in Talkshows drängt sich der Eindruck auf, als gehe

es im Ukraine-Krieg um eine Schlacht zwischen Gut und Böse. Natürlich

ist die Ukraine das Opfer und Russland der Aggressor. Aber nicht jeder

Russe ist böse und nicht jeder Ukrainer ein Held. Wir empören uns über

einen 15-jährigen russischen Bengel, der bei einer Siegerehrung nach

einem Kartrennen den Hitlergruß zeigt – aber die Hakenkreuze des

ukrainischen Asow-Regiments interessieren kaum. Dabei war es genau die

rechtsextreme Kampfgruppe, die den Russen gestern einen Chemieangriff

vorwarf. Bei aller notwendigen Solidarität mit der Ukraine darf nicht

aus dem Blick geraten: Jeder Krieg ist monströs und mörderisch. „Irak,

Syrien, Libyen, Afghanistan – so neu ist das alles nicht“, sagt Vad.

„Damit verglichen, fällt Putin nicht aus dem Rahmen.“ Das sagt ein

ehemaliger Brigadegeneral. Er hat recht: Der völkerrechtswidrige Angriff

der USA auf den Irak 2003 kostete Zehntausende Zivilisten das Leben. Man

sah sie nur nicht. Bei der Befreiung Kuwaits 1991 begruben US-Bulldozer

Tausende von irakischen Soldaten bei lebendigem Leib im Schützengraben.

Davon erfuhr die Welt nichts, wohl aber von irakischen Soldaten, die in

Kuwait 1990 Frühgeborene aus ihren Brutkästen rissen. Nur, das Letztere

war frei erfunden. Das erste Opfer in jedem Krieg ist die Wahrheit.


Wir müssen uns hüten, dass die Vernunft nun ihr zweites Opfer wird.

Natürlich ist verständlich, dass die Ukraine Deutschland moralisch unter

Druck setzt. Aber unser Interesse ist keine Eskalation des Krieges,

sondern ein Weg zum Frieden. Damit steht Deutschland nicht allein: Es

geht um die Zukunft Europas, es geht wegen der Weizenernte um das

Überleben von Millionen Menschen in Afrika, es geht um den Weltfrieden.

Wege nach einer Konfliktlösung sind kein Appeasement. Sondern bitter nötig.


Die Welt 12.4.22

<https://www.welt.de/politik/deutschland/article238130987/Melnyk-erzuernt-ueber-Ex-Merkel-Berater-Putinversteher-forever.html>

*„Putinversteher forever“ – Melnyk erzürnt über Ex-Merkel-Berater


Der frühere Brigadegeneral Erich Vad *hatte in einem Interview

suggeriert, der russische Angriff auf eine Geburtsklinik in der Ukraine

sei ein Versehen gewesen. Der ukrainische Botschafter Andrij Melnyk

widerspricht mit deutlichen Worten.


Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, hat einem

früheren Berater von Altkanzlerin Angela Merkel vorgeworfen, russische

Kriegsverbrechen zu rechtfertigen. „Hallo General Vad,dass Sie heute -

nach dem Massaker von Butscha - den Kriegsverbrecher Putin

rechtfertigen, es sei sicher nicht Putins Absicht gewesen, Krankenhäuser

zu bombardieren (?), ist niederträchtig. Sie sollen sich schämen,

Putinversteher forever“, schrieb Melnyk am Dienstag auf Twitter.


Merkels ehemaliger militärpolitischer Berater, Brigadegeneral a.D. Erich

Vad, hatte zuvor gesagt, es sei „nicht Putins Absicht gewesen“, eine

Geburtsklinik unter Feuer zu nehmen. „Warum sollte er das tun? Er wird

dafür weltweit an den Pranger gestellt. So schrecklich das ist, aber das

und die Inkaufnahme Tausender toter Zivilisten hatten wir im Irak, in

Libyen, in Afghanistan genauso“, sagte Vad der Deutschen Presse-Agentur.

Die sogenannten Kollateralschäden in der Ukraine seien bisher sogar

weitaus geringer als im Irak oder in Afghanistan.


Vad warnte davor, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin das

Menschsein abzusprechen und ihn zum krankhaften Despoten abzustempeln,

mit dem man nicht mehr reden könne. So völkerrechtswidrig und furchtbar

der Ukraine-Krieg sei, er stehe doch in einer Kette vergleichbarer

Kriege jüngeren Datums. „Irak, Syrien, Libyen,

Afghanistan<https://www.welt.de/themen/afghanistan-politik/>– so neu ist

das alles nicht“, sagte Vad. Auch die viel zu vielen toten Zivilisten

und die Massaker, die sich jetzt im Ukraine-Krieg ereigneten, seien

leider nicht außergewöhnlich.


„Im Krieg werden Unschuldige getötet. So ist der Krieg. Das ist leider

systemimmanent.“ Vad erinnerte an den Irakkrieg von 2003. In diesem

Krieg und während der darauffolgenden Besetzung des Landes seien

Hunderttausende von Zivilisten getötet worden. „Damit verglichen, fällt

Putin nicht aus dem Rahmen. Hier muss man die Kirche im Dorf lassen – so

erschütternd die Bilder auch sind.“



Berliner Zeitung 14.4.2022

<https://www.berliner-zeitung.de/news/alice-schwarzer-merkel-hat-vielleicht-einen-weltkrieg-verhindert-li.222588>

*Alice Schwarzer:

Merkel hat „vielleicht einen Weltkrieg verhindert“


*Schwarzer ruft zu sofortigen Verhandlungen mit Putin auf. Man solle die

zweitstärkste Atommacht nicht dämonisieren, so die Herausgeberin des

Emma-Magazins.


Alice Schwarzer hat die Russland-Politik der früheren Bundeskanzlerin

Angela Merkel und des heutigen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier

verteidigt. „Was soll die rückwirkende Schelte für Steinmeier und

Merkel?“, fragte Schwarzer in einem am Donnerstag veröffentlichten

Kommentar auf der Website ihres Magazins Emma. . „Während der Amtszeit

des Ex-Außenministers und der Ex-Kanzlerin gab es keinen Krieg, sondern

Frieden.“ Mit dem Aushandeln des Minsker Abkommens von 2014 habe Merkel

„vielleicht einen Weltkrieg verhindert“, so Schwarzer.


Als „unerhört“ bezeichnete sie die Ausladung Steinmeiers durch die

Ukraine. „Die dem wenige Stunden später folgende Einladung des deutschen

Bundeskanzlers setzt dem Ganzen die Krone auf. Macht der ukrainische

Präsident jetzt deutsche Politik, indem er unseren Bundespräsidenten und

unseren Bundeskanzler gegeneinander ausspielt?“ Steinmeier hatte

zusammen mit den Staatspräsidenten Polens, Lettlands, Litauens und

Estlands nach Kiew fahren wollen. Die ukrainische Regierung lehnte einen

Besuch Steinmeiers jedoch ab und lud stattdessen den Bundeskanzler ein.


Schwarzer rief zu sofortigen Verhandlungen mit dem russischen

Präsidenten Wladimir Putin auf. Eine Dämonisierung des Anführers der

zweitstärksten Atommacht sei wenig hilfreich. „Wir haben 2003 ja auch

weiter mit dem amerikanischen Präsidenten gesprochen, obwohl die

angeblichen Massenvernichtungswaffen von Saddam Hussein von Anbeginn an

eine durchsichtige Lüge waren, der Irakkrieg genauso verbrecherisch wie

der Ukrainekrieg und die zivilen Opfer nicht weniger“, schrieb

Schwarzer. „Dafür ist Präsident George W. Bush nie belangt worden,

niemand wollte ihn vor den ‚Internationalen Strafgerichtshof‘ in Den

Haag bringen – was übrigens auch gar nicht möglich gewesen wäre, denn

die USA sind dem Internationalen Gericht nie beigetreten, können dort

darum auch nicht belangt werden.“


Scharfe Kritik übte die 79-Jährige an der Forderung nach Lieferung

schwerer Waffen an die Ukraine: „Gleichzeitig hören forsche, so genannt

kritische JournalistInnen nicht auf, von den PolitikerInnen zu fordern:

Mehr Waffen für die Ukraine! Und sofortiger Stopp der Gaslieferungen! Zu

unserem großen Glück bleibt der Kanzler stoisch gelassen. Bisher. Ahnen

seine KritikerInnen denn noch nicht einmal, dass wir in einen 3.

Weltkrieg stolpern könnten? Wollen sie nicht verstehen, dass wir es

besser dabei belassen sollten, maximale menschliche Hilfe zu leisten,

für die Ukraine wie für die Flüchtlinge?“

15.04.2022

Die militärische Lage in der Ukraine

krass-und-konkret.de, 10. April 2022

Interessante Analyse und Beurteilung des Ukraine-Kriegs durch einen Ex-Oberst des Generalstabs, Ex-Mitglied des strategischen Nachrichtendienstes der Schweiz, Spezialisten für osteuropäische Länder und NATO-Mitarbeiter.

Der Beitrag von Jacques Baud wurde Mitte März vom Centre Francais de Recherche sur le Reinseignement (French Center for Intelligence Research – CF2R) veröffentlicht. Wir danken für die Möglichkeit, den Artikel übersetzen und in deutscher Sprache veröffentlichen zu können. Am 25. März schrieb er ein Update on the military situation in Ukraine as of March 25, 2022.

 

Teil 1: Auf dem Weg zum Krieg

Von Mali bis Afghanistan habe ich jahrelang für den Frieden gearbeitet und dafür mein Leben riskiert. Es geht also nicht darum, den Krieg zu rechtfertigen, sondern zu verstehen, was uns zu ihm geführt hat. Ich stelle fest, dass die „Experten“, die sich im Fernsehen abwechseln, die Situation auf der Grundlage zweifelhafter Informationen analysieren, meist Hypothesen, die in Fakten umgewandelt werden, so dass es uns nicht mehr gelingt zu verstehen, was geschieht. So schafft man Panik.


Das Problem ist nicht so sehr, wer in diesem Konflikt Recht hat, sondern wie unsere Führer ihre Entscheidungen treffen.

Versuchen wir einmal, die Wurzeln des Konflikts zu untersuchen. Es beginnt mit denen, die uns seit acht Jahren von „Separatisten“ oder „Unabhängigkeit“ des Donbass erzählen. Das ist falsch. Die von den beiden selbsternannten Republiken Donezk und Luhansk im Mai 2014 durchgeführten Referenden waren keine Referenden über die „Unabhängigkeit“ (независимость), wie einige skrupellose Journalisten behaupteten, sondern zur „Selbstbestimmung“ oder „Autonomie“ (самостоятельность). Der Begriff „pro-russisch“ suggeriert, dass Russland eine Konfliktpartei war, was nicht der Fall war, und der Begriff „russischsprachig“ wäre ehrlicher gewesen. Außerdem wurden diese Referenden gegen den Rat von Wladimir Putin durchgeführt.

Diese Republiken wollten sich nämlich nicht von der Ukraine abspalten, sondern ein Autonomiestatut erhalten, das ihnen den Gebrauch der russischen Sprache als Amtssprache garantiert. Denn der erste gesetzgeberische Akt der neuen Regierung, die aus dem Sturz von Präsident Janukowitsch hervorging, war am 23. Februar 2014 die Abschaffung des Kivalov-Kolesnichenko-Gesetzes von 2012, das Russisch zur Amtssprache machte. Das ist in etwa so, als hätten die Putschisten beschlossen, dass Französisch und Italienisch in der Schweiz keine Amtssprachen mehr sein sollen.

Diese Entscheidung löste einen Sturm in der russischsprachigen Bevölkerung aus. Dies führte zu heftigen Repressionen gegen die russischsprachigen Regionen (Odessa, Dnipropetrowsk, Charkow, Lugansk und Donezk), die im Februar 2014 begannen und zu einer Militarisierung der Situation und einigen Massakern führten (vor allem in Odessa und Mariupol). Am Ende des Sommers 2014 blieben nur die selbsternannten Republiken Donezk und Lugansk übrig.

In dieser Phase waren die ukrainischen Stäbe zu starr, hingen einer doktrinären Herangehensweise an die Kunst der Kriegsführung an und mussten den Feind ertragen, ohne sich durchsetzen zu können. Die Untersuchung des Verlaufs der Kämpfe 2014-2016 im Donbass zeigt, dass der ukrainische Generalstab systematisch und mechanisch die gleichen operativen Schemata anwandte. Der von den Autonomisten geführte Krieg ähnelte jedoch sehr stark dem, was wir in der Sahelzone beobachten konnten: sehr mobile Operationen, die mit leichten Mitteln durchgeführt wurden. Mit einem flexibleren und weniger doktrinären Ansatz waren die Rebellen in der Lage, die Trägheit der ukrainischen Streitkräfte auszunutzen und sie immer wieder in die „Falle“ zu locken.

2014 bin ich bei der NATO für den Kampf gegen die Verbreitung von Kleinwaffen zuständig, und wir versuchen, russische Waffenlieferungen an die Rebellen aufzuspüren, um festzustellen, ob Moskau daran beteiligt ist. Die Informationen, die wir dann erhalten, stammen praktisch alle von den polnischen Geheimdiensten und stimmen nicht mit den Informationen der OSZE überein: Trotz recht grober Behauptungen können wir keine Lieferung von Waffen und Material des russischen Militärs feststellen.

Die Rebellen sind dank der Überläufer russischsprachiger ukrainischer Einheiten, die auf die Seite der Rebellen überlaufen, bewaffnet. Im Zuge des ukrainischen Scheiterns sind ganze Panzer-, Artillerie- oder Flugabwehrbataillone in die Reihen der Autonomisten übergelaufen. Das ist es, was die Ukrainer dazu bringt, sich zu den Minsker Vereinbarungen zu bekennen.

Doch kurz nach der Unterzeichnung der Minsker Vereinbarungen startete der ukrainische Präsident Petro Poroschenko eine groß angelegte Anti-Terror-Operation (ATO/Антитерористична операція) gegen den Donbass. Bis repetita placent : von NATO-Offizieren schlecht beraten, erlitten die Ukrainer eine vernichtende Niederlage bei Debalzewo, die sie zwang, sich auf die Minsk-2-Abkommen einzulassen …

Es ist wichtig, hier daran zu erinnern, dass die Abkommen von Minsk 1 (September 2014) und Minsk 2 (Februar 2015) weder die Abspaltung noch die Unabhängigkeit der Republiken vorsahen, sondern ihre Autonomie im Rahmen der Ukraine. Diejenigen, die die Abkommen gelesen haben (und das sind sehr, sehr, sehr wenige), werden feststellen, dass der Status der Republiken vollständig zwischen Kiew und den Vertretern der Republiken ausgehandelt werden sollte, um eine interne Lösung in der Ukraine zu finden.

Aus diesem Grund hat Russland seit 2014 systematisch ihre Anwendung gefordert, sich aber geweigert, an den Verhandlungen teilzunehmen, da es sich um eine interne Angelegenheit der Ukraine handele. Auf der anderen Seite hat der Westen – allen voran Frankreich – systematisch versucht, die Minsker Vereinbarungen durch das „Normandie-Format“ zu ersetzen, bei dem sich Russen und Ukrainer von Angesicht zu Angesicht gegenüberstanden. Erinnern wir uns jedoch daran, dass es vor dem 23. und 24. Februar 2022 nie russische Truppen im Donbass gab. Außerdem haben OSZE-Beobachter nie auch nur die geringste Spur von russischen Einheiten im Donbass beobachtet. So zeigt auch die von der Washington Post am 3. Dezember 2021 veröffentlichte Karte der US-Geheimdienste keine russischen Truppen im Donbass.

Im Oktober 2015 gestand Vasyl Hrytsak, Direktor des ukrainischen Sicherheitsdienstes (SBU), dass nur 56 russische Kämpfer im Donbass beobachtet worden seien. Das war vergleichbar mit den Schweizern, die an den Wochenenden in den 1990er Jahren in Bosnien kämpften, oder den Franzosen, die heute in der Ukraine kämpfen.

Die ukrainische Armee befand sich damals in einem beklagenswerten Zustand. Im Oktober 2018, nach vier Jahren Krieg, erklärte der oberste Militärstaatsanwalt der Ukraine, Anatoli Matios, dass die Ukraine im Donbass 2.700 Männer verloren hat: 891 durch Krankheiten, 318 durch Verkehrsunfälle, 177 durch andere Unfälle, 175 durch Vergiftungen (Alkohol, Drogen), 172 durch unvorsichtigen Umgang mit Waffen, 101 durch Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften, 228 durch Mord und 615 durch Selbstmord.

Tatsächlich ist die Armee durch die Korruption ihrer Kader unterminiert und genießt nicht mehr die Unterstützung der Bevölkerung. Nach einem Bericht des britischen Innenministeriums erschienen bei der Einberufung von Reservisten im März/April 2014 70 % nicht zur ersten Vorladung, 80 % zur zweiten, 90 % zur dritten und 95 % zur vierten Sitzung. Im Oktober/November 2017 erschienen bei der Rückrufaktion „Herbst 2017“ 70 % der Einberufenen nicht. Dabei sind Selbstmorde und Desertionen (oft zugunsten der Autonomisten), die bis zu 30 % der Arbeitskräfte in der ATO-Zone ausmachen, nicht berücksichtigt. Junge Ukrainer weigern sich, im Donbass zu kämpfen und ziehen die Auswanderung vor, was zumindest teilweise auch das demografische Defizit des Landes erklärt.

Das ukrainische Verteidigungsministerium wandte sich daraufhin an die NATO, um seine Streitkräfte „attraktiver“ zu machen. Da ich bereits im Rahmen der Vereinten Nationen an ähnlichen Projekten gearbeitet hatte, wurde ich von der NATO gebeten, an einem Programm teilzunehmen, das das Image der ukrainischen Streitkräfte wiederherstellen soll. Aber das ist ein langwieriger Prozess, und die Ukrainer wollten schnell vorankommen.

Um den Mangel an Soldaten auszugleichen, griff die ukrainische Regierung auf paramilitärische Milizen zurück. Sie bestehen im Wesentlichen aus ausländischen Söldnern, oft Rechtsextremisten. Im Jahr 2020 machen sie rund 40 % der ukrainischen Streitkräfte aus und umfassen laut Reuters etwa 102000 Mann. Bewaffnet, finanziert und ausgebildet werden sie von den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Kanada und Frankreich. Es gibt mehr als 19 Nationalitäten – darunter auch Schweizer.


Westliche Länder haben also eindeutig ukrainische rechtsextreme Milizen geschaffen und unterstützt. Im Oktober 2021 schlug die Jerusalem Post Alarm und prangerte das Centuria-Projekt an. Diese Milizen sind seit 2014 mit westlicher Unterstützung im Donbass aktiv. Auch wenn wir über den Begriff „Nazi“ diskutieren können, bleibt die Tatsache bestehen, dass diese Milizen gewalttätig sind, eine widerliche Ideologie verbreiten und virulent antisemitisch sind. Ihr Antisemitismus ist eher kultureller als politischer Natur, weshalb das Adjektiv „Nazi“ nicht wirklich angebracht ist. Ihr Judenhass hat seinen Ursprung in den großen Hungersnöten der Jahre 1920-1930 in der Ukraine, die auf die Beschlagnahmung der Ernten durch Stalin zurückzuführen sind, um die Modernisierung der Roten Armee zu finanzieren. Dieser Völkermord – in der Ukraine als Holodomor bekannt – wurde jedoch vom NKWD (dem Vorgänger des KGB) verübt, dessen obere Führungsetagen hauptsächlich aus Juden bestanden. Aus diesem Grund fordern ukrainische Extremisten heute von Israel eine Entschuldigung für die Verbrechen des Kommunismus, wie die Jerusalem Post berichtet. Wir sind also weit entfernt von einer „Umschreibung der Geschichte“ durch Wladimir Putin.

Diese Milizen, die aus den rechtsextremen Gruppen hervorgegangen sind, die 2014 die Euromaidan-Revolution anführten, bestehen aus fanatischen und brutalen Personen. Das bekannteste von ihnen ist das Asow-Regiment, dessen Emblem an das der 2. SS-Panzerdivision „Das Reich“ erinnert, die in der Ukraine regelrecht verehrt wird, weil sie 1943 Charkow von den Sowjets befreit hat, bevor sie 1944 in Frankreich das Massaker von Oradour-sur-Glane verübte.


Symbolfiguren_Asov

Zu den berühmten Persönlichkeiten des Asow-Regiments gehörte der Gegner Roman Protassewitsch, der 2021 von den belarussischen Behörden im Zusammenhang mit dem RyanAir-Flug FR4978 verhaftet wurde. Am 23. Mai 2021 ist die Rede von der vorsätzlichen Entführung eines Flugzeugs durch eine MiG-29 – natürlich mit Putins Zustimmung -, um Protassewitsch festzunehmen, obwohl die damals verfügbaren Informationen dieses Szenario in keiner Weise bestätigen.

Doch es musste dann nachgewiesen werden, dass Präsident Lukaschenko ein Verbrecher ist und Protassewitsch ein „Journalist“, der die Demokratie liebt. Eine recht erbauliche Untersuchung einer amerikanischen NGO aus dem Jahr 2020 hat jedoch Protassewitschs rechtsextreme und militante Aktivitäten aufgezeigt. Eine westliche Verschwörung setzte sich in Bewegung und skrupellose Medien „verhübschten“ seine Biografie. Im Januar 2022 wird schließlich der ICAO-Bericht veröffentlicht, aus dem hervorgeht, dass Belarus trotz einiger Verfahrensfehler im Einklang mit den geltenden Vorschriften gehandelt hat und dass die MiG-29 15 Minuten nach der Entscheidung des RyanAir-Piloten, in Minsk zu landen, gestartet ist. Also keine weißrussische Verschwörung und noch weniger mit Putin. Ah!… Ein weiteres Detail: Protassewitsch, der von der belarussischen Polizei grausam gefoltert wurde, ist jetzt frei. Wer mit ihm korrespondieren möchte, kann dies auf seinem Twitter-Account tun.

Die Bezeichnung „Nazi“ oder „Neonazi“ für die ukrainischen Paramilitärs wird als russische Propaganda angesehen. Das mag sein, aber das ist nicht die Meinung der Times of Israel, des Simon Wiesenthal Center oder des Counterterrorism Center an der West Point Academy. Aber das bleibt fraglich, denn 2014 schien das Magazin Newsweek sie mit dem Islamischen Staat in Verbindung zu bringen. Was für eine Auswahl!

Der Westen unterstützt und bewaffnet also weiterhin Milizen, die sich seit 2014 zahlreicher Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung schuldig gemacht haben: Vergewaltigungen, Folter und Massaker. Aber während die Schweizer Regierung sehr schnell war, Sanktionen gegen Russland zu verhängen, hat sie keine gegen die Ukraine beschlossen, die seit 2014 ihre eigene Bevölkerung abschlachtet. Diejenigen, die die Rechte der Menschen in der Ukraine verteidigen, haben die Aktionen dieser Gruppen schon lange verurteilt, aber unsere Regierungen sind ihnen nicht gefolgt. Denn in Wirklichkeit versuchen wir nicht, der Ukraine zu helfen, sondern Russland zu bekämpfen.

Die Integration dieser paramilitärischen Kräfte in die Nationalgarde ging keineswegs mit einer „Entnazifizierung“ einher, wie manche behaupten. Unter den vielen Beispielen ist das Insignien des Asowschen Regiments informativ:

Im Jahr 2022 sind die ukrainischen Streitkräfte, die gegen die russische Offensive kämpfen, sehr schematisch wie folgt strukturiert:

– Armee, die dem Verteidigungsministerium unterstellt ist: Sie ist in 3 Armeekorps gegliedert und besteht aus Manövrierverbänden (Panzer, schwere Artillerie, Raketen usw.).

– Nationalgarde, die dem Innenministerium untersteht und in 5 territoriale Kommandos gegliedert ist.

Die Nationalgarde ist also eine territoriale Verteidigungstruppe, die nicht Teil der ukrainischen Armee ist. Sie umfasst paramilitärische Milizen, die „Freiwilligenbataillone“ (добровольчі батальйоні) genannt werden und auch unter dem vielsagenden Namen „Vergeltungsbataillone“ bekannt sind und aus Infanteristen bestehen. Sie sind vor allem für den Kampf in den Städten ausgebildet und sichern heute die Verteidigung von Städten wie Charkow, Mariupol, Odessa, Kiew usw.


Teil 2: Der Krieg

Als ehemaliger Chef der Streitkräfte des Warschauer Paktes im strategischen Nachrichtendienst der Schweiz stelle ich mit Bedauern – aber nicht mit Erstaunen – fest, dass unsere Dienste nicht mehr in der Lage sind, die militärische Lage in der Ukraine zu verstehen.

Die selbsternannten „Experten“, die über unsere Bildschirme flimmern, geben unermüdlich die gleichen Informationen weiter, moduliert durch die Behauptung, Russland – und Wladimir Putin – seien irrational. Lassen Sie uns einen Schritt zurückgehen.

Der Ausbruch des Krieges

Seit November 2021 drohen die Amerikaner ständig mit einer russischen Invasion in der Ukraine. Die Ukrainer schienen damit jedoch nicht einverstanden zu sein. Und warum?

Wir müssen bis zum 24. März 2021 zurückgehen. An diesem Tag erließ Wolodymyr Selenskij einen Erlass zur Rückeroberung der Krim und begann, seine Streitkräfte in den Süden des Landes zu verlegen. Gleichzeitig fanden mehrere NATO-Übungen zwischen dem Schwarzen Meer und der Ostsee statt, begleitet von einer deutlichen Zunahme der Aufklärungsflüge entlang der russischen Grenze. Russland führt daraufhin einige Übungen durch, um die Einsatzbereitschaft seiner Truppen zu testen und zu zeigen, dass es die Entwicklung der Lage verfolgt.

Die Lage beruhigt sich bis Oktober/November mit dem Ende der ZAPAD 21-Übungen, deren Truppenbewegungen als Verstärkung für eine Offensive gegen die Ukraine interpretiert wurden. Doch selbst die ukrainischen Behörden wiesen den Gedanken an russische Kriegsvorbereitungen zurück, und der ukrainische Verteidigungsminister Oleksij Reznikow erklärte, dass sich die Lage an der ukrainischen Grenze seit dem Frühjahr nicht verändert habe.

Unter Verletzung der Minsker Vereinbarungen führt die Ukraine im Donbass Luftangriffe mit Drohnen durch, darunter mindestens ein Angriff auf ein Treibstoffdepot in Donezk im Oktober 2021. Die amerikanische Presse wies darauf hin, aber nicht die Europäer, und niemand verurteilte diese Verstöße.

Im Februar 2022 überstürzen sich die Ereignisse. Am 7. Februar bekräftigt Emmanuel Macron bei seinem Besuch in Moskau gegenüber Wladimir Putin sein Festhalten an den Minsker Vereinbarungen, eine Verpflichtung, die er nach seinem Gespräch mit Wolodymyr Zelenski am nächsten Tag wiederholte. Doch am 11. Februar endet in Berlin nach 9 Stunden Arbeit das Treffen der politischen Berater der Führer des „Normandie-Formats“ ohne konkretes Ergebnis: Die Ukrainer weigerten sich immer noch und immer wieder, die Minsker Vereinbarungen anzuwenden, offenbar auf Druck der Vereinigten Staaten. Wladimir Putin stellt daraufhin fest, dass Macron ihm gegenüber leere Versprechungen gemacht hat und dass der Westen nicht bereit ist, die Vereinbarungen durchzusetzen, wie er es schon seit acht Jahren getan hat.

Die ukrainischen Vorbereitungen in der Kontaktzone gingen weiter. Das russische Parlament war alarmiert und forderte Wladimir Putin am 15. Februar auf, die Unabhängigkeit der Republiken anzuerkennen, was dieser ablehnte.


Am 17. Februar kündigte Präsident Joe Biden an, dass Russland die Ukraine in den nächsten Tagen angreifen wird. Woher weiß er das? Mysterium… Aber seit dem 16. Februar hat der Artilleriebeschuss der Bevölkerung im Donbass dramatisch zugenommen, wie die täglichen Berichte der OSZE-Beobachter zeigen. Natürlich reagieren weder die Medien, noch die Europäische Union, noch die NATO, noch irgendeine westliche Regierung und schreiten ein. Wir werden später sagen, dass dies eine russische Desinformation ist. Tatsächlich scheint es, dass die Europäische Union und einige Länder das Massaker an den Menschen im Donbass absichtlich beschönigt haben, weil sie wussten, dass dies eine russische Intervention provozieren würde.

Zugleich gibt es Berichte über Sabotageakte im Donbass. Am 18. Januar fingen Kämpfer aus dem Donbass Saboteure ab, die mit westlicher Ausrüstung ausgestattet waren und Polnisch sprachen und versuchten, chemische Zwischenfälle in Gorlivka zu verursachen. Es könnte sich um CIA-Söldner handeln, die von den Amerikanern angeleitet oder „beraten“ werden und aus ukrainischen oder europäischen Kämpfern bestehen, um Sabotageaktionen in den Donbass-Republiken durchzuführen.

Seit dem 16. Februar wusste Joe Biden, dass die Ukrainer damit begonnen haben, die Zivilbevölkerung im Donbass zu beschießen, was Wladimir Putin vor eine schwierige Wahl stellte: entweder dem Donbass militärisch zu helfen und ein internationales Problem zu schaffen oder untätig zuzusehen, wie russischsprachige Menschen aus dem Donbass überrollt werden.

Wenn er sich für ein Eingreifen entscheidet, kann sich Wladimir Putin auf die internationale Verpflichtung der „Schutzverantwortung“ (R2P) berufen. Aber er weiß, dass die Intervention unabhängig von ihrer Art und ihrem Ausmaß eine Flut von Sanktionen auslösen wird. Unabhängig davon, ob sich seine Intervention auf den Donbass beschränkt oder ob sie darüber hinausgeht, um den Westen in Bezug auf den Status der Ukraine unter Druck zu setzen, wird der zu zahlende Preis derselbe sein. Dies erklärte er in seiner Rede vom 21. Februar.

An diesem Tag kam er dem Ersuchen der Duma nach und erkannte die Unabhängigkeit der beiden Donbass-Republiken an, mit denen er Freundschafts- und Beistandsverträge unterzeichnete.

Der ukrainische Artilleriebeschuss auf die Bevölkerung des Donbass ging weiter, und am 23. Februar baten die beiden Republiken Russland um militärische Hilfe. Am 24. Februar berief sich Wladimir Putin auf Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen, der gegenseitige Militärhilfe im Rahmen eines Verteidigungsbündnisses vorsieht.

Um die russische Intervention in den Augen der Öffentlichkeit völlig illegal zu machen, verschleiern wir absichtlich die Tatsache, dass der Krieg eigentlich schon am 16. Februar begann. Die ukrainische Armee bereitete sich bereits 2021 auf einen Angriff auf den Donbass vor, wie bestimmte russische und europäische Geheimdienste wussten… Die Juristen werden darüber urteilen.

In seiner Rede vom 24. Februar nannte Wladimir Putin die beiden Ziele seiner Operation: „Entmilitarisierung“ und „Entnazifizierung“ der Ukraine. Es geht also nicht darum, die Ukraine zu erobern, wahrscheinlich nicht einmal zu besetzen und schon gar nicht zu zerstören.

Von dort aus haben wir nur einen begrenzten Einblick in den Verlauf der Operation: Die Russen verfügen über eine ausgezeichnete Geheimhaltung der Operationen (OPSEC), und die Einzelheiten ihrer Planung sind nicht bekannt. Der Verlauf der Operationen macht es jedoch relativ schnell möglich zu verstehen, wie die strategischen Ziele in den operativen Plan umgesetzt wurden.


Entmilitarisierung:

– Zerstörung der ukrainischen Luftfahrt, Luftabwehrsysteme und Aufklärungseinrichtungen am Boden;

– Neutralisierung der Führungs- und Aufklärungsstrukturen (C3I) sowie der wichtigsten Logistikrouten in der Tiefe des Gebietes;

– Einkreisung des Großteils der ukrainischen Armee, die im Südosten des Landes zusammengezogen ist.

 

Entnazifizierung:

– Zerstörung oder Neutralisierung von Freiwilligenbataillonen, die in den Städten Odessa, Charkow und Mariupol sowie in verschiedenen Einrichtungen des Landes operieren.

 

Die „Entmilitarisierung“

Die russische Offensive verläuft in einer sehr „klassischen“ Weise. Zunächst – wie die Israelis 1967 – mit der Zerstörung der Luftstreitkräfte am Boden in den ersten Stunden. Dann folgt ein gleichzeitiger Vormarsch auf mehreren Achsen nach dem Prinzip des „fließenden Wassers“: Wir rücken dort vor, wo der Widerstand schwach ist, und überlassen die (sehr truppenstarken) Städte einem späteren Zeitpunkt. Im Norden wird das Kernkraftwerk von Tschernobyl sofort besetzt, um Sabotageakte zu verhindern. Die Bilder von ukrainischen und russischen Soldaten, die das Kraftwerk gemeinsam bewachen, werden natürlich nicht gezeigt…

Die Idee, dass Russland versucht, die Hauptstadt Kiew zu übernehmen, um Zelenski zu beseitigen, kommt typischerweise aus dem Westen: Das hat man in Afghanistan, im Irak und in Libyen getan und wollte es in Syrien mit Hilfe des Islamischen Staates tun. Aber Wladimir Putin hatte nie die Absicht, Selenskij zu stürzen oder zu beseitigen. Im Gegenteil, Russland versucht, ihn an der Macht zu halten, indem es ihn durch die Einkreisung von Kiew zu Verhandlungen zwingt. Bislang hatte er sich geweigert, die Minsker Vereinbarungen anzuwenden, doch nun wollen die Russen die Neutralität der Ukraine erreichen.

Viele westliche Kommentatoren wunderten sich darüber, dass die Russen weiterhin eine Verhandlungslösung anstrebten, während sie militärische Operationen durchführten. Die Erklärung dafür liegt in der strategischen Konzeption der Russen seit der Sowjetzeit. Für den Westen beginnt der Krieg, wenn die Politik aufhört. Der russische Ansatz folgt jedoch einer Clausewitzschen Inspiration: Krieg ist die Kontinuität der Politik, und man kann fließend von der einen zur anderen übergehen, sogar während des Kampfes. Dies erzeugt Druck auf den Gegner und zwingt ihn zu Verhandlungen.

Aus operativer Sicht war die russische Offensive ein Beispiel für ihre Art: In sechs Tagen eroberten die Russen ein Gebiet, das so groß war wie das Vereinigte Königreich, und zwar mit einer Geschwindigkeit, die die der Wehrmacht im Jahr 1940 überlegen war.

Der Großteil der ukrainischen Armee war im Süden des Landes für eine Großoperation gegen den Donbass stationiert. Deshalb konnten die russischen Streitkräfte den Donbass ab Anfang März im „Kessel“ zwischen Slawjansk, Kramatorsk und Sewerodonezk einkesseln, und zwar durch einen Vorstoß von Osten über Charkow und einen weiteren von Süden von der Krim aus. Die Truppen der Republiken Donezk (DPR) und Lugansk (RPL) ergänzen die Aktion der russischen Streitkräfte mit einem Vorstoß aus dem Osten.


In dieser Phase ziehen die russischen Streitkräfte die Schlinge langsam zu, stehen aber nicht mehr unter Zeitdruck. Ihr Ziel der Entmilitarisierung ist praktisch erreicht, und die verbliebenen ukrainischen Streitkräfte verfügen über keine operative und strategische Kommandostruktur mehr.

Die „Verlangsamung“, die unsere „Experten“ auf die schlechte Logistik zurückführen, ist nur die Folge des Erreichens der gesetzten Ziele. Russland scheint sich nicht auf eine Besetzung des gesamten ukrainischen Territoriums einlassen zu wollen. Vielmehr scheint es, als wolle Russland seinen Vormarsch auf die Sprachgrenze des Landes beschränken.

In unseren Medien ist von wahllosen Bombardements gegen die Zivilbevölkerung, insbesondere in Charkow, die Rede, und danteske Bilder werden in einer Endlosschleife gesendet. Gonzalo Lira, ein Lateinamerikaner, der dort lebt, zeigt uns jedoch am 10. und 11. März eine ruhige Stadt. Zugegeben, es ist eine große Stadt und man kann nicht alles sehen, aber das scheint darauf hinzuweisen, dass wir uns nicht in dem totalen Krieg befinden, der uns ständig auf den Bildschirmen serviert wird.

Was die Donbass-Republiken angeht, so haben sie ihre eigenen Gebiete „befreit“ und kämpfen in der Stadt Mariupol.


 „Entnazifizierung“

In Städten wie Charkow, Mariupol und Odessa wird die Verteidigung von paramilitärischen Milizen übernommen. Sie wissen, dass das Ziel der „Entnazifizierung“ in erster Linie auf sie ausgerichtet ist.

Für einen Angreifer in einem städtischen Gebiet sind die Zivilisten ein Problem. Deshalb versucht Russland, humanitäre Korridore zu schaffen, um die Städte von Zivilisten zu befreien und nur die Milizen zurückzulassen, um sie leichter bekämpfen zu können.

Umgekehrt versuchen die Milizen, Zivilisten in den Städten zu halten, um die russische Armee davon abzuhalten, dort zu kämpfen. Deshalb zögern sie, diese Korridore einzurichten, und tun alles, damit die russischen Bemühungen vergeblich sind: So können sie die Zivilbevölkerung als „menschliche Schutzschilde“ benutzen. Videos, die zeigen, wie Zivilisten versuchen, Mariupol zu verlassen und dabei von Kämpfern des Asow-Regiments verprügelt werden, werden hier natürlich sorgfältig zensiert.

Auf Facebook wurde die Asow-Gruppe in die gleiche Kategorie wie der Islamische Staat eingestuft und unterlag der „Politik für gefährliche Personen und Organisationen“ der Plattform. Es war daher verboten, sie zu verherrlichen, und die „Posts“, die ihr wohlgesonnen waren, wurden systematisch verbannt. Doch am 24. Februar änderte Facebook seine Politik und erlaubte Beiträge, die die Miliz unterstützten. Im März genehmigte die Plattform in den ehemaligen osteuropäischen Ländern Aufrufe zur Ermordung von russischen Soldaten und Führern. So viel zu den Werten, die unsere Führer inspirieren, wie wir sehen werden.

Unsere Medien propagieren ein romantisches Bild des Volkswiderstands. Dieses Bild hat die Europäische Union dazu veranlasst, die Verteilung von Waffen an die Zivilbevölkerung zu finanzieren. Das ist ein krimineller Akt. In meiner Funktion als Chef der Doktrin für friedenserhaltende Operationen bei der UNO habe ich mich mit der Frage des Schutzes der Zivilbevölkerung beschäftigt. Dabei haben wir festgestellt, dass Gewalt gegen Zivilisten in ganz bestimmten Kontexten stattfindet. Vor allem dann, wenn Waffen im Überfluss vorhanden sind und es keine Kommandostrukturen gibt.

Diese Kommandostrukturen sind das Wesen von Armeen: Sie haben die Aufgabe, den Einsatz von Gewalt entsprechend einem Ziel zu kanalisieren. Indem die EU die Bürger willkürlich bewaffnet, wie es derzeit der Fall ist, macht sie sie mit den entsprechenden Konsequenzen zu Kombattanten: potenzielle Ziele. Außerdem führt die Verteilung von Waffen ohne Befehl und ohne operative Ziele unweigerlich zu Abrechnungen, Banditentum und Aktionen, die eher tödlich als effektiv sind. Krieg wird zu einer Frage der Gefühle. Macht wird zu Gewalt. So geschehen in Tawarga (Libyen) vom 11. bis 13. August 2011, wo 30.000 Schwarzafrikaner mit (illegal) von Frankreich abgeworfenen Waffen massakriert wurden. Auch das britische Royal Institute for Strategic Studies (RUSI) sieht in diesen Waffenlieferungen keinen Mehrwert.

Wenn man Waffen an ein Land liefert, das sich im Krieg befindet, setzt man sich außerdem der Gefahr aus, als Kriegspartei betrachtet zu werden. Die russischen Angriffe auf den Luftwaffenstützpunkt Mykolaiv am 13. März 2022 folgen auf russische Warnungen, dass Waffentransporte als feindliche Ziele behandelt würden.

Die EU wiederholt die katastrophalen Erfahrungen des Dritten Reiches in den letzten Stunden der Schlacht um Berlin. Der Krieg sollte dem Militär überlassen werden, und wenn eine Seite verloren hat, sollte dies zugegeben werden. Und wenn es Widerstand geben sollte, dann muss dieser unbedingt geführt und strukturiert werden. Wir tun jedoch genau das Gegenteil: Wir drängen die Bürger, in den Kampf zu ziehen, und gleichzeitig erlaubt Facebook Aufrufe zur Ermordung russischer Soldaten und Führer. So viel zu den Werten, die uns inspirieren.

In einigen Geheimdiensten wird diese unverantwortliche Entscheidung als Möglichkeit gesehen, die ukrainische Bevölkerung als Kanonenfutter für den Kampf gegen Wladimir Putins Russland zu benutzen. Diese Art von mörderischer Entscheidung musste den Kollegen von Ursula von der Leyens Großvater überlassen werden. Es wäre klüger gewesen, in Verhandlungen einzutreten und so Garantien für die Zivilbevölkerung zu erhalten, als Öl ins Feuer zu gießen. Es ist leicht, mit dem Blut anderer Leute kämpferisch zu sein …


Geburtenklinik in Mariupol

Es ist wichtig, im Voraus zu verstehen, dass nicht die ukrainische Armee die Verteidigung von Mariupol sicherstellt, sondern die Asow-Miliz, die aus ausländischen Söldnern besteht.

In ihrer Zusammenfassung der Situation vom 7. März 2022 stellt die russische UN-Mission in New York fest: „Einwohner berichten, dass die ukrainischen Streitkräfte das Personal des Krankenhauses Natal Nr. 1 aus der Stadt Mariupol vertrieben und eine Schießanlage in der Einrichtung installiert haben. “

Am 8. März veröffentlichte das unabhängige russische Medium Lenta.ru die Aussagen von Zivilisten aus Mariupol, die sagten, dass das Entbindungskrankenhaus von den Milizen des Asow-Regiments übernommen wurde, die die zivilen Bewohner vertrieben und sie mit ihren Waffen bedrohten. Sie bestätigen damit die Aussagen des russischen Botschafters einige Stunden zuvor.

Das Krankenhaus von Mariupol befindet sich in einer beherrschenden Position, die sich hervorragend für die Aufstellung von Panzerabwehrwaffen und zur Beobachtung eignet. Am 9. März beschossen die russischen Streitkräfte das Gebäude. CNN zufolge gibt es 17 Verletzte, aber das Filmmaterial zeigt keine Verletzten auf dem Gelände, und es gibt keine Hinweise darauf, dass die gemeldeten Opfer mit diesem Angriff in Zusammenhang stehen. Wir sprechen von Kindern, aber in Wirklichkeit sehen wir nichts. Es mag wahr sein, aber es kann auch falsch sein … Was die EU-Führer nicht daran hindert, dies als Kriegsverbrechen zu betrachten … Was Zelensky erlaubt, kurz danach eine Flugverbotszone über der Ukraine zu fordern …


In Wirklichkeit wissen wir nicht genau, was passiert ist. Aber die Abfolge der Ereignisse deutet darauf hin, dass die russischen Streitkräfte eine Stellung des Asow-Regiments angegriffen haben und dass sich in der Entbindungsstation damals keine Zivilisten aufhielten.

Das Problem ist, dass die paramilitärischen Milizen, die für die Verteidigung der Städte zuständig sind, von der internationalen Gemeinschaft ermutigt werden, sich nicht an die Regeln des Krieges zu halten. Es scheint, dass die Ukrainer das Szenario des Entbindungsheims in Kuwait City im Jahr 1990 nachgestellt haben, das von der Firma Hill & Knowlton für 10,7 Millionen Dollar komplett inszeniert worden war, um den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen davon zu überzeugen, im Irak für die Operation Wüstenschild/Sturm zu intervenieren.

Auch westliche Politiker haben acht Jahre lang Raketenangriffe gegen die Zivilbevölkerung im Donbass hingenommen, ohne irgendwelche Sanktionen gegen die ukrainische Regierung zu beschließen. Wir sind längst in eine Dynamik eingetreten, in der westliche Politiker bereit sind, das Völkerrecht ihrem Ziel zu opfern, Russland zu schwächen.

 

Teil 3: Schlussfolgerungen

Als ehemaliger Geheimdinestmitarbeiter fällt mir als Erstes auf, dass die westlichen Nachrichtendienste die Situation ein Jahr lang überhaupt nicht dargestellt haben. In der Schweiz wurden die Dienste dafür kritisiert, dass sie kein korrektes Bild der Lage geliefert haben. Überall in der westlichen Welt scheint es so zu sein, dass die Dienste von den Politikern überwältigt werden. Das Problem ist, dass es die Politiker sind, die entscheiden: Der beste Nachrichtendienst der Welt ist nutzlos, wenn der Entscheidungsträger nicht auf ihn hört. Genau das ist in dieser Krise geschehen.

Während also einige Nachrichtendienste ein sehr genaues und rationales Bild der Situation hatten, hatten andere eindeutig das gleiche Bild, das von unseren Medien verbreitet wurde. In dieser Krise haben die Dienste der Länder des „neuen Europa“ eine wichtige Rolle gespielt. Das Problem ist, dass ich die Erfahrung gemacht habe, dass sie auf der analytischen Ebene extrem schlecht sind: Sie sind doktrinär und verfügen nicht über die notwendige intellektuelle und politische Unabhängigkeit, um eine Situation mit militärischer „Qualität“ zu beurteilen. Es ist besser, sie als Feinde denn als Freunde zu haben.

Es scheint, dass die Politiker in einigen europäischen Ländern ihre Dienste absichtlich ignoriert haben, um ideologisch auf die Situation zu reagieren. Aus diesem Grund war diese Krise von Anfang an irrational. Man wird feststellen, dass alle Dokumente, die der Öffentlichkeit während dieser Krise vorgelegt wurden, von Politikern auf der Grundlage kommerzieller Quellen präsentiert wurden…

Einige westliche Politiker wollten offensichtlich, dass es zu einem Konflikt kommt. In den Vereinigten Staaten waren die Angriffsszenarien, die Anthony Blinken dem Sicherheitsrat vorstellte, nur die Frucht der Phantasie eines für ihn arbeitenden Tiger-Teams: Er tat genau das, was Donald Rumsfeld 2002 tat, der damit die CIA und andere Geheimdienste „umging“, die weit weniger überzeugend über die irakischen Chemiewaffen berichteten.

Die dramatischen Entwicklungen, die wir heute erleben, haben Ursachen, die wir kannten, aber nicht sehen wollten:

– auf strategischer Ebene die Ausweitung der NATO (auf die wir hier nicht eingegangen sind);

– auf politischer Ebene die Weigerung des Westens, die Minsker Vereinbarungen umzusetzen;

– und auf operativer Ebene seit Jahren die kontinuierlichen und wiederholten Angriffe auf die Zivilbevölkerung des Donbass  und die dramatische Zunahme Ende Februar 2022.

Mit anderen Worten: Natürlich können wir den russischen Angriff bedauern und verurteilen. Aber WIR (d.h. die Vereinigten Staaten, Frankreich und die Europäische Union an der Spitze) haben die Bedingungen für den Ausbruch eines Konflikts geschaffen. Wir zeigen Mitgefühl für das ukrainische Volk und die zwei Millionen Flüchtlinge. Das ist gut so. Hätten wir aber auch nur ein Minimum an Mitgefühl für die gleiche Anzahl von Flüchtlingen aus der ukrainischen Bevölkerung des Donbass gehabt, die von ihrer eigenen Regierung massakriert wurden und sich seit acht Jahren in Russland ansammeln, wäre das alles wahrscheinlich nicht passiert.

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Ob der Begriff „Völkermord“ auf die von der Bevölkerung des Donbass erlittenen Übergriffe zutrifft, ist eine offene Frage. Dieser Begriff ist in der Regel größeren Fällen vorbehalten (Holocaust usw.), aber die Definition der Völkermordkonvention ist wahrscheinlich weit genug gefasst, um anwendbar zu sein. Juristen werden das zu schätzen wissen.

Offensichtlich hat uns dieser Konflikt in eine Hysterie geführt. Sanktionen scheinen das bevorzugte Instrument unserer Außenpolitik geworden zu sein. Hätten wir darauf bestanden, dass die Ukraine die Minsker Vereinbarungen einhält, die wir ausgehandelt und gebilligt haben, wäre das alles nicht passiert. Die Verurteilung von Wladimir Putin ist auch unsere Sache. Es macht keinen Sinn, im Nachhinein zu jammern, wir hätten vorher handeln müssen. Doch weder Emmanuel Macron (als Garant und Mitglied des UN-Sicherheitsrats) noch Olaf Scholz oder Wolodymyr Selenskij haben sich an ihre Verpflichtungen gehalten. Letztlich betrifft die wahre Niederlage diejenigen, die keine Stimme haben.

Die Europäische Union war nicht in der Lage, die Umsetzung der Minsker Vereinbarungen zu fördern, im Gegenteil, sie hat nicht reagiert, als die Ukraine ihre eigene Bevölkerung im Donbass bombardierte. Hätte sie dies getan, hätte Wladimir Putin nicht reagieren müssen. Durch ihre Abwesenheit in der diplomatischen Phase zeichnete sich die EU dadurch aus, dass sie den Konflikt anheizte. Am 27. Februar erklärte die ukrainische Regierung, Verhandlungen mit Russland aufzunehmen. Doch nur wenige Stunden später beschließt die Europäische Union ein Budget von 450 Millionen Euro für Waffenlieferungen an die Ukraine und gießt damit Öl ins Feuer. Die Ukrainer sind nun der Meinung, dass sie keine Einigung mehr erzielen müssen. Der Widerstand der Asowschen Milizen in Mariupol führte sogar zu einer Erhöhung der Waffenlieferungen um 500 Millionen Euro.

In der Ukraine werden mit dem Segen der westlichen Länder diejenigen ausgeschaltet, die sich für Verhandlungen einsetzen. Dies ist der Fall von Denis Kirejew, einem der ukrainischen Verhandlungsführer, der am 5. März vom ukrainischen Geheimdienst (SBU) ermordet wurde, weil er Russland zu wohlgesonnen war und als Verräter galt. Dasselbe Schicksal ereilte Dmitrij Demjanenko, den ehemaligen stellvertretenden Leiter der SBU-Hauptdirektion für Kiew und die Region, der am 10. März ermordet wird, weil er ein Abkommen mit Russland zu sehr befürwortet. Er wird von der Mirotvorets-Miliz („Friedensstifter“) getötet. Diese Miliz ist mit der Mirotvorets-Website verbunden, auf der die „Feinde der Ukraine“ mit ihren persönlichen Daten, Adressen und Telefonnummern aufgelistet sind, um sie zu belästigen oder sogar zu eliminieren; eine strafbare Praxis in vielen Ländern, aber nicht in der Ukraine. Die UNO und einige europäische Länder haben ihre Schließung gefordert… was von der Rada abgelehnt wurde.


Letztendlich wird der Preis hoch sein, aber Wladimir Putin wird wahrscheinlich die Ziele erreichen, die er sich selbst gesetzt hat. Seine Beziehungen zu Peking haben sich gefestigt. China tritt als Vermittler in dem Konflikt auf, während die Schweiz in die Liste der Feinde Russlands aufgenommen wurde. Die Amerikaner müssen Venezuela und den Iran um Öl bitten, um aus der Energie-Sackgasse herauszukommen, in die sie sich selbst gebracht haben: Juan Guaido verlässt endgültig die Szene und die Vereinigten Staaten müssen die gegen ihre Feinde verhängten Sanktionen kläglich zurücknehmen.

Westliche Minister, die versuchen, die russische Wirtschaft zum Einsturz zu bringen und das russische Volk leiden zu lassen, und die sogar zur Ermordung Putins aufrufen, zeigen (auch wenn sie die Form ihrer Äußerungen teilweise zurückgenommen haben, aber nicht die zentrale Aussage!), dass unsere Führer nicht besser sind als die, die wir hassen. Denn die Sanktionierung russischer Sportler von den Para-Olympischen Spielen oder russischer Künstler hat absolut nichts mit einem Kampf gegen Putin zu tun.

Wir erkennen also an, dass Russland eine Demokratie ist, da wir der Meinung sind, dass das russische Volk für den Krieg verantwortlich ist. Wenn nicht, warum versuchen wir dann, eine ganze Bevölkerung für den Fehler eines Einzelnen zu bestrafen? Denken Sie daran, dass Kollektivstrafen nach den Genfer Konventionen verboten sind …

Die Lehre, die wir aus diesem Konflikt ziehen müssen, ist unser Sinn für die variable Geometrie der Menschheit. Wenn uns der Frieden und die Ukraine so sehr am Herzen liegen, warum haben wir sie dann nicht stärker ermutigt, die von ihr unterzeichneten und von den Mitgliedern des Sicherheitsrats gebilligten Abkommen einzuhalten?

Die Integrität der Medien wird daran gemessen, ob sie bereit sind, sich an die Bedingungen der Münchner Charta zu halten. Während der Covid-Krise ist es ihnen gelungen, den Hass auf die Chinesen zu schüren, und ihre polarisierende Botschaft führt zu den gleichen Folgen gegenüber den Russen. Der Journalismus verliert mehr und mehr an Professionalität und wird militant…

Wie Goethe sagte: „Je größer das Licht, desto dunkler der Schatten.“ Je mehr die Sanktionen gegen Russland exzessiv werden, desto mehr verdeutlichen die Fälle, in denen wir nichts getan haben, unseren Rassismus und unsere Unterwürfigkeit. Warum hat kein westlicher Politiker acht Jahre lang auf die Angriffe gegen die Zivilbevölkerung im Donbass reagiert?

Was macht den Konflikt in der Ukraine schließlich schlimmer als den Krieg im Irak, in Afghanistan oder Libyen? Welche Sanktionen haben wir gegen diejenigen beschlossen, die die internationale Gemeinschaft vorsätzlich belogen haben, um ungerechte, ungerechtfertigte, nicht zu rechtfertigende und mörderische Kriege zu führen? Haben wir versucht, das amerikanische Volk „leiden zu lassen“, das uns vor dem Irak-Krieg belogen hat (weil es eine Demokratie ist!)? Haben wir auch nur eine einzige Sanktion gegen die Länder, Unternehmen oder Politiker beschlossen, die den Konflikt im Jemen anheizen, der als die „schlimmste humanitäre Katastrophe der Welt“ gilt? Haben wir Sanktionen gegen die Länder der Europäischen Union verhängt, die auf ihrem Territorium zum Nutzen der Vereinigten Staaten die schlimmsten Folterungen durchführen?

Die Frage zu stellen heißt, sie zu beantworten… und die Antwort ist nicht ruhmreich.

Jacques Baud ist ehemaliger Oberst des Generalstabs, ehemaliges Mitglied des strategischen Nachrichtendienstes der Schweiz und Spezialist für die osteuropäischen Länder. Er wurde bei den amerikanischen und britischen Geheimdiensten ausgebildet. Er war Leiter der Doktrin für die Friedensoperationen der Vereinten Nationen. Als Experte der Vereinten Nationen für Rechtsstaatlichkeit und Sicherheitsinstitutionen konzipierte und leitete er den ersten multidimensionalen Nachrichtendienst der Vereinten Nationen im Sudan. Er arbeitete für die Afrikanische Union und war fünf Jahre lang bei der NATO für den Kampf gegen die Verbreitung von Kleinwaffen zuständig. Unmittelbar nach dem Zusammenbruch der UdSSR führte er Gespräche mit hochrangigen russischen Militär- und Geheimdienstvertretern. Innerhalb der NATO verfolgte er die Ukraine-Krise von 2014 an und beteiligte sich anschließend an Hilfsprogrammen für die Ukraine. Er ist Autor mehrerer Bücher über Geheimdienste, Krieg und Terrorismus, wie Le Détournement (SIGEST Verlag), Govern by fake news, The Navalny affair und Poutine, master of the game? (Max Milo Verlag).


Info: https://krass-und-konkret.de/politik-wirtschaft/die-militaerische-lage-in-der-ukraine


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

15.04.2022

Größte Lüge der Weltgeschichte: Es gab nie eine Pandemie. Die Datenbank ist fehlerhaft. Die Covid-Mandate einschließlich des Impfstoffs sind ungültig   

globalresearch.ca, vom 08. April 2022, Erstver.  am 19.03.2022, Von Prof. Michel Chossudovsky

Die PCR „Covid-19 Confirmed Cases“ sind bedeutungslos. Das Antigen- und Heimtestprojekt im Wert von mehreren Milliarden Dollar ist gefälscht

Einführung


Zitat: Die Destabilisierung der sozialen, politischen und wirtschaftlichen Struktur von 190 souveränen Staaten kann keine „Lösung“ zur Bekämpfung des Virus darstellen. Aber das war die aufgezwungene „Lösung“, die seit Beginn der Corona-Krise im Januar 2020   in mehreren Stufen umgesetzt wurde. Es ist die Zerstörung von Menschenleben. Es ist die Destabilisierung der Zivilgesellschaft.

Gefälschte Wissenschaft unterstützte diese verheerende Agenda. Die Lügen wurden durch eine massive Desinformationskampagne in den Medien aufrechterhalten. 24/7, unaufhörliche und sich wiederholende „Covid-Warnungen“  im Laufe der letzten zwei Jahre.

Der historische Lockdown vom 11. März 2020 löste weltweit wirtschaftliches und soziales Chaos aus. Es war ein Akt der „Wirtschaftskriegsführung“: ein Krieg gegen die Menschlichkeit. 

Diese teuflische Agenda hat die Souveränität der Nationalstaaten untergraben. 

Sie hat zu einer Pleitewelle beigetragen. Es hat Menschen weltweit verarmt.

Es hat zu einer Spirale der auf Dollar lautenden globalen Verschuldung geführt. 

Die mächtigen Strukturen des globalen Kapitalismus, Big Money, gepaart mit seiner Intelligenz und seinem Militärapparat, sind die treibende Kraft.

Durch den Einsatz fortschrittlicher Digital- und Kommunikationstechnologien ist die Sperrung und „Schließung“ der Weltwirtschaft in der Weltgeschichte beispiellos.


Die zentrale Rolle des Reverse Transcription Polymerase Chain Reaction Tests (RT-PCR)

Von Anfang an haben sowohl die Medien als auch die Regierungen die Mängel und Unwahrheiten im Zusammenhang mit dem RT-PCR-Test als Mittel zum Nachweis der Ausbreitung des Virus und zur Identifizierung von SARS-CoV-2 übersehen und ignoriert.

Die PCR ist ein Prozess. Es sagt dir nicht, dass du krank bist.“

Dr. Kary Mullis , Nobelpreisträger und Erfinder der RT-PCR, ist im August 2019 verstorben.

Dieser Missbrauch der RT-PCR-Technik wird von einigen Regierungen als unerbittliche und vorsätzliche Strategie angewandt  , um exzessive Maßnahmen  wie die Verletzung einer großen Anzahl von Grundrechten zu rechtfertigen, … unter dem Vorwand einer Pandemie auf der Grundlage einer Reihe positiver RT- PCR-Tests, und nicht an einer wirklichen Anzahl von Patienten . .

Dr. Pascal Sacré , belgischer Arzt, spezialisiert auf Intensivpflege und renommierter Analyst für öffentliche Gesundheit.


Die gesamte Datenbank der „Covid-19-bestätigten Fälle“ ist ungültig.

Mediendesinformation herrscht seit mehr als zwei Jahren vor, obwohl sowohl die WHO als auch die CDC (mit den üblichen Anspielungen) bestätigt haben, was von Anfang an im Januar 2020 bekannt war, nämlich dass der RT-PCR-Test verwendet wurde, um jeden einzelnen zu rechtfertigen Das politische Mandat, einschließlich Abriegelungen, sozialer Distanzierung, der Maske, der Beschränkung der Arbeitskräfte, der Schließung der Wirtschaftstätigkeit usw., war fehlerhaft und ungültig. 

Die WHO hat vor mehr als einem Jahr am 20. Januar 2021 ihre Mea Culpa herausgegeben. Einige Monate später forderten die Centers for Disease Control and Prevention (CDC)   (21. Juli 2021) die Rücknahme des PCR-Tests als gültige Methode zum Nachweis und zur Identifizierung von SARS-CoV-2.  Darüber hinaus verfügte die WHO im Januar 2020 nicht über eine isolierte und gereinigte Probe des neuartigen 2019-nCov-Virus. Das Berliner Virologie-Team (Leitung: Drosten):

„empfahl der WHO, dass in Ermangelung eines Isolats des  2019-nCoV-  Virus ein ähnliches 2003-SARS-CoV  als „Proxy“ (Referenzpunkt) des neuartigen Virus verwendet werden sollte“ (siehe Michel Chossudovsky, E-Book, Kapitel III )

Ab dem 31. Dezember 2021 wird der PCR-Test von der CDC in den USA nicht mehr als gültig angesehen   . Weitere Einzelheiten finden Sie unter:  CDC erkennt den PCR-Test nicht mehr als gültige Methode zum Nachweis von „bestätigten Covid-19-Fällen“ an?

Die CDC hat nun entschieden anerkannt, dass der PCR-Test nicht effektiv zwischen Covid-19 und saisonaler Influenza unterscheidet. Eine positive PCR bedeutet keinen „Covid-19-bestätigten Fall“. Es könnte eine Grippe oder eine Corona-Erkältung sein. Die CDC forderte ihren Rückzug mit Wirkung zum 31. Dezember 2021.

Klicken Sie hier oder auf den Bildschirm, um das Video anzuzeigen

Gefälschte Daten: 465 Millionen sogenannte „bestätigte Covid-19-Fälle“

Wenn der PCR-Test ungültig ist (bestätigt durch zahlreiche Studien sowie WHO, CDC), werden  die 465 Millionen sogenannten „Bestätigten Covid-19-Fälle“  (siehe Diagramm unten, 18. MÄRZ 2022) weltweit seit Beginn gesammelt und tabellarisch erfasst die Covid-19-Krise sind bedeutungslos. Klicken Sie hier, um die neuesten Zahlen zu erhalten.

Der Pandemievertrag und der QR-Verifizierungscode 

Anfang März 2022 wurde ein zwischenstaatliches Verhandlungsgremium (INB) mit dem Auftrag gegründet, einen „Pandemievertrag“ zu  erstellen , dh .  eine globale Gesundheits-Governance-Einheit unter der Schirmherrschaft der WHO, die die Autorität der WHO-Mitgliedstaaten außer Kraft setzen würde:

, „Das INB hielt sein erstes Treffen ab, um ein internationales Instrument zur Pandemieprävention, -bereitschaft und -reaktion unter der Autorität der WHO zu entwerfen und auszuhandeln“ ( Mercola )

Der Pandemievertrag   ist in das  QR-Verifizierungscode- Projekt der WHO eingebunden ,  das darauf abzielt, eine globale digitale Datenbank mit 7,9 Milliarden Menschen zu erstellen. Beide Initiativen sollen gleichzeitig von der WHO in Verbindung mit ID2020  und der Gavi Alliance durchgeführt werden , die beide von der Gates Foundation finanziert werden.

Peter Koenig beschreibt den QR-Code als

„Eine vollelektronische ID – die alles mit allem jedes Einzelnen verknüpft (Gesundheits-, Bank-, persönliche und private Aufzeichnungen usw.).“

Laut  David Scripac   „ist ein weltweites digitales ID-System im Entstehen. [Das Ziel] des WEF – und aller Zentralbanken  [ist] , ein globales System zu implementieren, in dem die persönlichen Daten aller in das Central Bank Digital Currency (CBDC)-Netzwerk integriert werden.“ 

Der QR-Verifizierungscode schafft möglicherweise die Voraussetzungen für die Einrichtung eines „ globalen Polizeistaats“  , der vom Finanzinstitut kontrolliert wird. Es ist Teil dessen, was der verstorbene David Rockefeller „den Marsch zur Weltregierung“ nannte.

Die Legitimität sowohl des Pandemievertrags als auch des QR-Verifizierungscodes unter der Schirmherrschaft der WHO beruht auf der Annahme, dass die angebliche „Covid-19-Pandemie real ist“ und dass der „ mRNA-Impfstoff eine LÖSUNG für die angebliche Covid-19-Pandemie darstellt“.

Beide Initiativen basieren auf offenem Betrug und Korruption. Was ist der Beweis:

1. Die Anzahl der „kumulativ bestätigten Covid-19-Fälle“, die sich aus dem RT-PCR-Test ergaben, rechtfertigte nicht die Entscheidung der WHO, am 11. März 2020 offiziell eine Pandemie auszulösen .  Die Zahlen waren lächerlich niedrig. Es gab keine Hinweise darauf, dass sich SARS-CoV-2 national oder international ausbreitet.

2. Die im März 2020 an mehr als 190 Mitgliedsstaaten der UN übermittelten Lockdown-Anweisungen sind völlig ungültig.

3. Die Methodik, die den PCR-Test zum Nachweis und zur Identifizierung von SARS-CoV2 und seinen angeblichen Varianten verwendet, wurde von der WHO und der CDC als völlig dysfunktional anerkannt, wie oben beschrieben.

4. Alle Daten zu den kumulativen bestätigten Fällen von Covid-19 , die von den nationalen Regierungen zusammengestellt und von der WHO seit Januar 2020 tabelliert wurden, sind ungültig und bedeutungslos.

5. Der im November 2020 eingeführte Covid-19-Impfstoff hat zu einem weltweiten Anstieg der Mortalität und Morbidität geführt

In diesem Artikel werde ich zwischen mehreren Phasen in der Entwicklung dieser Krise unterscheiden.


Phase I: Lächerlich niedrige Zahlen von „Covid-19-bestätigten Fällen“, die verwendet werden, um den Start der Covid-19-Pandemie zu rechtfertigen

Die Schätzungen der „bestätigten positiven Fälle“ waren von Anfang an Teil eines „Zahlenspiels“.

Die erste Phase dieser Krise war die Ausrufung eines Public Health Emergency of International Concern (PHEIC) durch die WHO am 30. Januar . Obwohl es offiziell nicht als „Pandemie“ bezeichnet wurde, trug es dennoch dazu bei, die Angstkampagne anzuführen. Die Zahl der „bestätigten Fälle“, die auf fehlerhaften Schätzungen (PCR) beruhten, um diese weitreichende Entscheidung zu rechtfertigen, war lächerlich niedrig.

Die Weltbevölkerung außerhalb Chinas liegt in der Größenordnung von 6,4 Milliarden. Am 30. Januar 2020 gab es außerhalb Chinas:

83 Fälle in 18 Ländern, und nur 7 von ihnen hatten keine Reisegeschichte in China. (siehe WHO , 30. Januar 2020).


83 Fälle außerhalb Chinas: Es gab keine „wissenschaftliche Grundlage“, um die Ausrufung eines weltweiten Notfalls im Bereich der öffentlichen Gesundheit von internationaler Tragweite zu rechtfertigen.

Screenshot der WHO-Tabelle, 29. Januar 2020 ,

Am folgenden Tag, dem 31. Januar 2020:   Präsident Trump stellt Flugreisen mit China ein, was zu der breiteren Krise im Flugverkehr und im Rohstoffhandel beitrug. Die fünf sogenannten „bestätigten Fälle“ in den USA  reichten aus, um die Entscheidung von Präsident Trump vom 31. Januar 2020 zu „rechtfertigen“.

20. Februar 2020:  Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag, den 20. Februar nachmittags (MEZ-Zeit) in einem  Briefing in Genf, der Generaldirektor der WHO. Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte, dass er es sei

„besorgt darüber, dass die Chance, den Ausbruch des Coronavirus einzudämmen, „schließt“ …

„Ich glaube, dass das Zeitfenster immer noch da ist, aber dass sich das Fenster verengt.“

Diese Aussagen basierten auf 1076 „bestätigten Fällen“ außerhalb Chinas bei einer Bevölkerung von 6,4 Milliarden

Diese „Schock- und Ehrfurchtserklärungen“ trugen dazu bei, die Angstkampagne zu verstärken, obwohl die Zahl der bestätigten Fälle außerhalb Chinas äußerst gering war.

Der 20. und 21. Februar 2020 markiert den Beginn des Finanzcrashs 2020, der durch die Erklärung von Dr. Tedros angeführt wurde.


11. März 2020: Der Lockdown. 44.729 „Bestätigte Fälle“ als Rechtfertigung für die Schließung von 190 Volkswirtschaften

Eine Pandemie ist allgemein definiert als

„Ein Ausbruch einer Krankheit, der über ein weites geografisches Gebiet (z. B. mehrere Länder oder Kontinente) auftritt und typischerweise einen erheblichen Teil der Bevölkerung betrifft“ ( Webster-Merriam , Hervorhebung hinzugefügt)

Unter der Annahme, dass der PCR-Test gültig ist (was nicht der Fall ist), war die Zahl der kumulierten bestätigten Fälle am 11. März lächerlich niedrig. 44.279 PCR-positive Fälle weltweit außerhalb Chinas.

ES IST EIN BETRUG. AM 11. MÄRZ 2020 GAB ES KEINE PANDEMIE

Der Generaldirektor der WHO hatte bereits bei seiner Pressekonferenz am 21. Februar die Weichen gestellt .

„Die Welt sollte mehr tun, um sich auf eine mögliche Coronavirus-Pandemie vorzubereiten“. Die WHO hatte die Länder aufgerufen, sich „in einer Phase der Vorbereitung“ zu befinden.

Die WHO erklärte offiziell eine weltweite Pandemie zu einer Zeit, als die  Zahl der bestätigten Fälle außerhalb Chinas (6,4 Milliarden Einwohner) in der Größenordnung von   44279 und 1440 Todesfällen lag  ( Zahlen, die von der WHO für den 11. März (am 12. März) aufgezeichnet wurden (siehe Tabelle rechts) Das sind die Zahlen, mit denen der Lockdown und die Schließung von 190 Volkswirtschaften gerechtfertigt werden.

(Die Zahl der Todesfälle außerhalb Chinas, die in der Pressekonferenz von Tedros genannt wurde, war 4291 ).

In den USA, erfasst am 11. März 2020, gab es laut John Hopkins: 1.335 „Fälle“ und 29 Todesfälle  („mutmaßlich“ plus PCR bestätigt).

Nach Angaben der WHO gab es am 9. März 3457 Fälle in den USA.

In den USA gab es am 9. März 2020  3.457 „bestätigte Fälle“  bei einer Bevölkerung von 329,5 Millionen Menschen

Screenshot des WHO-Diagramms Interaktives WHO-Diagramm .

In Kanada gab es am 9. März 2020 125 „bestätigte Fälle “ bei einer Bevölkerung von 38,5 Millionen Menschen

  Screenshot des WHO-Diagramms Interaktives WHO-Diagramm .

In Deutschland gab es am 9. März 2020 2948 „bestätigte Fälle “ bei einer Bevölkerung von 83,2 Millionen Menschen

Mit diesen Zahlen wurde die „Schließung“ der USA, Kanadas und Deutschlands unter mehr als 190 Ländern im März 2020 gerechtfertigt.

ES IST EIN BETRUG. EINE GROSSE LÜGE.  

Unmittelbar nach der Ankündigung der WHO vom 11. März 2020: Eine weltweite Angstkampagne

Doch auf der Grundlage dieser 44.729 Fälle wurden 190 souveränen Ländern durch ein komplexes Entscheidungsverfahren, das unweigerlich Korruption und Bestechung hochrangiger Regierungsbeamter erforderte , umfassende Lockdown-Richtlinien auferlegt .

Dem Lockdown am 11. März folgte der „ Schwarze Donnerstag “, ein zweiter großer Finanzcrash, der unmittelbar auf die Ankündigung der Pandemie folgte.


Phase II. März-Dezember 2020: Angstkampagne. PCR-Test läuft auf Hochtouren

Von März 2020 bis zur Markteinführung des mRNA-COVID-19-Impfstoffs im November 2020 läuft der PCR-Test auf Hochtouren.

Ab dem 11. März 2020 wurden die nationalen Regierungen nach der Sperrung aufgefordert, den PCR-RT-Test in großem Umfang einzuführen, um die Zahl der Covid-positiven Fälle weltweit zu erhöhen.

Test, Test, Test: Die Zahlen begannen zu steigen, um immer mehr gefälschte Statistiken zu erstellen.

Sehen Sie sich die folgende Tabelle an. Eine sehr kleine Anzahl positiver Fälle Anfang März. Und dann fliegen die positiven Covid-Fälle ab April, Mai und Juni 2020 hoch.


Phase III. Anfang November 2020. Beginn des weltweiten Covid-Impfprogramms

Unterstützt durch Desinformation in den Medien wurde der mRNA-Impfstoff als Lösung zur Eindämmung der Pandemie vorgeschlagen. Ausgiebig dokumentiert, hat der Impfstoff von Anfang an im Dezember 2020 einen Aufwärtstrend bei Mortalität und Morbidität ausgelöst

Video: In vielen Ländern kam es nach der Einführung des mRNA-Impfstoffs zu einer deutlichen Verschiebung der Sterblichkeit

Quelle: HeathData.org

Die Beweise sind überwältigend. Die neuesten offiziellen Zahlen  zeigen ungefähr:


65.629 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19-Injektionen und 10.439.642 Verletzungen wurden am 24. Februar 2022 für die EU, die USA und das Vereinigte Königreich zusammen gemeldet.

Aber nur ein kleiner Bruchteil der Opfer oder Familien der Verstorbenen durchläuft den langwierigen Prozess der Meldung impfbedingter Todesfälle und unerwünschter Ereignisse an die nationalen Gesundheitsbehörden.


Es ist der Covid-19-mRNA-„Impfstoff“ und nicht das SARS-CoV-2-Virus, das „der Killer“ ist.  

Für weitere Einzelheiten siehe:  Der „Killer-Impfstoff“ weltweit. 7,9 Milliarden Menschen


Mediendesinformation: Das Virus ist ein „Hit and Run Killer“, „Der Impfstoff rettet Leben!“

Das im PCR-Test nachgewiesene SARS-CoV2 wird schonungslos als  „Killervirus“ dargestellt. Es gibt viele entscheidende Unbekannte über dieses Virus, darunter, wie genau es tötet, ob es sich zu etwas mehr – oder weniger – Tödlichem entwickelt  … . ( Natur )

Ein sensationslüsterner BBC-Bericht mit dem Titel:  „Why is the Virus such a Threat“ (Warum ist das Virus eine solche Bedrohung ?) behauptet (unter Zitierung und Falschzitation von „wissenschaftlicher Meinung“), dass das Virus eine „Hit-and-Run-Killer-Evolutionstaktik “ habe, um die Covid-19-Infektion weit und breit zu verbreiten weit. Rechtzeitiger Bericht, der zwei Wochen vor der Einführung des mRNA-Impfstoffs veröffentlicht wurde:

„Meister der Täuschung. Im Anfangsstadium einer Infektion kann das Virus den Körper täuschen .

Es [das Virus] verhält sich wie ein „Hit and Run“-Killer

Die Virusmenge in unserem Körper erreicht ihren Höhepunkt am Tag, bevor wir krank werden.

Aber es dauert mindestens eine Woche, bis Covid so weit fortgeschritten ist, dass Menschen eine Krankenhausbehandlung benötigen. Das ist eine wirklich geniale evolutionäre Taktik – man geht nicht ins Bett, man geht raus und hat eine gute Zeit“, sagt Prof. Lehner.

Das Virus ist also wie ein gefährlicher Fahrer, der vom Tatort flieht das Virus ist zum nächsten Opfer übergegangen, lange bevor wir uns entweder erholen oder sterben.

Um es deutlich auszudrücken: „Dem Virus ist es egal“, ob Sie sterben, sagt [Cambridge] Prof. Lehner, „dies ist ein Hit-and-Run-Virus“. ….

Es macht eigenartige und unerwartete Dinge mit dem Körper ( BBC, James Gallagher, 22. Oktober 2020, Hervorhebung hinzugefügt)

Was für Abfall! Die BBC personifiziert den Killervirus, um Panik zu erzeugen . Diese sensationslüsternen Berichte basieren nicht nur auf den Ergebnissen der fehlerhaften PCR-Tests, sie widersprechen auch der offiziellen WHO-Definition von Covid-19 :

„Die häufigsten Symptome von COVID-19 sind Fieber, trockener Husten und Müdigkeit. … Diese Symptome sind normalerweise leicht und beginnen allmählich . Manche Menschen infizieren sich, haben aber nur sehr milde Symptome . Die meisten Menschen (etwa 80 %) erholen sich von der Krankheit, ohne dass eine Krankenhausbehandlung erforderlich ist. Etwa 1 von 5 Menschen, die COVID-19 bekommen, wird schwer krank und entwickelt Atembeschwerden.“

Außerdem selten von den Medien oder von Politikern erwähnt: Die CDC (eine Behörde der US-Regierung) bestätigt, dass Covid-19 der Influenza ähnlich ist

Influenza (Grippe) und COVID-19 sind beide ansteckende Atemwegserkrankungen, aber sie werden durch unterschiedliche Viren verursacht . COVID-19 wird durch eine Infektion mit einem neuen Coronavirus (genannt SARS-CoV-2) verursacht und die Grippe wird durch eine Infektion mit Influenzaviren verursacht . Da einige der Symptome von Grippe und COVID-19 ähnlich sind, kann es schwierig sein, den Unterschied zwischen ihnen allein anhand der Symptome zu erkennen, und es können Tests erforderlich sein, um eine Diagnose zu bestätigen . Grippe und COVID-19 haben viele gemeinsame Merkmale, aber es gibt einige wesentliche Unterschiede zwischen den beiden.“

Wenn die Öffentlichkeit informiert und beruhigt worden wäre, dass Covid „ähnlich wie Influenza“ ist, wäre die Angstkampagne ins Stocken geraten. Und das Impfprogramm wäre rundweg abgelehnt worden.

Es ist erwähnenswert, dass der mRNA-Impfstoff, der der Öffentlichkeit als Lösung zur Eindämmung des Killervirus vorgestellt wurde, sich auf den PCR-Test als gültiges Mittel zur Beurteilung der Ausbreitung der Krankheit stützte. In den Vereinigten Staaten wurde der mRNA-Impfstoff am 14. Dezember 2020 eingeführt. Sechs Wochen später (20. Januar 2021) hob die WHO die Gültigkeit des PCR-Tests auf. Die CDC wiederum erklärt am 21. Juli 2021 die PCR als Mittel zum Nachweis des Virus für ungültig.


Phase IV: 26. November 2021, „Schwarzer Freitag“. Die Omicron-Variante

Erinnern Sie sich an die Omicron-Krise, die immer noch andauert. Unheimlich. Eine neuartige Covid-Variante, die angeblich in Südafrika entdeckt wurde und sich weltweit verbreitet hat. Wie wurde es festgestellt? Der PCR-Test?

Es begann am Black Friday, dem Tag nach Thanksgiving, dem 26. November 2021.

Es löste eine erneute Angstkampagne sowie Instabilität an den Aktienmärkten aus, da die Aktien von Big Pharma-Impfstoffherstellern in die Höhe schnellten. Es regte die Menschen dazu an, ihre Impf-Auffrischungsimpfungen zu bekommen.

Die omicron-Ankündigung war ein sorgfältig vorbereiteter Betrug. Zwei Tage später hob die WHO die Aussage ihrer eigenen beratenden Task Force höflich auf:

Derzeit liegen keine Informationen vor, die darauf hindeuten, dass sich die mit Omicron verbundenen Symptome von denen anderer Varianten unterscheiden .“  

Dr. Angelique Coetzee wiederum   , Vorsitzende der South African Medical Association (SAMA), beschrieb die Omicron-Variante als „ extrem mild, für uns [das sind] milde Fälle.  … Ich habe mit anderen Kollegen von mir gesprochen und sie geben das gleiche Bild.“ ( Siehe Video-Interview auf CNBC )

Diese Berichtigungen behinderten in keiner Weise die 24/7-Angstkampagne, die durch Desinformation der Medien aufrechterhalten wurde. Tatsächlich löste es Panik aus.

In der Zwischenzeit wurde eine massive Heimtestkampagne gestartet.


Phase V: Milliarden von Heim- und Antigentests weltweit verteilt

Massive Heimtests: Angst ist „gut fürs Geschäft“

Weltweit wurden buchstäblich Milliarden von Antigen- und Heimtestkits vertrieben. In den USA wurden mehr als eine Milliarde Testkits für eine Bevölkerung von 340 Millionen Amerikanern bereitgestellt.

In Kanada wurden 291 Millionen Testkits verteilt. Kanadas Bevölkerung liegt in der Größenordnung von 38,5 Millionen.

In vielen Ländern wurde die „tödliche“ Omicron-Variante zum Vorwand für die Umsetzung erneuter Teilsperren, die Beschleunigung des Impfauftrags, Reisebeschränkungen sowie Hausarrest- und Hausverbote über die Weihnachts- und Neujahrsferien.

Nachfolgend die Zahlen für sogenannte „Covid-19 Confirmed Cases“ weltweit Anfang November 2021. (01.11.21)

Erhöhung der Zahlen von FAKE „Covid-19 bestätigten Fällen“

Zeitgleich mit der Omicron-Krise hat der Anstieg des Imports und der Verteilung von buchstäblich Milliarden von Heim- und Antigen-Testkits weltweit dazu beigetragen  , die Zahl der FALSCHEN „Covid-19-bestätigten Fälle“ in die Höhe zu treiben.

Im Laufe von weniger als 5 Monaten (01.11.2021 bis 18.03.2022) haben sich die kumulierten bestätigten Fälle nahezu verdoppelt.

Joe Bidens Kauf von mehr als einer Milliarde Haus- und Antigen-Testkits  

In den USA   gab das Weiße Haus im Januar bekannt, auf Kosten der Steuerzahler zu kaufen:

Eine Milliarde Tests zur kostenlosen Abgabe an Amerikaner mit Online-Bestellung von einer halben Milliarde Tests beginnt am 19. Januar“. 

Dieser Kauf wurde zusätzlich zu den früheren Lieferungen von mehreren hundert Millionen Home-Kits.

Ab Ende November trugen die Heimtestkits dazu bei, die sogenannten „Confirmed Cases“ in den USA nach oben zu wandern. (Siehe Grafik unten)

Diese Zahlen sind gefälscht, weil die WHO und die CDC den PCR-Test als völlig ungültig eingestuft haben.

Und die Heimtests werden als weniger zuverlässig eingestuft als der PCR-Test, der als Goldstandard gilt.

Justin Trudeaus Kauf von 291 Millionen Heim- und Antigen-Testkits

In Kanada ordnete Premierminister Justin Trudeau bereits im November 2021 die Lieferung von  94 Millionen Schnelltestkits für zu Hause (Selbsttest- und Antigentestkits) an, die an die Provinzen geliefert und verteilt wurden.

Weitere 140 Millionen wurden von der Bundesregierung Anfang Januar 2022 zu einem Preis von 1,7 Milliarden (kanadischen) Dollar auf Kosten der Steuerzahler bestellt.

Kanada hat eine Bevölkerung von 38,5 Millionen und wir haben jetzt 291 Millionen Antigen-Schnelltestkits (siehe Tabelle unten). Also genau 7 Tests pro Person. 

Dieser Prozess hat im Laufe der letzten Monate dazu beigetragen, Angst und Chaos in kanadischen Familien zu erzeugen und gleichzeitig die Zahl der sogenannten „Covid-19-bestätigten Fälle“ in die Höhe zu treiben.

Die geschätzten Kosten für die kanadischen Steuerzahler liegen in der Größenordnung von 3,5 Milliarden kanadischen Dollar.

 

Siehe Health Canada (Tabelle unten)

PCR-Test „Der Goldstandard“.

Ironischerweise werden die Heimtests mit dem fehlerhaften PCR-Test verglichen, der derzeit als sogenannter Goldstandard hochgehalten wird. Laut NYT ( aktualisiert am 10. Nov. 2021 ) sind Antigen-Schnell- und Heimtest-Kits weniger effektiv als PCR-Tests:

Die Antigen-Schnelltests sind im Vergleich zu den „Goldstandard“-PCR-Tests, die Sie von einem Gesundheitsdienstleister erhalten würden, weniger zuverlässig, um Covid-19 bei Menschen mit niedriger Viruslast zu finden . Eine Studie ergab, dass ein schneller Heim-Antigentest eine 64-prozentige Chance hatte, das Virus bei Menschen mit Symptomen, die bei einem PCR-Test positiv getestet wurden, korrekt zu erkennen. (Der Test erfasste nur etwa 36 Prozent derjenigen, die das Virus hatten, aber keine Symptome hatten.)

Was die NYT nicht anerkennt, ist, dass die CDC gefordert hatte, den PCR-Test „Gold Standard“ am 23. Juli 2021 einzustellen, bevor er am 31. Dezember 2021 offiziell zurückgezogen wird. (siehe Analyse oben)

Die CDC-Richtlinie räumt stillschweigend ein, dass der PCR-Test nicht effektiv zwischen „SARS-CoV-2- und Influenzaviren“ unterscheidet . Das haben wir von Anfang an gewusst. Obwohl sie fast zwei Jahre gebraucht haben, um zu erkennen, dass der PCR-Test völlig fehlerhaft und ungültig ist, wird der PCR-Test als Goldstandard in Bezug auf die Antigen- und Heimtestkits aufrechterhalten.

  • 31. Dezember 2021 CDC erklärt den PCR-Test für ungültig
  • Ungültiger PCR-Test wird als Goldstandard bestätigt
  • Milliarden und Abermilliarden von Antigen- und Heimtests treiben die Zahlen in die Höhe
  • 12. März 2022 452.201.564 kumulierte Fälle 

Die Ergebnisse der Haus- und Antigentests sind bedeutungslos. Sie bestätigen keinesfalls eine Zunahme der sogenannten „COVID-19-bestätigten Fälle“.

Der Anstieg der Zahlen ist größtenteils auf den weltweiten Verkauf und Vertrieb von Milliarden von Heim- und Antigentests zurückzuführen. Dies wiederum hat zu einer neuen Welle von Angst und sozialer Zerrüttung beigetragen.

Dieser künstliche Anstieg sogenannter „COVID-19-bestätigter Fälle“ ist zu einer Zeit aufgetreten, als ein großer Prozentsatz der Weltbevölkerung geimpft war.


„Angst ist gut fürs Geschäft“: Viel Geld steckt hinter den Covid-19-Selbsttest-Kits

 .

Wem gehören die geistigen Eigentumsrechte? 

 .

„Die FDA traf diese Entscheidung auf der Grundlage der Ergebnisse einer von der United Health Group durchgeführten Studie . Die Gates Foundation leistete technische Unterstützung beim Design dieser Studie“ ( Gates Foundation)

 Im August 2021 investierte die Gates Foundation zusammen mit der Open Society Foundation von Soros

„Übernahme von Mologic, einem britischen Unternehmen, das sich auf die Entwicklung von Schnelltest-Technologie spezialisiert hat, unter anderem für Covid-19 und verschiedene Tropenkrankheiten“.

Mologic wird als „ein führendes Unternehmen im Bereich Schnelltests [das] eine einzigartige Gelegenheit darstellt“ beschrieben.

Diese Initiative bestand darin, Mologic in „ein gemeinnütziges Sozialunternehmen“ umzubenennen. die unter der Schirmherrschaft von  Global Access Health der Gates Foundation operieren würden 

Der erklärte Zweck der GAH ist es, als „soziales Unternehmen zu agieren, das den Zugang zu erschwinglicher, hochmoderner Medizintechnik wie diagnostischen Tests und Herstellungsverfahren erweitert“.

 


Liebe Leserinnen und Leser, ich danke Ihnen sehr für Ihre Unterstützung.

Für eine detailliertere und umfassendere Analyse einschließlich der wirtschaftlichen und sozialen Dimensionen siehe mein:


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.Eine japanische Druckausgabe (erhältlich bei Amazon Japan) wird am 13. April 2022 in Tokio herausgebracht

 


Über den Autor

Michel Chossudovsky ist ein preisgekrönter Autor, Professor für Wirtschaftswissenschaften (emeritiert) an der University of Ottawa, Gründer und Direktor des Centre for Research on Globalization (CRG), Montreal, Herausgeber von Global Research.

Er hat Feldforschung in Lateinamerika, Asien, dem Nahen Osten, Subsahara-Afrika und dem Pazifik betrieben und ausführlich über die Volkswirtschaften von Entwicklungsländern mit Schwerpunkt auf Armut und sozialer Ungleichheit geschrieben. Er forschte auch im Bereich Gesundheitsökonomie (UN Economic Commission for Latin America and the Caribbean (ECLAC), UNFPA, CIDA, WHO, Government of Venezuela, John Hopkins International Journal of Health Services  ( 1979 , 1983 )

Er ist Autor von 13 Büchern, darunter The Globalization of Poverty and The New World Order (2003), America’s „War on Terrorism“ (2005), The Globalization of War, America’s Long War against Humanity (2015).

Er ist Mitarbeiter der Encyclopaedia Britannica. Seine Schriften wurden in mehr als zwanzig Sprachen veröffentlicht. 2014 wurde er für seine Schriften zum Angriffskrieg der NATO gegen Jugoslawien mit der Goldmedaille für Verdienste der Republik Serbien ausgezeichnet. Er kann unter crgeditor@yahoo.com erreicht werden


Siehe Michel Chossudovsky, Biographische Notiz

Artikel von Michel Chossudovsky über globale Forschung


Info: https://www.globalresearch.ca/biggest-lie-in-world-history-the-data-base-is-flawed-there-never-was-a-pandemic-the-covid-mandates-including-the-vaccine-are-invalid/5772008

15.04.2022

Die NATO gibt zu, dass sie will, dass „Ukrainer weiter sterben“, um Russland auszubluten, nicht den Frieden

Die NATO betrachtet die Ukrainer als bloßes Kanonenfutter in ihrem imperialen Stellvertreterkrieg gegen Russland.


globalresearch.ca, 13. April 2022, Von Ben Norton, Al Mayadeen Englisch 8. April 2022


Das US-geführte NATO-Militärbündnis hat deutlich gemacht, dass es bereit ist, bis zum letzten Ukrainer zu kämpfen, um Russland auszubluten und westliche geopolitische Interessen voranzutreiben.


In einem erschreckend unverblümten Eingeständnis räumte die Washington Post ein, dass einige NATO-Mitgliedstaaten wollen, dass „Ukrainer weiter kämpfen und sterben“, um Russland daran zu hindern, politische Gewinne zu erzielen.


In einem Bericht vom 5. April über Friedensgespräche zwischen der Ukraine und Russland gab die große US-Zeitung bekannt, dass die NATO befürchtet, dass Kiew einigen Forderungen Moskaus nachgeben könnte.


Die Washington Post schrieb ausdrücklich: „Für einige in der NATO ist es besser für die Ukrainer, weiter zu kämpfen und zu sterben, als einen Frieden zu erreichen, der zu früh oder zu hohen Kosten für Kiew und den Rest Europas kommt.“


Anonyme westliche Diplomaten betonten, dass „es Grenzen gibt, wie viele Kompromisse einige in der NATO unterstützen werden, um den Frieden zu gewinnen“, und dass sie den Krieg in der Ukraine lieber verlängern würden, wenn sie verhindern könnten, dass Russland seinen Sicherheitsbedenken nachkommt.


Die Zeitung sagte, die NATO-Mitglieder seien verzweifelt bemüht, „dem russischen Präsidenten Wladimir Putin keinen Anschein eines Sieges zu geben“, und seien mehr als bereit, die Ukrainer dafür in den Fleischwolf zu zwingen.


Der nationale Sicherheitsberater der USA , Jake Sullivan , stellte fest, dass die Regierung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sich eng mit Washington abstimme und „fast täglich in Kontakt“ mit dem Weißen Haus stehe. Es ist klar, wer wirklich das Sagen hat.


Die Zeitung enthüllte ebenfalls, dass das US-Militär mehr als 100.000 Soldaten in Europa stationiert hat.


Die Washington Post hat enge Beziehungen zur US-Regierung. Die Zeitung gehört dem 200-Milliarden-Dollar-Dollar Jeff Bezos , einem der reichsten Menschen der Geschichte.


Bezos ist auch Gründer und Vorstandsvorsitzender des Megakonzerns Amazon, der Verträge im Wert von mehreren zehn Milliarden Dollar mit der CIA , dem Pentagon , der NSA , dem FBI , dem ICE und anderen US-Regierungsbehörden hat.


Hat die Nato Russland gerade den Krieg erklärt?

Wenn die Washington Post diese Informationen über die NATO mit Zitaten hochrangiger Beamter des Weißen Hauses veröffentlicht, hat sie eindeutig grünes Licht von ihren Vorgesetzten in Washington erhalten.


Dieser Bericht ist eine halboffizielle Bestätigung dafür, dass die NATO die Ukrainer nur als Kanonenfutter in ihrem imperialen Stellvertreterkrieg gegen Russland betrachtet .

Tatsächlich haben einige westliche Beamte dies offen gesagt.


Ein ehemaliger hochrangiger Beamter des Außenministeriums, der rechtsextreme Kriegsfalke Eliot A. Cohen , rühmte sich in einem Artikel in der Zeitschrift The Atlantic , dass „die Vereinigten Staaten und ihre NATO-Verbündeten in einen Stellvertreterkrieg mit Russland verwickelt sind “.

Er stieß stolz hervor: „Sie liefern Tausende von Munition und tun hoffentlich noch viel mehr – zum Beispiel den Austausch von Informationen – mit der Absicht, russische Soldaten zu töten“, und fügte hinzu: „Je mehr und schneller, desto besser.“


Der Veteran des Außenministeriums erklärte, dass der „Waffenstrom, der in die Ukraine fließt, eine Flut sein muss“.


Genau das tun die NATO-Mitgliedsstaaten: Russlands Nachbarn mit Waffen zu überschwemmen.

Anstatt Friedensgespräche mit Russland zu unterstützen, haben die Vereinigten Staaten und die Europäische Union den Krieg aktiv eskaliert und der Ukraine Waffen im Wert von Milliarden Dollar geschickt, darunter Zehntausende Panzerabwehrraketen, Tausende Flugabwehrraketen und Hunderte von anderen Kamikaze-Drohnen sowie Panzer und gepanzerte Fahrzeuge.


Was unerwähnt bleibt, ist, wie stark US-amerikanische und europäische Rüstungskonzerne von dem Krieg profitiert haben. Die Aktien privater Militärunternehmen schossen in die Höhe, nachdem Russland am 24. Februar seine Truppen in die Ukraine entsandt hatte, als westliche Regierungen zusagten, ihre Militärausgaben erheblich zu erhöhen.


Die Joe Biden-Regierung lieferte Ende Februar sofort Waffen im Wert von 350 Millionen Dollar, bevor sie im März weitere 13,6 Milliarden Dollar an Hilfe für die Ukraine zusagte, davon 6,5 Milliarden Dollar an militärischer Unterstützung .


Die Außenminister der NATO trafen sich am 6. und 7. April im Hauptquartier des Militärbündnisses in Brüssel und versprachen, den Krieg in der Ukraine weiter zu eskalieren.


Zu den westlichen Politikern gesellten sich Vertreter mehrerer Nicht-NATO-Mitglieder, darunter Japan, Südkorea, Georgien, Finnland, Schweden, Australien und Neuseeland.


Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba reiste zu dem Treffen nach Brüssel, wo er jeden Zweifel ausräumte, dass die Nato mehr Krieg statt Frieden will.


„Ich bin heute hierher gekommen, um die drei wichtigsten Dinge zu besprechen: Waffen, Waffen und nochmals Waffen “, fasste Kuleba zusammen.


NATO -Generalsekretär Jens Stoltenberg erklärte in ähnlicher Weise: „Nach der Invasion haben die Verbündeten zusätzliche militärische Unterstützung und mehr militärische Ausrüstung bereitgestellt, und es war eine klare Botschaft des heutigen Treffens, dass die Verbündeten mehr tun sollten und bereit sind, mehr zu leisten mehr Ausrüstung, und sie erkennen und erkennen die Dringlichkeit.“


Stoltenberg rühmte sich , dass die direkte militärische Unterstützung der NATO für die Ukraine bis ins Jahr 2014 zurückreicht und dass Zehntausende ukrainische Soldaten in den letzten acht Jahren von der NATO ausgebildet wurden, lange bevor Russland einmarschierte.


Die NATO zieht es offensichtlich vor, dass die Ukrainer weiterhin ihr Leben opfern, in der Hoffnung, Russland zu schwächen und zu destabilisieren.


Unterdessen sehen sich Ukrainer, die glauben, dass Frieden die Lösung sein sollte, nicht mehr Krieg, mit schlimmen Konsequenzen konfrontiert.


Ein ukrainischer Verhandlungsführer, der an Friedensgesprächen mit Russland teilgenommen hatte, Denys Kyreyev, wurde Berichten zufolge vom Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) ermordet, der dafür bekannt ist, von Neonazis und anderen Rechtsextremisten beeinflusst zu werden .

All diese extreme Gewalt und Kriegstreiberei widerspricht direkt dem Anspruch der NATO, ein angebliches „Verteidigungsbündnis“ zu sein.


Die Realität ist, dass sich die NATO nie der Verteidigung verschrieben hat, geschweige denn der Demokratie. Zu den Gründungsmitgliedern des Militärbündnisses gehörte 1949 die faschistische Diktatur Portugals.


Während des ersten Kalten Krieges unterstützte die NATO ehemalige Nazi-Kollaborateure und Faschisten  bei ihrer berüchtigten Operation Gladio. Mit Unterstützung der NATO verübten Rechtsextremisten Terroranschläge in Europa, um zu versuchen, den linken Flügel zu unterdrücken, insbesondere während der berüchtigten Jahre des Bleis in Italien.


Als der erste Kalte Krieg endete, expandierte die NATO weiter bis an die Grenzen Russlands und verletzte wiederholt die Versprechen der Vereinigten Staaten, Großbritanniens und Frankreichs , dass sich das Militärbündnis nach der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 „keinen Zoll nach Osten“ bewegen würde.


Bei Bombenangriffen in den 1990er Jahren zerstörte und zerstückelte die Nato das ehemalige Jugoslawien, das als Staat nicht mehr existiert.


Dann half die NATO den Vereinigten Staaten, 2001 ihren Krieg in Afghanistan zu beginnen, und hielt eine gemeinsame militärische Besetzung bis 2021 aufrecht.


2011 führte die NATO Krieg gegen Libyen, das wohlhabendste Land Afrikas. Der militärische Feldzug des Westens zerschmetterte den libyschen Staat. Ausländische Konzerne für fossile Brennstoffe plünderten bald die riesigen Ölreserven der nordafrikanischen Nation.


Noch heute, im Jahr 2022, hat Libyen keine einheitliche Zentralregierung. Es gibt jedoch Freiluft-Sklavenmärkte für Flüchtlinge aus Subsahara-Afrika.


Die Ruinen von Libyen, Afghanistan und dem ehemaligen Jugoslawien zeigen, was die NATO der Welt wirklich bietet.


Und das US-geführte Militärbündnis ist nun bereit, die Ukraine zu opfern, um die Interessen Washingtons und der Wall Street voranzutreiben.

*


Ben Norton  ist ein unabhängiger Journalist, der sich auf Geopolitik und US-Außenpolitik konzentriert.


Die Originalquelle dieses Artikels ist Al Mayadeen English

Copyright © Ben Norton , Al Mayadeen Englisch , 2022´


Info: https://www.globalresearch.ca/nato-admits-wants-ukrainians-keep-dying-bleed-russia-not-peace/5777411


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

14.04.2022

Lawrow: Russlands Militäroperation in Ukraine soll "totaler Vorherrschaft der USA ein Ende setzen"

Screenshot_2022_04_14_at_09_40_37_Lawrow_Russlands_Milit_roperation_in_Ukraine_soll_totaler_Vorherrschaft_der_USA_ein_Ende_setzen


test.rtde.website, vom 11. Apr. 2022 18:47 Uhr

Die russische spezielle Militäroperation in der Ukraine soll dem ungezügelten Vorherrschaftsstreben der USA und anderer westlicher Länder ein Ende setzen. Dies erklärte der russische Außenminister Sergei Lawrow in einem Interview.


Zitat: Der russische Chefdiplomat Sergei Lawrow hat in einem Interview mit dem TV-Sender Rossija 24 bekannt gegeben, dass die Ziele Russlands in der Ukraine auch die USA und ihre Alliierten betreffen. Im Einzelnen soll die spezielle Militäroperation dem rücksichtslosen Streben der USA nach totaler Vorherrschaft auf der Welt ein Ende setzen. Wörtlich hieß es:

"Unsere spezielle Militäroperation zielt darauf ab, der rücksichtslosen Expansion und dem rücksichtslosen Streben nach totaler Vorherrschaft der USA und der übrigen westlichen Länder auf der internationalen Bühne ein Ende zu setzen."

Lawrow betonte, dass die Grundlage für ein solches Vorgehen Washingtons die eklatante Verletzung des Völkerrechts sei, wobei die Regeln eines solchen Systems unklar seien und vom Weißen Haus und dem Außenministerium auf Ad-hoc-Basis ausgearbeitet würden:

"Im Kosovo kann man die Unabhängigkeit ohne ein Referendum anerkennen, aber auf der Krim, als Ergebnis eines Referendums, das von Hunderten von objektiven Vertretern ausländischer Länder, der Öffentlichkeit ausländischer Länder, beobachtet wurde, kann man das nicht. Im Irak, 10.000 Kilometer von den USA entfernt, sahen sie eine Bedrohung für ihre Sicherheit, bombardierten ihn, fanden keine Bedrohung und entschuldigten sich nicht einmal."

Gleichzeitig wies der russische Außenminister darauf hin, dass sich die Haltung der USA und ihrer Verbündeten gegenüber Russland geändert habe. Lawrow präzisierte, dass diese Politik nicht nur von der Ukraine bestimmt werde, sondern davon, dass die Ukraine zu einem Sprungbrett für die endgültige Unterdrückung Russlands geworden sei:

"Dies ist eine sehr ernste Kehrtwende in der Politik, die die Europäische Union und der Westen im Allgemeinen unter der Führung der Vereinigten Staaten nach dem Beginn unserer speziellen Militäroperation zu verfolgen begannen, eine Politik, die Bitterkeit, in gewisser Weise sogar Grimmigkeit widerspiegelt."

Lawrow unterstrich trotz allem erneut, dass Russland "mit seiner Geschichte, mit seinen Traditionen" niemals eine untergeordnete Position einnehmen werde. Er fügte hinzu:

"Wir können nur unter gleichen Bedingungen der unteilbaren Sicherheit Mitglied der internationalen Gemeinschaft sein."

Analyse  Der Regimewechsel in Russland ist schon seit Jahren das Ziel der USA


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Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten.

Info: https://test.rtde.website/russland/135976-lawrow-russlands-militaeroperation-in-ukraine


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

13.04.2022

AUSLAND      NEUE WAFFENLIEFERUNGEN

welt.de, 13. April 2022, Stand: 10:21 Uhr, Von Daniel Friedrich Sturm USA-Korrespondent, Washington

Mit diesem Vorgehen setzen die USA Scholz noch stärker unter Druck


Zitat: US-Präsident Biden bezeichnet Russlands Krieg als „Völkermord“. Gleichzeitig plant Washington, die Militärhilfe für die Ukraine abermals aufzustocken und erwägt sogar die Lieferung von Hubschraubern. Der Druck auf Bundeskanzler Olaf Scholz wächst.


Die amerikanische Regierung erwägt, den Umfang ihrer bisherigen Waffenlieferungen an die Ukraine drastisch zu erweitern. Nach Angaben aus Regierungskreisen plant das US-Verteidigungsministerium, Hubschrauber vom Typ Mi-17, die für den Angriff auf russische Fahrzeuge ausgerüstet werden können, an die Ukraine zu liefern.


Außerdem erwägt die Regierung Biden, gepanzerte geländegängige Multifunktions-Fahrzeuge („Humvees“) und eine Reihe anderer Waffen und Ausrüstungen zu liefern, wie die „Washington Post“ am Dienstagabend berichtete.


Das neue Hilfspaket könnte einen Wert von 750 Millionen Dollar haben, hieß es in US-Regierungskreisen. Die USA könnten diese neuerliche Militärhilfe für die Ukraine bereits an diesem Mittwoch bekannt geben, meldete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider aus Regierungskreisen. Einer der Insider sagte demnach, die genaue Ausgestaltung der Hilfe werde derzeit noch erörtert.


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„Deutschland bleibt zurückhaltend und kühl uns gegenüber“


Zu den vorläufigen Plänen, die in Washington kursieren, gehört ferner die Lieferung von Haubitzenkanonen, Drohnen zur Küstenverteidigung und Schutzanzügen für Personal im Falle eines chemischen, biologischen oder nuklearen Angriffs, hieß es unter US-Regierungsvertretern. Es sei jedoch noch unklar sei, ob sämtliches Material im endgültigen Hilfspaket enthalten sein werde. Pentagon-Sprecher John Kirby lehnte eine Stellungnahme ab.


Die in Rede stehenden Mi-17-Hubschrauber sind sowjetischer Bauart. Die USA besitzen einige Exemplare, hatten solche zeitweise der afghanischen Armee zur Verfügung gestellt.

Biden hat immer wieder die Entsendung eigener Soldaten in die Ukraine ausgeschlossen. Es gelte, einen „dritten Weltkrieg“ zu vermeiden. Das US-Militär bringt nach eigenen Angaben aber weiterhin täglich große Mengen Waffen und Munition in die Ukraine.


Waffen im Wert von 1,7 Milliarden Dollar zugesagt


Pro Tag landeten etwa acht bis zehn Flugzeuge mit Waffen und Nachschub für die Ukrainer in der Region. Die Waffen würden schnell auf Laster umgeladen und in die Ukraine weitergeschickt. Es werde auch weiter Waffenlieferungen geben, „so viel wir können, so schnell wir können“, sagte Pentagon-Sprecher Kirby am Montag.


Die US-Regierung hat der Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskriegs Ende Februar bereits Waffen im Wert von 1,7 Milliarden US-Dollar zugesagt oder schon geliefert. Darunter waren nach US-Angaben aus der vorigen Woche etwa 1400 Flugabwehrraketen, 5000 Panzerabwehrlenkwaffen vom Typ Javelin, 7000 weitere panzerbrechende Waffen, Hunderte Drohnen, Nachtsichtgeräte und 50 Millionen Schuss Munition sowie medizinische Hilfsgüter.


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Deutschland kommuniziert die eigenen Lieferungen sparsamer, liefert aber auch weit weniger. Mit den amerikanischen Plänen wächst aber der Druck auf Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), die deutschen Waffenlieferungen an die Ukraine zu beschleunigen. Der Kanzler sieht sich bereits innenpolitisch unter erheblichem Zugzwang.


Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) sagte am Montag, die Ukraine benötige „weiteres militärisches Material, vor allem schwere Waffen“. Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD), die weithin als überfordert gilt, bremste nach WELT-Recherchen hingegen immer wieder Waffenlieferungen aus.


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„Deutschland bleibt zurückhaltend und kühl uns gegenüber“


Zunehmende Kritik an Scholz wird selbst in der von ihm geführten Ampel-Koalition laut. „Das Kanzleramt lässt derzeit die Ministerinnen Lambrecht, Baerbock und Minister Habeck gewissermaßen aufeinander los“, sagte die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), im WELT-Interview.

Kanzler Scholz solle „nicht nur den Mund spitzen, sondern auch pfeifen“, forderte Strack-Zimmermann. Sie wünsche sich, „dass die Exekutive offener kommuniziert, wozu sie grundsätzlich bereit ist – und das dann auch konkret und schnell umsetzt“.


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Scholz agiere zu zögerlich und vermeide Festlegungen, monieren Kritiker. Nun befindet er sich auch noch in einer diplomatischen Zwickmühle: Nach der Ablehnung eines Besuchs von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier lud die Ukraine Scholz am Dienstag nach Kiew ein – während andere europäische Regierungschefs, zuletzt der britische Premier Boris Johnson, dort längst zu Gast waren. Wie aber wird sich Scholz zu der Einladung verhalten, zumal nach dem Nein Kiews zu einem Steinmeier-Besuch?

Die USA geben dabei nicht nur mit der bisher geleisteten Hilfe und den weiteren Plänen das Tempo vor, während Deutschland als zweitgrößter NATO-Beitragspartner hinterherhinkt. So warf Präsident Biden dem russischen Präsidenten Wladimir Putin angesichts der Gräueltaten in der Ukraine einen „Völkermord“ vor.


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„Ich habe es Völkermord genannt, denn es wird immer deutlicher, dass Putin einfach versucht, die Idee, überhaupt Ukrainer zu sein, einfach auszuradieren“, sagte Biden am Dienstagabend (Ortszeit), bevor er im US-Bundesstaat Iowa die „Air Force One“ bestieg.

„Die Beweise häufen sich“, sagte Biden weiter: „Es sieht anders aus als letzte Woche. Es kommen buchstäblich immer mehr Beweise für die schrecklichen Dinge ans Licht, die die Russen in der Ukraine getan haben.“ Letztlich müssten Juristen auf internationaler Ebene entscheiden, ob es sich um Genozid handele oder nicht, aber für ihn sehe es ganz so aus, sagte Biden weiter.


Kanzler Scholz wiederum hat bisher die Einordnung des Krieges als „Völkermord“ abgelehnt. Er bleibt in seiner Rhetorik zurückhaltender als Biden, der Putin schon vor geraumer Zeit einen „Kriegsverbrecher“ und einen „Schlächter“ genannt hatte. Schon vor einem Jahr bezeichnete Biden Putin als einen „Killer“.


Info: https://www.welt.de/politik/ausland/article238148621/Waffenlieferungen-USA-setzen-Olaf-Scholz-noch-staerker-unter-Druck.html





Weiteres:





MEINUNG STEINMEIER-AUSLADUNG

Bei allem Verständnis – Selenskyj sollte den Bogen nicht überspannen

welt.de, 13. April 2022, Stand: 09:42 Uhr, Von Jacques Schuster, ChefkommentatorDeutschland ist der größte Geldgeber der Ukraine, geht außerdem mittlerweile auch bei den Waffenlieferungen voran. Dass Kiew trotzdem Frank-Walter Steinmeier zur Persona non grata erklärt hat, ist nicht nur eine diplomatische Rüpelei. Es ist auch erstaunlich widersprüchlich.


Wenn ein deutscher Bundespräsident als Gast ein anderes Land bereist, dann fährt nicht er als Person in dieses Land, sondern das Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland. Keine einzige Reise, die Frank-Walter Steinmeier seit seiner Wahl unternommen hat, dient folglich seinem persönlichen Vergnügen.

Wäre Steinmeier also nach Kiew gereist, wäre nicht Frank-Walter bei seinen Kumpel Wolodymyr aufgekreuzt, um bei einem Wodka Brüderschaft zu trinken. Vielmehr hätte die Bundesrepublik Deutschland höchstselbst der vom Krieg erschütterten Ukraine ihre Aufwartung gemacht.

Man muss diese staatstragenden Worte verwenden, um sich zu verdeutlichen, welchen Affront sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gegenüber dem Staat leistet, der als größter Geldgeber Kiews seit dem russischen Überfall auf die Ukraine auftritt. Mehr sogar: Anders als die Bundesrepublik zeigt kein anderer westeuropäischer Staat – und auch nicht die USA! – derzeit ihre Bereitschaft, selbst schwere Panzer ins Kriegsgebiet zu entsenden. Mit einem solchen Staat und dessen Staatsoberhaupt geht man nicht derart rüde um.

Selenskyjs Umfeld erklärt, Steinmeiers Besuch in Kiew sei nicht erwünscht. Gleichzeitig bekundet die ukrainische Regierung Interesse an einem Besuch des Bundeskanzlers. Olaf Scholz wird unter diesen Umständen aber nicht fahren. Der dritte Mann im Staat kann nur schwer ein Land besuchen, welches den ersten Mann im Staat zur Persona non grata erklärt.


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Sonderbar an dieser Einladungspolitik ist neben der Rüpelei die Widersprüchlichkeit. Steinmeier wie Scholz sind Mitglieder der SPD. Als solche waren sie bis zum Kriegsbeginn Ende Februar der sozialdemokratischen Entspannungspolitik ihrer Vorgänger verpflichtet. Im Nachhinein mag sie sich als falsch und in Teilen als moralisch verwerflich erwiesen haben. Auch mag Steinmeier sein Verhältnis zu Russlands Machthaber übertrieben haben.

Aber den einen Erben dieser Politik zum Buhmann zu erklären, den anderen dagegen nicht, lässt sich nur vermitteln, wenn man an die Existenzkrise denkt, in die der Krieg die Ukraine gestürzt hat. In dieser Lage mag es selbst erfahrenen Diplomaten schwerfallen, sich zu zügeln.


Die Deutschen und ihre Regierung haben Verständnis dafür. Trotz der ukrainischen Derbheiten werden sie Russlands Präsident Wladimir Putin nicht den Gefallen tun, das westliche Lager als zerstritten zu betrachten und falsche Schlüsse daraus zu ziehen.

Dennoch sollte Kiew darauf achten, nicht den Bogen zu überspannen. Womöglich droht sonst das Risiko, dass sich Olaf Scholz US-Präsident John F. Kennedy zum Vorbild nimmt. Mitten in der Berlin- und Kubakrise 1962 drängte Kennedy Bundeskanzler Adenauer dazu, den als Querulanten verschrienen deutschen Botschafter Wilhelm Grewe abzuberufen. Der hatte allerdings nichts weiter getan, als Adenauers Politik zu vertreten.

Info: https://www.welt.de/debatte/kommentare/article238150057/Steinmeier-unerwuenscht-Kiew-sollte-den-Bogen-nicht-ueberspannen.htl

13.04.2022

Was bedeutet es, sich für die Ukraine einzusetzen, während „Gewalt gegen andere“ lässig ignoriert wird?

globalresearch.ca, Globale Forschung, 11. April 2022, Von Kim Petersen


Zitat: Die Führer einer Schar von Nato-nahen Ländern sind in einer Collage mit der Aufschrift „Steh auf für die Ukraine“ erschienen. Es wirkt offenkundig wie Propaganda, die von einer PR-Firma eines Unternehmens als Teil des Informationskrieges gegen Russland gekocht wurde.

Meine Frage an diese aufrechten, äh … diese aufrechten Leute lautet: Wann haben Sie sich in keiner bestimmten Reihenfolge für Folgendes eingesetzt:

  • Palästina
  • Syrien
  • Libyen
  • Irak
  • Afghanistan
  • Jemen
  • Iran
  • Demokratische Republik Kongo
  • Somalia
  • Haiti
  • Serbien
  • Venezuela
  • Bolivien
  • Honduras
  • Nicaragua

Dies ist natürlich eine unerschöpfliche Liste. Was folgt, ist eine Analyse dessen, was das Eintreten für NATO-Typen für die ersten sechs oben aufgeführten Länder sowie für zwei nicht aufgeführte Länder bedeutet.


Palästina

Nach Angaben der israelischen Menschenrechtsorganisation B'Tselem wurden seit Beginn der zweiten Intifada im September 2000 10.165 Palästinenser von israelischen Sicherheitskräften getötet, und weitere 82 Palästinenser wurden von israelischen Zivilisten getötet. Diese Missachtung des Lebens von Nichtjuden ist in vielen talmudischen Juden tief verwurzelt, wie der Holocaust-Überlebende und Chemieprofessor Israel Shahak in seinem Buch Jewish History, Jewish Religion: The Weight Of Three Thousand Years ausführlich beschreibt . Wenn jemand von dieser jüdischen Diskriminierung und dem Rassismus gegenüber Nichtjuden überzeugt werden muss, dann lesen Sie die Statistiken auf der B'Tselem-Website über Hauszerstörungen, wer darf und wer nicht Straßen im Westjordanland benutzen darf, die Wasserkrise und Siedlerverbrechen gegen Palästinenser.


Viele dieser „Steh auf für die Ukraine“-Typen wurden während des Zeitlupen-Völkermords zionistischer Juden an Palästinensern an ihre Sitze geklebt.


Sind die Palästinenser ein geringeres Volk als die Ukrainer?


Syrien

Diese „Steh auf für die Ukraine“-Typen in ihren schicken Geschäftsklamotten haben auch schon Platz genommen, als sie islamistische Terroristen in Syrien unterstützten. Amerikaner fielen später in die nordöstliche Ecke Syriens ein und besetzen sie noch immer, wobei sie die Öl- und Weizenernten stahlen.


Die UN-Menschenrechtschefin Michelle Bachelet berichtete , dass in den zehn Jahren des Krieges in Syrien mehr als 350.000 Menschen getötet wurden, und fügte hinzu, dass diese Zahl eine Unterzahl sei.


Sind die Syrer ein geringeres Volk als die Ukrainer?


Libyen

Im Februar 2020 bezeichnete Yacoub El Hillo, der humanitäre Koordinator der Vereinten Nationen für Libyen, die Auswirkungen des von der NATO geführten Krieges auf die Zivilbevölkerung als „ unkalkulierbar “.


Zusammenpacken: USA verlassen Irak und Syrien?

Sind die Libyer ein geringeres Volk als die Ukrainer?


Irak

Ich erinnere mich lebhaft an eine Menge Studenten, die sich um einen Fernsehbildschirm in der University of Victoria versammelten, um den Start von Shock and Awe im Irak anzufeuern. Der von den USA geführte Krieg gegen den Irak basierte auf dem Vorwand, dass der Irak über Massenvernichtungswaffen verfüge, obwohl der leitende UN-Waffeninspektor Scott Ritter festgestellt hatte, dass der Irak „grundsätzlich entwaffnet“ sei.


Der Chemieprofessor Gideon Polya kritisierte , wie die westlichen Monopolmedien „das entscheidende epidemiologische Konzept der gewaltlos vermeidbaren Todesfälle (übermäßige Todesfälle, vermeidbare Sterblichkeit, übermäßige Sterblichkeit, Todesfälle, die nicht hätten passieren dürfen) im Zusammenhang mit kriegsbedingter Entbehrung konsequent ignorieren“. Polya nennt 2,7 Millionen irakische Todesfälle durch Gewalt (1,5 Millionen) oder durch gewaltsam aufgezwungene Entbehrungen (1,2 Millionen).


Abdul Haq al-Ani, PhD in internationalem Recht, und Tarik al-Ani, ein Forscher zu arabischen/islamischen Fragen, schrieben eine juristische Tour de Force , Völkermord im Irak: Der Fall gegen den UN-Sicherheitsrat und die Mitgliedstaaten , das macht die Fall für unzählige US-Kriegsverbrechen, die einem Völkermord gleichkommen.


Trotzdem sind US-Truppen immer noch im Irak stationiert, obwohl sie von der irakischen Regierung zum Abzug aufgefordert wurden.

Sind die Iraker ein geringeres Volk als die Ukrainer?


Afghanistan

Das Watson Institute for International and Public Affairs an der Brown University schätzt , dass seit 2001 im Kriegsgebiet Afghanistan und Pakistan 241.000 Menschen getötet wurden. Die wichtigsten Ergebnisse des Instituts sind:

Bis April 2021 sind schätzungsweise mehr als 71.000 afghanische und pakistanische Zivilisten als direkte Folge des Krieges ums Leben gekommen.

  • Das US-Militär lockerte 2017 seine Einsatzregeln für Luftangriffe in Afghanistan, was zu einem massiven Anstieg ziviler Opfer führte.
  • Die CIA hat afghanische Milizen bewaffnet und finanziert, die in schwere Menschenrechtsverletzungen und Tötungen von Zivilisten verwickelt waren.
  • Afghanisches Land ist mit Blindgängern kontaminiert , die Zehntausende Afghanen, insbesondere Kinder, töten und verletzen, wenn sie reisen und ihren täglichen Aufgaben nachgehen.
  • Der Krieg hat die Auswirkungen von Armut, Unterernährung, schlechten sanitären Einrichtungen, fehlendem Zugang zur Gesundheitsversorgung und Umweltzerstörung auf die Gesundheit der Afghanen verschärft.

Sind Afghanen ein geringeres Volk als Ukrainer?


Jemen

Im November 2021 veröffentlichte das UN-Entwicklungsprogramm „Assessing the Impact of War in Yemen: Pathways for Recovery“ ( hier verfügbar ), in dem geschätzt wurde, dass es bis Ende 2021 377.000 Todesfälle im Jemen geben würde. Tragischerweise „stirbt im Jahr 2021 alle neun Minuten ein jemenitisches Kind unter fünf Jahren aufgrund des Konflikts.“ (S. 12)

Die jemenitische Wirtschaft wird zerstört und hat 15,6 Millionen Menschen in extreme Verelendung getrieben, zusammen mit 8,6 Millionen Menschen, die unterernährt sind. Es wird Schlimmeres vorausgesagt: „Wenn der Krieg im Jemen bis 2030 andauert, schätzen wir, dass 1,3 Millionen Menschen dadurch sterben werden …“ (S. 12)


Länder wie Kanada, die USA, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Südafrika, China, Indien und die Türkei, die Waffen an Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate liefern, sind am Krieg gegen das jemenitische Volk beteiligt.


Sind die Jemeniten ein geringeres Volk als die Ukrainer?

Man könnte die obige Liste der „eingefallenen“ Länder weiter durchgehen und zu den gleichen Schlussfolgerungen kommen. Die überwiegend weißen Gesichter westlicher Regierungschefs in ihren Anzügen und Krawatten oder passenden Jacken und Röcken hielten nicht stand für die braunhäutigen Menschen, die in den angedeuteten Ländern getötet wurden. Die meisten dieser Länder wurden tatsächlich direkt von NATO-Ländern oder von Ländern, die von der NATO unterstützt wurden, angegriffen. Was bedeutet das für die Gruppe Standing up for Ukraine?


Die Donbass-Republiken Donezk und Lugansk

Und am aufschlussreichsten ist schließlich, wie viele dieser Leute sich für den Donbass eingesetzt haben, als er von der Ukraine beschossen wurde ?


Wenn Frankreich und Deutschland, die Garanten für die von der Ukraine unterzeichneten Minsker Vereinbarungen, die Einhaltung der Vereinbarungen durch die Ukraine nicht nur garantiert, sondern auch durchgesetzt hätten, wäre wohl keine russische Anerkennung der Unabhängigkeit der Republiken Donezk und Lugansk erfolgt und hätte es gegeben keine Reaktion des russischen Militärs. Aber Frankreich und Deutschland traten nicht für ihre Rolle als Garanten der Minsker Vereinbarungen ein.


Folglich ist es fast unmöglich, all diese Politiker ihrer früheren Sorglosigkeit zu widersprechen und sich plötzlich von ihren Hintern zu erheben und als tugendhafte Antikriegstypen aufzutreten, die sich für die Ukraine einsetzen. Angesichts der Tatsache, dass die historischen Beweise die Integrität dieser Gruppe von „Für die Ukraine eintreten“ widerlegen, hätten sie sich besser um eine gewisse Konsistenz bemühen und sitzen bleiben sollen.

*

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Kim Petersen ist Taucherin, unabhängige Autorin und ehemalige Mitherausgeberin des Newsletters Dissident Voice. Sie erreichen ihn per E-Mail unter: kimohp at gmail.com . Twitter: @kimpetersen . Er schreibt regelmäßig Beiträge für Global Research.

Das ausgewählte Bild stammt von Kim Petersen


Die ursprüngliche Quelle dieses Artikels ist Global Research

Urheberrecht © Kim Petersen , Global Research, 2022


Info: https://www.globalresearch.ca/what-does-standing-up-ukraine-signify-when-sitting-one-derriere-violence-against-others/5777128


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

13.04.2022

Lebenshaus-Newsletter, 13. April 2022

Liebe Freundinnen und Freunde,


angesichts des Ukraine-Kriegs bläst allen, die zur Mäßigung aufrufen, der mediale Wind eiskalt entgegen. Unverblümt ertönt der Ruf nach einer Kriegsbeteiligung Deutschlands und der NATO.


"Hardliner aller Länder verlangen nach politischer Härte, militärischer Rüstung und kultureller Polarisierung. Man könnte meinen, der Kalte Krieg wird als Remake nochmal auf die Bühne geholt. Der Westen will sich spüren", stellt der Journalist Garbor Steingart nüchtern fest.


Um nur zwei Beispiele zu nennen: Bundesaußenministerin Annalena Baerbock spricht sich für die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine aus. "Die Ukraine braucht weiteres militärisches Material - vor allen Dingen auch schwere Waffen", sagte die Grünen-Politikerin am Montag am Rande eines EU-Außenministertreffens in Luxemburg. CDU-Chef Friedrich Merz fordert die Bundesregierung auf, der Ukraine alle von ihr gewünschten Waffentypen zu liefern. "Die Lieferung von Waffen macht Deutschland nicht zum Kombattanten", behauptet der Unions-Fraktionschef.


Doch die Lieferung von weiteren Waffen in die Ukraine wird das unermessliche Leid der Menschen nicht stoppen, den Krieg nicht beenden und die zugrunde liegenden Konflikte nicht befrieden. Dabei könnte bereits die Lieferung schwerer Waffen von der Staatsführung Russlands als Kriegsbeteiligung der NATO begriffen werden, wie ein ehemaliger Berater der russischen Präsidenten Jelzin und Putin gerade deutlich gemacht hat. (Siehe weiter unten bei "Hinweise")


Ein direktes militärisches Eingreifen der NATO in diesen Krieg würde die Eskalationsspirale noch weiter nach oben treiben. Die Gefahr eines Atomkriegs mit verheerenden Folgen würde drohen.


Angesichts der weitverbreiteten Kriegslogik ist es uns wichtig, Stimmen zu Wort kommen zu lassen, die andere als auf Waffen und Militär basierende Konzepte aufzeigen. In diesem Newsletter befinden sich eine ganze Reihe von Artikeln dazu.


Die vom 14. bis 18. April an zahlreichen Orten geplanten Ostermärsche sind eine gute Gelegenheit, den von fast allen politisch Verantwortlichen vertretenen Positionen und bereits gefassten Beschlüssen zum Krieg in der Ukraine und zur gigantischen Aufrüstung Deutschlands öffentlich zu widersprechen und Alternativen aufzuzeigen. (Siehe weiter unten bei "Termine")



Nachfolgend ein Text des 2015 im Alter von 74 Jahren gestorbenen Journalisten und Schriftstellers Eduardo Galeano.



Lasst uns in dunklen Zeiten so mutig sein, dass wir es riskieren, wie Fledermäuse durch die Nacht zu fliegen.


Lasst uns in dunklen Zeiten die Fähigkeit besitzen, die Lügen, die wir jeden Tag ertragen müssen, aufzudecken.


Lasst uns in dunklen Zeiten tapfer genug sein, den Mut zum Alleinsein zu haben, und mutig genug, das Wagnis einzugehen, miteinander zu handeln.


Lasst uns in dunklen Zeiten reif genug sein, um zu wissen, dass wir Landsleute und Zeitgenossen all derer sein können, die einen Wunsch nach Schönheit und einen Willen zur Gerechtigkeit haben, und dass wir weder an Grenzen von Landkarten noch Zeitgrenzen glauben.


Lasst uns in dunklen Zeiten hartnäckig genug sein, um entgegen aller Anzeichen weiterhin daran zu glauben, dass sich das Menschsein lohnt.


Lasst uns in dunklen Zeiten verrückt genug sein, um als verrückt bezeichnet zu werden.


Lasst uns in dunklen Zeiten klug genug sein, nicht zu gehorchen, wenn wir Anweisungen erhalten, die unserem Gewissen oder unserem gesunden Menschenverstand widersprechen.


(Eduardo Galeano)



Herzliche Grüße

Ihr / Euer

Michael Schmid


PS:

1. Die Texte und Informationen in unserem Newsletter und auf unseren Websites dienen der Information und sollen zum Nachdenken und zur Diskussion anregen. Sie entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors und geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

2. Die Erstellung eines Newsletters wie diesem benötigt einen großen Zeitaufwand. Diese Aufgabe gehört wie viele weitere zum Engagement des Vereins "Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.". Da die Kosten fast ausschließlich durch Spenden und Mitgliedsbeiträge finanziert werden, würden wir uns sehr über eine Unterstützung durch eine Oster-Spende freuen! Angaben zum Spendenkonto befinden sich am Ende des Newsletters.


                                                              

                                                                      Artikel



** 4. April: Jahrestag der Ermordung von Martin Luther King und Jahrestag seiner Rede gegen den Vietnamkrieg

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Am 4. April 2022 jährt sich zum 54. Mal die Ermordung von Martin Luther King und zum 55. Mal seine eindrucksvolle, historische Rede gegen den Vietnamkrieg. Am 4. April 1967, genau ein Jahr vor seiner Ermordung, hielt Martin Luther King in der New Yorker Riverside Church in einer eindrucksvollen Rede, die später auch unter dem Titel "Beyond Vietnam. A Time to Break Silence" - "Jenseits von Vietnam" veröffentlicht wurde, ein glühendes Plädoyer gegen den Vietnamkrieg. Handeln, das stand für Martin Luther King zeitlebens außer Frage, hieß gewaltfrei handeln. Diese gewaltfreie Grundausrichtung sowie seine grundsätzliche Kritik an Rassenwahn, extremem Materialismus und Militarismus sind heute so aktuell wie 1967, gerade angesichts der aktuellen Kriegspolitik, weltweiter Kriege und irrsinniger Aufrüstung. Wir haben Kings Rede, die trotz heftigen Widerspruchs, den sie zum Teil hervorrief, als eine seiner größten Verdienste gilt, auf der Lebenshaus-Website in deutscher Übersetzung dokumentiert. Von

Michael Schmid. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=48ca39a1f2&e=51d2a34ef5



** Konflikte können nur durch Verhandlungen gelöst werden, nicht mit Krieg

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Das folgende Interview führte Reiner Braun, Geschäftsführer des Internationalen Friedensbüros, einer mit dem Nobelpreis 1910 ausgezeichneten Organisation, in den letzten Tagen per E-Mail mit Oleg Bodrov und Yurii Sheliakhenko, zwei Friedensaktivisten aus Russland bzw. der Ukraine. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=1a7d45a814&e=51d2a34ef5



** Der unterschätzte Widerstand - Gewaltfreie Aktionen in der Ukraine

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Unsere Medien überschlagen sich mit Frontberichten, als wären wir selbst im Krieg. Auf den Titelseiten der Zeitungen und auf den Bildschirmen wird unter großem Applaus das unappetitliche Stück vom humanitären Militarismus gegeben. Kein Wunder, dass dabei die sporadischen Meldungen über gewaltfreie Aktionen untergehen. Dennoch spielen diese eine bedeutende, aber oft unterschätzte Rolle im Widerstand gegen die russische Aggression wie auch bei der Wiederherstellung des Friedens. Höchste Zeit, sich ausführlicher mit dem zivilen Widerstand und Friedensoptionen (nicht nur) in der Ukraine zu beschäftigen. Von Werner Wintersteiner. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=d537372317&e=51d2a34ef5



** Mit anderen Waffen

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Die Pazifistin Christine Schweitzer ruft die Ukraine zu sozialer statt militärischer Verteidigung auf. Warum das weder naiv noch ignorant ist. Interview von Ines Wallrodt. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=ba0d0c0f86&e=51d2a34ef5



** Fünf Wege zur Unterstützung des mutigen gewaltlosen Widerstands in der Ukraine

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Regierung und Zivilgesellschaft können sofortige Maßnahmen ergreifen, um die Dynamik der Gewalt zu durchbrechen und einen nachhaltigen, gerechten Frieden in der Ukraine zu schaffen. Von Eli S. McCarthy. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=0b20713d02&e=51d2a34ef5



** Optionen des Pazifismus in kriegerischen Zeiten

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Am 22. März 2022 gab der Wissenschaftsphilosoph Olaf Müller dem Schweizer Rundfunk (SRF) ein Interview zur Notwendigkeit, auch während eines Krieges Pazifist zu bleiben und zu seinen Einschätzungen der Lage. Er rät den Ukrainerinnen und Ukrainern zu zivilem Widerstand. Dieses Interview erschien gekürzt auf den Seiten des SRF. Wir dokumentieren hier das Interview in voller Länge. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=a2bad55244&e=51d2a34ef5



** Angesichts des Ukraine-Kriegs - der Pazifismus "widerlegt"?

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Eine interessante Debatte zu diesem Thema fand im TV-Talk-Format "maischberger" in der Sendung am 30. März in der ARD statt. Zwischen dem CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen und dem gerade aus der Linkspartei ausgetretenen LINKE-Parteigründer und Ex-SPD-Vorsitzenden Oskar Lafontaine. Der seiner zweiten Ex-Partei zum Schluss noch eine fulminante Wahl-Niederlage an der Saar beschert hat. Als Lafontaine auch noch die Chuzpe besaß, gegenüber dem christlichen Doppelpartei-Vertreter das C-Argument der Nächsten- und Feindesliebe ins Spiel zu bringen und auch George Bush und Joe Biden als "Kriegsverbrecher" zu bezeichnen, wurde Röttgen richtig hibbelig und ging in den Angriffsmodus über. Wenn Lafontaine das wirklich so meine, dann habe er überhaupt nichts begriffen, sagt der, der selbst nichts begriffen zu haben scheint. Der "Pazifismus" habe sich am Beispiel Ukraine "widerlegt", stellte er fest. Von Elmar Klink. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=89f7779c30&e=51d2a34ef5



** Breites Bündnis fordert Schutz und Asyl für Deserteure und Kriegsdienstverweigerer aus Russland, Belarus und der Ukraine

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In einem gemeinsamen Appell an den Deutschen Bundestag fordert ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis den Bundestag und die Bundesregierung auf, sowohl russischen und belarussischen als auch ukrainischen Kriegsdienstverweigerern und Deserteuren Schutz und Asyl zu gewähren. Deutschland und alle anderen EU-Länder müssen diese Menschen, die vor dem Kriegseinsatz fliehen, unbürokratisch aufnehmen und ihnen ein dauerhaftes Bleiberecht ermöglichen - und auch dafür sorgen, dass das Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung anerkannt wird. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=28102659b3&e=51d2a34ef5



** Beratungshotline für Kriegsdienstverweigerer und Deserteure des Ukraine-Krieges eingerichtet

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Das Kriegsdienstverweigerungs-Netzwerk Connection e.V. hat zur Unterstützung russischer, belarussischer als auch ukrainischer Kriegsdienstverweigerer und Deserteure eine Beratungshotline "Get out" in russischer Sprache eingerichtet. Diese wird von PRO ASYL finanziell unterstützt. "Wir erleben, dass sich sowohl aus Belarus und Russland als auch aus der Ukraine Männer dem Kriegseinsatz verweigern und aus dem Land flüchten. Wer aus Gewissensgründen den Dienst mit der Waffe ablehnt und dafür verfolgt wird, braucht Schutz und Asyl", sagt Rudi Friedrich von Connection e.V. Er ergänzt: "Kriegsdienstverweigerung ist ein Menschenrecht, das hat auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte festgestellt. Dieses Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung muss in allen Ländern, gerade auch in denen, die sich im Krieg befinden, geschützt werden." >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=db6fa00759&e=51d2a34ef5



** "Für zivilen Widerstand hätte es in der Ukraine ein großes Potential gegeben"

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Mit dem Motto "'Die Waffen nieder!' Friedenslogik statt Kriegslogik" fand am 8. April 2022 in Gammertingen eine weitere Mahnwache zum Ukraine-Krieg statt. Neben einem Redebeitrag von Michael Schmid wurden durch Katrin Warnatzsch Beispiele unbewaffneter Proteste in der Ukraine gegen die russischen Besatzer vorgelesen. Mit Schweigeminuten brachten die Anwesenden ihr Mitgefühl und ihre Solidarität für die vom Ukraine-Krieg und von anderen Kriegen betroffenen Menschen zum Ausdruck. Bernd Geisler gestaltete den musikalischen Rahmen. Ein Text des Schriftstellers und Journalisten Eduardo Galeano aus Uruguay bildete den Abschluss. Mahnwachen werden vorläufig wöchentlich jeden Freitag in Gammertingen stattfinden. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=a3ac48b19e&e=51d2a34ef5



** Gegen neue Aufrüstung: "Es gibt keine militärischen Lösungen"

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Andreas Zumach hatte 1981 und 1983 die großen Friedensdemos in Bonn mitorganisiert. "Der Spiegel" konfrontiert ihn in der neusten Ausgabe mit der Tatsache, dass nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine jetzt auch die Grünen und Friedensbewegten Waffenlieferungen fordern. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=70f6d0e897&e=51d2a34ef5



** Ukraine: "Über Ursachen nachdenken, ist keine Beschwichtigung"

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Die Vorgeschichte des Krieges muss aufgearbeitet und Russland wieder die Hand gereicht werden, sagt Ex-EU-Kommissar Verheugen. Von Urs P. Gasche. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=384f1fb995&e=51d2a34ef5



** Eine Flugverbotszone über der Ukraine bringt keinen Schutz, sondern die Gefahr eines Weltkriegs

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Die schrecklichen Bombardierungen ukrainischer Städte und die vehement in den Medien vorgetragenen ukrainischen Wünsche, die NATO möge dem ein Ende setzen, berühren die Herzen hierzulande. Die Bitten nach einer "Flugverbotszone/No Fly Zone" oder nach einem "den Himmel über der Ukraine schließen" klingen nachvollziehbar. Was sich viele aber nicht bewusst machen, eine Flugverbotszone könnte verheerende Folgen für den Weltfrieden haben. Die Kooperation für den Frieden warnt eindringlich vor einem solchen Schritt. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=696d3b198a&e=51d2a34ef5



** Eine Friedensfazilität für den Krieg

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Nach langen Verhandlungen beschloss die EU am 22. März 2021 die Regelungen für eine Europäische Friedensfazilität (EFF) - trotz des wohlklingenden Namens warnten schon damals kritische Stimmen vor diesem Etikettenschwindel. Die Europäische Union werde über das neue Instrument Rüstungsexporte anheizen und Konflikte verschärfen - und das auch noch abseits jeglicher ernst zu nehmenden parlamentarischen Kontrolle, wurde kritisiert. Im Februar und März 2022 wurde nun beschlossen, insgesamt 1 Mrd. Euro für Waffenlieferungen an die Ukraine zu bewilligen. Abseits einer völlig richtigen Kritik daran selbst, wird hierdurch auch so ganz nebenbei noch ein zentraler Pfeiler der bisherigen europäischen Rüstungsexportrichtlinien zum Einsturz gebracht, an deren Einhaltung die Fazilität - eigentlich - gebunden ist. Von Jürgen Wagner. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=1f42c7e3da&e=51d2a34ef5



** Andrij Melnyk teilt munter aus

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Affront: Stets um massiven Einfluss auf die deutsche Politik bemüht, hat sich der ukrainische Botschafter Andrij Melnyk diesmal Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vorgeknöpft. Von Lutz Herden. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=962a7eab74&e=51d2a34ef5



** Sich nicht uniformieren lassen

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Die Weltunordnung bleibt unberechenbar. Wie in der Paradoxie leben? Eine Annäherung. Von Katja Maurer. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=20729be472&e=51d2a34ef5



** F35-Atombomber? Nein Danke!

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Mit einer Fotoaktion protestierten Friedensaktivist*innen heute vor dem Bundestag gegen die geplante Beschaffung neuer F35-Kampfjets durch die Bundesregierung. "Die Entscheidung jetzt Milliarden in die nukleare Aufrüstung zu investieren ist fatal. Dieser Schritt konterkariert das in dem Koalitionsvertrag erklärte Ziel eines Deutschlands frei von Atomwaffen. Stattdessen brauchen wir eine Debatte zu den Risiken der nuklearen Abschreckung. Die Anschaffung eines nuklearen Trägersystems, das etwa ab 2027 für 30 Jahre einsatzfähig sein wird, leistet zudem keinen positiven Beitrag für die Beendigung des Krieges in der Ukraine", so Johannes Oehler von ICAN Deutschland. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=f29ee25aad&e=51d2a34ef5



** 65 Jahre Göttinger Manifest gegen Atomwaffen: Ostermärsche fordern Ende der nuklearen Teilhabe

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Die Kampagne "Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt" erinnert an den 65. Jahrestag des "Göttinger Manifests". Am 12. April 1957 hatten sich 18 Atomwissenschaftler gegen die geplante atomare Bewaffnung der Bundeswehr ausgesprochen. Adenauer hatte vorab die taktischen Atomwaffen als "besondere normale Waffen" verharmlost. Die Erklärung wurde u.a. von Werner Heisenberg, Otto Hahn und Carl Friedrich Freiherr von Weizsäcker verfasst. Die "Göttinger 18" widersprachen ausdrücklich der Verharmlosung taktischer Atomwaffen und forderten die Bundesrepublik zum Atomwaffenverzicht auf. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=7c282d19eb&e=51d2a34ef5



** Lehren ziehen aus dem Afghanistan-Desaster

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Spätestens nach dem desaströsen Abzug aus Afghanistan im Sommer 2021, sind Parlament und Zivilgesellschaft herausgefordert, den Krieg in Afghanistan auszuwerten und daraus Lehren für laufende und künftige Politik und für Mandate der Bundeswehr zu ziehen. Der Krieg der NATO in Afghanistan hat hunderttausende Menschen das Leben gekostet, Millionen in die Flucht getrieben und hinterlässt ein wirtschaftlich und gesellschaftlich am Boden liegendes Land, in dem nahezu die Hälfte der Bevölkerung auf humanitäre Hilfe angewiesen ist. Laut Prognose des IWF wird die afghanische Wirtschaft 2021 bis 2022 um bis zu 30 % schrumpfen. Mit dem desaströsen Abzug der westlichen Truppen aus Afghanistan ist gleichzeitig die Rache- und Vergeltungslogik, die den "Krieg gegen den Terror" der USA und ihrer Bündnispartner von Beginn an kennzeichnete, grundlegend gescheitert. pax christi fordert eine unabhängige Evaluation des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr zur grundlegenden Aufarbeitung und Neuorientierung. >>

https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=06923f511a&e=51d2a34ef5



** Der Klimawandel macht keine Pause

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Im Koalitionsvertrag der Ampel-Regierung steht: "Die Klimaschutzziele von Paris zu erreichen, hat für uns oberste Priorität." Gilt dieser Satz noch in Kriegszeiten, in denen Klimaminister Habeck zur Energieversorgung Kohlekraftwerke länger laufen lassen muss und Gas und Kohle auf der ganzen Welt einkaufen lässt, selbst bei den schlimmsten Menschenrechtsverletzern? Der neue Bericht des Weltklimarats lässt alle Alarmglocken läuten. Es kommt alles noch schlimmer als wir es bisher wahr haben wollten. Wir fahren auf den Abgrund zu, aber geben immer noch Gas in die falsche Richtung. Die -"Fridays for Future"Bewegung kann nur noch verzweifeln, wenn die jungen Leute an ihre Zukunft denken. Von Franz Alt. >>  https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=2f4376e5a8&e=51d2a34ef5



** Solare Zukunft gegen fossile Vergangenheit

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Spätestens Putins Ukraine-Krieg macht uns klar, dass wir so rasch wie möglich von fossilen Brennstoffen unabhängig werden müssen. Von Franz Alt. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=306ed4eefc&e=51d2a34ef5

Hinweise



** Krieg in der Ukraine: Infos und Aktivitäten der Friedensbewegung

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Das Netzwerk Friedenskooperative bietet eine Übersicht der Aktivitäten und Veröffentlichungen der Friedensbewegung an.

* Termine der Friedensbewegung: https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=fd37dfc9cc&e=51d2a34ef5

* Weitere Aktivitäten der Friedensbewegung, u.a. Aufrufe zum Unterzeichnen: https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=7d6d92f394&e=51d2a34ef5

* Veröffentlichungen der Friedensbewegung: https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=cf98113949&e=51d2a34ef5

* Hintergrundinformationen: https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=79b473c704&e=51d2a34ef5


Weitere Hinweise:

* Ukraine - Artikelsammlung Lebenshaus-Website: https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=3311a15640&e=51d2a34ef5 (https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=aac5ae86f8&e=51d2a34ef5)

* Ziviler Widerstand Ukraine - Artikelsammlung Lebenshaus-Website: https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=5be8ef3623&e=51d2a34ef5 (https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=a24a6e9af5&e=51d2a34ef5)



** Jetzt unterzeichnen: #DerAppell: Demokratie und Sozialstaat bewahren – Keine Hochrüstung ins Grundgesetz!

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Wir sind konfrontiert mit Krieg und unendlichem Leid, mit Flucht, mit Armut und sozialer Unsicherheit, mit einer globalen Pandemie, die aufgezeigt hat, wie unsere Gesundheitssysteme auf Kante genäht sind, mit einer öffentlichen Infrastruktur, deren jahrzehntelange Vernachlässigung uns heute teuer zu stehen kommt, einer Kulturszene, die auf dem Zahnfleisch geht, und mit einer Klimakatastrophe, die genauso wenig vor Staatsgrenzen Halt macht und immense Investitionen in Zukunftstechnologien und soziale Abfederung erforderlich macht. Die auf Jahrzehnte geplante Hochrüstung beendet das Sterben in der Ukraine nicht, macht unsere Welt nicht friedlicher und nicht sicherer. Wir können sie uns im Namen der Zukunft nicht leisten. Jetzt unterzeichnen: #DerAppell >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=fe1836f64c&e=51d2a34ef5



** Tagesspiegel: Interview mit Putins Vordenker: "Die Ukraine könnte gut unter Staaten aufgeteilt werden"

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Interview mit Putins Vordenker: "Die Ukraine könnte gut unter Staaten aufgeteilt werden". Sergej Karaganow berät den Kreml, er war einer der Ideengeber für die Ukraine-Invasion. Er sieht viele Verlierer und einen Gewinner – der allerdings nicht Putin heißt. Mehr >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=330d3128a2&e=51d2a34ef5



** Freitag: Jakob Augstein: Selenskyjs heroischer Widerstand vernebelt vielen das Hirn

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Präsident Selenskyj wehrt sich mit allen Mitteln gegen Russlands Angriff, auch medialen. Er hat damit Erfolg. Aber ist das auch gut? Von Jakob Augstein. Mehr >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=3eed86fbea&e=51d2a34ef5



** Versöhnungsbund: Prof. Dr. Friedrich Glasl: Aufruf an verantwortungsbewusste Menschen in Politik und Zivilgesellschaft zum Beenden des Ukraine-Kriegs

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Friedrich Glasl, Österreichischer Konflikt-/Friedensforscher und Mediator und Mitglied des Versöhnungsbundes in Österreich, setzt sich dafür ein, dass der Krieg durch Fehlverhalten nicht weiter eskaliert wird: In Zeiten erhöhter Spannungen dürfen Formen und Kanäle der direkten Kommunikation niemals verlassen werden. Bei indirekter Kommunikation wird die Eskalation durch viele Fehlerquellen, Verzerrungen, Missverständnisse und Unterstellungen vorangetrieben. Mehr >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=220e6f09d0&e=51d2a34ef5



** Neuerscheinung zur aktuellen Debatte über Frieden – mitten im Krieg

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Ulrich Frey: Auf dem Weg der Gerechtigkeit und des Friedens - Texte aus drei Jahrzehnten. Herausgegeben von Gottfried Orth. Das Buch ist erschienen in der edition pace des Ökumenischen Instituts für Friedenstheologie. Norderstedt: BoD 2022. ISBN: 9783754385692, Paperback, 452 Seiten, Preis: 14,90 Euro.


Ulrich Frey, langjähriger Geschäftsführer der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF), ist ein zentraler Akteur der Friedens- und Freiwilligenarbeit im Bereich der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) wie der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). So hat er u.a. die große Demonstration und Kundgebung der Friedensbewegung am 10. Oktober 1981 im Bonner Hofgarten gemeinsam mit Volkmar Deile von der ebenfalls verantwortlich beteiligten Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste federführend vorbereitet und organisiert. Gestützt auf eigene Erfahrungen aus aktiver Mitarbeit im internationalen und deutschen Freiwilligen- und Friedensdienst seit seinem 15. Lebensjahr, breite Kenntnisse der Friedensforschung wie der Theologie reflektieren seine Texte Erfahrungen aus mehreren Etappen der Friedensarbeit in Deutschland und Europa sowie der Friedensbewegung. Sie sind Ausdruck von Hoffnungen auf Frieden und Gerechtigkeit - weit über die Kirchen hinaus in Gesellschaft und Politik. Die Aufsätze

dieses Bandes aus den vergangenen drei Jahrzehnten sind auch ein Beitrag zur deutschen und europäischen Zeitgeschichte. Die Re-Lektüre zeigt heute, wie schwerhörig jene Kräfte, die jetzt eine rasante Militarisierung und Aufrüstung fordern, schon seit langem gegenüber den christlichen Friedensvoten gewesen sein müssen. Der letzte Text plädiert - hochaktuell - für eine dringend nötige "neue Entspannungspolitik". Mehr >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=85f69a1244&e=51d2a34ef5

Termine



** :: 13.04.2022 ff. - bundesweit Termine der Friedensbewegung zum Ukraine-Krieg

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Das Netzwerk Friedenskooperative bietet eine Terminübersicht der Aktivitäten der Friedensbewegung zum Ukraine-Krieg an. Mehr >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=68d5ce043f&e=51d2a34ef5



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** :: 13.04.2022, 19:05 Uhr Radio Talk in SWR2: Der unbeirrbare Rüstungsgegner – Friedensaktivist Jürgen Grässlin

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Angesichts des russischen Kriegs gegen die Ukraine hat die Bundesregierung kürzlich ein gigantisches Aufrüstungsprogramm beschlossen. Für Jürgen Grässlin ist das unbegreiflich, und auch ein völlig falsches Signal. Der 1957 geborene Lehrer engagiert sich seit Jahrzehnten in der Friedensbewegung, gründete das "Rüstungs-Informationsbüro" und spricht bis heute bei den traditionellen Ostermärschen. Er erstattete mehrfach erfolgreich Strafanzeige gegen deutsche Rüstungsunternehmen wegen illegaler Waffenlieferungen in Bürgerkriegsgebiete. SWR2 Tandem im Gespräch mit einem, der nicht aufgibt.

Link zu SWR2 Tandem >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=b39d870a20&e=51d2a34ef5

Die Sendung ist hinterher als Podcast anhörbar, leider dann ohne die durchaus hörenswerten Friedens- und Antikriegslieder >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=7543b50157&e=51d2a34ef5 (https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=4fdaec44b9&e=51d2a34ef5)



** :: 14.-18.04.2022, bundesweit Ostermärsche 2022 der Friedensbewegung

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Bereits in über 110 Städten werden Aktivitäten für Ostermärsche vorbereitet und sind im Terminkalender von Netzwerk Friedenskooperative Terminkalender gelistet. Terminkalender >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=871971bf57&e=51d2a34ef5

Alle Infos zu den Ostermärschen 2022 >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=3e2d24dec5&e=51d2a34ef5



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:: 15.04.2022 ff. - 18:00 bis 18:45 Uhr Stadtbrunnen in Gammertingen:"Die Waffen nieder! Friedenslogik statt Kriegslogik"

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Im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg beherrscht Kriegslogik das Geschehen. Sie dominiert derzeit auch hierzulande in Politik, Medien und Öffentlichkeit. "Die Waffen nieder! Friedenslogik statt Kriegslogik" - so lautet das Motto für wöchentliche Mahnwachen, zu der Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V. und Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Gammertingen einladen. Ab 25. März freitags von 18.00 bis ca. 18.45 Uhr am Stadtbrunnen, Sigmaringer Straße in Gammertingen. Nächster Termin: 15. April 2022 (Karfreitag). >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=c96116ed34&e=51d2a34ef5



** :: 16.04.2022 - 11:00 bis 14:15 Uhr - landesweiter Ostermarsch Stuttgart: "Schluss mit Krieg! Statt 100 Mrd. für die Bundeswehr: Abrüsten! Atomwaffen abschaffen! Klima retten!"

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Auftaktkundgebung zum Fahrradcorso; 10.45 Uhr, EUCOM Stuttgart Vaihingen; 11.15 Uhr, Aufbruch der Radlerdemo zum Ostermarsch in Stuttgart; Auftaktkundgebung zum Ostermarsch: 11.58 Uhr (= 100 Sek. vor 12, Stand Weltuntergangsuhr), Oberer Schlossgarten, anschließend (12.30 Uhr) Demozug durch die Stuttgarter Innenstadt, Abschlusskundgebung: ca. 13.30 Uhr auf dem Schlossplatz. Mehr >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=fac88ed733&e=51d2a34ef5



** :: 16.04.2022 - 12:00 bis 14:15 Uhr -- Ostermarsch in Ulm: "Für ein Europa der Abrüstung! Für ein Europa der Verständigung! Für eine Kultur des Friedens!"

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Start: 12:00 Uhr, Wilhelmsburg Kaserne, Stuttgarter Str. 199 (NATO-Hauptquartier JSEC), Begrüßung: Rainer Schmid, Musik: Tommy Reichle, Zwischenstopp am Nazi-Denkmal Karlstraße / Stuttgarter Str., zur Abschlusskundgebung:13.30 Uhr, Hans-und Sophie-Schollplatz. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=21debbfda4&e=51d2a34ef5



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:: 18.04.2022, 14:00 Uhr am Kornmarkt in Bregenz: Internationaler Bodensee-Friedensweg: Es geht ums Ganze! Klima . Gerechtigkeit . Frieden

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Der Internationale Bodensee-Friedensweg beginnt am Ostermontag, 18. April 2022, um 14.00 Uhr am Kornmarkt in Bregenz. Der Internationale Bodensee-Friedensweg wird von über 100 Organisationen aus der Schweiz, Österreich und Deutschland organisiert und unterstützt, u.a. von Lebenshaus Schwäbische Alb e.V. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=61bcc3a991&e=51d2a34ef5



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** ::  09.05.2022, 19:00 bis 20:30 Uhr Zehntscheuer in Münsingen: "Otto Umfrid (1857-1920) - Pazifist und Visionär"

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Pfarrer Otto Umfrid trat 1894 der Stuttgarter Ortsgruppe der Deutschen Friedensgesellschaft (DFG) bei. Die DFG-VK war zwei Jahre zuvor von Bertha von Suttner und Alfred Fried gegründet worden und ist heute, nach mehreren Fusionen, als DFG-VK bekannt. Umfrid wendet sich entschieden gegen jeden Krieg und eckt damit in der evangelischen Kirche an. Für die DFG wird er zum Ende des vorletzten Jahrhunderts zu einer wichtigen Person. Unermüdlich reist er durchs Land und hält "flammende Vorträge". Am 14.02.1897 redet Umfrid im Gasthaus Ochsen in Münsingen über das Thema: "Die Friedensbewegung - eine weltbewegende Frage". Damit zieht er großen Ärger auf sich. Am  09.05.2022, findet in Münsingen 125 Jahre nach Otto Umfrids Vortrag eine Veranstaltung mit dem Titel "Otto Umfrid (1857-1920) - Pazifist und Visionär" statt. Mehr >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=6e36c0e01b&e=51d2a34ef5



** 21. Juni 2022 – 08. Juli 2022 - KURVE Wustrow: Internationales Training für Gewaltfreiheit im Kontext von Krieg und bewaffnetem Konflikt

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Das Training bietet eine grundlegende Einführung in die zivile, gewaltfreie Konflikttransformation. Die Teilnehmenden entwickeln ein umfassendes Verständnis für Gewaltfreiheit. Sie werden in ihrem Bewusstsein, ihrer Haltung und ihren Kompetenzen zu gewaltfreiem Handeln bestärkt. VA: Bildungs- und Begegnungsstätte KURVE Wustrow. Kontakt: it@kurvewustrow.org. Weitere Informationen >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=394debc889&e=51d2a34ef5

Veranstaltungstermine finden sich u.a.:

* Netzwerk Friedenskooperative (https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=28e8bc2288&e=51d2a34ef5)

* Die AnStifter (https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=dfc3b11f8f&e=51d2a34ef5)

* Bessere Welt Links. Norbert's Bookmarks für engagierte Leute (https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=b2c8259b28&e=51d2a34ef5)

* Plattform Zivile Konfliktbearbeitung (https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=d2f99d90e6&e=51d2a34ef5)

* .ausgestrahlt Termine (https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=594ae1ad15&e=51d2a34ef5)


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Bubenhofenstr. 3

D-72501 Gammertingen

Germany

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12.04.2022

Pakistan am Scheideweg

aus e-mail von Doris Pumphrey, 12. April 2022


https://test.rtde.website/asien/136013-pakistan-am-scheideweg/

12.4.2022

*Pakistan am Scheideweg: Wie der Ukraine-Krieg die innere Spaltung des

Landes offenlegt*


Mit Imran Khan als Premierminister hatte sich in Pakistan erstmals ein unabhängiger Kandidat gegen die Eliten durchgesetzt. Mit Shehbaz Sharif kommt nun ein Polit-Clan zurück an die Macht. Die Entwicklungen sind zweifellos Nachwirkungen des Ukraine-Konfliktes. Mit den USA hatte sich

Khan schon lange angelegt.


/eine Analyse von Seyed Alireza Mousavi/


Nach einem ungewöhnlichen und spektakulären Misstrauensvotum gegen Imran Khan wurde am Montag der pakistanische Oppositionsführer Shehbaz Sharif mit 174 von 374 Stimmen zum neuen Premierminister gewählt. Khans Regierungspartei Pakistan Tehreek-e-Insaf (PTI)

<https://de.wikipedia.org/wiki/Pakistan_Tehreek-e-Insaf> hatte vor der Abstimmung einen massenhaften Rücktritt aus dem Parlament verkündet. Die Abgeordneten von Khans Partei hatten die Sitzung zur Abstimmung boykottiert und ihren Austritt aus der Nationalversammlung erklärt.

Mit der Amtsenthebung des ehemaligen Kricketstars Khan kam erstmals in Pakistan ein Premierminister durch ein Misstrauensvotum zu Fall. In der Nacht der Abstimmung am Montag hatten landesweit Zehntausende Menschen gegen die Amtsenthebung des ehemaligen Premiers Khan protestiert.


Khan war 2018 als Außenseiter in dieses System gekommen. Mit Sharif übernehmen die alten und korrupten Parteienblöcke wieder die Regierung. Die Oppositionsparteien Pakistanische Volkspartei (PPP) <https://de.wikipedia.org/wiki/Pakistanische_Volkspartei#:~:text=Die%20Pakistanische%20Volkspartei%20%28Urdu%20%D9%BE%D8%A7%DA%A9%D8%B3%D8%AA%D8%A7%D9%86%20%D9%BE%DB%8C%D9%BE%D9%84%D8%B2%20%D9%BE%D8%A7%D8%B1%D9%B9%DB%8C%20P%C4%81kist%C4%81n,Ali%20Bhutto%20als%20gem%C3%A4%C3%9Figt%20sozialistisch%20ausgerichtete%20Partei%20gegr%C3%BCndet.> und Pakistan


Muslim League (PML-N <https://de.wikipedia.org/wiki/Pakistan_Muslim_League_(N)>) begruben

kürzlich ihre alte Feindschaft vorübergehend, um Khan zu stürzen. Egelang ihnen nicht nur, Khans wichtigsten Koalitionspartner auf ihre Seite zu ziehen, sondern auch, zahlreiche Abgeordnete aus Khans PTI davon zu überzeugen, für einen Misstrauensantrag gegen ihre Regierung zu

stimmen. Sharif ist der jüngere Bruder von Nawaz Sharif, der bereits dreimal als Premier an der Macht gewesen war, zuletzt aber über Korruptionsvorwürfe fiel und im Exil in London lebt. Tatsache ist, dass die beiden Lager in der neuen Regierung sich aus taktischem Grunde zusammentaten, um auf Khans Sturz hinzuarbeiten – obwohl sie politisch Rivalen sind. Khan ist weder Teil der PML-N um die Sharifs, noch gehört er zur PPP um die Bhuttos.


Der Mainstream im Westen startete in den letzten Tagen eine Kampagne gegen Khan, bei der sich Meinungsmacher auf einmal für die wirtschaftliche Lage in Pakistan im Zuge der COVID-19-Pandemie interessierten. Khan sei nicht in der Lage gewesen, die sich immer weiter zuspitzende Wirtschaftskrise in den Griff zu bekommen, deswegen hat er nach Darstellung der westlichen Medien die Amtsenthebung verdient. Die "Wirtschaftskrise" in Pakistan wurde aber dabei nur

vorgeschoben, um vom Hauptkonflikt in Pakistan abzulenken. Pakistan steht nämlich am Scheideweg zwischen einem prowestlichen militaristischen System und einer gen Ost orientieren Staatsordnung.


In Pakistan zieht das Militär längst im Hintergrund die Fäden. Ohne grünes Licht vom Militär wären die pakistanischen Oppositionsführer nicht in der Lage gewesen, Khan zu stürzen. Seit der Geburtsstunde Pakistans vor etwa 75 Jahren lenkt die Armee das Land, das sich nach dem Abzug der britischen Kolonialmacht von Indien abgetrennt hatte. Armeechef Qamar Javed Bajwa und Imran Khan hatten sich in letzter Zeit Berichten zufolge entzweit. Der Armeechef möchte die Beziehungen zu den USA beibehalten und ausbauen, da er westliche Ausrüstung und Ausbildung bevorzugt. Die USA trauten Khan zudem nicht, weil er den Taliban zugeneigt ist und sich geweigert hatte, für die US-Amerikaner auf pakistanischem Boden Krieg zu führen.


Der Ukraine-Konflikt legte allerdings die inneren Spaltungen in Pakistan offen. Khan fiel in letzter Zeit insbesondere deshalb in Ungnade, weil er den russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau getroffen hatte:


Genau an dem Tag, an dem der Kreml seine Militäroperation in der Ukraine gestartet hatte, war der pakistanische Regierungschef in Moskau gelandet. Khans Treffen in Moskau war eine Sensation, da sein Besuch in Russland der erste eines pakistanischen Premierministers seit 23 Jahren

war. Die US-Amerikaner hatten ihn seinerzeit auch wissen lassen, dass er eine rote Linie überschritten habe.


Pakistan orientierte sich unter der Khan-Regierung längst gen Osten. Während das Land seit 2018 dabei ist, von den US-Ambitionen in der Region Abstand zu nehmen, wird die strategische Partnerschaft zwischen Islamabad und Peking von Washington misstrauisch beäugt. Die Wahl Sharifs zum neuen Premierminister kommentierte <https://www.sueddeutsche.de/politik/pakistan-imran-khan-shebaz-sharif-1.5564823>  auch die Friedrich-Ebert-Stiftung in Islamabad mit den Worten, dass die USA und die EU wichtige Handelspartner seien, auf die Pakistan in seiner wirtschaftlichen Krise nicht verzichten könne: "Sharif muss die Beziehungen zum Westen verbessern, ohne China und neuerdings auch Moskau zu verärgern. Das wird ein Drahtseilakt", kommentiert die Stiftung weiter.


Die Kritik am Einfluss ausländischer Mächte und internationaler Institutionen war ein wesentlicher Teil von Khans Kampagne, die ihn 2018 in die Regierung brachte. Der ehemalige Premierminister erklärte auch in den letzten Tagen mehrfach, die USA hätten das Misstrauensvotum gegen

ihn im Parlament organisiert. Khan mobilisierte am Wochenende Zehntausende Anhänger für Massenproteste in mehreren großen Städten. Nach seiner Amtsenthebung befeuerte er auch Proteste mit dem Vorwurf, das Land bekomme nun eine "importierte Regierung".


Die jüngsten Entwicklungen in Pakistan sind zweifellos Nachwirkungen des Ukraine-Konfliktes. Bei seinem Besuch in Moskau besprachen Khan und Putin den Baubeginn der Pakistan Stream

<https://en.wikipedia.org/wiki/Pakistan_Stream_gas_pipeline>, einer Pipeline, die Flüssigerdgas (LNG) von Karachi nach Punjab transportieren soll. Ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, in dem der Westen versucht, ein Ölembargo gegen Russland zu verhängen. Nachdem bedeutende nicht-westliche Staaten sich nicht dazu bereit erklärt hatten, dem Westen bei der Isolation Russlands zu folgen, setzten die USA alles daran, Pakistan in der Region auf "Line zu bringen", um das Gleichgewicht zwischen Russland und dem Westen im Nahen Osten wiederherzustellen. Khan gibt aber noch nicht auf und will so schnell wie möglich zurück an die Macht. Er konzentrierte unter anderem auch schon seine ganze Kraft auf die Straße. Auf Pakistan warten turbulente

Zeiten, die die neue Architektur Asiens gestalten werden.

12.04.2022

Sterblichkeit - Fallzahlen nach Monaten für Deutschland 2016 - 2022

             Rohdaten Statistisches Bundesamt, aktueller Stand: 11. April 2022


Zelle 1   Jan.   Feb.    März  April 
   Mai   Juni   Juli    Aug.   Sept.  Okt. Nov.
  Dez.
2022  88740  81863
   92622Zelle 5Zelle 6Zelle 7Zelle 8Zelle 9Zelle 10Zelle 11Zelle 12Zelle 13
2021106579  82090   81801 81717  80818
  76731
  76613  76340  77774 8487793561102529
2020  84980
  80030   87396 83830  75835  72159  73795  78742  74243 7978185989108792
2019  85105  81009   86739 77410  75669  73483  76926  73444  71022 7700678378  83329
2018  84973  85799 107104 79539  74648  69328  75605  78370  69708 7403974762  80999
2017
  96033  90649   82934 73204  75683  69644  71411  71488  69391 7522974987  81610
2016  81742  76619
   83668 57315  74525  69186  72122  71295  69037 7600177050  84339

Gesamtsterblichkeit: 2022 (bis März ) = 263 225  ; 2021 = 1 021 430 ; 2020 = 985 572 ;                                                              2019 = 939 520 ; 2018 = 954 874 ; 2017 = 932 263 ; 2016 = 910 899


Info: https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/Tabellen/sonderauswertung-sterbefaelle-pdf.pdf?__blob=publicationFile


Die endgültigen Daten zu Sterbefallzahlen sind in der gleichen Form für die Berichtsjahre 2000 bis 2015 ebenfalls verfügbar. (https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/Tabellen/sonderauswertung-sterbefaelle-endgueltige-daten.html;jsessionid=11235EA955676410CC354AA4E3B07B3A.live722?nn=209016)

                     V.i.S.d.P.: Initiative: "Kein Militär mehr", Leinaustraße 3, D-30451 Hannover
12.04.2022

"Verteidigung der Demokratie" durch faschistischen Nationalismus und selbstmörderische Militärausgaben? Nein, danke.

globalresearch.ca, 09. März 2022, Von Enzo Pellegrin     (elektr. übersetzt, unkorrigiert)

Wenn Ennio Flaiano heute auffordern würde, sich zum Thema Krieg über den italienischen Mainstream zu äußern, würde er sicherlich mit einem seiner auffälligen Paradoxa herauskommen:

"Es ist nicht so sehr das, was ich sehe oder lese, was mich verändert, sondern das, was ich höre: dieses unerträgliche Geräusch von Nägeln, die das Glas hochklettern."


Zitat: Über die Lautsprecher der Medienhegemonie wurde die Verteidigung der Worte und Taten der ukrainischen Regierung um jeden Preis in einheitlichen Netzwerken ausgestrahlt, unabhängig von den von dieser eingesetzten Mitteln, alles im Hinblick auf eine kostspielige Militarisierung des gesamten Europas, das sich bereits in einer Notlage für die Wirtschaftskrise befindet.

Das schmackhafte Interview mit Kommandeur des Asow-Bataillons – bestehend aus Nationalisten der ukrainischen Ultrarechten, die gestehen, ihren Soldaten "Kant gelesen" zu haben, das Erscheinen der Band "Kiew Calling", die mit Banderas' T-Shirts singt, haben mehr als einen Nerv der dominanten Erzählung entdeckt.

Als sich herausstellte, dass das politische Pferd, auf dem es gezählt wurde, einen beispiellosen Zugang zu Organisationen ermöglichte, die vom Nationalsozialismus, dem ethnischen Nationalismus, den als "Nationalhelden" verehrten Kollaborateuren des Dritten Reiches mit Denkmälern inspiriert waren, begann das Rennen, die Beweise zu leugnen, ein Phänomen zu reduzieren, das die britische Regierung zuerst nicht reduzieren will, oder tröstende und rechtfertigende Narrative zu verwenden. losgelöst von der Realität, wie die, dass "die Nazis auf beiden Seiten existieren.

Es sollte zur gewöhnlichen Prämisse gemacht werden, zu einem Muss in diesen Zeiten, um die eigene Argumentation nicht zum Typ(h)us delegitimiert zu sehen: Die Natur Russlands, das von Putin regiert wird, ist eindeutig ein oligarchisches Regime, in dem der dominante historische Block (bestehend aus einem politischen Block, der mit präzisen privaten Wirtschaftsblöcken verbündet ist und vom Staat kontrolliert WIRD) alle Werkzeuge der Propaganda, Sozialmanagement und Repression für die Aufrechterhaltung der Macht. Es gibt niemanden, der leugnen kann, dass jede Form der politischen Alternative starker Repression unterliegt, selbst wenn es darum geht, einen einfachen demokratischen Zugang zu beanspruchen.


Man könnte jedoch sagen, dass dieser autoritäre Kurs heutzutage nicht nur in Russland funktioniert, sondern seit langem fast alle ausgelösten Nationen, die ihn gerne zensieren würden. Unsere Küsten beherbergen auch eine Macht, die unabhängig von echten demokratischen Mechanismen geführt WIRD, sei es durch starke Männer – oder Clans – wie in Ungarn, Polen, Bulgarien, Rumänien, durch plutokratische und oligarchische Säulen wie in den USA oder durch technokratische Eliten wie auf Italienisch. Wenn Russland in Tschetschenien einen unvorzeigbaren Khadirov zur Schau stellt, muss man sich fragen, ob die Clans von Kosovo, Orban oder Erdogan nicht ebenso unvorzeigbar sind. Und man könnte noch weiter gehen.


Dies ist jedoch nicht der Punkt. Als wir in die Ukraine zurückkehrten, noch nie zuvor in einem Staat, in Russland oder im Westen, haben wir eine solche Agilität, ein solches kulturelles und politisches Gewicht gesehen, das politische Organisationen anvertraut wurde, die sich unverhohlen von Ideologien, Charakteren, Weltanschauungen, explizit faschistisch oder nationalsozialistisch inspirieren lassen. und Worte Werke, die nach dem deutschen Strafgesetzbuch ein reines Verbrechen der Entschuldigung für das Dritte Reich oder Gegenstand eines Verbots gewesen wären, zumindest bis zur halben Umkehrung mit dem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 17. Januar 2017, das den Antrag auf Verbot der NPD (eine Neonazi-Partei) ablehnte, nur wegen der minimalen Wahlbedeutung.


Trotz der Tatsache, dass im gesamten Gebiet Osteuropas vom ethnischen Nationalismus inspirierte Bewegungen oder wiederbelebte Inspirationen des Panslawismus wiedergeboren wurden, hat sich weder in Moskau noch im ultraatlantischen Polen jemand erlaubt, Denkmäler einzuweihen und als Nationalheld einen Kollaborateur der Schrecken des Dritten Reiches und seiner Schutzstaffel wie Stepan Banderas zu feiern. In diesem Sinne sind wir nie so weit gegangen, abseits von amerikanischen Milizen, die von Neonazi-Gruppen gebildet Werden, in die reguläre Armee zu integrieren und ihre Hierarchen als Helden des Widerstands zu feiern, selbst wenn sich ihre Handlungen in Kriegszeiten als echte Verbrechen erwiesen haben, wie die Geiselnahme von Zivilisten in vielen der letzten Kriegsszenarien. oder in Friedenszeiten, wie das Massaker am Haus der Gewerkschaften in Odessa.


Aber wenn das Narrativ des unverhohlen behaupteten Faschismus nicht genug wäre, würde es ausreichen, auf die Praktiken und Gesetze zu achten, die der Präsident der Ukraine und seine Regierung in der Vergangenheit und jüngster Zeit direkt eingeführt haben.


Seit den Anfängen nach dem Putsch von 2014 wurden Kommunisten verboten (sie werden seit 2015 dauerhaft verboten sein, nachdem die Berufung gegen das Verbot abgelehnt wurde). Mit einem Dekret vor einigen Tagen wurden bis zu 10 Oppositionsparteien (die 20% vertreten) im Parlament verboten:


Widerspruchsplattform

– Auf Lebenszeit (43 Abgeordnete), Panukrainische Union "Vaterland" (26 Abgeordnete), Oppositionsblock (6 Abgeordnete), Shariys Partei (benannt nach dem Blogger, der sie animiert), Linke Opposition, Union der Linken Kräfte, Ukrainische Progressive Sozialistische Partei, Sozialistische Partei der Ukraine, Sozialisten und Vladimir Saldo Block, der in der ruthenischen Rada weitere 43 Abgeordnete hatte.


Gleichzeitig wurde die gesamte nationale Kommunikation geknebelt, indem die Fernsehsender zu einem einzigen Netzwerk unter staatlicher Kontrolle zusammengefasst wurden.


Maßnahmen dieser Kunst können mit den sogenannten faschistischen Gesetzen umgesetzt werden: dem Gesetz, das die Presse verpflichtete, einen verantwortlichen Direktor der Zustimmung der Präfekturregierung zu haben (1926) und der Institutionalisierung des Großen Rates des Faschismus als oberste konstitutionelle Autorität des Königreichs (1928).


In Bezug auf die Frage des Doneckij Bassein ist es sicher nicht peregrinisch zu vermuten, dass der Separatismus von der russischen Regierung in gewissem Maß nach ihren eigenen Interessen instrumentalisiert wurde. Wir haben jedoch noch keine ausreichenden Dokumente, um festzustellen, welche Rolle Russland in diesen politischen Prozessen gespielt hat.


Auf der anderen Seite haben wir mehrere Elemente, um zu beobachten, dass sterbenangebliche ukrainische Reaktion die Form eines Krieges annahm, der acht Jahre dauerte.


Die Offensive gegen die tschechische Regierung wurde von ultranationalistischen und paramilitärischen Formationen mit Methoden durchgeführt, die aufdie Vernichtung eines ethnischen und/oder kulturellen Ausdrucks (russisch- und russischsprachig) abzielten,mit Einem Massaker, das nach den konservativsten Schätzungen (Bericht des UN-Hochkommissariats für Flüchtlinge) mindestens 3404 Zivilisten betrifft (ohne "Teil", weil Zivilisten als solche betrachtet werden) und 6500 separatistische Aufständischen. Ein Krieg von acht Jahren, den der Mainstream gerne als niedrige Intensität, aber sicherlich als hohe Zahlen definiert.


Die Verfolgung dieser Bevölkerungen durch Formationen, die vom Faschismus und Nazismus inspiriert waren, erzeugte viele Gegenstöße der Reaktion und Solidarität und drängte viele aufrichtige Antifaschisten, den angegriffenen Bevölkerungen im Namen eines aufrichtigen Ideals und eines ungewöhnlichen und transparenten Mutes, wie es im Fall des Kommunisten aus Venetien Edy Ongaro der Herbstkrieg, zu Hilfe zu eilen. heute erinnern sich seine Kameraden des Kollektiven Roten Sterns Nordosten und die Kommuniqués verschiedener Organisationen, sogar innerhalb einer Garnison gegen jeden imperialistischen Krieg.


Die ukrainische Regierung hat nie ein Geheimnis aus ihrem Willen gemacht, das Territorium der unabhängigen Republiken zu "ukrainisieren", mit Maßnahmen, die auf das Verbot der russischen Sprache abzielen, gefolgt von militärischer Konfrontation, Akten, die auf die Deportation der russischsprachigen Bevölkerung abzielen Wege, die an die niedergebrannten Häuser der Serben in den kroatischen Gebieten oder an die italienische Besetzung Jugoslawiens mit der Enteignung des Landes der Slowenen und Kroaten und dem Verbot, andere Sprachen als Italienisch zu sprechen, erinnern.


Angesichts all dessen, so unentschuldbar Krieg auch sein mag, so sehr er auch – wie fast immer – Ausdruck von Konflikten zwischen imperialistischen Interessen sein mag, was braucht es für gewisse selbsternannte Antifaschisten in unserer Institution Politik, um die inakzeptable ethnische und faschistische Natur des ukrainischen Nationalismus zu verstehen? Was braucht es, um ihn nicht mit dem Widerstand zu verwechseln und das kriegstreibende und selbstmörderische Projekt aufzudecken, den andauernden Konflikt durch den Versand von Waffen und rücksichtslose Erhöhung der Militärausgaben zu nähren, ohne über die Ziele einer solchen Verteidigungspolitik nachzudenken?


Die maßlosen Versuche des italienischen Fernsehens, diesen weit verbreiteten und unwiderruflich puteolen Nazismus zu vermenschlichen oder zu klären, könnten mit einem Witz abgetan werden, der ihre lächerliche Antwort beschreibt: "Okay, sie sind Nazis, aber sie sind "unsere" Nazis ...". Das Thema verdient jedoch ernsthaftere Überlegungen, da es sich um eine Haltung handelt, die die Zukunft der Arbeiterklasse Europas betrifft, die die Hauptlast des Schadens militärischer und wirtschaftlicher Kriegsführung trägt.


Solch ein lächerliches Beharren darauf, den Esel als Zebra zu malen, enthüllt ein weit ernsteres Symptom innerhalb der herrschenden Klassen des Westens: die Unfähigkeit, die Ereignisse zu lesen, die sich jenseits des falschen Bewusstseins der herrschenden Ideologien ereignen. All dies ist verbunden mit einer Unfähigkeit, die Lehre oder die Anregungen, die aus vergangenen historischen Prozessen stammen können, anzuwenden.


Eine solche Unfähigkeit wäre laut einigen Historikern in der Geschichte der gegnerischen Blöcke mehrmals aufgetreten. Als die Vereinigten Staaten Ende 1979 beschlossen, neue Atomwaffen in fünf europäischen Ländern zu stationieren, gab die damalige UdSSR bereits durchschnittlich 12 % ihres BIP für militärische Verteidigung aus.


Eine bemerkenswerte Zahl im Verhältnis zum produzierten Reichtum, wenn man bedenkt, dass die USA allein 1963 9 % ihres BIP ausgaben. Der sozialistische Block litt auch unter der Notwendigkeit, sich bei den westlichen Ländern für den Import von Lebensmitteln und zeitweise, wie im Fall von Ostdeutschland, auch für den Energiebedarf zu verschulden. Nahezu alle Länder des Warschauer Pakts wurden notgedrungen stark von sowjetischen Finanzen unterstützt und waren leider gleichzeitig gezwungen, sich bei westlichen Ländern stark zu verschulden und gleichzeitig eine Politik der Opfer für die Rückzahlung der Schulden zu betreiben , eine Politik, die soziale Unzufriedenheit erzeugte und den Weg für die Infiltration westlicher Geheimdienste bei der Schaffung von Protestbewegungen wie der von Lech Walesa ebnete,


In einer solchen Situation führte das von den Vereinigten Staaten angeführte Wettrüsten zur fortschreitenden Schwächung und Zerstörung des Sowjetblocks.


Westeuropa leidet heute unter ähnlichen Problemen und einer großen Abhängigkeit von mehreren gegnerischen Blöcken in der Welt. Aus historischen Gründen in das vom US-Imperium geführte militärische Vasallentum eingefügt, findet es jedoch sein wirtschaftliches Gleichgewicht stark von anderen Blöcken abhängig, sowohl für den Energiebedarf als auch für den Export/Import von Industriegütern. Seine Wirtschaft und sein soziales Substrat wurden durch die vergangene Wirtschaftskrise stark untergraben, und es ist nicht so abwegig anzunehmen, dass eine neue Aufrüstungspolitik zu einem neuen politischen Selbstmord der europäischen Einheiten führen würde, die sich am Ende selbst aufbrauchen würden Name der Interessen der Inselsicherheit (und auch der Wirtschaft) der Vereinigten Staaten.


Dieses Gehen auf Messers Schneide wurde von den politisch herrschenden Klassen gut verstanden, die daran arbeiten, dieses schwierige Gleichgewicht zu bewältigen. Vor einigen Tagen hat der allgegenwärtige Selenskyj nicht einmal einen Angriff auf Angela Merkel wegen ihrer angeblich pro-russischen Politik verpasst.


Der ehemalige Bundeskanzlerin sprach dem ruthenischen Präsidenten vor, dass es "richtig sei, die Ukraine aus der NATO betrifft", als Zeuge dafür, dass Europa sich der Notwendigkeit des Ausgleichs der Kräfte sehr wohl bewusst sei. Darüber hinaus wurde selbst in dieser Krise ein Überbleibsel dieser abgelaufenen Politik mit den Positionen Frankreichs und Deutschlands gesehen.


Das WSJ hat kürzlich erschienen, dass ein Plan in extremis, der die russischen Anfragen enthält, von Sholtz an Selenskyj übermittelt worden war, und informierte ihn, dass die westlichen Informationen den Invasionsplan sicher gaben, falls keine Einigung erzielt wurde, trotz der Tatsache, dasssie sich vor der gesamten Medienwelt vom Gegenteil überzeugt fühlten. Selenskyj, als guter Verstärker der NATO-Interessen, lehnte ab. Die europäische Trägheit gegenüber diesen unvernünftigen und unbequemen Positionen hat dazu beigetragen, das zu erzeugen, was dann geschah.


Deshalb offenbart sterben absurde Medienberichterstattung über sterben Worte und Taten der tschechischen Führung eine erstaunliche Kurzsichtigkeit der gegenwärtigen europäisch herrschenden Klassen. Eine solche Haltung ist so absurd, wenn sie am Ende eine Politik der Russophobie (Verfolgung der russischen Kultur, die nicht Putins Kultur ist) betrifft, sterben den lächerlichen Kampf, die französische und angelsächsische Kultur aus dem italienischen Intellekt zu eliminieren, sterben in unserem Land von dem kleinen Lehrer aus Predappio verfolgt WIRD, ist völlig ähnlich. Hier sind wir nicht bei "unseren Faschisten", hier werdet ihr ganz zu Faschisten, ohne dass es einer Mitgliedskarte bedarf.


Zum Zeitpunkt desSchreibens tobt der Medienkriegmit dem Ehrengast, dem unvermeidlichen Kriegsverbrechen, das in Konflikten dieser Kunst immer wieder auftritt. Jede Seite ist sich grundsätzlich der Schuld der anderen oder der eklatanten Erfindung durch die andere Seite sicher, nach einer Logik, die in Zeiten von Medien und Militärkriegen nicht durch eine akzeptable Bewertung der Tatsachen gestützt werden kann, weil die Tatsachen zu diesem Zeitpunkt schwer – wenn nicht gar unmöglich – zu ermitteln und zu bewerten sind. aufgrund der Arbeit der gleichen Konfliktparteien.


Eine Bestimmtheit bleibt jedoch immer: Kriege, insbesondere imperialistische Kriege, bringen immer jede Art von Schrecken mit sich, denn in Kriegen ist jede Grenze der Barbarei per definitionem durchbrochen.Das Gewicht der imperialistischen Konflikte wird fast ausschließlich von den Volksklassen getragen, während die herrschenden Klassen allmählich die Vorteile genießen, in einem Szenario, in dem beiden Bereichen das Wort Demokratie und die Interessen des Volkes nur Marionetten sind, die bewegt werden, um die ausgebeuteten Klassen von den Opfern zu befreien, die sie bringen müssen. Noch einmal, damit der Reichtum, den sie produzieren, von Blöcken wirtschaftlicher und politischer Macht steuern und geeignet wird.


Der "Hauptfeind" ist in diesem Fall die missbräuchliche Organisation der ausgebeuteten Klassen nach ihren eigenen unabhängigen Interessen. Wo diese sich organisieren, wie im Fall des Boykotts der Arbeiter von Pisa oder der griechischen Eisenbahner gegen den Waffentransport in die Ukraine, wird der imperialistische Krieg bekämpft, ohne dass man den Interessen einer der Konfliktparteien nachgeben muss.


Die Forderung, die italienischen herrschenden Klassen heute vorschlagen, besteht darin, eine Demokratie zu verteidigen, die sie nicht mit der Unterstützung eines ethnischen und faschistischen Nationalismus gewähren wollen, mit einer Aufrüstung, die zum Selbstmord der Wirtschaft auf den Schultern der Volks- und ausgebeuteten Klassen führen wird.

Genug, um zu antworten: nein, danke.

*

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Enzo Pellegrin wurde am 10.2.1969 in Ivrea (Italien) geboren. Er hat einen Abschluss in Rechtswissenschaften und arbeitet als Strafverteidiger in Turin, Italien. Demokratischer und sozialistischer Aktivist. Er schreibt und übersetzt aus dem Englischen, Französischen, Deutschen und Kroatischen, derzeit in der italienischen Zeitschrift Online: resistenze.org. Seine Artikel wurden auch von den italienischen Zeitschriften veröffentlicht: "contropiano.org", "sinistrainrete.info", "laboratorio-21.it " (Labor für den Sozialismus des XXI Jahrhunderts) und auch online auf "Il Fatto Quotidiano".


Ausgewähltes Bild: Der britische Präsident Wolodymyr Selenskyj (Mitte) nimmt an den Übungen des Innenministeriums während seiner Arbeitsreise in die Region Cherson, Ukraine, am Samstag, den 12. Februar 2022 teil


Die ursprüngliche Quelle dieses Artikels ist Global Research

Urheberrecht ©Enzo Pellegrin, Globale Forschung, 2022


Info: https://www.globalresearch.ca/defending-democracy-through-fascist-nationalism-suicidal-military-spending-no-thanks/5776926

https://www.globalresearch.ca/defending-democracy-through-fascist-nationalism-suicidal-military-spending-no-thanks/5776926


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

12.04.2022

Bundespräsident:Steinmeier in Kiew unerwünscht

sueddeutsche.de, 12. April 2022, 20:04 Uhr, Von Viktoria Großmann

Der ukrainische Präsident Selenskij will den Bundespräsidenten angeblich nicht empfangen. Hintergrund ist möglicherweise die Verstimmung über Berlins zögerliches Reagieren auf den Krieg.


Zitat: Frank-Walter Steinmeier wird wohl nicht so bald zu Besuch in die Ukraine fahren, anscheinend ist der deutsche Bundespräsident dort nicht erwünscht. Wie am Dienstagnachmittag zunächst die Bild-Zeitung, später der Spiegel berichteten, wolle der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij Steinmeier in Kiew nicht empfangen - weil Steinmeier laut Bild in der Vergangenheit enge Beziehungen zu Russland gepflegt habe. Nach Informationen der SZ wurde in Berlin jedoch vermutet, dass eher eine Verstimmung über die Bundesregierung Hintergrund für die Entscheidung in Kiew sei.


Steinmeier war am Dienstag zu einem Besuch bei seinem polnischen Amtskollegen Andrzej Duda nach Warschau gereist, dort äußerte er sich am Abend zu dem Vorgang: "Mein Freund, der polnische Präsident Andrzej Duda, hat in den vergangenen Tagen angeregt, dass wir beide gemeinsam mit den Präsidenten Lettlands, Litauens und Estlands nach Kiew reisen", sagte Steinmeier laut seiner Sprecherin. Gemeinsam habe man "ein starkes Zeichen der Solidarität Europas mit der Ukraine" setzen wollen. "Ich hätte diese Gelegenheit gern wahr genommen. Ich muss zur Kenntnis nehmen, dass dies offensichtlich nicht gewünscht ist."



Bei der Bundesregierung löste die Absage offenbar Verwunderung aus. Ein Regierungssprecher in Berlin erklärte: "Der Bundespräsident bezieht klar und eindeutig aufseiten der Ukraine Stellung." Er sagte weiter: "Deutschland gehörte und gehört international zu den entschiedensten Unterstützern der Ukraine und dies ist eng mit der langjährigen Arbeit des heutigen Bundespräsidenten verbunden." SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich sagte der Rheinischen Post: "Die Reise des Bundespräsidenten nach Kiew wäre ein deutliches außenpolitisches Zeichen der Solidarität gewesen."


In Warschau bei Polens Staatspräsident ist die Atmosphäre betont freundschaftlich

Der ukrainische Botschafter Andrij Melnyk hatte am Wochenende deutlich gemacht, dass die Ukraine eher einen Besuch von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) als von Steinmeier erwartet. Eine Kiew-Reise des Bundespräsidenten hätte nur symbolischen Charakter, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Melnyk sagte am Dienstag den Sendern ProSieben und Sat.1 einer vorab veröffentlichten Fassung zufolge, es sei wichtig, dass Scholz die Entscheidung treffe, schwere Waffen an seine Regierung zu liefern: "Es wäre auch wichtig, dass der Regierungschef nach Kiew kommt, wenn er Zeit hat, um mit meinem Präsidenten und der Regierung zu sprechen, wie der Ukraine noch mehr geholfen wird angesichts dieses Vernichtungskrieges gegen die ukrainische Nation."


Steinmeier hatte am Freitag in einem Interview mit dem Spiegel signalisiert, dass er bereits sei, nach Kiew zu reisen. Anfang April hatte der Bundespräsident in einer ausführlichen Selbstkritik Fehler im Umgang mit Russland eingeräumt. Es sei falsch gewesen, an Bau und Betrieb der Gas-Pipeline Nord Stream 2 festzuhalten. Deutschland sei damit gescheitert, "Russland in eine gemeinsame Sicherheitsarchitektur einzubinden".


Seit Mitte März mit den Ministerpräsidenten Tschechiens, Polens und Sloweniens erstmals seit Kriegsbeginn drei Regierungschefs europäischer Länder mit dem Zug nach Kiew gereist waren, hat der Reiseverkehr europäischer Politiker in die Ukraine beträchtlich zugenommen. Am Freitag waren EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell in der Ukraine, auch der britische Premier Boris Johnson und Österreichs Kanzler Karl Nehammer reisten an.


Aus Deutschland trafen am Dienstag die Vorsitzenden der Ausschüsse für Auswärtiges, Verteidigung und Europa, Michael Roth (SPD), Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) und Anton Hofreiter (Grüne), im westukrainischen Lwiw ein. Sie wollten Abgeordnete des ukrainischen Parlaments treffen. Alle drei Politiker hatten zuletzt schnellere Waffenlieferungen gefordert. Für rasche Lieferungen verfügbarer Waffen sprach sich auch Bundespräsident Steinmeier in Warschau aus.


Steinmeier hatte am Dienstag seinen polnischen Amtskollegen Andrzej Duda in Warschau besucht, in den Gesprächen der beiden war es vor allem um die gemeinsame Unterstützung der Ukraine gegangen. Duda hatte um mehr finanzielle Hilfe für die Versorgung der Flüchtlinge gebeten - vor allem von der EU, wofür deutsche Fürsprache nötig sei und erneut härtere Sanktionen gegen Russland angemahnt. Polen habe schon längst begonnen, seinen Energiebezug zu diversifizieren. Er hoffe, sagte Duda, dass Polen schon im Herbst von Gas aus Russland unabhängig sein werde.


Die polnische Regierung unter Premier Mateusz Morawiecki hatte die deutsche Regierung und zuletzt auch den französischen Präsidenten Emmanuel Macron wiederholt scharf angegriffen. Morawiecki macht die deutsche Regierung allein dafür verantwortlich, bei härteren Sanktionen gegen Russland zu bremsen. Den ungarische Premier Viktor Orbán nahm Morawiecki hingegen in Schutz. Macron warf er vor, zu lange mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gesprochen zu haben.


Dem gegenüber wirkte der Auftritt von Duda und Steinmeier in Warschau freundschaftlich. Die Präsidenten betonten ihre enge Verbundenheit und erklärten, sie wollten gemeinsam zum Wohle Europas handeln. Auch die Ehefrauen der Präsidenten stehen in engem Kontakt und organisierten gemeinsam die Ausreise schwerkranker Kinder aus der Ukraine, die nun in Krankenhäusern in Deutschland behandelt werden. Steinmeier drückte Duda und allen Polen, seinen "tiefen Respekt" für die Erstaufnahme von bislang etwa 2,7 Millionen ukrainischen Kriegsflüchtlingen aus.


Info: https://www.sueddeutsche.de/politik/ukraine-bundespraesident-steinmeier-praesident-selenskij-krieg-warschau-russland-putin-1.5565867

12.04.2022

Bekannter französischer Journalist: "Militärisch haben die Amerikaner das Sagen in der Ukraine"

test.rtde.website,11 Apr. 2022, 19:57 Uhr

Régis Le Sommier, renommierter französischer Journalist und Herausgeber von Paris Match, begleitete französische "Freiwillige" in der Ukraine. Sein Erfahrungsbericht beim Nachrichtensender CNEWS hat es in sich und sorgt in Frankreich für Furore: "Die Befehlsgewalt haben die US-Amerikaner, nicht die Ukrainer. Statt 'Internationaler Brigaden' traf ich auf's Pentagon".

Video ttps://vk.com/video-134310637_456252665 Dauer 1:54 Min. 


Info: https://test.rtde.website/kurzclips/video/135986-bekannter-franzoesischer-journalist

12.04.2022

Deutschland Ukrainischer Botschafter „Putinversteher forever“ – Melnyk erzürnt über Ex-Merkel-Berater

welt.de,12. April 2022, Stand: 19:01 Uhr

Der frühere Brigadegeneral Erich Vad hatte in einem Interview suggeriert, der russische Angriff auf eine Geburtsklinik in der Ukraine sei ein Versehen gewesen. Der ukrainische Botschafter Andrij Melnyk widerspricht mit deutlichen Worten.


er ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, hat einem früheren Berater von Altkanzlerin Angela Merkel vorgeworfen, russische Kriegsverbrechen zu rechtfertigen. „Hallo General Vad,dass Sie heute - nach dem Massaker von Butscha - den Kriegsverbrecher Putin rechtfertigen, es sei sicher nicht Putins Absicht gewesen, Krankenhäuser zu bombardieren (?), ist niederträchtig. Sie sollen sich schämen, Putinversteher forever“, schrieb Melnyk am Dienstag auf Twitter.


Merkels ehemaliger militärpolitischer Berater, Brigadegeneral a.D. Erich Vad, hatte zuvor gesagt, es sei „nicht Putins Absicht gewesen“, eine Geburtsklinik unter Feuer zu nehmen. „Warum sollte er das tun? Er wird dafür weltweit an den Pranger gestellt. So schrecklich das ist, aber das und die Inkaufnahme Tausender toter Zivilisten hatten wir im Irak, in Libyen, in Afghanistan genauso“, sagte Vad der Deutschen Presse-Agentur. Die sogenannten Kollateralschäden in der Ukraine seien bisher sogar weitaus geringer als im Irak oder in Afghanistan.


Vad warnte davor, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin das Menschsein abzusprechen und ihn zum krankhaften Despoten abzustempeln, mit dem man nicht mehr reden könne. So völkerrechtswidrig und furchtbar der Ukraine-Krieg sei, er stehe doch in einer Kette vergleichbarer Kriege jüngeren Datums. „Irak, Syrien, Libyen, Afghanistan – so neu ist das alles nicht“, sagte Vad. Auch die viel zu vielen toten Zivilisten und die Massaker, die sich jetzt im Ukraine-Krieg ereigneten, seien leider nicht außergewöhnlich.


„Putin fällt nicht aus dem Rahmen“

„Im Krieg werden Unschuldige getötet. So ist der Krieg. Das ist leider systemimmanent.“ Vad erinnerte an den Irakkrieg von 2003. In diesem Krieg und während der darauffolgenden Besetzung des Landes seien Hunderttausende von Zivilisten getötet worden. „Damit verglichen, fällt Putin nicht aus dem Rahmen. Hier muss man die Kirche im Dorf lassen – so erschütternd die Bilder auch sind.“





Ebenso zweischneidig sei es, Putin vorzuwerfen, dass er die Ukraine und die Krim zur geopolitischen Einflusssphäre Russlands rechne. Es werde dann gesagt, dass das eine obsolete Sichtweise des 19. Jahrhunderts sei. „Doch für die Amerikaner gilt bis heute die Monroe-Doktrin, die besagt, dass auf dem amerikanischen Kontinent keine Interventionen fremder Mächte geduldet werden. Und die Karibik ist sicherlich auch eine Einflusssphäre, nicht erst seit der Kuba-Krise.“

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„Wir machen im Moment sehr viel Kriegsrhetorik – aus guter gesinnungsethischer Absicht“, sagte Vad. „Aber der Weg in die Hölle ist bekanntlich immer mit guten Vorsätzen gepflastert. Wir müssen den laufenden Krieg zwischen Russland und der Ukraine vom Ende her denken. Wenn wir den dritten Weltkrieg nicht wollen, müssen wir früher oder später aus dieser militärischen Eskalationslogik raus und Verhandlungen aufnehmen.“

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Vad sprach sich auch gegen die Lieferung von schweren Waffen an die Ukraine aus. Solche Lieferungen seien potenziell ein „Weg in den dritten Weltkrieg“, sagte er. Davon abgesehen, könne man komplexe Waffensysteme wie den Kampfpanzer Leopard oder den Schützenpanzer Marder nur nach jahrelanger Ausbildung systemgerecht bedienen und einsetzen. Sie nützten den Ukrainern militärisch aktuell und auf absehbare Zeit also gar nichts.

 

Der Sicherheitsexperte und Militäranalyst geht davon aus, dass Putin den ursprünglich von ihm angestrebten Regime-Wechsel in der Ukraine nach dem weitgehenden Abzug aus dem Raum Kiew aufgegeben habe.


„Deshalb stehen die Chancen für Verhandlungen eigentlich nicht schlecht“, sagte Vad. „Beide Seiten könnten gesichtswahrend da rauskommen. Die Ukrainer haben bewiesen, dass sie ihre Hauptstadt Kiew wirksam verteidigt haben und darüber hinaus einen erfolgreichen Abwehrkampf führen gegen einen überlegenen Gegner.“


Die Russen wiederum hätten einige Landgewinne im Osten und an der Schwarzmeerküste erzielt. „Das sind nicht die schlechtesten Voraussetzungen für Waffenstillstands- und Friedensverhandlungen und für beide Seiten besser, als sich weiter in den Sumpf eines langen Krieges mit ungewissem Ausgang ziehen zu lassen.“



Weiteres:



Ex-Merkel-Berater Vad gegen Lieferung von schweren Waffen an Ukraine


web.de, Aktualisiert am 12.04.2022, 11:35 Uhr

  • Sind der Kampfpanzer Leopard oder der Schützenpanzer Marder eine schnelle Hilfe für die Ukraine?
  • Der ehemalige militärpolitische Berater von Altkanzlerin Merkel bezweifelt das.
  • Man müsse den Ukraine-Krieg vom Ende her denken, sagt Brigadegeneral a.D. Va

https://web.de/magazine/politik/russland-krieg-ukraine/


Der ehemalige militärpolitische Berater von Altkanzlerin Angela Merkel, Brigadegeneral a.D. Erich Vad, hat sich gegen die Lieferung von schweren Waffen an die Ukraine ausgesprochen. Solche Lieferungen seien potenziell ein "Weg in den Dritten Weltkrieg", sagte Vad der Deutschen Presse-Agentur.


Davon abgesehen, könne man komplexe Waffensysteme wie den Kampfpanzer Leopard oder den Schützenpanzer Marder nur nach jahrelanger Ausbildung systemgerecht bedienen und einsetzen, sagte Vad. Sie nützten den Ukrainern militärisch aktuell und auf absehbare Zeit also gar nichts.


"Wir machen im Moment sehr viel Kriegsrhetorik - aus guter gesinnungsethischer Absicht", sagte Vad. "Aber der Weg in die Hölle ist bekanntlich immer mit guten Vorsätzen gepflastert. Wir müssen den laufenden Krieg zwischen Russland und der Ukraine vom Ende her denken. Wenn wir den Dritten Weltkrieg nicht wollen, müssen wir früher oder später aus dieser militärischen Eskalationslogik raus und Verhandlungen aufnehmen."


Vad: Putin nicht als krankhaften Despoten abstempeln

Vad warnte davor, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin das Menschsein abzusprechen und ihn zum krankhaften Despoten abzustempeln, mit dem man nicht mehr reden könne. So völkerrechtswidrig und furchtbar der Ukraine-Krieg sei, er stehe doch in einer Kette vergleichbarer Kriege jüngeren Datums. "Irak, Syrien, Libyen, Afghanistan - so neu ist das alles nicht", sagte Vad. Auch die viel zu vielen toten Zivilisten und die Massaker, die sich jetzt im Ukraine-Krieg ereigneten, seien leider nicht außergewöhnlich.

"Im Krieg werden Unschuldige getötet. So ist der Krieg. Das ist leider systemimmanent." Vad erinnerte an den Irakkrieg von 2003. In diesem Krieg und während der darauf folgenden Besetzung des Landes seien Hunderttausende von Zivilisten getötet worden. "Damit verglichen, fällt Putin nicht aus dem Rahmen. Hier muss man die Kirche im Dorf lassen - so erschütternd die Bilder auch sind."


Wenn es zum Beispiel heiße, die Russen hätten eine Geburtsklinik unter Feuer genommen, dann schwinge dabei mit, dass dies absichtlich geschehen sei. "Es ist aber sicher nicht Putins Absicht gewesen - warum sollte er das tun? Er wird dafür weltweit an den Pranger gestellt. So schrecklich das ist, aber das und die Inkaufnahme tausender toter Zivilisten hatten wir im Irak, in Libyen, in Afghanistan genauso." Die sogenannten Kollateralschäden in der Ukraine seien bisher sogar weitaus geringer als im Irak oder in Afghanistan.


Ausdehnen von Einfluss-Sphären betreiben auch Demokratien

Ebenso zweischneidig sei es, Putin vorzuwerfen, dass er die Ukraine und die Krim zur geopolitischen Einflusssphäre Russlands rechne. Es werde dann gesagt, dass das eine obsolete Sichtweise des 19. Jahrhunderts sei. "Doch für die Amerikaner gilt bis heute die Monroe-Doktrin, die besagt, dass auf dem amerikanischen Kontinent keine Interventionen fremder Mächte geduldet werden. Und die Karibik ist sicherlich auch eine Einflusssphäre, nicht erst seit der Kuba-Krise."

Auch wenn man in guter Absicht die Demokratisierung der Welt vorantreiben wolle, gehe es faktisch und machtpolitisch immer auch um das Ausdehnen von Einfluss-Sphären.

Lesen Sie auch: Alle aktuellen Informationen zu Putins Krieg gegen die Ukraine im Live-Ticker

Der Sicherheitsexperte und Militäranalyst geht davon aus, dass Putin den ursprünglich von ihm angestrebten Regime-Wechsel in der Ukraine nach dem weitgehenden Abzug aus dem Raum Kiew aufgegeben habe.


Ex-Brigadegeneral: Verhandlungschancen sind vorhanden

"Deshalb stehen die Chancen für Verhandlungen eigentlich nicht schlecht", sagte Vad. "Beide Seiten könnten gesichtswahrend da rauskommen. Die Ukrainer haben bewiesen, dass sie ihre Hauptstadt Kiew wirksam verteidigt haben und darüber hinaus einen erfolgreichen Abwehrkampf führen gegen einen überlegenen Gegner. Die Russen wiederum haben einige Landgewinne im Osten und an der Schwarzmeerküste erzielt. Das sind nicht die schlechtesten Voraussetzungen für Waffenstillstands- und Friedensverhandlungen und für beide Seiten besser, als sich weiter in den Sumpf eines langen Krieges mit ungewissem Ausgang ziehen zu lassen." (dpa/hub)  © dpa


Bilder aus Mariupol: Das Gesicht einer zerstörten Stadt

Aktualisiert am 11.04.2022, 13:44 Uhr

Nach Angaben des ukrainischen Staatspräsidenten Selenskyj könnten in der von Russland belagerten und beschossenen Hafenstadt Mariupol Zehntausende Menschen ums Leben gekommen sein. Die Metropole am Asowschen Meer ist schwer gezeichnet.

Teaserbild: © picture alliance / dpa/Kristina Dunz


Info:  https://web.de/magazine/politik/russland-krieg-ukraine/ex-merkel-berater-vad-lieferung-schweren-waffen-ukraine-36771660

12.04.2022

Zeitgeschehen im Fokus

zeitgeschehen-im-fokus.ch, Nr. 6 vom 5. April 2022


Artikel in dieser Ausgabe

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Editorial Die letzte Ausgabe dieser Zeitung ist – wie die grosse Zahl an Zuschriften zeigt, für die sich die Redaktion ganz herzlich bedankt – auf ein grosses Interesse der Leserinnen und Leser gestossen und hat durchwegs ein positives Echo ausgelöst. Die Auswahl der veröffentlichten Stellungnahmen legt ein beredtes Zeugnis davon ab.

Aufgrund der in den meisten Medien anhaltenden einseitigen Berichterstattung, die ausschliess­lich aus der Sicht der Ukraine kommt, hat sich die Redaktion dazu entschlossen, auch in dieser Ausgabe aktuelle Ereignisse, Hintergründe und weitere Zusammenhänge zum Ukraine-Konflikt zu beleuchten und zu analysieren. Wir wollen unseren Leserinnen und Lesern ermöglichen, die Auseinandersetzung nicht nur aus einem Blickwinkel zu betrachten, da man sich von der Situation so kaum ein realistisches Bild machen kann, das nicht nur schwarz oder weiss ist.

Wir verstehen unsere Arbeit als einen Beitrag zum Frieden und hoffen, dass wieder Vernunft einkehrt und auf diplomatischem Wege mit dem nötigen Ernst tragfähige Lösungen gesucht und gefunden werden.

Die Redaktion

 

Das aktuelle Interview – Butscha: «Es müsste eine ehrliche internationale Untersuchung gemacht werden» «Die internationalen Beziehungen dürfen nicht auf Gefühlen, sondern müssen auf internationalem Recht basieren»


Interview mit Jacques Baud

Am letzten Montag (4.4.) waren die Medien voll von Anschuldigungen gegen Russland, in Butscha, einem Vorort von Kiew, ein Massaker unter der Zivilbevölkerung angerichtet zu haben. Wie glaubwürdig ist das?

Was mich als Nachrichtenoffizier stört, ist, dass man Russland anklagt, bevor eine richtige Untersuchung gemacht worden ist und bevor man genau weiss, was passiert ist. Es ist leider eine Tendenz unserer Politik, über Sanktionen zu entscheiden, ohne dass der Entscheidung eine saubere Analyse und eine unabhängige Untersuchung zugrunde liegt. Das gilt auch – und besonders – für die EU, und das ist total unseriös. Die internationalen Beziehungen dürfen nicht auf Gefühlen, sondern müssen auf internationalem Recht basieren. Seit Beginn der Krise sieht man internationale Führungspersonen, Regierungspersonen oder Staatschefs, die nichts überlegen, sie «tweeten». Das ist ein «management by tweeting and not a management by thinking». Das ist der Situation völlig unangemessen. Zum Beispiel sanktionieren die Amerikaner russische Öllieferungen, und dann müssen sie Venezuela und den Iran um Öl bitten! … Unsere Politiker agieren und erst nachher denken sie.

Haben Sie genauere Informationen, was in Butscha passiert sein könnte?

Grundsätzlich weiss man nicht genau, was passiert ist. Dennoch sind gewisse Dinge bekannt, die ein erstes Bild ergeben. Laut westlichen Medienberichten war die russische Armee seit ungefähr drei Wochen im Gebiet von Butscha, hat aber die Stadt nicht vollständig besetzt. Hier stellt sich mir die erste Frage: Die russische Armee lebt drei Wochen ruhig in dieser Stadt und am letzten Tag entscheidet sie, diese Menschen zu erschiessen. Warum sollte sie das tun? Das leuchtet mir nicht ein.

Ja, das hat keine Logik. Wann ist die russische Armee dort abgezogen?

Am 30. März hat der letzte russische Soldat Butscha verlassen. Dabei ist wichtig zu wissen, dass es kein Rückzug nach einem Kampf war, sondern eine Truppenumschichtung der russischen Armee, um die Offensive im Donbas zu flankieren. Damit ist Rache ausgeschlossen. Aber man weiss, dass die ukrainische Artillerie einige Schüsse auf Butscha abgegeben und dabei einige Zivilisten getötet hat. Am 31. März, am Tag darauf, veröffentlicht der Bürgermeister von Butscha ein Video und sagt unter starkem Lachen, dass die Lage entspannt sei, die Russen seien weg und alles sei wieder in Ordnung. Er erwähnt keine Toten, kein Massaker, nichts davon.

Wann hat man von diesem angeblichen Massaker erfahren?

Zwischen dem 1. und 2. April sind laut Reuters ukrainische Verbände in der Stadt eingetroffen. Darunter waren Mitglieder der ASOW-Brigade und des SAFARI-Verbandes, die Jagd auf Kollaborateure und Saboteure gemacht haben. Sie haben ein Video veröffentlicht, in dem keine Toten erwähnt sind. Man sieht alte Autos und Panzer, also Autos, die schon länger demoliert herumstehen, die nicht frisch zerstört wurden. Aber man sieht «nur» eine Leiche am Anfang des Videos, offensichtlich ein Opfer der ukrainischen Artillerie. Am 2. April, macht ein ukrainischer Blogger ein Video in der Stadt, aber er erwähnt kein Massaker.

«Im Daily Mail wurde das Datum des Satellitenbildes auf 19. März abgeändert»
Wann erfuhr man, dass die Leichen auf den Strassen lagen?

Erst am 3. April erscheinen plötzlich alle diese Leichen auf der Strasse.
Nachher hat New York Times noch Satellitenbilder veröffentlicht, und behauptete, dass die Leichen vom 9. bis 11. März an der gleichen Stelle gelegen seien. Höchst problematisch: Die Stadt war bis zu dem Zeitpunkt unter Kontrolle der ukrainischen Armee. Dazu kommt ein weiteres Problem. Da die Leichen «zu frisch» aussahen, wurde im Daily Mail das Datum des Satellitenbildes auf 19. März abgeändert. Nach einer forensischen Analyse hat man herausgefunden, dass die Satellitenbilder erst am 1. April aufgenommen wurden. Aufgrund dieser Elemente kann man annehmen, dass dieses Massaker inszeniert worden ist. Deshalb braucht es eine saubere, unabhängige internationale Untersuchung, bevor irgendwelche Massnahmen zu treffen sind.

Die Toten werden gezeigt, nachdem die Russen bereits abgezogen sind. Ist Ihnen bei den Bildern noch etwas aufgefallen?

Wenn man sich diese Videos gut anschaut, und ich habe das getan, dann sieht man, dass diese toten Menschen meistens ein weisses Band um den Arm gebunden haben.

Was bedeutet das?

Diese weissen Binden wurden von den Russen empfohlen, um zu zeigen, dass man neutral ist und nichts gegen die russische Armee hat. Viele, die erschossen wurden, trugen diese weisse Armbinde. Was wirklich passiert ist, weiss man nicht, aber sehr wahrscheinlich wurden diese Menschen nicht von russischen Soldaten getötet. Und dazu muss man wissen, dass diese Videos von den Ukrainern gemacht und ins Netz gestellt wurden.

«Die Ukrainer hatten die Erlaubnis, sämtliche Personen ohne blaue Armbinde zu erschiessen»
Es gab eine Meldung, dass die Toten noch nicht so lange tot seien, das heisst, die Russen können so gar nicht die Täter gewesen sein, denn sie waren schon lange weg.

Als die Ukrainer angekommen sind, haben die pro-ukrainischen Leute eine blaue Binde getragen, um zu zeigen, dass sie nicht pro-russisch waren. Auf einem Video von Sergey Korotkikh («Botsman»), einem Mitglied der ASOW-Brigade, hört man deutlich, dass die Ukrainer die Erlaubnis hatten, sämtliche Personen ohne blaue Armbinde zu erschiessen. Im gleichen Video hört man ganz am Ende eine Person, die um Gnade bittet…

Hat man die toten Menschen identifiziert?

Es ist zu früh. Es heisst nur, sie hätten in dem besetzten Gebiet gelebt. Wenn dem so ist, müssten diese Menschen Ausweise oder irgendwelche Papiere bei sich haben, aber man findet die Ausweise nicht.

Welche Schlüsse ziehen Sie daraus?

Ich vermute, dass ein Teil dieser Leichen von irgendwo herkam, aber nicht unbedingt von Butscha. Ich muss betonen, ich weiss nicht, was dort genau geschehen ist, aber diese Indizien genügen mir, um in der Beurteilung der beiden Seiten vorsichtig zu sein. Bevor man nach neuen Sanktionen schreit oder nach dem Internationalen Strafgerichtshof, hätte man zuerst eine saubere Untersuchung einleiten müssen.

Ist damit zu rechnen, dass das jemals sauber aufgearbeitet wird?

Damit ist kaum zu rechnen, die Leichen sind schon weggeschafft, die Ukrainer haben schon alle Spuren beseitigt. Das heisst, es wird keine saubere Untersuchung geben. Das ist ein ungeheuerlicher Vorgang.

Wollte Russland diesen Vorgang nicht vor den Uno-Sicherheitsrat bringen?

Ja, das wollte es. Laut Reuters hat Russland beim Uno-Sicherheitsrat den Antrag gestellt, eine Untersuchungskommission einzusetzen, und hat dazu zweimal eine spezielle Sitzung einberufen wollen, aber die Briten, die im Moment den Vorsitz im Sicherheitsrat haben, lehnten das zweimal ab. Interessant dabei ist, dass ein ukrainischer und ein nicht pro-russischer Parlamentarier auf Telegram behauptet haben, das Massaker sei vom britischen Geheimdienst geplant und durch den ukrainischen Geheimdienst SBU durchgeführt worden. Ob das stimmt oder nicht, weiss man nicht, aber es zeigt einmal mehr, dass wir sehr vorsichtig sein müssen. Aber Ursula von der Leyen hat Selenskij versprochen, dass die EU die ukrainische Untersuchung unterstützen werde. Mit anderen Worten, die EU wird keine unparteiische und unabhängige Untersuchung durchführen.

«Selbst das Pentagon hat Zweifel an der russischen Verantwortung»
Warum besteht hier kein Interesse, das sauber aufzuarbeiten, wie es der Rechtsstaatlichkeit geschuldet ist?

Es ist offensichtlich, dass der Westen keine Untersuchung will, denn er macht alles Mögliche, um das zu verzögern, und am Schluss wird es heissen: Russland ist dafür verantwortlich. Dieser Vorgang ist unsäglich. Das spricht für die russische Version, nämlich dass es eine Inszenierung der Ukraine ist. Übrigens, selbst das Pentagon hat Zweifel an der russischen Verantwortung. Wenn das Pentagon sich auf diese Weise ausdrückt, bedeutet das, dass es sich um eine Fälschung handelt. Das heisst aber auch, dass das, was uns die Medien berichten, nicht den Fakten entspricht. Daraus lassen sich zwei Dinge folgern: Erstens führen unsere politisch Verantwortlichen nur emotional und orientieren sich nicht an den Fakten. Das geht letztlich auf Kosten unseres Wohlstands. Zweitens streben die politischen Führer keine politische Lösung des Konflikts an und wollen die Russen «bis zum letzten Ukrainer» bekämpfen.

Es geht also darum, den Westen weiter gegen Russland in Stellung zu bringen?

Ja, aber es gibt noch etwas. Die Grausamkeiten, die nach der Vertreibung der Milizen aus Mariupol bekannt wurden – und es gibt täglich Duzende von Videos, die Folterungen und die Kastrationen von Kriegsgefangenen durch die ukrainische Armee öffentlich machen – zirkulieren vor allem in Russland. Zu uns gelangen sie kaum, weil sie meist gelöscht oder blockiert werden.

Wie reagieren die Menschen in Russland darauf?

Sie stellen sich vermehrt hinter ihren Präsidenten. Seit diese Brutalitäten in Russland bekannt wurden, stieg die Unterstützung für das Vorgehen Putins steil an. Die Zahlen kommen von einer Organisation, die zur Opposition in Russland gehört. Im Januar hatte Putin 69% Zustimmung, im Februar waren es 71% und im März 83%. Interessant dazu ist, dass Nawalny in der Meinung der russischen Bevölkerung total verschwunden ist. Aber, und das ist der entscheidende Punkt, Selenskij hat laut amerikanischen Medien Angst, dass diese Abscheulichkeiten, die jetzt immer mehr bekannt werden, die Unterstützung aus dem Westen in Frage stellen. Deshalb brauchte er dringend ein Ereignis, damit der Westen weiter auf Kurs bleibt.

Es ist immer das gleiche Spiel. Gibt es Anzeichen für eine Wende?

In Frankreich fangen die Menschen an zu hinterfragen, was die Rolle Macrons sei. Was hat er gemacht? Der Krieg läuft für die Ukraine nicht besser. Die Sanktionen gegen Russland wirken nicht, obwohl der Wirtschaftsminister immer behauptet hat, sie würden wirken. Tatsächlich wurde im März der Rubel als «best performing» Währung bezeichnet.

Was kann man aus der Entwicklung für Schlüsse ziehen?

Das zeigen zwei Punkte. Der erste ist, dass die Russen sehr gut vorbereitet waren. Sie haben die Entwicklung im Griff, und die Sanktionen wirken sich nur auf die westliche Wirtschaft aus. Das gilt nicht nur in Europa, das ist auch in den USA so. Biden hat immer weniger Unterstützung. Sie sinkt jeden Tag. Dazu kommt das Faktum, dass sein Sohn in eine Korruptionsaffäre verstrickt ist, was man vor den Präsidentenwahlen als russische Propaganda bezeichnet hat. Heute ist klar, dass es keine russische Propaganda war. Der zweite Punkt ist, dass unsere Politiker und ihre Berater Russland und seine Wirtschaft total falsch beurteilt und unterschätzt haben. Das zeigt einmal mehr, dass unsere politische Führung unfähig ist, komplexe Situationen zu bewältigen.

Wie reagieren die Leute in den USA darauf?

Sie fühlen sich betrogen, vor allem auch als Biden gesagt hat, dass es ihm um einen Regimechange in Russland gehe. Das heisst, es geht nicht um die Ukraine, sondern um den Sturz der russischen Regierung, und das fängt an, die Leute zu beschäftigen. Sie beginnen zu denken. Was macht unsere Regierung da eigentlich? Unsere Wirtschaft wird zerstört, nur damit sie in Russland einen Regimechange durchführen kann. Das geht den Menschen zu weit.


«Militärische Konfrontation mit Russland befürwortet»
Wie ist die Stimmung in Europa?

Nehmen wir Deutschland. Die Menschen realisieren, dass die Konsequenzen der Sanktionen von der Bevölkerung getragen werden müssen und von niemand anderem sonst. Die Menschen im Westen brauchen neue Gründe für Sanktionen. Man muss begründen, warum das alles erfolglos ist etc. Deshalb glaube ich, die russische Erklärung für das Massaker – und ich betone noch einmal – ich weiss nicht, wer dafür verantwortlich ist, scheint mir kohärenter. Sie ist glaubwürdiger als die ukrainische Variante. Der ganze politische Kontext bestätigt eine Inszenierung. Das Problem ist, dass es zu einer Eskalation führen kann. Am französischen Fernsehen hat Jean-Dominique Giuliani von der Robert Schuman Stiftung eine militärische Konfrontation mit Russland befürwortet. Inkompetenz genügt nicht, man muss dazu idiotisch sein!

Was wäre jetzt im Fall von Butscha zu tun?

Es müsste eine ehrliche internationale Untersuchung gemacht werden. Aber das ist das Problem. Unseren Politikern in Europa, aber auch in der Schweiz, fehlt die Integrität. Mit der Position, die sie an den Tag legen, fördern sie die Kriegsverbrechen. Wenn die Schweiz für das humanitäre Völkerrecht, die Menschenrechte etc. kämpft, dann muss sie alle Seiten anklagen. Wenn sie aber nur eine Seite anklagt, bedeutet das einen Freipass für Verbrechen auf der anderen Seite. Das ist genau das, was wir machen. Wir unterstützen Kriegsverbrechen.

Das Resultat sehen wir: auf ukrainischer Seite wird misshandelt und gefoltert.

Der Westen hat keine kritische Haltung. Wenn er eine kritische Einstellung hätte, dann müsste die Ukraine aufpassen. Aber sie hat keinen Grund. Bisher glaubten die Menschen alles, was die Ukrainer sagten. Die Ukrainer wissen genau, dass sie sich alles erlauben können, denn Russland wird immer der Angeklagte sein. Sie wissen, dass jedes Verbrechen Russland angelastet wird. Das ist extrem gefährlich, und die Schweiz spielt eine gefährliche Rolle darin, zusammen mit den anderen Staaten. Es müsste so sein, dass man auch die ukrainische Seite beobachtet, dann sähe das schon ganz anders aus.

Russland möchte eine Sondersession im Uno-Menschenrechtsrat über diese Ereignisse in Butscha durchführen, damit die Vorfälle genau untersucht werden können. Haben Sie davon gehört?

Ja, aber es gibt Länder, die wollen Russland vom Menschenrechtsrat suspendieren. Die Entwicklung ist äusserst gefährlich, denn man schneidet alle diplomatischen Wege ab.

Damit kann es keine diplomatische Lösung geben.

Ja, diese Plattformen, z. B. an der Uno oder im Europarat, das sind Verhandlungsplattformen, die für Krisensituationen eingerichtet sind. Das ist die Idee dahinter. Dafür hat man diese Instrumente geschaffen. Wenn man jetzt Staaten von diesen Plattformen ausschliesst, zerstört man den Sinn und Zweck dieser Plattformen. Das ist konzeptionell falsch. Egal, was man denkt über diesen oder jenen, ob man Putin mag oder nicht, das spielt keine Rolle, die Plattform muss allen offenstehen, um einen Dialog zu führen. Dann zu sagen, man habe keinen Dialog mit Putin, das ist grotesk. Man darf nicht vergessen, dass es darum geht, den Krieg zu beenden und Menschenleben zu schützen.

Von Frieden zu reden, Opfer zu verhindern, den Krieg so schnell wie möglich zu beenden müsste das Gebot der Stunde sein.

Ja, bei den westlichen Ländern stimmt etwas in ihrer Haltung nicht. Selbst im Kalten Krieg trotz dem Afghanistankrieg 1979-1989, trotz den sowjetischen Menschenrechtsverletzungen, trotz dem Abschuss des Jumbo-Jets KAL 007 Flug 1983, trotz all dem hat der Westen den Dialog mit Russland nicht abgebrochen. Dies hinderte den Kommunismus jedoch nicht daran, einige Jahre später ohne äusseren Einfluss zusammenzubrechen. Was der Westen heute macht, führt zu keinem Resultat, die Menschen in Russland stehen noch geschlossener hinter Putin. Aber wir, die Bevölkerungen in den westlichen Staaten, werden die ersten Opfer dieser unsäglichen Sanktionspolitik sein.

Herr Baud, ich danke Ihnen für das Gespräch.

Interview Thomas Kaiser, 6.4.2020

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«Die europäischen Länder – und allen voran die Schweiz – sollten versuchen, die Wogen zu glätten, anstatt Öl ins Feuer zu giessen» Interview mit Jacques Baud*

Zeitgeschehen im Fokus Herr Baud, in unserem ersten Interview (Nr. 4/5) haben Sie erwähnt, dass Sie unter anderem im Auftrag der Nato in der Ukraine tätig waren. Was war Ihre Aufgabe dort?


Jacques Baud 2014 war ich bei der Nato für die Bekämpfung der Verbreitung von Kleinwaffen zuständig, und wir versuchten, russische Waffenlieferungen an die Rebellen in der Ostukraine aufzuspüren, um zu sehen, ob Moskau beteiligt ist.

Konnten Sie das herausfinden?

Die Informationen, die wir damals erhielten, stammten fast ausschliesslich vom polnischen Geheimdienst und passten nicht zu den Informationen der OSZE. Trotz ziemlich grober Behauptungen gab es keine Lieferungen von Waffen und militärischem Material aus Russland. Die Rebellen wurden durch russischsprachige Soldaten ukrainischer Einheiten, die auf die Seite der Rebellen übergelaufen waren, bewaffnet. Im Zuge der ukrainischen Niederlagen wurden die Reihen der Autonomisten durch vollzählige Panzer-, Artillerie- oder Flugabwehrbataillone vergrössert.

Nach unserem letzten Interview haben wir sehr viele positive Leserzuschriften bekommen. Die Menschen suchen nach objektiven Informationen …

ja, ich glaube, es ist wichtig zu sagen, dass es nicht darum gehen kann, die eine Seite zu belohnen und die andere zu bestrafen. Es geht darum, Informationen – wie zum Beispiel von den OSZE-Berichten –, die von den öffentlichen Medien vernachlässigt werden, in unsere Beurteilung der Lage zu integrieren. Man kann einen Konflikt nicht nur von einer Seite aus betrachten. Man muss immer beide Seiten anschauen. Wir sind im aktuellen Konflikt so gerichtet, dass wir ihn nur aus der Sicht der Ukraine wahrnehmen. Das ganze Zahlenmaterial in unseren Medien kommt nur von der ukrainischen Regierung. Die Berichterstattung betrifft nur die Seite der Ukrainer. Wir haben die Bilder und Emotionen nur von dieser Seite. Aber es gibt eine andere Seite, und es gibt auch eine Logik auf der anderen Seite. Da der Westen den Krieg nur aus einer Seite beurteilt, hat er die Ukraine nur schlecht beraten können. Paradoxerweise ist das vermutlich der Hauptgrund der ukrainischen Katastrophe. Selenskij hat bei CNN selbst gesagt, dass er von den westlichen Staaten betrogen wurde. Im Grunde genommen ist das Hauptziel des Westens, Putin zu bekämpfen und nicht der Ukraine zu helfen. Das sind zwei verschiedene Sachen.

Könnte das Betrachten der russischen Seite nicht auch einseitig wirken?

Ja, für manche vielleicht schon. Aber das hängt damit zusammen, dass wir in unseren Medien ein bestimmtes Bild über Putin und die Russen vermittelt bekommen. Wir wissen zum Beispiel, dass im Krieg keine Partei objektiv kommuniziert. Trotzdem übernehmen unsere Medien die von der ukrainischen Regierung veröffentlichten Zahlen über die gefallenen russischen Soldaten, statt offizielle russische Zahlen. Wir haben keine Ahnung, ob das stimmt oder nicht. Es geht darum, Russland schlecht darzustellen. Wenn man nur eine Seite kennt, läuft man Gefahr, die Dinge völlig falsch einzuschätzen. Man schafft heutzutage eine virtuelle Realität. Man hat eine Legende kreiert, und alles basiert darauf. Das ist extrem gefährlich.

Wo sehen Sie die Gefahren?

Zum Beispiel junge europäische Freiwillige, die in die Ukraine gegangen sind, um die Russen zu bekämpfen, sind traumatisiert zurückgekommen. Sie wurden durch die westliche Rhetorik, die die Russen in Panik und auf der Flucht darstellte, in die Irre geführt. Doch die Realität ist härter. Ein weiteres Beispiel: Seit einigen Wochen sind viele Dokumente erschienen, die die Grausamkeiten der freiwilligen ukrainischen Milizen zeigen. Gleichzeitig will die Schweizer Bundesanwaltschaft eine Task-Force einsetzen, um russische Kriegsverbrechen zu verfolgen. Warum soll eine geplante Task-Force nicht alle Kriegsverbrechen untersuchen, sondern nur die russischen? Das ist fast eine Einladung für die ukrainischen Milizen zu mehr Grausamkeiten. Auf einer eher strategischen Ebene fürchte ich, dass derzeit jeder Vorfall direkt Russland angelastet wird. Die Bedingungen für einen Vorfall unter falscher Flagge sind heute gegeben.

Was veranlasst Sie zu dieser Einschätzung?

Die Stimmung ist so antirussisch, dass es unmöglich ist, eine andere Einstellung zu vertreten, als gegen Russland zu sein. Niemand erwähnt die Möglichkeit, mit Russland zu verhandeln. Der Dialog wird mit allen Mitteln verhindert. Man favorisiert das Waffenliefern, man ist sich im Westen darin einig. Zum Beispiel beschloss Ende Februar, wenige Stunden, nachdem Selenskij die Idee geäussert hatte, einen Verhandlungsprozess mit Russland zu beginnen, die Europäische Union ein Budget von fast einer halben Milliarde Euro, um Waffen an die Ukraine zu liefern. Aber von den westlichen Staaten kämpft niemand. Man ermutigt die Ukrainer, ihr Leben zu riskieren.


«Der Grossteil der ukrainischen Streitkräfte ist im Kessel von Kramatorsk umkreist»

Hat sich in den letzten Wochen die Lage geändert? Ist das Vorgehen der Russen überhaupt erfolgreich?

Ja, man kann sagen, dass Russland seine Ziele in der Ukraine fast erreicht hat. Es ist klar, dass es die Ukraine nicht in Besitz nehmen will, aber sein Ziel ist es, die Bedrohung für die Donbas-Republiken zu neutralisieren. Derzeit ist der Grossteil der ukrainischen Streitkräfte im Kessel von Kramatorsk umkreist, wo sie für eine Offensive gegen den Donbas im Februar zusammengezogen worden waren. Sie werden von russischen Truppen, die aus dem Nordosten und Süden über die Krim kommen, und von Truppen aus den Republiken Donezk und Lugansk aus dem Osten in die Zange genommen.

 

Ist denn die russische Armee nicht auch in Mariupol?

Nicht wirklich. Die Einnahme von Mariupol erfolgte durch Truppen aus den Republiken Donezk und Lugansk sowie einer Abteilung der tschetschenischen Nationalgarde. Die russischen Truppen werden nicht direkt in den Städten eingesetzt, sondern dienen vielmehr der mobilen Kampfführung und der Einkesselung der ukrainischen Streitkräfte.

Wie ist das bei der Ukraine?

Auf ukrainischer Seite sind es die nationalistischen Freiwilligenmilizen ASOV, die die Städte verteidigen. Die Bevölkerung von ­Mariupol ist hauptsächlich russischsprachig mit einer starken griechischstämmigen Minderheit, die Russland eher positiv gegenübersteht. Das bedeutet, dass die Angreifer den Einwohnern kulturell nahestehen, während die Verteidiger weit von ihnen entfernt sind.

Wer führt die Freiwilligenmilizen?

Die Freiwilligeneinheiten sind in die ukrainische Nationalgarde integriert und sind nicht für den Kampf im offenen Gelände ausgerüstet. Sie verfügen weder über schwere Panzer noch über Artillerie. Es handelt sich dabei lediglich um Infanterie, die mit leicht gepanzerten Fahrzeugen ausgerüstet und eher für den Ortskampf geeignet ist. Deshalb kämpft sie nur innerhalb der Städte. Im Grunde genommen ist es auf beiden Seiten ähnlich. Die Armeen führen den beweglichen Kampf, die Freiwilligenmilizen führen den Ortskampf.

 

Was bedeutet das für das Gesamtbild?

Zunächst einmal zeigen die Karten, die in unseren Medien präsentiert werden, kaum eine Veränderung zwischen Ende Februar und heute. Zweitens zeigen sie nicht die Einkesselung des Grossteils der ukrainischen Streitkräfte im Sektor Kramatorsk. Daher haben wir den Eindruck, dass die russischen Koalitionskräfte nicht vorankommen. Die Realität sieht jedoch anders aus. Die russische Koalition, bestehend aus den beiden Republiken zusammen mit Russland, kämpft und kontrolliert fast den ganzen russischsprachigen Teil der Ukraine. Wenn man einen Sprachatlas nimmt, dann ist die Ukraine entlang der Sprachgrenzen von Russland kontrolliert. Vor einigen Tagen behauptete eine «Expertin» im französischen Fernsehen, dass die russische Koalition nur ein Gebiet von der Grösse der Schweiz oder der Niederlande eingenommen habe. In Wirklichkeit handelt es sich um ein Gebiet, das so gross ist wie Grossbritannien.

In unseren Medien heisst es immer wieder, der Vormarsch sei gestoppt. Die Russen kämen nicht weiter. Die Armeeführung habe versagt.

Nein, das stimmt nicht. Es scheint klar zu sein, dass die Russen sich nicht im ukrainischsprachigen Teil des Landes engagieren wollen. Die Ziele, die sie sich gesetzt haben, erfordern dies auch nicht: «Entmilitarisierung» und «Entnazifizierung». Das erste Ziel wird erreicht, wenn die ukrainischen Streitkräfte im Kessel von Kramatorsk neutralisiert oder entwaffnet worden sind. Das zweite Ziel wird erreicht, wenn die Freiwilligenbataillone in den grossen Städten wie Mariupol oder Charkow neutralisiert worden sind.

Wo sind wir geografisch genau in der Ukraine?

Der Vorstoss der russischen Koalition deckt ungefähr das russischsprachige Gebiet des Landes ab. Kiew ist fast eingekesselt, aber es war nur ein Nebenvorstoss, wahrscheinlich um die ukrainische Verteidigung im Westen des Landes zu binden und die ukrainische Regierung an den Verhandlungstisch zu drängen. Der Grossteil der ukrainischen Armee befindet sich im Kramatorsk-Kessel, der sich von Slowiansk bis Donezk erstreckt. Wir sind weit entfernt von den Informationen, die wir im Fernsehen sehen.

Warum sind wir nicht richtig informiert?

Es wird versucht, die Vorstellung zu verbreiten, dass die Russen ihre Ziele nicht erreichten und dass sie gegen den ukrainischen Widerstand machtlos seien. Einige ziehen daraus den Schluss, dass die Russen zu Verzweiflungstaten bereit wären, um aus dieser Situation herauszukommen.

In dem Zusammenhang versucht man Putin als nicht mehr zurechnungsfähig darzustellen.

Ja, unser Bild vom russischen Vorstoss öffnet die Tür für alle Arten von Manipulationen. So sind alle Voraussetzungen dafür gegeben, dass ein Akteur eine mörderische Aktion durchführt, um Russ­land die Verantwortung dafür zuzuschieben. Man braucht nur «rote Linien» zu definieren, wie es Joe Biden in Polen getan hat, um sehr gefährliche Entwicklungen zu ermöglichen. Dennoch haben die Russen praktisch alle ihre Ziele erreicht. Daher haben sie erklärt, dass sie den Druck auf Kiew nicht erhöhen und sich auf den Südosten des Landes konzentrieren werden.

Was heisst das für den Fortgang des Konflikts?

Ich sehe natürlich nicht in den Kopf von Wladimir Putin, aber ich denke, dass die Koalition nicht weiter nach Westen vorstossen, sondern versuchen wird, ihre Erfolge im russischsprachigen Teil des Landes zu festigen. Russland hat genug erreicht, um die ukrainische Regierung zu Verhandlungen zu drängen. Ich glaube nicht, dass Russland versuchen wird, einen Teil der Ukraine zu besetzen, sondern es wird eine Neutralisierung des Landes erwirken.


«Die Vision Russlands wäre, dass die Länder Estland, Lettland, Litauen, Polen, Belarus und die Ukraine neutrale Länder seien»

Damit versucht Putin, den Anschluss ans westliche Bündnis zu verhindern?

Ja, mit einer neutralen Ukraine wird er die Stationierung von Nato-Truppen auf ukrainischem Gebiet verhindern wollen. Im Gegensatz zu den Behauptungen einiger französischsprachiger Medien kennen wir die Pläne Wladimir Putins effektiv nicht. Die verfügbaren Informationen lassen jedoch darauf schliessen, dass die eroberten Gebiete nach der «Demilitarisierung» (d. h. der Vernichtung oder Entwaffnung) der ukrainischen Streitkräfte und der «Entnazifizierung» (d. h. der Vernichtung oder Verurteilung) der paramilitärischen Kräfte zu einer Verhandlungsmasse werden.

Das widerspricht der in unseren Medien dargestellten Version. Das Narrativ des Westens, dass Putin eine imperiale Politik betreibe, die alte Sowjetunion wiederherstellen oder ein neues Zarenreich aufbauen wolle, ist objektiv nicht erkennbar. Sehen Sie das auch so?

Ja, diese westliche Interpretation entspricht keineswegs der russischen Sichtweise. Die Vision Russlands wäre, dass die Länder Estland, Lettland, Litauen, Polen, Belarus und die Ukraine neutrale Länder seien. Das bedeutet, frei von jeglichem Einfluss und militärischer Präsenz, weder von der Nato noch von Russland. Ich weiss nicht, ob Russland dies als realistisches Ziel ansieht, aber es ist seine Sicht. Russland hat weder die Absicht, diese Länder zu besetzen, noch hat es etwas dagegen, dass sie über Streitkräfte verfügen. Es sieht jedoch die Mitgliedschaft in einem militärisch-nuklearen Bündnis wie der Nato als Bedrohung für seine Sicherheit an. Wie in der Ukraine zu beobachten ist, besteht sein Ziel nicht darin, das Territorium zu besetzen. In dem Gebiet, das sie derzeit besetzen, geniessen die Russen eine relativ gute Unterstützung durch die russischsprachige Bevölkerung. Im westlichen Teil der Ukraine hätten sie nicht die gleiche Unterstützung.

Ich möchte noch auf einen älteren Konflikt zu sprechen kommen, der häufig im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt genannt wird und ebenfalls als imperiales Gebaren Russlands gedeutet wurde: die Auseinandersetzung um Abchasien und Südossetien. Lässt sich das mit der Ukraine vergleichen?

Die Konflikte in Abchasien und Südossetien weisen Ähnlichkeiten mit dem Konflikt in der Ukraine auf. Das Problem ist, dass es in allen ehemaligen Republiken der UdSSR russische Minderheiten gibt, die nun mit dem Nationalismus der neuen Staaten konfrontiert sind. Diese Staaten sind zu Recht stolz auf ihre Unabhängigkeit, haben aber oft Schwierigkeiten, die Russen zu integrieren, obwohl sie seit Generationen in diesen Ländern ansässig sind. Diese russischen Minderheiten sehen sich oft mit einer Form von Revanchismus konfrontiert.

Wie äussert sich dieser?

Mit der Unabhängigkeit der neuen Staaten der ehemaligen UdSSR wurden die Russen dort zu einer Minderheit. Anders als in anderen neuen Ländern wie z. B. dem Südsudan haben diese Minderheiten jedoch nicht immer die gleichen Rechte wie die «herrschende Ethnie». So haben in Lettland und Estland die Bedingungen, die für den Erwerb der Staatsbürgerschaft auferlegt wurden, dazu geführt, dass viele Russischsprachige zu «Nicht-Staatsbürgern» geworden sind. So verloren diese Menschen, die oft schon seit mehreren Generationen in diesen Ländern lebten, plötzlich ihre sowjetische Staatsbürgerschaft und hatten kein Anrecht auf die Staatsbürgerschaft der neuen Länder. So haben diese «Nicht-Bürger» natürlich nicht die gleichen Rechte wie die Bürger, und es war die EU, die ihnen einen Pass geben musste.

War das auch in Georgien das Problem?

Ja, in Südossetien und Abchasien hat sich diese Situation zu einem Ultra-Nationalismus auf beiden Seiten entwickelt und verhindert heute eine politische Lösung. Es ist eine explosive Situation.

Das ist nochmals eine ganz andere Dimension, von der natürlich in unseren Medien niemand spricht. Nicht einmal dann, wenn es offensichtlich ist.

Wie bei der Situation in der Ukraine im Jahr 2014 werden diese Tatsachen von unseren Medien nicht berichtet. Dabei haben diese Situationen in Russland eine sehr starke Solidarität für die russischen Minderheiten hervorgerufen. Daraus resultiert ein starker Druck der Bevölkerung auf die russische Regierung, in diesen Ländern zu intervenieren und den Minderheiten zu Hilfe zu kommen. Deshalb haben diese Länder Angst vor einer russischen Intervention. All dies könnte leicht behoben werden, wenn diese Länder eine echte demokratische Kultur hätten und die Minderheiten vollständig in ihre Nation integrieren würden.

Das ist ein Verstoss gegen die Menschenrechte und letztlich gegen die Werte, die die EU immer so hochhält.

Ja, das ist das Unglaubliche daran, dass das in der EU nie thematisiert wurde. Man weiss, dass es diese speziellen Probleme gibt, die zu Spannungen führen können, aber es war keine Bedingung, um der EU beizutreten. Wir haben genau das Problem in sehr vielen Ländern. In Weissrussland sieht es etwas anders aus. Lukaschenko wollte weder mit den Russen noch mit der EU. Er wollte eigenständig sein. Jetzt mit den Sanktionen gegen sein Land ist er natürlich näher an Russland gerückt, obwohl er das nicht unbedingt wollte. Das ist eine Konsequenz der EU-Politik. Die ideologische Sicht in der EU ist so stark, dass man nicht einmal diese menschliche Situation pragmatisch gelöst hat. Im Grunde genommen haben wir genau dieses Problem in der Ukraine.

Hat sich das erst nach dem Umsturz 2014 so scharf entwickelt?

Ja, die Rebellion im Donbas ist mit der Frage der Sprache verbunden. Sie wurde am 23. Februar 2014 durch die Änderung des Amtssprachengesetzes ausgelöst, durch die der russischen Sprache der Status als Amtssprache entzogen wurde. Im Westen will dies jedoch niemand anerkennen, da man das Bild einer demokratischen Maidan-Revolution aufrechterhalten und so die Rhetorik einer russischen Intervention im Donbas nähren will. Das Problem ist, dass man mit einer falschen Diagnose das Übel nicht wirksam behandeln kann. Ich habe das Gefühl, dass man die Spannungen nicht abbauen, sondern aufrechterhalten wollte.

Noch einmal zurück zu Georgien. Wollte Georgien nicht ebenfalls in die Nato und provozierte deshalb den Krieg gegen Russland in der Hoffnung, die Nato greife dann ein?

Das Ganze spielte sich im Jahre 2008 ab. Georgien war nominiert für den Nato-Beitritt. Die USA stachelten Georgien an, etwas zu tun, damit man sie mit dem Nato-Beitritt belohnen könne. Ich habe nicht den Eindruck, dass die USA ernsthaft einen Beitritt der Ukraine oder Georgiens in die Nato in Erwägung ziehen. Sie haben diese Länder einfach instrumentalisiert. Und das ist das Perverse. Selbst Selenskij hat gesagt, er fühle sich von den USA betrogen, da die USA ihm gesagt hätten – und das war aber nur für die Öffentlichkeit bestimmt – ein Nato-Beitritt für die Ukraine sei möglich. Selenskij sagte tatsächlich: «I requested them personally to say directly that we are going to accept you into Nato in a year or two or five, just say it directly and clearly, or just say no» Zelensky said. «And the response was very clear, you're not going to be a Nato member, but publicly, the doors will remain open,» he said.¹

Also alles nur ein zynisches Spiel?

Ja, man hat das tatsächlich benutzt, um Russland zu provozieren. Man spielte sozusagen damit. Das ist wirklich zynisch. In Georgien hat man es genauso gemacht. Man weiss in der Nato, dass es viel zu kompliziert ist und zu Problemen führen würde, wenn diese Länder in der Nato wären. Man hat es aber bewusst so geführt, dass die Russen meinen bzw. glauben, dass ein Nato-Beitritt auf dem Tisch liege. Vor etwa zwei Wochen sagte der Generalsekretär der Nato, Jens Stoltenberg, die Ukraine als Mitglied der Nato sei nie ein Thema gewesen. Man hat also tatsächlich gespielt, um die Lage zu verschärfen, um einen Zwischenfall zu provozieren und opfert dabei die ukrainische Bevölkerung.


«Die USA trieb hier ein ganz perverses Spiel, um einen Krieg zu schaffen»

Das ist doch schändlich. Mich erinnert es an die Situation vor dem irakischen Angriff auf Kuwait 1990. Damals plante Saddam Hussein aus verschiedenen Gründen, Kuwait anzugreifen und versicherte sich sozusagen bei den USA, dass sie nicht eingreifen würden. Es war eine Falle, denn die USA verhängten sofort Sanktionen und führten anschliessend Krieg gegen den Irak. Sehen Sie da auch gewisse Parallelen?

Ja, das ist sehr ähnlich. Die US-amerikanische Botschafterin, April Glaspie, wurde von Saddam Hussein eine Woche vor der irakischen Offensive in Kuwait eingeladen. Er wollte sondieren, wie die USA bei einem Angriff auf Kuwait reagieren würden. April Glaspie sagte, Abläufe zwischen arabischen Staaten gingen sie nichts an, und sie hätten auch kein Interesse daran. Die USA trieb hier ein ganz perverses Spiel, um einen Krieg zu schaffen.

Ist Russland tatsächlich in so eine plumpe Falle getappt?

Ja, es war eine Falle, aber weil die Amerikaner die Situation falsch eingeschätzt haben, hat Wladimir Putin sie meiner Meinung nach zu seinem Vorteil genutzt. Russland ist ein Risiko eingegangen und muss sein Ziel erreichen, das mit dem gezahlten Preis zusammenhängt: Je höher der Preis, den der Westen ihm abverlangt, desto höher sind seine Forderungen. Allerdings war auch Wladimir Putin klar, dass die Situation ohnehin auf eine Eskalation hinauslief. Mit seiner Offensive hat er den Zeitpunkt und die Bedingungen für diese Eskalation selbst bestimmt. Das war vermutlich das Resultat der Lagebeurteilung. Es war von der Nato und von den USA ein perverses Kalkül dahinter. Die EU-Chefs, Emmanuel Macron, Olaf Scholz und Ursula von der Leyen an der Spitze, haben das Spiel, das im Hintergrund gespielt wurde, offensichtlich nicht verstanden.

Wenn man die Hintergründe und Zusammenhänge alle zusammenzieht, bekommt man den Eindruck, alles laufe nach einem Drehbuch ab. Das Ziel des Westens hatten Sie bereits im letzten Interview erwähnt. Sehen Sie das immer noch so?

Es gibt zwei Ebenen der Antwort. Die erste ist eine klar artikulierte Strategie, die bereits 2018 und 2019 von der RAND Corporation, einem Think Tank des US-Verteidigungsministeriums, dargelegt wurde. Sie beschreibt genau, wie man Russland auf der internationalen Bühne isolieren kann. Das Szenario, das wir heute sehen, ist dort fast wortwörtlich niedergeschrieben. Die zweite Ebene ist operativer und wird in die erste Ebene integriert. Ich denke immer noch, das Hauptziel war tatsächlich, North Stream II zu stoppen und zu verhindern. Ab diesem Zeitpunkt kam «der Appetit beim Essen». Die Europäer gingen noch einen Schritt weiter und opferten ihre nationalen Interessen. Dies gilt für Deutschland mit Nord Stream II, aber auch für die Schweiz, die ihre Neutralitätspolitik buchstäblich «verkauft» hat. Es gibt eine regelrechte Orgie an Sanktionen. Man hat den Eindruck, es ist nie genug. Es ist so absurd, jetzt wollen sie auch noch China sanktionieren. Es ist eine unglaubliche Dynamik entstanden.

Was hat das für Folgen?

Diese Dynamik führt zu Absurditäten und trägt dazu bei, alle Türen für einen Dialog zu schliessen. Während des gesamten Kalten Krieges haben uns die Russen ununterbrochen mit Erdgas versorgt, trotz Kommunismus, Menschenrechten, psychiatrischen Krankenhäusern und der Invasion Afghanistans. Heute verbietet der Westen behinderten russischen Sportlern die Teilnahme an den Paraolympischen Spielen, schliesst russische Katzen von Zuchtwettbewerben aus, sogar russische Bäume werden von Wettbewerben ausgeschlossen, und man geht sogar so weit, die Verwendung des Buchstabens «Z» mit drei Jahren Gefängnis zu bestrafen! Armer «Z»elensky2! Die Zürich-Versicherung will sogar für eine gewisse Zeit das Z aus ihrem Logo entfernen. Wo führt das noch hin?


«In Wirklichkeit versucht man, Putin zu bekämpfen …»

Wenn man all die Informationen, die Sie wieder zusammengetragen haben, nebeneinanderlegt und dann hört, wie das Ausland die Ukrainer ermutigt, Widerstand zu leisten, weil sie nicht wissen, was gespielt wird, dann ist das wirklich zynisch, und mit den gelieferten Waffen wird noch viel Geld verdient.

Das kommt noch dazu. Es ist klar, dass es wie in jedem Konflikt einigen gelingen wird, mit dem Blut anderer Menschen Geld zu verdienen. Aber auch hier gilt es, die Sache aus der Distanz zu betrachten. Die Waffen, die der Westen an die Ukraine geliefert hat, stammen aus alten Beständen. Sogar einige der von Grossbritannien gelieferten Waffen hatten ihr Haltbarkeitsdatum überschritten. Die von den USA gelieferten Luftabwehrraketen sind veraltete Modelle, für die die Russen sicherlich Gegenmassnahmen haben. Die Javelin-Raketen, über die in der Presse ausführlich berichtet wurde, wurden von den Russen in grossen Mengen gefunden, aber nicht eingesetzt: Sie sind unpraktisch, schwer im Feld einzusetzen und scheinen wenig effektiv zu sein. Ein weiteres Indiz dafür ist, dass die US-Armee ihre Bestellung für zukünftige Javelin-Raketen sogar reduziert zu haben scheint.


«… und nicht, der Ukraine zu helfen»

Das nützt der Ukraine also nichts? Der Westen treibt die Menschen an, gegen die Russen zu kämpfen mit Waffen, die sie gar nicht gebrauchen können?

Ja, dazu kommt noch, dass die Ukrainer diese Systeme auch nicht richtig bedienen können, weil sie dafür nicht ausgebildet sind.

Das Ganze macht zunehmend fassungslos. Worum geht es eigentlich?

Man hat ein wenig das Gefühl, dass der Westen versucht, den Krieg zu verlängern. In Wirklichkeit versucht man, Putin zu bekämpfen und nicht, der Ukraine zu helfen. Anstatt also einen diplomatischen und politischen Ausweg aus dem Konflikt zu suchen, wird die Bevölkerung zum Kampf gedrängt. Bürger in Kämpfer zu verwandeln klingt romantisch, ist aber kriminell, und es ist nicht die Aufgabe einer internationalen Institution, diese Art von Reaktion zu fördern. Die Kriegsführung muss so weit wie möglich eine Aufgabe des Militärs bleiben. Wenn man Zivilisten Waffen gibt, erhöht man das Risiko, dass der Krieg von Emotionen geleitet wird und zu Greueltaten führt. Dies ist daher eine besonders zynische Entscheidung der Europäischen Union. Man stellt fest, dass keines der Länder, die Selenskij um Mediation gebeten hat, in der Europäischen Union ist: China, die Türkei und Israel.

In dem Zusammenhang möchte ich noch die Rede von Bundesrat Cassis erwähnen, die er während einer Veranstaltung der ukrainischen Botschaft auf dem Bundesplatz in Bern gehalten hat. Meines Erachtens ein totaler Schaden für unser Land. Cassis hat genau das gemacht, was Sie als zynisch kommentiert haben. Er hat Selenskij und die Ukrainer ermutigt, den Kampf gegen das «Böse» zu führen. Wie sehen Sie das?

Das ist absolut blödsinnig. Es ist unverantwortlich, solche Dinge zu sagen. Ich denke, dass die Staaten politische Lösungen fördern sollten. Aber ich meine, es ist bestimmt nicht die Aufgabe der Schweiz, sie zum Kampf zu ermutigen. Die europäischen Länder – und allen voran die Schweiz – sollten versuchen, die Wogen zu glätten, anstatt Öl ins Feuer zu giessen.

Inwiefern, was hätte der Bundesrat tun können?

Unsere Diplomaten und Politiker wussten, dass die Nichteinhaltung der Minsker Vereinbarungen zu einer Katastrophe führen konnte. Sie wussten, dass die Menschen im Donbas seit acht Jahren wiederholt Angriffen ausgesetzt sind. Sie wussten, dass sich die Ukraine auf eine Offensive gegen den Donbas vorbereitete. Sie wussten all dies, unternahmen aber absolut nichts. Das ist schlichtweg kriminell. Die Schweiz hat sich in der Vergangenheit die Ehre gegeben, bei der Suche nach friedlichen Lösungen für Konflikte zu helfen. Diese Zeiten scheinen vorbei zu sein. Heute ist der Grossteil der ukrainischen Armee eingekesselt, und Russland hat seine Ziele praktisch erreicht. Einzelne Personen dazu zu bringen, in den Kampf zu ziehen, wird keine Lösung bringen: Kämpfen gegen Putin bis zum letzten Ukrainer?

Was hat es für Folgen, wenn man unkontrolliert Waffen verteilt?

Als ich bei der Uno für die Doktrin der friedenserhaltenden Massnahmen zuständig war, war eines meiner Dossiers der Schutz der Zivilbevölkerung. Mit meinem Team haben wir die Faktoren untersucht, die zur Verwundbarkeit der Zivilbevölkerung beitragen. Nachdem wir zahlreiche Konflikte untersucht und Zeugen befragt hatten, kamen wir zum Schluss, dass einer der Hauptfaktoren die Kombination von weit verbreiteten Waffen und dem Fehlen von Führungsstrukturen ist. In dieser Situation kämpfen die Menschen nicht mehr nach einem Plan, sondern nach ihren Emotionen. Das führt dazu, dass Greueltaten begangen werden.

Können Sie ein Beispiel nennen?

Zum Beispiel lieferte Frankreich in Libyen trotz des Embargos der Uno an bestimmte Stämme Waffen. In den französischen Medien wurden Schwarze als «hochbezahlte» Söldner Gaddafis bezeichnet. Das Resultat war, dass das Dorf Tawarga mit französischen Waffen massakriert wurde, weil seine Bewohner Schwarze waren, die keine Söldner, sondern Gastarbeiter waren. Wenn man die Menschen mit Waffen versorgt und auf die Menschheit loslässt, führt das zu Massakern. In Mariupol haben wir diese Beispiele. Die dort kämpfenden Milizen üben Rache. Sie haben einen russischen Kriegsgefangenen an ein Kreuz gefesselt und bei lebendigem Leibe verbrannt. Das sind die gleichen Methoden, die der Islamische Staat vor sechs Jahren praktiziert hat. Wenn man unkontrolliert Waffen verteilt, können sie auch in falsche Hände geraten, z. B. von kriminellen Banden, wie man es in Kiew und Kherson beobachten kann. Zudem kann es auch unerwartete Folgen haben. So wurde am 31. März ein ukrainischer Helikopter, der nach Mariupol kam, um Befehlshaber des Asov-Regiments zu evakuieren, mit einer Stinger-Missile abgeschossen, die von den Amerikanern geliefert worden war…

Sie haben vorhin erwähnt, dass wir in unseren Medien keine objektiven Informationen bekommen. Man spricht von einer grossen Zahl gefallener Russen. Ist das möglich?

Die vom russischen Verteidigungsministerium angegebene offizielle Zahl der russischen Verluste liegt bei etwa 1 400 Toten. Unsere Medien sprechen jedoch von 7 000 und sogar 14 000 Toten. Tatsächlich berichten unsere Medien die von den Ukrainern angegebenen Zahlen und sagen, dass die russischen Zahlen Desinformationen seien. In Wirklichkeit wissen wir nicht, wie hoch die genaue Zahl ist, aber wir wissen, dass Länder in der Regel bei ihren eigenen Toten genau sind und dazu neigen, die Zahl der feindlichen Toten zu erhöhen. Es handelt sich also eindeutig um Propaganda, die unsere Medien betreiben.


«Putin könnte die Ukraine zerstören, aber er hält sich zurück»

Nehmen wir einmal an, die Zahlen stimmen. Gäbe es eine Erklärung dafür?

Grundsätzlich führen die Russen einen ganz anderen Krieg als die USA. Die USA bombardieren zunächst mit der Luftwaffe und legen alles in Schutt und Asche, so dass die Bodentruppen nicht mehr gross kämpfen müssen. Die russische Strategie ist genau das Gegenteil. Die Russen, und das wurde vom Pentagon bestätigt, setzen ihre Luftwaffe in diesem Krieg kaum ein. Es gibt in Newsweek vom 23. März einen Artikel von William Arkim mit dem Titel: «Putin könnte die Ukraine zerstören, aber er hält sich zurück.» Einem US-Geheimdienstexperten zufolge entspricht die Behauptung, die Russen würden versuchen, durch wahllose Bombenangriffe alles in der Ukraine zu zerstören, nicht den Tatsachen. Die Russen seien ganz gezielt vorgegangen und hätten die Anzahl toter Zivilisten stark minimiert.³ Dafür müssen die Soldaten im Feld kämpfen, mehr als die amerikanischen. Das erklärt die höheren Verluste.

Das steht diametral entgegen der Berichterstattung unserer Medien.

Das Verhalten der Russen ist auch verständlich. Sie kämpfen inmitten einer russischsprachigen Bevölkerung, die ihnen nicht feindlich gesinnt ist, auch wenn sie vielleicht gegen die militärische Intervention ist. Die russische Armee versucht daher, die Verluste unter der Zivilbevölkerung so gering wie möglich zu halten. Anders verhält es sich mit den paramilitärischen Milizen in Mariupol. Sie haben keinerlei Verbindung zu der Bevölkerung, die sie eigentlich verteidigen sollten. 

Sie haben über die Strategie der USA gesprochen, die dadurch im Irakkrieg 2003 verhältnismässig wenige Verluste an eigenen Soldaten hatten. Hängt das nicht auch damit zusammen, dass viele Soldaten aus anderen Staaten dort gekämpft hatten, die in keiner US-Statistik erschienen? War es nicht so, dass sehr viele ukrainische Soldaten beim Krieg der USA 2003 gegen den Irak im Einsatz waren?

Die osteuropäischen Länder waren die ersten, die sich der US-Koalition im Irak anschlossen. Dies hatte Donald Rumsfeld als «neues Europa» bezeichnet, im Gegensatz zum «alten Europa», zu dem auch Frankreich und Deutschland gehörten, die sich gegen den Irakkrieg ausgesprochen hatten. Die ehemaligen Ostblockländer schickten ihre Soldaten und bekamen dafür finanzielle Unterstützung von den USA für ihr Militär, sogar Flugzeuge erwarben sie. Das war der Grund, warum diese Länder in der Koalition der Willigen mitmachten, denn anfänglich wollte sich niemand an dem Krieg beteiligen. So konnten die Oststaaten ihre Armeen verbessern, ohne das Militärbudget zu erhöhen.


«In der Ukraine gab es zwischen 20 und 30 Biolabors»

Ein Thema, das in unseren Medien so gut wie keinen Niederschlag gefunden hat, sind die Biolabors, die sich auf ukrainischem Boden befinden. Wissen Sie etwas dazu?

Die USA haben rund um die Welt etwa 300 Biolabors. Das sind Labors, die vom Verteidigungsministerium finanziert werden. Sie arbeiten mit zivilen Unternehmen zusammen, allerdings an Projekten, die weitgehend vom Verteidigungsministerium finanziert werden. In der Ukraine gab es zwischen 20 und 30 Biolabors. Es ist nicht klar, was sie genau taten, aber ihre Existenz war bekannt und wurde bereits vor einigen Jahren in Europa aufgedeckt. Dazu muss man auch sagen, dass es nicht unbedingt geheim war, aber man behandelte sie sehr diskret.

Dann werden diese von den europäischen Staaten geduldet?

Mit dem russischen Angriff ist das auf einmal ein Thema geworden, denn es würde ziemlich heikel, z. B. wenn eine Bombe ein Labor treffen würde. Das birgt natürlich die Gefahr, dass pathogene Agenzien freigesetzt werden. Die USA bekamen Angst, denn am Anfang des russischen Angriffs wurde diese Gefahr erwähnt, aber niemand reagierte. Die USA sprachen von russischer Desinformation, bis Victoria Nuland vor die Kommission des amerikanischen Senats geladen und befragt wurde. Der extrem antirussische republikanische Senator Marco Rubio fragte, ob die USA Biowaffen in der Ukraine gelagert hätten. Victoria Nuland antwortete sehr zögerlich und ihre Worte waren wohl überlegt, das war am Fernsehen deutlich zu sehen. Sie bestätigte, dass die USA Biolabors in der Ukraine hätten und dass es darin Produkte gebe, die nicht in die Hände der Russen fallen dürften.

Was kann man aus dieser Aussage für Schlüsse ziehen?

Es gibt von den USA bestätigte Biolabors in der Ukraine und in diesen Labors wird mit gefährlichen Substanzen experimentiert. Ob es sich dabei um biologische Waffen handelt, bleibt eine offene Frage. Es scheint, dass einige Dokumente, die an die Öffentlichkeit dringen, darauf hinweisen, dass dort Forschung zu militärischen Zwecken betrieben wird. Aber man muss vorsichtig bleiben. Diese Forschung kann allemal gefährlich sein, auch ohne dass es sich dabei um Biowaffen handelt. Manche Politiker haben sich natürlich gefragt, warum man diese Forschung in der Ukraine betreibt. Die Ukraine ist nicht bekannt für besondere Kapazitäten und Kompetenzen auf dem Gebiet der biologischen Forschung. Warum sind diese Labore nicht in den USA mit sicheren Anlagen? Die Antwort ist nicht klar.

Warum nicht?

Es gibt eine Aussage von Robert Pope. Er ist Forschungsdirektor von der DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency). Diese Behörde ist vergleichbar mit der Arma-Suisse⁴. DARPA gehört zum US-Verteidigungsministerium, die in verschiedenen Bereichen wie Weltraum, Cyber, Elektronik etc. Forschung für die Verteidigung betreibt. Dieser Robert Pope hat gesagt, dass in diesen Labors keine Biowaffen produziert werden. Und dann wählte er eine seltsame Formulierung. Die Wissenschaftler, die dort beschäftigt seien, hätten sicher noch «alte Restanzen aus der Zeit des Kalten Kriegs in den Labors».

Was heisst das jetzt?

Wenn man ihm glauben würde, dann würde es bedeuten, das dort nicht unbedingt an Biowaffen geforscht wird. Aber sie haben sicher mit sehr gefährlichen Substanzen gearbeitet, und es kann sein, dass es einige, vielleicht alte Biowaffen dort gibt. Das ist der Stand der Dinge.

Ist das alles?

Im Video über die Anhörung von Victoria Nuland auf YouTube, stellt der Senator Rubio am Schluss eine sehr seltsame Frage: «Wenn es einen biologischen oder chemischen Zwischenfall gäbe in der Ukraine, hätten Sie dann den geringsten Zweifel, dass die Russen zu 100 Prozent dafür verantwortlich wären?» Das ist für mich ein Aspekt, der mich äusserst besorgt. Das heisst nicht, dass die USA so etwas vorbereiten und dann den Russen anlasten würden, aber es ist nicht ausgeschlossen. Die Frage von Senator Rubio kam aus heiterem Himmel. Es ging thematisch gar nicht darum. Deshalb bin ich sehr besorgt darüber, dass es möglicherweise Ideen gibt, etwas inszenieren zu wollen, um dann eine Berechtigung zu haben, aktiv in den Krieg einzugreifen. Das könnte äusserst gefährli


Info: https://zeitgeschehen-im-fokus.ch/de/newspaper-ausgabe/nr-6-vom-5-april-2022.html


unser Kommentar: Als Informati

11.04.2022

Wirtschaftsfacts Redaktion US-Dollar auf tönernen Füßen - BRICS formieren sich

cashkurs.com,11.04.2022, Autor: Wirtschaftsfacts-Gastautor

Am Wochenende rief der russische Finanzminister Anton Siluanow die BRICS-Nationen dazu auf, bestehende Zahlungssysteme zu integrieren und an dem Aufbau eines alternativen Bankenkommunikationsnetzwerks (in Alternative zu SWIFT) in den BRICS-Nationen zu arbeiten. Die fünf Zentralbanken der jeweiligen Länder befinden sich bereits in einer Testphase. Es wird nicht über Nacht passieren, doch perspektivisch droht eine Desintegration des bestehenden Weltfinanzsystems.


Zitat: Am Wochenende getätigte Aussagen des russischen Finanzministers Anton Siluanow lesen sich wie eine Bestätigung der über die vergangenen Wochen angestellten Beobachtungen und Vermutungen.


Denn Siluanow rief die neben der Russischen Föderation verbleibenden vier BRICS-Staaten Brasilien, Indien, China und Südafrika dazu auf, zur Verfügung stehende Finanzinstrumente in einem verstärkten Umfang zu nutzen, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der durch die USA und den Westen gegen Russland verhängten Sanktionen auf die jeweiligen Nationen auf eine bessere Weise abzufedern.


Alternatives Finanzsystem der EAEU in Planung Bereits vor einigen Wochen wurde bekannt, dass die Eurasische Wirtschaftsunion (EAEU), bestehend aus der Russischen Föderation, Weißrussland, Armenien, Kasachstan und Kirgisien Pläne verfolgt, ein alternatives, und von westlichen Institutionen unabhängiges, Finanzsystem auf dem Eurasischen Kontinent aus der Taufe zu heben.


Wann immer diese Pläne auch umgesetzt werden mögen, so beginnt sich abzuzeichnen, dass ein solch unabhängiges Finanzsystem auf Nationen im Mittleren Osten, allen voran den Iran, den Irak, Syrien, Afghanistan oder den Libanon, wie ein Magnet wirken dürfte.


Zum Zeitpunkt der Ankündigung wurde in Aussicht gestellt, dass neben der Volksrepublik China auch Mitgliedsländer des Wirtschaftsblocks ASEAN oder der Shanghai Cooperation Organization (SCO) ihr Interesse bekunden könnten, sich einem solch neu entstehenden System auf dem Eurasischen Kontinent anzuschließen.


Droht eine Desintegration des bestehenden Weltfinanzsystems? Bei Licht besehen ginge hiermit nichts anderes als eine Desintegration des bestehenden Weltfinanzsystems, das einerseits auf der Weltreservewährung US-Dollar basiert, und dem andererseits westlich dominierte Institutionen wie der Internationale Währungsfonds oder die Weltbank vorstehen, einher.


Es lässt sich leichterdings nachvollziehen, dass durch die Entstehung eines Parallelsystems im geographischen Osten an den Grundfesten des bestehenden Weltfinanzsystems gerüttelt und die globale Vormachtstellung der Vereinigten Staaten herausgefordert würde.


Anton Siluanow zeigt sich davon überzeugt, dass die aktuelle Krise menschengemacht ist, während die sogenannten BRICS-Nationen über alle notwendigen Instrumente verfügten, um die hierdurch verursachten Krisenauswirkungen auf die eigenen Länder und Wirtschaftsräume entsprechend abzufedern.


Anton Siluanow machte auch gar keinen Hehl daraus, dass die gegen sein Land durch die Vereinigten Staaten und den Westen verhängten Sanktionen das Fundament jenes auf dem US-Dollar basierenden Weltfinanzsystems zerstören werden.


Nationale Währungen sollen im globalen Handel in den Vordergrund rücken Um eine Nutzung des US-Dollars auf eine sich intensivierende Weise zu meiden, rief Anton Siluanow die politischen Führungen der BRICS-Staaten dazu auf, sich in der Zukunft deren nationalen Währungen im internationalen Handel zu bedienen.


Des Weiteren sei es jetzt an der Zeit, in diesen Nationen alternativ existierende Zahlungs- und Transaktionsnetzwerke auf eine sich intensivierende Weise zu integrieren, um darüber hinaus auch ein global alternatives Informations- und Kommunikationsnetzwerk in Form eines Rivalen zu jenem durch den Westen dominierten SWIFT-System aufzubauen.


Am vergangenen Freitag hatte das russische Finanzministerium mitgeteilt, dass sich die globale Wirtschaftslage über die letzten Wochen auf eine substanzielle Weise verschlechtert habe. Im Rahmen eines vor dem Wochenende stattfindenden Ministertreffens der BRICS-Nationen hatte Anton Siluanow diese Sichtweise bekräftigt.


Um diese Situation zu adressieren, seien unter Bezugnahme auf Siluanow nun die folgenden Schritte notwendig:


  • Eine Nutzung von nationalen Währungen im Im- und Exportgeschäft unter Ausschluss des US-Dollars.

  • Eine zügige Integration alternativer Zahlungs- und Transaktionssysteme (einschließlich EC- und Kreditkarten).

  • Der Aufbau eines eigenen Bankeninformations- und Kommunikationssystems in den BRICS-Nationen.

  • Der Aufbau einer unabhängigen BRICS-Ratingagentur.


Die fünf Notenbanken der BRICS-Länder befinden sich bereits in einer Testphase Wie es in verschiedenen Berichten heißt, hätten sich die Zentralbanken der fünf BRICS-Nationen bereits darauf geeinigt, einen fünften gemeinsamen Test im Hinblick auf einen neuen Bankenmechanismus zur gemeinsamen Poolung von „alternativen Währungen“ zum US-Dollar abzuhalten.


Im Vordergrund dieser Maßnahmen steht die Hoffnung, die eigenen Wirtschaftsräume gegen externe Schocks in der Zukunft resistenter und robuster zu machen. Sich des sozialen Mediums Telegram bedienend, hatte zuvor auch der ehemalige russische Premierminister und Staatschef Dmitry Medwedew auf eine solche Notwendigkeit hingewiesen.


In diesem Rahmen hatte der stellvertretende Vorsitzende des Rats der Nationalen Sicherheit der Russischen Föderation auch vor den geopolitischen Konsequenzen gewarnt, die mit den westlichen Sanktionen samt einer Nutzung der Weltreservewährung US-Dollar als Waffe einhergingen.

Resultat sei die Zerstörung der bestehenden internationalen Ordnung, was schwerwiegende Konsequenzen nicht nur für die Weltwirtschaft als solche, sondern auch eine ganze Reihe von individuellen Nationen zur Folge haben werde.


Medwedew ergänzte, dass die durch westliche Medien wiederholt kolportierte Effizienz der gegen sein Land verhängten Sanktionen eine blanke Lüge sei. Zumindest aus Perspektive der jüngsten Entwicklung des russischen Rubels lassen sich diese Aussagen nachvollziehen.


Russischer Rubel wird zum Highflyer Vor dem Wochenende war der russische Rubel nach dem Einmarsch von russischen Truppen in die Ukraine und einen darauf erfolgenden Absturz auf ein Mehrwochen-Hoch gegenüber dem US-Dollar geklettert.


Beobachten lässt sich, dass der russische Rubel mittlerweile auf einem Niveau gegenüber dem US-Dollar gehandelt wird, das deutlich oberhalb jenes Niveaus vor dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine (am 24. Februar) liegt.


Hieran dürfte die inzwischen erfolgte Rubel-Gold-Bindung mit den größten Anteil haben, da die russische Zentralbank auf diese Weise praktisch einen Preisboden bei ungefähr achtzig Rubel pro US-Dollar eingezogen hat, der wiederum an einen Goldpreis von durchschnittlich 1.940 US-Dollar pro Feinunze gekoppelt ist.


Einmal mehr machte Medwedew auch darauf aufmerksam, dass sich die durch den Westen gegen sein Land verhängten Sanktionen als Aggression beziehungsweise kriegerischer Akt werten lassen. Es handele sich hierbei um eine hybride Kriegsführung.


Einerseits zielten diese verhängten Sanktionen darauf ab, die ökonomische Unabhängigkeit der Russischen Föderation zu unterlaufen. Andererseits solle die Souveränität seines Landes zerstört werden, um die weitere Existenz der Russischen Föderation als solcher zu beenden, so Medwedew.


Abwägen zwischen Propaganda und realen Entwicklungen – eine nicht ganz einfache Aufgabe Selbstverständlich müssen die durch Medwedew jüngst getätigten Aussagen in der aktuellen Situation auf Propagandazwecke abgeklopft werden. Andererseits ist jedem aufmerksamen Beobachter an den globalen Finanzmärkten über die letzten Wochen bewusstgeworden, dass es auf internationaler Ebene so wie momentan nicht mehr weitergehen kann – jedenfalls nicht einvernehmlich.


Denn neben der Russischen Föderation sehen sich unter anderem auch eine ganze Reihe von anderen Nationen, allen voran die Volksrepublik China, Nordkorea, der Iran, Venezuela, oder Kuba, einer Verhängung von Sanktionen durch die USA und den Westen ausgesetzt, was zu der allgemeinen Frage geführt hat, wann und wo es das nächste Land treffen könnte.


Selbst der Bundesrepublik Deutschland wurde seitens Washingtons zuletzt wiederholt mit einer Verhängung von potenziellen Sanktionen im Falle einer nicht vollzogenen Kehrtwende von der deutsch-russischen Pipeline Nord Stream 2 gedroht.


Mittlerweile ist dem Willen der Amerikaner angesichts der Entwicklungen in der Ukraine zwar genüge getan worden, wonach sich nun allerdings vermehrt Warnungen vor einem möglichen Harakiri-Kurs der deutschen Wirtschaft, allen voran der Industrie des Landes, vernehmen lassen, die auf eine potenzielle Zerstörung der deutschen Wirtschaft hinweisen.


Dass neben ganzen Staaten auch eine wachsende Schar an institutionellen Investoren das Vertrauen in die Beschaffenheit des bestehenden Weltfinanzsystems eingebüßt zu haben scheinen, lässt sich anhand der über die vergangenen Wochen in diesem Bereich geführten Debatten und Diskussionen ablesen.


Das Ende der Globalisierung? Für BlackRock-Chef Larry Fink steht inzwischen gar fest, dass die Globalisierung als solche ihrem Ende entgegenblicke. Nicht nur die Störung der internationalen Wirtschaft durch die Corona-Krise und jene in diesem Zusammenhang verhängten Lockdowns seit nun mehr als zwei Jahren machte Larry Fink hierfür verantwortlich.


Auch die fast komplette Abkoppelung der Russischen Föderation vom westlich dominierten Weltfinanzsystem werde danach bislang ungeahnte Umbrüche auf der Welt zur Folge haben. Eine sich damit beschleunigende Rückverlagerung von Produktionsstätten in die westlichen Industrieländer werde anders als in den vergangenen drei Jahrzehnten inflationär wirken, wie sich Larry Fink überzeugt gibt.


Auch der Internationale Währungsfonds konnte der aktuellen Situation in Form von dessen stellvertretender Geschäftsführerin Gita Gopinath zuletzt nicht allzu viel Gutes oder Positives abgewinnen.


Selbst Gita Gopinath kam nämlich nicht umhin einzugestehen, dass die durch die USA und den Westen gegenüber der Russischen Föderation verhängten Sanktionen nicht nur den Prozess der globalen De-Dollarisierung beschleunigen, sondern auch die bisherige Dominanz des amerikanischen Petrodollars an den internationalen Rohstoffmärkten in Frage stellen werden.


Der Rubel – eine neue Weltrohstoffwährung? Aus aktueller Sicht und unter Berücksichtigung der jüngst seitens des Moskauer Kremls verabschiedeten Maßnahmen muss selbst damit gerechnet werden, dass der russische Rubel zur neuen Weltrohstoffwährung aufsteigen könnte.


Wer auf die aktuelle Wechselkursrate des russischen Rubels blickt, könnte hierin einen guten Teil einer Vorwegnahme im Hinblick auf eine solche Aussicht an den globalen Devisen- und Währungsmärkten erkennen.


An dieser Stelle sei nochmals auf den am vergangenen Freitag publizierten Bericht zu dem in Teilen auf Deutsch übersetzten Roundtable-Gespräch zwischen Zoltan Pozsar und Yra Harris verwiesen, welches sich voll und ganz um eben jene grundlegenden Veränderungen an den internationalen Finanz- und Kapitalmärkten drehte.


Danach beginne sich abzuzeichnen, dass mittels Rohstoffen gedeckte beziehungsweise abgesicherte Währungen wieder en vogué werden dürften. Hierbei handele es sich um ein hybrides Währungssystem, das durch Zoltan Poszar, einen ehedem in Diensten der New York Fed und des amerikanischen Finanzministeriums stehenden Marktakteur, als Bretton Woods III bezeichnet wird.


Zoltan Pozsar zeigte sich in dem Gespräch zudem zwar nicht offen, so jedoch unterschwellig überzeugt davon, dass an dem Ausbruch eines neuen Weltkriegs nichts vorbeigehen wird.

Wer auf die Menschheitsgeschichte zurückblickt, erkennt, dass keine ungedeckte Papier- oder Fiatwährung jemals überlebt hat. So wie Währungen kommen und gehen, so kommen und gehen auch Imperien.


Es ist aus heutiger Sicht gerade erst einmal dreißig Jahre her, als es der Sowjetunion zuletzt so ergangen war. Wer damals, wie Francis Fukuyama, vom Ende der Geschichte fabuliert hat, dürfte sich angesichts des Entstehens einer multipolaren Welt samt den nun zu beobachtenden Ereignissen spätestens jetzt eines Besseren belehrt sehen.


Diese Zusammenfassung für CK*Wirtschaftsfacts von Roman Baudzus nimmt Bezug auf einen Bericht auf der Finanzseite Zerohedge.


„Was heißt das für mich konkret!?“ (Roman Baudzus) Spätestens zum jetzigen Zeitpunkt sollte die Washingtoner Regierung sich gewahr darüber werden, dass jede weitere Nutzung des US-Dollars als gegen andere Nationen gerichtete Waffe ein potenzielles Ableben des US-Dollars wohl nur noch beschleunigt und immer wahrscheinlicher macht.


Dass die BRICS-Nationen über den Aufbau eines eigenen integrierten Zahlungs- und Kommunikationsnetzwerks nachdenken, sollte den Amerikanern Warnung genug sein.


Der US-Dollar befindet sich auf tönernen Füßen. Und das American Empire, das durch Peter-Scholl-Latour aufgrund von dessen heilloser Überdehnung einst als „Koloss auf tönernen Füßen“ bezeichnet wurde, fußt auf dem US-Dollar als Weltreservewährung.


Es möchte sich wahrscheinlich niemand so recht vorstellen, welche Bocksprünge eine ohnehin schon viel zu hohe Inflation in den Vereinigten Staaten angesichts von deren Verschuldungsniveau (Jim Rogers: Die größte Schuldnernation in der Weltgeschichte) erst noch machen würde, falls der US-Dollar in einen Abwärtstaumel übergehen und große Teile des bestehenden Weltfinanzsystems mit sich reißen würde.


Info: https://www.cashkurs.com/wirtschaftsfacts/beitrag/us-dollar-auf-toenernen-fuessen-brics-formieren-sich

11.04.2022

Der Dollar verschlingt den Euro

aus e-mail von Doris Pumphrey, 11. April 2022, 19:05 Uhr


http://www.antikrieg.com/aktuell/2022_04_09_derdollarverschlingt.htm

erschienen am 7. April 2022 auf > Michael Hudsons Website

<https://michael-hudson.com/>


*Der Dollar verschlingt den Euro*

von Michael Hudson


Es ist nun klar, dass die heutige Eskalation des Neuen Kalten Krieges schon vor über einem Jahr geplant wurde. Amerikas Plan, Nord Stream 2 zu blockieren, war in Wirklichkeit Teil der Strategie, Westeuropa („NATO“) daran zu hindern, durch gemeinsamen Handel und Investitionen mit China und Russland Wohlstand zu erlangen.


Wie Präsident Biden und die nationalen Sicherheitsberichte der USA verkündeten, wurde China als der Hauptfeind angesehen. Und das, obwohl China den amerikanischen Unternehmen geholfen hat, die Löhne zu drücken, indem es die US-Wirtschaft zugunsten der chinesischen Industrialisierung deindustrialisiert hat: Chinas Wachstum wurde als ultimative Bedrohung angesehen: Wohlstand durch Sozialismus. Die sozialistische Industrialisierung wurde immer als der große Feind der Rentenökonomie angesehen, die in dem Jahrhundert seit dem Ende des Ersten Weltkriegs und insbesondere seit den 1980er Jahren die meisten Nationen übernommen hat. Das Ergebnis ist heute ein Zusammenprall der Wirtschaftssysteme – sozialistische Industrialisierung gegen neoliberalen Finanzkapitalismus.


Das macht den Neuen Kalten Krieg gegen China zu einem impliziten Eröffnungsakt dessen, was zu einem langwierigen Dritten Weltkrieg zu werden droht. Die Strategie der USA besteht darin, Chinas wahrscheinlichste wirtschaftliche Verbündete, insbesondere Russland, Zentralasien, Südasien und Ostasien, aus dem Weg zu räumen. Die Frage war, wo die Aufteilung und Isolierung beginnen sollte.


In Russland sah man die größte Chance, mit der Isolierung zu beginnen, sowohl von China als auch von der NATO-Eurozone. Es wurde eine Reihe immer strengerer – und hoffentlich tödlicher – Sanktionen gegen Russland ausgearbeitet, um die NATO am Handel mit diesem Land zu hindern. Das war alles, was nötig war, um das geopolitische Erdbeben als casus belli zu entfachen.


Das war leicht zu bewerkstelligen. Der eskalierende Neue Kalte Krieg hätte im Nahen Osten beginnen können – wegen des Widerstands gegen die Aneignung der irakischen Ölfelder durch die USA, gegen den Iran und die Länder, die ihm beim wirtschaftlichen Überleben helfen, oder in

Ostafrika. Für alle diese Gebiete wurden Pläne für Putsche, farbige Revolutionen und Regimewechsel ausgearbeitet, und Amerikas afrikanische Armee wurde in den letzten ein oder zwei Jahren besonders schnell aufgebaut. Aber die Ukraine, die seit dem Maidan-Putsch von 2014 acht

Jahre lang einem von den USA unterstützten Bürgerkrieg ausgesetzt war, bot die Chance auf den ersten großen Sieg in dieser Konfrontation gegen China, Russland und deren Verbündete.


So wurden die russischsprachigen Regionen Donezk und Luhansk mit zunehmender Intensität beschossen, und als Russland immer noch nicht reagierte, wurden Berichten zufolge Pläne für einen großen Showdown geschmiedet, der Ende Februar beginnen sollte – beginnend mit einem von US-Beratern organisierten und von der NATO bewaffneten westukrainischen Blitzangriff.


Russlands präventive Verteidigung der beiden ostukrainischen Provinzen und die anschließende militärische Zerstörung der ukrainischen Armee, Marine und Luftwaffe in den vergangenen zwei Monaten wurde als Vorwand für die Verhängung des von den USA konzipierten Sanktionsprogramms genutzt, das wir heute erleben. Westeuropa hat pflichtbewusst mitgemacht. Anstatt russisches Gas, Öl und Nahrungsmittel zu kaufen, wird es diese von den Vereinigten Staaten beziehen, zusammen mit stark erhöhten Waffenimporten.


*Der absehbare Rückgang des Euro/Dollar-Kurses*


Es ist daher angebracht zu untersuchen, wie sich dies auf die Zahlungsbilanz Westeuropas und damit auf den Wechselkurs des Euro gegenüber dem Dollar auswirken wird.


Der europäische Handel und die Investitionen vor dem Sanktionskrieg versprachen einen steigenden gegenseitigen Wohlstand zwischen Deutschland, Frankreich und anderen NATO-Ländern gegenüber Russland und China. Russland lieferte reichlich Energie zu einem wettbewerbsfähigen Preis, und diese Energie sollte mit Nord Stream 2 einen Quantensprung machen. Europa sollte die Devisen für diesen steigenden Importhandel durch eine Kombination aus Exporten von Industrieerzeugnissen nach Russland und Kapitalinvestitionen in die Entwicklung der russischen

Wirtschaft, z. B. durch deutsche Automobilunternehmen und Finanzinvestitionen, erwirtschaften. Dieser bilaterale Handel und diese Investitionen sind jetzt gestoppt – und werden noch viele, viele Jahre gestoppt bleiben, da die NATO Russlands Devisenreserven, die in Euro und britischen Pfund gehalten werden, beschlagnahmt hat und die Russophobie in Europa von den US-Propagandamedien geschürt wird.


Stattdessen werden die NATO-Länder amerikanisches Flüssigerdgas kaufen – allerdings müssen sie Milliarden von Dollar für den Aufbau ausreichender Hafenkapazitäten ausgeben, was vielleicht bis 2024 dauern wird. (Viel Glück bis dahin.) Die Energieknappheit wird die Weltmarktpreise für Gas und Öl drastisch ansteigen lassen. Auch die NATO-Länder werden ihre Waffenkäufe beim militärisch-industriellen Komplex der USA verstärken. Die nahezu panischen Käufe werden auch den Preis für Waffen in die Höhe treiben. Und auch die Lebensmittelpreise werden steigen, da es einerseits aufgrund der Einstellung der Importe aus Russland und der Ukraine an Getreide mangelt und andererseits ein Mangel an Ammoniakdünger besteht, der aus Gas hergestellt wird.


All diese drei Handelsdynamiken werden den Dollar gegenüber dem Euro stärken. Die Frage ist: Wie wird Europa seine internationalen Zahlungen mit den Vereinigten Staaten ausgleichen? Was hat es zu exportieren, das die US-Wirtschaft akzeptieren wird, da ihre eigenen protektionistischen Interessen an Einfluss gewinnen, jetzt, da der globale Freihandel schnell stirbt?


Die Antwort lautet: nicht viel. Was wird Europa also tun?


Ich könnte einen bescheidenen Vorschlag machen. Nun, da Europa so gut wie aufgehört hat, ein politisch unabhängiges Staatengebilde zu sein, beginnt es mehr und mehr wie Panama und Liberia auszusehen – „Billigflaggen“-Offshore-Bankzentren, die keine wirklichen „Staaten“ sind, weil sie keine eigene Währung ausgeben, sondern den US-Dollar verwenden. Da die Eurozone mit monetären Handschellen geschaffen wurde, die ihre Fähigkeit einschränken, Geld zu schaffen, um es in derWirtschaft über die Grenze von 3 Prozent des BIP hinaus auszugeben, war um nicht einfach das Finanzhandtuch werfen und den US-Dollar einführen, wie Ecuador, Somalia und die Turks- und Caicosinseln? Das würde ausländischen Investoren Sicherheit gegen eine Währungsabwertung in ihrem zunehmenden Handel mit Europa und dessen Exportfinanzierung geben.


Für Europa besteht die Alternative darin, dass die Dollarkosten seiner Auslandsschulden, die es zur Finanzierung seines wachsenden Handelsdefizits mit den Vereinigten Staaten für Öl, Waffen und Lebensmittel aufgenommen hat, explodieren werden. Die Kosten in Euro werden sogar noch höher sein, da die Währung gegenüber dem Dollar fällt. Die Zinssätze werden steigen, was die Investitionen bremst und Europa noch abhängiger von Importen macht. Die Eurozone wird sich in eine tote Wirtschaftszone verwandeln.


Für die Vereinigten Staaten bedeutet dies eine Dollar-Hegemonie auf Steroiden – zumindest gegenüber Europa. Der Kontinent würde zu einer etwas größeren Version von Puerto Rico werden.


*Der Dollar gegenüber den Währungen des globalen Südens*


Die ausgewachsene Version ist der Neue Kalte Krieg, der sich in die Eröffnungssalve des Dritten Weltkriegs verwandelt, ausgelöst durch den „Ukraine-Krieg“, der wahrscheinlich mindestens ein Jahrzehnt, vielleicht zwei, dauern wird, da die USA den Kampf zwischen Neoliberalismus und

Sozialismus auf einen weltweiten Konflikt ausweiten. Abgesehen von der wirtschaftlichen Eroberung Europas durch die USA versuchen ihre Strategen, afrikanische, südamerikanische und asiatische Länder auf ähnliche Weise einzuschließen, wie es für Europa geplant ist.


Der starke Anstieg der Energie- und Lebensmittelpreise wird die Volkswirtschaften mit Nahrungsmittel- und Öldefiziten hart treffen – zur gleichen Zeit, in der ihre auf Dollar lautenden Auslandsschulden bei Anleihegläubigern und Banken fällig werden und der Dollarkurs gegenüber

ihrer eigenen Währung steigt. Viele afrikanische und lateinamerikanische Länder – vor allem in Nordafrika – stehen vor der Wahl, entweder zu hungern, ihren Benzin- und Stromverbrauch zu drosseln oder sich Dollar zu leihen, um ihre Abhängigkeit vom US-geprägten Handel zu decken.


Es wurde über die Ausgabe neuer SZR (Sonderziehungsrechte) durch den IWF gesprochen, um die steigenden Handels- und Zahlungsdefizite zu finanzieren. Aber solche Kredite sind immer mit Bedingungen verbunden. Der IWF hat seine eigene Politik, Länder zu sanktionieren, die sich

nicht an die US-Politik halten. Die erste Forderung der USA wird sein, dass diese Länder Russland, China und deren aufstrebende Handels- und Währungsselbsthilfeallianz boykottieren. „Warum sollten wir euch SZR geben oder euch neue Dollarkredite gewähren, wenn ihr diese einfach in Russland, China und anderen Ländern, die wir zu Feinden erklärt haben, ausgeben wollt“, werden die US-Beamten fragen.


Zumindest ist dies der Plan. Es würde mich nicht überraschen, wenn irgendein afrikanisches Land zur „nächsten Ukraine“ würde, in der US-Stellvertretertruppen (es gibt immer noch viele Wahabiten und Söldner) gegen die Armeen und Bevölkerungen von Ländern kämpfen, die sich mit Getreide von russischen Farmen ernähren und ihre Wirtschaft mit Öl oder Gas aus russischen Quellen versorgen wollen – ganz zu schweigen von der Teilnahme an Chinas „Belt and Road Initiative“, die ja der Auslöser für Amerikas neuen Krieg um die globale neoliberale Hegemonie war.


Die Weltwirtschaft steht in Flammen, und die Vereinigten Staaten haben sich auf eine militärische Antwort und die Bewaffnung ihres eigenen Öl- und Agrarexporthandels, den Waffenhandel und die Aufforderung an die Länder vorbereitet, sich zu entscheiden, welcher Seite des Neuen

Eisernen Vorhangs sie sich anschließen wollen.


Aber was hat Europa davon? Die griechischen Gewerkschaften demonstrieren bereits gegen die verhängten Sanktionen. Und in Ungarn hat Ministerpräsident Viktor Orban gerade eine Wahl gewonnen, die im Wesentlichen auf einer EU- und US-feindlichen Weltanschauung beruht, angefangen mit der Bezahlung von russischem Gas in Rubel. Wie viele andere Länder werden aus der Reihe tanzen – und wie lange wird es dauern?


Was haben die Länder des Globalen Südens davon, wenn sie unter Druck gesetzt werden – nicht nur als „Kollateralschaden“ der tiefen Verknappung und der steigenden Preise für Energie und Lebensmittel, sondern als das eigentliche Ziel der US-Strategie, die die große Zweiteilung der Weltwirtschaft einleitet? Indien hat US-Diplomaten gegenüber bereits erklärt, dass seine Wirtschaft natürlich mit der Russlands und Chinas verbunden ist.


Aus Sicht der USA stellt sich nur die Frage: „Was haben die lokalen Politiker und Oligarchien davon, die wir dafür belohnen, dass sie ihre Länder ausliefern?“


Das ist es, was den drohenden Dritten Weltkrieg zu einem echten Krieg der Wirtschaftssysteme macht. Für welche Seite werden sich die Länder entscheiden: für ihre eigenen wirtschaftlichen Interessen und ihren sozialen Zusammenhalt oder für die US-Diplomatie, die ihren politischen

Führern in die Hände spielt? In Verbindung mit der Einmischung der USA in Form der 5 Milliarden Dollar, die die stellvertretende Außenministerin Victoria Nuland vor acht Jahren in die ukrainischen Neonazi-Parteien investiert hat, um die Kämpfe auszulösen, die den heutigen Krieg auslösen, gibt es viel zu bedenken.


Wie lange wird es angesichts all dieser politischen Einmischung und Medienpropaganda dauern, bis der Rest der Welt begreift, dass ein globaler Krieg im Gange ist, der sich zum Dritten Weltkrieg ausweitet? Das eigentliche Problem ist, dass Russland, China und Eurasien aufgrund des globalen Bruchs bereits in der Lage sein werden, eine echte nicht-neoliberale Neue Weltordnung zu schaffen, die ohne die NATO-Staaten auskommt, da sie das Vertrauen und die Hoffnung auf

gegenseitige wirtschaftliche Vorteile verloren haben, bis sie begreifen, was vor sich geht. Das militärische Schlachtfeld wird mit wirtschaftlichen Leichen übersät sein.

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