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30.07.2022

text


29.07.2022

«Wage es, weise zu sein»









Die Zukunft hat viele Namen:
Für Schwache ist sie das Unerreichbare,
für die Furchtsamen das Unbekannte,
für die Mutigen die Chance.
(Victor Hugo)















Liebe Leserinnen, liebe Leser,


Mutig sind jene, die zwei Jahre lang von Somalia nach Marokko laufen, um nach Europa zu gelangen.

Mutig ist der kanadische Pastor, der trotz des Lockdowns Gottesdienste abgehalten hat und deshalb verhaftet wurde.

Mutig sind Menschen, die sich nicht vom Herdentrieb mitziehen lassen, die selbständig denken und auf die Strasse gehen.

Mutig ist die Mutter, die es nicht zulässt, dass ihr Kind in der Schule eine Maske trägt, und sich deshalb mit dem Schulleiter anlegt.

Mutig waren die Demonstranten, die im August 1924, am 10. Jahrestag des Kriegsbeginns, auf die Strasse gegangen sind, um gegen Krieg zu demonstrieren.

Mutig waren jene Menschen, die von 1985 bis 1989 gegen die geplante atomare Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf demonstriert haben.

Das Wort «Mut» stammt aus dem Indogermanischen «mo» und bedeutet: «sich mühen, starken Willens sein, heftig nach etwas streben». Das germanische «moda» steht für «Sinn, Mut, Zorn». Aus dem Althochdeutschen stammt das Wort «muot», was «Sinn, Seele, Geist, Gemüt, Kraft des Denkens, Empfindens und Wollens» bedeutet.

Im Hochmittelalter, um das 12. und 13. Jahrhundert, wird der Mut in der epischen Dichtung und im Minnesang als «hôher muot» in der Bedeutung von «Hochherzigkeit, Edelmut zur Tugend» zum Ausdruck gebracht. Dieser kennzeichnet den «edlen Ritter» wie ihn etwa Hartmann von Aue in seinen Epen Erec (ca. 1190–1192) und Iwein (um 1200) oder Wolfram von Eschenbach in seinem Parzival (1200–1210) als Idealbild des Rittertums dargestellt haben.

Nach dem Literaturwissenschaftler Benno von Wiese verherrlichen auch die Minnedichter den «hôhen muot» als ethische Grundlage und typische Charaktereigenschaft des «edlen Ritters ohne Furcht und Tadel», der sein Leben uneigennützig dem Kampf gegen Unrecht aller Art und dem Schutz von Hilfsbedürftigen widmet.

In seinen Episteln verwendet der römische Dichter Horaz die Redewendung «sapere aude»; wörtlich: «Wage es, weise zu sein!» Der deutsche Philosoph Immanuel Kant greift diese Wendung 1784 auf und übersetzt sie in der Formulierung «Habe den Muth, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen». Damit erläutert er auf allgemeinverständliche Weise den Leitgedanken seiner Zeit: «Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.»

Kant sieht die Ursachen für diese selbstverschuldete Unmündigkeit in «Feigheit und Faulheit» sowie in einem «Mangel an Entschlusskraft und Mut, sich aus der Bevormundung durch andere zu befreien». Es sei nach Kant zudem für viele Menschen bequemer, andere für sich denken und handeln zu lassen und sich damit auch der Verantwortung für ein eventuelles eigenes Scheitern zu entziehen.

Sollten wir uns nicht gerade in dieser Zeit Immanuel Kants besinnen? «Haben Sie Mut, sich Ihres eigenen Verstandes zu bedienen!» Mit unseren Beiträgen möchten wir sie dazu täglich motivieren. Eine kleine Spende hilft uns, unabhängig zu bleiben und weiterhin ermutigende Artikel zu schreiben.


Herzlich,

Lena Kuder


Info: https://transition-news.org/wage-es-weise-zu-sein

29.07.2022

Video: Die COVID-19-Pandemie: Vorwand für den Beginn einer globalen Wirtschafts- und Sozialkrise. Michel Chossudovsky und Ivaylo Grouev

globalresearch.ca, 28. Juli 2022, Von Prof. Michel Chossudovsky und Prof. Ivaylo Grouev

Thema: , ,

 

Zitat: „Wir stehen am Scheideweg einer der schwersten Krisen der Weltgeschichte. Wir leben Geschichte, doch unser Verständnis der Abfolge der Ereignisse seit Januar 2020 ist verschwommen.

Weltweit wurden die Menschen sowohl von ihren Regierungen als auch von den Medien über die Ursachen und verheerenden Folgen der COVID-19-„Pandemie“ in die Irre geführt.


Die unausgesprochene Wahrheit ist, dass das neuartige Coronavirus mächtigen Finanzinteressen und korrupten Politikern einen Vorwand und eine Rechtfertigung bietet, um die ganze Welt in eine Spirale aus Massenarbeitslosigkeit, Bankrott, extremer Armut und Verzweiflung zu stürzen. 

„Der Nebel der Propaganda“: Professor Michel Chossudovsky: Truthteller Extraordinaire

Mehr als 7 Milliarden Menschen weltweit sind direkt oder indirekt von der Corona-Krise betroffen.

Der COVID-19-Notstand für die öffentliche Gesundheit unter der Schirmherrschaft der WHO wurde der Öffentlichkeit als Mittel („Lösung“) zur Eindämmung des „Killervirus“ präsentiert.

Wenn die Öffentlichkeit informiert und beruhigt worden wäre, dass COVID (gemäß der WHO-Definition) „der saisonalen Influenza ähnlich“ ist, wäre die Angstkampagne fehlgeschlagen. Der Lockdown und die Schließung der nationalen Wirtschaft wären rundheraus abgelehnt worden.“


Prof. Michel Chossudovsky, Auszug, E-Book zur weltweiten Corona-Krise . Höhepunkte

***

Video: Michel Chossudovsky im Interview mit Prof. Ivaylo Grouev. EuroTV Media, Bulgarien

Das Video stammt von EUROTV Media. Video https://youtu.be/WJ6pvxyhBY4 Dauer 1:10:45 h


Für eine umfassende Lektüre über die weltweite Koronakrise und die konstruierte Wirtschaftskrise finden Sie unten den Link zum E-Book von Prof. Michel Chossudovsky:

Die weltweite Corona-Krise 2020-22: Zerstörung der Zivilgesellschaft, konstruierte Wirtschaftsdepression, globaler Staatsstreich und der „Great Reset“


Info: https://www.globalresearch.ca/video-covid-19-pretext-global-crisis-ivaylo-grouev-prof-michel-chossudovsky/5788064

29.07.2022

"Putin" und Putin

aus e-mail von Doris Pumphrey, 29. Juli 2022, 17:36 Uhr


https://makroskop.eu/26-2022/putin-und-putin/

28. Juli 2022

*"Putin" und Putin

*/Von Peter Schulz


/*Bei „Putin“ muss es sich um eine Person mit unwahrscheinlichen,

nachgerade fantastischen Eigenschaften handeln. Dank ihr erlebt die gute

alte Spezies der "Kreml-Astrologen" eine unverhoffte Wiedergeburt.


*Spätestens seit Februar dieses Jahres sind die Nutzer der Hauptmedien,

von den öffentlich-rechtlichen und Privat-Sendern über die etablierten

Zeitungen hin zu den etablierten Web-Portalen, einer ziemlich

unablässigen Berieselung mit Nachrichten, Reportagen und Essays über

eine ganz bestimmte Person ausgesetzt. Glaubt man diesen Berichten,

müsste es sich jedoch um eine Person mit ganz unwahrscheinlichen,

nachgerade fantastischen Eigenschaften handeln. Deswegen würde ich

vorläufig diese "Person" eher als Kunstfigur bezeichnen wollen. Und da

man in so einem Falle auch nicht voreilig eine Geschlechtszuordnung

vornehmen sollte, schlage ich


*"das Putin"*


als vorläufige Bezeichnung dieses Phänomens vor. Denn "das

Putin"[1]<https://makroskop.eu/26-2022/putin-und-putin/#_ftn1> offenbart,

glaubt man den Medien, ganz Erstaunliches. Nicht nur, das es "allein"

den aktuellen Krieg in der Ukraine (oder besser, dessen aktuelle

Eskalationsstufe) zu verantworten hat. "Das Putin" ist ebenso allein für

die Flüchtlingsströme aus diesem Gebiet verantwortlich. Seine Soldaten

lasse er entsetzliche Kriegsverbrechen begehen und treibt sie,

vermutlich höchstpersönlich, zu Massen-Vergewaltigungen an. Diese

"russischen Horden" haben jählings ein gänzlich unschuldiges Land

überfallen und "stehlen" dabei auch noch die Weizenernte, oder aber

blockieren die ukrainischen Häfen für Frachtschiffe – alles angeordnet

von "das Putin".


Die sich (dadurch?

<https://makroskop.eu/20-2022/der-krieg-die-drohende-welthungerkrise-und-die-finanzmarkte/>)

abzeichnende Welthungerkrise hat "das Putin" selbstredend auch zu

verantworten. Die gute alte Spezies der "Kreml-Astrologen" erlebt eine

unverhoffte Wiedergeburt und beschreibt "das Putin" wahlweise als

vollkommen irrsinnig oder größenwahnsinnig oder beides. Trotzdem kannten

diese Koryphäen selbstredend detailgenau den ursprünglichen Plan von

"das Putin" und wissen auch genau, warum dieser scheiterte und welchen

Plan er als nächstes umzusetzen versuchen wird. Kurzum: eine tolle

Figur, "das Putin"!


*Es gibt tatsächlich eine Person namens Putin


*Bebildert werden diese Berichte allerdings mit einer recht real

wirkenden Person. Glaubhafte Quellen weisen darauf hin, dass es da im

fernen Moskau tatsächlich eine Person namens Putin gibt. Dieser Putin,

den man zur besseren Unterscheidung vielleicht R-Putin nennen könnte (R

für "real" oder "russisch"), übt sein Amt (Präsident der Russischen

Föderation) langjährig aus und hat nach den Unterlagen der dortigen

Regierung auch die "militärische Spezialoperation in der Ukraine" ab dem

24. Februar befohlen. Denn wie sein amerikanisches Pendant ist R-Putin

gemäß Verfassung gleichzeitig Oberbefehlshaber der Landesarmee.


Über diese Spezialoperation vulgo Krieg soll es in diesem Text aber nur

am Rande gehen – eher darum, was "das Putin" und R-Putin überhaupt

gemeinsam haben.


*Was will „das Putin“?


*Dem gewöhnlichen Mediennutzer ist "das Putin" allerdings schon

altbekannt. Danach hat "das Putin" 2014 die Krim "völkerrechtswidrig

annektiert", dann 2018 den Giftgasanschlag auf den ehemaligen

Doppelspion Sergei Wiktorowitsch Skripal befohlen, ebenso 2020 die

Attacke auf den angeblichen "Führer der innerrussischen Opposition" Nawalny.


Die übergroße Affinität von "das Putin" zu Giftgas hat sich demzufolge

auch in der Unterstützung des syrischen "Machthabers" Bashar

al-Assad[2]<https://makroskop.eu/26-2022/putin-und-putin/#_ftn2> gezeigt,

als dieser "sein eigenes Volk mit Giftgas bombardierte". Den als

Hobby-Psychologen dilettierenden Kreml-Deutern ist auch klar, dass

dieser Hang von "das Putin" zu sinistren Taten aus seiner

"frühkindlichen" bzw. jugendlichen Prägung in den Diensten

des KGB herrührt. So viel Material über "das Putin" gibt es

mittlerweile, dass manche TV-Anstalten ganze Sendeabende damit füllen

können.


Woran man die Mediennutzer damals schon gewöhnt hat, ist das Bild eines

"Putin", der sich sozusagen mit höchstem Aufwand selber ins Knie

schießt. Oder wie soll man es verstehen, dass gemäß westlicher

Darstellung der Kremlherrscher sowohl bei Skripal als auch bei Nawalny

eine Methode wählte, die a) einen fingerdicken Hinweis auf den Urheber

geliefert hätte, b) die ausführenden Agenten höchster Gefahr der

Selbstvergiftung aussetzte und c) extrem komplizierte Vor- und

Nachbereitungen erfordert hätte? Und die am Ende – beide Male! – auch

noch erfolglos war.


War niemand in seinem Umfeld fähig gewesen, eine der mannigfachen

erprobten Methoden zur Beseitigung von Staatsfeinden in der

umfangreichen Literatur zu diesem Thema ausfindig zu machen? Und als

Nebenfrage: Hatten die angeblichen Opfer überhaupt den Status von

"Staatsfeinden", der solchen Aufwand gerechtfertigt hätte?


*Der „irre“ Iwan


*Seit Ende Februar ist auch den letzten Zeitgenossen aufgefallen, dass

in der Ukraine Krieg geführt wird. Nach allen Regeln der

Kriegspropaganda wird der selbsterklärte Feind dämonisiert, und da hilft

die schon etablierte Kunstfigur "das Putin" ungemein: Die schon seit

Jahren zugeschriebenen Attribute werden seitdem noch mehr betont. Dieser

"irre Iwan" hat also nicht nur einen "unprovozierten Angriffskrieg"

angefangen, sondern lässt zum Beispiel seine aus der Ortschaft Butscha

abziehenden Truppen extra vorher noch ein Massaker veranstalten, wobei

die Leichen nicht etwa versteckt oder verscharrt werden, sondern – zur

Erleichterung der Arbeit des ukrainischen Videotrupps – rechts und links

der Hauptstraße drapiert werden.


Und obwohl Russland seit Beginn der Operation die Luftherrschaft hat,

wird zur angeblichen (und offenkundig anlasslosen) Bombardierung der

Zivilbevölkerung in Kramatorsk nicht etwa eine Staffel Jagdbomber

ausgeschickt, sondern man kramt eine längst ausrangierte Rakete vom Typ

Totschka-U dafür

hervor.[3]<https://makroskop.eu/26-2022/putin-und-putin/#_ftn3> Scheinbar

will "das Putin" gar keinen Krieg führen und gewinnen, sondern nur

möglichst allüberall seine ausgesuchte Grausamkeit demonstrieren.

Zumindest wenn man dem hochprofessionell arbeitenden "Ukraine Media

Center" und den Kiewer Offiziellen glauben will.


Wobei die Damen und Herren in Kiew längst weiter sind: In bester

Bandera-Tradition werden gleich alle Russen zu Untermenschen erklärt,

die es zu beseitigen gilt. Die für den westlichen Gebrauch etwas

abgeschwächte Formel des mittlerweile ehemaligen ukrainischen

Botschafters und Bandera-Bewunderers Andrij Melnyk war: "Russland ist

ein Feindstaat für uns. Und alle Russen sind Feinde für die Ukraine im

Moment.“[4]<https://makroskop.eu/26-2022/putin-und-putin/#_ftn4>


Ob das wohl auch für die Russen im Donbass gilt, die man doch angeblich

heim in den Schoss von Mutter Ukraine führen will? So würde dann auch

der seit 2014 fortdauernde Artilleriebeschuss auf Städte und Dörfer in

den Donbass-Republiken Sinn machen...


Natürlich ist "das Putin" kein getreues Abbild des realen Putin oder des

realen Russlands, sondern ein Zerrbild. Und wie ein Zerrspiegel Aspekte

des realen Gegenstands aufnimmt und ins Fratzenhafte steigert, so mag

man schon die eine oder andere "echte" Eigenschaft im westmedialen

Zerrbild Russlands und Putins wiedererkennen. Die überdeutlich

erkennbare Instrumentalisierung dieses Zerrbildes sollte aber zu denken

geben.


*Sanktionen sind keine gute Pädagogik


*Der Herrscher im Kreml wird vom selbsterklärten "Wertewesten" schon

seit 2014 sanktioniert, und der deutsche Bundeskanzler spricht mit Stolz

davon, dass man die Sanktionen seit Februar nochmals unerhört verschärft

hat: "Sanktionen, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat!".


Allerdings wird, obwohl es sich doch bei dem Krieg seit Februar

angeblich um den einsamen Entschluss eines Irren oder Größenwahnsinnigen

handeln soll, nicht nur "Putin", sondern auch das gesamte russische

Volk sanktioniert (und mittlerweile ist auch die Tagesschau so ehrlich,

dies eben auch Bestrafung zu nennen). Damit sind die Sanktionen

als Kollektivstrafe einzuordnen, und Pädagogen wissen schon seit

Jahrzehnten, dass solche ihr Ziel meist verfehlen und bei den Bestraften

nur Ressentiments gegenüber den Strafenden schüren.


Auch im historischen Kontext haben Kollektivstrafen meist ihr Zeil

verfehlt, wie man unter anderem an Kuba sehen könnte, dem am längsten

sanktionierten Land der Welt. Und der nach der Katastrophe des ersten

Weltkriegs verfügte Versailler Vertrag mit seiner Kollektivstrafe gegen

die Deutschen dürfte wie kaum ein anderer Faktor zur Entstehung des

deutschen Revanchismus und schließlich des nationalsozialistischen

Verbrecherstaates beigetragen haben. Unsere eigene Geschichte wäre also

Hinweis genug, dass Verhandlungen statt Konfrontation, Kooperation statt

Bestrafung der richtige Weg wären.


Von Friedrich Nietzsche stammt die Warnung: "Misstraue jenen, in denen

der Trieb zu strafen mächtig ist!"


Jener Trieb zu strafen hat aber offenbar, wie ein besonders aggressives

Virus, die Regierungen der meisten westlichen Staaten infiziert. Diesen

Leuten kann es gar nicht genug an Strafen sein. Besondere Hochburgen

bilden dabei Brüssel, die baltischen Staaten und die deutsche Regierung,

namentlich die Minister der Grünen Partei. Ein Regieren ohne Sanktionen

(nach außen und innen!) scheint diesen Leuten nicht mehr vorstellbar zu

sein.


Und obwohl mittlerweile offenkundig ist, dass diese Sanktionen

exorbitant schädlich für die eigene Volkswirtschaft sind, werden

beständig neue Sanktionspakete aus dem Ärmel geschüttelt. In Brüssel ist

man mittlerweile bei "Paket 7". Ist das nur Ausfluss eines neuzeitlichen

Hangs zu Masochismus, oder sind da entscheidende Schlüsselstellen mit

treuen Vasallen der Washingtoner Regierung besetzt?


Wenn dem so ist, wäre zumindest klar, dass hinter den Entscheidungen

nicht nur verbohrter Dogmatismus, sondern hegemonialpolitische

Erwägungen stehen – freilich zum Vorteil der USA und nicht Europas.


*Woran erkennt man Propaganda?


*In Abwandlung eines bekannten Spruchs könnte man formulieren: "Traue

keiner Umfrage, die du nicht selbst gefälscht hast". Betrachtet man –

mit aller angebrachten Vorsicht – Ergebnisse von Umfragen

<https://www.rnd.de/politik/forsa-umfrage-zum-ukraine-konflikt-unterschiede-zwischen-deutschen-aus-ost-und-west-EQOMTPQABJECZIPKTNIMW55QYY.html>,

so scheint sich beim Thema Ukraine-Konflikt, drei Jahrzehnte nach der

"Wiedervereinigung", immer noch ein tiefer Graben zwischen Ost und West

aufzutun. So gaben in der vom RedaktionsNetzwerkDeutschland zitierten

Umfrage nur 17% der Westdeutschen an, dass die USA mit- oder

hauptverantwortlich für den Ausbruch der Krise seien, während unter den

Ostdeutschen 43% dieser Meinung waren. Bei der Einschätzung, ob Russland

nach wie vor als verlässlicher Energielieferant zu betrachten sei,

antworteten 47% der Westdeutschen, aber 75% der Ostdeutschen mit "Ja".


Als Westdeutscher kann man nur darüber spekulieren, ob hier mindestens

bei den "gelernten DDR-Bürgern" (also denen, die die DDR noch bewusst

erlebt haben) zwei konkrete Erfahrungen hineinspielen: Zum einen eine

tief verwurzelte Abneigung gegen konzentrierte staatliche Propaganda

und staatlich verordnete "Zwangs-Solidarität". Zum anderen die konkrete

Erfahrung mit echten, lebendigen Russen am Arbeitsplatz oder in der

Ausbildung, die die simple, aber wichtige Erkenntnis lieferte, dass es

sich allen sonstigen Unterschieden zum Trotz auch um Menschen "wie Du

und ich" handelt.


Für die nicht so propaganda-erfahrenen Westdeutschen wäre vielleicht

eine kleine Handreichung angebracht: Woran erkennt man Propaganda als

solche? Spätestens dann ist etwas als Propaganda einzuordnen, wenn sie

neben sich keine andere Meinung mehr zulässt. Mit den weitverzweigten

Zensurmaßnahmen der US-dominierten Social-Media-Konzerne Youtube oder

Twitter und dem Niederschreien von "Abweichlern" in Talkshow-Formaten –

"Markus Lanz" von 2. Juni <https://www.zdf.de/gesellschaft/markus-lanz/

hat diesbezüglich eine gewisse Berühmtheit erlangt – ist dieses

Kriterium hinlänglich erfüllt.


------------------------------

/[1]/</Die" rel="noopener">https://makroskop.eu/26-2022/putin-und-putin/#_ftnref1>/Die 

Anregung zu "das Putin" verdanke ich Paul Steinhardt, der in seinen

Kommentaren auf MAKROSKOP schon länger die Schreibweise "Putin" (also

mit Anführungszeichen) verwendet, wenn er das von den Medien imaginierte

oder projizierte Feindbild von Putin bzw. Russland meint.


[2]<Bashar" rel="noopener">https://makroskop.eu/26-2022/putin-und-putin/#_ftnref2>Bashar 

al-Assad in Syrien, von der Tagesschau jahrelang nur als "Machthaber"

oder "Führer des Regimes in Damaskus" betitelt, hat aber gewisse Chancen

auf Restitution seines Titels "Präsident", denn in einem jüngeren

Tagesschau-Beitrag war tatsächlich nicht mehr von "Regime", sondern von

"Regierung in Damaskus" die Rede.


[3]<Die" rel="noopener">https://makroskop.eu/26-2022/putin-und-putin/#_ftnref3>Die 

Kurzstreckenrakete vom Typ Totschka, mitsamt ihren Varianten wie zum

Beispiel "U", war zu Sowjetzeiten entwickelt und in großer Zahl an die

Truppenteile in allen Sowjetrepubliken ausgeliefert worden. Während

Russland nach eigener Aussage alle Totschkas schon längst ausgemustert

hat, sind diese Raketen bei den ukrainischen Streitkräften weiterhin im

Einsatz.


[4]<//Dazu" rel="noopener">https://makroskop.eu/26-2022/putin-und-putin/#_ftnref4>//Dazu 

passend eine Reuters-Meldung vom März: > March 10 (Reuters) - Meta

Platforms (FB.O) will allow Facebook and Instagram users in some

countries to call for violence against Russians and Russian soldiers in

the context of the Ukraine invasion, according to internal emails seen

by Reuters on Thursday, in a temporary change to its hate speech policy.

The social media company is also temporarily allowing some posts that

call for death to Russian President Vladimir Putin or Belarusian

President Alexander Lukashenko in countries including Russia, Ukraine

and Poland, according to a series of internal emails to its content

moderators. These calls for the leaders' deaths will be allowed unless

they contain other targets or have two indicators of credibility, such

as the location or method, one email said, in a recent change to the

company's rules on violence and incitement.

/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

29.07.2022

Die offenen Feinde und ihre Gesellschaft

aus e-mail von Doris Pumphrey, 29. Juli 2022,


https://makroskop.eu/26-2022/die-offenen-feinde-und-ihre-gesellschaft/

27. Juli 2022


*Die offenen Feinde und ihre Gesellschaft

*Von Sebastian Müller


*Kritisieren Sie die Sanktionen? Eine Eskalation des Ukraine-Kriegs

halten Sie für gefährlich? Für die Freiheit wollen Sie nicht frieren?

Dann sind sie womöglich rechts – und ein Staatsfeind.


*Wer liest eigentlich noch Machiavelli? Der Florentiner schrieb einmal:

„Nicht wer zuerst die Waffen ergreift, ist Anstifter des Unheils,

sondern wer dazu nötigt“. Ein Satz, der blasphemisch anmutet in einer

Zeit, in der die Rolle des Anstifters völlig klar zu sein scheint. Und

auch die alte Linke, die Imperialismus und Angriffskriege immer

geißelte, mochte Machiavelli, den Theoretiker eiskalter Machtpolitik,

noch nie leiden.


*Doch was ist heute überhaupt noch links? *Eine Frage, die sich immer

häufiger stellt. Schon seit mindestens einem Jahrzehnt sind die

altbekannten politischen Koordinaten in Auflösung begriffen. Doch der

Ukraine-Krieg hat endgültig alles auf den Kopf gestellt: Bei den Grünen

und in der Führungsriege der niedergehenden Linkspartei fordert man

schwere Waffenlieferungen in die Ukraine und bejubelt jeden neuen Antrag

auf eine NATO-Mitgliedschaft an den Grenzen Russlands. Die SPD, der noch

immer eine „Russlandobsession“ nachgesagt wird, spielt halbherzig mit.


Allein die AfD – verkehrte Welt – stört den konsensualen Bellizismus im

Bundestag: Die Ampel habe Deutschland in „eine wirtschaftliche

Kriegslage hineinmanövriert“, heißt es dort. Ein Befund zwar, der nur

schwer von der Hand zu weisen ist, aber auch eine Aussage, die ob ihres

neuerdings „staatsfeindlichen“ Gehalts für Innenministerin Nancy Faeser

ein Fall für den Verfassungsschutz sein dürfte.


Auch die einst so verhasste atlantische Partnerschaft ist plötzlich

wieder en vogue, der während des trumpischen Intermezzos kurzeitig

gerissene atlantische Cordon Sanitaire stärker denn je, die europäische

Trainingsgruppe bereit, dem Pacemaker Biden in der Eskalationsspirale

bedingungslos zu folgen.


Dass der EU einmal mehr die eigene Stimme versagt in diesem Krieg im

Osten Europas, wenn sie denn je eine hatte, ist trotz ständiger

Selbstvergewisserung der eigenen Werte wenig überraschend. Dass nun auch

die einstige Linke ihre Ostpolitik durch stramme Westbindung ersetzt,

mag eine Randnotiz bleiben, angesichts des russischen Kriegseintritts.

Immerhin wird die alte sozialdemokratische Annäherungspolitik von Brandt

bis Schröder heute von einer neuen Koalition der Willigen als der größte

Irrtum deutscher Nachkriegspolitik umgeschrieben.


„Es sind die Versäumnisse der letzten Dekade, die uns jetzt in diese

Bedrängnisse geführt haben", sagte Wirtschaftsminister Robert Habeck und

meint die verschlafene Energiewende unter Schröder und Merkel, die uns

die Abhängigkeit von russischem Öl und Gas beschert habe. Das gerade das

billige russische Gas eine wichtige Übergangstechnologie für die nun

beerdigte deutsche Energiewende war, ficht Habeck und Außenministerin

Annalena Baerbock, die gefühlten Schrittmacher in der Bundesregierung,

nicht an. Um nicht weiter im Regen zu stehen, soll es parallel zu den

wenig hinterfragten Sanktionen eine Substituierung durch amerikanische

und katarische Quellen geben. Dass das einer neuen, nur teureren

Abhängigkeit entspricht, interessiert kaum jemanden.


Überspitzt könnte man sagen, was einmal links gewesen war, ist heute

rechts: Globalisierungskritik, Skepsis gegenüber dem Narrativ des

moralisch höherstehenden Westens und seines missionarischen

Universalismus – oder heute: die Kritik an der westlichen

Eskalationspolitik am Vorabend des Ukraine-Kriegs, der ja im Grunde

schon seit 2014 tobt.


Für diese verblüffende Verschiebung von links nach rechts und umgekehrt

versuchte bereits 2007 der Zeit-Journalist Thomas Assheuer eine

Erklärung in der Geschichte zu finden: „Dass Deutschland das ‚Subzentrum

des amerikanischen Imperialismus‘ ist (Andreas Baader), das war nicht

nur ein linker Refrain, die alte und neue Rechte sang es genauso.“


*Die neuen Staatsfeinde


*Heute, so wird gemunkelt, muss man kein Andreas Baader mehr sein, um

als (rechter) Staatsfeind durchzugehen. Es reicht schon, in Hörweite des

Verfassungsschutzes einfache Fragen zu stellen: Was bedeutet die

Eskalation des Konflikts auf wirtschaftlicher Ebene für die

Lebenswirklichkeit der Menschen, deren Interessen die Politik auf dem

Papier eigentlich vertreten soll? Was bedeutet es, wenn Deutschland in

drei, vier, fünf Monaten vor einem Gasversorgungsproblem steht, wenn die

Versorgungslage gar dramatisch wird? Wenn die Wirtschaft in einer tiefen

Rezession steckt? Und sollten diese Szenarien eintreten, sind die

Entlastungspakete der Bundesregierung dann nur ein Tropfen auf dem

heißen Stein?


Schon jetzt sorgt die Versorgungslage für höhere Preise und ist für

viele Geringverdiener eine nur noch schwer zu stemmende Last. Und doch

könnte es noch dicker kommen: Habeck will über die Regeln im Notfallplan

Gas „vielleicht nochmal nachdenken“, sollten die Gasströme monatelang

unterbrochen sein. Mit der Gas-Warnstufe 2 hat er den Grundstein dafür

gelegt, dass Preisgarantien hinfällig und bei einer Gasmangellage

Preiserhöhungen direkt an den Kunden weitergeben werden können, um

Unternehmen zu entlasten. Zumal Habeck eine Deckelung der Gaspreise

durch den Staat ablehnt. Möglich gemacht hat das eine Novelle des

Energiesicherungsgesetzes. Heißt: Wieder einmal zahlen den Preis also

vor allem die unteren Einkommensschichten in Deutschland, trotz aller

Lippenbekenntnisse der Regierung, man wolle genau diese entlasten.


Dass es dieser linksliberalen Regierung wie schon ihrer geistigen

Vorgängerin von 1998 bis 2005 nicht ernst ist mit einem Lastenausgleich,

der den Namen auch verdient, verwundert indes nicht

<https://makroskop.eu/47-2021/vorwaerts-immer-rueckwaerts-nimmer/>. Der

zelebrierte Schulterschluss mit der Arbeiterklasse, die einem doch

kulturell stets fremd blieb, diente der akademischen Linken schon in den

60er Jahren vor allem der Selbstzierde und zur Schaustellung eines

revolutionären Habitus, der bei den heutigen Grünen in einen

selbstgefälligen Progressivismus übergegangen ist.


Jenseits aller Rhetorik sieht die Realität anders aus. Die Revoluzzer

von einst und ihre Erben, das sich progressiv gebende, postmoderne

Milieu, hat sich in den schicken und teuren Altbauwohnungen der Republik

niedergelassen, es besitzt neue Götzen und neue Feinde. Wie sich schon

im Jugoslawien-Krieg offenbarte, hat es seinen Frieden mit dem

wertegeleiteten Interventionismus geschlossen und ist dem Markt hörig

bis gläubig (damit sich – Habeck – "die ganze Kreativität des Marktes

dem Ziel der Klimaneutralität richtet“). Seine Feinde sind all jene

geworden, die skeptisch geblieben sind. Der Feind ist das, was früher

vielleicht einmal links war.


Mit hoher Wahrscheinlichkeit sitzt dieser Feind nicht in einer

geräumigen Altbauwohnung wie die grüne Stammwählerschaft, sondern in

einer 47m² Wohnung Baujahr 1966. Vielleicht bezieht dieser Feind 789

Euro Arbeitslosengeld und ein paar Euro Mietzuschuss – was gerade so zum

Überleben aber nicht zum Leben reicht. Und vielleicht hat dieser Feind

im Jahr 2003 275 Euro Miete gezahlt und ist jetzt – nachdem der

Immobilienbesitzer, der vor 50 Jahren noch die Weltrevolution plante,

mit einem Balkonanbau in die Wertsteigerung investiert hat – bei 434

Euro Miete angekommen. Ein Feind, der vielleicht das 65. Lebensjahr

erreicht hat und eine Bruttorente von 930 Euro erwarten darf, obwohl er

seit seinem vierzehnten Lebensjahr, als er 1972 die Maurerlehre begann,

berufstätig war.


Wenn sich nicht nur die Lebensmittelpreise erhöhen, sondern auch die

Strom- und Heizkosten mehr als verdreifachen, dann verdampft unter

solchen Bedingungen nicht nur die einmalige Energiepreispauschale, die

die Bundesregierung als Almosen gewährt. Die Feinde, sie könnten

zahlreich werden.


Nun dämmert den amtierenden Architekten der sanktionsbewehrten

Energiewende, dass es mit „Frieren für die Freiheit“ vielleicht doch

nicht getan ist, sondern dass die Republik vor einer sozialen

Zerreisprobe stehen könnte. Jene Klientel, die einst selbst für soziale

Unruhen sorgte, fürchtet sich nun vor dem Winter und den sozialen

Unruhen der Anderen: „Das wird die gesellschaftliche Solidarität bis an

die Grenze und wahrscheinlich darüber hinaus strapazieren“, sagt der

gleiche Habeck, der einen Gaspreisdeckel ablehnt. Annalena Baerbock

rutschte in einem Livegespräch mit dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“

die Bemerkung raus, wenn das Gas versiege, „dann sind wir mit

Volksaufständen beschäftigt“.


Vorsorglich stellte Nancy Faeser alle, die bald gegen die Energiepolitik

und steigende Preise auf die Straße gehen könnten, in eine Ecke mit

Rechtsextremisten und Corona-Kritikern. Damit sind die Proteste bereits

geframed, bevor sie überhaupt begonnen haben. Die Freiheit, von der

derzeit so viel die Rede ist, wird offenkundig nicht in der Ukraine

verteidigt. Und der Autoritarismus ist kein Importprodukt wie russisches

Gas – er wächst vor der eigenen Haustür.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

29.07.2022

Die gescheiterte Isolierung Russlands - Lawrow lässt Blinken abblitzen

pressefreiheit.rtde.tech, 29 Juli 2022 11:47 Uh, von Seyed Alireza Mousavi

Die meisten Länder des Globalen Südens unterstützen das westliche Narrativ über den Ukraine-Krieg nicht. Auch das ist eine Lektion aus diesem Konflikt für die westlichen Eliten, die sich in letzter Zeit immer selbst überschätzt haben.


Die gescheiterte Isolierung Russlands - Lawrow lässt Blinken abblitzen


Zitat: Der Westen hat seit dem Ukraine-Krieg vergeblich versucht, Russland auf der geopolitischen Ebene zu isolieren und die Gefährdung seiner eigenen Interessen durch mediales Framing als die der "Weltsicherheit" darzustellen. US-Außenminister Antony Blinken erklärte sich nun bereit, mit seinem russischen Amtskollegen Sergei Lawrow zu sprechen, nachdem die Strategie des Westens zur Isolierung Russlands international fehlgeschlagen war. 


Afrika-Tour: Lawrow lobt afrikanische Länder für deren unabhängigen Weg bei Ukraine-Frage





Afrika-Tour: Lawrow lobt afrikanische Länder für deren unabhängigen Weg bei Ukraine-Frage





Seit dem Ukraine-Krieg sind nicht-westliche Allianzen dabei, an Dynamik zu gewinnen. Die BRICS-Staaten hielten vor Kurzem ihr 14. Gipfeltreffen als ein Gegenmodell zur Staatengruppe G7 ab. Seit der Verhängung der historisch beispiellosen Sanktionen des Westens gegen Moskau rücken Russland, China und Staaten des Globalen Südens enger zusammen. Mit China, Brasilien, Indien und Südafrika unterstützen vier Länder Russland, die alle gemeinsam ein Drittel der globalen Wirtschaftsleistung produzieren. Sie beziehen mehr denn je Dünger, Energie oder Waffen aus Russland.


Obwohl US-Präsident Joe Biden bei seiner ersten Nahosttour verkündete, dass die USA kein Vakuum für China, Russland und Iran im Nahen Osten hinterlassen würden und weiterhin "engagiert" in der Region bleiben wollten, brachte seine Reise im Zuge des Ukraine-Krieges kaum handfeste Ergebnisse.


Als Reaktion auf den von den USA initiierten Golf-Gipfel in Saudi-Arabien leitete Putin einen Teheraner Gegengipfel in Iran, auf dem sich der russische Präsident und sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdoğan sowie der iranische Präsident Ebrahim Raisi zusammengefunden hatten. Moskau und Teheran versuchen seit dem Ukraine-Krieg, ein asiatisches Gegenmodell zum arabisch-israelischen Ordnungsmodell im Nahen Osten zu etablieren.


Die Illusion einer russischen Isolation –  Achse Teheran-Moskau zeichnet sich ab




Analyse

Die Illusion einer russischen Isolation – Achse Teheran-Moskau zeichnet sich ab






Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron und der russische Außenminister Lawrow warben kürzlich um afrikanische Regierungen. Der Westen hat dort allerdings einen Startnachteil wegen der Kolonialisierung Afrikas vor allem durch Frankreich. Während seines Treffens mit dem Rat der Arabischen Liga in Kairo hatte Lawrow letzte Woche gesagt, man stehe "am Beginn einer neuen Ära". Während Lawrow den "unabhängigen Weg", den afrikanische Länder bei der Ukraine-Frage eingeschlagen haben, lobte, warf Macron den Afrikanern auf seiner Afrika-Reise "Scheinheiligkeit" bezüglich des Ukraine-Krieges vor. Ugandas Präsident Yoweri Museveni sagte bei seinem Treffen mit dem russischen Top-Diplomaten, Russland sei seit einem Jahrhundert ein Partner im Kampf gegen den Kolonialismus. Nur aufgrund seiner Rivalität mit den USA werde das Land nicht auf einmal auch ein Feind Ugandas.


Die meisten Länder des Globalen Südens unterstützen das westliche Narrativ über den Ukraine-Krieg nicht. Auch das ist eine Lektion aus der Ukraine-Krise für den Westen. Während der Westen weiterhin versucht, sich an die schwindende Perspektive der unipolaren Welt zu klammern, ist es Russland in letzter Zeit gelungen, Netzwerke zu knüpfen und den Trend zu einer neuen multipolaren Welt und dem Ende der US-Hegemonie zu beschleunigen.


Russlands Außenminister Lawrow hat übrigens dem Wunsch seines US-Amtskollegen Blinken nach einem Telefongespräch in den kommenden Tagen aus Zeitgründen vorerst eine Absage erteilt. Sein Terminkalender sei derzeit voll.


Mehr zum Thema - Wladimir Putin besucht Iran – Schnelle Reaktion auf US-initiierten Golf-Gipfel


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://pressefreiheit.rtde.tech/meinung/144720-blinkens-wunsch-nach-telefonat-mit


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

29.07.2022

Zentrum Liberale Moderne: verzückte Bellizisten mit Staatsförderung

pressefreiheit.rtde.tech, 29 Juli 2022 06:45 Uhr, von Dagmar Henn

Die Stiftung der altgrünen Kriegsprediger Fücks und Harms lässt sich mit staatlichen Mitteln finanzieren, um zu erklären, dass ihre Gegner auch die des Staates sind. Ein geschlossener Kreislauf. Aber wäre das nur alles, was sie uns eingebrockt haben...


Zentrum Liberale Moderne: verzückte Bellizisten mit Staatsförderung


Die Welt der "Faktenchecker" ist ein Sumpf, das ist schon klar, wenn man die Verbindungen ins antideutsche Milieu und die staatliche Finanzierung betrachtet. Friedrich Küppersbusch hat sich nun das "Zentrum Liberale Moderne" vorgenommen (sehenswerter Beitrag übrigens!) und herausgefunden, dass es für seine "Gegnerbeobachtung" Zuwendungen aus dem Bundesfamilienministerium in Höhe von über 230.000 Euro und vom Bundespresseamt ohne Zweckbestimmung eine weitere halbe Million erhielt.


Die deutschen Grünen: Für das Land, das Klima und den Frieden eine einzige Katastrophe




Meinung

Die deutschen Grünen: Für das Land, das Klima und den Frieden eine einzige Katastrophe






Im Kern des Zentrums Liberale Moderne steht ein Terzett, das uns die heutige Misere tatkräftig mit eingebrockt hat: das Pärchen Ralf Fücks und Marieluise Beck sowie Rebecca Harms. Fücks war viele Jahre lang Chef der grünen Heinrich-Böll-Stiftung, die beiden Frauen waren Abgeordnete im Bundestag und im Europaparlament. An Altersarmut kann es also nicht liegen, dass die drei sich ein neues Vehikel geschaffen haben, um ihre Positionen zu verbreiten. Sie sind Überzeugungstäter. Und Zensur ist ein einträgliches Geschäft, wie man sieht.


Alle drei waren schon lange in der Ukraine involviert. Fücks hatte als Chef der Stiftung die letzte Kontrolle über das Budget der Auslandsstiftung der Heinrich-Böll-Stiftung, die vor allem in Osteuropa und da insbesondere in der Ukraine aktiv war. Schon die "Orange Revolution", eine Art Maidanprobe im Jahr 2004 (die übrigens auch schon Bandera glorifizierte), wurde von der Stiftung unterstützt; sie initiierte die "Kiewer Gespräche" mit, eine Einrichtung, die über sich selbst schreibt: "Als Förderer und Unterstützer dieses Vorhabens konnten bislang die Robert-Bosch-Stiftung, das Auswärtige Amt, die Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde, die Heinrich-Böll-Stiftung, die Friedrich-Naumann-Stiftung, die Friedrich-Ebert-Stiftung, die Konrad-Adenauer-Stiftung, PAUCI Kiew - Warschau, das Razumkov Centre, die International Renaissance Foundation, das Deutsch-Ukrainische Forum sowie als Medienpartner die Deutsche Welle gewonnen werden."


Die International Renaissance Foundation, eine Soros-Stiftung, hat übrigens, das berichtet Küppersbusch ebenfalls, dem Zentrum Liberale Moderne auch Geld zukommen lassen. Man könnte fast sagen, für treue Dienste.


Wie die EU ihre Bürger unter den Folgen einer gescheiterten Russland-Politik leiden lässt




Meinung

Wie die EU ihre Bürger unter den Folgen einer gescheiterten Russland-Politik leiden lässt






Diese Auslandsarbeit der Parteistiftungen, die ihre Mittel vom Auswärtigen Amt erhält, funktioniert in zwei Richtungen. Zum einen dienen die Stiftungen dazu, sich eine Truppe genehmer Politiker heranzuziehen. Möglichst ab Studienbeginn. Sie beeinflussen die Politik des Gastlandes mit dem ganzen Spektrum von Diskussionsveranstaltungen bis hin zu Putschvorbereitungen, wie man am Fall der Friedrich-Naumann-Stiftung letztes Jahr erst in Peru verfolgen konnte. Dieser Teil der Arbeit ist also irgendwo zwischen politischer Bildung und Geheimdiensttätigkeit angesiedelt. Und die Mischung wirkt auf den ersten Blick so unschuldig, dass das US-amerikanische National Endowment for Democracy (NED) diesem Modell nachgebildet wurde; niemand wolle mehr Geld direkt von der CIA nehmen, so war damals die Argumentation, aber wenn man das deutsche Stiftungsmodell übernähme...


Es gibt aber noch die Wirkung nach innen. Die Partner, die sich die Auslandsstiftung auswählt, sind dann natürlich auch die Vorzeigeexperten nach innen und erklären der Partei, zu der die Stiftung gehört, die Welt. Fücks, dessen politische Ursprünge wie die seiner Frau Marieluise Beck beim KBW (Kommunistischer Bund Westdeutschland) liegen, der in der ganzen Landschaft der "Neuen Linken" der 1970er besonders antisowjetisch war, erwies sich als ideale Figur, um in seiner Partei eine antirussische und NATO-freundliche Position durchzusetzen. Schon seit 2013 widmete sich die Böll-Stiftung der Weißwaschung der ukrainischen Nazi-Partei Swoboda, und dass es nach 2014 gelang, weite Teile der deutschen Linken vom Charakter der Putschregierung abzulenken, ist ein Ergebnis seiner Tätigkeit.


Zensur ist der Truppe nicht wesensfremd. Zwei Tage vor dem Putsch 2014 veröffentlichte die Heinrich-Böll-Stiftung einen Text mit dem Titel "Euromaidan: Keine extremistische, sondern eine freiheitliche Massenbewegung". Darin findet sich folgender Abschnitt: "Angesichts dieser Risiken bitten wir Kommentatoren, etwa solche aus dem linken Spektrum, bei ihrer berechtigten Kritik des radikal ethno-nationalistischen Lagers im EuroMaidan vorsichtig zu sein, da entsprechende Texte leicht von Moskaus 'Polittechnologen' instrumentalisiert werden können, um Putins geopolitische Projekte umzusetzen." Anders gesagt: Auch wenn tatsächlich ukrainische Nazis bei der Durchführung des Putsches eine zentrale Rolle spielten - nicht darüber reden! Es könnte Putin nützen...

"Riskanter Bellizismus" – Ex-Innenminister Schily wirft Grünen Kriegsverherrlichung vor





"Riskanter Bellizismus" – Ex-Innenminister Schily wirft Grünen Kriegsverherrlichung vor






Das Land sei nun einmal eine Übergangsgesellschaft und politisch wie ökonomisch nicht stabil. "Eine Unterstützung von Fundamentalismus, Ethnozentrismus und Ultranationalismus hat vor diesem Hintergrund manchmal mehr mit der andauernden Verwirrung und den täglichen Sorgen der unter solchen Verhältnissen lebenden Menschen zu tun, als mit ihren tieferen Überzeugungen." Das haben die Opfer dieser Truppen sicher gerne gehört - jene beispielsweise, die wenige Monate später von Asow in Mariupol gefoltert wurden, oder Gefangene, denen man Hakenkreuze in die Haut brannte.


Unterzeichnet wurde dieser Text damals von den üblichen Verdächtigen, die auch heute wieder auftauchen, um mehr Waffen für die Ukraine zu fordern: neben den mithilfe der Fördermittel der Böll-Stiftung Herangezüchteten auch der US-Historiker Timothy Snyder und Andreas Umland. Natürlich stehen bei den ukrainischen Unterzeichnern zwar alle möglichen Initiativen und Personen, aber nicht, ob und wie sehr diese von den Mitteln der Böll-Stiftung abhängen. Die Stiftungsgelder können nämlich, das kann man auch bei der Arbeit des NED immer wieder sehen, eingesetzt werden, um sich eine eigene "Zivilgesellschaft" aus der Retorte zu ziehen, die nach außen hin eine Vielfalt und eine Verankerung in der Bevölkerung vorgeben kann, die mit der Realität nichts zu tun hat.


Fücks, Beck und Harms jedenfalls haben schon lange vor dem Maidan-Putsch daran gearbeitet, der Mär von der guten, demokratischen Ukraine, die vom bösen Putin bedroht wird, in ihrer Partei die Mehrheit zu verschaffen.


Zwei Grüne auf dem Kriegspfad – nach innen wie nach außen






Meinung

Zwei Grüne auf dem Kriegspfad – nach innen wie nach außen




Selbst den grundlegenden Irrtum, dessen Konsequenzen unter Habeck jetzt bis in die deutschen Wohnstuben (oder Duschkabinen) reichen, hat Fücks bereits 2014 in einem Artikel für die Süddeutsche formuliert, in dem er schärfere Sanktionen verlangte: "Niemand will eine militärische Konfrontation mit Russland. Aber das Land ist wirtschaftlich viel stärker von Europa abhängig als umgekehrt." Damals war noch nicht einmal das grüne Publikum bereit, sich auf seine Positionen einzulassen, und es erfolgten viele kritische Kommentare. Fücks hat darauf mit Beschimpfungen reagiert, die Öffentlichkeit sei nicht bereit, im Kampf für die "gemeinsamen Werte" Europas Opfer zu bringen und hege heimliche Sympathien für Moskau, das "globale Hauptquartier des Autoritarismus".


Inzwischen ist der notorische Russenhasser in Rente und hat sich besagte eigene Stiftung zugelegt, die vom Familienministerium die "Gegnerbeobachtung" finanziert bekommt. Um die Aussagen regierungskritischer Portale zu bewerten, ist eine GmbH, deren Mitinhaberin Marieluise Beck betont, es müssten noch viel mehr Waffen in die Ukraine geliefert werden, sicher eine geeignete Stelle, bei der halbwegs legitimierte Erkenntnisse erwartet werden können...


Die erste "Fallstudie" dieser staatlich finanzierten Inquisition befasst sich mit den Nachdenkseiten. Und bringt es fertig, sich schon in der Einleitung auf eine Studie der Otto-Brenner-Stiftung zu beziehen, die derart peinlich war, dass sie zurückgezogen werden musste. Die Nachdenkseiten, deren Herausgeber der ehemalige Wahlkampfleiter Willi Brandts, Albrecht Müller, ist, und die über lange Zeit hinweg eines der wenigen Medien waren, das gegen die neoliberale Ideologie anschrieb, werden natürlich verteufelt. Der endgültige Sündenfall wird in der Fallstudie in diesen Satz gebannt: "2020 hielt dann der Chefredakteur des russischen Auslandssenders RT DE, Iwan Rodionow, die Pleisweiler Gespräche als Online-Vortrag. Er 'informiert' über die angebliche Einseitigkeit der 'Mainstream-Medien' in der Berichterstattung über Russland."


Subventionierte "Pattex-Kinder": Regierung unterstützte indirekt Aktionen der "Letzten Generation"





Subventionierte "Pattex-Kinder": Regierung unterstützte indirekt Aktionen der "Letzten Generation"





Das Fazit, das die "Gegnerbeobachtung" unter reichlichem Einsatz der schon in jenem Otto-Brenner-Stiftungspapier verwendeten Kontaktschuldthese am Ende zieht, lautet: "Eingebettet in ein sich selbst "alternativ" gebendes Spektrum verschiedener Medienportale, verbreiten sie mittels einer umfangreichen Mischung aus eigener AutorInnenschaft, Verlinkungen und Gastbeiträgen fundamentaloppositionelle Erzählungen gegen den vermeintlich US- und NATO-gesteuerten 'Mainstream'."


Wenn man so arbeiten wollte, wie das die "Gegnerbeobachtung" tut, müsste man Fücks, Beck und Harms in einer Querfront mit ukrainischen Nazis sehen und ihnen eine Tätigkeit in fremdem Auftrag, wahlweise CIA oder MI6, unterstellen; schon gar angesichts der Früchte ihres jahrzehntelangen Handelns. Aber das wollen wir nicht tun. Sie sind nur originär deutsche Russenhasser, denen der Schaum vor dem eigenen Mund derart die Sicht versperrt, dass sie nicht ansatzweise begreifen, dass sie gerade ihr eigenes Land ruinieren. Die hemmungslos staatliche Mittel abgreifen (von dem Geld, das das Bundesfamilienministerium in die "Gegnerbeobachtung" gesteckt hat, könnten zehn alleinerziehende Mütter ein Jahr lang gut leben), um in einer Feedbackschleife genau die Positionen als alleingültige bestätigen zu lassen, die sie schon immer vertreten haben.

Sie haben jetzt die Zeit ihres Lebens. Aus allen Fernsehkanälen schallt ihnen das entgegen, was sie immer hören wollten; aus allen Zeitungsseiten trieft der verzückte Bellizismus der Princess-Diana-Imitatorin Beck. Aber wenn irgendwann die Deutschen begreifen, wofür sie frieren und hungern sollen, dann wird es auch Verantwortung geben für diese Kriegstreiberei. Beck, Fücks und Harms haben so etwas wie Habeck und Baerbock ausgebrütet.


Mehr zum Thema - Grün ist der Untergang – Teil 3: Die Liebe zum transatlantischen Herrchen


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29.07.2022

Da gehen, wehen und kämpfen sie – die woken Ideologien

pressefreiheit.rtde.tech, 28 Juli 2022 19:02 Uhr, von Tom J. Wellbrock

Voller Stolz hisst Deutschlands Gesundheitsminister die Regenbogen-Fahne. Voller "unangenehmer" Gefühle erzwingen Besucher eines Konzertes dessen Abbruch, weil die Band es wagte, Rastalocken zur Schau zu tragen. Der Christopher-Street-Day wird zu einem politikarmen Politikum und die Ideologisierung schreitet in Kriegszeiten unaufhaltsam voran.


Da gehen, wehen und kämpfen sie – die woken Ideologien


Zitat: Was sagt es über eine Gesellschaft aus, wenn sich Konzertbesucher über "Unwohlsein" beklagen, weil eine aus Weißen bestehende Band namens "Lauwarm" Reggae-Musik spielt? Und was für eine Botschaft transportiert es, wenn nach dem Abbruch des Konzerts der Veranstalter eine globale Entschuldigung gegenüber all den Menschen ausspricht, bei denen dieses Konzert "schlechte Gefühle" ausgelöst hat?


Es spricht Bände. Es zeigt eine erschreckende Ich-Bezogenheit auf der einen, und eine unerträgliche Arroganz auf der anderen Seite. Der Wokeness-Experte spricht hier hochtrabend von "kultureller Aneignung", also dem Versuch weißer Menschen, sich ungefragt an der Kultur nicht-weißer Menschen zu bedienen. Schwarze sind nur selten Bestandteile der Diskussion.

Aber bei Lichte betrachtet sind diese Vorfälle – so ärgerlich und unverständlich sie für die Band auch sein mögen – Peanuts auf dem Weg in eine Gesellschaft der entpolitisierten Ideologie.


Fragwürdige Prioritäten

Volksaufstände oder Unterwerfung – wie werden die Deutschen im Herbst reagieren?





Meinung

Volksaufstände oder Unterwerfung – wie werden die Deutschen im Herbst reagieren?




Erneut steht uns ein Herbst bevor, der an den Nerven nagt. Politik und ausgewählte Wissenschaftler entwickeln bei dem Gedanken an neue, alte Maßnahmen bereits Speichel um die Mundwinkel herum. Und dann ist da ja auch noch die Energiekrise, herbeigeführt von denselben Politikern, die schon durch ihre Corona-Politik weite Teile der Gesellschaft lahmgelegt oder in den schieren Wahnsinn getrieben haben.


Da braucht es Ausgleich, irgendetwas, das die Gemüter beruhigt. Das Hissen der Regenbogen-Fahne über dem Reichstag eignet sich als eine solch ausgleichende Maßnahme allerdings nicht einmal ansatzweise, im Gegenteil. Das Getöse um Schwule, Lesben, Transmenschen und was es noch so alles gibt, treibt einen Keil in die Gesellschaft. Was soll die alleinerziehende Mutter mit Minijob auch denken, wenn sie die Diskussionen und Solidaritätsbekundungen gegenüber einer Bevölkerungsgruppe sieht, mit der sie nicht das Geringste zu tun hat? Kann der Zeitarbeiter seine Miete leichter aufbringen, wenn sich ab nächstem Jahr eine kleine Gruppe Menschen wahlweise als Mann oder Frau bezeichnen darf, und das im jährlichen Intervall?


Nein, hier wird weder Solidarität noch Toleranz demonstriert, sondern das Ausgrenzen der "normalen Leute" aus dem gesellschaftlichen Geschehen.


Problem erkannt, Problem verbannt

In einer perfekten Welt kann man die Thematik der Schwulen und Lesben und die Frage, ob es zwei, drei oder 72 Geschlechter gibt, ausgiebig diskutieren. Im gesamtgesellschaftlichen Kontext sind dies – das muss man so nüchtern betrachten – Luxusprobleme. Etwas anderes wäre es, wenn man in diesem Zusammenhang darüber spricht, ob Schwule, Lesben oder Transmenschen Schwierigkeiten im Berufsleben haben. Dann könnte man den Bogen zur Gruppe der Frauen spannen, man könnte über zu niedrige Löhne im Allgemeinen sprechen, über das verheerende Prinzip der Zeitarbeit, über befristete Verträge, Praktika als Ausbeutungsinstrument und die aus den Katastrophen des Arbeitsmarktes entstehende Kinder- und Altersarmut. Das wäre eine gesellschaftliche Diskussion, in der die Betroffenen berücksichtigt werden, egal welchen persönlichen Hintergrund sie haben. Doch davon sind wir weit entfernt.


Für Aussage "Biologische Männer können nicht lesbisch sein" drei Jahre Gefängnis?





Für Aussage "Biologische Männer können nicht lesbisch sein" drei Jahre Gefängnis?






Stattdessen macht sich bei vielen Menschen das Gefühl breit, dass sie faktisch überhaupt keine Rolle mehr spielen. Wer sich Gedanken über im Herbst steigende Energiepreise macht oder schon jetzt davon betroffen ist, hat wenig Sinn für die Geschlechterfrage. Ein Hartz-IV-Empfänger mit leerem Kühlschrank fragt sich auch nicht, woher dieser Stern da oben kommen mag, der so wahnsinnig hell scheint – gestern war er doch noch nicht da. Nein, der Hartz-IV-Empfänger betrachtet seinen Kühlschrank, nicht den Sternenhimmel.


Doch Politiker stehen andachtsvoll vor der Regenbogen-Fahne, blicken selbstgerecht mit ausladender Geste hinauf und lassen sich mit der Bildunterschrift fotografieren:

"Es wurde Zeit, endlich etwas für die Gleichberechtigung zu tun."

Kühlschränke sehen sie vor ihrem geistigen Auge nicht, allenfalls die Champagnerflaschen, die sie aus diesen herausholen.


Entpolitisierung mit Ansage

Das woke und nicht mehr umkehrbare Problem der heutigen Zeit ist die Ideologisierung der Zeitgenossen. Man schießt sich auf ein Thema ein, von dem man glaubt, alles Recht der Welt zu haben, dieses auch in die Köpfe aller anderen einzupflanzen. Wenn diese sich weigern, da mitzugehen, wird die ideologisierte Keule ausgepackt. Da das eigene Thema richtig und wichtig sein muss, um die Welt zu verbessern, wird erwartet, dass alle es so sehen.


Die eigene, innere Ideologie wird so verfestigt, Lücken oder Brüche werden gefüllt oder geleugnet. Der Mikrokosmos verdrängt das große Ganze. Hinzu kommt eine nahezu vollständige Entpolitisierung, sodass das Prinzip der Ideologisierung nicht einmal bemerkt bzw. als politisches Denken eingeordnet wird.


Politik aber ist wie Wissenschaft, beides funktioniert nur, wenn Fragen gestellt werden und nach den Antworten darauf weitere Fragen folgen. Die Ideologie verzichtet auf Fragen, sie liefert ausschließlich Antworten, die nicht angezweifelt werden dürfen.


Das ist das Wesen der Ideologie. Und inzwischen auch das Wesen großer Teile der Gesellschaft.

Ein Umkehren ist nicht in Sicht. Zu wohl fühlen sich zu viele Menschen in ihrer kleinen, heilen Welt, in der alles seine Ordnung hat. Und wenn jemand dazwischen grätscht mit unpassenden Ansichten, verspürt man die Verpflichtung, diesen zu beschimpfen, auszugrenzen, zu verurteilen und als in der Summe schlechten Menschen darzustellen. Das ist überhaupt kein Problem, denn wenn die eigene Haltung perfekt ist, ist jede Abweichung verachtenswert.


Warum ich nicht mehr zum Christopher Street Day gehe





Meinung

Warum ich nicht mehr zum Christopher Street Day gehe






Lauthals und vehement wird Toleranz gefordert – versteckt wird damit eine Form der Intoleranz, die zum Himmel schreit. Bemerkt wird das nicht (mehr). Die woken Gedankenhüter sehen sich nicht nur im Recht, sie empfinden missionarischen Eifer, alle in ihre aufgeräumte Traumblase zu holen, die nicht bei drei auf den Bäumen sind. Ob die gewoketen Verfolgten das wollen oder nicht, spielt keine Rolle. Sie können es doch gar nicht beurteilen, da sie mit der verbotenen kulturellen Aneignung beschäftigt sind, die es ein für alle Mal abzuschaffen gilt.


Politisch korrekt?

Wie korrekt soll es noch werden? Soll, wer sich Rastalocken machen lassen will, zunächst ein wokes polizeiliches Führungszeugnis einholen? Soll, wer nicht bis zum letzten Komma/zur letzten Kommain korrekt gendert, mit einem vierzehntägigen Redeverbot belegt werden? Müssen künftig Wohnungen in den Regenbogenfarben gestrichen werden, um überhaupt einen Mietvertrag zu erhalten?


Das Problem ist größer als die lächerlichen Beispiele hier. Wokeness ist aggressiv, ist kriegerisch, verhält sich angreifend und einnehmend. Deutschlands vermeintliche Rolle in der Welt ist Wokeness pur! Man mag den Satz "Am deutschen Wesen soll die Welt genesen" für ausgelutscht und veraltet halten. Aber das Auftreten deutscher Politiker auf der Weltbühne zeigt genau, wo das Problem liegt: Es sind die deutschen Überzeugungen, die deutschen Erwartungen, die deutschen Forderungen, an denen sich der Rest der Welt gefälligst zu orientieren hat. Denn das Recht ist immer auf der Seite der Woken, auch wenn sie eine ganze Truppe größenwahnsinniger, woker Politiker sind.


Im Großen wie im Kleinen wird dabei deutlich, wohin Wokeness führt – zu einer Filterblase der Unbelehrbaren, die sich im Mittelpunkt des Universums sehen. Sie sind narzisstisch, beratungsresistent und skrupellos. Und sie pfeifen auf alle anderen. Weil alle anderen nur falsch liegen können.


Dieser Krieg braucht keine Waffen. Er zerstört mit dem Anspruch des Heilers.


Mehr zum Thema - Gender-Ideologien könnten die westliche Zivilisation für Generationen verändern

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://pressefreiheit.rtde.tech/meinung/144642-da-gehen-wehen-und-kampfen


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29.07.2022

Klatsche für den "BR": Nach 40 Minuten Diskussion lehnen Schüler das Gendern noch mehr ab

pressefreiheit.rtde.tech, vom 28 Juli 2022 21:01 Uhr, 

Ein Ausschnitt einer Diskussionsrunde des BR zum Thema "gendergerechte und gendersensible Sprache" sorgt derzeit im Netz für Erheiterung: In einer anschließenden Umfrage unter Schülern lehnen diese das Gendern ab – offenbar zum Missfallen der Moderatorin.


Klatsche für den "BR": Nach 40 Minuten Diskussion lehnen Schüler das Gendern noch mehr ab


Zitat: In den sozialen Medien sorgt derzeit ein Ausschnitt aus einer Diskussionsveranstaltung des Bayrischen Rundfunks (BR) für Erheiterung. Grund dafür: Während der Veranstaltung fuhr der Sender schwere Geschütze auf, um die Schüler vom Gendern zu überzeugen. Doch nach der Sendung lehnt die Mehrheit der Schüler die gendergerechte Sprache weiterhin ab.


Autorin verklagt Verlag wegen Gendern und bekommt Recht – "zeichnende Person" statt "Zeichner"





Autorin verklagt Verlag wegen Gendern und bekommt Recht – "zeichnende Person" statt "Zeichner"





Die Sendung wurde bereits am 31. Mai ausgestrahlt, findet aber erst jetzt Beachtung, nachdem Zusammenschnitte daraus in den sozialen Medien viral gehen. Im Mai veranstaltete die ARD einen "Tag der Diversität". Aus diesem Grund lud der BR Schüler und Gäste für ein Talkformat über "gendergerechte und gendersensible Sprache" ein. Während der Veranstaltung konnten die Schüler immer wieder über das Thema abstimmen, die Ergebnisse wurden in Echtzeit auf die Bühne projiziert.

Die Veranstaltung begann bereits skurril: Moderatorin Claudia Stamm, die früher für die Grünen im bayrischen Landtag saß, bis sie ihre eigene Kleinstpartei "mut" gründete, begrüßte die Zuschauer folgendermaßen:

"Herzlich willkommen, ihr Schülerinnen und Schüler, ihr Schülerinnen, ihr Schüler_Innen, ihr Lern_Ende und natürlich auch an die Lehrkräfte, an die Lehrer, an die Lehrer_Innen, an die Lehr_Enden…"

Laut Stamm sage ihre Anmoderation aber angeblich "überhaupt nichts über meine Haltung und meine Meinung aus". Das Publikum konnte mit der Abstimmungssoftware "Mentimeter" an der Umfrage teilnahmen. Eine erste Abfrage zu Beginn der Sendung zeigte: Den meisten war das Gendern "egal", auf Platz zwei folgte die Meinung "unnötig", gefolgt von "Gendern ist super".


Von den fünf Gästen argumentierten mindestens drei für das Gendern. Lediglich der ehemalige bayrische Landesschülersprecher Moritz Meusel mit einem Hintergrund bei den Jungen Liberalen sprach dabei grundsätzliche Probleme an: So mache Gendern beispielsweise Menschen mit einer Rechtschreib- oder Sprachschwäche das Leben schwer und spalte zwischen denen mit einer "richtigen" Moral und ohne. Zudem erinnere eine entsprechende Verordnung "von oben" einige an totalitäre Systeme.


"Gott+" – Katholische Jugendorganisation will Gott "gendern"





"Gott+" – Katholische Jugendorganisation will Gott "gendern"






Diese Argumente überzeugten die meisten Schüler offenbar. In einer abschließenden Umfrage wurden die Schüler gefragt, was sie nun vom Gendern hielten: Die meisten hielten "Gendern weiterhin für unnötig". Auf Platz zwei folgte "keine Meinung", dicht gefolgt von "Gendern finde ich ab jetzt doof". Danach folgte die Gruppe, die "Gendern weiterhin super findet". Schlusslicht waren die, die sich von der Diskussionsrunde überzeugen ließen und "Gendern ab jetzt super finden".


Mit den Ergebnissen zeigte sich die Moderatorin offenbar nicht sonderlich zufrieden, was beispielsweise hervortrat, als die Begründung eines Befragten vorgelesen wurde. Dieser meinte: "Es gibt wichtigere Fragen, die besprochen werden sollten." Stamm meinte daraufhin:

"Gut, das ist, ähm, ganz eindeutig 'ne Meinung."

In einem auf Twitter kursierenden Ausschnitt der Veranstaltung erklärte Stamm auch, dass sie darin einen Auftrag sehe:

"Das heißt aber auch, dass wir tatsächlich irgendwann vielleicht noch mal die Diskussion führen müssen, sozusagen, wie wir die Veränderung weiter kriegen – also wie wir sie schneller vorankriegen und nicht sozusagen Gremien es beschließen und dann vielleicht die Schüler_innen–schaft nicht mitgenommen wird, sondern eben quasi wirklich hier der Sprecher_innen–rat sagt, wir wollen jetzt gendern, aber es eben unten dann nicht ankommt."

Mehr zum ThemaGendern und Sprachverbote: Kanzlerkandidaten gegen strikte Vorschriften, aber…

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://pressefreiheit.rtde.tech/inland/144687-klatsche-fur-br-nach-40


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29.07.2022

Küppersbusch deckt Skandal auf: Bundespresseamt finanziert Grünen-Denkfabrik „LibMod“ mit 500.000 Euro jährlich

nachdenkseiten.de, 28. Juli 2022 um 15:20 Ein Artikel von: Florian Warweg

Friedrich Küppersbusch, bekannt unter anderem durch seine Moderation des WDR-Politmagazins ZAK und aktuell Betreiber von Küppersbusch TV, hat sich in seinem heute veröffentlichten ( Video https://www.youtube.com/watch?v=iZ-iEEfBGt0 11:41 Min.) investigativen Stück „Staatsknete für die richtige Meinung“ die Finanzierung der Grünen-nahen Denkfabrik „Zentrum Liberale Moderne“ (LibMod) und deren mit Steuergeld finanzierte Kampagne gegen die NachDenkSeiten in Form des Projektes „Gegneranalyse“ vorgenommen. Er ist dabei auf einen handfesten Skandal gestoßen. Wir empfehlen allen unseren Leserinnen und Lesern die Verbreitung dieses aufklärerischen Beitrags.

Zitat: Die NachDenkSeiten hatten bereits am 1. Juli über die Machenschaften der LibMod-Stiftung in dem Artikel „„Gegneranalyse“ – Das Bundesfamilienministerium finanziert ein Überwachungs- und Diffamierungsportal gegen kritische Medien“ berichtet und dargelegt, dass das Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) und die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) mit sechsstelligen Beträgen ein Projekt der Grünen-nahen Denkfabrik mit dem bezeichnenden Titel „Gegner-Analyse“ finanzieren, welches zum Ziel hat, angeblich „systemoppositionelle“ Medien zu überwachen und zu analysieren. Der Schwerpunkt des Überwachungs- und Diffamierungsprojektes liegt dabei auf den NachDenkSeiten. Bereits dies ein medienpolitischer Skandal, der seinesgleichen sucht.


Jetzt hat das Team um Friedrich Küppersbusch nachgelegt und einen weiteren Skandal bei der Finanzierung dieser höchstumstrittenen Denkfabrik aufgedeckt. Das Bundespresseamt, also das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, deren Chef der jeweilige Regierungssprecher ist, finanziert die extrem einseitig agierende LibMod mit jährlich 500.000 Euro. Die Gelder sind, wie Küppersbusch darlegt, nicht zweckgebunden, sondern dienen einer nicht näher definierten „institutionellen Förderung“. Wohlgemerkt, dies bei einer von grünen Funktionären gegründeten „gemeinnützigen“ GmbH, die, auch das zeigt der ehemalige ZAK-Moderator auf, bereits mit enormen Geldbeträgen unter anderem vom US-Oligarchen George Soros gesponsert wird. Zu Recht fragt er in dem Beitrag, wieso LibMod als gemeinnütziges Unternehmen einen Bilanzüberschuss in sechsstelliger Höhe erzielen kann und dann trotzdem noch vom BPA mit Steuergeldern in dieser Höhe unterstützt wird. Wohlgemerkt, wie Küppersbusch treffend zusammenfasst:

“Steuergelder, um politische Gegner niederzumachen”

Den ebenso unterhaltsamen wie investigativen Beitrag können Sie sich hier ansehen und gerne über Ihre Kontakte und Netzwerke noch bekannter machen:


Der von Küppersbusch aufgedeckte Skandal beschränkt sich aber nicht auf das Zentrum Liberale Moderne. Aus der Antwort an ihn vom Bundespresseamt ergibt sich, dass das BPA ausschließlich Organisationen im Rahmen der „institutionellen Förderung“ finanziert, die eine explizit transatlantische Agenda haben:

„Eine öffentliche Zuwendung als institutionelle Förderung des Bundes (über die Bewilligungsbehörde BPA) erhalten im Haushaltsjahr 2022 nach jetzigem Stand: Aspen Institute Deutschland e.V., Deutsche Atlantische Gesellschaft e.V.,Europa-Union Deutschland e.V., Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V., Zentrum für die liberale Moderne gGmbH“.

Diese extrem einseitige Förderung wäre wohl einen weiteren Beitrag von KüppersbuschTV wert.

Titelbild: Küppersbusch TV via YouTube


Mehr zum Thema: „Gegneranalyse“ – Das Bundesfamilienministerium finanziert ein Überwachungs- und Diffamierungsportal gegen kritische Medien


Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=86379

29.07.2022

Jürgen Todenhöfer über die wechselnden Feindbilder des Westens

nachdenkseiten.de, 28. Juli 2022 um 14:10 Ein Artikel von Jürgen Todenhöfer

Der Hass des Mainstreams auf Russland macht dem Westen das Leben leichter. Wenn Russland das Böse ist, fällt es viel leichter, die eigenen Kriege als tapferen Kampf für Menschenrechte und Demokratie darzustellen. Wir sind dann immer die Guten, die gegenüber den Bösen manchmal eben streng sein müssen.


Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

Podcast: Play in new window | Download


Zitat: So war nach dem 2. Weltkrieg die kommunistische Sowjetunion Lieblings-Feindbild des Westens, was den USA ihre gleichzeitigen barbarischen Kriege in Korea und Vietnam erheblich erleichterte. Wir, die Guten, kämpften gegen das unentschuldbar Böse, das uns stets den Gefallen tat, ebenfalls vor Brutalitäten nicht zurückzuschrecken.


Als Anfang der 90er Jahre die Sowjetunion zerfiel, wurde der Islam das neue Feindbild. Vorwand war der teuflisch geniale Terroranschlag auf das World Trade Center am 11.9.2001. Die Zahl der Opfer des “islamistischen” Terrors im Westen liegt noch immer unter 5.000 – einschließlich der Toten von 9/11 – während die westlichen Antiterrorkriege hunderttausende muslimische Zivilisten getötet haben. Der Islam – nicht nur der islamistische Terror – war ein äußerst erfolgreiches Feindbild. Über ein halbes Dutzend blutiger Kriege wurden mit ihm gerechtfertigt.


Da die Anti-Terrorkriege alle ziemlich chaotisch und oft auch als Niederlage endeten, fingen sie an, die amerikanische Wählerschaft zu langweilen. Also musste ein anderes Feindbild her.

Die Wahl fiel auf Russland, das den USA wie alle früheren “Feinde” letztlich einen perfekten Vorwand lieferte. Jahrelang von den USA mit Sanktionen und gebrochenen Zusagen provoziert, überfiel es im Februar 2022 die Ukraine.


Für die USA kam dieser Krieg genau zur rechten Zeit. Noch immer haben sie keine überzeugende Strategie gegenüber ihrem Hauptrivalen China. Das Ausschalten Russlands, des wichtigsten potentiellen Verbündeten Chinas, würde auch China schwächen und das war in jedem Fall ein erstrebenswertes Zwischenziel im Kampf um die Verteidigung der Weltherrschaft.


Mit sanftem Druck gelang es den USA, die Europäer zu Waffenlieferungen an die Ukraine zu bewegen. Ihr genialster Streich allerdings war, die Europäer zu Sanktionen zu bewegen, die ihnen mehr schadeten als Russland. Dadurch wurde nicht nur der Rivale Russland, sondern auch die europäischen Verbündeten geschwächt, deren wirtschaftlichen Erfolge den USA nicht immer reine Freude bereiteten.


Ein Geniestreich war auch, dass es den USA und der von ihnen dominierten NATO gelang, die Mittelmacht Russland als militärischen Riesen darzustellen. Obwohl der Militärhaushalt der NATO 17,9 Mal höher ist als der Rüstungshaushalt Russlands, das in den letzten Jahren aus wirtschaftlichen Gründen abgerüstet hatte (1180 Mrd. gegenüber 65,9 Mrd. Dollar).


Es wäre Aufgabe der westlichen Medien gewesen, die wahren Kräfteverhältnisse aufzuzeigen. Doch die meisten westlichen Medien sehen sich – nicht anders als etwa die Medien Russlands – als Teil des Systems und nicht als dessen Kontrolleur. Und so morden, vergewaltigen und foltern nach Aussagen unserer Medien immer nur russische Soldaten, nie Ukrainer.


Ohne die Unterstützung der Mainstream-Medien wären die Erfindung von Feindbildern und das Überziehen der Welt mit Kriegen nicht möglich.


Wer das nächste Feindbild sein wird, ist nicht schwer zu erraten. China hat gute Chancen, diese gefährliche Rolle in den internationalen Beziehungen zu spielen. Ein Vorwand wird sich im richtigen Augenblick schon finden lassen. So wie bei den legendären Opiumkriegen 1840 und 1842, als Großbritannien und Frankreich China überfielen, weil der chinesische Kaiser sich weigerte, immer größere Mengen britischen Opiums einzuführen.


Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=86365


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

29.07.2022

Nach dem Scheitern in der Ukraine: Wo ist die Hintertür für die USA?

pressefreiheit.rtde.tech, 28 Juli 2022 14:45 Uhr, von Dagmar Henn

Die USA haben eine gute alte Tradition, nämlich Verbündete auf verlorenem Posten im Stich zu lassen. Eigentlich wäre die Ukraine jetzt an der Reihe. Schon allein wegen der US-Zwischenwahlen im November. Aber wie könnte das aussehen? Hier ein paar Spekulationen.


Nach dem Scheitern in der Ukraine: Wo ist die Hintertür für die USA?


Zitat: Gleich, wie sehr im Westen beschworen wird, dass die Ukraine siegen müsse – die Wahrscheinlichkeit, eine vollständige Niederlage abzuwenden, wird von Tag zu Tag geringer. Und vermeintliche westliche Wunderwaffen werden daran nichts ändern. Nicht nur, weil das gehypte HIMARS-System schon dem russischen Tornado-S-Raketenwerfer unterlegen ist. Auch nicht nur, weil die am besten ausgebildeten ukrainischen Truppen schon längst nicht mehr existieren und dortzulande inzwischen sogar Rentner mobilisiert werden. Die Tatsache, dass die frisch gelieferten westlichen Haubitzen beim Beschuss von Donezk eingesetzt werden, legt etwas ganz anderes nahe: dass die ukrainischen Vorräte an sowjetischer Munition endgültig zur Neige gehen.


Oberster US-General warnt vor einem "aggressiveren" China






Oberster US-General warnt vor einem "aggressiveren" China






Es könnte sogar sein, dass diese 2014 noch reichlich vorhandene Munition der Grund war, warum der Westen ausgerechnet die Ukraine zum Schlachtfeld erkoren hat. Denn wenn man ansieht, welche Mengen über acht Jahre hinweg verbraucht wurden, allein um die Zivilbevölkerung des Donbass zu quälen, wäre das mit westlicher Munition nicht möglich gewesen. Wie formulierte es das britische RUSI-Institut vor einigen Wochen? Die NATO könnte mit ihren Beständen zehn Tage lang gegen Russland Krieg führen. Es gab ja auch schon die Beschwerden seitens der USA, die Ukrainer würden eine ganze US-Jahresproduktion an Javelin-Panzerabwehrraketen in einem Monat verfeuern.


In der ganzen Zeit seit 2014 – und verstärkt noch einmal seit Beginn der russischen Militäroperation – wurde alles, was irgendwo in Europa oder andernorts an solcher Munition und den entsprechenden Geräten zu holen war, in die Ukraine gekarrt, um dort eingesetzt zu werden. Aber ein entscheidender Punkt fehlt natürlich – es gibt keine Produktion mehr. Damit ist es der Bestand in den Depots, der entscheidet, und irgendwann ist jedes Depot leer.


Man stelle sich das praktisch vor: Irgendwann, in absehbarer Zeit, ist einfach Schluss, weil die vom Westen gestützte Seite keine Munition mehr hat. Vielleicht reicht die für Kleinwaffen etwas länger, aber eine Armee ohne Artillerie? Was wäre das für eine Niederlage. Ein derart makabres Scheitern, eine solch demütigende Offenlegung von Schwäche, dass der Abzug aus Afghanistan im letzten Jahr dazu stünde wie ein Sturz vom Fahrrad gegen den Absturz einer Verkehrsmaschine.


New York Times: Ukrainisches Militär leidet unter Niedergang der Moral





New York Times: Ukrainisches Militär leidet unter Niedergang der Moral






Das geht natürlich nicht. Und schon gar nicht geht es in einer internationalen Atmosphäre, in der den Emissären der USA und der EU (Habeck wollen wir da noch nicht einmal mitzählen) bei ihren Anfragen, ob man nicht etwas LNG-Gas beziehen könne, regelmäßig die kalte Schulter gezeigt wird, wie auch jüngst dem US-Präsidenten Joe Biden in Saudi-Arabien. Oder wie Habeck in Katar und wie es auch Ursula von der Leyen in Nigeria ergehen wird, das ebenfalls lieber BRICS-Mitglied werden will. Wenn die einst absolute Macht des Westens jetzt schon so angeschlagen ist, wie würde das erst aussehen, wenn der Versuch, Russland zu schwächen, am Munitionsmangel scheitert? Der Wertewesten würde toben, und der Rest der Erdbevölkerung würde wohl bis zum Zwerchfellkrampf lachen.


Irgendwo müssen die USA also vorher noch eine Hintertür finden. Irgendwie raus aus der Ukraine und nicht mehr verantwortlich sein. Und irgendwo Punkte machen, damit die Demokraten bei den Zwischenwahlen irgendeine Chance haben. Es gibt eben auch noch die US-Innenpolitik, und da ist die augenblickliche Regierung nicht gerade beliebt. Mit einer solchen Klatsche, wie sie in der Ukraine droht, stünde das Wahlergebnis bereits fest. Die Rezession, die als Folge der Sanktionen beginnt, kommt jetzt noch dazu.


Den Weg der Vernunft hat sich diese Truppe spätestens bis Ende Februar selbst verbaut, und es tönt auch immer noch, man dürfe nicht "die weiße Fahne hissen" (Habeck) und "Putin darf nicht siegen." Das heißt, es ist mit dem jetzigen Personal unmöglich, einzulenken und mit der anderen Seite zu verhandeln. Daher bleiben nur noch ganz wenige Optionen.


Studie: Mehr als die Hälfte der US-Senioren lebt in Armut






Studie: Mehr als die Hälfte der US-Senioren lebt in Armut






Die Variante einer weiteren Eskalation besteht natürlich immer noch; aber auch dafür braucht es Munition. Diese Variante lautet, die von der Ukraine so großmäulig angekündigte Offensive findet unter Einbeziehung polnischer Truppen statt, um den Mangel an einigermaßen ausgebildetem Personal in der Ukraine zu ersetzen. Das ist zwar immer noch keine Option auf einen Sieg, aber vielleicht die Option, das ganze Problem – mit einem Schleifchen versehen – den polnischen Verbündeten in den Schoß zu werfen und sich selbst vom Acker zu machen.


Dann gab es diese eigenartige Äußerung des US-Sicherheitsberaters Jake Sullivan auf einer Konferenz in Aspen, er mache sich Sorgen um Selenskijs Leben. Eine ganze Reihe von Kommentatoren (angefangen mit Gonzalo Lira) wertete das als Anzeichen US-amerikanischer Pläne, sich irgendwie der Person Selenskij zu entledigen. Dabei sind zwei Subvarianten denkbar. Die erste: Selenskij und das Oberkommando seiner Armee werden gleichzeitig beseitigt, das Ganze wird den Russen in die Schuhe geschoben, die Ukraine versinkt im Chaos, das die Russen dann aufräumen müssten, und die USA verabschieden sich unauffällig. Oder es gibt einen Putsch gegen Selenskij, der zwar von den USA orchestriert, aber auf die Russen geschoben wird, die daraus hervorgehende Junta wird für illegitim erklärt und die USA verabschieden sich.


Damit wäre zwar das Problem Ukraine etwas entschärft, aber das Problem bei den Zwischenwahlen in den USA noch immer nicht gelöst. Denn nicht nur Präsident Joe Biden, sondern auch alle in der möglichen Nachfolge hinter ihm Stehenden sind für die ganze Misere, die Rezession eingeschlossen, verantwortlich und retten die Demokratisch Partei nicht vor dem Desaster. Um bei den Zwischenwahlen eine Chance zu haben, müsste eigentlich eine völlig neue Mannschaft antreten.


Knallharte Warnung aus Peking: Militär wird nicht einfach zusehen, sollte Pelosi Taiwan besuchen





Knallharte Warnung aus Peking: Militär wird nicht einfach zusehen, sollte Pelosi Taiwan besuchen





Joe Biden in den Ruhestand zu schicken, ist eigentlich nicht schwer. Dafür müssten die US-Mainstreammedien nur drei, vier Tage lang die reichlich vorhandenen Videos abspulen, die seinen dementen Zustand erkennen lassen. Aber nach ihm gibt es ja noch zwei weitere Personen, die beide für diese Aufgabe untauglich sind – Kamala Harris und nach ihr, sollte man auch sie irgendwie loswerden können, noch Nancy Pelosi von den Demokraten als Sprecherin des US-Repräsentantenhauses. Die ist jedoch auch schon 82, von beeindruckender Korruption gezeichnet und mit Sicherheit nicht die geeignete Gestalt, um einen Neuanfang zu verkörpern.


Da kommen dann Spekulationen über ihre Reiseabsichten nach Taiwan ins Spiel. Die chinesischen Ankündigungen diesbezüglich waren mehr als deutlich; "wenn ihr Krieg wollt, könnt ihr Krieg haben" ist wohl eine treffende Zusammenfassung. Aber vielleicht gibt es Leute im außenpolitischen Sumpf Washingtons, die ja genau das wollen. Weil ein richtiger Krieg mit echter Beteiligung der USA die Wahlen noch einmal kippen könnte – vorausgesetzt, man tauscht die Gallionsfiguren. Mit Russland, soviel haben sie begriffen, wäre das keine gute Idee, aber vielleicht kann man doch noch mit China.


So sähe dafür ein mögliches Drehbuch aus: Pelosi fliegt nach Taiwan, die chinesische Luftverteidigung eskortiert Pelosi tatsächlich mit mehreren Kampfjets, die taiwanesische Luftabwehr beschießt sie, Pelosi kommt tragischerweise dabei ums Leben, die USA schicken eine Flugzeugträgergruppe und die chinesische Armee übernimmt Taiwan. Das Schicksal der Flugzeugträgergruppe kann man sich ausmalen. Damit befänden sich die USA im Kriegszustand und die Loyalität der US-Wähler wäre wieder gesichert.


Zynisch? Wenn man sich die Kriegsführung der ukrainischen Armee ansieht, die ihre Anweisungen aus Washington erhält, gibt es für diesen Zynismus keine Grenzen. Menschenleben haben für diese Spieler keinen Wert. Warum soll man nicht ein paar zehntausend Soldaten von Taiwan opfern, wenn man selbst  mit hunderttausend Ukrainern kein Problem hat?


Die Jahresproduktion von US-Munition reicht der Ukraine nur für zehn Tage Krieg





Meinung

Die Jahresproduktion von US-Munition reicht der Ukraine nur für zehn Tage Krieg





Auch der Zeitpunkt von Pelosis Reise würde gut passen. Anfang November sind die Wahlen, bis dahin müsste die ganze Inszenierung durch sein. Ein Rätsel ist mir nur, wie Kamala Harris entsorgt werden kann. Aber das ist zum Glück nicht mein Problem.


Eine Auseinandersetzung mit China wäre fast das einzige gezielt herbeizuführende Ereignis, das groß genug wäre, um tatsächlich wirksam vom Debakel in der Ukraine abzulenken. Eine Mehrheit im US-Establishment wäre bei diesem Vorgehen gesichert, und wenn man sich den europäischen Trupp betrachtet, die würden sicherlich auch dabei brav hinterherdackeln und die letzten Optionen auf einen für den Westen nicht katastrophalen Ausgang verbrennen. Denn die Folgen der Sanktionen gegen Russland werden angenehm und harmlos erscheinen im Vergleich zu einem Krieg mit China, auf welcher Ebene auch immer. Rezession, selbst eine Weltwirtschaftskrise wären dann Begriffe, die die Wirklichkeit nur noch ansatzweise zu fassen vermögen.


Aber die Spitze der Demokratischen Partei in den USA hätte ihre Position fürs erste gesichert. Man soll auch für kleine Dinge dankbar sein, Herr Scholz. Allerdings, wenn ich Nancy Pelosi wäre, würde ich nicht in dieses Flugzeug steigen. Außer, sie legt Wert auf ein pathosschwangeres Staatsbegräbnis und die immerwährende Spitzenposition auf der Liste "Suicide by cop".


Mehr zum Thema - Handel zwischen BRICS-Ländern steigt rasant


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://pressefreiheit.rtde.tech/meinung/144568-nach-scheitern-in-ukraine-wo


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29.07.2022

NATO-Brandstifter Stoltenberg verlangt, dass die westliche Öffentlichkeit die Zeche bezahlt

pressefreiheit.rtde.tech, 28 Juli 2022 11:34 Uhr,Ein Kommentar von Scott Ritter

Im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine sollen die Mitglieder der Europäischen Union "aufhören, sich zu beschweren", und "den Preis zahlen, den es zu zahlen gilt", sagte der Vorsitzende der militärischen Allianz, der maßgeblich daran beteiligt war, dass der Konflikt überhaupt zustande kam.


NATO-Brandstifter Stoltenberg verlangt, dass die westliche Öffentlichkeit die Zeche bezahlt

Zitat: Der Generalsekretär der NATO Jens Stoltenberg hat es sich kürzlich zur Aufgabe gemacht, die Mitglieder des Europäischen Parlaments über die Notwendigkeit zu belehren, "den Preis zu zahlen", der notwendig ist, damit die Ukraine in ihrem Konflikt mit Russland handlungs- und kampffähig bleibt. Was er nicht zugeben wollte, war die Rolle, die er selbst beim Schüren dieses Konflikts gespielt hat.


Der gebürtige Norweger nimmt eine wichtige Rolle ein. Man kann sie in vielerlei Hinsicht mit der Rolle eines Feuerwehrkommandanten vergleichen, dessen Aufgabe es ist, verschiedene Feuerwehren aus Nachbardörfern zu einer großen Feuerwehrgemeinschaft zusammenzuführen, die bei einem Brand in einem der Dörfer automatisch alle Ressourcen der Dörfergemeinschaft mobilisieren kann. Das ist im Grunde genommen die Beschreibung von Artikel 5 der NATO-Charta.

Wie jedes auf Mitgliedschaft basierende Bürokratiegebilde beinhaltet der Beitritt zu einer Feuerwehrgemeinschaft, ähnlich dem Beitritt zur NATO, einen Prozess, der von allen beteiligten Teilnehmern spezifische Verpflichtungen erfordert. Die Abmachung, sich gegenseitig zu Hilfe zu eilen, kann, wie beim Artikel 5 der NATO-Charta, nur zum Tragen kommen, wenn die betroffene Partei – das Dorf – Mitglied der Feuerwehrgemeinschaft ist.


Man stelle sich nun ein Szenario vor, in dem der Feuerwehrkommandant auf die Mitgliedschaft eines fragwürdigen Dorfes drängt und mitten im Prozess, dieses Dorf zum Mitglied der Feuerwehrgemeinschaft zu machen, bricht dort ein gigantisches Feuer aus. Der Feuerwehrkommandant ermutigt seine untergebenen Feuerwehren, Ausrüstung und Ressourcen – aber keine Feuerwehrleute – an das Dorf zu liefern, das noch nicht Mitglied der Feuerwehrgemeinschaft ist, damit dieses sein Feuer selbst bekämpfen kann. Das Feuer ist immens, breitet sich aus und der Feuerwehrkommandant bittet um immer mehr Ressourcen.


Und nun stelle man sich vor, dass sich herausstellt, dass der Feuerwehrkommandant ein Brandstifter ist, der das Feuer überhaupt erst gelegt hat.


Russland als Hauptfeind? Warum sich die NATO das nicht leisten kann






Meinung

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Das ist so ziemlich das Szenario, dem sich die NATO heute gegenübersieht, wo die von den USA geführte Allianz damit kämpft, mit den Folgen von 14 Jahren grundlegend fehlerhafter Politik fertig zu werden, in der man der Ukraine eine eventuelle Mitgliedschaft versprochen hat, obwohl man wusste, dass Russland einem solchen Schritt entschieden entgegentreten wird.


Die NATO sah dann zu, wie ihre konstituierenden Mitglieder im Februar 2014 bei einem Regierungsumsturz in der Ukraine mitmischten und einen demokratisch gewählten Präsidenten durch eine von Washington handverlesene Kohorte von Politikern ersetzten.


Der besagte Regierungsumsturz wurde nur durch die Beteiligung radikaler ukrainischer rechtsgerichteter Nationalisten ermöglicht, deren Ursprung bis in die Zeit von Nazideutschland zurückverfolgt werden kann, die nach dem Zweiten Weltkrieg verdeckte Unterstützung durch die CIA erhielten, die seit 1945 bis heute andauert.


Die Beteiligung dieser Neonazi-Elemente kann damit verglichen werden, dass der Feuerwehrkommandant eine Gruppe von weiteren Brandstiftern entsendet, die vorgeblich dabei helfen soll, das potenzielle Mitglied auf den Beitritt zur Feuerwehrgemeinschaft vorzubereiten, aber gleichzeitig zuzulassen, dass sie sich heimlich verschwören und stattdessen ganze Häuserreihen innerhalb des Dorfes niederbrennen, die zum Gebiet des zukünftigen Mitglieds der Feuerwehrgemeinschaft gehören.


Acht Jahre lang beaufsichtigte Jens Stoltenberg ein System, das vorgab, nach dem Regierungsumsturz auf dem Maidan den Frieden in der Ukraine mittels der Minsker Abkommen anzustreben, nur um sich heimlich mit der Ukraine, Frankreich und Deutschland zu verschwören, um die Umsetzung des Abkommens zu verhindern und damit der Ukraine Zeit zu verschaffen, eine Militärmacht nach NATO-Standards aufzubauen, die in der Lage ist, den abtrünnigen Regionen im Donbass – und vielleicht sogar der Krim – einen massiven Schlag zu versetzen.


Stoltenberg half, das Streichholz anzuzünden, das die Ukraine in Brand setzte. Und jetzt wurde bekannt, dass der Generalsekretär der NATO, während eines Treffens mit Mitgliedern des Europäischen Parlaments, die Parlamentarier zurechtgewiesen hat: "Hören Sie auf, sich zu beschweren, stehen Sie auf und unterstützen Sie die Ukraine." Der Oberbrandstifter forderte damit die Versicherungsunternehmen Europas auf, die Kosten für seine Handlungen zu übernehmen.


Hört auf zu jammern – NATO-Chef sieht hohen Preis für Unterstützung der Ukraine als richtig an





Hört auf zu jammern – NATO-Chef sieht hohen Preis für Unterstützung der Ukraine als richtig an





Die Heuchelei von Stoltenberg ist widerlich. "Der Preis, den wir als Europäische Union und als NATO zahlen müssen", erklärte er, "ist der Preis, den wir in Währung, in Geld, messen können. Der Preis, den die Ukrainer zahlen müssen, bemisst sich an täglich verlorenen Leben. Wir sollten aufhören, uns zu beschweren, und aufstehen und Unterstützung leisten. Punkt".


Unausgesprochen blieb die Tatsache, dass Stoltenberg und die NATO für den Flächenbrand verantwortlich sind, der derzeit über die Ukraine hinwegfegt. Während sich Kiew auf eine Offensive gegen den Donbass vorbereitete, verhinderte nur die Entscheidung Russlands, eine spezielle Militäroperation zu starten, dass der gemeinsame Plan der NATO und der Ukraine zu Ende geführt werden konnte.


Doch der Brandstifter kann nicht zugeben, dass er das Feuer gelegt hat. Stattdessen hat Stoltenberg nicht nur die Verantwortung für den Ukraine-Konflikt auf Russland abgewälzt, sondern auch die Frechheit besessen zu behaupten, dass das Feuer, das er gelegt hat, eine Bedrohung für die gesamte NATO darstellt. "Es ist in unserem Interesse, der Ukraine zu helfen", erklärte Stoltenberg vor dem Europaparlament, "denn man muss verstehen, wenn die Ukraine diesen Krieg verliert, dann ist das eine Gefahr für uns". Stoltenberg ignorierte dabei die Tatsache, dass er größtenteils für die Katastrophe verantwortlich ist, die über die Ukraine kam, als Russland seine Militäroperation einleitete.


Stoltenberg hisste sein Banner auf einem Berggipfel der Heuchelei und verkündete: "Wenn Ihnen der moralische Aspekt, die Menschen in der Ukraine zu unterstützen, egal ist, sollten Sie sich zumindest um Ihre eigenen Sicherheitsinteressen kümmern. Zahlen Sie für die Unterstützung, zahlen Sie für die humanitäre Hilfe, zahlen Sie für die Folgen der Wirtschaftssanktionen. Denn die Alternative ist, später einen viel höheren Preis zu zahlen."


Was Stoltenberg damit meinte, war: "Bezahlen Sie für meine Fehler, eure Fehler, unsere Fehler."

Mehr zum Thema - Bestie NATO: Von Europas Wachhund zum Kampfhund der USA

Übersetzt aus dem Englischen.


Scott Ritter ist ein ehemaliger Geheimdienstoffizier des US Marine Corps. Er diente in der Sowjetunion als Inspektor bei der Umsetzung des INF-Vertrags, im Stab von General Schwarzkopf während des Golfkriegs und von 1991-1998 als UN-Waffeninspektor. Man kann ihm auf Telegram folgen.


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://pressefreiheit.rtde.tech/meinung/144623-nato-brandstifter-stoltenberg-verlangt-dass


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

29.07.2022

Eine Auswahl aus Spitzenleistungen antirussischer PropagandaKinderfresser Putin?

unsere-zeit.de, ,


Laut Medien soll der russische Präsident Wladimir Putin für Kinder überaus gefährlich sein – beweisen können sie sowas allerdings nicht.

Am Wochenende mühten sich die deutschen Qualitätsmedien, die Scharte auszuwetzen, die ihnen Russland mit der weiteren Lieferung von Erdgas ab 21. Juli und dem Abschluss der Vereinbarung über Getreideexporte am 22. Juli geschlagen hatte. „Der Russe“ hielt sich erneut nicht an die Vorgaben der Ostexperten, die angekündigt hatten, er werde nichts von beidem liefern. Als er das doch tat, war der Beweis erbracht: Er ist pathologisch unzuverlässig.


Dahinter stecken, fand zum Beispiel der „Tagesspiegel am Sonntag“ heraus, bei den Moskowitern Plan und Mordlust. Die Zeitung veröffentlichte ein Interview mit dem britischen Journalisten John Sweeney, der herausgefunden hat, dass Putin jeden umbringen lässt, der ihn einen Pädophilen nennt. Denn er ist einer: „Putin hatte auf dem Weg zum Kreml einen etwa fünfjährigen Jungen entdeckt, dessen T-Shirt hoch gehoben und ihn auf den Bauch geküsst.“ Sweeney lebte am Tag nach dem Erscheinen des Interviews noch, vermutlich, weil er weiß, was im Kopf Putins vor sich geht. Er verriet jedenfalls dem „Tagesspiegel“, der sei ein „Psychopath“, ohne verrückt zu sein: Lüge, schreibe eigene Verbrechen anderen zu und kalkuliere Risiken nicht ein: „Putin wurde vom KGB deshalb nach Dresden und nicht auf wichtigere Missionen nach Bonn oder Berlin geschickt, weil ihm mangelnde Empathie und mangelnde Bereitschaft, Risiken zu erkennen, bescheinigt wurden.“ Dem Briten und dem „Tagesspiegel“ gehören unangefochten Platz 1 im Wettbewerb um tiefschürfende Russland-Enthüllungen.


Auf Platz 2 landete die Berliner Sozialsenatorin Katja Kipping („Die Linke“). Sie legte im „Tagesspiegel“ vom 21. Juli am eigenen Beispiel dar, wie gaslose Zeiten überstanden werden können: „Ich gehe gelegentlich Eisbaden und dusche eher kalt, nur fürs Haarewaschen wird warmes Wasser angestellt.“ Der Tauchsieder wird deutsche Waffe gegen russische Tücke. Kipping fürchtet zwar keine „Volksaufstände“, wie Außenministerin Annalena Baerbock, fragt sich als wahre Kriegspatriotin vielmehr, „was wir tun müssen, damit die Stimmung nicht kippt“. Denn der „Tagesspiegel“ titelte am selben Tag auf Seite 1: „Sanktionen verlieren an Rückhalt. Deutsche sorgen sich vor allem um Energie.“ Gegen solche Schwächung der Heimatfront hat Kipping das passende Rezept: „Wer jetzt die Sozialpolitik vernachlässigt, spielt am Ende des Tages Putin in die Hände.“


Das sah Kanzler Olaf Scholz genauso und unterbrach am Freitag seinen Allgäu-Urlaub, um in Berlin den Bundesdeutschen zu sagen, dass sie nie alleine gehen werden – „You‘ll never walk alone“. Am Vortag hatte nämlich Wirtschafts- und Umweltminister Habeck nichts zur „Entlastung“ bei hohen Energiepreisen gesagt, sondern nur Einsparmaßnahmen verordnet, darunter den Politschlager: Gasbeheizung von privaten Pools ist verboten. Scholz musste die Notbremse ziehen. Am Montag beendete Finanzminister Christian Lindner das Ganze und ließ durch „Bild“ mitteilen, er lehne „sogar den Plan des Kanzlers ab, ein neues Entlastungspaket über fünf Milliarden Euro zu schnüren“.


Am selben Tag scherte ausgerechnet die rechtslastige „Neue Zürcher Zeitung“ (NZZ) aus der Front der Erzähler vom Putin-Horror aus und bezichtigte implizit die EU in Sachen Getreideexport aus Russland und der Ukraine der Lüge. Die NZZ schrieb, zwar seien Agrarrohstoffe von den Sanktionen des Westens ausgenommen gewesen, trotzdem habe „kein Rohstoffhändler und kein in den Handel involviertes Finanzinstitut“ das Risiko eingehen wollen, mit Getreide aus Russland zu handeln. In einem Erlass habe der EU-Ministerrat dann Ende vergangener Woche „erstmals schriftlich festgehalten“, welche Ausnahmen von den Sanktionen bestehen. Das sei nicht zufällig fast gleichzeitig mit der Vereinbarung über Getreideexporte in Istanbul geschehen. Laut NZZ hatten vor der EU die USA für Klarheit gesorgt – nicht zuletzt wegen der Länder, die auf russische Exporte angewiesen sind. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen habe aber noch im Juni behauptet, Russland setze Hunger alsa Waffe ein. Der Verweis auf die Sanktionen sei nur Vorwand. Bei Sweeney, Kipping, von der Leyen und den deutschen Medien hat das Lügen selbstverständlich nichts mit Psychopathologie zu tun. Fortsetzung wird daher folgen.


Info:  https://www.unsere-zeit.de/kinderfresser-putin-171114


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

29.07.2022

Polit-Eliten am Abgrund: Jetzt rächen sich die Sünden der Vergangenheit

pressefreiheit.rtde.tech, vom 27 Juli 2022 21:52 Uh. von Rainer Rupp

Die Manipulation von Wirtschaftsnachrichten aus politischer Zweckmäßigkeit ist nicht neu. Derzeit versucht die Biden-Regierung in den USA, den Begriff "Rezession" aus dem Diskurs zu verbannen. Und in Berlin gaukeln die Polit-Eliten dem Volk vor, alles im Griff zu haben. Dabei steuern sie zielgenau auf den Abgrund zu.


Polit-Eliten am Abgrund: Jetzt rächen sich die Sünden der Vergangenheit


Wie sehr auch Wirtschaftsnachrichten inzwischen manipuliert und geschönt werden, zeigen die aktuellen Bemühungen der Biden-Administration, die bevorstehende Feststellung einer Rezession in den USA mit allerlei lächerlichem Getöse zu verhindern. Denn so kurz vor den Kongresswahlen wäre das offizielle Eingeständnis einer Rezession Gift für die Siegeschancen von Bidens Demokratischer Partei im House of Representatives, das im November neu gewählt wird.

Da die Republikaner ohnehin bereits den Senat dominieren, wäre der aktuell ziemlich wahrscheinliche Verlust der Mehrheit im Repräsentantenhaus für die Demokraten eine schwere Schlappe. Das würde bedeuten, dass die Biden-Administration die nächsten zwei Jahre als "lahme Ente" regieren müsste. Und das ausgerechnet zu einer Zeit, in der sich die wirtschaftspolitischen Sünden der Vergangenheit in Form von nicht bereinigten Krisen und hemmungslosem Gelddrucken durch die US-Zentralbank zunehmend rächen.

Rezession: Experten erwarten Abschwung westlicher Volkswirtschaften noch vor Jahresende

Rezession: Experten erwarten Abschwung westlicher Volkswirtschaften noch vor Jahresende

Eine dieser Sünden, die sich jetzt mit Macht rächt, war die Erfindung der "Modern Monetary Theory (MMT)", die Moderne Geldtheorie. Diese MMT besagte allen Ernstes, dass die Zentralbanken so viel Geld "drucken" könnten beziehungsweise so viele Staatsschulden kaufen und die Wirtschaft mit so viel Liquidität überfluten könnten, wie sie wollen, ohne dass dies negative Folgen hätte, zum Beispiel für die Inflation oder für die Einkommensverteilung. Tatsächlich haben wir infolge dieser MMT eine historisch ungekannte Konzentration immensen Reichtums in den Händen von immer weniger Leuten gesehen, während die Masse der Menschen, einschließlich des Mittelstandes, immer ärmer geworden ist!

Ein Pfeiler dieser im Westen praktizierten Modernen Geldtheorie war bis vor wenigen Monaten die Null-Zins-Politik der US-Zentralbank FED, während die Europäische Zentralbank EZB bis vor wenigen Tagen eine noch radikalere Politik der negativen Zinsen durchgesetzt hatte. Aktuell dümpelt das Zins-Niveau der EZB bei null – und das bei neun Prozent Inflation in der Europäischen Union. In den USA ist die Differenz zwischen Inflation und Zinsen etwas geringer und liegt bei 7,5 Prozent.

Die direkten Folgen dieser Entwicklung sind gewaltige Kaufkraftverluste, vor allem für die unteren Einkommensbezieher, denn die Preissteigerungen in den Bereichen Miete, Transportkosten und Lebensmittel liegen weit über der durchschnittlich errechneten BIP-Inflationsrate von acht bis neun Prozent. Aber genau für diese hoch-inflationären Güter und Dienstleistungen geben Geringverdiener in den USA und der EU den Großteil ihres Einkommens aus.

Mit der fragwürdigen, wenn nicht sogar kriminellen Modernen Geldtheorie wollten die westlichen Regierungsökonomen angeblich ihre Länder aus den Krisen führen, die mit der Bankenkrise 2007/2008 begonnen hatten und sich anschließend zu einer allgemeinen Finanz- und Staatsschuldenkrise ausgeweitet hatten. Begleitet wurde dies von einem schweren, globalen Einbruch der realen Wirtschaft. Von diesen Krisen hat sich der Westen bis heute nicht erholt. Im Gegenteil; er sitzt heut tiefer im Morast als 2007/2008. In den nachfolgenden Jahren wurden die schweren wirtschaftlichen Verwerfungen in den westlichen Ländern zwar durch ungehemmtes Gelddrucken übertüncht, aber die strukturellen Probleme haben sich zugleich immer tiefer in die wirtschaftliche Substanz des Westens hineingefressen.

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Meinung

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Vor diesem Hintergrund sind die aktuellen Meldungen aus den USA dazu, ob das Land in einer Rezession steckt, nicht verwunderlich. Regelrecht belustigend ist, wie jetzt Regierungsökonomen an der Definition des Begriffs "Rezession" basteln, um das böse Wort nicht benutzen zu müssen. Das hat mich an einen alten Witz aus der Zeit erinnert, als Maggie Thatcher noch britische Premierministerin war.

Die Premierministerin Thatcher brauchte dringend einen neuen Chef-Ökonom. Drei Wirtschaftswissenschaftler waren in die engere Wahl für den Job gekommen. Beim Vorstellungsgespräch stellte Frau Thatcher dem ersten Kandidaten die Frage: "Wie viel ist zwei und zwei?" Die Antwort lautete "vier". Frau Thatcher hakte nach: "UND". Die Antwort laute unverändert: "Ja, vier, was sonst". Er durfte gehen.

Dem zweiten Kandidaten stellte Frau Thatcher dieselbe Frage: "Wie viel ist zwei und zwei?" Diesmal lautete die Antwort "vier, es könnte aber auch 22 sein". Wieder hakte Frau Thatcher mit einem "UND" nach. Aber auch dieser Kandidat hatte dem nichts hinzuzufügen.

Der dritte Kandidat antwortete auf dieselbe Frage ebenfalls mit "vier oder 22". Erneut hakte Frau Thatcher mit ihrem "UND" nach. Kandidat drei zögerte einen Moment und hatte dann verstanden. Die Antwort, die ihm die Position des Chef-Ökonomen der Premierministerin bescherte, lautete:

"Zwei und zwei können vier, aber auch 22 sein. Zwei und zwei können aber auch drei oder fünf oder 27 sein, ganz wie Sie, Frau Premierministerin, das Ergebnis haben wollen."

Die Fähigkeit der Chef-Ökonomen der Regierungen der westlichen Welt aus "zwei und zwei" fünf oder 27 zu machen, steht derzeit besonders hoch im Kurs. Denn vor dem Hintergrund der schweren wirtschaftlichen Probleme in den Ländern der verfaulenden westlichen Wertegemeinschaft muss man den Menschen Sicherheit kommunizieren, um Unruhen zu vermeiden. Man braucht wissenschaftliche Alchemisten, die Mist wie Gold aussehen lassen. Und ein guter Regierungsvolkswirt beherrscht diese hohe Kunst. Sie können aus einem hässlichen Hängebauchschwein, das sich wonnig im Morast hoher Inflationsraten, zerbrochener Lieferketten und katastrophaler Energiekrisen suhlt, mit etwas Lippenstift und Make-up ein anziehendes Kuscheltier zaubern.

Da ich selbst einen Universitätsabschluss in Wirtschaftswissenschaften habe und auch noch "politische Ökonomie" studiert habe, die heute in unserer neoliberalen Ära nicht mehr gelehrt wird, weiß ich, wovon ich spreche. Anders als in der Mathematik, wo es für zwei plus zwei nur eine Lösung gibt, ist zum Beispiel in den Wissenschaften, die sich mit der Juristerei oder der Wirtschaft beschäftigen, alles möglich. Es kommt nur auf die jeweilige Definition an und schon bekommt man das gewünschte Ergebnis. Da kann aus einem positiven Resultat ein negatives werden oder umgekehrt. Es ist wie bei einem Fußballspiel, bei dem man während des Spiels das eigene Tor verkleinert. In dieser Kunst, Definitionen politisch zielgerichtet zu verändern, um der jeweiligen Politik der Herrschenden zu dienen, kannten sich Juristen bereits in vor-römischen Zivilisationen aus. Die Wirtschaftswissenschaftler haben dieses Geschick erst in den letzten zwei Jahrhunderten perfektioniert.

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Derzeit arbeiten in den USA ganze Heerscharen von Ökonomen der Regierung und der US-Zentralbank FED daran, mit einem neuen "Definitions-Lippenstift" das hässliche Warzenschwein der Gattung "Rezession" aufzuhübschen, um es dann möglichst ganz aus dem Straßenbild der US-Hauptstadt verschwinden zu lassen. Dabei werden sie von den "Presstituierten", die Präsident Biden und seiner Demokratischen Partei nahestehen, in den Medien nach Kräften unterstützt.

So ist es durchaus möglich, dass die Rezession, die nach der bisherigen Definition in den USA bereits eingetreten ist, schon bald als "Fake News" abgetan wird und der wirtschaftliche Niedergang in den USA, ebenso wie die hohen Inflationsraten nicht wirklich existieren, sondern nur "gefühlt sind".

Diese krankhafte Verweigerung der Realität, der Unwille, die Welt so wahrzunehmen, wie sie ist, ist symptomatisch für die Biden-Administration. Das hat nicht nur zu einer Verschärfung der außenpolitischen Krisen und zur nachhaltigen Schwächung von Washingtons globaler Position geführt, sondern die Vereinigten Staaten auch innenpolitisch und wirtschaftlich destabilisiert.

Aber nun zur herkömmlichen Definition der "Rezession" und zu dem Zaubertrick, mit dem das Weiße Haus jetzt versucht, sie aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwinden zu lassen.

Der Begriff "Rezession" ist in den USA seit Jahrzehnten wie folgt definiert: "Eine Periode des vorübergehenden wirtschaftlichen Niedergangs, in der der Handel und die Industrietätigkeit zurückgehen, was im Allgemeinen durch einen Rückgang des BIP in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen gekennzeichnet ist".

Darüber hat es in der US-Finanzwelt und Wirtschaft nie eine Debatte gegeben, auch nicht zwischen den beiden großen politischen Parteien, den Demokraten und den Republikanern.

Aber Joe Bidens Weißes Haus, das in weniger als 2 Jahren sehenden Auges in mehr Katastrophen gestolpert ist als unter einem seiner Vorgänger, will nun auch die "Torpfosten" der Definition von Rezession verschieben. Dazu wurde vor wenigen Tagen mit der Autorität des absolut vertrauenswürdigen Weißen Hauses eine Presseanweisung erteilt, um die lästigen "Desinformationen", die in letzter Zeit die Runde machen, dass nämlich die USA in einer Rezession stecken, ein für alle Mal zu unterbinden.

Zu diesem Zweck veröffentlichte letzte Woche der "Beirat der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses" auf seinem Internet-Blog ein Positionspapier unter dem Titel: "Wie bestimmen Ökonomen, ob sich die Wirtschaft in einer Rezession befindet?" Das Papier beginnt mit der Begriffsklärung:

"Was ist eine Rezession? Während einige behaupten, dass zwei aufeinanderfolgende Quartale mit sinkendem realem BIP eine Rezession darstellen, ist dies weder die offizielle Definition noch die Art und Weise, wie Ökonomen den Zustand des Konjunkturzyklus bewerten."

Und dann verschieben Bidens Ökonomen unter Vortäuschung von mehr "Wissenschaftlichkeit" die Torpfosten und führen ihre neue Gummi-Definition ein. Da heißt es nun: 

"Stattdessen ruhen sowohl die offiziellen Bestimmungen über Rezessionen als auch die Einschätzung der Wirtschaftstätigkeit durch die Ökonomen auf einem ganzheitlichen Blick, nämlich auf den Daten – einschließlich denen des Arbeitsmarktes, der Konsum- und Unternehmensausgaben, der Industrieproduktion und der Einkommen. Basierend auf diesen Daten ist es unwahrscheinlich, dass der Rückgang des BIP im ersten Quartal dieses Jahres – selbst wenn ihm im zweiten Quartal ein weiterer Rückgang des BIP folgt – auf eine Rezession hindeutet."

Es folgt noch etwas Blabla und das Jonglieren mit Entwicklungen ausgesuchter Wirtschaftsindikatoren, die dank ihrer geschickten Präsentation in eine positive Richtung deuten. Folgerichtig endet das Papier mit der zu erwartenden Schlussfolgerung, dass derzeit nichts auf einen gesamtwirtschaftlichen Abschwung in den USA hindeutet. Wörtlich heißt es:

"Die Wahrscheinlichkeit einer Rezession ist niemals gleich null, aber die Trends in den Daten der ersten Hälfte dieses Jahres, die zur Bestimmung einer Rezession verwendet werden, deuten nicht auf einen Abschwung hin."

Die politische Debatte um den Begriff "Rezession" ist nicht neu. Bereits im Januar 2008, als die Bankenkrise und die Rezession längst begonnen hatten, erklärte der damalige Fed-Vorsitzende Ben Bernanke, dass "die Federal Reserve derzeit keine Rezession prognostiziert". Im Juni 2008 unterstrich er dann, dass "das Risiko, dass die Wirtschaft in einen erheblichen Abschwung eingetreten ist, im letzten Monat oder so abgenommen zu haben scheint." Und noch im August 2008 bestritt Bernanke, "dass eine Rezession im Gange" sei. Natürlich sagte er all das, weil es damals wie heute die politische Zweckmäßigkeit verlangte. Aus dem gleichen Grund wollte auch die derzeitige US-Finanzministerin und ehemalige Fed-Chefin Janet Yellen das Wort "Rezession" aus dem öffentlichen Diskurs verbannen, als sie sich am Dienstag dieser Woche in einem Interview auf "Meet the Press" gegen die gängige Definition von "Rezession" aussprach.

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Aber egal, wie diese Diskussion um den Begriff "Rezession" in Washington ausgeht, zweifellos befindet sich die "Biden-Wirtschaft" im Niedergang. Der einfache amerikanische Arbeiter braucht keine Wortspielerei, um zu verstehen, dass die Inflation die Lohnerhöhungen beiweitem übersteigt. Es bedarf keiner "offiziellen" Rezessions-Erklärung, um zu erkennen, dass der Lebensstandard in den USA sinkt, dass die Nahrungsmittel- und Mietinflation mehr Amerikaner zwingt, Kreditkartenschulden anzuhäufen und verstärkt von Ersparnissen zu leben, die eigentlich zur Altersvorsorge gedacht waren.

Tatsächlich aber ruht das Wirtschaftssystem der USA sowie das des ganzen Westens längst nicht mehr auf starken Säulen, sondern auf immer höheren und wackligeren Stelzen, die jederzeit bei einem unvorhergesehenen Schock zusammenbrechen können. Auch die westlichen Eliten in Wirtschaft und Politik wissen das, auch dass es aus dieser Situation keinen guten Ausweg gibt. Die Katastrophe ist unausweichlich. Es ist keine Frage des "Ob", sondern nur noch eine des "Wann". Und das Wann wird mit jedem Tag wahrscheinlicher. Ein selbstkritischer Insider der US-Finanzindustrie hatte diese Situation vor einiger Zeit wie folgt beschrieben:

"Alle Hedgefonds-Manager wissen, dass sie auf dem Musikdeck der Titanic tanzen. Sie kennen das Schicksal des Schiffes. Aber solange die Musik spielt, machen sie großes Geld. Deshalb müssen sie mittanzen, denn wer Vorsicht walten lässt und abseitssteht, macht nicht die großen Gewinne, die die anderen machen und wird deshalb vom System bestraft, indem er zum Beispiel seinen Job verliert. Da jedoch alle Tänzer die wachsende Gefahr kennen, versucht jeder möglichst nahe am Ausgang zu tanzen, um beim geringsten Anzeichen des Zusammenstoßes mit dem Eisberg als Erster in einem der Rettungsboote zu sitzen."

Nur ein Bruchteil der Geldvermögen in den Händen der Reichen, das sich zu einer kolossalen Blase aufgebläht hat, konnte in reale Werte, wie Immobilien, Wertpapiere, Edelmetalle und Kunstwerke, investiert werden. Der Rest des Geldes ist heiße Luft, für die die "Investoren" verzweifelt nach lukrativen Anlagemöglichkeiten suchen und am liebsten noch die letzten Vermögenswerte von Staat und Gemeinden privatisieren möchten. Ein anderer Teil der Geldblase hat an den Aktienbörsen seit 2011 jedes Jahr für neue Höchststände gesorgt, trotz zunehmender Krisenstimmung bei vielen Anlegern. Aktuell aber gibt es viele Hinweise, dass auch diese Blase bald platzen könnte.

Zu allem Überfluss sind seit dem Frühjahr 2020 noch einige Krisen hinzugekommen. Die Corona-Lockdowns haben erlaubt, den Geldhahn noch weiter aufzudrehen und Billionen Dollar und Euros in das System zu pumpen. Der von den USA angezettelte Handelskrieg gegen China hat eine ganze Reihe zusätzlicher Lieferketten zerstört. Und nicht zuletzt haben die dilettantischen westlichen Bumerang-Sanktionen gegen Russland zur aktuellen Energie-Krise geführt. Letztere hat das Zeug, der Wirtschaft der EU-Länder endgültig den Teppich unter den Füßen wegzureißen.

Auch sollte jeder Politiker wissen, dass man den Wohlstand eines Landes nicht mit Hilfe der Zentralbank herbeidrucken kann. Zwar können clevere Ökonomen dank innovativer Definitionen den Leuten auf dem Papier vorgaukeln, dass die Wirtschaft und ihr Wohlstand wächst. Aber am Ende merkt auch der Dümmste, was los ist, wenn das Geld in der Tasche nicht mehr für das Notwendigste reicht.

Mit der Modernen Geldtheorie wurde im Westen das Gegenteil von Wachstum und Wohlstand erreicht. Konsequent versuchen daher die Finanz- und Politeliten den Tag der Abrechnung mit immer neuen Tricks und Täuschungsmanövern hinauszuschieben und uns von den eigentlichen Problemen unserer Gesellschaft abzulenken. Bis vor Kurzem war es noch der absolut überlebensnotwendige "Grüne Deal", um das Klima zu retten. Angesichts der aktuellen Reaktivierung von Kohlekraftwerken hat die Klima-Rettung für die Ampelkoalition in Berlin aber offensichtlich keine Priorität mehr.

Tauziehen um Gas-Turbine: Laut Baerbock fürchtete Berlin "Volksaufstände"

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Viel wichtiger scheint es der Scholz-Regierung jetzt, dem deutschen Bürger vorzugaukeln, dass die politische Entscheidung, russische Energie-Produkte zu sanktionieren, ein moralischer Geniestreich und kein katastrophaler Fehler war. Und weil sie diesen Fehler nicht eingestehen wollen oder können, sind sie bereit, den Industriestaat Deutschland auf dem Altar ihrer Arroganz und US-Hörigkeit zu opfern. Sie sind bereit, unsere Gesellschaft an den Rand des Abgrunds zu führen, denn selbst der Intelligenzbolzen Baerbock erwartet für diesen Winter größere Unruhen im Land.

Wenn Geringverdiener und eine wachsende Zahl Arbeitsloser und ihre Familien ohne Aussicht auf Besserung wegen sinkender Kaufkraft nicht mehr in der Lage sind, sich hinreichend zu ernähren; und wenn gleichzeitig von ihnen verlangt wird, aus Solidarität mit dem Geheimdienst-Staat Ukraine und dessen erzkorrupter Selenskij-Regierung im eigenen Wohnzimmer zu frieren, dann sind auch die herrschenden Eliten in Deutschland zurecht um ihre Zukunft besorgt. 

Um das Schlimmste abzuwenden, hätte die deutsche Polit-Elite noch die Chance, über ihren eigenen Schatten zu springen und eine eigenständige Politik zum Wohl des deutschen Volkes zu machen, sich aus der westlichen Kriegsfront gegen Russland zu lösen und eine Wiederannäherung mit Moskau zum gegenseitigen Vorteil zu verfolgen. Aber wir haben in Berlin keine souveräne Regierung. Die aktuelle Bundesregierung hat – ihrem Verhalten nach zu urteilen – ihren Amtseid darauf geschworen, die Interessen Washingtons und der Ukraine zu verteidigen, auf Kosten des deutschen Volkes. Die deutschen Polit-Eliten wollen ihre schrecklichen Fehler partout nicht einsehen und riskieren damit im kommenden Winter, entsprechend den von Annalena Baerbock befürchteten unkontrollierten Entwicklungen persönlich zur Zielscheibe des Volkszorns zu werden.

Mehr zum Thema - Biden: "Ich denke nicht, dass wir eine Rezession erleben werden"

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

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28.07.2022

*Blicke aus dem vierten Stock*


aus neues deutschland, vom 15. Juli 2022,  Reportage von Karin Leukefeld

*Der syrische Fotograf Issa Touma dokumentiert das Leben vor und nach der Zerstörung von Aleppo*


Issa Touma wurde bekannt, weil er die beginnenden Kämpfe in Aleppo vom Balkon aus filmte. Seit seiner Rückkehr aus dem europäischen Exil versucht er, sein altes Leben wieder aufzunehmen was in der zerstörten Stadt nicht leicht ist.


Info: https://leukefeld.net/wp-content/uploads/2022/07/nd-220715-Blick-aus-dem-vierten-Stock.pdf

28.07.2022

Sergei Lawrow über westliche Sanktionspolitik: Nach Russland könnte China folgen

pressefreiheit.rtde.tech, vom 27 Juli 2022 16:13 UhrIm Rahmen seiner Afrika-Reise hat sich Russlands Außenminister Sergei Lawrow am Mittwoch in Addis Abeba mit seinem äthiopischen Kollegen Demeke Mekonnen getroffen. Danach gab Lawrow eine Pressekonferenz, auf der er sich auch über die Energiekrise in Europa äußerte.


Nach Ägypten, Kongo und Uganda ist der russische Außenminister Sergei Lawrow im Rahmen seiner großen Afrika-Reise in Äthiopien eingetroffen. Am Mittwoch traf er sich in Addis Abeba mit seinem äthiopischen Amtskollegen Demeke Mekonnen. Gesprächsinhalt waren sowohl bilaterale als auch internationale Angelegenheiten der beiden Länder. Nach dem Treffen gab Lawrow in der russischen Botschaft in Addis Abeba eine Pressekonferenz für ausländische Diplomaten und ging ausführlich auf akute internationale Probleme ein.

Afrika-Tour: Lawrow lobt afrikanische Länder für deren unabhängigen Weg bei Ukraine-Frage

Afrika-Tour: Lawrow lobt afrikanische Länder für deren unabhängigen Weg bei Ukraine-Frage

Dem russischen Chefdiplomaten zufolge seien sich die afrikanischen Staaten über die Ursachen der jetzigen Situation in der globalen Politik absolut klar. Es gehe nämlich darum, dass der Westen versuche, "sich an die schwindende Perspektive der unipolaren Welt zu klammern" sowie "den objektiven historischen Prozess und die Herausbildung einer gerechten demokratischen Ordnung zu bremsen".

Lawrow warf den USA vor, alle Länder zu zerstören, in denen die Regierung in Washington eine Bedrohung für ihre eigenen politischen Interessen sehe. Der Minister verwies in diesem Zusammenhang auf die US-Militäroperationen im ehemaligen Jugoslawien, dem Irak, Libyen, Syrien und anderen Staaten. Dabei seien Städte wie Mossul im Irak und Rakka in Syrien praktisch zerstört worden. Für den Westen sei dies jedoch kaum ein Gesprächsthema gewesen.    

"Sie begannen Militäroperationen rücksichtslos, ohne jemandem den Grund zu erklären, und oft unter einem falschen Vorwand, wobei sie Städte zerstörten und tausende unschuldige Menschen töteten."

Der russische Chefdiplomat betonte, dass die Welt an einem wichtigen Scheideweg stehe:  

"Entweder wir leben in einer Welt, die den Grundsätzen der UN-Charta folgt, die auf der Gleichheit der souveränen Staaten basiert, oder wir leben in einer Welt, in der die Stärksten dominieren."

Wie jedes Land, das sich selbst respektiere, habe Russland das Recht, eigenständig zu bestimmen, war für seine Sicherheit gut sei. Mit Blick auf die Situation in der Ukraine sagte Lawrow, dass die NATO, angeführt von den USA und der EU, in diesem Fall für Moskau entschieden habe, was für Russland gut sein solle. Dabei habe Moskau mindestens seit dem Jahr 2013 die westlichen Staaten vor seinen roten Linien gewarnt. Als eine davon bezeichnete der Minister die Schaffung einer russophoben Ukraine an der Grenze zu Russland.

Die westlichen Sanktionen gegen sein Land verurteilte Lawrow als unrechtmäßig. Dabei hob er hervor, dass mit einigen wenigen Ausnahmen kein Entwicklungsland in Afrika, Asien und Lateinamerika die gegen Russland verhängten Restriktionen unterstützt habe. Der Minister warnte gleichzeitig, dass Washington und Brüssel die Währungsreserven eines jeden Landes einfrieren könnten, wenn es sie "verärgern" sollte. Der Westen bereite jetzt im Fall Russlands eine Rechtsgrundlage dafür vor. Nach Russland könnte China folgen. Es sei die nächste Zielscheibe des Westens.

"Das ist ein sehr interessantes Beispiel dafür, was die Amerikaner von dem fairen Wettbewerb in der Praxis halten."

Unter diesen Umständen könne man sich nicht mehr auf den US-Dollar als ein Instrument stützen, das die Weltwirtschaft aufrechterhalte. Deswegen würden immer mehr Länder auf alternative nationale Währungen umstellen.

Lawrow äußerte sich auch über die akute Energie-Krise in Europa. Er warf dem Westen eine "unwissenschaftliche und verantwortungslose Herangehensweise an die Energie-Märkte" vor. Die Probleme der europäischen Länder im Energie-Sektor seien eine Folge ihrer eigenen Energie-Politik.  

"Wir empfinden keine Freude und kein Vergnügen daran, was Europa momentan erlebt. Aber sie haben es sich selbst angetan."

Nun suche Europa hektisch nach einer Energiequelle, die es in diesem Winter retten könnte. Dabei verzichte es für die nächste Zeit auf seine grüne Agenda, wobei die Kohle mit ihren Emissionen als Energiequelle zurückkehre. Die jetzige europäische Energie- und Umweltpolitik sehe ungeordnet aus, sagte Lawrow.

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Info: https://pressefreiheit.rtde.tech/international/144553-sergei-lawrow-ueber-westliche-sanktionspolitik




Weiteres:




LIVE: Pressekonferenz von Sergei Lawrow bei der Afrikanischen Union

pressefreiheit.rtde.tech, vom 27 Juli 2022 11:32 Uhr


Video  https://vk.com/video-134310637_456255710 Dauer  37:38 Min.


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28.07.2022

Völkerkunde mit Anna Kupriy bei der Landeszentrale für politische Bildung: Die Russen sind faul, die Ukrainer fleißig


nachdenkseiten.de, 25. Juli 2022 um 11:00, Ein Artikel von Rupert Koppold

In einem Blog „erklärt“ eine aus der Ukraine nach Deutschland geflüchtete Journalistin pauschal das russische Volk. Es sei faul, bequem, aggressiv, bindungslos und nicht empathiefähig. Ukrainer dagegen werden als in allen Bereichen vorbildhaft geschildert. Die Landeszentrale für politische Bildung in Baden-Württemberg hat diesem „Ukraine-Tagebuch“ viel Platz eingeräumt. Und das verwundert kaum, wenn man auch die eigenen Texte der Landeszentrale in Sachen Ukraine liest.


Zitat: „Wir bieten Information und Orientierung für die Meinungs- und Urteilsbildung in einer komplizierter werdenden Welt.“, so verspricht es die baden-württembergische Landeszentrale für politische Bildung (lpb) und verweist auf ihre Selbstverpflichtung:

„Wir sind offen gegenüber Menschen und Themen und treten für Akzeptanz und Toleranz gegenüber ihren Positionen und Fragestellungen ein“.

Ebenso preist sich die Institution, die sich als überparteilich versteht:

„Wir sind Garant für Pluralität, Ausgewogenheit und Qualität in der politischen Bildung,“

Doch dann findet man auf der lpb-Homepage Sätze wie diesen:

„Die Vorfahren der Russen sind Nomaden. Sie waren gezwungen, irgendwohin zu ziehen, jemanden zu erobern, aggressiver zu sein, um sich selbst Lebensbedingungen zu verschaffen. Der Nomade hat keine Bindung an das Land. Daher der Unwille und die Unfähigkeit, sich die Welt um ihn herum einzurichten, sich anzustrengen, um bequem zu leben.”

Als vorbildlich werden dagegen die Ukrainer beschrieben, sie seien „… sparsam, verwurzelt in dieser sehr sesshaften Lebensweise, sowie in dem Wunsch, das zu schützen, was man hat und ein Höchstmaß an Friedfertigkeit zu erreichen”.

Sind das Zitate aus der rassistisch angehauchten Völkerkunde vergangener Zeiten? Sollen hier dumpf-dumme Ressentiments nur deshalb angeführt werden, um sich von ihnen zu distanzieren und danach die Fortschritte der modernen Ethnologie aufzuzeigen? Nein, leider nicht. Die Sätze sind ernst gemeint und aktuell. Geschrieben wurden sie von der ukrainischen Journalistin Anna Kupriy, die nach Ausbruch des Krieges von Odessa nach Deutschland geflüchtet ist. Sie lebe derzeit in der Nähe von Stuttgart, schreibt die Landeszentrale für politische Bildung, die Frau Kupriy auf ihrer Homepage Platz für einen Blog eingerichtet hat. Mittlerweile sind dreizehn Folgen dieses „Ukraine-Tagebuchs“ erschienen.

Die oben zitierten Sätze sind keine Ausrutscher. Sie sind wohl auch nicht (oder nicht nur) nachvollziehbare Reaktion eines Opfers, geschrieben in einer Art innerem Ausnahmezustand aus Angst, Wut und Verzweiflung. Vielmehr wirken sie wie der Ausdruck einer Haltung, die sich schon lange vor Kriegsbeginn herausgebildet hat. Es ist eine Haltung ultranationalistischer Selbstüberhöhung, die nicht nur die Regierung oder das Militär des „wilden, aggressiven Nachbarn“ zum Feind erklärt, sondern das gesamte und als minderwertig geschilderte russische Volk.

„Die Denkweise vieler Russen ist überwiegend asiatisch, die der Ukrainer europäisch”, konstatiert Anna Kupriy und betont, was Ukrainer und Russen außerdem unterscheide: „Russen gelten als weniger empathiefähig …“.

Überhaupt dieses Russland:

„Trinkende Familien, Armut und mangelnde Bereitschaft, sich zu entwickeln – ein fruchtbarer Boden für jemanden, der einen Krieg anzetteln will.”

Und daraus folgt für Anna Kupriy: “… keiner der bewussten Ukrainer (wird) einen Russen als Bruder bezeichnen. Und mehr noch: Er wird diesen Vergleich als Beleidigung empfinden.” 

“Für die Ukrainer waren Männer und Frauen historisch gesehen immer gleichberechtigt, und unsere Haltung Frauen gegenüber ist ästhetisch…“, so steht es in diesem Ukraine-Tagebuch. Dagegen in Russland: „In der Moskauer Tradition hat immer ein Mann eine Frau geführt. Wenn er dich schlägt, bedeutet das, dass er dich liebt’ . Das ist der springende Punkt in der russischen Auffassung von Familienwerten.”

Nein, Anna Kupriy versteht sich nicht als Märchenerzählerin, aber sie kennt sich im Genre aus. Das liest sich dann so:

„Die ukrainische Märchenfigur ist aktiv, sie rüstet ständig den Raum um sich aus und verändert ihn, indem sie Gerechtigkeit sucht.“

Dagegen:

„Eine russische Märchenfigur wartet auf den Segen von jemandem …“

Anna Kupriy „beweist“ auch, dass die ukrainische Sprache weniger mit der russischen gemein hat, als manche denken. Und will damit wohl indirekt zu verstehen geben, dass russisch sprechende Ukrainer, also ein knappes Drittel der Bevölkerung, für sie keine echten Ukrainer sind.

Wenn man diesen Blog liest, muss man zum Schluss kommen, dass Ukrainer in ihrer „Wertigkeit“ an der Spitze aller Völker stehen. Frau Kupriy jedenfalls weiß:

„Die Ukrainer sind universell einsetzbar, beherrschen mühelos mehrere Spezialgebiete und sind dabei erstaunlich effizient.“

Und dann schreibt sie in direkter Leseransprache und vertraulichem Aufklärungston: „Nach dem Beginn des Krieges im Februar 2022 wurden in einigen Regionen Polens die Bauarbeiten massiv eingestellt. Weißt du, warum? Weil die ukrainischen Männer, die in Polen arbeiteten, ihre Arbeit aufgaben und in die Ukraine zurückkehrten, um sie zu verteidigen.“ Dass es vielleicht Ausdruck eines maroden Wirtschaftssystems sein könnte, wenn ein signifikanter Teil der Bevölkerung Arbeit im Ausland suchen muss, kommt Anna Kupriy nicht in den Sinn.

Und so geht die „Aufklärung“ weiter: „Weißt du, welche Art von Geschäft in Polen danach eine unerwartete Entwicklung genommen hat? Die Gastronomie. Ukrainische Frauen, die nach Polen kamen, sahen sich um und beschlossen: Wir können nicht untätig bleiben. Eine nach der anderen eröffneten dort kleine Bäckereien und Cafés mit ukrainischer Küche. Als Nächstes steht ein Durchbruch im Bereich der Schönheitsindustrie an: Ukrainische Frauen, die eine Arbeitserlaubnis erhalten haben, bieten Maniküre, Haarschnitt und Tätowierungen an. Und wir wissen, wie man arbeitet, glaube mir!“ Man will jetzt lieber nicht fragen, welche Art von Tätowierungen oder welche Art von Dienstleistungen sonst noch angeboten werden. Aber man sollte spätestens jetzt darauf hinweisen, wie die ökonomische Situation der Ukraine tatsächlich ist. Werner Rügemer zum Beispiel hat dies neulich in den NachDenkSeiten ausführlich und detailliert getan.

Die Lobpreisung der Ukrainer und der Ukraine, verbunden mit der Herabsetzung anderer Nationalitäten und Völker, setzt sich bei Frau Kupriy übrigens auch gegenüber ihrem Gastland fort. Deutschland ist in den Augen dieser Ukrainerin nämlich erstaunlich rückständig. In ihrem Land seien „24-Stunden-Supermärkte und -Apotheken längst alltäglich geworden. Eine besondere Überraschung für die Ukrainer ist daher ein vollwertiges Wochenende, an dem alles geschlossen ist …“ Oder die unnütze deutsche Post! „In unserem Land sehen wir die klassische Post als eine Art Archaismus an. Wir lösen alle Probleme durch Telefonate und Chatten mit Instant Messengern …“

Schlimm ist in Deutschland auch das Internet: „Das Internet ist in unserem Land fast überall verfügbar… Hier (also in Deutschland) sind wir mit der Tatsache konfrontiert, dass es in kleinen Städten und Mietshäusern oft kein Internet gibt …” Ist noch etwas besser in der Ukraine? Aber ja: „Ich habe mehr als einmal gehört, dass trotz des hohen Niveaus der medizinischen Versorgung in Deutschland der Service in der Ukraine effizienter aufgebaut ist.”

In ihrem Blog preist Frau Kupriy, die vor dem Krieg neben ihrer Journalistentätigkeit (über die wenig Konkretes zu erfahren ist) in der Tourismusbranche gearbeitet hat, auch ihre Heimatstadt Odessa an. So wie sie dies schon in der Ankündigung zu ihren damaligen Führungen tat. „Unglaubliche Träumer, spielende Abenteurer, großzügige Gönner, kluge Geschäftsleute und Abenteurer … Die Menschen, die unsere Stadt regierten, waren sehr unterschiedlich. Aber jeder von ihnen, der am Ruder stand, steuerte auf den Erfolg zu – nicht auf sich selbst. Für Odessa.“ Das müsste dann wohl auch, obwohl er namentlich nicht erwähnt wird, für Gennady Trukhanov gelten. Der ist seit 2014 Bürgermeister der Stadt und dazu, schon lange vor diesem Datum und nicht nur laut BBC, führendes Mitglied der berüchtigten Odessa Mafia.

Aber Anna Kupriy, die nach eigenen Angaben alles über Odessa weiß, verstand ihre Aufgabe als Stadtführerin eben so, dass sie „die Leute zu Verliebten“ machen wollte, „sie sollten sich in Odessa verlieben. Das war meine Arbeit die letzten fünf Jahre vor dem Krieg.“ Also lieber nichts über Odessas brodelnde Kriminalgeschichte sagen und auch nichts über das dortige Gewerkschaftshaus, in dem am 2. Mai 2014 ein Pro-Maidan-Mob linke Maidan-Gegner eingeschlossen und verbrannt hat, ein von den Behörden nie aufgeklärter, weil nie wirklich verfolgter Massenmord.

Der Romancier Eugen Ruge („In Zeiten des abnehmenden Lichts“) hat damals in der „Zeit“ geschrieben: „Da werden in Odessa 40 Menschen von Maidan-Anhängern ermordet, aber der Deutschlandfunk formuliert so lange an der Meldung herum, bis irgendwie, man weiß nicht, wie, das Gegenteil herauskommt.“ (Ruges hellsichtiger und von heute aus betrachtet fast prophetischer Text wurde vom „Infosperber“ nachgedruckt.

Und das bringt uns zurück zur Landeszentrale für politische Bildung. Ist das Ukraine-Tagebuch von Frau Kupriy versehentlich auf deren Homepage gelandet? Oder verantwortet und vertritt diese Institution diesen Blog tatsächlich inhaltlich? Eine Relativierung, gar eine Distanzierung findet jedenfalls nicht statt. Und das wundert dann etwas weniger, wenn man den eigenen lpb-Beitrag zur Geschichte der Ukraine liest. „Mehr als 2,4 Millionen Männer und Frauen wurden als sogenannte ,Ostarbeiter‘ aus der Ukraine, die von September 1941 an als ,Reichskommissariat Ukraine‘ von den Nationalsozialisten besetzt worden war, ins Deutsche Reich verschleppt, wo sie in zahlreichen Betrieben Zwangsarbeit leisten mussten und oftmals daran starben. Allerdings sind auch Formen der Kollaboration mit den nationalsozialistischen Machthabern dokumentiert. Mit der Gründung nationaler Gruppierungen wie etwa der „Organisation Ukrainischer Nationalisten“ erhofften sich einige Ukrainer neuen Aufschwung eines von Hitler unterstützen Nationalstaats.“

Und das war’s auch schon fast zur Kollaboration ukrainischer Nationalisten und Faschisten mit dem deutschen Hitler-Reich, mit der Wehrmacht, mit der SS. Die massive Kollaboration bei der Ermordung ukrainischer Juden wird komplett ignoriert. So formuliert die lpb: „Neben Massenmorden an Jüdinnen und Juden in Charkiw, Berditschew und an anderen Orten ist das Massaker von Babyn Jar in der Nähe von Kiew das bis heute bekannteste Verbrechen der deutschen Wehrmacht auf ukrainischem Boden. In der Schlucht von Babyn Jar wurden mehr als 30.000 Menschen ermordet.“ Tatsächlich, so schreibt der Historiker Grzegorz Rossoliński-Liebe, wurden diese Verbrechen der deutschen Nazis unter großer und aktiver Mithilfe vieler ukrainischer Nationalisten begangen. Bei der Landeszentrale aber geht der Text zu Babyn Jar mit einer anderen Täterzuweisung weiter: „Die wenigen Überlebenden wurden nach der Rückeroberung der Ukraine durch die Rote Armee 1944 Opfer antijüdischer Kampagnen durch die Sowjetunion.“

Es ist geradezu obszön, wenn die Selenski-Regierung sich, etwa in der israelischen Knesset, so besorgt um die Gedenkstätte Babyn Jar zeigt, das eigene Land nur als Hort der Nazi-Opfer oder Widerstandskämpfer darstellt – und gleichzeitig Denkmäler für die eigenen Mittäter errichtet! Denn es wurden und werden in der Ukraine ja nicht nur Straßen benannt nach dem zum Nationalhelden erkorenen Antisemiten und Faschistenführer Stepan Bandera, der die Ukraine ethnisch säubern wollte. Diesem „Helden“ zu Ehren wurden und werden auch Statuen errichtet – die in Lviv alias Lemberg ist sieben Meter hoch! In der Ukraine wurde Bandera eben nicht nur von den neonazistischen Asow-Kriegern als Vorbild erkoren.

Stepan Bandera? Wer war das nochmal? In den großen deutschen Medien tauchte er höchstens am Rande und/oder in verschwommenen Beschreibungen auf, meist wurde er ganz verschwiegen. Als Tilo Jung neulich in seinem Podcast „Jung und Naiv“ den ukrainischen Botschafter Andrij Melnyk in einem Interview als Bandera-Anhänger zeigte, schüttelten sich die deutschen Qualitätsmedien kurz und taten so, als wären sie erstaunt (sie hatten natürlich alles gewusst, aber meist nicht publiziert), lieferten dann entschuldigende Zeilen zu Bandera – Tenor: eine komplizierte Figur, andere Zeiten etc. – und zogen sich wieder ins Verschweigen zurück. Auch in der Landeszentrale für politische Bildung scheint ihn niemand zu kennen. Jedenfalls kommt der Name Bandera im Text zur Ukraine-Geschichte nicht vor.

Im Mai dieses Jahres hatte ich folgende Frage an die lpb gesandt:

„Sehr geehrte Damen und Herren,
es geht um die Geschichte der Ukraine in ihrem Text. Warum fehlen Worte wie Asow und Bandera? Letzterer war ein Faschist, Nazi-Kollaborateur, Judenhasser, Mörder. Seine Gruppe war an Pogromen beteiligt. Bandera aber ist eine Art Gründungsvater der Ukraine geworden. Geehrt mit Denkmälern, Straßennamen, Fackelzügen.“

Mir wurde der Eingang der Frage bestätigt. Eine Antwort habe ich allerdings nicht erhalten.

Die Landeszentrale für politische Bildung hat sicher ihre Verdienste. Was sie sich in Sachen Ukraine leistet, ist, man muss es wohl so formulieren, propagandistische Geschichtsklitterung. Und was sie sich mit der Veröffentlichung dieses unsäglichen Ukraine-Tagebuch-Blogs leistet, das torpediert die propagierten Werte Aufklärung, Toleranz, Völkerverständigung oder Friedenswillen. Geben wir das letzte fatal-unversöhnliche Wort an Anna Kupriy: “… es ist unwahrscheinlich, dass die Ukrainer auch nach mehreren Generationen die Kraft zur Vergebung finden können”.

Anmerkung der Redaktion: Nach Erscheinen des Artikels und Leserzuschriften an die Landeszentrale für politische Bildung in Baden-Württemberg hat diese umgehend reagiert und noch am selben Tag erklärt:

„Wir bedauern, dass einzelne Passagen im Ukraine-Tagebuch der Journalistin Anna Kupriy offensichtlich als pauschalisierend verstanden werden konnten. Wir haben die Folge 7 des Tagebuchs („Ukrainer und Russen“) deshalb vom Netz genommen und auch an einzelnen anderen Stellen auf der Webseite nachgebessert.”

Titelbild: Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, CC0

Mehr zum Thema:

Faktencheck zu Unterrichtsmaterialien der Bundeszentrale für politische Bildung zum Ukraine-Krieg: Tendenziöse Sprache und nachweislich falsche „Fakten“

„Unsere europäischen Werte“: 1,21 Euro Mindestlohn in der Ukraine


Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=86230


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

27.07.2022

Strategie der Spannung   Kommentar von Hans-Rüdiger Minow

german-foreign-policy.com, 27. Juli 2022

„Russland ruinieren“ zu wollen, diese Absichtserklärung des deutschen Außenministeriums hat sich binnen weniger Monate als das erwiesen, was sie von Anfang an war: wirklichkeitsfremd und Ausdruck eines aggressiven Affekts, der in der deutsch-russischen Diplomatiegeschichte, ja in den deutsch-russischen Beziehungen überhaupt, das deutsche Scheitern vorwegnimmt. „Russland ruinieren“ wollten schon andere im Auswärtigen Amt, deren Namen zu nennen sich hier verbietet, weil sie nichts weiter waren und nichts weiter sind als Inkarnationen eines wirtschaftlich begründeten Größenwahns, den der antislawische Rassismus reitet. In Ost- und Südosteuropa sind ihm Millionen zum Opfer gefallen. Die deutschen Truppen standen zwar vor Leningrad, das sie aushungern wollten, sie haben in Warschau gehaust und in Pančevo gemordet – aber sie mussten den Rückzug antreten.


Zitat: Russische Horden

Der antislawische Rassismus, jetzt „Russophobie“ genannt, unterströmt die vom Auswärtigen Amt ausgelöste Vernichtungshetze in der tonangebenden deutschen Publizistik. Insbesondere das Paradeblatt der deutschen Wirtschafts- und Feuilletonelite, die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), öffnet ihre Seiten seit Monaten einem Gegnerbild, das ins Mittelalter ausgreift und verängstigend ist. Im regressiven Zentrum der Vernichtungshetze, „Russland ruinieren“ zu wollen, wüten antislawische Schreckgespenster mit asiatischem Aussehen: So wie heute sei es auch „damals“ gewesen, „als Dschingis Khans tatarisch-mongolische Horden das Gebiet der Ukraine angriffen“ (FAZ vom 10. Mai 2022). „Nun treibt die Invasion der russischen Horden erneut Ukrainer nach Westen.“


Feindprojektionen

Dass die Redaktion dieses Blattes solche Texte unkommentiert abdruckt, darf man ihr nicht vorwerfen. Es handelt sich nicht um ein Versäumnis. Presseorgane dieser Art, die öffentlich-rechtlichen Anstalten ARD und ZDF eingeschlossen, sind meinungsbildender Teil einer staatlichen, rassistisch unterlegten Militarisierung im Krieg gegen „Russen“ geworden. Zwar würden „Russen europäisch aussehen“, hieß es in einer prominenten TV-Runde des ZDF,  aber „wir dürfen nicht vergessen ..., dass es keine Europäer sind – im kulturellen Sinne“ (12. April 2022). Demnach sind die uneuropäischen Russen ethnisch (rassisch) hybrid, und ihr Krieg ist genetisch codiert: das antislawische Gegnerbild wird um Projektionen erweitert, die den Asiaten gelten – einer künftigen Schlacht gegen China. Einreden des Deutschen Presserats, eines Organs der „Freiwilligen Selbstkontrolle“, das über „ethische Qualitätsstandards im (deutschen) Journalismus wacht“, sind nicht bekannt.


Zusammenfluss

Man möchte hoffen, dass die offen rassistischen Elemente der Vernichtungshetze einem extremen Milieu der deutschen Politik und ihrer Medien zugerechnet werden könnten. Diese Hoffnung zerschellt an den Tatsachen. Offen rassistische Elemente werden an höchsten Stellen der deutsch dominierten EU grundiert. Im Fall der zitierten Äußerungen über „Russen“, die europäisch aussehen, aber „keine Europäer sind“, stammen sie aus dem Wortbeitrag einer Politikwissenschaftlerin, die das ZDF als stellvertretende Direktorin des „Instituts der Europäischen Union für Sicherheitsstudien“ (EUISS) vorstellte. Sie ist keine Extremistin und verfügt über Universitätsabschlüsse in München und Berlin. Allerdings versäumte es die TV-Anstalt, über die Wissenschaftlerin und das EU-Institut umfassend zu informieren: Das steuerfinanzierte Institut ist „für die Beschaffung von Militärgütern in der EU aktiv“ und arbeitet „eng mit Personen aus der Rüstungsindustrie ... zusammen“, heißt es bei Wikipedia. Ein Blick auf die „Personen aus der Rüstungsindustrie“ offenbart, dass sie aus der allerersten Reihe kommen. Sie sind die Chief Executive Officers (CEO) der europaweiten Großindustrie für Kriegsgerät, von panzerbrechenden Artilleriewaffen über Drohnen bis zu Lenkraketen, wie sie der Ukraine angeliefert werden. Bei Airbus, MBDA, BAE, SAAB, Indra oder Liebherr Aerospace steigern sie Milliardenumsätze. Ihre enge Kooperation mit dem EU-Institut offenbart den Zusammenfluss der wirtschaftlichen Rüstungsinteressen mit dem antislawischen Rassismus, der die Vernichtungshetze popularisiert.


Erinnerung

Aber trotz aller Gewaltpropaganda, die an die Exzesse des Kalten Krieges heranreicht, stellt sich in der deutschen Gesellschaft keine Begeisterung ein. „Russland ruinieren“ zu wollen erinnert an die Folgen des vorerst letzten historischen Versuchs, an die Familiengeschichten der heute Sechzigjährigen, deren Großväter nicht zurückkehrten und deren Väter beschwiegen, was vor Leningrad, in Warschau oder an der Friedhofsmauer in Pančevo geschehen war. Jeder zweite Deutsche im kriegsfähigen Alter ängstigt sich vor der Ausweitung der Gewalt in Osteuropa und plädiert für Friedensverhandlungen. Indem das Auswärtige Amt dieses Verlangen als Kriegs- müdigkeit verwarnt („fatigue“), als einen Zustand schläfriger Bewusstseinstrübung (FAZ vom 2. Juni 2022), wertet es den Friedenswunsch nicht nur ab; es forciert zugleich den Bellizismus, den Gewaltaffekt.


Feuerkraft

Hier schließt das aggressivste Segment der operativen und theoretischen deutschen Militärbürokratien mit einem Aufruf an, die Gewalt in der Ukraine durch westliche Lieferung verstärkter „Feuerkraft“ zu perpetuieren (FAZ vom 14. Juli 2022). Die Unterzeichner können erfolgreiche Laufbahnen in den deutschen Bundeswehrakademien vorweisen oder haben ihren universitären Standort in Potsdam, dort, wo das Einsatzführungskommando die kriegerischen Interventionen deutscher Soldaten im Ausland koordiniert. In Potsdam besteht für eine diplomatische Lösung „kein Spielraum“.


Formierung

Wenn es für Verhandlungen „keinen Spielraum“ gibt, welche Ziele verfolgt Berlin? Galten sie anfangs einem Waffenstillstand, so wird an der Spitze des parlamentarischen Verteidigungsausschusses ein Siegfrieden verlangt (17. Juli 2022), also der unbegrenzte Einsatz der Waffen in einem unbekannten Zeitraum des Kriegsgeschehens, welches Konzentration aller Kräfte, Vereinheitlichung der Widersprüche, kurz: Formierung erfordert, um über den Feind auf dem Schlachtfeld zu triumphieren. Berlin radikalisiert seine Ziele.


Spannungszustand

Dass diese Ziele nicht erreicht werden können, ist der deutschen Strategie nebensächlich; Erörterungen über die  tatsächlichen Kräfteverhältnisse, die offensichtliche Fehlkalkulation und den drohenden Einsatz atomarer Tötungsmittel lenken von den eigentlichen Intentionen ab. Sie gelten der Dehnung des Zeitraums, in dem der Spannungszustand des Krieges aufrechterhalten werden kann, so dass die soziale Kontrolle legitimer Gewalt durch Sonderanordnungen der Exekutive erst eingeschränkt, dann ausgesetzt wird.


Deregulierung

Der deutsche Kanzler hat den ersten Schritt zu dieser Deregulierung mit einer unangekündigten, das Parlament überraschenden Budgetentscheidung getan, als er ein „Sondervermögen“ in Höhe von 100 Milliarden Euro für den staatlichen und privaten Militärapparat ankündigte (27. Februar 2022). Seitdem setzt er diese Deregulierung fort und radikalisiert sie, indem er nach Innen die Lähmung der gewerkschaftlichen Tarifautonomie betreibt („Konzertierte Aktion“). In deren Ergebnis sei „zwischen Arbeitgebern, Gewerkschaften, Wissenschaften und politischen Entscheidungsträgern“ bereits vereinbart worden, man müsse „zusammenhalten“ und sich „unterhaken“  (FAZ vom 18. Juli 2022).


Fragmentierung im Innern

Die auf Senkung der effektiven Lohnzuwächse bei gleichzeitigem Streikverzicht zielende „Aktion“ ist das ökonomische Herzstück der inneren Deregulierung. Bei Preiszusätzen von mehr als 20 Prozent für den täglichen Brotkorb führt die „Aktion“ zu einem objektiven Verfall der Existenzsicherung vor allem in jenen Bevölkerungsschichten, die in der deutschen Statistik am Rande der Armut firmieren. Was mit der Absicht begann, Russland „ruinieren zu wollen“, ruiniert die gesellschaftliche Kohäsion durch soziale Fragmentierung. Das Scheitern im Innern ist absehbar und wird in Berlin gefürchtet.


Sondersteuern

In geradezu vorbildlicher Weise verfolgt das deutsche Wirtschaftsministerium die Strategie der Spannung und ängstigt das Medienpublikum fortwährend mit der Aussicht auf Katastrophen,  sofern den Sonderanordnungen der Exekutive nicht gefolgt werde. Bestimmungen zum Umweltschutz, für die sich Bürgerinitiativen jahrzehntelang einsetzten, verfallen dem höheren Interesse angeblicher Sicherheitsbelange. Natur- und Landschaftsreservate werden der Großindustrie geöffnet, kleinere Wasserkraftanlagen sind von Stilllegung bedroht (zum Nutzen großer Energieanbieter). Die Strategie der Spannung versucht einen Zustand zu erreichen, in dem selbst Atomanlagen, die in Deutschland blockiert waren, freigeschaltet werden können, um den angeblichen Zusammenbruch der deutschen Wirtschaft zu verhindern. Diese Atmosphäre einer durch den Krieg ausgelösten, vermeintlich unüberschaubaren Notlage ermöglicht es, kriselnde Privatunternehmen mit Milliardenbeträgen zu stützen und der deutschen Bevölkerung Sondersteuern aufzuerlegen, weil „Russland“ sanktioniert werden müsse.


Kriegsökonomie

Die internationale Währungsspekulation bildet das Scheitern dieser Politik bereits ab. Spekulanten am Geldmarkt kaufen die Ankerwährung der globalen Kriegsökonomie des Westens, während der Euro in der Wertrelation sinkt. Dies führt zu höheren Preisen beim deutschen Warenimport. Die Wertdifferenz wird an die Verbraucher weitergegeben, verstärkt die Inflation und lässt den täglichen Brotkorb noch karger aussehen. Die Bereitschaft, den Spannungszustand weiter mitzutragen, nimmt nicht nur bei den Bedürftigen ab.


Drohungen

Möglichst abgewendet werden soll das faktische Scheitern mit einer nationalistischen Aufblähung Deutschlands in Europa und in der Welt. Ist der Untergrund dieser Hypertrophie der wirtschaftliche Wachstumszwang im globalen Konkurrenzkampf um die letzten Ressourcen, so ist der schöne Schein „Deutschlands Verantwortung für Europa und in der Welt“ (Bundeskanzler Scholz am 18. Juli 2022). Deutschland müsse „führen“, „als Land der Mitte in Europa“, nämlich „Ost und West, Nord und Süd in Europa zusammenführen“, heißt es in Anspielung auf die verhängnisvolle Mitteleuropa-Ideologie, eine Verbrämung des deutschen Machtwillens zwecks ökonomischer  Beherrschung des Kontinents. Der deutsche Kanzler befindet sich bereits in der sprachlichen Nachfolge deutscher Apologeten zweier Weltkriege, die im Auswärtigen Amt nach „Mitteleuropa“strebten, womit sie die Unterordnung des nicht-deutschen Auslands meinten. Die deutsche „Führung“ werde „Schluss“ machen „mit den egoistischen Blockaden europäischer Beschlüsse einzelner Mitgliedsstaaten“, heißt es heute ähnlich bei Scholz. Man geht nicht fehl, diese Ankündigung als eine Drohung zu verstehen, die an die übrigen EU-Mitglieder gerichtet ist: Aus einer Position angemaßter Größe und Souveränität, die Berlin in Anspruch nimmt, andere zur Aufgabe ihrer eigenen Souveränität veranlassen und sie für den wirtschaftlichen Nutzen der deutschen Zentralmacht verstärkt in Gebrauch nehmen – gegen Beteiligung.


Fragmentierung Europas

Die Beteiligung am stetigen Wuchs der deutschen Zentralmacht war in der EU bereits in der Vergangenheit  umstritten. Der dafür ausgehandelte Preis führte zu ständigen Auseinandersetzungen mit den Gefolgschaftsstaaten, und dieser Preis wird höher, seitdem der deutsche Kanzler gefordert hat, „in einer Welt konkurrierender Großmächte“ müsse „die EU ... ein geopolitischer Akteur werden“; „nationale Vetos, etwa in der Außenpolitik“ könne sich die EU „nicht mehr leisten“ (18. Juli 2022). Im Spannungszustand eines Krieges, der „Russland ruinieren“ soll, geht Scholz über „Mitteleuropa“ hinaus, nimmt die Welt in den Blick und verlangt die Formierung der europäischen Staaten, um sie unter deutscher Ägide den sogenannten Großmächten anzuschließen, wahlweise ihnen den Weg zu verlegen. Diese globale Auffaltung der Berliner Zentralmacht, die zum „geopolitischen Akteur“ der EU werden will, würde Paris, Rom, Madrid, Warschau oder Budapest zu Satelliten werden lassen. Die Berliner Forderungen sind wirklichkeitsfremd. Sie fragmentieren Europa, sie einigen nicht.


Krieg gegen China

Den Interessen der Ankerwährung des globalen Westens steht das deutsche Scheitern, das im Innern wie Außen absehbar ist, nicht entgegen. Im Gegenteil. Der Dollar floriert und lässt Europa alt aussehen, solange der Spannungszustand des Krieges anhält. Viel Zeit soll vergehen, Russland ruiniert, Deutschland geschwächt, die EU fragmentiert und der Krieg gegen China Wirklichkeit werden.


Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8990

26.07.2022

Energiekrise Die EU fährt aus Realitätsverweigerung mit Vollgas an die Wand

anti-spiegel.ru, 26. Juli 2022 15:43 Uhr

Die Ideen, mit denen Brüssel und Berlin die selbstgemachte Energiekrise lösen wollen, zeigen, wie sehr die Herrschaften jeden Sinn für die Realität verloren haben.

Zitat: Dass die Energie- und Gaskrise, die sich in Europa nicht nur abzeichnet, sondern schon für jeden spürbar geworden ist, inzwischen zwangsläufig zu einer echten Krise im Winter führen wird, steht nicht mehr in Frage. Stattdessen bereiten Politik und Medien die Menschen in der EU auf den „totalen Wirtschaftskrieg“ vor. Fast möchte man sagen, dass es schade ist, dass der Berliner Sportpalast nicht mehr steht, denn er wäre eine passende Kulisse für die Erklärungen von Minister Habeck, EU-Chefin von der Leyen und all den anderen Politikern, die die Menschen derzeit auf alle möglichen Entbehrungen im totalen Wirtschaftskrieg einstimmen.


Die Folgen der Politik der EU

Schon jetzt hat eine Wohnungsgenosschenschaft in Sachsen die Warmwasserversorgung eingeschränkt, dabei haben wir derzeit Sommer. Was soll erst im Winter werden?


Darauf hat nun ein Wohnungskonzern geantwortet. Lars von Lackum, der Chef des zweitgrößten deutschen Immobilienkonzerns LEG, hat sich dazu geäußert und der Spiegel hat darüber berichtet. Demnach kommt im Winter folgendes auf die Deutschen zu:

„In den eigenen vier Wänden einen zusätzlichen Pullover anzuziehen, werde womöglich nicht ausreichen, so Lackum weiter. »Es wird wohl noch eine warme Wolldecke vonnöten sein.«
Der LEG-Chef forderte eine gesetzliche Möglichkeit, die Temperaturen stärker als bisher abzusenken. Marktführer Vonovia hatte bereits Anfang des Monats angekündigt, Gas sparen und dazu nachts die Heizungsleistungen in zahlreichen seiner Wohnungen reduzieren zu wollen.“

Es wird kalt im Winter, und zwar nicht nur draußen, sondern auch drinnen. Und da Gas und Energie auch der Wirtschaft fehlen, dürften viele Firmen (vorübergehend?) dicht machen. Wenn dann auch noch ein Corona-Lockdown hinzukommt, der die Menschen, die noch Arbeit haben, zwingt, in ihren kalten Wohnungen ein Homeoffice einzurichten, dann ist die „Winterromantik“ perfekt.


Einstimmen auf den totalen Wirtschaftskrieg

Der LEG-Chef sagte auch:

„Ich glaube, dass in der derzeitigen Kriegssituation der Bevölkerung in Deutschland klargemacht werden muss, dass jetzt Verzicht angesagt ist“

Dass Deutschland mit Russland im Krieg ist, dass Deutschland in einer „Kriegssituation“ ist, ist mir neu. Das ist zwar aus völkerrechtlicher Sicht bereits der Fall, wie aus einem Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages von Mitte März hervorgeht, aber die deutschen Politiker vermeiden diese Aussage bisher.


Bundespräsident Steinmeier hat 2014 in seiner Funktion als deutscher Außenminister den Grundstein für die heutige Situation gelegt, denn er hat damals das Abkommen zwischen der Maidan-Opposition und Präsident Janukowitsch als Garant unterschrieben und die Maidan-Radikalen haben es nur Stunden später zerrissen und den Maidan-Putsch durchgeführt, der dem Abkommen in allen Punkten widersprochen hat. Steinmeier hat dazu geschwiegen, anstatt zu protestieren und der ukrainischen Putschisten-Regierung die Anerkennung zu verweigern. Heute sehen wir das Ergebnis.


Selbstkritik ist seine Sache jedoch nicht, stattdessen schwört auch Steinmeier die Deutschen auf Entbehrungen ein. Der Spiegel schreibt:

„Dabei gehe es »nicht allein um das Territorium der Ukraine«, sagte Steinmeier. »Es geht um den im doppelten Sinne gemeinsamen Grund unserer Werte und unserer Friedensordnung.« Diese Werte zu verteidigen und für sie einzustehen, bedeute aber auch die Bereitschaft, »empfindliche Nachteile in Kauf zu nehmen«, betonte der Bundespräsident. »Sind wir dazu bereit? Vor dieser Frage stehen wir alle – heute und in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten.«“

Es wäre noch nicht zu spät…

Es ist immer noch nicht zu spät, die im Winter drohende Katastrophe abzuwenden oder sie zumindest abzuschwächen. Die EU könnte die Sanktionen aufheben, die den Menschen und der Wirtschaft in Europa am meisten schaden. Man könnte die Probleme mit Nord Stream 1 lösen, Nord Stream 2 einschalten, Polen zwingen, die Jamal-Pipeline wieder zu öffnen und Druck auf die Ukraine ausüben, ihre Pipeline wieder mit Volllast zu betreiben (Details zu den Pipelines finden Sie hier).


Aber das wird nicht getan. Stattdessen gefällt sich der deutsche Wirtschaftsminister, dessen oberste Aufgabe es eigentlich ist, die deutsche Wirtschaft zu schützen, darin, immer neue Einschränkungen für den Gasverbrauch auszusprechen, die an der Lage jedoch nichts ändern werden.


Sparen für die europäische Solidarität

Noch verrückter ist die EU-Kommission von Uschi von der Leyen. Die hat verkündet, alle EU-Staaten sollten solidarisch 15 Prozent Gas einsparen, was jedoch sofort auf Widerstand gestoßen ist. Im Ergebnis wurde ein Kompromiss ausgearbeitet, in dem die 15 Prozent Einsparung zwar erwähnt werden, der jedoch so voller Ausnahmen für verschiedene Länder ist, dass er kaum einen Effekt haben wird. Vor allem ist die Einführung von Einsparungen darin nicht zwingend festgeschrieben, die muss von den Regierungschefs beschlossen werden. Dem werden viele von ihnen jedoch nicht zustimmen.


Nehmen wir nur Ungarn als Beispiel, das einfach einen neuen langfristigen Vertrag mit Gazprom geschlossen und keinerlei Probleme mit Gas oder hohen Gaspreisen hat. Glauben Sie ernsthaft, Ungarn wird im Winter anderen Ländern, die sich selbst vom russischen Gas verabschiedet haben, Gas abgeben? Ich bin jetzt schon neugierig auf diese kommenden Streitereien.

Auch Märchenonkel Habeck merkt gerade, dass sein Gefasel von europäischer Solidarität, die bedeute, man müsse im Notfall Gas an andere Länder abgeben, ziemlich dumm war. Habeck meinte damit offenbar, dass andere Länder Deutschland beistehen sollen, wenn es dank seiner Politik eng wird.


Nur sehen andere Länder das anders und nun hat Österreich sich darauf berufen und angekündigt, dass es Gas aus dem Speicher Haidach abpumpen könnte. Der Speicher gehört zwar zum deutschen Gasnetz, liegt aber in Österreich. In Bayern, das aus diesem Speicher versorgt wird, findet man das übrigens auch nicht witzig.


Medwedew trollt die europäische Politik

Der ehemalige russische Präsident Medwedew hält sich in seinem Telegram-Kanal schon seit einiger Zeit nicht mehr mit sehr deutlichen Worten über die Politik der EU zurück. Am 26. Juli hat er nachgelegt und geschrieben:


Die gesamte derzeitige europäische Politik gegenüber Russland ist ein ekelhafter Cocktail aus arroganter Rüpelhaftigkeit, pubertärem Infantilismus und primitiver Dummheit.


Zuerst haben sie die Absicht angekündigt, Russland streng dafür zu bestrafen, dass es leidende Menschen schützen und seine langfristigen Interessen sichern will. Sie haben, wie üblich, beschlossen die russische Wirtschaft in Stücke zu reißen, Russland das Geld aus den Energieexporten zu entziehen und harte Sanktionen gegen alles verhängt, was brennt. Auf geht’s!
Es ist ihnen wurscht, dass Europa eine große Industrie und eine entwickelte Landwirtschaft hat und dass die EU-Bürger in warmen Häusern mit Wasser leben wollen. Die Hauptsache ist, dass die Russen leiden.


Dann sind sie aufgeschreckt… Sie haben sich daran erinnert, dass der Winter nicht abgeschafft worden ist und dass alternative Lieferungen von Gas, Öl und Kohle teuer oder einfach unrealistisch sind. Sie haben bemerkt, wie schwierig es ist, auf drei Stühlen zu sitzen. Nach dem Motto, wir helfen der Ukraine und schaden Russland, aber unsere eigene Wirtschaft und Bevölkerung sind uns auch nicht fremd.


Insgesamt hat das nicht gut geklappt. Die gelb-blaue Hysterie hat einen schweren Durchfall der Angst davor ausgelöst, dass sie in ihren kalten Wohnungen erfrieren und aus den zugefrorenen Fenstern auf die untergehende Industrie schauen werden. Die europäischen Schlaumeier schlagen jedoch ein bewährtes Mittel gegen den Durchfall vor: mehr Waffenlieferungen an das Kiewer Regime und einen Krieg bis zum bitteren Ende. Na gut. Bald kommt die Kälte…“


Info: https://www.anti-spiegel.ru/2022/die-eu-faehrt-aus-realitaetsverweigerung-mit-vollgas-an-die-wand


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

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