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04.08.2022

Antikommunismus und Nationalismus – die gemeinsame Geschichte der Ukraine und Taiwans

Zufall, wenn gleichzeitig in der Ukraine und in Taiwan gezündelt wird? Mitnichten. Es gibt Verbindungen, die Jahrzehnte alt sind und tief in die von der CIA gelenkten antikommunistischen Organisationen der 1950er Jahre führen, in denen sich Nazikollaborateure und Faschisten vieler Länder trafen.


Antikommunismus und Nationalismus – die gemeinsame Geschichte der Ukraine und Taiwans


Bei der Ankunft Nancy Pelosis in Taipeh stand ein Empfangskomitee aus begeisterten Taiwanesen bereit, die ekstatisch jubelnd die US-amerikanische Politikerin begrüßten – nicht wenige in Form von Masken und T-Shirts in die Landesfarben der Ukraine gehüllt. Während die meisten wohl sagen würden, in der aktuellen Situation identifizieren sich die Taiwanesen mit den Ukrainern, geht die gemeinsame Geschichte der beiden Länder viel weiter zurück und hat ihre Wurzeln vor allem in einem der dunkelsten Kapitel der ukrainischen Historie: der rassistischen Gewaltherrschaft der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN).


Das Bindeglied zwischen Taiwan und der Ukraine ist dabei vor allem die Personalie Stezko.


Taiwan vertraut bei Angriff von China auf den Schutz der USA






Taiwan vertraut bei Angriff von China auf den Schutz der USA






Jaroslaw Stezko, der damalige Stellvertreter Stepan Banderas in der radikalen OUN-B, wurde mit der Ausrufung eines unabhängigen ukrainischen Staates am 30. Juni 1941 durch die Banderisten zum Präsidenten erklärt und versicherte in dieser Funktion Adolf Hitler und NS-Deutschland seine Unterstützung. Stezko selbst war ein glühender Antisemit, der ebenso wie Bandera eine ethnische Säuberung der Ukraine von Juden, Polen und Russen im Sinn hatte.


Da eine unabhängige Ukraine jedoch nicht im Sinne der Deutschen war, wurde er wenig später von der SS verhaftet und in Sachsenhausen als eine Art Ehrenhäftling festgesetzt.


Nach seiner Freilassung verblieb er zusammen mit anderen OUN-Aktivisten in Westdeutschland und bewohnte ein Apartment in der Zeppelinstraße 67 in München. Von dort aus begann er sein antikommunistisches Engagement, indem er die Organisation "Antibolschewistischer Block der Nationen" (ABN) gründete, die ein Sammelbecken für Anhänger faschistischer Bewegungen und Regime in Europa wurde. So kamen ihre Mitglieder zum Beispiel aus der kroatischen Ustascha, der rumänischen Eisernen Garde oder der Tiso-Diktatur in der Slowakei.




Finanziell und ideologisch unterstützt wurde der ABN vom Regime Francos in Spanien, aber eben auch von der nationalistischen Regierung Taiwans unter Chiang Kai-shek. Kai-shek, dessen Kuomintang während des chinesischen Bürgerkriegs gegen Mao Zedong schon Hilfe von den deutschen Nazis erhielt, weil diese auf die Rohstoffe Chinas angewiesen waren, war ein überzeugter Gegner des Kommunismus und Mitgründer der "Asian People's Anti-Communist League", die später in der "World Anti-Communist League" resultierte.


Stezkos ABN und die antikommunistische Organisation Kai-sheks unterzeichneten 1955 in Taiwan ein Abkommen über ihre Kooperation, woraufhin der ABN eine lokale Vertretung in Taipeh eröffnete, die bis 1971 Bestand hatte.


Beide Bewegungen, sowohl die asiatische als auch die europäische, erhielten Beistand aus den USA. Während Washington, seit Ende des Koreakrieges dauerhaft in Südkorea präsent, seine Unterstützung für die Asian People's Anti-Communist League recht offen zeigte, wurde seine Involvierung in die Machenschaften europäischer Faschisten erst viel später bekannt: Das transatlantische sogenannte "Stay Behind"-Netzwerk der CIA war ein Versuch der US-Regierung, Westeuropa vor dem ideologischen Einfluss und einer möglichen militärischen Besetzung durch die Sowjetunion zu schützen. Dabei griff man auf bekennende Antikommunisten zurück, deren Ideologie sich in vielen Fällen mit denen des Antisemitismus, Rassismus und Nazismus kreuzte. Um ein freies Handeln dieser politisch fragwürdigen Akteure überhaupt erst möglich zu machen, wurde in geheimen Zusatzprotokollen des Nordatlantikvertrages 1949 festgelegt, dass die Mitgliedstaaten von einer strafrechtlichen Verfolgung rechtsextremer Gruppen absehen, wenn diese dem Zweck der Abwehr der vermeintlichen kommunistischen Gefahr dienten.


So wurden Organisationen wie die von Jaroslaw Stezko über Jahrzehnte aus den USA gefördert. Zum 40. Jubiläum des ABN traf Stezko im Weißen Haus auf den späteren Präsidenten George W. Bush sen., der im Anschluss in der Signatur ihres gemeinsamen Fotos seinen Respekt für den Ukrainer zum Ausdruck brachte.




Abschließend kann man sagen, dass ihre gemeinsame Ablehnung des kommunistischen Blocks die OUN und die Regierung Taiwans nicht nur zusammenbrachte, sondern sie auch zu einem Pakt mit dem größten imperialistischen Player der Welt motivierte, dessen Einfluss sich bis heute auf die politischen Konflikte der Ukraine und Taiwan mit Russland und China auswirkt – eine Tatsache, die Fragen zur tatsächlichen Souveränität beider Länder aufwirft.

Nikita widmet sich seit dem erneuten Aufflammen der Ukraine-Krise im Februar 2022 dem Aufdecken von Falschmeldungen in den Medien, dem Recherchieren von geschichtlichen und geopolitischen Hintergründen sowie der Vermittlung anderer Sichtweisen auf den Konflikt als in offiziellen Narrativen verbreitet. Sie ist auf Twitter unter https://twitter.com/sorryabernein zu finden.


Mehr zum Thema - Botschafter Melnyk leugnet Mitschuld ukrainischer Nationalisten an Massaker an Polen und Juden


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://pressefreiheit.rtde.tech/meinung/145172-antikommunismus-und-nationalismus-gemeinsame-geschichte


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

04.08.2022

So verschieben sich die Perspektiven

 

globalbridge.ch, vom 31. Juli 2022 Autor: Karin Leukefeld in Allgemein, Geschichte, Politik

Der Blick aus der EU in den Nahen und Mittleren Osten und der Blick aus dem Nahen und Mittleren Osten in die EU: Sie eröffnen sehr unterschiedliche Perspektiven. Verschieden ist auch, wer auf die jeweils andere Region blickt.


Die Perspektiven der EU-Institutionen und der reichen europäischen Regierungen sind geleitet von geostrategischen und ökonomischen Interessen. Auch wenn das mit schönen Worten und edlen Absichten verkleidet wird, geht es um Machtpolitik. Begriffe wie Freiheit, Demokratie und Menschenrechte, Wohlstand, Sicherheit und Partnerschaft versprachen vor 20 Jahren den Zielländern eine gute Zukunft, wenn sie mit der EU kooperierten.


Dialog und Partnerschaftsabkommen waren Teil des neuen außenpolitischen Konzepts der EU-Nachbarschaftspolitik, die 2004 verkündet wurde. Es ergänzte strategisch das US-Konzept eines „Größeren Mittleren Ostens“, mit dem eine Region von Afghanistan über die Arabische Welt bis Nordafrika als Interessens- und Einfluss-Sphäre für den von den USA geführten Westen, EU und NATO markiert wurde.


Die Zielländer der EU-Nachbarschaftspolitik umfassten im Nordosten Belarus, Ukraine, Moldau, im Osten Georgien, Aserbeidschan und Armenien, im Südosten Syrien, Libanon, Jordanien, Israel, Palästina und im Süden Ägypten, Libyen, Tunesien, Algerien und Marokko. Innerhalb des Gebietes lagen das Schwarze Meer, das Asowsche Meer, das Kaspische Meer, der nördliche Suez-Kanal und das gesamte Mittelmeer einschließlich der Straße von Gibraltar.


Heute ist klar, dass es Brüssel mit seiner „Nachbarschaftspolitik“ im engen Kontakt mit Washington und der NATO um die geostrategische Ausweitung nach Osten und Südosten geht. Ziel ist die Eindämmung von Russland, das sich nach der Auflösung der Sowjetunion und des Militärbündnisses Warschauer Pakt wirtschaftlich, militärisch und politisch wieder stabilisiert hat.

Der US-geführte westliche Block will Russland zurückdrängen und hat das Land mit der Osterweiterung von EU und NATO und mit US-Militärbasen in Asien und im Nahen und Mittleren Osten geradezu umzingelt. Begleitet wurde das westliche Vorgehen von einer Dialogverweigerung über die russischen Sicherheitsinteressen. Das aufgebaute Konfliktpotential entlud sich mit dem Einmarsch russischer Truppen in der Ukraine.


USA, EU und NATO waren darauf vorbereitet. Alle Kontakte – politisch, wirtschaftlich, diplomatisch, humanitär, wissenschaftlich, kulturell – zu Russland wurden abgebrochen und eine Kaskade von Sanktionen wurde gegen das Land verhängt. Jahrzehntelang haben Gaslieferungen aus Russland den Wohlstand der EU zuverlässig aufgebaut, doch nun soll diese „Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen“ gestoppt werden und die EU sucht nach Alternativen. Was also liegt näher, als sich an die „Nachbarn“ zu wenden?


EU-Nachbarschaftspolitik – Traum und Wirklichkeit

Die ursprünglichen „Zielländer“ der EU-Nachbarschaftspolitik im Nahen und Mittleren Osten versprachen sich vor 20 Jahren vermutlich wirklich Fortschritt und die Lösung so mancher Probleme. Syrien machte seine Tore weit auf für Hunderte ausländischer Organisationen, der Libanon schöpfte Hoffnung, zumal sich fast zeitgleich die israelischen Besatzungstruppen nach mehr als 20 Jahren Widerstand über Nacht davongestohlen hatten. Jordanien und die Palästinenser hofften auf Vermittlung mit Israel. Israel baute eine Mauer.


EU-Assoziierungsabkommen wurden verhandelt. Bilaterale Programme mit europäischen Ländern wurden aufgelegt, von denen vor allem die Jugend profitierte. Wirtschaftliche Kontakte wurden geknüpft und vertieft. Man war sogar bereit, bei dem von Frankreich favorisierten Mittelmeerdialog am gleichen Tisch Platz zu nehmen wie Israel. Dieser stets „unfreundliche Nachbar“ hatte das Land seiner Nachbarn gestohlen, die Menschen von dort vertrieben und völkerrechtswidrig Militärbasen und Siedlungen gebaut. Israel blockierte die wirtschaftliche Entwicklung seiner Nachbarn durch seine Besatzungspolitik und Drohungen. Doch dieser „unfreundliche Nachbar“ war ein guter Freund von USA und EU, die stets zu ihm standen. USA, Frankreich, Großbritannien und das reiche Deutschland bewaffneten Israel Jahr für Jahr bis an die Zähne – und das schon seit Jahrzehnten. Vielleicht konnten sie Israel dazu bringen, die Rechte seiner arabischen Nachbarn zu respektieren? Vielleicht konnten sie helfen, die Konflikte mit diesem „unfreundlichen Nachbarn“ zu lösen?


Es kam nicht dazu. Der Mittelmeerdialog wurde eingestellt, die EU-Nachbarschaftspolitik entwickelte ein bürokratisches Monster, das die potentiellen Partnerländer mit immer neuen Forderungen konfrontierte. So sollte Syrien beispielsweise innenpolitisch umfangreiche Reformen in Justiz und Politik entsprechend EU-Standards durchsetzen. Damaskus sollte zudem seine Partnerschaft mit dem Iran einstellen, mit Israel einen Friedensvertrag abschließen und die israelisch besetzten Golan-Höhen vergessen. Syrien und Libanon – die zusammen seit 1948 rund eine Million palästinensischer Flüchtlinge aufgenommen hatten – sollten ihre Unterstützung für den palästinensischen Widerstand einstellen und vieles mehr. Es regte sich Widerspruch in den Ländern, die ihre nationalen Interessen behaupten wollten. Gespräche und Verhandlungen zogen sich in die Länge.


Kein Respekt, kein Frieden

Niemand kann in Frieden leben, wenn ein „unfreundlicher Nachbar“ es nicht will. Dieses geflügelte Wort gilt gerade im Nahen und Mittleren Osten, wo die israelische Besatzungspolitik gegen die Palästinenser immer neue Züge annimmt, sich immer weiter verschärft und wohl am schändlichsten im Gazastreifen zu sehen ist.


Von dort hatte sich die israelische Besatzungsarmee 2005 zurückgezogen, verhinderte aber gleichzeitig eine Vereinigung des Gebietes mit Ostjerusalem und dem palästinensischen Westjordanland. Bei den Wahlen 2006 zum Palästinensischen gesetzgebenden Rat (Parlament) siegte die Hamas mit überwältigender Mehrheit. Internationale Wahlbeobachter, u.a. aus der EU und auch der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter bescheinigten den Wahlen, „frei und fair“ gewesen zu sein, eine neue Hamas-geführte Palästinensische Autonomieregierung wurde vereidigt. 

Israel verhängte umgehend Sanktionen gegen die palästinensische Autonomiebehörde und zusätzlich gegen die Hamas. Das Nahost-Quartett bestehend aus UNO, EU, USA und Russland, das zwischen Israel und Palästina vermitteln sollte, forderte – mit Israel – von der neuen Hamas-geführten Autonomiebehörde Bedingungen einzuhalten, wenn sie weiter unterstützt werden wollten: Sie sollten Israel anerkennen, der Gewalt abschwören, alle Abkommen zwischen Israel und der PA einhalten. Dazu gehörten auch die Oslo Verträge.


Die Hamas lehnte das ab, Israel verhängte Sanktionen und installierte 2007 zu Land, in der Luft und zu Wasser eine komplette Blockade gegen den Gazastreifen. Beobachter warnten, dass aus dem Gazastreifen ein „Open Air Gefängnis“ werden würde. Selbst wenn die israelische Armee – aus Gründen der Selbstverteidigung gegen Angriffe – den dicht bewohnten Küstenstreifen fortan bombardierte, gab und gibt es keinen Ort für die Menschen, wo sie sicher sein, wohin sie fliehen könnten.


Keine Sicherheit, keine Zukunft

Für Palästinenser ist der Alltag nie sicher. Täglich gibt es Festnahmen und Tote, täglich gibt es Hauszerstörungen. Täglich werden sie an den zahllosen militärischen Kontrollpunkten erniedrigt, täglich wird ihnen klargemacht, dass es für sie weder Bewegungsfreiheit noch Sicherheit gibt.


Auch jüdische Israelis haben Angst. Viele verachten und hassen die Palästinenser. Ein Beispiel ist der jährliche „Flaggentag“ im Mai, wenn vorwiegend junge Israelis mit einem Meer israelischer Fahnen durch die Altstadt von Ostjerusalem laufen und fordern, dass die Palästinenser verschwinden sollen. Die rassistischen Beleidigungen und Beschimpfungen, die sie ihnen entgegenschleudern, gipfeln in Rufen wie „Tod den Arabern“. Kein israelischer Politiker, kein israelischer Soldat oder Polizist schreitet ein. In europäischen Medien wird über diese Provokationen kaum berichtet.


Auf die Frage, wie die EU-Politik die Palästinenser unterstützen könnte, sagte eine Palästinenserin (der Autorin im Interview): „Die EU ist reich, aber sie kann nichts machen. Sie gibt uns Geld, damit wir etwas aufbauen können. Dann kommt die israelische Armee und zerstört es, und dann kommt wieder die EU, um es wieder aufzubauen.“ Der von der EU finanzierte Gaza International Airport liegt heute in Trümmern.


Fragt man Menschen in der EU, in Deutschland, was sie über den Nahen und Mittleren Osten wissen, geht es ganz allgemein um die vielen Flüchtlinge, um Krisen und Kriege, um Gewalt und Islamisten. Es geht darum, dass die Palästinenser „Antisemiten“ seien, weil sie Israel bekämpften, und darum, dass „die Mullahs im Iran“ den Westen bedrohten.


Fragt man die Menschen im Nahen und Mittleren Osten, was für sie Europa, die EU bedeutet, denken sie zuerst an die Zukunft, die sie und ihre Kinder in der EU haben könnten. Sie denken, dort sei man reich, habe Arbeit, eine gute Wohnung mit Strom und fließend Wasser. Die Schulen seien gut, die Menschen tolerant, dort könne man ein gutes Leben leben. Über die Rolle der EU in ihren Ländern sagen sie: „Die EU macht, was die USA ihr sagen“. Eine eigene Politik habe die EU nicht.


Die Region des Nahen und Mittleren Ostens ist bis heute von Konflikten, Krisen, Kriegen, von Armut und Gewalt geprägt. Die Zahl der Flüchtlinge und Inlandsvertriebenen wächst. Millionen Menschen – Palästinenser, Iraker, Syrer – leben in Lagern und sind auf Hilfspakete angewiesen. Eine Perspektive auf ein selbstbestimmtes, würdiges Leben haben sie nicht.


In den ursprünglichen „Zielländern“ für die EU-Nachbarschaftspolitik im Nahen und Mittleren Osten hat man verstanden, dass es nicht um Freiheit, Demokratie, Menschenrechte, um Wohlstand, Sicherheit und Partnerschaft geht, sondern um Interessen und Einflussnahme. Dialog und Partnerschaft stellten sich als Worthülsen heraus. Was bleibt, ist der Griff nach den Ressourcen.


Der Griff nach den Ressourcen

Die Gasvorkommen im Mittelmeer – die seit mehr als zehn Jahren darauf warten, gefördert zu werden – sollen nun zügig an die Oberfläche befördert werden, um Europa zu versorgen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verhandelte innerhalb von nur zwei Tagen eine Absichtserklärung mit Israel und Ägypten, um israelisches Gas, verflüssigt in einer ägyptischen Anlage, so schnell wie möglich nach Europa zu schicken. Der deutsche Wirtschaftsminister Robert Habeck war ebenfalls in Israel, um Gas für Deutschland zu sichern. Ihm auf den Fersen folgte der österreichische Kanzler Karl Nehammer, der auch Gas aus dem Mittelmeer für Österreich sichern will. Partner dieser Initiativen ist jeweils Israel, der „unfreundliche Nachbar“, der von der EU und den USA unterstützt wird, während das Land die wirtschaftliche Entwicklung anderer Staaten behindert.


Beispiel ist der Konflikt zwischen Israel und dem Libanon um die Markierung der seeseitigen Grenze. In dem Gebiet im östlichen Mittelmeer befinden sich wichtige Gasfelder, die von beiden Ländern beansprucht werden. Anstatt sie zu teilen beansprucht Israel den kompletten Zugang. Verhandlungen unter Leitung der USA bringen keine Ergebnisse. Internationale Unternehmen, mit denen Libanon bereits 2019 Verträge für die Erschließung und Förderung des Gases unterzeichnet hat, dürfen nicht mit der Arbeit beginnen, solange die Grenzziehung nicht geregelt ist. Israel dagegen hat bereits Teile des umstrittenen Gasfeldes Al Karish erschlossen und will mit der Förderung im September beginnen.


Der Generalsekretär der libanesischen Hisbollah, Hassan Nasrallah, machte kürzlich klar, dass die libanesische Regierung im Interesse des Landes die Grenze festlegen müsse. „Wenn Libanon kein Gas fördern darf, wird auch Israel kein Gas fördern“, drohte Nasrallah. Der militärische Arm der Hisbollah sei dazu bereit.  Die USA und Europa bräuchten Öl und Gas, das sei für alle Länder in der Region, die über diese Ressourcen verfügten, eine Gelegenheit. Wenn Libanon endlich sein eigenes Gas fördern könne, werde es dem Land besser helfen, als jeder Kredit des Internationalen Währungsfonds, mit dem man sich nur noch weiter verschulde.


Verweigerung der Ressourcen

Hintergrund ist eine massive Wirtschaftskrise im Libanon, wo es täglich oft nicht mehr als zwei Stunden Strom gibt. Öl-, Gas- und Stromlieferungen aus Ägypten, Syrien und Jordanien wurden gestoppt. Die syrischen Ölressourcen im Nordosten des Landes sind von US-Soldaten besetzt, so dass Syrien nicht über die eigenen Ressourcen verfügen kann. Vor dem Krieg verkaufte Syrien Öl nach Europa und hatte genug, um die Versorgung des eigenen Landes zu gewährleisten. Die Öl- und Gasvorkommen Syriens reichten auch, um Strom in den Libanon und nach Jordanien zu liefern.


Eine weitere Quelle für Energie war die Arabische Gaspipeline, die Gas aus Ägypten über Jordanien und Syrien in den Libanon transportierte. Sie wurde 2012 wegen anhaltender Anschläge geschlossen. Im Sommer 2021 einigten sich Libanon, Syrien, Jordanien und Ägypten zwar darauf, die Arabische Gaspipeline wieder in Betrieb zu nehmen, um den Libanon zu versorgen, doch die von den USA gegen Syrien verhängten Sanktionen, das so genannte „Caesar-Gesetz“, drohen jedem Staat, jedem Unternehmen und jeder Einzelperson damit, auf die US-Sanktionsliste gesetzt zu werden, sollten sie mit Syrien Geschäfte machen. Eine Entscheidung, diese Sanktionen im Falle der Inbetriebnahme der Arabischen Gaspipeline außer Kraft zu setzen, wird seit Monaten von den USA herausgezögert.


Während westliche Politiker und selbst US-Präsident Joe Biden die Region bereisen, um Öl und Gas nach Europa zu lenken, müssen Palästinenser, Libanesen und Syrer weiter mit Strom- und Gasmangel leben. Obwohl es sich um ihre nationalen Ressourcen handelt und obwohl es Abkommen untereinander gibt, können sie ihre Ressourcen nicht nutzen, um die eigene Wirtschaft und damit auch die staatliche Unabhängigkeit zu fördern.


Der Blick nach Osten

Die EU-Nachbarschaftspolitik mit den Ländern im Nahen und Mittleren Osten ist gescheitert. Die EU und mit ihr die europäischen Länder haben an Glaubwürdigkeit verloren. In Syrien ist die Enttäuschung über die EU besonders groß. Angesichts des verheerenden Krieges und der Zerstörung der blühenden Wirtschaft des Landes versteht man nicht, warum europäische Länder den bewaffneten Aufstand von Islamisten und Al Qaida gegen die syrische Regierung unterstützt haben. Man habe sein Haus geöffnet und eines Morgens Diebe in der Küche gefunden.


Immer mehr Länder der Region und vor allem auch die Jugend wenden sich nach Osten. Russland und China gelten heute als zuverlässigere Verbündete als westliche Staaten oder die USA. Eine jährliche Umfrage unter Jugendlichen zwischen 18 und 24 Jahren in 17 arabischen Ländern fragte auch danach, welchem Land sie als außenpolitischem Verbündeten am meisten vertrauen. Hinter Ägypten (85%), den Vereinigten Arabischen Emiraten (83%) und Saudi-Arabien (80%) lag China mit 79% auf Platz vier und Russland mit 72% auf Platz fünf. Frankreich und Großbritannien lagen auf den Plätzen sechs bzw. acht. Die USA landeten mit 57 % auf Platz neun.

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(Der Text basiert auf einem Vortrag bei den Zeit-Fragen Sommergesprächen in Sirnach, 21. Juli 2022)

Info: https://globalbridge.ch/so-verschieben-sich-die-perspektiven

04.08.2022

Karin Kneissl: Mit Geheimdienstmethoden ins Exil getrieben

pressefreiheit.rtde.tech, 4 Aug. 2022 10:07 Uhr

Karin Kneissl, die ehemalige österreichische Außenministerin, hat RT DE ein Interview gegeben. Darin sprach sie über die politische Verfolgung in ihrer Heimat, weil sie einst auf ihrer Hochzeit auch mit Putin getanzt hatte, über den Mangel an Freiheit und Sicherheit in Europa und ihren neuen Wohnort.


Die frühere Chef-Diplomatin der Republik Österreich findet im Gespräch mit RT deutliche, ja ganz undiplomatische Worte für die Zustände im heutigen Europa, genauer: in der Europäischen Union. Diplomatie ist für die studierte Juristin, Orientalistin und promovierte Völkerrechtlerin "mehr als Politikwissenschaft". Denn in der Europäischen Kommission – um das Beispiel zu nennen, das Kneissl anführt –

"(…) sitzen hundert Politologen. Dort sitzen keine Historiker, keine Geographen, das sind nicht … Menschen mit allem, was dazu gehört."

Man dürfe aber eben nicht "immer nur in Kategorien (…) Raketenbasen, Bruttonationalprodukt, Sanktionen" denken.


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Analyse

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Kein Wunder, dass eine Expertin, die etwas von ihrem Fach versteht und die Länder kennt, über die sie arbeitet, beim mittelmäßigen Establishment aneckt und sich unbeliebt macht. Nicht nur, dass sie – kaum im Ministeramt – gegen die mehr oder weniger verdeckte, institutionelle Korruption angeht und dementsprechend Gelder dafür streicht. Am Ende scheint ihr ihre vorurteilslose, nonkonformistische Haltung zu Russland zum Verhängnis geworden zu sein. Übelste Beleidigungen, Beschimpfungen und schließlich sogar Todesdrohungen häuften sich, über die sie auch noch aus dem zwischenzeitlichen französischen Exil berichtet:

"Ich hatte zig Morddrohungen in Österreich, aber auch hier. Es sind Morddrohungen aus Österreich und Deutschland bis hier an die Präfektur gekommen. Meistens in E-Mails, aber es wurden mir in Österreich auch Dinge in den Briefkasten geworfen. Und das alles wurde nicht ernst genommen."

Und Kneissl zählt einige davon auf:

"Die Russen-Sau muss hängen! Du Putin-Hure! Aufschlitzen soll man Dich und lebendig begraben!"

Befremdlich, dass weder in Österreich noch am neuen Zufluchtsort in Frankreich die Behörden gegen die Urheber dieser Drohungen tätig werden wollen. Auch gesellschaftlich gibt es keinerlei öffentlichkeitswirksame Unterstützung für die ehemalige Außenministerin, die resümiert:

"Wenn man mir androht, die Hütte abzubrennen, dann erinnert mich das an das Chicago der 1930er Jahre."

Das Flugchaos als Spiegel einer Malaise





Meinung

Das Flugchaos als Spiegel einer Malaise






So fiel Kneissls Wahl am Ende auf den Libanon, wo sie mehr Freiheit, auch Redefreiheit, als in Österreich zu finden hofft – von Deutschland wolle sie erst gar nicht reden. Die Ex-Chef-Diplomatin findet deutliche Worte über das derzeitige westliche Spitzenpersonal, mit dem sie kaum noch etwas verbindet. Mit Hochachtung spricht sie dagegen über ihre Begegnungen in Moskau:

"… die Gespräche mit Außenminister Sergei Lawrow (und auch die: ich konnte drei, vier bilaterale Gespräche mit Präsident Putin führen), die gehören für mich zu den interessanten Erinnerungen, weil ich den Eindruck hatte, mit Erwachsenen zu sein. (…) Wenn man mit Erwachsenen heute sprechen möchte, dann muß man nach Moskau, Peking, Islamabad, Neu-Delhi reisen."

Schließlich kommentiert Kneissl auch die Lage in ihrem neuen Heimatland:

"Man spürt hier wirklich diesen totalen Untergang. Und was übrigbleibt, sind kranke Katzen und völlig verrottete Gebäude. (…) Wer kommt heute in den Libanon? Ich bin da wirklich in einer skurrilen, surrealen Situation. Für mich ist der Libanon, allen Widrigkeiten zum Trotz, vielleicht eine Möglichkeit, leben zu dürfen. Mehr suche ich nicht."

Und sie verbindet ihre persönliche Hoffnung mit einer eindringlichen Warnung an die Europäer:

"Ich glaube, das, was wir hier gerade sehen, wird in Europa auch stattfinden."

Davon kann man mit Gewissheit ausgehen in einem Land, dessen derzeitige Außenministerin zwar vom Trampolinspringen kommt, aber in Bezug auf keine einzige Weltregion wenigstens ansatzweise mit einer persönlichen Expertise aufwarten kann, die derjenigen der ehemaligen österreichischen Außenministerin nahekommt.


Mehr zum ThemaRusslands Außenminister Sergei Lawrow besucht Myanmar: Beide Länder wollen Kontakte ausbauen


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://pressefreiheit.rtde.tech/europa/145205-mit-geheimdienstmethoden-ins-exil-getrieben


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

04.08.2022

Bundeswehreinsatz in Mali: Mali entzieht Bundeswehr Überflugrechte

zeit.de, vom (Aktualisiert am) 3. August 2022, 19:51 Uhr, Quelle: ZEIT ONLINE, dpa, AFP, akm 182 Kommentare

Seit Wochen erlässt Mali neue Restriktionen gegen die Bundeswehr und die UN-Mission Minusma. Nun verlor die Bundeswehr die Überflugrechte für ihren Truppentransporter.


Mali, Bundeswehr, Überflugrecht


Zitat: Neue Restriktionen der Regierung in Mali erschweren dort die Einsatzbedingungen für die deutschen Soldaten weiter. Die Behörden in dem westafrikanischen Land entzogen jetzt die Überfluggenehmigung für den Militärtransporter A400M, wie das Einsatzführungskommando der Bundeswehr mitteilte. Hintergründe hierfür seien nicht bekannt, hieß es weiter. Das Thema beschäftigte auch den Verteidigungsausschuss des Bundestags.


Die Bundeswehr ist den Angaben zufolge auch von der Anweisung der malischen Regierung betroffen, dass ausländischen Soldaten der Aufenthalt auf einem Teil des Flughafens in der Hauptstadt Bamako nicht mehr gestattet wird. Sämtliche Soldaten – darunter 60 der Bundeswehr – müssen demnach das Betriebsgelände der Firma Sahel Aviation Services innerhalb von 72 Stunden verlassen. Die Bundeswehr ist nach eigenen Angaben Mieter bei der Firma SAS, um am Flughafen einen Logistikhub zu betreiben.


"Nachdem die malische Putschistenregierung die Franzosen bereits aus dem Land hinauskomplimentiert hat, nimmt die Zahl der Nadelstiche gegen uns ganz erheblich zu", sagte der verteidigungspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Alexander Müller. "Es wäre naiv zu glauben, dass wir es hier mit Zufällen oder Missverständnissen zu tun haben." Müller sagte: "Wenn sich die Stimmung vor Ort wendet und die Bevölkerung uns als fremde Besatzer statt als 'Freund und Helfer' ansieht, dann nimmt die Gefährdung unserer Soldaten exponentiell zu."


Ursprünglich hatten die malischen Behörden auch die Überflugrechte für das private Unternehmen Starlite ausgesetzt, das für den Transport von Verletzten zwischen der malischen Stadt Gao und der nigrischen Stadt Niamey eingesetzt wird. In Gao ist der Großteil der Bundeswehrsoldaten der Minusma-Mission stationiert. Inzwischen sei diese Entscheidung wieder revidiert worden, sagte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums. Damit sei die Rettungskette für die Bundeswehr wieder voll intakt.


Annalena Baerbock kritisiert malische Regierung

Außenministerin Annalena Baerbock warf der malischen Regierung vor, den Einsatz der Bundeswehr immer wieder zu behindern. Sie sagte, dass "vonseiten der malischen Übergangsregierung immer wieder unser Engagement torpediert" werde. "Die Situation gerade ist alles andere als gut. Man braucht um den heißen Brei nicht herumzureden: Sie ist schlecht."

Die Außenministerin sagte aber auch, dass Deutschland weiterhin bereit sei, sich an der UN-Friedensmission in dem westafrikanischen Krisenland zu beteiligen. "Wir möchten dort im Sahel, in Mali bleiben, weil die Menschen vor Ort uns brauchen."


Instabiles Land

Mali mit seinen rund 20 Millionen Einwohnern hat seit 2012 dreimal einen Militärputsch erlebt und gilt als politisch äußerst instabil. Seit dem bisher letzten Putsch im Mai 2021 wird das Land von einer militärischen Übergangsregierung geführt, die enge Beziehungen zu Russland pflegen soll.


Mali: Mehr zum Thema


Der FDP-Verteidigungspolitiker Müller sagte, bei einem Abzug der UN-Friedensmission Minusma würde die Sahel-Region instabiler. Es drohten neues Leid und Elend sowie Flüchtlingsströme nach Europa. "Die russischen Söldner, auf die die Malier jetzt setzen, haben andere Interessen als Frieden, Stabilität und medizinische und humanitäre Versorgung. Auf der anderen Seite steht die Sicherheit unserer Soldatinnen und Soldaten immer an oberster Stelle." In diesem Umfeld müssten jetzt die richtigen Entscheidungen getroffen werden.


Info: https://www.zeit.de/politik/ausland/2022-08/bundeswehreinsatz-mali-regierung-ueberflugrechte



Weiteres:




aus e-mail von Doris Pumphrey, 4. August 2022, 10:58 Uhr


/(Diese Afrikaner sind einfach schwer von Begriff: Was sie brauchen,

entscheidet schließlich die deutsche Außenministerin! dp)/


https://www.zeit.de/politik/ausland/2022-08/bundeswehreinsatz-mali-regierung-ueberflugrechte

3.8.2022


*Mali entzieht Bundeswehr Überflugrechte


*Seit Wochen erlässt Mali neue Restriktionen gegen die Bundeswehr und

die UN-Mission Minusma. Nun verlor die Bundeswehr die Überflugrechte für

ihren Truppentransporter.


Neue Restriktionen der Regierung in Mali

<https://www.zeit.de/thema/mali> erschweren dort die Einsatzbedingungen

für die deutschen Soldaten weiter. Die Behörden in dem westafrikanischen

Land entzogen jetzt die Überfluggenehmigung für den Militärtransporter

A400M, wie das Einsatzführungskommando der Bundeswehr

<https://www.zeit.de/thema/bundeswehr> mitteilte. Hintergründe hierfür

seien nicht bekannt, hieß es weiter. Das Thema beschäftigte auch den

Verteidigungsausschuss des Bundestags.


Die Bundeswehr ist den Angaben zufolge auch von der Anweisung der

malischen Regierung betroffen, dass ausländischen Soldaten der

Aufenthalt auf einem Teil des Flughafens in der Hauptstadt Bamako nicht

mehr gestattet wird. Sämtliche Soldaten – darunter 60 der Bundeswehr –

müssen demnach das Betriebsgelände der Firma /Sahel Aviation Services

/innerhalb von 72 Stunden verlassen. Die Bundeswehr ist nach eigenen

Angaben Mieter bei der Firma SAS, um am Flughafen einen Logistikhub zu

betreiben.


"Nachdem die malische Putschistenregierung die Franzosen bereits aus dem

Land hinauskomplimentiert hat, nimmt die Zahl der Nadelstiche gegen uns

ganz erheblich zu", sagte der verteidigungspolitische Sprecher der

FDP-Bundestagsfraktion, Alexander Müller. "Es wäre naiv zu glauben, dass

wir es hier mit Zufällen oder Missverständnissen zu tun haben." Müller

sagte: "Wenn sich die Stimmung vor Ort wendet und die Bevölkerung uns

als fremde Besatzer statt als 'Freund und Helfer' ansieht, dann nimmt

die Gefährdung unserer Soldaten exponentiell zu."


Ursprünglich hatten die malischen Behörden auch die Überflugrechte für

das private Unternehmen Starlite ausgesetzt

<https://www.zeit.de/politik/ausland/2022-07/mali-militaerregierung-festnahme-un-truppe>,

das für den Transport von Verletzten zwischen der malischen Stadt Gao

und der nigrischen Stadt Niamey eingesetzt wird. In Gao ist der Großteil

der Bundeswehrsoldaten der Minusma-Mission stationiert. Inzwischen sei

diese Entscheidung wieder revidiert worden, sagte eine Sprecherin des

Verteidigungsministeriums. Damit sei die Rettungskette für die

Bundeswehr wieder voll intakt.


*Annalena Baerbock kritisiert malische Regierung


*Außenministerin Annalena Baerbock warf der malischen Regierung vor, den

Einsatz der Bundeswehr immer wieder zu behindern. Sie sagte, dass

"vonseiten der malischen Übergangsregierung immer wieder unser

Engagement torpediert" werde. "Die Situation gerade ist alles andere als

gut. Man braucht um den heißen Brei nicht herumzureden: Sie ist

schlecht." Die Außenministerin sagte aber auch, dass Deutschland

weiterhin bereit sei, sich an der UN-Friedensmission in dem

westafrikanischen Krisenland zu beteiligen. "Wir möchten dort im Sahel,

in Mali bleiben, weil die Menschen vor Ort uns brauchen." (…)


Siehe ausführlicher hier:

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/mali-versucht-bundeswehr-aus-dem-land-zu-draengen-18219339.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

04.08.2022

Machen wir Gebrauch von unserer Freiheit!


transition-news.org, vom 1.8.2022 18:07


Die Freiheit ist das einzige Gut, das sich nur abnutzt, wenn man es nicht nutzt.
Voltaire


Liebe Leserinnen, liebe Leser,


Der Kalte Krieg ist in vollem Gang. Und ein Mann hält in Zürich eine Rede. «In jeder Stadt und in jedem Dorf wird heute Abend unsere Schweiz gelobt, in jedem Hotel klopft einer an sein Glas und steht auf, während die Kinder und vielleicht auch die Erwachsenen lieber ihr Glace fertiglöffeln würden, wenn wir uns vorstellen: Schweiz und Freiheit und nochmals Freiheit und Schweiz, dann lockt es mich, die Freiheit nicht zu loben, sondern von unserer gelobten Freiheit etwas Gebrauch zu machen.»


Der Redner war kein Geringerer als der Schweizer Schriftsteller Max Frisch. In der Ansprache, die er am 1. August 1957 im Zürcher Industriequartier zum Anlass des Nationalfeiertages hielt, ging der Künstler auf die Kluft zwischen der verklärten und der realen Schweiz ein.


Warum mache ich darauf aufmerksam? Die Thematik ist auch 2022 noch aktuell – ja, könnte kaum aktueller sein. Denn: Es nützt nichts, ein romantisiertes Bild einer souveränen, demokratischen und freiheitlichen Schweiz zu zeichnen, wenn die Realität eine andere ist.


Das mussten wir gerade in den letzten zweieinhalb Jahren bitter lernen. «Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren», wusste schon Benjamin Franklin. Der Satz hat leider nichts von seiner Gültigkeit eingebüsst. Im Gegenteil.


Doch zurück zu Max Frisch. Warum erwähne ich den renommierten Schriftsteller? Frisch zeigt exemplarisch, wie wichtig Kritiker sind. Kritik an der Regierung wird in den heutigen Zeiten rasch als etwas «Antidemokratisches» und «Gefährliches» abgetan. Nichts könnte falscher sein. Eine Gesellschaft braucht zwingend Kritiker – für das Immunsystem der Demokratie sind sie unerlässlich.

Prädestiniert dazu wären eigentlich Literaten und Künstler – doch von ihnen ist heute leider nur noch wenig zu sehen, darüber gleich mehr. Frisch machte seiner Berufsgattung noch alle Ehre. Post mortem wird er auch in der Schweiz von allen gefeiert – weltbekannt ist er für seine Bücher wie «Stiller», «Homo faber» und weitere.


Doch Frisch war nicht nur ein grossartiger Geschichtenerzähler, sondern auch ein hochpolitischer Mensch. Er kritisierte stets die Herrschenden – sowohl im Osten als auch im Westen. Ideologien waren ihm fremd. Für seine Kritik wurde er von vielen gehasst. Die Politische Polizei (Geheimdienst) der Schweiz überwachte ihn über Jahre.


Heute blickt man in der Schweiz mit einer gewissen Nostalgie auf Schriftsteller wie Max Frisch oder auch Friedrich Dürrenmatt zurück. Heutige Autoren wie zum Beispiel Lukas Bärfuss, der gerne mit Frisch verglichen wird, zeichnen sich dadurch aus, immer mit dem «Zeitgeist» zu gehen. Ob Corona oder Ukraine: Stets kaut Bärfuss überwiegend die herrschende Meinung nach.


Die Corona-Massnahmen der Schweizer Regierung waren für ihn zu wenig streng, die Sanktionen gegen Russland gehen ihm zu wenig weit. Von radikaler Kritik kann keine Rede sein. Das ist im besten Fall «Alibi-Kritik». Und die Freiheit? Für Bärfuss belanglos, so scheint es. Er macht von seiner Freiheit Gebrauch, um die Freiheit der Bürger noch mehr zu beschneiden.


Gewiss. Auch bei Frisch kann man vieles kritisieren. Die Rockefeller Foundation, die eng mit dem US-amerikanischen Auslandsgeheimdienst CIA verbunden war, finanzierte ihn zu Beginn der 1950er-Jahre. Die Stiftung ermöglichte Frisch 1951 einen USA-Aufenthalt. In dieser Zeit entstanden die ersten Entwürfe von «Stiller».


Die CIA sah in den Büchern Frischs eine literarische Inspiration gegen den Sowjet-Kommunismus. Entsprechend versuchte die CIA Frisch – genauso wie unzählige weitere westliche Künstler – für politische Zwecke zu missbrauchen. Das gelang ihnen jedoch nie wirklich.


Heutige Schriftsteller wie Bärfuss und viele weitere sind vermutlich nicht sehr interessant für die CIA respektive die US-Administration. Bärfuss’ Ansichten zum Krieg in der Ukraine gehen – etwas überspitzt gesagt – überwiegend konform mit der Sicht des Pentagons.


Eine Haltung, die Frisch während des Kalten Kriegs fremd war. Er kritisierte sowohl Washington als auch Moskau gleichermassen – und nicht zuletzt auch immer die Schweizer Regierung. Über diese sagte er nach dem Auffliegen des Fichenskandals 1989: «Ich bekenne, dass ich dieser Regierung kein Vertrauen mehr schenke.»


Für mich ist klar: Frisch versinnbildlicht, was es heisst, ein Demokrat zu sein: Nämlich der Regierung und den Mächtigen stets kritisch auf die Finger zu schauen. Frisch tat dies aus Liebe zur Demokratie, aus Liebe zu seinem Land.


Ich denke, heute ist die Gelegenheit, dies in Erinnerung zu rufen – am Nationalfeiertag der Schweiz! An Frisch können wir uns alle ein Vorbild nehmen. Denn: Wohin es führt, wenn im Namen der Gesundheit und Sicherheit Freiheiten aufgegeben werden, sehen wir gerade. Das Credo der Stunde muss heissen: «Machen wir Gebrauch von unserer Freiheit!»


Herzlich

Rafael Lutz

rl@corona-transition.org

04.08.2022

Zum Tod von James Lovelock, Begründer der Gaia-Theorie

pressenza.com, 01.08.22 - Fred Hageneder

Dieser Artikel ist auch auf Englisch, Spanisch verfügbar

Zum Tod von James Lovelock, Begründer der Gaia-Theorie


Anlässlich des Todes von James Lovelock, britischem Wissenschaftler, ökologischem Vordenker und Begründer der Gaia-Theorie, die die heutige Klimaforschung maßgeblich beeinflusst hat, publizieren wir folgenden Essay als Hommage an diesen bemerkenswerten Chemiker, Mediziner und Biophysiker. Seine Arbeit hat dazu geführt, dass die Ökosphäre der Erde als das komplexe, vernetzte System gesehen wird, das sie ist. Die moderne Klimatologie kann nicht mehr von der Gaia-Perspektive getrennt werden, die unseren Planeten als sich selbst regulierende Entität definiert. Wir alle haben Lovelock viel zu verdanken, und sein Erbe wird in den kommenden Jahren im Kampf gegen Klimazerrüttung, Artensterben und Verlust der Biodiversität von größter Bedeutung sein.


* * *

Zum Tod von James Lovelock, Begründer der Gaia-Theorie

Essay von Fred Hageneder

In den 1960er Jahren entwickelte der unabhängige britische Wissenschaftler James E. Lovelock im Auftrag der NASA Instrumente zur Analyse der Atmosphäre fremder Planeten. Sein Wissen über Atmosphären kam dann aber 1971 unserem eigenen Planeten zugute, als Lovelock den Elektroneneinfangdetektor erfand, was wesentlich zur Erkennung und Milderung des irdischen Ozonlochs beitrug, dessen besorgniserregendes Wachstum dann durch den internationalen Bann von FCKWs (in Sprühdosen und Kühlaggregaten) verlangsamt werden konnte.


Doch sein größter Dienst für die Erde und alle ihre Bewohner war die Entwicklung der Gaia-Hypothese zusammen mit der Biologin Lynn Margulis. Ebenfalls in den frühen 1970ern entwickelt, stieß sie zunächst auf sehr große Widerstände, hat sich aber inzwischen wissenschaftlich etabliert und ist seit den Nuller Jahren durch viele wissenschaftliche Arbeiten Dritter zur Gaia-Theorie gereift. „Theorie“ klingt schwach in der Umgangssprache, ist im wissenschaftlichen Diskurs aber ein hohes Prädikat; man bedenke: der Urknall ist auch nur eine Theorie.


Die Gaia-Theorie besagt, dass die Erde in ihrer Gesamtheit ein sich selbst regulierendes Gesamtsystem ist, in dem Biome wie Meeresgebiete, Wälder, Steppen – und sogar Wüsten und Eiskappen – mit all den in ihnen enthaltenen Ökosystemen und Lebewesen ein organisches Ganzes bilden, in dem letztendlich alles miteinander verbunden ist.


Solch ein groß angelegtes Bild war freilich eine große Herausforderung für die moderne Wissenschaft, die sich seit langem in immer kleineren Fächern der Spezialisierung verliert. Lovelock selbst beklagte, dass z.B. die Biologie als „Wissenschaft vom Leben“ über zwanzig Zweige hat, in denen die Wissenschaftler der verschiedenen Zweige einander kaum verstehen, und dass kein einziger Zweig eine klare Definition davon hat, was „Leben“ eigentlich ist.


Umso weniger kommen Biologen, Chemiker und Physiker auf einen Nenner. Und nun schlugen Lovelock und Margulis vor, dass der Planet eine geobiophysikalische Einheit sei, in der nicht nur die physikalischen Gegebenheiten wie Bodenbeschaffenheit, Wetter und Klima die Flora und Fauna bestimmen, sondern dass die Lebewesen eine Rückwirkung auf ihre Umgebung haben und sie langfristig formen. Drei Beispiele:


• Kreide und Kalkfelsen bestehen vollständig aus den Überresten von Kleinstlebewesen (z.B. Muschelschalen), die sich über Jahrmillionen abgelagert haben.


• 99 Prozent der Gase, die unsere Atmosphäre ausmachen, wurden von Lebewesen in ihren atmosphärischen Zustand gebracht (der Sauerstoff durch Pflanzen und Algen, der Stickstoff durch Mikroben).


• Meereslebewesen haben einen nicht unwesentlichen Anteil an der Säure- und auch der Salzregulierung der Ozeane.


Die Gaia-Theorie brach mit dem alten Paradigma, dass „das Leben“ schwach sei und sich Nischen suche. Sie zeigt, dass das Leben seine Lebensräume schafft, erhält und sogar ständig verbessert, um sie für künftige Generationen lebenswerter zu machen. (Einzige Ausnahme allerdings der Mensch, der sich spätestens seit der „Aufklärung“ vor etwa vierhundert Jahren auf einem Kurs der erdsystemzerstörenden Selbstauslöschung befindet, der nun in diesem Jahrzehnt exponentiell zunimmt und beginnt, seinen Tribut zu fordern).


Lovelock sah diese Gefahr von Anfang an und war entsprechend seit den 1970ern auch eine Koryphäe und Inspiration für Naturschützer. Wie wir alle, musste er jahrzehntelang zusehen, wie die Machthaber und Entscheidungsträger die Ausbeutung der Erde und Zersetzung der Lebenswelt immer weiter vorangetrieben haben, bis sie nun in die Knie geht. Das Leben auf der Erde ist immer noch stark, aber wie lange es brauchen wird, um sich von den Schäden der industriellen Raubgesellschaft zu erholen und ob der Mensch Teil der Zukunft der Erde sein wird, wird sich in diesem Jahrzehnt (den 2020ern) zeigen. Die beiden letzten Gaia-Bücher von Lovelock waren entsprechend unverblümte Warnungen:


– The Revenge of Gaia: Why the Earth Is Fighting Back – and How We Can Still Save Humanity (Die Rache Gaias: Warum die Erde sich wehrt – und wie wir die Menschheit noch retten können) von 2006; und

– The Vanishing Face of Gaia: A Final Warning (Das schwindende Gesicht Gaias: Eine letzte Warnung) von 2009.


Die einzige Kontroverse um Lovelock war die Atomenergie. Angesichts der globalen Gefahr durch die riesigen Mengen an Kohlendioxid, die durch fossile Brennstoffe in die Atmosphäre gepumpt werden (Stichwort Klimazerrüttung), sprach sich Lovelock ab 2004 für die nukleare Energie aus. Zum großen Schock vieler Naturschutzbewegungen. Für Lovelock als astronomisch denkendem Erforscher von Planetensystemen jedoch war Radioaktivität nur eine von vielen – natürlichen – Energieformen; und mit einer milden Hintergrundstrahlung konnte das Leben immer umgehen. Ich persönlich denke jedoch, er hat dabei die vielen Fotos und Schicksale von grässlich mutierten Jungtieren und Babys aus dem Raum Tschernobyl ausgeblendet.


Jedenfalls wusste er, dass die Menschheit ein Umdenken braucht, wenn sie weiterhin existieren will. 2000 schrieb er zum Thema der weltweiten Entwaldung:


„Wir verkennen den wahren Wert des Waldes als selbstregulierendes Subsystem, das das Klima in der Region und in gewissem Maße auch auf der Erde für das Leben angenehm hält. Ohne die Bäume gibt es keinen Regen, und ohne Regen gibt es keine Bäume. … Indem wir den Wald wachsen und sich selbst erhalten lassen, werden wir unsere Schulden gegenüber dem übrigen Leben auf der Erde anerkennen.“


Was ein wenig Mut macht ist die Tatsache, dass Gaia schließlich doch im Mainstream angekommen ist. Das wird vor allem in der Klimawissenschaft deutlich, die inzwischen in Gesamtsystemen denkt. Bis ca. 2012 war das noch anders, da hat die Klimatologie z.B. die Wälder der Erde nur als passive Opfer der Erderhitzung und zunehmender Dürren gesehen. Inzwischen sieht man, dass Wälder aktive Mitspieler in den Klimasystemen unseres Planeten sind.


Oder in der Zoologie. Man weiß heute, dass ein Tier von seinem Lebensraum nicht zu trennen ist. Zu einem Bären z.B. gehört nicht nur der biologische Organismus, sondern auch sein Territorium aus Wald, Wiesen und Fluss. Der Lachs ist Teil des Lebens des Bären. Und durch die proteinreichen Überreste der Fische, die Bären unter Bäumen liegen lassen, sind Lachs und Bär auch Teil des Lebens des Waldes. Unser Denken hat sich geändert; es ist nicht mehr ausschließlich reduktionistisch.


Lovelocks und Margulis‘ Erkenntnis des Gesamtsystems Erde kam allerdings nicht ganz aus heiterem Himmel. Bereits ein Jahrhundert zuvor sagte kein Geringerer als Alfred Russel Wallace, der zusammen mit Charles Darwin die Evolutionstheorie entwickelt hat:


„Komplexe Regulierung und gegenseitige Wechselbeziehungen verbinden alle Tier- und Pflanzenformen mit der sich ständig wandelnden Erde, welche sie trägt, zu einem einzigen großartigen organischen Ganzen.“ (Alfred Russel Wallace, 1876)


Damals wurde die westliche Wissenschaft durch breit denkende Universalisten wie Alfred Russel Wallace, Charles Darwin oder Alexander von Humboldt stark vorangetrieben. Ich sehe James Ephraim Lovelock und Lynn Margulis in der Reihe dieser großen Forscher, die die Geistesgeschichte der Menschheit nachhaltig beeinflusst haben. Wie die Kopernikanische Wende (die Erde dreht sich um die Sonne, nicht umgekehrt) stellt auch die „gaianische Wende“ einen Meilenstein dar. Und das nicht nur in der Wissenschaftsgeschichte, sondern auch in der Evolutionsgeschichte.


Es liegt nun an uns allen, den notwendigen Bewusstseinswandel voranzutreiben. Hin zu einer ökozentrischen Weltsicht, die alles Leben achtet und allem Leben das Recht zuspricht, sich frei zu entfalten. Eine neue Menschheit kann nur existieren, wenn Gaia als lebendiger Planet wieder aufblüht.


James Ephraim Lovelock starb an seinem 103. Geburtstag am 26. Juli 2022 an den Folgen eines Sturzes.

* * *

Eine aktuelle Einführung in die Gaia-Theorie und ihre ökozentrischen Konsequenzen finden Sie in:


Fred Hageneder
Nur die eine Erde
Globaler Zusammenbruch oder globale Heilung – unsere Wahl
384 Seiten mit 25 Abbildungen
ISBN 978-3-89060-796-2
2021, Neue Erde Verlag
www.nur-die-eine-erde.de



Info: http://www.pressenza.net/?l=de&track=2022/08/zum-tod-von-james-lovelock-begruender-der-gaia-theorie

04.08.2022

Von amerikanischen Spritztouren und dem Ende der Menschheit

pressefreiheit.rtde.tech, 3 Aug. 2022 21:03 Uh,von Tom Wellbrock

Die Mischung aus Dummheit, Senilität, Größenwahn und Narzissmus, die die USA derzeit an den Tag legen, bringt die Menschheit in ernste Gefahr, vielleicht ernster als jemals zuvor.


Von amerikanischen Spritztouren und dem Ende der Menschheit


Aiman al-Sawahiri sei der Stellvertreter Osama Bin Ladens gewesen, schreiben Medien. Wird wohl stimmen. Und weil das so ist, haben die Amerikaner den Mann mal eben von seinem Balkon und ins Jenseits gebombt.

Warum? Na, weil er Terrorist ist, und weil dieser staatlich beauftragte Mord eine schicke Vergeltung für 9/11 sei. Kann man so machen, wenn man USA heißt. Gerichtsverhandlungen, Urteile, Strafen, das ist für die USA Kleinkram. Getötet wird nach Lust und Laune. Und weil in der Ukraine gerade nicht so viel los ist (wer will schon die täglichen Intelligenzattentate von Selenskij noch hören?), kann man auch mal einen Abstecher nach Taiwan machen. Nur so, aus Spaß. Weil man Nancy heißt, und auch noch Pelosi.


Könnte Pelosis Taiwan-Besuch einen Krieg zwischen den USA und China auslösen?





Analyse

Könnte Pelosis Taiwan-Besuch einen Krieg zwischen den USA und China auslösen?





Das könnte den Dritten Weltkrieg auslösen, aber hey, wenn reiche alte Damen Flugreisen unternehmen, wollen sie auch was sehen, wollen dahin, wo es wehtut, gewissermaßen. Der Präsident der Vereinigten Staaten, ein alter, weißer Mann mit übersichtlicher Restlebenserwartung, wusste zwar von Pelosis Spritztour, mochte dazu aber nichts sagen. Vielleicht wollte er es auch, hat es aber wieder vergessen. Oder er sucht auf seinem Büro-Globus dieses komische Taiwan.


Diese Mischung aus Dummheit, Senilität, Größenwahn und Narzissmus bringt die Menschheit in ernste Gefahr, vielleicht ernster als jemals zuvor. Und da die Frage ist, was zuerst stirbt, das amerikanische Imperium oder sein derzeitiger Imperator, muss es jetzt schnell gehen. Wenn der eigene Tod eine immer weniger zu leugnende Tatsache ist, scheint der Tod anderer psychologisch lebensverlängernd zu wirken. Logisch ist das nicht, aber wen schert im Jahr 2022 schon die Logik?


Der Riese USA wankt schon eine ganze Weile. Aber mittlerweile kann man den Fall in den Staub der Menschheitsgeschichte in gefühlter Super-Slow Motion verfolgen. Aufzuhalten ist dieser Fall nicht, die träge Masse muss sich der Erdanziehungskraft geschlagen geben, da hilft kein Zucken und kein Brüllen. Schaden kann es aber auch nichts, so scheint die US-amerikanische Politik zu ticken. Der Held, der am Abgrund hängt und weiß, dass seine Rettung viele Menschenleben zerstören würde, gibt sich wie ein Gentleman. Er sagt:

"Lasst mich los, es ist besser so, lieber sterbe ich als die vielen Menschen, die ihr Leben durch meine Rettung verlieren."

Am Ende finden sich Trude und Peter, leben glücklich bis an ihr Lebensende, und im Abspann erscheinen ihre bürgerlichen Namen. Das Böse agiert in dieser Situation anders. Es hängt am Abgrund und muss feststellen, dass niemand da ist, der es retten will. Es hat zu viele vor den Kopf gestoßen, und gepeinigte Menschen sind wie Elefanten: Sie vergessen nicht. Und so sagt das Böse:

"Wenn Ihr mich nicht retten wollt, sollt Ihr auch nicht gerettet werden! Mag sein, dass ich sterbe, aber Euch nehme ich mit."

Einen Abspann gibt es bei diesem Szenario nicht. Es ist kein gutes Zeichen, dass die imperiale und feindselige Politik der USA und ihrer Vasallen inzwischen wenig subtil gezeigt wird. Nach und nach verschwinden sogar die abstrusesten Begründungen für Provokationen und Eskalationen. Wahrscheinlich wird es nicht mehr lange dauern, dann überfallen die Amerikaner Länder mit dem Hinweis, dass ihnen der Sinn danach stand. Keine konstruierten Krisen mehr, keine getauften Bösewichte, nur noch Invasion, Provokation, Krieg. Weil sie es können. Weil sie es wollen. Warum sie es wollen, spielt keine Rolle mehr, Amerikaner machen, wonach ihnen der Sinn steht.


BRICS als neues globales Machtzentrum? – Teil 2: Perspektiven für eine Erweiterung der Staatengruppe





Analyse

BRICS als neues globales Machtzentrum? – Teil 2: Perspektiven für eine Erweiterung der Staatengruppe




Und die Baerbocks dieser Welt schlagen sich auf ihre Seite (es gibt also doch ein paar, die dem Bösen helfen wollen). Sie beschwören die Solidarität mit dem Partner, pochen auf Demokratie, Menschenrechte, schwärmen vom lustigen Kribbeln, das ein Finger auf dem roten Knopf erzeugt, und spucken – bildlich gesprochen – auf die Köpfe derer, die sie einst gewählt haben. Ach, das ist schon so lange her.


Machen wir uns nichts vor: Es wird nicht mehr gezündelt, es werden Brände gelegt, weitere werden folgen. Wer immer noch glaubt, dass "der Westen" so etwas wie Frieden oder auch nur friedliche Koexistenz im Sinn hat, der glaubt auch, dass Butter in der Sonne nicht schmilzt, wenn man ein Wasserglas darüber stellt.


Und viele von uns glauben immer noch, dass es schon nicht so schlimm werden wird – das mit dem Krieg, mit den steigenden Preisen, mit der Fahrt gegen die Wand, das werden sie doch nicht tun. Oder? Eher "Oder". Sie tun es. Jeden Tag. Sie eskalieren, provozieren, üben Druck aus, haben den Finger am Abzug. Und immer wieder wird abgedrückt, hier und da, kleine Löcher und größere Krater bestimmen das Bild der Erde aus der Vogelperspektive.


Das Schlimme daran: Seit Anfang des Jahres haben sich die verantwortungslosen Verantwortungsträger ein neues Hobby zugelegt: schwere Waffen. Die sind nach wie vor in den falschen Händen. Und sie können einen Krieg auslösen, der der letzte der Menschheit sein würde.


Tom J. Wellbrock ist Autor und Texter. Er betreibt den Blog Neulandrebellen.

Mehr zum ThemaLawrow: Pelosis Taiwan-Besuch zeigt Willkür der USA in der internationalen Arena


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://pressefreiheit.rtde.tech/meinung/145152-von-amerikanischen-spritztouren-und-ende


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

04.08.2022

„Putins Gas“ und „Deutschlands Kraft“

aus e-mail von Doris Pumphrey, 4. August 2022, 2:58 Uhr


https://makroskop.eu/27-2022/putins-gas-und-deutschlands-kraft/

3.8.2022

*„Putins Gas“ und „Deutschlands Kraft“

*Von Paul Steinhardt


*Die deutsche Geschichte provoziert die Frage: „Wie war das bloß

möglich?“. Dem so zum Ausdruck gebrachten Unverständnis, warum ein Volk

einer politischen Führung folgen kann, die dessen Interessen schädigt,

schafft ein Blick in die Hauptmedien Abhilfe.


*Musste man auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine nicht

reagieren? Die Antwort auf diese Frage heißt unzweideutig „JA“. Dieser

Krieg bringt Tod, Leid und Elend über die ukrainische Bevölkerung – und

über diese Tatsache kann man nicht mit einem Achselzucken hinwegsehen.


Damit hat sich allerdings nicht die Frage nach dem „WIE“ erledigt: Die

Frage nämlich, welches Ziel man mit welchen Mitteln zu erreichen

gedenkt. Jedenfalls ist die Zielvorgabe unserer Außenkriegsministerin,

„Russland ruinieren“ zu wollen, keine legitime Reaktion auf die

russische Aggression.


*Vernichtungshetze

*Wer solche Ziele formuliert, der muss sich, wie Hans-Rüdiger Minow

<https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8990> richtig

schreibt, den Vorwurf einer rassistisch motivierten „Vernichtungshetze“

gefallen lassen. Und ein solcher Rassismus grassiert in den deutschen

Medien. Minow verweist auf einen Artikel in der FAZ

<https://www.welt.de/debatte/kommentare/plus240141643/Haben-die-Deutschen-genug-Widerstandskraft-fuer-den-Winter.html>,

in dem Russland mit „Dschingis Khans tatarisch-mongolischen Horden“

verglichen wird: „Nun treibt die Invasion der russischen Horden erneut

Ukrainer nach Westen.“


Im ZDF widerspricht niemand der Aussage, dass „Russen zwar europäisch

aussehen“, aber „wir nicht vergessen dürfen ..., dass es keine Europäer

sind – im kulturellen Sinne“. In der WELT

<https://www.welt.de/kultur/plus240088371/Viktor-Jerofejew-Das-russische-Glueck-ist-die-Verletzung-jeder-Norm.html?icid=search.product.onsitesearch

werden wir über die kulturellen Unterschiede, die damit unterstellt

werden, wie folgt aufgeklärt:

„Putin ist jetzt wie seinerzeit Stalin der Steuermann des russischen

Glücks. […] Von seinem Charakter her ist er keineswegs zufällig der Mann

auf dem Thron der russischen Geschichte. […] Er schiebt den Körper,

genauer gesagt, das Hinterteil nach vorn und sitzt breitbeinig da – das

hat etwas sehr Ungehobeltes, um nicht zu sagen Unanständiges. Nach der

Revolution lümmelten so die Soldaten der Roten Armee in den Sesseln der

beschlagnahmten herrschaftlichen Salons herum. Die Sieger aus dem

Hausgesinde, aus den erniedrigten Klassen, aus den vollgespuckten

Hofeinfahrten.“


Von der ZEIT

<https://www.zeit.de/2022/30/wladimir-putin-faschismus-patriarchat-krieg

erfahren wir, dass Putin ein „Fascho-Patriarch“ ist, der wie folgt

charakterisiert wird: „Die Härte, Rücksichtslosigkeit und

Unerbittlichkeit des Fascho-Patriarchen rühren aus seiner nie abgelegten

und nie ablegbaren Depressivität. Als obsessiver Welteroberer, als

Menschen- und Naturvernichter operationalisiert er nur sein eigenes

traumatisches Erlebnis: nichts zu sein. Er geht somit von Tod zu Tod.

Dass das Ich zum Wir wird, bedeutet, dass der eigene Tod zum Tod der

anderen wird, der Freunde wie der Feinde.“


*Teufel vom Dienst

*Zur Anwendung kommt in den zitierten Passagen eines der von der

belgischen Historikerin Anne Morelli beschrieben elementaren „Prinzipien

der Kriegspropaganda

<“" rel="noopener">https://zuklampen.de/buecher/sachbuch/politik/bk/458-die-prinzipien-der-kriegspropaganda-9783866744158.html>“,

das gerade bei den „Wirtschaftssanktionen“ gegen „Putin“ von besonderer

Bedeutung ist. Denn betrachtet man sich deren Logik, wird rasch klar,

dass es sich bei den Sanktionen, zumindest nach ihrer Intention, um

staatlichen Terrorismus gegen das russische Volk handelt.


Offen kommuniziert wird eine politische Strategie, die auf Terror

gegenüber der (feindlichen) Zivilbevölkerung zielt, kaum mit der

Gefolgschaft der eigenen Bevölkerung rechnen könnnen. Denn mache man ein

ganzes Volk zum Feind, so Morelli, sei es schwer, negative Gefühle zu

aktivieren, die notwendig sind, um die Bevölkerung zum Kampf und den

damit unvermeidlich verbundenen persönlichen Opfern zu motivieren. Zu

leicht könne der „einfache Bürger [beim Feind] sein alter ego finden“.


Es gehe daher darum, die vielfältigen Unterschiede eines Volkes

„einzuebnen“. Dazu gelte es, dem „Feind ein Gesicht“ zu geben. Dafür

eigne sich am besten der „Führer eines Landes“: „Dann darf keine Chance

verpasst werden, dem feindlichen Führer dämonische Züge zu verleihen,

ihn als Schandfleck darzustellen, den es auszumerzen gilt, als letzten

Dinosaurier, Verrückten, Barbaren, als durchtriebenen Kriminellen,

Schlächter, Unruhestifter, Feind des Menschengeschlechts, Monster.“


*Unsere Mission ist heilig

*Auf dieser Klaviatur spielt meisterhaft unser

Wirtschafts(kriegs)minister: "Wir dürfen uns einem diktatorischen Regime

und einem völkerrechtswidrigen Krieg in Europa nicht unterwerfen."

Robert Habeck will mit Aussagen wie diesen

<https://www.welt.de/wirtschaft/plus240180273/Kriegstreiber-In-Bayreuth-trifft-Habeck-die-Wut-von-mehr-als-nur-ein-paar-Schreihaelsen.html

von der Tatsache ablenken, dass er die Kräfteverhältnisse im

Wirtschaftskrieg mit Russland falsch eingeschätzt hat. Mittlerweile ist

unübersehbar, wie die Chefvolkswirtin der Helaba Gertrud Traud richtig

konstatiert, dass „der Westen die Verletzlichkeit Russlands über- und

die Bedeutung seiner Rohstoffe für die Welt unterschätzt hat“.


Selbst unser oberster Wirtschaftskrieger kommt nicht mehr umhin, die

wirtschaftliche Macht „Putins“ offen anzuerkennen: „Putin hat das Gas“

sagt Habeck. Und weil das so ist, verfügt er über eine Waffe, mit der er

uns erheblich zu schädigen in der Lage ist: „Wir sind in einer ernsten

Situation“.

Daraus folgert Habeck aber keineswegs, dass es unter diesen Umständen

angeraten wäre, den Wirtschaftskrieg gegen Russland zu überdenken.

Stattdessen flüchtet er sich in Beschwörungen: „Putin hat das Gas, aber

wir haben die Kraft

<“" rel="noopener">https://www.br.de/mediathek/video/habeck-in-tagesthemen-putin-hat-das-gas-aber-wir-haben-die-kraft-av:62df7af93fcbae0008e4ff45>“.



Bei der Frage, wie diese „Kraft“ einen Mangel an „Putins Gas“

kompensieren kann, eilt Thomas Schmid von der WELT

<https://www.welt.de/debatte/kommentare/plus240141643/Haben-die-Deutschen-genug-Widerstandskraft-fuer-den-Winter.html

zu Hilfe. Die „Kraft“, um die es gehe, sei die „Widerstandskraft“, wie

sie die Deutschen bei „Stalins“ Berlin Blockade 1948/1949 unter Beweis

gestellt hätten:

„Strom gab es fortan nur noch an vier Tagen der Woche zwischen 9 und 11

Uhr sowie zwischen 20 und 22 Uhr. Die Bevölkerung nahm das fast ohne

Murren hin. Nicht zuletzt, weil sie wusste, dass es um die schiere

Existenz der Stadt ging. Und diese nicht nur für sich selbst stand,

sondern zu einem symbolischen Ort der westlichen Welt geworden war. Es

galt, eine Stadt und eine Lebensweise zu verteidigen. Es ging eben nicht

nur um Kohle, sondern auch um Freiheit.“


Womit Schmid ein weiteres von Morelli identifiziertes elementares

Prinzip von Kriegspropaganda exemplarisch vorgeführt hat: „Unsere

Mission ist heilig“. Gekämpft wird für eine heilige Sache, die einstmals

„Gott“ und nun „Freiheit“ oder „Lebensweise“ genannt wird. Für das

Heilige zu kämpfen, erlaubt kein „Murren“. Es ist selbstverständlich

eine Pflicht, der sich zu entziehen einer Gotteslästerung gleichkommt

und den Ausschluss aus der Gemeinschaft erfordert.


*Charaktertest für Wohlstands-Deutsche

*Diese Erfahrung muss auch Gerhard Schröder machen, dem vorgeworfen

wird, einen geradezu mephistophelischen Pakt mit Putin geschlossen zu haben:

*„*Seit Monaten scheint Schröder losgelöst von der Wirklichkeit nur noch

nach dem Motto eines semi-prominenten Schlagersängers zu agieren: Egal.

Und selbst dass Putin einen brutalen Angriffskrieg gegen

die Ukraine führt? Egal! Dass Deutschland und die EU versuchen, mit

Sanktionen und Isolation das Regime in Moskau zum Einlenken zu bewegen?

Alles egal!“


Die Botschaft: Wer nicht bedingungslos den Wirtschaftskrieg gegen

Russland unterstützt, verweigert sich der Realität und ist moralisch

bankrott. Die Funktion: Opferbereitschaft bei der Bevölkerung aktivieren.


Schmid gibt zu diesem Zweck seinem Zweifel Ausdruck, ob „die

Wohlstands-Deutschen die Kraft haben, eine schwere Krise zu überstehen,

ohne zu verzweifeln oder missgelaunt zu werden“. „Heruntergedimmte

Heizungen, Rationierungen von Energie und nur noch stotternd arbeitende

Industriebetriebe“ zu beklagen, sind für ihn lediglich Ausdruck von

„Panik“ und mangelnder „Empathie für die Ukraine“.


Der Wirtschaftskrieg gegen Russland wird von ihm wie folgt zum

ultimativen Charaktertest erklärt:

„Der kommende Winter wird zeigen, ob Not wirklich erfinderisch macht und

zäh werden lässt. Es hat ja immer gegolten: Wenn eine unbekannte,

wirklich dramatische Situation nicht mehr droht, sondern da ist – dann

erst wird klar, ob eine Gesellschaft verborgene Reserven freisetzen kann.“


An dieser Stelle ist man geneigt, darauf hinzuweisen, dass längst nicht

alle Deutschen von den „riesigen Wohlstands- und Sozialstaatsgebirgen“,

die sich „seit der Berliner Blockade bis heute aufgetürmt“ haben, wie

Schmid insinuiert, erdrückt werden: Fast 20 Prozent der in Deutschland

Beschäftigten arbeiten im Niedriglohnsektor und verdienen damit weniger

als 2.284 Euro im Monat. Diese Geringverdiener aber sind besonders stark

vom Wirtschaftskrieg gegen Russland betroffen, weil die damit

verbundenen Preissteigerungen insbesondere Grundgüter wie Energie und

Nahrungsmittel betreffen.


Wer diesen Menschen wie Schmid vorwirft, den „Konsum nicht nur für

selbstverständlich, sondern fast für ein Naturrecht“ zu halten, der hat

die „geballte Aggressivität“ vieler „Bürgerinnen und Bürger“ verdient.

Habeck hat beim "Bürger-Dialog" in Bayreuth bereits eine Kostprobe davon

erhalten. Er wurde lautstark "Kriegstreiber" gerufen und sein Dank an

die Bürger, trotz eines "Tinitus im Ohr" geblieben zu sein, wird zwar

vor der Bühne beklatscht, "geht aber im Pfeifkonzert unter

<" rel="noopener">https://www.welt.de/wirtschaft/plus240180273/Kriegstreiber-In-Bayreuth-trifft-Habeck-die-Wut-von-mehr-als-nur-ein-paar-Schreihaelsen.html>".



Um die aufgebrachte Stimmung im Land zu besänftigen, hat Olaf Scholz

sogar die Hymne der Reds angestimmt: "You'll never walk alone". Bei der

Frage, wie man allen die „freie Teilhabe“ an der Solidarität mit der

Ukraine ermöglichen kann, ohne dem Vorwurf ausgesetzt zu sein, dem

"Druck von Spendierfreudigen

<" rel="noopener">https://www.focus.de/politik/deutschland/kommentar-von-ulrich-reitz-youll-never-walk-alone-scholz-verspricht-was-die-hymne-gar-nicht-haelt_id_123164958.html>" 

nachgegeben zu haben, lohnt ein Blick nach Freiburg. Dort hat man im

Stadtrat beschlossen, in öffentlichen Gebäuden Menstruationsprodukte

auszulegen, um dem Missstand zu begegnen, dass „Mädchen und Frauen aus

dem öffentlichen Leben ausgeschlossen werden“, weil sie sich keine

„Tampons oder Binden leisten“ können.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

04.08.2022

In Kürze noch vom 3. August

aus e-mail von Doris Pumphrey, 4. August 2022, 2:54 Uhr


https://de.news-front.info/2022/08/03/peskow-russland-ist-bereit-den-konflikt-in-der-ukraine-beizulegen-die-bedingungen-sind-bekannt/

3.8.2022

*Peskow: Russland ist bereit, den Konflikt in der Ukraine beizulegen —

die Bedingungen sind bekannt


*Dmitrij Peskow antwortete Journalisten auf die Frage, ob der Kreml bei

einem Gespräch zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und

dem ehemaligen deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder erklärt habe, er

sei bereit, den Konflikt auf diplomatischem Wege zu lösen.

«Ja, Russland ist in der Tat bereit, das ukrainische Problem auf

diplomatischem Wege zu lösen — zu seinen eigenen Bedingungen. <…> Diese

Bedingungen wurden in Istanbul vereinbart, und sie wurden von beiden

Seiten — den Unterhändlern Russlands und der Ukraine — vereinbart. <…> 

Daraufhin hat die ukrainische Seite diese Vereinbarung aufgegeben und

die Verhandlungsschiene verlassen», so der Sprecher.

Peskow sagte, dass die zuvor dargelegten Bedingungen auf jeden Fall

eingehalten werden würden. Der ehemalige deutsche Bundeskanzler Schröder

habe «nicht den Wunsch geäußert, als Vermittler aufzutreten», sagte er

vor Reportern.



https://de.news-front.info/2022/08/03/ausenministerium-die-zeit-der-zusammenarbeit-zwischen-moskau-und-dem-westen-ist-vorbei/

3.8.2022

*Die Zeit der Zusammenarbeit zwischen Moskau und dem Westen ist vorbei


*Das russische Außenministerium erklärte, die Ära der konstruktiven

Zusammenarbeit zwischen Moskau und dem Westen sei unwiderruflich vorbei

und rief dazu auf, sich keine Illusionen mehr zu machen.

Aleksej Drobinin, Direktor der Abteilung für außenpolitische Planung des

russischen Außenministeriums, erklärte, dass es in den Beziehungen zu

Europa und den USA keine Rückkehr zur Situation vor dem 24. Februar

geben werde.

«Unabhängig von der Dauer und dem Ausgang der militärischen

Sonderoperation (der russischen Militäroperation in der Ukraine — Anm.

d. Red.) können wir schon jetzt feststellen, dass die dreißigjährige Ära

einer im allgemeinen konstruktiven, wenn auch unruhigen Zusammenarbeit

mit dem Westen unwiderruflich vorbei ist», schrieb der Diplomat in

seinem Artikel «Lehren aus der Geschichte und Zukunftsbild: Überlegungen

zur russischen Außenpolitik».

Seiner Meinung nach ist es an der Zeit, dass die russischen Behörden und

die Gesellschaft sich endlich von Illusionen befreien und «das Paradigma

der «freundlichen Übernahme» hinter sich lassen, das seit 1992

ununterbrochen von den «Kollegen aus dem Westen» verfolgt wird.



https://de.news-front.info/2022/08/03/bis-zum-unfreulichen-zu-ende-spielen-experte-michail-chasin-prognostiziert-den-baldigen-zusammenbruch-der-baltischen-staaten/

3.8.2022

*«Bis zum unerfreulichen zu Ende spielen»:

Experte Michail Chasin prognostiziert den baldigen Zusammenbruch der

baltischen Staaten


*Der große Feind Russlands, Vilnius, der auf Anweisung des großen

Westens handelt, der fordert, Russland «Knüppel zwischen die Beine zu

werfen», ist sich der Folgen eines solch rücksichtslosen Kurses nicht

bewusst: Die baltischen Staaten «werden nicht länger als 10-15 Jahre

bestehen», sagt Michail Chasin, ein Wirtschafts- und

Journalismusexperte, dessen Standpunkt von Ukraina.ru veröffentlicht wird.


Der Analyst kommentierte die Situation mit dem Kaliningrader Transit und

sagte, dass die Dinge für die baltischen Staaten schlecht ausgehen

werden: Diese werden bald um die russische Schirmherrschaft bitten und

ihre leeren pro-westlichen Hoffnungen aufgeben müssen.

«Sie sind angewiesen worden, Russland so viele Knüppel zwischen die

Beine zu werfen wie möglich. Brüssel hat ihnen gesagt: «Leute, lasst

das, wir brechen die Regeln. London sagte: «Nein, das ist mir egal. Die

Anweisungen Londons werden befolgt. Ich kann Ihnen sagen, wie es enden

wird. Letztendlich wird es in 10-15 Jahren keine baltischen Staaten mehr

geben. Und die Europäische Union wird es auch nicht früher geben,

zumindest nicht in Osteuropa». Außerdem werden die baltischen Staaten

nach den Prognosen des Experten bald anfangen zu «verhungern».

«Es ist ihr Problem nicht unseres. Was können wir tun? Es gibt nichts,

was wir tun können. Es ist ihre Entscheidung. Es sind demokratische

Länder, sie haben sich demokratisch entschieden. Es gibt Menschen, die

Selbstmord begehen, es gibt Staaten, die Selbstmord begehen. Wir sind

nicht für sie verantwortlich».


Nach Ansicht des Sachverständigen ist Ungarn das einzige osteuropäische

Land, das einen souveränen Kurs verfolgen kann und versucht, dem enormen

Druck der EU zu widerstehen.

«Osteuropa in seiner jetzigen Form von den baltischen Staaten bis

Bulgarien, ist nicht subjektiv. Es gibt dort keine Länder, die in der

Lage sind, eine souveräne Politik zu betreiben, mit einer Ausnahme —

Ungarn. Ungarn betreibt eine souveräne Politik. Brüssel verflucht sie,

alle schimpfen auf sie, und die Unterstützung der ungarischen Führung

ist sehr groß, was man von Polen und den baltischen Staaten nicht

behaupten kann».

Ein Versuch der baltischen Staaten, wieder in die russische Einflusszone

einzutreten, wird nicht lange auf sich warten lassen — sagt der Experte

voraus und stellt fest, dass Moskau, das über eine traurige Erfahrung

verfügt, seinen «Feinden» die Gelegenheit geben wird, die Früchte ihrer

eigenen gescheiterten Agenda in vollen Zügen zu genießen.


Zur Erinnerung: Die Europäische Kommission hat eine Klarstellung

bezüglich des Gütertransports in das Kaliningrader Gebiet herausgegeben:

Nach den neuen Vorschriften ist der Bahntransport nicht mehr verboten,

aber er unterliegt der Einhaltung einer Reihe von Anforderungen. Der

Transit auf der Straße ist nach wie vor eingeschränkt. Es gibt auch

einige wichtige Nuancen: Wie Sergej Rjabokon, Charge d’Affaires a.i.

Russlands in Litauen sagte, hat Litauen beispielsweise den gesamten

Kaliningrader Transit für eine einzige Bank gesperrt, die bereits am

ersten Herbsttag ihre Absicht angekündigt hat, die Beziehungen zu

Russland abzubrechen.



https://pressefreiheit.rtde.tech/international/131481-liveticker-zum-ukraine-krieg-kiew/ 


3.8.2022


22:32 Uhr

*Russisches Verteidigungsministerium:

Ukrainische Streitkräfte richten Waffen- und Munitionsdepots in

Entbindungskrankenhaus ein*

Einheiten der ukrainischen Streitkräfte haben Waffen- und

Munitionsdepots im Entbindungskrankenhaus von Dobropoljein der Donezker

Volksrepublik eingerichtet. Dies sagte Generaloberst Michail Misinzew,

Leiter der ressortübergreifenden Koordinierungsstelle für humanitäre

Hilfe und Leiter des Nationalen Verteidigungsmanagementzentrums

Russlands. Er fügte hinzu: /"Medizinisches Personal, Frauen mit

Neugeborenen wurden nicht evakuiert und werden als menschliche

Schutzschilde benutzt."/

Das russische Verteidigungsministerium erklärte auch, dass Kämpfer des

nationalistischen Bataillons Aidar im Gebäude eines Kreiskrankenhauses

im Dorf Kobeljaki im Gebiet Poltawa stationiert seien, in Kramatorsk

(DVR) hätten die ukrainischen Streitkräfte im Gebäude einer

Tuberkuloseklinik Kasernen und Schießstände eingerichtet.

Darüber hinaus wurden in Nikolajew Artillerie- und

Mehrfachraketenwerfer-Stellungen auf dem Gelände eines

Kinderkrankenhauses für Infektionskrankheiten eingerichtet, während die

ukrainischen Streitkräfte in Artjomowsk Festungen in den Gebäuden einer

medizinischen Schule errichtet hätten und von Artillerie- und

Mehrfachraketenwerfer-Stellungen aus die nahe gelegenen Siedlungen

systematisch beschossen werden.



22:10 Uhr

*UNO setzt Mission zur Untersuchung des Beschusses des

Untersuchungsgefängnisses in Jelenowka ein*

Die UNO wird eine Mission zur Untersuchung des Beschusses des

Untersuchungsgefängnisses in Jelenowka einrichten. Die Organisation

erwartet eine Zusammenarbeit zwischen Russland und der Ukraine. Dies hat

UN-Generalsekretär António Guterres bei einem Briefing gesagt. Er

erklärte: /"Ich habe im Rahmen meiner Zuständigkeit und Befugnis

beschlossen, eine Erkundungsmission einzurichten. Ich habe kein Recht,

eine strafrechtliche Untersuchung durchzuführen. Die Modalitäten dieser

Mission werden derzeit ausgearbeitet und der russischen und ukrainischen

Regierung mitgeteilt."/

Er sagte, die Organisation suche nach kompetenten und unabhängigen

Personen, die sich an der Mission beteiligen wollten. Guterres fügte

hinzu, er hoffe, dass alle Parteien Zugang zu den für die Aktivitäten

erforderlichen Einrichtungen und Informationen gewähren würden. Er sagte

auch, dass Courtney Ramsey die Mission koordinieren würde.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

04.08.2022

Lassen die USA Selenskyj fallen?

aus e-mail von Doris Pumphrey, 4. August 2022, 01:17 Uhr


https://prod.berliner-zeitung.de/wirtschaft-verantwortung/tiefes-misstrauen-lassen-die-usa-selenskyj-fallen-li.253124

*„Tiefes Misstrauen“: Lassen die USA Selenskyj fallen?

*Die New York Times liefert eine bemerkenswerte Enthüllung: Das

Verhältnis des Weißen Hauses zum ukrainischen Präsidenten ist offenbar

zerrüttet.


Von Michael Maier


Einer der wichtigsten US-Journalisten, Tom Friedman von der New York

Times (NYT), enthüllt in seiner aktuellen Kolumne

<https://www.nytimes.com/2022/08/01/opinion/nancy-pelosi-taiwan-china.html

in der NYT: Die US-Regierung hat massive Probleme mit dem Präsidenten

der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj. Friedman, der in den

Entscheidungsgremien der Demokraten und im Regierungsapparat in

Washington hervorragend vernetzt ist, schreibt: „Im privaten Gespräch

sind US-Beamte viel besorgter über die Führung der Ukraine, als sie

zugeben. Zwischen dem Weißen Haus und dem ukrainischen Präsidenten

Wolodymyr Selenskyj herrscht tiefes Misstrauen – erheblich mehr als

bisher berichtet.“


Friedman nennt die jüngsten Personalentscheidungen von Selenskyj

„seltsame Vorgänge“ und schreibt: „Am 17. Juli entließ Selenskyj die

Generalstaatsanwältin seines Landes und den Leiter des

Inlandsgeheimdienstes – die bedeutendste Erschütterung seiner Regierung

seit der russischen Invasion im Februar. Das wäre so, als würde Biden am

selben Tag Merrick Garland und Bill Burns feuern.“


*Gibt es in der Ukraine Korruption?

*Friedman versteht die Entscheidung nicht – und so scheint es auch in

Washington vielen zu gehen. „Ich habe noch keine Berichterstattung

gesehen, die überzeugend erklärt, was es damit auf sich hat“, so der

Bestsellerautor von der NYT. Sein Fazit: „Es hat den Anschein, als

wollten wir in Kiew nicht zu genau unter die Decke schauen, aus Angst

vor Korruption oder Skandalen, die wir entdecken könnten – nachdem wir

dort so viel investiert haben.“


Die Geschichte scheint keine Andeutung oder bloße Mutmaßung des

Kolumnisten zu sein, obwohl er die brisanten Informationen in einem Text

über den Taiwan-Besuch von Nancy Pelosi vergräbt. Friedman kündigt an:

„Mehr zu den Gefahren davon an einem anderen Tag.“


Bereits Anfang Juni hatten US-Geheimdienstbeamte darüber geklagt, dass

sie von Kiew nicht ausreichend über die Vorgänge im Land informiert

worden seien. „Wie viel wissen wir wirklich darüber, wie es der Ukraine

geht?“, sagte Beth Sanner, eine ehemalige hochrangige

Geheimdienstmitarbeiterin, damals der NYT

<:" rel="noopener">https://www.nytimes.com/2022/06/08/us/politics/ukraine-war-us-intelligence.html?searchResultPosition=8>: 

„Können Sie jemanden finden, der Ihnen mit Zuversicht sagen kann, wie

viele Truppen die Ukraine verloren hat, wie viele Ausrüstungsgegenstände

die Ukraine verloren hat?“


*„Aus Transparenzgründen müssen wir wissen, wohin dieses Zeug geht“

*Avril D. Haines, die Direktorin des Nationalen Geheimdienstes (DNI),

sagte vergangenen Monat bei einer Anhörung im Senat aus, dass „es sehr

schwer zu sagen sei“, wie viel zusätzliche Waffenhilfe die Ukraine

absorbieren könne. Wenig später schlug die Nato Alarm und gab bekannt

<https://prod.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/nato-beamter-warnt-vor-schwarzmarkt-nach-ukraine-krieg-droht-balkan-szenario-li.246910>,

dass offenbar einiges Gerät nicht an die Front gelange, sondern auf den

internationalen Schwarzmarkt. Laut Washington Post

<https://www.washingtonpost.com/opinions/2022/07/28/zelensky-some-lawmakers-want-more-us-military-personnel-ukraine

werden politische Funktionsträger langsam unruhig. So sagte der

republikanische Abgeordnete Michael Waltz, das Vertrauen des Kongresses

in das 40 Milliarden Dollar schwere Waffen- und Hilfs-Programm für die

Ukraine werde ohne direktere Kontrolle schwinden. „Aus

Transparenzgründen müssen wir wissen, wohin dieses Zeug geht“, sagte er.


Tom Friedman glaubt, dass der Krieg in der Ukraine noch zu einem Problem

für die US-Steuerzahler werden könnte – und dass der von vielen Medien

als Held der Freiheit abgefeierte ukrainische Präsident zum Problem

werden könnte. Friedman zitiert anonyme „hochrangige“ Beamte, die den

Einsatz „einer kleinen Atomwaffe gegen die Ukraine“ durch die Russen für

möglich halten. Der Krieg jedenfalls sei alles andere als vorbei, die

Lage sei nicht stabil und es könnten jeden Tag neue „gefährliche

Überraschungen“ auftauchen.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

03.08.2022

Lügt Habeck, der den USA "führend dienen" will?

aus e-mail von Doris Pumphrey, 3. August 2022, 20:24 Uhr

/Hier der Autor ///Thorsten Schulte /auf

Video:/https://c.gmx.net/@1010537430714947013/bGKu9JjpTZedlLC4eaM5SQ


https://pressefreiheit.rtde.tech/meinung/145038-werden-wir-regiert-oder-ruiniert/

2.8.2022

*Werden wir regiert oder ruiniert? Lügt der Vizekanzler Habeck, der den

USA "führend dienen" will?

*/von Thorsten Schulte/


Sind Habeck und Baerbock US-Diener und Lügner? Sollten wir Brandstifter

mit dem Feuerlöschen betrauen? Dies nur als eine Frage zu Beginn.

Konfrontieren wir Vizekanzler Habeck gleich mit seinen eigenen Worten –

und auch mit der Wahrheit!


Die US-Großbank Goldman Sachs warnte bereits im September 2021 vor einer

Energiekrise in Europa. Bereits im letzten Jahr explodierten die Preise

für Gas und Strom, und in dieser ohnehin bedrohlichen Situation meinen

Vizekanzler Habeck, Außenministerin Baerbock und Bundeskanzler Scholz,

ihre völlig erschlafften Muskeln spielen lassen zu können.


Wer hat den Wirtschafts-Krieg erklärt? Und gleich vorab: Im Jahr 2017

und dann im Dezember 2019 verhängte

<noch" rel="noopener">https://www.n-tv.de/wirtschaft/Energiekrise-bedroht-Europas-Wirtschaft-article22812178.html>noch 

die US-Regierung von Donald Trump Sanktionen gegen die Ostseepipeline

Nord Stream mit dem Ziel eines Baustopps. Nochmals

<https://www.atlantik-bruecke.org/die-sanktionsspirale-der-usa-gegen-nord-stream-2/

bereits im Dezember 2019. Es geht hier um Geopolitik, und die deutsche

Regierung versagt. Aber trotz ihres Versagens dürfen wir jetzt nicht

verzagen.


Noch am 8. März 2022 behauptete

<https://www.youtube.com/watch?v=IEewbb_stfg> der Vizekanzler Habeck:

/"Ich als Energie- und Wirtschaftsminister werde alles dafür tun, die

Versorgungssicherheit in Deutschland sicherzustellen und sicher zu

halten, und alle Anstrengungen sind darauf gerichtet."


/Man könnte über dieses leere Versprechen lachen, wenn die Auswirkungen

nicht so dramatisch wären. Ist es die Angst der Bundesregierung vor der

Reaktion der eigenen Bevölkerung auf die Wahrheit, die sie selbst –

vorsichtig ausgedrückt – nicht im Zentrum dieser Wahrheit stehen lässt?

Vorab: Die Gaspreise in Europa sind aktuell fast sieben Mal so hoch wie

in den USA. Wir haben eine Energiekrise in Europa, aber nicht in den USA

oder Asien. Erste Folgen erkennen wir: Die Geschäftserwartungen der

chemischen Industrie in Deutschland waren im wiedervereinigten

Deutschland nur im November 2008 zu Zeiten der großen

Weltwirtschaftskrise geringfügig schlechter als im Juli 2022. Wichtig

ist dabei: Sehr dunkle Wolken ziehen am deutschen Konjunkturhimmel auf.

Vizekanzler Habeck, lenken Sie bewusst ab, lügen Sie uns an, täuschen

Sie uns bewusst? Sie sprachen von der "dienenden Führungsrolle"

Deutschlands bei ihrem Antrittsbesuch in der US-Hauptstadt Washington.


Und vorab noch ein Hinweis: Die Grünen selbst haben mit dem Ausstieg aus

der Atomkraft den Erdgasverbrauch Deutschlands noch in die Höhe

getrieben. Der Erdgasverbrauch ist in Deutschland so hoch wie nie zuvor.

In Frankreich hingegen sank er in den letzten Jahren auch dank

Atomkraft. Während EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen die

Ankunft/Lieferung von Atomstrom aus der Ukraine feiert, mussten wir

selbst Ende 2021 drei AKWs und sollen wir bislang Ende 2022 auch noch

die letzten Atommeiler vom Netz nehmen. Die Tageszeitung /Die Welt /

berichtete

<https://www.welt.de/politik/deutschland/plus239937287/Atomkraftwerke-Energie-Manager-stellten-schnellere-Brennstab-Beschaffung-in-Aussicht.html?icid=search.product.onsitesearch

bereits am 21. Juli, dass Manager des US-Herstellers für Brennstäbe

namens Westinghouse gegenüber der Bundesregierung erklärt hätten, man

könne sogar bis Jahresende 2022 liefern. Aber die Bundesregierung habe

dafür keine weiteren Schritte unternommen. Die /Bild/-Zeitung listet

fünf Lügen über die AKWs auf.


Wenig später überführt

<https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/bild-entlarvt-die-5-atom-luegen-der-akw-gegner-80764974.bild.html

die /Bild/-Zeitung die AKW-Gegner der Lüge. Unter anderem werden

Behauptungen wie "Deutschland hat kein Stromproblem, sondern ein

Wärmeproblem!", "Die Sicherheitschecks der AKW dauern viel zu lange!"

oder "Neue Brennstäbe sind nicht rechtzeitig da" als Lügen entlarvt.


Und jetzt zu dem, was Vizekanzler Habeck noch am 8. März 2022 sagte

<:" rel="noopener">https://youtu.be/IEewbb_stfg>:

"/Die Sanktionen sind mit Absicht und mit Bedacht so gewählt worden,

dass sie die russische Wirtschaft und das Regime Putin schwer treffen.

Aber sie sind eben auch so gewählt worden, dass wir sie als

Volkswirtschaft, als Nation lange durchhalten können. Unbedachtes

Verhalten könnte genau zu dem Gegenteil führen."

/

Genau Herr Habeck, das könnte passieren. Wir haben eine Energiekrise in

Europa und nicht in den USA oder Asien. Sie wissen doch, dass die USA

sogar Rohöl und Erdgas in die Welt exportieren. Wir Deutschen sind

extrem abhängig. Wie kann dieser Mann unbehelligt tun, was er tut,

obwohl er doch am 8. März 2022 selbst noch sagte

<:" rel="noopener">https://youtu.be/IEewbb_stfg>:

/"Alle amerikanischen Kollegen haben mir in den Gesprächen versichert,

wir sind in einer anderen Situation als Deutschland und Europa. Die USA

ist ein Ölexportland. Die russischen Importe machen 7,5 Prozent aus.

Deutschland ist ein Ölimportland. Die russischen Importe machen 35

Prozent aus. Sie haben mir im Gespräch gesagt, dass wir das weder

verlangen noch fordern werden, dass Deutschland das gleiche tut."

/

Aber Sie tun es dennoch, Herr Habeck, mit gravierenden Folgen.


Angesichts der gegenwärtigen Entwicklung erinnern wir Habeck an noch

seine Äußerung <am" rel="noopener">https://youtu.be/IEewbb_stfg>am 8. März 2022:

/"Und wir werden diese Spielräume nutzen – sofern dann noch erforderlich

–, das russische Regime in die Enge zu treiben."/


Welche Spielräume? Am 31. März 2022 behauptet

<Habeck" rel="noopener">https://youtu.be/dgV96jz3prY>Habeck bei Markus Lanz im /ZDF/:

/"Wir müssen es so tun, dass wir die Maßnahmen lange durchhalten können.

Dass wir uns nicht selbst stärker schwächen als die Maßnahmen Putin

schwächen. Und so agieren."

/

Ach, "und so agieren" wir? Die westlichen Sanktionen haben über die

Hälfte der Währungsreserve Russlands geraubt. Jeder möge mal die

aktuelle Sanktionsliste auf der Seite der Bundesregierung sichten. Ganz

ehrlich, hätte Putin Europa ins Chaos stürzen wollen, hätte er einfach

als Reaktion sofort im März den Öl- und den Gashahn zugedreht. Hat

<https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/krieg-in-der-ukraine/eu-sanktionen-2007964

er aber nicht.


Am 6. Juli 2022 fragte

<https://www.zdf.de/gesellschaft/markus-lanz/markus-lanz-vom-6-juli-2022-100.html

Markus Lanz Herrn Habeck etwas, und ich werde dies danach kommentieren:


Markus Lanz: /"Nur eine einzige Frage mit der Bitte, ob JA oder NEIN.

Wenn Putin Ihnen einen schmutzigen Deal vorschlägt am 21., 22. Juli und

sagt: Ich schicke Euch weiter Gas, aber ich schicke es Euch nur über

Nord Stream 2. Was sagen Sie dann?"

/

Robert Habeck: "/Nord Stream 2 ist nicht genehmigt und liegt unter den

Sanktionen, auch den amerikanischen Sanktionen. Wenn das passiert, sind

wir als politische Kraft gegenüber Putin gescheitert."/


Was für ein US-Vasall? Ich sage es ganz deutlich: Die USA haben bereits

seit 2017 und auch 2019 Sanktionen gegen Nord Stream 2 mit dem Ziel

eines Baustopps verhängt.


Aber Habeck hat ja auch selbst bereits 2016 genau das gesagt, was die

US-Einflüsterer von ihm zu hören wünschten.

Im Jahre 2016 wurde Robert Habeck gefragt: "Du triffst Wladimir Putin.

Was sagst du ihm denn?"


Robert Habeck gab

<https://www.stern.de/politik/robert-habeck--altes-video-zeigt--wie-er-klartext-in-richtung-putin-spricht-31779662.html

damals bereits eine klare Antwort:

/"Guten Tag Herr Putin, Sie kennen mich noch nicht. Ich bin gerade

Spitzenkandidat meiner Partei geworden. Geben Sie uns noch zwei, drei

Monate, dann regieren wir diese Republik und dann wird sich folgendes

ändern. Erstens: Wir werden Nord Stream nicht bauen und die

Handelsbeziehungen des Gastransfers zu Russland sukzessive abbauen, weil

wir ein Energiewendeland sind."

/

Tja, Habeck ist heute damit wohl am Ziel seiner Träume ankommen, und nur

für uns beginnt jetzt der Alptraum. Wachen wir endlich auf, bevor es zu

spät ist.


Ich fordere, dass wir Nord Stream 2 in Betrieb nehmen.


Schließen wir mit den Worten <des" rel="noopener">https://youtu.be/5N6dNhPLP_M>des 

geschätzten ehemaligen Ersten Bürgermeisters von Hamburg, Klaus von

Dohnanyi (SPD):


"Wenn selbst von amerikanischer oder von russischer Seite oder von

neutraler Seite gesagt wird, es könnte ein Weltkrieg daraus entstehen,

dann ist es das, was mich am meisten interessiert. Wir sind hier für

Deutschland verantwortlich. Wir sind für die Unversehrtheit unseres

Landes verantwortlich. Wir sind nicht verantwortlich für andere Länder,

sondern für uns. Und wir müssen versuchen, unser Land zu schützen."


----------------------------------------------------


*/Thorsten Schulte <https://www.silberjunge.de/>/*/ ist eine Stimme der

Vernunft zu Wirtschaft und Politik in Europa. Er ist der Autor von

Büchern wie "Kontrollverlust – Wer uns bedroht und wie wir uns schützen

<" rel="noopener">https://www.amazon.de/Kontrollverlust-Wer-uns-bedroht-sch%C3%BCtzen/dp/3864454921>" 

(Spiegel-Bestseller Platz 1, mit Vorwort von Willy Wimmer) und

"Fremdbestimmt: 120 Jahre Lügen und Täuschung

<" rel="noopener">https://www.amazon.de/Fremdbestimmt-120-Jahre-L%C3%BCgen-T%C3%A4uschung/dp/3982126509>",

redet Tacheles, deckt auf, klagt an und entwirft einen besseren Weg für

Deutschland./


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.


03.08.2022

Pelosis Taiwan-Provokation

aus e.mail von Doris Pumphrey, 3. August 2022, 15:37 Uhr


*Erklärung des chinesischen Außenministeriums zum Besuch von Pelosi in

Taiwan

*/Hier:

/http://german.beijingreview.com.cn/International/202208/t20220803_800302655.html


*Lawrow: Pelosis Taiwan-Besuch zeigt Willkür der USA in der

internationalen Arena

*/Hier:/https://pressefreiheit.rtde.tech/international/145165-lawrow-zu-pelosis-taiwan-besuch-willkur-straflosigkeit-demonstrieren/*


*

https://www.anti-spiegel.ru/2022/wie-in-russland-ueber-pelosis-taiwan-provokation-berichtet-wurde/

3.8.2022

*Wie in Russland über Pelosis Taiwan-Provokation berichtet wurde

*/von Thomas Röper


/


Der Flug von Nancy Pelosi nach Taiwan war ein vollkommen unnötiges Spiel

mit dem Feuer. Die Reise hat keinerlei praktischen Nutzen, zumal das

Weiße Haus parallel versucht, die Reise herunterzuspielen. Pelosi will

„das freie Taiwan“ unterstützen, während das Weiße Haus verkündet,

unverändert an der „Ein-China-Politik“ festzuhalten.


Wenn Worte und Taten einander so derartig widersprechen, dann sind nicht

die Worte wichtig, sondern die Taten, wie jeder von uns aus seinem

eigenen Erleben weiß. Das gilt auch in der Politik. Das bedeutet, die

USA provozieren China mit Taten (der Reise von Pelosi) und

beschwichtigen gleichzeitig mit Worten (dem Festhalten an der

„Ein-China-Politik“). Westliche Medien spielen das Spiel mit, anstatt

ihre Leser davor zu warnen, wie gefährlich dieses amerikanische Spiel

mit dem Feuer ist.


Vor allem bringt es keinerlei Nutzen, denn die USA pumpen Taiwan ohnehin

mit Waffen voll, und Pelosis Besuch wird keine praktischen Folgen haben,

die den USA einen Nutzen bringen. Das einzige, was der Besuch erreicht,

ist eine Eskalation und eine Erhöhung der Kriegsgefahr, was absolut

vermeidbar gewesen wäre.


Ich persönlich sehe hier eine Wiederholung der US-Politik in der

Ukraine, als die USA alle roten Linien Russlands so lange überschritten

haben, bis Russland keine andere Wahl mehr gesehen hat, als militärisch

zu intervenieren, um seine Sicherheitsinteressen zu schützen. Das

gleiche Spiel wiederholen die USA gerade mit Taiwan, weshalb ich

befürchte, dass die USA einen zweiten Stellvertreterkrieg, diesmal mit

China, anstreben. Einen anderen praktischen Nutzen sehe ich in der

Aktion von Pelosi nicht.


Übrigens sind die Behauptungen aus den USA, das Ganze wäre nicht mit dem

Weißen Haus abgesprochen, Unsinn, denn die US-Regierung, der das Weiße

Haus vorsteht, hat eine Fluzeugträgergruppe zum Schutz von Pelosi in die

Region geschickt. Wäre das Weiße Haus gegen die Aktion gewesen, hätten

sie das geäußert und ihr Militär demonstrativ von Taiwan ferngehalten.

Ob Pelosi auch ohne die militärische Deckung nach Taiwan geflogen wäre,

bezweifle ich.


Auch hier sehen wir wieder, wie Worte und Taten der USA nicht

zusammenpassen: Das Weiße Haus verkündet, es habe nichts mit Pelosis

Reise zu tun, schickt zu ihrer Deckung aber das Militär.


Nun will ich nun zeigen, wie in Russland über dieses amerikanische Spiel

mit dem Feuer berichtet wurde. In den Abendnachrichten des russischen

Fernsehens wurden am 2. August dazu Berichte der Korrespondenten aus

China und den USA gesendet, die ich hier beide nacheinander übersetzt habe.


/_Beginn der Übersetzung:


_/Peking ist bereit, schon heute Abend Raketen mit nicht-nuklearen

Sprengköpfe östlich von Taiwan abzuschießen, während Nancy Pelosi, die

in Begleitung von fünf F-15-Kampfjets eingeflogen wurde, versucht, mit

dem Jetlag fertigzuwerden. Vor ihrer ersten Übernachtung in einem

Luxushotel in Taipeh wetterte die Sprecherin des US-Kongresses auf

Twitter erneut, dass „die Freiheit der Insel respektiert werden muss.“

Die Medien verstehen es nicht: Die von der Rezession betroffenen USA

haben bereits 90 Millionen Dollar für Pelosis Sicherheit ausgegeben. Ist

es das wert?


Doch die erste Landung eines führenden amerikanischen Politikers auf

Taiwan seit einem Vierteljahrhundert könnte alle teuer zu stehen kommen.

Nachdem sie Afghanistan und die Ukraine verloren haben, nutzen die USA

jede Gelegenheit, um ihren Status als Weltpolizist zu beweisen.


Dazu zeigen wir zunächst einen Bericht aus China, dann einen Bericht aus

den USA.


Die Beleuchtung des Flughafens von Taipeh muss absichtlich abgeschaltet

worden sein, wahrscheinlich, damit der Feind nicht sieht, wie die

82-jährige Nancy Pelosi mit unsicheren Schritten die Gangway

hinunterging. Der Fototermin fand im Halbdunkel statt und begleitet von

lauten Schreien der Menschen in die Stadt.


Der Schriftzug „Welcome to Taiwan“ auf dem Wolkenkratzer muss sogar aus

dem Fenster des landenden Flugzeugs sichtbar gewesen sein. So begrüßte

die Regierung der Insel Nancy Pelosi. Im Parlament wurde extra für sie

ein neuer Teppich ausgelegt. Und an einem der Gebäude des Flughafens

Sunshan leuchtet währenddessen ein Schriftzug auf: „Liebe. Hoffnung.

Frieden.“


Aber die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses hatte keinen Frieden im

Gepäck. Die Region hat seit Jahrzehnten keine derartigen Spannungen mehr

erlebt. Jetzt fehlt nur noch eine falsche Bewegung und es fliegen

Raketen. Taiwan selbst hat Militärhubschrauber am Himmel und die Armee

ist in höchster Alarmbereitschaft, auch auf allen äußeren Inseln, die

unter Taiwans Kontrolle stehen, was es seit der so genannten dritten

Krise im Jahr 1996 nicht mehr gegeben hat.


Auf dem Flughafen Taoyuan untersuchte die Polizei jeden Mülleimer,

nachdem sie Briefe mit Bombendrohungen erhalten hatte. Irgendjemand

wollte den Besuch von Pelosi stören, wusste aber nicht, dass ihr

Sonderflug woanders landen würde. Auch im weitgehend pro-westlichen

Taipeh gab es jene, die sich über den Besuch von Pelosi stinksauer waren

und deren Plakate sie als hässliche Amerikanerin zeigten. Das Grand

Hyatt, das angesagteste Hotel der Insel, wurde schwer bewacht und

abgesperrt. Eine ganze Etage war für die Staatsgäste reserviert,

einschließlich der Präsidenten- und Diplomatenzimmer, jedes dieser

Zimmer hat 188 Quadratmeter. All das wurde in sozialen Medien gemeldet,

aber die Amerikaner und die Taiwanesen hielten die Ungewissheit bis zum

Schluss aufrecht.


Taiwan stand auch nicht auf Pelosis offiziellem Terminkalender. Die

letzte Station vor dem provokanten Besuch war Kuala Lumpur. Die

Autokolonne der dritten Person der USA raste von dort zum Flughafen und

dann war ein militärischer Sonderflug auf dem Weg nach Taipeh.


Der verschlungene Verlauf der Route – Pelosi machte einen riesigen

Umweg, um sich vom chinesischen Festland fernzuhalten, und flog über das

philippinische Meer nach Taiwan – wurde von mehr als 300.000 Menschen

gleichzeitig verfolgt. Die App Flightradar ist zusammengebrochen.

Zumindest verschwand das Flugzeug, als es gerade eine scharfe Kurve nach

Taiwan machte. Und dann stiegen taiwanesische Kampfjets in die Lüfte, um

den hochrangigen Besuch aus Washington zu eskortieren. Seit 25 Jahren

war kein so hochrangiger Amerikaner mehr in Taiwan.


Auf der anderen Seite der Straße von Taiwan heulten die Sirenen, als

Pelosis Flugzeug landete. Dies ist die Provinz Fujian, das Taiwan am

nächsten gelegene Gebiet des chinesischen Festlands. Die Strände,

Straßen und Brücken waren von Panzern, gepanzerten

Mannschaftstransportern und Raketensystemen gesäumt. Hier sieht man

Abschussrampen für die Dongfeng Interkontinentalraketen, die

Atomsprengköpfe tragen können. Sie haben eine Reichweite von bis zu

1.000 Kilometern. Bis zu Taiwans Küste sind es nur 200 Kilometer.


Auch diese chinesische Interkontinentalrakete DF-5B war hier zu sehen.

Ihre Reichweite beträgt bereits 12.000 bis 15.000 Kilometer. Sie könnte

Los Angeles erreichen. 1996, während der Krise, schickte das Pentagon

den Flugzeugträger Nimitz nach Taiwan, dessen heutiger Nachfahre, der

Flugzeugträger Ronald Reagan, ein Schiff desselben Typs ist. Sie hat 90

Flugzeuge und Hubschrauber an Bord, die in den letzten 24 Stunden

zeitweise in der Luft waren.


In der Nähe des Yunshu-Riffs, das als Kreuz des Südens bekannt ist,

kreuzen neben der Ronald Reagan auch der Kreuzer Antietam, der Zerstörer

Higgins und das Landungsschiff Tripoli. Das Pentagon sagt nicht, warum

es die Flottille aus Singapur abgezogen hat. Daraufhin verließen die

Flugzeugträger Liaoning und Shandong chinesische Häfen. Auf dem

Luftwaffenstützpunkt Luntian, 125 Kilometer vor der Küste Taiwans,

wurden Kampfflugzeuge der Typen J-11 und J-16, sowie von Russland

gekaufte Su-27 gesichtet. Die taiwanesische Luftwaffe hat acht weitere

Mirage-Kampfflugzeuge auf einen Militärstützpunkt im Südosten der Insel

verlegt.


Gleichzeitig hat Peking seine Militärübungen in vier Gebieten des

Südchinesischen Meeres, in den Gewässern der Provinzen Guangdong und

Hainan, sowie in den Gewässern der östlichen Provinz Fujian, die durch

die Meerenge von Taiwan getrennt ist, intensiviert.


Bis zum 4. August wird im nördlichen Teil des Bohai-Golfs scharf

geschossen, warnt Peking, und das Gebiet ist gesperrt. Und vom 4. bis 7.

August wird die chinesische Armee in sechs Seegebieten rund um Taiwan

Militärübungen abhalten. Anderen Quellen zufolge sollen sie bereits

heute beginnen.


Der Besuch eines so hochrangigen amerikanischen Politikers in Taiwan

wurde in China als Provokation und unverhohlener Versuch der

Destabilisierung der Region empfunden. Das chinesische Außenministerium

warf den USA vor, einer „räuberischen Logik“ zu folgen und mit

Separatisten zusammenzuarbeiten.


„Die USA tragen ganz sicher die Verantwortung für die Untergrabung der

Souveränität und der Sicherheitsinteressen Chinas und werden dafür

bezahlen. Wir verfolgen den Weg von Pelosi aufmerksam. Wenn die USA

beabsichtigen, ihren eigenen Weg zu gehen, wird China starke und

ernsthafte Maßnahmen ergreifen, um Chinas Souveränität und

Sicherheitsinteressen zu schützen“, sagte Hua Chunying, die Sprecherin

des chinesischen Außenministeriums.


Chinesische Medien veröffentlichten Karikaturen: Pelosi springt mit

einem Sprengstoffgürtel ab, Pelosi fliegt auf einem Besenstiel vor einer

chinesischen Rakete davon, Pelosi bereitet sich darauf vor, einen Berg

von Sprengstoff anzuzünden, auf dem sie selbst sitzt.


„Wir müssen eine ernste Warnung aussprechen. Wenn das nicht

funktioniert, können wir gewaltsam in Taiwan einmarschieren“, sagte Du

Yanming, ein 42-jähriger Mann aus Peking.


„Der Vorsitzende Mao sagte einmal, dass die politische Macht aus der

Mündung einer Waffe kommt. Ich bin in den 60er Jahren geboren und weiß,

dass die Strategie des Vorsitzenden Mao richtig ist. Wir dürfen den

amerikanischen Imperialismus nicht länger tolerieren“, erklärt Wang

Shaoyun, ein 60-jähriger Einwohner Pekings.


Der US-Imperialismus lässt die Märkte wieder einmal abstürzen. Der

taiwanesische Dollar und die Aktien taiwanesischer Unternehmen sind in

Erwartung der Ankunft von Pelosi im Wert gesunken. Die Aktien von

Halbleiterproduzenten fallen. Taiwan ist der wichtigste Hersteller von

Mikrochips. Als Reaktion auf den Besuch von Pelosi hat die chinesische

Zollverwaltung die Einfuhr von mehr als 100 Lebensmitteln aus Taiwan

ausgesetzt.


Taiwanesische Medien berichteten unterdessen, dass das offizielle Taipeh

versucht habe, die Einladung an Pelosi zurückzuziehen – das Risiko sei

zu groß. Aber sie bestand darauf, den „historischen Schritt“ zu

vollziehen. Pünktlich zu ihrer Ankunft wurde am Flughafen eine

Kundgebung in den Farben der ukrainischen Flagge organisiert. Die

Präsidentin des Repräsentantenhauses plant, bis zum Abend des 3. August

auf der Insel zu bleiben. Sie wird mit Präsidentin Tsai Ing-wen Tee

trinken und das Menschenrechtsmuseum besuchen.


Das sind wahrhaft historische Ereignisse, die die bis zum Äußersten

getriebene Eskalation rechtfertigen.


*/Das war der Bericht aus China, es folgt der Bericht aus den USA./*


Die Kameras der US-Fernsehsender „begleiteten“ die Boeing der US Air

Force, sobald sie am Nachthimmel von Taipeh auftauchte. Die Landung von

Pelosi in Taiwan wurde auf allen nationalen Sendern ausgestrahlt.


Pelosi sagte an der Gangway, dass ihr Besuch das amerikanische

Engagement zur Unterstützung der Demokratie in Taiwan bekräftigt. Die

Reaktion des Weißen Hauses knüpft bei dem Thema an.


„Es gibt keine Änderung unserer Ein-China-Politik. Es gibt keinen Grund

für die Chinesen, überzureagieren und diesen Besuch als Vorwand für

irgendetwas zu nutzen, was die Spannungen eskalieren lässt“, sagte John

Kirby, Koordinator für strategische Kommunikation im Nationalen

Sicherheitsrat des Weißen Hauses.


Biden hatte zuvor erklärt, die Vereinigten Staaten seien dem

Ein-China-Prinzip verpflichtet. Verbal unterstützt Washington die

Unabhängigkeit Taiwans nicht, aber allein in diesem Jahr hat die Insel

von den Amerikanern Waffen im Wert von mehreren hundert Millionen Dollar

erhalten. Peking protestiert, und der chinesische Botschafter in den

Vereinigten Staaten darf sogar auf CNN sprechen. Nur ausreden darf er

dort nicht, er wird ständig unterbrochen.


Nancy Pelosi wurde mehrere Tage gebeten, es sich anders zu überlegen.

Dass eine Reise nach Taiwan keine gute Idee ist, wurde der dritten

Person der USA von allen angedeutet: dem Weißen Haus, dem Pentagon und

dem Außenministerium.


„Die Sprecherin wird selbst entscheiden, ob sie Taiwan besuchen wird

oder nicht. Der Kongress ist ein unabhängiges, gleichberechtigtes Organ

der Regierung. Die Entscheidung liegt allein bei der Sprecherin. Frühere

Sprecher haben Taiwan besucht. Viele Mitglieder des Kongresses besuchen

Taiwan, so auch in diesem Jahr. Wenn die Sprecherin also beschließt,

Taiwan zu besuchen, und China versucht, eine Krise heraufzubeschwören

oder die Spannungen anderweitig zu verschärfen, dann hat Peking das

allein zu verantworten“, sagte US-Außenminister Anthony Blinken.


In Washington wusste man nicht – oder tat so, als wisse man es nicht -,

wohin das Flugzeug von Nancy Pelosi wann fliegen würde. Beamte des

Weißen Hauses wurden von Reportern gequält, aber niemand gab einen

brauchbaren Kommentar ab. Die New York Times nannte den Besuch

rücksichtslos. Taiwan wird dadurch nicht reicher, aber Peking bekommt

einen Vorwand, um die Territorialfrage gewaltsam zu lösen.


„Will Taiwan wirklich, dass dieser Besuch stattfindet?“, wurden Experten

im US-Fernsehen gefragt.


„Das ist eine schwierige Frage. Taiwan befindet sich in einer misslichen

Lage. Ja, natürlich finden sie es gut, dass die zweite Person nach dem

Präsidenten nach Taiwan reist und sich über die dortige Lage informieren

will. Aber taiwanesische Offizielle haben sich weder dafür noch dagegen

geäußert, in der Hoffnung, dass Peking die USA für Pelosis Besuch

verantwortlich macht und nicht versucht, das an Taiwan auszulassen.“


Der Besuch war bereits im Frühjahr geplant. Doch dann erkrankte Nancy

Pelosi an COVID-19 und die Reise musste verschoben werden. Jetzt

wünschen sogar ihre republikanischen Gegner der demokratischen

Politikerin einen guten Wind. Die Falken dominieren die US-Fernsehsendungen.


„Was würden Sie Sprecherin Pelosi jetzt vorschlagen?“


„Landung am Mittag und Parade in Taipeh. Und ich würde Präsident Xi

raten, nicht einmal daran zu denken, ihr zu schaden, nicht einmal daran

zu denken, ihr Flugzeug zu beschädigen“, sagt Keith Kellogg, ein

pensionierter Generalleutnant der US-Armee


Am Samstag begann die Asienreise von Nancy Pelosi. Ein Besuch in Taiwan

sollte der erste Programmpunkt der Reise sein. Der Besuch wurde um vier

Tage verschoben.


Politico schreibt, das Pentagon habe die militärische Bedrohung der

Sicherheit der Sprecherin durch China absichtlich heruntergespielt. Das

US-Militär wog mehrere Tage lang das Für und Wider ab und führte

Gespräche mit beiden Seiten. Journalisten spekulieren, dass das

US-Militär und die Führung der chinesischen Volksbefreiungsarmee in

Kontakt standen, um unerwünschte Zwischenfälle zu vermeiden.


US-Kongressabgeordnete besuchen Taiwan häufig, aber ein Politiker von

Pelosis Kaliber hat die Insel seit 25 Jahren nicht mehr besucht. Der

letzte Sprecher des Repräsentantenhauses, der dort vor 25 Jahren zu

Besuch war, war Newton Gingrich.


„Ich denke, Pelosi hat keine andere Wahl, die Dinge passieren jetzt, und

die chinesischen Kommunisten rotieren und drohen. Sie muss nach Taiwan

fliegen, denn ein Rückzieher würde jede aggressive Einschüchterung der

Diktatur begünstigen“, ist der ehemalige Sprecher des

Repräsentantenhauses Newt Gingrich überzeugt.


Die 7. US-Flotte mit dem Flugzeugträger Ronald Reagan, der 90 Flugzeuge

und Hubschrauber an Bord hat, wurde entsandt, um die Sicherheit der

Sprecherin in Taiwan zu gewährleisten. Hinzu kommen mehrere

Begleitschiffe – Kreuzer und Zerstörer.


„Es gibt ein altes Sprichwort, das sich jeder merken sollte: Ein Schiff,

das eine Festung bekämpft, ist dumm. Wir werden China vom Meer aus

bekämpfen müssen, und wir können nicht gewinnen. China kann alles

schlucken, was wir dort hineinwerfen, und die Chinesen werden fröhlich

darauf warten, dass wir Tausende von Kilometern zurücklegen, um sie zu

erreichen, und dann werden wir versenkt. Dies ist die sinnloseste und

unverantwortlichste US-Regierung in der Geschichte. Wir haben niemanden,

den man als Staatsmann bezeichnen könnte“, beklagte Colonel Douglas

McGregor, ehemaliger Berater eines Pentagon-Chefs.


Die chinesische Volksbefreiungsarmee hat den Beginn militärischer

Operationen rund um die Insel Taiwan angekündigt – mit scharfen Waffen.


/_Ende der Übersetzung


_/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

03.08.2022

Baerbocks Grundsatzrede – Die Größenwahnsinnige

nachdenkseiten.de, 03. August 2022 um 12:00 Ein Artikel von: Jens Berger

Während des Wahlkampfs wirkte Annalena Baerbock oft tollpatschig und intellektuell überfordert. So brannte sich das Bild einer nicht sonderlich talentierten, eher unfreiwillig komischen Politikerin ein. Man sollte jedoch nicht der Versuchung erliegen, die Außenministerin aufgrund ihrer naiv wirkenden Schlichtheit zu unterschätzen. Denn wenn man sie erst einmal von der Leine lässt, zeigt sich, wie gefährlich diese Frau ist – für das Land, für Europa und für den Weltfrieden. Das unterstrich sie einmal mehr in einer Grundsatzrede vor New Yorker Studenten, in der sie nicht weniger als den globalen Führungsanspruch Deutschlands an der Seite der USA proklamiert. Größenwahn gepaart mit kompletter Verblendung.


Die Berliner Republik hat wahrlich nicht viel Glück mit ihren Außenministern. Sei es der prinzipienlose Joschka Fischer, der bräsige Frank-Walter Steinmeier, der von einem schlichten Freiheitsbegriff beseelte Guido Westerwelle oder der stets erratische und komplett überforderte Heiko Maas. Doch all diese Politiker waren bei aller Kritik, die man ihnen zukommen lassen muss, doch stets vor allem eins – berechenbar. Und ja, so schwer es einem kritischen Beobachter fällt, dies zuzugeben – sie waren auch mal mehr, mal weniger diplomatisch, was ja auch eine Grundvoraussetzung für dieses Amt ist. Für Annalena Baerbock gilt dies nicht. Sie ist das, was man im Englischen eine “loose cannon on a rolling deck” nennt – eine Kanone, die sich auf dem Oberdeck gelöst hat und bei rauer See das gesamte Schiff in Gefahr bringen kann. Dass ihre Amtszeit ausgerechnet in eine historische Periode fällt, die wie kaum eine andere von außen- und sicherheitspolitisch rauer See geprägt ist, macht die Situation nicht besser.


Wessen Geistes Kind Annalena Baerbock ist, bewies sie gestern bei einer „transatlantischen Grundsatzrede“ vor Studenten in New York. In ihrer von dumpfen transatlantischen Floskeln nur so triefenden Rede bezeichnet Baerbock den Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine als „wahrlich transatlantisches Schlüsselmoment“. Deutschland, Europa und die USA stünden seitdem Seit’ an Seit’ zusammen und sie sei froh, mitzuerleben, wie sich die Gesellschaft dies- und jenseits des Atlantiks in den letzten Monaten verändert habe. In Deutschland nehme sie eine „echte und wiedererstarkte Anerkennung“ für die transatlantische Partnerschaft wahr. Kinder sagten ihren Eltern bereits zum Frühstück, dass sie die NATO mögen, und deren Großeltern, die noch in den 1980ern gegen die Hochrüstung auf die Straße gingen, demonstrierten jetzt zusammen mit ihren Kindern und Großkindern auf der Straße für die Freiheit der Ukraine und die Rüstung.


Das ist starker Tobak. Sicher wird es in der grünen Bubble derart indoktrinierte Kinder und Großeltern geben, die die Transformation vom friedvollen Grünfinken zum kriegsgeilen Falken abgeschlossen haben – repräsentativ ist dies jedoch Gott sei Dank nicht. Dies zeigt jedoch einmal mehr, wie verschroben die Wahrnehmung von Baerbock ist. Sie ist nicht die Außenministerin Deutschlands, sondern die Außenministerin ihrer eigenen Berliner Blase, die ihre exotischen Befindlichkeiten via Twitter und Leitartikeln in den einschlägigen Medien postuliert und jegliche Rückkoppelung zur normalen Bevölkerung vermissen lässt.


Problematischer als Baerbocks schiefe Wahrnehmung der öffentlichen Meinung ist jedoch das, was sie daraus macht. Da der Ukraine-Krieg in ihrer Wahrnehmung ein positives Schlüsselmoment der transatlantischen Beziehungen ist, fühlt sie sich berufen, im Sinne einer Schock-Strategie ein aus drei Säulen bestehendes „Baerbock’sches Manifest“ für die „neue Welt“ zu formulieren.


Die erste Säule sei die „Sicherheit“. Die NATO müsse weltweit die westlichen Werte verteidigen und dafür bräuchte es neben den USA ein zweites Fundament der NATO – dies soll laut Baerbock Europa sein; ein Europa, das von Deutschland geführt wird. Gerne hätte man an dieser Stelle einmal in Erfahrung gebracht, wie derlei Größenwahn bei unseren Nachbarn in Frankreich, Italien oder gar Großbritannien ankommt. Aber wie eingangs erwähnt – Diplomatie ist nun einmal nicht die Stärke unserer Außenministerin.


Für sie, die den Kalten Krieg nach eigenen Aussagen nicht mehr erlebt hat, sei eine solche „gemeinsame Führungspartnerschaft“ zwischen den USA und Deutschland kein „romantisches Projekt“, um die „guten alten transatlantischen Zeiten“ (sic!) wiederzubeleben, so Baerbock. „Freiheit, Demokratie und Menschenrechte“ würden heute – anders als damals – real von Russland angegriffen. Daher werde vor allem Deutschland einen neuen Weg gehen und Europa durch die Integration der Rüstungsindustrie zu einem starken „Produzenten von Sicherheit“ machen. Ferner wolle man die „Desinformation in den Sozialen Medien“ – hört, hört – und die Überprüfung der Lieferketten in dieses Sicherheitskonzept einbeziehen.


Dafür werde das Auswärtige Amt in Kürze Deutschlands allererste „nationale Sicherheitsstrategie“ vorstellen. Man darf gespannt sein. Und vor allem stellt sich hier die Frage, inwieweit diese Punkte mit den Koalitionspartnern abgeklärt sind. Wenn Baerbock beispielsweise in einem Handstreich das Prinzip „Wandel durch Handel“ in ihrer Rede zu einer gescheiterten Strategie erklärt, die man nicht mehr verfolge, wäre es doch mal interessant zu erfahren, was FDP und SPD, zwei Parteien, die dieses Prinzip mitgeprägt haben, dazu sagen.


Als zweite Säule für die künftige von den USA und Deutschland geführte gemeinsame Außenpolitik schwebt Baerbock das „gemeinsame Einstehen für die regelbasierte internationale Ordnung“ vor. Hier weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll. Gemeinsam mit einem Land, das internationale Verträge und Abkommen nach eigenem Gusto auslegt und sich noch nie ernsthaft um völkerrechtliche Fragen geschert hat, will Annalena „Ich komm’ vom Völkerrecht“ Baerbock nun die Welt anführen? Wenn Größenwahn sich mit Realitätsflucht trifft, kommt dabei in der Regel nie etwas Gutes heraus.


Doch Baerbock wäre nicht Baerbock, wenn sie diesen absurden Anspruch nicht gleich mit einem konkreten Ziel komplett ad absurdum führen würde. Denn die 40-jährige Potsdamerin will nicht nur zusammen mit den USA die Welt anführen, sie will auch die neue Supermacht China dazu zwingen, sich ihrer „Weltordnung“ zu unterwerfen. Dazu will sie im nächsten Jahr ihre eigene „China-Strategie“ vorstellen, die – so viel darf sie schon verraten – in den allermeisten Punkten deckungsgleich mit den strategischen Positionen der USA ist. In Peking wird man sicher bereits vor Angst schlottern. Nicht der greise Joe, sondern die nassforsche Annalena als Endgegner im „Kampf der Systeme“ – man müsste sich ja für diese Außenministerin fremdschämen und herzhaft lachen, wäre die Sache nicht so bitterernst.


Geradezu wahnhaft wirkt auch die dritte Säule von Baerbocks deutsch-amerikanischer Weltführerschaft – die gegenseitige Stärkung von Verteidigung der „Demokratie“. Sowohl in den USA als auch in Deutschland gäbe es Gefahren für die Demokratie. Und welche sind das? Zu den Gefahren für die amerikanische Demokratie fällt der deutschen Außenministerin nichts Besseres ein, als die Abtreibungsfrage. Das ist interessant. In den USA hat das höchste Gericht entschieden, dass die Frage der Rechtmäßigkeit eines Schwangerschaftsabbruchs nicht in den Geltungsbereich der nationalen Gesetzgebung, sondern in den Geltungsbereich der Gesetzgebung der Bundesstaaten fällt. Darüber können Amerikanisten gerne inhaltlich streiten – aber dies als die einzige Gefährdung der Demokratie in einem oligarchisch anmutenden Land zu bezeichnen, ist schon abenteuerlich. Das hat aber durchaus System, wenn man sieht, welche Gefahren für die Demokratie Baerbock in Europa verortet – nämlich die LGBTQ-Rechte und die Unabhängigkeit von Journalisten; beides ist wohl auf Ungarn und Polen gemünzt. In Deutschland ist in Sachen Demokratie demnach alles Friede, Freude, Eierkuchen. Klar, ein Land, in dem diese Frau einen der höchsten politischen Posten bekommt, kann ja nur ein demokratisches Wunderland sein.

Stellt sich nur die Frage, wie Baerbock sich hier ein deutsch-amerikanisches Verteidigen dieser traumhaft demokratischen Zustände konkret vorstellt. Will sie ihre Twitter-Blase von der Leine lassen, wenn irgendwo in den Südstaaten ein Gouverneur die Rechte von Transmenschen infrage stellt? Soll die NSA ihr beim Kampf gegen vermeintlich „systemoppositionelle“ Internetmedien in Deutschland helfen? Man weiß so wenig.


Ja, es ist einfach, sich über Baerbock lustig zu machen. Ihre Rede wirkt nicht nur stellenweise so, als stamme sie nicht aus der Feder der obersten Diplomatin des Landes, sondern entspränge einem nicht sonderlich talentierten Schüleraufsatz. Doch das Lachen gefriert einem im Gesicht, wenn man sich vor Augen hält, dass Annalena Baerbock keine verpeilte Kolumnistin bei der taz ist, sondern reale Macht innehat.


Größenwahn gepaart mit kompletter Verblendung. Das ist es dann auch, was Deutschland zweimal in die düstersten Perioden seiner Geschichte getrieben hat. Die Geschichte wiederholt sich immer zweimal – das erste Mal als Tragödie, das zweite Mal als Farce. Wir werden keinen zweiten größenwahnsinnigen Kaiser mit Zwirbelbart und Zwiebelhaube und auch keinen zweiten größenwahnsinnigen österreichischen Gefreiten mit Chaplin-Bärtchen und Schulbubenuniform erleben, der Deutschland und die Welt abermals in den Abgrund führt. Man kann aber nur noch hoffen, dass die verbleibenden drei Jahre mit grüner Regierungsbeteiligung so schnell wie möglich vorbeigehen, ohne dass die auf dem Oberdeck rollende Kanone Annalena Baerbock unser Land mit ihrem Größenwahn ernsthaft in eine Katastrophe führt.


Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=86554


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

03.08.2022

Der Widerstand wächst

ruedigerraulsblog, vom 01/08/2022

Der Widerstand gegen die Politik der Bundesregierung in Bezug auf die Preissteigerungen für Lebensmittel und Energie nimmt zu. Bürgermeister der Insel Rügen haben bereits von Wirtschaftsminister Habeck die Inbetriebnahme von Nordstream 2 gefordert. Die Handwerkersvertreter von Leipzig, Dessau und dem Bodekreis fordern die Rücknahme der Sanktionen. Im folgenden der Brief der Initiative „Nicht weiter so!“, die sich für die Organisierung des Protests einsetzt.


Brief der Initiative „Nicht weiter so!“ ( https://wordpress.com/home/vorortbasisgruppendernachdenkseiten.wordpress.com) an die Bundesregierung


Sehr geehrte Damen und Herren der Bundesregierung,


im Mai 2022 haben wir die Initiative „nicht weiter so“ gegründet und mehrere Treffen
veranstaltet. Die Teilnehmer waren sich einig: es muss etwas geschehen. Täglich überkommt
einen die Sorge, die Politiker der Regierungsparteien nehmen ihren Verlust an Vertrauen und
Ansehen bei den Bürgerinnen und Bürgern nicht mehr wahr. Von Ihnen erwarten wir doch neue Weichenstellungen, Einsichten in politische Zusammenhänge zu vermitteln, Vorbilder
demokratischen Verhaltens zu sein, bürgerschaftliches Engagement, denn nur dann schafft man
neue Hoffnung. Unentbehrlich vor allem „heute“, wo es darum geht, die Entfremdung zwischen
Bürger und Politik zu minimieren und Hilfsbereitschaft, Toleranz und Fairness zu maximieren.
Die Bindungslosigkeit zu den Menschen, selbst den eigenen Mitgliedern in den Parteien, wirkt
überheblich und abgehoben. Sie treiben sehr viele Menschen mit ihrer Fehlentscheidung der „Agenda 2010“ in die Versklavung von Leiharbeit, 1 Euro-Jobs, 450 Euro-Jobs, betreiben die Zerstörung der gesetzlichen Rente, die Aushöhlung der Vollzeitarbeitsplätze in Teilzeitjobs.
Über Nacht wurden Bürgerinnen und Bürger mit einer neuen Situation konfrontiert und
überfordert.


Dann wurde die Pandemie durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgerufen.
Dann Lockdown an Lockdown, Isolierung, Ausgangssperre, Abriegelung, Vereinsamung.
Übrigens sind dies Maßnahmen totalitärer Staaten. Die Folgen der Maßnahmen im
Gesundheitswesen durch die Politik waren unübersehbar. Wir erlebten, daß es z.B. an
bestimmten Arzneimitteln fehlte, die zu einem großen Teil in China und Indien für den
Weltmarkt produziert werden. Engpässe in Arztpraxen, Mangel an Pflegepersonal und die
Schließung von Krankenhäusern wurden unserer Gesellschaft zum Verhängnis.


Es fehlte in Deutschland massiv an Schutzkleidung und Masken. Das war vor allem zu Beginn der
Ansteckungswelle ein riesengroßes Problem. Kaum vernehmbar sind Überlegungen, wie mit langfristigen Folgen umgegangen wird, zum Schutz des Lebens der Bürgerinnen und Bürger.
Frage nach der Problemlösungskompetenz von liberalen Demokratien, den
Handlungsmöglichkeiten der EU und der Gestaltung von Globalisierungsprozessen, fehl am
Platz. Zweieinhalb Jahre plagte uns die Pandemie. Die Maßnahmen der Regierung schränkte
unser Leben massiv ein. Das Leben kam zum Erliegen.


Langsam erholen wir uns wieder und wissen noch nicht welche Langzeitschäden diese Pandemie uns hinterlässt. Wir hoffen, dass unsere Politikerinnen und Politiker diesmal besser vorbereitet sind und sich nicht wieder Lockdown an Lockdown reiht. Diese, so stille Zeit hat das geschaffen, was wir jetzt erleben. Eine wehrhafte Demokratie findet nicht statt. Kaum haben wir uns erholt, finden wir uns in einem Krieg wieder.


Wie leichtfertig Sie die Langzeitherausforderung Klimawandel beiseiteschieben, ist unerträglich
und hat mit dem Krieg nichts zu tun. Ebenso unerträglich ist das Verhalten unserer Regierung
und des Parlaments, was die Kriegshysterie angeht. Hier stellt sich uns die Frage: „Sind die
Interessen der Politiker auch die Interessen des Volkes?“


Wir, die Initiative „nicht weiter so“, sind weder Corona-Versteher noch Putin- Versteher. Nach
unserem Sprachverständnis ist ein Versteher jemand der sich bemüht, etwas zu begreifen.
Warum Er oder Sie so gehandelt hat wie Er oder Sie gehandelt hat, das ist etwas anderes als
billigen oder rechtfertigen. Wie wollen sich Regierung und Parlament rechtfertigen für die
überhöhten Lebensmittelpreise, Benzin-Preise, oder Gas-Preise? Das alles hat doch mit dem
Ukraine-Krieg nichts, aber auch gar nichts zu tun. Sehr wohl aber mit einer verfehlten Politik und
das seit Jahren.


Sie beschließen eine Sanktion nach der anderen. Sie fragen nicht nach den Opfern, nach den
Leidtragenden unserer verarmten Gesellschaft. Sie stellen sich nicht die Frage: „Wem haben wir
die unblutige Wiedervereinigung zu verdanken?“ Etwa den USA, den Franzosen, den
Engländern? Die waren doch alle dagegen.


Wir stellen uns die Frage: „Warum sind unsere Befreier noch immer in Deutschland. Russland
hat seine Truppen nach der Vereinigung abgezogen!“ Kein anderes Land hat so viele
Raketenabschussrampen wie Deutschland. Wo bleibt unser Friedensvertrag mit den genannten
Ländern? Haben Sie vergessen, dass in Russland allein im zweiten Weltkrieg 28 Millionen
Menschen durch deutsche Truppen ihr Leben verloren haben?


Bundespräsident Steinmeiers „geschichtsvergessene“ Selbstkritik: „Wir sind gescheitert mit der
Errichtung eines gemeinsamen europäischen Hauses, in das Russland einbezogen wird. Wir sind
gescheitert mit dem Ansatz, Russland in eine gemeinsame Sicherheitsarchitektur einzubinden“.
Eine totale Verkehrung der tatsächlichen Entwicklung und der Selbstvergessenheit.


War es nicht Gorbatschow, der 1989 den Vorschlag des „europäischen Hauses“ machte? War es
nicht Jelzin, der in die Nato eintreten wollte? War es nicht Putin, der anbot, die nach dem Ende
der Sowjetunion aufgelöste Sicherheitsordnung des Kalten Krieges durch ein Sicherheitsabkommen für ganz Eurasien zu erneuern? War es nicht Putin mit seinem Vorschlag einer „Sicherheitsarchitektur von Wladiwostok bis Lissabon“, die er an die Nato, den „Westen“ herantrug?

War es nicht Russland, das diese Vorschläge vor der jetzigen Eskalation noch einmal,
zuletzt ultimativ, vortrug? Und sind nicht all diese Bemühungen, die von russischer Seite kamen,
schlicht gekontert worden, durch die Nato-Erweiterungen bis an die Grenzen Russlands?
Die Frage stellt sich uns nicht, wer das Minsker Abkommen beerdigte. Kiew hat dessen
Umsetzung verweigert. Der Westen hat die Ukraine dabei unterstützt, vor allem Deutschland
und Frankreich, die als Mitglieder des Normandie-Formates die Aufgaben hatten, Kiew zur
Umsetzung des Abkommens zu drängen. Stattdessen wurde die Umsetzung ebenfalls
verweigert.


Unsere Frage: „Warum ist die Bundesregierung plötzlich der Meinung, dass ein direkter Dialog
zwischen Kiew und den Donbass-Rebellen nicht mehr nötig sei, obwohl es mit Russland
abgesprochen war? Seit 2014 tobt dort ein Bürgerkrieg.
Was uns stört: Sie haben alle völkerrechtlichen Bedenken fallen gelassen.
Was uns bewegt: die Zerstörung ihrer „Erinnerungsfähigkeit“, ihr „chronischer“
Gedächtnisverlust, vor allem aber die Entsinnlichung der Wirklichkeit.
Sie haben den Irakkrieg vergessen, Iran, Afghanistan, den Kosovo, die Zerlegung Jugoslawiens,
den Libanon, Libyen usw. Überall sahen Sie, die Nato und die USA, nur noch Feinde der
Demokratie.


Sie haben auch übersehen, dass man Demokratie nicht herbeibomben kann. Des Weiteren
haben sie übersehen, wie viel Leid „Sie“ in diese zerbombten Länder getragen haben und wie
viele Opfer dieser Politik im Mittelmeer ertrunken sind.
Wo sahen und sehen Sie die Gefahr aus Russland?
Sie schreiben Geschichte in Ihrem Sinne und erwarten, dass diese Verbrechen aus dem
kollektiven Bewusstsein nicht nur verdrängt, sondern gelöscht werden. Unübersehbar, ihr
Verdrängen der wirtschaftlichen Interessen, ihrer transatlantischen Abhängigkeit, das Nicht-verstehen-wollen, dass Russland nicht schon wieder ein westliches Militärbündnis vor der
Haustür haben will, nach dem Trauma von 28 Millionen toten Russen während des zweiten
Weltkrieges.


Es ist an der Zeit, die etablierte Sicht auf den Krieg in der Ukraine zu hinterfragen.
Glaubt Wirtschaftsminister Habeck mit der Verdrehung von Tatsachen, was die angeblich
reduzierten Gasmengen durch Russland betrifft, wirklich, dass wir geistig umnachtet sind? Seit
Wochen verdreht dieser Minister mit seinen öffentlichen Erklärungen Ursachen und Wirkung. Es
sind seine und Ihre „politischen Vorgaben“, in diesem Fall die kanadischen Verzögerungen bei
den Reparaturen an einem Gasvierdichteraggregat, und die Sanktionen gegen Russland. Also
nicht Putin. So ganz nebenbei, es ist russisches Eigentum. Sollte das andere Aggregat durch ihre
Verzögerung auch noch ausfallen, stürzen Sie die deutsche Wirtschaft in ein Chaos, dass nicht
mehr zu reparieren ist. Die Glas- und Porzellanindustrie würde total ausfallen. Natürlich wäre es
in ihren Augen auch wieder Putin, der das Chaos verursacht hat. Wir stellen uns die Frage, wie
lange wollen Sie ihren bösen Feind Russland noch bestrafen? Bis er den Öl- und Gashahn ganz
zudreht hat?


Wir erwarten, dass sie sich diesen Fragen stellen und uns erklären, wie wir weiterleben sollen,
unter dem Zwang der Spekulanten und Ölkonzernen, die die Preise nach Belieben erhöhen.
Erklären Sie uns nie wieder das es Putin ist, der an der Preisschraube dreht.
Wollen Sie mit ihrer derzeitigen Politik Putin beeindrucken, mit knapper werdenden
Nahrungsmitteln wegen des Krieges? Russland würde liefern, wenn Sie es ließen. Weizen ist
zwar nicht sanktioniert, aber die Reeder sind von Sanktionen bedroht.
Alle wissen, dass Kriege irgendwann beendet sind. Verhandlungen auf Augenhöhe würden den
Krieg noch schneller beenden. Ihre Freunde, in der Ukraine müssten nur Odessa von Minen
räumen, damit die Verknappung und das Treiben der Preise beendet wird.
Wir fordern: hören Sie endlich auf, Sie können niemand erklären, dass „der Russe“ allein Schuld
ist an ihrer Misere, Politik so zu gestalten, wie Sie es zurzeit tun. Diese Preistreiberei ist nicht
dem Krieg geschuldet, sondern ihrer Hörigkeit, warum auch immer, dem transatlantischen
System gegenüber.
Wir fordern Sie auf, den Wahnsinn, 100 Milliarden für ihr Rüstungspaket auszugeben, zu
beenden. Sie haben nicht das Geld dafür. Sollten Sie die Schuldenbremse wieder in Gang setzen,
wie in den letzten sieben Jahren, müssen Sie mit der Gegenwehr unserer Gesellschaft rechnen.
240 ramponierte Brücken, marode Schulen und Kindergärten, Schwimmbäder sind das Ergebnis
ihrer „Schuldenbremsepolitik.“
Wir fordern die Rückkehr zum Grundgesetz und Aufhebung der Pandemieauflagen.
Wir fordern eine friedliche, humane, soziale und ökologische Gesellschaftsordnung.
Wir fordern das Parlament auf, seine Sprache zu ändern. Die „Zeitenwende“ von der Kanzler
Olaf Scholz spricht, wischt mit einem Handstreich überlebenswichtige Anliegen unserer
Gesellschaft, wie Friedensökologie und sozialen Bewegungen insgesamt vom Tisch.
Wenn das die Zeitenwende ihrer Politik ist, die Menschen in Deutschland zu verarmen, wegen
ihrer Kriegstreiberei, dann muss unsere Gesellschaft Gegenkräfte mobilisieren, um das
Gleichgewicht wieder herzustellen. Vielleicht meinen Sie ja die Zeitenwende, in der wir seit den
90ziger Jahren leben.
Aus welcher Schublade Sie den Begriff „Zeitenwende“ auch geholt haben, er dient dem
Missbrauch unserer Sprache. Genau diese Kräfte und Mächte, die uns atemberaubende
Perspektiven und im Überfluss Probleme bereiten, „verraten“ uns „Ihre“ weltanschauliche
Konzeption und drängen uns Illegitim Ihre Willensbildung auf.
Sie beherrschen das öffentliche Leben. Der Einzelne als Einzelner kann weder zu Wort, noch zu
Gehör kommen, geschweige denn zu effektiver Wahrnehmung seiner politischen Rechte als
Bürger im demokratischen Staat.
Wir fordern, geben Sie uns Bürgern unsere Freiheit zurück, damit wir selbst entscheiden
können, was die Wahrheit ist.
Wir wollen unsere Unabhängigkeit, unsere Selbstbestimmung und unsere Entscheidungs- und
Handlungsfreiheit zurück. Wir wollen als Bürger dieses Landes selbst über Wohl und Wehe die
Initiative ergreifen.
Es muss wieder die Aufgabe unserer Gesellschaft sein, vorauszusehen und vorauszubauen, eine
neue Wirtschafts- und Sozialgesinnung vorzutragen und unters Volk zu bringen.
Und wir müssen auch die Mängel unserer demokratischen Verfassung aufzeigen, dass das, was
man hier unter dem Titel Demokratie serviert, vielleicht Demokratie ist, aber mit dem Gedanken
des Rechtsstaates, mit dem Gedanken eines geordneten Gemeinwesens, mit wirklichem
Wohlstand, mit Frieden, mit Sicherheit nichts zu tun hat.
Wir würden uns freuen, von Ihnen zu hören und sind gespannt, wie Sie unsere Fragen
beantworten.

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Viele Grüße


Initiative „nicht weiter so“
Die Sprecher
Leonhard Fehn, Gerd Hamm, Walter Wich-Herrlein, Georg Zinner, Hans Matriciani,

Wer weitere Informationen hat über Proteste und Widerstand, die Initiative unterstützen oder nur weitere Informationen haben will, wende sich bitte an „Nicht weiter so!“


Info: https://ruedigerraulsblog.wordpress.com/2022/08/01/der-widerstand-wachst


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

03.08.2022

Nancy braves the Chinese dragon and wins?

thesaker.is, August 02, 2022 180 Comments

So, it appears that Pelosi landed in Taiwan. This is a HUGE victory for the invincible USA and China with all its hollow threats has now lost face.  That is how those evil commies are – they only understand the language of force, and when faced with the united forces of democracy they cave.


Right?

Right?!

Well……

Yes, if your expertise in international relation, military matters and China (or Russia) come from reading Tom Clancy’s books, then yes.


But there is another way to look at this:

First, in objective terms, this visit is a pure provocation with no practical effects whatsoever.  Pelosi is as much a old teleprompter reading hag as President Brandon.  Whatever real dealings the USA and Taiwan had to discuss, they would have done that either remotely or by arranging a meeting between people capable of thinking.


Second, just like Russia many times in the past, the Chinese drew a red line and then let the US cross it.  Being the narcissistic civilization that it is, the West only saw this as a sign of “weakness”, “indecisiveness” or even “naivete”.  What these folks fail to even think about is this: how do you feel most Chinese will react both to the visit and to the lack of Chinese reaction (so far!)?  They will get mad and express their frustrations.  Now look at it from the Chinese government’s point of view, rather then spending billions on anti-US propaganda they, instead, let the US humiliate China and thereby solidifying the Chinese population for the day when the real confrontation will take place.

[Sidebar: there is a direct connection between years of Kremlin’s rather weak and mostly verbal protests and the “sudden” appearance of the Russian ultimatum to the West followed by the SMO: the Kremlin literally “cooked” its own public opinion to the point were IT *demanded* strong action.  Far from alienating or frightening most Russians, the SMO came as a huge relief to them: “we are FINALLY putting the foot down and taking real action”.  That would not have been possible before 2018.  Those in the West who saw Putin’s “indecisiveness” simply don’t understand the Russian mindset anymore than they understand the Chinese one.  Simply put: you cannot prepare for war without preparing your own population for it! That is what Tom Clancy does to the brains of those reading him]

Third, let me ask you a simple question: who decided on the timing of Pelosi’s visit to Taiwan?  The answer is obvious, it was the leaders of the USA.  And you can bet that they had everything carefully lined up to make that visit happen in the best of possible circumstances.  Now, a BASIC principle of warfare is that you do NOT let your enemy chose the time and place of the battle. Yes, yes, yes, in the western culture any “affront” (real or perceived) demands an immediate reaction.  But the Chinese have been at this for many millennia, not just 200 years, and they know better and you can be sure that THEY, not the USA, will chose the time, place and mode of retaliation.


In sum, the woke-soaking narcissists who run the USA can celebrate how they chose “them Chinese commies” who is boss.  Just like they did with Russia between 1991 and 2021.  And then, when the Russians decided to act, Uncle Shmuel was caught totally off-guard and clueless as to who to deal with this sudden and direct threat.

Last but not least.  That kind of imperial arrogance is something which not only impact (the already pretty angry Chinese population), it also infuriates all of Zone B, thereby creating the conditions for more defeats for the USA in Asia, Africa, the Indian Subcontinent, Central Asia and Latin America.


Most US Americans have absolutely no idea how offensive their condescending arrogance, constant flag waving, talks about their messianic mission for mankind and general narcissism is offensive to the rest of the planet.  But when you look objectively at the endless list of US failures pretty much anywhere on the planet, you can tell that there is something deep going on here.  For some reason, the “Yankees go home” thing seems to be very contagious.


I think that Nancy Pelosi deserves our profound gratitude.  She should get at least two medals:

  • One from the CP of China in gratitude for her endless efforts to rally the people of China around their government and
  • One from Russia, for her endless efforts into solidifying the Russian-Chinese alliance.

Truth be told, between Bliken and Pelosi the national security interests of China and Russia are in good hands :-)

Andrei


Info: http://thesaker.is/nancy-braves-the-chinese-dragon-and-wins



Weiteres:




aus e-mail von Doris Pumphrey, 3. August 2022, 2:40 Uhr


http://thesaker.is/nancy-braves-the-chinese-dragon-and-wins/

2.8.2022

*Nancy trotzt dem chinesischen Drachen und gewinnt?


*Pelosi ist offenbar in Taiwan gelandet. Das ist ein großer Sieg für die

unbesiegbaren USA, und China mit all seinen hohlen Drohungen hat nun

sein Gesicht verloren.  So sind diese bösen Kommunisten – sie verstehen

nur die Sprache der Gewalt und wenn sie mit den vereinten Kräften der

Demokratie konfrontiert werden, geben sie klein bei.


Richtig? – Richtig?! – Nun......


Ja, wenn Ihr Fachwissen über internationale Beziehungen, militärische

Angelegenheiten und China (oder Russland) aus der Lektüre von Tom

Clancys Büchern stammt, dann ja.


Aber man kann die Sache auch von einer anderen Seite aus betrachten:


Erstens ist dieser Besuch objektiv betrachtet eine reine Provokation

ohne irgendwelche praktische Auswirkungen. Pelosi ist ein ebenso alter,

Teleprompter lesender Trottel wie Präsident Biden. Was auch immer die

USA und Taiwan an realen Geschäften zu besprechen hatten, sie hätten

dies entweder aus der Ferne oder durch ein Treffen zwischen denkfähigen

Menschen tun können.


Zweitens haben die Chinesen, wie Russland schon oft in der

Vergangenheit, eine rote Linie gezogen und dann zugelassen, dass die USA

sie überschreiten. Als die narzisstische Zivilisation, die sie ist, hat

der Westen dies nur als ein Zeichen von "Schwäche", "Unentschlossenheit"

oder sogar "Naivität" gesehen.  Was diese Leute nicht einmal bedenken,

ist Folgendes: Was glauben Sie, wie die meisten Chinesen sowohl auf den

Besuch als auch auf die (bisher!) ausbleibende chinesische Reaktion

reagieren werden?  Sie werden wütend werden und ihre Frustration zum

Ausdruck bringen.  Betrachten Sie es aus der Sicht der chinesischen

Regierung: Anstatt Milliarden für Anti-US-Propaganda auszugeben, lassen

sie stattdessen zu, dass die USA China demütigen, und bestärken so die

chinesische Bevölkerung für den Tag, an dem die wirkliche Konfrontation

stattfinden wird.


Drittens möchte ich Ihnen eine einfache Frage stellen: Wer hat den

Zeitpunkt des Besuchs von Pelosi in Taiwan festgelegt?  Die Antwort

liegt auf der Hand, es war die Führung der USA.  Und Sie können darauf

wetten, dass sie alles sorgfältig vorbereitet hatten, damit dieser

Besuch unter den bestmöglichen Umständen stattfinden konnte.  Ein

Grundprinzip der Kriegsführung ist jedoch, dass man den Zeitpunkt und

den Ort der Schlacht NICHT dem Feind überlässt. Ja, ja, ja, in der

westlichen Kultur verlangt jeder (echte oder vermeintliche) "Affront"

eine sofortige Reaktion.  Aber die Chinesen beherrschen das schon seit

vielen Jahrtausenden, nicht erst seit 200 Jahren, und sie wissen es

besser, und Sie können sicher sein, dass sie nicht die USA, Zeit, Ort

und Art der Vergeltung bestimmen werden.


Kurzum, die von Wokeness triefenden Narzissten, die die USA regieren,

können jubeln, dass sie "diesen chinesischen Kommies" gezeigt haben, wer

der Boss ist.  Genau wie sie es mit Russland zwischen 1991 und 2021

getan haben.  Und dann, als die Russen beschlossen zu handeln, wurde

Onkel Sam völlig unvorbereitet erwischt und war ratlos, wie er mit

dieser plötzlichen und direkten Bedrohung umgehen sollte.


Und nicht zuletzt.  Diese Art von imperialer Arroganz wirkt sich nicht

nur auf die (ohnehin schon ziemlich wütende) chinesische Bevölkerung

aus, sondern macht auch die gesamte Zone B wütend und schafft damit die

Voraussetzungen für weitere Niederlagen der USA in Asien, Afrika, dem

indischen Subkontinent, Zentralasien und Lateinamerika.


Die meisten US-Amerikaner haben absolut keine Ahnung, wie abstoßend ihre

herablassende Arroganz, ihr ständiges Fahnenschwenken, ihr Gerede über

ihre messianische Mission für die Menschheit und ihr genereller

Narzissmus für den Rest des Planeten sind.  Aber wenn man sich objektiv

die endlose Liste der Misserfolge der USA überall auf der Welt anschaut,

dann kann man erkennen, dass hier etwas Tiefgreifendes vor sich geht. 

Aus irgendeinem Grund scheint die "Yankees go home"-Sache sehr

ansteckend zu sein.


Ich denke, dass Nancy Pelosi unsere tiefe Dankbarkeit verdient hat. Sie

sollte mindestens zwei Medaillen erhalten:


Eine von der KP Chinas als Dank für ihre unermüdlichen Bemühungen, das

chinesische Volk um seine Regierung zu scharen, und eine von Russland

für ihre unermüdlichen Bemühungen um die Festigung des

russisch-chinesischen Bündnisses.


Um die Wahrheit zu sagen, bei Blinken und Pelosi sind die nationalen

Sicherheitsinteressen Chinas und Russlands in guten Händen.


unser Kommentar:  Unsere etablierten politischen Parteien mit eingeschlossen!

03.08.2022

Wladimir Putin: "Einen Atomkrieg darf es nicht geben"

pressefreiheit.rtde.tech,1 Aug. 2022 19:42 Uhr

Zu Beginn der Zehnten Überprüfungskonferenz der Teilnehmerstaaten des Atomwaffensperrvertrages hat der russische Präsident Wladimir Putin in einer Grußbotschaft die Bedeutung dieses Vertragswerks bekräftigt. Ein Atomkrieg dürfe niemals geführt werden, unterstrich das Staatsoberhaupt.


Wladimir Putin: "Einen Atomkrieg darf es nicht geben"


In einem Atomkrieg gibt es keine Sieger. Darum darf eine solche Konfrontation niemals ausgelöst werden. Dies ist die Grundthese eines Grußwortes, das der russische Präsident Wladimir Putin - am Gedenktag des Abwurfs der ersten Atombombe durch die USA auf das japanische Hiroshima - an die Teilnehmer der Zehnten Überprüfungskonferenz zum Vertrag über die Nichtverbreitung von Atomwaffen richtete. 

"Wir gehen davon aus, dass es in einem Atomkrieg keine Sieger geben kann und dass er niemals geführt werden darf, und (darum) setzen wir uns für gleiche und unteilbare Sicherheit für alle Mitglieder der Weltgemeinschaft ein",

betonte der russische Staatschef in dem Grußwort.


Wladimir Putin wies weiter darauf hin, dass der Vertrag über die Nichtverbreitung von Atomwaffen (Atomwaffensperrvertrag) in dem halben Jahrhundert seines Bestehens zu einem Schlüsselelement des internationalen Sicherheitssystems und der strategischen Stabilität geworden ist. Die darin vorgesehenen Verpflichtungen in den Bereichen Nichtverbreitung, Abrüstung und friedliche Nutzung der Atomenergie entsprächen in vollem Umfang den Interessen sowohl der Kernwaffen- als auch der Nichtkernwaffenstaaten, betonte der russische Präsident.


Chamenei-Berater: Iran hat bereits technische Möglichkeiten zum Bau einer Atombombe





Chamenei-Berater: Iran hat bereits technische Möglichkeiten zum Bau einer Atombombe






In der Grußbotschaft äußerte der russische Staatschef die Hoffnung, dass die Konferenz die Bereitschaft aller Teilnehmerstaaten des Atomwaffensperrvertrages bestätigen werde, ihre Verpflichtungen strikt einzuhalten und "einen spürbaren Beitrag zur Stärkung des Systems der Nichtverbreitung von Kernwaffen und zur Gewährleistung von Frieden, Sicherheit und Stabilität in der Welt zu leisten".


Die Konferenz zur Überprüfung des Vertrags über die Nichtverbreitung von Kernwaffen findet alle fünf Jahre statt. Das zehnte Treffen sollte bereits im Mai 2020 in New York stattfinden, wurde aber aufgrund der Coronavirus-Pandemie auf den 1. bis 26. August dieses Jahres verschoben.

Der Atomwaffensperrvertrag wurde 1968 unterzeichnet und legitimierte die Atomwaffenarsenale Großbritanniens, Chinas, Russlands, Frankreichs und der USA. Anderen Staaten wird mit der Unterzeichnung des Dokuments das Recht abgesprochen, Massenvernichtungswaffen zu bauen oder zu erwerben. Mehr als 190 Länder sind inzwischen Vertragsparteien. Israel, Indien und Pakistan blieben außerhalb des Abkommens. Im Januar 2003 trat Nordkorea aus dem Vertrag aus.


Mehr zum Thema - Kiew mit Atomwaffen auszustatten, wäre eine Katastrophe für die ganze Welt


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweiae auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://pressefreiheit.rtde.tech/international/144976-wladimir-putin-atomkrieg-darf-es-nicht-geben


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

02.08.2022

In Kürze (1.August)

aus e-mail von Doris Pumphrey, vom 1. August 2022, 21:11 Uhr

 
https://pressefreiheit.rtde.tech/international/131481-liveticker-zum-ukraine-krieg-nato/

<https://pressefreiheit.rtde.tech/international/131481-liveticker-zum-ukraine-krieg-nato/>1.August 

2022


20:48 Uhr

*Trump: Selenskij hätte auf die NATO-Mitgliedschaft verzichten und die

Krim als russisch anerkennen sollen*

Wie /TASS/ berichtet

<https://tass.ru/mezhdunarodnaya-panorama/15365033>, hätte die Ukraine

nach Ansicht des früheren US-Präsidenten Donald Trump ihre Pläne für

einen NATO-Beitritt aufgeben und die Krim als russisch anerkennen

sollen, um den Konflikt mit Russland zu vermeiden.

Dies sagte Trump im Podcast /The Clay Trevis and Buck Sexton Show/.

/"Zumindest hätten sie eine Vereinbarung treffen müssen. Sie hätten die

Krim aufgeben können. Sie hätten etwas mit der NATO machen können, sagen

können, OK, wir werden der NATO nicht beitreten, und dann hätten sie das

Land gehabt, denn ich glaube, Putin wollte eine Einigung erzielen. Und

jetzt denke ich, dass er das nicht will, jetzt ist es viel schwieriger",

/so Trump.



18:40 Uhr

*Biden bietet Russland Gespräche über neues Abrüstungsabkommen an*

Der US-amerikanische Präsident Joe Biden hat erklärt, dass sein Land

bereit sei, ein neues Abrüstungsabkommen auszuhandeln, das den im Jahr

2026 ablaufenden New START

<-Vertrag" rel="noopener">https://de.wikipedia.org/wiki/Strategic_Arms_Reduction_Treaty#New_START>-Vertrag 

ersetzen soll. In einer Rede anlässlich der Eröffnung der Konferenz der

Teilnehmerländer des Atomwaffensperrvertrags sagte er:

/"Heute ist meine Administration bereit, zügig einen neuen Rahmenvertrag

zur Waffenkontrolle auszuhandeln, um den New START-Vertrag zu ersetzen,

der 2026 abläuft. Allerdings erfordern solche Verhandlungen einen

willigen Partner, der in guter Absicht handelt."/

Der US-Präsident beschuldigte Russland, den Frieden in Europa zerstört

zu haben und forderte es gleichzeitig auf, Bereitschaft zur

Zusammenarbeit in Bezug auf Kernwaffenkontrolle zu demonstrieren.

Außerdem rief er China zur Teilnahme an Abrüstungsverhandlungen auf.

Zuvor hatte Moskau die USA mehrmals dazu aufgerufen, den New

START-Vertrag bedingungslos um weitere fünf Jahre zu verlängern, während

Washington indessen neue Bedingungen, darunter eine Teilnahme Chinas an

den Verhandlungen, auferlegte.



17:40 Uhr

*Andrei Melnyk hat seinen Nachfolger gefunden:

Ukrainischer Botschafter in London fordert von Russland die Rückgabe

eines Teils des Vermögens der UdSSR*

Wie /RIA Nowosti/ berichtet

<https://ria.ru/20220801/sssr-1806374585.html>, erhebt Kiew Anspruch auf

einen Teil des ausländischen Eigentums, das nach der Übernahme der

Schulden der Sowjetunion an Russland übertragen wurde, so der

ukrainische Botschafter im Vereinigten Königreich, Wadim Pristajko, in

einem Interview mit dem ukrainischen Portal /Suspіlne Nowyny/

<https://www.youtube.com/watch?v=EECts_C46mo>.

/"Wir fordern nun, dass Russland mindestens ein Drittel des im Ausland

befindlichen Materials zurückgibt. Insbesondere die Räumlichkeiten, die

sich im Vereinigten Königreich befinden und unserer Meinung nach

unrechtmäßig für die Russische Föderation registriert wurden", /so der

Diplomat. Gleichzeitig räumte er ein, dass das sowjetische Eigentum erst

an Russland ging, nachdem es sich verpflichtet hatte, die Schulden der

UdSSR zu begleichen. "Die Ukraine hat dem zugestimmt, aber die Dokumente

nicht ratifiziert", rechtfertigte der Botschafter den Anspruch Kiews auf

das ehemalige sowjetische Eigentum.

Der Vorsitzende der russischen Staatsduma, Wjatscheslaw Wolodin,

reagierte auf die Erklärung Pristajkos. Seiner Meinung nach kann diese

Forderung als Bankrott des Kiewer Regimes betrachtet werden. Und bevor

sie Ansprüche beliebiger Art erhebt, hätte die Ukraine einen Teil der

riesigen Schulden der UdSSR übernehmen müssen, die Russland vollständig

bezahlt hat, fügte Wolodin hinzu.

1993 hatte sich Russland verpflichtet, die Schulden aller ehemaligen

Sowjetrepubliken zu begleichen, in der Erwartung, dass diese ihm das

Auslandsvermögen der untergegangenen Sowjetunion überlassen würden (das

sogenannte "Null-Option"-Abkommen). Wladimir Putin wies darauf hin, dass

die Ukraine ihre Verpflichtungen zum Transfer von Vermögenswerten noch

nicht erfüllt hat.



18:02 Uhr

*Puschilin: Kiew will Bewohner des Donbass evakuieren, um künftiges

Referendum zu diskreditieren*

Die russische Agentur /TASS/ meldet

<https://tass.ru/mezhdunarodnaya-panorama/15362889>, die ukrainischen

Behörden hätten die "Zwangsevakuierung" der Bevölkerung aus der von

ihnen kontrollierten Volksrepublik Donezk (DVR) angekündigt, um die

Legitimität des Referendums über eine mögliche Angliederung der Republik

an die Russische Föderation infrage zu stellen. Dies habe Denis

Puschilin, der Chef der Donezker Volksrepublik, am Montag erklärt. Dem

Fernsehsender /Rossija 24 /sagte Puschilin:

/"Alle Schritte, die das ukrainische Regime unternimmt, sind die

letzten, die darauf abzielen, die Interessen der friedlichen

Zivilbevölkerung, insbesondere der Bevölkerung des Donbass, /(zu

schützen)/. Dabei verfolgt er /(Präsident Wladimir Selenskij; Anm. d.

Red.)/mit solchen Äußerungen /(zur Zwangsevakuierung; Anm. /TASS/)/ganz

klare Ziele. Dies sind einige Elemente der Störung, Versuche, die

Legitimität des Referendums, das auf dem Gebiet der Volksrepublik Donezk

abgehalten werden soll, /(infrage zu stellen)/. Was /(der ukrainische

Präsident Wladimir; Anm. /TASS/)/Selenskij zu erreichen versucht: Wenn

diese bewohnten Gebiete befreit sind, wird er sagen: 'Und dort gab es

keine Menschen, was für ein Referendum gab es dort? Dies ist eine Art

Vorbereitung.'"/

Zuvor hatte der Vorsitzende der Gesellschaftskammer der DVR, Alexander

Kofman, gegenüber einem /TASS/-Korrespondenten erklärt, dass in der

Republik Mitte September ein Referendum über die Zugehörigkeit zu

Russland abgehalten werden könnte. Wie Puschilin zuvor in einem

Interview mit /TASS/ gesagt hatte, sollte die Entscheidung über einen

möglichen Beitritt zur Russischen Föderation auf dem Willen der

Einwohner der Republik beruhen.

Am 30. Juli hatte Selenskij erklärt, die ukrainische Regierung habe die

Zwangsevakuierung der Bewohner des von Kiew kontrollierten Teils der

Region Donezk beschlossen. Die stellvertretende ukrainische

Ministerpräsidentin Irina Wereschtschuk erklärte ihrerseits, dass eine

Person, die sich weigert, evakuiert zu werden, "unterschreiben muss,

dass sie alle Konsequenzen versteht und sich ihrer bewusst ist und

persönlich für ihr Leben verantwortlich ist".



13:27 Uhr

*Gasexporte nach China durch Power of Siberia-Pipeline steigen um über

60 Prozent*

Gasexporte aus Russland nach China durch die Power of Siberia-Pipeline

stiegen in den vergangenen sieben Monaten um 60,9 Prozent, wobei die

Lieferungen im Juli die vertraglich vereinbarten Tagesmengen

überstiegen. Das teilte der russische Gaskonzern Gazprom mit.

Insbesondere im Juli überstiegen die Lieferungen regelmäßig die

vertraglich vereinbarten Tagesmengen und übertrafen den historischen

Rekord des täglichen Exportvolumens um das Dreifache, so das Unternehmen

in einer Erklärung <https://t.me/gazprom/840>.



09:34 Uhr

*OPEC-Generalsekretär: Wollen nicht mit Russland konkurrieren*

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) will nicht mit

Russland konkurrieren, erklärte der neue OPEC-Generalsekretär Haitham

al-Ghais gegenüber der Zeitung /Alrai/. Er betonte: /"Die OPEC

konkurriert nicht mit Russland, es ist ein großer, bedeutender und

äußerst einflussreicher Akteur auf dem globalen Energiemarkt."/

Nach Ansicht des Generalsekretärs der Organisation ist der jüngste

Anstieg der Ölpreise nicht nur auf die Situation zwischen Russland und

der Ukraine zurückzuführen. Al-Ghais erklärte: /"Alles deutet darauf

hin, dass die Preise allmählich und kumulativ zu steigen begonnen haben,

und zwar noch vor der Verschlechterung der russisch-ukrainischen

Beziehungen aufgrund der auf den Märkten vorherrschenden Wahrnehmung

eines Mangels an freien Produktionskapazitäten, die sich auf bestimmte

Länder zu beschränken begannen."/



11:18 Uhr

*EU-Importverbot für Kohle aus Russland tritt in Kraft*

Ein vollständiges Verbot von Kohlelieferungen aus Russland in die

Europäische Union als Teil der westlichen Sanktionen gegen Moskau ist am

1. August in Kraft getreten.

Die entsprechende Maßnahme war Teil des fünften EU-Sanktionspakets, das

Anfang April verabschiedet wurde. Das Dokument sieht eine schrittweise

Verweigerung der Einfuhr dieses Rohstoffs aus Russland vor, wobei ab

heute ein vollständiges Verbot der Lieferungen gelten soll.

Dem Wortlaut des Dokuments zufolge beinhaltet die Maßnahme "ein Verbot

des Kaufs, der Einfuhr oder der Verbringung von Kohle und anderen festen

fossilen Brennstoffen in die EU, wenn diese aus Russland stammen oder

aus Russland ausgeführt werden, beginnend im August 2022".



12:26 Uhr

*Russischer Vize-Premierminister: Asowstal wird zum Technologiepark*

Das Werk Asowstal in Mariupol soll zu einem Technologiepark werden, das

zur Erhaltung von Arbeitsplätzen beitragen soll, so der

Vize-Premierminister Russlands Marat Chusnullin. Er erklärte der

Wirtschaftszeitung /RBK/:

/"Wir sehen den Wiederaufbau nicht in alten Technologien. Aber wir

werden dort definitiv Arbeitsplätze schaffen, die die Stadt ernähren

werden. Höchstwahrscheinlich wird es sich um einen Technologiepark mit

Elementen der Verschönerung handeln. Wir sind gerade dabei, die

Ausarbeitung der Pläne abzuschließen."/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

02.08.2022

Venezuela und die Türkei – Zeichnet sich eine strategische Partnerschaft ab?

pressefreiheit.rtde.tech, vom1 Aug. 2022 20:15 Uh, Eine Analyse von Ociel Alí López

Der Besuch von Venezuelas Präsident Maduro in Ankara und der bevorstehende Besuch des türkischen Präsidenten Erdoğan in Caracas verdeutlichen: Die Beziehungen zwischen Venezuela und der Türkei werden enger. Wie Ankara könnte auch Venezuela, mit seinen reichen Ölreserven, zu einem geopolitisch entscheidenden Faktor werden.


Venezuela und die Türkei – Zeichnet sich eine strategische Partnerschaft ab?


Zitat: Der nächste Besuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan in Caracas, den sein venezolanischer Amtskollege Nicolás Maduro Mitte Juli ankündigte, positioniert Venezuela als strategischen Ort inmitten des Streits zwischen den geopolitischen Blöcken, die sich in den letzten Jahren neu formiert haben. Die Informationen über den Besuch wurden im Rahmen der Verabschiedung des türkischen Botschafters in Caracas, Şevki Mütevellioğlu, bekannt gegeben.


Kalter Krieg im Mittelmeer: Nähern sich der Westen und die Türkei wirklich an?





Analyse

Kalter Krieg im Mittelmeer: Nähern sich der Westen und die Türkei wirklich an?





Die kriegerische Haltung der Türkei im internationalen Konzert verschafft ihr derzeit eine besondere Stellung. Seit Jahren, genauer gesagt: seit dem gescheiterten Putsch in der Türkei im Jahr 2016, hat sich Erdoğan Moskau angenähert, obwohl sein Land seit 1952 ein aktives und anerkanntes Mitglied der Nordatlantikpakt-Organisation (NATO) ist.


Diese Position, die in der aktuellen Weltlage noch widersprüchlicher erscheint, hat es ihr dieses Jahr ermöglicht, tatsächliche Macht in den geopolitischen Auseinandersetzungen zu zeigen. Seit Beginn des Konflikts zwischen der Ukraine und Russland schlug Erdoğan seine Vermittlung vor und nutzte sein Land als Bühne für Verhandlungen zwischen den beiden Regierungen.


Erdoğan kommt nach Venezuela, um Präsident Maduro erneut den Rücken zu stärken und darauf hinzuwirken, dass seine Regierung endgültig von den westlichen Staaten anerkannt wird. Zuvor nutzte die Türkei ihre Mitgliedschaft in der NATO, um gegen die Aufnahme Schwedens und Finnlands in diese Organisation zunächst ein Veto einzulegen und sie dann später, wenn auch unter bestimmten Bedingungen, zu akzeptieren. Der Vorgang ließ alle Geopolitiker aufhorchen. Sie mussten auf Erdoğans endgültige Entscheidung warten.


Andererseits wurde der türkische Präsident zum Verbündeten von Maduro, insbesondere seit der Umsetzung des Konjunkturprogramms in dessen zweiter Regierungsphase. Zu diesem Zeitpunkt hatte Venezuela alle Kreditlinien, auch die seiner Verbündeten, verloren. So öffneten die Regierung und Geschäftsleute der Türkei inmitten der venezolanischen Krise verschiedene Marketingkanäle.


US-Kriegspläne und -Terroranschläge gegen Venezuela enthüllt





Meinung

US-Kriegspläne und -Terroranschläge gegen Venezuela enthüllt





Es sei daran erinnert, dass Erdoğan 2018 Caracas besuchte, nur dass damals seine Regierung nicht die aktuelle Überlegenheit besaß, die sie seit Beginn des Ukraine-Konflikts und der offensiven Reaktivierung der NATO erlangte.


Auf dieser bevorstehenden Reise kommt Erdoğan nach Lateinamerika, um den venezolanischen Präsidenten erneut zu unterstützen. Er unterstreicht damit sein Bemühen um die endgültige politische Anerkennung der Maduro-Regierung, die von mehreren westlichen Regierungen, insbesondere von seinen NATO-Partnern, immer noch verweigert wird. Mittels Sanktionen blockieren sie das Land mit diversen kommerziellen, finanziellen und diplomatischen Maßnahmen. Sie können sich nicht von dem gescheiterten Versuch lösen, Maduro zu stürzen.


Öffnung des Westens nach Caracas?

Seit Beginn des Konflikts in der Ukraine hat das Weiße Haus die Annäherung an den Regierungssitz in Miraflores beschleunigt. Es entsandte zwei hochrangige Missionen nach Caracas, um direkte Verhandlungen aufzunehmen. Sie haben es geschafft, einen venezolanischen Regierungsbeamten von einer Sanktionsliste des US-Finanzministeriums zu streichen. Außerdem haben die USA inzwischen europäischen Ölunternehmen wie Repsol und Eni erlaubt, den Ölhandel mit Venezuela wieder aufzunehmen.


Maduro schrieb auf Twitter:

"Die kriminellen Sanktionen haben uns dazu veranlasst, uns den Wiederaufbau einer realen und diversifizierten Wirtschaft vorzunehmen. Wir sind aufs Land gegangen, um unsere Lebensmittel in höchster Exportqualität zu produzieren. Wir haben alles, um die umfassende Entwicklung des Landes zu gewährleisten."

Mitten auf dem G7-Gipfel im Juni forderte ein Beamter der französischen Präsidentschaft in einer Erklärung den Wiedereintritt Venezuelas als Öllieferant für Europa. Es wird immer absurder, Caracas hinter einem "Eisernen Vorhang" zu halten, nachdem die Ölpreise in die Höhe geschossen sind und die Unsicherheit über die Weltenergieversorgung wächst.


Erdoğans Ankunft könnte seinen westlichen Verbündeten die Augen darüber öffnen, dass die Zeit der Blockade Venezuelas beendet werden muss. Doch Maduro hat bereits eine strategische Linie festgelegt, die weniger von Washington und seinen treuen Verbündeten abhängig ist.


Maduros jüngste Nahost-Tour

Die aktuellen geopolitischen Umstände und die wiedergewonnene Bedeutung des venezolanischen Öls (Venezuela verfügt über die größten nachgewiesenen Reserven der Welt) haben Maduro ermutigt, seine internationalen Beziehungen neu zu gestalten.


Station in Aserbaidschan: Venezolanischer Präsident Maduro baut Zusammenarbeit mit Eurasien aus





Station in Aserbaidschan: Venezolanischer Präsident Maduro baut Zusammenarbeit mit Eurasien aus





Zeitgleich mit dem in Los Angeles stattfindenden Amerika-Gipfel der OAS, bei dem Venezuela nicht vertreten war, traf Maduro in Ankara ein. Ein Zeichen dafür, dass er nicht auf die Sanktionsentscheidungen Washingtons warten will, sondern eine eigene Agenda entwirft.


Ankara war nicht das einzige Ziel. Die Tour führte ihn in fünf weitere asiatische und afrikanische Länder, alle von Bedeutung in der Öl- und Energiewelt: Iran, Algerien, Kuwait, Katar und Aserbaidschan. Es lohnt sich, über die Bedeutung dieser Maduro-Reise nachzudenken, denn sie ging nicht zu denselben Weltmächten, bei denen Venezuela traditionell nach Finanzierungsplänen suchte: China und Russland.


Bei dieser Gelegenheit überwogen die Versuche, den Handel mit verbündeten Ländern wie der Türkei auszuweiten und die Handelsbeziehungen mit Ländern wiederzubeleben, die Venezuela aufgrund ihrer Mitgliedschaft in der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) historisch nahestehen.


Die Vereinbarungen, die Maduro möglicherweise mit den besuchten Regierungen getroffen hat, sind nicht im Detail bekannt. Doch nach seinen öffentlichen Erklärungen werden die Investitionsbereiche in Gas, Öl, Petrochemie, Raffinerien und Lebensmittelproduktion abgedeckt. Er erklärte bei seiner Ankunft in Caracas, dass er in den kommenden Wochen Geschäftsleute aus allen Ländern erwarte.


All das geschieht zu einem Zeitpunkt, in dem die Finanzsanktionen vor allem aufgrund ihrer Wirkungslosigkeit auf dem Rückzug zu sein scheinen. Die USA und die EU verhängten sie nicht nur gegen Venezuela, sondern gegen alle, die mit dem Land Handel treiben wollten.


Venezuela – Ende der Krise in Sicht?





Analyse

Venezuela – Ende der Krise in Sicht?






Wohin steuert Venezuela?

Der venezolanische Präsident wartete nicht auf die Entscheidung Washingtons in der Frage, ob die Ölabkommen wieder aktiviert werden. Er schmiedet Allianzen, die es ihm ermöglichen, aus der wirtschaftlichen Sackgasse herauszukommen, in der sich sein Land seit 2013 befindet.


Diese Neugestaltung würde sich besonders auf die alten Verbündeten in Energiefragen stützen. So könnte Venezuela den geopolitischen Stellenwert zurückgewinnen, den das Land sowohl bei der Gründung der OPEC als auch bei ihrer Wiederbelebung zu Beginn des 21. Jahrhunderts innehatte.


In diesem Szenario würde Venezuela nicht mehr von westlichen Ländern angeklagt und kriminalisiert werden und seinen Platz als relevanter Akteur in der aktuellen Geopolitik zurückgewinnen. Es könnte seine Ölreserven als Hebel für diese Dynamik nutzen.


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Übersetzung aus dem Spanischen.


Ociel Alí López ist Soziologe, Politologe und Professor an der Central University of Venezuela. Er war Gewinner des Städtischen Literaturpreises 2015 mit seinem Buch Give More Gasoline und des Clacso/Asdi-Preises 2004 für junge Forscher. Er ist Mitarbeiter in verschiedenen Medien in Europa, den Vereinigten Staaten und Lateinamerika.


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Info: https://pressefreiheit.rtde.tech/international/144877-venezuela-und-die-tuerkei


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

02.08.2022

Wie in der Ukraine: Kosovo und der Westen

aus e-mail von Doris Pumphrey, vom 1. August 2022, 17:15 Uhr


https://pressefreiheit.rtde.tech/meinung/144945-wie-in-ukraine-im-kosovo/

1.8.2022


*Wie in der Ukraine:

Im Kosovo schürt dieselbe westliche "unsichtbare Hand" den Konflikt


*Auch im Fall des Kosovo übt der Westen keinerlei Druck auf die von ihm

unterstützte Seite aus, sich an ein internationales Abkommen zu halten.

Und es sieht auch nicht danach aus, dass die USA und die EU etwas

unternehmen werden, um grundlegend zu einer friedlichen Lösung dieser

Krise beizutragen. Der Vergleich zur Ukraine drängt sich auf.


/Ein Kommentar von Aleksandar Pavić/


Nebst dem Konflikt in der Ukraine sieht sich Europa nun mit der Aussicht

auf einen neuen Konflikt im Kosovo konfrontiert, der abtrünnigen Provinz

Serbiens, die nach der serbischen Verfassung offiziell Kosovo und

Metohija (Metochien) genannt wird.


Die einseitige Sezession des Kosovo wurde 2008 von den wichtigsten

westlichen Mächten anerkannt. Dies geschah neun Jahre nach dem Angriff

der NATO auf Serbien und die Bundesrepublik Jugoslawien und nachdem

Streitkräfte der NATO die Provinz besetzten und halfen, eine von

ethnischen Albanern geführte Regierung einzusetzen, die von ehemaligen

Mitgliedern der Terrororganisation der Befreiungsarmee des Kosovo

dominiert wurde.


Auslöser der aktuellen Krise war der albanischstämmige Ministerpräsident

des Kosovo, Albin Kurti. Er beabsichtigte zunächst, provisorische

kosovarische Papiere und Kfz-Schilder auszustellen und die serbische

Mehrheitsbevölkerung im Norden der Region zu zwingen, ab dem 1. August

Autokennzeichen und Ausweispapiere des Kosovo zu übernehmen. Andernfalls

würde ihnen die Einreise in die Provinz verboten.


Kurti versuchte im September 2021 eine ähnliche Nummer durchzuziehen und

löste damit eine Krise aus, in der serbische Einwohner im Norden des

Kosovo Straßensperren organisierten, während berichtet wurde, dass die

kosovarische Polizei serbische Zivilisten eingeschüchtert und verprügelt

hat. Die Behörden in Belgrad versetzten derweil das serbische Militär in

höchste Alarmbereitschaft und ordneten Überflüge der Provinz Kosovo mit

Kampfflugzeugen an. Die EU vermittelte schließlich ein befristetes

Abkommen, das bis zu einer endgültigen Einigung gelten sollte. Diese

endgültige Einigung hätte bis April 2022 unter der Schirmherrschaft der

EU erzielt werden sollen. Daraus ist allerdings nichts geworden.


Vom Kosovo bis zur Ukraine scheint es ein Muster in Bezug auf

Vereinbarungen zu geben, an denen westliche Mächte beteiligt sind. Seit

Beginn der diesjährigen militärischen Sonderoperation in der Ukraine hat

die russische Regierung immer wieder betont, dass der Westen Kiew nie

dazu gedrängt habe, seinen Teil des Friedensabkommens Minsk II von 2015

zu erfüllen, das darauf abzielte, die Pattsituation mit den

Donbass-Republiken zu beenden.


Kürzlich gab der ehemalige ukrainische Präsident Petro Poroschenko offen

zu, dass die Ukraine nie die Absicht hatte, das Abkommen zu erfüllen,

sondern sich damit nur Zeit kaufte, bis sie eine Armee aufbauen konnte,

die in der Lage ist, den Donbass zu überrennen.


Die Situation im Kosovo ist nicht viel anders. Die EU vermittelte im

April 2013 ein Abkommen zwischen Pristina und Belgrad, das sogenannte

Brüsseler Abkommen, nach dem Serbien seine parallelen Polizei- und

Justizstrukturen im Kosovo auflösen und die Kosovo-Serben von einer

Integration in das Rechts- und das Polizeisystem des Kosovo überzeugen

sollte, ohne jedoch die Unabhängigkeit des Territoriums anzuerkennen.

Trotz eines großen öffentlichen Aufschreis erfüllten die Belgrader

Behörden ihren Teil der Verpflichtungen des Abkommens.


Es gab im Abkommen jedoch noch einen zweiten Teil, durch den Pristina

verpflichtet wurde, einen serbischen Gemeindeverbund mit erheblichen

lokalen Befugnissen zu bilden. Die albanischen Verpflichtungen des

Brüsseler Abkommens wurden bis heute nicht erfüllt. Oder wie der

serbische Präsident Aleksandar Vučić am 31. Juli feststellte, sind seit

der Unterzeichnung des Brüsseler Abkommens 3.390 Tage vergangen und man

sieht immer noch keine Anzeichen einer Assoziierung.


Wie im Fall der Ukraine hat der kollektive Westen absolut keinen Druck

auf die von ihm unterstützte kosovarische Seite ausgeübt, ihren Teil des

unterzeichneten internationalen Abkommens zu erfüllen. Und wieder, wie

im Fall der Ukraine, hat dies Pristina dazu ermutigt, eine zunehmend

bellizistische Haltung einzunehmen, was sehr wohl zu einem ernsteren

Konflikt führen kann.


Wegen des Ukraine-Konflikts findet man im Kosovo-Mix eine weitere Zutat.

Die Serben – sowohl in Serbien als auch in Bosnien-Herzegowina – stehen

nämlich praktisch allein inmitten der europäischen Völker, weil sie sich

weigern, sich den westlichen Sanktionen gegen Russland anzuschließen,

und konsequent ihre offene Unterstützung für Russlands spezielle

Militäroperation in der Ukraine demonstrieren. Infolgedessen steht die

Regierung in Belgrad unter ständigem und zunehmendem Druck der

wichtigsten westlichen Machtzentren sowie der EU und der NATO, seine

Haltung gegenüber Russland zu ändern und sich dem kollektiven

wirtschaftlichen Selbstmord des Westens anzuschließen.


Da Belgrad sich für den Westen diplomatisch als harte Nuss erwiesen hat,

wenn es darum geht, Serbien zum Antagonisten Russlands zu machen, ist es

nicht weit hergeholt, sich vorzustellen, dass die Kosovo-Albaner vom

Westen als nützliches Werkzeug verwendet werden, um zusätzlich an den

Daumenschrauben Belgrads zu drehen – und zwar auf die gleiche zynische

Weise, mit der die unglücklichen Ukrainer dazu benutzt werden, Russland

unter Druck zu setzen und zu schwächen.


Die kommenden Tage und Wochen werden sicherlich viel ans Licht bringen.

Die vorübergehende Atempause, die durch das einmonatige Moratorium des

Verbots serbischer Nummernschilder und Ausweise bis zum 1. September

erreicht werden konnte, mag ermutigend erscheinen. Es sollte jedoch

immer bedacht werden, dass der Westen über alle notwendigen Instrumente

verfügt, um Pristina unter Druck zu setzen, das Brüsseler Abkommen

endlich umzusetzen und sich allgemein fair zu verhalten. Der Kosovo ist

völlig abhängig von einem stetigen Strom westlicher Finanzspritzen und

der Sicherheitszusagen der NATO.


Der serbische Präsident hat öffentlich erklärt, dass Serbien nicht an

einem erneuten Konflikt interessiert ist, es aber auch nicht zulassen

wird, dass die serbische Bevölkerung vom Sicherheitsapparat des Kosovo

unterdrückt und missbraucht wird.


Wenn die wichtigsten westlichen Mächte Kurti nicht zügeln und ihm

erlauben, Gewalt anzuwenden und seine angekündigten einseitigen Schritte

im September oder sogar früher zu unternehmen, anstatt ihn zu drängen,

eine unterzeichnete Vereinbarung zu erfüllen, kann dies zumindest zwei

Dinge bedeuten:


Erstens, dass die Drohung mit neuerlicher Gewalt im Kosovo vom Westen

dazu benutzt wird, um hinter den Kulissen weitere Zugeständnisse von

Belgrad zu erpressen, was mit der Bildung einer neuen serbischen

Regierung einherginge, oder zweitens, dass die angeschlagenen

politischen Eliten des Westens den Ausbruch eines weiteren Konflikts in

Europa wollen und vielleicht auch dringend brauchen. Oder vielleicht

sogar beides.


Das Einzige, was leider schwer vorstellbar bleibt, ist, dass die USA und

die EU tatsächlich etwas unternehmen werden, um grundlegend zu einer

friedlichen Lösung dieser Krise beizutragen.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

02.08.2022

Baerbock in der Türkei

aus e-mail von Doris Pumphrey, 1. August 2022, 16:30 Uhr


https://pressefreiheit.rtde.tech/europa/144924-baerbock-in-turkei-wie-deutschland/

1.8.2022


*Baerbock in der Türkei:

Wie Deutschland seine Vermittlerrolle zwischen Ankara und Athen verspielt


*Die deutsche Top-Diplomatin, die bereits von einer "feministischen

Außenpolitik" träumt, demonstrierte auf ihrer diplomatischen Tour in

Griechenland und der Türkei ihre moralische Überheblichkeit gegenüber

Türken, mit der sie faktisch die neutrale Rolle Deutschlands zwischen

Ankara und Athen ruinierte. Und das geschah gerade zu einer Zeit, in der

die Türkei für den Westen im Zuge des Ukraine-Kriegs eigentlich

strategisch unverzichtbar ist.


/von Seyed Alireza Mousavi/


Während die Beziehungen der beiden verfeindeten NATO-Staaten

Griechenland und Türkei wegen Streitigkeiten um Gasvorkommen und

Hoheitsgebiete im Mittelmeer angespannt sind wie lange nicht mehr,

bereiste die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock letzte Woche

nacheinander beide Länder am östlichen Mittelmeer.


Bekanntlich stellt sich Frankreich traditionell im Streit um das Erdgas

im Mittelmeer an die Seite Griechenlands und faktisch gegen die Türkei.

Dagegen fungierte Deutschland bislang als ein neutraler Vermittler

zwischen Ankara und Athen. Führende Politiker in Berlin haben

stets versucht, gegenüber der Türkei keine unnötig härteren Töne

anzuschlagen. Die Bundesregierung wurde vor allem in der Ära Merkels für

die Türkei als ein vertrauter Partner auf diplomatischer Ebene gesehen,

der sich um eine Einbindung der türkischen Außenpolitik in Konzepte der

EU bemühte.


Diesmal trat Baerbock in der Türkei jedoch als eine höchst

undiplomatische "Diplomatin" auf: Im Territorialstreit zwischen

der Türkei und Griechenland stellte sich die

Bundesaußenministerin Baerbock mit einem höchst zweifelhaften Schritt

ausdrücklich auf die Seite Griechenlands, wobei sie sich obendrein in

der gemeinsamen Pressekonferenz mit ihrem türkischen Amtskollegen Mevlüt

Çavuşoğlu heftige Wortgefechte lieferte. Als Reaktion auf Baerbocks

Positionierungen sagte Çavuşoğlu in Istanbul, bei solchen Streitigkeiten

solle Deutschland besser "lösungsorientiert" sein wie unter

Bundeskanzlerin Angela Merkel: "Frau Merkel hat das getan. Um die

Wahrheit zu sagen, war Deutschland in dieser Zeit ein ehrlicher

Vermittler." Deutschlands Politik sei damals ausgewogen gewesen, fügte

Çavuşoğlu hinzu.


In der gemeinsamen Pressekonferenz kritisierte Baerbock zudem die

Inhaftierung des sogenannten "Philanthropen" Osman Kavala. Für den

türkischen Präsidenten Erdoğan ist der Appell zur Freilassung des

"türkischen Soros" Kavala ein Beweis für die Einmischung des Westens in

innere Angelegenheiten der Türkei sowie für eine internationale

Verschwörung gegen seine politische Linie.


Nach dem offen ausgetragenen Streit zwischen Baerbock und Çavuşoğlu

in Istanbul kritisierte die Türkische Gemeinde in Deutschland den Umgang

mit türkischen Befindlichkeiten. Gökay Sofuoğlu, Vorsitzender der

Türkischen Gemeinde in Deutschland, fürchtet offenbar, dass die

türkisch-stämmige Bevölkerung unter diesen Verhältnissen leiden könnte.

Der CDU-Außenexperte Johann Wadephul warf der Außenministerin Baerbock

einen "ungeschickten Stil" vor. Dass Baerbock die Türkei von Athen aus

öffentlich kritisiert habe, halte er für "nicht hilfreich", sagte der

CDU/CSU-Fraktionsvize am Sonntag.


Baerbock, die einen "ideologischen Umbau des Auswärtigen Amtes"

vorantreibt, traf nach der Konfrontation mit Çavuşoğlu auch in einem

weiteren undiplomatischen Schritt mehrere Oppositionspolitiker in der

Hauptstadt Ankara. Sie traf sich dort am Samstag unter anderem mit dem

Co-Vorsitzenden der drittgrößten parlamentarischen Partei, der

prokurdischen Partei HDP

<https://de.wikipedia.org/wiki/Halklar%C4%B1n_Demokratik_Partisi>. Die

türkische Regierung wirft jedoch dieser Partei vor, der verlängerte Arm

der PKK zu sein, die in der Türkei, Europa und den USA als

"Terrororganisation" gilt.


Baerbock zeigte auf ihrer diplomatischen Tour in Griechenland und der

Türkei ihre ganz persönliche moralische Überheblichkeit gegenüber Türken

und ruinierte damit faktisch die neutrale Rolle Deutschlands zwischen

Ankara und Athen. Und das geschah gerade zu einer Zeit, in der die

Türkei für den Westen im Zuge des Ukraine-Kriegs eigentlich strategisch

unverzichtbar ist. Ankaras Kontrolle über den maritimen Zugang zum

Schwarzen Meer und die gelungene Vermittlerrolle der Türkei in der

Frage, wie wieder Weizenexporte aus ukrainischen Häfen möglich werden,

bringen das Land am östlichen Mittelmeer in eine Schlüsselposition für

das restliche Europa. Baerbock, die von einer "feministischen

Außenpolitik" träumt, hat mit ihrem Antrittsbesuch in Ankara ein Stück

mehr den Weg geebnet, damit Russland die Türkei stärker an seine Seite

binden kann.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

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