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06.08.2022

Rubikon-Newsletter der Kalenderwoche 32/2022

Rubikon ist das Magazin für die kritische Masse. Wir berichten über das, was in den Massenmedien nicht zu finden ist. Anbei übersenden wir Ihnen die Übersicht unserer Artikel der letzten 7 Tage.


Inhaltsverzeichnis


   1. Felix Feistel: Der neue Feudalismus

   2. Michael Ewert: Die Politik der Sackgasse

   3. C. J. Hopkins: Die Normalisierung des Wahnsinns

   4. Thomas Oysmüller: Die vierte Gefahr

   5. Lutz Graf-Ulbrich: Wozu ist Krieg gut?

   6. Jens Lehrich, Nicolas Riedl: Das Denken befreien

   7. Peter Frey: Moralisierende Gauner

   8. Roland Rottenfußer: Die Russen und ich

   9. Sabine Lichtenfels: Die unterschätzte Weltmacht

  10. Milosz Matuschek: Die letzte Kolumne

  11. Liane Kilinc: Schlagader der Völkerfreundschaft

  12. Rubikons Weltredaktion: Tödlicher Gesundheitsschutz

  13. Dieter Duhm, Sabine Lichtenfels: Die unterschätzte Weltmacht

  14. Roland Rottenfußer: Die Russen und ich

  15. Caitlin Johnstone: Der Propaganda-Tsunami

  16. Kai Ehlers: Der ukrainische Sog

  17. Dieter Duhm: Die unterschätzte Weltmacht

  18. Christian Kreiß: Die Angst vor der Gesundheit

  19. Marcus Zeller: Wegoptimierte Menschlichkeit

  20. Rubikons Weltredaktion: Der Ungebrochene



Der neue Feudalismus


Unabhängige Versorgung und kleinbäuerliche Betriebe werden sabotiert, um uns in die Abhängigkeit von Großkonzernen und Oligarchen zu treiben.


am Samstag, 06. August 2022, 15:59 Uhr von Felix Feistel


Immer mehr Landwirte in ganz Europa protestieren gegen strengere Regulierungen. Diese würden ihren Ruin bedeuten und eine ohnehin schon stark angespannte Situation noch weiter verschärfen. Die EU zielt mit ihrem Green Deal auf die Zerstörung kleiner und mittelständischer Landwirtschaftsbetriebe, um Platz für Oligarchen und Großkonzerne zu machen. Unter dem Deckmantel von Gesundheitsschutz und Klimawandel wird hier ein neuer Feudalismus eingeführt, der die Menschen in die totale Abhängigkeit führt.


Zum Artikel https://www.rubikon.news/artikel/der-neue-feudalismus-2



Die Politik der Sackgasse


Die Versuche des Westens, das mächtige Russland „einzudämmen“ sind alt — neu ist der selbstzerstörerische Furor, mit dem jetzt die Ukraine unterstützt wird.


am Samstag, 06. August 2022, 15:58 Uhr von Michael Ewert


Es wäre so schön: eine unipolare Weltordnung mit dem Westen als einzigem potentem Pol, die heiß ersehnte „Global Leadership“. Störend ist da nur dieses Russland. Das Riesenreich, rohstoffreich und weitgehend autark, hat noch jedem Versuch, es „zurückzudrängen“, bisher getrotzt. Napoleon und Hitler bissen sich an Russland die Zähne aus, und auch die wegen der Kriegshandlungen in der Ukraine verhängten Sanktionen mündeten eher in westeuropäischer Selbstverstümmelung. Der grundlegende Irrtum in der Russlandfrage besteht darin, dass das Narrativ vom „aggressiven“ Evil Empire ein Akt der Projektion ist. Es sind die Westmächte selbst, vor allem die USA, die von einer vorwärtsdrängenden, alles vereinnahmenden Energie angetrieben werden. Russland will nur, dass seine Interessen nicht völlig unter die Räder kommen. Allerdings wäre es naiv, zu glauben, dass das Handeln westeuropäischer Länder lediglich ein dummer „Fehler“ sei. Vielmehr ist der derzeitig desaströse Verlauf der Weltgeschichte ein voller Erfolg — jedenfalls aus Sicht derer, die die Welt im Sinne von Kapitalinteressen radikal umstrukturieren und autoritär unterwerfen wollen.


Zum Artikel https://www.rubikon.news/artikel/die-politik-der-sackgasse



Die Normalisierung des Wahnsinns


In Zeiten, in denen Lüge und brutale Umerziehung für uns Alltag geworden sind, besteht die größte Gefahr darin, uns zu gewöhnen.


am Samstag, 06. August 2022, 15:57 Uhr von C. J. Hopkins


Nein, Deutschland ist nicht das einzige Land, in dem versucht wird, den Corona-Alarmismus bis Ultimo zu verlängern. Aber es ist eines der schlimmsten. Vielleicht will man an einer Bevölkerung, deren Fügsamkeit legendär ist, ein Exempel statuieren, sie zur Speerspitze neunormaler Umgestaltung machen. Es ging nie um sinnvollen Gesundheitsschutz — in einer Phase, in der der Unsinn von Lockdowns und Impf-Apartheid längst durchschaut ist, geht es nur mehr um die Zuschaustellung von Dressurerfolgen. Die Botschaft ist: Wir können im Grunde mit Euch alles machen, was wir wollen, und wir werden immer eine Mehrheit dazu bringen, sich aggressiv gegen die wenigen Abweichler zu stellen, statt gegen uns. Das Schlimme ist: Wo sich kein ernsthafter Widerstand erhebt, sehen sich die Architekten der Neuen Normalität ermutigt, weitere Schritte hin zur totalen Unterwerfung der Bevölkerung zu gehen. Wer in Zeiten des Umbruchs zu lange davon träumt, dass alles gut wird, wacht irgendwann in der totalen Dystopie auf.


Zum Artikel https://www.rubikon.news/artikel/die-normalisierung-des-wahnsinns



Die vierte Gefahr


Die Medienwelt muss sich grundlegend ändern, damit Journalismus wieder zu einem kritischen Korrektiv wird, anstatt beim Demokratieabbau zu assistieren.


am Samstag, 06. August 2022, 15:00 Uhr von Thomas Oysmüller


„Qualitätsjournalismus“ ist ein Wort, das erst einmal Vertrauen erweckt. Es sollte uns jedoch eher misstrauisch machen. Denn wer bestimmt eigentlich, was Qualität ist? Immer diejenigen, die in der Medienlandschaft bereits etabliert sind und in einem verschulten Ausbildungssystem die Neulinge instruieren. In regierungsnahen Medien — und das sind die meisten — kommt dann eben regierungsaffine „Qualität“ dabei heraus. Duckmäusertum und betreute Meinungsbildung dominieren in den Redaktionsstuben. Es gibt aber auch Entwicklungen, die hoffnungsvoll stimmen. Etwa, dass immer mehr Leute die Rundfunkgebühr nicht mehr bezahlen wollen. Oder dass sich eine eigenständige und selbstbewusste Gegenöffentlichkeit etabliert hat. Es ist deutlich geworden: Das Mediensystem muss sich grundlegend ändern, kosmetische Korrekturen oder ein paar Lichtblicke werden nicht ausreichen. So, wie es ist, kann es nicht weitergehen. In welche Richtung diese Umwälzung gehen sollte, dazu gibt der Autor in seinem Beitrag einige Anregungen.


Zum Artikel https://www.rubikon.news/artikel/die-vierte-gefahr



Wozu ist Krieg gut?


Edwin Starrs Song „War — what it is good for?“ hat dazu beigetragen, dem Soul in den späten 60ern eine politische Richtung zu geben.


am Samstag, 06. August 2022, 14:00 Uhr von Lutz Graf-Ulbrich


„Für absolut nichts!“ So singt Edwin Starr anfangs als Antwort auf die Frage, die schon Udo Lindenberg etwas später stellen sollte: „Wozu sind Krieg da?“ Weiter im Lied erklärt Starr doch noch, wofür das Gemetzel dienlich ist: „Es bedeutet Zerstörung unschuldiger Leben. Krieg bedeutet Tränen in den Augen tausender von Müttern.“ Der Sänger bietet dazu energiegeladenen Soul, der dank seiner Stimmgewalt unter die Haut geht und trotz des düsteren Themas Laune macht. Lüül, selbst ein politisch engagierter Liedermacher („Ich bin die freie Rede“), hat den Song als Beitrag zur Reihe #Friedensnoten ausgewählt und sich ein paar Gedanken dazu gemacht. Ein Text zu der Aktion #Friedensnoten.


Zum Artikel https://www.rubikon.news/artikel/wozu-ist-krieg-gut



Das Denken befreien


Im Rubikon-Exklusivinterview erläutert der Jurist und Journalist Milosz Matuschek, warum eine bessere Zukunft nur möglich ist, wenn wir unser Denken befreien und die Stille des Unausgesprochenen mit klaren Worten durchbrechen.


am Freitag, 05. August 2022, 17:00 Uhr von Jens Lehrich, Nicolas Riedl


Unerträglich laut ist das Schweigen im Mainstream-Blätterwald. Gleichzeitig werden die Töne aus dem benachbarten, frisch gepflanzten Forst der Freien Medien überhört und ignoriert. Doch lange ist dieser Zustand nicht mehr haltbar. Die Missstände der letzten zwei Jahre sind so unübersehbar, dass selbst der Mainstream nicht mehr länger umhinkommt, diese in zarten Ansätzen zu thematisieren. Das ist der Beginn eines sich ankündigenden Umbruchs. Über diesen sprach Jens Lehrich mit dem Juristen und Journalisten Milosz Matuschek anlässlich seines bald erscheinenden Buches „Wenn‘s keiner sagt, sag ich‘s: Verengte Räume — Absurde Zeiten“.


Zum Artikel https://www.rubikon.news/artikel/das-denken-befreien



Moralisierende Gauner


Die gegen Russland verhängten Sanktionen sind schäbiger, als es auf den ersten Blick scheinen mag.


am Freitag, 05. August 2022, 16:00 Uhr von Peter Frey


Weiter gefasst, ist das Konzept der Sanktionierung auf zwischenstaatlicher Ebene ein dreister Erpressungsversuch und außerdem staatlich scheinlegitimierte Gaunerei größten Ausmaßes. Da die Profiteure und Antreiber einer solchen Politik an der Spitze der Machtpyramide(n) zu finden sind und damit ein unipolares System steuern, sind diese auch die Antreiber jeder Sanktionspolitik. Nach wie vor bedienen sie sich dazu eines, wenn auch zunehmend bröckelnden, US-dominierten Finanzsystems.


Zum Artikel https://www.rubikon.news/artikel/moralisierende-gauner



Die Russen und ich


Ein typischer Wessi erzählt, wie Klischeevorstellungen aus der alten Bundesrepublik unser Russlandbild bis heute prägen. Teil 2/2


am Freitag, 05. August 2022, 15:00 Uhr von Roland Rottenfußer


„Oh, those Russians!“ Mit diesem vieldeutigen Ausruf endete der Hit „Rasputin“ der Popgruppe Boney M. von 1978. Westdeutsche der Nachkriegszeit wuchsen mit einem eher diffusen Russlandbild auf. Als kommunistisches „Reich des Bösen“ wirkte das Land düster und bedrohlich, als Ursprungsort klischeehafter Folklore teilweise vertraut — jedoch auf eine Weise, die oft ins Lächerliche gezogen wurde. Russland gehörte auch im Westen zu den bekanntesten Ländern auf dem Globus, kaum jemand war jedoch dort oder hatte wirklich Ahnung davon. Gebildete kannten Tolstoi, schlichteren Gemütern genügte Ivan Rebroff. Heute ist Russland — wieder einmal — Erzfeind. Speziell ältere Westdeutsche fanden schnell wieder auf die vertrauten russophoben Trampelpfade des Denkens aus dem ersten Kalten Krieg zurück, nachdem zwischenzeitlich eine „Gorbi“-Euphorie unser Russlandbild aufgehellt hatte. Russland-Experten in den alternativen Medien fordern gern ein uneingeschränktes Verständnis für Putins Riesenreich ein. Das wäre schön, ist aber schwer zu realisieren. Denn die desaströse deutsch-russische Geschichte und viele transgenerationale Traumata stehen dem im Weg. Gerade vor diesem Hintergrund sollte jedoch Versöhnung das Ziel sein.


Zum Artikel https://www.rubikon.news/artikel/die-russen-und-ich-2



Die unterschätzte Weltmacht


Eros und Sex führen, wo sie unterdrückt werden, zu Gewalteruptionen — können sie liebevoll gelebt werden, ist auch für die Gesellschaft Heilung möglich. Exklusivabdruck aus „Und sie erkannten sich“. Teil 3/3.


am Freitag, 05. August 2022, 14:00 Uhr von Sabine Lichtenfels


Die Partei in George Orwells „1984“ versuchte „den sexuellen Akt aller Freude zu entkleiden“. Warum? „Der Akt der geschlechtlichen Verschmelzung, wenn er glückhaft vollzogen wurde, war ein Akt der Auflehnung.“ Auch die Corona-Regeln wirkten interessanterweise erotikfeindlich. Begegnungen und Berührungen wurden tabuisiert, aus Angst vor Ansteckung wurde die Welt entsinnlicht. Wir wissen, dass es überall dort, wo Sexualität aus ideologischen Gründen unterdrückt wurde, zu Gewaltexzessen kam — ob in prüden islamistischen Systemen oder etwa im Verhalten von Soldaten gegenüber den Frauen unterworfener Länder. Wir können umgekehrt fragen, ob gesunde Sexualität auf der Basis von Zuneigung und Respekt eine heilende Kraft für unsere immer wieder von Wellen abstoßender Grausamkeit überflutete Welt entfalten könnte. Die destruktiven Energien könnten damit in konstruktive, lebensfördernde Bahnen gelenkt werden. Die Autorin, Mitbegründerin des Heilungsbiotops Tamera in Portugal, beschreibt aus eigener therapeutischer Erfahrung das heilende Potenzial der erotischen Liebe, der eigentlichen, noch immer oft unterschätzten Weltmacht.


Zum Artikel https://www.rubikon.news/artikel/die-unterschatzte-weltmacht-3



Die letzte Kolumne


Milosz Matuscheks allerletzter Beitrag in der NZZ war wohl zu wahr, um akzeptabel zu sein — die Redaktion beendete daraufhin die Zusammenarbeit. Exklusivabdruck aus „Wenn‘s keiner sagt, sag ich‘s“.


am Donnerstag, 04. August 2022, 17:00 Uhr von Milosz Matuschek


Ein Autor hat als Kolumnist über sechs Jahre für eine Zeitung geschrieben. Er hat anerkanntermaßen stets gute Arbeit geleistet, war vielleicht sogar der beliebteste Stammautor des Blattes. Zuletzt hatte er einen Beitrag veröffentlicht, der 300.000-mal geteilt wurde — ein Spitzenwert. Welche Schlussfolgerung zog das Printmedium aus diesem Sachverhalt? Bessere Vertragsbedingungen? Gehaltserhöhung? Öffentliche Ehrung durch die Chefredaktion? Nichts dergleichen. Milosz Matuschek wurde bei der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) entlassen. Der Grund: Matuschek hatte behauptet, die Gefährlichkeit von COVID und die Maßnahmen dagegen stünden in scharfer Diskrepanz. Na und? Ist es denn nicht wahr? Die journalistischen Glaubenshüter scheinen sich nicht einmal aus Gründen der Reichweite und guten Verkaufschancen davon abbringen zu lassen, auch nur einmal ihre „Haltung“ zu vergessen. Das heißt insbesondere: ihre Abwehrhaltung gegenüber Freiheit und Grundrechten. Milosz Matuschek erzählt von der Vorgeschichte des Eklats und erklärt, wie und warum er dennoch weitermacht.


Zum Artikel https://www.rubikon.news/artikel/die-letzte-kolumne



Schlagader der Völkerfreundschaft


In einer Brandrede würdigt die Aktivistin Liane Kilinc die Ölpipelines zwischen Deutschland und Russland als Symbol der Völkerverständigung.


am Donnerstag, 04. August 2022, 16:00 Uhr von Liane Kilinc


Die Brücken zwischen Russland und dem Westen brennen. Dabei werden auch die Ölpipelines in Mitleidenschaft gezogen. Diese stehen — gerade in Deutschland — symbolisch für den länderübergreifenden Austausch. Die Ampel-Koalition überlegte bereits vor dem Kriegsausbruch in der Ukraine, wie Deutschland sich von russischem Öl unabhängig machen könnte. An einer Konfliktbeilegung bestand augenscheinlich überhaupt kein Interesse. Das von vorneherein zum Scheitern verurteilte Unterfangen, ein Energie produzierendes Riesenland wie Russland mittels Sanktionen in die Knie zu zwingen, ging zwangsläufig nach hinten los. Statt zur Einsicht zu kommen, wird stur und eisern an dem selbstmörderischen Plan festgehalten — zulasten der Bevölkerung. Doch um diese scheint sich die Bundesregierung weder im Inland noch andernorts sonderlich zu scheren. Priorität hat einzig allein das Festklammern an ideologisch aufgeladenen Zielen wie dem Klimaschutz oder der Verteidigung von wie auch immer gearteten westlichen Werten gegenüber feindlichen Ländern. In einer emotionalen Rede erinnert die Krankenschwester und Aktivistin Liane Kilinc daran, dass die zur Raffinerie in Schwedt führende russische Ölpipeline Verbindungsader der Völker und nicht der Regierungen ist.


Zum Artikel https://www.rubikon.news/artikel/schlagader-der-volkerfreundschaft



Tödlicher Gesundheitsschutz


Ein Pathologe äußert sich zu den umfangreichen Auswirkungen der COVID-Impfungen.


am Donnerstag, 04. August 2022, 15:00 Uhr von Rubikons Weltredaktion


Infolge der Einführung der COVID-Impfung und zusätzlicher Auffrischungsimpfungen sind eine Reihe von Gesundheitsstörungen auf dem Vormarsch, darunter Krebs, insbesondere Gebärmutterkrebs, und sehr aggressive Blut- und Gehirnkrebsarten. Krebs ist seit Jahrzehnten auf dem Vormarsch, was auf ernährungsbedingte Faktoren zurückzuführen ist, aber die COVID-Impfung scheint den Krankheitsprozess dramatisch zu beschleunigen. Viele Ärzte berichten, dass Krebspatienten mit stabilem Krankheitsbild und solche, deren Symptome seit Jahren in Remission sind, plötzlich und schnell ein Stadium 4 entwickelten. Ein Informant des Militärs hat Daten aus der Datenbank Defense Medical Epidemiology Database (DMED) vorgelegt, aus denen hervorgeht, dass die Zahl der Arztbesuche wegen Krebs und anderer Erkrankungen nach der Impfung dramatisch gestiegen ist. Die COVID-Impfung regelt auch die Toll-artigen Rezeptoren 7 und 8 herunter, wodurch latente Viren wie Herpes, EBV4 — Epstein-Barr-Virus, auch bekannt als Mononukleose — gedeihen können, die sonst in Schach gehalten worden wären.


Zum Artikel https://www.rubikon.news/artikel/todlicher-gesundheitsschutz-2



Die unterschätzte Weltmacht


Eros und Sex führen, wo sie unterdrückt werden, zu Gewalteruptionen — können sie liebevoll gelebt werden, ist auch für die Gesellschaft Heilung möglich. Exklusivabdruck aus „Und sie erkannten sich“. Teil 2/3.


am Donnerstag, 04. August 2022, 14:00 Uhr von Dieter Duhm, Sabine Lichtenfels


Die Partei in George Orwells „1984“ versuchte „den sexuellen Akt aller Freude zu entkleiden“. Warum? „Der Akt der geschlechtlichen Verschmelzung, wenn er glückhaft vollzogen wurde, war ein Akt der Auflehnung.“ Auch die Corona-Regeln wirkten interessanterweise erotikfeindlich. Begegnungen und Berührungen wurden tabuisiert, aus Angst vor Ansteckung wurde die Welt entsinnlicht. Wir wissen, dass es überall dort, wo Sexualität aus ideologischen Gründen unterdrückt wurde, zu Gewaltexzessen kam — ob in prüden islamistischen Systemen oder etwa im Verhalten von Soldaten gegenüber den Frauen unterworfener Länder. Wir können umgekehrt fragen, ob gesunde Sexualität auf der Basis von Zuneigung und Respekt eine heilende Kraft für unsere immer wieder von Wellen abstoßender Grausamkeit überflutete Welt entfalten könnte. Die destruktiven Energien könnten damit in konstruktive, lebensfördernde Bahnen gelenkt werden. Die Autoren, Begründer des Heilungsbiotops Tamera in Portugal, beschreiben aus eigener therapeutischer Erfahrung das heilende Potenzial der erotischen Liebe, der eigentlichen, noch immer oft unterschätzten Weltmacht.


Zum Artikel https://www.rubikon.news/artikel/die-unterschatzte-weltmacht-2



Die Russen und ich


Ein typischer Wessi erzählt, wie Klischeevorstellungen aus der alten Bundesrepublik unser Russlandbild bis heute prägen. Teil 1/2.


am Mittwoch, 03. August 2022, 17:00 Uhr von Roland Rottenfußer


„Oh, those Russians!“ Mit diesem vieldeutigen Ausruf endete der Hit „Rasputin“ der Popgruppe Boney M. von 1978. Westdeutsche der Nachkriegszeit wuchsen mit einem eher diffusen Russlandbild auf. Als kommunistisches „Reich des Bösen“ wirkte das Land düster und bedrohlich, als Ursprungsort klischeehafter Folklore teilweise vertraut — jedoch auf eine Weise, die oft ins Lächerliche gezogen wurde. Russland gehörte auch im Westen zu den bekanntesten Ländern auf dem Globus, kaum jemand war jedoch dort oder hatte wirklich Ahnung davon. Gebildete kannten Tolstoi, schlichteren Gemütern genügte Ivan Rebroff. Heute ist Russland — wieder einmal — Erzfeind. Speziell ältere Westdeutsche fanden schnell wieder auf die vertrauten russophoben Trampelpfade des Denkens aus dem ersten Kalten Krieg zurück, nachdem zwischenzeitlich eine „Gorbi“-Euphorie unser Russlandbild aufgehellt hatte. Russland-Experten in den alternativen Medien fordern gern ein uneingeschränktes Verständnis für Putins Riesenreich ein. Das wäre schön, ist aber schwer zu realisieren. Denn die desaströse deutsch-russische Geschichte und viele transgenerationale Traumata stehen dem im Weg. Gerade vor diesem Hintergrund sollte jedoch Versöhnung das Ziel sein.


Zum Artikel https://www.rubikon.news/artikel/die-russen-und-ich



Der Propaganda-Tsunami


Die Aufdringlichkeit, mit der westliche Medien bestimmte Aussagen über Russland wiederholen, schürt den Verdacht, dass das Gegenteil wahr sein könnte.


am Mittwoch, 03. August 2022, 16:00 Uhr von Caitlin Johnstone


Was würden Sie denken, wenn in den Medien über eine bestimmte Person wiederholt stünde: „XY, der kein Nacktbader ist“? Sicherlich würden Sie sich Gedanken darüber machen, ob er doch einer ist und ob die aufdringliche Leugnung eines bestimmten Sachverhalts nicht darauf hinweist, dass doch etwas Wahres dran ist. Ja, die assoziative Verbindung „XY badet nackt“ würde sich unauflöslich in Ihrem Geist verankern. Bei der Beschreibung von Russlands Militäroperationen in der Ukraine darf in den Medien nie der Hinweis fehlen, es handele sich um einen „unprovozierten Angriffskrieg“. Damit ist das Thema „Mögliche Provokation der Kriegshandlungen“ gesetzt. Die Frage ist nur noch, wer provoziert hat und warum es der Betreffende nötig hat, so viel Energie in die öffentliche Verneinung seiner Schuldverstrickung zu investieren. Caitlin Johnstone analysiert in ihrem Artikel auf erhellende Weise einige neuere Äußerungen von Noam Chomsky, John Pilger und Chris Hedges — allesamt bereits Klassiker der politischen Aufklärung. Ihr Resümee: Den NATO-Ländern sind Kriegstreiberei und Propaganda selbstverständlich völlig fremd.


Zum Artikel https://www.rubikon.news/artikel/der-propaganda-tsunami



Der ukrainische Sog


Der Krieg in der Ukraine ist ein dreifacher Stellvertreterkrieg und könnte sich auf ganz Europa ausbreiten.


am Mittwoch, 03. August 2022, 15:00 Uhr von Kai Ehlers


Es ist Sommer. Jeder möchte das freundliche Wetter genießen, Urlaub machen, sich mit aufbauenden Dingen beschäftigen — und doch sitzen wir wieder beieinander und machen uns Gedanken, was mit dem Krieg in der Ukraine noch weiter auf uns zukommt. Aber es soll hier nicht wiederholt werden, was in den letzten Monaten schon vielfach hin- und hergewendet worden ist. Es macht auch keinen Sinn, sich in Kriegsberichterstattung zu verlieren, ebenso wenig in den unsäglichen kriegs- und krisentreibenden Beschlüssen der deutschen und europäischen Regierungsbürokraten, die Tag für Tag unsere „Leitmedien“ füllen. Vordergründig sind die Ziele ja offensichtlich: Der „kollektive Westen“, also NATO und EU unter der Führung der USA, will seine in die Krise geratene globale Dominanz restaurieren, sogar ausweiten; Russland will sich von dieser Dominanz emanzipieren, will diesem Druck nicht nachgeben, will sich seine Souveränität nicht nehmen lassen, will eine andere, „multipolare“ Welt erschließen, nicht nur politisch, sondern auch kulturell. Die Ukraine ist der Stoßkeil, den der Westen gegen Russland ins Feld führt. Diesem Plan hat Russland seinen Einmarsch in die Ukraine entgegengesetzt. So weit, so klar, auch wenn in der westlichen Darstellung des Konfliktes — oder direkter: in der Kriegspropaganda des Westens — Ursache und Wirkung verdreht werden, sodass der Westen als die friedensbewahrende und kulturerhaltende Kraft erscheint. Geht es also nur um globale Machtverschiebungen, die über die Ukraine stellvertretend ausgefochten werden? Wird am Ende dieses Krieges nicht die viel beschworene „Zeitenwende“, sondern nur eine Betonierung des Patts zwischen den großen Blöcken stehen, USA/EU versus Russland — jetzt ergänzt um China —, weil der atomare Krieg nicht führbar ist, genauer, weil keiner ihn gewinnen kann, ohne sich selbst zu schaden oder gar zu vernichten?


Zum Artikel https://www.rubikon.news/artikel/der-ukrainische-sog



Die unterschätzte Weltmacht


Eros und Sex führen, wo sie unterdrückt werden, zu Gewalteruptionen — können sie liebevoll gelebt werden, ist auch für die Gesellschaft Heilung möglich. Exklusivabdruck aus „Und sie erkannten sich“. Teil 1/3.


am Mittwoch, 03. August 2022, 14:00 Uhr von Dieter Duhm


Die Partei in George Orwells „1984“ versuchte „den sexuellen Akt aller Freude zu entkleiden“. Warum? „Der Akt der geschlechtlichen Verschmelzung, wenn er glückhaft vollzogen wurde, war ein Akt der Auflehnung.“ Auch die Corona-Regeln wirkten interessanterweise erotikfeindlich. Begegnungen und Berührungen wurden tabuisiert, aus Angst vor Ansteckung wurde die Welt entsinnlicht. Wir wissen, dass es überall dort, wo Sexualität aus ideologischen Gründen unterdrückt wurde, zu Gewaltexzessen kam — ob in prüden islamistischen Systemen oder etwa im Verhalten von Soldaten gegenüber den Frauen unterworfener Länder. Wir können umgekehrt fragen, ob gesunde Sexualität auf der Basis von Zuneigung und Respekt eine heilende Kraft für unsere immer wieder von Wellen abstoßender Grausamkeit überflutete Welt entfalten könnte. Die destruktiven Energien könnten damit in konstruktive, lebensfördernde Bahnen gelenkt werden. Der Autor, Mitbegründer des Heilungsbiotops Tamera in Portugal, beschreibt aus eigener therapeutischer Erfahrung das heilende Potenzial der erotischen Liebe, der eigentlichen, noch immer oft unterschätzten Weltmacht.


Zum Artikel https://www.rubikon.news/artikel/die-unterschatzte-weltmacht



Die Angst vor der Gesundheit


Würde die Pharmaindustrie wirklich tun, wofür sie eigentlich da ist — Menschen heilen —, wäre das schlecht für ihre Profite.


am Dienstag, 02. August 2022, 17:00 Uhr von Christian Kreiß


Börsennotierte Konzerne können nur dann überleben, wenn sie ständig hohe und langfristig steigende Gewinne erwirtschaften, darin besteht ihre Existenzberechtigung. Wenn die Gewinne sinken, sinkt der Aktienkurs. Dann droht eine Unternehmensübernahme oder eine Sanierung über Personalabbau, Kostenreduzierung, Betriebsschließungen und so weiter. Sinkende oder gar ausbleibende Gewinne bedrohen die Existenz börsennotierter Unternehmen. Das gilt auch für Pharmakonzerne. Sie müssen alles tun, um ständig ihre Gewinne zu maximieren. Was wäre also das Schlimmste, was gewinnorientierten Pharmakonzernen passieren könnte? Von Natur aus gesunde Menschen mit natürlicher Immunität und ohne Angst vor Krankheit! Daher soll im Folgenden untersucht werden, inwiefern Interessenkonflikte zwischen Gewinnmaximierung und Gesundheit bei Pharmakonzernen existieren.


Zum Artikel https://www.rubikon.news/artikel/die-angst-vor-der-gesundheit



Wegoptimierte Menschlichkeit


Der Transhumanismus wird als Weg in die Zukunft angepriesen — doch mit diesem verwandelt sich der aufgeklärte Mensch in ein Objekt der Verwertung.


am Dienstag, 02. August 2022, 16:00 Uhr von Marcus Zeller


„Trans“ bedeutet „über etwas hinaus“. Jahrhundertelang träumten Philosophen und Wissenschaftler von optimierten Exemplaren unserer als unzureichend empfundenen Spezies. „Der Mensch ist etwas, das überwunden werden muss“, sagte Nietzsche. Aber: Wenn die Entwicklung über den Menschen hinausführt, wo geht sie hin? Wäre es auch denkbar, dass wir dann schrumpfen, anstatt zu wachsen? Die Ideologie des Transhumanismus will uns von Fehlern befreien, von Krankheiten, im äußersten Fall gar von der „Zumutung“ der eigenen Sterblichkeit. Diese Aversion gegen unsere Fehlerhaftigkeit ist aber vielleicht der größte Fehler überhaupt. Er macht unser Sosein obsolet, erschafft inhumane Funktionstüchtigkeit nach dem Gusto von ein paar „Visionären“ mit Größenfantasien, die niemand von uns gewählt hat, knüpft unser weiteres Schicksal gar an Algorithmen, also an mechanische Entscheider. Dass die neue Welt, die daraus hervorgeht, wirklich eine schöne sein wird, erscheint unwahrscheinlich.


Zum Artikel https://www.rubikon.news/artikel/wegoptimierte-menschlichkeit



Der Ungebrochene


Evo Morales, Ex-Präsident Boliviens, berichtet über seinen schweren Kampf gegen das US-Imperium, das global jeden Widerstand zu ersticken versucht.


am Dienstag, 02. August 2022, 15:00 Uhr von Rubikons Weltredaktion


Evo Morales, Boliviens erster indigener Präsident, der nur auf sechs Jahre Schulbildung zurückblicken kann und 1998 von den damaligen Eliten wegen seiner ungebildeten Ausdrucksweise verspottet wurde, schrieb in den 13 Jahren seiner Präsidentschaft eine der beeindruckendsten sozialistischen Erfolgsgeschichten des Kontinents. 2019 warf ihn ein von den USA lancierter Putsch aus dem Amt. Das Putschregime unter Jeanine Áñez verwaltete Bolivien bis zu den Neuwahlen im Oktober 2020, die wieder von Morales‘ Regierungspartei MAS gewonnen wurden. Im Interview mit dem britischen Investigativjournalisten Matt Kennard berichtet der Expräsident über seine teils erfolgreichen Bemühungen, das einstmals ärmste Land des Kontinents aus seiner Abhängigkeit von den USA zu lösen.


Zum Artikel https://www.rubikon.news/artikel/der-ungebrochene


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06.08.2022

Einmischung "mit Fingerspitzengefühl": Die EU und der italienische Patient

pressefreiheit.rtde.tech, 6 Aug. 2022 19:37 Uhr, von Pierre Lévy

Der Sturz der Regierung Draghi hat in Brüssel und Berlin zu Schweißausbrüchen geführt. Wie geht es weiter mit dem italienischen Patienten? Und wie kann das Land auf dem – aus Sicht der EU-Bürokratie – richtigen Kurs gehalten werden?


Einmischung "mit Fingerspitzengefühl": Die EU und der italienische Patient


Am 21. Juli stürzte die italienische Regierung. Ihr Chef, Mario Draghi, wurde von drei der Parteien, die die Mehrheit bildeten, fallen gelassen und reichte seinen Rücktritt ein. Während Staatspräsident Sergio Mattarella eine Woche zuvor noch versucht hatte, den Rücktritt abzulehnen, in der Hoffnung auf eine combinazione in letzter Minute, blieb ihm diesmal keine andere Wahl, als den Rücktritt anzunehmen. Die Wähler auf der Halbinsel werden am 25. September an die Urnen gehen.


Es ist eine Untertreibung zu sagen, dass dieses Ereignis in Brüssel und in den großen europäischen Hauptstädten kalte Schweißausbrüche verursacht. "Ein regelrechter Sturm" ist nun der Ausdruck, der in den Korridoren der Europäischen Kommission und in der Mainstream-Presse auftaucht. In einem Leitartikel von Le Monde (21. Juli 2022) hieß es:

"Der Zeitpunkt hätte für Italien, die Eurozone und die gesamte Europäische Union nicht schlechter sein können."

Der enthauptete Golem: Was wäre, wenn Deutschland die EU verlassen würde?




Analyse

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"Die Stürme häufen sich", so die französische Tageszeitung weiter. Und sie erinnert an den Kontext: ein Land, dessen Wirtschaft erheblich unter COVID-19 gelitten hat; das mit einer beträchtlichen Staatsverschuldung belastet ist; das von wieder stark steigenden Anleihezinsen betroffen ist; das unter einer stark ansteigenden Inflation leidet, und dem eine Gasknappheit aus Russland droht, von dem es besonders abhängig ist.


Zwar ist – in unterschiedlichem Maße – die gesamte Europäische Union von diesen Bedrohungen betroffen. Aber das gilt besonders für die drittgrößte Volkswirtschaft der EU. Italien ist übrigens neben Spanien der größte "Nutznießer" des von der Europäischen Kommission gesteuerten Konjunkturprogramms: Rom wurden 69 Milliarden Euro an Zuschüssen und 123 Milliarden Euro an zinsgünstigen Krediten zugesagt. Aber nur ein kleiner Teil dieser Summe wurde bislang überwiesen. Denn Brüssel nimmt – wie bei den anderen Ländern – eine Auszahlung in Tranchen vor, je nach Fortschritt der "Reformen", die jedes Mitgliedsland im Gegenzug für die Zuschüsse versprochen hat.


In Italien gab es einen Mann, der die Garantie für die Einhaltung der europäischen "Empfehlungen" verkörperte: Mario Draghi. Dieser war, nach seiner Zeit als Chef des italienischen Schatzamts, und danach bei Goldman Sachs, von 2011 bis 2019 Präsident der Europäischen Zentralbank. In der europäischen Legende wird er als der Zauberer beschrieben, der den Euro 2012 vor spekulativen Angriffen gerettet hat. Es ist eine Untertreibung zu sagen, dass seine Präsenz an der Spitze der italienischen Regierung für Brüssel strategisch wichtig war.


Politisches Chaos in Italien nach Draghi-Rücktritt



Politisches Chaos in Italien nach Draghi-Rücktritt







Nun sehen die Wahlabsichten bis September die Partei "Die Brüder Italiens", die oft als "postfaschistisch" bezeichnet wird, an der Spitze; mit der Möglichkeit, ein Bündnis anzuführen, das zwei andere rechte Kräfte vereinen würde: die Lega, und Silvio Berlusconis Forza Italia. Zwar befürwortet keine dieser Parteien den Austritt aus der EU oder dem Euro; und "die Brüder Italiens" machen aus ihrer atlantischen Gesinnung keinen Hehl. Aber egal: Wenn eine solche Koalition zustande käme, würden alle Brüsseler Hoffnungen in sich zusammenfallen, und zwar noch vor der ersten Amtshandlung einer solchen Regierung. Mit einem zweiten Orbán – und diesmal innerhalb der Eurozone – wären die Bausteine für das Auseinanderbrechen der EU vorhanden.


So weit ist es noch nicht. Aber um zu ermessen, was auf dem Spiel steht, muss man sich die Zuckungen der italienischen Politik im letzten Jahrzehnt vor Augen halten. Ein wichtiger Wendepunkt war 2018: Im Februar jenes Jahres fegte eine als "populistisch" bezeichnete Wahlwelle über Italien hinweg. Diese führte zu einer undenkbaren Koalition aus den zwei großen Wahlsiegern: der als "linkes Anti-System" eingestuften Fünf-Sterne-Bewegung (M5S), und der oft als rechtsextrem abgestempelten Lega unter der Führung von Matteo Salvini.


Nach einem Moment der Panik in Brüssel beruhigte sich das Gespann, bevor es von Widersprüchen erschüttert wurde. Im Sommer 2019 vollzog der Regierungschef, Guiseppe Conte, der dem M5S nahesteht (und dessen Führung er später übernehmen wird), eine Bündnisumkehr: Er verband diese Bewegung mit der Demokratischen Partei ("PD", oft als "Mitte-links" beschrieben) – ein Gespann, das unwahrscheinlich erschien. Und die Lega servierte er im Gegenzug ab.


Nach Rücktritt von Draghi: "Wir steuern auf eine Katastrophe zu"


Nach Rücktritt von Draghi: "Wir steuern auf eine Katastrophe zu"








Im Februar 2021 musste Conte allerdings feststellen, dass seine neue Mehrheit nicht mehr tragfähig war. Der sehr EU-freundliche Staatspräsident Mattarella machte sich diskret daran, eine Mehrheit zu bilden, die fast alle Parteien im Parlament umfasste – mit Ausnahme "der Brüder Italiens". Ein wenig so, als ob in Berlin eine "große Koalition" entstünde, die von der Linken bis zur AFD reicht. An ihrer Spitze also der Dottore Draghi, als Retter Italiens in der EU.


Sein "wundersames" Auftauchen erinnerte an den Theatercoup vom November 2011. Damals regierte Silvio Berlusconi das Land. Der Medienmogul war zwar keineswegs antieuropäisch, aber unter dem Druck der Bevölkerung hatte er Schwierigkeiten, die von Brüssel auferlegten drastischen "Reformen" umzusetzen – Reformen, die umso härter ausfielen, da Italien zu dieser Zeit Beute von Spekulationsangriffen wurde. In Wirklichkeit hatten Brüssel, Angela Merkel und Nicolas Sarkozy hinter den Kulissen (auf einem EU-Gipfel) diesen schleichenden Staatsstreich inszeniert. Und schon damals gab es eine Wunderfigur, die die Führung der Regierung in Rom übernahm: den ehemaligen EU-Kommissar Mario Monti. Monti und Draghi haben mindestens drei Eigenschaften gemein: Sie wurden nie gewählt, sie sind eng mit der Geschäftswelt verbunden, und vor allem waren sie Schlüsselfiguren in der Europäischen Union.


Dieser von außen betriebene Quasi-Putsch hatte weitreichende Folgen innerhalb des italienischen Volkes. Aus dieser Zeit stammt die Feindseligkeit gegen die europäische Integration in einem Land, das zuvor als besonders "europhil" galt. Ähnlich wie damals, als die französischen und niederländischen Nein-Stimmen bei den Referenden über den Entwurf einer europäischen Verfassung im Jahr 2015 missachtet wurden – am Ende wurde ein entsprechender Vertrag (der sogenannte Lissabon-Vertrag) durchgesetzt.


Wie die EU ihre Bürger unter den Folgen einer gescheiterten Russland-Politik leiden lässt





Meinung

Wie die EU ihre Bürger unter den Folgen einer gescheiterten Russland-Politik leiden lässt





Die europäischen Staats- und Regierungschefs sind angesichts des italienischen "Rückfalls" mehr als besorgt. Die Tageszeitung La Stampa glaubte sogar, den Grund für den Rückfall gefunden zu haben: Die politische Krise in Rom sei von Moskau aus gesteuert worden – eine Behauptung, die von den westlichen Medien weitgehend übernommen wurde. Diese "Erklärung", die die politischen Widersprüche des Landes ausblendet, ist kaum glaubwürdig. Aber selbst wenn sie wahr wäre, ist die EU-freundliche Presse nicht in der Lage, sich über diese angebliche Einmischung zu empören, da sie Montis Fallschirmabwurf, der quasi von Brüssel aus gesteuert wurde, mit beiden Händen bejubelt hatte.


Die beginnende Panik der europäischen Politiker erklärt sich auch durch den Kontrast zwischen Mario Draghi, der einer der entschiedensten Verteidiger der ukrainischen Seite gegen Moskau war; und den Parteien, die gerade seinen Sturz herbeigeführt haben und die an der künftigen Regierung, die aus den Wahlen im September hervorgehen wird, beteiligt sein könnten: Die Lega und Forza Italia auf der einen Seite, die M5S auf der anderen, werden alle einer gewissen Nachgiebigkeit "pro-Putin" bezichtigt. Und das in einem Land, dessen öffentliche Meinung als die am wenigsten antirussische innerhalb der EU beschrieben wird.


Unter diesen Umständen versteht man die Aufregung und die Ratschläge von Le Monde am Ende des bereits erwähnten Leitartikels:

"Es liegt an den pro-europäischen Italienern, sich zu mobilisieren, und an der EU, mit Fingerspitzengefühl zu handeln, um dieses Albtraum-Szenario zu verhindern." 

Die EU wird also aufgefordert, sich erneut einzumischen. Aber bitte diesmal "mit Fingerspitzengefühl" …


Mehr zum Thema - "Super-Mario" verlässt die politische Bühne: Folgen EU und Euro?


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.



Weiteres:



Der enthauptete Golem: Was wäre, wenn Deutschland die EU verlassen würde?


pressefreiheit.rtde.tech, 23 Juli 2022 19:27 Uhr, Ein Gedankenspiel von Elem Raznochintsky

Die unplausiblen und trotzigen Schritte Brüssels – besonders in der sich selbst verstümmelnden Energieversorgungs- und Ernährungspolitik – lassen am Fortbestehen der EU selbst zweifeln. Könnte die EU dann noch funktionieren und könnte Deutschland bei einem Austritt ungeschoren davonkommen?


Der enthauptete Golem: Was wäre, wenn Deutschland die EU verlassen würde?



Was wäre, wenn Deutschland die EU verlassen würde? Wäre ein Fortbestand des hierzulande bisher noch beliebten Staatenbündnisses überhaupt möglich – ohne die Bundesrepublik als EU-Gründungsmitglied? Abgesehen von den offensichtlichen Voraussetzungen – wie einem politischen Willen der Exekutive und einer Unterstützung der anderen Gewalten sowie einem klaren Volkswillen – bräuchte es auch externe Umstände, um einem solchen vielschichtigen politischen Ablauf den Weg zu bereiten.


EU will eingefrorene russische Vermögenswerte zum Aufbau der Ukraine verwenden





EU will eingefrorene russische Vermögenswerte zum Aufbau der Ukraine verwenden






Berlin als Hauptschlagader "europäischer Integration"

Bevor man über mögliche Szenarien spekuliert, wie genau und ob überhaupt – Deutschland die Europäische Union verlassen könnte, sollte man sich darüber bewusstwerden, wie sehr es deutsche Politiker waren, welche die EU in ihrer Entwicklung, ihrem territorialen und ideologischem Wachstum, historisch vorangetrieben haben. Klar kann man dies als "imperialistische Expansion" betiteln, aber hierzulande hört man lieber die Losung von der "europäischen Integration".


Deutschlands Verpflichtung gegenüber der EU als ein ideologisches Prinzip dringt tief: Es wird in allen politologischen Entscheidungs- und Indoktrinierungszentren Europas als ein Hauptmotiv der "Wiedergutmachung" und "Sühne" für die Nazi-Ära Berlins angesehen. Auch nur ein Flüstern von offizieller deutscher Stelle, zum Beispiel aus dem Kanzleramt, über einen Kurswechsel oder einen Zweifel an dieser Orientierung, würde europaweite Empörung entfachen. Es scheint keinen dritten Weg zu geben. Zumal die Bundesrepublik Deutschland bereits als Gründungsmitglied der 1951 geschaffenen "Montanunion" ein wichtiger Eckpfeiler der heutigen EU wurde.

Die Umstände also, die nötig wären, um diese Nabelschnur dennoch zu durchtrennen, müssten extrem sein, würden von Chaos begleitet sein und an der Existenz der deutschen Gesellschaft selbst rütteln.


Ferner würde es sich in jedem der Fälle um eine äußerst schwere Geburt handeln – Kaiserschnitt, künstliche Beatmung oder örtliche Betäubung blieben ausgeschlossen.


Füllstand deutscher Gasspeicher sinkt – EU bereitet sich auf Lieferausfall aus Russland vor





Füllstand deutscher Gasspeicher sinkt – EU bereitet sich auf Lieferausfall aus Russland vor





Rein formal müsste sich die Berliner "Ampel"-Regierung des Artikels 50 des EU-Vertrages bedienen und beim Europäischen Rat eine unmissverständliche, schriftliche Absichtserklärung zum EU-Austritt einreichen. Dafür wäre natürlich ein vorhergehendes Referendum als Legitimation empfehlenswert, um unnötige Widerstände und Missverständnisse in der Kommunikation mit der eigenen Bevölkerung zu vermeiden. Das wäre aber nur die Theorie.


Jedoch seien Volksabstimmungen in dieser Kernfrage, wie auch beim britischen Beispiel von 2016, zumindest rechtlich "unzulässig", erinnert uns die Bundeszentrale für politische Bildung freundlich. Eine Sollbruchstelle wäre dagegen die einzigartige Gelegenheit einer deutschen Volksabstimmung über eine neue deutsche Verfassung, die das jetzige Grundgesetz ablösen würde. Denn eine solche neue Verfassung könnte dann das Plebiszit als politisches Mittel des Volkes aus der bisherigen grundgesetzlich verhängten Beschränkung freisetzen.


Der erste Husten

Genau genommen käme es zu zwei Hustenanfällen. Der erste Husten, für den es eines langen Luftholens bedurfte, war Angela Merkels Kanzler-Epoche, in der Zeit von 2005 bis 2021. Noch 2011 hatte Merkel öffentlich auf dem Evangelischen Kirchentag in Dresden erklärt, worin ihrer Meinung nach das Prinzip "europäischer Integration" besteht:

"Und das ist der vielleicht spannende Schritt, den wir Europäer ja schon gewohnt sind. Wir haben lauter Souveränität an die Europäische Kommission abgegeben. Manchmal sind wir sauer darüber, aber wir haben’s gemacht. Und andere Länder sind daran überhaupt noch nicht gewöhnt."

Daraufhin erläuterte die Bundeskanzlerin weiter:

"Wenn man eine wirkliche Weltordnung haben will, eine globale politische Ordnung, dann wird man nicht umhinkommen, an einigen Stellen auch Souveränität, Rechte an andere abzugeben. Das heißt, dass andere internationale Organisationen uns dann bestrafen können, wenn wir irgendetwas nicht einhalten. Und davor schrecken viele Länder noch zurück. Das ist aus meiner Sicht ein wirklich interkultureller Prozess, den wir durchlaufen müssen."

Dieser "interkulturelle Prozess", wenn auch bereits sehr intensiv zu Merkel-Zeiten vollzogen, wurde von der "Ampel"-Regierung seit 2021 in den höchsten Gang geschaltet. Damit ist gemeint, was erst kürzlich Tony Blair – im Kontext eines drohenden Verlustes der westlichen Vormachtstellung – als unvermeidliche Notwendigkeit weiterer Anwendung von kultureller "soft power" beschrieben hatte. Nämlich als die langfristige Propagierung sogenannter "westlicher Werte" als unantastbare Axiome, zu denen mehr und mehr Länder verpflichtet werden sollen.


Noch einmal anders gesagt: die Fähigkeit westlicher Institutionen, "westliche Werte und Tugenden" mittels aller zugänglichen Medien-Disziplinen als begehrte Maximen auch in solchen Regionen zu bewerben, die sich bisher ihrem direkten Einfluss entziehen.


Auf dem europäischen Kontinent spielt Deutschland in diesem Prozess seit langer Zeit eine zentrale, die führende Rolle.


Rumänischer Vize-Premier: "EU wird den Preis für Sanktionen gegen Russland zahlen müssen"





Rumänischer Vize-Premier: "EU wird den Preis für Sanktionen gegen Russland zahlen müssen"





Der zweite Hustenanfall ist die Coronakrise, wodurch die vorgeblichen Axiome liberaler, repräsentativer, westlicher Demokratien, unter anderem in Deutschland, als oberflächlich getarnte Lügen entblößt wurden und die dem ideellen Grundgerüst, dem Skelett der EU herbe, tiefe Schläge versetzt hat.


Die Weichen, keine autonomen Entscheidungen von solcher Größenordnung zu treffen, wurden für Berlin sowieso früh gestellt: jeder neue, ins Amt gewählte Bundeskanzler muss die sogenannte Kanzlerakte unterzeichnen, die im Mainstream selbstverständlich regelmäßig als "Verschwörungstheorie" entschärft wird – ein Geheimdokument, was von Konrad Adenauer bis hin zu Willy Brandt stets unterschrieben werden musste und eine Unterwerfung gegenüber Washington darstellte. Wenn Washington also nicht möchte, dass Berlin die EU verlässt, wird Berlin auch nicht die EU verlassen. Zumindest nicht unter der Regie eines Bundeskanzlers.


Siamesische Zwillinge

Ob Berlin und Brüssel oder Berlin und Paris: Deutschland ist innerhalb der EU mindestens in einer, aber eher in beiden Konstellationen unwiderruflich und intim verwachsen. Es ist nicht ein dickes, herausmontierbares Kabel, das die Elemente verbindet. Es sind unzählige Fasern, die ineinander verwoben und verknotet sind und das Ökosystem zwischen Paris, Brüssel und Berlin als zutiefst symbiotisch entlarven. Immerhin, wie bereits erwähnt, alle drei europäischen Hauptstädte sind seit der Gründung der heutigen EU darin fest verankert.


Frankreich ist zwar auch ein historischer Konkurrent zu Deutschland, aber selbst Zbigniew Brzeziński hatte in seinen geopolitischen Schriften die starke Partnerschaft der beiden Länder verstanden. Er erklärte, dass beide EU-Schlüsselnationen regelmäßig gegeneinander auszurichten seien, damit sich die EU als Gebilde nie wirklich gegenüber Washington verselbstständigt oder gar querstellt. Das hätte dann unnötigerweise zu einer autonomen und souveränen geopolitischen Linie Europas geführt, zu der es letztendlich nicht kam: bis heute ein klarer strategischer Erfolg der USA.


Ein "alter" Zwilling könnte auch erneute Berücksichtigung und Wichtigkeit erlangen: die neuen Bundesländer, also die ehemalige DDR. Denn weltanschauliche Unterschiede zwischen West und Ost sind in den Köpfen immer noch eklatant, was auch die Landtagswahlen der letzten Jahre immer stärker illustriert haben. Mögliche Sezessionen, die die heutige territoriale Integrität der Bundesrepublik in einer strittigen Angelegenheit wie einem eventuellen EU-Austritt infrage stellen könnten, würden bei hinreichend großem gesellschaftlichem Chaos folgen.


Der Euro-Entzug

Dann gibt es da noch die Währungsunion. Die Bundesrepublik liefert bisher – mit jährlich 3,5 Billionen Euro, also 22 Prozent – fast ein Viertel des gesamten Bruttoinlandsproduktes der EU – sie hat die größte Volkswirtschaft der EU, mitten im Herzen Europas. Außerdem ist Berlin regelmäßig der mit Abstand größte Nettozahler in den EU-Haushalt. Im Jahr 2017 zahlte Deutschland 13 Milliarden Euro mehr ein als es umgekehrt erhielt. Die wichtigsten wirtschaftlichen Prozesse innerhalb der EU werden in Euro abgerechnet.


EU-Ratsvorsitz: Müssen auf mehr Ukraine-Flüchtlinge vorbereitet sein





EU-Ratsvorsitz: Müssen auf mehr Ukraine-Flüchtlinge vorbereitet sein






Um die deutsche Mark (DM) bei einem EU-Austritt wiederzubeleben, bräuchte es ein Wort mit der Deutschen Bundesbank, die alle alten Währungseinheiten noch irgendwo in Verwahrung haben soll. Bis heute sei der Wechsel von DM zu Euro dort möglich. Ende 2021 sollen wohl noch immer etwa 5 Prozent der DM-Umlaufmenge aus dem Jahr 2000 nicht bei der Bundesbank in Euro umgetauscht worden sein.


Staatliche EU-konforme Finanzexperten und Wirtschaftswissenschaftler warnen seit der Eurokrise 2010 regelmäßig davor, auf die Rückkehr der deutschen Mark zu hoffen, und pochen auf die Notwendigkeit des Euro. Vielleicht werden sie schon bald ihre Meinung ändern.


Herztransplantation

Ein hypothetischer Austritt Deutschlands aus der Europäischen Union ist wie die erste Etappe einer Herztransplantation. Die Bundesrepublik stellt in diesem Bildnis das Herz dar. Das chirurgische Entfernen des Herzens ist geglückt, die ganze medizinische Mannschaft freut sich und beginnt zu feiern. Champagner-Korken schießen durch die Luft, als ob die Operation bereits geglückt wäre. Plötzlich fragt aber der Praktikant, wo denn das neue Herz aus der Organspende aufbewahrt wird. Keiner weiß es, Panik bricht aus. Alle schieben sich die Verantwortung und Haftung gegenseitig in die Schuhe, während die Uhr unerbittlich tickt – nur um am Ende festzustellen, dass gar kein neues Herz bereitgestellt wurde. Pech für den Patienten – hier dargestellt vom supranationalen, zentralisierten Staatenbund. Der Patient ist tot – und die Klinik geht wohl bald in Flammen auf.


Der Weimarer Eingriff

Eine EU ohne Deutschland zerfällt wie ein mit Tränen und Schweiß notdürftig zusammengeheftetes Kartenhaus. Eine solche EU mit dem jetzigen geopolitischen Kurs zerfällt, auch mit Deutschland an Bord. Wie man es auch dreht, Berlin steht vor einer lebenswichtigen Gabelung. Noch ist die öffentliche Meinung in Deutschland monolithisch eingeschworen – nicht nur auf die unverzichtbare und lebensnotwendige EU-Mitgliedschaft, sondern dabei naturgemäß auch auf die weiter fortdauernde Führungsrolle Berlins in der EU. Für viele deutsche Bürger gilt die seltsame Ungleichung: Die EU ist Europa und Europa ist die EU. Die Schweiz und Norwegen sind bloß verblendet – und der Ural ist sowieso weit weg.


Wird aber aus der Inflation eine Hyperinflation – und damit aus "ich kann mir vier Restaurantbesuche im Monat nicht mehr leisten" zu "ich kann meine Kinder nicht mehr vollwertig mit Nahrung, Obdach und Wärme versorgen" –, so eröffnen sich neue, geradezu revolutionäre Perspektiven.


Die deutsche Bevölkerung wird spätestens dann Fragen stellen – und auch nicht lange auf deren Beantwortung warten wollen – wer für all das plötzliche Elend verantwortlich ist. Den "bösen Russen" im fernen Kreml erneut als Trumpfkarte zu ziehen, wird sich als eine äußerst schwache und ausgeleierte Strategie entpuppen. Schnell wird das Rampenlicht auf die hiesige politische Herrscherklasse fallen, die zentralisiert, fremdbestimmt und – in der Retrospektive trotzdem – vorsätzlich und willentlich diese Prozesse nicht nur geduldet, sondern mit angefeuert hat.


Wenn Sanktionen nach hinten losgehen: Die EU hat keinen Plan





Meinung

Wenn Sanktionen nach hinten losgehen: Die EU hat keinen Plan





Bis dahin marginalisierte politische Bewegungen könnten an Schwung gewinnen.  Isolationistische, rechtskonservative und EU-skeptische Lager in der AfD zum Beispiel könnten plötzlich großen Rückenwind erfahren. Demonstrationen und Kämpfe zwischen den Lagern auf offener Straße würden einen Bürgerkrieg entzünden, der über die geschichtliche Schablone der Weimarer Republik hinausgehen könnte. Viele traditionell liberale, progressive und internationalistische Gemeinden in Deutschland könnten einen desillusionierenden Kippmoment erfahren. Die Rede über EU-Austritt oder sogar NATO-Austritt würde mehr und mehr auch im Medien-Mainstream zugelassen werden. Das wären alles Hinweise darauf, dass auch ein Elitenwechsel in Deutschland vom Zaun gebrochen wurde. Strukturen, die seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges nicht reformiert wurden – teils sogar seit der Nazi-Zeit nicht reformiert wurden, wie die Bewegung der 68er in Deutschland teilweise offenbarte. Für solch einen tiefgreifenden Wechsel der Eliten gibt es gegenwärtig aber kein signifikantes, vernehmbares Volksbegehren oder Bewusstsein, zumindest noch nicht.


Ein deutsches Wahlmotto einer solchen Zukunftsvision könnte wie folgt lauten: "Das EU-Kreuzfahrtschiff sinkt so oder so, aber Berlin könnte sich auf einen entfernten Fischkutter retten."


Auch das wäre aber eher ein leeres Versprechen, denn selbst wenn Berlin "auf dem Papier" aus der EU ausgetreten wäre – samt aller Ratifizierungen – würden die ätzenden und einschneidenden wirtschaftlichen, ja existenziellen Erschütterungen der Rest-EU um die Bundesrepublik herum sie selbst genauso treffen – ob noch als EU-Mitglied oder bereits als ein Staat nach einem EU-Exit.


Deutschland ist keine solche Insel, wie Großbritannien seit jeher eine war. Wobei selbst bei den Briten sich dieser präzedenzlose Prozess namens Brexit bekanntlich über Jahre hinzog. Sich zurückzuziehen und notfalls hermetisch abzuriegeln, ist unmöglich für ein Deutschland, das zurzeit "das Herzrasen der EU" symbolisiert. Deutschland ist mittendrin, statt nur dabei. Ein Austritt Deutschlands aus der EU würde de facto einen annähernd simultanen Zerfall der EU selbst bedeuten. Der "Austritt" aller anderen EU-Mitgliedsstaaten wäre damit natürlich eingeschlossen. In jedem Falle ist der Brüsseler Infarkt sicher.


Mehr zum Thema – EU kaufte erstmals mehr Gas aus den USA als aus Russland – für die Bürger ein problematischer Trend


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://pressefreiheit.rtde.tech/europa/143850-enthaupteter-golem-eine-eu-ohne-deutschland


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

06.08.2022

Krieg ist zuerst die Hoffnung, . .

"Krieg ist zuerst die Hoffnung, dass es einem besser gehen wird, hierauf die Erwartung, dass es dem andern schlechter gehen wird, dann die Genugtuung, dass es dem andern auch nicht besser geht, und hernach die Überraschung, dass es beiden schlechter geht."
Karl Krau
s
06.08.2022

Ausgewähltes 6.8.2022

aus e-mail von Doris Pumphrey, 6. August 14:54 Uhr


https://pressefreiheit.rtde.tech/europa/145457-verbrechen-oder-fehler-selenskij-wutend/

6.8.2022

*"Verbrechen oder Fehler":

Selenskij wütend über ausstehende Milliarden-Hilfen der EU

*

Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat die EU scharf

kritisiert und sie beschuldigt, seinem Land, trotz des Konflikts mit

Russland, absichtlich acht Milliarden Euro an versprochener Hilfe

vorzuenthalten.

"Jeden Tag und auf unterschiedliche Weise erinnere ich einige

EU-Regierungen daran, dass ukrainische Rentner, unsere Vertriebenen,

unsere Lehrer und andere Menschen, die auf Zahlungen aus dem Haushalt

angewiesen sind, keine Geiseln ihrer Unentschlossenheit oder Bürokratie

sein sollten", sagte Selenskij am vergangenen Donnerstag in einer

Videobotschaft auf Telegram. "Ich werde nicht sagen, welches europäische

Land bremst", sagte er, denn er gehe immer noch davon aus, dass es sich

um einen Fehler handle, der korrigiert werden könne.


Die Europäische Union hat die Überweisung von 8 Milliarden Euro

vorläufig ausgesetzt und dies sei laut Selenskij eine "künstliche

Verzögerung der Makrofinanzhilfe für unser Land und entweder ein

Verbrechen oder ein Fehler". Obwohl der Präsident die Nationen, die er

für das Zurückhalten des Geldes verantwortlich macht, in seiner

Botschaft nicht nannte, hat Anfang vergangener Woche der

stellvertretende Büroleiter von Selenskij, Igor Zhowkwa, bekannt

gegeben, dass die Ukraine bisher nur 1 Milliarde Euro aus Brüssel

erhalten habe, nachdem "einige EU-Länder, darunter Deutschland", die

Überweisung von weiteren 8 Milliarden Euro blockieren.


Das Finanzministerium in Berlin wies den Vorwurf zurück. Nach Angaben

der EU-Kommission sind für die ausstehende Summe möglicherweise

Garantien von Mitgliedsstaaten nötig, weil eine Absicherung über den

EU-Haushalt bei solchen Summen nicht mehr möglich ist.

Da Kiew aufgrund der andauernden Kämpfe und der schlechten

wirtschaftlichen Situation nicht in der Lage ist, die Löcher in seinem

Haushalt zu stopfen, versprach die EU im Mai, der Ukraine bis Ende 2022

neun Milliarden Euro an Subventionen und zinsgünstigen Krediten zur

Verfügung zu stellen, die hauptsächlich aus den Vereinigten Staaten

fließen sollen, wobei die Europäische Kommission eine Milliarde

US-Dollar an Zuschüssen beisteuern will und Deutschland einen ähnlich

hohen Betrag zusagte, den Berlin bereits überwiesen hat. Der Rest der im

Mai vorgeschlagenen EU-Hilfen soll in einem für den September

angekündigten Paket präsentiert werden, zu dem Deutschland erneut

beitragen werde, so ein Beamter des Bundesfinanzministeriums, der

namentlich nicht genannt werden wollte.


------------------------------------------------------------------------------


*Krieg in der Ukraine: Neben dem Terror gegen Zivilisten im Donbass

jetzt auch Nuklear-Terror?

*Die ukrainischen Streitkräfte sollen am Freitag das Kernkraftwerk

Saporoschje beschossen haben, so das russische Verteidigungsministerium.

Die Ukraine widerspricht und meldet, die auf dem Gelände des AKW

stationierten prorussischen Kräfte hätten das von ihnen gehaltene Werk

zweimal ins Visier genommen – sich also selbst beschossen.

/Hier zum Video:

/https://pressefreiheit.rtde.tech/kurzclips/video/145468-krieg-in-ukraine-neben-terror/



https://pressefreiheit.rtde.tech/international/131481-liveticker-zum-ukraine-krieg-ukrainisches/ 

<https://pressefreiheit.rtde.tech/international/131481-liveticker-zum-ukraine-krieg-ukrainisches/>6.August 

2022


13:00 Uhr

*Russisches Militär registriert massenhafte Fahnenflucht ukrainischer

Soldaten*

Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalleutnant

Igor Konaschenkow, hat auf seinem Briefing am Samstagnachmittag über

andauernde russische Angriffe auf Militärobjekte in der Ukraine

berichtet. Bei einem Luft- und Artillerieangriff auf eine Brigade der

ukrainischen Streitkräfte in der Nähe der Ortschaft Belogorka im Gebiet

Cherson seien mehr als 400 Nationalisten getötet worden. Infolge eines

Präzisionsschlags auf ukrainische Stellungen in der Nähe der Ortschaften

Andrejewka, Losowoje und Dolgowoje im Gebiet Cherson seien mehr als 70

weitere ukrainische Armeeangehörige ums Leben gekommen, ungefähr 150

wurden verletzt. Bei der Ortschaft Wywodowo im Gebiet Dnepropetrowsk sei

ein Stützpunkt der sogenannten Ausländischen Legion getroffen worden.

Durch den Präzisionsschlag sollen mehr als 80 Söldner getötet worden sein.


Ferner teilte Konaschenkow mit, dass sich Angehörige der 59.

motorisierten Infanteriebrigade, der 61. Jägerbrigade und der 35.

Marineinfanteriebrigade der ukrainischen Streitkräfte vor dem

Hintergrund der massenhaften Verluste im Gebiet Nikolajew geweigert

hätten, den Befehl zur Offensive zu befolgen. Sie verließen stattdessen

ihre Stellungen und begingen Fahnenflucht.


Darüber hinaus seien mehrere Ansammlungen von Technik und Personal der

ukrainischen Armee getroffen worden. Zerstört worden seien auch zwei

Lager mit Raketen und Artilleriemunition in der Nähe der Ortschaften

Trudowoje und Soledar sowie ein Depot mit mehr als 50.000 Tonnen

Treibstoff für das Militärgerät des ukrainischen Truppenverbands Dnepr.

In der Nähe der Ortschaft Pjatigorskoje habe die russische Armee eine

ukrainische Einheit mit Mehrfachraketenwerfern vom Typ Olcha und HIMARS

außer Gefecht gesetzt, fügte Konaschenkow hinzu.


Seinen Angaben zufolge habe die russische Luftwaffe bei einem

Luftgefecht über dem Gebiet Kirowograd ein ukrainisches Kampfflugzeug

vom Typ Su-25 abgeschossen. Ein weiteres ukrainisches Flugzeug desselben

Typs sei von der russischen Flugabwehr über dem Gebiet Cherson

abgeschossen worden. Über den Gebieten Charkow und Saporoschje seien

zudem acht Drohnen zerstört worden. In den Gebieten Cherson und Charkow

habe die russische Flugabwehr 26 reaktive Geschosse abgefangen.

Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums habe die Ukraine

seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar insgesamt 263

Flugzeuge, 145 Hubschrauber, 1.693 Drohnen, 361

Flugabwehrraketenkomplexe, 4.259 Panzer und andere Panzerfahrzeuge, 789

Mehrfachraketenwerfer sowie 3.270 Geschütze und Mörser verloren.



10:40 Uhr

*Militärisch-zivile Verwaltung von Cherson erkennt von Kiew designierten

Gouverneur nicht an *

Der Vizechef der militärisch-zivilen Verwaltung des Gebiets Cherson,

Kirill Stremoussow, hat erklärt, dass diese Region nicht mehr unter

Kiews Rechtshoheit stehe und dass sich die Personalentscheidungen der

ukrainischen Regierung nicht mehr auf das Gebiet Cherson erstreckten. So

kommentierte Stremoussow gegenüber der russischen Agentur /RIA Nowosti/

den Bericht, wonach das Ministerkabinett in Kiew Jaroslaw Januschewitsch

als Gouverneur von Cherson gebilligt hatte. /"Die Nazi-Spitze, die sich

in Kiew verschanzt hat, hat uns mit ihren Entscheidungen nichts zu

befehlen. Ihre Entscheidungen sind von Grund auf verbrecherisch."

/Stremoussow teilte ferner mit, die militärisch-zivile Verwaltung der

Region nehme keine Erklärungen des Kiewer Regimes ernst, denn die

ukrainische Führung habe alle ethischen und moralischen Grenzen

überschritten. Der von Kiew designierte Gouverneur werde niemals in die

Region kommen. Januschewitsch sei ein virtueller Amtsträger.



08:02 Uhr

*Russlands Vizebotschafter bei Vereinten Nationen: Moskau und Kiew sind

noch von Verhandlungen entfernt*

Der russische Vizebotschafter bei den Vereinten Nationen, Dmitri

Poljanski, hat in einem am Freitag veröffentlichten Interview für den

YouTube-Kanal /The Dive with Jackson Hinkle/ erklärt

<https://youtu.be/E5mOVy6nbHc>, dass sich die Ukraine im Konflikt mit

Russland bislang nicht gesprächsbereit zeige. Die Regierung in Kiew

spreche nur von einer theoretischen Verhandlungsmöglichkeit, nachdem

Russland seine Truppen aus dem Donbass und sogar von der Halbinsel Krim

zurückgezogen haben werde, was lächerlich sei.

/"Was die Friedensverhandlungen betrifft, so sendet die Ukraine uns

keine Signale darüber, dass sie eine verantwortungsvolle Position hat.

Sie haben Forderungen, die bei keinen ernsthaften Gesprächen auf den

Tisch gelegt werden können."/

Deswegen seien Moskau und Kiew von den Friedensverhandlungen noch

entfernt. Eben deswegen werde die militärische Sonderoperation in der

Ukraine fortgesetzt, sagte Poljanski.



09:31 Uhr

*Russischer Vizebotschafter bei Vereinten Nationen: Russland wird

internationale Experten und Journalisten nach Jelenowka bringen*

In einem am Freitag veröffentlichten Interview für den YouTube-Kanal

/The Dive with Jackson Hinkle /hat der russische Vizebotschafter bei den

Vereinten Nationen, Dmitri Poljanski, erklärt

<https://youtu.be/E5mOVy6nbHc>, dass Russland internationale Experten

und Journalisten zum zerstörten Gefängnis in Jelenowka bringen werde.

Den Vorwurf, wonach das russische Militär die Haftanstalt mit

ukrainischen Kriegsgefangenen angegriffen haben soll, kommentierte der

Diplomat mit den Worten: /"Wir leben in einer Welt der sogenannten

Post-Wahrheit, wo die Wahrheit keine Bedeutung mehr hat."/

Man stelle Anschuldigungen und Behauptungen auf, ohne sich um die

Tatsachen zu kümmern. Es sei daher äußerst schwierig, mit solchen

Partnern über etwas zu sprechen, so Poljanski.

/"Es ist offensichtlich, dass dieses Untersuchungsgefängnis mit

HIMARS-Raketen beschossen wurde. Wir haben keine

HIMARS-Mehrfachraketenwerfer. Die Ukraine hat sie aber."/

Bei dem Angriff auf die Haftanstalt mit ukrainischen Kriegsgefangenen in

der Ortschaft Jelenowka in der Nähe von Donezk waren am 29. Juli

mindestens 50 Menschen getötet worden. Mindestens 73 weitere erlitten

schwere Verletzungen. Die russische und die ukrainische Seite machten

sich gegenseitig für die Attacke verantwortlich.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

06.08.2022

dfb funktionär zum thema energiepolitik etc.

aus e-mail von Irene Eckert, vom 5. August 2022, 17:16 Uhr


Folgend Abschrift ab Minute 10:58 bis Minute 11:47

"Ungeheuerliches braut sich erneut in Deutschland zusammen, in trauter Vereinigung und inniger Umarmung mit der SPD,  plant die FDP de facto eine Kennzeichnungspflicht für Ungeimpfte in der Öffentlichkeit. Und jetzt anschnallen meine Damen und Herren, betroffen davon sollen auch 3-fach Geimpfte sein, die keine vierte Impfung wollen!

Ja bitte also, wer A, B und C gesagt hat, der müsste jetzt auch noch D sagen, denn wir haben ja gehört von Herrn Lauterbach, auch nach 3-fach Impfungen ist der Impfschutz unter vierzig Prozent gerutscht und wir wissen immer noch nicht was unter vierzig Prozent bedeutet. Neun Prozent, 19 Prozent oder 39 Prozent."


Info: Video https://www.youtube.com/watch?v=YAMTLyrgBBY Dauer 17:09 Min.

06.08.2022

Schroeder: Nord Strom II Öffnung wäre die Lösung!!!!!

aus e-mail von Doris Pumphrey, 6. August 2022, 14:31 Uhr

*"Gerhard Schröder sieht eine Lösung der Gaskrise: Mit der Inbetriebnahme

von Nord Stream 2 «gäbe es kein Versorgungsproblem für die deutsche

Industrie und die deutschen Haushalte», so der Altkanzler." *Donaukurier

vom 3.08


*Aber: Ahängigkeit von US-Autorisierung offenbar Hauptproblem (The Saker)*


*Number one problem is the absurdly required US political approval of the

idea as broadly explained below. Problem number two is time is up as the

NS2 certification and commissioning process would have to start right now —

meaning yesterday – in order to possibly make it soon enough as neither

problem #1 or #2 are simple nor quick to solve. Why so ? Well, one reason

the dependency on US authorization of anything meaningful for Europe which

is now clearly exposed for all to see. for more see:*

https://thesaker.is/anatomy-of-the-eu-gas-crisis/



Weiteres:



Anatomy of the EU “gas crisis”
thesaker.is, August 05, 2022, by Jorge Vilches for the Saker blog, 47 Comments

Europe today does not have – or possibly never had – an effective vision of the no-nonsense existential strategy it required to subsist in peace. Furthermore, as if not aware of the coming debacle, EU leaders firmly insist on their failed policies. Now, former Chancellor Gerhard Schroeder proposes to solve the EU’s self-inflicted ´gas crisis´ by launching the Nord Stream 2 (NS2) gas pipeline… although German authorities have repeatedly rejected the idea.


Today the EU is governed by childish impulses necessarily leading to confusion and self-harm. First the EU imposes highly crippling sanctions on its Russian partner and then demands from her full natural gas delivery — even under the current most special situation — while flagrantly violating well-known contract clauses. Accordingly, it is obvious that the assumed European ´energy crisis´ does not really exist as such, be it for natural gas, oil, distillates, coal, uranium rods… or whatever others for that matter. Because if a genuine “energy crisis” truly existed, Europe would not have full access to tangible energy from Russia, which is not the case. Actually, Europe has an enviable, excellent access to high quality, decades-proven, swift, trouble-free, close-by, door-to-door delivery of truly cheap energy from fully-vetted Russian vendors willing and able to reliably deliver the goods as they always have since decades yonder.


contract violations

But besides being immature, the EU can also be highly creative. For instance, by playing games with sacrosanct contractual requirements for the famous peripatetic Siemens NS1 turbine # 073… now stranded at Mülheim an der Ruhr after a yet unfinished maintenance episode at very distant Siemens Canada facilities of all places. Accordingly, Russia´s Gazprom has now officially rejected to accept delivery of turbine # 073 on the basis that


The sanctions regimes of Canada, the EU, the UK and a mismatch of the current situation with the existing contractual obligations by the Siemens side make delivery of the 073 engine to the [ Russian ] Portovaya compressor station impossible”. Gazprom claims that essential documents have not been presented stating that turbine 073 is not under sanctions. “Words are not enough”.


Ref #1 https://www.rt.com/business/560216-kremlin-responds-german-turbine-accusation/


Furthermore, the Minister of Natural Resources of Canada Jonathan Wilkinson declared that “Canada grants a time-limited and revocable permit for Siemens Canada to allow the return of repaired Nordstream 1 turbines to Germany…” So, no direct return to Russia — which is a clear breach of contract — and also under time-limited and revocable conditions which is an additional contract violation simply because turbine # 073 is still not sanctions-free and thus uninsurable. Spokesman Dmitry Peskov made clear that the turbine had been sent to Germany without Russia’s consent and that in the current situation Moscow should now have to make sure that the turbine “cannot be stopped remotely”… Sabotage cannot be excluded while Germany is actively sending weapons to Ukraine to kill Russians.


Ref #2 https://nationworldnews.com/gazprom-repeats-west-bloks-nord-stream-turbine-shipments/

Ref #3 https://www.ft.com/content/d926a768-f976-4bee-823c-0f255afb7087

Ref #8 https://tass.com/economy/1477929

Ref #4 https://www.reuters.com/article/ukraine-crisis-gas-nordstream/update-1-russias-gazprom-sanctions-make-delivery-of-nord-stream-turbine-impossible-idUKL8N2ZF6SQ

Ref #5 https://news.yahoo.com/turbine-works-germanys-scholz-points-083241601.html


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what happened ?

EU sanctions have shut down several Russian pipelines thus completely tying down Gazprom´s hands. Ukraine and Poland effectively closed off the Yamal-Europe pipeline. Ukraine did it overtly for strictly political reasons while Poland by refusing to pay under the new gas-for-Roubles scheme. Also, the NS1 pipeline is still suffering the Siemens-Canada tumultuous service problems. Besides, Gazprom is unable to fully use another pipeline route as Ukraine has been rejecting its transit applications. In sum, Europe has pro-actively shut itself off from Russian gas. Go figure…


et tu Siemens ?

Siemens Energy is the NS1 turbine manufacturer squarely and contractually responsible for the regular maintenance and proper functioning of all NS1 turbines, property of Russia. Siemens has now officially declared what Gazprom has been saying all along, namely that only one of five NS1 turbines is truly operational and able to deliver gas. Of course, this means that Europe is able to receive only 20% of Russia´s badly-needed natural gas as the condition of the four other remaining NS1 turbines is still undefined. According to former German Chancellor Gerhard Schroeder, the reduction in the NS1 flow rate capacity is entirely Siemens’ fault, not Gazprom´s. Sanctions obviously still apply to turbine # 073 and surely to any other Russian-related piece of equipment or produce or program or whatever Russian.


et tu Gazprom ?

Vitaly Markelov, deputy head of Gazprom, said that Siemens has not fulfilled its obligations to adequately maintain NS1 engine and thusly several pieces of equipment are currently idle. Besides, Gazprom claims it has not received from Siemens the required, well-known, complete package of documents allowing transportation, maintenance service and repairs of Russian-owned equipment. The EU keeps playing lots of childish games while winter gets ever closer. If Gazprom were to accept the turbine it would be liable for illegally breaking the EU sanctions regime plus other unfavorable complications. Lots of tricky lawfare involved while the EU can’t stop digging an ever deeper hole for itself. What´s bloody wrong with Europeans ? Why do they insist in choking down on their own vomit ? EU sanctions were rolled back regarding insurance on freight vessels with Russian oil, right ? So go for it you ignorant fools, now.


Gazprom says: “The current anti-Russian sanctions are hindering the successful resolution of the issue of the transportation and repair of Siemens gas turbine engines for the Portovaya compressor station, which supplies gas to European consumers through the Nord Stream pipeline.”

Ref #6 https://www.rt.com/business/560144-turbine-manufacturer-explains-gas-shortfall/

Ref #7 https://www.rfi.fr/en/business-and-tech/20220803-gazprom-says-gas-turbine-delivery-to-russia-impossible-due-to-sanctions

Ref #8 https://www.rt.com/business/560232-gazprom-explains-turbine-complications/


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the NS2 “solution”

In the whole history of worldwide warfare, no help was ever made readily available by any enemy. Let alone would such help ever include the life-blood of Europe´s economy, including vital products and energy. So Russia right now is not Europe´s “enemy”. Today European industry and households are simply undergoing a fake ´energy crisis´ (not) of their own making by decisions made by un-elected EU politicians who do not represent Europe´s best interests. Now, former German Chancellor Gerhard Schroeder insists in a Stern Magazine interview the NS2 pipeline with Russian-made turbines would immediately solve Europe´s — possibly terminal — ´energy crisis´ come winter 2022 – 2023.

Ref #9 https://www.rt.com/business/560125-gerhard-schroeder-nord-stream-gas/


three NS2 problems

But there are three major “problems” to be solved. Number one problem is the absurdly required US political approval of the idea as broadly explained below. Problem number two is time is up as the NS2 certification and commissioning process would have to start right now — meaning yesterday – in order to possibly make it soon enough as neither problem #1 or #2 are simple nor quick to solve. Why so ? Well, one reason the dependency on US authorization of anything meaningful for Europe which is now clearly exposed for all to see. This also includes among other things any European trade and investment decisions with Russia. Furthermore, due to serious and most valid technical reasons, several weeks are required before any natural gas can flow from Russia to Germany through the NS2. Otherwise, the risks of serious accidents and/or malfunctioning could mean the sudden end to any possible successful solution of the problem at hand. People at large – and even top ranking specialized politicians – many times think that oil & gas feedstock flows can be turned on and off with the flip of a switch (not). Of course, all of the above furthermore requires German cooperation and correct decisions such as not using NS2 terminal facilities for any other purposes than those originally intended with specific design criteria and construction technology in mind. This is of utmost importance because German officials have already announced their idea of ´speeding up´ and supplementing the installation of LNG terminals with available NS2 hub-heads to support non-Russian LNG gas imports.


And problem number three is that at this very late stage of the game Gazprom could only deliver 25% of its nominal design capacity. In May, Russia´s President Putin specifically advised German Chancellor Scholz that Gazprom had contractually reserved the NS2 delivery capacity which needed to be effectively purchased as it could not remain suspended in mid-air indefinitely. Thus, President Putin then also warned Chancellor Scholz that Russia was forced to soon redirect half of the NS2 volume for domestic consumption and processing. Therefore, even if Gazprom were to be duly authorized to launch NS2 tomorrow morning, it would pump only 50% of its original nominal design capacity. And given that we are already more than halfway through 2022, that would be just be 20-25%…or less.

Ref # 10 https://www.aa.com.tr/en/energy/general/germany-unable-to-use-second-nord-stream-2-line-before-2028-gazprom/35291


US interference

The US does not leave Europe free to make rational decisions, simply because Europe constitutes a heterogeneous group of vassal states still under US military occupation. The NS2 natural gas pipeline runs under the Baltic Sea from Russia to Germany right besides the currently problematic NS1. Its construction was recently completed but the pipeline was denied certification and commissioning by German authorities prior to the crisis in Ukraine. Despite former Chancellor Gerhard Schroeder´s insistence, the German government has repeatedly said that launching NS2 now is absolutely out of the question. It is impossible to make this stuff up…


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the EU perfect storm

Europe is facing a perfect storm: energy prices are up, economic growth is down and winter is coming ” officially stated by Mr. Josep Borrell, the EU’s top diplomat and High Representative for Foreign Affairs and Security Policy.


Add to that the ever-lower Rhine River water levels – almost impassable by barges of any draft — and you get the idea. This ultra-low Rhine level tremendously restricts – and may possibly cut-off altogether – the very badly-needed coal shipments to the now absurdly RE-commissioned coal-fueled power stations. Of course, also this impacts the physical delivery of everything – not just fuels and inputs thereof — with necessarily much higher costs requiring non-available trucking freight. “The risk here is the trade of huge quantities of commodities that would otherwise be used to stave off an economic crisis become logjammed on the Rhine as low water levels make certain parts impassible. Shipment costs for coal are therefore increasing, which in turn inflates the costs of operating coal plants.”


The low water levels are already forcing “irregular operation” at a Uniper 510-megawatt Staudinger-5 coal-fired power plant through the first half of September because fewer and fewer barges have been able to deliver coal as stockpiles dwindle. Rhine water levels below 40 centimeters at Kaub would halt shipments via inland waterways to the power plant, forcing highly expensive and inefficient shipments by land. Many other key industries are seriously affected.


Gazprom explains complications in turbine rowThe Rhine River directly affects trade and industrial logistics of several key European countries namely, Austria, Switzerland, Germany, France, and the Netherlands while indirectly affecting many others or, in some cases, all the others. In particular, the über-important German inland transportation system – and therefore its entire supply chains network – depends upon normal levels of Rhine River waters. Because it´s not only a matter of sourcing the right quality, quantity and price of any produce. It is just as important to receive it Just-In-Time at process destinations such as refineries or power plants as explained later. Simultaneously, all European stakeholders are competing with each other tooth and nail struggling to find, contract and retain exactly the same resources in order to solve the same unexpected problems all at once and by the same date.

Ref #11 https://www.eeas.europa.eu/eeas/europe%E2%80%99s-energy-balancing-act_en

Ref #12 https://www.zerohedge.com/commodities/german-barge-traffic-shrinks-rhine-water-levels-fall

Ref #13 https://thesaker.is/europe-hypnotized-into-war-economy/

Ref #14 https://www.zerohedge.com/commodities/germanys-uniper-warns-irregular-operation-power-plant-rhine-river-dries


Info: https://thesaker.is/anatomy-of-the-eu-gas-crisis


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

06.08.2022

Weg mit den Sanktionen - Für soziale Gerechtigkeit!

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Info: aus e-mail von Doris Pumphrey, 5. August 2022, 16:40 Uhr


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

06.08.2022

Stellungnahme der Chinesischen Botschaft in Deutschland zur gemeinsamen Erklärung der Außenministerinnen und -minister der G7 und der EU zu Taiwan

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china-embassy.gov.cn, vom 5. August 2022, 15:30 Uhr


Zitat: Nancy Pelosis Beharren auf einem Besuch in Taiwan ungeachtet der strikten Ablehnung und der unmissverständlich zum Ausdruck gebrachten Missbilligung vonseiten Chinas verstößt eklatant gegen das Ein-China-Prinzip sowie die Bestimmungen der drei gemeinsamen Kommuniqués zwischen China und den USA. Der Besuch bringt schwerwiegende Auswirkungen auf die politischen Grundlagen der chinesisch-amerikanischen Beziehungen mit sich, untergräbt Chinas Souveränität und territoriale Integrität massiv und gefährdet den Frieden und die Stabilität in der Taiwanstraße ernsthaft. Er sendet ein grundlegend falsches Signal an separatistische Kräfte, die die Unabhängigkeit Taiwans anstreben. Die Tatsache, dass die Außenministerinnen und -minister der G7 und der EU unmittelbar nach Pelosis Abreise unterstützende Erklärungen abgaben, entlarvt nicht nur die Behauptung der US-Regierung als Lüge, es handele sich um einen "Besuch als Privatperson", sondern offenbart auch die tatsächlichen Absichten des durch die G7 vertretenen, westlichen Blocks in der Taiwan-Frage.


1. Unter westlichen Ländern ist mittlerweile ständig von der sogenannten "regelbasierten internationalen Ordnung" die Rede. Auch in der Taiwan-Frage wird sich darauf berufen. Dabei wird jedoch kein einziges Wort über die UN-Charta und die Normen des Völkerrechts sowie die Achtung der Souveränität und der territorialen Integrität anderer Länder verloren, weil diese Regeln, die ja in der Vergangenheit von den westlichen Ländern selbst aufgestellt wurden, ihnen mittlerweile eher die Hände binden und aus ihrer Sicht deshalb beseitigt werden müssen. Die Entwicklungsländer, einschließlich China, erkennen jedoch ausschließlich die auf der UN-Charta beruhende internationale Ordnung an. Die sogenannte "regelbasierte internationale Ordnung" stellt lediglich das "private Hausrecht" des Westens dar. Aber die Zeiten, in denen der Westen damit willkürlich über die Welt herrschen kann, sind vorbei. Der Versuch, hiermit nun auch die Taiwan-Frage zu manövrieren, wird sich aber als noch größere Fehlkalkulation herausstellen.


2. Auf die Frage, "wer die treibende Kraft hinter der Änderung des Status quo in der Taiwanstraße ist", liefert der Blick auf die Historie der Taiwan-Frage eine klare Antwort. Sowohl aus historischer als auch aus rechtlicher Perspektive ist die Tatsache unumstößlich, dass Taiwan ein Teil des chinesischen Territoriums ist. Die Regierung der Volksrepublik China ist die einzige legitime Regierung, die ganz China vertritt. Das Ein-China-Prinzip ist der universelle Konsens der internationalen Gemeinschaft und eine Grundnorm in den internationalen Beziehungen. Auch ist das Ein-China-Prinzip seit jeher die politische Grundlage für die Aufnahme und den Ausbau diplomatischer Beziehungen zwischen China und anderen Ländern. 


Mit dem Ende des Kalten Krieges und der rasanten Entwicklung Chinas haben die USA bzw. der Westen jedoch begonnen, Taiwan zum Zwecke der Eindämmung Chinas zu instrumentalisieren. Dabei üben sie von außen den Schulterschluss mit den nach Unabhängigkeit strebenden Kräften innerhalb Taiwans. Sie stellen dadurch das Ein-China-Prinzip ständig in Frage und höhlen es aus. Das provoziert in noch stärkerem Maße Spannungen in der Taiwanstraße. Chinas aufrichtige Bemühungen um eine friedliche Wiedervereinigung werden völlig ignoriert, ebenso wie Chinas Warnungen, nicht auf den Einsatz von Gewalt zu verzichten, um die separatistischen Kräfte Taiwans zu stoppen. Mit Blick auf das Ziel der nationalen Wiedervereinigung sieht sich China durch das Vorgehen der USA gezwungen, Antisezessionsmaßnahmen zu ergreifen bzw. zu verstärken. Unterdessen kehren die USA bzw. der Westen den Zusammenhang von Ursache und Wirkung um und erheben nun unberechtigterweise haltlose Anschuldigungen. Sie geben vor, unschuldig zu sein, und wenden das Ein-China-Prinzip nur selektiv an, wobei sie das Völkerrecht und internationale Normen völlig außer Acht lassen. Dieser vor nichts und niemandem Halt machende, rüpelhafte Stil lässt einen sprachlos werden.


3. Was die Wahrung des Friedens in der Taiwanstraße betrifft, verhalten sich die G7 und die EU offenkundig prinzipienlos und tendenziös. In der jetzigen Situation noch zu behaupten, es gehe um Frieden und Stabilität in der Taiwanstraße, gibt Anlass zu der Frage, ob dies eher Ausdruck blinden Selbstvertrauens oder von Selbstgerechtigkeit ist. China möchte die G7-Länder, insbesondere die Länder in Europa, deshalb eindringlich darauf hinweisen, dass (1) die Vorstellung von der Überlegenheit des Westens bzw. der Eurozentrismus überholt ist. Die Multipolarisierung der Welt und die Demokratisierung der internationalen Beziehungen sind nicht aufzuhalten. China wird sein eigenes Schicksal selbst in die Hand nehmen, die nationale Wiedervereinigung herbeiführen und dabei keinerlei Einmischung ausländischer Kräfte dulden. (2) Angesichts der gegenwärtigen globalen Herausforderungen und der angespannten Sicherheitslage in Europa sollten die europäischen Länder eines mit Bedacht abwägen: Liegt es in ihrem eigenen Interesse, die gefährlichen und provokativen Aktionen der USA weiterhin zu unterstützen, zu dulden oder diesen gar blind zu folgen und die Welt damit in einen Sumpf der Konfrontationen zu ziehen?

4. An dieser Stelle möchte sich die Chinesische Botschaft noch direkt an Deutschland wenden, das in diesem Jahr den Vorsitz der G7 hat. Die jüngsten Unterstellungen und Anspielungen von Außenministerin Annalena Baerbock im Fall von Chinas "Bruch des Völkerrechts" und "Überfall auf seinen kleineren Nachbar", entbehren jeglicher historischer Kenntnisse und entsprechen nicht den Tatsachen. (1) Taiwan ist kein "kleiner Nachbar" Chinas, sondern eine chinesische Provinz, die nach dem Zweiten Weltkrieg an China zurückgegeben wurde. Die Rechte und Interessen Chinas in Bezug auf Taiwan sind in der Kairoer Erklärung von 1943 und der Potsdamer Erklärung von 1945 eindeutig festgelegt. 1971 haben die Vereinten Nationen die Vertreter der taiwanesischen Behörden ausgeschlossen und alle Rechte der Volksrepublik China wiederhergestellt. Damit wurde das Ein-China-Prinzip etabliert. (2) Die Taiwan-Frage ist eine innere Angelegenheit Chinas. Die Ukraine-Frage mit der Taiwan-Frage gleich zu setzen, stellt eine absichtliche Verzerrung von Sachverhalten sowie eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten Chinas dar. (3) Die Vereinten Nationen sowie die nach dem Zweiten Weltkrieg etablierte internationale Ordnung und die grundlegenden Normen der internationalen Beziehungen basieren auf den tragischen Lehren aus dem Zweiten Weltkrieg. Wer die UN-Charta durch eine "regelbasierte internationale Ordnung" ersetzt, stellt die internationale Nachkriegsordnung in Frage und löscht die Geschichte des Zweiten Weltkriegs aus. Gerade Deutschland als Land mit historischer Verantwortung für den Zweiten Weltkrieg sollte doch Lehren aus der Geschichte ziehen und bei Äußerungen und Handlungen in Verbindung mit historischen Fragen Vorsicht walten lassen. Es steht zu hoffen, dass Deutschland, insbesondere die neue Generation der Politiker, die historischen Ursprünge der Taiwan-Frage korrekt und genau versteht, von den Handlungen der USA Abstand nimmt, ihre Verpflichtung zur Ein-China-Politik durch konkrete Handlungen untermauert und ihre Worte und Taten im Hinblick auf die Taiwan-Frage vorsichtig abwägt.


Info: http://de.china-embassy.gov.cn/det/sgyw/202208/t20220805_10735894.htm
06.08.2022

Scott Ritter über Pelosis Taiwan-Provokation, die Folgen und womit Baerbock ihn zum Lachen bringt

pressefreiheit.rtde.tech, vom 5 Aug. 2022 06:45 Uhr

Scott Ritter hat das spektakulärste Ereignis der letzten Tage kommentiert: den Taiwan-Besuch von Nancy Pelosi. Er hält es für unvermeidbar, dass China als Reaktion darauf Taiwan unter vollständige Regierungskontrolle bringen wird. Es sei die größte Dummheit gewesen, die die USA jemals getan hätten. Was bleibt, ist die Wahl zwischen Demütigung und Atomkrieg.


Zitat: Als dümmsten Fehler, den die USA je gemacht haben, bezeichnete Militäranalyst Scott Ritter den Besuch der Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, in Taiwan. Dieser war trotz massiver Protestnoten vonseiten der chinesischen Regierung erfolgt. Das werde in jedem Fall Konsequenzen nach sich ziehen, so Ritter, denn die USA hätten damit eine von China immer klar definierte rote Linie überschritten, nämlich Taiwans Zugehörigkeit zu China infrage zu stellen.

Scott Ritter: Es ist mir eine Ehre, auf der Liste der "russischen Propagandisten" zu stehen

Scott Ritter: Es ist mir eine Ehre, auf der Liste der "russischen Propagandisten" zu stehen


China führt derzeit in sechs Regionen um Taiwan herum Schießübungen mit scharfer Munition durch und demonstriert seine Entschlossenheit zur Verteidigung Taiwans – so, wie es in der chinesischen Verfassung festgeschrieben ist. Warum Ritter Pelosis Besuch für brandgefährlich hält und dieser seiner Meinung nach eine Eskalationsgefahr bis hin zum Weltkrieg in sich birgt, erläuterte er im Gespräch mit dem Betreiber des YouTube-Kanals The Radical Independent.

Die USA hätten zwar versucht, die Ein-China-Doktrin, zu der sie sich nur in der Absicht, das kommunistisch regierte China zu täuschen, bekannten, durch die Aufrüstung Taiwans zu untergraben. Verteidigen könne sich Taiwan gegen China dennoch nicht und auch die USA werden nicht direkt intervenieren, argumentiert Ritter. Und doch müssen die USA etwas "versuchen", da sie wirtschaftlich bereits geschlagen sind: 

"China ist in Afrika, um zu bleiben. China ist in Asien, in ganz Asien. China ist in Europa. Sie sind überall. Und es geht ihnen ziemlich gut. Das ist also gescheitert. Und jetzt müssen sich die Vereinigten Staaten der Tatsache stellen, dass sie von China geschlagen wurden. Sie sind wirtschaftlich besiegt, und zwar haushoch. Es ist eine totale Auslöschung. Und das Einzige, was wir als Reaktion darauf tun können – weil wir wirtschaftlich nicht mithalten können –, ist, unsere militärischen Muskeln spielen zu lassen."

"Freimütige Aussprache" – China bestellt nach Baerbock-Äußerungen deutsche Botschafterin ein





"Freimütige Aussprache" – China bestellt nach Baerbock-Äußerungen deutsche Botschafterin ein





Der Grund, warum eine Eskalation wahrscheinlich und die militärische Besetzung Taiwans durch die Pekinger Regierung nahezu unvermeidbar geworden ist, liegt in der Überschreitung einer prinzipiellen, wichtigen "roten Linie" durch die USA. China hat zwar keine Angst vor den "jämmerlichen verkümmerten Muskelchen" der USA, sieht aber ein Problem in der aufkommenden taiwanesischen Separatismusbewegung, die mit Pelosi erstmals ein amerikanischer Politiker von Rang offen unterstützt hat. Scott Ritter: 

"China hat dies mit großer Sorge beobachtet und die Vereinigten Staaten wiederholt gewarnt, dass sie aufpassen müssen, was sie sagen: 'Ihr könnt eure jämmerlichen kleinen verkümmerten Muskeln spielen lassen, so viel ihr wollt. Uns ist das egal. Ja, aber wenn ihr eine Politik betreibt, die die Idee eines unabhängigen Taiwans unter den taiwanesischen politischen Elementen, die jetzt danach handeln werden, zum Leben erweckt, dann ist das der Punkt, an dem China die Grenze zieht.' Vielen Amerikanern ist nicht klar, dass es sich hier nicht nur um Rhetorik handelt. Das ist ihre Verfassung. Im Jahr 2005 hat China in seine Verfassung die absolute Verpflichtung aufgenommen, in den Krieg zu ziehen, wenn Taiwan die Unabhängigkeit anstrebt."

Eine große Gefahr sieht Scott Ritter darin, dass die regierende Kaste der USA die nun unweigerlich bevorstehende Demütigung nicht aushalten und den einzigen Weg beschreiten wird, zu dem die USA militärisch noch in der Lage seien: einen nuklearen Krieg zu beginnen:

"Wir haben keine Fähigkeiten. Keine, null, außer nuklear – das ist alles, was wir zu bieten haben. Und das ist die große Angst, denn wir sind dabei, auf eine Weise gedemütigt zu werden, wie wir noch nie gedemütigt wurden. Und das wird schlimmer sein als Pearl Harbor."

Der Experte gesteht, dass er lachen musste, als die deutsche Außenministerin Baerbock Taiwan Unterstützung zusagte: 

"Ich musste echt lachen, als das deutsche Außenministerium vorhin eine Erklärung abgegeben hat. 'Wenn China in Taiwan einmarschiert, werden wir Taiwan unterstützen.' Mit der deutschen Flotte, der deutschen Luftwaffe, der deutschen Armee oder der gepriesenen deutschen Wirtschaft, die so gut ist, dass man sie mobilisieren wird? Was wollt ihr denn bitte mobilisieren, Deutschland? Was?"

Sein Rat an die grüne Politikerin: 

"Halt endlich die Klappe."

Mehr zum Thema - Pelosi in Taiwan: China fehlte die Bereitschaft, den Frieden aufs Spiel zu setzen – noch!


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen

Info: https://pressefreiheit.rtde.tech/international/145323-scott-ritter-uber-pelosis-taiwan


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

05.08.2022

Heute vor 60 Jahren wurde der ANC-Führer Nelson Mandela mit Hilfe der CIA festgenommen

nachdenkseiten.de, 05. August 2022 um 9:00 Ein Artikel von: Florian Warweg

Die selbsternannte „westliche Wertegemeinschaft“ versucht immer gerne vergessen zu machen, auf welcher Seite der Geschichte sie über Jahrzehnte im Kampf gegen Kolonialismus und Apartheid stand und auf welcher Seite die Länder des sozialistischen Blocks. Exemplarisch dafür steht die Festnahme von Nelson Mandela am 5. August 1962, die nur „dank“ des US-Geheimdienstes CIA gelang. Mandelas Freilassung nach Jahrzehnten in Kerkerhaft ist wiederum zu großen Teilen dem Engagement Kubas im südlichen Afrika zu verdanken.


Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

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Lange galt es nur als Gerücht, bis die New York Times (NYT) es im Juni 1990, kurz nach der Freilassung des Anführers des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC) und wohl weltweit bekanntesten Anti-Apartheid-Kämpfers, bestätigte:

„Über einen Agenten innerhalb des Afrikanischen Nationalkongresses lieferte der Geheimdienst (die CIA) den südafrikanischen Sicherheitsbehörden genaue Informationen über die Aktivitäten von Herrn Mandela, die es der Polizei ermöglichten, ihn zu verhaften (…).“

Die NYT zitiert dann einen damals involvierten CIA-Mitarbeiter mit den Worten:

„Wir haben Mandela an die südafrikanische Sicherheitsbehörde übergeben. Wir haben ihnen alle Einzelheiten mitgeteilt, was er tragen würde, die Uhrzeit, wo er sich aufhalten würde.“

Dem weiteren Bericht zufolge half der US-amerikanische Geheimdienst umfassend, bei der Festnahme Mandelas mitzuhelfen, weil man in Washington befürchtete, dass eine erfolgreiche Anti-Apartheids-Bewegung „die befreundete südafrikanische Regierung bedrohen könnte“. Eine Ausbreitung solcher Bewegungen außerhalb der Grenzen Südafrikas, so die Sorge von CIA-Analysten, „würde die Stabilität anderer afrikanischer Staaten gefährden.“

Halten wir fest: Der Kampf gegen Apartheid wird von den USA und ihren westlichen Verbündeten als „Gefahr“ bewertet. Die Einordnung des Apartheid-Regimes in Pretoria als „befreundet“ spricht ebenso für sich. Mehr als zynisch erscheint auch die Begründung, eine Ausbreitung der Ideen des ANC würde die „Stabilität“ anderer afrikanischer Staaten gefährden. Es waren genau die von den USA und ihren westlichen Verbündeten (zum großen Teil noch aktive Kolonialmächte), die alles dafür taten, dass die Staaten im südlichen Afrika nach ihrer Unabhängigkeit nicht zur Ruhe kamen, aus Sorge vor einer Annäherung an den sowjetischen Block, denn fast alle anti-kolonialen Bewegungen der Zeit hatten eine sozialistische oder kommunistische Ausrichtung. Beispielhaft sei etwa auf die Ermordung von Patrice Émery Lumumba, den ersten Premier des unabhängigen Kongos, unter anderem durch direkte Unterstützung von belgischen und US-amerikanischen Geheimdiensten, verwiesen, oder auch auf die durchgeführten Destabilisierungsmaßnahmen nach der Unabhängigkeitswerdung 1975 in Angola und Mosambik.

Während das Apartheidregime mit Unterstützung der USA und Westeuropas alles daran setzte, den ANC zu zerstören sowie Mandela und den ANC als „terroristisch“ zu denunzieren, ermöglichten unter anderem die Sowjetunion, Kuba und die DDR die Ausbildung von ANC-Kadern (u.a. als Ärzte, Lehrer und Ingenieure) und initiierten direkt ab 1962 eine großangelegte Kampagne zu seiner Freilassung.

Viele ANC-Publikationen, darunter auch die bekannte ANC-Zeitschrift „Sechaba“, wurden von 1967 bis 1990 von der DDR finanziert und ebenso dort gedruckt. Natürlich erfolgte diese Hilfe im Rahmen des damaligen Systemwettstreits und hatte neben der proklamierten Solidarität mit dem Unabhängigkeitskampf der damaligen „Dritten Welt“ auch geo- und machtpolitische Motive. Das ändert aber nichts daran, dass die eine Seite, die sich heute gerne als Vorreiter für Demokratie und Menschenrechte geriert, die kolonialen Unterdrücker sowie Aufrechterhalter eines Apartheidregimes unterstützten, während die andere Seite, die heute als „Unrechtsregime“ bzeichnet wird, die Gruppen unterstützte, die gegen diese koloniale und rassistische Unterwerfung aufbegehrten und für gleichberechtigte politische Teilhabe kämpften. Zumindest außenpolitisch betrachtet, müsste man die genannten Attribute wohl eher umgekehrt verteilen.

Die sich von den USA und der EU sehr unterscheidende Haltung ausnahmslos aller afrikanischen Staaten, auch Südafrikas, in Bezug auf Russland und den aktuellen Konflikt in der Ukraine hat einen nicht zu unterschätzenden Hintergrund in dieser erwähnten Vergangenheit und Positionierung.

Die zentrale Rolle von Kuba im Kampf gegen Apartheid und der Freilassung von Mandela

Nelson Mandela hat bis zu seinem Lebensende nie vergessen, welche Länder den anti-kolonialen und Anti-Apartheids-Kampf in Afrika unterstützten und welche nicht. Einen besonderen und heute zumindest im Westen weitgehend vergessenen Beitrag zu dieser Befreiung von Kolonialismus und Apartheid leistete Kuba. Mandela, nach seiner Freilassung am 11. Februar 1990 auf den kubanischen Militäreinsatz gegen die südafrikanische Armee (SADF) in Angola angesprochen, antwortete:

“Ich war im Gefängnis, als ich von der massiven Unterstützung erfuhr, die die kubanischen internationalistischen Truppen dem Volk von Angola leisteten. Wir in Afrika sind daran gewöhnt, Opfer von Nationen zu sein, die sich unserer Länder bemächtigen oder unsere Souveränität untergraben wollen. In der der ganzen Geschichte Afrikas ist dies das erste Mal, dass ein ausländisches Volk aufgestanden ist, um eines unserer Länder zu verteidigen. Das kubanische Volk nimmt daher einen besonderen Platz in den Herzen der Völker Afrikas ein. Die Niederlage der Apartheid-Armee war eine Inspiration für das kämpfende Volk Südafrikas.”

Es ist daher auch kein Zufall, dass einer von Mandelas ersten Auslandsbesuchen nach seiner Freilassung Fidel Castro und Kuba galt. Bei seiner Rede anlässlich des kubanischen Nationalfeiertags am 26. Juli (Beginn der kubanischen Revolution mit Sturm auf die Moncada-Kaserne) erklärte er unter anderem, dass dem kubanischen Engagement und deren militärischem Sieg gegen die Truppen des südafrikanischen Apartheidsregimes die Legalisierung des ANCs sowie seine Freilassung zu verdanken sei:

„Kubas Anwesenheit dort und die für die Schlacht von Cuito Cuanavale (Entscheidungsschlacht zwischen südafrikanischen Truppen und kubanisch-angolanischen) zwischen Oktober 1987 und März 1988) entsandten Verstärkungen haben eine historische Bedeutung. Die entscheidende Niederlage der rassistischen Armee in Cuito Cuanavale war ein Sieg für ganz Afrika. Dieser Sieg in Cuito Cuanavale hat es Angola ermöglicht, Frieden zu schließen und seine eigene Souveränität zu erlangen. Die Niederlage der rassistischen Armee ermöglichte es dem namibischen Volk, seine Unabhängigkeit zu erlangen. Die entscheidende Niederlage der aggressiven Apartheidkräfte zerstörte den Mythos der Unbesiegbarkeit des weißen Unterdrückers. Die Niederlage der Apartheidarmee diente als Inspiration für das kämpfende Volk Südafrikas. Ohne die Niederlage von Cuito Cuanavale wären unsere Organisationen nicht legalisiert worden. Die Niederlage der rassistischen Armee in Cuito Cuanavale hat es mir ermöglicht, heute hier bei Ihnen zu sein. Lang lebe die Kubanische Revolution, lang lebe der Genosse Fidel Castro!“

Die Dankbarkeit Südafrikas manifestierte sich auch während den Trauerfeierlichkeiten zum Staatsbegräbnis von Nelson Mandela im Dezember 2013. Viele westliche Medienvertreter zeigten ihr Unverständnis, als Raúl Castro, als einem von sechs der anwesenden 91 Staatsoberhäupter, die Ehre erteilt wurde, bei der Zeremonie zu sprechen. Die Worte des Präsidenten des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC), Jacob Zuma, mit denen er Raúl Castro begrüßte, fanden keinen Eingang in die westliche Berichterstattung:

“Jetzt werden wir Ihnen den Staatschef vorstellen, der von einer kleinen Insel kommt, den Vertreter einer kleinen Insel, eines Volkes, das uns befreite, das für uns kämpfte, das Volk von Kuba”.

Den meisten anwesenden afrikanischen Staatschefs und den Millionen Afrikanern, die das Staatsbegräbnis am Fernseher verfolgten, war im Gegensatz zu westlichen Medienvertretern und Politikern bewusst, wieso ausgerechnet jener Karibikinsel diese zentrale Rolle beim Staatsbegräbnis von Nelson Mandela eingeräumt wurde.

Historische Rückschau auf Kubas Rolle in Angola und Kampf gegen die südafrikanische Apartheids-Armee

Durch die Nelkenrevolution im April 1974 in Portugal kam es zum Zusammenbruch des portugiesischen Kolonialreiches, aus denen vier unabhängige Staaten hervorgingen, deren politische Führungen eng mit Kuba verbunden waren. Während in Mosambik, Kap Verde und Guinea-Bissau der Prozess der Unabhängigkeitswerdung relativ unproblematisch verlief, kam es in Angola zu einem Bürgerkrieg zwischen den drei Hauptguerillagruppen FNLA, UNITA und MPLA.

FNLA und UNITA, unterstützt von den USA und Südafrika (im späteren Verlauf auch China), kämpften gegen die als prosowjetisch geltende MPLA, die allerdings auf Grund von ideologischen Differenzen vorübergehend keine sowjetische Militärhilfe erhielt. Sowohl MPLA als auch die UNITA hatten jeweils eigene Regierungen ernannt. Im Juni 1975 rief Agosthino Neto, Präsident der MPLA-Regierung, Kuba das erste Mal um Hilfe. Daraufhin schickte Kuba, welches seit Mitte der 1960er Jahre enge Kontakte zur MPLA pflegte, 230 Militärberater. Doch die FNLA- und UNITA-Truppen, verstärkt durch Soldaten Südafrikas, drangen immer weiter in das Gebiet der MPLA ein und ab August 1975 zeichnete sich die Niederlage der MPLA ab.

„Operation Carlotta“ – Über 30.000 kubanische Soldaten landen in Angola

Die Kubaner reagierten, indem sie im September 1975 die Operation Carlotta (benannt nach der Anführerin des Sklavenaufstandes von 1843, dem größten in der kubanischen Geschichte) initiierten. Tausende von kubanischen Kampftruppen wurden nachweislich ohne Rücksprache und Unterstützung der UdSSR nach Angola verschifft. Allerdings nahm die UdSSR ab Juni ihre Waffenlieferungen an die MPLA wieder auf. Die südafrikanische Armee (SDAF) startete im Oktober 1975 eine Offensive mit mehr als 10.000 Mann und gepanzerten Fahrzeugen, unterstützt von UNITA und FNLA, gegen die MPLA.

Kuba verstärkte daraufhin, diesmal unterstützt durch von den Sowjets bereitgestellte Il-62-Langstreckenflieger, die Truppenverlegung. Bis Mitte November waren so mehr als 20.000 kubanische Soldaten nach Angola verlegt worden. Diesen Truppen gelang es, die gemeinsame Offensive von SDAF und UNITA im Süden Angolas sowie die Offensive der FNLA und der neu in den Krieg getretenen zairischen Truppen, die kurz vor der Hauptstadt Luanda standen, zu stoppen. Durch die fortgesetzte Luftbrücke wurde das kubanische Truppenkontingent bis Mitte Dezember auf 36.000 erhöht, was in der Folge zur Zerschlagung der FNLA und dem Rückzug der UNITA-Rebellen, den südafrikanischen und zairischen Truppen im Januar 1976 führte.

Quelle: Granma (gemeinfrei)

Kuba zwingt Südafrika zum Rückzug

Kuba hatte somit fast im Alleingang die südafrikanische Armee zum Rückzug gezwungen, die von Südafrika und den USA unterstützten Guerillagruppen zurückgedrängt oder ganz zerschlagen und zum anderen die MPLA, die vorher kurz vor der Niederlage stand, zur dominierenden Kraft in Angola gemacht. Zudem hatte sie die damalige Supermacht UdSSR durch ihr Engagement in eine Lage gebracht, in der die Sowjets gezwungen waren, gegen ihren anfänglichen Willen aktiv in den Angola-Krieg einzugreifen, um so einen Gesichtsverlust gegenüber der „Dritten Welt“ zu vermeiden.

Der außenpolitische Gewinn, den Kuba aus seinem Militäreinsatz zog, war beträchtlich. Das militärische Engagement in Angola „transformierte Kuba von einer Regionalmacht mit größeren Ambitionen zu einem vollwertigen Player auf der internationalen Bühne“. So die Einschätzung von Prof. Dr. H. Michael Erisman, einem der bekanntesten US-amerikanischen Politologen mit Lateinamerika-Schwerpunkt und Verfasser des Standardwerkes „Kuba in den internationalen Beziehungen“.

Darüber hinaus konnte Kuba der UdSSR seinen Wert als sozialistisches Führungsland der Dritten Welt beweisen und somit seine autonomen Handlungsspielraum ausweiten sowie gleichzeitig zusätzliche ökonomische Unterstützung einfordern. Diese erhielt es auch. 1976 erhöhte sich das Handelsvolumen Kubas mit der Sowjetunion um das 250-Fache.

Zudem erhöhte Kuba seine Reputation und Einfluss als erfolgreicher Vorkämpfer der Entwicklungsländer gegen Rassismus und US-Imperialismus sowie seiner Alliierten, in diesem Fall exemplarisch dargestellt durch den erzwungenen Rückzug Südafrikas. Auch die Wahl Kubas zum Vorsitz der Blockfreien Staaten im Jahr 1979 basierte vor allem auf dem militärischen Engagement Kubas in Angola.

Im Gegensatz zu der Stationierung von kubanischen Truppen in Algerien und Syrien, die nach Beendigung der Kampfhandlungen zum großen Teil wieder abgezogen wurden, sollte die Truppenstationierung in Angola 16 Jahre anhalten. Dies war nicht von vornherein so geplant worden, aber angesichts der immer wieder erfolgten Übergriffe von Seiten der UNITA sowie der SADF im Süden Angolas entschlossen sich die Kubaner, zur Konsolidierung der Regierung Neto längerfristig im Land zu bleiben. Dazu unterzeichneten die Kubaner 1977 einen Militärvertrag mit Angola, der ihnen uneingeschränkt alle Rechte, die zur Verteidigung notwendig sein sollten, einräumte. Angola wurde von den Kubanern zudem zum Haupttrainingzentrum für südafrikanische Befreiungsbewegungen wie der namibischen SWAPO und des ANC ausgebaut, die so unter dem Schutz und Anleitung von kubanischen Truppen trainieren konnten.

Das „Stalingrad Südafrikas“ und das Ende des Apartheid-Regimes

Im Oktober 1987 begannen SADF-Truppen in Zusammenarbeit mit der UNITA eine erneute Großoffensive mit dem Ziel, doch noch die Macht in Angola zu erringen. Diese Offensive wurde in Cuito Cuanevale von einem fast reinen angolanischen MPLA-Heer zum Stehen gebracht. Nach zehn Jahren militärischem Training unter kubanischer Anleitung waren angolanische Truppen in die Lage versetzt worden, eigenständig, auch ohne direkte kubanische Truppenunterstützung, gegen die einst als unbesiegbar geltende SADF-Armee zu bestehen. Damit hatten die Kubaner einen bedeutenden Wandel im militärischen Gleichgewicht der südafrikanischen Region erreicht.

Dies führte schlussendlich zu einer strategisch sehr nachteiligen Situation für Südafrika, da auf dem Boden selbst rein angolanische MPLA-Einheiten ihnen Paroli bieten konnten, und in der Luft kubanische und angolanische MIG-23-Piloten gegen die südafrikanischen Mirage-III-Kampfflugzeuge die Lufthoheit erobert hatten. Aufbauend auf dieser strategischen Ausgangslage griffen die kubanischen Bodentruppen nun selbst in den Kampf ein. Aufgestockt auf inzwischen 40.000 Mann begannen die Kubaner im Frühjahr 1988 eine Gegenoffensive mit 400 Panzerfahrzeugen und 200 MIG-23, die sich auch auf Namibia ausweitete und in der Schlacht von Calenque ihren Höhepunkt fand.

Quelle: Granma

Diese gilt als die größte konventionelle Schlacht in Afrika nach dem Zweiten Weltkrieg. Im sogenannten „Stalingrad Südafrikas“ erlitt die südafrikanische Armee die größten Verluste ihrer Geschichte und zog sich daraufhin hinter die namibische Grenze zurück.

Jene zwei Schlachten von Cuito Cuanevale und Calenque gelten als definitiver Wendepunkt im südlichen Afrika und als Anfang vom Ende des Apartheid-Regimes. Die politischen, militärischen sowie ökonomischen Kosten wurden für alle Beteiligten, insbesondere aber für Südafrika, zu hoch, sodass Pretoria sich im Mai 1988 gezwungen sah, Angola und Kuba Friedensverhandlungen anzubieten.

Aus diesen Friedensverhandlungen, so Harvard-Professor Jorge Dominguez in seinem wissenschaftlichen Standardwerk zu Kubas Außenpolitik (To Make a World Safe for Revolution. Cuba’s Foreign Policy) „gingen die Kubaner als international anerkannte Vorkämpfer für die Anliegen der Dritten Welt hervor.“ Abschließend betont er:

„Erst durch den Einsatz der kubanischen Truppen wurde diese Veränderung der Machtverhältnisse in Afrika erreicht.“

Mac Maharaj, einer der Hauptvertreter des ANC für den Verhandlungsprozess zur Beendigung der Apartheid und Minister unter Präsident Nelson Mandela, erklärte in einem Gastbeitrag für die New York Times anlässlich des Todes von Fidel Castro am 25. November 2016:

„Der Einsatz Castros von Tausenden kubanischen Elitetruppen im Kampf für die Freiheit in Angola trug letztlich dazu bei, dass das Apartheidregime und die Befreiungskräfte unter Führung des ANC den Übergang Südafrikas von der weißen Minderheitsregierung zur Demokratie aushandelten. Die Welt wird immer wissen, dass es einmal einen Mann namens Fidel Castro gab. Die Afrikaner werden ihn nie vergessen. Seine unerschütterlichen antikolonialen und Anti-Apartheid-Überzeugungen garantieren ihm einen besonderen Platz in den Herzen der Südafrikaner.“

Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=86486

05.08.2022

documenta fifteen Ruangrupa: Broschüre "eindeutig nicht antisemitisch"

dw.com, vom 04.08.2022

Das Kuratoren-Kollektiv der documenta hat die Antisemitismus-Vorwürfe im Zusammenhang mit der Broschüre "Presence des Femmes" zurückgewiesen.

Ade Darmawan, Sprecher des Kuratorenkollektiv Ruangrupa, mit Mikro in der Hand. Ende Juni entschuldigte sich Ruangrupa-Sprecher Ade Darmawan für die umstrittenen Darstellungen auf dem Banner "People's Justice"


Info: Nach dem Antisemitismus-Eklat bei der documenta, ausgelöst durch das Banner "People's Justice," gab es weitere Antisemitismus-Vorwürfe gegen die Kasseler Weltkunstschau. Zuletzt im Fokus: die Broschüre "Presence des Femmes" (Gegenwart der Frauen) mit Zeichnungen des syrischen Künstlers Burhan Karkoutly.


Am Mittwoch (3.8.2022) äußerte sich nun das Kuratoren-Kollektiv Ruangrupa aus Indonesien zu den jüngsten Vorwürfen: "Die Bilder in der Broschüre 'Presence des Femmes' sind eindeutig nicht antisemitisch", teilte es in einer Stellungnahme mit. Das Kollektiv sprach von einer "Fehlinterpretation".


Ruangrupa: "Propagandakunst der damaligen Zeit"

Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Hessen hatte vergangene Woche die 1988 in Algier erschienene und nun bei der Weltkunstschau ausgestellte Broschüre in den Fokus gerückt. Zuerst hatte eine Besucherin der Schau die Darstellungen darin als antisemitisch beanstandet. Die Zeichnungen von Burhan Karkoutly zeigen etwa Soldaten mit Davidstern am Helm als Roboter mit entblößten Zähnen.


"Alle Karikaturen haben eine bestimmte Geschichte", so Ruangrupa weiter. Sie repräsentierten die Propagandakunst der damaligen Zeit und den Standpunkt der Palästinenserinnen und Palästinenser gegenüber der militärischen Besatzung. "Auf keinem der Bilder werden Menschen jüdischen Glaubens abstrakt dargestellt." Es handele sich um Darstellungen von israelischen Soldaten mit eindeutigem Bezug zur israelischen Flagge. "Der Davidstern auf den Helmen von Soldaten ist das Symbol des israelischen Staates und der israelischen Armee, hier gibt es keine Zweideutigkeit", hieß es.

Aufgeschlagene Seite der Broschüre Presence des Femmes bei der documenta. Diese Darstellungen sorgen für weiteren Zündstoff bei der documenta


Die Antisemitismus-Debatte rund um die diesjährige documenta reißt nicht ab. Bereits Anfang des Jahres wurden erste kritische Stimmen laut, die dem Kuratoren-Kollektiv Ruangrupa und einigen eingeladenen Künstlern eine Nähe zur anti-israelischen Boykottbewegung BDS vorwarfen. Kurz nach der Eröffnung der Ausstellung Mitte Juni sorgte dann das Werk "Peoples Justice" des indonesischen Künstlerkolletivs Taring Padi für große Empörung. Es wurde nach heftiger Kritik wieder abgehängt.


Um den Eklat aufzuarbeiten, soll die Schau in den kommenden Monaten von sieben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern fachwissenschaftlich begleitet werden.

bb/suc/sd (dpa, AFP)


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Meinung: documenta-Chefin Schormann geht - besser spät als nie! documenta-Chefin Sabine Schormann wirft das Handtuch - vier Wochen nach dem Zeigen eines antisemitischen Kunstwerks. Richtig, findet Stefan Dege.  

Nachfolger für documenta-Chefin Schormann ernannt "Mangelndes Problembewusstsein" und "Heuchelei im Namen der Kunstfreiheit": Das Urteil über die zurückgetretene documenta-Generaldirektorin Sabine Schormann fällt vernichtend aus. Jetzt wurde ein Nachfolger gefunden.  

documenta: Rückzug von Meron Mendel und Hito Steyerl Nach dem Antisemitismus-Eklat auf der documenta ziehen sich Meron Mendel, Leiter der Bildungsstätte Anne Frank, und die Künstlerin Hito Steyerl von der Kunstschau zurück.  


Info: https://www.dw.com/de/ruangrupa-brosch%C3%BCre-eindeutig-nicht-antisemitisch/a-62701145

05.08.2022

Washington Post: Unstimmigkeiten zwischen Selenskij und Behörden in ukrainischen Regionen nehmen zu

pressefreiheit.rtde.tech, 5 Aug. 2022 11:17 Uhr, Matthew Baker

Laut der Zeitung The Washington Post nehmen die Spannungen zwischen Selenskij und lokalen Behörden zu. Sie kritisieren die ukrainische Führung für ihre Ablehnung der Dezentralisierung und fordern mehr Kontrolle über den Prozess des Wiederaufbaus der städtischen Infrastruktur.


Washington Post: Unstimmigkeiten zwischen Selenskij und Behörden in ukrainischen Regionen nehmen zu


Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij und die Regierung des Landes versuchen, ukrainische Bürgermeister ins Abseits zu drängen, die Kontrolle über internationale Hilfsgelder in Milliardenhöhe zu behalten und potenzielle politische Rivalen zu schwächen, berichtete die Zeitung The Washington Post. Dies führe zu Spannungen zwischen Kiew und den regionalen Behörden, die sich um den Schutz und den Wiederaufbau von Städten und Gemeinden bemühten.

Mehrere Bürgermeister ukrainischer Städte äußerten gegenüber der Zeitung ihre Besorgnis darüber, dass Selenskijs Büro angesichts der laufenden russischen Sonderoperation Pläne zur Dezentralisierung der Macht und zur Übertragung größerer Befugnisse an regionale und lokale Behörden aufgibt. Außerdem zeigten sich die Bürgermeister enttäuscht über die Entscheidung Kiews, Militärverwaltungen einzurichten, die direkt von der ukrainischen Regierung finanziert werden, so das Blatt. Die Regionalverwaltungen seien der Meinung, dass die lokalen Behörden besser als die Beamten in Kiew wüssten, wie und wo die Mittel zu verwenden seien.


So erklärte beispielsweise Boris Filatow, der Bürgermeister von Dnjepropetrowsk, gegenüber der Zeitung, dass die Ukraine "beginnt, autokratische Tendenzen zu entwickeln". Die Stadt, die er leite, diene als wichtiger Kanal für die Lieferung von Waffen und Hilfsgütern an die Front. Mit Bezug zu den Kiewer Behörden sagte er:

"Sie versuchen, das politische Feld zu dominieren. Aber wir sind keine Rivalen."

Filatow fügte hinzu, dass die Bürgermeister bei der Verteidigung der ukrainischen Städte an vorderster Front stünden und mehr Kontrolle über den Prozess des Wiederaufbaus der Städte haben wollten.


Amnesty International: Kiew verstößt gegen Kriegsvölkerrecht





Amnesty International: Kiew verstößt gegen Kriegsvölkerrecht






The Washington Post erinnerte auch an Filatows jüngste Kritik an Selenskij. Anlass war der Entzug der Staatsbürgerschaft des Leiters der territorialen Verteidigung des Gebiets Dnepropetrowsk, Gennadi Korban. Der Bürgermeister von Dnepropetrowsk äußerte die Ansicht, dass die zentralen Behörden die Situation ausnutzten und damit begonnen hätten, "eine Autokratie zu schaffen". Filatow und Korban sind langjährige Partner und gelten als enge Vertraute des Geschäftsmanns Igor Kolomoiski. Letzterem wurde angeblich von Selenskij ebenfalls die Staatsbürgerschaft entzogen. Eine Kopie des entsprechenden Erlasses wurde von Sergei Wlassenko, einem Abgeordneten der Werchowna Rada, veröffentlicht.


Die Zeitung nennt Wladislaw Atroschenko, den Bürgermeister von Tschernigow, als weiteren Kritiker des Präsidenten. Im Juli durfte er das Land nicht verlassen, um an einer Konferenz in der Schweiz über den Wiederaufbau der Ukraine teilzunehmen. Atroschenko sagte der Zeitung, dies sei nicht das erste Mal gewesen, dass ihm der Grenzübertritt verwehrt worden sei. Er veröffentlichte ein Video, in dem er sagte, dass "die zentralen und lokalen Behörden gemeinsam gegen den Feind arbeiten sollten, nicht gegeneinander".


Offiziell ist es ukrainischen Männern im wehrpflichtigen Alter verboten, das Land zu verlassen. Atroschenko begründete die Notwendigkeit der Reise mit der Beschaffung von Mitteln für die Reparatur einer schwer beschädigten Heizungsanlage in Tschernigow.


Der Bürgermeister von Rowno, Alexander Tretjak, habe Verständnis für die Situation des Bürgermeisters von Tschernigow, so die Zeitung. Ihm zufolge versucht Atroschenko "alles zu tun, um Investoren anzuziehen, Unternehmen einzuladen, andere Länder zur Hilfe einzuladen, um das Problem zu lösen". Er sagte:

"Ich versuche, das Gleiche zu tun. Ich kann nicht einfach dasitzen und darauf warten, dass meine Zentralregierung mir hilft."

The Washington Post schrieb, dass Selenskijs Unstimmigkeiten mit den örtlichen Behörden inmitten kontroverser Veränderungen in der ukrainischen Führungsspitze stattfinden. Es geht um die Rücktritte des Leiters des ukrainischen Sicherheitsdienstes Iwan Bakanow und der Generalstaatsanwältin Irina Wenediktowa. Sie wurden wegen unsachgemäßer Erfüllung ihrer Pflichten entlassen.


Selenskij sagte, dass die Entscheidung aufgrund von "sehr ernsten Fragen" an beide über die Beziehungen ihrer Behörden zu Russland getroffen wurde. Kurz vor der Entlassung Bakanows wurde der ehemalige Chef des ukrainischen Sicherheitsdienstes für die Krim Oleg Kulinitsch im Zusammenhang mit einem Hochverratsprozess festgenommen. Unbestätigten Berichten zufolge stand Bakanow Kulinitsch nahe und wusste nicht, dass eine Operation zu seiner Festnahme vorbereitet wurde.


Mehr zum Thema - Selenskij ändert Richtlinien des Militärdienstes für Ausländer: Vertrag kann nun länger sein


Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://pressefreiheit.rtde.tech/europa/145360-medienberichte-unstimmigkeiten-zwischen-selenskij-und


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

05.08.2022

Gas-Krise Habeck /EU

aus e-mail von Doris Pumphrey, 5. Aug. 12:02 Uhr


https://pressefreiheit.rtde.tech/inland/145303-war-habecks-feministische-aussenpolitik-umsonst/

4.8.2022

*War Habecks "feministische Außenpolitik" umsonst?

Katar wird kein Gas liefern


*Da hat auch der Hofknicks für das Foto des Jahres im März nichts genutzt:

Katar wird der Bundesregierung kein Gas zur Verfügung stellen. Für

Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) wird es allmählich eng.

Droht Deutschland der Gas-Kollaps? Robert Habecks Gas-Deal mit Katar ist

jedenfalls vom Tisch. Laut einem Artikel vom /Focus/ zeigt sich, dass

deutsche Unternehmen bislang keine Verträge zu Gaslieferungen mit Katar

abgeschlossen haben. Bereits am Wochenende äußerte

<https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/sommertour-auf-habeck-warten-ueberall-sorgen-und-demonstranten-80859254.bild.html

sich der grüne Wirtschaftsminister kleinlaut gegenüber der /Bild/:

/"Die Kataris haben sich entschieden, kein gutes Angebot zu machen."/

Doch von Anfang an stand fest: Vor Mitte der 2020er Jahre könne der

kleine Wüstenstaat sowieso nicht liefern, feste Zusagen gab es aber auch

diesbezüglich nicht. Katar wollte offenbar auch nicht als "Lückenfüller"

dienen, denn auch dort hat sich herumgesprochen, dass in Deutschland

mittel- und langfristig viele Unternehmen auf erneuerbare Energien

setzen bzw. setzen müssen.

Für Habeck wird es nun allmählich eng. Nach wie vor wird zwar an den

LNG-Terminals für US-amerikanisches Flüssiggas gebaut – ein teurer und

langfristiger Vorgang. Die Liefermengen für Erdgas aus Norwegen und den

Niederlanden sind bereits am Limit. Der EU-Vertrag über Gas-Lieferungen

mit der Vorzeigedemokratie Aserbaidschan, den EU-Chefin Ursula von der

Leyen im Juli mit dem kriegsführenden Land abgeschlossen hat, wird für

die deutsche Wirtschaft auf jeden Fall zu wenig sein.



_Neue Züricher Zeitung (Leserservice 5.8.2022)


_DER ANDERE BLICK

Thema der Woche:

*Die Gas-Krise zeigt, was alles schiefläuft in der EU


*von Eric Gujer, Chefredaktor der «Neuen Zürcher Zeitung


In der Berliner Politik gibt es das schöne Wort Bemühenszusage. Man sagt

zu, sich zu bemühen, weiss aber genau, dass am Ende nichts dabei

herauskommt. Genau das veranstalten die EU-Staaten jetzt mit

Deutschland. Sie haben zugesagt, Gas einzusparen, aber ob sie dies

wirklich tun werden, muss sich erst weisen. Der Plan der EU-Kommission,

eine verbindliche Quote vorzuschreiben, ist jedenfalls vom Tisch – und

das ist gut so.


Die Idee der deutschen Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die

EU müsse sich mit Berlin solidarisch zeigen, war von Anfang an absurd.

Der deutsche Gasnotstand ist das Ergebnis bewusster Entscheidungen und

damit etwas anderes als der Corona-Notstand in Teilen Europas im Jahr

2020. Dieser war höhere Gewalt, jener ist schlechte Politik


In der EU galt bisher der Grundsatz, dass die Mitgliedsländer für ihre

Fehler selbst geradestehen müssen. Niemand verteidigte dies eifriger als

Finanzminister Wolfgang Schäuble, als Athen zum Sanierungsfall geworden war.


Dass nun die Achse Brüssel–Berlin das Prinzip der Selbstverantwortung

aushebeln wollte, zeigt, wie weit es mit der EU gekommen ist. Es zeigt

auch, dass der europäische Musterknabe Deutschland einige Mitschuld am

jetzigen Zustand trägt.


*Die Krisen setzen Kräfte frei, die Brüssel nicht kontrollieren kann

*

Vier Krisen, vier apokalyptische Reiter: das griechische Finanzdebakel,

die Massenmigration 2015, die Pandemie und der Ukraine-Krieg. Sie haben

das Gesicht der Union gründlicher verändert als die meisten

Entscheidungen des Europäischen Rats.


Das Zusammenspiel zwischen einem Krisenjahrzehnt und der unerbittlichen

Logik der Währungsunion setzte eine nur noch schwer kontrollierbare

Dynamik in Gang. Früher hiess es, die EU sei wie ein Fahrrad. Wenn sie

sich nicht bewege, falle sie um. Damals wusste man aber nicht, dass

dieses Fahrrad von niemandem gelenkt wird.


Die Finanzmärkte, ein Virus und die Geopolitik haben sich als die wahren

Herrscher entpuppt. Die Zauberlehrlinge von Brüssel müssen sich stets

der Macht des Faktischen beugen. Was aber kommt als Nächstes? Wie wird

der abrupte Wechsel von niedrigen Zinsen zu einer hohen Inflation die EU

verändern und verformen?


Der frühere deutsche Finanzminister Theodor Waigel glaubte noch so

selbstbewusst wie naiv, die durch die Einführung des Euro freigesetzten

Kräfte beherrschen zu können. Das Ergebnis waren die Maastrichter

Kriterien aus dem Jahr 1992, die für jährliche Neuverschuldung und

Gesamtverschuldung penibel genaue Obergrenzen vorsahen.


Nachdem Berlin und Paris als Erste die Kriterien missachtet hatten,

wurden sie im Zuge der Corona-Seuche gänzlich beerdigt. Natürlich heisst

es euphemistisch, sie seien «ausgesetzt». Angesichts der italienischen

und französischen Staatsverschuldung nimmt allerdings niemand an, dass

die Richtlinien je wieder angewendet werden.


Theo Waigel dürfte die Währungsunion heute nicht mehr wiedererkennen.

Nicht nur seine Erfindung, die Maastricht-Regeln, wurde geschleift. Auch

andere Grundsätze mussten geopfert werden. Die Euro-Krise und die

Pandemie machten dem Verbot der Staatsfinanzierung durch die Europäische

Zentralbank ein Ende. Die EU ist ganz offiziell eine Schuldenunion, seit

die Kommission im Rahmen der Covid-Bekämpfung die Erlaubnis erhielt,

Schulden aufzunehmen.


Die Deutschen sehen sich als Verlierer der Entwicklung, sie fühlen sich

übervorteilt, als Opfer und Zahlmeister eines verschwenderischen Südens.

Tatsächlich hat die grösste Wirtschaftsmacht und Garantin des Euro an

Einfluss gewonnen.


Obwohl der Euro nur die Währungsunion betrifft, besitzt Berlin eine

umfassende Vetomacht in der EU. Unberechenbar ist nur, wann Deutschland

diese nutzt. Man schwankt zwischen dominantem Führungsanspruch und

Nachgiebigkeit. Härte gegenüber Athen und Kompromissbereitschaft bei

gemeinsamen Schulden – es passt wenig zusammen.


*Eine kaum verhüllte Erpressung


*In der Diskussion um eine feste Sparquote fiel beiläufig das Argument,

wenn die deutsche Wirtschaft wegen des Gasmangels schrumpfe, ziehe das

ganz Europa in Mitleidenschaft. Eine kaum verhüllte Erpressung und

zugleich der Offenbarungseid einer verfehlten Energiepolitik. Schon

einmal wollte Berlin die Spielregeln zu seinen Gunsten ändern, indem es

die Folgen einer nationalen Fehlentscheidung auf die EU-Partner

abzuwälzen versuchte. Gemäss der Devise: Alle Mitglieder sind gleich,

nur Deutschland ist ein bisschen gleicher.


Auch in der Migrationskrise sollte eine feste Quote her – für die

Verteilung von einer Million Flüchtlingen, die Berlin unbedacht ins Land

gelassen hatte. Auch damals machten die anderen die Pläne zunichte und

erinnerten die Deutschen an ihre Eigenverantwortung. Deutschland ist

mächtig, aber nicht allmächtig.


Dennoch fühlen sich Süd- und Osteuropäer ihrerseits als Opfer. Die

Asymmetrie in der Wahrnehmung ist ebenso ein Grund für die wachsenden

Fliehkräfte in der EU wie die Eigendynamik des Euro.


Trotz der Gas-Schlappe ist die deutsche Stellung stark: in Finanzfragen

ohnehin, wie die Griechen mit dem ihnen oktroyierten Austeritätsprogramm

zu spüren bekamen, aber auch in nationalen politischen Fragen, die

Deutschland eigentlich nichts angehen.


Als Italien im Sog der griechischen Kalamitäten in Bedrängnis geriet,

konnte sich Berlin Hilfe nicht vorstellen, solange Silvio Berlusconi

regierte. Der Ministerpräsident, damals ebenso ein Feindbild der

deutschen Öffentlichkeit wie «der faule Grieche», trat zurück.


Wann immer die Europäische Zentralbank die Euro-Zone noch ein bisschen

mehr zur Schulden- und Haftungsunion macht, richten sich alle Blicke

angsterfüllt nach Karlsruhe. Das war beim Programm zum Anleihenkauf

ebenso der Fall wie beim Corona-Fonds; und es wird sich angesichts der

jüngsten Massnahmen wiederholen, mit denen die EZB die Folgen des

Zinsanstiegs für die hochverschuldeten Länder dämpft. Jedes Mal muss das

Bundesverfassungsgericht urteilen, ob sich das mit der deutschen

Verfassung vereinbaren lässt. Bereits einmal zeigte das Gericht seine

Zähne und bezichtigte den Europäischen Gerichtshof, seine Kompetenzen zu

überschreiten.


Das Bundesverfassungsgericht ist heute das, was einst die Bundesbank

war: der von irdischen Vorgaben unabhängige Olymp, dessen Entscheidungen

Europa in Zugzwang versetzen. Um dem Diktat der deutschen Währungshüter

zu entgehen, drängte Paris einst Bonn zur Preisgabe der Mark und zur

Einführung des Euro. Der Zuchtmeister erstand in anderer Form wieder

auf. Mit den Karlsruher Urteilen droht latent ein «Krieg der Gerichte»

und damit ein Verfassungskonflikt in der EU. Das will niemand riskieren,

und so bestimmt Karlsruhe die Grenzen der europäischen Finanzpolitik.


*Die EU gehört zu den Verlierern des Ukraine-Kriegs


*Vier Krisen, vier apokalyptische Reiter: Sie demonstrieren, dass sich

die Hoffnungen des Maastrichter Gipfels nicht erfüllt haben. Europa ist

allenfalls um einige Illusionen ärmer. Die Integration hat zwar

Fortschritte gemacht, aber in Richtung Schuldenunion. Das ist nicht die

europäische Finalität, das geeinte Europa, von dem einst viele geträumt

haben. Mehr wirtschaftliche Konvergenz, eigentlich das Ziel des

Experiments Euro, stellte sich ebenfalls nicht ein.


Auch gegen Deutschlands Vormachtstellung ist kein Kraut gewachsen. Sie

schrumpft nur, wenn seine Wirtschaftskraft nachlässt. Das war in den

neunziger Jahren so und wiederholt sich vielleicht wegen des

Gas-Schocks. Ernstlich wünschen kann sich das niemand.


Der Frieden, den die EU dem Kontinent bringen wollte, scheint heute

weiter entfernt denn je. Europa ist nicht der Stabilitätsanker, für den

es sich lange gehalten hat. Mit seinen Normen wollte es als Vorbild in

der Welt wirken – eine Soft Power im Gegensatz zum militarisierten

Amerika. Nun stellt sich heraus, dass es nicht einmal den Frieden in der

direkten Nachbarschaft garantieren kann und auf die USA angewiesen bleibt.


Die geoökonomischen Folgen der hausgemachten Energiekrise sind dabei

noch gar nicht berücksichtigt. Verliert die europäische Wirtschaft

deswegen an Wettbewerbsfähigkeit, stärkt das die Konkurrenz in Asien.

Dort nimmt man zudem aufmerksam zur Kenntnis, dass die Europäer ihre

ambitionierte Klimapolitik verwässern müssen. Das europäische

Politikmodell, das auf wirtschaftlicher Stärke und dem

unerschütterlichen Glauben an die eigene Überlegenheit fusste, hat

sichtlich an Attraktivität verloren. Das Fahrrad fällt nicht um, aber

sein Schlingerkurs ist atemberaubend.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

05.08.2022

Auf der SCHWARZEN LISTE der Ukraine

(hier ein zweites Mal eingestellt)


aus e-mail von Rainer Butenschön, 5. August 2022, 15:51 Uhr


Anfang der weitergeleiteten Nachricht:


Von: "Dr. Wolfgang Bittner" <post@wolfgangbittner.de>

Betreff: Auf der SCHWARZEN LISTE der Ukraine

Datum: 3. August 2022 um 23:37:36 MESZ

An: "'Wolfgang Bittner'" <post@Wolfgangbittner.de>


Liebe Freundinnen und Freunde,

 

wie ich vor Kurzem erfuhr, stehe ich auf einer schwarzen Liste des ukrainischen Zentrums zur Desinformationsbekämpfung (CCD) mit etwa hundert weiteren Personen.

 

Scott Ritter, ehemaliger Geheimdienstoffizier des Marine Corps und UN-Waffeninspektor, der ebenfalls auf der CCD-Liste steht, schrieb dazu einen offenen Brief <https://6faai.r.a.d.sendibm1.com/mk/cl/f/4VPQo-j8hi0B7DrV4iKbAoiPaaB2AOgxD5s72Vi9bGo0-FMyKdmR8oHUwJEx-tTBTPj0XFbuZJkoeRdgg778PJ8-T4djeNFsc5Q1g98IQ-TNU3IoJVa6YW2dgOmESpm5umSsZmw2-53cpVq3dywTOStx0ePDB53_-1T-3dz3fYEEgiJR5MONa0CtldSeB-7MfipVHXO0ayrKxTIJuiP2I7aY90P1XI-wQRdpRoksNktbudwB0888KWhgwzqjKmEiRXXhIo7MajyH2Ry7Tmj3> an seine Kongressabgeordneten (die US-Senatoren Chuck Schumer und Kirsten Gillibrand sowie den Kongressabgeordneten Paul Tonko), worin er sie auffordert, „die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass die vom US-Kongress bewilligten Mittel nicht zur Unterdrückung des Rechts auf freie Meinungsäußerung verwendet werden, das den Bürgern der Vereinigten Staaten, einschließlich mir, durch den ersten Zusatzartikel der US-Verfassung zusteht.“ Ritter merkt an, dass alle drei Abgeordneten eine Resolution unterstützt haben, um Mittel für die ukrainische Regierung und ihr Zentrum zur Desinformationsbekämpfung bereitzustellen, das ihn ins Visier genommen hat.

 

Ritter schreibt: „Als Bürger meines Wahlkreises, dessen Name auf einer vom ukrainischen Zentrum für Desinformationsbekämpfung veröffentlichten sogenannten 'schwarzen Liste' steht, wurde und wird mein persönliches und berufliches Leben nachteilig beeinflusst durch die abschreckende Wirkung, als 'russischer Propagandist' bezeichnet zu werden, nur weil ich das von der Verfassung der Vereinigten Staaten garantierte Recht auf freie Meinungsäußerung wahrgenommen habe. Darüber hinaus hat die Ukraine in der Vergangenheit ,schwarze Listen' dieser Art in ,Abschusslisten' umgewandelt, auf denen diejenigen, die sich gegen die Politik der ukrainischen Regierung aussprechen, ermordet oder mit Gewalt bedroht werden. Ich bin mir sicher, dass Sie mit mir darin übereinstimmen, dass der Kongress nicht die Befugnis haben darf, durch sein Handeln ausländischen Regierungen die Mittel an die Hand zu geben, um Bürger der Vereinigten Staaten davon abzuhalten, ihre verfassungsmäßig geschützten Rechte auf freie Meinungsäußerung wahrzunehmen.“

 

Der Leiter des ukrainischen Zentrums zur Desinformationsbekämpfung, Andriy Shapovalov, soll in einer Rede vor einem Runden Tisch über Desinformationsbekämpfung die Personen auf der Liste als „Informationsterroristen“ bezeichnet haben, und dass „Informationsterroristen wissen sollten, dass sie sich vor dem Gesetz als Kriegsverbrecher verantworten müssen.“ Der Runde Tisch wurde zum Teil von der U.S. Civilian Research and Development Foundation mit Unterstützung des US-Außenministeriums organisiert.

 

Liebe Freundinnen und Freunde, das ist ein gravierender Angriff nicht nur auf mich und meine Arbeit, es ist ein neuer Höhepunkt der Einschüchterung und in diesem Fall auch einer physischen Bedrohung Andersdenkender und Oppositioneller, die ihr Recht auf freie Meinungsäußerung in Anspruch genommen haben. Die Bundesregierung wird wohl kaum etwas dagegen unternehmen. Ich bin erst einmal ratlos und möchte über diesen unerhörten Vorgang informieren.

 

Mit besten Grüßen

Wolfgang Bittner

____________________

Dr. Wolfgang Bittner

Merkelstraße 63

37085 Göttingen

Tel. 0551-820 819 01

post@wolfgangbittner.de <mailto:post@wolfgangbittner.de>

www.wolfgangbittner.de <http://www.wolfgangbittner.de/>

05.08.2022

[gorleben365+X] Einladung: Abschiedswochenende und neue Aktionsperspektiven gegen AKW-Laufzeitverlängerungen

Newsletter, Anfang August 2022


*Liebe Aktivist*innen,*


Ende Januar 2013 habt ihr den letzten Newsletter von gorleben365+X,

unserer gemeinsamen Endlager-Kampagne der KURVE Wustrow und X-tausendmal

quer erhalten.

Seit dem ist viel passiert.

Die Castortransporte nach Gorleben sind beendet, Gorleben als

Endlagerstandort ist raus aus dem Topf und das

Endlagererkundungsbergwerk wird immer mehr zurückgebaut.


X-tausendmal quer ist seit 9 Jahren als Widerstandsgruppe nicht mehr

gemeinsam aktiv geworden. Alle von uns sind älter geworden, viele sind

in anderen Gruppen (z.B. Ende Gelände, Extinction Rebellion,

Klimagerechtigkeitsbewegung, Menschenrechten oder LGBTQ-Zusammenhängen)

aktiv und bringen dort Erfahrungen aus unserer großen erfolgreichen

Massenkampagne ein.


*Wir möchten euch zu einem Abschiedswochenende ins Wendland einladen.**

*

Vom *9. bis 11. September 2022 *werden wir in *Gedelitz *beim Gasthaus

Wiese gemeinsam zelten und die Aktionsjahre von X-tausendmal quer an uns

vorbeiziehen lassen. Es ist Zeit zum Fotos anschauen, bekannte und

unbekannte Aktivist*innen zu treffen, neben denen ihr vielleicht in der

Blockade gesessen habt, Menschen wiederzusehen, mit denen ihr in den

Arbeitsbereichen, wie Pressegruppe, Aktionsunterstützung, Moderation und

Training, Polizeikontakt, Jura oder Ideenwerkstatt zusammengearbeitet

habt. Gemeinsam wollen wir unsere Anti-Castor- und Anti-Atom-Kampagne zu

einem Ende bringen.

Das Gelände vor Ort ist auch geeignet für Kinder: Also bringt sie und

eure Partner*innen einfach mit. Bereichern wird unser Zusammensein an

diesem Wochenende das parallel u.a. in Gedelitz stattfindende „Wagen und

Winnen“ (Kunstperlen in Altmark & Wendland) mit einem

familienfreundlichen und neugierig machenden Kulturprogram.


Alle weiteren Informationen zu unserem Treffen findet ihr im Anhang.


Wenn ihr euch jetzt fragt, wieso wir gerade jetzt X-tausendmal quer

beenden, wo doch die Renaissance der Atomkraft so deutlich wie lange

nicht mehr als reale Gefahr droht, möchten wir ganz deutlich sagen:

Die „alte“ Koordinierungsgruppe von X-tausendmal quer wäre nicht mehr in

der Lage, große Aktionen Zivilen Ungehorsams zu organisieren. Das sehen

wir ganz realistisch. Wenn es eine neue große Bewegung gegen die

(Weiternutzung der) AKW braucht, dann wird .ausgestrahlt die

Protestorganisation sein, die dafür das politische Umfeld bereitet. Für

den Part des massenhaften Zivilen Ungehorsams bräuchte es neue

Strukturen. Diese neuen Strukturen hätten dann die Chance, die

Erfahrungen, die im letzten Jahrzehnt mit Zivilen Ungehorsam gemacht

wurden, in eine neue Kampagne einfließen zu lassen. Wir machen Platz.


*Und es gibt eine Perspektive*: Gegen den aktuell diskutierten Ausstieg

aus dem Ausstieg – ob durch Streckbetrieb oder Laufzeitverlängerung –

hat sich aus der Anti-Atom Radtour von ausgestrahlt ein Impuls ergeben,

eine neue Aktionsidee oder Kampagne zu entwickeln, die auf den

Erfahrungen von X-tausendmal quer aufbaut.  Da an diesem Wochenende

viele ehemalige X-tausendmal quer-Aktive kommen werden, gibt es bestimmt

die Möglichkeit, unser Wissen um Strukturen und Rahmenbedingungen, die

Zivilen Ungehorsam unterstützen, weiterzugeben.

Dazu wird es am*Sonntag, 11.9. von 11:00 bis 16:00 *ein Treffen geben.

Ihr seid also herzlich eingeladen, das ganze Wochenende mit uns zu

verbringen oder nur zum neuen Planungstreffen ins Wendland anzureisen.

Wer nur zum Planungstreffen kommen möchte, kann sich auch nur für den

Sonntag anmelden. (Spontan kommen geht auch).


Wir freuen uns auf Euch. Feiert mit uns das Ende der Castortransporte

nach Gorleben, den Rückbau des „Endlagers“ und uns, die wir alle

miteinander und mit vielen anderen Gruppen und Strömungen dieses Ziel

erreicht haben. Und vielleicht auch das Entstehen einer neuer Kampagne

Zivilen Ungehorsams.


Friedrich E., Friedrich S., Jörg L., Katja T., Matthias W., Sebastian S.


*P.S. Bitte schickt uns (matthias@wiedenluebbert.eu) eure Anmeldung mit

Beantwortung der unteren Fragen bis zum 19.8. zurück.**

*


*--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

*


Anmeldung:


*Ich komme (Name), (Kinder gerne mit Alter), Kontaktmöglichkeit *

□ von Freitag bis Sonntag

□ nur am Sonntag


*Zelten:*

□  ich bringe mein eigenes Zelt mit

□  ich brauche einen Platz in einem Gemeinschaftszelt

□  bitte vermittelt mir ein Zimmer (im Ausnahmefall)

□  ich suche mir selber eine Unterkunft


*Verpflegung:*

□ ich habe folgende Nahrungsmittelunverträglichkeit:

□  ich bin Veganer*in


*Kinder:*

□  ich/wir bringen ____ Kind(er) mit

□  ich würde mich über Kinderbegleitung freuen (ohne Kosten für euch)


*Finanzen:*

Ihr braucht nur die vegetarisch- vegane Verpflegung zahlen.


□  das ist mir sonst noch wichtig:


-------------------------------------------------------------------------

*Vorschlag für einen Ablauf:*


*Freitag, 9.9.*

ab 18:00   Begrüßung und Anreise

19:00 Uhr Abendessen

20:00 Uhr X-tausend Erzählungen *

*


*Samstag, 10.9.*

09:00 Uhr Frühstück

10:30 Uhr Spaziergang zu den Atomanlagen

15:00 Uhr Kaffeetrinken in Gedelitz (mit Gäst*innen aus dem Wendland)

18:30 Uhr Abendessen

offener Abend: Musik von Tim Lothar & Holger"HoBo"Daub -

Dänisch-Deutsche Blues-Brüderschaft oder Lagerfeuer oder ???


*Sonntag, 11.9.*

10:00 Uhr       Brunch

11 bis 16 Uhr Strategietreffen für eine neue Aktion/ Kampagne zu

Streckbetrieb/ Laufzeitverlängerung der AKW

05.08.2022

Zum Gedenken an Hiroshima und Nagasaki

Morgen und am 09.08. jähren sich die verheerenden Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki zum 77. Mal. 

Online-Version anzeigen

ICAN gedenkt der Leidtragenden der Atombombenabwürfe
Hallo Initiative:,morgen und am 09.08. jähren sich die verheerenden Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki zum 77. Mal. Bis heute leiden die Überlebenden (Hibakusha) und deren Kinder und Enkel*innen unter den Folgen. Zu selten werden diese Menschen und ihre Schicksale in den Mittelpunkt von Debatten um Atomwaffen gestellt, zu selten werden ihre Geschichten und Stimmen gelesen und gehört, die von teilweise unermesslichem Leid zeugen.Damit die Stimmen und Perspektiven der Hibakusha der ersten Generation, deren Reihen immer kleiner werden, nicht verblassen, möchten wir auf ein bemerkenswertes Projekt hinweisen.In “1945” dokumentiert die Fotografin Haruka Sakaguchi auf eindrucksvolle Weise Hibakusha verschiedener Generationen. Sie lässt sie handgeschriebene Plädoyers für eine bessere Zukunft schreiben und ihre Geschichten erzählen. Diese Zeugnisse mahnen uns, dass Atomwaffen niemals wieder eingesetzt werden dürfen. Allein ihre Existenz stellt eine unkalkulierbare und tödliche Gefahr dar und die Gefahr scheint momentan so hoch wie nie. Denn das schwedische Friedensforschungsinstitut SIPRI warnt aktuell vor einem neuen nuklearen Wettrüsten. Eine weitere Publikation von ICAN verdeutlicht die gestiegenen Investitionen in Atomwaffensysteme. Auch die Bundesregierung reiht sich mit der geplanten Anschaffung der F-35-Kampfjets für die nukleare Teilhabe, die Teil des 100 Milliarden Euro schweren Sondervermögens ist, in dieses neue nukleare Wettrüsten ein.ICAN Deutschland setzt sich dafür ein, dass wir in einer Welt frei von Atomwaffen leben können. Damit Hiroshima und Nagasaki nie wieder passieren können. Damit, um den Leitsatz der Hibakusha aufzugreifen, "Nagasaki zum letzten Ort eines Atombombenabwurfs gemacht wird". Du willst unsere Arbeit mit einer Spende oder langfristig als Fördermitglied unterstützen? Darüber freuen wir uns sehr.


In Berlin gedenken wir heute Abend um 21:30 Uhr mit einer Kerzenaktion vor der Gedächtniskirche am Breitscheidplatz den Leidtragenden von Hiroshima und Nagasaki und dem Leid der folgenden Jahre. Wir bitten alle Interessierten, selbst eine Kerze in einem Einmachglas und ein Feuerzeug oder Streichhölzer mitzubringen.Vielen Dank für Deine Unterstützung!Anne von ICAN Deutschland

Info: http://ki2o.mjt.lu/nl3/lwnhXuOZnzYmhMBpcHvPzw?m=AUYAAFyGFBkAAc28uXAAAAObnpkAAAAC-a4AAIoeAAlXfQBi7LJUvkqtkcE7Tee4l1GN7-lCyAAI2y0&b=de049667&e=e1da6d73&x=XKYSd8ZI4OZ6Lv6ecPkWEcyi5-0BODiIoll2aRF_tiE

05.08.2022

Sitzblockade vor der US-Vertretung der Vereinten Nationen

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pressenza.com, vom 04.08.22 - Pressenza New York, Dieser Artikel ist auch auf Englisch, Griechisch verfügbar


Gestern, während der ersten Sitzungen der zehnten Überprüfungskonferenz der Vertragsparteien des Atomwaffensperrvertrags (NVV), versammelten sich einige zivilgesellschaftliche Organisationen der USA zu einem Sit-in vor der US-Vertretung bei den Vereinten Nationen.


Zitat: Der Sitzstreik wurde beendet, nachdem einige Demonstrant:innen verhaftet worden waren. Während sich auf der anderen Straßenseite Diplomat:innen trafen, um über die Zukunft von Atomwaffen zu diskutieren, forderten die Aktivist:innen unmissverständlich eine Zukunft ohne Atomwaffen.


Ihre Aktionen machen deutlich, dass die Bedrohung durch einen Atomkrieg heute höher ist als je zuvor in der Geschichte und dass die US-Bürgerinnen und -Bürger frustriert sind über das langsame Tempo der nuklearen Abrüstung und insbesondere über den Widerstand ihrer Regierung gegen den Vertrag über das Verbot von Atomwaffen (AVV). Diese Demonstranten wissen, dass der Atomwaffenverbotsvertrag ein Leuchtfeuer für eine Welt ohne Atomwaffen ist. Als sie gestern ihre Regierung aufforderten, sich auf die richtige Seite der Geschichte zu stellen, setzten sie mutig ihre eigene Sicherheit aufs Spiel, in der Hoffnung, die Sicherheit zukünftiger Generationen zu bewahren.


Bericht und Fotos von Seth Shelden, Verbindungsmann zu den Vereinten Nationen für die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN).

Übersetzung aus dem Englischen von Domenica Ott vom ehrenamtlichen Pressenza-Übersetzungsteam erstellt. Wir suchen Freiwillige!


Kategorien: Fotoreportagen, Frieden und Abrüstung, Nordamerika, Originalinhalt
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Pressenza New York
News from the Pressenza Bureau in New York, United States






Info: https://www.pressenza.com/de/2022/08/sitzblockade-vor-der-us-vertretung-der-vereinten-nationen

04.08.2022

Warum Russlands Sonne jetzt über Afrika aufgeht /Putins Energiepolitik im Nahen und Mittleren Osten

aus e-mail von Doris Pumphrey, 4. August 2022, 22.25 Uhr


https://pressefreiheit.rtde.tech/meinung/144948-warum-russlands-sonne-jetzt-uber/

4.8.2022

*Warum Russlands Sonne jetzt über Afrika aufgeht

*/von Sergei Axionow/

*

*Die traditionell antikolonialistische Afrika-Außenpolitik Russlands

erhält nun auch wirtschaftliche Grundlagen. Auf die sehr erfolgreiche

diplomatische Afrika-Tour des russischen Außenministers Lawrow hin

können die westlichen Eliten nur machtlos keifen und Sanktionen verhängen.


Die jüngste diplomatische Tournee von Sergei Lawrow in Afrika (der

russische Außenminister traf zur Zeit, als dieser Kommentar geschrieben

wurde, vor nur wenigen Stunden in Äthiopien ein

<https://de.rt.com/international/144553-sergei-lawrow-ueber-westliche-sanktionspolitik/>)

hat die Vereinigten Staaten verunsichert. Getreu ihrer verdrehten Logik,

wonach alles, was nicht im Westen liegt, als Peripherie der Welt zu

betrachten sei, versuchen diese Nachfahren von Sklavenhaltern denn auch

jetzt, die Ereignisse in den ihnen vertrauten Kategorien zu bewerten. So

polterte

<https://www.pbs.org/newshour/politics/watch-live-state-department-spokesperson-ned-price-holds-news-briefing-21> etwa

der Sprecher des US-Außenministeriums Ned Price:

/"Es wird deutlich, dass Russland sich bewusst ist, dass seine

Handlungen (in der Ukraine) dazu führen, dass es zu einem Ausgestoßenen

wird."/


Die zahlreichen Kontakte Russlands mit der sogenannten Dritten Welt –

Afrikanern, Arabern, Persern oder Chinesen – würden ja nicht zählen,

heißt es, und der wichtigste und einzige /würdige/ politische Gegenpart,

der Westen, habe Moskau aber ja auf die "Ignore-Liste" gesetzt

<https://www.ft.com/content/234d6f3d-3e1e-4001-bf0f-edc170a8aa35>.

Nationaler Exzeptionalismus wie er west und lebt. Nun, es wäre nicht das

erste Mal, dass Russland seine arroganten Nachbarn auf dem Planeten

eines Besseren belehrt. So wird es auch dieses Mal laufen.


Es geht natürlich um den Wettbewerb zwischen den Supermächten um

politischen Einfluss auf dem Schwarzen Kontinent. Aufgeschreckt durch

Moskaus Aktivitäten entwarf

<https://www.congress.gov/bill/117th-congress/house-bill/7311/text> Washington

im Frühjahr sogar in aller Eile ein spezielles Gesetz "über die

Bekämpfung der böswilligen Aktivitäten Russlands in Afrika". Der

Rechtsakt sieht vor, regelmäßig "das Ausmaß und die Richtung" von

Russlands Handlungen zu bewerten und Gegenmaßnahmen ausarbeiten – wozu

natürlich auch gehört, "afrikanische Regierungen und Beamte, die Moskaus

'feindseligen Einfluss und Aktivitäten' unterstützen, zur Rechenschaft

zu ziehen". Na, wer hätt's denn gedacht – persönliche Sanktionen

<https://rtde.podbean.com/e/der-westen-kann-sich-nicht-entscheiden-ob-er-afrika-sanktionieren-oder-verfuhren-soll/>,

von Washington so heiß geliebt! Und das ohne auch nur den kleinsten

Anlass. Baff macht einen auch die angebliche "Bösartigkeit", die

wortwörtlich gleich in den Titel des Gesetzes verbaut wurde: Alles, was

Moskau tue, sei gegen die amerikanischen Interessen und Vorteile

gerichtet und allein daher schon böse. Ein Imperium des Bösen, genau.

Das kennt man doch noch, wir erinnern uns doch an den alten Reagan, oder?


Doch wie laut der Hund auch bellt: Die Karawane zieht vorbei. Russland

widmet dem afrikanischen Kontinent seit einigen Jahren wieder große

Aufmerksamkeit und hat auch nicht die Absicht, damit aufzuhören. Und aus

der ersten Hälfte des Besuchs von Lawrow können bereits einige

Schlussfolgerungen gezogen werden. Moskau will eindeutig das Beste aus

der Zusammenarbeit mit afrikanischen Ländern während der Sowjetzeit in

die Gegenwart übertragen und mit einer beherzten Prise gesunden

Pragmatismus abschmecken. So wurde beispielsweise mit dem Kongo

beschlossen, für die Zusammenarbeit auch eine wirtschaftliche Grundlage

zu schaffen. Als Perspektiven aufgezeigt wurden hierfür:

Kohlenwasserstoffe, Energieversorgung

<https://de.rt.com/international/144215-sergei-lawrow-versichert-afrika-russland/>,

Verkehrsinfrastruktur, Telekommunikation – und, ja, auch militärische

und militärisch-technische Zusammenarbeit. Schließlich sind die Aktionen

der russischen Armee auf dem syrischen und ukrainischen Kriegsschauplatz

die beste Werbung für Russlands Fähigkeiten auf diesem Gebiet. Russische

Hilfe bei der Bekämpfung dieser neumodischen Affenpocken könnte

ebenfalls nicht gelegener kommen.


Noch wichtiger jedoch ist der humanitäre Aspekt der Zusammenarbeit, der

langfristige Folgen hat. Die Quote für Kongolesen, die ein Studium in

Russland anstreben, ist die dritthöchste auf dem Schwarzen Kontinent. Im

Laufe der Jahre haben viele Tausende von Studenten in Russland studiert,

darunter auch Lawrows Gesprächspartner, Außenminister Jean-Claude

Gakosso. Darüber hinaus ist die bevorstehende Abschaffung des

Bologna-Systems in Russland sowohl für Brazzaville als auch für Moskau

von Vorteil, wie paradox das auch anmuten mag – einfach deshalb, weil

somit die Abwanderung von Fachkräften in den Westen verhindert wird:

Junge Menschen, die fertig gebildet wurden und eine berufliche Laufbahn

eingeschlagen haben, werden dann eben in den Kongo zurückkehren – oder

sich zumindest in Russland niederlassen, um hier zu arbeiten. Beides

wird die bilateralen Beziehungen stärken. Die schönen Erinnerungen an

die Jugend bleiben einem bekanntlich für immer. Diese erwachsen

gewordenen, gereiften "russischen" Kongolesen, dann im Land ihrer Wahl

niedergelassen und dort vielleicht in Schlüsselpositionen aufgestiegen,

werden in den kommenden Jahren verlässliche Freunde Moskaus sein. Und

dasselbe gilt für alle Länder Afrikas.


Letzteres wird eine ausschlaggebende Bedeutung bei der Neuformatierung

der Welt haben, die wahrscheinlich das gesamte einundzwanzigste

Jahrhundert andauern wird.


Russland wird Freunde brauchen, die sich auf ein ähnliches Verständnis

der zentralen Bedeutung der UNO für die internationale Ordnung stützen,

um die kommenden Herausforderungen mit Würde zu bewältigen. Die

afrikanischen Länder können hierbei unsere aufrichtigste

Unterstützungsgruppe sein: Jahrhundertelang vom Westen unterdrückt, der

Sklaven und Rohstoffe ausführte, die Einheimischen tötete und

verstümmelte und dem Hunger anheimgab, sind sie voller menschlicher

Dankbarkeit gegenüber den Russen, die sich ganz anders verhielten:

Straßen bauten, Flugplätze, Kraftwerke, Schulen und Krankenhäuser.

Dutzende von afrikanischen Ländern sind Dutzende von Stimmen in der UNO,

wo jedes Land, sei es der Hegemon USA oder das kleine Uganda

<https://de.rt.com/afrika/144577-ugandas-prasident-lobt-russlands-langjahrige/>,

genau eine Stimme hat. Nur gemeinsam ist dem heuchlerischen Westen

beizukommen.


Und eine solche Tendenz zeichnet sich auch klar ab. Lawrow betonte

während seines Besuchs in Afrika wiederholt, dass Moskau für eine

Demokratisierung der internationalen Beziehungen und eine

gleichberechtigte Zusammenarbeit eintritt – und sich gegen Diktat,

Ultimaten und Erpressung in den Beziehungen zwischen souveränen Ländern

einsetzt. Wohingegen der Westen künstlich geschaffene Konflikte für

seine politischen Zwecke nutzt. In Afrika ist hierfür eines der

offensichtlichsten Beispiele Libyen. Das heute zerbombte Land, das zuvor

blühte, ein Land, in dem Gerechtigkeit herrschte, hat sich nach der

Ermordung von Gaddafi in einen blutigen Mittelalter-Abenteuerpark

verwandelt, in dem jeder gegen jeden Krieg führt.


Übrigens ist der kongolesische Präsident Denis Sassou-Nguesso persönlich

am Friedensprozess in Libyen beteiligt. So stieß er beispielsweise mit

einer libyenweiten Konferenz zur nationalen Versöhnung vor, zu der alle

eingeladen werden – und nicht nur einige Wenige, wie es der Westen

wünscht. Und Russland wird dabei helfen, sie zu organisieren.


Natürlich intrigieren westliche Diplomaten jetzt aktiv gegen Moskau auf

dem afrikanischen Kontinent und versuchen hierbei, die Ukraine-Krise

auszunutzen, um einen Schatten auf Russland zu werfen. Wie üblich

schrecken sie auch hier nicht vor glatten Lügen zurück. Sie schlagen, so

schamlos wie sie sind, dort zu, wo die Afrikaner am empfindlichsten sind

– mit Behauptungen, dass die Welt und damit insbesondere der ärmste Teil

der Welt – eben Afrika – wegen Russlands Intervention in den

Ukraine-Krieg vor einer Hungersnot stehe

<https://de.rt.com/europa/138877-russlands-aussenministerium-antwortet-un-antirussische-sanktionen-ursache-lebensmittelkrise/>.

Lawrow erklärte gegenüber seinen kongolesischen Kollegen, dass Moskau

keine Hindernisse für den Export ukrainischen Getreides schafft und dass

die russischen Angriffe auf wohlgemerkt nur die militärische

Infrastruktur des Hafens von Odessa die ukrainische Getreideausfuhr in

keiner Weise tangieren

<https://de.rt.com/kurzclips/video/144462-wir-lassen-unsere-beziehungen-nicht/>.

Vielmehr sind sie notwendig, um Russlands Schwarzmeerflotte abzusichern

<https://de.rt.com/international/144395-sergei-lawrow-russlands-position-zum/>.

Und die Ursachen der Nahrungsmittelkrise wurden erstmals vor mindestens

drei Jahren manifest

<https://rtde.live/gesellschaft/128026-gefahr-nahrungsmittelmangels-ist-jetzt-global/

– und zwar aufgrund einer fehlerhaften Politik der westlichen Staaten

<https://de.rt.com/international/139328-russland-soll-schuld-an-globalen/>,

so der Diplomat. Das Gleiche gilt im Übrigen für Energieträger.


Die gleichen Fragen globaler Bedeutung (sowie örtliche Fragen der

bilateralen Zusammenarbeit, die gleichwohl größte Wichtigkeit haben –

wie der Bau eines Kernkraftwerks

<https://de.rt.com/international/139969-russland-beginnt-mit-herstellung-von/

und einer russischen Industriezone im Gebiet des Suezkanals) erörterte

Russlands Außenminister mit der gleichen Geduld auch in Ägypten.

Überhaupt wurden diese Punkte auf der Karte bewusst für Lawrows

diplomatische Afrika-Tournee ausgewählt: So ist Kairo unter anderem der

Sitz der Arabischen Liga, und Äthiopien der Sitz der Afrikanischen

Union, die den gesamten Schwarzen Kontinent vereinigt. Hier sei

erinnert: Der Vorsitzende der Afrikanischen Union, der senegalesische

Staatschef Macky Sall, flog zu Beginn des Sommers zu Gesprächen mit

Wladimir Putin <https://vk.com/video-134310637_456254270>. Und der

Besuch von Lawrow schloss natürlich auch an dieses Treffen an.


Es ist nicht schwer zu erraten, was die "allgemeine Linie" Moskaus jetzt

ausmacht. Es ist eine Politik des Widerstands gegen den neuen

Kolonialismus – und zwar sowohl im eigenen Interesse als auch im

Interesse der anderen Länder der Welt, einschließlich der afrikanischen.

Schließlich hat diese Herangehensweise in Russland eine lange Tradition,

das sollte man nicht vergessen. Auch Putin sieht in dem vom Westen

aufgezwungenen Modell des liberalen Globalismus /"eine aktualisierte

Version des Neokolonialismus"/. Im Grunde ist es nichts anderes als

/"eine Welt im US-amerikanischem Stil, eine Welt für einige wenige

Auserwählte, in der die Rechte aller anderen einfach mit Füßen getreten

werden"./


Denn sie sind dazu bestimmt, die Rolle von Verbrauchsmaterial zu spielen

und von Ressourcenquellen: Sei es nun die Ukraine oder ein anderer

Staat. Der Wert Russlands als Partner für Afrika liegt darin, dass es

eine souveräne Politik verfolgt und seine Ziele verfolgen kann, ohne

jemanden um Erlaubnis zu fragen. Der als größter Dichter Russlands

gefeierte Alexander Puschkin hatte auch äthiopische Vorfahren, und

folgender Vers

<https://books.google.at/books?id=xlT1d514xwUC&pg=PA41&lpg=PA41&dq=In+den+Tiefen+des+sibirischen+Erzes&source=bl&ots=vOhKXWgDlm&sig=ACfU3U1RrSaUGYTweuXOyBcnZnQlI2LvFw&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwiTuMS11qX5AhUUnf0HHQsBBTUQ6AF6BAgVEAI#v=onepage&q=In%20den%20Tiefen%20des%20sibirischen%20Erzes&f=false

passt auf die jetzige Beziehungsentwicklung zwischen Russland und Afrika

wie kein anderer:

/Die Fessel, die den Fuß beschwert,/

/wird brechen wie des Kerkers Schranken,/

/Die Freiheit euch am Tor empfangen/

/Und Brüder reichen euch das Schwert./

*Der zweite Russland-Afrika-Gipfel steht bevor.

*


https://www.heise.de/tp/features/Putin-Entspannte-Energiepolitik-im-Nahen-und-Mittleren-Osten-7200366.html

3.8.2022

*Putin: Entspannte Energiepolitik im Nahen und Mittleren Osten

*AKW-Bau in der Türkei und Ägypten, Ölförderung im Irak: Während sich

Europa von russischer Energie unabhängig machen will, gehen die

russischen Deals in der Region weiter.

Von Oliver Eberhardt


Die ersten Gebäude stehen; der Boden ist geebnet. Und auch das Geld ist

bald da angekommen, sagten türkische Regierungsmitarbeiter der

Nachrichtenagentur /Bloomberg/. Insgesamt 15 Milliarden US-Dollar

<https://www.bloomberg.com/news/articles/2022-07-29/russia-is-wiring-dollars-to-turkey-for-20-billion-nuclear-plant

wird das türkische Unternehmen Akkuyu NGS Electric Manufacturing Co Ltd

bis Ende dieser Woche erhalten haben. Der Zahler: Die "Föderale Agentur

für Atomenergie Russlands", kurz Rosatom.


Der Verwendungszweck: Der Bau eines Atomkraftwerks in der Hafenstadt

Mersin. Schon 2023 will die russische Behörde den ersten Reaktor in

Betrieb nehmen; 2026 soll das Kraftwerk dann genug Energie erzeugen, um

den Bedarf von 10 Prozent der türkischen Bevölkerung zu decken.

Und das ist kein Einzelfall. Auch in Ägypten will Rosatom in den

kommenden Wochen mit dem Bau eines Atomkraftwerks

<https://www.dw.com/en/russian-company-starts-building-egypts-first-nuclear-plant/a-62559065

beginnen, das ebenfalls nahezu vollständig mit russischem Geld

finanziert wird.


Während in Europa darüber diskutiert wird, wie man möglichst schnell

vollständig unabhängig von russischen Erdgas- und Öllieferungen werden

könnte, teilt man in vielen Ländern des Nahen und Mittleren Osten diese

neue Ablehnung nicht.


Sowohl die türkische als auch die ägyptische Regierung verweisen auf

Anfrage darauf, dass die Verträge schon vor Jahren geschlossen worden

seien, Rosatom nicht mit Sanktionen belegt sei und man auch keine Gründe

sehe, die Projekte auf Eis zu legen.

Aus gutem Grund: Der Energiebedarf steigt in allen Ländern der weiteren

Region ständig, während die Umweltverschmutzung immer größer wird. Man

sucht nach Alternativen, die aber nicht besonders breit gestreut sind:

Jenseits der reichen Golfstaaten läuft die Wirtschaft schlecht; die

Staatskassen sind leer.


*Gefahr sozialer Unruhen

*Und das bedeutet auch, dass die Gefahr sozialer Unruhen für die

Regierenden ständig präsent ist, was natürlich immer auch die

Möglichkeit eines politischen Umsturzes mit sich bringt.

Dies zeigt sich derzeit besonders deutlich im Irak, wo gerade

Unterstützer des Klerikers Muktada al-Sadr das Parlament gestürmt haben.

Dabei geht es längst nicht mehr nur um Auseinandersetzungen zwischen

Sunniten und Schiiten: Auch zehn Monate nach der letzten Parlamentswahl

haben es die Fraktionen nicht geschafft, sich auf eine Regierungsbildung

zu einigen, während die Probleme des Landes immer drastischer werden.


Aus vielen Wasserhähnen fließt mitten in der Sommerhitze nur eine braune

Plörre, Stromausfälle sind häufig. Und das, obwohl seit dem Sturz von

Saddam Hussein enorme Summen an westlicher Unterstützung in das Land

geflossen sind. Sichtbar ist der Geldsegen so gut wie nirgendwo.

Viele Demonstranten werfen sowohl der US-Regierung als auch der

einheimischen Politik vor, sich mit den Mitteln vor allem die

Unterstützung von einflussreichen Personen erkauft zu haben. Belege

dafür gibt es nicht, aber das Misstrauen ist nun sehr tief verankert.


Als bei den Vereinten Nationen Ende Februar über eine Resolution zur

Verurteilung des Kriegs gegen die Ukraine abgestimmt wurde, gehörte der

Irak zu den 31 Staaten, die sich enthielten. Wenig später sei die Zahl

der Anfragen nach irakischem Öl massiv gestiegen, berichtet der Sprecher

des Ölministeriums Assem Jihad.


Aus Sicht der potenziellen westlichen Kunden besonders pikant: Auch in

der irakischen Ölindustrie spielen russische Unternehmen zwar keine

dominierende, aber eine Schlüsselrolle

<:" rel="noopener">https://www.al-monitor.com/originals/2022/03/russian-invasion-ukraine-has-sharp-impact-iraqs-economy>: 

Mindestens zehn Milliarden US-Dollar haben sie in die Ölinfrastruktur

investiert, fördern heute um die 13 Prozent der täglichen Fördermengen.


Ungefähr 89 Prozent des irakischen Staatshaushalts wird aus der

Ölförderung gespeist, und die gestiegene Nachfrage hat Begehrlichkeiten

geweckt: Innerhalb von sechs Monaten, so das Ölministerium, wolle man

die Kapazitäten schaffen, die für eine Steigerung der Fördermengen

gebraucht werden. Hauptinvestor: russische Unternehmen.


Zwar sind aus den Zentralbanken in vielen Ländern der Region warnende

Worte zu hören, man könne bald von internationalen Sanktionen betroffen

sein. Doch die jeweiligen Regierungen machen trotzdem weiter, wohl in

der Hoffnung, dass die USA und die Mitgliedsstaaten der Europäischen

Union keine weitere Eskalation in der Region riskieren werden. Zumal die

gestiegenen Öleinnahmen auch keinesfalls einen Geldsegen bedeuten: Viele

Regierungen müssen die gestiegenen Einnahmen dafür ausgeben, die stark

gestiegenen Nahrungsmittelpreise zu subventionieren.


*Gasprojekte in Iran

*Der russische Präsident Wladimir Putin vermittelt derweil recht

selbstsicher den Eindruck des "business as usual". Vor kurzem traf er in

Teheran mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und dem

iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi zusammen, der seit seinem

Amtsantritt vor etwas mehr als einem Jahr von chronischer

Erfolglosigkeit geplagt wird.

Putin brachte auch ihm das Versprechen von reichlich Geld mit: 40

Milliarden US-Dollar

<https://www.sueddeutsche.de/politik/wladimir-putin-erdogan-ebrahim-raisi-teheran-1.5625027

werde die russische Gazprom in die Erkundung von neuen Gasfeldern im

Iran und den Bau von Pipelines ausgeben, teilte das iranische

Ölministerium mit.

Sollten die Energieprojekte allesamt fertiggestellt werden, hätten Putin

und seine Nachfolger erheblichen Einfluss im Nahen und Mittleren Osten;

Russland würde auch dann verdienen, wenn gar kein Gas und Öl mehr aus

Russland käme.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

04.08.2022

noch einige Infos ....

aus e-mail von Doris Pumphrey, 4. August 2022, 20:22 Uhr


**"Werchowna Srada" – hysterische Verrätersuche zeigt Spaltung der

ukrainischen Elite auf

**Eine Verräterhysterie wütet im Sicherheitsapparat Kiews – in zweierlei

Hinsicht: Eine klassische Verrätersuche hat die Eliten erfasst, wobei

der Präsident sie kaum verhohlen zum Befördern der einen Mitstreiter

ausnutzt, die anderen sich jedoch von ihm verraten fühlen dürften.

/Hier:/https://pressefreiheit.rtde.tech/meinung/145184-werchowna-srada-hysterische-verratersuche-zeigt-spaltung-ukrainischen-elite/*



Auf der schwarzen Liste der Ukraine*


*Betreff:*



Auf der SCHWARZEN LISTE der Ukraine


*Datum:*



Wed, 3 Aug 2022 23:37:36 +0200


*Von:*



*Dr. Wolfgang Bittner <post@wolfgangbittner.de

<mailto:post@wolfgangbittner.de>*


*An:*



'Wolfgang Bittner' <post@Wolfgangbittner.de

<mailto:post@Wolfgangbittner.de>


Liebe Freundinnen und Freunde,

wie ich vor Kurzem erfuhr, stehe ich auf einer schwarzen Liste des

ukrainischen Zentrums zur Desinformationsbekämpfung (CCD) mit etwa

hundert weiteren Personen.


Scott Ritter, ehemaliger Geheimdienstoffizier des Marine Corps und

UN-Waffeninspektor, der ebenfalls auf der CCD-Liste steht, schrieb dazu

einen offenen Brief

<https://6faai.r.a.d.sendibm1.com/mk/cl/f/4VPQo-j8hi0B7DrV4iKbAoiPaaB2AOgxD5s72Vi9bGo0-FMyKdmR8oHUwJEx-tTBTPj0XFbuZJkoeRdgg778PJ8-T4djeNFsc5Q1g98IQ-TNU3IoJVa6YW2dgOmESpm5umSsZmw2-53cpVq3dywTOStx0ePDB53_-1T-3dz3fYEEgiJR5MONa0CtldSeB-7MfipVHXO0ayrKxTIJuiP2I7aY90P1XI-wQRdpRoksNktbudwB0888KWhgwzqjKmEiRXXhIo7MajyH2Ry7Tmj3

  an seine Kongressabgeordneten (die US-Senatoren Chuck Schumer und

Kirsten Gillibrand sowie den Kongressabgeordneten Paul Tonko), worin er

sie auffordert, /„die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um

sicherzustellen, dass die vom US-Kongress bewilligten Mittel nicht zur

Unterdrückung des Rechts auf freie Meinungsäußerung verwendet werden,

das den Bürgern der Vereinigten Staaten, einschließlich mir, durch den

ersten Zusatzartikel der US-Verfassung zusteht.“/  Ritter merkt an, dass

alle drei Abgeordneten eine Resolution unterstützt haben, um Mittel für

die ukrainische Regierung und ihr Zentrum zur Desinformationsbekämpfung

bereitzustellen, das ihn ins Visier genommen hat.


Ritter schreibt: /„Als Bürger meines Wahlkreises, dessen Name auf einer

vom ukrainischen Zentrum für Desinformationsbekämpfung veröffentlichten

sogenannten 'schwarzen Liste' steht, wurde und wird mein persönliches

und berufliches Leben nachteilig beeinflusst durch die abschreckende

Wirkung, als 'russischer Propagandist' bezeichnet zu werden, nur weil

ich das von der Verfassung der Vereinigten Staaten garantierte Recht auf

freie Meinungsäußerung wahrgenommen habe. Darüber hinaus/ /hat die

Ukraine in der Vergangenheit ,schwarze Listen' dieser Art in

,Abschusslisten' umgewandelt, auf denen diejenigen, die sich gegen die

Politik der ukrainischen Regierung aussprechen, ermordet oder mit Gewalt

bedroht werden. Ich bin mir sicher, dass Sie mit mir darin

übereinstimmen, dass der Kongress nicht die Befugnis haben darf, durch

sein Handeln ausländischen Regierungen die Mittel an die Hand zu geben,

um Bürger der Vereinigten Staaten davon abzuhalten, ihre

verfassungsmäßig geschützten Rechte auf freie Meinungsäußerung

wahrzunehmen.“/


Der Leiter des ukrainischen Zentrums zur Desinformationsbekämpfung,

Andriy Shapovalov, soll in einer Rede vor einem Runden Tisch über

Desinformationsbekämpfung die Personen auf der Liste als

„Informationsterroristen“ bezeichnet haben, und dass

„Informationsterroristen wissen sollten, dass sie sich vor dem Gesetz

als Kriegsverbrecher verantworten müssen.“ Der Runde Tisch wurde zum

Teil von der U.S. Civilian Research and Development Foundation mit

Unterstützung des US-Außenministeriums organisiert.


Liebe Freundinnen und Freunde, das ist ein gravierender Angriff nicht

nur auf mich und meine Arbeit, es ist ein neuer Höhepunkt der

Einschüchterung und in diesem Fall auch einer physischen Bedrohung

Andersdenkender und Oppositioneller, die ihr Recht auf freie

Meinungsäußerung in Anspruch genommen haben. Die Bundesregierung wird

wohl kaum etwas dagegen unternehmen. Ich bin erst einmal ratlos und

möchte über diesen unerhörten Vorgang informieren.


Mit besten Grüßen

Wolfgang Bittner

/post@wolfgangbittner.de

//www.wolfgangbittner.de/ <http://www.wolfgangbittner.de/>


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https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2022/08/berlin-giffey-strassennamen-ukrainische-staedte.html

3.8.2022

*Giffey spricht sich für Straßennamen nach ukrainischen Städten aus

*Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) hat an die

Bezirke der Stadt appelliert, Straßen oder Plätze nach Orten in der

Ukraine zu benennen, die besonders stark vom Krieg betroffen sind.

In einer Mail an die Bezirksbürgermeisterinnen und Bezirksbürgermeister,

die dem rbb vorliegt, schreibt Giffey bereits Anfang Juli, auf diese

Weise könnte aus Berlin heraus ein weiteres sichtbares Zeichen der

Solidarität mit der Ukraine gesetzt werden.

Sie bitte um eine wohlwollende Prüfung, welche Straßen und Plätze für

eine entsprechende Namensgebung in Betracht kommen. Zu denken wäre

beispielsweise an Straßen und Plätze, die noch keine Namen oder

lediglich numerische Bezeichnungen tragen, so Giffey.



https://pressefreiheit.rtde.tech/international/131481-liveticker-zum-ukraine-krieg-kiew/

4.8.2022 07:00 Uhr

*Amnesty International deckt Kiews Verstöße gegen Kriegsvölkerrecht auf*


Die Ukraine verstößt gegen das Kriegsvölkerrecht und gefährdet das Leben

von Zivilisten, indem sie Kriegsgerät und Waffen gezielt in Schulen und

Krankenhäusern stationiert. Das erklärte die Menschenrechtsorganisation

Amnesty International in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht

<https://www.amnesty.org.uk/press-releases/ukraine-military-endangering-civilians-locating-forces-residential-areas-new>.

Agnès Callamard, die Generalsekretärin von Amnesty International,

betonte: /"Wir haben dokumentiert, dass die ukrainischen Truppen

Zivilisten gefährdet und das Kriegsvölkerrecht verletzt haben, während

sie in dicht besiedelten Gebieten operierten."/

In dem Bericht wird darauf hingewiesen, dass Menschenrechtsaktivisten in

19 ukrainischen Städten und Gemeinden, darunter in den Gebieten Donbass,

Charkow und Nikolajew, Fälle von Angriffen der ukrainischen Streitkräfte

auf Wohnhäuser und den Einsatz von Waffen auf zivile Infrastrukturen

registriert haben. Außerdem habe die ukrainische Militärführung dem

Bericht zufolge die Bevölkerung nicht aus den benachbarten Gebäuden

evakuiert, um die Verluste durch einen möglichen Vergeltungsschlag der

russischen Streitkräfte zu minimieren.

Die Experten von Amnesty International kamen insbesondere zu dem

Schluss, dass 22 der 29 Schulen, die sie in den südöstlichen Gebieten

der Ukraine besuchten, entweder Personal der ukrainischen Streitkräfte

oder ukrainische Militärausrüstung und Waffen beherbergten. Es wird

betont, dass ukrainische Soldaten beispielsweise in Odessa gepanzerte

Fahrzeuge direkt in dicht besiedelten Wohngebieten abstellten und in

Bachmut ein Universitätsgebäude als Militärbasis nutzten.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

04.08.2022

Russisches Verteidigungsministerium: "Nicht auszuschließen", dass USA COVID-19 verursacht haben

pressefreiheit.rtde.tech, 4 Aug. 2022 18:58 Uhr

Russischen ABC-Waffen-Spezialisten zufolge verdichtet sich der Verdacht, dass das SARS-CoV-2-Virus künstlich hergestellt wurde und US-amerikanische Forschungsprogramme die Verantwortung für den Ausbruch der COVID-19-Pandemie tragen. Dies berichtete TASS am Donnerstag unter Berufung auf einen Generalleutnant der russischen ABC-Abwehrkräfte.


Russisches Verteidigungsministerium: "Nicht auszuschließen", dass USA COVID-19 verursacht haben


Zitat: Das Verteidigungsministerium der Russischen Föderation hält es für wahrscheinlich, dass das Fledermaus-Fangprogramm der US-amerikanischen "Agency for International Development" (USAID) zur Entstehung des neuartigen Coronavirus beigetragen hat, welches unter der Bezeichnung "SARS-CoV-2" bekannt wurde und die Welt über zwei Jahre lang in Atem hielt. Dies sagte Generalleutnant Igor Kirillow, Leiter der ABC-Schutztruppen der russischen Streitkräfte, gegenüber Journalisten der Nachrichtenagentur TASS am Donnerstag. Kirillow konkretisierte seinen Verdacht wie folgt: 

"Wir ziehen die Möglichkeit in Betracht, dass die US-Behörde für internationale Entwicklung (USAID) an der Entstehung des neuen Coronavirus beteiligt war. Seit 2009 finanziert die Agentur das Programm PREDICT, das neue Arten von Coronaviren untersucht und Fledermäuse, die diese Viren tragen, einfängt. Einer der Auftragnehmer für das Projekt war Metabiota, ein Unternehmen, das für seine militärisch-biologischen Aktivitäten in der Ukraine bekannt ist."

Russland: Mindestens vier US-Biolabore in Nigeria, dem Ursprungsland der Affenpocken





Russland: Mindestens vier US-Biolabore in Nigeria, dem Ursprungsland der Affenpocken






Die Rolle der US-Biologen bei der Entstehung und Verbreitung des COVID-19-Erregers habe auch die US-Kongressabgeordneten zum Nachdenken angeregt, fügte der russische Generalleutnant hinzu.


Er erinnerte daran, dass Jason Crow, Mitglied des Geheimdienstausschusses des US-Repräsentantenhauses, auf der Nordamerikanischen Sicherheitskonferenz im Juli die Amerikaner vor den Gefahren gewarnt hatte, die mit der Weitergabe ihrer DNA an private Unternehmen zu Testzwecken verbunden sind, da "die Möglichkeit besteht, dass die Testergebnisse an Dritte verkauft" und diese Informationen "zur Entwicklung biologischer Waffen für bestimmte Gruppen oder Einzelpersonen verwendet werden könnten". Kirillow erläuterte weiter:

"Angesichts des Interesses der US-Regierung an der Erforschung gezielter biologischer Kampfstoffe zwingen uns solche Äußerungen dazu, die Ursachen der neuen Coronavirus-Infektionspandemie und die Rolle der US-Militärbiologen bei der Entstehung und Verbreitung des COVID-19-Erregers neu zu betrachten."

Gleichzeitig, ergänzte der Generalleutnant, habe das Hopkins-Institut vor der COVID-19-Pandemie eine Übung mit der Bezeichnung "Event-201" durchgeführt, bei der Maßnahmen im Zusammenhang mit der Epidemie eines bisher unbekannten Coronavirus geübt wurden.

Das Szenario der Übung war, dass das Virus von Fledermäusen über einen Zwischenwirt, nämlich Schweine, auf den Menschen übertragen wurde. Auf diese Weise hatte sich seinerzeit das Virus der Spanischen Grippe, das mehrere Millionen Menschenleben forderte, pandemisch verbreitet.

"Die Umsetzung des COVID-19-Szenarios und das Auslaufen des PREDICT-Programms durch USAID im Jahr 2019 deuten darauf hin, dass die Pandemie absichtlich herbeigeführt wurde und die USA an ihrer Entstehung beteiligt waren",

so die Schlussfolgerung der russischen Spezialisten im Gespräch mit TASS.


Mehr zum Thema - Der Lockdown von Schanghai im Kontext: China betrachtet Corona als Biowaffe


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Info: https://pressefreiheit.rtde.tech/international/145312-russisches-verteidigungsministerium-nicht-auszuschliessen-dass


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

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