Ukrainische "Gegenoffensive" war "psychologische Kriegsführung"
aus e-mail von Doris Pumphrey, 11. August, 17:24 Uhr
https://pressefreiheit.rtde.tech/international/131481-liveticker-zum-ukraine-krieg-todesopfer/
11.8.2022
*Kiew bläst Cherson-Gegenoffensive ab:
Ankündigung war "psychologische Kriegsführung"
**
*Angesichts der abgesagten Gegenoffensive im Gebiet Cherson will die
Kiewer Führung nun gute Miene zum bösen Spiel machen. Die Vorbereitung
sei ein psychologischer Kniff gewesen, so das Präsidialbüro. Offenbar
wollte Kiew das dort geplante Referendum vereiteln
Die ukrainische Cherson-Gegenoffensive, die von zahlreichen Analytikern
vorausgesagt, von Kiew geplant und durch Zusammenziehen von Truppen,
Artillerie und anderem Material vorbereitet wurde, scheint nun endgültig
abgeblasen. So zitierte die /Financial Times/ jüngst mehrere ukrainische
Beamte, laut derer größere Operationen aufgrund Materialmangels aufs
kommende Jahr verschoben werden müssen: /"Wir können ja aus jeder
Lieferung an die Ukraine ein großes Ding machen. Doch wenn wir
vernünftig sind, müssen wir rechnen und die Lieferungen mit unserem
strategischen Bedarf vergleichen. Daran gemessen haben wir nicht einmal
30 Prozent davon, was wir brauchen. Wir rechnen nicht mit dem Aufbau
ausreichender Kapazitäten für die Planung einer Gegenoffensive noch in
diesem Jahr. Unsere größeren Pläne werden jetzt im kommenden Jahr kommen
müssen."/
In welchem Maße der Materialmangel durch Einwirkung der russischen
Präzisionslenkwaffen spezifisch auf die jeweiligen als Ausgangspunkte
der Cherson-Gegenoffensive festgelegten Truppen- und
Materialkonzentrationsgebiete beim benachbarten Nikolajew oder auch
woanders entstanden ist, ist unklar. Doch zumindest von der
prorussischen zivil-militärischen Verwaltung des Gebiets Cherson
erfolgte <https://vz.ru/news/2022/7/25/1169207.html> sogar noch Ende
Juli eine Lagebewertung, laut derer Kiew in der Tat bereits Versuche
einer Gegenoffensive unternommen haben soll, die in der dortigen völlig
offenen Steppenlandschaft am Beschuss durch die Gegenseite scheiterten.
Fakt bleibt jedenfalls: Die Gesamtverluste der ukrainischen Seite machen
ihr jegliche Großunternehmen unmöglich. Kiew gesteht dies auch ein.
Indes versuchen einige dortige Regierungsbeamte dennoch, ihr Gesicht zu
wahren. So erklärte <https://www.bbc.com/ukrainian/features-62468750>
Michail Podoljak, Ratgeber des Präsidialbüroleiters von Staatschef
Selenskij gegenüber der /BBC/, jegliche Gespräche von einer
Gegenoffensive seien von vornherein eine Sonderoperation der
informationspsychologischen Kriegsführung (IPSO) gewesen: /"Ob das eine
IPSO gewesen ist? Ohne Wenn und Aber gehören heute alle öffentlichen
Kommentare zu den IPSO. Wir müssen die russische Armee demoralisieren,
sie müssen verstehen, dass dieses Gebiet ständig unter Beschuss stehen
wird."/
Doch auch Versuche, die in mehreren befreiten Gebieten der Ukraine
geplanten Referenden zur Wiedervereinigung mit Russland zu vereiteln,
kann man getrost als ein weiteres Ziel derartiger
"informationspsychologischer Sonderoperationen" Kiews betrachten. Dass
kiew-treue Truppen bei jeder Gelegenheit Wohngebiete und Ortschaften,
die unter der Kontrolle russischer Truppen oder der Milizen der
Volksrepubliken Donezk und Lugansk stehen, Artillerie- und
Raketenbeschuss aussetzen, ist lange bekannt.
Nichts anderes erwartet zum Beispiel Wladimir Rogow vom Rat der
zivil-militärischen Verwaltung des Gebiets Saporoschje speziell für die
angedachte Zeit des Referendums im September 2022: /"Dass es
Provokationen, Beschuss, Versuche einer Offensive seitens des
Selenskij-Regimes geben wird, steht mittlerweile komplett außer Zweifel."/
Genau so wertete er bereits Anfang Juli auch alle Kiewer
Informationseinwürfe über Gegenoffensiven: /"Das Kiewer Regime versucht
mit seinen Erklärungen über in Vorbereitung befindliche Gegenoffensiven,
die Bewohner des Gebiets Saporoschje einzuschüchtern und die
Vorbereitung zum Referendum zu vereiteln. Kiews Ziel ist es, die
Menschen zum Verlassen der bereits befreiten Gebiete zu zwingen, um im
Falle einer demokratischen Willensäußerung erklären zu können, dort sei
ja niemand mehr."/
Doch damals
<https://radiosputnik.ria.ru/20220711/zaporozhe-1801812911.html> wie
jetzt beharrt <https://www.vesti.ru/article/2882834> er darauf, dass
dieses Ziel für Kiew unerreichbar bleiben werde.
Dass eine Gegenoffensive im Gebiet Cherson nicht bloß Gerede, sondern
tatsächlich geplant gewesen sei, betont
<https://svpressa.ru/war21/article/342648/> Alexander Sitnikow,
Kriegsberichterstatter und Analytiker der /Oruschije Rossii/, einer
russischen Nachrichtenagentur mit Schwerpunkt Waffen und Militär. Auch
er geht vom Versuch, das dortige Referendum zu vereiteln, als einem
vorrangigen Zweck der Unternehmung aus: /"In diesem Zusammenhang kann
man im ukrainischen Internetsegment jetzt einen wahren Streit aller
gegen alle beobachten. Einstecken musste zum Beispiel Selenskij selber,
denn die öffentliche Vorbereitung der Referenden ist ein schmerzhafter
Schlag gegen das Image des Präsident gewordenen Clowns. Es sei erinnert:
Er schwor hoch und heilig, keine Abstimmung zuzulassen. Das Kiewer
Regime befürchtet anscheinend in vollem Ernst, dass die 'Russenköpfe,
Sowoks und Watniks' in den Gebieten Saporoschje und Cherson genauso
abstimmen werden wie auch die Krimbewohner im Jahre 2014."/
/"Um einer Bekundung des Volkswillens entgegenzuwirken, hatten die
Ukronazis ihre Offensive gegen Cherson geplant und breit angekündigt.
Gerade dafür hatte das Präsidialbüro angeordnet, einen riesigen Teil der
Artillerie und der Panzerfahrzeuge der blaugelben Armee in Nikolajew zu
konzentrieren – sogar zu Lasten der 'Mannerheim'-Linie der vorgeblich
unabhängigen Ukraine im Donbass."/
Im Übrigen sieht
<https://russian.rt.com/opinion/1033129-prilepin-donbass-vsu-miny-lepestok>
auch der russische Journalist, Autor und Politiker Sachar Prilepin, der
zu Beginn der Kampfhandlungen in den Jahren 2014 bis 2015 Feldkommandeur
im Donbass war, in dieser Ausdünnung der ukrainischen Artilleriebestände
im Donbass einen möglichen Grund für die in jüngster Zeit in Verstoß
gegen Kriegsrechtsnormen immer öfter verübte Fernverminung von
Wohngebieten in Donezk. Um die Zivilbevölkerung dort trotzdem weiterhin
terrorisieren zu können, habe Kiew seine dort verbleibenden
Artilleristen reichlich mit Fernverminungsgeschossen für die
Uragan-Mehrfachraketenwerfer versorgt.
Als Argument für seine These in Bezug auf den Donbass führt Sitnikow die
Niederlage der kiew-treuen Truppen in Peski an, einer Ortschaft nahe
Donezk, die den Ort innerhalb von acht Jahren in ein wahrhaft
befestigtes Gebiet verwandelt hatten: /"Jetzt aber, nach der
vernichtenden Niederlage in Peski, versucht der Oberkommandeur der
ukrainischen bewaffneten Formationen Saluschny, die
Bandera-Artillerie
zurückzuverlegen. Von der Verlegung der Artillerie der 'Unabhängigen'
zurück in den Donbass bekam dann die maidangeschädigte Öffentlichkeit
Wind (zu großen Teilen über Informationslecks und von Whistleblowern aus
dem Umkreis des militärischen Oberbefehlshaber Saluschny) und deren
Aktivisten haben Selenskij bereits vielsagend und exakt qualifiziert –
nämlich als einen Idioten."/
/"Denn nun ist einerseits Kiews Cherson-Offensive vereitelt, und
andererseits sind auf der Linie von Awdejewka bis Marjinka, wo die
Ukronazis die mächtigsten Befestigungsanlagen erschaffen hatten, für die
'Schützer der Unabhängigkeit' nun wahrlich höllische Zeiten eingetreten."/
Die Gefahr sei jedoch mitnichten gänzlich gebannt. Vielmehr dürfe man
befürchten, dass Kiew bei weiteren Versuchen, die demokratische
Willensäußerung in den Gebieten Cherson und Saporoschje zu vereiteln,
statt auf Offensiven oder flächendeckenden Beschuss gegen Wohngebiete
nun auf punktgenauen Artillerieterror setzen wird. So wurde in der Stadt
Cherson ein Saboteur festgenommen, der an Objekten ziviler Infrastruktur
Peilsender anbrachte, an denen sich Lenkwaffensysteme der ukrainischen
Seite orientieren sollten, schrieb
<https://ria.ru/20220809/lepestok-1808202140.html> am 9. August /RIA
Nowosti/. Der Cherson-Bewohner wurde zu dieser Aktivität genötigt, heißt
es. Jedenfalls dürften dort in Ermangelung von Rohr- und
Raketenartillerie nun satellitengelenkte Hochpräzisionsraketengeschosse
zum Einsatz kommen, schreibt Sitnikow:
/"Jetzt hat der blutige Clown aber laut Insider-Darlegungen seinem
Generalstab die Ausarbeitung eines Plans aufgetragen, nach welchem
Wahllokale in Cherson, Melitopol, Energodar mit Hilfe der HIMARS
vernichtet werden sollen. Gerade für dieses unbedingt nötige Werk haben
die Yankees Kiew Militärhilfen in Höhe von einer Milliarde US-Dollar
zugesagt. Auch kriechen aus den Korridoren des Präsidialbüros Gerüchte
ins Land, Selenskij beabsichtige damit, möglichst viele seiner nunmehr
ehemaligen Mitbürger mit Artillerie zu erfassen. Nach dem Motto, dass
man nicht neben jeder Wahlurne ein Flugabwehrsystem abstellen kann."/
In der Tat, das kann man nicht. Doch so sehr Kiew auch versucht, eine
gute Mi(e)ne zu machen: Sein Spiel scheint immer schlechter zu laufen.
Auf dem Schlachtfeld wie in der internationalen Arena.
https://pressefreiheit.rtde.tech/international/131481-liveticker-zum-ukraine-krieg-todesopfer/
13:57 Uhr
*Moskau: Das Vollpumpen der Ukraine mit Waffen hat den Umlauf auf dem
Schwarzmarkt und im Darknet gefördert*
Die unkontrollierte Lieferung von Waffen durch den Westen an Kiew hat
bereits zu einer massiven Zunahme des Waffenschmuggels geführt; vermehrt
tauchen diese auf dem Schwarzmarkt und im Darknet des Internets auf.
Darauf wies Iwan Netschajew, stellvertretender Direktor der
Informations- und Presseabteilung des russischen Außenministeriums, bei
einem Briefing am Donnerstag mit. Er sagte laut /TASS/
<:" rel="noopener">https://tass.ru/politika/15446717>:
/"Das unkontrollierte Vollpumpen von Kiew mit Waffen hat bereits zu
einer Zunahme des Waffenschmuggels und ihres Auftauchens auf dem
Schwarzmarkt, einschließlich des Schattensegments des Internets, geführt."/
Der Diplomat wies darauf hin, dass nach Angaben der
Strafverfolgungsbehörden der EU-Länder jeden Monat Hunderte von
automatischen Waffen und Zehntausende von Patronen, die illegal die
Ukraine verlassen, beschlagnahmt und zurück an das Land geliefert
werden. Netschajew hob hervor: /"Dabei geht es nicht nur um Kleinwaffen.
Zum Beispiel werden im Darknet Raketen zum Panzerabwehrraketensystem
Javelin für 30.000 US-Dollar angeboten, dabei kostet ihre Produktion
sechsmal mehr – 178.000 US-Dollar. Die Raketen für das
Panzerabwehrraketensystem NLAW werden für 15.000 US-Dollar angeboten,
Switchblade 600-Drohnen für 7.000 US-Dollar, Handfeuerwaffen, Granaten
und Schutzwesten für einen Preis von 1.000 bis 3.500 US-Dollar. Dieser
beängstigende Trend wirft in der Öffentlichkeit des Westens immer mehr
Fragen auf."/
Der Diplomat fügte außerdem hinzu, dass die Vereinigten Staaten nicht
nur Waffen liefern, sondern auch nachrichtendienstliche Informationen an
die Ukraine weitergeben und betonte: /"Dabei werden Berichten zufolge
nicht nur Daten von militärischen, sondern auch von zivilen und privaten
Satelliten verwendet, was faktisch zu einer Militarisierung des
Weltraums führt."/
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.





Quelle: Sputnik © РИА Новости
Quelle: Sputnik © MAXIM


