aus e-mail von Doris Pumphrey, vom 26. September 2022, 17:09 Uhr
/Siehe auch:
/"Wir alle werden Teil der Geschichte" – Internationale Beobachter bei
der Volksabstimmung in Lugansk
<https://meinungsfreiheit.rtde.life/kurzclips/video/149892-wir-alle-werden-teil-geschichte/>
Hohe Beteiligung bei Volksabstimmungen im Donbass – trotz Beschuss,
Terror und Fake News
<https://meinungsfreiheit.rtde.life/international/149905-hohe-beteiligung-bei-volksabstimmungen-im-donbass/>
https://meinungsfreiheit.rtde.life/meinung/149923-scheinberichte-uber-scheinreferenden/
26.9.2022
*Scheinberichte über "Scheinreferenden" - Ein deutscher Energiemanager
soll Job verlieren
*/Von T. J. Wellbrock
/
Nahezu alle deutschen Mainstreammedien sind sich einig, dass es sich bei
den von Russland durchgeführten Referenden im Donbass um
"Scheinreferenden" handelt. Der NDR hat mir gegenüber sogar begründet,
warum das so ist. Derweil wurde ein Wahlbeobachter voraussichtlich
kurzerhand seinen Job los.
Wie erkennt man ein Scheinreferendum? Am besten, indem man sich vor Ort
selbst ein Bild macht. Papier ist bekanntlich geduldig, und so liegt es
nahe und kann als Sorgfalt bezeichnet werden, wenn Wahlbeobachter in das
betroffene Gebiet geschickt werden. Russland hatte dazu auch explizit
eingeladen. Gilt die Sorgfalt jedoch nicht der Sache an sich, sondern
dem eigenen Narrativ, verschieben sich die Prioritäten.
*Eine Mail an den NDR*
Kürzlich hörte ich im Autoradio, /ndr.info/. Zu meiner Überraschung
sagte der Moderator, dass es keine Möglichkeit gebe, ausländische
Beobachter zu den in der Ukraine durchgeführten Referenden zu schicken.
Da ich selbst eingeladen wurde, als Wahlbeobachter in den Donbass zu
reisen, diese Einladung aber aus beruflichen Gründen ablehnen musste,
schrieb ich eine Mail an die Redaktion von /ndr.info/, in der ich auf
diese offenkundige Falschmeldung hinwies und eine Richtigstellung
forderte. Antwort erhielt ich auch.
Ein /NDR-Redakteur/ schrieb mir:
"/Sehr geehrter Herr Wellbrock, vielen Dank für Ihre Mail. Sie haben
recht, es gäbe wahrscheinlich die Möglichkeit einen Reporter in die von
Russland besetzten Gebiete in der Ukraine zu schicken. Aber dadurch
würden wir die Rechtmäßigkeit der Referenden anerkennen. Und das kann
auch nicht in Ihrem Sinne sein."/
Das ist interessant. Der Redakteur räumte ein, dass es wohl möglich
wäre, Reporter in die Ukraine zu schicken, der /NDR/ daran aber kein
Interesse habe, da ein solcher Schritt mit der Anerkennung der
"Scheinreferenden" gleichzusetzen wäre.
Was aber mache ich als Zuhörer des Senders, wenn ich von dieser sehr
/eigenwilligen Haltung des NDR/ nichts weiß? Ich gehe – weil ich ja an
die Seriosität des /NDR/ glaube – davon aus, dass Wahlbeobachter keine
Möglichkeit haben, die Referenden zu beobachten.
Entsprechend fiel meine Antwort an den /NDR/ aus:
"/Sehr geehrter Herr Hagen, der Punkt ist nicht,
was Sie oder ich wollen. Es geht um eine Aussage – dass keine
Möglichkeit besteht, die Referenden zu beobachten –, die faktisch falsch
ist. Unabhängig von der Bewertung der Referenden gehört zu einer
objektiven Berichterstattung, dass gesagt wird, was den Tatsachen
entspricht. Wenn Sie Ihre Berichterstattung wertend gestalten möchten,
müssten Sie darauf hinweisen, dass Besuche der Referenden nicht in Ihrem
Sinne sind.
Mein Anliegen bleibt also weiterhin bestehen./
/Mfg T. J. Wellbrock"/
Eine weitere Antwort erhielt ich nicht und mache diesen Fall daher, wie
in meiner ersten Mail an den /NDR/ angekündigt, publik.
Bisher bin ich davon ausgegangen, dass der Job von Wahlbeobachtern darin
besteht, Wahlen oder ähnliche Vorgänge zu beobachten. Das scheint mir
durchaus schlüssig zu sein, denn wenn man sich von einem Vorgang ein
Bild machen will, scheint die Anwesenheit entsprechender Personen als
ein recht probates Mittel.
Um es weniger zynisch zu formulieren: Für den /NDR/ besteht diese
Notwendigkeit offensichtlich nicht, denn wie die Referenden ablaufen,
hat der Sender bereits entschieden. Und das ganz ohne Reporter, die sich
alles vor Ort hätten ansehen können.
*Referenden in der Ukraine: Alles "Schaller" und Rauch*
Der Geschäftsführer des nordhessischen Versorgers Energie
Waldeck-Frankenberg (EWF), Stefan Schaller/,/ gehört wohl zu denen, die
sich gern selbst einen Eindruck verschaffen wollen. Er reiste also als
Wahlbeobachter in die Ukraine. Derweil passierte daheim Unglaubliches.
Landrat Jürgen van der Horst teilte nicht nur Folgendes mit:
"/Die erzwungenen Referenden Russlands in der Ukraine sind heuchlerisch
und völkerrechtswidrig und ein Vorwand, um sich die von Russland
besetzten Gebiete in der Ukraine zu eigen zu machen. Diese rechtswidrige
Annexion verurteilen wir aufs Schärfste."/
Er kündigte zudem an, dass Schaller "von seinen Aufgaben freigestellt"
werden solle. Die endgültige Entscheidung soll am heutigen Montag, den
26. September 2022 fallen, und es ist für den Wahlbeobachter zu hoffen,
dass die Veröffentlichung seines Falls das Schlimmste verhindern kann.
Als schlicht unverschämt, unerhört, unverfroren und ohne jede Empathie
muss man die Erklärung Schallers bewerten, der seine Reise so
begründete: "/Ich wollte mir vor Ort ein Bild von der Situation machen.
Auch weil ich glaube, dass objektive Informationen nie falsch sein können."/
Wie kann er nur! Die Zeiten objektiver Bilder sind vorbei, und zwar
nachhaltig. Seinen Ärger kaum verstecken konnte auch der (immer noch!)
scheidende ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrei Melnyk. Er
meldete sich am letzten Samstag mit folgenden Worten: "/Ich appelliere
an den Landrat von Waldeck-Frankenberg als Aufsichtsratsvorsitzender von
EWF: Herr van der Horst, schmeißen Sie Stefan Schaller, der dem
russischen Aggressionskrieg Beihilfe leistet, sofort raus."/
*Scheinberichte in deutschen Medien*
Wir lernen: Die Einordnung von Vorgängen, an denen man selbst nicht
beteiligt ist und zu denen man auch kein Personal schickt, um eine
solche Einordnung vorzunehmen, wird also vom Schreibtisch aus gefällt.
Es reicht ja auch, wenn irgendjemand irgendwo in der Ukraine sagt, das
sei alles Humbug, diese Referenden seien nur Schein.
Der Mainstream bedankt sich artig für solche Vorlagen und schreibt
empört, dass russische Soldaten von Haustür zu Haustür gehen, um die
Menschen im Donbass – übrigens immer noch die Menschen, die seit mehr
als acht Jahren mit Befehl aus Kiew getötet und mit Bomben in Angst und
Schrecken versetzt werden – mit vorgehaltener Waffe zum Abstimmen im
russischen Sinne zwingen.
Am Ende fällt die Bilanz deutscher Medienarbeit einmal mehr desaströs
aus. Es wird geschrieben, was das Zeug hält, man überbietet einander.
Fakten spielen dabei jedoch keinerlei Rolle.
https://globalbridge.ch/die-stimme-aus-dem-donbass-xi-referenden-im-donbass-in-saporoschje-und-cherson-im-visier-ukrainischer-soldaten/
24. September 2022
*Die Stimme aus dem Donbass (XI):
**Referenden im Donbass, in Saporoschje und Cherson im Visier
ukrainischer Soldaten
*/Von Elena Malinowa
/*
*Was sollen die Menschen im Donbass fühlen, die seit acht Jahren gezielt
und zu jeder Tageszeit von der Ukraine mit schweren Waffen aus den USA
und Europa beschossen werden? Wir zählen uns schon längst nicht mehr zur
Ukraine. Zu viel Blut unserer Landsleute – darunter auch unserer Kinder
– liegt zwischen uns. Unbestrafte Morde und Gräueltaten, verursacht
durch die ukrainische Seite und ihre tödlichen Geschoss-Splitter, haben
zu viel Unheil auf unserem Boden angerichtet.
Noch während der traurigen Ereignisse auf dem Majdan 2014 erklärte die
Ukraine, wir seien „ein einheitliches Land“. Es wurde ein Flashmob aus
vielen Regionen organisiert, wo viele Prominente, darunter auch der
damalige Komiker Selenskyj <https://www.youtube.com/watch?v=gkEkhP3TX0k>
mit seinen Kollegen, Moderatoren, Sportlern und Sängern, dasselbe
behaupteten. Aber uns allen im Donbass war schon damals klar, dass die
neue ukronazistische Regierung, die infolge des blutigen Staatsstreichs
zur Macht kam, nie von uns anerkannt werden würde! Deswegen haben die
Menschen in den Lugansker und Donezker Volksrepubliken (LDVR) ihre Wahl
schon am 11. Mai 2014 durch Referenden
<https://www.youtube.com/watch?v=Um-qHEPeX9Y> getroffen, als es noch
keine Kriegshandlungen gab. Alt und Jung gingen in die Wahllokale, um
ihre Stimmen für eine bessere Zukunft abzugeben. Auf den
Abstimmungszetteln stand in zwei Sprachen (Russisch und Ukrainisch) nur
eine einzige Frage: /„Unterstützen Sie den Akt über die
Eigenstaatlichkeit der Donezker/Lugansker Volksrepublik?“/
Jahrelange Beschüsse von der ukrainischen Seite haben uns seither von
der Richtigkeit unserer damaligen Wahl überzeugt. Wie kann ein Land
seine eigenen Bürger töten? Aber die Ukraine, die Milliarden Dollar und
todbringende Geschenke aus den USA und aus Europa bekommt, kann das! Das
verspüren wir im Donbass an unserem eigenen Leibe. So wurden in Donezk –
ein Beispiel nur – am 19. September 2014 die Haltestelle
<https://www.youtube.com/shorts/rZVobNzmykU> „Bakinskich Komissarow“ und
das Lebensmittelgeschäft nebenan im Kujbyschewer Bezirk von Ukrainern
mit 155 Millimeter-Waffen hart beschossen. Trauriges Ergebnis: 13 Tote,
darunter zwei Kinder! Wie lange wird die Ukraine uns noch töten?
Am 19. September 2022 wandten sich die Gesellschaftskammern der DVR und
der LVR an die Oberhäupter der Republiken Denis Puschilin und Leonid
Pasetschnik mit der Initiative, unverzüglich Referenden über den
Beitritt zur Russischen Föderation durchzuführen. Der stellvertretende
Verwaltungsleiter des Gebiets Cherson, Kirill Stremousow, berichtete
über ähnliche Bitten der Bevölkerung, die „Garantien für den Beitritt
zur Russischen Föderation möchte“. In der Gesellschaftskammer der LVR
wurde erklärt, dass die Kiewer Nationalisten alle roten Linien
überschritten haben, aber dass diese Provokationen die Bevölkerung vor
allem zusammengebracht und ihren Willen und Glauben gestärkt haben.
Der Beitritt zur Russischen Föderation würde nicht nur die historische
Gerechtigkeit wiederherstellen, sondern auch das Gebiet der LVR sichern.
Der Vorsitzende der Gesellschaftskammer der DVR, Aleksandr Kofman:
/„Jetzt ist es höchste Zeit, die nichtexistierende Grenze zwischen
unseren Staaten /(der DVR und der Russischen Föderation; Anm. der
Autorin) /aufzuheben.“/
Das Oberhaupt der DVR, Denis Puschilin
<https://www.youtube.com/watch?v=YZe_hIHVY94>, wandte sich an den
Präsidenten der Russichen Föderation Wladimir Putin mit den Worten:
/„Das vielgeprüfte Volk des Donbass hat es verdient, wieder ein Teil des
großen Landes zu werden, das es schon immer für seine Heimat hielt.
Dieses Ereignis wird die historische Gerechtigkeit wieder herstellen,
auf die Millionen der russischen Menschen warten.“/
Gestern, am Vorabend des Referendums, dem 22. September 2022, wurden
wieder der Hauptmarkt von Donezk „Krytyj Rynok“ und ein Bus beschossen.
Und in Melitopol (Gebiet Saporoschje) geriet ebenfalls der Markt unter
Beschuss ukrainischer Streitkräfte. Das zweite Referendum in den
Lugansker und Donezker Volksrepubliken seit den Ereignissen von 2014 und
das erste in den Gebieten Saporoschje und Cherson werden im Verlauf von
fünf Tagen (22. – 27. September 2022) stattfinden. Aus Gründen der
Sicherheit werden die Bürger die ersten vier Tage ihre Stimmen außerhalb
der Häuser in mobilen Sammelstellen abgeben und am letzten Tag in den
Räumen der Referendumskommissionen
<https://www.youtube.com/shorts/aaylIyaf9Jc>, die alle bereits
eingerichtet sind. Auch können die Bewohner von DVR, LVR, den Gebieten
Saporoschje und Cherson, die in die Russische Föderation gefahren sind,
dort vor Ort in den extra mehr als 400 organisierten
Referendums-Sammelstellen ihre Stimmen abgeben. Der 26. und 27.
September sind arbeitsfreie Tage. In Lugansk wird dieser Tag mit einem
patriotischen Autoumzug
<beginnen" rel="noopener">https://www.youtube.com/watch?v=JMD05gTH6GE>beginnen.
In den Abstimmungsvorlagen der Referenden in der DVR und LVR steht nur
eine Frage und nur auf Russisch: /„Sind Sie für den Beitritt der
Donezker (bzw. Lugansker) Volksrepublik als Föderationssubjekt in die
Russische Föderation?“/
Und in den Abstimmungsvorlagen der Referenden in den Gebieten
Saporoschje und Cherson
<https://www.youtube.com/watch?v=O6pq-YAIcn0> steht in zwei Sprachen
(Russisch und Ukrainisch) die Frage: /„Sind Sie für den Austritt des
Gebiets Saporoschje (bzw. Cherson) aus der Ukraine, für die
Transformation des Gebiets Saporoschje (Cherson) in einen selbständigen
Staat und dessen Beitritt als Föderationssubjekt in die Russische
Föderation?“/
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.