27.11.2022

Die NATO und ihre Beteiligung am Krieg in der Ukraine

meinungsfreiheit.rtde.life, 27 Nov. 2022 19:21 Uhr, Von Dagmar Henn

Hier geht es einmal nicht um die Frage, wie der Westen den Krieg in der Ukraine gestiftet hat, sondern wie er ihn heute weiter betreibt. Man muss einen Blick auf veröffentlichte Dokumente werfen, um zu erkennen, wie weit diese Beteiligung geht.


Die NATO und ihre Beteiligung am Krieg in der Ukraine


Quelle: www.globallookpress.com © Michael Kappeler


Zitat: Nach wie vor wird in Deutschland eisern behauptet, die NATO würde der Ukraine nur ein bisschen helfen, und wer behaupte, sie sei längst am Krieg beteiligt, verbreite einen Verschwörungsmythos. Aber die NATO, vor allem die USA, sind längst nicht nur beteiligt; ohne sie wäre dieser Krieg längst vorüber. Nun ist es eine Sache, das abstrakt zu wissen, aber eine ganz andere, konkrete Beispiele vorgeführt zu bekommen, wie weit diese Beteiligung geht.


Es gibt nette Menschen, die haben eine Reihe von Memos veröffentlicht, die in den vergangenen Monaten der ukrainischen Seite zugingen. Und man kann wirklich nicht behaupten, es handle sich dabei um ein paar nicht ganz so wichtige Daten. Hier ein paar Beispiele.



Wie man sieht, eine Karte vom 3. Juli, die die Positionen russischer Truppeneinheiten anzeigt. Das ist so ungefähr das, was man sich unter solcher Unterstützung vorstellt. Übrigens, wenn man in dem etwas unsortierten Paket dieser Veröffentlichung anschaut, wie sich die Menge der weitergereichten Daten entwickelt, sieht man von März bis Juli eine deutliche Veränderung: Sie werden immer detaillierter; im Juli sind sie bereits so detailliert, dass es einer direkten Beteiligung gleichkommt.


Das ist ein Memo vom 4. Juli. Darin findet sich ein Reparaturdepot im Gebiet Cherson, 18,7 km nordöstlich der Stadt, in dem sich über 25 gepanzerte Mannschaftstransporter und über 15 Unterstützungsfahrzeuge befunden haben sollen.

Außerdem werden Luftabwehrgeschütze und Radare im Gebiet Lugansk aufgelistet; hier sieht man schon sehr präzise Angaben. Die Koordinaten kann man sich herauskopieren und auf Google Maps selbst finden.

Aber es geht noch ein Stück genauer, und das ist bereits etwas, was man in der Wirtschaft Mikromanagement nennt. So sehen Listen aus, die täglich an das ukrainische Militär gehen:

Es sind Listen mit genauen Zielkoordinaten, die so, wie sie da stehen, umgesetzt werden können. Ist das, in

dieser Detailgenauigkeit, noch Unterstützung, wenn die Mannschaften einzelner Geschütze im Grunde bereits unmittelbar unter NATO-Kommando arbeiten?


Liveticker Ukraine-Krieg - Tucker Carlson über Selenskij: "Ein korrupter ukrainischer Diktator"




Liveticker Ukraine-Krieg - Tucker Carlson über Selenskij: "Ein korrupter ukrainischer Diktator"






Dabei muss man ins Gedächtnis rufen, dass die Ukraine kein Mitglied dieser Militärallianz ist und sie noch nicht einmal Beistandsverträge mit irgendeinem der Staaten besitzt, die sich nun so eifrig einmischen. Es ist inzwischen in vielen Fällen (wie bei den HIMARS-Raketenwerfern) sogar fraglich, ob überhaupt noch Ukrainer diese Gerätschaften bedienen, und es nicht längst "Freiwillige" aus NATO-Armeen sind.

Wie ist es denn zu werten, wenn eine deutsche Panzerhaubitze – bedient von, sagen wir einmal, polnischen Söldnern – anhand einer solchen von der NATO gelieferten Zielliste ein russisches Ziel beschießt? Ist das immer noch keine Beteiligung? Oder wer ist da beteiligt, nur der Staat, aus dem die Bedienmannschaft stammt, der Staat, der das Geschütz, oder der Staat, der die Koordinaten liefert? Momentan ist es womöglich nur der Staat, auf dessen Boden das Geschütz steht...

Tatsächlich wird hier der zweite Grund sichtbar, aus dem die USA die Ukraine als Schauplatz ihres Krieges gegen Russland gewählt haben. Der erste war die noch vorhandene sowjetische Rüstung, die zumindest am Anfang das ganze Unternehmen für die NATO sehr kostengünstig gestaltete (von der Tatsache ganz zu schweigen, dass sie diese Mengen Material schon nicht hätte aufbringen können). Der zweite aber ergibt sich einzig aus der Tatsache, dass die Ukraine nicht Mitglied der NATO ist.

Wäre sie es bereits, wäre dies ein offen geführter Krieg der NATO gegen Russland, wären auch die technischen Aufklärungsmittel der NATO Ziele, und die Menge der Daten, die an die ukrainischen Truppen (oder welche auch immer) weitergereicht werden könnten, ginge deutlich zurück. So wird ein Land, dessen eigene militärische Kapazitäten deutlich geringer sind, mit Fähigkeiten ausgestattet, wie sie nur ein hoch technisiertes Land besitzt. Während gleichzeitig die "Spender" dieser Daten ihre Hände in Unschuld waschen.


"Russland als Terrorstaat"? Ein Dokument barbarischen Wahns




Meinung

"Russland als Terrorstaat"? Ein Dokument barbarischen Wahns






Wie gesagt, die veröffentlichten Dokumente erwecken zumindest den Eindruck, dass Volumen und Genauigkeit der Daten seit Anfang des Konflikts deutlich zugenommen haben. Das mag allerdings täuschen, weil sie immer nur von einzelnen Tagen stammen. Klar ist aber: Mit eigenen Mitteln hätte die Ukraine nur einen Bruchteil dieser Zielliste erstellen können, und nur unter beträchtlichem Aufwand.


Der Krieg in der Ukraine wäre ohne diese Beteiligung längst vorüber. Und selbst diejenigen in Westeuropa, die auf ihrer "Solidarität mit der Ukraine" bestehen, sollten irgendwann darüber nachdenken, ob ein frühes Ende nicht besser gewesen wäre. Nicht nur, weil es die ukrainische Souveränität, die sie angeblich zu verteidigen wünschen, gar nicht gibt, weil das Land auch jetzt von außen regiert wird; schließlich wurde selbst im Westen inzwischen bestätigt, dass die Verhandlungen im März in Istanbul ohne das Eingreifen von Boris Johnson erfolgreich gewesen wären.


Nein, es wird so getan, als habe die Misere, in der sich die Ukraine inzwischen befindet, rein gar nichts mit dieser westlichen Unterstützung zu tun. Ohne die zusätzlichen Waffen und – vor allem – die zusätzlichen Daten wäre der Krieg vorüber gewesen, ehe die Infrastruktur größeren Schaden gelitten hätte. Es wäre nicht zur freundlichen Sprengung der Nord-Stream-Pipelines gekommen und ein großer Teil der Flüchtlinge wäre bereits wieder zurückgekehrt. Zehntausende junger ukrainischer Männer wären noch am Leben. Und Europa würde nicht deindustrialisiert.

Aber erst vor wenigen Tagen hielt es die Bundesregierung sogar für erforderlich, die Aussage von Boris Johnson in einem Interview mit dem kanadischen CNN, die Deutschen seien für ein schnelles Ende gewesen, hochoffiziell zu dementieren. Als wäre der schlimmste Vorwurf, den man ihr machen könnte, der, einen Anflug von Vernunft zu zeigen. Stattdessen fordert der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter, man solle endlich Leopard-Panzer an die Ukraine liefern.


Kiews Verbündete zeigen immer mehr Uneinigkeit






Analyse

Kiews Verbündete zeigen im

mer mehr Uneinigkeit





Dahinter verbirgt sich ein grenzenloses Vertrauen darauf, dass Russland den Schein weiter wahrt und zwar davon redet, es handele sich um einen Krieg gegen die NATO, aber nicht danach handelt. Tatsächlich wird die zutiefst unmoralische Verlängerung des Krieges den europäischen Bevölkerungen als von Werten geleitete Handlung verkauft. Während das von wirklichen Werten geleitete Vorgehen der russischen Armee, die Aufwand treibt, um zivile Opfer zu vermeiden, als "Vernichtungskrieg" etikettiert wird. Das ist ein Akt der Heimtücke sowohl Russland als auch den eigenen Bevölkerungen gegenüber, deren Verarmung als unvermeidliche Folge einer vermeintlich edlen Unterstützung der vermeintlich unschuldigen Ukraine dargestellt wird.


Dabei sollten sich die Politiker des Westens darüber klar sein, dass die russische Zurückhaltung – die darin besteht, auf diese Beteiligung nur rhetorisch, aber nicht militärisch zu reagieren – ein Vorteil von begrenzter Dauer sein kann. Nicht nur, weil solche halb verdeckten Beteiligungen an Kriegen historisch eine fatale Tendenz haben, doch zu offenen Beteiligungen zu werden – das kann man in der Geschichte des Vietnamkriegs nachlesen. Nein, auch, weil gerade, wenn diese halb verdeckte Beteiligung ihr angestrebtes Ziel erreichen sollte, die Kosten für Russland in die Höhe zu treiben, irgendwann der Punkt erreicht ist, an dem diese Zurückhaltung keinen Sinn mehr macht, weil die dadurch in Kauf genommenen Nachteile zu groß werden.


Man kann eine ganze Reihe von Gründen für diese Zurückhaltung anführen. Dass die Verbündeten der Entwicklung folgen können müssen, beispielsweise; wie wichtig dieser Punkt ist, zeigte sich daran, dass die Teilmobilisierung erst nach dem Treffen in Samarkand erklärt wurde. Dass zumindest Russland das Risiko einer nuklearen Eskalation so weit wie möglich begrenzen will.

Dass vielleicht irgendwo doch noch auf einen Sieg der Vernunft in Westeuropa gesetzt wird.


Nein des Präsidenten gegen Ja des Premiers: Disput um Ausbildung ukrainischer Soldaten in Kroatien




Analyse

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Aber inzwischen dürfte außerhalb der westlichen Blase jedem klar sein, wer da wirklich gegen wen kämpft, so dass der erste Punkt an Bedeutung verliert. Die Hoffnung auf Vernunft im Westen schrumpft von Tag zu Tag, und Erklärungen wie jene, Russland sei ein Staat, der den Terrorismus fördert (eine unglaubliche Dreistigkeit seitens einer EU, die nach wie vor syrische Terroristen finanziert), tragen bestens dazu bei, diesen Prozess zu beschleunigen. Und Provokationen wie jene mit der ukrainischen Rakete, die auf Polen abgeschossen wurde, lassen an der Wirksamkeit dieser Selbstbeschränkung zweifeln.


Es ist ein geradezu unglaublich infantiles Verhalten, zu glauben, man könne seinem Gegenüber unbegrenzt gegen das Schienbein treten, nur weil es unter dem Tisch passiert. Diese Dokumente zeigen, dass die NATO bereits mindestens bis zur Halskrause im Krieg in der Ukraine steckt, wenn nicht bereits bis zu den Augenbrauen. Es mag sein, dass sich Russland das noch lange gefallen lässt; immerhin ist es eine recht bequeme Methode, die NATO zu demilitarisieren, indem man sie ihre Ausrüstung gewissermaßen vor die Haustür bringen lässt. Aber die ganze Politik auf dieser Erwartung aufzubauen, immer noch eins draufzulegen und keinen Gedanken daran zu verschwenden, wie man anders als mit einer völligen eigenen Niederlage aus dieser Nummer wieder herauskommt, das ist Hybris von wahrhaft weltgeschichtlichem Ausmaß.


Mehr zum Thema - "Mehr Öl in den Brennofen des Hasses" – Reaktionen auf Massenmord an Kriegsgefangenen


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27.11.2022

Das heisse Eisen


Die einzige Art,
gegen die Pest zu kämpfen,
ist die Ehrlichkeit.
Albert Camus


Liebe Leserinnen, liebe Leser

Die Lokalpresse der Balearen musste sich neulich mit einem heiklen Thema beschäftigen: Die Übersterblichkeit auf den Inseln ist 2022 im Vergleich zum Pandemiejahr 2020 um 400% gestiegen.


Landesweit ein bekanntes Phänomen. Schon seit Monaten plagt sich der Mainstream mit Erklärungsversuchen – Ende Oktober standen fast 34’000 zusätzliche, unerwartet gestorbene Menschen auf der MoMo-Liste. 2021 waren es insgesamt 25’000, die Ursache ist nicht geklärt.

Bisher haben sich die Leitmedien mit diesen Fragen abgerackert:

  • Könnte es an Hitze/Kälte/Klimawandel liegen?
  • Könnte Covid-19 verantwortlich sein?
  • Könnte es am spanischen Gesundheitssystem liegen?
  • Könnte es an den verzögerten Behandlungen und der schlechten Kontrolle chronischer Patienten liegen?
  • Könnten die Impffreien schuld sein?

Die meisten Journalisten wirken ratlos und kommen zu dem Schluss, es müsse eine Mischung aus allem sein. Die wichtige Frage, ob die «Impfstoffe» eine Rolle spielen könnten, wird systematisch umschifft. An dieser so naheliegenden Möglichkeit dermassen konsequent vorbeizuschauen, muss schwer sein.

Anfang November startete Antena 3 ein neues Ablenkungsmanöver: In einer Sendung zum Thema taten «Experten» kund, die Übersterblichkeit müsse «vaskulären» Ursprungs sein, denn das Coronavirus sei «besonders schädlich für die Arterien». Eine vermehrte Anzahl von Schlaganfällen, Myokardinfarkten oder Lungenembolien sei zu beobachten.

Dass Studien nahelegen, die experimentellen Gen-Injektionen könnten zum Beispiel Myokarditis verursachen, muss an all diesen Ärzten und Wissenschaftern vorbeigerauscht sein (hier und hier). Wie kann das sein? Tappen sie völlig blind durch ihren Berufsalltag?

Aber zurück auf die Balearen und zu einem Artikel der Ultima Hora, die das heisse Eisen «Übersterblichkeit» anpackte. Wie erwartet, wiederholten die lokalen «Experten» exakt die Theorien über mögliche Ursachen, die der nationale Mainstream propagiert – und sie bestätigten, dass vor allem Schlaganfälle, Herzinfarkte oder pulmonale Thromboembolien zugenommen hätten.

Allerdings präsentierten sie auch noch alternative Ideen. Borja Moreno, Arzt und Gerichtsmediziner, schoss diesbezüglich den Vogel ab: Zwar gebe es keine wissenschaftlichen Argumente für seine Theorie, gestand er, doch die vielen Touristen, die dieses Jahr die Balearen besucht hätten, könnten zur Übersterblichkeit beigetragen haben. In diesem Sinne verwies er auf «viele Todesfälle durch Ertrinken, Unfälle etc.»

Joan Carles March, Spezialist für öffentliche Gesundheit und Präventivmedizin, klammerte sich dagegen an die «offizielle» Version. Aber er tat etwas, was nachhallen könnte. So erwähnte er, dass es in «bestimmten Foren die weitverbreitete Theorie» gebe, die erhöhte Sterblichkeit könne «auf Komplikationen infolge der Covid-Massenimpfung zurückzuführen sein».

Zwar versicherte er umgehend, dass er das nicht glaube, doch wenn die Idee einmal in die Köpfe der Menschen gesickert ist, könnte sie gedeihen und vielleicht für ein Umdenken sorgen – oder wenigstens für eine offenere und kritischere Diskussion.

Die Institutionen sind allerdings weiterhin auf Vertuschungskurs. Auf Anfrage der Ultima Hora erklärte die Gesundheitsbehörde der Balearen:

«Wir sind der Meinung, dass wir keine qualitative Analyse eines quantitativen Berichts vornehmen können. Wir können nicht darüber spekulieren, was hinter diesem Anstieg steckt, da uns viele Informationen fehlen und wir als öffentliche und offizielle Stelle nicht spekulieren können.»

So denken diejenigen, die eigentlich die Gesundheit der Bürger schützen sollten. Schon vor der «Pandemie» taten sich Behörden oft mit der Ehrlichkeit schwer – seit Einzug des «Lügenvirus» sind der Intransparenz und Verantwortungslosigkeit keine Grenzen mehr gesetzt.

Herzlich

Wiltrud Schwetje


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Aktuelle Nachrichten gibt es auf TransitionTV:
TTV News Nr. 112 – 21. November 2022
???? Mittendrin: Die Schweiz und die Agenda 2030 (01:28)
???? Pläne für die nächste Pandemie (05:14)
???? Verletzungsmechanismen der Gen-Spritzen (09:39)
???? Provokation eines 3. Weltkrieges (12:42)
???? Sängerin Yoki: «Vergebung?» (18:37)
???? Programmhinweise (23:14)
???? In eigener Sache (00:30)

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Info: https://transition-news.org/ein-heisses-eisen


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

27.11.2022

Bye-bye, Kiew − Hallo, Côte d'Azur: Wie die korrupten Eliten der Ukraine vom Konflikt profitieren

meinungsfreiheit.rtde.life, 27 Nov. 2022 15:41 Uhr, Von Olga Sucharewskaja

Während der Westen humanitäre und militärische Hilfe in die Ukraine schickt, haben ukrainische Beamte und Oligarchen einen Großteil der Unterstützung umgeleitet und machen sich derweil ein schickes Leben im Westen – auf Kosten der westlichen Steuerzahler.


Bye-bye, Kiew − Hallo, Côte d'Azur: Wie die korrupten Eliten der Ukraine vom Konflikt profitierenQuelle: Gettyimages.ru © STR





Der neu gewählte Präsident der Ukraine, Wladimir Selenskij, auf dem Weg ins Präsidialamt nach dem Ablegen des Amtseides im ukrainischen Parlament in Kiew





Seit Beginn der russischen Militäroffensive in der Ukraine haben die USA, die EU und ihre Verbündeten Kiew Hilfe in Höhe von 126 Milliarden US-Dollar zur Verfügung gestellt − eine Zahl, die fast dem gesamten BIP der Ukraine entspricht. Darüber hinaus haben Millionen von Ukrainern Zuflucht in der EU gefunden, wo sie Unterkunft, Nahrung, Arbeitserlaubnis und emotionale Unterstützung erhielten. Der Umfang der Hilfe ist riesig, selbst nach westlichen Maßstäben. Wenn man zudem noch bedenkt, dass der Westen Kiew finanziert, während er gleichzeitig mit einer Wirtschafts- und Energiekrise fertigwerden muss, ist die Unterstützung vielleicht besonders bemerkenswert.


Kiew begründet den schier endlosen Finanzierungsbedarf mit dem Zusammenbruch seiner Wirtschaft aufgrund des Krieges und der Notwendigkeit, "der russischen Aggression zu widerstehen". Aber erreicht die Hilfe ihr beabsichtigtes Ziel?


Amsterdamer Gericht erlaubt Besetzung von Haus eines russischen Geschäftsmanns





Amsterdamer Gericht erlaubt Besetzung von Haus eines russischen Geschäftsmanns






Das Monaco-Bataillon

Während die Ukraine eine allgemeine Mobilisierung durchgemacht hat, die alle Männer im Alter unter 60 Jahren betrifft, haben sich viele ehemalige und aktuelle hochrangige Beamte, Politiker, Geschäftsleute und Oligarchen ins Ausland – hauptsächlich in die EU – in Sicherheit gebracht.

Die Massenflucht ukrainischer Eliten begann bereits vor dem bewaffneten Konflikt. Am 14. Februar 2022 galten 37 Abgeordnete der Parlamentsfraktion des ukrainischen Präsidenten, von der Partei "Diener des Volkes", plötzlich als vermisst. Hätte man den restlichen Abgeordneten nicht schon am nächsten Tag ein Ausreiseverbot erteilt, hätten sich bestimmt weitere den bereits Ausgereisten angeschlossen.


Unterdessen nutzten auch ehemalige Beamte des Staates und Oligarchen ihre Bewegungsfreiheit. Laut der italienischen Zeitung La Repubblica starteten am 14. Februar auch 20 Privatflugzeuge vom Kiewer Flughafen Borispol.


Die Wirtschaftsbosse reihten sich dabei an vorderster Front ein. Der Unternehmer und Abgeordnete Wadim Nowinskij, die Geschäftsleute Wassili Chmelnitskij und Wadim Stolar, Wadim Nesterenko und Andrei Stawnitzer verließen alle in Charterflügen das Land. Der Millionär und Politiker Igor Abramowitsch buchte einen Privatflug nach Österreich für 50 Personen – und nahm Verwandte, Geschäftspartner und Parteifreunde mit an Bord. Oligarchen flogen von Kiew nach Nizza, München, Wien, Zypern und andere Destinationen in der EU. Eine weitere Gruppe von Geschäftsleuten startete in Privatflugzeugen von Odessa aus. Der Eigentümer der Wostok Bank begab sich nach Israel, während der Leiter der Transship Gruppe nach Limassol flog. Auch ein Ex-Gouverneur des Gebiets Odessa, Wladimir Nemirowskij vom Unternehmen Stalkanat, verließ das Land.

Im Sommer und Frühherbst 2022 legte die Zeitung Ukrainska Prawda mehrere investigative Recherchen über diensttaugliche ukrainische Milliardäre und Beamte vor, die während des Krieges im Urlaub an der Côte d'Azur gesichtet wurden. Ein Filmbericht mit dem ironischen Titel "Das Monaco-Bataillon" zeigt ukrainische Oligarchen, die sich in ihren Villen, Herrenhäusern und auf Yachten ausruhen. Im ersten Teil sehen wir den Geschäftsmann Konstantin Schewago, der auf der Fahndungsliste von Interpol steht, wie er sich auf seiner Privatyacht im Wert von 70 Millionen Dollar entspannt. Die Yacht streift entlang der Küstenlinie der Côte d'Azur, nachdem die Familie von Schewago in See gestochen ist, während ein Unternehmer aus Charkow, Aleksandr Jaroslawskij, der versprach, seine Yacht zu verkaufen und die Mittel für die Sanierung von Charkow zu verwenden, gleich nebenher segelt.




Journalisten der Ukrainska Prawda konnten in Frankreich auch einen Blick auf die Gebrüder Surkis werfen, die dort aktuell Wohnungen im Wert von 2 Millionen Euro pro Jahr vermieten. In der Zwischenzeit wurde der 300.000 Dollar teure Bentley des ukrainischen Geschäftsmanns Wadim Jermolajew in der Nähe des Casinos in Monaco gesichtet, während Eduard Kohan, der Mitbegründer von Euroenergotrade, in einem der schicken Hotels von Monte Carlo gesehen wurde.

Eine ganze Kolonie ukrainischer Oligarchen hat sich offenbar in der französischen Elite-Kommune Cap Ferrat niedergelassen. Der Entwickler von Grundstücken und Immobilien, Wadim Stolar, sowie die Oligarchen Dmitri Firtasch, Witali Chomutynnik und Sergei Ljowotschkin genießen dort mitten im Krieg ein angenehmes Leben. Die Villa in Cap Ferrat, die einst König Leopold II. von Belgien gehörte, wurde von Rinat Achmetow gekauft, dem reichsten ukrainischen Oligarchen. Seine Nachbarn sind Aleksandr Dawtyan, Präsident der Investment Group DAD LLC, und Wladislaw Gelsin, ehemaliger Abgeordneter des Gebietsrats von Donezk.


RT-Investigativ: Wie das Umfeld der moldawischen Präsidentin Sandu in Korruptionsskandalen versinkt




Analyse

RT-Investigativ: Wie das Umfeld der moldawischen Präsidentin Sandu in Korruptionsskandalen versinkt





Wie die Macher des Filmberichts immer wieder betonen, verließen Geschäftsleute und Abgeordnete "pro-russischer" Parlamentsfraktionen das Land während des Krieges. Doch viele aktive Unterstützer der aktuellen Regierung ziehen es ebenfalls vor, ihre Heimat aus der Ferne zu verteidigen. Der Ukrainska Prawda gelang es, Andrei Cholodow, einen Abgeordneten der Partei "Diener des Volkes" von Wladimir Selenskij, von seinem derzeitigen Wohnsitz in Wien aus zu interviewen. Die österreichische Hauptstadt wurde ebenfalls vom Nationalisten Nikita Poturajew und von Sergei Melnitschuk als derzeitiger Wohnsitz gewählt. Melnitschuk ist ein ehemaliger Kommandeur des Ajdar-Bataillons, das für von Amnesty International bestätigte Kriegsverbrechen bekannt ist. Auch der ehemalige Leiter des Verfassungsgerichts der Ukraine, der 59-jährige Aleksandr Tupitskij, und der 45-jährige ehemalige Generalstaatsanwalt der Ukraine, Ruslan Ryaboschapka, bevorzugen ausländische "Schützengräben".


Währenddessen haben es Mitglieder des ukrainischen Parlaments nicht eilig, wichtige Gesetze für das Land im Kriegszustand zu verabschieden. Laut dem Telegram-Kanal Volyn News waren bis zum 11. März mehr als 20 Abgeordnete aus unbekannten Gründen ins Ausland verzogen. Die Zielorte sind umfangreich: Großbritannien, Polen, Katar, Spanien, Frankreich, Österreich, Rumänien, Ungarn, Vereinigte Arabische Emirate, Moldawien, Israel usw. Vergangenen März leitete die Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine eine Untersuchung der Handlungen von sechs Parlamentariern ein, die im Ausland geblieben sind.


Offensichtlich können weder Krieg noch Bestrafung die ukrainischen Gesetzgeber dazu bringen, sich an die Arbeit zu begeben. Nur 99 von 450 Abgeordneten nahmen am 20. Juli an der Sitzung des Parlaments teil. Vermutlich waren die anderen abgelenkt vom Sommer, der Côte d'Azur, den Malediven und den Yachten. Was die Verteidigung der Ukraine selbst betrifft, so überlassen sie es einfach den ausländischen Söldnern.




Wohin geht die westliche militärische und humanitäre Hilfe?

Einige westliche Wohltäter haben neuerdings bemerkt, dass der Großteil der militärischen und humanitären Hilfe weder die ukrainische Armee noch die einfachen Bürger erreicht.


In einer Dokumentation berichtete CBS, dass etwa 70 Prozent der Militärhilfen ihren Weg zu den vorgesehenen Empfängern nicht gefunden haben und Geberländer oft nicht in der Lage sind, die beabsichtigte Verwendung zu überprüfen. Laut den Produzenten der Dokumentation werde ein Teil der gelieferten Waffen auf dem Schwarzmarkt verkauft. Wie Andy Milburn, ein Veteran des US Marine Corps, sagte: "Ich kann Ihnen unbestreitbar versichern, dass diese Hilfen bei den Fronteinheiten nicht ankommen. Drohnen, Feldmesser, individuelle Erste-Hilfe-Sets, Schutzwesten, Helme, was auch immer – es kommt nicht an der Front an."


Das Online-Magazin The Grayzone berichtete, dass Waffen und humanitäre Hilfe, die der Westen dem ukrainischen Militär zur Verfügung stellt, unterwegs auf dem Transportweg gestohlen werden und nie bei den Soldaten an der Front ankommen. Gleichzeitig genehmigten sich ukrainische Abgeordnete kürzlich eine Diätenerhöhung von 70 Prozent. Der Autor des Artikels schlussfolgert, dass Milliarden von Dollar aus den USA und der EU abgezweigt wurden.


Ein ukrainischer Soldat namens Iwan erzählte gegenüber Journalisten von westlichen Hilfen, die nie an die Front gelangten: "Stellen Sie sich vor, Sie sagen einem amerikanischen Soldaten, dass er sein Privatauto im Krieg benutzen müsse und dass er auch für Reparaturen und Treibstoff aufzukommen habe. Wir kaufen unsere eigenen Schutzwesten und Helme. Wir haben keine Instrumente für die Beobachtung des Schlachtfeldes oder Kameras, also müssen Soldaten ihre Köpfe hinausstrecken, um zu sehen, was kommt, was bedeutet, dass ihnen jederzeit eine Rakete oder eine Panzergranate den Kopf wegschießen kann."


Samantha Morris, eine Ärztin aus den USA, machte auf den Diebstahl medizinischer Versorgung und die allgemeine Korruption aufmerksam: "Der leitende Arzt der Militärbasis in Sumy hat zu verschiedenen Zeitpunkten medizinische Versorgung vom Militär bestellt, aber 15 Lastwagen mit Bestellungen sind spurlos verschwunden", berichtete sie. Die Militärärzte konnten nicht einmal Kurse für medizinische Assistenten ausrichten, bis ein Freund des Gouverneurs des Gebiets Sumy intervenierte.


CNN sprach mit einem pensionierten US-Oberst, der sagte, dass die ukrainischen Truppen knapp an Nachschub seien. Kleinwaffen, medizinische Ausrüstung, Feldlazarette und vieles mehr stünden unter der Kontrolle privater Organisationen, die mehr daran interessiert sind, Hilfsgelder zu ergaunern, als das Leben ihrer Landsleute zu retten.




Wie Stephen Myers, ein ehemaliges Mitglied des Beratungsausschusses für internationale Wirtschaftspolitik des US-Außenministeriums, betonte: "Es gibt wenig, was verhindern könnte, dass ein Feldkommandant einen Teil der gelieferten Ausrüstung an interessierte Käufer weiterleitet, auch bekannt als Russen, Chinesen, Iraner oder wer auch immer, um dann zu behaupten, die Ausrüstung und die Waffen seien zerstört worden."


Tausende Tonnen humanitärer Hilfsgüter wurden bereits gestohlen. Im September bewies das Nationale Büro für Antikorruption der Ukraine (NABU), dass der Leiter des Büros des Präsidenten, Andrei Jermak, sein Stellvertreter Kirill Timoschenko, der Vorsitzende der Partei "Diener des Volkes", Dawid Arachamija, und sein Freund Wemir Dawityan hinter einem groß angelegten Diebstahl humanitärer Hilfe im Gebiet Saporoschje steckten. Die Beamten in Saporoschje, Staruch, Nekrasowa, Schtscherbina und Kurtew, sie alle erfüllten nur vorgeblich die Aufgabe, Hilfslieferungen zu verteilen. In sechs Monaten organisierten sie gemeinsam den Diebstahl von 22 Schiffscontainern, 389 Eisenbahnwaggons und 220 Lastwagen. Humanitäre Hilfe wurde anschließend in Discountmärkten zum Kauf angeboten – in Supermärkten, die sich im Eigentum von Gennadi Butkewitsch bzw. Wladimir Kostelman befinden. Natürlich wurden Timoschenko, Nekrasowa und Dawityan umgehend zu "Flüchtlingen" und fanden in Wien Asyl.


"Ukrainer könnten mich morgen erschießen" – Westliche Medien berichten über "Befreier" von Cherson




Analyse

"Ukrainer könnten mich morgen erschießen" – Westliche Medien berichten über "Befreier" von Cherson





Zugegeben, nicht alle sind auf der Flucht. Andrei Jarmolskij, der skandalöse ehemalige stellvertretende Leiter der Gebietsverwaltung von Wolhynien, der des Diebstahls humanitärer Hilfe, der Lieferung defekter Schutzwesten und der illegalen Ausschleusung von Männern im wehrfähigen Alter ins Ausland angeklagt war, wurde letztendlich befördert. Er dient jetzt im ukrainischen Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat.


Auch medizinisches Material wird gestohlen. Der britische Telegraph berichtete, dass "einige der gespendeten medizinischen Güter später ihren Weg in die Arzneiregale der Krankenhäuser gefunden hätten, versehen mit Preisen, und den Patienten zum Kauf angeboten wurden, für die diese Güter eigentlich kostenlos vorgesehen waren".


Eine ähnliche Geschichte wurde von der bereits erwähnten Ärztin Dr. Samantha Morris erzählt: "Ich erhielt einen Anruf von einer Krankenschwester in einem Militärkrankenhaus in Dnjepropetrowsk. Sie berichtete, der Leiter des Krankenhauses habe sich aller Schmerzmittel bemächtigt, um sie weiterzuverkaufen, während man den dort behandelten, verwundeten ukrainischen Soldaten keine Schmerzlinderung anbieten könne. Sie bat uns, Schmerzmittel persönlich vorbeizubringen und auszuhändigen. Sie versicherte mir weiter, sie würde die Schmerzmittel vor dem Leiter des Krankenhauses verstecken, damit die Soldaten damit behandelt werden können. Aber wem kann man vertrauen? Hat der Leiter des Krankenhauses wirklich die Schmerzmittel entwendet oder hat die Krankenschwester versucht, uns dazu zu bringen, ihr Schmerzmittel auszuhändigen, die sie dann zum Weiterverkauf anbietet, oder werden diese tatsächlich an die Verwundeten verabreicht? Wer weiß das schon. Alle hier lügen."


Wegen hoher Nachfrage: Edel-Champagner fast ausverkauft





Wegen hoher Nachfrage: Edel-Champagner fast ausverkauft







Krieg für die einen, Gucci für die anderen

Enorme Geldflüsse aus westlichen Ländern werden von korrupten ukrainischen Beamten schon seit jeher zur persönlichen Bereicherung und zum Erwerb von Luxusgütern verwendet.


In einem kürzlich aufgeflogenen Fall von Korruption schmuggelte der Zoll von Odessa Hemden, Rucksäcke, Sportschuhe, Gürtel und andere Luxusartikel von Givenchy, Gucci, Polo, Dolce & Gabbana, Michael Kors, Chanel, Louis Vuitton und Armani unter dem Deckmantel angeblicher Armeeausrüstung. Die Dokumente, in denen die Fracht als "für die Bedürfnisse der Streitkräfte der Ukraine" deklariert war, wurden vom amtierenden Zollchef von Odessa, Witali Sakolodjaschnyj, unterzeichnet. Laut dem Abgeordneten Aleksandr Dubinskij ist dies ein gängiges Diebstahlschema. "Die Arbeit des Zolls ist unbefriedigend, denn während die einen an der Front kämpfen, verdienen sich andere unter dem Deckmantel ihrer Zolluniform eine goldene Nase", beklagte der Parlamentarier.


Um ein weiteres Beispiel zu nennen: Im Mai 2022 haben die westlichen Länder die Zölle für die Ukraine ausgesetzt. Innerhalb einer Woche wurden über 14.000 PKW in das Land importiert. Mustafa Najjem, der stellvertretende Minister für Infrastruktur, kommentierte dazu: "Angesichts der Tatsache, dass wir uns in einem Land im Krieg befinden, waren unsere Partner in Polen, der Slowakei und Rumänien ziemlich überrascht von dieser rasanten Aufstockung unserer Fahrzeugflotte."


Nebst der Anschaffung luxuriöser Bekleidung und Autos achten die Diebe auch darauf, Kapital aus der Ukraine abzuziehen. Nach Angaben des Büros für Wirtschaftssicherheit der Ukraine fehlen im Haushalt der Ukraine Steuern aus dem Agrarsektor im Gesamtumfang von 4,5 Milliarden Griwna: "Von August bis September 2022 wurden fast 12 Millionen Tonnen Getreide und Speiseöl im Wert von 137 Milliarden Griwna aus dem Zollgebiet der Ukraine exportiert. Davon wurden fast 4 Millionen Tonnen von Scheinfirmen exportiert, die nur auf dem Papier existieren." Darüber hinaus "gelten die meisten der nicht in der Ukraine ansässigen Unternehmen, an die das Getreide geliefert wurde, als Hoch-Risiko-Unternehmen und sind zudem in strafrechtliche Ermittlungen verwickelt". Ist das jenes "Getreideabkommen", das die Weltgemeinschaft so frenetisch bejubelt? Es sieht so aus, als würden ukrainische Betrüger nicht nur ihr eigenes Land, sondern auch ausländische Staaten korrumpieren. Und das ist nur ein Beispiel von vielen.


Als die Gebrüder Surkis die Ukraine verließen, nahmen sie 17 Millionen Dollar mit. Aber das ist nur ein Trinkgeld im Vergleich zu den "Helden des Euromaidan". Nach Angaben des ehemaligen Volksabgeordneten der Ukraine, Oleg Tsarjow, schickten führende ukrainische Politiker nach Ausbruch der Feindseligkeiten sowohl ihr Kapital als auch ihre Familien umgehend ins Ausland. Er erwähnte, dass die Eltern und Verwandten von Selenskij und seiner Ehefrau alle ausnahmslos das Land verlassen hätten. Der Vorgänger von Selenskij, Ex-Präsident Pjotr ​​Poroschenko, hat nicht nur seine Kinder, sondern auch rund eine Milliarde US-Dollar in bar nach Großbritannien verlegt.

Das Gleiche gilt für andere wichtige ukrainische Offizielle: Der ehemalige Innenminister Arsen Awakow, der Leiter des Büros des Präsidenten, Andrei Jermak, der zweite Präsident der Ukraine seit 1991, Leonid Kutschma, der ehemalige Ministerpräsident Arsenij Jazenjuk und viele andere brachten alle ihre Familien und Vermögen, das auf rund eine Milliarde Dollar geschätzt wird, außer Landes. Ganz zu schweigen von den zahlreichen politnahen Oligarchen.


Betrüger von kleinerem Format können auch "individuell der EU beitreten". Ein Bestechungssystem erlaubt es Männern im wehrfähigen Alter, das Land zu verlassen. Laut Iswestija liegt die "Gebühr" derzeit zwischen 8.000 und 10.000 US-Dollar. Die ukrainischen Medien berichten auch über Menschen, die für einen Grenzübertritt bezahlt haben.


Die Sympathie des Westens für ein Land, das sich im Krieg befindet, ist nachvollziehbar. Aber während einige Länder ihr Möglichstes tun, um der Ukraine zu helfen – auch wenn sie selbst mit einer Wirtschaftskrise konfrontiert sind –, verwenden korrupte ukrainische Beamte diese Mittel, um persönliche Vermögen anzuhäufen und ein angenehmes Leben in schicken Bade-Resorts zu führen. Und das alles auf Kosten der Steuerzahler im Westen.


Im Jahr 2015 gab Arsenij Jazenjuk nach seinem Ausscheiden aus dem Amt des Premierministers offen zu, dass er in der Zwischenzeit Milliardär geworden sei. Es bleibt abzuwarten, wie viele neue ukrainische Superreiche – genährt von ausländischer Hilfe – bis zum Ende des Konflikts im Westen noch auftauchen werden.


Aus dem Englischen


Olga Sucharewskaja ist eine ehemalige ukrainische Diplomatin.


Mehr zum Thema - Kiews Raub von Moldawiens Transitgas frei nach Timoschenko: "Nicht luchsen – uns das Unsere nehmen!"


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27.11.2022

Russisches Verteidigungsministerium: Mitverfasser eines Dokuments über die Entwicklung von Biowaffen für die «Weltherrschaft» der USA enttarnt

de.news-front.info, vom 26.11.2022 17:33


Zitat: Der ehemalige Nationale Sicherheitsberater des US-Präsidenten Bolton war Mitverfasser eines Dokuments über die Notwendigkeit von Biowaffen für die «Weltherrschaft» der USA — Russisches Verteidigungsministerium.

Russisches Verteidigungsministerium: Mitverfasser eines Dokuments über die Entwicklung von Biowaffen für die "Weltherrschaft" der USA enttarnt


Generalleutnant Kirillow, Chef der RCDS-Truppen der russischen Streitkräfte, gab bei einem Briefing vor einer Konferenz der Vertragsstaaten des Übereinkommens über das Verbot von biologischen Waffen und Toxinwaffen mehrere wichtige Erklärungen ab:


— Ein künstlicher Coronavirus-Erreger auf der Grundlage des Omicron-Stammes und der ursprünglichen «Ukhan»-Variante wurde im Oktober von Wissenschaftlern der Universität Boston geschaffen;


— Mehr als 200 betriebliche Unregelmäßigkeiten und Versuche, die Vorfälle zu vertuschen, wurden in Biolabors in den USA dokumentiert;


— Dokumente im Besitz des russischen Verteidigungsministeriums belegen die Zusammenarbeit zwischen Kiew und Washington sowie Versuche, die Kontrolle über Krankheitserreger in ukrainischen Labors zu erlangen;


— Die militärisch-biologischen Aktivitäten der USA in der Ukraine werfen selbst bei ihren engsten Verbündeten Fragen auf;


— Die USA planen, die biologischen Abwehrmethoden ihres Militärs auf verschiedenen Kriegsschauplätzen zu verbessern;


— Das US-Militärpersonal wird bei Projekten in Übersee durch zivile Auftragnehmer ersetzt, um das Pentagon vom Vorwurf der Biowaffenaktivität freizusprechen.


Info: https://de.news-front.info/2022/11/26/russisches-verteidigungsministerium-mitverfasser-eines-dokuments-uber-die-entwicklung-von-biowaffen-fur-die-weltherrschaft-der-usa-enttarnt


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27.11.2022

Mi., 30.11.22 »Ukraine: Verhandlungen JETZT« in der Magnikirche Braunschweig  /  Bitte weiterleiten

Liebe Freunde, liebe Mitbürger,


  Öffentliche Veranstaltung am 30.11.22 um 19:00 h in Braunschweig in der Magni-Kirche


  Ukraine: Verhandlungen JETZT!


An symbolträchtigem Ort wird unter diesem Titel ein Bündnis aus IPPNW, Friedensbündnis, Friedenszentrum Braunschweig und St.-Magni-Gemeinde eine Podiumsdiskussion zum Ukrainekrieg veranstalten.


  MdB Sevim Dagdelen ist als Obfrau der Linken im Außenausschuss des Bundestages außenpolitische Expertin, Dr. Erich Vad war Brigadegeneral und militärpolitischer Berater von Angela Merkel, der Braunschweiger Martin Burghartz ist Medienexperte und Politikberater. Seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine gilt der Kurs von Bundesregierung, EU, USA und den meisten NATO-Verbündeten als alternativlos: Unterstützung der Ukraine heißt immer mehr Waffen und Sanktionen. Erich Vad mahnt demgegenüber: „Ein Krieg muss von seinem Ende her gedacht werden!" Denn letztlich droht die Eskalation in einen atomaren Konflikt mit unabsehbaren Folgen.


  Daher die drängende Frage: Wurde wirklich bereits alles versucht, vom Eskalations- in einen Lösungs-Modus zu wechseln?


  Herzliche Grüße, Helmut Käss

  Tulpenweg 11, 38108 Braunschweig, Tel: 0049 531 350513 Mobile: 0049 176 577 47 881, https://helmutkaess.de,http://www.ippnw.de ,

   

  PS: Es wird empfohlen, frühzeitig zu kommen...


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27.11.2022

Geburtswehen einer neuen Welt

meinungsfreiheit.rtde.life, vom 26 Nov. 2022 19:23 Uhr, Von Rüdiger Rauls

Aus dem Vorgehen des Westens gegenüber Russland und China entsteht der Eindruck, dass ihm gar nicht mehr bewusst ist, worum es bei seinem Handeln überhaupt noch geht. Was will er erreichen, was gewinnen? Und wohin wird das alles führen?


Geburtswehen einer neuen Welt

Neue und alte Welten

Der Begriff der Neuen Welt steht gemeinhin für das von Columbus entdeckte Amerika. Es verdankte seine Entdeckung einem Zufall. Die neue Welt, deren Geburt wir seit einigen Jahren erleben, entsteht im Gegensatz dazu nicht aus Zufall. Sie ist das Ergebnis menschlichen Ringens um ein besseres Leben, aber nicht wie bisher für eine Minderheit, die Putin als die Goldene Milliarde bezeichnet, sondern für alle.


Mit der Entdeckung der Neuen Welt durch Columbus war auch eine neue Ära der menschlichen Entwicklung angebrochen. Der Kapitalismus wurde weltumspannend. Wenn seine herrschende Klasse, das Bürgertum, auch die politische Macht noch nicht erobert hatte, so gewann er doch als Wirtschaftssystem allmählich die Oberhoheit. Das Feudalsystem des Adels dagegen wurde als Wirtschaftsfaktor gesellschaftlich immer unbedeutender. Die Kolonien als ehemaliger Landbesitz der europäischen Königshäuser wandelten sich zu kapitalistischen Märkten.


Vierfachbumms und Doppelwumms





Meinung

Vierfachbumms und Doppelwumms






Diese ehemals Neue Welt ist heute die alte, die überholte. Sie wurde über Jahrhunderte beherrscht von den führenden kapitalistischen Staaten Europas und deren angelsächsischen Nachfolgestaaten (USA, Australien, Neuseeland, Kanada u.a.). Aufgrund ihrer wirtschaftlichen und militärischen Überlegenheit übten sie ihre Kolonialherrschaft über die meisten Völker der Welt aus. Diese Form der Herrschaft zerbrach in den Unabhängigkeitskriegen nach dem Zweiten Weltkrieg. Aber die wirtschaftliche Macht über die Welt lag noch immer in ihren Händen.


Diese alte Welt büßt aber durch das Wiedererstarken Russlands sowie den Aufstieg Chinas und anderer Nationen wie Vietnam zunehmend auch ihre wirtschaftliche Macht ein. Die militärischen Niederlagen des Westens, besonders der USA in Südostasien, machten deutlich, dass diese Entwicklung mit kriegerischen Mitteln nicht aufzuhalten war. Die westlichen Staaten wandelten sich vom Saulus des militärischen Kampfes gegen den Kommunismus zum Paulus der Werteorientierung. Als westliche Wertegemeinschaft will man nun durch Sanktionen den drohenden Machtverlust aufhalten. Diese sind zwar billiger als Kriege, schwächen aber zunehmend die eigene Wirtschaft.


Was wir derzeit miterleben, ist der Zerfall dieser westlichen Wertegemeinschaft und ihres Konzepts, durch wirtschaftlichen und moralischen Druck weiterhin die eigene Macht über die Völker der Welt aufrechtzuerhalten. Die westliche Wertegemeinschaft zerbricht nicht durch Russlands Krieg in der Ukraine. Sie zerfällt auch nicht durch Chinas Vordringen auf fast allen Kontinenten und in fast allen Bereichen von Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung. Sie zerbricht an ihren eigenen Widersprüchen.


Immer mehr Menschen, Völker und Gesellschaften erkennen den Widerspruch zwischen den moralischen Ansprüchen, die der "Wertewesten" wie eine Monstranz vor sich her trägt, und seinem tatsächlichen Handeln. Diese alte westliche Welt ist dem Drängen der Völker, die sich über Jahrzehnte aus der Kolonialherrschaft befreiten, nicht mehr gewachsen. Diese Völker wollen nach der schwer erkämpften nationalen Unabhängigkeit nun auch ihre wirtschaftliche verwirklichen.


Sie wollen nicht mehr abhängig sein von den Entscheidungen westlicher Investoren. Sie wollen auch nicht mehr gemaßregelt werden von den schwankenden Moralvorstellungen westlicher Politiker, die nach zweierlei Maß messen und mit Sanktionen drangsalieren, wer nicht nach ihrer Pfeife tanzt. Die Menschen dieser Gesellschaften wollen ihr Leben nach ihren Bedürfnissen, Erfahrungen und Grundsätzen gestalten. Und für dieses Drängen scheint die Zeit gekommen.


Was will der Westen?

Nun ist es das eine, den Aufstieg von Mächten zu behindern, etwas anderes aber, selbst einen hoffnungsvollen Ausblick für die Weltgemeinschaft anbieten zu können. Das ist im Handeln des Westens nicht zu erkennen. Er kann den aufstrebenden Völkern der Welt nichts mehr anbieten, was deren Drängen nach einem besseren Leben gerecht wird. Da er für die Gestaltung der Zukunft keine Vorschläge hat, geht es ihm vornehmlich darum, den derzeitigen Zustand zu erhalten. Damit verliert er aber seine gestaltende Kraft. Das unterscheidet ihn von China und jenen Staaten, die sich Chinas Ideen und Angeboten zur Gestaltung der Zukunft anschließen. Und diese werden immer mehr.


In den aktuellen globalen Konflikten ist nicht erkennbar, worum es dem Westen geht außer der Behinderung eines Fortschritts, der nicht seinen Vorstellungen entspricht. Der von ihm beschworene Kampf zwischen Demokratie und Autokratie ist fadenscheinig. Während die westliche Wertegemeinschaft Russland und China bekämpft, weil sie sie als Gesellschaften sieht, die die Menschenrechte missachten, läuft er Staaten wie Saudi-Arabien, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Aserbaidschan hinterher, um das Öl und Gas zu bekommen, das er von Russland aus politischen Gründen nicht mehr haben will.


Pepe Escobar: Scholz in Peking – darum geht es wirklich





Meinung

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Worin aber der Unterschied zwischen den von ihm Bekämpften und Umworbenen bestehen soll, kann nicht mehr dargestellt werden. Noch weniger kann begründet werden, wieso die einen weniger menschenverachtend sein sollen als die anderen. Während man China verurteilt wegen der Alleinherrschaft seiner kommunistischen Partei über die chinesische Gesellschaft, will man andererseits Vietnam als neuen bevorzugten Partner gewinnen für deutsche Investitionen und Lieferketten, obwohl dessen Gesellschaft ebenso von einer kommunistischen Partei geleitet wird.


Durch dieses widersprüchliche Verhalten entsteht der Eindruck, dass die Meinungsmacher aus Politik und Medien selbst nicht mehr wissen, worum es ihnen in den Konflikten mit Russland und China geht. Die Konfrontation hat sich inzwischen so sehr verselbständigt, dass er Teil westlicher DNA geworden zu sein scheint. Erklärbar ist das alles nicht mehr. Und je weniger man das eigene Verhalten erklären kann, umso mehr wird das Thema zum Tabu.


Eine gesellschaftliche Debatte dazu findet kaum noch statt und wenn, dann in den eigenen Echokammern der Meinungsmacher auf der Ebene der Vermutungen, der unbewiesenen Behauptungen, der intellektuell schwachen und fadenscheinigen Rückschlüsse. Eine tiefer gehende, nach Erkenntnis suchende kontroverse Diskussion wird vermieden aus Angst vor einer schrecklichen Offenbarung: Die eigenen Sichtweisen sind mit der Wirklichkeit nicht mehr vereinbar. Sie sind dürftig und haben keine Überzeugungskraft.


Ausweglos

So hat sich der Westen, hier besonders die Europäische Union (EU), durch dieses Tabu in eine schwierige Lage hineinmanövriert. Daraus scheint es derzeit keinen anderen Ausweg zu geben als der Zusammenbruch eines der am Konflikt beteiligten Lager: Russland auf der einen Seite und die Ukraine auf der anderen als Stellvertreter des westlichen Lagers. Weil viele im Westen die Meinung von Frau von der Leyen teilen, dass die Ukraine den Krieg gewinnen muss, scheint keine andere Lösung möglich, als dass eine der beiden Seiten kapituliert.


Diese kompromisslose Haltung klingt nach Endlösung und macht Verhandlungen nahezu unmöglich. Wer soll sie betreiben? Die westlichen Führungen bestehen nur aus solchen Leuten, die sich dem Untergang Russlands verschrieben haben. Die Medien haben seit Monaten kein anderes Bild gezeichnet, als dass die Ukraine siegen wird, beziehungsweise siegen muss in unser aller Interesse. Scharfmacher im Kostüm idealistischer Wertemissionare beherrschen die westliche Politik. Und für diese gilt nur der Sieg ihrer ideologischen Prinzipien, koste es, was es wolle.

Etwas anderes als die Niederlage Russlands kommt für von der Leyen, Baerbock und die anderen grünen Eiferer nicht infrage. Dafür ist die Konfrontation schon zu weit fortgeschritten. Man hat sich bereits zu weit aus dem Fenster gelehnt mit all den Prognosen über die Schwäche Russlands und die kraftvollen Wirkungen der eigenen Sanktionen. Wie soll man da zurückrudern?

Wer soll die Botschaft übermitteln, wenn es nun doch anders kommt? Wer tritt vor das Publikum und bekennt, dass die Wirklichkeit nun doch anders ist als die Erwartungen, die man bei den Gutgläubigen geweckt hat? Wie sollen die Medien ihren Konsumenten klarmachen, dass sie den Menschen lange Zeit ein falsches Bild von der Wirklichkeit vermittelt haben, egal ob dies mit Absicht geschah oder aufgrund eigener Verblendung? Wie will man es begründen, dass man Tatsachen nicht sehen wollte, die nicht ins eigene Weltbild passten?


Wer soll den Menschen eingestehen, dass alle Opfer, die sie erbracht haben, für die Ukraine und den vorgeblichen Kampf für unsere Freiheit für die Katz waren? Dass man wider besseres Wissen die Menschen durch nie gekannte Preissteigerungen in Not und Verzweiflung getrieben, Arbeitsplätze vernichtet und Existenzen zu Tausenden zerstört hat. All das geschah nur, um sich nicht der Erkenntnis zu stellen, dass die Sanktionen gegen Russland nicht die erdachte Wirkung zeigen.


Wer soll es den Menschen sagen, dass diese Politik auf Illusionen und Wunschdenken aufgebaut war, auf Uneinsichtigkeit, auf ideologischer Verblendung, Rechthaberei und Gleichgültigkeit gegenüber den Interessen anderer? Und vor allem will sich niemand ausmalen, wie die Getäuschten auf diese Bekenntnisse reagieren. Die westlichen Meinungsmacher aus Politik und Medien haben sich besonders in der EU in eine ausweglose Lage manövriert.


Nord-Stream-Sabotage: Deutschland und der EU wurde eine Kriegserklärung ausgehändigt




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Dagegen haben in den USA die Republikaner schon früh die Frage gestellt, ob die Unterstützung der Ukraine den eigenen Interessen diene. In den EU-Staaten dagegen gibt es keine bedeutende Kraft, die für eine andere Politik stehen könnte. Alle großen Parteien in Deutschland haben wie 1914 für die Aufrüstung der Bundeswehr gestimmt und hundert Milliarden abgenickt. Wer von diesen Hurra-Rufern soll mit Russland verhandeln, wenn erkennbar wird, dass nicht Russland, sondern die Ukraine zusammenbricht?


Wer ist da, der von Anfang an einen anderen Umgang mit Russland gefordert hätte, sodass jetzt andere politische Akteure mit Vorschlägen zur Beilegung der Krise an Russland herantreten könnten? Da ist keine Partei, die eine andere Regierung bilden könnte, um einen Ausgleich mit Russland zu finden. Es bleibt also nichts anderes, als den Krieg bis zum bitteren Ende zu führen. Besonders bitter dürfte dieses Ende für die einfachen Menschen hierzulande und in der Ukraine werden, auf deren Rücken Russland vernichtet werden soll, wie von westlichen Politikern zu hören war. Und welcher Ausweg bleibt für Russland außer der Fortsetzung des Krieges angesichts solcher Drohungen und Aussichten?


Neue Ordnung

Der Krieg wird nicht ewig dauern, aber was kommt danach. Dabei geht es nicht nur um die Ukraine. Sie ist nur ein Symptom, eine Bruchstelle im Ordnungssystem der Welt, wie sie nach dem Ende des Kalten Krieges entstanden ist. Welche Ordnung will der Westen anstreben anstelle der alten, der seiner eigenen Vorherrschaft, und vor allem auf welcher Weltsicht soll sie entstehen?


Russland, China, der Iran und all die anderen vom Westen Sanktionierten haben ein klares Weltbild. Sie sehen die Entwicklung hin zu einer multipolaren Welt, in der nicht mehr der Westen und die USA als dessen Führungsmacht das Sagen haben. Diese Sicht scheint auch dem Gang der Dinge in der Welt zu entsprechen.


All diese Staaten, die über Jahre vom Westen durch Sanktionen drangsaliert wurden, wollen eine unabhängige und gleichberechtigte Entwicklung ihrer Gesellschaften und Wirtschaft nach ihren eigenen Maßstäben, ihren Werten und Grundsätzen, ihrem kulturellen und historischen Werdegang, ohne Bevormundung und Drohungen durch den Westen. Für diese Wünsche scheint die Zeit gekommen, und sie scheinen nicht mehr aufzuhalten zu sein.


Denn die Kräfteverhältnisse in der Welt haben sich verändert. Russland ist so sehr erstarkt, dass es einer weiteren Ausdehnung des NATO-Gebiets militärisch entgegentritt. China hat wirtschaftlich mit dem Westen gleichgezogen. Und die Sanktionierten der Welt sind zu einer solchen Macht geworden, dass sich Russland und China auf sie stützen können.


Daher rührt die Unerbittlichkeit des Westens gegenüber Russland und China. Er sieht in dieser sich abzeichnenden neuen Ordnung für sich keinen Platz mehr. Sein Selbstbild einer überlegenen, weil auf Werten gegründeten Ordnung, entspricht immer weniger der Realität. Aber sich ein neues Weltbild zu schaffen auf der Grundlage dieser Veränderungen, scheint außerhalb seiner Fähigkeiten zu liegen.


Dabei geht es eigentlich um nichts weiter außer dem Abschied von alten Glaubensätzen und den Vorstellungen besonders der USA, dass sie die Ordnung des Planeten bestimmen müssen.  Selbst wenn die USA und die sogenannte westliche Wertegemeinschaft ihre vorherrschende Stellung auf der Erde verlieren, so werden sie doch nicht untergehen. Beide werden weiterbestehen. Denn es geht noch nicht einmal wie zu Zeiten der Sowjetunion um die Entmachtung des Kapitalismus.


Die Menschen werden weiterhin in ihren Häusern leben können, ihrer Arbeit nachgehen, ihre Kinder in die Schule bringen und einkaufen gehen. Sie werden zu Tisch sitzen und gemeinsam essen. Sie werden abends fernsehen, sich mit Freunden treffen und am Wochenende Picknick machen. Am Alltag und Leben der Menschen ändert sich nichts. Selbst die Sonne wird weiterhin morgens aufgehen und abends unter.

Wie der chinesische Präsident Xi Jinping zu seinem Amtskollegen Biden so richtig sagte: „Die Welt ist groß genug für unsere zwei Länder.“ Darin liegt die Erkenntnis, dass keiner dem anderen etwas wegnimmt. Die Vorstellung, etwas zu verlieren, wenn der andere etwas gewinnt, ist ein Bild aus einer alten Welt. Die sich abzeichnende neue Ordnung gründet auf Zusammenarbeit zum Vorteil aller.


Rüdiger Rauls ist Autor und Texter. Er betreibt den Blog Politische Analyse.


Mehr zum Thema - Erbfeind Russland?


RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://meinungsfreiheit.rtde.life/meinung/155149-geburtswehen-neuen-welt


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

27.11.2022

Wiedergutmachung


overton-magazin.de, vom 26.November 2022 11 Kommentare

Was hat es damit auf sich, dass Juden von Deutschen abstrakt wahrgenommen werden? Und was hat das mit Antisemitismus zu tun?

 

Zitat: Seit 1945 sind Juden den Deutschen eine Bürde. Weil Deutsche versucht haben, Juden völlig auszurotten, vermögen sie die Juden nur noch abstrakt wahrzunehmen, eben als Opfer des Versuchs, sie auszurotten. Dieses Abstrahieren der Juden ermöglicht es den Deutschen, die Realität der Juden und ihr konkretes historisches Dasein als solche zu ignorieren, um gerade in dieser unterlassenen Rezeption der Juden als reale Menschen etwas wiedergutzumachen.


Das besagt nicht, dass der einzelne Deutsche dem einzelnen Juden nicht menschlich begegnen kann. Aber im Kollektiven findet eine eigentümliche Abstraktion statt: Indem sie die Juden abstrahieren, also mutatis mutandis entkonkretisieren, entindividualisieren und letztlich entmenschlichen, meinen die Deutschen, an den von Deutschen gemordeten Juden etwas sühnen zu können.


Damit gesühnt werden kann, müssen die Juden abstrakt bleiben, denn nur dann kann man auf sie all das projizieren, was die deutsche Wiedergutmachung für ihren Selbsterhalt braucht. Was braucht sie? Sie braucht die Juden als würdige Träger ihres Ansinnens, sich der ihnen gegenüber aufgeladenen Schuld zu entledigen. Sie brauchen gleichsam die Absolution der Juden, mithin deren Einverständnis für das deutsche Selbstverständnis als Wiedergutmacher und Sühner. Daher müssen Juden rein sein, unbefleckt von historischen Realitäten, so abstrakt eben, dass man an ihnen nicht den geringsten Makel oder Frevel ausmachen kann. Juden sollen Unschuldslämmer sein. Das gilt natürlich nicht für deutsche Antisemiten; für die ist der Jude (auch wiederum abstrakt) Objekt des Abscheus.


Aber insofern Juden einst von Deutschen wie Lämmer zur Schlachtbank geführt worden sind, sollen sie im nachhinein weiterhin Lämmer bleiben, aber eben Unschuldslämmer. Für wiedergutmachende Deutsche können sich Juden heute schlichtweg nichts mehr zuschulden kommen lassen. Jede Abweichung von dieser Doktrin ist zwangsläufig antisemitisch. Wer meint, dass Juden Böses gedacht, geplant und getan haben könnten, vergeht sich gegen das Paradigma der Juden als Unschuldslämmer, meuchelt sozusagen die abstrakt Unbescholtenen, die so von der geschichtlichen Realität abgehoben sind, dass sie als Heilige oder zumindest als sündenfreie Erdbewohner anzusehen und zu behandeln sind.


Die realen Juden lassen sich das gern gefallen. Sie wissen, dass sie keine Unschuldslämmer sind (dieser christliche Begriff ist ihnen fremd). Sie wissen, dass sie sich teilweise gegenseitig nicht ausstehen können, zuweilen auch gegenseitig hassen (wie es bei allen menschlichen Kollektiven vorkommt). Sie wissen, dass sie in Israel seit Jahrzehnten Schlimmstes verbrechen. Aber sie denken nicht daran, sich das Prädikat der Unschuldslämmer streitig machen zu lassen. Deshalb haben sie die “moralischste Armee der Welt”, unterhalten “die einzige Demokratie im Nahen Osten” und wähnen sich nur noch von “Antisemiten” in der Welt bedroht.


Niemand darf sich erlauben, darauf hinzuweisen, dass ihr Land zum Apartheidstaat verkommen ist, dass der Rassismus in Israel Urständ feiert, dass Kahane-Anhänger und andere Faschisten (von sonstigen Kriminellen ganz zu schweigen) an wichtige Regierungsposten gelangt sind, die es ihnen in absehbarer Zeit ermöglichen werden, die Verbrechen gegen die Palästinenser legal noch zu steigern, die Gewalt bis zum Ärgsten zu eskalieren und die Besatzungswirklichkeit endgültig zur Hölle werden zu lassen.


Aber in Deutschland darf man derlei nicht sagen, ohne sogleich mit der Antisemitismuskeule traktiert zu werden. Im Nachhinein muss eingestanden werden, dass Martin Walser recht hatte mit diesem Ausdruck (wenn er ihn auch seinerzeit in einem anderen Kontext verwendete). Für sühnende deutsche Gutmenschen müssen Juden unantastbar bleiben, selbst dann, wenn es sich um faschistische, rassistische und sonstwie gewaltverbrecherische Juden handelt, die von einigen in Israel bereits als Judonazis apostrophiert worden sind. Es ist bezeichnend: Gerade weil sie historisch so genozid-verbrecherisch “angetastet” worden sind, müssen sie nunmehr unberührbar bleiben.


Gewisse Deutsche werden sich beleidigt geben, hier unter die Kategorie “Deutsche” subsumiert worden zu sein. Sie hätten durchaus ihre kritische Meinung zu den Geschehnissen im Heiligen Land. Aber was soll man machen? Sie trauen sich nicht, ihre Meinung zu artikulieren, schweigen eingeschüchtert, unterwerfen sich dem Tabu – sie wollen ja nicht als Antisemiten gelten. Aber selbst sie müssen sich dann sagen lassen, dass sie sich in ihrer kollektiven Obödienz an etwas beteiligen, das nicht nur moralisch verkommen ist gegenüber den Palästinensern, sondern sie partizipieren auch an der Beschweigung dessen, was laut verurteilt werden muss, nämlich die vermeintlich wiedergutmachende Abstrahierung der Juden qua Juden, welche selbst einem latenten antisemitischen Impuls entspringen mag. Solange sich dieses Muster perpetuiert, werden die Juden den Deutschen eine Bürde bleiben.


Ähnliche Beiträge:


Info: https://overton-magazin.de/top-story/wiedergutmachung

27.11.2022

Der Weg zum Krieg − wie die EU den Maidan auslöste

meinungsfreiheit.rtde.life, 27 Nov. 2022 08:05 Uhr, Von Dagmar Henn

Diese Woche liegt es neun Jahre zurück, dass die Probleme der Ukraine eingerührt wurden. Der Hauptkoch dabei nannte sich EU, und heute wird so getan, als wäre da nichts gewesen. Doch ohne das Ultimatum der EU würde die Ukraine bis heute im Frieden leben.


Der Weg zum Krieg − wie die EU den Maidan auslöste


Quelle: www.globallookpress.com © Emeric Fohlen




Euromaidan-Demonstranten, Kiew, 07.02.2014.






Der Maidan, die Dauerdemonstration in der Innenstadt von Kiew, die Ende November 2013 begann und das Vorspiel zum Putsch im Februar des folgenden Jahres darstellte, fiel nicht vom Himmel. Die demokratisch gewählte Regierung Janukowitsch hatte bereits seit längerem mit der EU über ein Assoziierungsabkommen verhandelt, wollte aber nachverhandeln. Dies wiederum verweigerte die EU und stellte im Frühjahr 2013 ein Ultimatum, die ukrainische Regierung müsse sich entscheiden.


"Westintegration": Moldawien riskiert Wiederholung der Tragödie der Ukraine – Teil 1





Analyse

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Es war nachvollziehbar, warum die Ukraine nachverhandeln wollte. Nachdem von russischer Seite klar war, dass ukrainische Waren nicht länger zollfrei importiert würden, sobald EU-Waren zollfrei in die Ukraine gelangen, begriff die Regierung Janukowitsch, dass unter diesen Bedingungen die Assoziierung den ökonomischen Ruin bedeuten würde.


Schließlich wäre für den Export ukrainischer Produkte in die EU erforderlich, dass sie die EU-Normen erfüllen (richtig, diese Vorschriften über den Krümmungsgrad von Gurken etc.). In den meisten Fällen hätte das aber Investitionen bedeutet, die die Hersteller nicht bewältigen konnten. Folglich wären mit Russland der halbe Exportmarkt und die damit verbundenen Einnahmen weggefallen.


Die EU würzte ihr Ultimatum noch mit einer zusätzlichen Bedingung, die im Grunde unerfüllbar war: Sie forderte die Freilassung von Julia Timoschenko, die in der Ukraine wegen Korruption in Haft saß. Timoschenko war eine der Hauptfiguren der ersten, der Orangenen Farbrevolution in der Ukraine gewesen, also eine etablierte Vertreterin westlicher Interessen. Korrupt war sie allerdings tatsächlich, und man hätte zwar fordern können, die Haftanstalten mit vielen weiteren ihrer Kollegen zu bestücken, aber die Forderung nach ihrer Freilassung hatte nicht wirklich viel mit rechtsstaatlichen Grundsätzen zu tun.


Angela Merkel sollte Timoschenko nach ihrer Freilassung in Berlin begrüßen. Die Dame verbrachte dann einige Tage in der Charité, angeblich wegen eines Bandscheibenvorfalls. Aufnahmen ihrer Freilassung und späterer Auftritte legen aber nahe, dass ein Lifting zumindest Teil des Behandlungsprogramms war.


Propaganda statt Diskussion - Deutsche Geschichte wiederholt sich





Meinung

Propaganda statt Diskussion - Deutsche Geschichte wiederholt sich





Die Regierung Juschtschenko, deren Mitglied Timoschenko zuvor gewesen war, hatte übrigens bereits Stepan Bandera zum ukrainischen Nationalhelden erklärt und die zugehörige Ideologie gefördert. Janukowitsch hatte diesen Schritt rückgängig gemacht, die Putschregierung stellte den Nazi-Kollaborateur dann wieder aufs Podest. Es war also bereits vor 2014 erkennbar, in welche Richtung sich eine "pro-europäische" Ukraine entwickeln würde. Das hat aber die EU-Vertreter nie davon abgehalten, dieses politische Personal in der Ukraine zu fördern.


Timoschenko wurde geradezu zur demokratischen Heldin stilisiert, obwohl sie sich an der Gasversorgung um Milliarden bereichert hatte. Wie demokratisch die Gesinnung der Gasprinzessin wirklich ist, zeigte sie nach dem Massaker von Odessa, als sie die Täter dafür lobte, sie hätten erfolgreich die Besetzung eines öffentlichen Gebäudes verhindert.


Ökonomisch wie politisch war ein Kurs zwischen Russland und der EU für die Ukraine der vernünftigste. Aber die EU hatte bereits vor 2014 die Assoziierung massiv beworben, unter Beteiligung sämtlicher deutscher Parteistiftungen. Die Konrad-Adenauer-Stiftung beispielsweise finanzierte und förderte nicht nur Klitschkos Partei "Udar", sie schulte auch Funktionäre von Swoboda − einer Partei, die unverkennbare Nazibezüge hatte. Auch die Stiftung der Grünen war in der Ukraine besonders aktiv. Insbesondere in den Jugendlichen der Hauptstadt galt es, die Illusion zu wecken, mit einer Mitgliedschaft der Ukraine in der EU begänne für sie ein besseres Leben.

Die Erzählung, die darüber in der EU gesponnen wurde, lässt sich ganz gut einem Interview entnehmen, welches der damalige Vorsitzende der sozialdemokratischen Fraktion im Europaparlament, Hannes Swoboda, dem Deutschlandfunk gab.


Die Ukraine feierte ein großes Jubiläum, aber vor ihr liegen harte Zeiten





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Die Ukraine feierte ein großes Jubiläum, aber vor ihr liegen harte Zeiten





"Dort, wo Putin sagt, ihr müsst entweder mir folgen oder nach Brüssel, das ist die Alternative, da sehen wir ja, dass der Einfluss, der negative Einfluss und vor allem auch die Möglichkeit, hier etwas für die Menschen zu tun, natürlich schwindet. Nochmals: Putin hat ja nicht ein Interesse, die Lebensbedingungen in der Ukraine zu verändern, die Wirtschaft zu modernisieren, die Rechtsstaatlichkeit zu stärken. Das ist ja nicht in Putins wesentlichem Interesse."


Noch einmal für die ökonomisch Begriffsstutzigen: Für Russland wäre eine offene Grenze für die Waren aus der EU eine wirtschaftliche Katastrophe gewesen. Mit der Assoziierung der Ukraine und der damit einhergehenden Zollfreiheit zwischen der Ukraine und der EU war also die Errichtung von Zollgrenzen zur Ukraine eine Notwendigkeit. Das wusste jeder der Beteiligten.


Das sind ökonomische Tatsachen, auf die jede russische Regierung hätte reagieren müssen. Daraus etwas wie "Putins Interesse" zu spinnen, zeigt, wie tief die politische Kommunikation bereits damals gesunken war. Die EU-Bürokraten wussten auch genau, dass das die ukrainische Wirtschaft ihren wichtigsten Markt kosten würde, und zwar ersatzlos.


Selbstverständlich hätte es Möglichkeiten gegeben, dieses wirtschaftliche Problem zumindest zu verringern, etwa indem die Anwendung der EU-Normen auf ukrainische Exportprodukte erst nach einer Übergangszeit in Kraft getreten wäre. Die EU wollte aber keine Kompromisse eingehen und setzte lieber auf einen Sturz der Regierung Janukowitsch. Die Freilassung Timoschenkos, die eine politische Unterwerfungsgeste war, wurde sogar zur unabdingbaren Voraussetzung jeglicher Gespräche erklärt.

ARD-Magazin Kontraste über Russland: Propaganda mit Schaum vor dem Mund





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ARD-Magazin Kontraste über Russland: Propaganda mit Schaum vor dem Mund





Interessant an dem Interview von Hannes Swoboda ist seine Behauptung, Russland habe der Ukraine das Gas zu teuer verkauft. Tatsächlich war es stets unter Marktpreisen verkauft worden. Dafür war es dann eine der ersten Forderungen des IWF an die Putschregierung, die Gaspreise für die ukrainischen Bürger auf das europäische Marktniveau heraufzusetzen, was sie vervielfachte und die Armut massiv erhöhte, ähnlich, wie es im Gefolge der Sanktionen nun in Europa selbst geschieht.


Swoboda gab in diesem Interview sogar zu, dass Timoschenko mitnichten der Unschuldsengel war, für den man sie ausgab: "Die Konzentration allein auf eine Person, von deren Unschuld eigentlich wenige wirklich überzeugt sind, das war sicherlich ein Fehler." Dennoch, die monatelange Berichterstattung, die in den deutschen Fernsehsendern mit einer Maidan-Sondersendung nach der anderen geradezu monströse Ausmaße annahm, betonte immer, bei Julia Timoschenko handele es sich um ein armes, unschuldiges Opfer des nach Russland orientierten Präsidenten Janukowitsch.


Die Demonstrationen, die als Euromaidan bekannt wurden, begannen, nachdem Janukowitsch Mitte November erklärt hatte, auf das Ultimatum der EU nicht einzugehen, und waren durch einige Eigenartigkeiten gekennzeichnet. Es gab Unmengen von EU-Fahnen, die irgendwoher kommen mussten; es gab eine gigantische Bühne mit entsprechender Lautsprecheranlage; Details, die belegen, dass von Anfang an Geld geflossen sein muss, um diese Proteste zu fördern.


Putin: Borrell hätte in Spanien der 1930er Jahre wohl die Faschisten unterstützt





Putin: Borrell hätte in Spanien der 1930er Jahre wohl die Faschisten unterstützt






Seitens der Regierung wurde es lange zugelassen, dass Demonstranten auf dem zentralen Platz kampierten, Küchen einrichteten, dass sie Verwaltungsgebäude belagerten oder erstürmten. Erst auf die zunehmende Gewalt reagierte sie mit dem Versuch, das Demonstrationsrecht zu verschärfen, indem beispielsweise ein Vermummungsverbot eingeführt werden sollte. Etwas, das in so gut wie allen EU-Ländern Gesetz ist, aber, als es in der Ukraine eingeführt werden sollte, sofort als undemokratisch verdammt wurde.


Erste Berichte über die prominente Rolle, die ukrainische Nazis bei diesen Protesten spielten, gab es bereits 2013. Kurz nach dem Putsch im Februar gab es sogar noch eine Dokumentation der BBC, in der erwähnt wurde, dass die Truppen des Rechten Sektors, die sich auf dem Maidan mit besonderer Brutalität hervorgetan hatten, im von ihnen besetzten Kiewer Gewerkschaftshaus einen Folterkeller eingerichtet hatten.


Victoria Nuland, die US-Außenpolitikerin, die durch das Verteilen von Keksen auf dem Maidan bekannt wurde, hatte im Februar 2014 öffentlich erklärt, man habe 5 Milliarden Dollar in den Umsturz in der Ukraine gesteckt. Der Betrag dürfte nicht ganz reichen, denn neben den US-Stiftungen, den üblichen Verdächtigen, wie US-AID und National Endowment for Democracy, waren auch noch viele Organisationen aus EU-Ländern engagiert, wie die oben erwähnten deutschen Parteistiftungen. Dass ein solches Engagement im Gegenzug dann dazu führte, dass der Charakter der mitausgelösten Proteste verzerrt dargestellt und die Rolle ukrainischer Nazis verschwiegen wurde, ist dann die direkte logische Konsequenz.


Russlands ethnische Minderheiten gegen Moskau aufhetzen – eine zeitlose Taktik des Westens




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Russlands ethnische Minderheiten gegen Moskau aufhetzen – eine zeitlose Taktik des Westens





Welches Ausmaß die Gewalt seitens der "friedliebenden pro-europäischen Demonstranten" hatte, wurde in hunderten Stunden Sondersendungen nicht gezeigt. Dass die ukrainische Polizei nach dem damals gültigen Polizeirecht nicht einmal zur Verteidigung des eigenen Lebens Gewalt einsetzen durfte, ohne einen Befehl dazu erhalten zu haben − ein solcher Befehl aber nicht erging −, wurde nie berichtet. Schon gar nicht, dass diese Umstände viele Polizisten das Leben kosteten, die mit Molotow-Cocktails mit einer Napalm-ähnlichen Mischung beworfen wurden.


Im Gegenteil. Die Berichterstattung setzte darauf, dass sich das westliche Publikum zu Helm und Schild Pfefferspray und Pistole dazudenken würde und so eine Polizeigewalt sehen würde, die es nicht gab. "Die Maßnahmen der Polizei gegen die fanatischen Swoboda-Militanten wirken hilflos und unentschlossen", berichtete damals Ulrich Heyden. Wenige Tage vor dem Putsch hatte die Partei Swoboda ihre Mitglieder aufgefordert, mit Schusswaffen zu erscheinen...


Am Wochenende vor dem Putsch gab es ein weiteres Ereignis, das hätte aufhorchen lassen müssen − den Überfall von Swoboda- und Udar-Anhängern auf Busse von Anti-Maidan-Demonstranten von der Krim. Diese Gegendemonstrationen wurden im Westen verschwiegen, vor dem Putsch wie danach.


An diesem Tag wurden die Busse auf der Autobahn angehalten. Es gibt Videos, die zeigen, wie die Demonstranten, die aus den Bussen geholt wurden, vor diesen auf den Scherben der zerschlagenen Fenster knien und gedemütigt werden. Dieser Überfall forderte mehrere Todesopfer und hatte gewaltigen Einfluss auf die weitere Entwicklung auf der Krim. Auch dieses Ereignis muss in den Entscheidungszentralen der EU bekannt gewesen sein, ehe die Putschregierung anerkannt wurde.


Die grünen Kriegstreiber





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Die grünen Kriegstreiber







Nichts von alledem, nicht der Maidan, nicht der Putsch, nicht der Bürgerkrieg, hätte stattgefunden, hätte die EU nicht dieses Ultimatum gestellt. Jeder Beteiligte wusste, dass die Ukraine ein gespaltenes Land war − das zeigte sich bei jeder Wahl erneut. Statt einen Weg zu suchen, diese Spaltung zu überwinden, schuf die EU eine Situation, in der eine Seite die andere unterwerfen sollte.


Diese Strategie war zuvor bereits im Umgang mit den baltischen Ländern genutzt worden, in denen entgegen der eigentlich in der EU für den Umgang mit Minderheiten geltenden Regeln ein minderwertiger Status für Bürger russischer Abstammung akzeptiert wurde. Aber die baltischen Länder sind klein; selbst wenn diese Politik zu heftigeren Auseinandersetzungen geführt hätte, wären sie im Format einer Wirtshausschlägerei geblieben. In der Ukraine aber ging es um die Hälfte eines Landes mit vielleicht 40 Millionen Einwohnern. Es muss in Brüssel wie in Berlin klar gewesen sein, dass damit die Lunte an einen Bürgerkrieg gelegt wurde.


Mehr zum Thema - Ukraine: Seit acht Jahren ist Bruderkrieg – "Die Welt" entdeckt ihn heute


RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://meinungsfreiheit.rtde.life/meinung/155233-weg-zum-krieg-wie-eu


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

27.11.2022

** Lebenshaus-Newsletter   27. November 2022

** Ihre/Deine finanzielle Unterstützung ermöglicht unser Engagement!

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Wir haben Sie/Euch im Jahr 2022 auf der Lebenshaus-Website wieder intensiv informiert. Fast täglich wurden neue Texte eingestellt. Mit dem Projekt "Kriegsdienstverweigerer. Unsere Geschichten" haben wir noch eine weitere Website ins Internet gestellt. Mit unseren Websites informieren wir Sie/Euch kostenlos. Finanziert werden diese Veröffentlichungen sowie unser sonstiges Engagement für gerechten Frieden und eine lebensfähige wie lebenswerte Mitwelt nahezu vollständig durch Spenden und Mitgliedsbeiträge von einzelnen Menschen. Für unser politische unabhängiges Engagement sind wir auf Ihre und Eure Unterstützung und Solidarität angewiesen. Wir freuen uns über jede Unterstützung, gerne mit einer Einzelspende oder gar einer regelmäßigen Spende oder Fördermitgliedschaft. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=b134560b9d&e=51d2a34ef5


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Liebe Freundinnen und Freunde,


heute zu Beginn des Newsletters Gedanken zum Frieden von Erwin Kräutler, der von 1981 bis 2015 Bischof von Xingu im Amazonasgebiet war. Der aus Vorarlberg stammende Kräutler engagiert sich seit Jahrzehnten für die Menschen am Rand der Gesellschaft in Brasilien; vor allem auch für die indigenen Völker Amazoniens. Jahrelang setzte er sich an vorderster Front gegen den Bau des Amazonas-Kraftwerks Belo Monte ein, ist bis heute auch ein international gefragter Experte für Menschenrechte, Umweltschutz und Indio-Rechte. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2010 den Alternativen Nobelpreis.


Frieden


Frieden,

ein Wort, das wir alle kennen,

ein Zustand, den wir alle herbeisehnen,

eine Wirklichkeit, die wir uns alle wünschen.


An der Deutung dieses Begriffes scheiden sich allerdings die Geister.

Was ist denn Frieden?

Nur Waffenruhe und Abrüstung?

Nur Schutz und Sicherheit innerhalb der Staatsgrenzen?

Nur Wohlstand und Wohlbefinden im eigenen Land?

Nur internationale Abkommen zur Verteidigung besonderer Interessen?


Frieden meint viel mehr!

Frieden ist liebende Solidarität zwischen Menschen und Völkern.

Frieden ist geschwisterliches Teilen über alle Grenzen hinweg.

Frieden ist weltweite Garantie der Menschenwürde und -rechte.

Frieden ist unumstößliche Gleichberechtigung aller Menschen und Rassen.

Frieden ist gemeinsame Verantwortung für die Schöpfung, unsere Mit-Welt.

Frieden ist die schönste Frucht der Gerechtigkeit.



(Erwin Kräutler, von 1981 bis 2015 Bischof von Xingu

im Amazonasgebiet,Träger des Alternativnobelpreises 2010)


Herzliche Grüße

Ihr / Euer

Michael Schmid


PS: Die Texte und Informationen in unserem Newsletter und auf unseren Websites dienen der Information und sollen zum Nachdenken und zur Diskussion anregen. Sie entsprechen jeweils den persönlichen Einschätzungen der Autorin oder des Autors und geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.


Wir freuen uns, wenn unsere Newsletter an andere Menschen weitergeleitet werden.

Artikel



** Antje Vollmer: "Für mich hat der Krieg in den Köpfen spätestens 2008 und erst recht 2014 begonnen"

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Antje Vollmer über die Glaubwürdigkeit der Grünen als Friedenskraft, das letzte Konzept einer europäischen Friedensordnung und den Fauxpas des Westens angesichts des Todes von Michail Gorbatschow. Interview mit Harald Neuber. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=39d896db91&e=51d2a34ef5



** Margot Käßmann: Warum ich auch 2022 Pazifistin geblieben bin

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Selten wurde Pazifismus so massiv diffamiert wie im Jahr 2022. Das sei eine unverantwortliche Zuschauerposition, heißt es. Sascha Lobo spricht von "Lumpenpazifisten". Der FDP-Politiker Graf Lambsdorff hat Teilnehmende an Friedensdemonstrationen zu Ostern als "fünfte Kolonne Wladimir Putins" bezeichnet. Und ja, auch das Argument, sich fein rauszuhalten oder "wohlstandsverwöhnt" (Roderich Kiesewetter) zu sein, kommt immer wieder. Innerkirchlich wird Pazifistinnen und Pazifisten vorgehalten, sie würden "Ponyhoftheologie" betreiben. Ich bin trotz heftiger Angriffe in Diskussionen oder auch per Mail bei meiner pazifistischen Haltung geblieben. Von Margot Käßmann. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=1d63f71756&e=51d2a34ef5



** Selbstgerechtes Einheitsdenken

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Der journalistische Umgang mit diesem Krieg, das selbstgerechte Einheitsdenken der Leitartikler und ihrer uniformen Experten beleidigen und provozieren mich. Von Arno Luik. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=75da263951&e=51d2a34ef5



** Das Militärimperium der USA: Eine visuelle Datenbank

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Die Vereinigten Staaten von Amerika unterhalten wie keine andere Nation außerhalb ihres Landes ein riesiges Netz von fast 900 Militäreinrichtungen in der ganzen Welt. World BEYOND War hat eine visuelle Datenbank recherchiert und entwickelt, um Journalist*innen, Aktivist*nnen, Forscher*innen und einzelnen Leser*innen zu helfen, das immense Problem der exzessiven Kriegsvorbereitung zu verstehen, das unweigerlich zu weltweitem Einschüchtern, Einmischung, Drohungen, Eskalation und Massengrausamkeiten führt. Indem World BEYOND War das Ausmaß des Militärimperiums der USA veranschaulicht, hoffen sie, auf das umfassendere Problem aufmerksam zu machen. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=0abaf37756&e=51d2a34ef5



** Ukraine: Kriegsdienstverweigerer Vitaliy Alekseienko verurteilt zu einem Jahr Haft

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Der Kriegsdienstverweigerer Vitaliy Alekseienko wurde am 15. September 2022 vom Stadtgericht Iwano-Frankiwsk nach Artikel 336 des ukrainischen Strafgesetzbuches wegen "Verweigerung des Militärdienstes während der Mobilmachung" zu einer Haftstrafe von einem Jahr verurteilt. Er legte Widerspruch gegen das Urteil ein, über die am 12. Dezember vom Berufungsgericht in Iwano-Frankiwsk verhandelt werden wird. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=a467e0c797&e=51d2a34ef5



** Das Samenkorn legen für ein zukünftig friedliches Zusammenleben in Europa

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Am 11. September 2022 wurde in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche der diesjährige "Göttinger Friedenspreis" an das deutsch-russische Jugendaustauschprojekt "Musik für den Frieden - Музыка ради Mира" zwischen Müllheim (Süddeutschland) und Twer (Zentralrussland) übergeben. Die feierliche Preisverleihung fand im Rahmen eines Konzertes "Die junge Zivilgesellschaft reicht sich die Hand" mit den deutschen und russischen Jugendlichen statt. Stellvertretend für die Ensembles wurden Andrey Korjakov, Direktor des "Teatr Premier" aus Twer und Ulrike und Thomas Vogt für das "Ensemble MIR" ausgezeichnet. Die Veranstaltung zur Preisverleihung war wegen der politischen Spannungen zunächst verschoben, dann abgesagt worden, konnte dann schließlich mit russischer Teilnahme doch stattfinden. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=8a2d18a902&e=51d2a34ef5



** "S' ist leider Krieg, und ich begehre, nicht schuld zu sein"

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Um zu verstehen, was der Krieg mit den Menschen macht, ist fiktionale Literatur oft wichtiger als Breaking News und Tagesschau. Von Helmut Scheben. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=9ad1dde156&e=51d2a34ef5



** Angriff auf Rojava: Eskalation eines hybriden Krieges

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Die Türkei missachtet systematisch die Menschenrechte und verstößt gegen das Völkerrecht. Die Bedrohung ist für die Menschen in der Region existentiell. Von Anita Starosta. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=dfd44472d6&e=51d2a34ef5



** Klimagerechtigkeit: Alle reden übers Wetter

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Das einzig interessante Resultat, das in Sharm el-Sheik erreicht wurde: die Einsicht, dass die vorherrschenden Mächte dieser Welt nicht die geringste Bereitschaft zeigen, von der Verwüstung dieser Welt abzulassen, dass man sie dazu also wird zwingen müssen. Besonders dann, wenn man zugleich anerkennt, dass rechtsbasierte und deshalb bedingungslos zu leistende Reparationen für erlittene und zu erwartende Schäden ja eigentlich nur der zweite Schritt sein können. Der Schritt, der nach dem ersten zu gehen wäre, dem Schritt heraus aus einer globalen Produktions- und Lebensweise, die für die Mehrzahl der Menschen nur noch Katastrophe auf Katastrophe häuft. Dass dem so und nicht anders ist, erklärt auch die maßlose Wut, mit der hierzulande gegen Klimaaktivist:innen vorgegangen wird, die sich Unheil wie Unrecht ja nur symbolisch in den Weg stellen. Ein Kommentar von Thomas Rudhof-Seibert. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=94804f5fb9&e=51d2a34ef5



** Und wer genau ist hier brutal?

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Die Klimazerstörung geht weiter, haben die Vereinten Nationen beschlossen. Hierzulande werden verzweifelte Protestformen gegen den gewohnten Wahnsinn in Terror-Nähe gerückt und Aktivist:innen landen ohne Gerichtsurteil im Knast. "Entlarvend" findet das der Regisseur Volker Lösch. Von Minh Schredle. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=4609fa7c9f&e=51d2a34ef5



** COP27 gescheitert - Deutschland unterschreibt Klimaschutzverhinderungsabkommen

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Die 27. UN Weltklimakonferenz (COP) in Ägypten ist gestern komplett gescheitert, der Beschluss kann nur als Protokoll der bewussten Sabotage von Klimaschutz bewertet werden. Obwohl in den 27 Jahren seit dem ersten Erdgipfel 1992 in Rio die fossilen Emissionen kontinuierlich anstiegen, ist erneut kein Ausstieg aus der Nutzung von Erdöl, Erdgas, Kohle als wichtigster Klimaschutzmaßnahme beschlossen worden. Damit ist das 1,5-Grad-Ziel, das vor 7 Jahren in Paris verabschiedet wurde, faktisch nicht mehr erreichbar. Die Welt befindet sich auf Kurs in eine unbeherrschbare Heißzeit voller Stürme, Fluten, Hungersnöte und sozialer Konflikte bis hin zu Kriegen oder gar zur Auslöschung der gesamten menschlichen Zivilisation schon um 2050. Von Hans-Josef Fell. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=c5ffe9fd5e&e=51d2a34ef5



** COP27, Demokratie, Menschenrechte und der weiße Westen

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Es ist faszinierend, dass das diesjährige Klima-Aktionstreffen der Vereinten Nationen (COP27) zur gleichen Zeit stattfindet wie die Zwischenwahlen in den Vereinigten Staaten. Progressive Organisationen haben die Menschenrechtslage in Ägypten, dem diesjährigen Gastgeber der COP27, angeprangert und gleichzeitig alle ermutigt und daran erinnert, bei dieser "entscheidenden" Wahl zur Urne zu gehen. Ja, du wirst ermutigt, für diese "formale" Demokratie zu stimmen, die die Klimakatastrophe überhaupt erst verursacht hat. Von David Andersson. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=aa456a7104&e=51d2a34ef5



** Gemeinnützigkeit: Attac-Klage auf Akteneinsicht vor Gericht

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Wie viel Einfluss nahm das Bundesfinanzministerium auf die Entscheidung des BFH gegen Attac? / Verhandlung am 13. Dezember in Berlin. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=f54820ce05&e=51d2a34ef5



** Gelungene Veranstaltungen mit Andreas Zumach

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"Wie kann trotz des Ukraine-Krieges eine militärarme, ökologische und sozial gerechte Zeitenwende gestaltet werden?" Dieser Frage ging der langjährige UNO-Korrespondent Andreas Zumach bei zwei Vortragsveranstaltungen am 15.11. in Gammertingen und am 16.11. in Riedlingen nach. Seine klare Antwort: Statt Waffen zu liefern, sollten die Europäer ebenso wie die USA auf Verhandlungen setzen und beide Kriegsparteien zu Gesprächen drängen. Mit langanhaltendem Beifall honorierten die rund 30 Zuhörenden in Gammertingen und rund 50 Zuhörenden in Riedlingen jeweils die detaillierten und profunden Ausführungen Zumachs und ergänzten diese in einer angeregten Diskussion. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=163d46ab90&e=51d2a34ef5

Hinweise



** Aktion: Nein – meine Kinder gebe ich nicht. Nein – schießen werde ich nicht!

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„Jetzt den Kriegsdienst verweigern!“ Eine neue Aktion „Meine Kinder nicht!“ startet die Friedensinitiative Nottuln e.V. (FI) in diesen Tagen. Der Krieg in der Ukraine zeige: „Der Frieden ist nicht selbstverständlich, er ist sehr fragil. Und schnell kann auch unser Land in einen Krieg hineingezogen werden.“  „Meine Söhne geb ich nicht“, sang Reinhard Mey schon 1986 und das könne noch einmal sehr aktuell werden. Viele Eltern könnten sich nicht vorstellen, dass ihre Kinder als Soldaten eingezogen werden und dann möglicherweise töten müssten oder getötet werden.  An diese Eltern und an deren Kinder richtet sich die Aktion „Meine Kinder nicht!“  Diese Eltern sollten jetzt mit unseren Kindern reden und sie bitten, den Kriegsdienst zu verweigern bzw. ihn erst gar nicht anzutreten. Dabei leistet die FI Nottuln Unterstützung und Beratung. Mehr >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=23137cb3c5&e=51d2a34ef5



** 30 Tage im November - Vom Wert der MenschenRechte

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Der Blick zurück in die deutsche Geschichte zeigt, wohin, Intoleranz, Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit führen können. In einer von Kriegen, sozialen Verwerfungen und der Klimakrise geprägten Gegenwart gilt es mehr denn je, Wissen und Werte zu vermitteln, die uns befähigen, Frieden, Demokratie und Freiheit immer wieder neu zu fordern, zu bewahren und die Allgemeinen Menschenrechte zu verteidigen!

Deshalb haben sich bisher über 230 zivilgesellschaftliche Organisationen zusammengeschlossen und laden zwischen dem 27. Oktober und dem 4. Dezember 2022 zu mehr als 140 Veranstaltungen in Stuttgart, Ludwigsburg, Tübingen, Köln und an vielen anderen Orten ein.

Die Reihe "Vom Wert der Menschenrechte" will gemeinsam mit dem Publikum mit Bild, Text und Ton, Theater, Musik und Film der Frage nachgehen, wie, was und ob wir aus der Vergangenheit gelernt haben und welche Schlüsse sich daraus für die Zukunft ziehen lassen. >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=4e18d044f9&e=51d2a34ef5

Termine



** ::  04.12.2022 - 11:00 Uhr - 13:30 Uhr, Theaterhaus Stuttgart: FriedensGala der AnStifter

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Zum Abschluss der "30 Tage im November" findet die jährliche FriedensGala der AnStifter wieder in gewohnter Form statt. Als Laudator für den diesjährigen Preisträger Reporter ohne Grenzen konnte Frank Werneke, Vorsitzenden der Gewerkschaft ver.di, gewonnen werden. Moderiert wird die Gala von Sidar Carman und die Musik steuert Matthias Schriefl bei. Mehr >> https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=80364a48fa&e=51d2a34ef5

Veranstaltungstermine finden sich u.a.:

* Netzwerk Friedenskooperative (https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=1d08f5aac7&e=51d2a34ef5)

* Die AnStifter (https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=f3e46ff793&e=51d2a34ef5)

* Bessere Welt Links. Norbert's Bookmarks für engagierte Leute (https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=f31e55935b&e=51d2a34ef5)

* Plattform Zivile Konfliktbearbeitung (https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=d02cd7ad6e&e=51d2a34ef5)

* .ausgestrahlt Termine (https://lebenshaus-alb.us2.list-manage.com/track/click?u=38051d55d1f126d064e4cd1f4&id=1a337891f7&e=51d2a34ef5)


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Lebenshaus Schwäbische Alb e.V.

Bubenhofenstr. 3

D-72501 Gammertingen

Germany


Info: https://mailchi.mp/57d5da184c1c/lebenshaus-newsletter-vom-27112022?e=51d2a34ef5

27.11.2022

Berlins Ziele in Ankara   Berlin reagiert mit nichtssagenden Floskeln auf die türkischen Luftangriffe auf Syrien und den Irak, legt sich mit Ankara aber mit dem Ziel an, die Russland-Sanktionen durchzusetzen.

GERMAN-FOREIGN-POLICY.com, vom 26.11.22


- Ankara/Berlin/Moskau - Die Bundesregierung reagiert mit allgemeinen Phrasen auf die völkerrechtswidrigen Luftangriffe der Türkei auf Syrien und den Irak und sucht Ankara zur Beihilfe für die westlichen Russland-Sanktionen zu nötigen. Wie ein Regierungssprecher in Berlin gestern vorsichtig mahnte, solle die Türkei bei ihren militärischen Operationen „verhältnismäßig“ agieren. Den Bombardements fielen zahlreiche Zivilisten zum Opfer. Gleichzeitig bereiten sich Berlin und Brüssel darauf vor, mit Hilfe ihres achten Sanktionspakets in ihrem Wirtschaftskrieg gegen Russland einen Keil zwischen Moskau und Ankara zu treiben. Das Paket umfasst extraterritoriale Sanktionsbestimmungen, die es ermöglichen, Lieferungen von Waren aus der EU über die Türkei nach Russland zu unterbinden. Zudem setzt es Ankara mit seinen Bestimmungen für den Preisdeckel auf Erdöl aus Russland unter Druck, die zum 5. Dezember in Kraft treten sollen. Die türkischen Behörden haben sich nun veranlasst gesehen, russische Schiffstransporte durch den Bosporus und die Dardanellen neuen Kontrollen zu unterwerfen. Zugleich liefert die Türkei Öl aus Russland in verarbeiteter Form in die EU – eine Option, das Embargo zu umgehen.


Gespräche über „Terrorismus“

Mit allgemeinen Phrasen reagiert die Bundesregierung auf die völkerrechtswidrigen Luftangriffe der Türkei auf die kurdische Selbstverwaltung in Nordsyrien und auf kurdisch besiedelte Gebiete im Nordirak. Bei den Angriffen waren allein in Nordsyrien mindestens 27 Menschen ums Leben gekommen, darunter mindestens 11 Zivilisten.[1] Ankara suchte den Überfall mit dem Anschlag in Istanbul zu legitimieren, bei dem kürzlich sechs Menschen getötet und mindestens 80 verletzt wurden; während die türkischen Behörden ihn syrischen Kurden in die Schuhe schieben wollen, spricht viel dafür, dass er fingiert wurde. Zu dem Angriff erklärt ein Sprecher der Bundesregierung jetzt nur, man fordere die Türkei auf, „verhältnismäßig zu agieren und dabei das Völkerrecht zu achten“.[2] Innenministerin Nancy Faeser ist unterdessen zu Gesprächen unter anderem über „Terrorismus“ in der Türkei eingetroffen. Die türkische Regierung behauptet, mit ihren Luftangriffen bloß „Terrorismus“ bekämpft zu haben. Faktisch setzt die Bundesregierung mit ihren Stellungnahmen ihre bisherige Praxis fort, den völkerrechtswidrigen Einmarsch der Türkei nach Syrien und die Okkupation syrischen Territoriums einschließlich der Eingliederung einiger Gebiete in türkische Verwaltungsstrukturen umstandslos zu dulden.[3]


Das Russlandgeschäft der Türkei

Berlin hat, was die Türkei betrifft, vor allem anderes im Blick. Das Land hat seinen Handel mit Russland seit dem Beginn des Ukraine-Krieges erheblich gesteigert; belief er sich im Jahr 2021 auf rund 30 Milliarden US-Dollar, so hat er bereits in den ersten zehn Monaten 2022 ein Volumen von rund 60 Milliarden US-Dollar erreicht und wird Schätzungen zufolge im Gesamtjahr auf einen Wert von wohl gut 72 Milliarden US-Dollar in die Höhe schnellen.[4] Dabei dürften die Einfuhren der Türkei aus Russland einen Wert von über 31 Milliarden US-Dollar erreichen, deutlich mehr als im Vorjahr (knapp 26 Milliarden US-Dollar); darin schlägt sich die rasche Ausweitung der Öl- und der Gasimporte nieder. Viel stärker nimmt allerdings der Export der Türkei nach Russland zu, der – die statistischen Angaben variieren je nach Quelle ein wenig – von etwa 7 Milliarden US-Dollar auf wohl mehr als 40 Milliarden US-Dollar steigen wird. Als sicher gilt, dass türkische Hersteller damit einige Lücken füllen, die der Rückzug westlicher Exporteure aus dort Russland gerissen hat. Als wahrscheinlich gilt freilich auch, dass eine ganze Reihe westlicher Produkte, die sanktionsbedingt nicht mehr auf direktem Weg nach Russland geliefert werden dürfen, heute auf dem Umweg etwa über die türkische Schwarzmeerküste dorthin gelangen.


Extraterritoriale EU-Sanktionen

Diese Lieferungen könnten nun ins Visier der EU geraten – auf der Grundlage von deren achtem Sanktionspaket, das sie am 6. Oktober beschlossen hat. Es enthält, wie Spezialisten konstatieren, erstmals ein extraterritoriales Element ganz nach dem Vorbild extraterritorialer US-Sanktionen, die Berlin und die EU bislang stets verurteilt haben. So ist es nun möglich, Personen, denen unterstellt wird, die Russland-Sanktionen der EU zu unterlaufen, auch dann mit Sanktionen zu belegen, wenn sie Bürger eines Drittstaates sind und in diesem leben. Das gilt gleichermaßen für Unternehmen wie für Organisationen.[5] Setzt die EU ihre neuen extraterritorialen Sanktionen tatsächlich durch, dann gerieten vermutlich Teile der Russland-Exporte der Türkei in Gefahr; dies ruft in Ankara aktuell Sorgen hervor.[6] Dabei bleibt bemerkenswert, dass die EU mit dem Schritt ihre bisherige Rechtsposition bricht. So hieß es etwa in einer Entschließung des Europaparlaments vom 6. Oktober 2021, „die exterritoriale Anwendung von Sanktionen“, wie sie etwa die USA praktizierten, sei eine Vorgehensweise, „die gegen das Völkerrecht verstößt“.[7] Wieso diese Feststellung sich nicht ebenso auf extraterritoriale EU-Sanktionen anwenden lassen soll, ist nicht ersichtlich.


Das Embargo umgehen

Zusätzlich gerät die Türkei immer stärker mit Blick auf Russlands Erdölexporte ins Visier Deutschlands und der EU. Auch das hat zum Teil mit dem achten Sanktionspaket zu tun. Die Türkei hat zuletzt nicht nur ihren Rohölimport aus Russland deutlich erhöht, sondern auch ihren Export von Ölprodukten; so wurden laut einer Analyse des Centre for Research on Energy and Clean Air (CREA) im September und Oktober zusammengenommen 85 Prozent mehr Ölprodukte aus der Türkei in die EU und die Vereinigten Staaten exportiert als im Juli und August. Zu den größten Kunden zählten die Häfen im rumänischen Constanța und im lettischen Ventspils.[8] Trifft die naheliegende Vermutung zu, dass türkische Raffinerien zuletzt im großen Stil russisches Öl verarbeitet und weiterverkauft haben, wäre das mit Blick auf das Erdölembargo der EU von Bedeutung. Das Embargo tritt für Rohöl am 5. Dezember in Kraft, für Ölprodukte aber erst am 5. Februar. Faktisch könnte die EU auf dem Umweg über die Türkei also noch zwei Monate länger völlig legal mit russischem Öl beliefert werden. Interessant wäre dann unter anderem, ob sich auch Lettland über Ventspils mit dem in der Türkei weiterverarbeiteten Rohstoff beliefern lassen wird. Lettland ist einer der Staaten, die am härtesten auf Russland-Sanktionen dringen.


Kontrollen am Bosporus

Mit dem achten Sanktionspaket hat eine neue türkische Vorschrift zu tun, die zum 1. Dezember in Kraft tritt. Das Paket sieht vor, dass Transporte russischen Öls per Schiff von Finanzkonzernen aus der EU nur noch finanziert und versichert werden dürfen, wenn der Preis des Öls nicht oberhalb eines von der EU festgesetzten Preisdeckels liegt. Russland hat angekündigt, sich dem Preisdeckel zu widersetzen. Seit Wochen kursieren Berichte, nach denen Russland dabei ist, eine größtmögliche Flotte nicht an westliche Staaten gebundener Öltanker zusammenzustellen, um seine Ölexporte ohne Restriktionen abwickeln zu können. Als ein wunder Punkt gelten Versicherungsleistungen. Bislang wurden sie zu einem weit überwiegenden Teil in Westeuropa erbracht, ganz besonders in London. Zwar unternimmt Moskau alles, um auch diesbezüglich Alternativen aufzutun; doch halten Branchenexperten es für kaum möglich, rechtzeitig zum 5. Dezember in ausreichendem Umfang Abhilfe zu schaffen. Ankara hat jetzt angekündigt, ab dem 1. Dezember müssten alle Öltanker, die den Bosporus und die Dardanellen passieren, explizit nachweisen, dass sie über den erforderlichen Versicherungsschutz verfügen. Das werde, so heißt es, wegen der EU-Sanktionen verlangt.[9] Die Bestimmung ist geeignet, den Druck auf Russland zu erhöhen und die Spannungen zwischen Moskau und Ankara zu vertiefen.


[1] Nick Brauns: Bomben auf Kobani. junge Welt 21.11.2022.
[2] Bundesregierung mahnt Türkei zur Einhaltung der Menschenrechte an. n-tv.de 21.11.2022.
[3] S. dazu Die Invasionsmacht als Partner.
[4] Ben Aris: Russia’s imports recover as trade pivots to the east. intellinews.com 20.11.2022.
[5] Trade Compliance: EU ratchets up the pressure on Russia with robust new sanctions. dwfgroup.com 21.10.2022.
[6] Rainer Hermann: Erdogans riskantes Spiel mit Putin. Frankfurter Allgemeine Zeitung 15.11.2022.
[7] Entschließung des Europäischen Parlaments vom 6. Oktober 2021 zu der Zukunft der Beziehungen zwischen der EU und den USA. 2021/2038(INI).
[8] October monthly update: EU fossil fuel payments to Russia in first fall below pre-invasion level in October. Türkiye provides a new outlet for Russian crude oil. CREA, 16.11.2022.
[9] Alex Longley, Ugur Yilmaz, Ercan Ersoy: Turkey Adds Teeth to Russia Sanctions With Tanker-Insurance Rule. gcaptain.com 17.11.2022.


Info: https://www.pressenza.com/de/2022/11/berlins-ziele-in-ankara

27.11.2022

«Auslandsspionage»: Schweden schränkt Medienfreiheit ein

pressenza.com,  - 27.11.2022, Nachrichten von Pressenza

26.11.22 - INFOsperber


Die Gesetzesänderung erschwert Recherchen über Schwedens Beziehungen mit anderen Staaten oder Organisationen wie der NATO.


Pascal Sigg für die Online-Zeitung Infosperber


Der Reichstag, das schwedische Parlament, änderte am Mittwoch sein Grundgesetz. Neu macht sich strafbar, wer Informationen weitergibt, welche die Beziehung Schwedens zu anderen Nationen oder Organisationen wie UNO oder NATO schwächt. Dies bedeutet: Whistleblower oder Medien sind nicht mehr länger durch die Mitteilungsfreiheit geschützt. Sie könnten nun wegen Auslandsspionage angeklagt werden.


Weil diese Gesetzesänderung das Grundgesetz betrifft, musste ihr der Reichstag zweimal – und zwar vor und nach einer Reichstagswahl – zustimmen. Dies geschah zum ersten Mal 2021. Damals stimmten einzig die Liberalen und die linke Partei Vänsterpartiet dagegen. Am Mittwoch stimmten die Liberalen dafür. Diesmal stellte sich neben der Vänsterpartiet die grüne Miljöpartiet als einzige gegen die Vorlage.


In einem Beitrag in der Tageszeitung Dagens Nyheter stellten sich zehn ExponentInnen der Medienbranche gegen die Gesetzesänderung. Sie warnten davor, dass beispielsweise Recherchen über die Bedingungen der Türkei zur schwedischen NATO-Mitgliedschaft, wie die Aufhebung des Waffenlieferungsembargos, illegal sein könnten. Oder dass sich der Schwede Anders Kompass, der möglicherweise einen internen UN-Bericht über Kindsmisshandlungen französischer Friedenstruppen im Kongo weitergegeben hat, strafbar gemacht hätte. Auch die 2013 veröffentlichten Recherchen über die Unterstützung der schwedischen Regierung beim heimlichen Bau einer Waffenfabrik in Saudi-Arabien wären wohl illegal gewesen.


Der schwedische Meinungsfreiheitsexperte Nils Funcke kritisierte den Parlamentsentscheid im Fernsehsender SVT: Um derartige Grundgesetzänderungen zu machen, bräuchte es ein gut dokumentiertes Bedürfnis. Die Gesetzesänderung sollte sodann nur dieses Bedürfnis feinchirurgisch behandeln. Man sollte keine derart breiten Bestimmungen erlassen.


Tatsächlich macht Schweden gerade Erfahrungen mit Ausslandsspionage und Journalismus. Wie Dagens Nyheter jüngst berichtete, wurden in den letzten Wochen und Monaten wiederholt geflüchtete Exiljournalisten in einer türkischen Zeitung an den Pranger gestellt und inklusive Wohnadresse in Schweden genannt. Worauf Präsident Erdogan in den NATO-Verhandlungen mit Schweden deren Auslieferung verlangte. Viele der betroffenen Personen glauben, dass der türkische Geheimdienst an den Untersuchungen beteiligt ist.


Der Originalartikel kann hier besucht werden

http://www.pressenza.net/?l=de&track=2022/11/auslandsspionage-schweden-schraenkt-medienfreiheit-ein


Info: https://www.pressenza.com/de/2022/11/auslandsspionage-schweden-schraenkt-medienfreiheit-ein


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

27.11.2022

Ukraine Der faschistische Hintergrund der "Holodomor"-Hetze

rf-news.de,  26.11.2022,  18:00 Uhr, Von Rote Fahne

Am heutigen 26. November werden in der Ukraine und vielen weiteren Ländern demagogische Gedenkveranstaltungen an die Hungersnot 1932/33 abgehalten.


Der faschistische Hintergrund der "Holodomor"-Hetze 

Mehr zum Thema im Rote Fahne Magazin 23/22


Zur Ausgabe

Über diese Hungersnot wird seit Jahrzehnten die antikommunistische Gräuelgeschichte verbreitet, es habe sich um einen "Holodomor" gehandelt, Mord durch Hunger, begangen unter der Führung von Stalin in der damals sozialistischen Sowjetunion. Nächsten Mittwoch will der Deutsche Bundestag eine Resolution verabschieden, die diesen angeblichen "Holodomor" als Völkermord "anerkennt". Das könnte bereits eine Anwendung des verschärften § 130 StGB vorbereiten, der die differenzierte Auseinandersetzung über die Zeit des sozialistischen Aufbaus kriminalisiert. Das unterstreicht den antikommunistischen Charakter des Gesetzes, das gestern den Bundestag passierte. Die Bundestagsfraktionen von SPD, Grünen, FDP und CDU/CSU stellten den Antrag an den Bundestag für diese Resolution; einer der Initiatoren war der Grünen-Abgeordnete Robin Wagener. Der Grünen-Politiker Omid Nouripor hatte im Juli bereits einen Vorstoß dafür unternommen.

 

In einem Artikel im Rote Fahne Magazin 23/2022 geht Dieter Klauth dem faschistischen Ursprung der "Holodomor"-Hetze nach. Rote Fahne News dokumentiert den Artikel.


Neue Sumpfblüte des Antikommunismus

Wer verursachte 1932 bis 1933 die Hungersnot in der Ukraine? Eine Neuerscheinung zur Geschichte der Ukraine voller Hetze und Hysterie … Der Überfall von Putins Russland auf die Ukraine hat den Begriff Holodomor wieder ins Bewusstsein gerückt. „Vor 90 Jahren ließ Stalin die Ukraine aushungern, um die Industrialisierung voranzutreiben“, schreibt die Süddeutsche Zeitung am 19. September 2022. Ihre Rezension der Neuerscheinung „Gareth Jones. Chronist der Hungersnot in der Ukraine 1932 – 1933“ von Miroslaw Wlekly beginnt sie also mit gleich zwei Lügen: Eine Absicht, einen Wunsch oder einen Befehl Stalins, die Ukraine auszuhungern, hat es nie gegeben. Noch absurder ist die Behauptung, mittels Hungersnot hätte die Industrialisierung des Landes vorangetrieben werden sollen. Doch dafür kann die Rezensentin Renate Nimtz-Köster immerhin in Anspruch nehmen, eine originelle und neue Falschbehauptung in die Welt gesetzt zu haben.


Geschichtsfälschung

Tatsächlich war die Hungersnot in der Ukraine vor allem Folge der Zerstörungs- und Sabotageakte der Ausbeuterklasse der Kulaken (Großbauern). Diese kämpfte dagegen, dass die Masse der kleinen und mittleren Bauern ihre ökonomische Macht beseitigte und die Landwirtschaft kollektivierte, um zur fortschrittlichen Großproduktion überzugehen. Am 19. Juli 2022 war das bereits auf Rote Fahne News dargelegt worden, als der Grünen-Politiker Omid Nouripour das antikommunistische Gräuelmärchen von Stalins Völkermord erneut erzählte, um die Kriegsstimmung anzuheizen (siehe QR-Code Seite 39). Mit dem nun erschienenen Buch soll einem antikommunistischen Journalisten ein Denkmal gesetzt werden, weil er angeblich „als erster westlicher Augenzeuge den grausamen Tod öffentlich machte“.

 

Jones arbeitete bereits in jungen Jahren als Privatsekretär des britischen Premierministers David Lloyd George. Er unternahm einige Reisen in die Sowjetunion, so 1932 mit Jack Heinz II., dem Erben des noch heute bekannten Ketchup-Imperiums. Danach fuhr er „im Tross von Adolf Hitler nach Frankfurt am Main – der erste ausländische Korrespondent, der Zugang zum neu gewählten Reichskanzler bekam“. (1) Im Frühjahr 1933 bekam er aufgrund seiner Tätigkeit für Lloyd George ein Sondervisum für die Sowjetunion, fuhr von Moskau aus in die Ukraine und verließ den Eisenbahnzug 60 Kilometer vor seinem Reiseziel Charkiw, um zu Fuß das Land zu erkunden.

 

Auf seiner Wanderung hatte er einen Rucksack mit Lebensmitteln dabei, und da er immer wieder auf hungernde und klagende Menschen getroffen sei, wurde er zu einer Art Jesus, indem er eine Neuauflage der wunderbaren Brotvermehrung inszenierte: „Jones schlief auf den Fußböden von Bauernhütten. Er teilte seine Lebensmittel mit den Menschen und hörte ihre Geschichten. … ,Als wir an Gott glaubten, waren wir glücklich und lebten gut. Als sie Gott abschaffen wollten, begann der Hunger.‘“ (2) Schon am 30. März hatte Jones die Sowjetunion „unauffällig“ wieder verlassen und trat in Berlin auf einer Pressekonferenz auf, die der bekannte Nazijournalist Paul Scheffer organisierte.


Faschistischer Ursprung

Ort und Veranstalter gnädig verschweigend, teilt die Süddeutsche ihren Lesern mit, er sei vor „die westliche Presse“ getreten. Damit wird bemäntelt, dass die antisowjetische Hetze über die Hungersnot in der Ukraine bereits damals ein Politikum war und von den Hitlerfaschisten in Zusammenarbeit mit reaktionären ukrainischen Emigranten begonnen wurde. Die profaschistische Hearst-Presse in den USA kurbelte anschließend mit ihr eine geradezu hysterische Kampagne an. Vor allem von den USA wurde die Geschichte dieses Gräuelmärchens auch im Kalten Krieg weitergesponnen.

 

Als 1986 dazu das Buch „Ernte des Todes“ von dem Geheimdienstmitarbeiter und hauptberuflichen Antikommunisten Robert Conquest erschien, folgte dem allerdings ein Jahr später eine gründliche Entlarvung: Der fortschrittliche kanadische Gewerkschaftsaktivist Douglas Tottle veröffentlichte in Toronto „Fraud, Famine and Fascism. The Ukrainian Genocid Myth from Hitler to Harvard“ – „Betrug, Hungersnot und Faschismus. Der Mythos des ukrainischen Völkermord von Hitler bis Harvard“.(3)

 

Tottle deckte das ungeheure Ausmaß der Fälschungen und ihre faschistischen Urheber auf und entlarvte die antikommunistische Zielsetzung. Gareth Jones kam dabei allerdings nicht vor. Der heute zum Helden stilisierte Journalist war nur eine Randfigur, die aktuell für die westliche Propaganda brauchbar ist, weil sie sich nicht durch weitere Verbindungen mit Nazis und Geheimdiensten diskreditierte: Jones wurde 1936 im Alter von 30 Jahren während einer Reise in der Mandschurei von Banditen ermordet. Die Süddeutsche scheut sich nicht, darüber zu behaupten: „Wahrscheinlich vom sowjetischen Geheimdienst“.   

 

Bereits am 19. Juli auf Rote Fahne News - Ukraine: Grünen-Vorsitzender wärmt antikommunistische Geschichtsfälschung wieder auf

                

Quellen & Links

1 Anne Applebaum – „Roter Hunger. Stalins Krieg gegen die Ukraine“, S. 392 2 ebenda, S. 393 – 394 3 Leider existiert von dem Buch des 2003 verstorbenen Tottle bis heute keine deutsche Übersetzung


Info: https://www.rf-news.de/2022/kw47/holodomor-hetze-hat-faschistischen-hintergrund <https://www.rf-news.de/2022/kw47/holodomor-hetze-hat-faschistischen-hintergrund


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

27.11.2022

«Burden of Proof» für Covid-19-Thesen tragen allein Fauci & Co.


Es wird sicherlich zu einer wissenschaftlich gesünderen
Gesellschaft führen, wenn die Beweislast für HIV als
tödlicher Krankheitserreger dorthin zurückkehrt, wo sie
hingehört – zu denjenigen, die behaupten, dass HIV AIDS
verursacht – und es anderen erlaubt wird, alternative
Ansätze im Kampf um die Ausrottung der Krankheit zu verfolgen.
Beverly E. Griffin


Liebe Leserinnen, liebe Leser!


Das Eingangszitat stammt aus einer Rezension des Buches «AIDS: The HIV Myth» des Medizinjournalisten Jad Adamas, die in der weltweit bedeutendsten Wissenschaftszeitschrift Nature im Jahr 1989 veröffentlicht wurde. Das ist äusserst bemerkenswert, denn sowohl in dem Buch als auch in der Buchbesprechung wird zum Teil fundamentale Kritik geübt am offiziellen Narrativ zu HIV/AIDS.

Die Rezension wurde verfasst von Beverly E. Griffin, seinerzeit Direktorin der Abteilung für Virologie am Londoner Hammersmith Hospital – und sie trägt die Headline «Burden of Proof», also «Beweislast».


Überschrift einer Buchrezension, veröffentlicht 1989 von Nature; Quelle: springer.com

Mit dem Thema «burden of proof» sprach Griffin einen Punkt an, der zentral wichtig war, ist und auch immer sein wird – der aber leider immer und immer wieder missachtet oder auch gewissermassen in sein Gegenteil verkehrt wird. Das heisst: Es werden diejenigen von der Beweislast entbunden, denen sie eigentlich obliegt, und denen aufgebürdet, die sie nicht zu tragen haben.

Zugleich geschieht nicht das, was Griffin auch fordert und was ebenfalls von zentraler Bedeutung ist, nämlich es zu «erlauben, alternative Ansätze» vorzutragen. Erlaubt im Sinne von «möglich» war und ist dies natürlich in gewisser Weise schon, doch nicht ohne dass die alternativen Erklärmodelle von allen möglichen Seiten als Scharlatanerie, Leugnung, Verschwörungstheorie usw. schlecht geredet und abgekanzelt werden.

Dieses Verdrehen der Zuständigkeiten und das Mundtotmachen selbst der seriösesten Kritiker hat weitreichende fatale Konsequenzen – und es durchzieht ganz besonders auch die jüngere Geschichte.

Nehmen wir zum Beispiel die Ermordung des US-Präsidenten John F. Kennedy im Jahr 1963. Da ist, wie es auf Wikipedia heisst, die Behauptung, dass eine einzelne Person, und zwar ein gewisser Lee Harvey Oswald, der alleinige Attentäter ist, «bis heute das ‹dominierende Paradigma› zum Kennedy-Mord. Auch die meisten historischen oder politikwissenschaftlichen Darstellungen über Leben und Politik Kennedys folgen ... der Alleintätertheorie.»

Doch gibt es für diese Alleintätertheorie harte Belege? Beileibe nicht. So heisst es sogar auf Wikipedia allen Ernstes, dass «nach dem Berliner Geschichtsprofessor Knud Krakau der Grund dafür, dass Historiographie und seriöse Publizistik dazu neigen, eine Alleintäterschaft Oswalds anzunehmen, der ist, dass ‹alle Alternativen noch weniger überzeugen›.»

Das lässt sich natürlich leicht so nonchalant schwadronieren, Substanz erhält die Alleintätertheorie auch damit nicht. Tatsächlich steht die offizielle Alleintäterhypothese auf extrem wackeligen oder sogar keinen Füssen. Zumal zentral wichtige Akten ja nach wie vor unter Verschluss sind. Und Kritiker der offiziellen Theorie wie Kit Knightly vom Offguardian kritisieren gar, dass die offizielle Theorie einer «59-jährigen Geschichte voller Lügen» gleichkommt:


Quelle: off-guardian.org

Medien, Politik und Gesellschaft wären also ganz klar aufgefordert, es wie folgt zu machen: die Beweislast – die «burden of proof» – den Vertretern der Einzeltäterthese aufzuerlegen. Und so lange diese Einzeltäterthese nicht stichhaltig belegt ist, sollte einzig und allein sie als nicht bewiesen hingestellt werden, während alternative Erklärmodelle explizit zu begrüssen und nicht mit allein der Diffamierung dienenden Begriffen wie «Verschwörungstheorie» zu belegen wären.

Die Beweislast wird aber leider nicht denjenigen auferlegt, die sie zu tragen hätten. Auch bei HIV/AIDS nicht. Auf welch eklatante Weise beim offiziellen HIV/AIDS-Narrativ Beweisnot herrscht, beschreibt Kary Mullis, der 1993 für seine Erfindung der Polymerase Kettenreaktion (PCR) den Chemienobelpreis erhielt, in seinem Aufsatz «The medical establishment vs. the truth» («Das Medizinestablishment gegen die Wahrheit»). Darin schreibt er:

«Als ich 1984 zum ersten Mal hörte, dass Luc Montagnier vom französischen Institut Pasteur und Robert Gallo von den amerikanischen National Institutes of Health unabhängig voneinander entdeckt hatten, dass das Retrovirus HIV .. AIDS verursacht, akzeptierte ich es als eine weitere wissenschaftliche Tatsache … Vier Jahre später arbeitete ich als Berater bei Specialty Labs in Santa Monica. Specialty versuchte, eine Methode zu entwickeln, um mit Hilfe der PCR Retroviren in den Tausenden von Blutspenden nachzuweisen, die das Rote Kreuz täglich erhält. Ich schrieb einen Bericht über unsere Fortschritte für den Projektsponsor und begann mit der Feststellung: ‹HIV ist die wahrscheinliche Ursache von AIDS.›

Ich fragte einen Virologen bei Specialty, wo ich den Nachweis finden könne, dass HIV die Ursache von AIDS sei. ‹Sie brauchen keine Referenz›, sagte er mir. ‹Jeder weiss es.› Ich aber antwortete: ‹Ich würde gerne eine Referenz zitieren.› Ich fühlte mich ein wenig komisch, weil ich die Quelle einer so wichtigen Entdeckung nicht kannte. Alle anderen schienen sie zu kennen …

Doch ich führte eine Computersuche durch. Weder Montagnier, Gallo noch irgendjemand anders hatte Arbeiten veröffentlicht, in denen Experimente beschrieben wurden, die zu dem Schluss führten, dass HIV wahrscheinlich AIDS verursacht … Ich zögerte, zu schreiben ‹HIV ist die wahrscheinliche Ursache von AIDS›, bis ich veröffentlichte Beweise fand, die dies stützen würden …

Ich hatte schliesslich die Gelegenheit, Dr. Montagnier über die Referenz zu befragen … Dies sollte das letzte Mal sein, dass ich meine Frage stellte, ohne Verärgerung zu zeigen. Daraufhin schlug Dr. Montagnier vor: ‹Warum verweisen Sie nicht auf den CDC-Bericht?› ‹Ich habe ihn gelesen›, sagte ich, ‹der sagt aber nichts darüber aus, ob HIV die wahrscheinliche Ursache von AIDS ist oder nicht, oder?›

Montagnier stimmte mir zu. Das war verdammt ärgerlich. Wenn Montagnier die Antwort nicht wusste, wer zum Teufel dann?»

Wer eine gewisse Sensibilität für die Thematik mitbringt, erkennt unschwer die Parallelen zum Narrativ, demzufolge ein Virus namens «SARS-CoV-2» eine angeblich neue Krankheit, der man den Namen «Covid-19» gab, verursachen soll. Auch hier müsste eigentlich von allen Seiten konsequent gefordert werden, dass Anthony Fauci und all die anderen bedeutenden Vertreter der SARS-CoV-2=Covid-19-Hypothese für alle mit ihr im Zusammenhang stehenden wesentlichen Behauptungen handfeste Belege präsentieren.

Leider geschieht auch dies nicht, obgleich keine der Covid-Grundthesen belegt ist – und die Geschichte ist, wie gesagt, übervoll mit Beispielen, die aufzeigen, wie fatal es ist, wenn die «burden of proof» nicht dort platziert wird bzw. «dorthin zurückkehrt, wo sie hingehört», wie Griffin es ausdrückt.

Griffin erwähnt in seiner Rezension des Buches «AIDS: The HIV Myth», die Nature ja 1989 publizierte, auch ein Zitat des österreichischen Philosophen und Wissenschaftstheoretikers Paul Karl Feyerabend. Dieses Zitat hat Griffin aus dem besprochenen Buch selbst, wo es ganz zu Anfang steht Dieses Zitat hat nichts an Aktualität eingebüsst:

«Im Gegensatz zu ihren unmittelbaren Vorgängern hat die Wissenschaft des späten 20. Jahrhunderts alle philosophischen Ansprüche aufgegeben und ist zu einem mächtigen Unternehmen geworden, das die Mentalität seiner Praktiker prägt. Die glorreichsten Errungenschaften der Vergangenheit werden nicht als Instrumente der Aufklärung, sondern als Mittel der Einschüchterung eingesetzt.»

Alles Gute – trotz allem!

Torsten Engelbrecht


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Hinweise:

Gesprächsreihe: Rethinking Corona
Folge: Leben, Tod und Würde

Podiumsgespräch und Diskussion

Datum: Mittwoch, 7. Dezember 2022, 19.00 bis 20.30 Uhr
Ort: Paulus Akademie, Pfingstweidstrasse 28, 8005 Zürich

Kosten:
CHF 30.— (inkl. Umtrunk)
CHF 20.— (inkl. Umtrunk) für Mitglieder Gönnerverein, IV-Bezüger, Studierende, Lernende und mit KulturLegi

Gäste:
– Prof. Dr. Ralf Jox, Arzt und Philosoph, Universität Lausanne, Mitglied der Nationalen Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin
– Prof. Dr. Katja Cattapan, Sanatorium Kilchberg, Psychologin und Psychiaterin
– Domenic Gabathuler, Gemeindeleiter und Seelsorger, Pfarrei St. Stephan Männedorf-Uetikon
– Dr. Kaspar Gerber, Rechtswissenschaftler und Dozent, Kompetenzzentrum MERH der Universität Zürich

Mehr Informationen und Anmeldung hier. Anmeldeschluss: Donnerstag, 1. Dezember 2022

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Berliner Zeitung: Strom wird teils drastisch teurer: Preiserhöhungswelle zum Jahresbeginn Die Energiekrise betrifft auch den Strommarkt – und damit wirklich alle. Immer mehr Versorger wälzen die gestiegenen Großhandelspreise nun auf die Verbraucher ab. → Weiterlesen
Rubikon: Der angestupste Mensch Den Harry-Potter-Romanen können wir entnehmen, welche fatalen Auswirkungen ein Sozialkreditsystem auf unsere Menschlichkeit hat. → Weiterlesen
Spiegel: Kremlchef amüsiert sich über gefälschte Scholz-Rede Russlands Präsident hat sich künstliche Intelligenz vorführen lassen. Gezeigt wurden Fakevideos des Bundeskanzlers. Wladimir Putin nahm das wohlwollend zur Kenntnis. → Weiterlesen
WELT: „Das Gefühl war ganz klar: Machtpolitisch bist du durch. Für Putin zählt nur Power“ Altkanzlerin Angela Merkel sah sich Putin am Ende ihrer Amtszeit machtlos gegenüber, erzählt sie in einem Interview. Außenpolitisch sei sie damals „keinen Millimeter mehr weitergekommen“. → Weiterlesen
Anti-Spiegel: US-Vertreter sagen es ganz offen: Die USA haben den Krieg in der Ukraine gewollt Der US-Botschafter in der Schweiz hat in einem Interview offen zugegeben, dass die USA den Krieg in der Ukraine wissentlich von langer Hand vorbereitet und provoziert haben. → Weiterlesen
tagesschau.de: Armut in Deutschland stark gestiegen Die Armutsquote in Deutschland ist im vergangenen Jahrzehnt weiter gestiegen. Ein Drittel größer wurde der finanzielle Abstand für Haushalte unterhalb der Armutsgrenze. Eine Studie erkennt darin eine Gefahr für die Demokratie. → Weiterlesen
tkp: Weit höhere Übersterblichkeit in Österreich als in „Pandemiejahren“ Im Vergleich zu den „Pandemiejahren“ 2020 und 2021 sind die Sterbefallzahlen in Österreich in diesem Jahr massiv erhöht. Bis Mitte November starben im Jahr 2022 über 120 Menschen mehr als im ersten Covid-Jahr 2020.  → Weiterlesen


Info: https://transition-news.org/den-burden-of-proof-fur-alle-covid-19-thesen-tragen-fauci-co-und-sonst-niemand


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

27.11.2022

Colonel Doug Macgregor /Klaus von Dohnanyi

aus e-mail von Doris Pumphrey, vom 26. November 2022, 19:38 Uhr


/Interview (in Englisch) mit Colonel Doug Macgregor im Video:/*/

/*https://www.youtube.com/watch?v=obi849eRuN4&t=13s 

<https://www.youtube.com/watch?v=obi849eRuN4&t=13s>


*Interview:

Wieso ruft der Chef des US-Generalstabs Mark Milley jetzt zu

Verhandlungen mit Russland auf?


*Eine Stimme der Vernunft (Verhandlungen mit Russland anstreben) kommt

jetzt ausgerechnet aus dem Pentagon, von Joe Bidens oberstem

Militärberater, General Mark Milley. Letzterer machte der Administration

den obigen Vorschlag und holte sich wohl eine Abfuhr – dann brach er das

Schweigegebot und ging, über die New York Times, an die Öffentlichkeit.

Obwohl er damit seine Karriere riskiert, wollte er doch nicht den Dingen

ihren Lauf lassen bis hin zu dem Punkt, an dem die NATO nur die Wahl

hätte, eine Kröte zu schlucken oder nuklear zu eskalieren. Mehr als die

Russen fürchtet er offenbar die Inkompetenz und Hybris der Bidens,

Blinkens, Nulands, Selenskis und Baerbocks dieser Welt. Der ehemalige

Pentagon-Berater Colonel Doug Macgregor versucht im Interview mit dem

US-amerikanischen Journalisten Aaron Maté, unsere Sinne für die

militärische Realität zu schärfen. Von *Redaktion*.

/Hier weiterlesen:/https://www.nachdenkseiten.de/?p=90830



https://www.abendblatt.de/meinung/article236994557/Zu-viel-Blut-ist-geflossen.html

25.11.2022

/

/*Hamburgs Altbürgermeister im Gespräch.

Heute geht es um Wege zum Frieden.

*

*Matthias Iken:* US-Generalstabschef Mark Milley hat vor wenigen Tagen

in Washington erklärt, eine politische Lösung im Ukraine-Krieg sei

wahrscheinlicher als ein ukrainischer Sieg. Lesen Sie darin eine

beginnende amerikanische Kurskorrektur?


*Klaus von Dohnanyi:* Noch keine Kurskorrektur, aber den Beginn einer

unausweichlichen Debatte. Unausweichlich, weil im US-Repräsentantenhaus

die Mehrheiten gewechselt haben: Eine knappe Mehrheit für die

Republikaner bei den Zwischenwahlen wurde zur Schicksalswahl für Europa

und die Ukraine. Denn das Repräsentantenhaus genehmigt die Gelder für

die Kriegsführung, und schon vor einigen Wochen hatte sich dort ein

starker Block gemeldet, der die Begrenzung der Kriegsmittel forderte.


Als ähnliche Stimmen bei den Demokraten ertönten, pfiff man diese zwar

noch zurück: Wahlkampf. Aber jetzt werden auch diese wieder lautstark

werden. Nichts kennzeichnet unsere Abhängigkeit von US-Strategien

brutaler als dieser Zusammenhang: Kurswechsel im Bündnis ohne Debatte

mit den Bündnispartnern!


*Iken: *Steigen die Chancen auf einen Waffenstillstand?


*Dohnanyi: *Verhandlungen für einen Waffenstillstand sind

unausweichlich. Milley hat doch offensichtlich recht: Die kleine Ukraine

kann bei aller Tapferkeit niemals über Russland siegen, außer mit

wachsender Unterstützung der USA. Das aber könnte zum Krieg zwischen

Russland und den USA führen, denn man kann auf Dauer keinen Krieg

führen, ohne Kriegspartei zu sein. Europa, Frankreich und Deutschland

sollten nun eiligst auf politischer und militärischer Ebene in

Washington Anschluss an die von Milley eröffnete Debatte suchen und

diese in die nationalen Parlamente tragen. Dazu brauchen wir

Debattenfreiheit: Fraktionszwang beim Friedensthema wäre undemokratisch!


*Iken: *Wie könnte ein Frieden aussehen?


*Dohnanyi: *Vom Frieden sind wir weit entfernt, zu viele Verbindungen

zwischen Ost und West wurden töricht und mutwillig zerrissen; zu viel

Blut ist geflossen. Aber wir werden dorthin zurückkehren müssen, wo der

Krieg seinen Ursprung hatte: Die Ukraine muss einen Sicherheitsstatus

ohne Nato, und der Donbass muss Autonomie erhalten, möglichst

völkerrechtlich als Teil der Ukraine; Russland muss sich aus den

besetzten Gebieten zurückziehen; Sanktionen wären dann Zug um Zug

aufzuheben.


Denn Frieden ohne Russland ist in Europa nicht möglich, das sollte

wieder zur Devise europäischer und westlicher Politik werden. Wir müssen

umkehren von einem langen, zerstörerischen – und unnötigen Weg.


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

27.11.2022

Weihnachtsrundbrief 2022   Flüchtlingskinder im Libanone. V.

aus e-mail vom 26.11.2022, 14:29 Uhr Rundschreiben 02 | 22


Der Libanon am Abgrund
Die Nachrichten aus dem Libanon stimmen nicht hoffnungsvoll. Der Staatspräsident ist
zurückgetreten, die Regierungsbildung scheiterte seit den Wahlen im Mai immer wieder,
obwohl zugesagte Hilfsgelder erst fließen können, wenn das Land die geforderten Ban-
ken- und Wirtschaftsreformen umgesetzt hat. Die innere politische Zerrissenheit wird
durch die Einflussnahme ausländischer Akteure, sei es des Westens, Saudi-Arabiens oder
des Iran, erheblich verstärkt. Armut, Hunger, Krankheit und Perspektivlosigkeit führen
laut Human Rights Watch (HRW) zu Traumata, Depressionen und Angstzuständen. Die
Menschen werden unfähig, sich auf ihre täglichen Aufgaben zu konzentrieren und sich
angemessen um Familienmitglieder und sich selbst zu kümmern. Selbstverletzungen,
Selbstmorde und tödliche Fluchtversuche nehmen zu. Kassem Aina, der Geschäftsführer
von NISCVT, schreibt in seinem jüngsten Bericht: „Angesichts der Hoffnungslosigkeit
und Verzweiflung riskieren immer mehr Palästinenser ihr Leben und verkaufen ihr ge-
samtes Hab und Gut, um die Kosten für die Schleuser zu decken. Diese Boote erreichen
nie ihr Ziel und in den Lagern wird das verlorene Leben der jungen Menschen betrauert.
Doch „alles ist besser als dieses Leben“ sagen die palästinensischen Flüchtlinge.“ Das
letzte Bootsunglück im September hat fast 100 Tote gefordert. Darunter waren auch
zwei Patenkinder von NISCVT, was uns und vor allem unsere Partner zutiefst erschüttert
hat. Wie viel schlimmer wäre die Situation aber ohne den Beistand von NISCVT für die
Familien in den Flüchtlingslagern?



75 Jahre Nakba, Flucht und Vertreibung der PalästinenserInnen
2023 jährt sich die Nakba (arabisch: Katastrophe) zusammen mit der Staatsgründung
Israels zum 75. Mal. Als Eine-Welt-Verein, der sich für die palästinensischen Flüchtlinge
im Libanon engagiert, betrachten wir es als unsere Pflicht, „bei der Öffentlichkeit in
Deutschland Verständnis zu wecken für die Anliegen und berechtigten Erwartungen
dieser Menschen, für ihre Hoffnung auf eine selbstbestimmte und gerechte Zukunft“,
wie es im Vorwort zu unserer Wanderausstellung „Die Nakba – Flucht und Vertreibung
der Palästinenser 1948“ heißt. Weiter schreiben wir dort: „Die aus der Ermordung von
Millionen Juden im Nationalsozialismus erwachsene deutsche Schuld hat dazu geführt,
dass Gesellschaft, Politik und Medien ganz überwiegend das israelische Verständnis
dieses Zeitabschnitts verinnerlicht haben. Dadurch wurde der Blick auf das Leid des
palästinensischen Volkes verstellt. Die Thematisierung der Flucht und Vertreibung die-
ser Menschen, erst recht ihrer Forderungen nach Rückkehr und Entschädigung, gilt bis
heute vielfach als Tabubruch. Wir sind aber überzeugt, dass ohne die Kenntnis und
ohne eine gebührende Anerkennung dieser Seite des Konflikts, Aussöhnung, Gerech-
tigkeit und Frieden im Nahen Osten keine Chance haben werden.“ Wir hoffen, dass in
2023 wie schon in den zurückliegenden 15 Jahren seit Erstellung der Ausstellung viele
Veranstalter den Mut finden werden, die Nakba-Ausstellung zu präsentieren! Alle Infor-
mationen zur Ausstellung finden Sie unter https://www.lib-hilfe.de/infos_ausstellung.
html. Vielleicht können auch Sie dazu beitragen, dass sich das Wissen um die Nakba
in 2023 verbreitet? Lesen und verschenken Sie den Nakba-Katalog (3,-€ + Versandko-
sten)! Kontakt für alle Fragen: info@lib-hilfe.de.


Bis heute ist die Identität der PalästinenserInnen von den traumatischen Erfahrungen
ihrer Flucht und Vertreibung aus dem heutigen Staat Israel zutiefst geprägt. Mit Aus-
zügen aus der Familiengeschichte eines palästinensischen Flüchtlings aus dem Flücht-
lingslager Bourj Al-Schemali im Südlibanon möchten wir das anschaulicher machen:
Hajj Abu Mohammad erzählt im dortigen Al-Houle-Begegnungszentrum für Ältere von
seinen Erinnerungen an seinen Heimatort Saffuriye im heutigen Israel. Nördlich von
Nazareth gelegen hätte Saffuriye zum vom UN-Teilungsplan vorgesehenen arabischen
Staat gehören sollen, wurde aber entgegen dem UN-Beschluss Teil des israelischen
Staates. Der damals gut 5.000 Einwohner umfassende Ort wurde am 15. Juli 1948
von der israelischen Armee angegriffen, erobert und seine EinwohnerInnen vertrieben.
„Als Hajj Abu Mohammad von den Flugzeugen erzählte, die das Dorf angriffen, war
er erschüttert und sein Gesicht veränderte sich, als ob er die schreckliche Szene noch
einmal erlebte und die Schreie der Dorfbewohner hörte, der Kinder, Frauen und älteren
Menschen, die aus dem Dorf rannten und riefen: Wir werden unter den Olivenbäumen
bleiben, bis die Bombardierung aufhört und dann ins Dorf zurückkehren. Bis zum Mor-
gengrauen hatten die israelischen Brigaden das Dorf besetzt. „Was kann ein Gewehr
gegen einen Panzer und ein Flugzeug ausrichten?“ fragte Abu Mohammad gequält.
„Einige Leute verließen das Dorf mit den Urkunden für ihr Land, ein paar Sachen und
Kleidern. Sogar die Kühe und das Vieh ließen wir zurück, weil wir dachten, dass wir am
nächsten Morgen zurückkommen würden. Saffuriye war verloren; unsere Nakba wurde
Wirklichkeit. Das ist passiert, die Menschen wurden vertrieben und obdachlos.“
Hajj Abu Mohammad hat eine große Leidenschaft für sein Land. Als Kind begleitete
er seinen Vater auf dem Bauernhof und auf den Markt in Nazareth, um Gemüse und
Obst zu verkaufen. „Es gab viele Granatapfelbäume; früher wurden auch Zitrusfrüchte
gepflanzt. Wir hatten Maulbeerbäume mit großen Früchten sowie Pflaumen- und Apri-
kosenbäume, die für den Eigenbedarf bestimmt waren. Vor der Nakba pflügten sie das
Land mit Kühen. Sie pflügten Al-Batuf, eine große Ebene, auf der die Bewohner von
Saffuriye alle Arten von Gemüse anbauten: Gerste, Weizen, Linsen, Karotten, Melonen
und insbesondere weißen Mais.“ Gefragt, ob er nach Palästina zurückkehren möchte,
antwortet er: “Nur zurückkehren? Ich möchte sogar dort begraben werden. Wer liebt es
nicht, in seine Heimat zurückzukehren? Hier werden wir nicht respektiert... Das ist kein
Leben, die Generation der Nakba wurde gedemütigt und sie hat gelitten.“


Installation der israelischen Friedensgruppe Zochrot:
lebensgroßes Foto eines im Libanon lebenden
Palästinensers in dessen Heimatort
Al-Ras Al-Ahmar in Israel

27.11.2022

The poster invitation for the Swiss event with Kernpunkte



Screenshot_2022_11_27_at_18_10_36_EN_KERNPUNKTE_KONGRESS_PLAKAT_Kopie_EN_KERNPUNKTE_KONGRESS_PLAKAT_Kopie.pdf

unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

26.11.2022

John Mearsheimer on Putin’s Ambitions After Nine Months of War

#newyorker.com, vom November 17, 2022

The realist political scientist explains why Russia’s move to annex four Ukrainian provinces isn’t imperialism.



“What motivates him is fear of Ukraine becoming a part of NATO,” John Mearsheimer says, of Vladimir Putin. (Bildunterschrift)


Zitat: Back in February, a few days after Russia launched its war in Ukraine, I spoke with the political scientist John Mearsheimer. A longtime observer of U.S. foreign policy—on which he has tended to cast a skeptical eye—Mearsheimer largely blamed Putin’s invasion on the West, arguing that, by expanding NATO, the West had cornered Russia, and made a conflict with Ukraine much more likely. Mearsheimer, a dedicated realist, had been making a version of this argument for some time. In 2014, when Putin annexed Crimea and offered support to separatists in Eastern Ukraine, Mearsheimer said that it was predominantly the fault of Europe and the United States. This June, a couple of months after our first conversation, against the backdrop of a war that was dragging on with increasing brutality, Mearsheimer said in a speech, “The United States is principally responsible for causing the Ukraine crisis.”


Zitat: Im Februar, wenige Tage nachdem Russland seinen Krieg in der Ukraine begonnen hatte, sprach ich mit dem Politikwissenschaftler John Mearsheimer. Als langjähriger Beobachter der US-Außenpolitik, die er eher skeptisch betrachtet, gab Mearsheimer dem Westen weitgehend die Schuld an Putins Invasion und argumentierte, dass der Westen Russland durch die Erweiterung der NATO in die Enge getrieben und einen Konflikt mit der Ukraine viel wahrscheinlicher gemacht habe. Mearsheimer, ein überzeugter Realist, hatte eine Version dieses Arguments schon seit einiger Zeit vorgebracht. Im Jahr 2014, als Putin die Krim annektierte und Separatisten in der Ostukraine unterstützte, sagte Mearsheimer, dass dies hauptsächlich die Schuld Europas und der Vereinigten Staaten sei. Im Juni dieses Jahres, einige Monate nach unserem ersten Gespräch, sagte Mearsheimer vor dem Hintergrund eines sich mit zunehmender Brutalität hinziehenden Krieges in einer Rede: "Die Vereinigten Staaten sind in erster Linie für die Verursachung der Ukraine-Krise verantwortlich."


Recently, Mearsheimer and I spoke by phone again. He had just returned from a trip to Hungary, where he met with Prime Minister Viktor Orbán, an ally of Putin. (Mearsheimer is the author of multiple books, perhaps most famously “The Israel Lobby and U.S. Foreign Policy,” which he co-wrote with Stephen Walt.) During our conversation, which has been edited for length and clarity, we discussed why he thinks Putin told the truth about his motives for invading Ukraine, why he doesn’t believe Putin is trying to recreate the Russian imperial era, and why he doesn’t want to discuss his meeting with Orbán.


Vor kurzem haben Mearsheimer und ich wieder miteinander telefoniert. Er war gerade von einer Reise nach Ungarn zurückgekehrt, wo er mit Premierminister Viktor Orbán, einem Verbündeten Putins, zusammentraf. (Mearsheimer ist Autor mehrerer Bücher, am bekanntesten vielleicht "The Israel Lobby and U.S. Foreign Policy", das er gemeinsam mit Stephen Walt verfasst hat.) Während unseres Gesprächs, das aus Gründen der Länge und Klarheit gekürzt wurde, sprachen wir darüber, warum er glaubt, dass Putin die Wahrheit über seine Motive für den Einmarsch in die Ukraine gesagt hat, warum er nicht glaubt, dass Putin versucht, die russische imperiale Ära wiederherzustellen, und warum er nicht über sein Treffen mit Orbán sprechen möchte.


How was the Hungary trip?

It was actually fascinating. I learned a great deal. I was there for five days, Monday to Friday. I had a three-hour meeting with Viktor Orbán.


Wie war die Reise nach Ungarn?
Sie war wirklich faszinierend. Ich habe sehr viel gelernt. Ich war dort fünf Tage lang, von Montag bis Freitag. Ich hatte ein dreistündiges Treffen mit Viktor Orbán.


I’ve heard of him.

Yeah. And I had a one-hour meeting with the President of Hungary.


Ich habe schon von ihm gehört.
Ja, ich habe von ihm gehört. Und ich hatte ein einstündiges Treffen mit dem Präsidenten von Ungarn.


Let’s just start with other stuff, and then I can ask you about that. Since the last time we talked, what in your view has changed or stayed the same about the way you see the war in Ukraine?

It has become clear that the Russians are having difficulties defeating the Ukrainians, in ways that most people didn’t anticipate back when we first talked. What also changed is that the war has escalated and the Russians are behaving more ruthlessly towards the Ukrainians than they were initially. That the Russians are now tearing apart the electric grid, which is causing immense human suffering and doing grave economic damage to Ukraine, is evidence of this.


Lassen Sie uns einfach mit anderen Dingen beginnen, und dann kann ich Sie dazu befragen. Was hat sich Ihrer Meinung nach seit unserem letzten Gespräch in Bezug auf die Art und Weise, wie Sie den Krieg in der Ukraine sehen, geändert oder ist gleich geblieben?
Es ist klar geworden, dass die Russen Schwierigkeiten haben, die Ukrainer zu besiegen, und zwar auf eine Art und Weise, die die meisten Menschen nicht erwartet hatten, als wir das erste Mal miteinander sprachen. Was sich ebenfalls geändert hat, ist, dass der Krieg eskaliert ist und die Russen sich gegenüber den Ukrainern rücksichtsloser verhalten als ursprünglich. Die Tatsache, dass die Russen jetzt das Stromnetz zerstören, was unermessliches menschliches Leid verursacht und der Ukraine großen wirtschaftlichen Schaden zufügt, ist ein Beweis dafür.


Why do you think the Russians are being so brutal?

I think the Russians want to win the war, and to win the war you invariably look for ways to escalate, to gain advantage over the other side.


Warum, glauben Sie, gehen die Russen so brutal vor?
Ich denke, die Russen wollen den Krieg gewinnen, und um den Krieg zu gewinnen, sucht man immer nach Möglichkeiten der Eskalation, um sich einen Vorteil gegenüber der anderen Seite zu verschaffen.


What do you think a Russian victory looks like to the Russians at this point?

I think their goal is to conquer and control those four oblasts that they have annexed, and to make sure that the Ukrainian rump state that is left is neutral and is not associated with NATO in any formal or informal way.


Wie sieht Ihrer Meinung nach ein russischer Sieg für die Russen zum jetzigen Zeitpunkt aus?
Ich denke, ihr Ziel ist es, die vier von ihnen annektierten Oblaste zu erobern und zu kontrollieren und sicherzustellen, dass der verbleibende ukrainische Rumpfstaat neutral ist und weder formell noch informell mit der NATO verbunden ist.


When we last talked, you told me, “My argument is that [Putin is] not going to re-create the Soviet Union or try to build a greater Russia, that he’s not interested in conquering and integrating Ukraine into Russia. It’s very important to understand that we invented this story that Putin is highly aggressive and he’s principally responsible for this crisis in Ukraine.” How do you think that argument holds up?

I think it’s still true. What we were talking about back in February was whether or not he was interested in conquering all of Ukraine, occupying it, and then integrating into a greater Russia. And I do not think he’s interested in doing that now. What he is interested in doing now that he was not interested in doing when we talked is integrating those four oblasts in the eastern part of Ukraine into Russia. I think there’s no question that his goals have escalated since the war started on February 24th, but not to the point where he’s interested in conquering all of Ukraine. But he is interested for sure in conquering a part of Ukraine and incorporating that part into Russia.


Als wir das letzte Mal miteinander sprachen, sagten Sie mir: "Mein Argument ist, dass [Putin] nicht vorhat, die Sowjetunion neu zu erschaffen oder zu versuchen, ein größeres Russland aufzubauen, dass er nicht daran interessiert ist, die Ukraine zu erobern und in Russland zu integrieren. Es ist sehr wichtig zu verstehen, dass wir die Geschichte erfunden haben, dass Putin hochaggressiv ist und die Hauptverantwortung für diese Krise in der Ukraine trägt. Was meinen Sie, wie stichhaltig dieses Argument ist?
Ich denke, es ist immer noch wahr. Wir haben im Februar darüber gesprochen, ob er daran interessiert ist, die gesamte Ukraine zu erobern, sie zu besetzen und dann in ein größeres Russland zu integrieren oder nicht. Und ich glaube nicht, dass er jetzt daran interessiert ist, das zu tun. Woran er jetzt interessiert ist, und woran er nicht interessiert war, als wir uns unterhielten, ist die Eingliederung dieser vier Oblaste im Osten der Ukraine in Russland. Ich denke, es steht außer Frage, dass seine Ziele seit Beginn des Krieges am 24. Februar eskaliert sind, aber nicht so weit, dass er an der Eroberung der gesamten Ukraine interessiert ist. Aber er ist mit Sicherheit daran interessiert, einen Teil der Ukraine zu erobern und diesen Teil in Russland einzugliedern.


Given that he is interested in integrating into Russia the parts of Ukraine that he’s conquered successfully, does that suggest that if the war had gone better for him and he’d been able to conquer more of Ukraine that he would’ve been interested in integrating those parts too?

It’s possible. It’s hard to say. I think he probably would’ve gone to Odesa and incorporated all of Ukraine that runs along the Black Sea up to Odesa into Russia. Whether he would’ve gone beyond that, it’s hard to say.


Da er daran interessiert ist, die Teile der Ukraine, die er erfolgreich erobert hat, in Russland zu integrieren, bedeutet das, dass er, wenn der Krieg für ihn besser verlaufen wäre und er mehr Teile der Ukraine hätte erobern können, auch an der Integration dieser Teile interessiert gewesen wäre?
Das ist möglich. Das ist schwer zu sagen. Ich denke, er wäre wahrscheinlich nach Odesa gegangen und hätte die gesamte Ukraine, die entlang des Schwarzen Meeres bis nach Odesa verläuft, Russland einverleibt. Ob er darüber hinaus gegangen wäre, ist schwer zu sage
n.


There was a recent article in the Times about the liberation of Kherson. In occupied Kherson, students were forced to sing the Russian national anthem. Bills had to be paid in rubles. You could be arrested for speaking Ukrainian. Students were even told that they were Russian, not Ukrainian. It seems that he is very interested in incorporating these areas.

I think that’s true. He said that Kherson is one of the four oblasts that is now part of Russia. The Russians, in fact, have annexed it. They don’t control all of it. They certainly don’t control the city of Kherson today, but they have said that they’re going to come back and take it.


Vor kurzem erschien in der Times ein Artikel über die Befreiung von Cherson. Im besetzten Cherson wurden die Studenten gezwungen, die russische Nationalhymne zu singen. Rechnungen mussten in Rubel bezahlt werden. Man konnte verhaftet werden, wenn man Ukrainisch sprach. Den Studenten wurde sogar gesagt, sie seien Russen und keine Ukrainer. Es scheint, dass er sehr daran interessiert ist, diese Bereiche einzubeziehen.
Ich glaube, das ist wahr. Er sagte, dass Cherson eine der vier Oblaste ist, die jetzt Teil Russlands sind. Die Russen haben es tatsächlich annektiert. Sie kontrollieren nicht das ganze Gebiet. Die Stadt Cherson kontrollieren sie heute sicherlich nicht, aber sie haben gesagt, dass sie zurückkommen und sie einnehmen werden.


You also said to me, back in February, “The argument that the foreign-policy establishment in the United States, and in the West more generally, has invented revolves around the claim that [Putin] is interested in creating a greater Russia.” Do you think that that’s something he’s more interested in now?

No, I’ve thought from the beginning that this conflict is all about balance-of-power politics. The conventional wisdom in the United States is that it’s not about balance-of-power politics, and, in fact, Putin is an imperialist who is interested in conquering Ukraine for the purpose of making it part of a greater Russia. I don’t think that is the case. I don’t think he had or has imperial ambitions. What motivates him is fear of Ukraine becoming a part of NATO.


Im Februar sagten Sie zu mir: "Das Argument, das das außenpolitische Establishment in den Vereinigten Staaten und im Westen im Allgemeinen erfunden hat, dreht sich um die Behauptung, dass [Putin] an der Schaffung eines größeren Russlands interessiert ist." Glauben Sie, dass er jetzt mehr daran interessiert ist?
Nein, ich war von Anfang an der Meinung, dass es in diesem Konflikt nur um das Gleichgewicht der Kräfte geht. Die gängige Meinung in den Vereinigten Staaten ist, dass es nicht um das Gleichgewicht der Mächte geht, sondern dass Putin in Wirklichkeit ein Imperialist ist, der die Ukraine erobern will, um sie zu einem Teil eines größeren Russlands zu machen. Ich glaube nicht, dass dies der Fall ist. Ich glaube nicht, dass er imperiale Ambitionen hatte oder hat. Was ihn motiviert, ist die Angst, dass die Ukraine Teil der NATO wird.


Do you think there’s a reason Putin himself has been talking about this in terms of imperial ambitions? He talked about Peter the Great. “What was [Peter] doing?” Putin asked. “Taking back and reinforcing. That’s what he did.” He then said, “And it looks like it fell on us to take back and reinforce as well,” in terms of returning land to Russia. How do you view those comments?

He did not make any comments of those sorts before February 24th. And the only such comment he has made since February 24th is the Peter the Great comment. I don’t think that’s indicative that he is interested in conquering all of Ukraine and making it part of the greater Russia. He has never said that. What he’s interested in doing is conquering those four oblasts in the eastern part of Ukraine. And he was not interested in conquering those four oblasts before the war started. It was only after the war started.


Glauben Sie, dass es einen Grund dafür gibt, dass Putin selbst von imperialen Ambitionen gesprochen hat? Er sprach über Peter den Großen. "Was hat [Peter] gemacht?" fragte Putin. "Zurückerobern und verstärken. Das ist es, was er tat." Dann sagte er: "Und es sieht so aus, als ob es uns obliegt, das Land zurückzuerobern und zu verstärken", im Sinne der Rückgabe von Land an Russland. Was halten Sie von diesen Äußerungen?

Vor dem 24. Februar hat er sich nicht in dieser Weise geäußert. Und die einzige Bemerkung dieser Art, die er seit dem 24. Februar gemacht hat, ist die Bemerkung über Peter den Großen. Ich denke nicht, dass das ein Hinweis darauf ist, dass er daran interessiert ist, die gesamte Ukraine zu erobern und sie zu einem Teil des großen Russlands zu machen. Das hat er nie gesagt. Was ihn interessiert, ist die Eroberung der vier Oblaste im östlichen Teil der Ukraine. Und er war nicht an der Eroberung dieser vier Oblaste interessiert, bevor der Krieg begann. Das war erst nach Kriegsbeginn.


We know that?

Yes.


Kennen wir das?
Ja.


Oh, O.K.

There’s no evidence that he was interested in conquering those four oblasts. The war started on February 24th. On February 21st, he gave a famous speech—this is three days before the war started—where he recognized the two oblasts in the Donbas. This is Donetsk and Lugansk. He recognized them as independent republics. So he was not interested in conquering that territory.


Oh, o.k.

Es gibt keinen Beweis dafür, dass er an der Eroberung dieser vier Oblaste interessiert war. Der Krieg begann am 24. Februar. Am 21. Februar hielt er eine berühmte Rede - drei Tage vor Kriegsbeginn -, in der er die beiden Oblaste im Donbas anerkannte. Das sind Donezk und Lugansk. Er erkannte sie als unabhängige Republiken an. Er war also nicht an der Eroberung dieses Gebiets interessiert.


He was forced into invading them?

Well, I think that what happened was, on February 24th, they invaded Ukraine. And what invariably happens when a war starts is that not only do goals escalate but the means of waging the war escalate. In terms of the goals escalating, what happened here was he decided at some point that these four oblasts would become part of Russia.


Wurde er gezwungen, dort einzumarschieren?
Nun, ich glaube, dass sie am 24. Februar in die Ukraine einmarschiert sind. Und was immer passiert, wenn ein Krieg beginnt, ist, dass nicht nur die Ziele eskalieren, sondern auch die Mittel, um den Krieg zu führen, eskalieren. Was die Eskalation der Ziele anbelangt, so hat er irgendwann beschlossen, dass diese vier Oblaste Teil Russlands werden sollen.


There was an argument about what Putin’s aims were, whether they were primarily imperialabout taking more land and integrating it into Russiaor whether they were about NATO expansion. And then the war starts, and, at least in the areas that he’s conquered, he seems to be pursuing the former goal. It feels a little unprovable to say, well, he’s only doing that now, not because the people saying so initially were right.

Well, first of all, there’s no evidence that he had imperial ambitions before the war. He would have had to say that it was desirable. There would have to be evidence that he had said that it was desirable to conquer Ukraine and incorporate it into Russia. There would have to be evidence that he had said it was feasible. And there would have to be evidence that he had said that that was what he was doing. And there is no evidence to support any of those.


Es gab einen Streit darüber, was Putins Ziele waren, ob sie in erster Linie imperialer Natur waren - es ging darum, mehr Land zu erobern und es in Russland einzugliedern - oder ob es um die Erweiterung der NATO ging. Und dann beginnt der Krieg, und zumindest in den Gebieten, die er erobert hat, scheint er das erste Ziel zu verfolgen. Es scheint ein wenig unbeweisbar zu sein, wenn man sagt, dass er das erst jetzt tut und nicht, weil die Leute, die das anfangs sagten, Recht hatten.
Nun, zunächst einmal gibt es keinen Beweis dafür, dass er vor dem Krieg imperiale Ambitionen hatte. Er hätte sagen müssen, dass dies wünschenswert ist. Es hätte Beweise dafür geben müssen, dass er gesagt hat, es sei wünschenswert, die Ukraine zu erobern und sie Russland einzuverleiben. Es müsste Beweise dafür geben, dass er gesagt hat, es sei machbar. Und es müsste Beweise dafür geben, dass er gesagt hat, dass er genau das tun würde. Und es gibt keine Beweise für irgendetwas davon.


Why would him saying one thing or the other before the war count as evidence necessarily?

Well—


Warum sollte die eine oder andere Aussage von ihm vor dem Krieg unbedingt als Beweis gelten?
Nun-


Russia meddled in the 2016 Presidential election, but Putin says they didn’t. So what does that prove or not?

All we can do is base our judgment on what his intentions were on the available evidence.


Russland hat sich in die Präsidentschaftswahlen 2016 eingemischt, aber Putin sagt, dass es das nicht getan hat. Was beweist das nun oder nicht?

Wir können nur anhand der vorliegenden Beweise beurteilen, was seine Absichten waren
.


So, not on what happened but what he said before the war?

Yes. It may be that thirty years from now we unlock the archives and discover that there is massive evidence that he was an imperialist at heart. That is possible, but we do not have any evidence of that sort at this point in time. We have a huge amount of evidence that it was NATO expansion and the more general policy of making Ukraine a western bulwark on Russia’s border that motivated him to attack on February 24th.


Es geht also nicht darum, was passiert ist, sondern was er vor dem Krieg gesagt hat?
Ja. Es kann sein, dass wir in dreißig Jahren die Archive öffnen und entdecken, dass es massive Beweise dafür gibt, dass er im Herzen ein Imperialist war. Das ist möglich, aber zum jetzigen Zeitpunkt haben wir keine Beweise dieser Art. Wir haben zahlreiche Beweise dafür, dass es die NATO-Erweiterung und die allgemeine Politik, die Ukraine zu einem westlichen Bollwerk an der Grenze Russlands zu machen, waren, die ihn zu dem Angriff am 24. Februar motivierten.


He has said that Russians and Ukrainians are one people. He said that before the war.

He said that in a famous article that he wrote on July 12, 2021. But in that same article, he made it very clear that he recognized Ukrainian nationalism, that he recognized that Ukraine was a sovereign state. There is no evidence in there that he was bent on conquering Ukraine and incorporating it into a greater Russia.


Er hat gesagt, dass Russen und Ukrainer ein Volk sind. Das hat er vor dem Krieg gesagt.
Er sagte dies in einem berühmten Artikel, den er am 12. Juli 2021 schrieb. Aber in demselben Artikel machte er sehr deutlich, dass er den ukrainischen Nationalismus anerkennt, dass er anerkennt, dass die Ukraine ein souveräner Staat ist. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass er die Ukraine erobern und einem größeren Russland einverleiben wollte
.


Before he violated Ukrainian sovereignty, he respected Ukrainian sovereignty, because he said he did?

I’m just telling you what he said in the July 12, 2021, article that he wrote, the famous article.


Bevor er die ukrainische Souveränität verletzte, respektierte er die ukrainische Souveränität, weil er sagte, dass er das tat?
Ich sage Ihnen nur, was er in dem berühmten Artikel vom 12. Juli 2021 gesagt hat, den er geschrieben hat.


I just meant that if he’s saying that he respects Ukrainian sovereignty and then he invades Ukraine, it makes me wonder if we should believe him when he says he respects its sovereignty. I don’t know.

I have another point to make that’s really important. What we’ve been talking about are Russian intentions, and in particular, Putin’s intentions. What did he intend to do? We also have to look at capabilities. The Russians did not have the military capability to conquer all of Ukraine. At most, a hundred and ninety thousand Russian troops went into Ukraine. There is no way a hundred and ninety thousand Russian troops could come close to conquering and occupying all of Ukraine.


Ich meinte nur, wenn er sagt, dass er die ukrainische Souveränität respektiert, und dann in die Ukraine einmarschiert, dann frage ich mich, ob wir ihm glauben sollten, wenn er sagt, dass er die Souveränität der Ukraine respektiert. Ich weiß es nicht.
Ich möchte noch einen anderen, wirklich wichtigen Punkt ansprechen. Wir haben über die Absichten Russlands gesprochen, insbesondere über die Absichten Putins. Was beabsichtigt er zu tun? Wir müssen uns auch die Fähigkeiten ansehen. Die Russen hatten nicht die militärischen Möglichkeiten, die gesamte Ukraine zu erobern. Höchstens einhundertneunzigtausend russische Truppen sind in die Ukraine gegangen. Es ist unmöglich, dass hundertneunzigtausend russische Truppen auch nur annähernd die gesamte Ukraine erobern und besetzen könnten.


You could say that Donald Rumsfeld wanted to invade Iraq in 2003 with a force that wasn’t big enough to control Iraq. But that doesn’t mean that Donald Rumsfeld wasn’t leading a military that wanted to take Iraq from Saddam Hussein and subdue it, right? Just because he turned out to be wrong doesn’t necessarily say anything about his intentions, right?

The United States was not interested in conquering, occupying, and integrating Iraq into a greater United States.


Man könnte sagen, dass Donald Rumsfeld 2003 mit einer Truppe in den Irak einmarschieren wollte, die nicht groß genug war, um den Irak zu kontrollieren. Aber das heißt nicht, dass Donald Rumsfeld nicht ein Militär anführte, das den Irak von Saddam Hussein übernehmen und unterwerfen wollte, oder? Nur weil er sich geirrt hat, sagt das nicht unbedingt etwas über seine Absichten aus, oder?
Die Vereinigten Staaten waren nicht daran interessiert, den Irak zu erobern, zu besetzen und in die Vereinigten Staaten zu integrieren.


I wasn’t making that point. I was just saying that you can’t necessarily tell intent by erroneous military strategy. That’s all.

I think you can look at the capabilities of a particular state, the military capabilities of a particular state, and that tells you a lot about what they can and cannot do. And I do not think that a Russian army of approximately a hundred and ninety thousand soldiers is capable of conquering all of Ukraine. If you look at the operation itself on February 24th, they made no attempt to conquer all of Ukraine. Nothing close to that, because they didn’t have the capability.


Das habe ich nicht behauptet. Ich habe nur gesagt, dass man aus einer fehlerhaften Militärstrategie nicht unbedingt auf die Absicht schließen kann. Das ist alles.
Ich denke, man kann sich die Fähigkeiten eines bestimmten Staates ansehen, die militärischen Fähigkeiten eines bestimmten Staates, und das sagt eine Menge darüber aus, was er tun kann und was nicht. Und ich glaube nicht, dass eine russische Armee von etwa hundertneunzigtausend Soldaten in der Lage ist, die gesamte Ukraine zu erobern. Wenn man sich die Operation am 24. Februar ansieht, so haben sie nicht versucht, die gesamte Ukraine zu erobern. Nicht einmal annähernd, denn dazu waren sie nicht in der Lage.


So, it was to take the capital, but not the whole country?

Absolutely. I mean, there’s no question that he went after Kyiv. It doesn’t look like he was interested in conquering Kyiv. It looks like he was interested in threatening Kyiv for the purpose of coercing the government to change its policy on membership in NATO.


Es ging also darum, die Hauptstadt einzunehmen, aber nicht das ganze Land?
Ganz genau. Ich meine, es steht außer Frage, dass er es auf Kiew abgesehen hatte. Es sieht nicht so aus, als wäre er an der Eroberung Kiews interessiert. Es sieht so aus, als wäre er daran interessiert, Kiew zu bedrohen, um die Regierung zu zwingen, ihre Politik in Bezug auf die NATO-Mitgliedschaft zu ändern.


You gave a speech about all this and said, “One might argue that Putin was lying about his motives, that he was attempting to disguise his imperial ambitions. As it turns out, I have written a book about lying in international politics—‘Why Leaders Lie: The Truth about Lying in International Politics’—and it is clear to me that Putin was not lying.” What is it about your study of leaders and lying that makes you think Putin was not lying?

Well, first of all, leaders don’t lie to each other very often. One of the central findings in my book is that leaders lie more often to their domestic audiences than they do to international audiences, or to other foreign leaders. And the idea that Putin would have devised this massive deception campaign where he consistently lied about what the reason was for going to war would’ve been unprecedented in history. There’s just simply no other case that even comes close to any leader lying time after time for purposes of fooling the other side.


Sie hielten eine Rede über all dies und sagten: "Man könnte argumentieren, dass Putin über seine Motive gelogen hat, dass er versucht hat, seine imperialen Ambitionen zu verschleiern. Wie sich herausstellt, habe ich ein Buch über Lügen in der internationalen Politik geschrieben - 'Why Leaders Lie: The Truth about Lying in International Politics' - und es ist für mich klar, dass Putin nicht gelogen hat." Was hat Ihre Studie über Staatsoberhäupter und Lügen damit zu tun, dass Sie glauben, Putin habe nicht gelogen?
Nun, zunächst einmal lügen sich Staatsoberhäupter nicht sehr oft gegenseitig an. Eine der zentralen Erkenntnisse meines Buches ist, dass Staatsoberhäupter häufiger vor ihrem heimischen Publikum lügen als vor einem internationalen Publikum oder vor anderen ausländischen Staatsoberhäuptern. Und die Vorstellung, dass Putin diese massive Täuschungskampagne geplant hätte, bei der er konsequent über den Grund für den Kriegseintritt gelogen hätte, wäre in der Geschichte beispiellos gewesen. Es gibt einfach keinen anderen Fall, der auch nur annähernd damit vergleichbar ist, dass ein Staatsoberhaupt immer wieder lügt, um die andere Seite zu täuschen.


Would Munich be an example of a leader lying?

Munich was a single case. I mean, there’s no question that Hitler lied at Munich, and one can point to one or two other instances where Hitler lied.


Wäre München ein Beispiel dafür, dass ein Führer lügt?München war ein Einzelfall. Ich meine, es steht außer Frage, dass Hitler in München gelogen hat, und man kann auf ein oder zwei andere Fälle hinweisen, in denen Hitler gelogen hat.


Maybe more than one or two.

For Putin to have said time after time that NATO, that Ukraine in NATO, was an existential threat to Russia, when in fact it wasn’t, and this was all done to disguise the real motive, which was to incorporate Ukraine into a greater Russia for the purposes of satisfying his imperial ambitions is an argument that is just not supported by the historical record. Putin was very clear, as were all his lieutenants, that their great fear was that Ukraine was becoming a Western bulwark on Russia’s borders. For them, that was an existential threat. It was simply unacceptable.


Vielleicht mehr als ein oder zwei.
Dass Putin immer wieder behauptet hat, die NATO, die Ukraine in der NATO, sei eine existenzielle Bedrohung für Russland, obwohl das in Wirklichkeit gar nicht der Fall war, und dass dies alles nur dazu diente, das wahre Motiv zu verschleiern, nämlich die Eingliederung der Ukraine in ein größeres Russland, um seine imperialen Ambitionen zu befriedigen, ist ein Argument, das von der Geschichte einfach nicht gestützt wird. Putin und alle seine Leutnants waren sich darüber im Klaren, dass ihre große Angst darin bestand, dass die Ukraine zu einem westlichen Bollwerk an Russlands Grenzen werden könnte. Für sie war das eine existenzielle Bedrohung. Es war einfach inakzeptabel.


What about something like election interference, where Putin apparently told both Obama and Trump that he did not interfere in the election? How would we understand that?

Well, I don’t know whether the Russians interfered in the election in a serious way.


Was ist mit so etwas wie der Einmischung in die Wahlen, wo Putin offenbar sowohl Obama als auch Trump gesagt hat, dass er sich nicht in die Wahlen eingemischt hat? Wie würden wir das verstehen?
Nun, ich weiß nicht, ob sich die Russen ernsthaft in die Wahl eingemischt haben.


We don’t know that?

This is a highly disputed issue.


Das wissen wir nicht?
Dies ist eine höchst umstrittene Frage
.


I didn’t realize it was highly disputed still. That’s why I was asking.

Well, there’s the whole question of whether the Russians broke into the D.N.C. computers and gave that information to Julian Assange.


Ich wusste nicht, dass es immer noch sehr umstritten ist. Deshalb habe ich ja gefragt.
Nun, da ist die ganze Frage, ob die Russen in die D.N.C.-Computer eingebrochen sind und diese Informationen an Julian Assange weitergegeben haben.


Who broke into the D.N.C.? I haven’t been following the latest on who it was.

Look, I don’t know about this issue. I mean, you wanted to talk about Ukraine. You know what I mean? I would appreciate if you’d not use any of this discussion about the D.N.C. and so forth and so on. I mean, this is not my area of expertise.


Wer ist in das D.N.C. eingebrochen? Ich habe nicht verfolgt, wer es war.
Hören Sie, ich weiß nichts über dieses Thema. Ich meine, Sie wollten über die Ukraine sprechen. Wissen Sie, was ich meine? Ich würde es begrüßen, wenn Sie diese Diskussion über den D.N.C. und so weiter und so fort nicht benutzen würden. Ich meine, das ist nicht mein Fachgebiet...


So let’s turn to your trip to Hungary, which you mentioned at the beginning. You said you were there for five days.

I didn’t think we were going to talk about Hungary. I thought we were going to talk Ukraine and nuclear—


Kommen wir nun zu Ihrer Reise nach Ungarn, die Sie eingangs erwähnten. Sie sagten, Sie seien fünf Tage dort gewesen.
Ich hatte nicht gedacht, dass wir über Ungarn sprechen würden. Ich dachte, wir würden über die Ukraine und die Atomkraft sprechen.


I’ll ask you about nuclear weapons. How concerned are you about the risk of a nuclear war, and what do you think the United States should be doing to make sure that we don’t escalate into one?

Well, I’m very concerned about the possibility of a nuclear war. It’s impossible to say how likely it is that nuclear weapons will be used in this conflict, but there is a non-trivial chance. And of course the Biden Administration, to its credit, recognizes this and it has gone to great lengths to pursue policies that don’t put the Russians in a position where they might think about using nuclear weapons. And that’s all for the good.


Ich frage Sie zum Thema Atomwaffen. Wie besorgt sind Sie über das Risiko eines Atomkriegs, und was sollten die Vereinigten Staaten Ihrer Meinung nach tun, um eine Eskalation zu verhindern?
Nun, ich bin sehr besorgt über die Möglichkeit eines Atomkriegs. Es ist unmöglich zu sagen, wie wahrscheinlich es ist, dass in diesem Konflikt Atomwaffen eingesetzt werden, aber die Wahrscheinlichkeit ist nicht unerheblich. Und natürlich ist sich die Regierung Biden dessen bewusst und hat sich sehr bemüht, eine Politik zu verfolgen, die die Russen nicht in eine Lage bringt, in der sie über den Einsatz von Atomwaffen nachdenken könnten. Und das ist auch gut so.


And why, strategically, would they use nuclear weapons?

I think that, if they feel that their survival is at risk, they will at least countenance using nuclear weapons—and might very well use them. I can think of two scenarios where that’s possible. One is where they’re facing defeat at the hands of the Ukrainian Army inside of Ukraine. The other scenario is if the United States comes in. If you’re losing a war and losing is viewed as a threat to your survival, you are likely to think about using nuclear weapons, and maybe even use them.



Und warum sollten sie aus strategischen Gründen Atomwaffen einsetzen?
Ich denke, wenn sie das Gefühl haben, dass ihr Überleben gefährdet ist, werden sie den Einsatz von Atomwaffen zumindest in Erwägung ziehen - und sie könnten sie sehr wohl einsetzen. Ich kann mir zwei Szenarien vorstellen, in denen das möglich ist. Das eine ist, wenn sie eine Niederlage gegen die ukrainische Armee innerhalb der Ukraine erleiden. Das andere Szenario ist, wenn die Vereinigten Staaten eingreifen. Wenn man einen Krieg verliert und die Niederlage als Bedrohung für das eigene Überleben angesehen wird, wird man wahrscheinlich über den Einsatz von Atomwaffen nachdenken und sie vielleicht sogar einsetzen.


Right, although nuclear weapons have never been used by a power who was about to lose a war. They have only been used once in wartime, and it was by America, which was winning.

The reason the United States used those nuclear weapons was that it was desperate to avoid having to invade the Japanese home islands. If you fast forward to the Ukraine situation, assuming that the Ukrainians are rolling up the Russian forces inside Ukraine and they’re pushing the Russian forces out of Ukraine, it’s easy to imagine the Russians using nuclear weapons in Ukraine because they would not have to fear nuclear retaliation. Ukraine has no nuclear weapon, and the United States is certainly not going to use nuclear weapons if the Russians only use them in Ukraine.


Richtig, obwohl Atomwaffen noch nie von einer Macht eingesetzt wurden, die dabei war, einen Krieg zu verlieren. Sie wurden nur ein einziges Mal in einem Krieg eingesetzt, und zwar von Amerika, das dabei war, zu gewinnen.
Der Grund für den Einsatz dieser Atomwaffen war, dass die Vereinigten Staaten verzweifelt versuchten, eine Invasion der japanischen Heimatinseln zu vermeiden. Wenn man sich die Situation in der Ukraine vergegenwärtigt und davon ausgeht, dass die Ukrainer die russischen Streitkräfte innerhalb der Ukraine aufrollen und die russischen Streitkräfte aus der Ukraine herausdrängen, kann man sich leicht vorstellen, dass die Russen in der Ukraine Atomwaffen einsetzen, weil sie keine nukleare Vergeltung befürchten müssen. Die Ukraine hat keine Atomwaffen, und die Vereinigten Staaten werden sicherlich keine Atomwaffen einsetzen, wenn die Russen sie nur in der Ukraine einsetzen.


I am curious about your meeting with Orbán, because it seems like he is maybe trying to play somewhat of a mediating role. What can you tell me about your trip? You said you were there for five days.

I think the Hungarians are deeply interested in ending this war as soon as possible. The Hungarians, as opposed to the Poles, are not interested in further escalation. They want to de-escalate the war. And, in fact, the Orbán government is not happy at all about sanctions, and it’s not happy about NATO’s efforts to try to defeat Russia inside of Ukraine. The basic belief in Hungary is that this is just making the bad situation worse, and instead of escalating, what we should be doing is everything possible to de-escalate.


Ich bin neugierig auf Ihr Treffen mit Orbán, denn es hat den Anschein, dass er vielleicht versucht, eine Art Vermittlerrolle zu spielen. Was können Sie mir über Ihre Reise erzählen? Sie sagten, Sie waren fünf Tage lang dort.
Ich glaube, die Ungarn sind sehr daran interessiert, diesen Krieg so schnell wie möglich zu beenden. Die Ungarn sind, im Gegensatz zu den Polen, nicht an einer weiteren Eskalation interessiert. Sie wollen den Krieg deeskalieren. Und tatsächlich ist die Regierung Orbán überhaupt nicht glücklich über die Sanktionen, und sie ist nicht glücklich über die Bemühungen der NATO, Russland innerhalb der Ukraine zu besiegen. Die Grundüberzeugung in Ungarn ist, dass dies die schlechte Situation nur noch verschlimmert, und dass wir, anstatt zu eskalieren, alles tun sollten, um zu deeskalieren.


I know Orbán said that the “hope for peace is named Donald Trump,” and suggested him as a mediator in terms of bringing the war to an end.

I don’t know that.

Orbán tweeted, “The #liberals have got it all wrong - that’s the bottom-line of our great conversation with Prof Mearsheimer today. We–”

Look, I don’t want to talk about Orbán. You told me that we were going to talk about Ukraine.


Ich weiß, dass Orbán gesagt hat, die "Hoffnung auf Frieden heißt Donald Trump", und ihn als Vermittler vorgeschlagen hat, um den Krieg zu beenden.
Das weiß ich aber nicht.
Orbán twitterte: "Die #Liberalen haben alles falsch verstanden - das ist die Quintessenz unseres großartigen Gesprächs mit Prof. Mearsheimer heute. Wir..."
Hören Sie, ich möchte nicht über Orbán sprechen. Sie haben mir gesagt, dass wir über die Ukraine sprechen würden.


We did talk about Ukraine.

Right, but I don’t want to talk about my visit to Hungary and my talk with Orbán. I really don’t. I mean, I answered that one question, yes, but I just don’t want to get into that. I really don’t want you quoting me on anything other than what I just said a minute ago. I mean, you should tell me what you want to talk about. Because you know that I’m in a very delicate position when I talk to you.


Wir haben über die Ukraine gesprochen.
Richtig, aber ich möchte nicht über meinen Besuch in Ungarn und mein Gespräch mit Orbán sprechen. Das möchte ich wirklich nicht. Ich meine, ich habe diese eine Frage beantwortet, ja, aber ich möchte nicht darauf eingehen. Ich möchte wirklich nicht, dass Sie mich zu etwas anderem zitieren als dem, was ich gerade eben gesagt habe. Ich meine, Sie sollten mir sagen, worüber Sie reden wollen. Denn Sie wissen, dass ich mich in einer sehr heiklen Lage befinde, wenn ich mit Ihnen rede.


No, tell me why. I don’t know that.

This is off the record.


Nein, sagen Sie mir, warum. Das weiß ich nicht.
Das ist ein inoffizielles Gespräch.


This conversation’s on the record, so can we keep it on the record?

I don’t want to talk about this. I actually think this is unfair to me. I think you’re being unfair. You wanted to talk about Ukraine and you wanted to talk about mainly nuclear issues.


Das Gespräch ist vertraulich, also können wir es auch vertraulich behandeln?
Ich möchte nicht darüber reden. Ich finde das eigentlich unfair mir gegenüber. Ich denke, Sie sind unfair. Sie wollten über die Ukraine sprechen und Sie wollten hauptsächlich über nukleare Fragen sprechen.


Right. I told you over e-mail that I wanted to talk about Ukraine. You e-mailed me back and said you were in Hungary. I noticed that Orbán had tweeted about you, and I thought we could talk about that.

You did not say that. You did not say that. You said you wanted to talk about Ukraine. And you said you wanted to talk about nuclear issues.



Das stimmt. Ich habe Ihnen per E-Mail gesagt, dass ich über die Ukraine sprechen möchte. Sie haben mir zurückgemailt und gesagt, Sie seien in Ungarn. Mir ist aufgefallen, dass Orbán über Sie getwittert hat, und ich dachte, wir könnten darüber reden.
Das haben Sie nicht gesagt. Nein, das haben Sie nicht gesagt. Sie sagten, Sie wollten über die Ukraine sprechen. Und Sie sagten, Sie wollten über die Atomfrage sprechen.


Well, you did talk about both those things. If you don’t want to talk about Hungary, then you absolutely don’t have to. No one’s forcing you to talk about Hungary.

I don’t want to. I told you. I don’t want to talk about Hungary.


Nun, Sie haben über diese beiden Dinge gesprochen. Wenn Sie nicht über Ungarn sprechen wollen, dann müssen Sie das auch nicht. Niemand zwingt Sie dazu, über Ungarn zu sprechen.
Ich will es nicht. Das habe ich Ihnen gesagt. Ich möchte nicht über Ungarn sprechen.


When the head of a country tweets a photo of you and him, I think it’s fair to ask you about it.

I just told you I didn’t want to talk about Hungary. ♦


Wenn der Staatschef eines Landes ein Foto von Ihnen und ihm twittert, finde ich es nur fair, Sie danach zu fragen.
Ich habe Ihnen gerade gesagt, dass ich nicht über Ungarn sprechen möchte. 



Isaac Chotiner is a staff writer at The New Yorker, where he is the principal contributor to Q. & A., a series of interviews with public figures in politics, media, books, business, technology, and more.

More:Foreign PolicyUkraineRussiaVladimir PutinNATOWar


Info: https://www.newyorker.com/news/q-and-a/john-mearsheimer-on-putins-ambitions-after-nine-months-of-war?utm_source=nl&utm_brand=tny&utm_mailing=TNY_Daily_111722&utm_campaign=aud-dev&utm_medium=email&utm_term=tny_daily_digest&bxid=5bea0be92ddf9c72dc8d2622&cndid=51541607&hasha=e45e7c9ac381965f1f75bae2f3d9bc6b&hashb=26b8edf3a765f9efed0d266959b199fd531fc32e&hashc=30ec8c5cf306b881a5ff202c0d8cc724181ce2fb0cc9c6e54f7eaf39c110941c&esrc=register-page&mbid=CRMNYR012019


(Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

26.11.2022

Ach, nee – ein Sabotage-Akt

kpkrause.de, vom 19. November 2022
Die Mitteilung aus Schweden über die Zerstörung der Nord-Stream-Erdgasleitung ist ein Witz – Dass es sich um einen staatlichen Terrorakt handelt, liegt von Anfang an offen zutage – Der Anschlag  und die Tätersuche in einem ganz anderen Licht gesehen – Die wichtigsten Information sind schon vorhanden, das Wie und das Wer nur Kulisse für die Öffentlichkeit

Ach, nee. Ein Sabotage-Akt. Wer hätte das gedacht. Ein schwerer gar. Zu dieser umwerfenden Erkenntnis haben die schwedischen Ermittler sieben lange Wochen gebraucht.*) Am 18. November teilten sie mit, was mit den beiden gesprengten Gasleitungen Nord Stream 1 und 2 geschehen ist, als sei die Öffentlichkeit bis jetzt völlig ahnungslos gewesen und werde die Mitteilung als ganz und gar unerwartete Neuigkeit aufnehmen.


Die Mitteilung aus Schweden ist ein Witz. Dass sich solche Gasleitungen selbst sprengen, kommt ziemlich selten vor. Dass es also Sabotage war, liegt offen zutage. Ebenso, dass es sich um einen staatlichen Terrorakt handelt. Selbst die EU hatte gleich erklärt, es handele sich um einen bewussten Sabotage-Akt (hier). Seismologische Messstationen haben schwere Erschütterungen aufgezeichnet. Nach einer dänischen Mitteilung haben heftige Explosionen die Röhren aufgerissen. Von den vier Rohren der beiden Pipelines sind von Nord Stream 1 zwei zerstört worden und von Nord Stream 2 eine. Durch die erste Pipeline hatte Russland schon seit Wochen kein Gas mehr nach Deutschland geliefert. Die zweite hatte Deutschland wegen westlichen Widerstands noch gar nicht in Betrieb genommen, war aber mit Gas schon gefüllt.


Die USA als der Hauptverdächtigte

Wer hinter dem Anschlag steckt, war ebenfalls nicht schwer auszumachen. Der große Nutznießer des Zerstörungswerks sind als Hauptverdächtigter die USA (siehe meine Beiträge vom 28. September hier und vom 6. Oktober hier). Gegner vor allem von Nord Stream 2 sind sie von Anfang an gewesen. Zu den Gegnern der Leitungen und zu den Profiteuren des Terroraktes gehören auch Länder wie Polen und die Ukraine (hier und hier). Möglich ist daher, dass die USA nicht direkt selbst Hand an die Rohrleitungen gelegt haben, sondern die Sprengung von Spezialeinheiten eines anderen Staates haben vornehmen lassen. Aber Schweden hütet sich, Namen zu nennen – sei es aus Unwissen, sei es aus diplomatischer Rücksichtnahme oder aus juristischen Erwägungen. Der  zuständige schwedische Oberstaatsanwalt teilte mit, ob jemand einer Straftat verdächtigt werden könne, würden die laufenden Ermittlungen zeigen. Das wird dauern und soll vermutlich auch dauern.


Russland als Täter wäre ideal, aber wo ist dessen glaubhaftes Motiv?

Am liebsten würde man Russland und Putin die Tat in die Schuhe schieben. Versuche hat es umgehend gegeben (zum Beispiel hier, hier und hier). Die meisten amerikanischen Mainstream-Medien taten es ebenfalls sofort (hier). Aber warum soll Russland Gasleitungen sprengen, mit denen es Geld verdienen will und muss? Mit welchem nachvollziehbaren Motiv? Die Gaspreise in die Höhe treiben? Das hätte ohne den kostspieligen Bau von Nord Stream (= Angebot knapp halten statt ausweiten) eher geklappt. Die offizielle Suche nach dem Täterstaat wird nicht erfolgreich sein dürfen und daher ewig dauern. Wir sollen und werden den Namen des Täters und seiner Helfer nicht erfahren, wenn es die schon genannten Verdächtigten sind. Den erfahren wir nur dann, wenn es mit argumentativen Verrenkungen gelänge, Russland und Putin die Tat anzuhängen, und wenn der Medien-Mainstream den Schwindel als glaubhaft darstellte und die Mehrheit der Bevölkerung ihn schluckte.


Der Anschlag und die Tätersuche in einem ganz anderen Licht gesehen

In einem Beitrag mit dem Titel „Nordstream-Sabotage – Ein tieferer Tauchgang“ vom 3. Oktober wird der Zerstörungsakt gegen Nord Stream in ein ganz anderes Licht getaucht und eingebunden in diktatorische  Vorhaben auf globaler Ebene wie Great Reset, New World Order, Große Transformation. Wisse man um dieses gemeinsame Ziel der global Mächtigen in Wirtschaft und Politik, sei es nicht entscheidend zu wissen, wer denn nun wirklich der Nord-Stream-Täter war. Das Rätseln darüber sei nur Spielmaterial für die Medien und die Bevölkerung im Verwirrspiel um gemeinsame Absichten zur totalitären Machtgewinnung. Man habe doch bereits festgestellt, dass die Sanktionen nicht wirklich Russland schaden sollen, sondern der Wirtschaft des Westens selbst und dass der Ukraine-Krieg dazu benutzt werde, den durch die Corona-„Pandemie“ bereits absichtlich herbeigeführten wirtschaftlichen Abschwung zu entschuldigen und zu verschärfen. Und bedeute das nicht im Umkehrschluss, dass alle geopolitischen Verästelungen letztlich in weitere Vorwände umgemünzt würden, um die wirtschaftlichen Grundlagen unserer Gesellschaft zu zermürben?


Die wichtigsten Information sind schon vorhanden

Der Autor des Beitrags, Kit Knightly, schreibt: „Ich behaupte, dass wir auch bei der Nordstream-Sabotage schon über die wichtigsten Informationen verfügen:

  • Wir wissen, dass die globale Elite darauf aus ist, die Welt zu zerstören und neu zu gestalten.
  • Wir wissen, dass fast jede globale Regierung mit diesem Plan kooperiert.
  • Wir wissen, dass sie zumindest in den letzten zwei Jahren weltweit zusammengearbeitet haben, um die Wirtschaft und insbesondere die Energiekosten zu sabotieren.
  • Und wir wissen, dass die (angebliche) Sprengung von Nordstream genau in diese Agenda passt.


Das Wie und das Wer sind nur Kulisse für die Öffentlichkeit

Würde die Kenntnis der genauen Namen und Nationalitäten der direkt für die Sabotage verantwortlichen Personen etwas daran ändern? Wenn ein Russe die Bombe platziert hat, bedeutet das, dass die NATO die Guten sind? Wenn es ein Amerikaner war, sind dann wieder die Russen die Helden? Sicherlich werden sie verschiedene Versionen propagieren und sie benutzen, um uns in verschiedene Angst- oder Abscheu-Szenarien zu verwickeln – in der Hoffnung, uns von der eigentlichen Frage abzulenken. Das Wie und das Wer ist nur Kulisse für die Öffentlichkeit.“

Die „offizielle Geschichte“ werde nie beweisen, wer die Pipeline bombardiert habe. Das sei auch gar nicht beabsichtigt, eine Auflösung nicht erwünscht. „Stattdessen wird Team A uns ermutigen, Team B zu beschuldigen, und umgekehrt. Die Medien werden über Beweise berichten, die Russland belasten, während andere Beweise ‚durchsickern‘, die darauf hindeuten, dass die NATO verantwortlich ist. Beide Narrative werden gerade so viel Nahrung erhalten, dass die Diskussion so lange wie nötig und in jede beliebige Richtung weitergeht.“  Den ganzen Beitrag finden Sie (in Englisch) hier und (in Deutsch) hier.

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*) FAZ vom 19. November 2022, Seite 1 und 2.


Ein Kommentar zu „Ach, nee – ein Sabotage-Akt“

„Dass es sich um einen staatlichen Terrorakt handelt, liegt von Anfang an offen zutage“ Echt? Ja gut, bei den Russen weiß man nie…

Hahaha, die halten uns alle für bekloppt.


Info: https://kpkrause.de/2022/11/19/ach-nee-ein-sabotage-akt


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

26.11.2022

Nachrichten von Pressenza: Internationaler Appell für einen Waffelstillstand in der Ukraine über Weihnachten

aus e-mail von, Nachrichten von Pressenza - 26.11.2022 7:15 Uhr


Internationaler Appell für einen Waffelstillstand in der Ukraine über Weihnachten


Lasst uns für das diesjährige Weihnachts- und Neujahrsfest 2022/23, vom 25. Dezember bis zum 7. Januar, zu einem Waffenstillstand in der Ukraine aufrufen – als Zeichen der Menschlichkeit, Versöhnung und des Friedens. Der weihnachtliche Waffenstillstand von 1914 inmitten des Ersten&hellip;

http://www.pressenza.net/?l=de&track=2022/11/internationaler-appell-fuer-einen-waffelstillstand-in-der-ukraine-ueber-weihnachten/


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Abissa an der Elfenbeinküste: Feier im Dienste des Friedens und des sozialen Zusammenhalts


Grand Bassam, die ehemalige Hauptstadt des Landes, wird jedes Jahr für zwei Wochen zum Leben erweckt. Das ist die unvermeidliche Abissa, der Augenblick, in dem für die Nzima Kotoko, ein Akan-Volk von der Elfenbeinküste und aus Ghana, das neue Jahr&hellip;

http://www.pressenza.net/?l=de&track=2022/11/abissa-an-der-elfenbeinkueste-feier-im-dienste-des-friedens-und-des-sozialen-zusammenhalts/


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Orange the World-Kampagne &#8211; Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen


Heute ist der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen – und somit auch der Start der Orange the World-Kampagne gegen Gewalt an Frauen 2022! Weltweit ist jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens von physischer, psychischer und/oder sexueller&hellip;

http://www.pressenza.net/?l=de&track=2022/11/orange-the-world-kampagne-internationaler-tag-zur-beseitigung-von-gewalt-gegen-frauen/


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Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.

26.11.2022

The Corporate Media Deference That Endangers Us All

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consortiumnews.com, November 25, 2022, Volume 27, Number 329 — Friday

ntary, Intelligence, Media, Nuclear Weapons, Poland, Russia, Ukraine The Corporate Media Deference That Endangers Us All

November 24, 2022

Merken

A comment from an editor at the Associated Press epitomizes the danger mainstream media creates with its routine deference to intelligence sources, writes Caitlin Johnstone. 

Screenshot_2022_11_26_at_00_37_37_The_Corporate_Media_Deference_That_Endangers_Us_All

By Caitlin Johnstone
CaitlinJohnstone.com

The Associated Press journalist who reported a U.S. intelligence official’s false claim that Russia had launched missiles at Poland last week has been fired

As we discussed previously, AP’s anonymously sourced report which said, “A senior U.S. intelligence official says Russian missiles crossed into NATO member Poland, killing two people” went viral because of the massive implications of direct hot warfare erupting between Russia and the NATO alliance.

AP subsequently retracted its story as the mainstream political/media class came to accept that it was in fact a Ukrainian missile that had struck Poland.

AP’s firing of reporter James LaPorta looks at this time to be the end point of any accountability for the circulation of this extremely dangerous falsehood.

AP spokesperson Lauren Easton says no disciplinary action will be taken against the editors who waved the bogus story through, and to this day the public has been kept in the dark about the identity of the U.S. official who fed such extremely egregious misinformation or disinformation to the public through the mainstream press. 

It is utterly inexcusable for AP to continue to protect the anonymity of a government official who fed them such a profoundly significant falsehood.

This didn’t just affect AP staff, it affected the whole world; we deserve to know what happened and who was responsible, and AP has no business obstructing that knowledge from us.

LaPorta’s firing looks like this is yet another instance where the least powerful person involved in a debacle is being made to take the fall for it.

A powerful intelligence official will suffer no consequences for feeding false information to the press — thereby ensuring that it will happen again — and no disciplinary action will be taken against LaPorta’s superiors, despite the absolute buffoonery that subsequent reporting has revealed on their part.

In an article titled “Associated Press reporter fired over erroneous story on Russian attack,” The Washington Post reports the following (emphasis added):

“Internal AP communications viewed by The Post show some confusion and misunderstanding during the preparations of the erroneous report.

LaPorta shared the U.S. official’s tip in an electronic message around 1:30 p.m. Eastern time. An editor immediately asked if AP should issue an alert on his tip, ‘or would we need confirmation from another source and/or Poland?’

After further discussion, a second editor said she “would vote” for publishing an alert, adding, ‘I can’t imagine a U.S. intelligence official would be wrong on this.’”

“I can’t imagine a US intelligence official would be wrong on this.”

Can you imagine not being able to imagine a U.S. intelligence official being wrong?

This would be an unacceptable position for any educated adult to hold, much less a journalist, still less an editor, and still less an editor of one of the most influential news agencies on earth.

These are the people who publish the news reports we read to find out what’s happening in the world. This is the baby-brained level of thinking these people are serving the public interest with.

Antiwar commentator Daniel Larison writes the following of the AP editor’s shocking quote:

“Skepticism about official claims should always be the watchword for journalists and analysts. These are claims that need more scrutiny than usual rather than less. If you can’t imagine that an intelligence official could get something important wrong, whether by accident or on purpose, you are taking far too many things for granted that need to be questioned and checked out first.

Intelligence officials of many governments feed information to journalists and have done so practically ever since there was a popular press to feed information to, and that information certainly should not be trusted just because an official source hands it over. It is also always possible for intelligence officials to just get things wrong, whether it is because they are relying on faulty information or because they were too hasty in reaching conclusions about what they think they know.

Whether the AP’s source was feeding them a line or was simply mistaken, a claim as provocative and serious as this one should have been checked out much more thoroughly before it got anywhere near publication. The AP report in this case seems to have been a combination of a story that was “too good to check” and a culture of deference to official sources in which the editors didn’t feel compelled to make the effort to check.”

Indeed, the only reason the press receive such explicit protections in the U.S. Constitution is because they are supposed to hold the powerful to account.

[In his 1971 opinion in the Pentagon Papers case, U.S. Supreme Court Justice Hugo Black wrote: “In the First Amendment the Founding Fathers gave the free press the protection it must have to fulfill its essential role in our democracy. The press was to serve the governed, not the governors. The Government’s power to censor the press was abolished so that the press would remain forever free to censure the Government.”]

If the editors of a wildly influential news agency will just unquestioningly parrot whatever they are fed by government officials while simultaneously protecting those officials with anonymity, they are not holding the powerful to account, and are in fact not meaningfully different from state propagandists.

They are state propagandists. Which is probably why they are sipping lattes in the AP newsroom while Julian Assange languishes in prison.

As Jacobin’s Branko Marcetic observed, this is far from the first time AP has given the cover of anonymity to US government officials circulating bogus claims of potentially dangerous consequence, like the time it reported an official’s evidence-free assertion which later proved false that Iran had carried out an attack on four oil tankers off the coast of the United Arab Emirates, or the time it let another one anonymously claim that “Iran may try to take advantage of America’s troop withdrawals from Iraq and Afghanistan.”

So to recap  —

  • Powerful government official who fed AP a false story: Zero accountability
  • AP editor who asked if a report should immediately be published upon receipt of the story: Zero accountability
  • Second AP editor who says she can’t imagine a U.S. intelligence official would be wrong:  Zero accountability
  • Journalist who wrote the story: Singular accountability

In a sane society, power and responsibility would go hand in hand. A disaster would be blamed on the most powerful people involved in its occurrence. In our society it’s generally the exact opposite, with the rank-and-file taking all of the responsibility and none of the power.

Our rulers lie to us, propagandize us, endanger us, impoverish us, destroy journalism, start wars, kill our biosphere and make our world dark and confusing, and they suffer no consequences for it.

We cannot allow them to continue holding all of the power and none of the responsibility. This is backwards and must end.

Caitlin Johnstone’s work is entirely reader-supported, so if you enjoyed this piece please consider sharing it around, following her on FacebookTwitterSoundcloud or YouTube, or throwing some money into her tip jar on Ko-fiPatreon or Paypal. If you want to read more you can buy her books. The best way to make sure you see the stuff she publishes is to subscribe to the mailing list at her website or on Substack, which will get you an email notification for everything she publishes.  For more info on who she is, where she stands and what she’s trying to do with her platform, click here. All works are co-authored with her American husband Tim Foley.


This article is from CaitlinJohnstone.com and re-published with permission.

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Info: https://consortiumnews.com/2022/11/24/the-corporate-media-deference-that-endangers-us-all


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

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