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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
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youtube.com, 18.06.2025, Glenn Diesen Deutsch
Chas Freeman argumentiert, dass Washington mit dem Angriff auf den Iran einen Großteil seiner Glaubwürdigkeit verspielt hat und der Vertrauensverlust aufgrund der Täuschung weitreichende Folgen haben wird. Botschafter Freeman ist ein pensionierter Karrierediplomat, der von 1993 bis 1994 als Assistant Secretary of Defense for International Security Affairs tätig war und für seine Rolle bei der Gestaltung eines NATO-zentrierten europäischen Sicherheitssystems nach dem Kalten Krieg sowie bei der Wiederaufnahme der Verteidigungs- und Militärbeziehungen zu China die höchsten Auszeichnungen des Verteidigungsministeriums für öffentlichen Dienst erhielt. Er diente als US-Botschafter in Saudi-Arabien (während der Operationen Desert Shield und Desert Storm). Zudem war er Principal Deputy Assistant Secretary of State for African Affairs während der historischen US-Vermittlung der namibischen Unabhängigkeit von Südafrika und des Abzugs der kubanischen Truppen aus Angola.Info: https://www.youtube.com/watch?v=8pXFScCqZyI
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".. nun, das ist interessant, Frankreich, Großbritannien und Deutschland scheinen in dieser Angelegenheit voll und ganz hinter Israel zu stehen, und das erinnert die Menschen in der Region daran, wer die Kreuzzüge geführt hat," sagt Chas Freeman, "das sieht aus wie christliche Unterstützung des Zionismus" (ab 7:47 von 49:20 Min. )
anti-spiegel.ru, 19. Juni 2025, 15:22 Uhr, von Anti-Spiegel
Der G7-Gipfel in Kanada ist auf ganzer Linie gescheitert. Die Ziele der Europäer, Trump zu mehr Unterstützung der Ukraine und zu mehr Sanktionen gegen Russland zu bewegen, waren erfolglos. Besonders peinlich war der Gipfel jedoch für Macron und Selensky.

Dass der G7-Gipfel in Kanada auf ganzer Linie gescheitert ist und dass Trump Macron danach sogar noch öffentlich erniedrigt hat, habe ich schon berichtet. Hier übersetze ich eine Analyse eines Experten der russischen Nachrichtenagentur TASS über den Gipfel die ich ausgesprochen treffend finde.
Beginn der Übersetzung:
Andrej Nisamutdinow über die Ergebnisse des „repräsentativen“ Gipfels und das Schicksal der „Großen Sieben“
Wenn sich die Vertreter einer Vereinigung, die den Anspruch erhebt, in weltpolitischen Angelegenheiten eine Führungsrolle zu übernehmen, versammeln, aber statt über globale Themen zu diskutieren, hinter den Kulissen intrigieren, wird allen klar: Es geht dieser Vereinigung, gelinde gesagt, nicht besonders gut. Zu diesem Schluss lassen einen jedenfalls die bescheidenen Ergebnisse des jährlichen G7-Gipfels in Kananaskis, Kanada, kommen. Die Teilnehmer verbrachten den größten Teil ihrer Zeit damit, um Donald Trump herumzutanzen und zu versuchen, den amerikanischen Präsidenten dazu zu bewegen, Kiew weiterhin zu unterstützen und die Sanktionen gegen Russland zu verschärfen.
Beides ist nicht besonders gut gelungen. Und da sich der französische Präsident Emmanuel Macron und sein ukrainischer Kollege Wladimir Selensky am aktivsten gezeigt haben, sind sie meiner Meinung nach am Ende die ersten auf der Liste der Verlierer.
Tatsächlich stand in den letzten Jahren gerade die Aufgabe der „finanziellen und militärischen Unterstützung der Ukraine und der Bestrafung Russlands“ im Mittelpunkt der Gipfeltreffen und Ministertreffen der G7. Unter US-Präsident Joe Biden war sie auch noch ein verbindendes Element, aber nach der Rückkehr Trumps ins Weiße Haus hat sich alles geändert. Es zeigte sich, dass er seine eigenen Ansichten zur Beilegung des Konflikts um die Ukraine hat und nicht besonders geneigt ist, die Meinung seiner Partner zu berücksichtigen.
Die Teilnehmer der G7 hofften, dass persönliche Treffen mit Trump in Kananaskis es ihnen ermöglichen würden, den amerikanischen Präsidenten doch noch auf ihre Seite zu ziehen. Eine besondere Mission wurde Macron übertragen, der angeblich ein besseres Verhältnis zu Trump hat als die meisten anderen europäischen Staats- und Regierungschefs und die Führung der EU. Der französische Präsident sollte seinem amerikanischen Kollegen das neue Sanktionspaket, das in der EU vorbereitet worden war, in seiner ganzen Pracht präsentieren. Es umfasst ein vollständiges Verbot des Kaufs von russischem Gas, eine Senkung der Preisobergrenze für Öl, den Verzicht auf russische Brennstoffe für Kernkraftwerke, Beschränkungen für die Aktivitäten der Schattenflotte, die russisches Öl und Gas transportiert, und andere Restriktionen.
Macron meisterte die Aufgabe der öffentlichen Präsentation erfolgreich. „Wenn wir uns wirklich in Richtung Frieden bewegen wollen, müssen wir unsere Entschlossenheit und unsere Fähigkeit zeigen, in der Frage der Sanktionen viel weiter zu gehen“, erklärte er am Rande des Gipfels gegenüber Journalisten. Seinen Worten zufolge „könnte sich die Situation radikal ändern, wenn die Europäer und Amerikaner neue Sanktionen verhängen“: „Die Widerstandsfähigkeit der russischen Wirtschaft wäre dann wirklich in Frage gestellt, und vor allem würden viele Partner, die heute in gewisser Weise von dieser Situation profitieren oder Russland bei seinen militärischen Bemühungen durch Finanztransfers unterstützen, mit viel größeren Einschränkungen konfrontiert sein.“
Allerdings gelang es Macron nicht, Trump zu überzeugen. Der französische Präsident räumte selbst ein, dass der US-Präsident auf seine Frage nach einer möglichen Verschärfung der Sanktionen sehr zurückhaltend reagiert habe: „Er antwortete relativ positiv, was für mich eine gute Nachricht ist.“ Dabei haben Macrons unstillbares Verlangen nach Öffentlichkeit und sein Wunsch, seine enge Beziehung zum US-Präsidenten erneut zu demonstrieren, ihm einen bösen Streich gespielt. Aus irgendeinem Grund begann er Journalisten zu erklären, dass Trumps Entscheidung, den Gipfel vorzeitig zu verlassen, durch sein Bestreben motiviert sei, sich mit Fragen eines Waffenstillstands zwischen Israel und dem Iran zu befassen.
Die Antwort des amerikanischen Präsidenten folgte unverzüglich: „Der Publicity suchende französische Präsident Emmanuel Macron sagte fälschlicherweise, ich hätte den G7-Gipfel in Kanada verlassen, um nach Washington zurückzukehren und dort an einem Waffenstillstand zwischen Israel und dem Iran zu arbeiten. Falsch! Er hat keine Ahnung, warum ich jetzt auf dem Weg nach Washington bin, aber mit einem Waffenstillstand hat das ganz sicher nichts zu tun. Es ist viel größer als das. Ob absichtlich oder nicht, Emmanuel liegt immer falsch.“
Und obwohl er das nur über den Grund für seine Abreise gesagt hat, lässt die Formulierung „Emmanuel liegt immer falsch“ vermuten, dass auch Macrons Worte über die „relativ positive“ Reaktion Trumps auf die Verschärfung der Sanktionen gegen Russland zumindest zweigeteilt betrachtet werden sollten.
Umso mehr, als der amerikanische Präsident selbst am Rande desselben Gipfels ganz unmissverständlich erklärte, dass er keine Sanktionen gegen Moskau verhängen wolle, weil er auf eine politische Lösung des Konflikts hoffe. Er fügte hinzu, dass Sanktionen „nicht einfach eine Einbahnstraße sind“, dass sie „die USA viel Geld kosten, enorm viel Geld“, dass „es um Milliarden und Milliarden von Dollar geht“. Hinter dieser Einschätzung verbirgt sich wohl nicht nur die Meinung des Geschäftsmanns Trump, sondern auch die intensive Arbeit der russischen Unterhändler, die den Amerikanern im Rahmen ihrer Treffen die negativen Auswirkungen der Sanktionen auf die amerikanische Wirtschaft selbst verdeutlicht haben.
Die britische Financial Times hat eine weitere Erklärung dafür vorgeschlagen, warum der US-Präsident seinen französischen Kollegen faktisch der Lüge bezichtigt hat. Nach Ansicht der Zeitung war Trumps Verärgerung darauf zurückzuführen, dass Macron auf dem Weg nach Kanada einen Zwischenstopp in Grönland gemacht hatte, wo er Gespräche mit der lokalen Regierung geführt und sogar seine Absicht bekundet hat, auf der Insel ein französisches Generalkonsulat zu eröffnen. Trump hatte zuvor wiederholt seine Absicht bekundet, Grönland zu erwerben.
Wie dem auch sei, Trumps öffentliche Zurechtweisung brachte Macron jedenfalls in eine äußerst unangenehme Lage. Und seine Versuche, sich zu rechtfertigen – Trump würde ständig widersprüchliche Aussagen machen, zuerst das eine sagen und dann das genaue Gegenteil –, verstärkten diese Unannehmlichkeit nur noch.
Dem zweiten Verlierer, Selensky, ging es in Kanada noch schlechter. Nach der unvergesslichen Zurechtweisung im Oval Office durch Trump und US-Vizepräsident JD Vance versucht der Führer des Kiewer Regimes jede Gelegenheit zu nutzen, um die frühere Gunst des Weißen Hauses zurückzuerobern. Er ist vor allem in der Hoffnung auf ein bilaterales Treffen mit Trump nach Kananaskis gereist.
Der verließ Kanada jedoch vorzeitig, sodass Selensky sich darauf beschränken musste, in seiner gewohnten Rolle als Bettler aufzutreten. „Es ist wichtig, 40 Milliarden Dollar an jährlicher Budgethilfe für die Ukraine sicherzustellen – für unsere Stabilität, dafür, dass unser Land weiter bestehen kann. Und das muss eine gemeinsame Entscheidung der Staats- und Regierungschefs der G7 sein, einschließlich der USA“, sagte er in seiner Rede auf der Sondersitzung des Gipfels. Gleichzeitig bat Selensky um die Lieferung von Luftabwehrsystemen und um die Finanzierung der Produktion von Abfangdrohnen, an deren Entwicklung Kiew seiner Aussage nach arbeitet. Danach sagte er die abschließende Pressekonferenz ab und kehrte unverrichteter Dinge nach Hause zurück, ohne das Ende des Gipfels abzuwarten.
Eigentlich hat er das richtig gemacht: Es zeigte sich, dass die übrigen Teilnehmer der G7 in Abwesenheit von Trump nicht bereit waren, über Hilfe für die Ukraine und neue Sanktionen gegen Russland zu reden. Das heißt, es wurden zwar die üblichen Worte über die Fortsetzung der Unterstützung für Kiew und die Forderung an Russland, „an den Verhandlungstisch zurückzukehren“, ausgesprochen (was besonders lächerlich war, da die Verhandlungen zwischen Moskau und Kiew bereits laufen und gerade auf Initiative Russlands wieder aufgenommen wurden), aber das war auch schon alles. Es gelang den Teilnehmern des Treffens nicht, wie geplant eine gemeinsame Erklärung zur Ukraine zu vereinbaren, sodass der kanadische Premierminister Mark Carney als Gastgeber des Gipfels eine eigene Erklärung abgeben musste.
Darin wurden natürlich die üblichen Thesen über die Verstärkung des Drucks auf Russland, unter anderem durch Finanzsanktionen, wiederholt, aber es gab auch Verbeugungen in Richtung Washington: „Die Staats- und Regierungschefs der G7 haben ihre Unterstützung für die Bemühungen von Präsident Trump um einen gerechten und dauerhaften Frieden in der Ukraine zum Ausdruck gebracht.“ Im Großen und Ganzen war das Dokument jedoch, wie man so schön sagt, nichtssagend.
Man könnte sich fragen: Warum sollte man so ausführlich über die kanadischen Abenteuer von Macron und Selensky sprechen, schließlich ist der G7-Gipfel doch kein gewöhnliches Ereignis? Genau deshalb, weil genau diese Themen beim Gipfel im Mittelpunkt standen. Auf jeden Fall werden sie von den europäischen und amerikanischen Medien, Experten, Politikern und einfachen Bürgern am lebhaftesten diskutiert: wie Trump Macron abgeblockt hat und warum er das getan hat, welche Aussichten Selensky erwarten, der es nicht geschafft hat, sich in Kananaskis mit Trump zu treffen und der nun möglicherweise den bevorstehenden NATO-Gipfel in Den Haag „verpassen“ wird, und ob Europa genug Kraft hat, Kiew selbstständig zu unterstützen, wenn Trump sich ganz klar von der Hilfe für die Ukraine distanziert.
Das Fehlen einer gemeinsamen Erklärung zur Ukraine war auffälliger als die sechs Erklärungen, die auf dem Gipfel verabschiedet wurden (zu seltenen Erden, künstlicher Intelligenz, Quantencomputern, illegaler Migration, Bekämpfung von Waldbränden und transnationaler Repression). Und dabei geht es nicht einmal darum, dass diese Dokumente größtenteils aus einer Reihe von Standardformulierungen bestehen, sondern um die Rolle und den Platz der G7 auf der internationalen Bühne.
Diese Haltung formulierte der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva bei seiner Ankunft in Kananaskis ohne Wenn und Aber: „Nach der [Gründung] der G20 besteht keine Notwendigkeit mehr für die Existenz der G7. Die G20 ist repräsentativer.“ Er fügte hinzu, dass er die Rolle der G20 in internationalen Angelegenheiten für viel wichtiger und bedeutender halte und nur deshalb zu den Gipfeltreffen der G7 reise, um nicht den Eindruck zu erwecken, Brasilien lehne eine Zusammenarbeit ab. Mit anderen Worten: aus reiner Höflichkeit.
Es fällt schwer, dieser Meinung nicht zuzustimmen. Ja, einst hatten die G7-Länder tatsächlich großes politisches und wirtschaftliches Gewicht, aber das ist längst vorbei. Die G20, die aus der G7 herausgewachsen sind, sind per Definition repräsentativer. Noch repräsentativer ist jedoch die Vereinigung der BRICS-Staaten, zu der Vietnam gerade am Vorabend des G7-Gipfels als Partnerland hinzukam – eine der sich am dynamischsten entwickelnden Volkswirtschaften der Welt. Gerade die BRICS, die die Länder des globalen Südens vereinen, werden in den kommenden Jahren die Hauptvektoren der internationalen Entwicklung bestimmen. Die G7 hingegen sind zum stillen Aussterben verurteilt. Zwar werden ihre Staats- und Regierungschefs wohl noch eine Zeit lang abwechselnd in dem einen oder anderen Land zusammenkommen, doch werden diese Treffen eher Stoff für politische Anekdoten als für ernsthafte Analysen liefern.
Ende der Übersetzung
Info: https://anti-spiegel.ru/2025/und-die-verlierer-sind-macron-und-selensky/
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
aus e-mail von Ingrid Rumpf, 19. Juni 2025, 18:10 Uhr
Gaza wird vergessen (2 Artikel):
Katastrophale Lage in Gaza "Es ist sicher, dass sie uns vergessen haben"

tagesschau.de, Stand: 19.06.2025 13:49 Uhr, Von Jan-Christoph Kitzler, ARD Tel Aviv
Während sich alle Blicke auf den Krieg zwischen Israel und dem Iran richten, gerät der Gazastreifen in Vergessenheit. Doch die humanitäre Lage bleibt dramatisch. Und die Menschen fühlen sich von der Welt im Stich gelassen.
Während die Welt auf diesen neuen Krieg schaut, auf die Raketen und Drohnen, die auf Israel abgefeuert werden und die schweren israelischen Luftangriffe im Iran, ist das, was im Gazastreifen passiert, fast in Vergessenheit geraten. Darauf weisen unter anderem auch israelische Menschenrechtsorganisationen hin.
Shai Parnes, Sprecher der israelischen Nichtregierungsorganisation B'Tselem, sagt gegenüber dem ARD-Studio Tel Aviv: "Israel nutzt es aus, dass die gesamte Welt auf den neuen Krieg zwischen Israel und Iran schaut und dass sich die öffentliche und mediale Aufmerksamkeit auf die Front verlagert hat. Nur um die Kriegsverbrechen fortzusetzen, die Israel an den Menschen in Gaza begeht."
Weiterhin Geiseln im Gazastreifen
Auch Vicky Cohen, ebenfalls Israelin, hält es für einen Skandal, dass der Krieg in Gaza weitergeht. Schon seit über 620 Tagen ist ihr Sohn Nimrod nicht bei ihr. Er war als Soldat auf einem Panzer, als ihn Terroristen am 7. Oktober 2023 aus dem Gazastreifen verschleppt haben. Damals war er 19, im Juli wird er 21 Jahre alt. Seine Mutter hofft, dass er noch am Leben ist: "Der andauernde Krieg riskiert das Leben meines Sohnes Nimrod und anderer Geiseln." Für beide Seiten wäre es besser, diesen Alptraum zu beenden, findet Cohen.
53 Geiseln des 7. Oktober sind noch im Gazastreifen, davon noch rund 20 lebende - auch sie sind in Vergessenheit geraten, sagt Vicky Cohen.
Tote, Verletzte und Hungernde
Ganz zu schweigen von der humanitären Lage - den vielen Toten und Verletzten, den Hungernden im Gazastreifen. Mehr als 300 Tote gab es nach palästinensischen Angaben bereits seit Freitag, als der Krieg zwischen Israel und dem Iran begann.
Mohammed Abu Silmiyah hat damit jeden Tag zu tun. Er ist der Direktor des Al-Schifa-Krankenhauses, das die israelische Armee mehrmals angegriffen hat, weil von dort aus Terroristen operiert haben sollen. Täglich gebe es Tote und Verletzte, berichtet der Direktor einem ARD-Team. "Und die Welt bekommt das nicht mit - als ob der Krieg in Gaza vorbei wäre. Man muss sich daran erinnern, dass der Krieg weiter geht, der Genozid und das Aushungern des Gazastreifens."
Menschen müssen wieder fliehen
Auch in den letzten Tagen mussten Menschen in Gaza weitere Gebiete verlassen. Die Bevölkerung soll offenbar in kleinen Bereichen konzentriert werden. Nur dort soll es dann Hilfsgüter geben. Fast 700 Lkw-Ladungen sind in den letzten sechs Tagen nach Gaza gekommen. Vor dem 7. Oktober waren es rund 500 Lkw - an einem Tag.
Menschenrechtsorganisationen kritisieren, dass Israel nicht die humanitäre Lage in Gaza im Blick hat, sondern nur seine Kriegsziele. Hunger werde als Kriegswaffe eingesetzt, so lautet der Vorwurf. An den wenigen Verteilstellen gibt es immer wieder Schießereien, Massenpaniken, Tote - wenn verzweifelte Menschen versuchen, an etwas Essen zu kommen.

Seit dem 7. Oktober 2023 kommt nur noch ein Bruchteil der Hilfslieferungen im Gazastreifen an.
Besonders wenig Hilfslieferungen im Norden
Im Norden, wo Sahad Ahmad lebt, kommt besonders wenig Hilfe an. Ihr Mann und ihre Brüder sind tot. "Es ist sicher, dass sie uns vergessen haben, angesichts des Kriegs zwischen Israel und dem Iran. Alle schauen nun dorthin, um uns kümmern sie sich nicht." Sie fordere alle Länder auf, Mitgefühl zu haben, denn der Krieg sei noch heftiger geworden.
Abu Ahmad Shamala war mal ein Bauer, doch sein Land gibt es nicht mehr, sein Haus wurde zerstört: "Dieser Krieg zwischen dem Iran und Israel hat die Welt vergessen lassen, was hier passiert. Trotz der täglichen Toten, den Tausenden Verletzten. Niemand schaut hier hin. Es scheint, sie haben Gaza vergessen."
Israel jedenfalls hat den Gazastreifen nicht vergessen. Soldaten rücken dort weiter vor. Jeden Tag gibt es Angriffe und weitere Tote. Die humanitäre Lage dort ist eine einzige Katastrophe.
Info: https://www.tagesschau.de/ausland/asien/lage-gazastreifen-104.html
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Gaza: Gegen Totschweigen und Vergessen!
Blutiges Brot
wordpress.com, Jun 19, 2025, by Maria Reicher-Marek , in Allgemein

Der vergangene Dienstag war der bislang blutigste Tag in der noch jungen Geschichte der sogenannten Gaza Humanitarian Foundation (GHF): Mehr als 70 Menschen, die in der Hoffnung auf einen Sack Mehl oder einen Karton mit Nudeln und Keksen gekommen waren, wurden ermordet, Hunderte wurden verletzt. Israelische Soldaten schossen auf sie mit Panzergeschoßen, Maschinengewehren und Drohnen. Ein Zeuge berichtet, das sich tausende Menschen vor dem GHF-Verteilpunkt versammelt hatten, als zwei israelische Bomben direkt über der dicht gedrängten Menge abgeworfen wurden. Die Soldaten schossen auch auf Flüchtende. Mediziner aus dem Nasser-Krankenhaus sagten, viele der Todesopfer seien nicht mehr identifizierbar gewesen, weil sie in Stücke zerfetzt worden seien.
Am Tag davor, am Montag, dem 16. Juni, waren es 39 Menschen gewesen, die ihren Mut der Verzweiflung mit dem Leben bezahlten. Am Tag danach, am 18. Juni, wurden 38 Tote und mehr als 100 Verletzte gezählt.
Inzwischen beläuft sich die Bilanz der „humanitären Tätigkeit“ des GHF auf mehr als 300 Tote und mehr als 2.000 Verwundete.
Die israelische Armee ist inzwischen von der Strategie des Leugnens zur Strategie der Pseudo-Rechtfertigung übergegangen: Sie bestreitet jetzt nicht mehr, dass ihre Soldaten geschossen haben, behauptet dafür nun, dies sei notwendig gewesen, weil ein „Sicherheitsrisiko“ bestanden habe. Menschen hätten sich den Soldaten „auf verdächtige Weise“ genähert.
Ein Mitarbeiter der GHF berichtet:
Eine Episode ist mir besonders im Gedächtnis geblieben. Wir überwachten den ganzen Tag ein leeres Gelände; irgendwann nach Einbruch der Dunkelheit brachten Dutzende von Pritschenwagen schließlich Hilfsgüter. Bald darauf meldete das israelische Militär über Funk, dass sich 200 bis 300 Zivilist*innen ein paar Kilometer nördlich näherten. Wir beobachteten dann, wie eine israelische Drohne dorthin flog.
Kurz darauf wurde das Gebiet mit Artillerie beschossen.
Die wohlwollendste Interpretation? Vielleicht haben die Israelis zwischen unserer Position und den Menschen geschossen, um sie am Weiterkommen zu hindern.
Ich glaube jedoch nicht, dass das der Fall ist. Schließlich feuern die Panzer den ganzen Tag lang in der Nähe dieser Hilfseinrichtungen. Scharfschützen feuern von einem ehemaligen Krankenhaus aus. Bomben und Kugeln fliegen den ganzen Tag in eine Richtung – auf die Palästinenser*innen.
***
In einer Pressekonferenz am 4. Juni erklärten Vertreter des Auswärtigen Amtes (also des Außenministeriums) Deutschlands, man sehe bisher keine Verletzung des Völkerrechts durch Israel in Gaza. Man habe dazu bislang keine „eigenen Erkenntnisse vorliegen“ und müsse die Frage daher noch weiter prüfen. Damit widersprachen die Vertreter des Auswärtigen Amtes sogar ihrem obersten Chef, nämlich dem gewiss nicht der Israelfeindlichkeit verdächtigen Bundeskanzler Merz.
Vielleicht haben die Herren in der Zwischenzeit ja neue Erkenntnisse gewonnen. Wenn nicht, dann frage ich mich, welche Beweise eigentlich vorliegen müssten, damit die Gestalter deutscher Außenpolitik zu dem Schluss gelangen, dass Israel sich nicht hundertprozentig ans Völkerrecht hält.
Aber vielleicht kann es solche Beweise überhaupt nicht geben? Ich versuche jetzt, mich in die Denkweise dieser Spitzenbeamten hineinzuversetzen und ein Argument zu rekonstruieren, das ihre Aussagen verständlich machen würde – ohne dass ich annehmen muss, dass sie einfach lügen:
Dieses Argument ist logisch schlüssig, das heißt: Die Konklusion (dass es nicht wahr sein kann, dass Israel Völkerrecht bricht) folgt logisch aus den Prämissen (1 bis 5). Dies bedeutet, dass die Konklusion zwingend wahr ist, sofern alle Prämissen wahr sind.
Ich weiß nicht, ob die Herren vom Auswärtigen Amt so denken. Aber falls Sie so denken, ist zu befürchten, dass keine wie auch immer geartete empirische Evidenz ihre Meinung ändern kann: keine Zeugenaussagen, keine Fotos und Videos, keine naturwissenschaftliche Untersuchung. Wenn die Prämissen des obigen Arguments als unumstößlich angenommen werden, dann müssen Zeugenaussagen, die zu einem anderen Ergebnis führen, unwahr sein, Fotos und Videos, die etwas anderes zeigen, gefälscht, inszeniert oder aus dem Zusammenhang gerissen; gerichtsmedizinische Untersuchungen fehlerhaft usw. In der philosophischen Ideologiekritik nennt man so etwas eine Immunisierungsstrategie.
Es gibt aber einen Weg, das Immunisierungs-Bollwerk zu durchbrechen. Denn wenn auch nur eine einzige der Prämissen des obigen Arguments falsch ist, bricht das Argument zusammen. Man muss daher das Argument vom Kopf auf die Füße stellen. Das geht ganz einfach, nämlich so:
Meiner Meinung nach sind mindestens zwei der Prämissen als falsch zurückzuweisen: Erstens ist nicht jede Aussage, die als antisemitisch interpretiert werden könnte, auch tatsächlich antisemitisch. Zweitens ist es nicht von vornherein ausgeschlossen, dass eine antisemitische Aussage der Wahrheit entspricht.
Quellen:
https://www.aljazeera.com/news/liveblog/2025/6/18/live-israel-iran-attacks-continue-trump-demands-unconditional-surrender (08.45, 13.00)
Aussendung 41/2025 von Martha Tonsern, Vertretung des Staates Palästina in Wien. [Englischer Originalbeitrag: https://zeteo.com/p/exclusive-american-security-contractor]
https://www.nachdenkseiten.de/?p=134283
***
„Nicht für euch!“

Bild: Israelis suchen in einer U-Bahn-Station Schutz vor iranischen Angriffen. Ramat Gan (in der Nähe von Tel Aviv). 17. Juni 2025 [Oded Balilty/AP] Quelle: https://www.aljazeera.com/news/liveblog/2025/6/18/live-israel-iran-attacks-continue-trump-demands-unconditional-surrender (05.40)
Gegenwärtig erfahren auch die Menschen in Israel, wie es ist, im Krieg zu leben. Die iranischen Raketen auf Israel richten zwar bei weitem nicht so viel Schaden an wie die israelischen Raketen auf den Iran, aber das Alltagsleben in Israel ist empfindlich gestört. Schulen sind geschlossen. Mehr als 1.300 Israelis haben ihr Zuhause durch die iranischen Vergeltungsschläge verloren. Mehr als 18.000 Anträge auf Schadenersatz wurden von Israelis an ihre Verwaltung gestellt, aufgrund der durch iranische Schläge erlittenen Schäden. Raketenalarm treibt die Menschen in Schutzräume. Doch die Schutzräume sind nicht für alle da.
Laut Gesetz stehen zwar Schutzräume allen israelischen Staatsbürgern zur Verfügung. Doch die Realität ist eine andere. Einer alleinerziehenden palästinensischen Frau mit israelischer Staatsbürgerschaft und ihrer fünfjährigen Tochter wurde während eines iranischen Luftangriffs von ihren Nachbarn der Zugang zum Schutzraum ihres Wohnhauses verwehrt. Die Frau spricht fließend Hebräisch. Sie wohnt in einer überwiegend von jüdischen Israelis bewohnten Siedlung. Die Nachbarn bemerkten ihre arabische Herkunft, weil sie beruhigende Worte auf Arabisch an ihre kleine Tochter richtete, während die beiden, zusammen mit anderen Hausbewohnern, die Treppe zum Schutzraum hinuntereilten. Ein Nachbar versperrte ihnen den Weg, sagte „Für euch nicht“ und schlug ihnen die Türe vor der Nase zu.
Das ist kein Einzelfall. Es gibt viele Berichte über Palästinenser mit israelischer Staatsbürgerschaft, denen der Zugang zu Schutzräumen verweigert wurde. Zudem gibt es in überwiegend palästinensischen Ortschaften oder Stadtvierteln von Haus aus weniger Schutzräume. Es kommt auch vor, dass jüdische Bewohner/innen ärmerer Stadtviertel, die anderswo Schutz suchen, vor verschlossenen Schutzraum-Türen um ihr Leben fürchten müssen.
Quellen:
***
Buchtipp:
Johannes Zang, Kein Land in Sicht? Gaza zwischen Besatzung, Blockade und Krieg (PapyRossa 2024), 279 Seiten, 19.90 Euro (https://shop.papyrossa.de/Zang-Johannes-Kein-Land-in-Sicht)
Johannes Zang lebte und arbeitete viele Jahre in Israel und Palästina – als Erntehelfer in einem Kibbuz, als Altenpfleger, Musiklehrer, Reiseleiter und Journalist. Gaza besuchte er ca. 30 Mal. Er ist Autor mehrerer Bücher über Palästina und Israel. Kein Land in Sicht? ist sein neuestes Werk.
Das Buch ist in sieben große Kapitel gegliedert: I. Von der frühesten Zeit bis 1967; II. Die israelische Militärbesatzung 1967 bis heute; III. Die Blockade bzw. die Verschärfung der Blockade; IV. Die Hamas; V. Vom widerständigen Alltag in Gaza; VI. Der 7. Oktober 2023; VIII. Der Krieg ab dem 7. Oktober 2023 und seine Folgen.
Eine formale Besonderheit ist, dass jedes Kapitel in zahlreiche kleine Abschnitte gegliedert ist, die jeweils nur 1 bis 2 Seiten lang sind. Das macht das Buch, trotz der in vielerlei Hinsicht schwierigen Thematik, leicht lesbar. Um einen kleinen Einblick in die Vielfalt der behandelten Themen zu geben, hier ein paar Beispiele für Abschnittstitel:
Das Buch enthält mehr als 500 Quellenverweise in Form von Endnoten am Ende des Buches. Auch das ist sehr leserfreundlich. Es stören keine Fußnoten den Lesefluss, aber man hat die Möglichkeit, die Quellen selber zu sichten.
Zusätzlich zu den Quellenverweisen gibt es noch eine 10 Seiten lange Liste mit kommentierten Literaturempfehlungen sowie Filmempfehlungen. Das Buch schließt mit einer Zeittafel über „Kriege, militärische Operationen und tödliche Auseinandersetzungen in bzw. gegen Gaza“, von 1917 bis 2024. Die Darstellung der gegenwärtigen „militärischen Operation“ in Gaza geht bis zum Sommer 2024.
Das Buch bietet eine unglaubliche Menge an Daten und Fakten. Doch mindestens ebenso stark sind die Schilderungen persönlicher Begegnungen mit Menschen in Gaza, und wie diese ihr Leben unter Besatzung beschreiben.
Viele der erzählten Geschichten haben mich sehr berührt. Zum Beispiel diese: Johannes Zang und seine Frau erhalten bei einem Besuch in Gaza von einem Bauern drei Kilo Erdbeeren als Geschenk. Sie nehmen es nur zögernd an, wissen sie doch, wie wertvoll diese Erdbeeren sind, zumal im Vorjahr die israelische Armee die Anbauflächen zerstört hatte. An der Grenze müssen sie, wie üblich, ihr Gepäck zur Kontrolle abgeben. Auf der anderen Seite der Kontrollstation sind die Erdbeeren nicht mehr dabei. Auf Nachfrage gibt ihnen der israelische Grenzsoldat den Bescheid, dass die Ausfuhr von Nahrungsmitteln aus Gaza verboten sei. Die Erdbeeren seien daher vorschriftsgemäß vernichtet worden. (Die Geschichte geht noch weiter und endet mit einem kleinen Sieg.)
Oder die Geschichte von dem falschen Zebra: Bei einem israelischen Angriff wurden viele Tiere des Zoos in Gaza getötet, unter anderem die Zebras. Neue Zebras zu importieren war wegen der Blockade nicht möglich. Da kam der Zoodirektor auf die Idee, zwei Esel glatt zu scheren und ihnen schwarze und weiße Streifen aufzumalen. Die Kinder bemerkten den Betrug nicht und waren begeistert.
Dieses Buch ist für Menschen ohne Vorkenntnisse ebenso zu empfehlen wie für jene, die schon einiges wissen. Es sollte unbedingt weite Verbreitung finden. Um dem ein wenig nachzuhelfen, habe ich inzwischen ein paar zusätzliche Exemplare nachbestellt, die ich in öffentlich zugängliche Bücherboxen zur freien Entnahme einstellen werde.
Info: https://dienichtvergisst.wordpress.com/2025/06/19/blutiges-brot/
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solidnet.org, vom 18.08.14, 15:18 Uhr, Iran, Tudeh Partei Iran Israel, Kommunistische Partei Israels Ar En Asien Kommunistische und Arbeiterparteien
Tudeh Partei Iran und Kommunistische Partei Israels:
Stoppen Sie den Töten! Beenden Sie den Krieg!
Die Tudeh-Partei des Iran und die Kommunistische Partei Israels verurteilen die anhaltende israelische Aggression in der Region und ihren jüngsten Angriff auf den Iran, der direkt gegen das Völkerrecht verstößt. Wir fordern einen sofortigen Stopp aller militärischen Aktionen, die zu erheblichen zivilen Opfern auf beiden Seiten führen.
Die Verbrechen, die von der rechten reaktionären Regierung von Benjamin Netanyahu in Gaza und dem Westufer mit Unterstützung des US-Imperialismus, des Vereinigten Königreichs und der Verbündeten in der EU begangen wurden, haben nicht nur dazu geführt, dass mehr als 55.000 Palästinenser ihr Leben verloren und über 18.000 Kinder getötet wurden, sondern auch der israelischen Regierung grünes Licht für weitere Aggressionen gegen die Länder der Region gegeben hat, mit dem Ziel, die Ukrainer neu zu rächen. Dies ist eine Regierung, deren Führer zu Recht Verbrechen gegen die Menschlichkeit vom Internationalen Strafgerichtshof beschuldigt wurden.
Während wir Krieg und Zerstörung im Iran und Israel erleben, warnen wir auch vor der Ausbeutung der Situation, um das unmenschliche Leiden und die Unterdrückung des palästinensischen Volkes in Gaza und dem besetzten Westjordanland zu verstärken und fortzusetzen. Wir fordern die internationale Gemeinschaft auf, echte und konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um weitere Katastrophen für das palästinensische Volk und die Völker der Region zu verhindern.
Erkenne jetzt einen palästinensischen Staat an! Beenden Sie den Völkermord in Gaza.
Nur der Imperialismus, seine Klientkräfte, Reaktionäre und die herrschende Diktatur profitieren von Spannungen und Krieg.
Israel und die USA - nach dem Irak, Libyen und Syrien - sind nun entschlossen, die iranische Souveränität zu untergraben und werden nicht aufhören, bis alle Regime in der Region unter demselben Projekt des Imperialismus und der Hegemonie im Nahen Osten gezwungen werden, der den Willen des Volkes und sein Recht auf Selbstbestimmung unterwerfen will.
Wir äußern unseren grundlegenden Widerstand gegen alle nuklearen Rüstungsprogramme im Nahen Osten und weltweit. Der Weg, das nukleare Wette im Nahen Osten zu stoppen, führt nicht durch einen aggressiven Krieg gegen den Iran, sondern geht vielmehr über die Entmilitarisierung der gesamten Region der Atomwaffen und die Unterzeichnung aller seiner Länder, einschließlich Israel, zu einer Nichtverbreitung des Atomwaffenvertrags.
Wir rufen alle fortschrittlichen und freiheitsliebenden Kräfte in Israel, dem Iran und der Welt auf, sich zusammenzuschließen, um diese eklatante und brutale Verletzung des Völkerrechts zu verurteilen und alle Bemühungen auf die Prävention eines weitreichenden, zerstörerischen militärischen Konflikts und der Errichtung des Friedens im Nahen Osten zu konzentrieren.
Die globale Öffentlichkeit muss über die bloße Besorgnis hinausgehen, die der UN-Generalsekretär über Israels Angriff auf den Iran geäußert hat. Alle internationalen Mechanismen, die über die Vereinten Nationen und ihren Sicherheitsrat verfügbar sind, müssen genutzt werden, um die Region daran zu hindern, in einen katastrophalen, weitreichenden Krieg zu stürzen.
STOP jetzt den Krieg und die militärische Eskalation im Nahen Osten!
Beenden Sie den Krieg gegen Gaza, erkennen Sie einen palästinensischen Staat an!
ZK der Kommunistischen Partei Israels CC der Tudeh Partei Irans
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
nachdenkseiten.de, vom 18. Juni 2025 um 10:00 Ein Kommentar von Marcus Klöckner
„Alle Maßnahmen müssen ein Hauptziel haben: das schnellstmögliche Erlangen von Kampfkraft bis 2029“, sagt der Chef des Bundeswehrverbandes, André Wüstner, in einem aktuellen Welt-Interview. Von Kriegstüchtigkeit zur Kampfkraft: Worte, die früher allenfalls in abseitigen Militaria-Foren ausgetauscht wurden, werden heute mit hoher Geschwindigkeit in die Gesellschaft gepresst. An der Sprache lässt sich ablesen, mit welch einem politischen Druck Deutschland den Weg des Militärischen beschreitet. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.
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Ein Oberst des deutschen Heeres verkündet in einer der größten Tageszeitungen der Republik, dass „schnellstmöglich“ „Kampfkraft“ erreicht werden müsse. In dem Interview mit André Wüstner, Chef des Bundeswehrverbands, geht es um die Bundeswehr im Zeichen der sogenannten „Zeitenwende“. Wie bekannt ist: Die NATO und ihre Mitgliedsstaaten wollen sich auf einen Krieg mit Russland vorbereiten, weil – angeblich – ein Angriff aus dem Osten alles andere als unrealistisch sei. Auf dieser Grundannahme bewegt sich das Welt-Gespräch mit dem hochrangigen Vertreter der Bundeswehr.
Gleich zu Beginn geht Wüstner auf neue, wie es heißt, „Fähigkeitsziele“ ein, die die NATO auf ihrem Bündnistreffen Ende Juni beschließen wird. Laut Wüstner, der mit seinem Verband die Interessen von über 200.000 Bundeswehrsoldaten vertritt, sei die Neujustierung der NATO „die logische Konsequenz der aktuellen Bedrohungsanalyse“. Und dann kommt die entscheidende Aussage: „Spätestens nach dem NATO-Gipfel sollten alle verstanden haben, dass die Bundeswehr nun in allen Dimensionen substanzieller und schneller verteidigungsfähig werden muss. (…) Alle Maßnahmen müssen ein Hauptziel haben: das schnellstmögliche Erlangen von Kampfkraft bis 2029 und gleichzeitig das Erreichen der zugesagten Fähigkeitsziele in den Jahren danach. Das Zauberwort lautet: Adaptionsfähigkeit.“
Kampfkraft – dieser Begriff klingt martialisch. Und das ist er auch. Wir alle wissen: Bei der veranschlagten Politik des Krieges geht es um eine unfassbare Aufrüstung. Gigantische Summen – auf Kosten der Steuerzahler – wollen deutsche Politiker in die Bundeswehr pumpen. Wie Wüstner sagt: Es geht um den „Aufbau einer Flugabwehr, Stationierung und Entwicklung von Marsch- oder gar Hyperschallflugkörpern, Logistik und kampfkräftige Verbände von der Brigade über die Division bis zur Korpsebene“.
Der Begriff Kampfkraft baut reibungsfrei auf den Ausdruck „Kriegstüchtigkeit“ auf – der Kabarettist Dieter Hallervorden bezeichnete den Begriff Kriegstüchtigkeit übrigens als „Lieblingswort von Goebbels“. Sowohl in dem Wort Kampfkraft als auch in dem Begriff Kriegstüchtigkeit ist Eskalation angelegt. Wo Kriegstüchtigkeit gewollt und alles darangesetzt wird, Kampfkraft zu erreichen, ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass ein realer Krieg immer näher rücken wird – trotz aller Beteuerungen, es gehe nur um „Abschreckungsfähigkeit“.
Auf einer einfachen, unkritischen Ebene mag man nachvollziehen können, dass Vertreter einer Armee einen Begriff wie Kampffähigkeit benutzen. Schließlich: Die Armeen der Länder fokussieren immer auf theoretischer und praktischer Ebene auf einen wie auch immer gearteten „Kampf“. Doch normalerweise bewegen sich Gedanken und Worte aus dem Militärischen dort, wo sie hingehören, nämlich: zum Militär und nicht in die Gesellschaft. Wenn plötzlich große Medien der militärischen Sprache Raum geben, ist zu spüren, dass sich eine tektonische Verschiebung innerhalb der Politik vollzieht. Längst ist das für jeden offen zu sehen: Das Bewusstsein für das Militärische soll in der Gesellschaft verankert werden. Aussagen wie etwa von Pistorius, der Platz der Bundeswehr sei „in der Mitte der Gesellschaft“, lassen keinen Zweifel, worum es der Politik geht.
Wenn große Medienvertreter der Bundeswehr eine Bühne bieten, um distanzlos über Kampfkraft, Kriegstüchtigkeit und Aufwuchsfähigkeit zu sprechen, wird deutlich: Gewisse Kräfte schieben die Republik in eine Richtung, die großes Unheil bringen wird. Dem Militärischen wird immer weiter der Raum geöffnet – wohin soll das noch führen?
Wüstner redet und redet und redet, aber die grundlegende Prämisse von der ‚Gefahr aus dem Osten‘: Die Welt hinterfragt sie nicht! An keiner Stelle des Interviews hakt das Blatt auch nur einmal ansatzweise kritisch nach. Stattdessen die Frage an Wüstner: „Haben Sie den Eindruck, dass Regierung und Parlament die Dimension der Aufgabe verstanden haben?“
Das Interview in seiner Kritiklosigkeit hätte auch von einem Presseoffizier der Bundeswehr geführt werden können. Das Ziel des Interviews ist klar: Die Gesellschaft soll verstehen, dass „Kampfkraft“ schnellstmöglich erreicht werden muss – kritische Fragen, die der feilgebotenen Realitätskonstruktion die Luft ablassen, wären bei diesem Vorhaben sicherlich ein Störfaktor.
Titelbild: Screenshot ZDF Moma
Rubriken: Audio-Podcast Aufrüstung Kampagnen/Tarnworte/Neusprech Medienkritik
Schlagwörter: Bellizismus Bundeswehr Kampagnenjournalismus Konfrontationspolitik Militarisierung NATO Rüstungsausgaben
Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=134646
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
seniora.org, 19. Juni 2025, von René Zittlau 18.06.2025 – übernommen von voicefromrussia.ch
Die Welt rast auf einen Abgrund zu. Die USA scheinen unter Trump noch stärker als unter Biden ihre eigenen Probleme nicht unter Kontrolle zu bekommen. Ein friedliches Zusammenleben mit anderen scheint zum entrückten Weltbild zu werden.
(Red.) René Zittlau analysiert den Stellvertreter-Krieg Israels auf den Iran punktgenau: Gewalttätiger Griff zur Weltherrschaft. „Als Europa dieses Prinzip der Macht des Stärkeren einst überwand, schrieb man das Jahr 1648. Nach 30 Jahren Krieg kam man endlich zur Einsicht. Der Westen, der sich aus dem Europa des Westfälischen Friedens entwickelte, befindet sich angesichts der Realitäten des Jahres 2025 in einer Phase der politischen und kulturellen Degeneration, also des Verfalls, der Zurückbildung, der Entartung. Wenn das Faustrecht, die Macht des Stärkeren wieder zur bestimmenden politischen Agenda zu werden scheint, dann befinden wir uns erneut auf dem Niveau des späten Mittelalters. Was erwartet uns dann als Nächstes?“ Besser kann man das nicht sagen. (am)
Einleitung Sollte die Menschheit die Krise überleben, die mit dem Überfall Israels und der USA auf den Iran angebrochen ist und die weit über den Iran und Israel hinaus das Geschehen in der Welt zu beeinflussen droht, so werden dereinst Historiker und Lehrer ihren Studenten und Schülern erklären, dass am Freitag, dem 13. Juni 2025 die nach dem zweiten Weltkrieg geschaffene internationale Nachkriegsordnung – das vielzitierte sogenannte Völkerrecht – endgültig aufhörte zu existieren.
Diese durch die Charta der Vereinten Nationen begründete und in der Folge durch eine Unzahl von internationalen Verträgen schriftlich definierte Ordnung basiert auf einem mühsam errungenen Mindestmaß an Vertrauen zwischen den Staaten. Durch Rechtsbrüche und Kriege wurde sie immer wieder auf die Probe gestellt. Doch wohl nie zuvor seit 1945 wurde die Welt so demonstrativ, arrogant und so vorsätzlich belogen, wie es Israel in Person seines Ministerpräsidenten Netanjahu und die USA in Person ihres Präsidenten Trump am 13. Juni 2025 taten. Als „Staatsmänner“ erklärten sie der Weltöffentlichkeit allen Ernstes, sie mussten den Iran präventiv angreifen, um Israel zu schützen. Iran, ein Land, das seit Ewigkeiten kein anderes Land angegriffen hat und auf eine offensive Kriegsführung überhaupt nicht ausgerichtet ist.
Außerhalb der G7 sowie der zu ihrem Dunstkreis gehörenden abhängigen Staaten haben die USA mit diesem Vorgehen sämtlichen politischen Kredit verspielt, allen voran beim Iran, China und Russland, aber auch zum Beispiel bei Pakistan oder großen Teilen Afrikas. Es ist nicht absehbar, wie massiv die politischen Verwerfungen weltweit ausfallen werden durch diese Demaskierung der hegemonialen Interessen der USA und seiner Vasallen live und in Echtzeit.
Der Krieg Israels gegen den Iran kann lange dauern. Er wird die Welt in einer Weise spalten, die wir uns heute nicht einzugestehen vermögen.
Von Israel ist die Weltöffentlichkeit inzwischen seit Jahren auf die bewusste Verdrehung von Tatsachen beruhende Lügen gewohnt. Die unverhohlenen Lügen des amerikanischen Präsidenten im Zusammenhang mit dem durch Israel begonnenen Krieg gegen den Iran haben allerdings eine bisher so nicht gekannte Qualität. Seine Verhöhnung der vorsätzlichen Morden zum Opfer gefallenen iranischen Wissenschaftler und Politiker wird das politische Zusammenleben der Völker verändern. Seine narzisstische Persönlichkeit ließ den US-Präsidenten einfach nicht abseits stehen, als der israelische Ministerpräsident seine vermeintlichen Siegesmeldungen am 13. Juni 2025 verkündete. Er konnte einfach nicht anders, als der Welt mitzuteilen: Ja, aber ohne uns war das nicht möglich.
Damit war der allen aufmerksamen Beobachtern seit langem und sattsam bekannte Geist aus der Flasche – die USA waren direkt an der Planung und Durchführung des israelischen Angriffs auf den Iran beteiligt.
Sie lieferten Tage vor dem Angriff die Hellfire-Raketen, mit denen die iranischen Wissenschaftler exekutiert wurden.

Hellfire Rakete – links: Ergebnis; rechts: Hellfire Rakete
Sie lieferten Geheimdienstinformationen. Sie betankten die israelischen Bomber über Syrien, was für sich allein eine massive Verletzung des Völkerrechts darstellt. Wie man hört, ist inzwischen auch der deutsche Kriegsgeist erwacht, so dass die deutsche Regierung ebenfalls seine Flugzeuge schickt.
Die USA waren und sind auch maßgeblich an der Detektierung und Identifizierung der vom Iran als Antwort auf Israel abgefeuerten Raketen und Drohnen beteiligt.
Die folgende Karte zeigt die unter US-Kontrolle stehenden Radarstützpunkte im Nahen Osten. Israel ist ohne die USA überhaupt nicht in der Lage ist, den Iran „zu sehen“.

Doch die Beteiligung der USA endet hier nicht. US-Kampfflugzeuge sind aktiv beteiligt an der Bekämpfung von iranischen Drohnen und Raketen. Das erfolgt nicht im israelischen Luftraum, sondern am Himmel vom Irak, Syrien und Jordanien. Dabei helfen ihnen nach Kräften ihre NATO-Kollegen aus Großbritannien und Frankreich.
Vor der Küste Israels nimmt sich dieser Aufgabe der US-Zerstörer USS Thomas Hudner an, der zu diesem Zweck kurzfristig aus dem westlichen Mittelmeer dorthin beordert wurde.
Die offene Unterstützung des Krieges Israels gegen den Iran durch den Westen geht also weit über das in der Ukraine „übliche“ Maß hinaus.
Auch an der diplomatischen Front fällt auf, dass die NATO-Staaten abgestimmt auftreten. Frankreich, Großbritannien und Deutschland veröffentlichten eine praktisch wortgleiche Verurteilung – nicht des israelischen Angriffs auf Iran, sondern der Verteidigung des Iran gegen den Angriff.
Der Westen hilft Israel auch auf andere Weise. In Erwartung heftiger iranischer Reaktionen verlegte Israel seine zivilen Flugzeuge nach Zypern und Militärflugzeuge auf einen britischen Luftwaffenstützpunkt auf Zypern.
Die genaue Beobachtung von Einzelheiten bei der Unterstützung Israels offenbart jedoch auch für den Ukraine-Konflikt bedeutsame Tatsachen.
Der in den letzten Tagen öffentlich gemachte Abzug von US-Luftabwehrsystemen vom Typ „Patriot“ aus der Ukraine nach Israel belegt auf seine Weise, dass die Ukraine für die USA nur ein Mittel zum Zweck im unerklärten Krieg gegen Russland darstellt. Er zeigt auch, dass die Ukraine ganz offensichtlich keinerlei Souveränität über ihr vom Westen gelieferte Waffen besitzt. Nur der, der die Kontrolle hat, der die Fäden in den Händen hält, kann nach Belieben für das Kriegsgeschehen relevante Waffensysteme abziehen.
Die Internationale Atomenergie Organisation (IAEA) ist eine Spezialorganisation der UNO. Sie setzt sich laut Statut für eine friedliche und sichere Nutzung der Kernenergie ein und schuf dafür die international gültigen Standards. Leider hat sie wie so gut wie alle UNO-Unterorganisationen und auch die internationalen Sportorganisationen – zum Beispiel IOC, FIFA – wie Organisationen wie die OSZE auch eine andere, dunkle Seite. Denn alle diese Organisationen wurden vom Westen unterwandert und so zu einem Spielball desselben in seinem unstillbaren Bestreben nach unipolarer Weltherrschaft.
Das Wirken der IAEA in Bezug auf den Iran erinnert eher an die Mafia als an eine einst seriöse internationale Organisation. Seine Offenheit ihr gegenüber und gegenüber ihren Inspektoren musste der Iran erneut sehr teuer bezahlen.
Im Lichte der Ereignisse stellt sich die Iran-Resolution der IAEA vom 12. Juni 2025 dar wie ein von der NATO und Israel bestelltes Dokument. Es bezichtigt den Iran, vorsätzlich gegen Vereinbarungen mit der IAEA verstoßen zu haben. Praktisch hatte der Iran nicht einmal Zeit, auf die Vorhaltungen in einer angemessenen Zeit zu reagieren. Hinzu kommt, dass sich der Iran in der Atomfrage einen entscheidenden Durchbruch bei den für den 15. Juni 2025 mit den USA im Oman geplanten Verhandlungen versprach. Dazu erklärte er vorab öffentlich seine Bereitschaft, auf praktisch alle an ihn gestellten Forderungen einzugehen.
Doch diese geplanten Verhandlungen nutzten die USA als Tarnung für ihre mit Israel für den 12. Juni 2025 gegen den Iran losgetretene Aggression.
Und noch ein Detail ist erschreckend: Der iranische Geheimdienst machte wenige Tage vor dem Angriff öffentlich, dass er brisante Dokumente zum israelischen Atomprogramm erbeutet hatte. In den Dokumenten fanden die Iraner die persönlichen Daten der iranischen Atomwissenschaftler, die am 12. Juni 2025 von Israel mit z.B. Hellfire-Raketen ermordet wurden und die Teilnehmer der iranischen Delegation am 15. Juni 2025 in Oman sein sollten.
In den erbeuteten Dokumenten ist festgehalten, dass Israel diese Daten von der IAEA erhalten hatte – Daten, die zum unmittelbaren Tod der Wissenschaftler führten. https://www.youtube.com/watch?v=9L-A8bx8-X0 (ab Minute 16.50)
Die Vorbereitungen des Überfalls auf den Iran waren langfristig, wie die israelischen Offiziellen bereitwillig zugaben. Der Angriffstermin war somit nicht zufällig.
Angesichts der geplanten Atom-Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran im Oman waren die Iraner offenbar vom guten Willen der Amerikaner überzeugt. Sie rechneten zwar mit einem möglichen israelischen militärischen Angriff, doch NACH den Verhandlungen. Und sie rechneten vor allem nicht mit einem Angriff aus dem Innern des eigenen Landes.
Eines der großen Ziele Israels war und ist es, die USA in den Krieg mit dem Iran hineinzuziehen. Denn ohne die USA ist Israel nicht in der Lage, den Iran konventionell zu besiegen.
Die folgenden Fakten machen deutlich, dass die USA tief in die Planung des Angriffs eingebunden sein mussten. Denn um den Iran bezüglich seiner Atomforschung „zur Verantwortung zu ziehen“, musste ein Konflikt bis zum Oktober 2025 provoziert werden. Denn im Oktober 2025 läuft der Vertrag zwischen der IAEA und dem Iran aus. Nach dem Auslaufen ist der Iran frei zu tun, was immer er für richtig hält.
Ein weiterer für den Kriegstermin wichtiger Punkt ist die Tatsache, dass die USA bereits im September 2025 entsprechend eines Vertrages mit der irakischen Regierung die Kontrolle über den irakischen Luftraum verlieren. Ohne diese Kontrolle hätte Israel völlig anders planen müssen.
Doch das sind taktische Überlegungen vor dem großen strategischen Ziel.
Der Iran ist ein Schlüsselstaat der BRICS. Und BRICS selbst stellt für den gesamten Westen ökonomisch, gesellschaftlich und politisch eine gewaltige Herausforderung dar. In praktisch allen Schlüsselparametern ist diese Staatengruppe dem Westen überlegen. Hinzu kommt die enge Verflechtung der BRICS mit der OPEC und auch den afrikanischen und asiatischen Staaten.
In den letzten Monaten gab es seitens des Westens immer wieder Bestrebungen, das eine oder andere BRICS-Mitglied zu umgarnen oder unter Druck zu setzen. Der kürzliche Konflikt zwischen Pakistan und Indien weist ebenfalls diesbezügliche Aspekte auf.
Israel und die USA wollen zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Ein Regimechange würde die gewünschte westliche Ordnung im Nahen Osten wiederherstellen einschließlich des langgehegten Zugangs zu den iranischen Bodenschätzen. Gleichzeitig wäre das ein empfindlicher Schlag gegen die BRICS-Gruppe.
Die Art und Weise des Verrats der USA gegenüber dem Iran dürfte Russland äußerst aufmerksam verfolgt haben. Dieses Vorgehen wird auch dem letzten Zweifler in der russischen Politik die Augen geöffnet haben über Donald Trump und das Wesen der amerikanischen Avancen gegenüber Russland.
Ein Herausbrechen des Iran aus BRICS würde Russland vor erhebliche Probleme stellen. Der angestrebte Nord-Süd-Transportkorridor vom Norden Russlands über Aserbaidschan, Iran nach Indien ist ohne den Iran nicht realisierbar.
China verliert ohne den Iran seinen derzeit größten Erdgaslieferanten. Es dürfte kein Zufall gewesen sein, dass Israel im Iran gerade das weltweit größte Gasfeld in Brand setzte.
Ohne den Iran verliert BRICS seine innere Statik.
Das eigentliche Ziel des Angriffs ist also nicht der Iran, es ist BRICS. Das wird auch in Moskau und Peking zu entsprechenden Überlegungen und Entscheidungen führen.
Es wird ein Ringen der Giganten – der Westen gegen BRICS einschließlich des globalen Südens. Die ökonomischen Kennziffern sprechen für BRICS, was einen waidwunden Westen durchaus zum letzten Mittel greifen lassen könnte – zur Atombombe.
Die Geschichte der Beziehungen mit dem Westen ist für den Iran lang und schmerzvoll. Nicht nur einmal haben Großbritannien und die USA gewaltsam den Lauf der Geschichte des rohstoffreichen Landes geändert oder dies versucht. Der westliche Putsch gegen die demokratisch gewählte Regierung Mossadegh im Jahre 1953 hat Auswirkungen bis in die Gegenwart.
Iran hat also guten Grund, den Angeboten des Westens zu misstrauen, zumal die Wahl zwischen Pest und Cholera zu treffen ist, zwischen Kapitulation mit Regimechange oder ökonomischer Unterwerfung. Wobei letztere Möglichkeit den Regimechange impliziert.
Die Ereignisse der letzten Stunden und Tage werden den Iran möglicherweise dazu motivieren, nun doch eine Atombombe zu bauen. Das ist keine Bestätigung des Westens, sondern eine schmerzliche Lehre. Denn angesichts einer iranischen Atombombe hätten Israel und die USA den Angriff auf den Iran nicht gewagt.
Professor Marandi von der Teheraner Universität verweist in einem Interview auf die iranische Geschichte. Iran war in schwierigen Etappen seiner Geschichte nicht abhängig von einzelnen Personen. Es gab immer wieder Anschläge von außen auf führende Politiker und Militärkommandeure mit dem Ziel, die Entwicklung des Landes zu ändern. Im Irak-Krieg wurde der Präsident getötet, dann der Ministerpräsident und viele Militärkommandeure, ohne dass die mit den Morden verbundenen Ziele erreicht wurden.
Nach seiner Wahrnehmung stellen sich die Iraner trotz aller Probleme klar hinter die Führung des Landes. „Das Land ist geeint in einer Weise, wie ich es nie zuvor gesehen habe.“
Und so kommt er zu dem Schluss:
„Wir müssen sicherstellen, dass dies ein Fehler war und dass so etwas nie wieder geschieht. Die Beziehungen des Iran zum Westen werden sich grundlegend ändern.“
Die Zerstörung der internationalen Ordnung, die Zerstörung des Völkerrechts ist in vollem Gange. Wenn es kein Vertrauen mehr gibt, wenn Verträge, Recht und Gesetz nichts mehr gelten, dann kommt das einer Rückkehr zum Faustrecht gleich. Einer Rückkehr der Macht des Stärkeren.
Als Europa dieses Prinzip der Macht des Stärkeren einst überwand, schrieb man das Jahr 1648. Nach 30 Jahren Krieg kam man endlich zur Einsicht.
Der Westen, der sich aus dem Europa des Westfälischen Friedens entwickelte, befindet sich angesichts der Realitäten des Jahres 2025 in einer Phase der politischen und kulturellen Degeneration, also des Verfalls, der Zurückbildung, der Entartung. Wenn das Faustrecht, die Macht des Stärkeren wieder zur bestimmenden politischen Agenda zu werden scheint, dann befinden wir uns erneut auf dem Niveau des späten Mittelalters. Was erwartet uns dann als Nächstes?
Quelle: Stimme aus Russland
https://voicefromrussia.ch/es-geht-um-alles-nicht-nur-fur-den-iran/
Mit freundlicher Genehmigung übernommen.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
aus e-mail von Doris Pumphrey, 19. Juni 2025, 7:45 Uhr
*Sie standen bloß Schlange für etwas Mehl: Israel tötet über 50
Palästinenser bei Ausgabestelle
*Am Dienstag hat Israels Militär das Feuer auf eine
Hilfsgüterverteilstelle in Chan Yunis im Gazastreifen eröffnet. In dem
Gebiet hatten sich Tausende Palästinenser versammelt, in der Hoffnung,
Mehl von dem Standort des Welternährungsprogramms (WFP) zu erhalten, zu
dem auch eine Gemeinschaftsküche in der Nähe gehört. Ein örtlicher
Journalist und Augenzeugen berichteten, dass Drohnen zwei Raketen
abfeuerten. Kurz darauf soll eine Granate aus einem israelischen Panzer
abgefeuert worden sein, der etwa 500 Meter von der Menschenmenge
entfernt stand.
Mindestens 51 Palästinenser sollen getötet und über 200 weitere verletzt
worden sein. Laut "BBC" stehen fast alle Todesopfer der letzten Tage in
Gaza im Zusammenhang mit der Verteilung von Hilfsgütern und nicht mit
israelischen Angriffen auf die Hamas. Das israelische Militär erklärte,
dass es den Vorfall prüfe. Israel lässt keine internationalen
Nachrichtenorganisationen in den Gazastreifen, um die Geschehnisse vor
Ort zu überprüfen.
/Siehe

hier aus Quelle hinzugefügter Screenshot
Video:/https://rumble.com/v6uzad5-sie-standen-blo-schlange-fr-etwas-mehl-israel-ttet-ber-50-palstinenser-bei-.html Dauer 1:14 min
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lostineu.eu, 19. Juni 2025
Die Watchlist EUropa vom 19. Juni 2025 – Heute mit News und Updates zur Aufrüstung gegen Russland, zur Außenpolitik des Kanzlers und zur Parteienfinanzierung durch Brüssel.
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Die EU-Außenbeauftragte Kallas nutzt jede Gelegenheit, Russland eins auszuwischen. So auch bei der Debatte über den kommenden Nato-Gipfel, die am Mittwoch im Europaparlament in Straßburg stattfand.
“Russland hat gegen die Nato und die EU keine Chance“, sagte Kallas. “Ich glaube nicht, dass es eine Bedrohung gibt, die wir nicht überwinden können, wenn wir gemeinsam und mit unseren Nato-Verbündeten handeln”.
Das klang fast so, als hinge sie immer noch dem irrwitzigen Ziel an, die Atommacht Russland zu “besiegen”. Allerdings machte Kallas, die als Hardlinerin bekannt ist, eine wichtige Einschränkung: “Aber wir müssen zusammenhalten“.
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Und genau hier gibt es ein Problem. Denn je näher der Nato-Gipfel rückt, desto größer werden die Risse in der US-geführten Militärallianz. Zwei wichtige EU-Länder sind schon öffentlich ausgeschert.
So hat Belgiens Premier De Wever erklärt, dass er nicht wisse, ob Belgien das neue 5-Prozent-Ziel erreichen könne, das US-Präsident Trump vorgegeben hat. In diesem Jahr schafft Belgien mit Ach und Krach 2 Prozent!
Ähnliche Töne kommen aus Spanien. “Spain pushes back against mooted 5% NATO spending goal”, berichtet AFP. Der sozialistische Regierungschef Sanchez könnte beim Nato-Gipfel in Den Haag sogar Nein sagen!
Außerdem wäre da noch die Slowakei. Premier Fico erklärte, sei “absolut absurd, so viel für Verteidigung auszugeben”. Die Slowakei habe dafür nicht die Mittel. Im Zweifel sei “Neutralität” die bessere Wahl.
Ob er damit den Nato-Austritt ins Spiel bringt, wie der “Spiegel” behauptet, ist unklar. Auf jeden Fall rütteln schon drei EU-Länder an den neuen Vorgaben zur Aufrüstung – und setzen sich auch von Kanzler Merz ab, der Trump brav folgt.
Und dann wären da noch die USA. Beim G-7-Gipfel hat sich Trump nicht zur Ukraine bekannt. Wenn er sich nun – wie mehrfach angedroht – aus der Ukraine-Hilfe zurückziehen sollte, stünden die EUropäer allein gegen Russland.
Deutschland, das laut Merz “führen” will, müsste dann wohl den Kopf hinhalten und die Zeche zahlen...
Mehr EU-Geld für Parteien. Die europäischen Parteienfamilien und Stiftungen haben sich einen kräftigen Schluck aus der Pulle des EU-Budgets gesichert. Statt wie bisher 90 sollen konservative EVP, sozialdemokratische S&D und liberale Renew künftig bis zu 95 Prozent ihrer Finanzierung aus dem EU-Budget sichern. Dafür müssen sie einige neue Transparenz- und Gender-Auflagen erfüllen. Das Europaparlament und der polnische EU-Vorsitz feiern dies als Fortschritt für die europäische Demokratie. Dabei haben sie den wichtigsten Schritt – die Schaffung von EU-weiten Listen für die Europawahl – immer noch nicht gewagt. Sie haben sich selbst geholfen, nicht dem Wähler…
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‹ Aufgelesen: Europas doppelte Standards
3 Comments
Kleopatra
19. Juni 2025 @
08:25
Die “Schaffung von EU-weiten Listen für die Europawahl” ist dem Europaparlament aus eigener Kraft nicht möglich, da länderübergreifende Listen eine Änderung des Direktwahlaktes voraussetzen würden, wie Ihnen doch bekannt sein sollte. Und der Direktwahlakt kann nur mit Zustimmung aller Mitgliedstaaten geändert werden. Mehr als Wünsche äußern kann das Parlament nicht, und Vorwürfe an seine Adresse sind deshalb unangemessen (das Parlament äußert mW. diesen Wunsch immer wieder). Länderübergreifende Listen würden übrigens insofern technische Schwierigkeiten bereiten, als mit ihnen die “degressive Proportionalität”, dh. der Grundsatz, dass große Länder zwar mehr Abgeordnete entsenden als kleine, dafür jedoch bei großen Ländern ein Abgeordneter (teils deutlich) mehr Wähler vertritt als bei kleinen, kaum durchführbar wäre – diese Regelung zur Begünstigung kleiner Mitgliedstaaten funktioniert mE. nur, wenn nach Mitgliedstaaten getrennt gewählt wird.
Listen, die nur für einen Teil des Wahlgebietes gelten, sind übrigens nichts ungewöhnliches, sondern in größeren oder föderal strukturierten Ländern eher die Regel. Z.B. wird der deutsche Bundestag mit Landeslisten gewählt.
ebo
19. Juni 2025 @
08:59
Es ging um Verhandlungen mit dem Rat, also den 27 EU-Ländern. Da hätte man durchaus mehr rausholen können, auch zu den EU-weiten Listen.
Guido B.
19. Juni 2025 @
07:31
Ja, Herr Merz muss sich rhetorisch etwas mäßigen, wenn er mit seiner braunen Gesinnung in der EU den Ton angeben will. Die europäische Öffentlichkeit ist noch nicht bereit für offenen Rassismus. Autoritarismus und Angriffskriegverherrlichung. Er muss seine abartige Gesinnung vorerst noch in Watte packen.
Nö, das war kein „Lapsus“. Das war einfach zu ungefiltert authentisch.
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Weiteres:
lostineu.eu, vom 18. Juni 2025
Die EU verurteilt Russlands Angriffskrieg, zeigt aber Verständnis für Israels Attacke auf den Iran. Damit entlarvt sie die “regelbasierte Ordnung” als Farce.
Von Eldar Mamedov*
Als israelische Kampfflugzeuge vergangene Woche den Iran angriffen – eine eklatante Verletzung der iranischen Souveränität, bei der neben hochrangigen Militärkommandanten und Nuklearwissenschaftlern zahlreiche Zivilisten getötet wurden und der Iran zu ebenso wahllosen Vergeltungsschlägen ermutigt wurde –, verurteilten die europäischen Anführer den Angriff nicht.
Stattdessen unterstützten sie ihn perverserweise und verurteilten den Iran für die Angriffe auf sein eigenes Territorium.
Der französische Präsident Emmanuel Macron gab den Ton an, indem er das “laufende Atomprogramm” des Iran verurteilte und das “Recht Israels auf Selbstverteidigung und Sicherung seiner Sicherheit” bekräftigte. Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, schien aus dem gleichen Drehbuch zu sprechen, indem sie Israels “Recht auf Selbstverteidigung” wiederholte und dies mit einigen allgemeinen Floskeln über die Notwendigkeit von Zurückhaltung und Deeskalation ergänzte.
Das deutsche Auswärtige Amt ging sogar noch einen Schritt weiter und “verurteilte” den Iran “nachdrücklich” für einen “wahllosen Angriff auf israelisches Territorium”, obwohl Teheran seine Raketen erst als Antwort auf einen Angriff Israels auf sein Gebiet gestartet hatte. Damit unterstützte es Israels Handlungen voll und ganz.
Diese orwellsche Rhetorik ist nicht nur Inkompetenz oder Ignoranz. Sie ist der Höhepunkt jahrelanger europäischer diplomatischer Misswirtschaft, die zu dieser Krise beitrug und die “regelbasierte Ordnung” als Farce entlarvte. Die Doppelmoral Europas hat seine Glaubwürdigkeit zerstört.
Weiterlesen auf “telepolis”. Siehe auch EUropäer decken Israel
*Eldar Mamedov ist ein in Brüssel ansässiger Experte für Außenpolitik und Non-Resident Fellow am Quincy Institute
‹ Nun will sich die EU auch noch mit China anlegen › Risse in der Nato, Zweifel an Merz – und mehr EU-Geld für Parteien
2 Comments
Michael
18. Juni 2025 @
18:44
Soll damit behauptet werden dass, wenn der sog. Westen den israelischen Angriff auf Iran als Völkerrechtswidrig kritisieren würde, die russische Intervention gegen die Ukraine ebenfalls völkerrechtswidrig sei!? Dem könnte ich nicht zustimmen!
Guido B.
18. Juni 2025 @
18:33
Der deutsche Bundeskanzler bedankte sich beim Aggressor für die „Drecksarbeit“, die er für uns alle leiste.
Man muss ihm für diese Offenheit dankbar sein. Die ganze Welt ist nun informiert, welche Sorte Kanzler dieses Deutschland gewählt hat. Es fehlt nur noch die stramm sitzende Uniform. Die Gesinnung sitzt bereits perfekt.
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Weiteres:
lostineu.eu, vom 18. Juni 2025
Das hat gerade noch gefehlt: Nachdem sich die EU bereits gegen Russland in Stellung gebracht hat, will sie sich nun auch noch mit China anlegen. Zu diesem Zweck – und zur gemeinsamen Aufrüstung – wurden Verhandlungen mit Australien aufgenommen. Die geplante “Verteidigungspartnerschaft” werde “die Tür zu gemeinsamen Beschaffungsmöglichkeiten für Verteidigungsgüter öffnen”, kündigte Australiens Premier Albanese an. Er betonte, die Sicherheit Europas und die Indo-Pazifik-Region seien eng miteinander verbunden. Bereits im Mai hatten er und Kommissionschefin von der Leyen ein Verteidigungsabkommen in Aussicht gestellt. Die deutsche CDU-Politikerin bezeichnete Australien damals als strategischen Partner.
‹ LNG aus Russland: Ausstieg mit der Brechstange › Aufgelesen: Europas doppelte Standards
4 Comments
hg
19. Juni 2025 @
08:27
…strategische Partnerschaft “; ja, man sollte bei alle den Verwerfungen dieser Zeit die Strategie der USA, hin zur ” einzigen Weltmacht” im Auge behalten, wie sie einst u.A. Z. Brczinski – u.a. im gleinamigen Titel seine Buches niedergelegt – verfasst hatte. Dazu gehört auch der “Generationen übergreifende Krieg”, wie er eigentlich seit Korea bereits anhält, nur mit unterschiedlichen Motivationen wie Gegnern.
Guido B.
18. Juni 2025 @
15:04
Hier eine Kurzlaudatio von Martin Sonneborn:
https://www.youtube.com/watch?v=0dnC31Wy0eU
Guido B.
18. Juni 2025 @
15:00
Im Ernst: Frau von der Leyen taugt bestenfalls noch als Schreibtisch-Kaktus oder stählernes Stachelschwein im Büro des NATO-Generalsekretärs Mark Rutte. Bitte erlöst EUropa von Ursula von der Leyen!
Erneuerung
18. Juni 2025 @
14:46
Wann ist es soweit, dass die BRICS+ soviel Einigkeit zeigen, das sie sich komplett vom westlichen Einfluss abkoppeln? Sie haben genügend Rohstoffe, genügend Humankapital und genügend technisches Knowhow. Weshalb subventionieren sie ihren eigenen geplanten Untergang durch den Westen?
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en.wikipedia.org, Seite besucht am 19. Juni 2025, 9:30 Uhr
https://en.wikipedia.org/wiki/A_Clean_Break:_A_New_Strategy_for_Securing_the_Realm
A Clean Break: A New Strategy foraving the Realm (allgemein bekannt als "Clean Break " Bericht) ist ein politisches Dokument, das 1996 von einer Studiengruppe unter der Leitung von Richard Perle für Benjamin Netanyahu, den damaligen Premierminister Israels, erstellt wurde.[1] Der Bericht erläuterte einen neuen Ansatz zur Lösung der israelischen Sicherheitsprobleme im Nahen Osten mit einem Schwerpunkt auf "westlichen Werten". Sie wurde seitdem dafür kritisiert, dass sie eine aggressive neue Politik befürwortete, einschließlich der Entfernung Saddam Husseins aus der Macht im Irak und der Eindämmung SyriensSyria, indem sie Stellvertreterkriege einleite und ihren Besitz von "Massenvernichtungswaffen" hervorhob. Bestimmte Teile der Politik, die in dem Papier dargelegt wurden, wurden von Netanjahu abgelehnt.[2][3]
Bericht
Laut der Präambel des Berichts[[1] wurde es von der Studiengruppe über eine neue israelische Strategie auf dem Weg nach 2000 geschrieben, die Teil des Institute for Advanced Strategic and Political Studies war.
Der ehemalige stellvertretende Verteidigungsminister der Vereinigten Staaten Richard Perle war der "Study Group Leader", aber der Abschlussbericht enthielt Ideen von Douglas Feith, James Colbert, Charles Fairbanks Jr., Jonathan Torop, David Wurmser, Meyrav Wurmser und IASPS-Präsident Robert Loewenberg.[ 4]
Inhalt
Der Inhalt des Berichts ist in eine Einführung von sechs Sektionen unterteilt. Der Bericht verfliegt sich in seinem Hauptkommentartext eine Reihe von "Schlüsselpassagen einer möglichen Rede:"
Während es diejenigen gibt, die Kontinuität raten werden, Israel hat die Möglichkeit, einen sauberen Bruch zu machen; es kann einen Friedensprozess und eine Strategie auf der Grundlage einer völlig neuen intellektuellen Grundlage schmieden, die strategische Initiative wiederherstellt und der Nation den Raum gibt, jede mögliche Energie auf den Wiederaufbau des Zionismus zu investieren, der Ausgangspunkt muss Wirtschaftsreform sein.[1]
Die Einführung schlägt konkret drei neue Richtlinien vor:
"Dies kann nur geschehen, wenn Israel ernsthafte Schritte unternimmt, um die Hilfe zu beenden, was Wirtschaftsreformen verhindert."[1]
Während die vorherige Regierung und viele im Ausland Land für den Frieden betonen können - was Israel in die Position des kulturellen, wirtschaftlichen, politischen, diplomatischen und militärischen Rückzugs versetzte - kann die neue Regierung westliche Werte und Traditionen fördern. Ein solcher Ansatz, der in den Vereinigten Staaten gut aufgenommen wird, beinhaltet Frieden für Frieden, Frieden durch Stärke und Selbstvertrauen: das Gleichgewicht der Macht.[1]
Syrien fordert Israel auf libanesischem Boden heraus. Ein wirksamer Ansatz, mit dem die Amerikaner sympathisieren können, wäre, wenn Israel die strategische Initiative entlang seiner nördlichen Grenzen ergreifen würde, indem es die Hisbollah, Syrien und den Iran als Hauptakteure der Aggression im Libanon einbezieht, einschließlich:
- Syriens Drogengeld- und Fälschungsinfrastruktur im Libanon zu treffen, die sich alle auf Razi Qanan konzentriert.
- Parallel zum Verhalten Syriens, indem der Präzedenzfall geschaffen wird, dass syrisches Territorium nicht immun gegen Angriffe ist, die vom Libanon aus dem Libanon durch israelische Stellvertreterkräfte ausgehen...[ 1]
Israel kann diese Gelegenheit auch nutzen, um die Welt an das Wesen des syrischen Regimes zu erinnern. Syrien bricht wiederholt sein Wort. Sie verletzte zahlreiche Abkommen mit den Türken und hat die Vereinigten Staaten verraten, indem sie den Libanon weiterhin unter Verletzung des Taef-Abkommens im Jahr 1989 besetzte. Stattdessen veranstaltete Syrien eine Scheinwahl, installierte ein Quisling-Regime und zwang den Libanon 1991, ein "Bruderschaftsabkommen" zu unterzeichnen, das die libanesische Souveränität beendete. Und Syrien hat begonnen, den Libanon mit Hunderttausenden Syrern zu kolonisieren, während Zehntausende seiner eigenen Bürger gleichzeitig getötet wurden, wie es in nur drei Tagen 1983 in Hama der Fall war. Angesichts der Natur des Regimes in Damaskus ist es sowohl natürlich als auch moralisch, dass Israel die Losung des umfassenden Friedens und des Weges zur Eindämmung Syriens aufgibt, die Aufmerksamkeit auf seine weapons of mass destructionMassenvernichtungswaffenprogramme lenkt und Land für Friedensabkommen auf den Golanhöhen ablehnt.[1]
Israel kann sein strategisches Umfeld in Zusammenarbeit mit der Türkei und Jordanien gestalten, indem es Syrien schwächt, eindämmt und sogar zurückdrängt. Diese Bemühungen können sich darauf konzentrieren, Saddam Hussein von der Macht im Irak zu entfernen - ein wichtiges israelisches strategisches Ziel für sich - als Mittel zur Vereitelung der regionalen Ambitionen Syriens.[1]
Da die Zukunft des Irak das strategische Gleichgewicht im Nahen Osten tiefgreifend beeinflussen könnte, wäre es verständlich, dass Israel ein Interesse daran hat, die Hashemites bei ihren Bemühungen zu unterstützen, den Irak neu zu definieren, einschließlich solcher Maßnahmen wie: den Besuch Jordaniens als ersten offiziellen Staatsbesuch, sogar vor einem Besuch in den Vereinigten Staaten, an der neuen Netanjahu-Regierung; die Unterstützung von König Hussein durch die Unterstützung der jordanischen Sicherheit durch die jordanische Regierung. Wären die Haschemiten, um den Irak zu kontrollieren, könnten sie ihren Einfluss auf Najf nutzen, um Israel zu helfen, die südlibanesischen Schiiten von der Hisbollah, dem Iran und Syrien wegzuschmäht. Schiiten haben starke Verbindungen zu den Haschemiten: die schiitische Verehrung ist die Familie des Propheten, deren direkte Nachkommen - und in deren Adern das Blut des Propheten fließt - König Hussein. 1]
Am wichtigsten ist, dass es verständlich ist, dass Israel ein Interesse daran hat, die Aktionen der Türkei und Jordaniens gegen Syrien diplomatisch, militärisch und operativ zu unterstützen, wie die Sicherung von Stammesbündnissen mit arabischen Stämmen, die syrisches Territorium betreten und der syrischen herrschenden Elite feindlich gegenüberstehen.[1]
Israel hat die Chance, eine neue Beziehung zwischen sich und den Palästinensern zu schmieden. In erster Linie könnten Israels Bemühungen, seine Straßen zu sichern, eine heiße Verfolgung in palästinensisch kontrollierte Gebiete erfordern, eine berechtigte Praxis, mit der die Amerikaner sympathisieren können.[1]
Um den Punkt zu betonen, dass Israel die Handlungen der PLO, aber nicht das arabische Volk, betrachtet, möchte Israel vielleicht in Erwägung ziehen, besondere Anstrengungen zu unternehmen, um Freunde zu belohnen und die Menschenrechte unter den Arabern zu fördern.[1]
Israel kann einen sauberen Bruch mit der Vergangenheit machen und eine neue Vision für die US-israelische Partnerschaft auf der Grundlage von Eigenständigkeit, Reife und Gegenseitigkeit entwickeln - nicht eine, die sich eng auf territoriale Streitigkeiten konzentriert. Israels neue Strategie - basierend auf einer gemeinsamen Friedensphilosophie durch Stärke - spiegelt die Kontinuität mit westlichen Werten wider, indem sie betont, dass Israel selbstständig ist, keine US-Truppen in irgendeiner Eigenschaft benötigt, um sie zu verteidigen, einschließlich auf den Golanhöhen, und kann ihre eigenen Angelegenheiten verwalten.[1]
Um diesen Punkt zu verstärken, kann der Premierminister seinen bevorstehenden Besuch nutzen, um anzukündigen, dass Israel jetzt reif genug ist, um sich mindestens von den US-Wirtschaftshilfen und Kreditgarantien zu befreien, die wirtschaftliche Reformen verhindern.[1]
Israels neue Agenda kann einen sauberen Bruch signalisieren, indem sie eine Politik aufgibt, die Erschöpfung annahm und einen strategischen Rückzug ermöglichte, indem sie das Prinzip der Vorwegnahme wiederherstellte, anstatt Vergeltung zu vergelten und indem sie aufhörte, Schläge gegen die Nation ohne Antwort zu absorbieren."[ 1]
"Israels neue strategische Agenda kann das regionale Umfeld so gestalten, dass es Israel den Raum gibt, seine Energien wieder auf das zu konzentrieren, wo sie am dringendsten benötigt werden: seine nationale Idee zu verjüngen, die nur durch die Ersetzung der sozialistischen Grundlagen Israels durch eine solidere Grundlage entstehen kann; und um seine Erschöpfung zu überwinden, die das Überleben bedroht
Letztendlich kann Israel mehr tun, als nur den arabisch-israelischen Konflikt zu bewältigen. Keine Menge an Waffen oder Siegen wird Israel den Frieden gewähren, den es sucht. Wenn Israel auf einer soliden wirtschaftlichen Basis ist und innerlich frei, mächtig und gesund ist, wird es nicht mehr einfach den arabisch-israelischen Konflikt bewältigen, sondern es wird ihn überwinden. Wie ein hochrangiger irakischer Oppositionsführer kürzlich sagte: Israel muss seine moralische und intellektuelle Führung verjüngen und beleben. Es ist ein wichtiges - wenn nicht das wichtigste Element in der Geschichte des Nahen Ostens. Israels stolz, wohlhabend, solide und stark – wäre die Grundlage eines wirklich neuen und friedlichen Nahen Ostens.[1]
Einfluss
Einige Aspekte der Politik, die im Bericht "Clean Break" dargelegt wurde, wurden von Netanjahu abgelehnt.[2][3]
Brian Whitaker berichtete in einem Artikel vom September 2002 [[5], der in The Guardian veröffentlicht wurde, dass "mit mehreren Autoren des Clean Break-Papiers, die jetzt Schlüsselpositionen in Washington innehaben, der Plan für Israel, seine Feinde zu überwinden, durch die Umgestaltung des Nahen Ostens heute ein gutes Stück mehr zu erreichen scheint als 1996. Die Amerikaner könnten sogar dazu überredet werden, ihr Leben aufzugeben, um es zu erreichen."
Im März 2003 Patrick J. Buchanan, der sich auf die Invasion des Irak 2003 und des Berichts bezieht, schrieb: "Ihr Plan, der Israel dazu drängte, 'das Prinzip der Vorwegnahme' wiederherzustellen, wurde nun von Perle, Feith, Wurmser & Co. über die Vereinigten Staaten auferlegt."[ 6]
Ian Buruma schrieb im August 2003 in der New York Times:[[7]
Douglas Feith und Richard Perle rieten Netanjahu, der 1996 Premierminister war, einen "sauberen Bruch" mit den Oslo-Abkommen mit den Palästinensern zu machen. Sie argumentierten auch, dass der israelischen Sicherheit am besten durch einen Regimewechsel in den umliegenden Ländern gedient würde. Trotz des aktuellen Schlamassels im Irak ist dies in Washington immer noch üblich. In den Worten von Paul Wolfowitz: "Der Weg zum Frieden im Nahen Osten geht durch Bagdad." Es ist in der Tat zu einem Glaubensartikel (buchstäblich in einigen Fällen) in Washington geworden, dass amerikanische und israelische Interessen identisch sind, aber das war nicht immer so, und "jüdische Interessen" sind jetzt nicht der Hauptgrund dafür.
Buruma fährt fort:[[7]
Was wir also sehen, ist keine jüdische Verschwörung, sondern eine eigentümliche Allianz evangelikaler Christen, außenpolitischer Hardliner, Lobbyisten für die israelische Regierung und Neokonservativen, von denen einige zufällig jüdisch sind. Aber die Juden unter ihnen - Perle, Wolfowitz, William Kristol, Herausgeber von The Weekly Standard, et al. - sprechen eher über Freiheit und Demokratie als über Halakha (Jüdisches Recht). Was dieses Kanonische Bündnis eint, ist eine gemeinsame Vision des amerikanischen Schicksals und die Überzeugung, dass amerikanische Macht und eine harte israelische Linie gegenüber den Arabern die besten Möglichkeiten sind, die Vereinigten Staaten stark, Israel sicher und die Welt zu einem besseren Ort zu machen.
Im Jahr 2005 sagte David Martin, ein CBS News National Security Correspondent, in Bezug auf den Entscheidungsprozess, der zum Krieg im Irak führte, dass er "nie Beweise dafür sah, dass Richard Perle eine entscheidende Wirkung auf die US-Politik hatte. Er war einfach nicht in der Lage, dies zu tun."[ 8]
George Packer erläutert in seiner 2005 Sachbuchanalyse des Irak-Krieges The Assassins' Gate den Clean Break-Bericht "durch die Linse von Wurmsers nachfolgendem AEI veröffentlichtem Volumen, der (1999) argumentierte, dass Amerikas Abzug Saddams strategische Probleme lösen und die Palästinenser im Wesentlichen hilflos machen würde.[9]
Im Jahr 2006 wies die Kommentatorin Karen Kwiatkowski auf die Ähnlichkeiten zwischen den vorgeschlagenen Aktionen im Clean Break-Dokument und der anschließenden Invasion des Irak 2003 hin. Bald nach Phyllis deutete Bennis auf die Ähnlichkeiten zwischen den Vorschlägen im Clean Break-Dokument und dem anschließenden Libanonkrieg 2006 hin.[ 11]
Im Jahr 2006 bemerkte Sidney Blumenthal die Relevanz der Zeitung für die mögliche israelische Bombardierung von Syrien und dem Iran und schrieb: "Um zu versuchen, den neokonservativen Fahrplan zu verstehen, haben führende nationale Sicherheitsexperten begonnen, unter sich das Clean Break "Neocon-Manifest" zu zirkulieren. Bald nach "Taki" von The American Conservative schrieb:
Kürzlich deutete Netanjahu an, dass Präsident Bush ihm versichert habe, dass der Iran daran gehindert werde, in die Atomindustrie zu gehen. Ich nehme ihn beim Wort. Netanjahu scheint der Hauptbeweger in Amerikas offizieller Annahme des Weißbuchs A Clean Break von 1996 zu sein, das von ihm und amerikanischen Neokonservativen verfasst wurde und darauf abzielte, die strategischen Umgebungen des Irak, Palästinas, Libanons, Syriens und des Iran aggressiv umzugestalten. Wie sie in Boxkreisen sagen, drei nach unten, zwei zu gehen.[ 13]
Analyse
Jason Vest schrieb, dass der Bericht "eine Art von US-israelisch-israelischem neokonservativem manifestoManifest" sei und dass er "einen Mini-Kaltenkrieg im Nahen Osten" vorschlug, der den Einsatz von Stellvertreterarmeen für Regimewechsel, Destabilisierung und Eindämmung befürwortete. In der Tat geht es sogar so weit, einen Weg zu artikulieren, um den rechten Zionismus voranzubringen, indem man ihn mit Raketenabwehr verbindet." Er schrieb, dass der Bericht aufgrund der gemeinsamen organisatorischen Mitgliedschaft der Autoren des Papiers "vielleicht das aufschlussreichste Fenster" in die "politische Weltsicht" des Jüdischen Instituts für nationale Sicherheitsangelegenheiten und des Zentrums für Sicherheitspolitik, zwei in den Vereinigten Staaten ansässigen Thinktanks, bietet.[14]
Ein Leitartikel in The Nation vom Oktober 2003 kritisierte den Syria Accountability Act und verband ihn mit dem Clean Break-Bericht und den Autoren:
Um den Syria Accountability Act richtig zu verstehen, muss man auf ein Dokument von 1996 zurückgehen, "A Clean Break: A New Strategy for Securing the Realm", das von einem Team von Beratern von Benjamin Netanjahu in seiner Kandidatur für den israelischen Ministerpräsidenten entworfen wurde. Zu den Autoren gehörten die derzeitigen Bush-Berater Richard Perle und Douglas Feith. "Syrien fordert Israel auf libanesischem Boden heraus", schrieben sie und forderten "das Aufschrein syrischer Militärziele im Libanon, und sollte sich das als unzureichend erweisen und ausgewählte Ziele in Syrien treffen." Kein Wunder, dass Perle vom israelischen Angriff begeistert war. "Es wird dem Friedensprozess helfen", sagte er der Washington Post und fügte später hinzu, dass die Vereinigten Staaten selbst möglicherweise Syrien angreifen müssten.
Aber was Perle bedeutet, indem sie "den Friedensprozess unterstützt", ist nicht die Lösung des Konflikts, indem sie einen lebensfähigen, souveränen palästinensischen Staat hervorbringt, sondern, wie in A Clean Break unterstrichen wurde, "den arabisch-israelischen Konflikt ganz durchquert", indem sie die Araber zwingen, die meisten, wenn nicht sogar alle territorialen Eroberungen Israels und seine nukleare Hegemonie zu akzeptieren. 15]
John Dizard behauptete, dass es Beweise in dem Clean Break-Dokument von Ahmed Chalabis Beteiligung gibt. (Chalabi, ein irakischer Politiker, war ein glühender Gegner Saddam Husseins.):
Im Abschnitt über den Irak und die Notwendigkeit, Saddam Hussein zu entfernen, gab es eine verräterische "Geheimdienst" von Chalabi und seinem alten jordanischen hasschmilschenitischen Gönner Prinz Hassan: "Die überwiegend schiitische Bevölkerung des Südlibanon ist seit Jahrhunderten mit der schiitischen Führung in Nadschaf, Irak, und nicht mit dem Iran verbunden. Sollten die Haschemiten den Irak kontrollieren, könnten sie ihren Einfluss auf Najaf nutzen, um Israel zu helfen, die südlibanesischen Schiiten von der Hisbollah, dem Iran und Syrien weg zu entwöhnen. Shi'a hat starke Verbindungen zu den Hashemiten." Natürlich war die Schiiten mit "starken Verbindungen zu den Haschemiten" die Familie von Ahmed Chalabi. Perle, Feith und andere Mitwirkende an der "Clean Break" schienen sich nicht an die 15-jährige Fatwa zu erinnern, die die Kleriker von Najaf gegen die irakischen Haschemiten ausriefen. Oder die noch eklatantere Tatsache, die von Rashid Khalidi in seinem neuen Buch Resurreding Empire hervorgehoben wurde, dass die Schiiten nur den Nachkommen des Schwiegersohns des Propheten Muhammad, Ali, treu sind und alle anderen Linien, einschließlich der Haschemititen, ablehnen. Wie Khalidi kausal bemerkt: "Perle und seine Kollegen schlugen hier die komplette Umstrukturierung einer Region vor, deren Geschichte und Religion ihre Vorschläge offenbaren, dass sie kaum etwas darüber wissen." Kurz gesagt, die irakische Komponente der "neuen Strategie" der Neocons basierte auf einer ignoranten Fantasie der zukünftigen schiitischen Unterstützung für Verbindungen mit Israel.[16]
Die Professoren John Mearsheimer und Stephen Walt schrieben in ihrem umstrittenen und kritischen "The Israel Lobby " Artikel vom März 2006, der in der London Review of Books veröffentlicht wurde, dass das Clean Break Paper
rief Israel dazu auf, Schritte zu unternehmen, um den gesamten Nahen Osten neu zu ordnen. Netanjahu folgte nicht ihrem Rat, aber Feith, Perle und Wurmser drängten bald die Bush-Administration, dieselben Ziele zu verfolgen. Der Ha’aretzHa’aretz-Kolumnist Akiva Eldar warnte, dass Feith und Perle "einen schmalen Grat zwischen ihrer Loyalität zu den amerikanischen Regierungen ... und den israelischen Interessen gehen".[17]
Sidney Blumenthal kritisierte den Bericht und schrieb:
Anstatt Land für den Frieden zu tauschen, plädierten die Neokonservativen dafür, die Oslo-Abkommen beiseite zu werfen, die Verhandlungen führten, und forderten die bedingungslose palästinensische Akzeptanz der Begriffe des Likud, des Friedensfriedens. Anstatt Verhandlungen mit Syrien zu führen, schlugen sie vor, Syrien zu schwächen, einzudämmen und sogar zurückzudrängen. Sie haben auch ein wildes Szenario vorangetrieben, um den Irak neu zu definieren. Dann würde König Hussein von Jordanien irgendwie sein Herrscher werden; und irgendwie würde dieser sunnitische Monarch die Kontrolle über die irakischen Schiiten gewinnen und durch sie die südlibanesischen Schiiten von der Hisbollah, dem Iran und Syrien entwöhnen.[12]
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Info: https://en.wikipedia.org/wiki/A_Clean_Break:_A_New_Strategy_for_Securing_the_Realm
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makronom.de, vom 18. Juni 2025, Jürgen K. Zattler, USA, Weltwirtschaft,
Die USA rütteln an den Regeln des globalen Handels- und Finanzsystems. Auch wenn Präsident Trumps Entscheidungen dabei spontan und opportunistisch wirken, könnten sie doch einem strategischen Drehbuch folgen. Ein Beitrag von Jürgen K. Zattler.
Bild: Christine Roy via Unsplash
Kenneth Rogoff hat uns in seinem kürzlich erschienenen Buch Our Dollar, Your Problem bereits im Titel an die Aktualität der Äußerungen des damaligen US-Finanzministers John Connally im Jahr 1971 zum Ende des Bretton-Woods-Systems und dem Beginn einer neuen Ära erinnert. Heute sieht es so aus, als ob das weltweite Handels- und Finanzsystem an der Schwelle zu einem weiteren grundlegenden Wandel steht. Connallys Satz „The dollar is our currency, but it’s your problem” ist immer noch relevant, wenn auch auf eine etwas andere Art und Weise.
Die US-Regierung stellt die Grundregeln des derzeitigen internationalen Systems in Frage. Welche Strategie steht dahinter? Natürlich trifft Präsident Trump seine Entscheidungen spontan und scheint keiner ausgefeilten und kohärenten Strategie zu folgen, die auf einer Wirtschaftstheorie beruht.
Dies muss jedoch nicht unbedingt bedeuten, dass die Entscheidungsfindung völlig losgelöst von Theorie und Strategie ist. Stephen Miran, Vorsitzender des Council of Economic Advisers, veröffentlichte im November 2024 einen „User’s Guide to Restructuring the Global Trading System“, in dem er die Politiken zur Umstrukturierung des globalen Handels- und Finanzsystems und potenzielle Umsetzungsprobleme darlegt. Mirans Ideen könnten eine theoretische Grundlage für die Politik und die Ambitionen der US-Regierung bilden. Im Folgenden werden Mirans Hauptargumente und wirtschaftspolitische Empfehlungen interpretiert; außerdem werden Schwachstellen sowie Auswirkungen auf die Entwicklungsländer aufgezeigt.
Miran argumentiert, dass die USA ihr Finanzsystem, einschließlich des Dollars als Reservewährung, weitgehend kostenlos zur Verfügung stellen bzw. dies sogar mit gravierenden Nachteilen für die USA verbunden ist. Damit nämlich der Dollar seine Funktion als Weltreservewährung erfüllen könne, müssten die USA dauerhaft Leistungsbilanz- bzw. Handelsbilanzdefizite aufweisen. Die entsprechenden Überschüsse auf Seiten der Handelspartner erlaubten es den Handelspartnern, US-Vermögenswerte (insbesondere Staatsanleihen) zu erwerben. Dies führe zu einer Überbewertung des Dollars, wodurch das verarbeitende Gewerbe in den USA schwer belastet würde. Gleichzeitig profitiere der US-Finanzsektor (sowie wohlhabende US-Bürger) von dem überbewerteten Dollar.
Miran argumentiert, dass die Nachfrage nach US-Vermögenswerte unelastisch sei; das heißt, dass die Dollarnachfrage auf Seiten der anderen Länder nicht zurückgeht, wenn der Dollar teurer wird. Die Überbewertung des Dollars sei deshalb strukturell bedingt und werde durch die unelastische Nachfrage nach Dollar als Reservewährung verursacht. Miran weist die Vorstellung zurück, dass die USA hohe Leistungsbilanzdefizite haben, weil sie zu viel importieren – vielmehr importierten sie zu viel, weil sie Staatsanleihen exportieren müssten, um die Weltwirtschaft mit ausreichend Dollar zu versorgen.
Dazu komme, dass die USA der Welt nicht nur den Dollar als Reservewährung zur Verfügung stellten. Sie finanzierten auch den Verteidigungsschirm für ihre Verbündeten. Diese beiden Themen seien eng miteinander verbunden und müssten deshalb zusammen betrachtet werden. U.a. wird argumentiert, dass es für die USA immer schwieriger werde, den Verteidigungsschirm für die Verbündeten bereitzustellen, da von der De-Industrialisierung auch der Rüstungssektor betroffen sei.
Vor diesem Hintergrund wird argumentiert, dass die globalen Handels- und Finanzsysteme sowie die Finanzierung des Sicherheitsschirms mit dem Ziel einer gleichmäßigeren Lastenteilung umgestaltet werden müssen. Dies wird immer dringender, weil der Anteil der USA am globalen BIP abnimmt und es ihr dadurch immer schwerer fällt, diese globalen Dienstleistungen zu finanzieren.
Was kann die USA tun? Zunächst geht es darum, die Importzölle massiv zu erhöhen und so die nationale Industrieproduktion zu schützen. US-Bürger würden statt Importwaren stärker Produkte aus den USA nachfragen. Außerdem würde sich der Handel der USA mit denjenigen Ländern intensivieren, mit welchen ein „faires“ Handelsabkommen besteht, wodurch auch US-Exporte in diese Länder stiegen. Höhere Einfuhrzölle werden auch zusätzliche Einnahmen generieren und so beitragen, den US-Haushalt auszugleichen und die Steuerlast für US-Bürger zu senken. Sie werden daneben als Mittel gesehen, um die Verbündeten für den Sicherheitsschirm zahlen zu lassen. So sprach sich US-Finanzminister Bessent für eine klarere Aufteilung der internationalen Wirtschaft in Zonen auf der Grundlage gemeinsamer Sicherheits- und Wirtschaftssysteme aus und argumentierte, dass Länder, die dem Verteidigungsschirm angehören wollen, auch dem „fairen Handelsschirm“ angehören müssen.
Neben Importzöllen geht es nach Miran darum, die Überbewertung des Dollars zu beenden. Dies werde dazu beitragen, das Handelsdefizit zu verringern, die Produktion des verarbeitenden Gewerbes zu erhöhen und Arbeitsplätze zu schaffen. Es ist nicht ganz klar, wie eine Abwertung des Dollars erreicht werden soll. Miran weist darauf hin, dass es verschiedene Wege gibt, sowohl kooperativer als auch unilateraler Art, und betont, dass eine koordinierte Anpassung mit den wichtigsten Handelspartnern die beste Option wäre („Mar-a-Lago Accord“). Er verweist in diesem Zusammenhang auf den sogenannten Plaza Accord und den Louvre Accord in den 1980er Jahren, die angeblich funktioniert hätten. Dabei könnten Partnerländer unter Druck gesetzt werden, indem angedroht wird, die Importzölle zu erhöhen und/oder den US-Verteidigungsschirm einzuschränken. Miran weist darauf hin, dass die USA zwar an kooperativen Lösungen interessiert seien, jedoch notfalls auch unilateral vorgehen könnten.
Eine wichtige Frage sei, ob die US-Zentralbank diese Strategie unterstützt. Dies wäre jedenfalls aus der Sicht von Miran anzustreben. Es könne zu unerwünschten Nebeneffekten kommen, wie z.B. Zinserhöhungen, denen die Zentralbank entgegenwirken sollte. Falls die Zentralbank jedoch nicht kooperativ ist, könne das US-Finanzministerium auch einseitig Maßnahmen ergreifen. So könnte es auf US-Staatsanleihen, die von Ausländern gehalten werden, eine „Nutzungsgebühr“ erheben oder ausländische Anleger zwingen, Staatsanleihen mit 100jähriger Laufzeit zu erwerben.
Mirans Argumentation weist schwerwiegende Schwächen und Widersprüche auf:
1.
Miran unterschätzt oder ignoriert die Vorteile, die den USA aus der Reserveposition des Dollars erwachsen. Dazu zählen z. B. relativ niedrige Kreditzinsen, sowie die Möglichkeiten, staatliche Defizite zu finanzieren und andere Länder zu sanktionieren. Wie Rogoff hervorhebt, sind die mit dem US-Leistungsbilanzdefizit verbundenen Kapitalzuflüsse mit weiteren Vorteilen verbunden, z. B. mit zusätzlichen Investitionen in Schlüsselbereichen wie Biotechnologie und Künstlicher Intelligenz.
2.
Die Annahme, dass eine Abwertung des Dollars das US-Handels- und Leistungsbilanzdefizit verringern würde, kann bezweifelt werden. Der Leistungsbilanzüberschuss eines Landes ist saldenmechanisch die Differenz zwischen den nationalen Ersparnissen und den Investitionen des öffentlichen sowie des privaten Privatsektors. Dadurch wird klar, dass das Leistungsbilanzdefizit der USA ebenso wie die Überschüsse Deutschlands, Chinas usw. nicht nur vom Wechselkurs, sondern von vielen, vor allem makroökonomischen Faktoren wie der Größe des Haushaltsdefizits, der privaten Sparquote und den Investitionsbedingungen beeinflusst werden. Bezogen auf die Situation der USA besteht das Kernproblem darin, dass die US-Ersparnisse hinter den US-Investitionen zurückbleiben; für China und Deutschland gilt das spiegelbildlich. Daher würde der Steuerreformvorschlag der Trump-Regierung das Haushaltsdefizit weiter erhöhen und das Handelsdefizit vergrößern.
3.
Die von Miran empfohlenen Importsteuern sowie die Schwächung des Dollars könnten zu Finanzmarktturbulenzen führen. Miran selbst räumt dies zwar ein, betont aber, dass dies nur ein Übergangsproblem sei. Das Problem kann außerdem abgemildert werden, wenn die US-Notenbank mitspielt und sich die Handelspartner kooperativ verhalten. Die letzten Wochen haben jedoch gezeigt, wie hoch das Risiko von Finanzmarktturbulenzen ist und wie schwer es ist, dem entgegenzuwirken.
4.
Mirans Argument, dass die US-Regierung jederzeit einseitige Maßnahmen ergreifen kann, wenn die Notenbank und die Handelspartner nicht kooperieren sind, ist nicht überzeugend. Wenn z.B. das US-Finanzministerium auf Staatsanleihen eine Gebühr erhebt, so würde die Attraktivität des Dollars als Reservemittel beeinträchtigt; alternative Anlagen, wie der Euro, Gold oder Digitalwährungen würden attraktiver. Anders als Miran annimmt, kann nicht davon ausgegangen werden, dass die Nachfrage nach Dollar unelastisch ist. Vielmehr würde durch die genannten einseitigen Maßnahmen die Nachfrage nach Dollar sinken und die Kosten zur Refinanzierung der US-Staatsschulden steigen. Die Dominanz des Dollars dürfte kurz- und mittelfristig nicht verschwinden. Jedoch dürfte eine solche Entwicklung alternative Anlagen attraktiver machen.
5.
Außerdem beinhaltet Miran’s „Strategie“ Widersprüche und Zielkonflikte:
Dies zeigt, dass Miran’s Ansatz fragwürdig und inkohärent ist. Ohnehin kann nicht davon ausgegangen werden, dass sich Entscheidungen der US-Regierung von theoretischen Überlegungen leiten lassen. Dies schon deshalb nicht, weil offensichtlich Trump bei seinen Vorgaben eher spontan und opportunistisch vorgeht. Es ist daher wahrscheinlich, dass Mirans Überlegungen nur punktuell in die Entscheidungsfindung eingehen. Es zeichnet sich bereits ab, dass die Androhung von Importzöllen vor allem genutzt wird, um Zugeständnisse der Handelspartner in allen möglichen Bereichen zu bekommen, darunter zusätzliche Direktinvestitionen in den USA, den Zugang zu Rohstoffen für US-Firmen, die Eindämmung der Migration, Aufträge für die US-Rüstungsindustrie, höhere Verteidigungsausgaben der Verbündeten sowie Vorteile für die Trump-Familie und für befreundete Lobbygruppen.
Im Mai 2025 verhängten die USA eine breite Palette von Zöllen auf Importe aus anderen Ländern, wobei die konkreten Sätze je nach Land und Produkt sehr unterschiedlich ausfielen. Sie reichen von einem Basiszollsatz von 10% (z. B. für Kenia, Marokko, Ägypten, Weißrussland und viele lateinamerikanische Länder) bis z. B. 46% für Vietnam, 47% für Madagaskar, 48% für Laos, 49% für Kambodscha und 50% für Lesotho. Bestimmte Sektoren in Entwicklungsländern sind besonders betroffen, insbesondere Textilien/Bekleidung und landwirtschaftliche Erzeugnisse. Die Zölle, die über dem Ausgangswert von 10% liegen, wurden zunächst (außer für China) für 90 Tage bis zum 8. Juli ausgesetzt.
Die afrikanischen Länder wären von den Zollerhöhungen stark betroffen und besonders verletzlich (siehe dazu auch die Analysen von Mathiasen und Martinez hier und hier). Der African Growth and Opportunity Act (AGOA) bietet den beteiligten afrikanischen Ländern südlich der Sahara derzeit noch einen zollfreien Zugang zum US-Markt für eine breite Palette von Produkten. AGOA läuft jedoch in diesem Jahr aus. Es wurde ein Gesetzentwurf zur Verlängerung des AGOA um weitere zwölf Jahre eingebracht, aber bisher noch nicht verabschiedet.
Inzwischen haben einige Entwicklungsländer Verhandlungen mit den USA aufgenommen. Aufgrund der geringen Verhandlungsmacht von armen Ländern, haben diese nicht viel Positives zu erwarten. Es ist eigentlich die Funktion der WTO, kleine und schwache Länder zu schützen. Doch die USA und andere Länder haben diese Institution zugunsten von plurilateralen und bilateralen Verhandlungen geschwächt. Schwache Länder, die von den USA unter Druck gesetzt werden, müssen deshalb besonders daran interessiert sein, sich mit anderen Ländern anderweitig abzustimmen und zusammen zu schließen, um mehr Verhandlungsmacht zu erlangen.
Es ist zu beobachten, wie die USA Entwicklungsländer nicht nur im Handelsbereich unter Druck setzen. Lesotho beispielsweise verhandelt mit Elon Musks Unternehmen Starlink über eine Zehnjahreslizenz für den Betrieb seines Satellitennetzes im Land. Die Investition beinhaltet keine nationale Mit-Trägerschaft, wie dies sonst in Lesotho üblich ist. Vietnam genehmigte ein 1,5-Milliarden-Dollar-Investitionsprojekt (Golfplatz und Mischnutzung) der Trump-Organisation und eines vietnamesischen Bauunternehmens. Die US-Regierung einigte sich mit der angolanischen Regierung auf ein Darlehen in Höhe von 550 Millionen Dollar für den Lobita-Eisenbahnkorridor, um den Export von kritischen Rohstoffen zu erleichtern. Die USA schlossen mit Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten Verträge über den Aufbau einer umfangreichen KI-Infrastruktur ab, darunter ein KI-Rechenzentrumscluster mit fünf Gigawatt in Abu Dhabi. Diese Abkommen zielen darauf ab, den Einfluss der USA im globalen KI-Wettlauf zu erhöhen und Chinas wachsender Präsenz entgegenzuwirken. Diese Beispiele zeigen, dass es der Trump-Regierung bei Weitem nicht nur um Zugeständnisse im Bereich der Zollpolitik geht.
Wie können andere Regierungen ärmeren Ländern helfen, die von den USA unter Druck gesetzt werden? Erstens können sie ihrerseits den Marktzugang für Entwicklungsländer aufrechterhalten oder verbessern und sich so als zuverlässige Handelspartner beweisen. Beispielsweise kann die EU ihre Wirtschaftspartnerschaftsabkommen ausweiten und vertiefen. Zweitens wären Initiativen hilfreich, um die WTO zu stärken. Drittens könnte die EU ihre Zusammenarbeit im Bereich der Rohstoffe vertiefen, insbesondere indem sie den Partnerländern im Süden dabei hilft, die lokale Weiterverarbeitung aufzubauen.
In Deutschland haben sich die Regierungsparteien kürzlich darauf geeinigt, ihre Entwicklungspolitik zu reformieren und dabei die Kooperation im Rohstoffbereich auszuweiten. Dies bietet eine gute Gelegenheit, die lokale Weiterverarbeitung gezielt zu fördern und dabei auch oft in der Vergangenheit geltend gemachte Bedenken z.B. gegenüber Auflagen der Partnerländer hinsichtlich „local content“ hintanzustellen.
Schließlich können andere Länder alternative Reservewährungen fördern. Verschiedentlich wurde bereits empfohlen, dass die EU die Gelegenheit nutzen sollte, um die Rolle des Euro als Reservewährung zu stärken, insbesondere indem sie die Emission gemeinsamer EU-Anleihen ausweitet und die Bankenunion sowie die Spar- und Investitionsunion vollendet (Rey 2025, Legrain 2025). Eine weitere Option besteht darin, die Rolle der Sonderziehungsrechte (SZR) im internationalen Finanzsystem zu stärken. Europäische Länder könnten im IWF gemeinsam mit Entwicklungsländern die diesbezügliche Diskussion wiederaufnehmen. So könnte vereinbart werden, die Weichen dafür zu stellen, dass SZR stärker genutzt werden, insbesondere auch für private Transaktionen. Daneben könnte eine regelmäßige antizyklische Ausgabe von SZR dazu beitragen, globale Ungleichgewichte auszugleichen und Schwächen des derzeitigen Währungssystems abzumildern. Insbesondere würde dadurch das internationale Währungssystem unabhängiger von der US-Politik (siehe Plant 2022 und Zattler 2010).
Die Welt war noch nie so sehr auf Zusammenarbeit angewiesen wie heute. Die US-Regierung will die Vorteile des Dollars als Reservewährung genießen, während sie die Kosten auf andere Länder abwälzt. Conallys Satz scheint immer noch gültig zu sein, aber er klingt heute wie eine massive Drohung für die amerikanischen Handelspartner, insbesondere die armen und schwachen Länder.
Zum Autor:
Jürgen K. Zattler ist Distinguished Non-Resident Fellow am Center for Global Development in Washington und assoziierter Forscher am Deutschen Institut für Entwicklung und Nachhaltigkeit (IDOS) in Bonn.
Hinweis:
Dieser Beitrag ist zuerst auf Englisch im Blog Weltneuvermessung erschienen.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
aus e-mail von <newsletter@pressenza.com>, 19. Juni 2025, 7:30 Uhr
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Militär, wofür soll das gut sein?
Wird Ramstein noch vor Jahrhundertmitte UNESCO-Weltkulturerbe? So wie die Stadtmauern des Mittelalters heute Touristenattraktionen sind? Heute ist die US-Airbase im rheinland-pfälzischen Ramstein nach wie vor die größte Basis der US-Airforce außerhalb der USA. Sie ist der Drehpunkt für die Steuerung…
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Das Wettern der Woche: Keine Gewalt?
Eigentlich waren wir uns ja alle mal einig, vor paar Jahren noch. OK, fast alle: Keine Gewalt! Das galt bei der antiautoritären Kindererziehung (schwer genug), in der Schule („Eine Ohrfeige hat noch keinem geschadet!“), in der Lehre („Pass uff, sonscht…
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unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

Info: Video https://youtu.be/yblJzvEw2Go?t=660 Dauer 30:46 Min
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

Iran - Israel
seniora.org, 18. Juni 2025, Von Gilbert Doctorow 16.06.2025 - übernommen von gilbertdoctorow.com
(Red.)Es ist nach wie vor sehr verdienstvoll, dass Doctorow uns die Denkweise und die Propagandalinie der russischen Talkshows darstellt, die wir wegen der Sprachbarriere kaum verfolgen können. Solowjow führt die Beteiligung des Mossad an den Angriffen auf die russische nukleare Triade darauf zurück, dass Russland ein Abkommen mit dem Iran abgeschlossen hat. Dabei fehlt die Überlegung, dass sowohl der Krieg in der Ukraine als auch der Krieg gegen den Iran zusammen gesehen werden müssen. Der Kollektive Westen und alle seine miteinander vernetzten Geheimdienste führen gemeinsam im Auftrag des Hegemon Krieg gegen die zunehmende Integration Eurasiens - also gegen BRICS & Co. - um diese wenigstens zu verlangsamen, wenn sie sie schon nicht verhindern können. Wir müssen uns also nicht wundern, wenn diese alle ihre Kräfte bündeln. Allerdings werden sie ausser Tod und Verderben dabei nichts zustande bringen.(am)
Wie wir vor einigen Tagen aus den Mainstream-Medien erfahren haben, haben die Vereinigten Staaten viele ihrer Luftabwehrsysteme aus der Ukraine abgezogen und in den Nahen Osten transportiert, wo sie in verschiedenen Militärstützpunkten der Region stationiert werden sollen, als Vorsichtsmaßnahme für den Fall, dass der Iran seine Reaktion auf den israelischen Angriff eskaliert und sich an den US-Streitkräften in der Region rächt, die die israelische Aggression ermöglicht haben. Darüber hinaus berichtet die britische Tageszeitung „The Telegraph“ heute, dass die Vereinigten Staaten ihre Lieferungen von Militärgütern an die Ukraine drastisch eingeschränkt haben. Man kann zumindest sagen, dass der Nahostkonflikt Washington einen Vorwand liefert, um das Militärmaterial, das es für seine eigenen Bedürfnisse benötigt, zurückzuhalten. Es ist zu erwarten, dass Wolodymyr Selensky bei seinem Treffen mit den G7-Staats- und Regierungschefs heute in Westkanada darüber klagen wird.
Das ist nur ein Beispiel dafür, wie die Konflikte miteinander verflochten sind, und ein Grund, warum ich die Entwicklungen im Nahen Osten jetzt mit großer Aufmerksamkeit verfolge, obwohl ich kein Orientalist bin. Wie die BBC in der Werbung für ihre Wirtschaftsnachrichten sagt: „Alles hängt miteinander zusammen.“
In der Talkshow von Wladimir Solowjow gestern Abend habe ich einige interessante Bemerkungen der Diskussionsteilnehmer und des Moderators selbst zum israelisch-iranischen Konflikt notiert.
Erstens befürchtet der Kreml, dass Netanjahu, den er für einen Verrückten hält, Atomwaffen gegen den Iran einsetzen wird, wenn der Konflikt weiter gegen ihn läuft und neue Wellen iranischer Raketen wichtige Infrastruktureinrichtungen treffen, wie es derzeit der Fall zu sein scheint, da das Raketenabwehrsystem „Iron Dome“ durchbrochen wurde. Diese Sorge könnte der Grund dafür sein, dass der russische Präsident vor einem Tag Donald Trump zu einem 50-minütigen Telefonat kontaktierte, in dem es vor allem um die Krise im Nahen Osten ging.
Die interessantesten und relevantesten Äußerungen, die hier zusammengefasst werden sollten, kamen von dem Militärexperten und regelmäßigen Gast der Sendung, Generalleutnant Jewgeni Buschinski (a.D.).
Buzhinsky sagte, dass die wichtigste Lehre aus dem Konflikt bisher sei, dass die Idee der Abwehr ankommender Raketen falsch sei. Selbst das winzige Israel mit seinem vierstufigen Luftabwehrsystem habe sich als unfähig erwiesen, ankommende Raketen und sogar Drohnen abzuwehren. Dies zeige, dass Donald Trumps Pläne für einen „Goldenen Dom“ über den Vereinigten Staaten völliger Unsinn seien, so Buzhinsky. Trumps vorgeschlagenes Budget von 150 Milliarden Dollar für dieses Projekt sei absurd niedrig. Die tatsächlichen Kosten für die Umsetzung auf dem Niveau der israelischen Luftabwehr würden sich auf Billionen Dollar belaufen und würden dennoch keinen ausreichenden Schutz vor feindlichen Geschossen bieten.
Bedauerlicherweise vermied Buzhinsky jegliche Stellungnahme zu den Schäden, die jede Seite im Konflikt zwischen Israel und Iran der anderen zugefügt hat. Er nutzte den größten Teil seiner Redezeit, um über die Ansprache von Präsident Putin vor seinen obersten Militärs Anfang der Woche zu sprechen, in der es um die Planung für die nächsten zwanzig Jahre ging, was an sich schon eine Neuerung ist, oder vielmehr eine Rückkehr zu dem, was die Sowjets früher gemacht haben. Die neuen Pläne wurden in russischen Nachrichtensendungen teilweise behandelt, insbesondere die Schaffung einer neuen Teilstreitkraft für die Drohnenkriegsführung in all ihren Aspekten – Konstruktion, Herstellung und Ausbildung.
Buzhinsky sprach dann jedoch über einen Aspekt der langfristigen Planung, mit dem er besonders zufrieden ist: den Bau neuer Kriegsschiffklassen im Rahmen des Wiederaufbaus einer „Hochseeflotte“, die weltweit in allen Ozeanen eingesetzt werden soll. Wie Buzhinsky feststellte, verfügte Russland während des Kalten Krieges über die größte oder zweitgrößte Marine der Welt. Diese brach in den 1990er Jahren zusammen, und die Marine trat mit Ausnahme der Schiffe ihrer nuklearen Triade ausschließlich als Wächter der russischen Küstengewässer in das 21. Jahrhundert ein. Dies soll nun durch den Neubau von Marineschiffen korrigiert werden.
Ein weiterer Punkt in dieser Sendung, der hier erwähnenswert ist, wurde vom Moderator Wladimir Solowjow selbst angesprochen: dass tatsächlich der israelische Geheimdienst Mossad an dem Angriff auf russische Luftwaffenstützpunkte vor einigen Wochen beteiligt gewesen sein könnte. Diese Schlussfolgerung ergibt sich aus der Betrachtung der Vorgehensweise, bei der israelische Agenten in Iran auf die gleiche Weise wie in Russland in der Nähe der Stützpunkte zuvor eingeschleuste Drohnen einsetzten. Im Iran haben diese Drohnen die Luftabwehr des Landes lahmgelegt, die jedoch zehn Stunden später wiederhergestellt werden konnte. Die Logik hinter der Unterstützung des Mossad bei der Operation Spiderweb in Russland war die Interpretation des vor sechs Monaten geschlossenen, aber schon lange zuvor geplanten Abkommens über langfristige Zusammenarbeit zwischen Russland und dem Iran, das die Israelis als Bündnis interpretieren konnten, wodurch Russland zu einem strategischen Feind wurde.
*****
Es gibt noch zwei weitere, nicht miteinander in Zusammenhang stehende Punkte, die ich in meinem heutigen Essay ansprechen möchte.
Der eine betrifft Wladimir Putins Einstufung des Selensky-Regimes als „Terrorstaat“ kurz nach den ukrainischen Angriffen auf Eisenbahnbrücken in den Gebieten Kursk und Brjansk am 1. Juni. Einige meiner Kollegen interpretieren dies so, dass die Sonderoperation mit all ihren rechtlichen Beschränkungen für Präsident Putin im Konflikt mit der Ukraine und der NATO durch einen Krieg gegen den Terror ersetzt wurde, in dem der Präsident freie Hand hat, um die Zerstörung dieses Regimes bis hin zur Ermordung von Selensky und seinen Verbündeten im Terror zu verfolgen.
In den jüngsten öffentlichen Äußerungen Putins und in den Aussagen in der Solowjow-Show gestern Abend gibt es jedoch keinerlei Änderung der Befugnisse des Präsidenten und der formalen Beschreibung der russischen Operationen als SMO. Angesichts der legalistischen Denkweise Putins würde er sicherlich die Duma um neue, erweiterte Befugnisse ersuchen, wenn es tatsächlich zu einer Änderung der Mission hin zu einem Krieg gegen den Terror gekommen wäre.
Der zweite Punkt, den ich hier anspreche, betrifft die wohlwollende Haltung des russischen Staatsfernsehens gegenüber der israelischen Bevölkerung, obwohl es die Regierung Netanjahu verurteilt. Ich habe vor einigen Tagen gesagt, dass dies darauf zurückzuführen ist, dass in den 1970er Jahren mehr als eine Million Israelis aus der Sowjetunion, in den 1990er Jahren aus der Russischen Föderation und noch in jüngerer Zeit nach Israel eingewandert sind. Viele von ihnen besitzen weiterhin einen russischen Pass. Ich behaupte auch, dass der Kreml sehr erfreut wäre, wenn viele von ihnen nun nach Russland zurückkehren würden, da der Konflikt mit dem Iran in allen Teilen Israels sehr gewalttätig und gefährlich geworden ist.
Dass Russland ihre „Rückkehr“ begrüßen würde, basiert auf zwei Faktoren. Der erste ist das, was ich als traditionelle „tot oder lebendig“-Politik des russischen Staates gegenüber seinen eigenen Bürgern bezeichnen würde. Die sterblichen Überreste bedeutender Russen, die im Exil gestorben sind, wurden fast immer von den russischen Behörden zur Umbettung auf russischen Boden gesucht. Der zweite Faktor ist der Arbeitskräftemangel, unter dem Russland derzeit leidet. Zwar sind viele der potenziellen Rückkehrer in Israel bereits im Rentenalter. Aber in Russland haben Konstrukteure, Professoren und andere Fachkräfte die Möglichkeit, bis in ihre 80er Jahre oder bis zu ihrem Tod zu arbeiten, je nach Bedarf. Das ist eine Realität, die ich bei Freunden und Bekannten in St. Petersburg und Moskau beobachtet habe.
Quelle: Gilbertdoctorow - Mit freundlicher Genehmigung übernommen - Die Übersetzung besorgte Andreas Mylaeus
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
aus e-mail von Doris Pumphrey, 18. Juni 2025, 21:04 Uhr
*"Sie bringen hier eine Eilmeldung" –
US-Senator verplappert sich bei Carlson zu Angriffen auf Iran
*Der US-Journalist Tucker Carlson hat auf seinem X-Kanal einen Teaser
für sein am Donnerstag erscheinendes Interview mit dem republikanischen
US-Senator Ted Cruz veröffentlicht. Das Video geht gerade in den
sozialen Medien viral.
Ted Cruz ist ein überzeugter Befürworter eines Regimewechsels in Iran.
Während des Interviews muss der US-Politiker zugeben, dass er die
Einwohnerzahl Irans nicht kennt. Carlson hakt nach: "Sie wissen nicht,
wie viele Einwohner das Land hat, das Sie stürzen wollen?"
Im weiteren Verlauf des Interviews deutet Cruz eine aktive Mitwirkung
der USA an den jüngsten Angriffen Israels auf Iran an und widerspricht
damit den diesbezüglichen Dementis des Weißen Hauses.
/Siehe Im Video:
_RTDE 18.6.2025
_
*"Wir haben die Raketen satt" – Trotz Ausreiseverbot fliehen Israelis
übers Meer
*Laut Mitteilung der israelischen Transportministerin Miriam Regev
dürfen israelische Bürger das Land bis auf Weiteres nicht verlassen. In
Herzlia und anderen Jachthäfen wie Haifa und Aschkelon organisieren
Besitzer kleiner Jachten dennoch Ausreisen für Gruppen von bis zu zehn
Passagieren.
Hunderte Israelis versuchen verzweifelt, mit Booten aus Israel nach
Zypern zu fliehen, berichtete die israelische Zeitung /Haaretz/ am 17.
Juni. Unter der Überschrift "Die Fluchtflotte: Da sie nicht fliegen
können, fliehen einige Israelis auf Jachten vor dem Krieg", beschreibt
die Zeitung, wie Menschen über das Meer nach Zypern fliehen. Im Bericht
heißt es:
"Der Jachthafen in Herzlia hat in letzter Zeit die Atmosphäre eines
provisorischen Terminals angenommen. Ab sieben Uhr morgens treffen die
Menschen ein – meist allein, einige zu zweit, wenige mit ihren Familien
–, ziehen Trolleys hinter sich her und suchen die Docks nach der Jacht
ab, die sie nach Zypern und von dort aus irgendwohin außer hierher
bringen soll."
Laut Meldungen in diversen Facebook-Gruppen würden "Hunderte" Israelis
auf diese Weise versuchen, das Land zu verlassen, heißt es auch in einem
/Cradle/-Artikel
am Dienstag. Demnach organisierten Besitzer kleiner Jachten in Herzlia
und anderen Jachthäfen wie Haifa und Aschkelon Fahrten mit Gruppen von
bis zu zehn Passagieren.
Die israelische Bevölkerungs- und Einwanderungsbehörde könne das Ausmaß
des Phänomens noch nicht einschätzen. Inzwischen hätten sich dem
/Cradle/ zufolge mindestens 100 Menschen darauf vorbereitet, das Land
auf dem Seeweg zu verlassen. Es würden aber nur wenige zugeben, dass sie
vor der Gefahr iranischer Raketenangriffe fliehen. "Keiner ist bereit,
offen darüber zu sprechen, und fast alle sagen, sie würden gehen, weil
sie keine andere Wahl hätten", heißt es dazu in der /Haaretz/. "Wir
haben die Raketen satt", wird ein Israeli zitiert, der sich auf die
Abreise vorbereitet.
Unterdessen gab die israelische Transportministerin Miriam Regev am
Dienstag bekannt, dass die Israelis ihr Land nicht mehr verlassen
dürfen. Wortwörtlich erklärte <https://t.me/LebUpdate/53476> sie: "Wir
werden Israelis in dieser Phase nicht erlauben, ins Ausland zu reisen.
Nur diejenigen, die zu Besuch gekommen sind, Touristen,
Geschäftsreisende oder Diplomaten, werden ausreisen dürfen."
Während die israelischen Behörden ihren Bürgern verboten haben, das Land
zu verlassen, sitzen gleichzeitig 150.000 Israelis aufgrund der
Einstellung aller Flüge infolge iranischer Vergeltungsraketenangriffe
gegen Israel im Ausland fest. Nun haben die Behörden einen
Rückführungsplan ins Leben gerufen, wonach die im Ausland festsitzenden
Israelis ab dem 19. Juni wieder ins Land zurückgeholt werden sollen.
unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.
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