25.03.2023

Frieden schaffen mit Waffen – Verhandlungen durch Kriegserfolge

gegenzensur.rtde.life, vom 24 Mär. 2023 20:11 Uhr,Von Uli Gellermann

Erfolgt Frieden nur über Krieg? Die aktuellen Lösungsmodelle für die fortdauernden Ereignisse in der Ukraine sind für Autor Uli Gellermann mehr als unbefriedigend. Ausschlaggebender Grund für seine jüngste Analyse ist erneut die "seltsam talentierte Annalena Baerbock".


Quelle: Gettyimages.ru © Anadolu Agency / Kontributor


Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock in Skopje, Nordmazedonien, 23. März 2023.


Neulich in Mazedonien: Die seltsam talentierte Annalena Baerbock erklärte lauthals, dass sie den Haftbefehl des dubiosen Internationalen Strafgerichtshofs gegen Wladimir Putin unterstütze. Was wird sie tun? Putin mit bloßen Händen jagen? Ihn nie wieder zum grünen Kaffeekränzchen einladen?


Putin jagen und verhandeln?

Wie üblich will Baerbock etwas, was ihre Wähler so gar nicht wollen: Zwei Drittel der Menschen in Deutschland sind laut einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur für sofortige Friedensverhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs. Und selbst die sonderbare Frau Baerbock müsste wissen, dass man nicht beides tun kann: Putin jagen und verhandeln.


Washington zum Friedensschluss


Baerbock mit Rundumschlag: Westen will Frieden – Putin hingegen "bombardiert, mordet und tötet"




Baerbock mit Rundumschlag: Westen will Frieden – Putin hingegen "bombardiert, mordet und tötet"






Sogar die Onkel der Baerbock denken über Verhandlungen nach: US-Außenminister Antony Blinken erklärte jüngst vor einem Parlamentsausschuss in Washington, dass jeder eventuelle Friedensschluss "gerecht und dauerhaft" sein müsse. Und was liegt zeitlich vor einem Friedensschluss? Verhandlungen natürlich – mitschreiben Frau Baerbock!


Partnerschaft im Schatten des Ukraine-Kriegs

Woher mögen die Friedens-Töne aus Washington kommen? Aus dem militärischen Verlauf des Ukraine-Kriegs. Die Ukraine kann, trotz westlicher Hochrüstung, den Krieg nur verlieren. Und im Schatten des Ukraine-Kriegs verständigen sich der chinesische Präsident Xi Jinping und der russische Präsident Wladimir Putin zudem auf eine "zukunftsorientierte Partnerschaft", eine Partnerschaft, bei der der Westen nur Zuschauer ist.


"Putin spielt auf Sieg"

Es beginnen schwere Zeiten für die deutschen NATO-Medien. Da schickt die Tagesschau Gustav Gressel vom Council on Foreign Relations (eine private US-amerikanische Denkfabrik) an die Kriegsverlängerungsfront. Der sieht keine Chancen auf Verhandlungen: "Zum jetzigen Zeitpunkt gar nicht. Putin spielt auf Sieg". Der Council on Foreign Relations ist eine der Sprechpuppen von George Soros und der Gressel ist sein professioneller Ideologe: "Die Lehre auf ukrainischer Seite aus den vergangenen Minsk-Waffenstillständen lautet, dass diese eben nur Vorbereitungen eines weiteren Krieges waren".


Imperiale Trittbrett-Hoffnungen

Dass die für das Minsker-Abkommen mitverantwortliche Angela Merkel zugab, dass "Minsk" nur als Zeitgewinn gedacht war, um die Ukraine mit NATO-Waffen zu versorgen, lügen Tagesschau und Gressel einfach weg. Die USA beginnen angesichts der russischen Erfolge nüchterner zu werden. Aber ihre deutschen Epigonen möchten von ihren imperialen Trittbrett-Hoffnungen nicht lassen.


Frieden in Europa mit russischen Waffen

Nach der NATO-Einkreisung Russlands, nach der US-Entscheidung, die Ukraine zum Biowaffen-Labor und zum Hochrüstungsgebiet zu entwickeln, konnte der Frieden an Russlands Westflanke nur militärisch gesichert werden. Inzwischen kann der Frieden in Europa nur mit russischen Waffen wiederhergestellt werden. Diese bittere Wahrheit wird die Grundlage für Verhandlungen über die Zukunft der Ukraine sein.


Zuerst veröffentlicht auf der Medienplattform RATIONALGALERIE am 24. März 2023.

Uli Gellermann ist Filmemacher und Journalist. Seine Erfahrungen mit den öffentlich-rechtlichen Sendern begründen seine Medienkritik. Er ist Herausgeber der Internetseite rationalgalerie.de.


Mehr zum ThemaRainer Rupp: Vorsicht vor Fake-Friedensdemos!

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Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://gegenzensur.rtde.life/meinung/166140-frieden-schaffen-mit-waffen-verhandlungen


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.



Weiteres:



aus e-mail von Doris Pumphrey, 25. März 2023, 13:51 Uhr


/Ergänzung zum Thema Verhandlungen:

/Am 21. März berichtete die//Newsweek

<https://www.newsweek.com/kremlin-countries-ukraine-peace-talks-nato-america-russia-1789168>,

das russische Außenministerium habe den Vorschlag des deutschen

Diplomaten Wolfgang Ischinger – die USA, Großbritannien, Frankreich und

Deutschland sollten den "Kern" einer westlichen Vermittlungsgruppe

bilden – zurückgewiesen. Aufgrund ihrer eigenen Verwicklung in den

Konflikt, könnten sie keine verlässlichen Vermittler in etwaigen

Friedensverhandlungen sein.


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25.03.2023

"Russland wird auch nach dem Krieg unser Nachbar bleiben" - Alexander von Bismarck im Interview

gegenzensur.rtde.life, 25 Mär. 2023 09:28 Uhr

Hätte der ehemalige Reichskanzler Otto von Bismarck schwere Waffen an die Ukraine geliefert? Und wie hätte die Russland-Politik des „eisernen Kanzlers“ in der heutigen Zeit ausgesehen? Fragen, die wahrscheinlich niemand besser beantworten könnte als Alexander von Bismarck, der Großneffe von Otto von Bismarck.


Video https://odysee.com/@RTDE:e/alexander-von-bismarck-im-interview:f?src=embed 43:14 Min  Quelle: RT

Zu Gast in seinem Anwesen auf Schloss Döbbelin, unweit von Berlin gelegen, sprachen wir über das Erbe der Bismarck-Familie und die internationale Verantwortung, die Deutschland im gegenwärtigen Konflikt mit Russland trägt.


Alexander von Bismarck, der sein Leben lang als Unternehmer tätig war, erläutert in dem Gespräch, welche Initiativen er bereits ergriffen hat, um dem Niedergang der deutsch-russischen Beziehungen entgegenzuwirken, und welche Erfahrungen er bei seinen zahlreichen Reisen nach Russland gemacht hat. Für ihn steht die Freundschaft und das Aufrechterhalten der diplomatischen Beziehungen der beiden Länder im Vordergrund. Denn Russland wird, wie er betont, auch nach dem Krieg unser Nachbar bleiben.


Mehr zum Thema - "Symbol für Kampf gegen Neonazismus" – Ukrainische Propaganda-Aktion mit Panzer geht nach hinten los


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25.03.2023

Propaganda Der Spiegel schäumt über Syriens Rückkehr auf die internationale Bühne

anti-spiegel.ru, 25. März 2023 13:00 Uhr

Der Spiegel hat sich in einem Artikel über die Rückkehr Syriens auf die internationale Bühne aufgeregt und dabei so viele Unwahrheiten in einen Artikel gepackt, wie nur selten. Das schauen wir uns genauer an.


Zitat: Wenn es um Syrien und den dortigen Krieg geht, muss man immer etwas vorausschicken, was die westlichen Medien verschweigen. Der Krieg in Syrien ist nicht etwa ausgebrochen, weil sich das syrische Volk gegen den bösen Diktator Assad erhoben hat, sondern weil die CIA islamistische Terroristen von Al Qaida und IS bewaffnet und aus dem Irak nach Syrien geschickt hat. Das ist keine böse Propaganda, sondern das geht aus Dokumenten hervor, deren Freigabe in Washington schon vor Jahren erstritten wurde. Details über die sogenannte CIA-Operation Timber Sycamore finden Sie hier.


Davon, dass der Syrienkrieg, bei dem über 300.000 Zivilisten getötet und 13 Millionen Menschen zu Flüchtlingen wurden, ohne die tatkräftige Hilfe der CIA für islamistische Terroristen nie ausgebrochen wäre, wissen Spiegel-Leser jedoch nichts, denn wer im Spiegel-Archiv nach der CIA-Operation Timber Sycamore sucht, der findet exakt 0 (in Worten Null) Treffer.


Auch die Tatsache, dass Syrien vor dem Krieg das einzige Land im Nahen Osten war (und immer noch ist), in dem verschiedene islamische Glaubensrichtungen mit Christen und Juden friedlich zusammengelebt haben und alle ungestört ihre Religionen ausüben konnten, vergessen „Qualitätsmedien“ wie der Spiegel zu erwähnen. Was der Spiegel macht, ist keine Berichterstattung über Syrien, der Spiegel ist der Verkünder der Propaganda der US-Politik, die sich vor knapp 15 Jahren aus geopolitischen Gründen das Ziel gesetzt hat, den syrischen Präsidenten Assad zu stürzen und die daher den Krieg entfesselt hat.


Nun wird deutlich, dass die USA mit dem Vorhaben gescheitert sind, denn Assad kommt zurück auf die internationale Bühne und sogar die Golfmonarchien, bisher treue Vasallen der USA, empfangen Assad wieder zu Staatsbesuchen und bereiten Syriens Rückkehr in die Arabische Liga vor. Diese Tatsache war dem Spiegel einen bösen Artikel mit der Überschrift „Syriens Diktator auf Reisen – Wie Assad aus der Isolation zurückkehrt“ wert, um den es hier gehen soll.


Das Erdbeben und die Folgen

Der Spiegel-Artikel, der als „Analyse“ bezeichnet wird, beginnt mit folgendem Absatz:

„Das Bild war so unerträglich wie aussagekräftig: Ein lachender Baschar al-Assad, der sich vor den Ruinen von Aleppo ablichten ließ, nachdem der Norden Syriens von der schlimmsten Erdbebenkatastrophe der Region seit einem Jahrhundert heimgesucht worden war. Bis zum »Solidaritätsbesuch« des syrischen Diktators bei den Betroffenen waren Tage verstrichen, er wirkte gut gelaunt, und hielt es nicht für nötig, Staatstrauer für die Tausenden Todesopfer auszurufen. Es war Baschar al-Assad, wie er leibt und lebt.“

Der Spiegel missbraucht das schreckliche Erdbeben, um Assad, der Augenarzt in London war und nie Staatschef werden wollte, bis sein älterer Bruder jung gestorben ist, als den Teufel in Person zu präsentieren. Der Spiegel vergisst dabei jedoch, die unrühmliche Rolle des Westens zu erwähnen, dessen angebliche Hilfe für syrische Opfer des schrecklichen Erdbebens die Menschen in Syrien gar nicht erreicht.


Um Assad zu schwächen, verweigert der Westen den Menschen im von der syrischen Regierung kontrollierten Aleppo, das besonders stark von dem Beben betroffen war, jede Hilfe. Die USA haben – im Gegensatz übrigens zum Friedensnobelpreisträger EU – immerhin vorübergehend einige Sanktionen gelockert, damit die syrische Regierung Hilfsgüter kaufen kann. Die „Syrienhilfe“ des Westens geht ausschließlich an Menschen im nach wie vor von Islamisten kontrollierten Idlib im Nordwesten Syriens. Das erfährt der Spiegel-Leser jedoch nicht.


Der Spiegel erzählt seinen Lesern stattdessen, dass der böse Assad das Erdbeben instrumentalisieren würde, um seine Rückkehr auf die internationale Bühne zu erreichen.


Der Spiegel verschweigt Ursache und Wirkung

Da Spiegel-Leser noch nie von der CIA-Operation Timber Sycamore gehört haben, kann der Spiegel nach dieser Einleitung ausführlich auf den Krieg eingehen und ihn Assad in die Schuhe schieben. Beim Spiegel klingt das so:

„Und so kehrt das brutale Regime Assad langsam auf die Weltbühne zurück, einer grausamen Bilanz zum Trotz: Über 300.000 Zivilisten wurden nach Schätzungen der Uno im Krieg getötet, in dem das Regime mit russischer und iranischer Hilfe den Aufstand von 2011 niederschlug. Über 130.000 Menschen gelten in Syrien als vermisst – Männer, Frauen und Kinder wurden entführt, ermordet, zu Tode gefoltert. Über 13 Millionen mussten fliehen. Das Land liegt in Trümmern, die Wirtschaft auch, nur Assad ist immer noch da, syrische Städte sind mit seinen Postern vollgepflastert, und die erinnern die Menschen, von denen 90 Prozent in Armut leben, jeden Tag an den Pyrrhussieg des Diktators.“

Dass die syrische Wirtschaft wegen des von den USA losgetretenen Krieges in Trümmern liegt, wird nicht erwähnt. Und es wird auch nicht erwähnt, dass es die westlichen Sanktionen sind, die sogar den Import von Medikamenten verhindern, die es der syrischen Wirtschaft unmöglich machen, wieder auf die Füße zu kommen, und die den Wiederaufbau des zerstörten Landes massiv behindern.


Die Propaganda im Spiegel geht aber noch weiter, denn in dem Artikel folgt danach:

„Dabei weiß man nicht so recht, ob man noch von Diktatur sprechen soll, oder eher von einer Mafia mit international akkreditierten Diplomaten. Die öffentliche Versorgung ist so gut wie kollabiert. Es gibt kaum mehr Strom, die Löhne des staatlichen Personals sind fast nichts mehr wert (…) Assad und seine Clique beherrschen die Wirtschaft, den Schmuggel, den Schwarzmarkt – und machen offenbar Geld mit Drogen.“

Wieder ist die Tatsache, dass es in Syrien kaum Strom gibt und dass die Inflation galoppiert, dem Krieg und den Sanktionen geschuldet, die beide vom Westen initiiert wurden.


Die USA plündern Syrien aus

Danach wird es in dem Spiegel-Artikel noch dreister, denn der Spiegel-Leser erfährt:

„Teile des Landes sind unter Kontrolle von Rivalen und Gegnern. Da sind türkische und amerikanische Truppen an der Peripherie, eine letzte Enklave islamistischer Rebellen, kurdisches Autonomiegebiet. Hinzu kommen israelische Luftangriffe auf syrische und iranische militärische Ziele im Land, gegen die das Regime wenig ausrichten kann.“

Dass Teile des Landes von ausländischen Truppen besetzt sind, sind alles Völkerrechtsbrüche der USA, der Türkei und Israels, die der Spiegel so darstellt, als sei das alles Assads Schuld. Daher der Reihe nach.


Die USA besetzen schon seit Jahren die Teile von Syriens Osten, in denen die Ölquellen und die fruchtbaren Böden des Landes sind. Die USA plündern das syrische Öl und fahren es mit Tanklastern in den Irak, wo sie es verkaufen.


In den betroffenen Gebieten stützen sich die USA auf die Kurden der YPG, die von der Türkei als Terrororganisation angesehen wird, weshalb die Türkei in Syrien eingerückt ist und einen Grenzstreifen unter ihre Kontrolle gebracht hat, um gegen Angriffe der Kurden auf türkisches Gebiet vorzugehen. Außerdem unterstützt die Türkei die islamistischen Terroristen, die die Region Idlib im Nordwesten Syriens kontrollieren.


Auch dass Israel Syrien vollkommen völkerrechtswidrig bombardiert, findet der Spiegel nicht kritisierenswert. Ob die Spiegel-Redaktion wohl auch so viel Verständnis hätte, wenn es umgekehrt wäre und Syrien Israel ungehindert bombardieren würde?


Totale Desinformation im Spiegel

Ein besonders dreister Absatz in dem Spiegel-Artikel ist folgender:

„Dass Assad dennoch an der Macht bleibt und sich jetzt langsam aus der Isolation hinausbewegt, ist eine niederschmetternde Bilanz für die EU und die USA, die einst zum Sturz des Diktators aufriefen, Sanktionen verhängten und die Opposition unterstützten. Zugleich war der Westen nie bereit, der Opposition militärisch in einer Weise zu helfen, dass es einen Regimesturz bedeutet hätte.“

Der Spiegel bestätigt, was ich behaupte: Der Westen wollte Assad stürzen und war dafür bereit, das Land in den verheerenden Krieg zu stürzen. Dass es völkerrechtswidrig ist, die Regierung eines anderen Landes zu stürzen, interessiert den Spiegel nicht.


Warum „der Westen nie bereit“ war, die „Opposition“ militärisch noch stärker zu unterstützen, weiß jeder, der sich ein paar Jahre zurückerinnern kann. Die vom Spiegel so freundlich als „Opposition“ titulierten Kräfte waren der IS, den die USA zwar im Geheimen bewaffnet und unterstützt haben (siehe Timber Sycamore und andere ähnliche Operationen), den der Westen aber nicht offen unterstützen konnte, weil das derartig barbarische Kräfte waren, dass man dem heimischen Publikum das nicht verkaufen konnte.


Außerdem war man im Westen wohl auch nicht sicher, ob man Assad gegen radikale und unkontrollierbare Islamisten austauschen sollte, denn die Lektion mit den von den USA unterstützten Taliban hat in den 90er Jahren gezeigt, dass ein unberechenbares islamistisches Regime viel Ärger machen kann – noch dazu, wenn es eine gemeinsame Grenze mit Israel hat. Also hat der Westen den IS heimlich so weit unterstützt, dass er Assad nur fast gestürzt hat, und gleichzeitig hat der Westen hat den IS offiziell bekämpft.


Dass es dem Westen mit der Bekämpfung des IS nie ernst gewesen ist, zeigte dann das russische Eingreifen 2015. Innerhalb kurzer Zeit hat eine sehr begrenzte russische Militärmission das erreicht, was die gesamte NATO vorher jahrelang nicht geschafft hat: Der IS wurde weitgehend besiegt. Er wäre auch vollkommen besiegt worden, aber das hätte die Gefahr eines militärischen Zusammenstoßes mit der Türkei in Idlib und mit US-Truppen in Ostsyrien bedeutet.


Solange die USA und der Westen weiterhin die Terroristen in Syrien unterstützen und Teile des Landes völkerrechtswidrig besetzt halten, wird das Land es schwer haben, wieder auf die Füße zu kommen. Aber die Tatsache, dass die arabischen Staaten anscheinend die Seiten wechseln und Assad wieder in ihrer Mitte aufnehmen, macht Hoffnung für das vom Westen geschundene Land.


Info: https://www.anti-spiegel.ru/2023/der-spiegel-schaeumt-ueber-syriens-rueckkehr-auf-die-internationale-buehne



Weiteres:



Terrorismus im Staatsauftrag: Von US-Plänen zur Destabilisierung Syriens


gegenzensur.rtde.life, 25 Mär. 2023 10:48 Uhr, Von Alexei Sakwasin, Jelisaweta Komarowa

Die USA planen, die Situation in Syrien mithilfe der ihnen untergebenen, rechtswidrig bewaffneten Gruppierungen (Terroristen) und der IS-Kämpfer zu erschüttern. Die USA sind dabei, einige radikale Einheiten mit einer Gesamtzahl von etwa 300 Personen zu bilden. Sie sollen nach erfolgtem Training an Anschlägen auf militärische Einrichtungen in Syrien und Iran beteiligt sein.


Der Vorsitzende der Joint Chiefs of Staff, General Mark Milley, kommt zu einer Anhörung des House Appropriations Defense Subcommittee auf dem Capitol Hill, 23. März 2023 in Washington, DC.



Quelle: AFP © Drew Angerer


Zitat: Washington führe weiterhin terroristische Gruppierungen an, um die Lage in Syrien zu destabilisieren, sagte Sergei Naryschkin, Direktor des russischen Auslandsgeheimdienstes (SVR). Den Angaben des SVR zufolge werden die Terroristen demnächst Pick-ups mit großkalibrigen Maschinengewehren, schultergestützte Flugabwehrraketen vom Typ Igla sowie tragbare Panzerabwehrlenkwaffen vom Typ TOW und NLAW erhalten. Die Führung werden US-Geheimdienste und Mitarbeiter des US Central Command übernehmen. Die Experten sind der Meinung, dass dieses Vorgehen die illegale Förderung syrischen Öls erhöhen und die Normalisierung der Beziehungen zwischen Damaskus und anderen Ländern des Nahen Ostens verhindern soll.


Nach Erdbeben: USA setzten Plünderung des syrischen Erdöls ungehindert fort





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Die Vereinigten Staaten planen, die Situation in Syrien mithilfe der ihnen untergebenen rechtswidrig bewaffneten Gruppierungen (Terroristen) und der IS-Kämpfer zu erschüttern. So lautet die Mitteilung Naryschkins.

"Eine besondere Rolle nimmt dabei die Freie Syrische Armee ein, ein Verbund von bewaffneten kurdischen und arabischen Oppositionseinheiten, die im Zentrum und Nordosten des Landes operieren. Mit deren Hilfe arbeiten die USA und ihre britischen Verbündeten mit den verbliebenen Untergrundformationen des 'Islamischen Staates' in abgelegenen Gebieten des Landes zusammen", wird Naryschkin vom Pressedienst des SVR zitiert.

Die Koordination dieser subversiven Aktivitäten erfolgt von einer US-Militärbasis in der Nähe der Ortschaft at-Tanf in der Provinz Homs aus.


"Die Basis der US-Armee befindet sich an der Grenze zwischen Syrien, dem Irak und Jordanien in der Nähe der Ortschaft at-Tanf. Der von ihr kontrollierte Bereich umfasst eine 55 Kilometer lange Zone rund um die Stadt", heißt es in den Unterlagen des Sicherheitsdienstes. Das Verteidigungsministerium der Russischen Föderation hat bereits erklärt, das Territorium von at-Tanf sei von den US-Streitkräften besetzt. Des Weiteren befinden sich in der Region Banditenformationen. Die bewaffneten Kämpfer sind eine Gefahr für die Zivilbevölkerung und werden von den USA für Provokationen gegen die syrische Armee eingesetzt.


Dem SVR zufolge werden derzeit die Fragen der Bewaffnung dieser Terroristen in at-Tanf geregelt. In Kürze sollten die Kämpfer mehrere Dutzend Pick-ups mit Allradantrieb und großkalibrigen Maschinengewehren, tragbare Flugabwehrsysteme sowie tragbare Panzerabwehrsysteme erhalten.

Blutsverwandte im Geschäft des Terrorismus


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Der SVR stellte fest, dass die Vereinigten Staaten die Absicht haben, Terroristen gegen Regierungskräfte und staatliche Strukturen in Syrien einzusetzen. Die Planung dieser Maßnahmen erfolgt durch die US-Geheimdienste und Offiziere des Zentralkommandos der US-Streitkräfte. "Das Ziel dieser kriminellen Aktivitäten ist es, die Situation in Syrien zu destabilisieren. Aufgabe des IS-Gesindels sind Kampfhandlungen im Südwesten Syriens (Provinzen as-Suwaida und Daraa), im zentralen Landesteil (Homs) und östlich des Euphrat (Raqqa, Deir ez-Zor)", informiert der russische Geheimdienst.


Die USA sind dabei, einige radikale Einheiten mit einer Gesamtzahl von etwa 300 Personen zu bilden. Sie sollen nach erfolgtem Training an Anschlägen auf militärische Einrichtungen in Syrien und im Iran beteiligt sein. Ferner beabsichtigen die Auftraggeber, einen Teil der Terroristen zum Zwecke der Entführung von russischen und iranischen Soldaten in der Hauptstadtregion einzusetzen.


"Die enge Zusammenarbeit der USA mit islamischen Terroristen, einschließlich IS-Kämpfern, macht sie zu Blutsverwandten. Im Grunde genommen ist diese Tätigkeit der USA nichts anderes als Staatsterrorismus", betonte der SVR.


Wie man weiß, ist in Syrien seit 2015 ein begrenztes Kontingent der russischen Streitkräfte präsent. Die russischen Truppen sind auf dem Luftwaffenstützpunkt Hmeimim und im Hafen von Tartus stationiert. Dank der militärischen Unterstützung Russlands in den Jahren 2015 bis 2017 konnte Damaskus die Kontrolle über den größten Teil des Territoriums der Republik zurückgewinnen und dem IS eine Niederlage bereiten.


Inzwischen unterstützt Damaskus die Idee einer Ausweitung der russischen Militärpräsenz im Land. So traf der syrische Staatschef Baschar al-Assad am 15. März den russischen Präsidenten Wladimir Putin im Kreml. In dem Gespräch betonte Assad, es beginne eine neue Phase der Beziehungen zwischen den beiden Ländern.


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Nach Angaben von Experten, die von RT befragt wurden, waren die USA immer sehr negativ gegenüber Moskaus Rolle bei der Lösung des Syrienkonflikts gestimmt, mussten aber Russlands legitime militärische Präsenz in der Arabischen Republik dulden. In einem Gespräch mit RT äußerte Wladimir Batjuk, Leiter des Zentrums für politisch-militärische Studien am Institut für die USA und Kanada der Russischen Akademie der Wissenschaften, die Annahme, dass Washington nun erneut versuchen will, die Situation in Syrien zu destabilisieren, indem es seine rechtswidrige Präsenz in der Republik und seinen Einfluss auf lokale Banditenformationen nutzt.


"Die Einmischung Washingtons in die Angelegenheiten Syriens hat bereits im Jahre 2011 zu einem Bürgerkrieg und dem Aufstieg des IS geführt. Nur mit großer Mühe und mit Moskaus Unterstützung gelang es Damaskus, die Kontrolle über den größten Teil des Landes zurückzugewinnen und den 'Islamischen Staat' zu vertreiben. Allerdings verhalten sich die USA weiterhin subversiv. Sie besetzen rechtswidrig einen Teil des Territoriums der Arabischen Republik Syrien, rekrutieren Terroristen und versuchen, die Situation in Syrien immer wieder zu erschüttern", bemerkte Batjuk.


Dem Experten zufolge ist Washington daran interessiert, die Terroristen als Kampfmittel gegen Damaskus, Moskau und Bagdad einzusetzen. Im Endeffekt, so Batjuk, beabsichtigen die USA, so viele natürliche Ressourcen Syriens wie nur möglich in ihre Hände zu bekommen. Der SVR hat bereits früher berichtet, dass die Vereinigten Staaten die natürlichen Ressourcen Syriens ausbeuten. Unter anderem ist Washington am illegalen Handel mit Erdöl beteiligt, das in den besetzten Gebieten der nordöstlichen Arabischen Republik gefördert wird.


US-Besatzer errichten neuen Militärstützpunkt im Nordosten Syriens





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"Bis zu drei Millionen Barrel Rohöl werden jeden Monat aus Feldern in den Provinzen Hasaka, Raqqa und Deir ez-Zor gefördert. Etwa ein Drittel des gestohlenen Erdöls wird unter Vermittlung der USA zu einem Preis von 35 bis 40 Dollar pro Barrel an die kurdische Autonomieregion im Irak verkauft", heißt es im Bericht des SVR.


Die Aufgabe des US-Kontingents und der PMCs sei es, Konvois mit Erdöl zu begleiten sowie die Förder- und Verarbeitungsinfrastruktur zu schützen, so der SVR.


Laut Batjuk ist die syrische Erdölförderung ein profitables Geschäft für die Vereinigten Staaten. "Als die Erdölfelder in Syrien von der IS besetzt waren, machten diese einen guten Profit. Heute ist dieses illegitime Geschäft in den Händen der USA. Und sie möchten diese natürlich verschleiern", meint Batjuk.


Gegenmittel zur Normalisierung

Wassili Ostanin-Golownja, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Fachabteilung für Mittleren und Postsowjetischen Osten an der Russischen Akademie der Wissenschaften, erklärte RT, die USA verfolgten in Syrien hauptsächlich politische Ziele. Dazu gehört insbesondere der Versuch, die Normalisierung der Beziehungen zwischen Damaskus und anderen arabischen Ländern zu verhindern. Und die von der SVR veröffentlichten Pläne Washingtons, die Lage in der Republik mithilfe terroristischer Formationen zu destabilisieren, zielen genau darauf ab.


"Washington ist heute besonders darüber verärgert, dass Baschar al-Assad, gegen den ein solch langer Kampf geführt wurde, sein Land in die Arabische Liga zurückführt und Beziehungen zu den Staaten in dieser Region aufbaut. Davon zeugen der Besuch Assads in den Vereinigten Arabischen Emiraten und die Absicht Saudi-Arabiens, die Beziehungen zum offiziellen Damaskus wiederherzustellen", erzählte Ostanin-Golownja.


Der Experte ist der Meinung, dass eine Destabilisierung in der Arabischen Republik Syrien, auch im Rahmen der Bemühungen um eine Annäherung zwischen Saudi-Arabien und dem Iran, die seit Jahrzehnten verfeindet sind, von Vorteil für die USA ist. "Die syrische Angelegenheit steht im Mittelpunkt dieser Normalisierung auf Augenhöhe mit der jemenitischen", so Ostanin-Golownja.

Es sei daran erinnert, dass der König von Saudi-Arabien Salman bin Abdulaziz Al Saud den iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi am 19. März zu einem Besuch in die Hauptstadt des Königreichs eingeladen hat. Zuvor hatten sich Riad und Teheran unter Vermittlung Chinas auf die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen geeinigt. Diese beiden Staaten beabsichtigen, die bestehenden Streitigkeiten und Differenzen in naher Zukunft beizulegen.


Assad-Besuch in Abu Dhabi: "Syrien war zu lange nicht bei seinen Brüdern"





Assad-Besuch in Abu Dhabi: "Syrien war zu lange nicht bei seinen Brüdern"






In einem Interview erklärte Assad neulich dem leitenden Korrespondenten von RT Arabic Sargon Hadaya, dass die Arabische Republik kein Schauplatz der iranisch-saudischen Konfrontation mehr sei.


Nach Ansicht von Ostanin-Golownja hat die Normalisierung der Beziehungen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran das Potenzial, die Situation im Nahen Osten grundlegend zu verändern, und zwar nicht zugunsten der Vereinigten Staaten. In einer möglichen neuen Runde des Syrienkonflikts sieht Washington die Chance für eine Spaltung zwischen Riad und Teheran.


"Die Normalisierung und Annäherung zwischen Saudi-Arabien und dem Iran ist ein sehr wichtiger Prozess für die Stabilisierung des Nahen Ostens. Außerdem, soweit ich das beurteilen kann, beabsichtigen beide Länder, die übermäßige US-Präsenz in der Region durch eine verstärkte Zusammenarbeit mit Moskau und Peking zu kompensieren. Die USA müssen entsprechende Maßnahmen ergreifen, und das ist wahrscheinlich der Grund, warum sie sich wieder Syrien zuwenden, das während des Bürgerkriegs ein Schauplatz der Konfrontation zwischen Saudi-Arabien und dem Iran war", erklärte Ostanin-Golownja.


Diese Meinung teilt Batjuk. Der Experte vertritt die Ansicht, dass die USA infolge der von Moskau vermittelten Vertiefung der iranisch-saudischen Beziehungen befürchten, dass auch zahlreiche Streitigkeiten zwischen Syrien und der Türkei gelöst werden könnten.

Im Januar 2023 räumte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan die Möglichkeit eines Treffens mit Assad ein. Und auch der syrische Staatsoberhaupt schloss dies in einem Interview mit RT nicht aus mit der Bemerkung, dass ein solcher Dialog unter der Bedingung eines Abzugs der türkischen Truppen aus Syrien und einer Einstellung der Unterstützung für die illegalen Banditenformationen stattfinden könne.


Batjuk erklärte, dass die Vereinigten Staaten keine weitere politische Niederlage im Nahen Osten erleiden wollen. "Russland fungiert als Hauptvermittler bei den Kontakten zur Normalisierung der Beziehungen zwischen Syrien und der Türkei. Sollte dies geschehen, würde dies nach der Wiederaufnahme des iranisch-saudischen Dialogs einen neuen empfindlichen Schlag gegen die Position Washingtons im Nahen Osten bedeuten. Das wäre eine neue große politische Niederlage für die USA. Und natürlich werden die Vereinigten Staaten versuchen, dies zu unterbinden", so Batjuk abschließend.


Zuerst erschienen bei RT. Übersetzt aus dem Russischen.


Mehr zum Thema - Abkehr vom Westen: Wie der Ukraine-Krieg auf die Machtverhältnisse im Nahen Osten wirkte


RT DE bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Info: https://gegenzensur.rtde.life/der-nahe-osten/166077-bezeugung-staatlichen-terrorismus-von-us


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25.03.2023

Betreff: Wichtiger Leserbrief von Willi Parlmeyer heute im Göttinger
Tageblatt

-------- Weitergeleitete Nachricht --------


Betreff: Wichtiger Leserbrief von Willi Parlmeyer heute im Göttinger

Tageblatt

Datum: Sat, 25 Mar 2023 11:34:59 +0100

Von: Ekkehart Drost <e1944drost@gmx.de>



Liebe Mitleser,


dieser ungekürzte Leserbrief von Willi Parlmeyer (Göttingen) im

Göttinger Tageblatt vom 25.3. ist m.E. ein gelungenes Beispiel dafür,

wie wichtig es für uns ist (und auch ermutigend!), nicht nachzulassen in

unserem Bemühen, die Fragwürdigkeit der IHRA-Definition durch ein ganz

konkretes Beispiel darzustellen. Zudem ist es Willi überzeugend

gelungen, dieses Beispiel mit der konkreten Schwierigkeit für

palästinensische Deutsche sowie Israel-Kritiker, ihre Kritik zu

artikulieren, zu verbinden. Willis Hinweis auf den FAZ-Artikel vom 2.3.

zeigt zudem, dass auch wichtige Mainstream-Medien allmählich einen

anderen Ton einschlagen.


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25.03.2023

Lost in EUrope Update  Scholz und Macron: Der Realität entrückt

lostineu.eu, vom 24. März 2023

Die Börsen schmieren ab, die Banken wackeln. In Paris brennen Barrikaden, in Berlin zerstreitet sich die “Fortschritts-Koalition”. Doch beim EU-Gipfel in Brüssel taten Kanzler Scholz und Präsident Macron so, als sei alles gut.


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Die Banken sind sicher, der Streit um den Verbrennermotor ist so gut wie gelöst: Mit dieser frohen Doppelbotschaft ist der EU-Gipfel zu Ende gegangen.


Kanzler Olaf Scholz und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron spielten nach dem zweitägigen Treffen alle Probleme herunter.


Scholz betonte, dass die Deutsche Bank profitabel und sicher sei. “Es gibt keinen Anlass, sich irgendwelche Gedanken zu machen“, sagte er.


Auch zum Streit über das für 2035 geplante Aus für Verbrenner-Autos verteilte Scholz wohlklingende Beruhigungspillen. „Wir werden uns einigen“, versicherte er.


Dabei hat die deutsche Blockade die Beratungen in Brüssel überschattet. Gleich zu Beginn des Spitzentreffens hatte EU-Parlamentspräsidentin Metsola ihrem Unmut Luft gemacht. Macron war sogar so sauer, dass er das direkte Gespräch mit Scholz suchte.


Neben dem Verbrenner-Aus wollte er auch über die Rolle der (französischen) Atomkraft beim Klimaschutz sprechen, die in Deutschland immer wieder für Kritik sorgt.


“Fröhlich und freundlich”

Doch nach einem gemeinsamen Frühstück am Freitagmorgen war der Ärger verflogen. „Fröhlich und freundlich“ sei das Treffen gewesen, so Scholz.


Macron sagte, im Streit über die Rolle von Atomkraft bei der Reduzierung von CO2-Emissionen sei man einer Einigung nahe.


Und der Volksaufstand in Paris? “Wir müssen weiter vorangehen, das Land kann nicht stillstehen“, sagte Macron.


Dabei hat er Frankreich mit seiner Rentenreform selbst auf die Barrikaden getrieben. Nun stehen alle Räder still…


Mehr zum EU-Gipfel hier


Info: https://lostineu.eu/scholz-und-macron-der-realitaet-entrueckt




Weiteres:




Während Scholz beim EU-Gipfel sitzt, schmiert die Deutsche Bank ab


lostineu.eu, vom 24. März 2023

Die deutschen Banken sind sicher, eine Ausweitung der Bankenkrise auf die EU droht nicht. Das wollte Kanzler Scholz beim Eurogipfel in Brüssel verkünden. Doch dann schmierte die Deutsche Bank ab.


Der Aktienkurs der Deutschen Bank ist am Freitagmorgen regelrecht abgestürzt. Gegen 11.00 Uhr lag der Kurswert an der Frankfurter Börse 11,5 Prozent im Minus, wie AFP meldet.

Auch die Commerzbank-Aktien fielen um 8,5 Prozent, die der französischen Société Générale an der Pariser Börse um 6,72 Prozent. Der Bankenindex Stoxx Europe 600 fiel um fünf Prozent

Die Unsicherheit im Bankensektor nach dem Zusammenbruch zweier kleinerer US-Banken sowie der Not-Übernahme der Schweizer Credit Suisse setzt den europäischen Geldinstituten zu.

Der Abstutz kommt zur Unzeit: Denn zur selben Zeit tagte der EU-Gipfel in Brüssel im Format eines Eurogipfels. Zentralbank-Chefin Lagarde wollte stolz berichten, was sie für die Stabilität tut.

Geldwertstabilität und Finanzstabilität seien keine Widersprüche, hatte sie zuletzt behauptet. Doch nun zeigt sich, dass die jüngsten Zinserhöhungen wie Blei auf den Banken lasten.

Auch Scholz muß sein Narrativ anpassen. Die deutschen Banken seien sicher, hat er immer wieder verkündet. Nun muß er womöglich Deutschlands größtes Geldinstitut stützen…

Mehr zur Bankenkrise hier


5 Comments

  1. MarMo
    24. März 2023 @ 20:47

    Auch Scholz muß sein Narrativ anpassen. Die deutschen Banken seien sicher, hat er immer wieder verkündet. Nun muß er womöglich Deutschlands größtes Geldinstitut stützen…
    Wieso er? Wir – und zwar ungefragt!

Reply

  • KK
    24. März 2023 @ 18:54

    So ist das mit selektiver Wahrnehmung: Ich hatte zuerst nur “Scholz sitzt” gelesen… und dann gemerkt, dass es um die Deutsche und nicht die Warburg-Bank ging…

    Reply

  • Hekla
    24. März 2023 @ 14:29

    Unvergesslich die Aussage der jetzigen EZB-Chefin, die damals Frankreichs Wirtschaftsministerin war: als die Subprime-Krise als Vorbote der Weltwirtschaftskrise 2008 bereits am Lodern war, flötete sie noch fröhlich: “Ce n’est pas un krach”, die Banken waren da auch alle ganz solide.
    Mal sehen, ob sie es wieder schaffen, eine Bankenkrise zu einer veritablen (Welt-)Wirtschaftskrise auswachsen zu lassen.

    Reply

  • Arthur Dent
    24. März 2023 @ 14:04

    Ist ja offenbar genau so eine „Zockerbude“ wie Credit Suisse, wo die Investment- Banker das große Rad drehen wollen. Hinzu kommt, dass die Zinserhöhungen der EZB so manchen Banken den Rest geben werden.

    Reply

  • european
    24. März 2023 @ 14:00

    Nun ja, im Gegensatz zur Finanzkrise handelt es sich nicht um ein “Ansteckungsproblem”, sondern eher um einen System- bzw Strategiefehler.

    Solange niemand einsieht, dass diese Preissteigerungen nicht durch die Zinsanhebungen der Zentalbanken geloest werden koennen, haben alle Banken mit einem grossen Portfolio an Nullzins-Staatsanleihen dieses Problem. Deren Kurse stuerzen immer weiter ab, je mehr die Zentralbanken die Zinsen anheben.

    Die Zentralbanken koennten ein grosses Ankaufprogramm fuer exakt diese Papiere auflegen. Ankauf zum Nominalwert, der bei Faelligkeit von den Staaten ausgezahlt werden muss.


  • Info: https://lostineu.eu/waehrend-scholz-beim-eu-gipfel-sitzt-schmiert-die-deutsche-bank-ab






    Weiteres:





    Während Macron beim EU-Gipfel sitzt, brennt Paris


    Frankreichs Sonnenkönig Macron hat keinen guten EU-Gipfel. Wegen der Proteste gegen seine umstrittene Rentenreform ist er zu spät in Brüssel angekommen; während seiner Abwesenheit brennen Barrikaden in Paris.

    Bei gewalttätigen Protesten gegen die Rentenreform sind in Frankreich mehr als 450 Menschen festgenommen worden. In Paris brannten Barrikaden und Müllberge, in Bordeaux fing die Fassade des Rathauses Feuer. Allein in Paris habe es etwa 900 Feuer am Rande der Proteste gegeben, sagte Innenminister Darmanin.

    Etwa 440 Polizisten und Gendarmen seien bei Ausschreitungen verletzt worden, hieß es. Die “Flics” gingen allerdings auch sehr hart gegen Demonstranten vor, wie zahlreiche Videos zeigen. Einige Polizisten und Feuerwehrleute solidarisierten sich mit der Protesten, an denen je nach Angaben 1 bis 3,5 Millionen Menschen teilnahmen.

    Macron äußerte sich in Brüssel zunächst nicht zu dem Aufstand in seinem Land. Er eilte schweigend zum EU-Gipfel, wo er “profil bas” wählte und keine großen Töne spuckte. Der Sonnenkönig steht mit dem Rücken zur Wand. Kleiner Trost: Die EU unterstützt seine neoliberale Politik – und natürlich auch die Rentenreform…

    Mehr zu Frankreich hier

    P.S. Für Macron läuft es wirklich schlecht. Nun mußte er auch noch den für Montag geplanten Besuch des britischen Königs in Versailles abblasen. Das royale Treffen hätte sich angesichts der brennenden Barrikaden in Paris wirklich nicht gut gemacht…


    1 Comment

    1. KK
      24. März 2023 @ 14:17

      “Das royale Treffen hätte sich angesichts der brennenden Barrikaden in Paris wirklich nicht gut gemacht…”

      Sonnenkönigsdämmerung… da wären zu dem Anlass bestimmt in Frankreich Karikaturen erschienen, wo der Schatten einer Guillotine auf Versailles fällt.



    Info: https://lostineu.eu/waehrend-macron-beim-eu-gipfel-sitzt-brennt-paris


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    24.03.2023

    Erich Maria Remarque über "Im Westen nichts Neues" (1962)

    seniora.org, 24. März 2023

    "Im Westen nichts Neues" ist ein 1928 verfasster Roman von Erich Maria Remarque, der die Schrecken des Ersten Weltkriegs aus der Sicht eines jungen Soldaten schildert.

    Aus der Reihe "Das Profil" - Video 31 Min.


    Ein Gespräch mit Friedrich Luft

    "Weil Remarque den Krieg aus der Perspektive des kleinen Mannes, der Opfer und nicht der politischen Täter schildert, er nicht Zeithistorie schreibt, sondern die Geschichte von Menschen, bleibt zumindest aus heutiger Sicht der als Vorlage dienende erste Weltkrieg sekundär. Paul Bäumer und seine Kameraden starben auch in Stalingrad, in Korea, in Vietnam und Bosnien. Darin liegt die Zeitlosigkeit des Romans, und dies ist ein entscheidender Grund dafür, dass "Im Westen nichts Neues" die Jahrzehnte überlebt hat."
    Wilhelm von Sternburg in seiner sehr lesenswerten Biografie über Remarque (Kiepenheuer & Witsch, 1998).

    Ausschnitt aus dem Video "Erich Maria Remarque - Gespräch mit Friedrich Luft (1962)". In voller Länge (31 Min.) hier:    • Erich Maria Remar... 


    Aus der Reihe "Das Profil". Erich Maria Remarque (1898-1970) war ein deutscher Schriftsteller. Seine überwiegend als pazifistisch eingestuften Romane, in denen er die Grausamkeit des Krieges thematisiert, finden bis heute grosse Verbreitung.


    Bereits zu Beginn der NS-Herrschaft, als der Autor durch sein Hauptwerk, den 1928 erstmals erschienenen, 1930 in Hollywood verfilmten Antikriegsroman "Im Westen nichts Neues", schon weltberühmt war, emigrierte er in die Schweiz. Seine Arbeiten wurden in Deutschland als „schädliches und unerwünschtes Schrifttum“ verboten und 1933 öffentlich verbrannt. Die deutsche Staatsbürgerschaft wurde ihm 1938 aberkannt. In den USA fand er Aufnahme, bekam die amerikanische Staatsbürgerschaft und Anerkennung als Schriftsteller (Quelle: Wikipedia).


    Der Interviewer Friedrich Luft war ein damals berühmter Feuilletonist und Theaterkritiker. Hier gibt es eine Sammlung mit weiteren Interviews mit ihm:    • "Das Profil" - Fr...   Hinweis: Es gibt bei diesem Beitrag DEUTSCHE und ENGLISCHE Untertitel!

    185.298 Aufrufe 18.01.2022

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    Filmbeschreibung

    Im Westen nichts Neues (1930)


    Im Westen nichts Neues ist ein US-amerikanischer Antikriegsfilm von Lewis Milestone aus dem Jahr 1930. Als Vorlage diente der gleichnamige Antikriegsroman von Erich Maria Remarque. Die Hauptrollen spielten Lew Ayres und Louis Wolheim.


    Der mit zwei Oscars ausgezeichnete Spielfilm gilt als einer der bekanntesten und beeindruckendsten Antikriegsfilme und hat den Ruf eines Filmklassikers. Da viele Kinos zu der Zeit noch nicht auf Tonfilm eingestellt waren, kam er sowohl in einer Stummfilm- als auch in einer Tonfilm-Fassung heraus. Im Westen nichts Neues ist einer der ersten Filme, die für den deutschen Markt synchronisiert wurden. Wegen seiner pazifistischen Grundhaltung und der Darstellung von hoffnungslosen deutschen Soldaten wurde er vor allem von rechten Verbänden in Deutschland angefeindet. Der Film handelt von den grausamen Fronterlebnissen des jungen Kriegsfreiwilligen Paul Bäumer und seiner Kameraden im Ersten Weltkrieg.


    Handlung

    Zu Beginn des Ersten Weltkrieges herrscht im Deutschen Reich eine euphorische und siegesgewisse Stimmung, die auch die Schulklasse des Gymnasiasten Paul Bäumer erfasst. Ihr extrem nationalistisch eingestellter Lehrer Kantorek schildert der Klasse in einer flammenden Rede die „Vorzüge“ des Heldentodes und des „Sterbens für das Vaterland“ und fordert seine Schüler auf, sich freiwillig für die Armee zu melden. Unter den eindringlichen Reden Kantoreks bekommen die Schüler den Eindruck, dass das Soldatenleben etwas Schönes und Erstrebenswertes sei, doch von dem wirklichen Leben an der Front haben sie keine Ahnung. Paul und seine Klasse melden sich schließlich geschlossen freiwillig für die Armee. Ihre positive Stimmung erfährt bereits während der schikanösen Grundausbildung durch den Reserve-Unteroffizier Himmelstoß, der im Zivilleben ein freundlicher Briefträger war, einen ersten Dämpfer. Himmelstoß lässt sie stundenlang marschieren und im Schlamm waten, auch, als er damit ihre letzte Freizeit vor Abfahrt an die Front vermiest. Um sich an Himmelstoß zu rächen, verprügelt die Gruppe nachts den nach einem Kneipenbesuch sturzbetrunkenen Militaristen.


    Als sie mit dem Zug an der Front ankommen, werden die Kameraden sofort von einem Bombenangriff verschreckt. Paul und sechs seiner Mitschüler werden dem Zug des Leutnants Bertinck zugeteilt. Sie treffen dort auf den erfahrenen Frontkämpfer Stanislaus „Kat“ Katczinski und weitere erfahrene Soldaten, die schon länger an der Front sind und den Neuankömmlingen helfen müssen. Anstelle von Geld blüht an der Front das Tauschgeschäft, insbesondere das Essen ist knapp. Die jungen Soldaten sollen mit Kat bei ihrem ersten Einsatz an der Front Stacheldrähte ziehen, doch sie werden von den Gegnern entdeckt und beschossen. Pauls Klassenkamerad Behn, der eigentlich nicht in den Krieg wollte, aber von seinen Klassenkameraden umgestimmt wurde, wird dabei von einem Granatsplitter getroffen, woraufhin er erblindet und kurz darauf auch verblutet. Als sein ehemaliger Mitschüler Franz Kemmerich Behn zu retten versucht, wird er von Kat für diese Tollkühnheit getadelt. Bei den Soldaten stellen sich zunehmend Albträume und Angstzustände ein, auch nachts finden sie keine Ruhe, weil immer wieder Explosionen zu hören sind und Ratten herumlaufen. Von Schuldgefühlen geplagt und unter dem Eindruck der Explosionen rennt Kemmerich besinnungslos aus dem Bunker und wird dabei von einem Einschlag getroffen. Nach einiger Zeit im notdürftigen Krankenlager mit überforderten Ärzten verstirbt Kemmerich. Seine feinen Stiefel gehen auf andere Klassenkameraden über und wechseln mehrmals ihre Besitzer, weil diese verwundet werden oder gleich sterben.


    In den harten Kämpfen des Stellungskrieges können trotz hoher Verluste keine Fortschritte erzielt werden, Deutsche und Franzosen bekriegen sich auf einem Status quo. Zudem ist die Essenversorgung denkbar schlecht, unter anderem weil der Koch nicht nach vorne an die Front mit seinem Essen kommen will. Eines Tages wird auch Himmelstoß an die Front versetzt, der allerdings mit seinem militaristischen Auftreten für die mittlerweile kampferprobten Soldaten nur noch wie eine Witzfigur wirkt und selbst Angst vor der Front hat. Bei einer Attacke auf einem Friedhof verwundet Paul einen französischen Soldaten mit dem Messer, doch muss er sich neben dem nur langsam sterbenden Franzosen die ganze Nacht in einem Erdloch vor den feindlichen Soldaten verstecken. Paul versucht dem französischen Soldaten mit Wasser zu helfen, der letztlich dennoch stirbt. Bevor Paul zu den deutschen Soldaten zurückkehren kann, bittet er den toten Franzosen um Vergebung. Paul und einige andere Soldaten entdecken während eines Bades im Fluss drei französische Frauen, mit denen sie die Nacht verbringen   – im Tausch gegen Essen für die Französinnen.


    Wenig später werden Paul und sein Freund Albert bei einem französischen Angriff schwer verwundet. Im katholischen Hospital wird Alberts Bein amputiert, während Paul ins „Sterbezimmer“ gebracht wird (aus dem angeblich noch nie ein Patient lebend zurückgekommen ist). Wider aller Erwartung kehrt Paul jedoch aus dem Sterbezimmer zurück und verlässt das Hospital, während der vom Schicksal geschlagene Albert dort bleiben muss. Bei dem anschließenden Heimaturlaub redet Paul mit Stammtischfreunden seines Vaters, die ahnungslos darüber streiten, an welchem Frontabschnitt der entscheidende Vorstoß erfolgen solle. Verstört besucht Bäumer seine alte Schule, in der ihn sein ehemaliger, nationalistischer Lehrer Kantorek als Beispiel für „deutschen Heldenmut“ darstellen will. Bäumer erzählt aber ungeschminkt von der Front und bezeichnet es als Fehler, je in den Krieg gezogen zu sein. Die anwesenden Gymnasiasten schimpfen ihn dafür einen Angsthasen. Von den Eindrücken in der Heimat enttäuscht, kehrt er freiwillig an die Front zurück.


    Dort muss er erfahren, dass viele seiner Kameraden bereits gefallen sind. Einer, der Bauer Detering, der seiner Frau bei der Ernte helfen wollte, ist als Deserteur verhaftet worden. Paul macht Katczinski ausfindig, der aber beim Angriff eines Tieffliegers fällt. Die Kompanie wird durch blutjunge und halbausgebildete Männer aufgefüllt, die gnadenlos verheizt werden. In der letzten Szene   – Herbst 1918, einige Tage vor Ende des Krieges   – greift Paul nach einem Schmetterling vor seiner MG-Stellung und wird dabei von einem französischen Scharfschützen erschossen.

    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Im_Westen_nichts_Neues_(1930)


    Info: https://seniora.org/wunsch-nach-frieden/kuenstler-gegen-krieg/erich-maria-remarque-ueber-im-westen-nichts-neues-1962?acm=3998_1699


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    24.03.2023

    Verblendete Kriegstreiber

    overton-magazin.de, vom 23. März 2023 80 Kommentare

    Das Land an die Schwelle zu einem Dritten Weltkrieg zu führen, ist das eine. Es mit einer Armee zu tun, die faktisch wehrlos ist, grenzt an völliger Verblendung.

    Wir führen Krieg gegen Russland: Dieser Satz war natürlich nur ein Versprecher, wir wissen das jetzt – ausführlich hat man uns das erklärt: Die Außenministerin meinte es ganz anders. Wie?


    Das wissen wir nicht. Nur anders. Total anders. Reicht das nicht als Erklärung? Im postfaktischen Zeitalter sind Erklärungen doch nur Tand: Sie halten nur auf. Wer hat schon Zeit zu verlieren? Effektiv muss es sein.


    Dennoch spüren wir es natürlich, nimmt die Gesellschaft davon Notiz: Ja, da ist Krieg. Und nicht nur irgendwo in den Tiefen des Ostens, sondern auch hier. Die Armut wächst, die Notlagen nehmen zu: Wird der dänische Weg, einen Feiertag aufzulösen, um damit das Militär finanzieren zu können, bald zur neuesten deutschen Passion? Wolfgang M. Schmitt und Ole Nymoen von »Wohlstand für Alle« verleitete diese Aussicht zu der Aussage, wonach es sei süß und ehrenvoll sei, für das Vaterland zu arbeiten. Der Krieg ist so oder so da, wir spüren ihn täglich. Die hiesige Politik steht nur noch mit den Fersen auf der Schwelle, die zum Dritten Weltkrieg führt, ein kleiner Schubs und wir stehen mittendrin.


    Ein Krieg mit Fackeln und Heugabeln?

    Die Bundeswehr ist indes in einem miserablen Zustand, die Wehrbeauftragte hält sie für nur »teilweise einsatzfähig«. Natürlich hat jene Eva Högl etwas im Sinn: Die Aufstockung des Wehretats, ein Sondervermögen für das Sondervermögen gewissermaßen, nochmal einige Milliarden, die auf die bereits garantierten 100 Milliarden draufgeschlagen werden sollen.


    In der Logik der Eskalation ist das natürlich nachvollziehbar: Wenn man sich aus der Überdrehung der Spirale nicht löst, muss man eben alles tun, um die wehrunfähige Bundeswehr fit zu machen. Koste es was es wolle; ganz egal, wer oder was darüber den Anschluss verliert: Arbeitslose, Rentner, Kinder, Kranke – früher oder später sind sie diejenigen, die für die Aufrüstung bezahlen müssen. In Dänemark tun es die Arbeiter. Die hierzulande könnten nachfolgen, es wird nicht lange dauern, dann wird jemand wie Gauck wortreich erklären, warum an der Werkbank und am Schreibtisch der Krieg gewonnen wird.


    Denn nur das garantiert, dass dieses Land nicht mit Fackeln und Heugabeln verteidigt werden muss. Was sind da schon einige Stunden Mehrarbeit, wenn man dann die Gewissheit hat, dass die Bundeswehr alles im Griff hat? Laut Statistischem Bundesamt ist das Vertrauen in die Bundeswehr gesunken, von 74 Prozent im Winter 2021/22 auf 65 Prozent zwei Jahre später, also jetzt aktuell. Das ist bitter.


    Daher also: Frage nicht, was deine Bundeswehr für dich tun kann – frage, was du für deine Bundeswehr tun kannst. Arbeiten nämlich. Mehr als sonst. Härter als bisher. Ob wohl bald jemand wieder von der Zähigkeit des Leders spricht? Eine Frage stellt indes niemand: Wie kommt die Berliner Blase eigentlich dazu, ein Land in einen Krieg zu manövrieren, das ohne eine nennenswerte Armee dasteht?


    Scholz, der den Selenskjy macht

    Man verstehe mich jetzt bitte nicht falsch: Mir liegt wenig an der Aufrüstung der Bundeswehr. Aber Nationen, die einen Krieg forcieren, so meine Vorstellung bislang, die haben auch das Gerät, das Personal und das Knowhow dazu. Bei der Bundeswehr fehlt es an allem. Und nicht nur, weil Wehretats-Lobbyistin Högl das verbreitet. Seit langem ist bekannt, dass die Bundeswehr eine Truppe mit einer eher geriatrischen Dynamik darstellt, exemplarisch waren jene funktionsuntüchtigen Gewehre, die vor Jahren medial die Runde machten.


    Man hätte also wissen können, dass diese Bundeswehr keinen Krieg leisten kann. Stört das die Berliner Realitätsverweigerung auf Regierungsbasis etwa? Kein bisschen, so wie es Bundesregierungen schon seit Jahren kaum noch interessiert, was die Realitäten ausmacht. Ob nun Mobilität, Gesundheitswesen oder Leben im Kiez: Man hat keine Ahnung, wie dort gewurstelt und gemauschelt wird, wie man sich dort durch einen sparpolitisch kargen Alltag mäandert: Man hat aber dennoch Vorstellungen, die man plakativ verbreitet.


    Und das alles unter dem fanatischen Applaus einer sich der Realität verweigernden Bionaden-Bourgeoisie, die sich ins Delirium berieseln lässt und diesen Zustand nur allzu gerne mit der Wirklichkeit verwechselt.


    Bis vor kurzem dachte man also gemeinhin, dass Länder, die im Krieg mit anderen Ländern sein möchten, auch dafür ausgestattet sind. Bis diese grünstichige Regierung die Szenerie betrat, speziell das außenpolitische Sprachrohr, das radebrechend darlegte, dass man im Krieg mit Russland sei. Und wer genau kämpft? Mit welchem Gerät? Wenn wir wirklich im Krieg wären: Scholz müsste den Selenskjy machen – chic im Camouflage, bettelnd, schimpfend, schlechte Gewissen verbreitend und sich einen Oscar von Sean Penn schenken lassend.


    Verblendet von Anfang bis Ende

    In den Jahren, in denen Guido Knopp aus dem Hitlerismus Infotainment machte, fiel mir eine Sentenz auf, die häufig bei ihm zu hören war: »Verblendet bis zum Schluss«, lautete sie. Gemeint waren damit die Nazis, die immer weitermachten, selbst als der Krieg längst verloren war. Kapitulation ward nicht gegeben: Wir kennen die Geschichte, Knopp hat sie uns erzählt. Bis zum Schluss verblendet zu sein, so stellte man sich die Deutschen damals vor. Dass sie es schon von Beginn an sein könnten: Das ist neu.


    Jedenfalls dann, wenn man glaubt, dass das alles ein Beginn und nicht etwa eine Fortsetzung ist. Die Schmach verlorener Weltkriege, sie sitzt tief …


    Was für eine groteske Situation: Die Ukraine bettelt bei einem Deutschland, dessen Armee eine etwas bessere Schweizer Garde ist. Die Deutschen schielen über den Atlantik und bitten die Vereinigten Staaten um Mitwirkung. Und was macht der große Bruder: Er empfiehlt den Ukrainern bei Deutschland und Europa um Hilfe zu bitten. Eine Bettelspirale, bei der sich die Habenichtse aushelfen sollen. Und die, die könnten, die schauen zu. Zum Glück!


    Denn in den Staaten scheint man nicht so verblendet zu sein, wie im Herzen Europas, dort wo man Deutsch spricht und man sich »die fadenscheinige Gabe angeeignet [hat], unsere Trottel zu Führern zu machen«, wie ich unlängst an anderer Stelle schrieb. Man vernimmt ja immer, dass diese Leute keine Trottel seien, sondern mit Kalkül vorgehen: Daran zweifle ich, Führer von Nationen, die Kriege anfachen, für die sie nicht gerüstet sind, scheinen nicht sonderlich intelligent zu sein. Verblendung ist grundsätzlich keine Eigenschaft, die auf einen hohen Intellekt schließen lässt. Demnächst mehr bei Guido Knopp oder Sönke Neitzel

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    Info: https://overton-magazin.de/kommentar/politik-kommentar/verblendete-kriegstreiber


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    24.03.2023

    Hintergrundinfos
    Bank- und Börsenturbulenzen: Die große Illusion

    cashkurs.com, 24. März 2023, Autor: Cashkurs-Redaktion, Gastbeitrag von Prof. Christian Kreiß.

    Banken brauchen Vertrauen. Ihnen werden von Einlegern enorme Geldsummen anvertraut. Die Anleger geben ihren Banken „Kredit“. Die Banken wiederum geben ihren Kunden Kredit. Das Wort Kredit kommt von lateinisch „credere“, das heißt glauben. Wenn die Banken das Vertrauen, also den Glauben der Einleger verlieren, dann kommt es schnell zu einem Bankrun, wie zuletzt bei der Silicon Valley Bank und anderen US-Banken. Eine der größten europäischen Banken, die Credit Suisse mit über 50.000 Beschäftigten ging wegen Vertrauensverlust Mitte März unter. Das Grundmodell des Bankwesens ist gefährdet.


    Zitat: Bei einem Bankrun, einem Rennen auf die Bank, versuchen die Anleger so schnell wie möglich an ihr Geld zu kommen, weil sie Angst haben, dass es weg ist, wenn sie zu spät kommen.

    Dieses Vertrauen, dieser Glaube in die Banken ist jetzt offenbar brüchig geworden. Das gefährdet das Grundmodell des Bankwesens. Im Folgenden soll ausgeführt werden, warum es dazu kam und warum es leicht zu weiteren Bankruns kommen könnte.


    Weltweit wachsende Schulden 2007 waren die weltweiten Schulden so hoch, dass viele Anleger das Vertrauen in die Rückzahlbarkeit ihrer Gelder verloren. So kam es zur Finanzkrise und der anschließenden „Great Recession“, der größten Nachkriegsrezession, die zu Millionen von Arbeitslosen und in einigen Ländern zu schlimmen sozialen Verhältnissen führte. 2007 beliefen sich die weltweiten Schulden von Regierungen, Nicht-Finanzunternehmen und privaten Haushalten auf 195 Prozent vom Weltsozialprodukt. Das heißt, auf jeden Dollar Wirtschaftsleistung kamen knapp zwei Dollar Schulden. Zum Vergleich: 1970 betrugen diese Schulden noch etwas über 100 Prozent der Wirtschaftsleistung, die Schuldenlast war damals also etwa halb so hoch.


    Ende 2021 beliefen sich die weltweiten Schulden auf 247 Prozent vom Sozialprodukt, waren also gut 50 Prozentpunkte höher als 2007. Man hat das Schuldenproblem von 2007, die seinerzeit zu hohen Schulden also in den letzten 14 Jahren mit noch mehr Schulden „gelöst“. Würde der Schuldenzuwachs der letzten etwa 50 Jahre von 1970 bis heute noch einmal 50 Jahre so weitergehen, dann hätten wir in eineinhalb Generation einen Schuldenberg von etwa 600 Prozent der Wirtschaftskraft, das heißt auf jeden Dollar Wertschöpfung unserer Enkel kämen sechs Dollar Schulden.

    Wirft man den Blick zurück bis in die 1950er Jahre, so zeigt sich, dass die Schulden seither noch viel dramatischer gestiegen sind. 1952 betrugen die weltweiten Schulden inklusive Schulden der Finanzinstitute etwa 70 Prozent der Wirtschaftskraft. Ende 2022 waren es 338 Prozent vom Welt-BIP. Das entspricht beinahe einer Verfünffachung der Schulden pro Dollar Wirtschaftsleistung in den letzten 70 Jahren. Wenn es noch einmal 70 Jahre lang so weiter ginge, betrügen die Schulden in der übernächsten Generation etwa 1700 Prozent vom Welt-BIP, das heißt auf jeden Dollar Wirtschaftsleistung kämen dann 17 Dollar Schulden. Diese Überlegung zeigt, dass der Schuldenanstieg der letzten 70 Jahre unmöglich in diesem Tempo weitergehen kann. Solch ein Schuldenwachstum ist nicht nur nicht nachhaltig, sondern unmöglich aufrechtzuerhalten.


    Dazu kommt, dass die Finanzverpflichtungen in Wahrheit noch deutlich größer sein dürften als die eben genannten Zahlen zeigen. Das Institute of International Finance, eine internationale Bankenvereinigung, schrieb in seinem im Februar 2023 veröffentlichten „Global Debt Monitor“, dass das sogenannte Shadow Banking weltweit „rapide zugenommen“ habe. Shadow Banking wird von Investmentgesellschaften, Private Equity- und Hedgefonds weltweit, also auch in Industrieländern betrieben. Diese Gesellschaften geben ihren Kunden Kredit, ohne dass diese Zahlen in offiziellen Schuldenstatistiken auftauchen. In Wahrheit sind die Finanzverbindlichkeiten weltweit also noch deutlich höher als die oben genannten Zahlen.


    Was haben die gestiegenen weltweiten Schulden mit der Solidität der Banken zu tun? Sehr viel. Obwohl ein großer Teil der weltweiten Schulden nicht über Banken abgewickelt wird, sondern über die Kapitalmärkte in Form von Anleihen, stehen die Banken im Zentrum des Schuldengeschehens. Wie das Beispiel Silicon Valley Bank gezeigt hat, können Banken auch, oder, besser gesagt gerade dadurch, dass sie nicht selbst Kredit geben, sondern Anlegergelder in Anleihen stecken, in Konkurs gehen.


    Die gesamten Finanzmärkte beruhen auf der zentralen Grundbedingung des Vertrauens, des Glaubens, der Kreditwürdigkeit. Bricht dieses Grundvertrauen in Banken, Anleihen oder Aktienbewertungen, dann brechen auch die Finanzmärkte ein.


    Mit gesundem Menschenverstand betrachtet können die derzeitigen Schulden in Höhe von etwa 2,5 Dollar pro Dollar Sozialprodukt nicht in voller Höhe zurückgezahlt werden. 2,5 zu 1 bedeutet, dass ein Großteil der Erdbevölkerung zweieinhalb Jahre lang ohne Lohn und Brot arbeiten müsste, um alle Schulden abzutragen. Das geht nicht. Da wäre ein Großteil der Menschheit verhungert. Aus Sicht eines Ex-Investment-Bankers erscheint ein substanzieller Schuldenabbau schlicht unmöglich. Das schrieben vor Kurzem auch Analysten von JPMorgan: „Stabile Schulden? Vergiss‘ es“. Ein Schuldenabbau sei unmöglich. Allein ein ernsthafter Versuch der Regierungen in Industrieländern, die Staatschulden auch nur auf das Niveau von 2007 abzubauen, würde vermutlich zu einem 10 Jahre anhaltenden Wirtschaftsrückgang führen, eine Art Dauerrezession. „Vergiss es“. Was bedeutet das für die Banken und die Finanzmärkte?


    Die große Illusion Das bedeutet, dass viele Anleger offenbar in einer Illusion leben. In der Illusion, dass die Geldanlagen bei ihren Banken alle voll werthaltig sind, mit anderen Worten, dass die Banken grundsätzlich in der Lage sind, alle angelegten Gelder zurückzuzahlen. Das können sie aber nicht. Das Gleiche gilt übrigens für die Werte von Aktien- oder Immobiliendepots. Auch hier leben die Anleger meiner Einschätzung nach in der Illusion, dass die Wertpapier- und Immobiliendepots voll werthaltig sind. Aber das stimmt mit Blick auf den weit überhöhten Shiller-PE für den S&P 500 oder die home price-to-income Verhältnisse bzw. die home price to rent ratios schon lange nicht mehr. Auch auf diesen Märkten dürfte es zu einer Korrektur kommen.

    Zombie-Unternehmen Wie können sich diese Verhältnisse konkret in Zukunft auf Banken auswirken? Laut Institute of International Finance betrug der Anteil der sogenannten Zombie-Companies 2022 in Frankreich etwa 18 Prozent der Bilanzsumme aller Unternehmen, in China 16 Prozent, in Deutschland 14, Japan 12, Brasilien 11 und in den USA 10 Prozent. In einigen Ländern ist der Anteil der Zombie-Unternehmen 2022 gegenüber 2019 deutlich gestiegen. Zombie-Unternehmen sind so definiert, dass EBIT geteilt durch Zinsen kleiner als eins ist, also wenn der Gewinn vor Zinsen und Steuern kleiner ist als die Zinsverpflichtungen. Mit anderen Worten: Nach Zinszahlungen weisen alle diese Unternehmen Verluste aus.


    Noch nie hatten Zombie-Unternehmen ein so glückliches Leben wie in den letzten 13 Jahren. Noch nie waren beispielsweise die Realzinsen in den USA so lange so niedrig wie in den letzten 13 Jahren. Von Mitte 2009 bis Oktober 2022 waren die Einjahres-Realzinsen in den USA praktisch durchgehend negativ, das heißt die Zinsen auf einjährige Staatspapiere waren niedriger als die Inflationsrate. Im Euroraum waren über lange Strecken sogar die kurzfristigen Nominalzinsen negativ. Für Schuldner bedeutete das, je nach Bonität, dass man real entweder gar keine oder extrem niedrige Zinsen zahlen musste. Solche historisch einmalige Niedrig-Zins-Zeiten überleben recht problemlos selbst Zombie-Unternehmen.Gleichzeitig besteht in einem solchen Umfeld ein großer Anreiz, sich mit billigem Geld vollzusaugen und die Schulden zu erhöhen. Kostet ja so gut wie nichts. Das nennt man „perverse incentives“.


    Der starke Zinsanstieg der letzten 15 Monate

    Doch das ist Geschichte. In den letzten 15 Monaten sind die Zinsen praktisch auf der ganzen Welt dramatisch angestiegen, im Euroraum und in den USA, über alle Laufzeiten gesehen, um etwa drei Prozentpunkte. Ein guter Teil dieser Zinserhöhungen ist bei vielen Schuldnern noch gar nicht angekommen, weil viele Unternehmen, Staaten und Häuslebauer häufig langfristige Schulden haben. Bei den langfristigen Zinsbindungen sind die Zinserhöhungen noch gar nicht bemerkbar. Das wird erst allmählich in den nächsten Monaten und Jahren kommen, wenn die Zinsen auf ihrem derzeitigen Niveau bleiben. Wie sollen die vielen Zombie-Unternehmen dielangsam aber sicher stark steigende Zinslast zahlen können? Da sind Bankprobleme vorprogrammiert.


    Ein Zinsanstieg um drei Prozentpunkte bedeutet bei einer weltweiten Verschuldung von 247Prozent vom Weltsozialprodukt, dass sich die Zinslast rein rechnerisch um etwa 7,5 Prozentpunkte vom Welt-BIP erhöht. Das Welt-BIP betrug Ende 2021 etwa 96.530 Milliarden US-Dollar. Ein Zinsanstieg um drei Prozentpunkte bedeutet rein rechnerisch zusätzliche Zinszahlungen pro Jahr von etwa 7.000 Milliarden US-Dollar. Das entspricht in etwa dem BIP von Deutschland und Frankreich zusammen. Wie und von wem soll das bezahlt werden?


    Kommende Bankprobleme und Finanzmarktturbulenzen

    Eine solch dramatische Erhöhung der Zinslast werden nicht alle Kreditnehmer überleben können. Das dürfte zu erheblichen Wertberichtigungen bei Banken führen. Es gibt jedoch nicht nur Zombie-Unternehmen, sondern auch viele „Zombie-Staaten“, also Staaten mit übermäßig hohen Schulden. Dazu gehören zum einen sehr viele sehr arme Entwicklungsländer: Die Schulden der „Low-Income Developing Countries“ haben sich zwischen 2007 und 2021 von 48,9 Prozent vom BIP auf 88,7 Prozent beinahe verdoppelt. Wie sollen die Menschen in den ärmsten der armen Länder dies jemals zurückzahlen? Wie sollen sie allein die derzeit dramatisch steigende Zinslast tragen? Da wird es reihenweise Zahlungsunfähigkeiten geben, die die Finanzmärkte belasten werden.


    Zum anderen sind aber nicht nur arme Entwicklungsländer von dem starken Zinsanstieg der letzten 15 Monate betroffen, sondern auch einige Industrieländer wie Italien oder Griechenland, die sehr hohe Staatsschulden haben, oder auch Schwellenländer wie die Türkei, die hohe Auslandsverbindlichkeiten in Fremdwährung ausweisen.


    Kurz: In den kommenden Monaten und Jahren dürften erhebliche Zahlungsausfälle auf viele Banken zukommen. Bankprobleme und Finanzmarktturbulenzen sind vorprogrammiert.

    Erneut Zinsen senken und Geldmenge erhöhen? Natürlich könnten die Notenbanken der Industrieländer, vor allem die US-FED oder die EZB dazu übergehen, die Zinsen nicht weiter zu erhöhen oder gar zu senken. Oder auch wieder zum Quantitative Easing zurückzukehren, zum Geldvermehren. Allerdings kollidiert das mit den immer noch ziemlich hohen Inflationsraten. Die Notenbanken der Industrieländer haben einen guten Teil ihres Pulvers während der Finanzkrise 2007-2009 und während der Lockdowns 2020-2021 verschossen, als sie die Geldmenge beinahe verzehnfachten. Wenn sie heute erneut den Geldhahn aufdrehen wollen, könnte sehr schnell das Inflationsgespenst umgehen.


    Wenn die Märkte glauben, dass die Notenbanken die Inflation nicht ernsthaft bekämpfen wollen, dann wird es Verwerfungen auf den Kredit- und Kapitalmärkten geben, weil dann beispielsweise neue Kredite nur mehr widerwillig oder nur zu sehr hohen Zinsen vergeben werden. Die Anleihemärkte dürften dann abstürzen und es könnten erneut Banken mit hohen Anleihebeständen in Schwierigkeiten kommen. Also auch die Rückkehr zu Niedrigzinspolitik und Quantitative Easing dürfte zu deutlichen ökonomischen Verwerfungen führen.


    Besonders brisante Lage im Euroraum Besonders stark gilt das für die EZBDie Zinsen im Euroraum bilden sich seit Gründung der EZB nur mehr eingeschränkt nach Markt- und Bonitätsgesichtspunkten, sondern sie werden in erheblichem Umfang politisch administriert. Das führt seit Jahrzehnten zu Kapitalfehllenkungen im Euroraum. Ein Reizwort dazu sind die sehr hohen Target 2-Salden. Der Euro ist daher besonders anfällig für Währungsangriffe. Falls das Vertrauen in den Euro in den kommenden Monaten oder Jahren durch zu laxe Zinspolitik oder gar erneutes Quantitative Easing unterminiert werden sollte, kann das unabsehbare Folgen haben: Beispielsweise könnte sich der Euro durch spekulative Angriffe erheblich abwerten und zu hoher importierter Inflation führen oder es könnte gar zur Auflösung des Euro kommen, was Kontinentaleuropa in Depression und Chaos stürzen dürfte.


    Was kommt? So oder so: Es dürften weitere Bankprobleme und Finanzturbulenzen auf uns zukommen. Die Schuldenlast muss in irgendeiner Form reduziert werden. Wenn das Problem nicht an der Wurzel angepackt wird und entweder ein Schuldenschnitt kommt oder die Ungleichverteilung von Einkommen und Vermögen reduziert wird, dann könnte eine Marktbereinigung kommen in Form eines starken Kapitalmarktsturzes mit anschließender Wirtschaftskrise oder eine hohe Inflation mit anschließender Wirtschaftskrise. Oder Krieg.

     

    Zum Autor:

    Prof. Dr. Christian Kreiß, Jahrgang 1962: Studium und Promotion in Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsgeschichte an der LMU München. Neun Jahre Berufstätigkeit als Bankier, davon sieben Jahre als Investment Banker. Seit 2002 Professor für BWL mit Schwerpunkt Investition, Finanzierung und Volkswirtschaftslehre. Autor von sieben Büchern: Gekaufte Wissenschaft (2020); Das Mephisto-Prinzip in unserer Wirtschaft (2019); BWL Blenden Wuchern Lamentieren (2019, zusammen mit Heinz Siebenbrock); Werbung nein danke (2016); Gekaufte Forschung (2015); Geplanter Verschleiß (2014); Profitwahn (2013). Drei Einladungen in den Deutschen Bundestag als unabhängiger Experte (Grüne, Linke, SPD). Zahlreiche Fernseh-, Rundfunk- und Zeitschriften-Interviews, öffentliche Vorträge und Veröffentlichungen. Mitglied bei ver.di und Christen für gerechte Wirtschaftsordnung. Homepage www.menschengerechtewirtschaft.de


    Info: https://www.cashkurs.com/hintergrundinfos/beitrag/bank-und-boersenturbulenzen-die-grosse-illusion

    24.03.2023

    Die Infantilisierung der deutschen Außenpolitik: Botschafterin in der Ukraine posiert mit „Kuschel-Leo

    nachdenkseiten.de, 24. März 2023 um 9:00 Ein Artikel von: Florian Warweg

    Die Redewendung „Wie der Herr, so’s Gescherr“ kommt einem unweigerlich in den Sinn, wenn man sich anschaut, was derzeit Spitzendiplomaten des Auswärtigen Amtes unter Führung von Annalena Baerbock von sich geben. Als wohl eindringlichstes und zugleich aktuellstes Fallbeispiel dient das Agieren der deutschen Botschafterin in der Ukraine. Diese hat seit Monaten jegliche diplomatische Professionalität vermissen lassen. So posierte sie beispielsweise am 22. März 2023 unter dem Motto „Mein neustes Lieblingsspielzeug“ mit einem Leopard-Panzer aus Plüsch. Zuvor gab es ähnliche Peinlichkeiten von anderen Vertretern des Auswärtigen Amtes.

    „Am Ende eines langen und arbeitsreichen Tages mit meinem neuen Lieblingsspielzeug, das mir heute von einem wunderbaren Bürgermeister einer Stadt geschenkt wurde, die vor einem Jahr unter russischer Besatzung stand. #StandWithUkraine“

    Dies twitterte, versehen mit dem entsprechenden Foto, am 22. März die deutsche Botschafterin in der Ukraine, Anka Feldhusen. Wir halten fest: Eine Spitzendiplomatin der Bundesrepublik Deutschland posiert mit dem Plüschmodell eines Kampfpanzers deutscher Produktion, der in naher Zukunft russische Soldaten zerfetzen wird, und nennt dies unverhohlen ihr „Lieblingsspielzeug“. Doch das ist im Falle von Botschafterin Feldhusen beileibe nicht der einzige diplomatische Fehltritt.

    Am 26. Februar 2023 twitterte sie beispielsweise Folgendes:

    „Ein russischer Panzer in Berlin vor der russischen Botschaft. So sollten alle Panzer aussehen, die in die Freiheit eingreifen. Ich bin den Streitkräften der Ukraine dankbar, dass sie Europa beschützen und die Waffen des Angreifers in den dafür geeigneten Zustand bringen!
    @GeneralStaffUA @DefenceU“

    Auch in diesem Fall wünscht die deutsche Spitzendiplomatin ohne jede sprachliche und politische Distanz Hunderten russischen Soldaten den Verbrennungstod und verbreitet zudem die völlig unbelegte Verschwörungstheorie, Russland wolle sich nach der Ukraine den Rest Europas einverleiben.


    Hier agiert eine Diplomatin ohne jeden Filter als pro-ukrainische Aktivistin, also das genaue Gegenteil von dem, was eigentlich die Aufgabe einer Botschafterin wäre. Man fragt sich auch, was so eine Diplomatin macht, wenn ihre nächste Station Russland oder Belarus heißen sollte. Doch mit diesem infantil-aktivistischen Verhalten steht sie nicht allein da.


    Erinnert sei etwa an den Tweet vom offiziellen englischsprachigen Account des Auswärtigen Amtes Ende Januar 2023, in welchem verkündet wurde, dass der russische Außenminister Sergei Lawrow nicht in Afrika sei, um Leoparden zu sehen, sondern um Lügen zu verbreiten. Im weiteren Thread folgte eine alberne GIF.


    Dieser Twitter-Thread sorgte in ganz Afrika für einen Aufschrei der Empörung. So fragte unter anderem die Sprecherin der Afrikanischen Union, Ebba Kalondo, ob für das Auswärtige Amt der afrikanische Kontinent, seine Menschen und seine Tierwelt nur ein Witz seien. Andere hochrangige afrikanische Kommentatoren verwiesen auf den kolonialen Charakter des Tweets. Ein weiterer Nutzer schrieb unter den Tweet des Auswärtigen Amtes:

    „Das Niveau im Ministerium hat sich offenbar der neuen Außenministerin angepasst.“

    Selbst aus Washington kam Kritik. So erklärte unter anderem die Direktorin des US-amerikanischen Afrika-Carnegie-Programms, Zainab Usman, Deutschland werde keine Freunde in Afrika gewinnen, wenn es „entsetzliche Klischees“ verbreite, um geopolitisch „gegen einen Gegner in einem europäischen Krieg“ zu punkten.


    Angesichts der massiven Kritik sah sich das Auswärtige Amt daraufhin gezwungen, sich offiziell zu entschuldigen. Doch die Sprecherin der Afrikanischen Union ließ diese Entschuldigung nicht gelten und gab der bundesdeutschen Diplomatie eine Empfehlung mit auf den Weg, die allerdings bisher offensichtlich kein Gehör fand:

    „Respektieren Sie uns, so wie wir Sie respektieren. Außenpolitik ist kein Witz und sollte auch nicht dazu benutzt werden, billige geopolitische Punkte zu machen, indem man einen ganzen Kontinent mit kolonialen Klischees zu irgendeinem Thema illustriert. Niemals.“

    Selbst die meist staatstragend berichtende Deutsche Presse-Agentur (dpa) sah sich gezwungen zu titeln:

    „Tweet des Auswärtigen Amtes mündet in diplomatischem Fiasko“

    Südafrika scheint grundsätzlich kein gutes Pflaster für die Social-Media-Aktivitäten des Auswärtigen Amtes zu sein – zumindest nicht mit dem aktuell verfolgten Kommunikationsansatz. Bereits zuvor, im März 2022, hatte die Deutsche Botschaft in Südafrika in einem Tweet verkündet:

    „Was Russland in (sic!) Ukraine tut, ist das Abschlachten unschuldiger Kinder, Frauen und Männer zu seinem eigenen Vorteil.“

    Auch dieser Tweet kam nicht gut. Zahlreiche Südafrikaner fragten die Deutsche Botschaft, wieso diese sich nicht ein einziges Mal zu den von NATO-Staaten geführten Angriffen gegen Irak, Libyen, Syrien, dem Saudi-Krieg im Jemen mit Abertausenden getöteten Zivilisten oder dem israelischen Besatzungsregime in Gaza und der Westbank geäußert hatte. Andere betonten die Unterstützung des Apartheid-Regimes durch die Bundesregierung im Gegensatz zur Sowjetunion, die die Anti-Apartheid-Aktivisten des ANC unter Führung von Nelson Mandela sowie allgemein den antikolonialen Befreiungskampf in Afrika unterstützt habe.


    Dies sind nur wenige ausgewählte Beispiele für das derzeit höchst unprofessionell und aktivistisch agierende diplomatische Corps der Bundesrepublik. Man findet ähnliche sprachliche Fauxpas bei diplomatischen Vertretern Deutschlands im Nahen Osten und Lateinamerika.


    Man kann diese Vorfälle natürlich nicht allein der Führungs- und Personalpolitik von 360-Grad-Annalena zuschreiben. Die eingangs erwähnte deutsche Botschafterin in der Ukraine, Anka Feldhusen, ist eine Karrierediplomatin und seit 1994 im Höheren Auswärtigen Dienst tätig. Ihre Laufbahn steht aber exemplarisch für ein strukturelles Problem, welches das Auswärtige Amt seit seiner Gründung begleitet. Bundesdeutsche Diplomaten wechseln spätestens alle fünf Jahre komplett Funktion und Land. Auf dieser Grundlage kann man weder eine profunde Länder- und Regionsexpertise erwerben noch die jeweiligen Landessprachen adäquat lernen.


    Feldhusen begann beispielsweise ihre diplomatische Laufbahn im Kosovo, wechselte dann nach Kuba, und von dort aus ging es nach Berlin als „Leiterin der Fortbildung“. 2010 war sie dann erstmals in der Ukraine tätig. Nach dem Aufenthalt in Kiew (bei dem sie immerhin fließend Ukrainisch gelernt haben soll) wurde sie erneut nach Berlin beordert, um dort ohne jede vorherige Regionalerfahrung als „Referatsleiterin Ostafrika“ zu arbeiten. 2016 wechselte sie dann als Referatsleiterin der Abteilung Grundsatzfragen der Außenpolitik ins Bundespräsidialamt. 2019 erfolgte ihre Ernennung zur Botschafterin.


    Im Gegenzug dazu spezialisieren sich beispielsweise russische Diplomaten immer auf eine Region und einen Sprachraum. Bei DDR-Diplomaten war es ähnlich. Der Unterschied ist eklatant. Trifft man auf russische oder auch ehemalige DDR-Diplomaten, so sind diese fast ausnahmslos in der Lage, sich fließend in der jeweiligen Landessprache ihres Einsatzgebietes zu unterhalten – egal ob es sich um Spanisch, Arabisch oder sogar Mandarin handelt. Bei Diplomaten des Auswärtigen Amtes ist dies, von Englisch abgesehen, nur äußerst selten der Fall, mit den entsprechenden Auswirkungen.


    Der Autor dieser Zeilen erinnert sich noch gut daran, wie er im Rahmen eines Studien- und Arbeitsaufenthaltes in Chile von 2003 bis 2004 mehrmals auf den damaligen deutschen Botschafter Joachim Schmillen traf. Dieser verfügte noch nicht einmal über Grundkenntnisse im Spanischen und zeigte zumindest in dieser Zeit auch keinerlei Motivation, sich diese anzueignen. Dafür war er in den diplomatischen Kreisen von Santiago als „Party“-Botschafter mit Vorliebe für junge Latinas verschrien. Jetzt ist die Lust eines deutschen Botschafters am Feiern und Flirten nicht per se verwerflich. Problematisch in dem Fall war aber, dass er außer dieser Partylaune nichts mitbrachte: keine Sprachkenntnisse, keine Länderexpertise und, das kam in dem Fall dazu, keinerlei diplomatische Ausbildung. Schmillen wurde nur Botschafter, weil er zuvor Büroleiter des damaligen Fraktionsvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen, Joschka Fischer, war, bevor dieser unter Gerhard Schröder zum Außenminister avancierte. Die Art und Weise, wie Fischer in seiner Zeit als Außenminister alte Kumpels und Mitarbeiter ohne jede Befähigung für den diplomatischen Dienst in hohen Positionen des Auswärtigen Amts unterbrachte, würde ein ganzes (noch ungeschriebenes) Sachbuch füllen.


    Eine ähnliche Tendenz zum Posten-Klientelismus wird auch über die Grünen-Außenministerin Baerbock berichtet. Schon ein Blick auf die von ihr ernannten Staatssekretäre bestätigt dies. Weder Staatsministerin Katja Keul noch Staatsministerin Anna Lührmann, ganz zu schweigen von Staatsminister Tobias Lindner, haben außer ihrem Grünen-Parteibuch eine Qualifikation für ihre aktuellen Führungsposten im Auswärtigen Amt vorzuweisen.


    Nach Informationen der NachDenkSeiten sollen das Auftreten der aktuellen Außenministerin und ihre Personalpolitik für massive Spannungen innerhalb der altgedienten Diplomaten im Auswärtigen Amt sorgen. Die NachDenkSeiten konnten mit zwei gut vernetzten Diplomaten a.D. reden, die zu FDP-Zeiten in das Ministerium kamen. Laut diesen hat sich bei vielen Mitarbeitern ein enormes Maß an Frustration und Fremdscham angehäuft. Zudem gäbe es zunehmendes Unverständnis über die Art und Weise der Sanktionspolitik ohne jede Rücksichtnahme auf deutsche Interessen, insbesondere was die Lage des Mittelstandes anginge. Einer der befragten Diplomaten (mit FDP-Parteibuch) erklärte gegenüber den NachDenkSeiten:

    „Wenn Baerbock und Habeck so weitermachen, führen die Deutschland in die Subperipherie.“

    Titelbild: @AnkaFeldhusen

    Mehr zum Thema: Dokumenten-Leak: Wie die Bundesregierung an einer „Narrativ-Gleichschaltung“ zum Ukraine-Krieg arbeitet – Teil 1

    Neujahrsvorsätze? Auswärtiges Amt will 2023 mal kein Völkerrecht brechen: „Wir erkennen keine Regierungen, sondern nur Staaten an“

    Bundeswirtschaftsministerium unter Habeck: Vetternwirtschaft, Klima der Angst und Einsatz des Inlandsgeheimdienstes bei „abweichenden Einschätzungen“

    Heute vor 60 Jahren wurde der ANC-Führer Nelson Mandela mit Hilfe der CIA festgenommen


    Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=95404


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    24.03.2023

    Nachrichten von Pressenza: Heute ist Welt-Atheismus-Tag!

    von <newsletter@pressenza.com>, 24. März 2023, 07:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 24.03.2023



    Heute ist Welt-Atheismus-Tag!


    Zum fünften Welttag des Atheismus schrieb der Humanistische Verband Österreich alle atheistischen, humanistischen, säkularen und freidenkerischen Interessengemeinschaften des Landes an, um für diesen Tag einen Konsens zu formulieren. Es ist gelungen: Roland Gugganig verfasste für uns eine Erklärung, die hier&hellip;

    http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/03/heute-ist-welt-atheismus-tag/


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    Zum Geburtstag von Ilhan Sami Çomak: &#8222;[Der Wärter] war jung, wahrscheinlich genau so alt wie mein Arrest&#8220;


    Seit neunundzwanzig Jahren feiert ein Dichter seinen Geburtstag im Gefängnis. Ilhan Sami Çomak, der seit 1994 inhaftiert ist, hatte anlässlich seines fünfzigsten Geburtstags einen offiziellen Besuchstermin. Sein Anwalt überbrachte dem kurdischen Dichter, der heute der langjährigste politische Gefangene der Türkei&hellip;

    http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/03/zum-geburtstag-von-ilhan-sami-comak-der-waerter-war-jung-wahrscheinlich-genau-so-alt-wie-mein-arrest/


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    Evolution – Revolution in Natur und Gesellschaft, Teil 2


    &#8222;Wenn jemand ein Problem erkannt hat und nichts zur Lösung beiträgt, ist er selbst ein Teil des Problems&#8220;. Indianische Weisheiten, ars Edition, München Die Evolution setzt ihren Weg durch die Jahrhunderte fort. Begleitet vom denkenden und handelnden Menschen. Zurück zum&hellip;

    http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/03/evolution-revolution-in-natur-und-gesellschaft-teil-2/


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    Lowkey veröffentlicht &#8222;Free Assange&#8220;-Song


    Der neue Song Free Assange&#8220; von Lowkey mit Mai Khalil und The Grime Violinist wurde anlässlich des 20. Jahrestages des Irakkrieges als Teil von States of Violence&#8220; veröffentlicht, einer Zusammenarbeit zwischen a/political, WikiLeaks und der Wau Holland Foundation. Das Video&hellip;

    http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/03/lowkey-veroeffentlicht-free-assange-song/


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    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    24.03.2023

    In Moskau begraben Xi und Putin die Pax Americana

    seniora.org, 24. März 2023, Von Pepe Escobar 22. März 2023 - übernommen mit Dank von thecradle.co

    In Moskau haben die chinesische und die russische Führung diese Woche ihr gemeinsames Engagement für die Neugestaltung der globalen Ordnung bekundet, ein Unterfangen, das es „seit 100 Jahren nicht mehr gegeben hat“.

    https://media.thecradle.co/wp-content/uploads/2023/03/Xi-and-Putin.jpgBildnachweis: The Cradle


    Was gerade in Moskau stattgefunden hat, ist nichts weniger als ein neues Jalta, das übrigens auf der Krim liegt. Aber im Gegensatz zu dem bedeutsamen Treffen von US-Präsident Franklin Roosevelt, dem sowjetischen Führer Joseph Stalin und dem britischen Premierminister Winston Churchill auf der von der UdSSR kontrollierten Krim im Jahr 1945 ist dies das erste Mal seit wohl fünf Jahrhunderten, dass kein politischer Führer aus dem Westen die Agenda der Welt bestimmt.


    Es sind jetzt der chinesische Präsident Xi Jinping und der russische Präsident Wladimir Putin, die die multilaterale, multipolare Show leiten. Westliche Ausnahmekönner können ihre Heulsusen-Routinen so oft einsetzen, wie sie wollen: Nichts wird die spektakuläre Optik und die zugrunde liegende Substanz dieser sich entwickelnden Weltordnung ändern, insbesondere für den globalen Süden.


    Was Xi und Putin vorhaben, wurde vor ihrem Gipfel ausführlich in zwei von den Präsidenten selbst verfassten Kommentaren erläutert. Wie ein hochsynchronisiertes russisches Ballett wurde Putins Vision in der People's Daily in China dargelegt und konzentrierte sich auf eine „zukunftsorientierte Partnerschaft“, während Xis Vision in der Russian Gazette und auf der RIA Novosti -Website veröffentlicht wurde und sich auf ein neues Kapitel in Zusammenarbeit und gemeinsamer Entwicklung konzentrierte.


    Gleich zu Beginn des Gipfels trieben die Reden von Xi und Putin die Nato-Menge in eine hysterische Raserei aus Wut und Neid: Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Zakharova, traf die Stimmung perfekt, als sie bemerkte, dass der Westen „Schaum vor dem Mund habe“.


    Die Titelseite der Russian Gazette am Montag war ikonisch: Putin tourt durch das Nazi-freie Mariupol, plaudert mit Einwohnern, Seite an Seite mit Xis Op-Ed. Das war, kurz gesagt, Moskaus knappe Antwort auf Washingtons MQ-9 Reaper-Stunt und den Känguru-Gericht-Scherz des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH). „Schaum vor dem Mund“ so viel sie wollen; die NATO wird in der Ukraine gründlich gedemütigt.


    Bei ihrem ersten „informellen“ Treffen unterhielten sich Xi und Putin nicht weniger als viereinhalb Stunden. Am Ende eskortierte Putin Xi persönlich zu seiner Limousine. Dieses Gespräch war der eigentliche Deal: die Kartierung der Grundzüge der Multipolarität   – die mit einer Lösung für die Ukraine beginnt.


    Wie vorherzusehen war, gab es nur sehr wenige Lecks von den Sherpas, aber es gab ein ziemlich bedeutendes Leck bei ihrem „eingehenden Austausch“ über die Ukraine. Putin betonte höflich, dass er Chinas Position respektiere   – ausgedrückt in Pekings 12-Punkte-Konfliktlösungsplan, der von Washington vollständig abgelehnt wurde. Aber die russische Position bleibt eisern: Entmilitarisierung, ukrainische Neutralität und Verankerung der neuen Tatsachen vor Ort.

    Parallel dazu schloss das russische Außenministerium eine Rolle der USA, Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands in künftigen Ukraine-Verhandlungen vollständig aus: Sie gelten nicht als neutrale Vermittler.


    Ein multipolarer Patchwork-Quilt

    Der nächste Tag stand ganz im Zeichen des Business: von Energie über „militärisch-technische“ Zusammenarbeit bis hin zur Verbesserung der Effizienz von Handels- und Wirtschaftskorridoren durch Eurasien.


    Russland steht bereits an erster Stelle als Erdgaslieferant für China   – vor Turkmenistan und Katar   – größtenteils über die 3.000 km lange Power of Siberia-Pipeline, die von Sibirien in die nordöstliche chinesische Provinz Heilongjiang führt und im Dezember 2019 in Betrieb genommen wurde. Verhandlungen über die Power of Siberia II Pipeline über die Mongolei schreiten schnell voran.


    Die chinesisch-russische Zusammenarbeit im Hightech-Bereich wird durch die Decke gehen: 79 Projekte mit über 165 Milliarden Dollar. Alles von verflüssigtem Erdgas (LNG) über Flugzeugbau, Werkzeugmaschinenbau, Weltraumforschung, Agroindustrie bis hin zu modernisierten Wirtschaftskorridoren.

    Der chinesische Präsident sagte ausdrücklich, er wolle die Projekte der Neuen Seidenstraße mit der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) verbinden. Diese BRI-EAEU-Interpolation ist eine natürliche Entwicklung. China hat bereits ein Abkommen über wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der EAWU unterzeichnet. Die Ideen des russischen makroökonomischen Superstrategen Sergey Glazyev tragen endlich Früchte.


    Und nicht zuletzt wird es einen neuen Trend zu gegenseitigen Abrechnungen in nationalen Währungen geben   – und zwischen Asien und Afrika und Lateinamerika. Aus allen praktischen Gründen befürwortete Putin die Rolle des chinesischen Yuan als neue Handelswährung der Wahl, während die komplexen Diskussionen über eine neue Reservewährung, die durch Gold und/oder Rohstoffe gedeckt ist, weitergehen.


    Diese gemeinsame Wirtschafts- und Geschäftsoffensive knüpft an die konzertierte diplomatische Offensive zwischen Russland und China an, um weite Teile Westasiens und Afrikas neu zu gestalten.


    Die chinesische Diplomatie funktioniert wie die Matroschka (russische Stapelpuppen), wenn es darum geht, subtile Botschaften zu übermitteln. Es ist alles andere als zufällig, dass Xis Reise nach Moskau genau mit dem 20. Jahrestag des amerikanischen „Shock and Awe“ und der illegalen Invasion, Besetzung und Zerstörung des Irak zusammenfällt.


    Parallel dazu trafen über 40 Delegationen aus Afrika einen Tag vor Xi in Moskau ein, um an einer parlamentarischen Konferenz „Russland-Afrika in der multipolaren Welt“ teilzunehmen   – im Vorfeld des zweiten Russland-Afrika-Gipfels im kommenden Juli.


    Die Gegend um die Duma sah genauso aus wie zu Zeiten der Blockfreien Bewegung (NAM), als der größte Teil Afrikas sehr enge antiimperialistische Beziehungen zur UdSSR unterhielt.

    Putin wählte genau diesen Moment, um mehr als 20 Milliarden Dollar an afrikanischen Schulden abzuschreiben.


    In Westasien agieren Russland und China völlig synchron. Die saudisch-iranische Annäherung wurde eigentlich von Russland in Bagdad und Oman angekurbelt: Es waren diese Verhandlungen, die zur Unterzeichnung des Abkommens in Peking führten. Moskau koordiniert auch die Annäherungsgespräche zwischen Syrien und der Türkei. Die russische Diplomatie mit dem Iran   – jetzt unter dem Status einer strategischen Partnerschaft   – wird auf einer separaten Spur geführt.


    Diplomatische Quellen bestätigen, dass sich der chinesische Geheimdienst durch seine eigenen Ermittlungen nun völlig sicher ist, dass Putin in ganz Russland und sogar innerhalb der politischen Eliten des Landes sehr beliebt ist. Das bedeutet, dass Verschwörungen in der Art eines Regimewechsels nicht in Frage kommen. Dies war grundlegend für die Entscheidung von Xi und Zhongnanhai (Chinas zentralem Hauptquartier für Partei- und Staatsbeamte), in den kommenden Jahren auf Putin als vertrauenswürdigen Partner zu „wetten“, wenn man bedenkt, dass er bei den nächsten Präsidentschaftswahlen antreten und gewinnen könnte. China geht es immer um Kontinuität.


    So besiegelte der Xi-Putin-Gipfel China und Russland endgültig als umfassende strategische Partner auf lange Sicht, die sich verpflichtet haben, einen ernsthaften geopolitischen und geoökonomischen Wettbewerb mit dem Niedergang der westlichen Hegemonie zu entwickeln.

    Dies ist die neue Welt, die diese Woche in Moskau geboren wurde. Putin hat es zuvor als neue antikoloniale Politik definiert. Es ist jetzt als multipolare Patchworkdecke angelegt. Bei der Zerstörung der Überreste der Pax Americana gibt es kein Zurück mehr.


    „Veränderungen, die es seit 100 Jahren nicht gegeben hat“

    In Before European Hegemony: The World System AD 1250-1350 baute Janet Abu-Lughod eine sorgfältig konstruierte Erzählung auf, die die vorherrschende multipolare Ordnung zeigt, als der Westen „hinter dem ‚Orient‘ zurückblieb“. Der ‚Orient‘ war vorübergehend in Unordnung.“

    Wir werden vielleicht Zeugen der Entstehung einer ähnlich historischen Veränderung, die durch eine Wiederbelebung des Konfuzianismus (Respekt vor Autorität, Betonung sozialer Harmonie), das dem Tao innewohnende Gleichgewicht und die spirituelle Kraft der östlichen Orthodoxie überschritten wird. Dies ist in der Tat ein zivilisatorischer Kampf.


    Moskau, das endlich die ersten sonnigen Frühlingstage begrüßte, lieferte diese Woche eine überlebensgroße Illustration von „Wochen, in denen Jahrzehnte passieren“ im Vergleich zu „Jahrzehnten, in denen nichts passiert“.


    Die beiden Präsidenten nehmen auf ergreifende Weise Abschied.

    Xi: „Jetzt gibt es Veränderungen, die es seit 100 Jahren nicht gegeben hat. Wenn wir zusammen sind, treiben wir diese Veränderungen voran.“

    Putin: „Ich stimme zu.“

    Xi: „Pass auf dich auf, lieber Freund.“

    Putin: „Gute Reise“


    Auf einen neuen Tag, der von den Ländern der aufgehenden Sonne bis zu den eurasischen Steppen anbricht.


    Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die von The Cradle wider.

    *Pax Americana: https://de.wikipedia.org/wiki/Pax_Americana


    Pepe Escobar For theCradle.co
    Pepe Escobar

    Quelle: https://thecradle.co/article-view/22818/columns
    Mit freundlicher Genehmigung von thecradle.co


    Info: https://seniora.org/wunsch-nach-frieden/demokratie/in-moskau-begraben-xi-und-putin-die-pax-americana


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    24.03.2023

    Ukraine-Krieg: Spanien und Luxemburg setzen auf China

    lostineu.eu, 24. März 2023

    Der EU-Gipfel hat den chinesischen Vorschlag für eine Waffenruhe in der Ukraine nicht aufgegriffen – wie erwartet. Doch nicht alle EU-Länder lehnen die Initiative rundheraus ab: Luxemburg und Spanien setzen auf China.


    US-Präsident Joe Biden solle mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping einen Friedensplan zur Ukraine aushandeln, sagte Luxemburgs Premier Xavier Bettel. Luxemburg sei allerdings nur ein kleines Land und könne keine Gespräche erzwingen.

    Vielleicht hat Spanien mehr Glück? Der spanische Regierungschef Pedro Sánchez will in der kommenden Woche bei einem China-Besuch mit Xi Jinping über den chinesischen Plan für ein Ende des Ukraine-Kriegs sprechen.

    Peking könne bei der Vermittlung zwischen Kiew und Moskau eine “sehr wichtige Rolle spielen“, hieß es in Madrid. Spanien übernimmt im Juli den halbjährlichen EU-Ratsvorsitz und könnte ebenfalls etwas bewegen.

    Zuvor hatte UN-Generalsekretär Guterres gemahnt, China nicht zu isolieren. Guterres habe deutlich gemacht, dass Peking nach seinem Verständnis mit der EU zusammenarbeiten wolle, sagte ein EU-Beamter nach der Aussprache.

    Zudem habe er darauf hingewiesen, dass es risikant sei, China in die Ecke zu stellen. Genau darauf – eine Abkoppelung – arbeiten aber die USA und mehrere EU-Staaten hin. Die EU-Kommission bereitet sogar Maßnahmen gegen die chinesische Wirtschaft vor…

    Siehe auch “Waffenstillstand? Nicht mit der EU! und “China-Politik: EUropa muß sich entscheiden

    P.S. Präsident Selenskyj treibt derweil seine eigene Agenda voran. Er will seine “Friedensformel” mit einem Gipfel in einer EU-Hauptstadt feiern lassen. Sie sieht allerdings keinen Waffenstillstand vor, sondern die vollständige militärische Rückeroberung der Ukraine incl. Krim – was uns in den 3. Weltkrieg führen könnte. Na, wer will diesen “vielversprechenden” Gipfel ausrichten?


    Info: https://lostineu.eu/spanien-und-luxemburg-hoffen-auf-china


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres:




    Nordstream: Stecken Scholz und Biden unter einer Decke?


    lostineu.eu, vom 23. März 2023

    Das Attentat auf Nordstream ist immer noch nicht aufgeklärt, die letzten Enthüllungen über “pro-ukrainische” Täter wurden von Präsident Selenskyj als “lächerlich” zurückgewiesen. Die Leaks seien ein Ablenkungsmanöver, behauptet nun der berühmte amerikanische Journalist S. Hersh.


    Der Plan für das “Cover-Up” sei beim Besuch von Kanzler Scholz Scholz in Washington vor zwei Wochen besprochen worden, so Hersh. Man habe den US-Geheimdienst CIA gebeten, eine andere Version zur Hersh-Story zu entwickeln und die deutschen Dienste zu beteiligen.

    Wenn das stimmt, wäre es ein Hammer. Dann stünde Scholz nämlich unter einer Decke mit Biden! Und das in einer Angelegenheit, die unmittelbar deutsche und europäische Wirtschafts-Interessen betrifft und durchaus als Kriegsverbrechen bezeichnet werden kann!

    Leider fehlen für das “Cover-up” die Beweise. Hersh beruft sich zwar auf eine Quelle mit Zugang zu “diplomatischen Diensten”:

    I was told by someone with access to diplomatic intelligence that there was a discussion of the pipeline exposé and, as a result, certain elements in the Central Intelligence Agency were asked to prepare a cover story in collaboration with German intelligence that would provide the American and German press with an alternative version for the destruction of Nord Stream 2

    S. Hershs Blog

    Doch überprüfen lässt sich das nicht. Für Hershs These spricht, dass die “New York Times” und die “Zeit” fast zeitgleich berichteten – unter Berufung auf amerikanische und deutsche Geheimdienste. Doch was Scholz und Biden wirklich besprachen, wissen wir nicht.

    Klar scheint nur, dass niemand wirklich an Aufklärung interessiert ist. Die Verwirrung ist größer denn je, die Vertuschung geht weiter…

    Siehe auch “Wie das Nordstream-Attentat vertuscht wird (IV): Leaks, die Verwirrung stiften”

    P.S. Russland, China, Mexiko und andere Länder haben übrigens Aufklärung des Nordstream-Attentats gefordert. In vielen Ländern kauft man die Stories von russischen oder “pro-ukrainischen” Tätern nicht…

    11 Comments

    1. Arthur Dent
      24. März 2023 @ 10:12

      @ebo
      keine Ahnung, warum UvdL bei Biden war – vielleicht zum Kriegsrat? Australien hat ähnliche Probleme – auch da ist China der größte Handelspartner, auch da werden die Propaganda-Trommeln gerührt, sich nicht zu abhängig zu machen von China. Australien ist militärisch noch weitaus enger an das US-System gebunden als Europa. Die USA wollen Russland schwächen, China isolieren. Diesbezüglich werden die Verbündeten wohl instruiert.

    Reply

  • Helmut Höft
    24. März 2023 @ 09:52

    Es geht wie immer wenn’s etwas zu vertuschen gibt nur darum eine komplette Verwirrung des Publikums durch “offizielle” Verlautbarungen und (offizielle??) Leaks herbeizuführen, eine Story bekloppter als die andere, bis sich dann das Publikum endlich abwendet und eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird. Vergl. Serbien/Kosovo, Brutkastenlüge, Skripal … und jetzt halt Nord Stream.

    Reply

  • Arthur Dent
    24. März 2023 @ 09:29

    @ebo
    “da agieren die USA gegen Deutschland” – da gebe ich Ihnen recht – und jetzt dürfen Sie einmal raten, vor wem wir uns mehr fürchten müssen. Vor Russland, vor China oder den USA? Die USA sind momentan noch die einzige Weltmacht und werden alles in ihrer Macht stehende tun, um es zu bleiben. Wenn wir weiterhin mit China so schwunghaften Handel treiben, dann füttern wir aus amerikanischer Sicht die Bestie. China wird den wirtschaftlichen Erfolg in militärische Macht ummünzen und den asiatischen Teil der Welt so dominieren wollen, wie die USA den westlichen. Und wer nicht für die Amerikaner ist, der ist gegen sie und wird von ihnen als Feind betrachtet werden. Und die können dann sehr böse werden. Warum also war Scholz zu einem Gespräch in den USA???

    Reply

    • ebo
      24. März 2023 @ 09:40

      Und warum war kurz darauf von der Leyen zum Kriegsrat bei Biden?

      Reply

  • Hekla
    24. März 2023 @ 07:39

    @KK: Möglich wäre so etwas. Aber um diesen Gedanken weiterzuspinnen: das würde bedeuten, dass eher ganz Deutschland und damit noch etliche andere Länder in Europa auf Gedeih und Verderb „anderen Mächten“ ausgeliefert und wie bereits geschieht, in einen Krieg gezogen werden, als dass ein Spitzenpolitiker für seine Verfehlungen persönliche Konsequenzen ziehen würde. Ursache und Wirkung stünden hier in einem so exorbitanten Missverhältnis – das wäre nach ethischen Gesichtspunkten das Ende der uns bekannten Welt, das kann ich so nicht glauben.

    Reply

  • european
    24. März 2023 @ 07:32

    Ich bin fest davon überzeugt, dass die Sprengung der Pipelines mit Wissen des deutschen Bundeskanzlers vorgenommen wurde. Ich glaube nicht, dass es freiwillig war, sondern dass die US-Administration ihn wegen irgendwelcher brisanter Informationen über ihn in der Hand hat.
    Die Mafia würde so etwas Schutzgelderpressung nennen.

    Reply

  • Stef
    24. März 2023 @ 07:26

    Mal hypothetisch: Was würde passieren, wenn Scholz gleichzeitig mit Warburg und Cum Ex sowie mit Nordstream reinen Tisch macht? M.E. würde er sich damit mittel- und langfristig noch eher als Kanzler durchsetzen

    Reply

  • Arthur Dent
    24. März 2023 @ 00:26

    “durchaus als Kriegsverbrechen bezeichnet werden kann” – wir befinden uns ja nicht im Krieg. Schon gar nicht mit Verbündeten. Es hat, Gott sei Dank, keine Todesopfer gegeben. Es war ein Anschlag, aber vielleicht auch nur Sachbeschädigung. Die Pipeline gehört nicht Deutschland, sondern Privatfirmen.
    Und es gilt die Unschuldsvermutung
    – Wem die Tat nützt, der hat sie auch begangen – das gilt nun einmal nicht vor einem Gericht. Man muss schon Beweise vorlegen.
    Die Tat ist sicherlich von Profis begangen worden, und die verschwischen jetzt ganz professionell ihre Spuren

    Reply

    • ebo
      24. März 2023 @ 08:31

      Doch, wir befinden uns im Wirtschaftskrieg! Und da agieren die USA gegen Deutschland, übrigens nicht erst seit Beginn der russischen Invasion in der Ukraine. Ich erinnere nur an die Sekundärsanktionen gegen Iran, die auch deutsche Banken treffen sollten…

      Reply

  • KK
    23. März 2023 @ 22:48

    „Für Hershs These spricht, dass die “New York Times” und die “Zeit” fast zeitgleich berichteten – unter Berufung auf amerikanische und deutsche Geheimdienste.“

    Den Generalbundesanwalt nicht zu vergessen, der ebenfalls zeitgleich mit nahezu gleichlautenden „Ermittlungsergebnissen“ aus seinen Akten gekrochen ist.

    @ Hekla:
    „der Mann …soll sein Land und sein Volk in beispielloser, noch nie dagewesenen Art und Weise verraten haben? Ich weigere mich einfach, so etwas in Betracht zu ziehen.“

    Warum? Wenn man bedenkt, dass die NSA und andere US-Dienste schamlos die ganze Welt und ganz bestimmt alle ausländischen Politiker abhören und ausspähen, und Herr Scholz selber einen gehörigen Klotz namens Warburg/cum-ex am Bein hat, muss zB nur die entsprechende Seite seines verschollenen Terminkalenders ans Licht kommen, und er hat alle Zeit der Welt, auf der Elbe seinem Ruderhobby zu fröhnen… vielleicht hat ihm Biden ja auch bei dem Treffen in DC vor zwei Wochen, wo zeitweise sogar die engsten Berater aus dem Raum geschickt worden sein sollen, ja auch einfach mal „die Instrumente gezeigt“.

    Reply

  • Hekla
    23. März 2023 @ 20:45

    Sehr fragwürdig ist tatsächlich, dass nach monatelangem, einhelligem Schweigen fast zeitgleich mit der NYT auch deutsche Medien plötzlich mit „Rechercheergebnissen“ aufwarten konnten. Und das kurz nach dem Scholz-Besuch, von dem man ansonsten gar nichts erfahren durfte…
    Aber die Vorstellung, dass Scholz mit Biden unter einer Decke stecken würde … der Mann also, der vom Wähler mit der höchsten Verantwortung für die Geschicke dieses Landes betraut wurde, soll sein Land und sein Volk in beispielloser, noch nie dagewesenen Art und Weise verraten haben? Ich weigere mich einfach, so etwas in Betracht zu ziehen. Wäre es so und würde es bekannt werden, wäre es nicht nur das absolute Ende jeglichen Vertrauens in Rechtstaat und Demokratie, die Folge wäre innerstaatlich der Zerfall der gesellschaftlichen Ordnung und nach Aussen – das ist ein klassischer casus belli, der durch nichts relativiert oder abgeschwächt werden kann, da müsste dann eine robuste Reaktion erfolgen. Würde ein Spitzenpolitiker mit durchschnittlichen Fähigkeiten egal welchen Landes sich, sein Land und sein Volk in so eine ausweglose Situation bringen?


  • Info: https://lostineu.eu/nordstream-stecken-scholz-und-biden-unter-einer-decke





    Weiteres:





    Scholz & Friends hängen am Verbrenner


    lostineu.eu, vom 23. März 2023

    Eigentlich sollte der deutsch-europäische Streit um den Verbrennungsmotor und E-Fuels vor dem EU-Gipfel abgeräumt werden. Doch nun kommt das Thema wieder hoch – wird das Treffen doch noch zum Auto-Gipfel?

    Wir verteidigen die Ukraine – und den Verbrennermotor: Das scheint das neue Motto beim EU-Gipfel in Brüssel zu sein. Nach Deutschland halten nun auch Italien, Tschechien und die Slowakei die Fahne ihrer Autoindustrie hoch. Sie fordern Nachbesserungen an eigentlich bereits fertigen EU-Gesetzen.

    Während Kanzler Scholz sich für E-Fuels (und die FDP) stark macht, fordert Italien, auch Biokraftstoffe zuzulassen. Tschechien und die Slowakei rennen gegen die neue Abgasnorm Euro 7 an. Offiziell steht nichts davon auf der Tagesordnung. Doch Gipfelchef Michel entgleitet mal wieder die Debatte.

    Nun richten sich alle Blicke auf EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen. Sie soll Kompromissvorschläge vorlegen. Doch ein erster Entwurf, dier eine neue Autoklasse nur für E-Fuels vorsah, hat den Streit nicht gelöst. Im Gegenteil: Nun weitet er sich auf andere Auto-Themen aus…

    Siehe auch “Von der Leyen erfindet Wunder-Autos, die sich selbst abschalten”


    3 Comments

    1. Thomas Damrau
      24. März 2023 @ 07:38

      Man muss kein großer Prophet sein, um zu ahnen, worauf das hinausläuft:
      – Diese Wendung in der Haltung zum Thema Antriebstechnologie trifft auf eine Bevölkerung, die gemäß letzten Umfragen (z.B. https://www.spiegel.de/auto/e-fuels-mehrheit-in-deutschland-hofft-laut-spiegel-umfrage-auf-zukunft-mit-verbrennungsmotor-a-315b3f23-d198-4775-a421-bde12b484497 ) merhheitlich eh keine Lust hat, sich auf den logistischen komplizierteren Elektro-Antrieb einzulassen.
      – Die EU-Bürger werden weiter Verbrenner-PKW kaufen, weil „ja dann ab 2035 mit eFuels gefahren wird“.
      – 2035 wird es viel zu wenig eFuel geben, das in den existierenden PKW verbrannt werden kann. Und die Menge, die es gibt, wird viel zu teuer sein.
      – Es wird auch nach 2035 auf Erdöl-Basis weitergefahren.

    Reply

  • Arthur Dent
    24. März 2023 @ 00:14

    Deutschland braucht den Fluxkompensator ????

    Reply

  • KK
    23. März 2023 @ 15:50

    “…hat den Streit nicht gelöst. Im Gegenteil: Nun weitet er sich auf andere Auto-Themen aus…”

    Das nennt man wohl einen Automatismus… ????



  • Info: https://lostineu.eu/wird-es-doch-noch-ein-auto-gipfel

    24.03.2023

    Der Druck der Straße  Außenministerin Baerbock reist nach Georgien, um das Land zur Annäherung an die EU zu drängen. Die Chancen gelten als gut: Kürzlich abgehaltene prowestliche Massenproteste sind noch nicht verhallt.

    german-foreign-policy.com, 24. März 2023

    TIFLIS/BERLIN (Eigener Bericht) – Außenministerin Annalena Baerbock sucht bei einem Kurzbesuch in Tiflis den Druck auf Georgiens Regierung zur Westbindung des Landes zu verstärken und knüpft dabei an die unlängst dort abgehaltenen Massenproteste an. Die Proteste hatten sich gegen ein Gesetzesvorhaben gerichtet, das aus dem Ausland finanzierte Organisationen verpflichten sollte, sich als „ausländische Agenten“ zu registrieren. Weil in der georgischen Bevölkerung große Sympathie für die Annäherung an die EU besteht, löste der Plan Großdemonstrationen aus; Beobachter zogen Parallelen zu den Maidan-Protesten. Baerbock macht sich den Unmut nun zunutze, um Georgiens Regierung zur weiteren Annäherung an die EU zu nötigen. Tiflis bemüht sich seit rund einem Jahrzehnt parallel zur Kooperation mit NATO und EU um einen gewissen Ausgleich mit Russland, bewegt sich mittlerweile aber laut Einschätzung von Experten stärker auf Moskau zu. Der Machtkampf zwischen dem Westen und Russland tobt in Georgien schon seit Jahrzehnten. Das Land, im politisch äußerst sensiblen Kaukasus an Russlands traditionell empfindliche Südflanke grenzend, gilt als geostrategisch hochrelevant.


    Zitat: Seit Jahrzehnten umkämpft

    Georgien zählt – auch wegen seiner geostrategisch bedeutenden Lage – zu den Staaten, die bereits seit Jahrzehnten Objekt des Einflusskampfs zwischen dem Westen und Russland sind. Die Auseinandersetzungen eskalierten erstmals Ende 2003, als es Gegnern des auf einen gewissen Ausgleich zwischen West und Ost bedachten Präsidenten Eduard Schewardnadse gelang, ihn zu stürzen und bei den im Januar 2004 folgenden Wahlen den prowestlichen Hardliner Micheil Saakaschwili ins Präsidentenamt zu bringen. Unter Saakaschwili begannen die Beziehungen des Landes zur EU und zur NATO sich deutlich zu intensivieren. In seine Amtszeit fiel insbesondere auch das Versprechen auf dem NATO-Gipfel in Bukarest im April 2008, Georgien eine Beitrittsperspektive zum westlichen Militärbündnis zu eröffnen. Im August 2008 ließ Saakaschwili – wohl in der Meinung, die NATO auf seiner Seite zu haben – das Sezessionsgebiet Südossetien beschießen, um es wieder in den georgischen Staat zu integrieren. Daraufhin schlug Russland, Garantiemacht des Waffenstillstands in Südossetien, die georgischen Truppen in einem nur wenige Tage währenden Krieg zurück und stellte den Waffenstillstand wieder her. Der Vorgang, in einem EU-Bericht ausführlich dokumentiert, wird heute gern, die reale Geschichte grob verfälschend, als eine angebliche russische Invasion nach Georgien etikettiert.[1]


    Auf Ausgleich bedacht

    Ein außenpolitischer Kurswechsel in Tiflis erfolgte, nachdem die Partei Georgischer Traum des Milliardärs Bidsina Iwanischwili erst die Parlamentswahl im Oktober 2012 und dann auch die Präsidentenwahl im November 2013 gewann. Tiflis stoppte den hart antirussischen Kurs des vormaligen Präsidenten Saakaschwili und schwenkte auf eine Politik eines gewissen Ausgleichs mit Moskau ein. So weigerte es sich etwa, die Sanktionen zu übernehmen, die alle EU- und NATO-Staaten nach der Aufnahme der Krim in die Russische Föderation im März 2014 gegen Russland verhängten. 2018 stieg Russland erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt wieder zum größten Absatzmarkt georgischer Exporteure auf.[2] Die neue Kooperation mit Moskau war dabei weder mit einer Abkehr von der EU noch mit einer Einschränkung der Zusammenarbeit mit der NATO verbunden. So unterzeichnete Georgien am 27. Juni 2014 ein Assoziierungsabkommen mit der EU; seit März 2017 ist für Georgier der Visazwang bei der Einreise in die EU aufgehoben. Georgiens Streitkräfte nehmen an EU-Auslandseinsätzen teil; sie kooperieren auch eng mit der NATO. So beschloss das westliche Militärbündnis unter anderem auf seinen Gipfeltreffen 2014 in Newport, 2016 in Warschau sowie 2018 in Brüssel jeweils Maßnahmenpakete, um die georgischen Streitkräfte enger in die transatlantischen Militärstrukturen zu integrieren.[3]


    „In Russlands Einflusssphäre“

    In den vergangenen Jahren hat Georgien nun aber begonnen, so schildern es Experten, größere Distanz zum Westen einzunehmen und sich zugleich stärker Russland anzunähern. Tiflis habe etwa, so heißt es in einer Analyse des European Council on Foreign Relations (ECFR), im Sommer 2021 EU-Ratspräsident Charles Michel auflaufen lassen – indem ein Kompromiss, den er zwischen der Regierungspartei und der Opposition ausgehandelt habe, nicht eingehalten worden sei.[4] Laut Angaben georgischer Medienbeobachter hat der Vorsitzende der Regierungspartei Georgischer Traum, Irakli Kobakhidze, von Februar bis Juli 2022 nur neun kritische Bemerkungen über Russland gemacht, jedoch 26 über die Ukraine und sogar 57 über den Westen. Iwanischwili wiederum, der die Partei kontrolliere, erwecke den Eindruck, „Georgien in Russlands Einflusssphäre manövrieren“ zu wollen. Hinzu kommt, dass Tiflis auch die Russland-Sanktionen, die die EU seit Anfang 2022 verhängt hat, nicht übernimmt und sich erst recht nicht an den Waffenlieferungen an die Ukraine beteiligt. Hingegen ist das Volumen des russisch-georgischen Handels seit Beginn des Krieges erheblich gestiegen.[5] Im Westen werfen manche Politiker der georgischen Regierung vor, die Russland-Sanktionen willentlich zu unterlaufen. Tiflis streitet dies allerdings kategorisch ab.


    Furcht vor einem neuen Maidan

    Maßnahmen der georgischen Regierung, die mit der neuen Distanz zum Westen verbunden sind, haben erst kürzlich Massenproteste ausgelöst. Dabei ging es um einen Gesetzesentwurf, der alle georgischen Organisationen mit einem ausländischen Finanzierungsanteil von mehr als 20 Prozent zur behördlichen Registrierung verpflichtete: Sie sollten nun als „ausländische Agenten“ gelten.[6] Ursache war die Absicht der Regierung, verdeckte Einflussnahme aus westlichen Staaten sichtbar zu machen und so deren Einmischungsspielräume in Georgien zu reduzieren. Dagegen erhoben sich breite Proteste. Hintergrund ist, dass die Annäherung an die EU sowie ein möglicher EU-Beitritt Georgiens in der Bevölkerung populär sind; laut einer Umfrage vom August vergangenen Jahres sprechen sich 75 Prozent aller Georgier dafür aus. Die Massenproteste gegen den Gesetzesentwurf eskalierten Anfang März und mündeten in teilweise heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei; Beobachter begannen zuweilen, sie mit den Maidan-Protesten Ende 2013 und Anfang 2014 in der Ukraine zu vergleichen.[7] Die Regierung in Tiflis sah sich schließlich am 9. März gezwungen, ihr Gesetzesvorhaben in aller Form zurückzuziehen, um eine weitere Eskalation der Proteste zu verhindern. Der Unmut über den Plan dauert allerdings in Teilen der Bevölkerung an.


    Die Chance nutzen

    Daran sucht Außenministerin Annalena Baerbock bei ihrem heutigen Besuch in Georgien anzuknüpfen. Treffen sind nicht nur mit georgischen Regierungsvertretern, sondern auch mit Präsidentin Salome Surabischwili angekündigt. Surabischwili hatte sich gegen den kürzlich zurückgezogenen Gesetzesentwurf positioniert. Zudem will Baerbock an der Ilia-Universität in Tiflis mit Studierenden sprechen. Junge Georgier gelten als überdurchschnittlich stark in Richtung EU orientiert und lehnten die Vorschrift, aus der EU finanzierte Organisationen als „ausländische Agenten“ zu registrieren, besonders entschieden ab. Wie Baerbock ankündigt, will sie mit ihrem Besuch „deutlich machen, dass Deutschland voll und ganz zur europäischen Perspektive Georgiens steht“. Darüber hinaus werde sie „mit der Regierung in Tiflis darüber sprechen, welche Schritte das Land für den Status als EU-Beitrittskandidat noch gehen muss“.[8] Die Chancen, Georgiens Regierung ein Stück weiter in Richtung EU und weg von Moskau zu drängen, gelten wegen des Drucks der Straße als günstiger denn zuvor.

     

    [1] Vgl. zum Beispiel Vakhtang Makharoblishvili: Lehren aus 2008: 14 Jahre nach Russlands Militäroffensive in Georgien. euractiv.de 08.08.2022. S. auch Die Schuldfrage.

    [2] S. dazu Strategischer Verbündeter im Kaukasus (I).

    [3] Relations with Georgia. nato.int 14.12.2022. S. auch Kriegsspiele im Kaukasus.

    [4] Régis Genté: Broken Dream: The oligarch, Russia, and Georgia’s drift from Europe. ecfr.eu 21.12.2022.

    [5] Georgia-Russia trade turnover rises by 50% in January-October 2022. tass.com 21.11.2022.

    [6] Thomas Latschan: Zurückgezogenes NGO-Gesetz in Georgien: Worum es geht. dw.com 09.03.2023.

    [7] Reinhard Veser: Die Jungen rebellieren für ein Leben ohne Willkür. faz.net 09.03.2023.

    [8] Die EU als Ziel klar im Blick – Außenministerin Baerbock reist nach Nordmazedonien und Georgien. auswaertiges-amt.de 22.03.2023.


    Info: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/9202


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    24.03.2023

    Nachrichten von Pressenza: Mosambik-Skandal der Credit Suisse war Vorbote ihres Untergangs

    von <newsletter@pressenza.com>, vom 23. März 2023, 07:15 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 23.03.2023



    Mosambik-Skandal der Credit Suisse war Vorbote ihres Untergangs


    Thomas Kesselring für die Onlinezeitung Infosperber Der hektische Verkauf der Credit Suisse ruft den Milliarden-Kreditskandal der CS in Mosambik in Erinnerung. Red. Thomas Kesselring berichtete auf Infosperber seit 2016 über den Kreditskandal in  Mosambik, in den die Credit Suisse verwickelt war.&hellip;

    http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/03/mosambik-skandal-der-credit-suisse-war-vorbote-ihres-untergangs/


     -----------------------


    Evolution – Revolution in Natur und Gesellschaft, Teil 1


    Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert, es kommt aber darauf an, sie zu verändern, K. Marx, Foyer der Humboldt Universität Problemskizze Die beiden Entwicklungsbegriffe beschreiben Bewegungsformen, deren Grundmechanismen von Charles Darwin für Fauna und Flora und von Karl&hellip;

    http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/03/evolution-revolution-in-natur-und-gesellschaft-teil-1/


     -----------------------


    UBS: Too Big To Save?


    Aus der Fusion von UBS und Credit Suisse (CS) entsteht ein Gigant, der womöglich zu gross ist für eine Rettung. Das Klumpenrisiko ist für die kleine Schweizer Volkswirtschaft nicht tragbar!  Nachdem die US-Finanzministerin Janet Yellen die grossen US-Banken vor dem&hellip;

    http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/03/ubs-too-big-to-save/


     -----------------------


    David Swanson unterstützt den 2. April


    World BEYOND War unterstützt, zusammen mit „Europe for Peace“ am 2. April überall für Frieden und mit gewaltfreien Aktionen auf die Straße zu gehen. World BEYOND War-Mitglieder in Europa werden dazu aufrufen und daran teilnehmen, und wir werden unsere Ortsgruppen&hellip;

    http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/03/david-swanson-unterstuetzt-den-2-april/


     -----------------------


    Über Ideologien, ihre Triumphe und Misserfolge


    Nachdem Francis Fukuyama in seinem Buch &#8222;Das Ende der Geschichte und der letzte Mensch&#8220; (1992) das Ende der Ideologien verkündet hat und nachdem eine große Zahl von Intellektuellen, Denkern und Aktivisten gegensätzliche Stimmen erhoben haben [1], musste die intellektuelle Welt&hellip;

    http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/03/ueber-ideologien-ihre-triumphe-und-misserfolge/


     -----------------------


    UN-Projekt bedroht indigene Gruppen der Karibik


    Ein vom UN Green Climate Fund (GCF) finanziertes Projekt über 115 Millionen Dollar droht, die indigene Bevölkerung Nicaraguas weiterer Gewalt auszusetzen und sie von ihrem angestammten Land zu vertreiben. Die Klimazerstörung könnte zusätzlich angefacht, die Glaubwürdigkeit des Fonds ernsthaft beschädigt&hellip;

    http://www.pressenza.net/?l=de&track=2023/03/un-projekt-bedroht-indigene-gruppen-der-karibik/


     -----------------------


    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    24.03.2023

    Afrika, der Westen und Russland

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 22. März 2023, 21:23 Uhr


    https://test.rtde.tech/afrika/165738-afrika-unter-belagerung/ 

    <https://test.rtde.tech/afrika/165738-afrika-unter-belagerung/>

    22.3.2023

    *Afrika unter Belagerung –

    Wie der Westen versucht, sein "koloniales Erbe" zu retten

    */Von Andrei Rudaljow/


    Der Westen, die USA und Europa, betrachten den afrikanischen Kontinent

    als ihre "Futterbasis" und wollen ihn auch weiterhin wirtschaftlich

    ausbeuten. Die Konkurrenz Russlands und Chinas ist da ein Dorn im Auge.

    Um sie abzuwehren, übt der Westen diplomatischen, politischen und

    wirtschaftlichen Druck aus. Kann das gelingen?


    Vor nicht allzu langer Zeit beklagte Peter Frankopan, Professor für

    Weltgeschichte an der Universität Oxford, in einem Artikel

    <https://www.spectator.co.uk/article/is-putin-winning-the-world-order-is-changing-in-his-favour/

    in der britischen Ausgabe des /Spectator/, dass viele afrikanische

    Länder trotz des enormen Drucks des Westens Russland (für sein Vorgehen

    in der Ukraine) nicht verurteilt haben. Nicht nur das, sie stehen auch

    weiterhin in engem Kontakt mit Russland.


    Diese professoralen Offenbarungen enthielten ganz im Sinne des

    westlichen Bewusstseins Klagen darüber, dass das russische Narrativ in

    der Welt keineswegs marginalisiert ist, sondern im Gegenteil von vielen

    Ländern akzeptiert wird. Es ist bemerkenswert, dass der Einsatz von

    Druck als "Hebel der Kommunikation" durch den Westen nicht nur nicht

    verschwiegen wird, sondern sogar als eine Selbstverständlichkeit gilt.

    Wie kann man sich dann noch über die von den USA gewünschten Ergebnisse

    der UN-Abstimmung wundern, wenn niemand die Methoden verbirgt, mit denen

    sie erreicht werden? Was soll man von der Einstimmigkeit der westlichen

    Welt selbst halten, die auf demselben Druck beruht, dem von den

    amerikanischen Militärbasen besondere Effektivität verliehen wird?


    Die USA haben versucht, die ganze Welt unter ihre Herrschaft zu beugen.

    In ihrer virtuellen Realität und in Treueschwüren von Politikern

    niederer Güte schienen sie damit auch ziemlich erfolgreich zu sein. In

    der Realität aber hat sich nach dem Beginn der russischen

    Sonderoperation herausgestellt, dass der größte Teil der Welt nicht auf

    ihrer Seite steht. Gebeugt haben sich nur die, die sich verbiegen ließen.


    Es ist klar, dass US-Amerikaner und Europäer so etwas nicht akzeptieren

    können, also folgt auf Druck noch mehr Druck. Oleg Oserow, Botschafter

    des russischen Außenministeriums für besondere Aufgaben, hat kürzlich

    offengelegt, wie das gegenüber afrikanischen Ländern in der Praxis

    läuft. Es gebe "viele Beispiele dieser Art", stellte er klar, als er

    einige präsentierte.


    Der russische Diplomat sagte, dass "afrikanische Führer und afrikanische

    Behörden buchstäblich belagert werden... Fast täglich reisen

    Delegationen aus Washington, aber auch aus anderen angelsächsischen

    Ländern ‒ Kanada, Großbritannien ‒ und auch aus der Europäischen Union

    in afrikanischen Hauptstädten an. Sie fordern geradezu, die

    Zusammenarbeit mit Russland einzustellen". Die Verschärfung des

    westlichen Drucks zielt aktuell darauf ab, den zweiten

    Russland-Afrika-Gipfel, der im Juli in St. Petersburg stattfinden soll,

    zu sabotieren.


    Oserow hob die besonderen Bemühungen von US-Finanzministerin Janet

    Yellen hervor, den Widerspenstigen und Sturköpfen die Hände zu binden.

    Sie arrangierte eine Afrikareise, deren Ziel es war, über antirussische

    Sanktionen zu diskutieren. Gleichzeitig drohte sie bei jedem Gespräch

    zahlreiche Strafen für Verstöße gegen die antirussischen Sanktionen an.

    Oserow urteilte: /"Dies ist ein weiteres Beispiel für Erpressung,

    offenes Diktat und Drohungen, die in der modernen Welt auf keinen Fall

    akzeptiert werden können."/


    Tatsache ist, dass der Westen und die Vereinigten Staaten in ihrer

    eigenen Realität leben, in der die koloniale Tradition, die Methode der

    Peitsche, einen besonderen Stellenwert einnimmt. Anders zu denken oder

    zu kommunizieren sind sie nicht in der Lage.


    Mit der Politik der Drohungen verfolgen die westlichen Erpresser ein

    doppeltes Ziel, nämlich die Verwirklichung sowohl kurzfristiger als auch

    langfristiger Ziele. Kurzfristig geht es um die Verurteilung Russlands,

    um ihren Traum von der Isolierung unseres Landes umzusetzen. Damit

    wollen sie uns die Hände binden und in ihre Falle locken. Das

    langfristige Ziel liegt ebenfalls auf der Hand: Russland soll vom

    afrikanischen Kontinent verdrängt werden, auch alle anderen Konkurrenten

    will der Westen ausschalten. Der Westen betrachtet Afrika ausschließlich

    als seine Futterbasis und sieht dies als sein legitimes Recht aufgrund

    seines kolonialen Erbes an. Die große Aktivität Russlands in der Region

    hat die USA schon lange irritiert. Sie wissen, dass unser Land

    ideologisch näher an Afrika ist, wo es historisch als Banner der

    antikolonialen Bewegung und der Befreiung wahrgenommen wird.


    Daher werden sie alles tun, um die russisch-afrikanischen Beziehungen zu

    zerstören, und sie werden vor nichts zurückschrecken.


    Als Beispiel für die eifersuchtsvolle Haltung des Westens gegenüber

    Afrika kann man sich die Geschichte des Russen Wiktor But

    <https://test.rtde.life/kurzclips/video/156748-nach-14-jahren-haft-wiktor/

    ins Gedächtnis rufen, dessen "Verbrechen" darin bestand, dass er,

    nachdem die Sowjetunion den afrikanischen Kontinent verlassen hatte und

    zusammengebrochen war, die entstandene Lücke besetzte und seine

    Fluggesellschaft außerhalb der Kontrolle des Westens aufbaute. But wurde

    vorgeworfen, eine Bedrohung für die US-Außenpolitik zu sein. Aus diesem

    Grund war er Repression und langjähriger Haft ausgesetzt. Was er tat,

    war, die westlichen Karten des Chaos und der Kolonisierung Afrikas

    durcheinanderzubringen. All diese Karten werden nun von Russland selbst

    kräftig aufgemischt. Das afrikanische Thema wird in einem

    ausgezeichneten Buch von Igor Molotow "Wiktor But. Auf der Jagd nach

    einem Traum" breit behandelt.


    Es sei auch daran erinnert, dass das US-Repräsentantenhaus im April

    letzten Jahres ein Gesetz zur "Bekämpfung der böswilligen Aktivitäten

    Russlands in Afrika" verabschiedet hat. Darin wird ausführlich über den

    "schädlichen" Einfluss unseres Landes in Afrika und die Notwendigkeit

    gesprochen, russische und afrikanische Regierungen und ihre Beamten, die

    an "böswilliger Einflussnahme und Aktivitäten" beteiligt sind, zur

    Rechenschaft zu ziehen. In dem Dokument wird dazu aufgerufen, den

    politischen Einfluss Russlands zu überwachen und zu melden. Die Rede ist

    natürlich von Russland als Wettbewerber, das Handeln Russlands in dem

    Konkurrenzkampf wird aber als "Böswilligkeit" ausgelegt. Ein Monopolist

    und Hegemon duldet und akzeptiert keine Konkurrenz ‒ jeder, der das

    Monopol streitig macht, fällt sofort in die Kategorie der böswilligen

    Einflussnahme.


    Kürzlich sagte der russische Botschafter in der Republik Tschad,

    Wladimir Sokolenko, dass der Westen Afrika zu einer Zone besonderer

    Interessen erklärt habe, wovon er das Recht ableite, sich in die inneren

    Angelegenheiten der afrikanischen Staaten einzumischen. Das legitimiere

    jede Aktion, die darauf abzielt, die Freundschaftsbande mit Moskau zu

    kappen.


    Das aktuelle Beispiel für die "humanitäre" Politik des Westens auf dem

    afrikanischen Kontinent ist allen bekannt: die Ruinen des einst

    blühenden Libyens, das versuchte, eine Afrikanische Staatenunion zu

    schaffen. Hillary Clinton quietschte beim Anblick des brutal gefolterten

    Gaddafi vor Freude. Aber in die Kategorie "Bosheit und Niedertracht"

    wird dies nicht eingeordnet.


    Seltsamerweise zieht man im Westen keine Konsequenzen und gibt seine

    Gewohnheiten und traditionellen Methoden nicht auf. Die Politik,

    Russland mit der Peitsche zu sanktionieren, hat sich als bankrott und

    unhaltbar erwiesen. Auch die Versuche, den souveränen afrikanischen

    Staaten einen eisernen Kragen um den Hals zu legen, werden nicht von

    Erfolg gekrönt sein. Aber sie gehen weiter und stellen die Afrikaner vor

    die Wahl: Knechtschaft und Sklaverei oder Souveränität.


    Wer weiß, vielleicht geht der Westen bewusst den Weg der

    Selbstisolierung, um den Garten Eden von Borrell vor allen möglichen

    Übergriffen zu schützen. Der russische Außenminister Sergei Lawrow sagte

    nach dem G20-Außenministertreffen in Neu-Delhi:

    /

    "Ich habe den Eindruck, dass der Westen sich selbst isoliert. Die

    Entwicklungsländer sehen sehr gut, was all diese Sprüche über die

    Notwendigkeit, die Demokratie gegen die Autokratie zu verteidigen, wert

    sind. Wenn der Westen sich so sehr für die Demokratie einsetzt, wie er

    allen weismachen will, warum können dann die demokratischen Grundsätze

    nicht auf der internationalen Bühne angewandt werden?"/


    Sie reißen sich selbst alle Masken vom Gesicht und beschuldigen dann

    Russland, antiamerikanische Stimmungen zu schüren. Afrika hingegen wird

    sich wehren, ebenso wie Russland, ebenso wie die ganze Welt.


    https://test.rtde.tech/kurzclips/video/165882-internationale-konferenz-russland-afrika/

    Hier einige Auszüge der Erklärungen afrikanischer Vertreter auf der

    Zweiten Internationalen Parlamentarischen Konferenz Russland-Afrika am

    19./20. März in Moskau.

    /(Transkript der Videos:)

    /

    *Madal Mihlanga*, Stellv. Sprecher des Parlaments des Königreichs Eswatini:

    /"Wir können nicht ignorieren was im Westen und in Russland vor sich

    geht und was letztlich Afrika betrifft. Die Partnerschaft, die wir mit

    Russland anstreben, wird uns als Afrika also sehr zugute kommen. Wir

    können keine Feinde Russlands sei. Das können wir niemals sein."


    /*Leonard She Okitundu Lundula,* Abgeordneter der Demokratischen

    Republik Kongo:

    /"Wir sind sehr glücklich, denn wie Sie wissen, ist Russland ein

    wichtiges Land für den afrikanischen Kontinent. Erstens weil Russland an

    der Entkolonisierung Afrikas beteiligt war. Wir sind dem russischen Volk

    dankbar für alles, was es getan hat, um die Kolonialisierung zu überwinden."


    /*Salah Eddine Tiaru*, Präsident der Stiftung der Jugendbotschafter

    Algeriens:

    /"Afrika vertritt 55 Mitgliedsstaaten. Wenn also 55 Mitgliedsstaaten an

    dieser Konferenz teilnehmen, bedeutet das, dass Russland immer noch die

    externe und internationale Anerkennung hat. Und jetzt ist es für Afrika

    an der Zeit, sich stärker mit Russland zu verbinden. Wie Sie erwähnten,

    hat Russland nie Länder in Afrika kolonisiert, und ich kann mich nicht

    erinnern, dass Russland jemals ein Land in der Welt kolonisiert hat.

    Dies [die Konferenz] ist ein Meilenstein in unseren sauberen und

    vertrauenswürdigen Beziehungen zu Russland."


    /*Ahmed Bening,* Generalsekretär der Pan African Youth Union:

    /"Ich möchte sagen, dass die afrikanischen Länder, einschließlich der

    jungen Menschen, jetzt entschlossener denn je sind, unsere Regierung zu

    zwingen Beziehungen aufzubauen, die für uns vorteilhaft sind, denn

    koloniale Beziehungen waren noch nie voreilhaft für uns."

    /

    *Edson Rugumayo,* Mitglied des Parlaments der Republik Uganda:

    /"Wenn wir auf Russland schauen, sehen wir Freunde. Aber wenn wir auf

    die meisten westlichen Länder blicken, spüren wir die Wunden, die vor

    Jahren entstanden sind: Sklaverei und all die kolonialen Probleme, die

    wir haben und die wir nicht selbst lösen können."

    /

    *Rober Capopusi*, Vorsitzender des parlamentarischen Ausschusses Benin:

    /"Jetzt hat der Westen alle Masken fallen lassen und predigt den

    Neokolonialismus mit seinen Nichtregierungsorganisationen,Militärbasen,

    afrikanischen Führern und kulturellen Einmischungen. Diese Hegemonie

    tritt tatsächlich immer deutlicher zu Tage. Aber gegen diese Politik des

    Westens haben wir andere Partner – das sind unsere wahren Freunde. Zum

    Beispiel Russland, China, aber auch andere Länder, die sich bereit

    erklären, uns im Kampf gegen den Neokolonialismus zu helfen, und wir

    danken ihnen aufrichtig. Wir wollen eine multipolare Welt. Wir wollen,

    dass Afrika, Russland, China, Indien, Iran und andere Länder Widerstand

    leisten und den westlichen Kolonialismus wirksam bekämpfen."/


    *Akweri Rabwani*, Mitglied der offiziellen Delegation der Republik Uganda"

    /"Was ist die neokoloniale Agenda? Die neokoloniale Agenda des Westens

    besteht darin, die gegenwärtige Intervention in anderen Ländern und

    einseitige Aktionen fortzusetzen, indem die Infrastruktur der Vereinten

    Nationen erpresst wird. Zweitens besteht sie darin, die Politik des

    Dollars und des Euros fortzusetzen, um den internationalen Handel zu

    kontrollieren und auch die Politik der Kontrolle der Energiequellen in

    der Welt. Drittens besteht sie darin, Informations- und Medienkampagnen

    zu starten, die die Länder der Welt gegen die Russische Föderation,

    China, Iran, und andere Länder aufbringen – Länder die einen anderen Weg

    aufzeigen können, damit das globale System fairer und gerechter wird."

    /

    Und hier noch ein Tweet aus Südafrika:

    https://twitter.com/ipob_central/status/1638088163561295872 

    <https://twitter.com/ipob_central/status/1638088163561295872>


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    24.03.2023

    Díaz-Canel zu internationalen Fragen /López Obrador zu USA

    aus e-mail von Doris Pumphrey, vom 22. März 2023, 21:23 Uhr


    https://test.rtde.tech/amerika/165934-kubas-praesident-diaz-canel-usa-verantwortlich-fuer-eskalation/

    22.3.2023

    *Kubas Präsident Díaz-Canel:

    USA sind für Eskalation des Ukraine-Konflikts verantwortlich


    *In einem exklusiven Interview

    <https://english.almayadeen.net/news/politics/havana-and-the-world:-al-mayadeen-interviews-cuba-president

    mit der Nachrichtenplattform /Al Mayadeen/ sprach der kubanische

    Präsident Miguel Díaz-Canel über die freundschaftlichen Beziehungen

    seines Landes zu Russland, China und dem Iran sowie über den Einfluss

    der USA auf die internationale Sicherheitsordnung. Díaz-Canel verwies

    darauf, dass die Welt derzeit eine multidimensionale Krise durchlaufe.


    Er kritisierte, dass "sich die Welt darauf verlegt hat, neue Sanktionen

    zu verhängen und Konflikte mit der Sprache des Krieges zu lösen, statt

    die Sprache der Zusammenarbeit und des Respekts füreinander

    durchzusetzen". "Heute", so der kubanische Präsident, "brauchen wir eine

    Welt, die in der Lage ist, die Solidarität, den Frieden und die

    Freundschaft zu globalisieren, eine Welt, die ein Beziehungssystem hat,

    das den Pluralismus verteidigt."


    Er fügte hinzu, dass der ehemalige kubanische Präsident Fidel Castro

    dieses Thema schon in jungen Jahren verfolgt habe und es in vielen

    seiner Botschaften an die Welt bei verschiedenen internationalen

    Anlässen erwähnt worden sei. Kuba sei bestrebt, Konflikte durch Dialog

    zu lösen und die Welt demokratischer zu machen. Der kubanische Präsident

    betonte zudem die Notwendigkeit, "das derzeitige globale

    Wirtschaftssystem zu ändern, da es auf Ausbeutung und Ungleichheit

    beruht, den Reichen auf Kosten der Mehrheit der Armen der Welt dient und

    den Entwicklungsländern keine Alternativen bietet, da es den Interessen

    des militärisch-industriellen Komplexes und der westlichen Großmächte

    unterliegt".


    In Bezug auf den russisch-ukrainischen Krieg betonte Díaz-Canel, dass

    dieser Konflikt schwerwiegende Folgen für die ganze Welt und nicht nur

    für die beteiligten Parteien habe. Der Präsident beschuldigte

    Washington, seinen Einfluss über die Medien zu nutzen, um Russophobie

    und Desinformation über den Ursprung des Konflikts zu verbreiten und

    Russland als Schuldigen abzustempeln, während die wahren Gründe für den

    Krieg verschleiert würden.


    Er betonte, dass "der Schuldige in diesem Konflikt die Vereinigten

    Staaten selbst sind, die auf Kriege zurückgreifen, um ihre Probleme zu

    lösen und ihre Krisen zu bewältigen". Díaz-Canel fügte hinzu, dass

    "Washington die Interessen des militärisch-industriellen Komplexes in

    den Vordergrund stellt, da es den Krieg braucht, um Waffen zu verkaufen

    und die internen Probleme zu lösen, unter denen es leidet".


    Der kubanische Präsident wies darauf hin, dass die USA schon immer

    versucht haben, Russland einzukreisen, indem sie den Expansionismus der

    NATO an ihren Grenzen vorantrieben. Die Länder, die "Komplizen" des

    Krieges seien, verlören am meisten, fügte er hinzu, da sie unter

    Nahrungsmittelknappheit und einer Energiekrise zu leiden begännen,

    während diejenigen, die direkt in den Konflikt verwickelt seien,

    Menschenleben verlören.


    Der größte Nutznießer des Krieges sei die US-Regierung, und auf

    internationaler Ebene müssten Initiativen ergriffen werden, die den

    Dialog zwischen den betroffenen Parteien erleichtern, um den Krieg zu

    beenden. Díaz-Canel bekräftigte, dass sein Land die fortgesetzte

    Verwendung der Sprache des Krieges und die Verhängung von Sanktionen

    gegen Russland anstelle eines Dialogs missbillige, da diese Maßnahmen

    keine Krisen lösen, sondern den Kriegszustand eher noch verschlimmern.

    Er fügte hinzu, dass die Art und Weise, wie die westlichen Länder mit

    der Krise umgehen, die Welt in einen möglichen Weltkrieg ziehen könnte.


    Er fragte sich außerdem, warum Europa, das Schauplatz zweier früherer

    Weltkriege und Schauplatz des Faschismus und des Nazismus war, nicht in

    der Lage ist, die notwendigen Lehren aus der Geschichte zu ziehen, um

    eine wirksame Rolle bei der Vermeidung eines Dritten Weltkriegs zu spielen.


    Was die kubanisch-russischen Beziehungen betrifft, so bekräftigte

    Díaz-Canel das hohe Niveau der politischen, wirtschaftlichen und

    kommerziellen Beziehungen zwischen Moskau und Havanna.


    Im Interview mit /Al Mayadeen/ verhehlte der kubanische Präsident nicht

    seine Bewunderung für seinen russischen Amtskollegen und wies darauf

    hin, dass Wladimir Putins Reden reich an historischen Bezügen sind. Er

    fügte hinzu, dass Putin ständig auf Lehren aus der Geschichte verweise,

    um zu bekräftigen, was heute geschieht und was in Zukunft getan werden muss.


    Er erklärte auch, dass er "nicht glaube, dass Putin den Konflikt mit der

    Ukraine verursacht hat, sondern dass diese im Begriff war, die Russische

    Föderation zu belagern". Díaz-Canel wies darauf hin, dass der russische

    Präsident die Interessen und die Sicherheit Russlands verteidigt. Der

    kubanische Präsident ging auch auf seinen jüngsten Besuch in Russland

    ein und wies darauf hin, dass er gesehen habe, dass Putin die Probleme

    Kubas verstehe und dass Moskau den politischen und staatlichen Willen

    habe, die Probleme seines Landes zu lindern. Er fügte hinzu, dass Kuba

    seit diesem Besuch ständig auf den neuesten Stand der Vereinbarungen mit

    Moskau gebracht worden sei, insbesondere in den Bereichen Energie und

    Lebensmittel.


    Er betonte, dass China und Russland befreundete Staaten seien und dass

    der chinesische Präsident Xi Jinping und Putin den Willen gezeigt

    hätten, eine echte Freundschaft mit Kuba zu verkörpern. In Bezug auf

    China betonte der Präsident, dass sein Land und China historische und

    freundschaftliche Beziehungen unterhalten, die auf gemeinsamen

    Grundsätzen beruhen, die beide Länder miteinander verbinden. Er fügte

    hinzu, sein Land teile mit China die Überzeugungen hinsichtlich eines

    strukturierten sozialistischen Weges in beiden Ländern, der die

    Besonderheiten beider Länder berücksichtige.


    Den Iran bezeichnete der kubanische Präsident in seiner Rede als Kubas

    "Schwesternation". Die Grundlagen der Beziehungen zwischen den beiden

    Ländern seien die Geschichte und der gegenseitige Respekt sowie der

    große Widerstand, den die beiden Völker angesichts der imperialen

    Blockaden und Sanktionen geleistet hätten. Dem kubanischen Präsidenten

    zufolge "teilen das kubanische und das iranische Volk ein Verständnis

    von Widerstand, Mut, Heldentum, Würde und Trotz gegenüber den Plänen der

    imperialistischen Macht".


    Der kubanische Präsident drückte seine Bewunderung für die iranische

    Kultur, Zivilisation und den Widerstand gegen die Aggression aus und

    sagte, dass die technologische Entwicklung, die der Iran trotz des

    Embargos und der Sanktionen erreicht hat, sehr wichtig und vielfältig

    sei. Er wies darauf hin, dass die Kenntnis der iranischen Entwicklung

    für Havanna von Nutzen sein kann. Díaz-Canel betonte auch, dass sein

    Land gute Beziehungen zur arabischen Welt unterhalte. In diesem

    Zusammenhang äußerte er auch seine Bewunderung für "den Mut, die

    Standhaftigkeit und das Selbstvertrauen Syriens angesichts einer

    aggressiven Kampagne, die darauf abzielt, das Land zu zerstören".

    Díaz-Canel stellte fest, dass Syrien nach vielen Jahren des ungerechten

    Krieges gegen das Land eine "starke und geeinte Nation" geblieben ist.

    Er betonte auch die Rolle des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad:

    /"Der syrische Präsident hat seinem Volk gegenüber Aufrichtigkeit

    bewiesen und ist an vorderster Front geblieben, ohne aufzugeben. (...)

    Ich habe bei ihm immer ein großes Maß an Standhaftigkeit und

    Gelassenheit gesehen."/


    Díaz-Canel sagte, dass Havanna weiterhin an der Seite des syrischen

    Volkes stehen werde, und verurteilte die andauernde israelische

    Aggression gegen Syrien sowie die gegen das syrische Volk verhängten

    Sanktionen. Der kubanische Präsident erklärte auch, er wolle Damaskus

    noch in diesem Jahr besuchen.


    In Bezug auf Lateinamerika erklärte der kubanische Präsident, dass

    insbesondere Venezuela eine Schlüsselrolle in Lateinamerika gespielt

    habe, vor allem während Hugo Chávez' Führung der Bolivarischen

    Revolution. Nach Auffassung von Díaz-Canel war Chávez "als vorbildliche

    Führungspersönlichkeit in der Lage, die Sorgen und Bestrebungen des

    venezolanischen Volkes zu verstehen". Er fügte hinzu, dass die

    Freundschaft zwischen dem ehemaligen kubanischen Präsidenten Fidel

    Castro und Chávez "wie eine Vater-Sohn-Beziehung" gewesen sei. Den

    aktuellen Präsidenten Venezuelas Nicolás Maduro bezeichnete er als einen

    "Bruder" Kubas.

    Er bewundere, wie dieser die Bolivarische Revolution gegen alle von der

    US-Regierung geplanten Destabilisierungsversuche verteidigt habe.


    Auch seinen brasilianischen Amtskollegen Lula da Silva bezeichnete

    Díaz-Canel als "außergewöhnliche Führungspersönlichkeit" und verwies auf

    dessen herausragende Rolle bei der Überwindung der Wirtschaftskrise in

    Brasilien, die das Land zu einer "Referenz für eine Politik der sozialen

    Gerechtigkeit" gemacht habe. Er fügte hinzu, dass "Lula nicht den

    Interessen der USA entspricht, weshalb die Regierung versucht hat, ihn

    zu diskreditieren, indem sie Rechtsfälle gegen ihn fabriziert hat". Er

    fügte hinzu, dass Lula trotz seiner Inhaftierung und des Drucks, der auf

    ihn ausgeübt wurde, um ihn zu unterdrücken, nicht kapituliert und keine

    Bedingungen akzeptiert hat, die ihm auferlegt wurden.


    Der kubanische Präsident brachte auch seine Bewunderung für die

    sandinistische Revolution in Nicaragua zum Ausdruck. Díaz-Canel wies

    darauf hin, dass es sich um einen Erfolg handelte, den die Vereinigten

    Staaten nicht ertragen konnten und gegen den sie eine heftige

    Destabilisierungskampagne starteten, die von einer aggressiven

    Medienkampagne zur Diskreditierung Nicaraguas unterstützt wurde.



    https://test.rtde.tech/international/165967-mexikanischer-praesident-ueber-usa-das-sind-l%C3%BCgner/

    22.3.2023

    *Mexikanischer Präsident über die USA: "Das sind Lügner"


    *Der mexikanische Präsident Andres Manuel López Obrador zeigt sich

    empört darüber, dass das US-Außenministerium seiner Regierung

    Menschenrechtsverletzungen vorwirft und bezeichnete die nördlichen

    Nachbarn gar als "Lügner". Bei einer Pressekonferenz am Dienstag in

    Oaxaca, Mexiko, reagierte López Obrador verärgert auf den am Montag

    veröffentlichten Bericht des US-Außenministeriums über Menschenrechte.


    Die Regierung von US-Präsident Joe Biden behauptete, es gebe

    glaubwürdige Berichte über ungesetzliche Tötungen durch mexikanische

    Behörden sowie über gewaltsames Verschwindenlassen, Folter und andere

    unmenschliche Behandlungen von Zivilisten.

    Die USA warfen Mexiko auch Korruption, zügellose Kriminalität und eine

    niedrige Verfolgungsrate von Straftaten vor. Von einem Reporter auf die

    Vorwürfe angesprochen, sagte López Obrador: /"Das ist nicht wahr. Das

    sind Lügner […] Es ist es nicht wert, sich darüber zu ärgern."/

    López Obrador äußerte sich vor einem geplanten Treffen mit dem

    ehemaligen US-Außenminister John Kerry, der jetzt der Klimabeauftragte

    von US-Präsident Joe Biden ist.


    Die Beziehungen zu Washington haben sich in den letzten Wochen aufgrund

    einer Reihe von Entführungen von US-Bürgern im Norden Mexikos

    verschlechtert, darunter auch ein Fall, bei dem zwei Menschen von einer

    mit einem Drogenkartell verbundenen Gruppe getötet wurden.

    Der mexikanische Präsident erklärte, dass ein "Anti-Mexiko"-Element in

    der US-Regierung die Spannungen zwischen den beiden Ländern angeheizt

    und den tödlichen Entführungsfall zu Angriffen auf die Sicherheitslage

    in seinem Land genutzt habe. López Obrador sagte: /"Mexiko ist sicherer

    als die Vereinigten Staaten."/


    Zudem erklärte der mexikanische Präsident, "dass die Vereinigten Staaten

    nicht über Menschenrechte sprechen können, während Julian Assange

    inhaftiert ist". Sie können auch nicht über Kartellgewalt sprechen,

    "während US-Präsident Joe Biden die Nord-Stream-Pipeline bombardiert",

    oder über Demokratie, "während sie

    den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump verhaften".


    Der Sprecher des US-Außenministeriums, Vedant Patel, reagierte am

    Dienstag auf die Kritik von López Obrador, indem er die Vorwürfe der USA

    gegen die mexikanische Regierung verteidigte. Patel sagte: /"Die

    gemeldete Verwicklung von Mitgliedern der mexikanischen Polizei, des

    Militärs und anderer Regierungsinstitutionen in schwerwiegende

    Korruptionsfälle und ungesetzliche willkürliche Tötungen bleiben eine

    ernsthafte Herausforderung für Mexiko, und deshalb wurden sie in unserem

    Bericht hervorgehoben."/


    Das Außenministerium sei vom US-Kongress beauftragt, jährlich einen

    Bericht über die Menschenrechtslage in Mexiko zu erstellen, sagte Patel

    und fügte hinzu, dass die USA selbst mit internen Herausforderungen zu

    kämpfen haben. "Wir haben nie behauptet, dass wir die Regierung der Welt

    sind oder irgendeine Art von Edikt", so Patel.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    24.03.2023

    Scholz hilft den USA bei Nord Stream Vertuschung:

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 22. März 2023, 19:08 Uhr


    https://test.rtde.tech/international/165989-hersch-scholz-hilft-usa-seit-herbst-bei-vertuschung-anschlag-auf-nord-streams/

    22.3.2023


    *Hersh: Scholz hilft den USA bei der Vertuschung der Anschläge auf Nord

    Stream


    *Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz hat seit dem Herbst die Versuche

    Washingtons unterstützt, Informationen über die Sprengung der beiden

    Nord Stream-Pipelines zu verbergen. Das teilt der US-Journalist Seymour

    Hersh unter Berufung auf eine Quelle mit.


    Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz war laut dem US-Journalisten

    Seymour Hersh seit Monaten an den Versuchen Washingtons beteiligt, die

    US-Urheberschaft bei der Sprengung der beiden Nord Stream-Pipelines zu

    vertuschen.  Ihm zufolge bleibt jedoch die Frage offen, ob Scholz

    bereits während der Planungsphase von der Sabotage wusste. Dennoch sei

    er irgendwie in die Versuche der USA verwickelt, Informationen

    zurückzuhalten, betonte der Journalist/./


    /"An dieser Stelle sei angemerkt, dass Bundeskanzler Scholz seit letztem

    Herbst eindeutig in die Unterstützung der Regierung Biden bei der

    Vertuschung ihrer Operation in der Ostsee verwickelt ist", schreibt

    <https://seymourhersh.substack.com/p/the-cover-up> Hersh in seinem Blog

    auf der Plattform Substack. /


    Hersh erinnerte daran, dass der deutsche Bundeskanzler Anfang März die

    Vereinigten Staaten besuchte. Seine Reise umfasste nur zwei öffentliche

    Veranstaltungen, wobei weder Scholz noch US-Präsident Joe Biden

    Pressekonferenzen abhielten, bei denen Journalisten Fragen stellten.


    Wie der Journalist feststellte, wurde jedoch später bekannt, dass die

    beiden Staats- und Regierungschefs ein 80-minütiges Treffen hatten, an

    dem größtenteils nicht einmal ihre Berater teilnahmen. Am Ende des

    Gesprächs gab es keine offizielle Erklärung, aber laut einer Quelle mit

    Zugang zu diplomatischen Geheimunterlagen ging es darum, "das Thema

    Gaspipelines offenzulegen".


    Hersh gab an, dass nach dem Treffen der beiden Staatsmänner die

    CIA-Mitarbeiter angewiesen wurden, zusammen mit einem deutschen

    Geheimdienst ein Ablenkungsmanöver vorzubereiten. Dieses bestand darin,

    der US-amerikanischen und deutschen Presse eine alternative Version des

    Notfalls an der Nord Stream zu liefern. Der Journalist wies darauf hin,

    dass Biden eine törichte Entscheidung über Sabotage getroffen habe und

    nun gezwungen sei, darüber zu lügen.


    Ende September letzten Jahres wurden die beiden deutsch-russischen

    Gaspipelines in der Ostsee — Nord Stream und Nord Stream 2 — durch

    Sprengung außer Betrieb gesetzt. Schweden, Dänemark und Deutschland

    führen Untersuchungen durch, sind aber noch zu keinem konkreten Ergebnis

    gekommen. Der Kreml hat den Anschlag als Akt des internationalen

    Terrorismus bezeichnet.


    Nach Angaben des Pulitzer-Preisträgers Seymour Hersh wurde die Sabotage

    von den Vereinigten Staaten mithilfe von NATO-Verbündeten durchgeführt:

    Amerikanische Taucher legten während der Sommerübung Baltops

    Sprengfallen in die Gasleitungen, und drei Monate später zündeten die

    Norweger Sprengsätze.


    Anfang März berichtete die /New York Times/ über

    Geheimdienstinformationen, die darauf hindeuteten, dass eine

    pro-ukrainische Gruppe hinter dem Anschlag auf Nord Stream steckte,

    deren Pläne der Kiewer Führung nicht unbedingt bekannt waren. Der

    Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, bezeichnete

    solche Veröffentlichungen als eine koordinierte Medienkampagne, die die

    Aufmerksamkeit ablenken soll.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    24.03.2023

    Westen tappte in geopolitische Falle, die er Moskau gestellt hat

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 22. März 2023, 19:08 Uhr


    https://test.rtde.tech/meinung/165919-dvr-ex-milizsprecher-bassurin-westen/

    21.3.2023


    *Ex-Milizsprecher Bassurin:

    Westen tappte selbst in geopolitische Falle, die er Moskau gestellt hat

    */Von Eduard Bassurin/

    *

    *Das geopolitische und militärische Kalkül von Washington und der von

    ihm abhängigen NATO-Staaten ist nicht aufgegangen. Für Eduard Bassurin,

    den früheren Pressesprecher und Oberst der Miliz der Donezker

    Volksrepublik, ist der kollektive Westen seinen eigenen Fehlannahmen zum

    Opfer gefallen.


    Seit Ende März 2022 werden in den ukrainischen sozialen Medien Slogans

    gepostet wie "Die Ukraine wird gewinnen, weil Amerika mit uns ist, die

    ganze Welt ist mit uns".


    Kiew und Europa haben geglaubt, dass der amerikanische Faktor

    ausschlaggebend sei, weil die kombinierten militärischen Fähigkeiten der

    NATO oder die amerikanischen Fähigkeiten selbst für einen Sieg der

    Ukraine ausreichen würden.


    Die tatsächliche Situation erwies sich für den Westen als großer Schock.

    Es stellte sich heraus, dass westliche und prowestliche "Experten" nicht

    wussten, dass Russland bereits vor anderthalb Jahrzehnten seinen Status

    als Supermacht wiedererlangt hatte und sowohl militärisch

    <https://t.me/rt_russian/150502> als auch wirtschaftlich in der Lage

    war, dem gesamten kollektiven Westen nicht weniger Widerstand

    entgegenzusetzen, als es die UdSSR im letzten Jahrhundert getan hatte.


    Die ersten Zweifel kamen im Westen während des Syrien-Feldzugs auf, aber

    die Strategen in Washington trösteten sich mit der Tatsache, dass

    Russlands Erfolg in Syrien ein Sieg auf einem begrenzten lokalen

    Kriegsschauplatz war, während der Westen global gesehen absolut

    dominierte und es sogar schaffte, die Ukraine gehörig aufzurüsten.


    Die aufkommenden Ängste wurden vom Westen abgetan und das war ein Fehler.


    Denn als der eigentliche militärische Feldzug begann, wurde klar, dass

    der Westen mithilfe der ukrainischen Armee nicht der gleichwertigen

    Armee gegenüberstand, sondern einer ihm ebenbürtigen Supermacht.


    Unter diesen Umständen ist die westliche Hilfe kein entscheidender

    Faktor mehr, da sie nicht in der Lage ist, zu einer entscheidenden

    Stärkung der Ukraine zu führen. Sie stellt Russland zwar vor Probleme,

    aber diese Probleme sind lösbar.


    Damit hat sich der Westen selbst in die Lage gebracht, in die er

    Russland treiben wollte. Die USA stehen nun vor dem Dilemma, eine

    Niederlage in der Ukraine auf absehbare Zeit hinzunehmen oder auf

    unkonventionelle Methoden der Kriegsführung umzusteigen. Eine Niederlage

    bedeutet einen kritischen Rückgang des US-Prestiges.


    Immer mehr Länder auf der Welt wenden sich von Amerika ab, und wenn die

    geopolitische Niederlage der USA in der Ukraine feststeht, könnte sie

    leicht 90 Prozent übersteigen, woraufhin die Versuche, die amerikanische

    Hegemonie wiederzubeleben, für lange Zeit (wenn nicht sogar für immer)

    vergessen sein könnten.


    Die anfängliche Fehleinschätzung des Potenzials der Konfliktparteien hat

    die USA also in die Sackgasse geführt, die sie Russland bereitet haben.

    Die eigenen Ressourcen der Ukraine reichen nicht aus, um standzuhalten –

    das Land ist de facto zu 100 Prozent vom Westen abhängig, sowohl

    militärisch als auch wirtschaftlich, aber die Hilfe ist nicht endlos.

    Kiew hat dies längst erkannt und besteht darauf, den Westen direkt in

    den Konflikt einzubeziehen.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    24.03.2023

    Westen tappte in geopolitische Falle, die er Moskau gestellt hat

    aus e-mail von Doris Pumphrey, vom 22. März 2023, 19:08 Uhr

    https://test.rtde.tech/meinung/165919-dvr-ex-milizsprecher-bassurin-westen/

    21.3.2023


    *Ex-Milizsprecher Bassurin:

    Westen tappte selbst in geopolitische Falle, die er Moskau gestellt hat

    */Von Eduard Bassurin/

    *

    *Das geopolitische und militärische Kalkül von Washington und der von

    ihm abhängigen NATO-Staaten ist nicht aufgegangen. Für Eduard Bassurin,

    den früheren Pressesprecher und Oberst der Miliz der Donezker

    Volksrepublik, ist der kollektive Westen seinen eigenen Fehlannahmen zum

    Opfer gefallen.


    Seit Ende März 2022 werden in den ukrainischen sozialen Medien Slogans

    gepostet wie "Die Ukraine wird gewinnen, weil Amerika mit uns ist, die

    ganze Welt ist mit uns".


    Kiew und Europa haben geglaubt, dass der amerikanische Faktor

    ausschlaggebend sei, weil die kombinierten militärischen Fähigkeiten der

    NATO oder die amerikanischen Fähigkeiten selbst für einen Sieg der

    Ukraine ausreichen würden.


    Die tatsächliche Situation erwies sich für den Westen als großer Schock.

    Es stellte sich heraus, dass westliche und prowestliche "Experten" nicht

    wussten, dass Russland bereits vor anderthalb Jahrzehnten seinen Status

    als Supermacht wiedererlangt hatte und sowohl militärisch

    <https://t.me/rt_russian/150502> als auch wirtschaftlich in der Lage

    war, dem gesamten kollektiven Westen nicht weniger Widerstand

    entgegenzusetzen, als es die UdSSR im letzten Jahrhundert getan hatte.


    Die ersten Zweifel kamen im Westen während des Syrien-Feldzugs auf, aber

    die Strategen in Washington trösteten sich mit der Tatsache, dass

    Russlands Erfolg in Syrien ein Sieg auf einem begrenzten lokalen

    Kriegsschauplatz war, während der Westen global gesehen absolut

    dominierte und es sogar schaffte, die Ukraine gehörig aufzurüsten.


    Die aufkommenden Ängste wurden vom Westen abgetan und das war ein Fehler.


    Denn als der eigentliche militärische Feldzug begann, wurde klar, dass

    der Westen mithilfe der ukrainischen Armee nicht der gleichwertigen

    Armee gegenüberstand, sondern einer ihm ebenbürtigen Supermacht.


    Unter diesen Umständen ist die westliche Hilfe kein entscheidender

    Faktor mehr, da sie nicht in der Lage ist, zu einer entscheidenden

    Stärkung der Ukraine zu führen. Sie stellt Russland zwar vor Probleme,

    aber diese Probleme sind lösbar.


    Damit hat sich der Westen selbst in die Lage gebracht, in die er

    Russland treiben wollte. Die USA stehen nun vor dem Dilemma, eine

    Niederlage in der Ukraine auf absehbare Zeit hinzunehmen oder auf

    unkonventionelle Methoden der Kriegsführung umzusteigen. Eine Niederlage

    bedeutet einen kritischen Rückgang des US-Prestiges.


    Immer mehr Länder auf der Welt wenden sich von Amerika ab, und wenn die

    geopolitische Niederlage der USA in der Ukraine feststeht, könnte sie

    leicht 90 Prozent übersteigen, woraufhin die Versuche, die amerikanische

    Hegemonie wiederzubeleben, für lange Zeit (wenn nicht sogar für immer)

    vergessen sein könnten.


    Die anfängliche Fehleinschätzung des Potenzials der Konfliktparteien hat

    die USA also in die Sackgasse geführt, die sie Russland bereitet haben.

    Die eigenen Ressourcen der Ukraine reichen nicht aus, um standzuhalten –

    das Land ist de facto zu 100 Prozent vom Westen abhängig, sowohl

    militärisch als auch wirtschaftlich, aber die Hilfe ist nicht endlos.

    Kiew hat dies längst erkannt und besteht darauf, den Westen direkt in

    den Konflikt einzubeziehen.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    24.03.2023

    Uranmunition für Kiew Der Westen zeigt, wofür er wirklich kämpft

    anti-spiegel.ru, vom 22. März 2023 13:12 Uhr

    Die Ankündigung aus London, Kiew Uranmunition liefern zu wollen, ist nicht nur brandgefährlich, sondern zeigt auch, dass es dem Westen nicht um die Ukraine oder die Menschen in dem Land geht.





    Uranmunition ist dafür vorgesehen, schwer gepanzerte Ziele, wie zum Beispiel Kampfpanzer, zu bekämpfen. Allerdings wird diese Munition beim Aufschlag auf ein Ziel pulverisiert und dabei wird großflächig hochgiftiger Uranstaub verteilt. Dieser Staub sorgt in den betroffenen Gegenden für einen explosionsartigen Anstieg von Krebserkrankungen und auch für Geburten missgebildeter Kinder.


    Das stört die Staaten des Westens allerdings nicht, weshalb sie sowohl in Jugoslawien als auch im Irak diese Munition eingesetzt haben, was zu den genannten Folgen geführt hat. Im ehemaligen Jugoslawien haben zum Beispiel über 2.000 Menschen die NATO wegen ihrer gesundheitlichen Probleme, die von der Uranmunition verursacht wurden, verklagt, was westlichen Medien jedoch kaum eine Meldung wert war.


    Dass Großbritannien nun verkündet hat, seine Bradley-Kampfpanzer, die es an Kiew liefern will, zusammen mit dieser hochgiftigen und radioaktiven Munition zu liefern, ist zum einen hochgefährlich, weil Russland das als den Einsatz von Waffen mit einer „nuklearen Komponente“ wertet, also faktisch als die Lieferung von nuklearen Waffen. Außerdem zeigt es in aller Deutlichkeit, dass es dem Westen nicht um die Ukraine oder die Menschen in dem Land geht, wenn er Waffen liefert, die das Land im Falle ihres Einsatzes großflächig verseuchen werden.


    Der Westen spuckt auf die Ukraine(r)

    Westliche Politiker und Medien verkünden ununterbrochen, dass all ihre Unterstützung für das neonazistische Regime in Kiew der Ukraine und den Menschen in dem Land gilt, die man angeblich vor den bösen Russen schützen muss. Aber es stellt sich die Frage, wie es sich mit dem Schutz der Ukraine und der Menschen dort vereinbaren lässt, wenn der Westen Kiew Waffen liefert, die die Ukraine großflächig verseuchen und bei den Menschen dort gesundheitliche Schäden verursachen, unter denen viele künftige Generationen zu leiden haben werden. Schützt man Menschen vor einem „Aggressor“, indem man die Menschen und ihre Heimat für Jahrhunderte vergiftet?


    Hinzu kommt, dass die Lieferung von Uranmunition die russischen Vorwürfe bestätigt, Kiew führe seit 2014 mit Unterstützung des Westens einen Genozid an den ethnischen Russen in der Ukraine durch, denn die Uranmunition wird dort eingesetzt, wo mehrheitlich ethnische Russen leben.


    Dass der Westen bereit ist, Uranmunition dort einsetzen zu lassen, wo Menschen leben, die laut dem Westen und laut Kiew Ukrainer sind, zeigt, dass es dem Westen weder um die Ukraine noch um die Menschen in dem Land geht. Das bestätigt auch die Vorwürfe Russlands, dass es dem Westen in Wahrheit nur darum geht, Russland dauerhaft zu schwächen oder sogar als Staat zu zerschlagen, und dass die Ukraine nur der bedauernswerte Spielball ist, den der Westen für dieses Ziel zu opfern bereit ist. Die Lieferung von Uranmunition bestätigt auch den russischen Vorwurf, der US-geführte Westen führe einen Krieg „bis zum letzten Ukrainer“ gegen Russland.


    Wie reagiert Russland?

    Russische Offizielle haben Reaktionen angekündigt, wobei noch nicht klar ist, wie diese Reaktion aussehen könnte. Aber Russland wertet die Lieferung von Uranmunition an Kiew als Lieferung von Waffen mit einer „nuklearen Komponente“, wie Präsident Putin es formulierte:

    „Wie es scheint, hat sich der Westen entschieden, gegen Russland nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten bis zum letzten Ukrainer zu kämpfen. In dieser Hinsicht möchte ich allerdings anmerken, dass, falls das geschehen sollte, Russland gezwungen sein wird, entsprechend zu reagieren. Ich meine, wenn der kollektive Westen beginnt, Waffen mit einer nuklearen Komponente einzusetzen.“

    Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministerium, kommentierte die britische Ankündigung, Kiew mit Uranmunition zu beliefern, auf Telegram wie folgt:

    „Das jugoslawisches Szenario. Diese Munition tötet nicht nur, sondern sie verseucht auch die Umwelt und verursacht Krebs bei den Menschen, die in diesen Gebieten leben.
    Übrigens ist es naiv zu glauben, dass die Opfer nur diejenigen sind, gegen die all das eingesetzt wird. In Jugoslawien waren es in erster Linie NATO-Soldaten, insbesondere Italiener, die zu leiden hatten. Sie haben danach lange Zeit versucht, von der NATO eine Entschädigung für ihre verlorene Gesundheit zu bekommen. Aber ihre Ansprüche wurden abgelehnt.
    Wann wacht die Ukraine auf? Ich meine nicht die Abhängigen im Präsidentenpalast. Ich meine diejenigen, die noch denken können. Sie werden von ihren Wohltätern vergiftet.“

    Der russische Verteidigungsminister sagte dazu:

    „Sie haben diese Munition bereits bei den Ereignissen in Serbien eingesetzt, als sie zivile Städte bombardiert und Brücken zerstört haben, ohne dass die UNO das genehmigt hatte. Das hatte auch damals schon Folgen: Diejenigen, die diese Munition eingesetzt haben, sind schwer erkrankt, das haben sie alles untersucht. Wie immer haben sie sich wenig dafür interessiert, wie sich diese Munition auf diejenigen auswirkt, gegen die sie eingesetzt wurde. Und irgendwie hat sich das alles wieder beruhigt und ist abgeklungen. Nun, das bringt uns dazu, ernsthaft über den weiteren Verlauf der Ereignisse nachzudenken und darüber, womit wir darauf reagieren können.“

    Dass man in Russland der Meinung ist, man befinde sich nicht nur in einem Krieg mit der Kiewer Regierung, sondern mit dem gesamten Westen, kann niemanden überraschen und die Lieferung von Uranmunition bestätigt diese Meinung ein weiteres Mal.


    Info: https://www.anti-spiegel.ru/2023/der-westen-zeigt-wofuer-er-wirklich-kaempft


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

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