19.06.2025

Blutiges Brot

aus e-mail von Ingrid Rumpf, 19. Juni 2025, 18:10 Uhr


Gaza wird vergessen (2 Artikel):




Katastrophale Lage in Gaza "Es ist sicher, dass sie uns vergessen haben"

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tagesschau.de, Stand: 19.06.2025 13:49 Uhr, Von Jan-Christoph Kitzler, ARD Tel Aviv

Während sich alle Blicke auf den Krieg zwischen Israel und dem Iran richten, gerät der Gazastreifen in Vergessenheit. Doch die humanitäre Lage bleibt dramatisch. Und die Menschen fühlen sich von der Welt im Stich gelassen.


Während die Welt auf diesen neuen Krieg schaut, auf die Raketen und Drohnen, die auf Israel abgefeuert werden und die schweren israelischen Luftangriffe im Iran, ist das, was im Gazastreifen passiert, fast in Vergessenheit geraten. Darauf weisen unter anderem auch israelische Menschenrechtsorganisationen hin.

Shai Parnes, Sprecher der israelischen Nichtregierungsorganisation B'Tselem, sagt gegenüber dem ARD-Studio Tel Aviv: "Israel nutzt es aus, dass die gesamte Welt auf den neuen Krieg zwischen Israel und Iran schaut und dass sich die öffentliche und mediale Aufmerksamkeit auf die Front verlagert hat. Nur um die Kriegsverbrechen fortzusetzen, die Israel an den Menschen in Gaza begeht."


Weiterhin Geiseln im Gazastreifen

Auch Vicky Cohen, ebenfalls Israelin, hält es für einen Skandal, dass der Krieg in Gaza weitergeht. Schon seit über 620 Tagen ist ihr Sohn Nimrod nicht bei ihr. Er war als Soldat auf einem Panzer, als ihn Terroristen am 7. Oktober 2023 aus dem Gazastreifen verschleppt haben. Damals war er 19, im Juli wird er 21 Jahre alt. Seine Mutter hofft, dass er noch am Leben ist: "Der andauernde Krieg riskiert das Leben meines Sohnes Nimrod und anderer Geiseln." Für beide Seiten wäre es besser, diesen Alptraum zu beenden, findet Cohen.

53 Geiseln des 7. Oktober sind noch im Gazastreifen, davon noch rund 20 lebende - auch sie sind in Vergessenheit geraten, sagt Vicky Cohen.


Tote, Verletzte und Hungernde

Ganz zu schweigen von der humanitären Lage - den vielen Toten und Verletzten, den Hungernden im Gazastreifen. Mehr als 300 Tote gab es nach palästinensischen Angaben bereits seit Freitag, als der Krieg zwischen Israel und dem Iran begann.

Mohammed Abu Silmiyah hat damit jeden Tag zu tun. Er ist der Direktor des Al-Schifa-Krankenhauses, das die israelische Armee mehrmals angegriffen hat, weil von dort aus Terroristen operiert haben sollen. Täglich gebe es Tote und Verletzte, berichtet der Direktor einem ARD-Team. "Und die Welt bekommt das nicht mit - als ob der Krieg in Gaza vorbei wäre. Man muss sich daran erinnern, dass der Krieg weiter geht, der Genozid und das Aushungern des Gazastreifens."


Menschen müssen wieder fliehen

Auch in den letzten Tagen mussten Menschen in Gaza weitere Gebiete verlassen. Die Bevölkerung soll offenbar in kleinen Bereichen konzentriert werden. Nur dort soll es dann Hilfsgüter geben. Fast 700 Lkw-Ladungen sind in den letzten sechs Tagen nach Gaza gekommen. Vor dem 7. Oktober waren es rund 500 Lkw - an einem Tag.

Menschenrechtsorganisationen kritisieren, dass Israel nicht die humanitäre Lage in Gaza im Blick hat, sondern nur seine Kriegsziele. Hunger werde als Kriegswaffe eingesetzt, so lautet der Vorwurf. An den wenigen Verteilstellen gibt es immer wieder Schießereien, Massenpaniken, Tote - wenn verzweifelte Menschen versuchen, an etwas Essen zu kommen.


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Seit dem 7. Oktober 2023 kommt nur noch ein Bruchteil der Hilfslieferungen im Gazastreifen an.


Besonders wenig Hilfslieferungen im Norden

Im Norden, wo Sahad Ahmad lebt, kommt besonders wenig Hilfe an. Ihr Mann und ihre Brüder sind tot. "Es ist sicher, dass sie uns vergessen haben, angesichts des Kriegs zwischen Israel und dem Iran. Alle schauen nun dorthin, um uns kümmern sie sich nicht." Sie fordere alle Länder auf, Mitgefühl zu haben, denn der Krieg sei noch heftiger geworden.

Abu Ahmad Shamala war mal ein Bauer, doch sein Land gibt es nicht mehr, sein Haus wurde zerstört: "Dieser Krieg zwischen dem Iran und Israel hat die Welt vergessen lassen, was hier passiert. Trotz der täglichen Toten, den Tausenden Verletzten. Niemand schaut hier hin. Es scheint, sie haben Gaza vergessen."

Israel jedenfalls hat den Gazastreifen nicht vergessen. Soldaten rücken dort weiter vor. Jeden Tag gibt es Angriffe und weitere Tote. Die humanitäre Lage dort ist eine einzige Katastrophe.


Info: https://www.tagesschau.de/ausland/asien/lage-gazastreifen-104.html


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Gaza: Gegen Totschweigen und Vergessen!

Blutiges Brot


wordpress.comJun 19, 2025, by Maria Reicher-Marek , in

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Bild: Khan Younis, 17. Juni 2025. Ärzte im Nasser-Krankenhaus im Süden des Gaza-Streifens versorgen unter schwierigsten Bedingungen überlebende Opfer des israelischen Massakers vom Dienstag. [AFP] Quelle: https://www.aljazeera.com/news/2025/6/17/israeli-soldiers-shoot-dozens-in-latest-massacre-at-gaza-aid-sites


Der vergangene Dienstag war der bislang blutigste Tag in der noch jungen Geschichte der sogenannten Gaza Humanitarian Foundation (GHF): Mehr als 70 Menschen, die in der Hoffnung auf einen Sack Mehl oder einen Karton mit Nudeln und Keksen gekommen waren, wurden ermordet, Hunderte wurden verletzt. Israelische Soldaten schossen auf sie mit Panzergeschoßen, Maschinengewehren und Drohnen. Ein Zeuge berichtet, das sich tausende Menschen vor dem GHF-Verteilpunkt versammelt hatten, als zwei israelische Bomben direkt über der dicht gedrängten Menge abgeworfen wurden. Die Soldaten schossen auch auf Flüchtende. Mediziner aus dem Nasser-Krankenhaus sagten, viele der Todesopfer seien nicht mehr identifizierbar gewesen, weil sie in Stücke zerfetzt worden seien.

Am Tag davor, am Montag, dem 16. Juni, waren es 39 Menschen gewesen, die ihren Mut der Verzweiflung mit dem Leben bezahlten. Am Tag danach, am 18. Juni, wurden 38 Tote und mehr als 100 Verletzte gezählt.

Inzwischen beläuft sich die Bilanz der „humanitären Tätigkeit“ des GHF auf mehr als 300 Tote und mehr als 2.000 Verwundete.

Die israelische Armee ist inzwischen von der Strategie des Leugnens zur Strategie der Pseudo-Rechtfertigung übergegangen: Sie bestreitet jetzt nicht mehr, dass ihre Soldaten geschossen haben, behauptet dafür nun, dies sei notwendig gewesen, weil ein „Sicherheitsrisiko“ bestanden habe. Menschen hätten sich den Soldaten „auf verdächtige Weise“ genähert.

Ein Mitarbeiter der GHF berichtet:

Eine Episode ist mir besonders im Gedächtnis geblieben. Wir überwachten den ganzen Tag ein leeres Gelände; irgendwann nach Einbruch der Dunkelheit brachten Dutzende von Pritschenwagen schließlich Hilfsgüter. Bald darauf meldete das israelische Militär über Funk, dass sich 200 bis 300 Zivilist*innen ein paar Kilometer nördlich näherten. Wir beobachteten dann, wie eine israelische Drohne dorthin flog.

Kurz darauf wurde das Gebiet mit Artillerie beschossen.

Die wohlwollendste Interpretation? Vielleicht haben die Israelis zwischen unserer Position und den Menschen geschossen, um sie am Weiterkommen zu hindern.

Ich glaube jedoch nicht, dass das der Fall ist. Schließlich feuern die Panzer den ganzen Tag lang in der Nähe dieser Hilfseinrichtungen. Scharfschützen feuern von einem ehemaligen Krankenhaus aus. Bomben und Kugeln fliegen den ganzen Tag in eine Richtung – auf die Palästinenser*innen.

***

In einer Pressekonferenz am 4. Juni erklärten Vertreter des Auswärtigen Amtes (also des Außenministeriums) Deutschlands, man sehe bisher keine Verletzung des Völkerrechts durch Israel in Gaza. Man habe dazu bislang keine „eigenen Erkenntnisse vorliegen“ und müsse die Frage daher noch weiter prüfen. Damit widersprachen die Vertreter des Auswärtigen Amtes sogar ihrem obersten Chef, nämlich dem gewiss nicht der Israelfeindlichkeit verdächtigen Bundeskanzler Merz.

Vielleicht haben die Herren in der Zwischenzeit ja neue Erkenntnisse gewonnen. Wenn nicht, dann frage ich mich, welche Beweise eigentlich vorliegen müssten, damit die Gestalter deutscher Außenpolitik zu dem Schluss gelangen, dass Israel sich nicht hundertprozentig ans Völkerrecht hält.


Aber vielleicht kann es solche Beweise überhaupt nicht geben? Ich versuche jetzt, mich in die Denkweise dieser Spitzenbeamten hineinzuversetzen und ein Argument zu rekonstruieren, das ihre Aussagen verständlich machen würde – ohne dass ich annehmen muss, dass sie einfach lügen:

  1. Die Aussage, dass Israel das Völkerrecht bricht, könnte als Infragestellen des Existenzrechts Israels interpretiert werden.
  2. Das Existenzrecht Israels in Frage zu stellen, ist antisemitisch.
  3. Jede Aussage, die als antisemitisch interpretiert werden könnte, ist antisemitisch.
  4. Also: Die Aussage, dass Israel Völkerrecht bricht, ist antisemitisch. (Folgt aus 1, 2 und 3)
  5. Eine antisemitische Aussage kann niemals wahr sein.
  6. Also: Es kann nicht wahr sein, dass Israel das Völkerrecht bricht. (Folgt aus 4 und 5)


Dieses Argument ist logisch schlüssig, das heißt: Die Konklusion (dass es nicht wahr sein kann, dass Israel Völkerrecht bricht) folgt logisch aus den Prämissen (1 bis 5). Dies bedeutet, dass die Konklusion zwingend wahr ist, sofern alle Prämissen wahr sind.

Ich weiß nicht, ob die Herren vom Auswärtigen Amt so denken. Aber falls Sie so denken, ist zu befürchten, dass keine wie auch immer geartete empirische Evidenz ihre Meinung ändern kann: keine Zeugenaussagen, keine Fotos und Videos, keine naturwissenschaftliche Untersuchung. Wenn die Prämissen des obigen Arguments als unumstößlich angenommen werden, dann müssen Zeugenaussagen, die zu einem anderen Ergebnis führen, unwahr sein, Fotos und Videos, die etwas anderes zeigen, gefälscht, inszeniert oder aus dem Zusammenhang gerissen; gerichtsmedizinische Untersuchungen fehlerhaft usw. In der philosophischen Ideologiekritik nennt man so etwas eine Immunisierungsstrategie.


Es gibt aber einen Weg, das Immunisierungs-Bollwerk zu durchbrechen. Denn wenn auch nur eine einzige der Prämissen des obigen Arguments falsch ist, bricht das Argument zusammen. Man muss daher das Argument vom Kopf auf die Füße stellen. Das geht ganz einfach, nämlich so:

  1. Dass Israel das Völkerrecht bricht, ist empirisch so gut bestätigt, dass kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist.
  2. Die Konklusion des Arguments ist also falsch.
  3. Daher muss mindestens eine der verwendeten Prämissen falsch sein.


Meiner Meinung nach sind mindestens zwei der Prämissen als falsch zurückzuweisen: Erstens ist nicht jede Aussage, die als antisemitisch interpretiert werden könnte, auch tatsächlich antisemitisch. Zweitens ist es nicht von vornherein ausgeschlossen, dass eine antisemitische Aussage der Wahrheit entspricht.


Quellen:

(Video) https://www.aljazeera.com/video/newsfeed/2025/6/17/israel-massacres-palestinians-on-deadliest-day-at-gaza-aid-sites#flips-6374481900112:0

https://www.aljazeera.com/news/2025/6/17/israeli-soldiers-shoot-dozens-in-latest-massacre-at-gaza-aid-sites

https://www.aljazeera.com/news/liveblog/2025/6/18/live-israel-iran-attacks-continue-trump-demands-unconditional-surrender (08.45, 13.00)

Aussendung 41/2025 von Martha Tonsern, Vertretung des Staates Palästina in Wien. [Englischer Originalbeitrag: https://zeteo.com/p/exclusive-american-security-contractor]



https://www.nachdenkseiten.de/?p=134283


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„Nicht für euch!“


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Bild: Israelis suchen in einer U-Bahn-Station Schutz vor iranischen Angriffen. Ramat Gan (in der Nähe von Tel Aviv). 17. Juni 2025 [Oded Balilty/AP] Quelle: https://www.aljazeera.com/news/liveblog/2025/6/18/live-israel-iran-attacks-continue-trump-demands-unconditional-surrender (05.40)


Gegenwärtig erfahren auch die Menschen in Israel, wie es ist, im Krieg zu leben. Die iranischen Raketen auf Israel richten zwar bei weitem nicht so viel Schaden an wie die israelischen Raketen auf den Iran, aber das Alltagsleben in Israel ist empfindlich gestört. Schulen sind geschlossen. Mehr als 1.300 Israelis haben ihr Zuhause durch die iranischen Vergeltungsschläge verloren. Mehr als 18.000 Anträge auf Schadenersatz wurden von Israelis an ihre Verwaltung gestellt, aufgrund der durch iranische Schläge erlittenen Schäden. Raketenalarm treibt die Menschen in Schutzräume. Doch die Schutzräume sind nicht für alle da.

Laut Gesetz stehen zwar Schutzräume allen israelischen Staatsbürgern zur Verfügung. Doch die Realität ist eine andere. Einer alleinerziehenden palästinensischen Frau mit israelischer Staatsbürgerschaft und ihrer fünfjährigen Tochter wurde während eines iranischen Luftangriffs von ihren Nachbarn der Zugang zum Schutzraum ihres Wohnhauses verwehrt. Die Frau spricht fließend Hebräisch. Sie wohnt in einer überwiegend von jüdischen Israelis bewohnten Siedlung. Die Nachbarn bemerkten ihre arabische Herkunft, weil sie beruhigende Worte auf Arabisch an ihre kleine Tochter richtete, während die beiden, zusammen mit anderen Hausbewohnern, die Treppe zum Schutzraum hinuntereilten. Ein Nachbar versperrte ihnen den Weg, sagte „Für euch nicht“ und schlug ihnen die Türe vor der Nase zu.

Das ist kein Einzelfall. Es gibt viele Berichte über Palästinenser mit israelischer Staatsbürgerschaft, denen der Zugang zu Schutzräumen verweigert wurde. Zudem gibt es in überwiegend palästinensischen Ortschaften oder Stadtvierteln von Haus aus weniger Schutzräume. Es kommt auch vor, dass jüdische Bewohner/innen ärmerer Stadtviertel, die anderswo Schutz suchen, vor verschlossenen Schutzraum-Türen um ihr Leben fürchten müssen.

Quellen:

https://www.aljazeera.com/news/liveblog/2025/6/18/live-israel-iran-attacks-continue-trump-demands-unconditional-surrender (02.40)

https://www.aljazeera.com/news/2025/6/17/not-for-you-israeli-shelters-exclude-palestinians-as-bombs-rain-down

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Buchtipp:

Johannes Zang, Kein Land in Sicht? Gaza zwischen Besatzung, Blockade und Krieg (PapyRossa 2024), 279 Seiten, 19.90 Euro (https://shop.papyrossa.de/Zang-Johannes-Kein-Land-in-Sicht)

Johannes Zang lebte und arbeitete viele Jahre in Israel und Palästina – als Erntehelfer in einem Kibbuz, als Altenpfleger, Musiklehrer, Reiseleiter und Journalist. Gaza besuchte er ca. 30 Mal. Er ist Autor mehrerer Bücher über Palästina und Israel. Kein Land in Sicht? ist sein neuestes Werk.

Das Buch ist in sieben große Kapitel gegliedert: I. Von der frühesten Zeit bis 1967; II. Die israelische Militärbesatzung 1967 bis heute; III. Die Blockade bzw. die Verschärfung der Blockade; IV. Die Hamas; V. Vom widerständigen Alltag in Gaza; VI. Der 7. Oktober 2023; VIII. Der Krieg ab dem 7. Oktober 2023 und seine Folgen.

Eine formale Besonderheit ist, dass jedes Kapitel in zahlreiche kleine Abschnitte gegliedert ist, die jeweils nur 1 bis 2 Seiten lang sind. Das macht das Buch, trotz der in vielerlei Hinsicht schwierigen Thematik, leicht lesbar. Um einen kleinen Einblick in die Vielfalt der behandelten Themen zu geben, hier ein paar Beispiele für Abschnittstitel:


  • Wann fuhr der letzte Zug nach Gaza?
  • Wie ist das Leben in einem Flüchtlingslager?
  • Warum sollte jemand aus Jerusalem nicht nach Gaza heiraten?
  • Was bedeutet Administrativhaft?
  • Welche Nebenwirkungen hat der dauernde Stromausfall in Gaza?
  • Was bedeutet Armut in Gaza?
  • Wann griff die Hamas erstmals zur Gewalt?
  • Wann schrieb die Hamas US-Präsident Obama einen Brief?
  • Bekommt man in Gaza Bier oder Wein?
  • Hatten Israelis Kontakt zu Menschen in Gaza?
  • Was genau geschah am 7. Oktober?
  • Wer traf sich zur „Vertreibungskonferenz“?


Das Buch enthält mehr als 500 Quellenverweise in Form von Endnoten am Ende des Buches. Auch das ist sehr leserfreundlich. Es stören keine Fußnoten den Lesefluss, aber man hat die Möglichkeit, die Quellen selber zu sichten.

Zusätzlich zu den Quellenverweisen gibt es noch eine 10 Seiten lange Liste mit kommentierten Literaturempfehlungen sowie Filmempfehlungen. Das Buch schließt mit einer Zeittafel über „Kriege, militärische Operationen und tödliche Auseinandersetzungen in bzw. gegen Gaza“, von 1917 bis 2024. Die Darstellung der gegenwärtigen „militärischen Operation“ in Gaza geht bis zum Sommer 2024.

Das Buch bietet eine unglaubliche Menge an Daten und Fakten. Doch mindestens ebenso stark sind die Schilderungen persönlicher Begegnungen mit Menschen in Gaza, und wie diese ihr Leben unter Besatzung beschreiben.

Viele der erzählten Geschichten haben mich sehr berührt. Zum Beispiel diese: Johannes Zang und seine Frau erhalten bei einem Besuch in Gaza von einem Bauern drei Kilo Erdbeeren als Geschenk. Sie nehmen es nur zögernd an, wissen sie doch, wie wertvoll diese Erdbeeren sind, zumal im Vorjahr die israelische Armee die Anbauflächen zerstört hatte. An der Grenze müssen sie, wie üblich, ihr Gepäck zur Kontrolle abgeben. Auf der anderen Seite der Kontrollstation sind die Erdbeeren nicht mehr dabei. Auf Nachfrage gibt ihnen der israelische Grenzsoldat den Bescheid, dass die Ausfuhr von Nahrungsmitteln aus Gaza verboten sei. Die Erdbeeren seien daher vorschriftsgemäß vernichtet worden. (Die Geschichte geht noch weiter und endet mit einem kleinen Sieg.)

Oder die Geschichte von dem falschen Zebra: Bei einem israelischen Angriff wurden viele Tiere des Zoos in Gaza getötet, unter anderem die Zebras. Neue Zebras zu importieren war wegen der Blockade nicht möglich. Da kam der Zoodirektor auf die Idee, zwei Esel glatt zu scheren und ihnen schwarze und weiße Streifen aufzumalen. Die Kinder bemerkten den Betrug nicht und waren begeistert.

Dieses Buch ist für Menschen ohne Vorkenntnisse ebenso zu empfehlen wie für jene, die schon einiges wissen. Es sollte unbedingt weite Verbreitung finden. Um dem ein wenig nachzuhelfen, habe ich inzwischen ein paar zusätzliche Exemplare nachbestellt, die ich in öffentlich zugängliche Bücherboxen zur freien Entnahme einstellen werde.


Info: https://dienichtvergisst.wordpress.com/2025/06/19/blutiges-brot/


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

19.06.2025

Tudeh Partei Irans und KP Israels, Stoppt das Töten! Beenden Sie den Krieg!

solidnet.org, vom 18.08.14, 15:18 Uhr, Iran, Tudeh Partei Iran Israel, Kommunistische Partei Israels Ar En Asien Kommunistische und Arbeiterparteien

Tudeh Partei Iran und Kommunistische Partei Israels:

Stoppen Sie den Töten! Beenden Sie den Krieg!

 

Die Tudeh-Partei des Iran und die Kommunistische Partei Israels verurteilen die anhaltende israelische Aggression in der Region und ihren jüngsten Angriff auf den Iran, der direkt gegen das Völkerrecht verstößt. Wir fordern einen sofortigen Stopp aller militärischen Aktionen, die zu erheblichen zivilen Opfern auf beiden Seiten führen.

Die Verbrechen, die von der rechten reaktionären Regierung von Benjamin Netanyahu in Gaza und dem Westufer mit Unterstützung des US-Imperialismus, des Vereinigten Königreichs und der Verbündeten in der EU begangen wurden, haben nicht nur dazu geführt, dass mehr als 55.000 Palästinenser ihr Leben verloren und über 18.000 Kinder getötet wurden, sondern auch der israelischen Regierung grünes Licht für weitere Aggressionen gegen die Länder der Region gegeben hat, mit dem Ziel, die Ukrainer neu zu rächen. Dies ist eine Regierung, deren Führer zu Recht Verbrechen gegen die Menschlichkeit vom Internationalen Strafgerichtshof beschuldigt wurden.

Während wir Krieg und Zerstörung im Iran und Israel erleben, warnen wir auch vor der Ausbeutung der Situation, um das unmenschliche Leiden und die Unterdrückung des palästinensischen Volkes in Gaza und dem besetzten Westjordanland zu verstärken und fortzusetzen. Wir fordern die internationale Gemeinschaft auf, echte und konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um weitere Katastrophen für das palästinensische Volk und die Völker der Region zu verhindern.


Erkenne jetzt einen palästinensischen Staat an! Beenden Sie den Völkermord in Gaza


Nur der Imperialismus, seine Klientkräfte, Reaktionäre und die herrschende Diktatur profitieren von Spannungen und Krieg.

Israel und die USA - nach dem Irak, Libyen und Syrien - sind nun entschlossen, die iranische Souveränität zu untergraben und werden nicht aufhören, bis alle Regime in der Region unter demselben Projekt des Imperialismus und der Hegemonie im Nahen Osten gezwungen werden, der den Willen des Volkes und sein Recht auf Selbstbestimmung unterwerfen will.

Wir äußern unseren grundlegenden Widerstand gegen alle nuklearen Rüstungsprogramme im Nahen Osten und weltweit. Der Weg, das nukleare Wette im Nahen Osten zu stoppen, führt nicht durch einen aggressiven Krieg gegen den Iran, sondern geht vielmehr über die Entmilitarisierung der gesamten Region der Atomwaffen und die Unterzeichnung aller seiner Länder, einschließlich Israel, zu einer Nichtverbreitung des Atomwaffenvertrags.

Wir rufen alle fortschrittlichen und freiheitsliebenden Kräfte in Israel, dem Iran und der Welt auf, sich zusammenzuschließen, um diese eklatante und brutale Verletzung des Völkerrechts zu verurteilen und alle Bemühungen auf die Prävention eines weitreichenden, zerstörerischen militärischen Konflikts und der Errichtung des Friedens im Nahen Osten zu konzentrieren.

Die globale Öffentlichkeit muss über die bloße Besorgnis hinausgehen, die der UN-Generalsekretär über Israels Angriff auf den Iran geäußert hat. Alle internationalen Mechanismen, die über die Vereinten Nationen und ihren Sicherheitsrat verfügbar sind, müssen genutzt werden, um die Region daran zu hindern, in einen katastrophalen, weitreichenden Krieg zu stürzen.

STOP jetzt den Krieg und die militärische Eskalation im Nahen Osten!

Beenden Sie den Krieg gegen Gaza, erkennen Sie einen palästinensischen Staat an!

 

ZK der Kommunistischen Partei Israels CC der Tudeh Partei Irans


Info: http://www.solidnet.org/article/Tudeh-Party-of-Iran-and-CP-of-Israel-Stop-the-Killing-End-the-War-Now/


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19.06.2025

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nachdenkseiten.de, vom 18. Juni 2025 um 10:00 Ein Kommentar von Marcus Klöckner

„Alle Maßnahmen müssen ein Hauptziel haben: das schnellstmögliche Erlangen von Kampfkraft bis 2029“, sagt der Chef des Bundeswehrverbandes, André Wüstner, in einem aktuellen Welt-Interview. Von Kriegstüchtigkeit zur Kampfkraft: Worte, die früher allenfalls in abseitigen Militaria-Foren ausgetauscht wurden, werden heute mit hoher Geschwindigkeit in die Gesellschaft gepresst. An der Sprache lässt sich ablesen, mit welch einem politischen Druck Deutschland den Weg des Militärischen beschreitet. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.


Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

Podcast: Play in new window | Download


Ein Oberst des deutschen Heeres verkündet in einer der größten Tageszeitungen der Republik, dass „schnellstmöglich“ „Kampfkraft“ erreicht werden müsse. In dem Interview mit André Wüstner, Chef des Bundeswehrverbands, geht es um die Bundeswehr im Zeichen der sogenannten „Zeitenwende“. Wie bekannt ist: Die NATO und ihre Mitgliedsstaaten wollen sich auf einen Krieg mit Russland vorbereiten, weil – angeblich – ein Angriff aus dem Osten alles andere als unrealistisch sei. Auf dieser Grundannahme bewegt sich das Welt-Gespräch mit dem hochrangigen Vertreter der Bundeswehr.

Gleich zu Beginn geht Wüstner auf neue, wie es heißt, „Fähigkeitsziele“ ein, die die NATO auf ihrem Bündnistreffen Ende Juni beschließen wird. Laut Wüstner, der mit seinem Verband die Interessen von über 200.000 Bundeswehrsoldaten vertritt, sei die Neujustierung der NATO „die logische Konsequenz der aktuellen Bedrohungsanalyse“. Und dann kommt die entscheidende Aussage: „Spätestens nach dem NATO-Gipfel sollten alle verstanden haben, dass die Bundeswehr nun in allen Dimensionen substanzieller und schneller verteidigungsfähig werden muss. (…) Alle Maßnahmen müssen ein Hauptziel haben: das schnellstmögliche Erlangen von Kampfkraft bis 2029 und gleichzeitig das Erreichen der zugesagten Fähigkeitsziele in den Jahren danach. Das Zauberwort lautet: Adaptionsfähigkeit.“

Kampfkraft – dieser Begriff klingt martialisch. Und das ist er auch. Wir alle wissen: Bei der veranschlagten Politik des Krieges geht es um eine unfassbare Aufrüstung. Gigantische Summen – auf Kosten der Steuerzahler – wollen deutsche Politiker in die Bundeswehr pumpen. Wie Wüstner sagt: Es geht um den „Aufbau einer Flugabwehr, Stationierung und Entwicklung von Marsch- oder gar Hyperschallflugkörpern, Logistik und kampfkräftige Verbände von der Brigade über die Division bis zur Korpsebene“.

Der Begriff Kampfkraft baut reibungsfrei auf den Ausdruck „Kriegstüchtigkeit“ auf – der Kabarettist Dieter Hallervorden bezeichnete den Begriff Kriegstüchtigkeit übrigens als „Lieblingswort von Goebbels“. Sowohl in dem Wort Kampfkraft als auch in dem Begriff Kriegstüchtigkeit ist Eskalation angelegt. Wo Kriegstüchtigkeit gewollt und alles darangesetzt wird, Kampfkraft zu erreichen, ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass ein realer Krieg immer näher rücken wird – trotz aller Beteuerungen, es gehe nur um „Abschreckungsfähigkeit“.

Auf einer einfachen, unkritischen Ebene mag man nachvollziehen können, dass Vertreter einer Armee einen Begriff wie Kampffähigkeit benutzen. Schließlich: Die Armeen der Länder fokussieren immer auf theoretischer und praktischer Ebene auf einen wie auch immer gearteten „Kampf“. Doch normalerweise bewegen sich Gedanken und Worte aus dem Militärischen dort, wo sie hingehören, nämlich: zum Militär und nicht in die Gesellschaft. Wenn plötzlich große Medien der militärischen Sprache Raum geben, ist zu spüren, dass sich eine tektonische Verschiebung innerhalb der Politik vollzieht. Längst ist das für jeden offen zu sehen: Das Bewusstsein für das Militärische soll in der Gesellschaft verankert werden. Aussagen wie etwa von Pistorius, der Platz der Bundeswehr sei „in der Mitte der Gesellschaft“, lassen keinen Zweifel, worum es der Politik geht.

Wenn große Medienvertreter der Bundeswehr eine Bühne bieten, um distanzlos über Kampfkraft, Kriegstüchtigkeit und Aufwuchsfähigkeit zu sprechen, wird deutlich: Gewisse Kräfte schieben die Republik in eine Richtung, die großes Unheil bringen wird. Dem Militärischen wird immer weiter der Raum geöffnet – wohin soll das noch führen?

Wüstner redet und redet und redet, aber die grundlegende Prämisse von der ‚Gefahr aus dem Osten‘: Die Welt hinterfragt sie nicht! An keiner Stelle des Interviews hakt das Blatt auch nur einmal ansatzweise kritisch nach. Stattdessen die Frage an Wüstner: „Haben Sie den Eindruck, dass Regierung und Parlament die Dimension der Aufgabe verstanden haben?“

Das Interview in seiner Kritiklosigkeit hätte auch von einem Presseoffizier der Bundeswehr geführt werden können. Das Ziel des Interviews ist klar: Die Gesellschaft soll verstehen, dass „Kampfkraft“ schnellstmöglich erreicht werden muss – kritische Fragen, die der feilgebotenen Realitätskonstruktion die Luft ablassen, wären bei diesem Vorhaben sicherlich ein Störfaktor.


Titelbild: Screenshot ZDF Moma


Rubriken: Audio-Podcast Aufrüstung Kampagnen/Tarnworte/Neusprech Medienkritik


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Info: https://www.nachdenkseiten.de/?p=134646


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19.06.2025

Es geht um alles  – nicht nur für den Iran

seniora.org, 19. Juni 2025, von René Zittlau 18.06.2025  – übernommen von voicefromrussia.ch

Die Welt rast auf einen Abgrund zu. Die USA scheinen unter Trump noch stärker als unter Biden ihre eigenen Probleme nicht unter Kontrolle zu bekommen. Ein friedliches Zusammenleben mit anderen scheint zum entrückten Weltbild zu werden.


(Red.) René Zittlau analysiert den Stellvertreter-Krieg Israels auf den Iran punktgenau: Gewalttätiger Griff zur Weltherrschaft. „Als Europa dieses Prinzip der Macht des Stärkeren einst überwand, schrieb man das Jahr 1648. Nach 30 Jahren Krieg kam man endlich zur Einsicht. Der Westen, der sich aus dem Europa des Westfälischen Friedens entwickelte, befindet sich angesichts der Realitäten des Jahres 2025 in einer Phase der politischen und kulturellen Degeneration, also des Verfalls, der Zurückbildung, der Entartung. Wenn das Faustrecht, die Macht des Stärkeren wieder zur bestimmenden politischen Agenda zu werden scheint, dann befinden wir uns erneut auf dem Niveau des späten Mittelalters. Was erwartet uns dann als Nächstes?“ Besser kann man das nicht sagen. (am)


Einleitung Sollte die Menschheit die Krise überleben, die mit dem Überfall Israels und der USA auf den Iran angebrochen ist und die weit über den Iran und Israel hinaus das Geschehen in der Welt zu beeinflussen droht, so werden dereinst Historiker und Lehrer ihren Studenten und Schülern erklären, dass am Freitag, dem 13. Juni 2025 die nach dem zweiten Weltkrieg geschaffene internationale Nachkriegsordnung   – das vielzitierte sogenannte Völkerrecht   – endgültig aufhörte zu existieren.

Diese durch die Charta der Vereinten Nationen begründete und in der Folge durch eine Unzahl von internationalen Verträgen schriftlich definierte Ordnung basiert auf einem mühsam errungenen Mindestmaß an Vertrauen zwischen den Staaten. Durch Rechtsbrüche und Kriege wurde sie immer wieder auf die Probe gestellt. Doch wohl nie zuvor seit 1945 wurde die Welt so demonstrativ, arrogant und so vorsätzlich belogen, wie es Israel in Person seines Ministerpräsidenten Netanjahu und die USA in Person ihres Präsidenten Trump am 13. Juni 2025 taten. Als „Staatsmänner“ erklärten sie der Weltöffentlichkeit allen Ernstes, sie mussten den Iran präventiv angreifen, um Israel zu schützen. Iran, ein Land, das seit Ewigkeiten kein anderes Land angegriffen hat und auf eine offensive Kriegsführung überhaupt nicht ausgerichtet ist.

Außerhalb der G7 sowie der zu ihrem Dunstkreis gehörenden abhängigen Staaten haben die USA mit diesem Vorgehen sämtlichen politischen Kredit verspielt, allen voran beim Iran, China und Russland, aber auch zum Beispiel bei Pakistan oder großen Teilen Afrikas. Es ist nicht absehbar, wie massiv die politischen Verwerfungen weltweit ausfallen werden durch diese Demaskierung der hegemonialen Interessen der USA und seiner Vasallen live und in Echtzeit.  

Der Krieg Israels gegen den Iran kann lange dauern. Er wird die Welt in einer Weise spalten, die wir uns heute nicht einzugestehen vermögen.

Das Weiße Haus ist politisch nackt

Von Israel ist die Weltöffentlichkeit inzwischen seit Jahren auf die bewusste Verdrehung von Tatsachen beruhende Lügen gewohnt. Die unverhohlenen Lügen des amerikanischen Präsidenten im Zusammenhang mit dem durch Israel begonnenen Krieg gegen den Iran haben allerdings eine bisher so nicht gekannte Qualität. Seine Verhöhnung der vorsätzlichen Morden zum Opfer gefallenen iranischen Wissenschaftler und Politiker wird das politische Zusammenleben der Völker verändern. Seine narzisstische Persönlichkeit ließ den US-Präsidenten einfach nicht abseits stehen, als der israelische Ministerpräsident seine vermeintlichen Siegesmeldungen am 13. Juni 2025 verkündete. Er konnte einfach nicht anders, als der Welt mitzuteilen: Ja, aber ohne uns war das nicht möglich.

Der Westen gegen den Iran

Damit war der allen aufmerksamen Beobachtern seit langem und sattsam bekannte Geist aus der Flasche   – die USA waren direkt an der Planung und Durchführung des israelischen Angriffs auf den Iran beteiligt.

Sie lieferten Tage vor dem Angriff die Hellfire-Raketen, mit denen die iranischen Wissenschaftler exekutiert wurden.


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Hellfire Rakete   – links: Ergebnis; rechts: Hellfire Rakete


Sie lieferten Geheimdienstinformationen. Sie betankten die israelischen Bomber über Syrien, was für sich allein eine massive Verletzung des Völkerrechts darstellt. Wie man hört, ist inzwischen auch der deutsche Kriegsgeist erwacht, so dass die deutsche Regierung ebenfalls seine Flugzeuge schickt.

Die USA waren und sind auch maßgeblich an der Detektierung und Identifizierung der vom Iran als Antwort auf Israel abgefeuerten Raketen und Drohnen beteiligt.

Die folgende Karte zeigt die unter US-Kontrolle stehenden Radarstützpunkte im Nahen Osten. Israel ist ohne die USA überhaupt nicht in der Lage ist, den Iran „zu sehen“.


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Doch die Beteiligung der USA endet hier nicht. US-Kampfflugzeuge sind aktiv beteiligt an der Bekämpfung von iranischen Drohnen und Raketen. Das erfolgt nicht im israelischen Luftraum, sondern am Himmel vom Irak, Syrien und Jordanien. Dabei helfen ihnen nach Kräften ihre NATO-Kollegen aus Großbritannien und Frankreich.

Vor der Küste Israels nimmt sich dieser Aufgabe der US-Zerstörer USS Thomas Hudner an, der zu diesem Zweck kurzfristig aus dem westlichen Mittelmeer dorthin beordert wurde.

Die offene Unterstützung des Krieges Israels gegen den Iran durch den Westen geht also weit über das in der Ukraine „übliche“ Maß hinaus.

Auch an der diplomatischen Front fällt auf, dass die NATO-Staaten abgestimmt auftreten. Frankreich, Großbritannien und Deutschland veröffentlichten eine praktisch wortgleiche Verurteilung   – nicht des israelischen Angriffs auf Iran, sondern der Verteidigung des Iran gegen den Angriff.

Der Westen hilft Israel auch auf andere Weise. In Erwartung heftiger iranischer Reaktionen verlegte Israel seine zivilen Flugzeuge nach Zypern und Militärflugzeuge auf einen britischen Luftwaffenstützpunkt auf Zypern.

Die genaue Beobachtung von Einzelheiten bei der Unterstützung Israels offenbart jedoch auch für den Ukraine-Konflikt bedeutsame Tatsachen.

Der in den letzten Tagen öffentlich gemachte Abzug von US-Luftabwehrsystemen vom Typ „Patriot“ aus der Ukraine nach Israel belegt auf seine Weise, dass die Ukraine für die USA nur ein Mittel zum Zweck im unerklärten Krieg gegen Russland darstellt. Er zeigt auch, dass die Ukraine ganz offensichtlich keinerlei Souveränität über ihr vom Westen gelieferte Waffen besitzt. Nur der, der die Kontrolle hat, der die Fäden in den Händen hält, kann nach Belieben für das Kriegsgeschehen relevante Waffensysteme abziehen.

Die IAEA   – eine Außenstelle von NATO, CIA und MI-6

Die Internationale Atomenergie Organisation (IAEA) ist eine Spezialorganisation der UNO. Sie setzt sich laut Statut für eine friedliche und sichere Nutzung der Kernenergie ein und schuf dafür die international gültigen Standards. Leider hat sie wie so gut wie alle UNO-Unterorganisationen und auch die internationalen Sportorganisationen   – zum Beispiel IOC, FIFA   – wie Organisationen wie die OSZE auch eine andere, dunkle Seite. Denn alle diese Organisationen wurden vom Westen unterwandert und so zu einem Spielball desselben in seinem unstillbaren Bestreben nach unipolarer Weltherrschaft.

Das Wirken der IAEA in Bezug auf den Iran erinnert eher an die Mafia als an eine einst seriöse internationale Organisation. Seine Offenheit ihr gegenüber und gegenüber ihren Inspektoren musste der Iran erneut sehr teuer bezahlen.

Im Lichte der Ereignisse stellt sich die Iran-Resolution der IAEA vom 12. Juni 2025 dar wie ein von der NATO und Israel bestelltes Dokument. Es bezichtigt den Iran, vorsätzlich gegen Vereinbarungen mit der IAEA verstoßen zu haben. Praktisch hatte der Iran nicht einmal Zeit, auf die Vorhaltungen in einer angemessenen Zeit zu reagieren. Hinzu kommt, dass sich der Iran in der Atomfrage einen entscheidenden Durchbruch bei den für den 15. Juni 2025 mit den USA im Oman geplanten Verhandlungen versprach.  Dazu erklärte er vorab öffentlich seine Bereitschaft, auf praktisch alle an ihn gestellten Forderungen einzugehen.

Doch diese geplanten Verhandlungen nutzten die USA als Tarnung für ihre mit Israel für den 12. Juni 2025 gegen den Iran losgetretene Aggression.

Und noch ein Detail ist erschreckend: Der iranische Geheimdienst machte wenige Tage vor dem Angriff öffentlich, dass er brisante Dokumente zum israelischen Atomprogramm erbeutet hatte. In den Dokumenten fanden die Iraner die persönlichen Daten der iranischen Atomwissenschaftler, die am 12. Juni 2025 von Israel mit z.B. Hellfire-Raketen ermordet wurden und die Teilnehmer der iranischen Delegation am 15. Juni 2025 in Oman sein sollten.

In den erbeuteten Dokumenten ist festgehalten, dass Israel diese Daten von der IAEA erhalten hatte   – Daten, die zum unmittelbaren Tod der Wissenschaftler führten. https://www.youtube.com/watch?v=9L-A8bx8-X0 (ab Minute 16.50)

Warum eskalieren Israel und die USA gerade jetzt?

Die Vorbereitungen des Überfalls auf den Iran waren langfristig, wie die israelischen Offiziellen bereitwillig zugaben. Der Angriffstermin war somit nicht zufällig.

Angesichts der geplanten Atom-Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran im Oman waren die Iraner offenbar vom guten Willen der Amerikaner überzeugt. Sie rechneten zwar mit einem möglichen israelischen militärischen Angriff, doch NACH den Verhandlungen. Und sie rechneten vor allem nicht mit einem Angriff aus dem Innern des eigenen Landes.

Eines der großen Ziele Israels war und ist es, die USA in den Krieg mit dem Iran hineinzuziehen. Denn ohne die USA ist Israel nicht in der Lage, den Iran konventionell zu besiegen.

Die folgenden Fakten machen deutlich, dass die USA tief in die Planung des Angriffs eingebunden sein mussten. Denn um den Iran bezüglich seiner Atomforschung „zur Verantwortung zu ziehen“, musste ein Konflikt bis zum Oktober 2025 provoziert werden. Denn im Oktober 2025 läuft der Vertrag zwischen der IAEA und dem Iran aus. Nach dem Auslaufen ist der Iran frei zu tun, was immer er für richtig hält.

Ein weiterer für den Kriegstermin wichtiger Punkt ist die Tatsache, dass die USA bereits im September 2025 entsprechend eines Vertrages mit der irakischen Regierung die Kontrolle über den irakischen Luftraum verlieren. Ohne diese Kontrolle hätte Israel völlig anders planen müssen.

Doch das sind taktische Überlegungen vor dem großen strategischen Ziel.

Der Iran ist ein Schlüsselstaat der BRICS. Und BRICS selbst stellt für den gesamten Westen ökonomisch, gesellschaftlich und politisch eine gewaltige Herausforderung dar. In praktisch allen Schlüsselparametern ist diese Staatengruppe dem Westen überlegen. Hinzu kommt die enge Verflechtung der BRICS mit der OPEC und auch den afrikanischen und asiatischen Staaten.

In den letzten Monaten gab es seitens des Westens immer wieder Bestrebungen, das eine oder andere BRICS-Mitglied zu umgarnen oder unter Druck zu setzen. Der kürzliche Konflikt zwischen Pakistan und Indien weist ebenfalls diesbezügliche Aspekte auf.

Israel und die USA wollen zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Ein Regimechange würde die gewünschte westliche Ordnung im Nahen Osten wiederherstellen einschließlich des langgehegten Zugangs zu den iranischen Bodenschätzen. Gleichzeitig wäre das ein empfindlicher Schlag gegen die BRICS-Gruppe.

Eine Lehre für Russland

Die Art und Weise des Verrats der USA gegenüber dem Iran dürfte Russland äußerst aufmerksam verfolgt haben. Dieses Vorgehen wird auch dem letzten Zweifler in der russischen Politik die Augen geöffnet haben über Donald Trump und das Wesen der amerikanischen Avancen gegenüber Russland.

Ein Herausbrechen des Iran aus BRICS würde Russland vor erhebliche Probleme stellen. Der angestrebte Nord-Süd-Transportkorridor vom Norden Russlands über Aserbaidschan, Iran nach Indien ist ohne den Iran nicht realisierbar.

China verliert ohne den Iran seinen derzeit größten Erdgaslieferanten. Es dürfte kein Zufall gewesen sein, dass Israel im Iran gerade das weltweit größte Gasfeld in Brand setzte.

Ohne den Iran verliert BRICS seine innere Statik.

Das eigentliche Ziel des Angriffs ist also nicht der Iran, es ist BRICS. Das wird auch in Moskau und Peking zu entsprechenden Überlegungen und Entscheidungen führen.

Es wird ein Ringen der Giganten   – der Westen gegen BRICS einschließlich des globalen Südens. Die ökonomischen Kennziffern sprechen für BRICS, was einen waidwunden Westen durchaus zum letzten Mittel greifen lassen könnte   – zur Atombombe.

Wie wird der Iran reagieren?

Die Geschichte der Beziehungen mit dem Westen ist für den Iran lang und schmerzvoll. Nicht nur einmal haben Großbritannien und die USA gewaltsam den Lauf der Geschichte des rohstoffreichen Landes geändert oder dies versucht. Der westliche Putsch gegen die demokratisch gewählte Regierung Mossadegh im Jahre 1953 hat Auswirkungen bis in die Gegenwart.

Iran hat also guten Grund, den Angeboten des Westens zu misstrauen, zumal die Wahl zwischen Pest und Cholera zu treffen ist, zwischen Kapitulation mit Regimechange oder ökonomischer Unterwerfung.  Wobei letztere Möglichkeit den Regimechange impliziert.

Die Ereignisse der letzten Stunden und Tage werden den Iran möglicherweise dazu motivieren, nun doch eine Atombombe zu bauen. Das ist keine Bestätigung des Westens, sondern eine schmerzliche Lehre. Denn angesichts einer iranischen Atombombe hätten Israel und die USA den Angriff auf den Iran nicht gewagt. 

Professor Marandi von der Teheraner Universität verweist in einem Interview auf die iranische Geschichte. Iran war in schwierigen Etappen seiner Geschichte nicht abhängig von einzelnen Personen. Es gab immer wieder Anschläge von außen auf führende Politiker und Militärkommandeure mit dem Ziel, die Entwicklung des Landes zu ändern. Im Irak-Krieg wurde der Präsident getötet, dann der Ministerpräsident und viele Militärkommandeure, ohne dass die mit den Morden verbundenen Ziele erreicht wurden.

Nach seiner Wahrnehmung stellen sich die Iraner trotz aller Probleme klar hinter die Führung des Landes. „Das Land ist geeint in einer Weise, wie ich es nie zuvor gesehen habe.“

Und so kommt er zu dem Schluss:

„Wir müssen sicherstellen, dass dies ein Fehler war und dass so etwas nie wieder geschieht. Die Beziehungen des Iran zum Westen werden sich grundlegend ändern.“

Ausblick

Die Zerstörung der internationalen Ordnung, die Zerstörung des Völkerrechts ist in vollem Gange. Wenn es kein Vertrauen mehr gibt, wenn Verträge, Recht und Gesetz nichts mehr gelten, dann kommt das einer Rückkehr zum Faustrecht gleich. Einer Rückkehr der Macht des Stärkeren.

Als Europa dieses Prinzip der Macht des Stärkeren einst überwand, schrieb man das Jahr 1648. Nach 30 Jahren Krieg kam man endlich zur Einsicht.

Der Westen, der sich aus dem Europa des Westfälischen Friedens entwickelte, befindet sich angesichts der Realitäten des Jahres 2025 in einer Phase der politischen und kulturellen Degeneration, also des Verfalls, der Zurückbildung, der Entartung. Wenn das Faustrecht, die Macht des Stärkeren wieder zur bestimmenden politischen Agenda zu werden scheint, dann befinden wir uns erneut auf dem Niveau des späten Mittelalters. Was erwartet uns dann als Nächstes?


Quelle: Stimme aus Russland

https://voicefromrussia.ch/es-geht-um-alles-nicht-nur-fur-den-iran/

Mit freundlicher Genehmigung übernommen.



Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acym&ctrl=fronturl&task=click&urlid=183&userid=3998&mailid=2763


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

19.06.2025

Sie wollten etwas Mehl - Israel tötet über 50 Palästinenser bei Ausgabestelle

aus e-mail von Doris Pumphrey, 19. Juni 2025, 7:45 Uhr


*Sie standen bloß Schlange für etwas Mehl: Israel tötet über 50

Palästinenser bei Ausgabestelle


*Am Dienstag hat Israels Militär das Feuer auf eine

Hilfsgüterverteilstelle in Chan Yunis im Gazastreifen eröffnet. In dem

Gebiet hatten sich Tausende Palästinenser versammelt, in der Hoffnung,

Mehl von dem Standort des Welternährungsprogramms (WFP) zu erhalten, zu

dem auch eine Gemeinschaftsküche in der Nähe gehört. Ein örtlicher

Journalist und Augenzeugen berichteten, dass Drohnen zwei Raketen

abfeuerten. Kurz darauf soll eine Granate aus einem israelischen Panzer

abgefeuert worden sein, der etwa 500 Meter von der Menschenmenge

entfernt stand.


Mindestens 51 Palästinenser sollen getötet und über 200 weitere verletzt

worden sein. Laut "BBC" stehen fast alle Todesopfer der letzten Tage in

Gaza im Zusammenhang mit der Verteilung von Hilfsgütern und nicht mit

israelischen Angriffen auf die Hamas. Das israelische Militär erklärte,

dass es den Vorfall prüfe. Israel lässt keine internationalen

Nachrichtenorganisationen in den Gazastreifen, um die Geschehnisse vor

Ort zu überprüfen.


/Siehe

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hier aus Quelle hinzugefügter Screenshot


Video:/https://rumble.com/v6uzad5-sie-standen-blo-schlange-fr-etwas-mehl-israel-ttet-ber-50-palstinenser-bei-.html Dauer 1:14 min


unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

19.06.2025

Risse in der Nato, Zweifel an Merz – und mehr EU-Geld für Parteien

lostineu.eu, 19. Juni 2025

Die Watchlist EUropa vom 19. Juni 2025 – Heute mit News und Updates zur Aufrüstung gegen Russland, zur Außenpolitik des Kanzlers und zur Parteienfinanzierung durch Brüssel.

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Die EU-Außenbeauftragte Kallas nutzt jede Gelegenheit, Russland eins auszuwischen. So auch bei der Debatte über den kommenden Nato-Gipfel, die am Mittwoch im Europaparlament in Straßburg stattfand.

Russland hat gegen die Nato und die EU keine Chance, sagte Kallas. “Ich glaube nicht, dass es eine Bedrohung gibt, die wir nicht überwinden können, wenn wir gemeinsam und mit unseren Nato-Verbündeten handeln”.

Das klang fast so, als hinge sie immer noch dem irrwitzigen Ziel an, die Atommacht Russland zu “besiegen”. Allerdings machte Kallas, die als Hardlinerin bekannt ist, eine wichtige Einschränkung: “Aber wir müssen zusammenhalten“.

Belgien und Spanien scheren aus

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Und genau hier gibt es ein Problem. Denn je näher der Nato-Gipfel rückt, desto größer werden die Risse in der US-geführten Militärallianz. Zwei wichtige EU-Länder sind schon öffentlich ausgeschert.

So hat Belgiens Premier De Wever erklärt, dass er nicht wisse, ob Belgien das neue 5-Prozent-Ziel erreichen könne, das US-Präsident Trump vorgegeben hat. In diesem Jahr schafft Belgien mit Ach und Krach 2 Prozent!

Ähnliche Töne kommen aus Spanien. “Spain pushes back against mooted 5% NATO spending goal”, berichtet AFP. Der sozialistische Regierungschef Sanchez könnte beim Nato-Gipfel in Den Haag sogar Nein sagen!

Slowakei liebäugelt mit Neutralität

Außerdem wäre da noch die Slowakei. Premier Fico erklärte, sei “absolut absurd, so viel für Verteidigung auszugeben”. Die Slowakei habe dafür nicht die Mittel. Im Zweifel sei “Neutralität” die bessere Wahl.

Ob er damit den Nato-Austritt ins Spiel bringt, wie der “Spiegel” behauptet, ist unklar. Auf jeden Fall rütteln schon drei EU-Länder an den neuen Vorgaben zur Aufrüstung – und setzen sich auch von Kanzler Merz ab, der Trump brav folgt.

Und dann wären da noch die USA. Beim G-7-Gipfel hat sich Trump nicht zur Ukraine bekannt. Wenn er sich nun – wie mehrfach angedroht – aus der Ukraine-Hilfe zurückziehen sollte, stünden die EUropäer allein gegen Russland.

Deutschland, das laut Merz “führen” will, müsste dann wohl den Kopf hinhalten und die Zeche zahlen...

News & Updates

  • Zweifel an Israel-Freund Merz. Beherrscht der Kanzler das Thema, dem er sich am liebsten widmet – die Außenpolitik? Das fragen sich viele in Brüssel, nachdem Merz erklärt hat, dass Israel den Europäern “die Drecksarbeit” im Nahen Osten abgenommen habe. Außerdem hat er “größten Respekt” für Israels offenbar völkerrechtswidrigen Angriff auf Iran geäußert. Damit rückt Merz von der offiziellen EU-Linie ab, die auf eine diplomatische Lösung setzt. – Man darf gespannt sein, wie er sich bei seinem ersten EU-Gipfel in der kommenden Woche aus der Affäre zieht. Noch so ein Lapsus, und mit der deutschen “Führung” in Europa ist es “over”…
  • Verhandlungen mit Australien. Nachdem sich die EU bereits gegen Russland in Stellung gebracht hat, will sie sich nun auch noch mit China anlegen. Zu diesem Zweck – und zur gemeinsamen Aufrüstung – wurden Verhandlungen mit Australien aufgenommenDie geplante Verteidigungspartnerschaft werde “die Tür zu gemeinsamen Beschaffungsmöglichkeiten für Verteidigungsgüter öffnen”, kündigte Australiens Premier Albanese an. – Mehr im Blog
  • Noch ein Rüstungsprogramm. Die Mitgliedsstaaten haben sich auf ein 1,5 Mrd. Euro schweres Programm zur Finanzierung von Verteidigungsausgaben geeinigt. Das teilten Diplomaten am Mittwoch mit. Es werde erwartet, dass die Botschafter der 27 EU-Länder dem Abkommen am Montag zustimmen werden. – Kritiker sagen, das Programm verstoße gegen den EU-Vertrag, der Rüstungsfinanzierung aus dem Gemeinschaftshaushalt ausschließt…

Das Letzte

Mehr EU-Geld für Parteien. Die europäischen Parteienfamilien und Stiftungen haben sich einen kräftigen Schluck aus der Pulle des EU-Budgets gesichert. Statt wie bisher 90 sollen konservative EVP, sozialdemokratische S&D und liberale Renew künftig bis zu 95 Prozent ihrer Finanzierung aus dem EU-Budget sichern. Dafür müssen sie einige neue Transparenz- und Gender-Auflagen erfüllen. Das Europaparlament und der polnische EU-Vorsitz feiern dies als Fortschritt für die europäische Demokratie. Dabei haben sie den wichtigsten Schritt – die Schaffung von EU-weiten Listen für die Europawahl – immer noch nicht gewagt. Sie haben sich selbst geholfen, nicht dem Wähler…

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‹ Aufgelesen: Europas doppelte Standards

3 Comments

  1. Kleopatra
    19. Juni 2025 @ 08:25

    Die “Schaffung von EU-weiten Listen für die Europawahl” ist dem Europaparlament aus eigener Kraft nicht möglich, da länderübergreifende Listen eine Änderung des Direktwahlaktes voraussetzen würden, wie Ihnen doch bekannt sein sollte. Und der Direktwahlakt kann nur mit Zustimmung aller Mitgliedstaaten geändert werden. Mehr als Wünsche äußern kann das Parlament nicht, und Vorwürfe an seine Adresse sind deshalb unangemessen (das Parlament äußert mW. diesen Wunsch immer wieder). Länderübergreifende Listen würden übrigens insofern technische Schwierigkeiten bereiten, als mit ihnen die “degressive Proportionalität”, dh. der Grundsatz, dass große Länder zwar mehr Abgeordnete entsenden als kleine, dafür jedoch bei großen Ländern ein Abgeordneter (teils deutlich) mehr Wähler vertritt als bei kleinen, kaum durchführbar wäre – diese Regelung zur Begünstigung kleiner Mitgliedstaaten funktioniert mE. nur, wenn nach Mitgliedstaaten getrennt gewählt wird.
    Listen, die nur für einen Teil des Wahlgebietes gelten, sind übrigens nichts ungewöhnliches, sondern in größeren oder föderal strukturierten Ländern eher die Regel. Z.B. wird der deutsche Bundestag mit Landeslisten gewählt.

Antworten

  • ebo
    19. Juni 2025 @ 08:59

    Es ging um Verhandlungen mit dem Rat, also den 27 EU-Ländern. Da hätte man durchaus mehr rausholen können, auch zu den EU-weiten Listen.

    Antworten

  • Guido B.
    19. Juni 2025 @ 07:31

    Ja, Herr Merz muss sich rhetorisch etwas mäßigen, wenn er mit seiner braunen Gesinnung in der EU den Ton angeben will. Die europäische Öffentlichkeit ist noch nicht bereit für offenen Rassismus. Autoritarismus und Angriffskriegverherrlichung. Er muss seine abartige Gesinnung vorerst noch in Watte packen.
    Nö, das war kein „Lapsus“. Das war einfach zu ungefiltert authentisch.

    Antworten

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    Info: https://lostineu.eu/risse-in-der-nato-zweifel-an-merz-und-kriegsgefahr-in-der-ostsee/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.



    Weiteres:



    Aufgelesen: Europas doppelte Standards


    lostineu.eu, vom 18. Juni 2025

    Die EU verurteilt Russlands Angriffskrieg, zeigt aber Verständnis für Israels Attacke auf den Iran. Damit entlarvt sie die “regelbasierte Ordnung” als Farce.

    Von Eldar Mamedov*

    Als israelische Kampfflugzeuge vergangene Woche den Iran angriffen – eine eklatante Verletzung der iranischen Souveränität, bei der neben hochrangigen Militärkommandanten und Nuklearwissenschaftlern zahlreiche Zivilisten getötet wurden und der Iran zu ebenso wahllosen Vergeltungsschlägen ermutigt wurde –, verurteilten die europäischen Anführer den Angriff nicht.

    Stattdessen unterstützten sie ihn perverserweise und verurteilten den Iran für die Angriffe auf sein eigenes Territorium.

    Der französische Präsident Emmanuel Macron gab den Ton an, indem er das “laufende Atomprogramm” des Iran verurteilte und das “Recht Israels auf Selbstverteidigung und Sicherung seiner Sicherheit” bekräftigte. Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, schien aus dem gleichen Drehbuch zu sprechen, indem sie Israels “Recht auf Selbstverteidigung” wiederholte und dies mit einigen allgemeinen Floskeln über die Notwendigkeit von Zurückhaltung und Deeskalation ergänzte.

    Das deutsche Auswärtige Amt ging sogar noch einen Schritt weiter und “verurteilte” den Iran “nachdrücklich” für einen “wahllosen Angriff auf israelisches Territorium”, obwohl Teheran seine Raketen erst als Antwort auf einen Angriff Israels auf sein Gebiet gestartet hatte. Damit unterstützte es Israels Handlungen voll und ganz.

    Diese orwellsche Rhetorik ist nicht nur Inkompetenz oder Ignoranz. Sie ist der Höhepunkt jahrelanger europäischer diplomatischer Misswirtschaft, die zu dieser Krise beitrug und die “regelbasierte Ordnung” als Farce entlarvte. Die Doppelmoral Europas hat seine Glaubwürdigkeit zerstört.

    Weiterlesen auf “telepolis”. Siehe auch EUropäer decken Israel

    *Eldar Mamedov ist ein in Brüssel ansässiger Experte für Außenpolitik und Non-Resident Fellow am Quincy Institute

    ‹ Nun will sich die EU auch noch mit China anlegen › Risse in der Nato, Zweifel an Merz – und mehr EU-Geld für Parteien

    2 Comments

    1. Michael
      18. Juni 2025 @ 18:44

      Soll damit behauptet werden dass, wenn der sog. Westen den israelischen Angriff auf Iran als Völkerrechtswidrig kritisieren würde, die russische Intervention gegen die Ukraine ebenfalls völkerrechtswidrig sei!? Dem könnte ich nicht zustimmen!

    Antworten

  • Guido B.
    18. Juni 2025 @ 18:33

    Der deutsche Bundeskanzler bedankte sich beim Aggressor für die „Drecksarbeit“, die er für uns alle leiste.

    Man muss ihm für diese Offenheit dankbar sein. Die ganze Welt ist nun informiert, welche Sorte Kanzler dieses Deutschland gewählt hat. Es fehlt nur noch die stramm sitzende Uniform. Die Gesinnung sitzt bereits perfekt.

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    Info: https://lostineu.eu/aufgelesen-europas-doppelte-standards/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.



    Weiteres:



    Nun will sich die EU auch noch mit China anlegen


    lostineu.eu, vom 18. Juni 2025

    Das hat gerade noch gefehlt: Nachdem sich die EU bereits gegen Russland in Stellung gebracht hat, will sie sich nun auch noch mit China anlegen. Zu diesem Zweck – und zur gemeinsamen Aufrüstung – wurden Verhandlungen mit Australien aufgenommen. Die geplante “Verteidigungspartnerschaft” werde “die Tür zu gemeinsamen Beschaffungsmöglichkeiten für Verteidigungsgüter öffnen”, kündigte Australiens Premier Albanese an. Er betonte, die Sicherheit Europas und die Indo-Pazifik-Region seien eng miteinander verbunden. Bereits im Mai hatten er und Kommissionschefin von der Leyen ein Verteidigungsabkommen in Aussicht gestellt. Die deutsche CDU-Politikerin bezeichnete Australien damals als strategischen Partner.

    ‹ LNG aus Russland: Ausstieg mit der Brechstange › Aufgelesen: Europas doppelte Standards

    4 Comments

    1. hg
      19. Juni 2025 @ 08:27

      …strategische Partnerschaft “; ja, man sollte bei alle den Verwerfungen dieser Zeit die Strategie der USA, hin zur ” einzigen Weltmacht” im Auge behalten, wie sie einst u.A. Z. Brczinski – u.a. im gleinamigen Titel seine Buches niedergelegt – verfasst hatte. Dazu gehört auch der “Generationen übergreifende Krieg”, wie er eigentlich seit Korea bereits anhält, nur mit unterschiedlichen Motivationen wie Gegnern.

    Antworten

  • Guido B.
    18. Juni 2025 @ 15:04

    Hier eine Kurzlaudatio von Martin Sonneborn:
    https://www.youtube.com/watch?v=0dnC31Wy0eU

    Antworten

  • Guido B.
    18. Juni 2025 @ 15:00

    Im Ernst: Frau von der Leyen taugt bestenfalls noch als Schreibtisch-Kaktus oder stählernes Stachelschwein im Büro des NATO-Generalsekretärs Mark Rutte. Bitte erlöst EUropa von Ursula von der Leyen!

    Antworten

  • Erneuerung
    18. Juni 2025 @ 14:46

    Wann ist es soweit, dass die BRICS+ soviel Einigkeit zeigen, das sie sich komplett vom westlichen Einfluss abkoppeln? Sie haben genügend Rohstoffe, genügend Humankapital und genügend technisches Knowhow. Weshalb subventionieren sie ihren eigenen geplanten Untergang durch den Westen?

    Antworten

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    Info: https://lostineu.eu/nun-will-die-eu-auch-noch-im-indopazifik-fuer-sicherheit-sorgen/?utm_campaign=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_content=Lost%20in%20EUrope%20Update&utm_medium=email&utm_source=getresponse


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    19.06.2025

    Ein sauberes Durcheinander: Eine neue Strategie zur Sicherung des Reiches  (I von II)


    en.wikipedia.org, Seite besucht am 19. Juni 2025, 9:30 Uhr


    https://en.wikipedia.org/wiki/A_Clean_Break:_A_New_Strategy_for_Securing_the_Realm


    A Clean Break: A New Strategy foraving the Realm (allgemein bekannt als "Clean Break " Bericht) ist ein politisches Dokument, das 1996 von einer Studiengruppe unter der Leitung von Richard Perle für Benjamin Netanyahu, den damaligen Premierminister Israels, erstellt wurde.[1] Der Bericht erläuterte einen neuen Ansatz zur Lösung der israelischen Sicherheitsprobleme im Nahen Osten mit einem Schwerpunkt auf "westlichen Werten". Sie wurde seitdem dafür kritisiert, dass sie eine aggressive neue Politik befürwortete, einschließlich der Entfernung Saddam Husseins aus der Macht im Irak und der Eindämmung SyriensSyria, indem sie Stellvertreterkriege einleite und ihren Besitz von "Massenvernichtungswaffen" hervorhob. Bestimmte Teile der Politik, die in dem Papier dargelegt wurden, wurden von Netanjahu abgelehnt.[2][3]

    Bericht

    Laut der Präambel des Berichts[[1] wurde es von der Studiengruppe über eine neue israelische Strategie auf dem Weg nach 2000 geschrieben, die Teil des Institute for Advanced Strategic and Political Studies war.

    Der ehemalige stellvertretende Verteidigungsminister der Vereinigten Staaten Richard Perle war der "Study Group Leader", aber der Abschlussbericht enthielt Ideen von Douglas Feith, James Colbert, Charles Fairbanks Jr., Jonathan Torop, David Wurmser, Meyrav Wurmser und IASPS-Präsident Robert Loewenberg.[ 4]

    Inhalt

    Der Inhalt des Berichts ist in eine Einführung von sechs Sektionen unterteilt. Der Bericht verfliegt sich in seinem Hauptkommentartext eine Reihe von "Schlüsselpassagen einer möglichen Rede:"

    Während es diejenigen gibt, die Kontinuität raten werden, Israel hat die Möglichkeit, einen sauberen Bruch zu machen; es kann einen Friedensprozess und eine Strategie auf der Grundlage einer völlig neuen intellektuellen Grundlage schmieden, die strategische Initiative wiederherstellt und der Nation den Raum gibt, jede mögliche Energie auf den Wiederaufbau des Zionismus zu investieren, der Ausgangspunkt muss Wirtschaftsreform sein.[1]

    Die Einführung schlägt konkret drei neue Richtlinien vor:

    1. Anstatt einen "umfassenden Frieden" mit der gesamten arabischen Welt zu verfolgen, sollte Israel gemeinsam mit Jordanien und der Türkei zusammenarbeiten, um jene Einheiten, die alle drei bedroht, "eindämmen, destabilisieren und zurückführen".
    2. Die Art der Beziehungen zu den Palästinensern ändern, insbesondere das Recht auf "heiße Verfolgung" überall im palästinensischen Gebiet vorbehalten und versuchen, Alternativen zu Arafats Führung zu fördern.
    3. Ändern der Beziehungen zu den Vereinigten Staaten, die Eigenständigkeit und strategische Zusammenarbeit betonen.

    "Dies kann nur geschehen, wenn Israel ernsthafte Schritte unternimmt, um die Hilfe zu beenden, was Wirtschaftsreformen verhindert."[1]

    "Ein neuer Ansatz für den Frieden"

    Während die vorherige Regierung und viele im Ausland Land für den Frieden betonen können - was Israel in die Position des kulturellen, wirtschaftlichen, politischen, diplomatischen und militärischen Rückzugs versetzte - kann die neue Regierung westliche Werte und Traditionen fördern. Ein solcher Ansatz, der in den Vereinigten Staaten gut aufgenommen wird, beinhaltet Frieden für Frieden, Frieden durch Stärke und Selbstvertrauen: das Gleichgewicht der Macht.[1]

    "Die Nordgrenze heilen"

    Syrien fordert Israel auf libanesischem Boden heraus. Ein wirksamer Ansatz, mit dem die Amerikaner sympathisieren können, wäre, wenn Israel die strategische Initiative entlang seiner nördlichen Grenzen ergreifen würde, indem es die Hisbollah, Syrien und den Iran als Hauptakteure der Aggression im Libanon einbezieht, einschließlich:

    1. Syriens Drogengeld- und Fälschungsinfrastruktur im Libanon zu treffen, die sich alle auf Razi Qanan konzentriert.
    1. Parallel zum Verhalten Syriens, indem der Präzedenzfall geschaffen wird, dass syrisches Territorium nicht immun gegen Angriffe ist, die vom Libanon aus dem Libanon durch israelische Stellvertreterkräfte ausgehen...[ 1]

    Israel kann diese Gelegenheit auch nutzen, um die Welt an das Wesen des syrischen Regimes zu erinnern. Syrien bricht wiederholt sein Wort. Sie verletzte zahlreiche Abkommen mit den Türken und hat die Vereinigten Staaten verraten, indem sie den Libanon weiterhin unter Verletzung des Taef-Abkommens im Jahr 1989 besetzte. Stattdessen veranstaltete Syrien eine Scheinwahl, installierte ein Quisling-Regime und zwang den Libanon 1991, ein "Bruderschaftsabkommen" zu unterzeichnen, das die libanesische Souveränität beendete. Und Syrien hat begonnen, den Libanon mit Hunderttausenden Syrern zu kolonisieren, während Zehntausende seiner eigenen Bürger gleichzeitig getötet wurden, wie es in nur drei Tagen 1983 in Hama der Fall war. Angesichts der Natur des Regimes in Damaskus ist es sowohl natürlich als auch moralisch, dass Israel die Losung des umfassenden Friedens und des Weges zur Eindämmung Syriens aufgibt, die Aufmerksamkeit auf seine weapons of mass destructionMassenvernichtungswaffenprogramme lenkt und Land für Friedensabkommen auf den Golanhöhen ablehnt.[1]

    "Auf eine traditionelle Balance der Machtstrategie"

    Israel kann sein strategisches Umfeld in Zusammenarbeit mit der Türkei und Jordanien gestalten, indem es Syrien schwächt, eindämmt und sogar zurückdrängt. Diese Bemühungen können sich darauf konzentrieren, Saddam Hussein von der Macht im Irak zu entfernen - ein wichtiges israelisches strategisches Ziel für sich - als Mittel zur Vereitelung der regionalen Ambitionen Syriens.[1]

    Da die Zukunft des Irak das strategische Gleichgewicht im Nahen Osten tiefgreifend beeinflussen könnte, wäre es verständlich, dass Israel ein Interesse daran hat, die Hashemites bei ihren Bemühungen zu unterstützen, den Irak neu zu definieren, einschließlich solcher Maßnahmen wie: den Besuch Jordaniens als ersten offiziellen Staatsbesuch, sogar vor einem Besuch in den Vereinigten Staaten, an der neuen Netanjahu-Regierung; die Unterstützung von König Hussein durch die Unterstützung der jordanischen Sicherheit durch die jordanische Regierung. Wären die Haschemiten, um den Irak zu kontrollieren, könnten sie ihren Einfluss auf Najf nutzen, um Israel zu helfen, die südlibanesischen Schiiten von der Hisbollah, dem Iran und Syrien wegzuschmäht. Schiiten haben starke Verbindungen zu den Haschemiten: die schiitische Verehrung ist die Familie des Propheten, deren direkte Nachkommen - und in deren Adern das Blut des Propheten fließt - König Hussein. 1]

    Am wichtigsten ist, dass es verständlich ist, dass Israel ein Interesse daran hat, die Aktionen der Türkei und Jordaniens gegen Syrien diplomatisch, militärisch und operativ zu unterstützen, wie die Sicherung von Stammesbündnissen mit arabischen Stämmen, die syrisches Territorium betreten und der syrischen herrschenden Elite feindlich gegenüberstehen.[1]

    "Die Natur der Beziehungen zu den Palästinensern verändern"

    Israel hat die Chance, eine neue Beziehung zwischen sich und den Palästinensern zu schmieden. In erster Linie könnten Israels Bemühungen, seine Straßen zu sichern, eine heiße Verfolgung in palästinensisch kontrollierte Gebiete erfordern, eine berechtigte Praxis, mit der die Amerikaner sympathisieren können.[1]

    Um den Punkt zu betonen, dass Israel die Handlungen der PLO, aber nicht das arabische Volk, betrachtet, möchte Israel vielleicht in Erwägung ziehen, besondere Anstrengungen zu unternehmen, um Freunde zu belohnen und die Menschenrechte unter den Arabern zu fördern.[1]

    "Ein neues US-israelisches Verhältnis zu fressen"

    Israel kann einen sauberen Bruch mit der Vergangenheit machen und eine neue Vision für die US-israelische Partnerschaft auf der Grundlage von Eigenständigkeit, Reife und Gegenseitigkeit entwickeln - nicht eine, die sich eng auf territoriale Streitigkeiten konzentriert. Israels neue Strategie - basierend auf einer gemeinsamen Friedensphilosophie durch Stärke - spiegelt die Kontinuität mit westlichen Werten wider, indem sie betont, dass Israel selbstständig ist, keine US-Truppen in irgendeiner Eigenschaft benötigt, um sie zu verteidigen, einschließlich auf den Golanhöhen, und kann ihre eigenen Angelegenheiten verwalten.[1]

    Um diesen Punkt zu verstärken, kann der Premierminister seinen bevorstehenden Besuch nutzen, um anzukündigen, dass Israel jetzt reif genug ist, um sich mindestens von den US-Wirtschaftshilfen und Kreditgarantien zu befreien, die wirtschaftliche Reformen verhindern.[1]

    "Schlussfolgerungen - Überwindung des arabisch-israelischen Konflikts"

    Israels neue Agenda kann einen sauberen Bruch signalisieren, indem sie eine Politik aufgibt, die Erschöpfung annahm und einen strategischen Rückzug ermöglichte, indem sie das Prinzip der Vorwegnahme wiederherstellte, anstatt Vergeltung zu vergelten und indem sie aufhörte, Schläge gegen die Nation ohne Antwort zu absorbieren."[ 1]

    "Israels neue strategische Agenda kann das regionale Umfeld so gestalten, dass es Israel den Raum gibt, seine Energien wieder auf das zu konzentrieren, wo sie am dringendsten benötigt werden: seine nationale Idee zu verjüngen, die nur durch die Ersetzung der sozialistischen Grundlagen Israels durch eine solidere Grundlage entstehen kann; und um seine Erschöpfung zu überwinden, die das Überleben bedroht

    Letztendlich kann Israel mehr tun, als nur den arabisch-israelischen Konflikt zu bewältigen. Keine Menge an Waffen oder Siegen wird Israel den Frieden gewähren, den es sucht. Wenn Israel auf einer soliden wirtschaftlichen Basis ist und innerlich frei, mächtig und gesund ist, wird es nicht mehr einfach den arabisch-israelischen Konflikt bewältigen, sondern es wird ihn überwinden. Wie ein hochrangiger irakischer Oppositionsführer kürzlich sagte: Israel muss seine moralische und intellektuelle Führung verjüngen und beleben. Es ist ein wichtiges - wenn nicht das wichtigste Element in der Geschichte des Nahen Ostens. Israels stolz, wohlhabend, solide und stark – wäre die Grundlage eines wirklich neuen und friedlichen Nahen Ostens.[1]

    Einfluss

    Einige Aspekte der Politik, die im Bericht "Clean Break" dargelegt wurde, wurden von Netanjahu abgelehnt.[2][3]

    Brian Whitaker berichtete in einem Artikel vom September 2002 [[5], der in The Guardian veröffentlicht wurde, dass "mit mehreren Autoren des Clean Break-Papiers, die jetzt Schlüsselpositionen in Washington innehaben, der Plan für Israel, seine Feinde zu überwinden, durch die Umgestaltung des Nahen Ostens heute ein gutes Stück mehr zu erreichen scheint als 1996. Die Amerikaner könnten sogar dazu überredet werden, ihr Leben aufzugeben, um es zu erreichen."

    Im März 2003 Patrick J. Buchanan, der sich auf die Invasion des Irak 2003 und des Berichts bezieht, schrieb: "Ihr Plan, der Israel dazu drängte, 'das Prinzip der Vorwegnahme' wiederherzustellen, wurde nun von Perle, Feith, Wurmser & Co. über die Vereinigten Staaten auferlegt."[ 6]

    Ian Buruma schrieb im August 2003 in der New York Times:[[7]

    Douglas Feith und Richard Perle rieten Netanjahu, der 1996 Premierminister war, einen "sauberen Bruch" mit den Oslo-Abkommen mit den Palästinensern zu machen. Sie argumentierten auch, dass der israelischen Sicherheit am besten durch einen Regimewechsel in den umliegenden Ländern gedient würde. Trotz des aktuellen Schlamassels im Irak ist dies in Washington immer noch üblich. In den Worten von Paul Wolfowitz: "Der Weg zum Frieden im Nahen Osten geht durch Bagdad." Es ist in der Tat zu einem Glaubensartikel (buchstäblich in einigen Fällen) in Washington geworden, dass amerikanische und israelische Interessen identisch sind, aber das war nicht immer so, und "jüdische Interessen" sind jetzt nicht der Hauptgrund dafür.

    Buruma fährt fort:[[7]

    Was wir also sehen, ist keine jüdische Verschwörung, sondern eine eigentümliche Allianz evangelikaler Christen, außenpolitischer Hardliner, Lobbyisten für die israelische Regierung und Neokonservativen, von denen einige zufällig jüdisch sind. Aber die Juden unter ihnen - Perle, Wolfowitz, William Kristol, Herausgeber von The Weekly Standard, et al. - sprechen eher über Freiheit und Demokratie als über Halakha (Jüdisches Recht). Was dieses Kanonische Bündnis eint, ist eine gemeinsame Vision des amerikanischen Schicksals und die Überzeugung, dass amerikanische Macht und eine harte israelische Linie gegenüber den Arabern die besten Möglichkeiten sind, die Vereinigten Staaten stark, Israel sicher und die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

    Im Jahr 2005 sagte David Martin, ein CBS News National Security Correspondent, in Bezug auf den Entscheidungsprozess, der zum Krieg im Irak führte, dass er "nie Beweise dafür sah, dass Richard Perle eine entscheidende Wirkung auf die US-Politik hatte. Er war einfach nicht in der Lage, dies zu tun."[ 8]

    George Packer erläutert in seiner 2005 Sachbuchanalyse des Irak-Krieges The Assassins' Gate den Clean Break-Bericht "durch die Linse von Wurmsers nachfolgendem AEI veröffentlichtem Volumen, der (1999) argumentierte, dass Amerikas Abzug Saddams strategische Probleme lösen und die Palästinenser im Wesentlichen hilflos machen würde.[9]

    Im Jahr 2006 wies die Kommentatorin Karen Kwiatkowski auf die Ähnlichkeiten zwischen den vorgeschlagenen Aktionen im Clean Break-Dokument und der anschließenden Invasion des Irak 2003 hin. Bald nach Phyllis deutete Bennis auf die Ähnlichkeiten zwischen den Vorschlägen im Clean Break-Dokument und dem anschließenden Libanonkrieg 2006 hin.[ 11]

    Im Jahr 2006 bemerkte Sidney Blumenthal die Relevanz der Zeitung für die mögliche israelische Bombardierung von Syrien und dem Iran und schrieb: "Um zu versuchen, den neokonservativen Fahrplan zu verstehen, haben führende nationale Sicherheitsexperten begonnen, unter sich das Clean Break "Neocon-Manifest" zu zirkulieren. Bald nach "Taki" von The American Conservative schrieb:

    Kürzlich deutete Netanjahu an, dass Präsident Bush ihm versichert habe, dass der Iran daran gehindert werde, in die Atomindustrie zu gehen. Ich nehme ihn beim Wort. Netanjahu scheint der Hauptbeweger in Amerikas offizieller Annahme des Weißbuchs A Clean Break von 1996 zu sein, das von ihm und amerikanischen Neokonservativen verfasst wurde und darauf abzielte, die strategischen Umgebungen des Irak, Palästinas, Libanons, Syriens und des Iran aggressiv umzugestalten. Wie sie in Boxkreisen sagen, drei nach unten, zwei zu gehen.[ 13]

    Analyse

    Jason Vest schrieb, dass der Bericht "eine Art von US-israelisch-israelischem neokonservativem manifestoManifest" sei und dass er "einen Mini-Kaltenkrieg im Nahen Osten" vorschlug, der den Einsatz von Stellvertreterarmeen für Regimewechsel, Destabilisierung und Eindämmung befürwortete. In der Tat geht es sogar so weit, einen Weg zu artikulieren, um den rechten Zionismus voranzubringen, indem man ihn mit Raketenabwehr verbindet." Er schrieb, dass der Bericht aufgrund der gemeinsamen organisatorischen Mitgliedschaft der Autoren des Papiers "vielleicht das aufschlussreichste Fenster" in die "politische Weltsicht" des Jüdischen Instituts für nationale Sicherheitsangelegenheiten und des Zentrums für Sicherheitspolitik, zwei in den Vereinigten Staaten ansässigen Thinktanks, bietet.[14]

    Ein Leitartikel in The Nation vom Oktober 2003 kritisierte den Syria Accountability Act und verband ihn mit dem Clean Break-Bericht und den Autoren:

    Um den Syria Accountability Act richtig zu verstehen, muss man auf ein Dokument von 1996 zurückgehen, "A Clean Break: A New Strategy for Securing the Realm", das von einem Team von Beratern von Benjamin Netanjahu in seiner Kandidatur für den israelischen Ministerpräsidenten entworfen wurde. Zu den Autoren gehörten die derzeitigen Bush-Berater Richard Perle und Douglas Feith. "Syrien fordert Israel auf libanesischem Boden heraus", schrieben sie und forderten "das Aufschrein syrischer Militärziele im Libanon, und sollte sich das als unzureichend erweisen und ausgewählte Ziele in Syrien treffen." Kein Wunder, dass Perle vom israelischen Angriff begeistert war. "Es wird dem Friedensprozess helfen", sagte er der Washington Post und fügte später hinzu, dass die Vereinigten Staaten selbst möglicherweise Syrien angreifen müssten.

    Aber was Perle bedeutet, indem sie "den Friedensprozess unterstützt", ist nicht die Lösung des Konflikts, indem sie einen lebensfähigen, souveränen palästinensischen Staat hervorbringt, sondern, wie in A Clean Break unterstrichen wurde, "den arabisch-israelischen Konflikt ganz durchquert", indem sie die Araber zwingen, die meisten, wenn nicht sogar alle territorialen Eroberungen Israels und seine nukleare Hegemonie zu akzeptieren. 15]

    John Dizard behauptete, dass es Beweise in dem Clean Break-Dokument von Ahmed Chalabis Beteiligung gibt. (Chalabi, ein irakischer Politiker, war ein glühender Gegner Saddam Husseins.):

    Im Abschnitt über den Irak und die Notwendigkeit, Saddam Hussein zu entfernen, gab es eine verräterische "Geheimdienst" von Chalabi und seinem alten jordanischen hasschmilschenitischen Gönner Prinz Hassan: "Die überwiegend schiitische Bevölkerung des Südlibanon ist seit Jahrhunderten mit der schiitischen Führung in Nadschaf, Irak, und nicht mit dem Iran verbunden. Sollten die Haschemiten den Irak kontrollieren, könnten sie ihren Einfluss auf Najaf nutzen, um Israel zu helfen, die südlibanesischen Schiiten von der Hisbollah, dem Iran und Syrien weg zu entwöhnen. Shi'a hat starke Verbindungen zu den Hashemiten." Natürlich war die Schiiten mit "starken Verbindungen zu den Haschemiten" die Familie von Ahmed Chalabi. Perle, Feith und andere Mitwirkende an der "Clean Break" schienen sich nicht an die 15-jährige Fatwa zu erinnern, die die Kleriker von Najaf gegen die irakischen Haschemiten ausriefen. Oder die noch eklatantere Tatsache, die von Rashid Khalidi in seinem neuen Buch Resurreding Empire hervorgehoben wurde, dass die Schiiten nur den Nachkommen des Schwiegersohns des Propheten Muhammad, Ali, treu sind und alle anderen Linien, einschließlich der Haschemititen, ablehnen. Wie Khalidi kausal bemerkt: "Perle und seine Kollegen schlugen hier die komplette Umstrukturierung einer Region vor, deren Geschichte und Religion ihre Vorschläge offenbaren, dass sie kaum etwas darüber wissen." Kurz gesagt, die irakische Komponente der "neuen Strategie" der Neocons basierte auf einer ignoranten Fantasie der zukünftigen schiitischen Unterstützung für Verbindungen mit Israel.[16]

    Die Professoren John Mearsheimer und Stephen Walt schrieben in ihrem umstrittenen und kritischen "The Israel Lobby " Artikel vom März 2006, der in der London Review of Books veröffentlicht wurde, dass das Clean Break Paper

    rief Israel dazu auf, Schritte zu unternehmen, um den gesamten Nahen Osten neu zu ordnen. Netanjahu folgte nicht ihrem Rat, aber Feith, Perle und Wurmser drängten bald die Bush-Administration, dieselben Ziele zu verfolgen. Der Ha’aretzHa’aretz-Kolumnist Akiva Eldar warnte, dass Feith und Perle "einen schmalen Grat zwischen ihrer Loyalität zu den amerikanischen Regierungen ... und den israelischen Interessen gehen".[17]

    Sidney Blumenthal kritisierte den Bericht und schrieb:

    Anstatt Land für den Frieden zu tauschen, plädierten die Neokonservativen dafür, die Oslo-Abkommen beiseite zu werfen, die Verhandlungen führten, und forderten die bedingungslose palästinensische Akzeptanz der Begriffe des Likud, des Friedensfriedens. Anstatt Verhandlungen mit Syrien zu führen, schlugen sie vor, Syrien zu schwächen, einzudämmen und sogar zurückzudrängen. Sie haben auch ein wildes Szenario vorangetrieben, um den Irak neu zu definieren. Dann würde König Hussein von Jordanien irgendwie sein Herrscher werden; und irgendwie würde dieser sunnitische Monarch die Kontrolle über die irakischen Schiiten gewinnen und durch sie die südlibanesischen Schiiten von der Hisbollah, dem Iran und Syrien entwöhnen.[12]

    Weitere Lektüre


    19.06.2025

    Ein sauberes Durcheinander: Eine neue Strategie zur Sicherung des Reiches  (II von II)


    Referenzen


    1. Die Israel-Lobby von John Mearsheimer und Stephen Walt, London Review of Books, 23. März 2006

    Benjamin Netanjahu

    Premiership Wahlen
    Likud-Führung
    KnessetFamilieIn Verbindung Kategorie

    Kategorien :

  • A Clean Break: Eine neue Strategie zur Sicherung des Reiches archiviert 25. Januar 2014, am Wayback Machine, Institut für fortgeschrittene strategische und politische Studien, Juli 2006

  • Hollings, Ernest (2009). Regierungsarbeit leisten. University of South Carolina Presse. 299. ISBN 978-1570038839.

  • Cashman, Greg (2007). Einführung in die Ursachen des Krieges: Muster des Interstate-Konflikts vom Ersten Weltkrieg bis zum Irak. Rowman & Littlefield. 331. ISBN 978-0742555105.

  • "A Clean Break: A New Strategy zur Sicherung des Realm Archiviert 25. Januar 2014 auf der Wayback Machine " Text: "Die wichtigsten inhaltlichen Ideen in diesem Papier ergeben sich aus einer Diskussion, an der prominente Meinungsmacher, darunter Richard Perle, James Colbert, Charles Fairbanks, Jr., Douglas Feith, Robert Loewenberg, David Wurmser und Meywur.
  • Brian Whitaker, Kegel mit Saddam, The Guardian, 3. September 2002.
  • J. Buchanan, Wessen Krieg? Archiviert 2009-01-05 an der Wayback Machine, The American Conservative, 24. März 2003
  • Ian Buruma, wie man über Israel spricht, The New York Times, 31. August 2003
  • Börjesson, Kristina (2005). Füße zum Feuer: Die Medien nach 9/11: Top-Journalisten melden sich zu Wort. Prometheus Bücher. S. 256. ISBN 1591023432.
  • Scott McConnell, The Worst and the Dullest Archiviert 2008-10-06 an der Wayback Machine, The American Conservative, 19. Dezember 2005
  • Karen Kwiatkowski, Israel macht seine "Clean Break", LewRockwell.com, 15. Juli 2006.
  • Phyllis Bennis, Washingtons jüngster Naher Osten-Krieg, archiviert am 5. Dezember 2006, an der Wayback Machine, Common Dreams, 25. Juli 2006
  • Sidney Blumenthal, The Neocons' nächster Krieg archiviert am 17. Mai 2008, bei der Wayback Machine, Salon.com, 3. August 2006 (Reprint Archived 2006-08-31 at the Wayback Machine)
  • Taki, Not So Clean Break, The American Conservative, 11. September 2006.
  • Jason Vest, The Men From JINSA und CSP Archived 2005-04-17 an der Wayback Machine, The Nation, 2. September 2002
  • "Ist Syrien als Nächstes?", The Nation, 3. November 2003. Archiviert vom Original, 5. Dezember 2006.
  • John Dizard, wie Ahmed Chalabi die Neocons unterwarf, die 2007-05-14 auf der Wayback Machine, Salon.com, 4. Mai 2004 archiviert wurden

    1. Die Israel-Lobby von John Mearsheimer und Stephen Walt, London Review of Books, 23. März 2006

    Benjamin Netanjahu
    Premiership
    Wahlen
    Likud-Führung
    Knesset
    Familie
    In Verbindung
  • John Dizard, wie Ahmed Chalabi die Neocons unterwarf, die 2007-05-14 auf der Wayback Machine, Salon.com, 4. Mai 2004 archiviert wurden


    Info: https://en.wikipedia.org/wiki/A_Clean_Break:_A_New_Strategy_for_Securing_the_Realm


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    19.06.2025

    Weltwirtschaft„Unser Dollar, euer Problem“ – Trumps Neuauflage

    makronom.de, vom 18. Juni 2025,  Jürgen K. Zattler, USA, Weltwirtschaft,

    Die USA rütteln an den Regeln des globalen Handels- und Finanzsystems. Auch wenn Präsident Trumps Entscheidungen dabei spontan und opportunistisch wirken, könnten sie doch einem strategischen Drehbuch folgen. Ein Beitrag von Jürgen K. Zattler.


    Bild: Christine Roy via Unsplash


    Kenneth Rogoff hat uns in seinem kürzlich erschienenen Buch Our Dollar, Your Problem bereits im Titel an die Aktualität der Äußerungen des damaligen US-Finanzministers John Connally im Jahr 1971 zum Ende des Bretton-Woods-Systems und dem Beginn einer neuen Ära erinnert. Heute sieht es so aus, als ob das weltweite Handels- und Finanzsystem an der Schwelle zu einem weiteren grundlegenden Wandel steht. Connallys Satz „The dollar is our currency, but it’s your problem” ist immer noch relevant, wenn auch auf eine etwas andere Art und Weise.

    Die US-Regierung stellt die Grundregeln des derzeitigen internationalen Systems in Frage. Welche Strategie steht dahinter? Natürlich trifft Präsident Trump seine Entscheidungen spontan und scheint keiner ausgefeilten und kohärenten Strategie zu folgen, die auf einer Wirtschaftstheorie beruht.

    Dies muss jedoch nicht unbedingt bedeuten, dass die Entscheidungsfindung völlig losgelöst von Theorie und Strategie ist. Stephen Miran, Vorsitzender des Council of Economic Advisers, veröffentlichte im November 2024 einen „User’s Guide to Restructuring the Global Trading System“, in dem er die Politiken zur Umstrukturierung des globalen Handels- und Finanzsystems und potenzielle Umsetzungsprobleme darlegt. Mirans Ideen könnten eine theoretische Grundlage für die Politik und die Ambitionen der US-Regierung bilden. Im Folgenden werden Mirans Hauptargumente und wirtschaftspolitische Empfehlungen interpretiert; außerdem werden Schwachstellen sowie Auswirkungen auf die Entwicklungsländer aufgezeigt.

    Das (vermeintliche) Problem

    Miran argumentiert, dass die USA ihr Finanzsystem, einschließlich des Dollars als Reservewährung, weitgehend kostenlos zur Verfügung stellen bzw. dies sogar mit gravierenden Nachteilen für die USA verbunden ist.  Damit nämlich der Dollar seine Funktion als Weltreservewährung erfüllen könne, müssten die USA dauerhaft Leistungsbilanz- bzw. Handelsbilanzdefizite aufweisen. Die entsprechenden Überschüsse auf Seiten der Handelspartner erlaubten es den Handelspartnern, US-Vermögenswerte (insbesondere Staatsanleihen) zu erwerben. Dies führe zu einer Überbewertung des Dollars, wodurch das verarbeitende Gewerbe in den USA schwer belastet würde. Gleichzeitig profitiere der US-Finanzsektor (sowie wohlhabende US-Bürger) von dem überbewerteten Dollar.

    Miran argumentiert, dass die Nachfrage nach US-Vermögenswerte unelastisch sei; das heißt, dass die Dollarnachfrage auf Seiten der anderen Länder nicht zurückgeht, wenn der Dollar teurer wird. Die Überbewertung des Dollars sei deshalb strukturell bedingt und werde durch die unelastische Nachfrage nach Dollar als Reservewährung verursacht. Miran weist die Vorstellung zurück, dass die USA hohe Leistungsbilanzdefizite haben, weil sie zu viel importieren – vielmehr importierten sie zu viel, weil sie Staatsanleihen exportieren müssten, um die Weltwirtschaft mit ausreichend Dollar zu versorgen.

    Dazu komme, dass die USA der Welt nicht nur den Dollar als Reservewährung zur Verfügung stellten. Sie finanzierten auch den Verteidigungsschirm für ihre Verbündeten. Diese beiden Themen seien eng miteinander verbunden und müssten deshalb zusammen betrachtet werden. U.a. wird argumentiert, dass es für die USA immer schwieriger werde, den Verteidigungsschirm für die Verbündeten bereitzustellen, da von der De-Industrialisierung auch der Rüstungssektor betroffen sei.

    Politische Schlussfolgerungen

    Vor diesem Hintergrund wird argumentiert, dass die globalen Handels- und Finanzsysteme sowie die Finanzierung des Sicherheitsschirms mit dem Ziel einer gleichmäßigeren Lastenteilung umgestaltet werden müssen. Dies wird immer dringender, weil der Anteil der USA am globalen BIP abnimmt und es ihr dadurch immer schwerer fällt, diese globalen Dienstleistungen zu finanzieren.

    Was kann die USA tun? Zunächst geht es darum, die Importzölle massiv zu erhöhen und so die nationale Industrieproduktion zu schützen. US-Bürger würden statt Importwaren stärker Produkte aus den USA nachfragen. Außerdem würde sich der Handel der USA mit denjenigen Ländern intensivieren, mit welchen ein „faires“ Handelsabkommen besteht, wodurch auch US-Exporte in diese Länder stiegen. Höhere Einfuhrzölle werden auch zusätzliche Einnahmen generieren und so beitragen, den US-Haushalt auszugleichen und die Steuerlast für US-Bürger zu senken. Sie werden daneben als Mittel gesehen, um die Verbündeten für den Sicherheitsschirm zahlen zu lassen. So sprach sich US-Finanzminister Bessent für eine klarere Aufteilung der internationalen Wirtschaft in Zonen auf der Grundlage gemeinsamer Sicherheits- und Wirtschaftssysteme aus und argumentierte, dass Länder, die dem Verteidigungsschirm angehören wollen, auch dem „fairen Handelsschirm“ angehören müssen.

    Neben Importzöllen geht es nach Miran darum, die Überbewertung des Dollars zu beenden. Dies werde dazu beitragen, das Handelsdefizit zu verringern, die Produktion des verarbeitenden Gewerbes zu erhöhen und Arbeitsplätze zu schaffen. Es ist nicht ganz klar, wie eine Abwertung des Dollars erreicht werden soll. Miran weist darauf hin, dass es verschiedene Wege gibt, sowohl kooperativer als auch unilateraler Art, und betont, dass eine koordinierte Anpassung mit den wichtigsten Handelspartnern die beste Option wäre („Mar-a-Lago Accord“). Er verweist in diesem Zusammenhang auf den sogenannten Plaza Accord und den Louvre Accord in den 1980er Jahren, die angeblich funktioniert hätten. Dabei könnten Partnerländer unter Druck gesetzt werden, indem angedroht wird, die Importzölle zu erhöhen und/oder den US-Verteidigungsschirm einzuschränken. Miran weist darauf hin, dass die USA zwar an kooperativen Lösungen interessiert seien, jedoch notfalls auch unilateral vorgehen könnten.

    Eine wichtige Frage sei, ob die US-Zentralbank diese Strategie unterstützt. Dies wäre jedenfalls aus der Sicht von Miran anzustreben. Es könne zu unerwünschten Nebeneffekten kommen, wie z.B. Zinserhöhungen, denen die Zentralbank entgegenwirken sollte. Falls die Zentralbank jedoch nicht kooperativ ist, könne das US-Finanzministerium auch einseitig Maßnahmen ergreifen. So könnte es auf US-Staatsanleihen, die von Ausländern gehalten werden, eine „Nutzungsgebühr“ erheben oder ausländische Anleger zwingen, Staatsanleihen mit 100jähriger Laufzeit zu erwerben.

    Schwachstellen

    Mirans Argumentation weist schwerwiegende Schwächen und Widersprüche auf:

    1.

    Miran unterschätzt oder ignoriert die Vorteile, die den USA aus der Reserveposition des Dollars erwachsen. Dazu zählen z. B. relativ niedrige Kreditzinsen, sowie die Möglichkeiten, staatliche Defizite zu finanzieren und andere Länder zu sanktionieren. Wie Rogoff hervorhebt, sind die mit dem US-Leistungsbilanzdefizit verbundenen Kapitalzuflüsse mit weiteren Vorteilen verbunden, z. B. mit zusätzlichen Investitionen in Schlüsselbereichen wie Biotechnologie und Künstlicher Intelligenz.

    2.

    Die Annahme, dass eine Abwertung des Dollars das US-Handels- und Leistungsbilanzdefizit verringern würde, kann bezweifelt werden. Der Leistungsbilanzüberschuss eines Landes ist saldenmechanisch die Differenz zwischen den nationalen Ersparnissen und den Investitionen des öffentlichen sowie des privaten Privatsektors. Dadurch wird klar, dass das Leistungsbilanzdefizit der USA ebenso wie die Überschüsse Deutschlands, Chinas usw. nicht nur vom Wechselkurs, sondern von vielen, vor allem makroökonomischen Faktoren wie der Größe des Haushaltsdefizits, der privaten Sparquote und den Investitionsbedingungen beeinflusst werden. Bezogen auf die Situation der USA besteht das Kernproblem darin, dass die US-Ersparnisse hinter den US-Investitionen zurückbleiben; für China und Deutschland gilt das spiegelbildlich. Daher würde der Steuerreformvorschlag der Trump-Regierung das Haushaltsdefizit weiter erhöhen und das Handelsdefizit vergrößern.

    3.

    Die von Miran empfohlenen Importsteuern sowie die Schwächung des Dollars könnten zu Finanzmarktturbulenzen führen. Miran selbst räumt dies zwar ein, betont aber, dass dies nur ein Übergangsproblem sei. Das Problem kann außerdem abgemildert werden, wenn die US-Notenbank mitspielt und sich die Handelspartner kooperativ verhalten. Die letzten Wochen haben jedoch gezeigt, wie hoch das Risiko von Finanzmarktturbulenzen ist und wie schwer es ist, dem entgegenzuwirken.

    4.

    Mirans Argument, dass die US-Regierung jederzeit einseitige Maßnahmen ergreifen kann, wenn die Notenbank und die Handelspartner nicht kooperieren sind, ist nicht überzeugend. Wenn z.B. das US-Finanzministerium auf Staatsanleihen eine Gebühr erhebt, so würde die Attraktivität des Dollars als Reservemittel beeinträchtigt; alternative Anlagen, wie der Euro, Gold oder Digitalwährungen würden attraktiver. Anders als Miran annimmt, kann nicht davon ausgegangen werden, dass die Nachfrage nach Dollar unelastisch ist. Vielmehr würde durch die genannten einseitigen Maßnahmen die Nachfrage nach Dollar sinken und die Kosten zur Refinanzierung der US-Staatsschulden steigen. Die Dominanz des Dollars dürfte kurz- und mittelfristig nicht verschwinden. Jedoch dürfte eine solche Entwicklung alternative Anlagen attraktiver machen.

    5.

    Außerdem beinhaltet Miran’s „Strategie“ Widersprüche und Zielkonflikte:

    • Miran selbst räumt ein, dass die durch die Einfuhrzölle ausgelöste Umleitung des US-Konsums möglicherweise erst längerfristig erfolgt. Deshalb sei nicht auszuschließen, dass es in einer Übergangsphase zu Preissteigerungen kommt. Dies könne durch eine gezielte Dollaraufwertung verhindert werden. Diese Dollaraufwertung steht aber im Widerspruch zu dem von Miran angestrebten Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit der amerikanischen Industrie durch einen schwächeren Dollar zu verbessern.
    • Mit den Zöllen sollen die Einfuhren verringert werden. Gleichzeitig sollen sie aber auch Steuereinnahmen generieren. Auch diese beiden Ziele stehen in einem Spannungsverhältnis. Wenn die Importsubstitution funktioniert, gibt es keine zusätzlichen Steuereinnahmen, die genutzt werden können, um die Steuerlast der US-Bürger zu verringern.
    • Miran argumentiert, dass die hohe internationale Nachfrage nach Dollar als Reservewährung die Kreditkosten der USA nicht wesentlich reduziert. Auf der anderen Seite wird argumentiert, dass eben diese Nachfrage nach Dollar und der damit verbundene Kapitalzufluss zu der beklagten Überbewertung des Dollars führt.
    • Es ist nicht klar, ob Miran bzw. die US-Regierung tatsächlich den Reservestatus des Dollars zurückdrängen will oder dies zumindest in Kauf nehmen würde. Präsident Trump hat den Reservestatus des Dollars gepriesen und gedroht, Länder zu bestrafen, die versuchen, den Dollar zu substituieren. Wenn dies der Fall ist, besteht ein Spannungsverhältnis zwischen dem Ziel, auf der einen Seite das Halten von Dollar unattraktiver zu machen und Importsteuern zu erhöhen, und auf der anderen Seite den Reservestatus zu erhalten.

    Dies zeigt, dass Miran’s Ansatz fragwürdig und inkohärent ist. Ohnehin kann nicht davon ausgegangen werden, dass sich Entscheidungen der US-Regierung von theoretischen Überlegungen leiten lassen. Dies schon deshalb nicht, weil offensichtlich Trump bei seinen Vorgaben eher spontan und opportunistisch vorgeht. Es ist daher wahrscheinlich, dass Mirans Überlegungen nur punktuell in die Entscheidungsfindung eingehen. Es zeichnet sich bereits ab, dass die Androhung von Importzöllen vor allem genutzt wird, um Zugeständnisse der Handelspartner in allen möglichen Bereichen zu bekommen, darunter zusätzliche Direktinvestitionen in den USA, den Zugang zu Rohstoffen für US-Firmen, die Eindämmung der Migration, Aufträge für die US-Rüstungsindustrie, höhere Verteidigungsausgaben der Verbündeten sowie Vorteile für die Trump-Familie und für befreundete Lobbygruppen.

    Auswirkungen auf Entwicklungsländer

    Im Mai 2025 verhängten die USA eine breite Palette von Zöllen auf Importe aus anderen Ländern, wobei die konkreten Sätze je nach Land und Produkt sehr unterschiedlich ausfielen. Sie reichen von einem Basiszollsatz von 10% (z. B. für Kenia, Marokko, Ägypten, Weißrussland und viele lateinamerikanische Länder) bis z. B. 46% für Vietnam, 47% für Madagaskar, 48% für Laos, 49% für Kambodscha und 50% für Lesotho. Bestimmte Sektoren in Entwicklungsländern sind besonders betroffen, insbesondere Textilien/Bekleidung und landwirtschaftliche Erzeugnisse. Die Zölle, die über dem Ausgangswert von 10% liegen, wurden zunächst (außer für China) für 90 Tage bis zum 8. Juli ausgesetzt.

    Die afrikanischen Länder wären von den Zollerhöhungen  stark betroffen und besonders verletzlich (siehe dazu auch die Analysen von Mathiasen und Martinez hier und hier). Der African Growth and Opportunity Act (AGOA) bietet den beteiligten afrikanischen Ländern südlich der Sahara derzeit noch einen zollfreien Zugang zum US-Markt für eine breite Palette von Produkten. AGOA läuft jedoch in diesem Jahr aus. Es wurde ein Gesetzentwurf zur Verlängerung des AGOA um weitere zwölf Jahre eingebracht, aber bisher noch nicht verabschiedet.

    Inzwischen haben einige Entwicklungsländer Verhandlungen mit den USA aufgenommen. Aufgrund der geringen Verhandlungsmacht von armen Ländern, haben diese nicht viel Positives zu erwarten. Es ist eigentlich die Funktion der WTO, kleine und schwache Länder zu schützen. Doch die USA und andere Länder haben diese Institution zugunsten von plurilateralen und bilateralen Verhandlungen geschwächt. Schwache Länder, die von den USA unter Druck gesetzt werden, müssen deshalb besonders daran interessiert sein, sich mit anderen Ländern anderweitig abzustimmen und zusammen zu schließen, um mehr Verhandlungsmacht zu erlangen.

    Es ist zu beobachten, wie die USA Entwicklungsländer nicht nur im Handelsbereich unter Druck setzen. Lesotho beispielsweise verhandelt mit Elon Musks Unternehmen Starlink über eine Zehnjahreslizenz für den Betrieb seines Satellitennetzes im Land. Die Investition beinhaltet keine nationale Mit-Trägerschaft, wie dies sonst in Lesotho üblich ist. Vietnam genehmigte ein 1,5-Milliarden-Dollar-Investitionsprojekt (Golfplatz und Mischnutzung) der Trump-Organisation und eines vietnamesischen Bauunternehmens. Die US-Regierung einigte sich mit der angolanischen Regierung auf ein Darlehen in Höhe von 550 Millionen Dollar für den Lobita-Eisenbahnkorridor, um den Export von kritischen Rohstoffen zu erleichtern. Die USA schlossen mit Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten Verträge über den Aufbau einer umfangreichen KI-Infrastruktur ab, darunter ein KI-Rechenzentrumscluster mit fünf Gigawatt in Abu Dhabi. Diese Abkommen zielen darauf ab, den Einfluss der USA im globalen KI-Wettlauf zu erhöhen und Chinas wachsender Präsenz entgegenzuwirken. Diese Beispiele zeigen, dass es der Trump-Regierung bei Weitem nicht nur um Zugeständnisse im Bereich der Zollpolitik geht.

    Auswirkungen auf die Entwicklungspolitik

    Wie können andere Regierungen ärmeren Ländern helfen, die von den USA unter Druck gesetzt werden? Erstens können sie ihrerseits den Marktzugang für Entwicklungsländer aufrechterhalten oder verbessern und sich so als zuverlässige Handelspartner beweisen. Beispielsweise kann die EU ihre Wirtschaftspartnerschaftsabkommen ausweiten und vertiefen. Zweitens wären Initiativen hilfreich, um die WTO zu stärken. Drittens könnte die EU ihre Zusammenarbeit im Bereich der Rohstoffe vertiefen, insbesondere indem sie den Partnerländern im Süden dabei hilft, die lokale Weiterverarbeitung aufzubauen.

    In Deutschland haben sich die Regierungsparteien kürzlich darauf geeinigt, ihre Entwicklungspolitik zu reformieren und dabei die Kooperation im Rohstoffbereich auszuweiten. Dies bietet eine gute Gelegenheit, die lokale Weiterverarbeitung gezielt zu fördern und dabei auch oft in der Vergangenheit geltend gemachte Bedenken z.B. gegenüber Auflagen der Partnerländer hinsichtlich „local content“ hintanzustellen.

    Schließlich können andere Länder alternative Reservewährungen fördern. Verschiedentlich wurde bereits empfohlen, dass die EU die Gelegenheit nutzen sollte, um die Rolle des Euro als Reservewährung zu stärken, insbesondere indem sie die Emission gemeinsamer EU-Anleihen ausweitet und die Bankenunion sowie die Spar- und Investitionsunion vollendet (Rey 2025, Legrain 2025). Eine weitere Option besteht darin, die Rolle der Sonderziehungsrechte (SZR) im internationalen Finanzsystem zu stärken. Europäische Länder könnten im IWF gemeinsam mit Entwicklungsländern die diesbezügliche Diskussion wiederaufnehmen. So könnte vereinbart werden, die Weichen dafür zu stellen, dass SZR stärker genutzt werden, insbesondere auch für private Transaktionen. Daneben könnte eine regelmäßige antizyklische Ausgabe von SZR dazu beitragen, globale Ungleichgewichte auszugleichen und Schwächen des derzeitigen Währungssystems abzumildern. Insbesondere würde dadurch das internationale Währungssystem unabhängiger von der US-Politik (siehe Plant 2022 und Zattler 2010).

    Die Welt war noch nie so sehr auf Zusammenarbeit angewiesen wie heute. Die US-Regierung will die Vorteile des Dollars als Reservewährung genießen, während sie die Kosten auf andere Länder abwälzt. Conallys Satz scheint immer noch gültig zu sein, aber er klingt heute wie eine massive Drohung für die amerikanischen Handelspartner, insbesondere die armen und schwachen Länder.

     

    Zum Autor:

    Jürgen K. Zattler ist Distinguished Non-Resident Fellow am Center for Global Development in Washington und assoziierter Forscher am Deutschen Institut für Entwicklung und Nachhaltigkeit (IDOS) in Bonn.

    Hinweis:

    Dieser Beitrag ist zuerst auf Englisch im Blog Weltneuvermessung erschienen.


    Info: https://makronom.de/unser-dollar-euer-problem-trumps-neuauflage-49253?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=unser-dollar-euer-problem-trumps-neuauflage


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    19.06.2025

    Nachrichten von Pressenza: Angriff auf die Neutralität

    aus e-mail von  <newsletter@pressenza.com>, 19. Juni 2025, 7:30 Uhr


    Nachrichten von Pressenza - 19.06.2025


    Angriff auf die Neutralität


    In Irland werden Proteste gegen Bestrebungen der Regierung laut, ein Instrument zur Sicherung der Neutralität des Landes – den Triple Lock – abzuschaffen. Die Militarisierung der EU soll auch auf Dublin ausgeweitet werden. (Eigener Bericht) – In Irland werden energische&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/06/angriff-auf-die-neutralitaet/


     -----------------------


    Gefährliche Lage im Iran: PRO ASYL fordert Abschiebestopp und Anpassung der Asylentscheidungspraxis


    Fast täglich spitzt sich die Lage im Iran zu, zahlreiche Menschen begeben sich in dem Land auf die Flucht, um sich vor weiteren Angriffen zu schützen. PRO ASYL fordert einen bundesweiten Abschiebestopp und dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/06/gefaehrliche-lage-im-iran-pro-asyl-fordert-abschiebestopp-und-anpassung-der-asylentscheidungspraxis/


     -----------------------


    Militär, wofür soll das gut sein?


    Wird Ramstein noch vor Jahrhundertmitte UNESCO-Weltkulturerbe? So wie die Stadtmauern des Mittelalters heute Touristenattraktionen sind? Heute ist die US-Airbase im rheinland-pfälzischen Ramstein nach wie vor die größte Basis der US-Airforce außerhalb der USA. Sie ist der Drehpunkt für die Steuerung&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/06/militaer-wofuer-soll-das-gut-sein/


     -----------------------


    Das Wettern der Woche: Keine Gewalt?


    Eigentlich waren wir uns ja alle mal einig, vor paar Jahren noch. OK, fast alle: Keine Gewalt! Das galt bei der antiautoritären Kindererziehung (schwer genug), in der Schule („Eine Ohrfeige hat noch keinem geschadet!“), in der Lehre („Pass uff, sonscht&hellip;

    https://www.pressenza.net/?l=de&track=2025/06/das-wettern-der-woche-keine-gewalt/


     -----------------------


    Pressenza - ist eine internationale Presseagentur, die sich auf Nachrichten zu den Themen Frieden und Gewaltfreiheit spezialisiert hat, mit Vertretungen in Athen, Barcelona, Berlin, Bordeaux, Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Florenz, Lima, London, Madrid, Mailand, Manila, Mar del Plata, Montreal, München, New York, Paris, Porto, Quito, Rom, Santiago, Sao Paulo, Turin, Valencia und Wien.


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    19.06.2025

    Jüdin kritisiert mangelnden Schutz in Deutschland | Markus Lanz vom 1. November 2023

    Screenshot_2025_06_19_at_06_42_24_J_din_kritisiert_mangelnden_Schutz_in_Deutschland_Markus_Lanz_vom_1._November_2023_YouTube


    Info: Video https://youtu.be/yblJzvEw2Go?t=660 Dauer 30:46 Min


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    18.06.2025

    Doctorow: Auswirkungen des Konflikts zwischen Israel und Iran auf den Krieg zwischen Russland und der Ukraine

    Screenshot_2025_06_19_at_08_50_27_Seniora.org_Doctorow_Auswirkungen_des_Konflikts_zwischen_Israel_und_Iran_auf_den_Krieg_zwischen_Russland_und_der_Ukraine

    Iran - Israel


    seniora.org, 18. Juni 2025, Von Gilbert Doctorow 16.06.2025 - übernommen von gilbertdoctorow.com

    (Red.)Es ist nach wie vor sehr verdienstvoll, dass Doctorow uns die Denkweise und die Propagandalinie der russischen Talkshows darstellt, die wir wegen der Sprachbarriere kaum verfolgen können. Solowjow führt die Beteiligung des Mossad an den Angriffen auf die russische nukleare Triade darauf zurück, dass Russland ein Abkommen mit dem Iran abgeschlossen hat. Dabei fehlt die Überlegung, dass sowohl der Krieg in der Ukraine als auch der Krieg gegen den Iran zusammen gesehen werden müssen. Der Kollektive Westen und alle seine miteinander vernetzten Geheimdienste führen gemeinsam im Auftrag des Hegemon Krieg gegen die zunehmende Integration Eurasiens - also gegen BRICS & Co. - um diese wenigstens zu verlangsamen, wenn sie sie schon nicht verhindern können. Wir müssen uns also nicht wundern, wenn diese alle ihre Kräfte bündeln. Allerdings werden sie ausser Tod und Verderben dabei nichts zustande bringen.(am)


    Wie wir vor einigen Tagen aus den Mainstream-Medien erfahren haben, haben die Vereinigten Staaten viele ihrer Luftabwehrsysteme aus der Ukraine abgezogen und in den Nahen Osten transportiert, wo sie in verschiedenen Militärstützpunkten der Region stationiert werden sollen, als Vorsichtsmaßnahme für den Fall, dass der Iran seine Reaktion auf den israelischen Angriff eskaliert und sich an den US-Streitkräften in der Region rächt, die die israelische Aggression ermöglicht haben. Darüber hinaus berichtet die britische Tageszeitung „The Telegraph“ heute, dass die Vereinigten Staaten ihre Lieferungen von Militärgütern an die Ukraine drastisch eingeschränkt haben. Man kann zumindest sagen, dass der Nahostkonflikt Washington einen Vorwand liefert, um das Militärmaterial, das es für seine eigenen Bedürfnisse benötigt, zurückzuhalten. Es ist zu erwarten, dass Wolodymyr Selensky bei seinem Treffen mit den G7-Staats- und Regierungschefs heute in Westkanada darüber klagen wird.

    Das ist nur ein Beispiel dafür, wie die Konflikte miteinander verflochten sind, und ein Grund, warum ich die Entwicklungen im Nahen Osten jetzt mit großer Aufmerksamkeit verfolge, obwohl ich kein Orientalist bin. Wie die BBC in der Werbung für ihre Wirtschaftsnachrichten sagt: „Alles hängt miteinander zusammen.“

    In der Talkshow von Wladimir Solowjow gestern Abend habe ich einige interessante Bemerkungen der Diskussionsteilnehmer und des Moderators selbst zum israelisch-iranischen Konflikt notiert.

    Erstens befürchtet der Kreml, dass Netanjahu, den er für einen Verrückten hält, Atomwaffen gegen den Iran einsetzen wird, wenn der Konflikt weiter gegen ihn läuft und neue Wellen iranischer Raketen wichtige Infrastruktureinrichtungen treffen, wie es derzeit der Fall zu sein scheint, da das Raketenabwehrsystem „Iron Dome“ durchbrochen wurde. Diese Sorge könnte der Grund dafür sein, dass der russische Präsident vor einem Tag Donald Trump zu einem 50-minütigen Telefonat kontaktierte, in dem es vor allem um die Krise im Nahen Osten ging.

    Die interessantesten und relevantesten Äußerungen, die hier zusammengefasst werden sollten, kamen von dem Militärexperten und regelmäßigen Gast der Sendung, Generalleutnant Jewgeni Buschinski (a.D.).


    Buzhinsky sagte, dass die wichtigste Lehre aus dem Konflikt bisher sei, dass die Idee der Abwehr ankommender Raketen falsch sei. Selbst das winzige Israel mit seinem vierstufigen Luftabwehrsystem habe sich als unfähig erwiesen, ankommende Raketen und sogar Drohnen abzuwehren. Dies zeige, dass Donald Trumps Pläne für einen „Goldenen Dom“ über den Vereinigten Staaten völliger Unsinn seien, so Buzhinsky. Trumps vorgeschlagenes Budget von 150 Milliarden Dollar für dieses Projekt sei absurd niedrig. Die tatsächlichen Kosten für die Umsetzung auf dem Niveau der israelischen Luftabwehr würden sich auf Billionen Dollar belaufen und würden dennoch keinen ausreichenden Schutz vor feindlichen Geschossen bieten.

    Bedauerlicherweise vermied Buzhinsky jegliche Stellungnahme zu den Schäden, die jede Seite im Konflikt zwischen Israel und Iran der anderen zugefügt hat. Er nutzte den größten Teil seiner Redezeit, um über die Ansprache von Präsident Putin vor seinen obersten Militärs Anfang der Woche zu sprechen, in der es um die Planung für die nächsten zwanzig Jahre ging, was an sich schon eine Neuerung ist, oder vielmehr eine Rückkehr zu dem, was die Sowjets früher gemacht haben. Die neuen Pläne wurden in russischen Nachrichtensendungen teilweise behandelt, insbesondere die Schaffung einer neuen Teilstreitkraft für die Drohnenkriegsführung in all ihren Aspekten   – Konstruktion, Herstellung und Ausbildung.

    Buzhinsky sprach dann jedoch über einen Aspekt der langfristigen Planung, mit dem er besonders zufrieden ist: den Bau neuer Kriegsschiffklassen im Rahmen des Wiederaufbaus einer „Hochseeflotte“, die weltweit in allen Ozeanen eingesetzt werden soll. Wie Buzhinsky feststellte, verfügte Russland während des Kalten Krieges über die größte oder zweitgrößte Marine der Welt. Diese brach in den 1990er Jahren zusammen, und die Marine trat mit Ausnahme der Schiffe ihrer nuklearen Triade ausschließlich als Wächter der russischen Küstengewässer in das 21. Jahrhundert ein. Dies soll nun durch den Neubau von Marineschiffen korrigiert werden.

    Ein weiterer Punkt in dieser Sendung, der hier erwähnenswert ist, wurde vom Moderator Wladimir Solowjow selbst angesprochen: dass tatsächlich der israelische Geheimdienst Mossad an dem Angriff auf russische Luftwaffenstützpunkte vor einigen Wochen beteiligt gewesen sein könnte. Diese Schlussfolgerung ergibt sich aus der Betrachtung der Vorgehensweise, bei der israelische Agenten in Iran auf die gleiche Weise wie in Russland in der Nähe der Stützpunkte zuvor eingeschleuste Drohnen einsetzten. Im Iran haben diese Drohnen die Luftabwehr des Landes lahmgelegt, die jedoch zehn Stunden später wiederhergestellt werden konnte. Die Logik hinter der Unterstützung des Mossad bei der Operation Spiderweb in Russland war die Interpretation des vor sechs Monaten geschlossenen, aber schon lange zuvor geplanten Abkommens über langfristige Zusammenarbeit zwischen Russland und dem Iran, das die Israelis als Bündnis interpretieren konnten, wodurch Russland zu einem strategischen Feind wurde.

    *****

    Es gibt noch zwei weitere, nicht miteinander in Zusammenhang stehende Punkte, die ich in meinem heutigen Essay ansprechen möchte.

    Der eine betrifft Wladimir Putins Einstufung des Selensky-Regimes als „Terrorstaat“ kurz nach den ukrainischen Angriffen auf Eisenbahnbrücken in den Gebieten Kursk und Brjansk am 1. Juni. Einige meiner Kollegen interpretieren dies so, dass die Sonderoperation mit all ihren rechtlichen Beschränkungen für Präsident Putin im Konflikt mit der Ukraine und der NATO durch einen Krieg gegen den Terror ersetzt wurde, in dem der Präsident freie Hand hat, um die Zerstörung dieses Regimes bis hin zur Ermordung von Selensky und seinen Verbündeten im Terror zu verfolgen.

    In den jüngsten öffentlichen Äußerungen Putins und in den Aussagen in der Solowjow-Show gestern Abend gibt es jedoch keinerlei Änderung der Befugnisse des Präsidenten und der formalen Beschreibung der russischen Operationen als SMO. Angesichts der legalistischen Denkweise Putins würde er sicherlich die Duma um neue, erweiterte Befugnisse ersuchen, wenn es tatsächlich zu einer Änderung der Mission hin zu einem Krieg gegen den Terror gekommen wäre.

    Der zweite Punkt, den ich hier anspreche, betrifft die wohlwollende Haltung des russischen Staatsfernsehens gegenüber der israelischen Bevölkerung, obwohl es die Regierung Netanjahu verurteilt. Ich habe vor einigen Tagen gesagt, dass dies darauf zurückzuführen ist, dass in den 1970er Jahren mehr als eine Million Israelis aus der Sowjetunion, in den 1990er Jahren aus der Russischen Föderation und noch in jüngerer Zeit nach Israel eingewandert sind. Viele von ihnen besitzen weiterhin einen russischen Pass. Ich behaupte auch, dass der Kreml sehr erfreut wäre, wenn viele von ihnen nun nach Russland zurückkehren würden, da der Konflikt mit dem Iran in allen Teilen Israels sehr gewalttätig und gefährlich geworden ist.

    Dass Russland ihre „Rückkehr“ begrüßen würde, basiert auf zwei Faktoren. Der erste ist das, was ich als traditionelle „tot oder lebendig“-Politik des russischen Staates gegenüber seinen eigenen Bürgern bezeichnen würde. Die sterblichen Überreste bedeutender Russen, die im Exil gestorben sind, wurden fast immer von den russischen Behörden zur Umbettung auf russischen Boden gesucht. Der zweite Faktor ist der Arbeitskräftemangel, unter dem Russland derzeit leidet. Zwar sind viele der potenziellen Rückkehrer in Israel bereits im Rentenalter. Aber in Russland haben Konstrukteure, Professoren und andere Fachkräfte die Möglichkeit, bis in ihre 80er Jahre oder bis zu ihrem Tod zu arbeiten, je nach Bedarf. Das ist eine Realität, die ich bei Freunden und Bekannten in St. Petersburg und Moskau beobachtet habe.


    Quelle: Gilbertdoctorow - Mit freundlicher Genehmigung übernommen - Die Übersetzung besorgte Andreas Mylaeus

    https://gilbertdoctorow.substack.com/p/impact-of-the-israel-iran-conflict?utm_source=post-email-title&publication_id=1203055&post_id=166053852&utm_campaign=email-post-title&isFreemail=false&r=1y536l&triedRedirect=true&utm_medium=email



    Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acym&ctrl=fronturl&task=click&urlid=182&userid=3998&mailid=2762


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    18.06.2025

    US-Senator verplappert sich / Israelis fliehen übers Meer

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 18. Juni 2025, 21:04 Uhr


    *"Sie bringen hier eine Eilmeldung" –

    US-Senator verplappert sich bei Carlson zu Angriffen auf Iran


    *Der US-Journalist Tucker Carlson hat auf seinem X-Kanal einen Teaser

    für sein am Donnerstag erscheinendes Interview mit dem republikanischen

    US-Senator Ted Cruz veröffentlicht. Das Video geht gerade in den

    sozialen Medien viral.

    Ted Cruz ist ein überzeugter Befürworter eines Regimewechsels in Iran.

    Während des Interviews muss der US-Politiker zugeben, dass er die

    Einwohnerzahl Irans nicht kennt. Carlson hakt nach: "Sie wissen nicht,

    wie viele Einwohner das Land hat, das Sie stürzen wollen?"

    Im weiteren Verlauf des Interviews deutet Cruz eine aktive Mitwirkung

    der USA an den jüngsten Angriffen Israels auf Iran an und widerspricht

    damit den diesbezüglichen Dementis des Weißen Hauses.


    /Siehe Im Video:

    /https://rumble.com/v6uyxgj-sie-bringen-hier-eine-eilmeldung-us-senator-verplappert-sich-bei-carlson-zu.html



    _RTDE 18.6.2025

    _

    *"Wir haben die Raketen satt" – Trotz Ausreiseverbot fliehen Israelis

    übers Meer


    *Laut Mitteilung der israelischen Transportministerin Miriam Regev

    dürfen israelische Bürger das Land bis auf Weiteres nicht verlassen. In

    Herzlia und anderen Jachthäfen wie Haifa und Aschkelon organisieren

    Besitzer kleiner Jachten dennoch Ausreisen für Gruppen von bis zu zehn

    Passagieren.


    Hunderte Israelis versuchen verzweifelt, mit Booten aus Israel nach

    Zypern zu fliehen, berichtete die israelische Zeitung /Haaretz/ am 17.

    Juni. Unter der Überschrift "Die Fluchtflotte: Da sie nicht fliegen

    können, fliehen einige Israelis auf Jachten vor dem Krieg", beschreibt

    <https://www.haaretz.com/israel-news/2025-06-17/ty-article-magazine/.premium/escape-by-sea-the-israelis-using-yachts-as-a-route-out-of-war-torn-israel/00000197-7cc2-d9fe-a597-ffdec2aa0000

    die Zeitung, wie Menschen über das Meer nach Zypern fliehen. Im Bericht

    heißt es:


    "Der Jachthafen in Herzlia hat in letzter Zeit die Atmosphäre eines

    provisorischen Terminals angenommen. Ab sieben Uhr morgens treffen die

    Menschen ein – meist allein, einige zu zweit, wenige mit ihren Familien

    –, ziehen Trolleys hinter sich her und suchen die Docks nach der Jacht

    ab, die sie nach Zypern und von dort aus irgendwohin außer hierher

    bringen soll."


    Laut Meldungen in diversen Facebook-Gruppen würden "Hunderte" Israelis

    auf diese Weise versuchen, das Land zu verlassen, heißt es auch in einem

    /Cradle/-Artikel

    <https://thecradle.co/articles/israelis-flee-iranian-strikes-on-low-profile-yacht-trips-to-cyprus-report

    am Dienstag. Demnach organisierten Besitzer kleiner Jachten in Herzlia

    und anderen Jachthäfen wie Haifa und Aschkelon Fahrten mit Gruppen von

    bis zu zehn Passagieren.


    Die israelische Bevölkerungs- und Einwanderungsbehörde könne das Ausmaß

    des Phänomens noch nicht einschätzen. Inzwischen hätten sich dem

    /Cradle/ zufolge mindestens 100 Menschen darauf vorbereitet, das Land

    auf dem Seeweg zu verlassen. Es würden aber nur wenige zugeben, dass sie

    vor der Gefahr iranischer Raketenangriffe fliehen. "Keiner ist bereit,

    offen darüber zu sprechen, und fast alle sagen, sie würden gehen, weil

    sie keine andere Wahl hätten", heißt es dazu in der /Haaretz/. "Wir

    haben die Raketen satt", wird ein Israeli zitiert, der sich auf die

    Abreise vorbereitet.


    Unterdessen gab die israelische Transportministerin Miriam Regev am

    Dienstag bekannt, dass die Israelis ihr Land nicht mehr verlassen

    dürfen. Wortwörtlich erklärte <https://t.me/LebUpdate/53476> sie: "Wir

    werden Israelis in dieser Phase nicht erlauben, ins Ausland zu reisen.

    Nur diejenigen, die zu Besuch gekommen sind, Touristen,

    Geschäftsreisende oder Diplomaten, werden ausreisen dürfen."


    Während die israelischen Behörden ihren Bürgern verboten haben, das Land

    zu verlassen, sitzen gleichzeitig 150.000 Israelis aufgrund der

    Einstellung aller Flüge infolge iranischer Vergeltungsraketenangriffe

    gegen Israel im Ausland fest. Nun haben die Behörden einen

    Rückführungsplan ins Leben gerufen, wonach die im Ausland festsitzenden

    Israelis ab dem 19. Juni wieder ins Land zurückgeholt werden sollen.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    18.06.2025

    Ukraine In Kürze....

    aus e-mail von Doris Pumphrey, 18. Juni 2025, 17:18 Uhr


    _RTDE 17.6.2025


    _*DVRK entlastet Russland mit 6.000 Militärhelfern bei Minenräumung und

    Wiederaufbau


    *Die Demokratische Volksrepublik Korea wird in Kürze Tausende Fachleute

    nach Russland entsenden. Damit wird nicht nur der Wiederaufbau im Gebiet

    Kursk schneller vonstatten gehen. Russland wird auch in anderen

    Bereichen der frontnahen Wirtschaft tatkräftig unterstützt.


    Die Demokratische Volksrepublik Korea (DVRK) wird Russland 1.000

    Pioniere zur Verfügung stellen, um bei der Minenräumung in der Region

    Kursk zu helfen. Dies teilte der Sekretär des russischen

    Sicherheitsrates, Sergei Schoigu, während seines Besuches in der

    nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang mit. Er sagte: /"Ich denke, dass

    diese Arbeit in Kürze beginnen wird. Zunächst erfolgt die Vorbereitung

    und Ausrüstung, dann die praktische Arbeit. Ohne die Minenräumung in den

    Gebieten ist es schwierig, mit den Wiederaufbauarbeiten zu beginnen". /


    Außerdem werde Pjöngjang 5.000 Militärbauarbeiter zur Wiederaufbauhilfe

    in die Region entsenden. Dies sei eine brüderliche Hilfe des

    koreanischen Volkes und Kim Jong-uns für unser Land. Die Heldentat, die

    die koreanischen Soldaten in der Region Kursk vollbracht haben, wird

    verewigt, ihnen wird ein Denkmal errichtet, fügte Schoigu hinzu.


    Die Beteiligung der DVRK an der russischen Sonderoperation geht damit

    über politische Erklärungen hinaus und wird nun in die Praxis umgesetzt.

    Dies bedeutet vor allem Personalfreisetzung für die russischen Kräfte.

    Tausende nordkoreanische Spezialisten, die mit Ingenieursaufgaben

    beschäftigt sind, entlasten russische Pioniere und Bauarbeiter für die

    Arbeit an der Front – sei es bei der Befestigung, der Verlegung von

    Versorgungswegen oder der technischen Absicherung von Sturmoperationen.


    Wie der Telegram-Kanal /Militärchronik/ berichtet, sei die Hilfe aus der

    DVRK der Beginn der großangelegten logistischen Umverteilung der

    Aufgaben. Die Koreaner übernähmen den "friedlichen" Teil des Konflikts –

    Aufräumarbeiten, Wiederaufbau, Versorgung –, während Russland beim

    Militärischen bleibe.

    "Höchstwahrscheinlich werden die Koreaner mit der angewandten Logistik

    beginnen, aber im Zuge der Anpassung und der Erhöhung ihrer Zahl werden

    sie ihre Funktionen erweitern. Je mehr es davon gibt, desto mehr

    Spielraum hat Russland – nicht nur an der Front, sondern auch im

    Hinterland, an der Grenze und bei verwandten Aufgaben", so Militärexperten.



    _RTDE 18.6.2025


    _*G7: Selenskij verlässt Gipfel ohne Treffen mit Trump und ohne

    zusätzliche US-Waffenlieferungen


    *Der G7-Gastgeber Kanada stellte weitere Hilfen für Kiew bereit, während

    US-Präsident Trump das Treffen wegen der Spannungen im Nahen Osten

    vorzeitig verließ. Er hat zudem den Ausschluss Russlands aus der G8 im

    Jahr 2014 scharf kritisiert. Der Kreml seinerseits bezeichnete das

    G7-Format als "ziemlich nutzlos".


    Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat den G7-Gipfel, der

    dieses Jahr im Ferienort Kananaskis stattgefunden hat, mit weiterer

    Militärhilfe aus Kanada verlassen. Er erklärte jedoch, dass die

    Diplomatie sich in einer "Krise" befinde, weil eine Gelegenheit verpasst

    worden sei, mit US-Präsident Donald Trump eine Einigung über weitere

    US-Waffenlieferungen zu erzielen. Dies berichtet

    <https://www.reuters.com/world/china/ukraines-zelenskiy-seek-g7-support-trumps-early-exit-puts-dampener-summit-2025-06-17/

    /Reuters /am Mittwoch.


    Die G7-Staaten hätten sich bemüht, sich in der Ukraine-Frage zu einigen,

    nachdem Trump seine Unterstützung für den russischen Präsidenten

    Wladimir Putin zum Ausdruck gebracht und den Gipfel einen Tag früher

    verlassen hätte, so /Reuters. /Ein kanadischer Beamter erklärte

    gegenüber der Agentur zunächst, Ottawa habe die Pläne der G7, eine

    Erklärung zum Ukraine-Krieg abzugeben, wegen des Widerstands seitens der

    USA aufgegeben. Emily Williams, die Pressesprecherin des kanadischen

    Präsidialamtes, erklärte später, dass eine Erklärung zur Ukraine

    eigentlich nicht geplant gewesen sei.


    Kanadas Premierminister Mark Carney kündigte an, dass Ottawa Kiew

    zusätzliche Militärhilfe in Höhe von 2 Milliarden kanadischen Dollar

    (1,27 Milliarden Euro) bereitstellen werde und neue Finanzsanktionen

    gegen Moskau zu verhängen plane.


    Selenskij erklärte in einem Beitrag auf seinem Telegram-Kanal, er habe

    den G7-Staats- und Regierungschefs mitgeteilt, die Diplomatie befinde

    sich "in einer Krise". Man müsse Trump weiterhin auffordern, seinen

    Einfluss zu nutzen, um Moskau "zur Beendigung dieses Krieges zu zwingen".


    /Reuters /weist darauf hin, dass obwohl Ottawa zu den wichtigsten

    Partnern der Ukraine gehöre, Kanadas Hilfe an Kiew von den USA, dem

    größten Waffenlieferanten Kiews, übertroffen worden sei. Selenskij hatte

    erklärt, dass er hoffe, mit Trump über die Beschaffung weiterer Waffen

    während des Gipfeltreffens sprechen zu können.


    Kanada hat in diesem Jahr den rotierenden G7-Vorsitz inne und nach

    Abschluss des Gipfels veröffentlichte

    <https://g7.canada.ca/en/news-and-media/news/chairs-summary> Carney eine

    Erklärung, in der er die Diskussionen zusammenfasste. "Die Staats- und

    Regierungschefs der G7-Gruppe haben ihre Unterstützung für Präsident

    Trumps Bemühungen um einen gerechten und dauerhaften Frieden in der

    Ukraine zum Ausdruck gebracht", heißt es in der Stellungnahme. "Sie

    haben anerkannt, dass sich die Ukraine zu einem bedingungslosen

    Waffenstillstand verpflichtet hat, und stimmten darin überein, dass

    Russland dasselbe tun muss. Die Staats- und Regierungschefs der G7

    prüfen entschlossen alle Optionen, um den Druck auf Russland zu

    maximieren, einschließlich finanzieller Sanktionen."


    Wie /Reuters /schreibt, müssten andere Staats- und Regierungschefs die

    Erklärungen der G7-Vorsitzenden nicht unterzeichnen. Drei europäische

    Diplomaten teilten der Nachrichtenagentur mit, Signale von Trump zu

    hören, dass er den Druck auf Putin erhöhen und einen von US-Senator

    Lindsey Graham vorbereiteten Gesetzentwurf prüfen wolle. Trump habe sich

    jedoch zu nichts verpflichtet.


    Am Montag erklärte Trump, er müsse wegen der Lage im Nahen Osten und der

    gegenseitigen Angriffe Irans und Israels so schnell wie möglich nach

    Washington zurückkehren. Ein Beamter des Weißen Hauses sagte am

    Dienstag, Trump habe seine Rückkehr in die USA erklärt, weil es besser

    sei, Sitzungen des Nationalen US-Sicherheitsrats persönlich statt per

    Telefon abzuhalten.


    Kurz vor dem offiziellen Beginn des Treffens in Kanada hat Trump den

    Ausschluss Russlands aus der G8 kritisiert und bezeichnete diese

    Entscheidung als einen "großen Fehler". "Ich glaube, es gäbe jetzt

    keinen Krieg, wenn Russland dabei wäre", sagte er bei einem Treffen mit

    Kanadas Premier Carney.


    Dmitri Peskow, der Pressesprecher des russischen Präsidenten, sagte

    <https://tass.ru/politika/24242415> am Dienstag bei einem Briefing,

    Trump habe recht mit seiner Aussage, dass der Ausschluss Russlands im

    Jahr 2014 ein großer Fehler gewesen sei. Allerdings hätte das G7-Forum

    für Russland keine Bedeutung mehr und würde jetzt "ziemlich nutzlos"

    erscheinen. Peskow wörtlich:

    /"Unser Standpunkt ist gut bekannt: Die G8 haben für uns ihre praktische

    Bedeutung verloren. Angesichts des schrumpfenden Anteils der G7-Staaten

    an der Weltwirtschaft […] und natürlich vor dem Hintergrund von Formaten

    wie der G20 sieht das G7-Forum sehr blass und ziemlich nutzlos aus."/



    _RT DE Liveticker Ukraine-Krieg 18.6.2025

    _

    *DVR-Chef: Hauptakteur der Kiewer Aggression ist jetzt Großbritannien*

    Die Hauptfigur der Aggression Kiews ist derzeit Großbritannien. Diese

    Meinung äußert der Leiter der DVR, Denis Puschilin, in einem Interview

    mit /TASS/ im Rahmen des Internationalen Wirtschaftsforums in St.

    Petersburg:

    /"Derzeit agiert die Ukraine bzw. das ukrainische Regime auf der

    Grundlage mehrerer Komponenten. Die erste Komponente ist das Interesse

    anderer Länder. Insbesondere kann ich jetzt sagen, dass meiner Meinung

    nach Großbritannien der Hauptakteur/**/aller negativen und aggressiven

    Aktionen ist. Danach kommen die Länder, die als Verbündete agieren:

    Frankreich, Deutschland und eine Reihe anderer. Italien ist die nächste

    Stufe."/



    *London und Kiew planen demnächst neues Treffen der Koalition der Willigen*

    In den kommenden Wochen werden die Ukraine und das Vereinigte Königreich

    ein weiteres Treffen mit Vertretern der sogenannten "Koalition der

    Willigen" abhalten. Dies geht aus einer Erklärung hervor, die das Büro

    des britischen Premierministers Keir Starmer nach seinem Treffen mit

    Wladimir Selenskij auf dem G7-Gipfel in Kanada herausgab:

    /"Der Premierminister und der Präsident sind übereingekommen, zur

    nächsten Stufe der militärischen Unterstützung überzugehen, und fügten

    hinzu, dass eine starke Ukraine unerlässlich ist, um den Frieden

    langfristig zu garantieren. Sie kamen überein, in den kommenden Wochen

    ein Treffen der Koalition der Willigen einzuberufen."/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    Zu wenig Tickets verkauft – Nawalny-Gedenkkonzert in Berlin abgesagt


    aus e-mail von Doris Pumphrey, 18. Juni 2025, 21.11 Uhr


    _18.6.2025


    _*Zu wenig Tickets verkauft –

    Nawalny-Gedenkkonzert mit Pet Shop Boys in Berlin abgesagt


    *Das Gedenkkonzert in Berlin für Alexei Nawalny, das Ende Juni in einer

    Berliner Konzerthalle stattfinden sollte, ist abgesagt worden. Die

    prominentesten Künstler sollten die Pet Shop Boys sein. Der

    wahrscheinlichste Grund für die Absage ist wohl mangelndes

    Publikumsinteresse.


    Das Gedenkkonzert für den im letzten Jahr verstorbenen Kreml-Gegner

    Alexei Nawalny am 28. Juni in Berlin ist abgesagt worden. Das teilte die

    britische Band Pet Shop Boys, die bei der Veranstaltung auftreten

    sollte, in ihren Internetkanälen mit. Sie hätten diese "enttäuschende

    Nachricht vom Team Nawalny" erhalten. Nawalnys Team sprach von Gründen,

    die es nicht beeinflussen könne. Details gab es nicht.


    Bei der Veranstaltung sollten auch russische Künstler zu Wort kommen.

    Zudem war unter anderem ein Live-Gespräch mit der Witwe Julia Nawalnaja

    geplant.


    Die Pet Shop Boys veröffentlichten eine Nachricht der Veranstalter, in

    der es hieß, wegen bestimmter, nicht konkret genannter Umstände müsse

    das Gedenken abgesagt werden. Die geplante Verleihung des ersten

    Alexei-Nawalny-Preises finde zu einem späteren Zeitpunkt statt.

    Eintrittskarten und Reisekosten würden erstattet.


    Der Veranstaltungsort Uber Eats Music Hall (ehemals Verti-Arena) in

    Berlin-Friedrichshain bestätigte

    <https://www.uber-eats-music-hall.de/en/events/detail/this-is-navalny-2026/2025-06-28-1900

    die Absage auf ihrer Webseite. In der Nachricht hieß es:

    "/Liebe Freunde, leider müssen wir aufgrund von Umständen, die außerhalb

    unserer Kontrolle liegen, das Gedenkkonzert für Alexei Navalny und die

    Filmvorführung von 'Navalny' in Berlin absagen."/


    In den russischsprachigen oppositionellen Auslandsmedien gibt es

    zahlreiche Spekulationen um die Gründe für die Absage. Die in Berlin

    lebende Journalistin Olga Romanowa sagte in der YouTube-Sendung "The

    Breakfast Show" dass es wohl Sicherheitsbedenken gebe. Der Druck auf die

    russische Opposition habe sich im europäischen Ausland zuletzt erhöht,

    beklagte sie. Demnach wollte sie selbst zu dem Konzert in Berlin,

    bedauere nun aber, dass es nicht zustande komme.


    Doch diese Gründe scheinen vorgeschoben zu sein, denn gleichzeitig gibt

    es Informationen über den schleppenden Ticketverkauf für das Konzert in

    der 4.300 Personen umfassenden Halle. So mutmaßte der russischsprachige

    Telegram-Kanal /Sota/ etwa, dass das Konzert auf wenig Resonanz gestoßen

    sei und die Veranstalter sich für die Absage entschieden hätten, um den

    materiellen Schaden in Grenzen zu halten.


    Die Tickets seien zuletzt mit 70 Prozent Rabatt angeboten worden, hieß

    es. Julia Nawalnaja habe zwar erklärt, nach dem Tod Alexeis die

    Opposition führen zu wollen, die Konzertabsage stehe aber im Widerspruch

    dazu. Die Informationen über das mangelnde Publikumsinteresse wurden

    auch von dem russischen Journalisten Grigorij Nasarenko bestätigt.


    Die Tickets wurden zunächst für 70 Euro angeboten, teilte

    <https://t.me/sskarnaukhov/87184> Nasarenko in der Sendung /Soloviev

    Live/ mit. Auch eine Rabattierung der Preise habe jedoch keinen

    zusätzlichen Zulauf gebracht. Das Ziel-Publikum – ins freiwillige Exil

    gegangene, hauptsächlich jüngere Russen – habe zu viele Sorgen bei der

    Finanzierung des Lebens im Ausland, sagte er.


    Diese Entwicklung war jedoch absehbar. Die russische Opposition im Exil

    ist zudem zutiefst zerstritten. Die Streitigkeiten zwischen

    verschiedenen Gruppen mit gegenseitigen Korruptionsvorwürfen werden in

    der Regel in der Öffentlichkeit ausgetragen.


    Das sinkende Interesse zum Engagement gegen die russische Regierung

    lässt sich auch in den sinkenden Zahlen der Demonstrationsteilnehmer

    beobachten. So nahmen an einer breit angekündigten

    Anti-Putin-Demonstration in Berlin im November rund 2.000 Demonstranten

    teil. Bei der letzten Aktion im März waren nur noch wenige Hundert

    zugegen, davon etwa 70 Rechtsextreme vom Nationalen Freiwilligen Korps.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    18.06.2025

    Reaktionen auf "Drecksarbeit" (Merz)


    aus e-mail von Doris Pumphrey, 18. Juni 2025, 17:13 Uhr


    *Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU

    <)*" rel="noopener">https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/didi-hallervorden-attackiert-friedrich-merz-gehoert-umgehend-vor-gericht-li.2334361>)* 

    hat Israels Angriff auf den Iran ausdrücklich gelobt und ihn als Beitrag

    zur Sicherheit der westlichen Staaten gewertet. In einem Interview mit

    dem ZDF am Rande des G7-Gipfels im kanadischen Kananaskis erklärte Merz,

    er sei „dankbar für das israelische Vorgehen gegen Iran“. Wörtlich sagte

    er: „Das ist die Drecksarbeit, die Israel macht für uns alle.“ Auch

    Deutschland sei vom Regime in Teheran betroffen, das „Tod und Zerstörung

    über die Welt gebracht“ habe – „mit Anschlägen, mit Mord und Totschlag,

    mit Hisbollah, mit Hamas“



    *Einige Reaktionen auf die Aussage des deutschen Bundeskanzlers (Auswahl):


    Die israelische Botschaft in Deutschland bedankte sich bei Merz* In

    einem Post auf X <https://x.com/IsraelinGermany/status/1935036250135691492>

    „Danke für Ihre moralische Klarheit, Herr Bundeskanzler Merz!“



    DieBerliner Zeitung 18.6.2025

    <https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/empoerung-ueber-friedrich-merz-drecksarbeit-aussage-loest-internationale-kritik-aus-li.2334344

    berichtet u.a.*

    *(…) Der *amerikanische Spitzendiplomat Robert Malley*, einer der

    Architekten des Atomabkommens mit dem Iran von 2015, äußerte sich

    besonders deutlich. Zwar zeigte er Verständnis für Israels

    Sicherheitsbedenken, kritisierte aber umso mehr die Unterstützung durch

    westliche Staaten: „Dass die USA und Europa dieser Logik des

    Präventivkriegs folgen, ohne die Gefahren oder die eklatanten Verstöße

    gegen das Völkerrecht zu bedenken, ist schlichtweg erschütternd“, sagte

    Malley im Gespräch mit dem französischen Radiosender France Inter,

    nachdem er zu Merz’ Aussage befragt worden war.


    Er warf dem Bundeskanzler und Europa vor, dem israelischen Narrativ von

    legitimer Verteidigung „blind“ zu folgen und betonte, dass „es

    internationale Prinzipien gibt, für die Europa einst stand“. Malley

    betont, dass eine Verhandlung mit dem Iran „immer noch möglich ist“ und

    es „immer noch der beste Weg ist“.


    Der *Politikwissenschaftler Johannes Varwick* nannte Merz’ Äußerung auf

    der Plattform X „in vierfacher Hinsicht skandalös“. Sie legitimiere

    völkerrechtswidriges Vorgehen, vertiefe die Spaltung zwischen dem Westen

    und dem Rest der Welt, fördere Doppelstandards und sei „zudem feige“.


    Auch der an der Militärakademie ETH Zürich tätige *Militärhistoriker

    Roland Popp* äußerte sich entsetzt: „Vielleicht der katastrophalste

    Fehltritt eines deutschen Regierungschefs. Angriffskrieg als

    ‚Drecksarbeit‘.“ Eine historische Parallele wollte Popp ausdrücklich

    nicht ziehen, ließ aber durchblicken, dass sie naheliege.



    _(RTDE 18.6.2025) _*Russland* hat die Behauptung von Bundeskanzler

    Friedrich Merz scharf kritisiert, wonach Israel die "Drecksarbeit" für

    den ganzen Westen mache und dass er für Israels Vorgehen gegen den Iran

    dankbar sei. Auf diese Worte wurde die Sprecherin des Außenministeriums,

    *Maria Sacharowa*, aufmerksam und reagierte darauf bei Telegram. Dies

    sei die schrecklichste Äußerung, die sie jemals gehört habe. Sie hätte

    sich solche Worte niemals vorstellen können.

    /"Das sagt ein Nachkomme der Nazis, dessen Großvater Josef Paul Sauvigny

    zu den Zeiten des Dritten Reichs im Amt des Bürgermeisters von Brilon

    Straßen zu Ehren von Hitler und Goebbels umbenannt hat."/

    Sacharowa erinnerte außerdem daran, dass Merz' Opa der NSDAP angehört

    hatte und Mitglied der Reserve der SA war. Der Vater des jetzigen

    Bundeskanzlers, Joachim Merz, hatte in den Reihen der Wehrmacht gegen

    die Rote Armee gekämpft, welche die Welt vor dem Faschismus gerettet

    hatte, fügte die Diplomatin hinzu. Mit Blick auf die russische

    Sonderoperation in der Ukraine betonte Sacharowa: /"Russland setzt heute

    die Arbeit fort, die seinerzeit die Antifaschisten begonnen haben." (…) /



    _RTDE Liveticker Israel/Iran 18.6.2025:


    _Die Wortwahl des Kanzlers – insbesondere der Ausdruck "Drecksarbeit" –

    hat national wie international scharfe Kritik ausgelöst. Auch der

    deutsche Schauspieler und Kabarettist *Dieter "Didi" Hallervorden*

    äußerte sich nun auf Instagram zu dem vom ZDF geteilten Interview. Unter

    dem Video kommentierte er: /"Noch jemand, der umgehend vor Gericht gehört!"/


    Zahlreiche weitere Nutzer äußerten sich empört über Merz’ Formulierung.

    Ein Kommentar lautete: /"*Der Begriff 'Drecksarbeit' dürfte vielen aus

    dem Geschichtsunterricht bekannt sein – häufig im Zusammenhang mit

    Aussagen ehemaliger SS-Offiziere*, die sich in den Nürnberger Prozessen

    damit rechtfertigten, lediglich Befehle ausgeführt zu haben.

    Bemerkenswert ist, dass ausgerechnet Friedrich Merz heute diesen

    historisch belasteten Begriff verwendet, um Israels Vorgehen zu

    beschreiben. Man könnte sich fragen, ob er nicht mehr als nur diesen

    Ausdruck aus dem Wortschatz seines Großvaters geerbt hat."/


    Kritik kam auch aus den Reihen der SPD und BSW. Der SPD-Außenpolitiker

    Ralf Stegner nannte die Äußerung "befremdlich". /"Mit einer solchen

    Diktion suggeriert Herr Merz selbst, dass die militärische Attacke

    Netanyahus gegen Iran mutmaßlich völkerrechtswidrig war"/, so Stegner.

    /"Geht’s noch zynischer und menschenverachtender??! Israels

    völkerrechtswidriger Angriffskrieg und Staatsterrorismus (Angriffe auf

    Atomanlagen, Fernsehsender und Zivilisten) sind für Bundeskanzler

    Merz "Drecksarbeit für uns alle""/, kommentierte die BSW-Politikerin

    Sevim Dağdelen auf X.



    Die *Vorsitzende der Linke, Ines Schwerdtner,*kommentierte

    <:" rel="noopener">https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/empoerung-ueber-friedrich-merz-drecksarbeit-aussage-loest-internationale-kritik-aus-li.2334344>: 

    „Offene Verachtung des Kanzlers für das Völkerrecht und offenbar auch

    für die Opfer dieses Krieges. Dieser Mann sollte keine diplomatischen

    Gespräche führen.“ (…)

    Der *Ko-Vorsitzende der Linken, Jan van Aken*, sagte der /Süddeutschen

    Zeitung/.

    <https://www.sueddeutsche.de/politik/bundesregierung-liveblog-news-kritik-merz-aeusserungen-die-linke-li.3270219>

    „Merz sollte mal ein Klo putzen. Dann wüsste er, was Drecksarbeit

    bedeutet. Wenn Menschen getötet werden, nennt Merz das Drecksarbeit.

    Damit verhöhnt er die Opfer von Krieg und Gewalt“.

    /[Die Linkspartei sollte immer wieder daran erinnert werden, dass sie

    letztlich Merz als Kanzler ermöglicht hat…dp]

    /*


    *Berliner Zeitung 18.6.2025

    <https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/friedrich-merz-tritt-das-voelkerrecht-mit-fuessen-li.2334405>

    *

    **Friedrich Merz und die „Drecksarbeit“ –

    wie der Kanzler das Völkerrecht mit Füßen tritt

    */Kommentar von Raphael Schmeller (Auszüge)/


    Bundeskanzler Friedrich Merz sieht im israelischen Angriff auf den Iran

    einen Dienst für die westliche Welt. „Das ist die Drecksarbeit, die

    Israel macht für uns alle“, sagte der CDU-Mann am Rande des G7-Gipfels

    in Kanada in einem Interview mit dem ZDF. Diese Aussage ist nicht nur

    ein rhetorischer Totalausfall – sie ist ein politischer Offenbarungseid.

    Denn „Drecksarbeit“ – das meint in diesem Zusammenhang nichts anderes

    als gezielte Tötungen, Angriffe auf zivile Infrastruktur und die

    bewusste Missachtung internationalen Rechts. Es ist die Verharmlosung

    eines Angriffskrieges. Und es ist das offene Eingeständnis, dass

    Deutschland die Eskalation im Nahen Osten nicht nur stillschweigend

    duldet, sondern politisch und moralisch unterstützt. Wenn das die neue

    deutsche Außenpolitik sein soll, die Merz nach dem Abgang der

    Ampelkoalition versprochen hat – dann gute Nacht.


    Merz’ Aussage ist ein Tiefpunkt deutscher Außenpolitik nach dem Zweiten

    Weltkrieg; sie ist in mehrfacher Hinsicht skandalös: Erstens legitimiert

    sie ein völkerrechtswidriges Vorgehen, das eine ganze Region an den Rand

    eines Flächenbrands treibt. Zweitens sendet sie ein verheerendes Signal:

    dass westliche Regierungen mit zweierlei Maß messen – und Gewalt dann

    gutheißen, wenn sie den eigenen Interessen dient. Drittens beschädigt

    sie irreparabel das Vertrauen in Deutschlands diplomatische

    Glaubwürdigkeit. Wer soll Berlin künftig noch als ernst zu nehmenden

    Akteur in Friedensprozessen wahrnehmen?

    (…)

    Und was soll das überhaupt heißen – sie „kämpfen für uns“? Warum müssen

    angeblich die Israelis „unsere“ Sicherheit verteidigen? Warum die

    Ukrainer „für unsere Freiheit“ kämpfen? Diese Rhetorik erinnert fatal an

    den Satz des ehemaligen Verteidigungsministers Peter Struck, der den

    Afghanistan-Einsatz einst mit den Worten legitimierte: „Unsere

    Sicherheit wird auch am Hindukusch verteidigt.“ Wie dieser Krieg endete,

    ist bekannt: ein chaotischer Rückzug der westlichen Truppen, das

    Wiedererstarken der Taliban, ein verarmtes und zerstörtes Land – ein

    sicherheitspolitisches und humanitäres Desaster.

    Dieses Narrativ – irgendwo auf der Welt werde „für uns“, den Westen,

    gekämpft – hat sich in den letzten Jahrzehnten als gefährlich und

    illusionär erwiesen. Ob in Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien oder im

    Jemen: Westliche Militärinterventionen haben weder Stabilität noch

    Sicherheit gebracht, sondern neue Gewalt, Leid und die Erosion

    internationaler Normen.

    (…)

    Ein Kanzler, der völkerrechtswidrige Angriffe als „Dienst“ für die

    westliche Staatengemeinschaft adelt, gefährdet nicht nur unsere

    Sicherheit – er beschädigt auch das letzte bisschen Ansehen, das

    Deutschland international als Verfechter von Frieden und Völkerrecht

    noch besitzt.

    (…)

    Was Friedrich Merz gesagt hat, war kein Versprecher. Es war ein bewusst

    gesetztes politisches Statement – und ein moralischer Tiefpunkt.

    Millionen Menschen weltweit fordern seit Monaten ein Ende der Gewalt im

    Nahen Osten. Sie erwarten keine „Drecksarbeit“, sondern Diplomatie,

    Deeskalation und eine Politik, die sich am Völkerrecht orientiert.

    Friedrich Merz hat mit wenigen Worten deutlich gemacht, dass er für eine

    solche Politik nicht steht. Er hat gezeigt, dass er des Amtes des

    Bundeskanzlers nicht würdig ist.


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    18.06.2025

    Donald Trump entschlossen ... zu was?

    seniora.org, 18. Juni 2025, von Alastair Crooke 17.06.2025  – übernommen von conflictsforum.substack.com

    Alastair Crooke: Erwartet Trump realistisch, dass sich der Iran in Oman gegenüber Vance und Witkoff ergibt?


    Während Trump ausweicht und verwirrt zu sein scheint, was genau er als Nächstes tun soll, „schickt“ er Vance und Witkoff, um „mit dem Iran zu verhandeln“. Dann postet er auf Truth Social und droht, dass „alle sofort Teheran verlassen sollen!“ (nach israelischem Vorbild).

    Offensichtlich ist seine Entscheidung vorerst, sich alle Optionen offen zu halten.

    Die Situation lässt sich grob so beschreiben: Der Versuch Israels und verbündeter Geheimdienste, den iranischen Staat durch gleichzeitige Enthauptungen, Attentate auf Wissenschaftler, Störung der Luftabwehrsysteme und das Einschleusen von Drohnen-Sabotagetrupps mit einem überraschenden „synergistischen psychischen Schock“ zu destabilisieren, ist gescheitert.

    Er verfehlte sein beabsichtigtes Ziel, die iranische Führung zu lähmen und in Panik zu versetzen und sogar Raum für die „erhoffte“ Stimmung für einen Regimewechsel zu schaffen. (Das ist nie geschehen. Die Iraner haben ihre politischen Differenzen begraben und sich für die nationale Souveränität zusammengeschlossen.)

    Vielmehr hat sich das System trotz des Verlusts von acht militärischen Befehlshabern schnell wieder erholt: Die Luftabwehrsysteme wurden innerhalb von acht Stunden wiederhergestellt, und der Iran reagierte mit Raketenangriffen auf Israel.

    Der springende Punkt dabei war, dass es   – abgesehen von oberflächlichen Schäden   – keine Rückschläge für das iranische Atomprogramm gab. Und um das klar zu sagen: Das war auch nie das Ziel Israels. Es verfügt einfach nicht über die Fähigkeit, 800 Meter tief in Berge eingegrabene Infrastruktur zu zerstören. Es hofft (zusammen mit seinen Verbündeten   – den USA und europäischen Staaten) vielmehr auf einen „Regimewechsel“.

    Wie Chaim Leveson in Haaretz schreibt:

    Vier Tage nach Beginn des Krieges Israels gegen den Iran werden dessen Ziele immer deutlicher: Es geht nicht nur darum, das iranische Atomprogramm zu stoppen, sondern das Ayatollah-Regime zu stürzen und durch eine Regierung zu ersetzen, die das Programm von sich aus beendet. Ein Mann, der sich am Montag mit Netanjahu getroffen hat, beschrieb dessen Stimmung als „von mir zu Moses, unserem Meister“ … Die iranischen Atomanlagen stehen nicht mehr im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit … Eine israelische Quelle erklärte: „Wir bereiten alles für die USA vor. Wie im Fußball haben wir die Abwehr des Gegners durchbrochen … und jetzt haben wir ihnen einen Pass in den Strafraum gegeben, wo sie allein vor dem Torwart stehen”. Netanjahus Ziel ist es, den Iran zu vernichten und darauf zu hoffen, dass Trumps Größenwahn und sein Wunsch, ein Vermächtnis zu hinterlassen, ihn dazu veranlassen werden, sich an der Zerstörung der iranischen Atomanlagen und vielleicht sogar des gesamten Regimes zu beteiligen …

    Die Situation hat sich also gegenüber dem 13. Juni umgekehrt. Israel steckt nun in großen Schwierigkeiten: Seine Luftabwehr funktioniert schlecht und es erleidet (nachweislich) erhebliche Schäden an wichtigen Anlagen. Im Grunde genommen bittet nun jeder Politiker in Israel die USA, für sie in den Krieg einzutreten.

    Die israelische Ministerin und Kabinettsmitglied Gila Gamliel: „Wir fordern kategorisch, dass die Vereinigten Staaten sich dem Krieg gegen den Iran anschließen.“

    Was wird Trump tun? Derzeit sagt die Regierung, dass die USA sich heraushalten werden   – solange kein Amerikaner getötet wird. Levenson merkt an:

    Ein häufiger Besucher des Weißen Hauses [sagte] am Montag: „Ich habe die Leute des Präsidenten gefragt. Das Thema steht für sie überhaupt nicht zur Debatte. Es gibt auch keinen Grund dafür. Israel macht Amerikas Arbeit. Sie haben Israel grünes Licht gegeben, das reicht.“

    Dann sind da noch Vance und Witkoff, die ins Ausland geschickt wurden, um mit den Iranern zu verhandeln. Letztere sagen jedoch „keine Gespräche“, solange Israel nicht vollständig den Waffenstillstand einhält.

    Doch selbst das   – Gespräche   – bringt Trump nichts, solange er nicht seine zuletzt erklärte Position (die Witkoff am vergangenen Mittwoch verkündet hat) aufgibt: „Keine iranische Urananreicherung, die Zerstörung der Anreicherungsinfrastruktur und eine neue „Entschlossenheit“ Trumps, dass iranische ballistische Raketen eine ebenso existenzielle Bedrohung für Israel, die USA und die „freie Welt“ darstellen wie das Atomprogramm.

    Daher sind Trumps Forderungen maximalistisch bis hin zu einer faktischen Aufforderung zur Kapitulation. Der Iran hat jedoch vorerst die Oberhand im Raketenstreit. Seine Bevölkerung ist mobilisiert und hat eine lange Geschichte des Leidens und des Todes hinter sich. Die Israelis sind an beides nicht gewöhnt. Sie rufen die USA um Hilfe. Erwartet Trump wirklich, dass sich der Iran in Oman gegenüber Vance und Witkoff ergibt? Das wird nicht passieren.

    Trump hat also vier Hauptoptionen: 1) den Iran an den Verhandlungstisch zwingen; 2) den Iran so vernichtend schlagen, dass ein „Regimewechsel“ erzwungen wird; oder 3) alle fünf tief unter der Erde verborgenen Anreicherungsanlagen des Iran einseitig zerstören   – ein Plan, der davon ausgeht, dass die amerikanischen Großbomber gegen die iranische Luftabwehr in großer Höhe immun sind. Eine vierte Option wäre, Zeit zu schinden.

    Was die dritte Option angeht, ist es nicht sicher, ob die USA in der Lage sind, einen halben Kilometer tief in das Innere von Bergen vorzudringen   – selbst mit Atomwaffen. Und der Einsatz von Atomwaffen (gegen einen Staat, der selbst keine hat) wäre, gelinde gesagt, problematisch.

    Den Iran in Schutt und Asche zu legen, um das für einen Regimewechsel notwendige Chaos herbeizuführen, bedeutet eine ganz neue geopolitische Ordnung   – jenseits der bloßen Überlegungen zur Mechanik und der Kalkulation, ob dies gelingen könnte oder nicht.

    Eine Entscheidung für einen Regimewechsel wäre ein Wendepunkt. Die Nachkriegsordnung würde sich verschieben. Nicht nur das Gleichgewicht im Nahen Osten, sondern auch das gesamte BRICS-Paradigma.

    Die Vergeltungsmaßnahmen des Iran   – nach dem versuchten Überraschungsangriff Israels   – waren mehr als nur eine Repressalie, sie waren ein Schlag gegen ein Symbol der Weltordnung: Israel   – das Unantastbare, der Inbegriff der westlichen Hegemonie, des westlichen Exzeptionalismus, des westlichen Anspruchs auf technische Unbesiegbarkeit   – wurde herausgefordert und wirkte verwundbar. Symbolisch gesehen stellt die Reaktion des Iran den Gründungsmythos des Westens und seine Werte in Frage.

    Viel hängt vom Ausgang dieser Auseinandersetzung ab   – und von Trumps Entscheidung. Sie wird den Rest seiner Präsidentschaft überschatten.

    Die Richtung der globalen Wahrnehmung wurde durch die Erklärungen Russlands und Chinas im Sicherheitsrat vorgegeben. Der ursprüngliche Überraschungsangriff Israels sei unprovoziert und illegal gewesen, stehe in völligem Widerspruch zur UN-Charta und sei möglicherweise ein Kriegsverbrechen.

    Russland und China haben eine konfrontative Haltung eingenommen. Der Westen steht allein da. Trump hat in einer polarisierten Welt, die nun noch brüchiger und zerrissen ist, an Glaubwürdigkeit eingebüßt.


    Quelle: Conflicts Forum’s Substack

    https://conflictsforum.substack.com/p/does-trump-realistically-expect-iranian?utm_source=post-email-title&publication_id=3393451&post_id=166157465&utm_campaign=email-post-title&isFreemail=false&r=1y536l&triedRedirect=true&utm_medium=email


    Mit freundlicher Genehmigung übernommen.

    Die Übersetzung besorgte Andreas Mylaeus.



    Info: https://seniora.org/index.php?option=com_acym&ctrl=fronturl&task=click&urlid=181&userid=3998&mailid=2761


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    18.06.2025

    Liveticker Iran/Israel-Krieg: Trump weist Putins Vermittlungsangebot zwischen Israel und Iran zurück

    freedert.online, 18 Juni 2025 18:55 Uhr

    Israel hat in der Nacht auf Freitag Iran angegriffen. Nach israelischen Angaben griffen Kampfflugzeuge mehrere Ziele in der Islamischen Republik an. Dabei seien Militäreinrichtungen und Atomanlagen getroffen worden. Zudem wurden mehrere iranische Atomwissenschaftler sowie hochrangige Angehörige des Militärs und der Revolutionswächter getötet. Teheran bewertet den Angriff als Kriegserklärung und kündigte Vergeltung an.


    Liveticker Iran/Israel-Krieg: Trump weist Putins Vermittlungsangebot zwischen Israel und Iran zurückQuelle: Legion-media.ru © Chris Kleponis - CNP

    • 18.06.2025 22:46 Uhr

    22:46 Uhr

    "Großer Freund des Staates Israel": Netanjahu dankt Trump

    Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat US-Präsident Donald Trump für die "Unterstützung" bei der Verteidigung seines Landes gegen Iran gedankt. Trump sei ein "großer Freund des Staates Israel", sagte Netanjahu am Mittwoch in einer Fernsehansprache. "Ich danke ihm dafür, dass er uns zur Seite steht, und ich danke ihm für die Unterstützung, die die Vereinigten Staaten uns bei der Verteidigung des israelischen Luftraums gewähren."

  • 22:19 Uhr

    Iran meldet israelischen Angriff auf Polizei-Hauptquartier in Teheran

    Laut iranischen Staatsmedien soll es einen israelischen Angriff nahe dem Polizeihauptquartier in Teheran gegeben haben. Mehrere Gebäude in der Nähe der Polizeizentrale in der iranischen Hauptstadt seien angegriffen worden, zitiert die staatliche Nachrichtenagentur Irna einePolizei-Mitteilung. Dabei seien mehrere Beamte verletzt worden.

    Die israelischen Streitkräfte meldeten unterdessen erneute Angriffe auf Raketen-Abschussanlagen und Raketensilos im Westen des Iran. Kampfflugzeuge seien über den Anlagen im Einsatz, erklärte die Armee. Arbeiter, die versuchten, die bereits zuvor getroffenen Anlagen wieder in Betrieb zu nehmen, würden angegriffen.

  • 21:58 Uhr

    Wegen Merz' "Drecksarbeit"-Äußerung: Iran bestellt deutschen Botschafter ein

    Nach der Äußerung von Bundeskanzler Friedrich Merz, wonach Israel in Iran für andere die "Drecksarbeit" mache, hat Iran nun Konsequenzen gezogen und den deutschen Botschafter in Teheran einbestellt.

    "Nach den schändlichen Äußerungen des deutschen Kanzlers zur Unterstützung der Aggression Tel Avivs gegen unser Land, ist der Botschafter dieses Landes zum Außenministerium einbestellt worden", berichtete das iranische Staatsfernsehen. Deutscher Botschafter in Iran ist der Diplomat Markus Potzel.

  • 21:18 Uhr

    UN-Chef ruft zu sofortigem Waffenstillstand auf

    In einer Erklärung erklärt der Chef der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, er sei "zutiefst beunruhigt über die anhaltende militärische Eskalation im Nahen Osten zwischen Israel und Iran".

    "Ich wiederhole meinen Aufruf zu einer sofortigen Deeskalation, die zu einem Waffenstillstand führt. Ich appelliere nachdrücklich an alle, jede weitere Internationalisierung des Konflikts zu vermeiden. Jede weitere militärische Intervention könnte enorme Folgen haben, nicht nur für die Beteiligten, sondern für die gesamte Region und für den internationalen Frieden und die Sicherheit im Allgemeinen."

    Die Trump-Administration oder die USA nannte der dabei nicht explizit beim Namen. Er erklärte weiterhin:

    "Die Diplomatie ist nach wie vor der beste und einzige Weg, um die Bedenken hinsichtlich des iranischen Atomprogramms und der regionalen Sicherheitsfragen auszuräumen."

  • 20:56 Uhr

    Iran soll erstmals moderne Sedschil-Raketen eingesetzt haben

    Die iranischen Revolutionsgarden haben bei ihrem jüngsten Angriff auf Israel eigenen Angaben zufolge einen der modernsten Raketentypen aus ihrem Arsenal abgefeuert. In einer von iranischen Medien verbreiteten Erklärung der Revolutionswächter hieß es, man habe erstmals sogenannte "Sedschil"-Raketen mit einer Reichweite von mindestens 2.000 Kilometern gestartet.

    "Die Raketenangriffe werden gezielt und kontinuierlich erfolgen, und wir haben den Zionisten die Tore zur Hölle geöffnet", hieß es.

    Der Raketentyp "Sedschil" gehört zur modernsten Generation des iranischen Raketenarsenals. Er kann Gefechtsköpfe mit einem Gewicht von bis zu einer Tonne tragen und ist aufgrund seines Feststoffantriebs deutlich schneller und schwerer zu orten als andere Raketenarten. Ob Israel die Rakete abgefangen hat, ist derzeit nicht eindeutig klar.

    Sowohl die Times of Israel als auch Haaretz behaupteten, dass Irans Raketenangriff aus lediglich einer abgefeuerten Rakete bestanden habe. Diese Rakete habe man abgefangen. Unklar ist, ob es sich dabei um eine "Sedschil"-Rakete handelt.

  • 20:26 Uhr

    "Wir werden niemals kapitulieren" – Chamenei reagiert auf Trumps Drohung

    Während seiner TV‑Ansprache am Mittwoch hat Irans oberster Führer Ali Chamenei erklärt, der "zionistische Feind" habe schwere Fehler begangen, die nun hart bestraft werden müssten. Laut Ajatollah Chamenei belege die Intervention der USA einmal mehr deren Schwäche.

    Er kritisierte dabei die Forderung von US‑Präsident Donald Trump nach einer "bedingungslosen Kapitulation" Irans als grobe und inakzeptable Drohung. Diese wirke nur auf jene, die Furcht kennen – das iranische Volk jedoch kenne keine Angst, so das Staatsoberhaupt der Islamischen Republik. Darüber hinaus betonte er, Iran habe niemanden angegriffen und werde sich keiner Aggression beugen.

  • 19:14 Uhr

    Israelische Streitkräfte melden neue iranische Raketenangriffe

    Teheran hat nach Angaben Israels erneut Raketen auf Israel gefeuert. Nach Angaben der Armee arbeiten die israelischen Verteidigungssysteme daran, die Raketen abzufangen. Iran bestätigte den Angriff. In einer kurzen Erklärung forderte die israelische Armee die Menschen auf, sich in Schutzräume zu begeben. In mehreren Gegenden Israels, darunter im dicht besiedelten Großraum Tel Aviv, heulten Warnsirenen.

  • 19:07 Uhr

    USA planen Evakuierung von Bürgern aus Israel

    Die Vereinigten Staaten arbeiten an der Evakuierung von US-Bürgern aus Israel, indem sie Flüge und Abfahrten von Kreuzfahrtschiffen arrangieren. Dies erklärte US-Botschafter Mike Huckabee auf X/Twitter.Wer das Land verlassen wolle, solle sich über eine Website anmelden und werde informiert. 

  • 19:02 Uhr

    Iran dementiert Entsendung von Unterhändlern nach Oman

    Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat nach Angaben von Al Jazeera Spekulationen zurückgewiesen, iranische Diplomaten seien zu Verhandlungen nach Oman geflogen.

    Zuvor hatte es entsprechende Gerüchte gegeben, dass zwei iranische Regierungsmaschinen nach Oman geflogen sein sollen. Dem Tracking-Portal Flightradar zufolge sollen zwei Linienflugzeuge der Airline "Meradsch" auf dem Flughafen der omanischen Hauptstadt Maskat gelandet sein. Oman hatte vor dem Kriegsausbruch im Streit um das iranische Atomprogramm zwischen Washington und Teheran vermittelt.

  • 18:27 Uhr

    Trump weist Putins Angebot zurück, bei der Vermittlung im Konflikt zwischen Israel und Iran zu helfen

    US-Präsident Donald Trump hat seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin aufgefordert, den Krieg in der Ukraine zu lösen, bevor er sich "in andere Bereiche einmischt". Vor Reportern im Weißen Haus sagte Trump:

    "Er bot tatsächlich an, bei der Vermittlung zu helfen, und ich sagte: 'Tu mir einen Gefallen und vermittele bei dir selbst. Lass uns zuerst Russland vermitteln, okay?'"

  • 18:13 Uhr

    Merz will die "kritischen Stimmen" zu seiner "Drecksarbeit"-Aussage nicht kommentieren

    Nachdem Bundeskanzler Friedrich Merz am Dienstag im Interview mit dem ZDF in Bezug auf den israelischen Angriff auf Iran gesagt hatte, dass Israel "die Drecksarbeit für uns alle erledige, wurde dies von zahlreichen Politikern aus SPD, der Linken und dem BSW kritisiert. Nun hat sich Merz zu der Kritik an seiner Aussage geäußert. Am Rande seines Treffens mit den Regierungschefs der Länder sagte er:

    "Diese Aussage hat überwiegend Zustimmung gefunden. Deswegen freue ich mich, dass das von vielen anderen so geteilt wird. Und die wenigen kritischen Stimmen, die es da gegeben hat, muss ich nicht kommentieren."

  • 17:43 Uhr

    Teheran: Trump lügt – "Das Einzige, was noch verabscheuungswürdiger ist, ist seine feige Drohung"

    Teheran dementiert, die USA um Verhandlungen über das eigene Atomprogramm gebeten zu haben. Die iranische Vertretung bei den Vereinten Nationen erklärte in Bezug auf Trumps jüngste Behauptungen:

    "Kein iranischer Beamter hat jemals darum gebeten, vor den Toren des Weißen Hauses zu kriechen. Das Einzige, was noch verabscheuungswürdiger ist als seine Lügen, ist seine feige Drohung, den Obersten Führer Irans 'auszuschalten'."

    Weiterhin heißt es:

    "Iran verhandelt nicht unter Zwang, wird keinen Frieden unter Zwang akzeptieren, und schon gar nicht mit einem ehemaligen Kriegstreiber, der sich an seine Bedeutung klammert. Iran wird auf jede Drohung mit einer Gegendrohung und auf jede Aktion mit Gegenmaßnahmen reagieren."

  • 17:33 Uhr

    "Sie bringen hier eine Eilmeldung" – US-Senator verplappert sich bei Carlson zu Angriffen auf Iran

    Der US-Journalist Tucker Carlson hat auf seinem X-Kanal einen Teaser für sein am Donnerstag erscheinendes Interview mit dem republikanischen US-Senator Ted Cruz veröffentlicht. Das Video geht gerade in den sozialen Medien viral.

    Ted Cruz ist ein überzeugter Befürworter eines Regimewechsels in Iran. Während des Interviews muss der US-Politiker zugeben, dass er die Einwohnerzahl Irans nicht kennt. Carlson hakt nach: "Sie wissen nicht, wie viele Einwohner das Land hat, das Sie stürzen wollen?"

    Im weiteren Verlauf des Interviews deutet Cruz eine aktive Mitwirkung der USA an den jüngsten Angriffen Israels auf Iran an und widerspricht damit den diesbezüglichen Dementis des Weißen Hauses.

  • 17:09 Uhr

    Trump: "Niemand weiß, was ich tun werde"

    US-Präsident Donald Trump will sich zumindest öffentlich nicht auf einen klaren Kurs festlegen. Bei einer Begegnung mit US-Pressevertretern gab er keine klare Antwort, ob die USA aktiv in den Konflikt zwischen Israel und Iran eingreifen werden. Während eines Auftritts auf dem Rasen vor dem Weißen Haus antwortete er gegenüber Reportern auf die Frage, ob die USA iranische Atomanlagen angreifen würden:

    "Vielleicht tue ich es. Vielleicht tue ich es aber auch nicht. Ich meine, niemand weiß, was ich tun werde."

    Und wenn, dann werde er das auch nicht im Vorhinein verkünden, fuhr er fort.

    Trump sagte ebenfalls, die Iraner hätten Kontakt mit ihm aufgenommen, aber er glaube, es sei "sehr spät für Gespräche". Er moniert, eine Lösung hätte bereits früher gefunden werden können. Es sei "ein großer Unterschied zwischen jetzt und vor einer Woche", betonte Trump. 

    Auf die jüngsten Aussagen des Obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei, wonach dessen Land im Konflikt mit Israel "niemals kapitulieren" werde, erwiderte Trump: "Ich sage: Viel Glück." Trump räumte zudem ein, dass er Teheran ein Ultimatum gestellt habe:

    "Das kann man so sagen. Vielleicht könnte man es das ultimative – das ultimative Ultimatum nennen."

    Den israelischen Premier Benjamin Netanyahu habe er zudem aufgefordert, dieser solle "weitermachen", so Trump. "Ich spreche jeden Tag mit ihm", sagte der US-Präsident.

    "Er ist ein guter Mann, der viel leistet."

  • 16:15 Uhr

    "Hermes-Lieferung" gestoppt – Iran schießt israelische Drohne ab

    Die iranische Luftabwehr hat am Mittwoch eine "Hermes 900"-Drohne über der Stadt Isfahan abgeschossen.

    Um circa 5.00 Uhr morgens soll die Aufklärungs- und Angriffsdrohne des israelischen Herstellers Elbit getroffen worden sein. Mit ungewöhnlicher Offenheit bestätigte das israelische Militär den Verlust der Drohne. Die Bundeswehr erwägt ebenfalls die Anschaffung von bis zu acht dieser Drohnen.

  • 15:55 Uhr

    Wall Street Journal: Israel geht Vorrat an Arrow-Abfangraketen aus

    Die US-Zeitung Wall Street Journal berichtet über mutmaßliche Sorgen in der Führung der israelischen Armee (IDF). So heißt es, dass bei der Luftabwehr ein "erheblicher Mangel an Arrow-Abfangraketen" vorliege (Bezahlschranke). "Arrow" ist ein Raketenabwehrsystem zur Abwehr von ballistischen Raketen. Dazu berichtet das WSJ:

    "Einem US-Beamten zufolge gehen Israel die defensiven Arrow-Abfangraketen aus, was Bedenken hinsichtlich der Fähigkeit des Landes weckt, ballistische Langstreckenraketen aus Iran abzuwehren, wenn der Konflikt nicht bald gelöst wird."  

    Das Pentagon sei sich der Kapazitätsprobleme bei den israelischen Kollegen "seit Monaten bewusst", so der ungenannte Beamte. Weiter heißt es:

    "Washington habe Israels Abwehr mit Systemen am Boden, zur See und in der Luft aufgestockt. Seit der Eskalation des Konflikts im Juni hat das Pentagon weitere Raketenabwehrsysteme in die Region entsandt, und nun wird befürchtet, dass auch die Abfangraketen der USA aufgebraucht sind."

    Der Direktor des "US-Missile Defense Project" am Center for Strategic and International Studies wird mit den Worten zitiert:

    "Die Israelis und ihre Freunde müssen mit aller gebotenen Eile tun, was getan werden muss, denn wir können es uns nicht leisten, tatenlos zuzusehen."

    "Israel Aerospace Industries", das Unternehmen, das laut Artikel die Arrow-Abfangraketen herstellt, reagierte demnach nicht auf Bitten um eine Stellungnahme. Die israelischen Verteidigungsstreitkräfte erklärten demgegenüber laut WSJ in einer Stellungnahme:

    "Die IDF sind auf jedes Szenario vorbereitet und bereit, damit umzugehen. Leider sind wir nicht in der Lage, uns zu Angelegenheiten zu äußern, die mit Munition zu tun haben."

  • 15:20 Uhr

    "Das sagt ein Nachkomme der Nazis" – Sacharowa reagiert auf Merz "Drecksarbeit"-Aussage

    Russland hat die Behauptung von Bundeskanzler Friedrich Merz scharf kritisiert, wonach Israel die "Drecksarbeit" für den ganzen Westen mache und dass er für Israels Vorgehen gegen den Iran dankbar sei. Auf diese Worte wurde die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, aufmerksam und reagierte darauf bei Telegram. Dies sei die schrecklichste Äußerung, die sie jemals gehört habe. Sie hätte sich solche Worte niemals vorstellen können.

    "Das sagt ein Nachkomme der Nazis, dessen Großvater Josef Paul Sauvigny zu den Zeiten des Dritten Reichs im Amt des Bürgermeisters von Brilon Straßen zu Ehren von Hitler und Goebbels umbenannt hat."

    Sacharowa erinnerte außerdem daran, dass Merz' Opa der NSDAP angehört hatte und Mitglied der Reserve der SA war. 

    Den ganzen RT-Artikel zu der Reaktion der Außenamtssprecherin Maria Sacharowa lesen sie hier

  • 14:55 Uhr

    Erdoğan: "Netanjahu hat den grausamen Hitler bereits hinter sich gelassen"

    Seit Jahren bezeichnet und vergleicht der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan den israelischen Premier Netanjahu in Reden auch mal als "Hitler". Vor Abgeordneten seiner regierenden AK-Partei wählte Erdoğan aktuell laut türkischen Medien besonders harte und gewohnt direkte Formulierungen. So heißt es bei Çağdaş Kocaeli Gazetes:

    "Präsident Erdoğan bezeichnete Israels Angriffe auf Iran als 'Staatsterrorismus' und erklärte: 'Netanjahu hat den grausamen Hitler im Verbrechen des Völkermords bereits hinter sich gelassen. Wir hoffen, dass ihr Schicksal nicht dasselbe sein wird. Das Blut der abgeschlachteten Zivilisten, der ermordeten Babys und Kinder ist auf die Hände und Stirnen derjenigen gespritzt, die schweigen, und auch derjenigen, die Israels verdorbenes Verhalten unterstützen."

    Der türkische Präsident betonte das Recht Irans, sich zu verteidigen:

    "Es ist ein natürliches, legitimes und legales Recht für Iran, sich gegen Israels Schlägereien und Staatsterrorismus zu verteidigen. Alle Länder in unserer Region, einschließlich unseres Nachbarn Iran, sollten die notwendigen Lehren aus diesen Ereignissen ziehen."

    Mit Blick auf die Angriffe Israels auf Iran erklärte Erdoğan, dass "alle unsere Institutionen über die möglichen Auswirkungen dieser Angriffe auf die Türkei in Alarmbereitschaft versetzt" wurden. Die Bürger des Landes könnten daher beruhigt sein.

  • 14:20 Uhr

    Der Angriff Israels auf Iran bedroht alle Menschen weltweit

    Jordaniens König Abdullah II. verurteilte in seiner Rede vor den Abgeordneten des Europäischen Parlaments in Straßburg Israels Angriff auf Iran.

    Er erklärte, dass die israelische Militäroperation den Konflikt in der Region auf ein Niveau ausgeweitet habe, das eine globale Bedrohung darstelle. "Da Israel seine Offensive auf Iran ausgeweitet hat, kann niemand mit Sicherheit sagen, wo die Grenzen dieses Schlachtfelds enden werden", betonte Abdullah II. "Und das ist eine Bedrohung für die Menschen überall."

  • 14:02 Uhr

    Chamenei in TV-Ansprache: Militärisches Eingreifen der USA "mit irreparablen Folgen verbunden"

    Im Rahmen einer am Mittwoch aufgezeichneten Fernsehansprache präsentierte sich Irans Oberster Führer Ayatollah Ali Chamenei den Bürgern des Landes.

    In seiner Rede warnte er die USA vor den "irreparablen Schäden", die Washington im Falle einer Militäraktion gegen den Iran zu verantworten hätte, und betonte, dass "die iranische Nation niemals aufgeben werde", so die Nachrichtenagentur Tasnim news agency berichtend.

    Chamenei bezeichnete das Agieren Israels laut Agenturmeldung als "'dumme und böse' Aggression des zionistischen Feindes". Die jüngste schriftliche Attacke seitens US-Präsident Trump, der Forderung nach einer "bedingungslosen Kapitulation", wies Chamenei mit scharfen Worten zurück. Dazu heißt es:

    "Chamenei wies die drohenden Äußerungen des US-Präsidenten zurück und sagte, dass weise Menschen, die mit der iranischen Nation und der Geschichte vertraut sind, niemals mit dem Iran in einer Sprache der Drohung sprechen würden, weil es für die iranische Nation unmöglich ist, sich zu ergeben."

    Die Warnung an Washington lautet:

    "Und die Amerikaner sollten wissen, dass jedes militärische Eingreifen der USA zweifellos mit irreparablen Folgen verbunden sein wird.

    Das Social-Media-Team der iranischen Führung ergänzte via X mit der Aussage Chameneis:

    "Der US-Präsident bedroht uns. Mit seiner absurden Rhetorik fordert er, dass sich das iranische Volk ihm unterwirft. Sie [Washington] sollen Drohungen gegen diejenigen aussprechen, die Angst davor haben, bedroht zu werden. Das iranische Volk fürchtet sich nicht vor solchen Drohungen."

  • 13:50 Uhr

    Hallervorden attackiert Merz wegen "Drecksarbeit"-Äußerung: "Gehört umgehend vor Gericht"

    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat Israels Angriff auf den Iran ausdrücklich gelobt und ihn als Beitrag zur Sicherheit der westlichen Staaten gewertet. In einem Interview mit dem ZDF am Rande des G7-Gipfels in Kanada erklärte Merz, er sei "dankbar für das israelische Vorgehen gegen Iran" – RT DE berichtete.

    Wörtlich sagte er: "Das ist die Drecksarbeit, die Israel macht für uns alle." Auch Deutschland sei vom Regime in Teheran betroffen, das "Tod und Zerstörung über die Welt gebracht" habe – "mit Anschlägen, mit Mord und Totschlag, mit Hisbollah, mit Hamas".

    Die Wortwahl des Kanzlers – insbesondere der Ausdruck "Drecksarbeit" – hat national wie international scharfe Kritik ausgelöst. Auch der deutsche Schauspieler und Kabarettist Dieter "Didi" Hallervorden äußerte sich nun auf Instagram zu dem vom ZDF geteilten Interview. Unter dem Video kommentierte er:

    "Noch jemand, der umgehend vor Gericht gehört!"

    Zahlreiche weitere Nutzer äußerten sich empört über Merz’ Formulierung. Ein Kommentar lautete:

    "Der Begriff 'Drecksarbeit' dürfte vielen aus dem Geschichtsunterricht bekannt sein – häufig im Zusammenhang mit Aussagen ehemaliger SS-Offiziere, die sich in den Nürnberger Prozessen damit rechtfertigten, lediglich Befehle ausgeführt zu haben. Bemerkenswert ist, dass ausgerechnet Friedrich Merz heute diesen historisch belasteten Begriff verwendet, um Israels Vorgehen zu beschreiben. Man könnte sich fragen, ob er nicht mehr als nur diesen Ausdruck aus dem Wortschatz seines Großvaters geerbt hat."

    Ein anderer Nutzer fragte spöttisch:

    "Übernimmt wer die Drecksarbeit im Kanzleramt?"

    Kritik kam auch aus den Reihen der SPD und BSW. Der SPD-Außenpolitiker Ralf Stegner nannte die Äußerung "befremdlich". "Mit einer solchen Diktion suggeriert Herr Merz selbst, dass die militärische Attacke Netanyahus gegen Iran mutmaßlich völkerrechtswidrig war", so Stegner.

    "Geht’s noch zynischer und menschenverachtender??! Israels völkerrechtswidriger Angriffskrieg und Staatsterrorismus (Angriffe auf Atomanlagen, Fernsehsender und Zivilisten) sind für Bundeskanzler Merz "Drecksarbeit für uns alle"", kommentierte die BSW-Politikerin Sevim Dağdelen auf X. 

  • 13:35 Uhr

    Russischer Vize-Außenminister: "Wir warnen die USA davor, Israel militärische Hilfe zu leisten"

    Moskau warnt Washington vor direkter militärischer Hilfe für Israel, selbst vor spekulativen Äußerungen zu diesem Thema. Das geht laut Interfax aus einer Äußerung des Vize-Außenministers Sergei Rjabkow hervor, die er auf eine Frage der Journalisten tätigte. 

    Auf die Frage nach einer möglichen Einmischung der USA in den Nahostkonflikt antwortete Rjabkow: "Die Vereinigten Staaten stehen ständig im Mittelpunkt aller Prozesse, und zu sagen, dass sie sich früher nicht eingemischt haben und sich jetzt einmischen werden, wäre meiner Meinung nach falsch."

    Eine andere Frage ist, wie sie selbst die Situation mit der direkten militärischen Hilfe für Israel einschätzen. Wir warnen Washington vor solchen sogar spekulativen, hypothetischen Optionen. Das wäre ein Schritt, der die gesamte Lage radikal destabilisieren würde", betonte Rjabkow.

    Am Dienstag forderte US-Präsident Donald Trump Iran zur "Kapitulation" auf. Außerdem haben die USA begonnen, zusätzliche Streitkräfte in die Region zu verlegen. Gleichzeitig berichten US-Medien, dass die gestrige Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates in Washington ohne eine Entscheidung über einen direkten amerikanischen Angriff auf den Iran zu Ende gegangen ist.

  • 12:55 Uhr

    Davids Bumerang? – Israelische Luftabwehr auf Abwegen

    In der Nacht zum Mittwoch hat Iran erneut Vergeltungsangriffe gegen Israel gestartet, darunter auch auf die Hauptstadt Tel Aviv. Diverse Videoaufnahmen sollen zeigen, wie die israelische Luftabwehr versagt und von ihr verschossene Raketen in das eigene Gebiet einschlagen.

    In Anlehnung an die Bezeichnung "Davids Schleuder" für ein Teilsystem der Luftabwehr Israels werden die Vorfälle online als "Davids Bumerang" bezeichnet. Auch bei Vergeltungsschlägen in den Tagen davor konnte ein ähnlicher Vorfall beobachtet werden, als eine Abfangrakete mutmaßlich die eigene Batterie traf.

  • 12:30 Uhr

    IDF: 1.100 iranische Ziele seit Freitag getroffen 

    Die israelische Times of Israel berichtet über aktuelle Angaben der israelischen Armee (IDF) zum militärischen Vorgehen im Iran.

    Die israelische Luftwaffe hat demnach "seit Freitag bei Hunderten Angriffen im Iran über 1.100 iranische Einrichtungen getroffen", so IDF-Sprecher Effie Defrin in einer Pressekonferenz vom Mittwoch.

    "Wir operieren systematisch, um die nukleare Bedrohung zu neutralisieren", so die Erklärung, um zu ergänzen, dass die Angriffe weiterhin "den bedeutenden Schaden" an den ballistischen Raketen und der Luftabwehr des Irans vertiefen.

    Das Militär veröffentlichte während der Pressekonferenz Filmmaterial, das "Angriffe auf iranische Raketenabschussrampen und andere Einrichtungen im Iran" belegen soll, berichtet der Reporter Emanuel Fabian von der Times of Israel auf X.

    Parallel wurden laut dem IDF-Pressesprecher in den vergangenen Tagen "über 75 Ziele im Gazastreifen von der Luftwaffe angegriffen, so Effie Defrin, um zu ergänzen:

    "Im Gazastreifen kämpfen wir nach einem strukturierten Plan mit vier Divisionen."

  • 11:58 Uhr

    CNN: Mehr als 30 US-Tankflugzeuge im Kriegsgebiet Nahost stationiert

    Der US-Sender CNN berichtet in seinem Ticker zum Israel-Iran-Krieg über das gestrige Treffen von Präsident Donald Trump mit dem US-Sicherheitsgremium. Die Konsultation dauerte demnach rund eine Stunde.

    In dem Beitrag heißt es:

    "Mehr als 30 US-Tankflugzeuge wurden in den letzten Tagen in die Region geschickt, um sich auf die Möglichkeit vorzubereiten, dass Trump beschließt, die US-Luftwaffe zu beauftragen, israelische Kampfjets bei ihren Angriffen auf den Iran zu unterstützen, so zwei mit der Angelegenheit vertraute Quellen gegenüber CNN."

    Nach Angaben des Senders gibt es noch eine weitere Hintergrundinformation:

    "Israel hat die Vereinigten Staaten um eine rein 'defensive Haltung' in seinem Konflikt mit dem Iran gebeten, so der israelische Botschafter in den USA, Yechiel Leiter, gegenüber CNN."

  • 11:30 Uhr

    McGovern warnt vor False-Flag-Attacke gegen US-Flugzeugträger Nimitz



    Der ehemalige hochrangige CIA-Mitarbeiter Ray McGovern warnte vor einer False-Flag-Attacke gegen US-Kriegsmarine als möglichen Grund für den Kriegseintritt der USA gegen den Iran. In einem X-Post schrieb er, dass nicht der Iran, sondern Israel den Flugzeugträger USS Nimitz (CVN-68) angreifen könnte. Er wandte sich an den Kapitän des Schiffes:

    "Kapitän der USS Nimitz, rechnen Sie mit einem Angriff, wenn Sie sich dem Nahen Osten nähern – NICHT durch den Iran, sondern durch Israel, mit einem Angriff unter falscher Flagge, für den der Iran verantwortlich gemacht wird. Halten Sie Ihren Eid auf die Verfassung ein: Vertuschen Sie nichts, wie es die US-Marine getan hat, als Israel die USS Liberty angriff". 

    Die USS Nimitz CVN 68 ist eines der größten Kriegsschiffe der Welt und einer der ältesten, aktiven Flugzeugträger der U.S. Navy. Im Mai 1975 wurde sie mit Herstellungskosten von mehreren Milliarden US-Dollar in Betrieb genommen.

    Seit Dienstag ist bekannt, dass die USS Nimitz sich auf dem Weg in die Region befindet, um Israel in seinem Krieg gegen den Iran zu unterstützen. Das Schiff steht kurz vor der Ausmusterung, weshalb dies sein letzter Kampfeinsatz sein könnte. 

    Der von McGovern erwähnte Angriff der Israelis auf ein US-Kriegsschiff spielte sich während des Sechstage-Kriegs am 8. Juni 1967 ab. Das Aufklärungsschiff USS Liberty kreuzte im östlichen Mittelmeer in internationalen Gewässern weit der Kampfzone und wurde von der israelischen Luftwaffe attackiert und versenkt, 38 Besatzungsmitglieder starben. Angeblich handelte es sich um einen Fehler der israelischen Militärführung, die genauen Umstände der Katastrophe sind aber bis heute nicht vollständig geklärt

  • 11:10 Uhr

    "Denkt an Irak und Libyen!" – Macron warnt vor Regimewechsel in Iran

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat am Dienstag davor gewarnt, die iranische Regierung mit militärischen Mitteln zu stürzen.

    Ein solcher Schritt wäre der "größte Fehler" und würde Chaos bringen sowie den Nahen Osten noch weiter destabilisieren. Dabei sollten die militärischen Interventionen im Irak im Jahr 2003 und in Libyen im Jahr 2011 als warnendes Beispiel dienen, so Macron.

  • 10:54 Uhr

    Chef der Internationalen Atomenergiebehörde: "Keine Beweise für iranische Bemühung um Atombombe"

    Rafael Grossi, Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), erklärte gegenüber dem US-Sender CNN die Wahrnehmung seiner Behörde, dass demnach weiterhin keine Belege vorliegen würden, dass das iranische Atomprogramm aktuell am Bau einer Atombombe arbeite.

    Wörtlich gab er dem Sender zu Protokoll:

    "Wir hatten keine Beweise für eine systematische Bemühung, sich in Richtung einer Atombombe zu bewegen."

    Vor zwei Tagen hieß es in einer offiziellen Erklärung der IAEA, ausgehend von den Vorwürfen seitens Israels und der USA:

    "Ich erkenne die Zusammenarbeit und den Informationsaustausch zwischen den iranischen Behörden und der IAEA an. Die Agentur ist in Iran präsent und wird es auch bleiben. Die Überwachungsinspektionen in Iran werden fortgesetzt, sobald die Sicherheitsbedingungen es zulassen."

  • 10:24 Uhr

    EU-Beauftragte Kallas: EU wird bewaffnete Intervention der USA im Iran nicht unterstützen

    Nach einer Videokonferenz mit den 27 EU-Außenministern äußerte sich die EU-Beauftragte Kaja Kallas zu den Inhalten des Gesprächs und aktuellen Wahrnehmungen in Brüssel. 

    Eine mögliche militärische Beteiligung der Vereinigten Staaten an der militärischen Eskalation zwischen Israel und dem Iran würde den gesamten Nahen Osten "definitiv in einen größeren, gefährlicheren Konflikt hineinziehen", so Kallas am Dienstag mitteilend.

    Die Webseite Euro News berichtet Mittwochfrüh:

    "Kallas sagte heute in Brüssel deutlich, dass die Europäische Union eine bewaffnete Intervention der USA nicht unterstützen würde."

    Weiter heißt es in ihrer Erklärung:

    "Wenn sich die Vereinigten Staaten einmischen, dann wird das die Region definitiv in einen größeren Konflikt hineinziehen. Und das ist in niemandes Interesse. Wir drängen ständig darauf, diesen Krieg zu beenden, weil die Risiken einer Eskalation und eines Übergreifens zu groß sind. Auch die Risiken einer Fehlkalkulation, die diesen Konflikt noch größer macht, sind zu groß."

    Nach dem Videotelefonat mit den Außenministern wiederholte Kallas damit ihre früheren Aufrufe zu "maximaler Zurückhaltung und sofortiger Deeskalation". Brüssel habe laut Kallas ein "Katastrophenschutzverfahren aktiviert", um darüber die Mitgliedstaaten bei der Evakuierung ihrer Bürger, die den Iran verlassen wollen, zu unterstützen. Ein Problem laute dabei, dass "nicht alle EU-Länder über die notwendigen Flugzeuge zur Durchführung der Evakuierungen verfügen" würden.

  • 10:05 Uhr

    Iranische Offizielle: Armee schießt fünfte israelische F-35 ab

    Iranische Luftabwehrsysteme haben laut der Nachrichtenagentur IRNA ein israelisches Kampfflugzeug vom Typ F-35 über der Stadt Varamin südöstlich von Teheran abgeschossen. Die Meldung erfolgte "unter Berufung auf einen Vertreter der städtischen Behörden". Der IRNA-Artikel zitiert den Verantwortlichen mit der Erklärung:

    "Die Luftabwehr der Armee hat ein feindliches F-35-Kampfflugzeug des zionistischen Regimes in der Gegend von Javadabad im Stadtbezirk Varamin abgeschossen und eliminiert."

    Diese F-35 wäre damit das fünfte israelische Kampfflugzeug, das seit Beginn der iranisch-israelischen Eskalation am 13. Juni laut Angaben iranischer Behörden abgeschossen wurde. Laut der Nachrichtenagentur IRNA wurde zudem "über Varamin ein israelisches unbemanntes Luftfahrzeug abgeschossen".

    Eine gestrige IRNA-Meldung informierte zuvor, dass "die Luftabwehr der iranischen Streitkräfte in Täbris [Hauptstadt von Ost-Aserbaidschan im Norden Irans] erfolgreich einen israelischen F-35-Kampfjet in Täbris im Nordwesten des Iran abgeschossen" hatte. Ein X-Beitrag informiert zu den Ereignissen:

    "Die Luftabwehr der Armee schoss heute Morgen um 5 Uhr im Osten Isfahans [eine Stadt im Zentraliran] eine israelische Hermes-Drohne ab."

  • Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

    Info: https://freedert.online/der-nahe-osten/247599-liveticker-zum-iranisrael-krieg-medienbericht/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    18.06.2025

    Krieg gegen den Iran:
    Erledigt Israel die „Drecksarbeit für uns alle", so Kanzler Merz?

    Screenshot_2025_06_18_at_18_53_38_Krieg_gegen_den_Iran_YouTube




    https://www.youtube.com/@michaelluders1787


    youtube.com, 18.06.2025, Michael Lüders


    Info: Video https://youtu.be/svBQ8F01W4c?si=LAv6I8XNoFP43N6J Dauer 1:21:30 h


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.




    Weiteres: 




    Screenshot_2025_06_18_at_19_28_20_ATA_2025_Unclassified_Report.pdf


    Screenshot_2025_06_18_at_21_01_25_ATA_2025_Unclassified_Report.pdf



    Zitat daraus Seite 22


    Hier die DeepL Übersetzung ins Deutsche, unkorrigiert


    Strategischer Überblick

    Teheran wird versuchen, seine robusten Raketenfähigkeiten und sein erweitertes Atomprogramm sowie seine diplomatischen Kontakte zu regionalen Staaten und US-Rivalen zu nutzen, um seinen regionalen Einfluss zu stärken und das Überleben des Regimes zu sichern. Regionale und innenpolitische Herausforderungen, allen voran die Spannungen mit Israel, stellen die Ambitionen und Fähigkeiten des Iran jedoch auf eine harte Probe.


    Eine geschwächte Hisbollah, der Untergang des Asad-Regimes in Syrien und Irans eigenes Versagen, Israel abzuschrecken, haben dazu veranlasst, dass die Führung in Teheran grundlegende Fragen zu Irans Vorgehen stellt. Irans durchweg unterdurchschnittliche Wirtschaftsleistung und gesellschaftliche Missstände werden das Regime auch innenpolitisch weiter auf die Probe stellen

    Zitatende 



    ! Frage: Warum gibt Michael Lüders den Inhalt des Papiers so unrichtig wieder, wenn er im Video feststellt, dass der Iran zwar keine Atombombe habe aber anders als er sagt lt. Papier "doch" beabsichtige? 

    Allerdings umfasst das von mir gefundene Papier ATA-2025 lediglich 31 Seiten, und eine wahrscheinliche Langversion des Papiers wird dann umfangreicher sein, wo er das ggf. "rausgelesen" haben kann.


    Vielleicht verstehe aber ich den Begriff "erweitertes Atomprogramm" (expanded nuclear program) einfach nur falsch


    Gruß Thomas



    Info: https://www.dni.gov/files/ODNI/documents/assessments/ATA-2025-Unclassified-Report.pdf


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

    18.06.2025

    Liveticker zum Iran/Israel-Krieg: Ayatollah Chamenei lehnt Kapitulation ab – und droht USA

    freedert.online, 18 Juni 2025 15:00 Uhr

    Israel hat in der Nacht auf Freitag Iran angegriffen. Nach israelischen Angaben griffen Kampfflugzeuge mehrere Ziele in der Islamischen Republik an. Dabei seien Militäreinrichtungen und Atomanlagen getroffen worden. Zudem wurden mehrere iranische Atomwissenschaftler sowie hochrangige Angehörige des Militärs und der Revolutionswächter getötet. Teheran bewertet den Angriff als Kriegserklärung und kündigte Vergeltung an.


    Irans Oberster Führer Ayatollah Ali Chamenei

    Quelle: Gettyimages.ru © Pool/Pool

    • 18.06.2025 18:13 Uhr

    18:13 Uhr

    Merz will die "kritischen Stimmen" zu seiner "Drecksarbeit"-Aussage nicht kommentieren

    Nachdem Bundeskanzler Friedrich Merz am Dienstag im Interview mit dem ZDF in Bezug auf den israelischen Angriff auf Iran gesagt hatte, dass Israel "die Drecksarbeit für uns alle erledige, wurde dies von zahlreichen Politikern aus SPD, der Linken und dem BSW kritisiert. Nun hat sich Merz zu der Kritik an seiner Aussage geäußert. Am Rande seines Treffens mit den Regierungschefs der Länder sagte er:

    "Diese Aussage hat überwiegend Zustimmung gefunden. Deswegen freue ich mich, dass das von vielen anderen so geteilt wird. Und die wenigen kritischen Stimmen, die es da gegeben hat, muss ich nicht kommentieren."

  • 17:43 Uhr

    Teheran: Trump lügt – "Das Einzige, was noch verabscheuungswürdiger ist, ist seine feige Drohung"

    Teheran dementiert, die USA um Verhandlungen über das eigene Atomprogramm gebeten zu haben. Die iranische Vertretung bei den Vereinten Nationen erklärte in Bezug auf Trumps jüngste Behauptungen:

    "Kein iranischer Beamter hat jemals darum gebeten, vor den Toren des Weißen Hauses zu kriechen. Das Einzige, was noch verabscheuungswürdiger ist als seine Lügen, ist seine feige Drohung, den Obersten Führer Irans 'auszuschalten'."

    Weiterhin heißt es:

    "Iran verhandelt nicht unter Zwang, wird keinen Frieden unter Zwang akzeptieren, und schon gar nicht mit einem ehemaligen Kriegstreiber, der sich an seine Bedeutung klammert. Iran wird auf jede Drohung mit einer Gegendrohung und auf jede Aktion mit Gegenmaßnahmen reagieren."

  • 17:33 Uhr

    "Sie bringen hier eine Eilmeldung" – US-Senator verplappert sich bei Carlson zu Angriffen auf Iran



    Der US-Journalist Tucker Carlson hat auf seinem X-Kanal einen Teaser für sein am Donnerstag erscheinendes Interview mit dem republikanischen US-Senator Ted Cruz veröffentlicht. Das Video geht gerade in den sozialen Medien viral.

    Ted Cruz ist ein überzeugter Befürworter eines Regimewechsels in Iran. Während des Interviews muss der US-Politiker zugeben, dass er die Einwohnerzahl Irans nicht kennt. Carlson hakt nach: "Sie wissen nicht, wie viele Einwohner das Land hat, das Sie stürzen wollen?"

    Im weiteren Verlauf des Interviews deutet Cruz eine aktive Mitwirkung der USA an den jüngsten Angriffen Israels auf Iran an und widerspricht damit den diesbezüglichen Dementis des Weißen Hauses.

  • 17:09 Uhr

    Trump: "Niemand weiß, was ich tun werde"

    US-Präsident Donald Trump will sich zumindest öffentlich nicht auf einen klaren Kurs festlegen. Bei einer Begegnung mit US-Pressevertretern gab er keine klare Antwort, ob die USA aktiv in den Konflikt zwischen Israel und Iran eingreifen werden. Während eines Auftritts auf dem Rasen vor dem Weißen Haus antwortete er gegenüber Reportern auf die Frage, ob die USA iranische Atomanlagen angreifen würden:

    "Vielleicht tue ich es. Vielleicht tue ich es aber auch nicht. Ich meine, niemand weiß, was ich tun werde."

    Und wenn, dann werde er das auch nicht im Vorhinein verkünden, fuhr er fort.

    Trump sagte ebenfalls, die Iraner hätten Kontakt mit ihm aufgenommen, aber er glaube, es sei "sehr spät für Gespräche". Er moniert, eine Lösung hätte bereits früher gefunden werden können. Es sei "ein großer Unterschied zwischen jetzt und vor einer Woche", betonte Trump. 

    Auf die jüngsten Aussagen des Obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei, wonach dessen Land im Konflikt mit Israel "niemals kapitulieren" werde, erwiderte Trump: "Ich sage: Viel Glück." Trump räumte zudem ein, dass er Teheran ein Ultimatum gestellt habe:

    "Das kann man so sagen. Vielleicht könnte man es das ultimative – das ultimative Ultimatum nennen."

    Den israelischen Premier Benjamin Netanyahu habe er zudem aufgefordert, dieser solle "weitermachen", so Trump. "Ich spreche jeden Tag mit ihm", sagte der US-Präsident.

    "Er ist ein guter Mann, der viel leistet."

  • 16:15 Uhr

    "Hermes-Lieferung" gestoppt – Iran schießt israelische Drohne ab

    Die iranische Luftabwehr hat am Mittwoch eine "Hermes 900"-Drohne über der Stadt Isfahan abgeschossen.

    Um circa 5.00 Uhr morgens soll die Aufklärungs- und Angriffsdrohne des israelischen Herstellers Elbit getroffen worden sein. Mit ungewöhnlicher Offenheit bestätigte das israelische Militär den Verlust der Drohne. Die Bundeswehr erwägt ebenfalls die Anschaffung von bis zu acht dieser Drohnen.

  • 15:55 Uhr

    Wall Street Journal: Israel geht Vorrat an Arrow-Abfangraketen aus

    Die US-Zeitung Wall Street Journal berichtet über mutmaßliche Sorgen in der Führung der israelischen Armee (IDF). So heißt es, dass bei der Luftabwehr ein "erheblicher Mangel an Arrow-Abfangraketen" vorliege (Bezahlschranke). "Arrow" ist ein Raketenabwehrsystem zur Abwehr von ballistischen Raketen. Dazu berichtet das WSJ:

    "Einem US-Beamten zufolge gehen Israel die defensiven Arrow-Abfangraketen aus, was Bedenken hinsichtlich der Fähigkeit des Landes weckt, ballistische Langstreckenraketen aus Iran abzuwehren, wenn der Konflikt nicht bald gelöst wird."  

    Das Pentagon sei sich der Kapazitätsprobleme bei den israelischen Kollegen "seit Monaten bewusst", so der ungenannte Beamte. Weiter heißt es:

    "Washington habe Israels Abwehr mit Systemen am Boden, zur See und in der Luft aufgestockt. Seit der Eskalation des Konflikts im Juni hat das Pentagon weitere Raketenabwehrsysteme in die Region entsandt, und nun wird befürchtet, dass auch die Abfangraketen der USA aufgebraucht sind."

    Der Direktor des "US-Missile Defense Project" am Center for Strategic and International Studies wird mit den Worten zitiert:

    "Die Israelis und ihre Freunde müssen mit aller gebotenen Eile tun, was getan werden muss, denn wir können es uns nicht leisten, tatenlos zuzusehen."

    "Israel Aerospace Industries", das Unternehmen, das laut Artikel die Arrow-Abfangraketen herstellt, reagierte demnach nicht auf Bitten um eine Stellungnahme. Die israelischen Verteidigungsstreitkräfte erklärten demgegenüber laut WSJ in einer Stellungnahme:

    "Die IDF sind auf jedes Szenario vorbereitet und bereit, damit umzugehen. Leider sind wir nicht in der Lage, uns zu Angelegenheiten zu äußern, die mit Munition zu tun haben."

  • 15:20 Uhr

    "Das sagt ein Nachkomme der Nazis" – Sacharowa reagiert auf Merz "Drecksarbeit"-Aussage

    Russland hat die Behauptung von Bundeskanzler Friedrich Merz scharf kritisiert, wonach Israel die "Drecksarbeit" für den ganzen Westen mache und dass er für Israels Vorgehen gegen den Iran dankbar sei. Auf diese Worte wurde die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, aufmerksam und reagierte darauf bei Telegram. Dies sei die schrecklichste Äußerung, die sie jemals gehört habe. Sie hätte sich solche Worte niemals vorstellen können.

    "Das sagt ein Nachkomme der Nazis, dessen Großvater Josef Paul Sauvigny zu den Zeiten des Dritten Reichs im Amt des Bürgermeisters von Brilon Straßen zu Ehren von Hitler und Goebbels umbenannt hat."

    Sacharowa erinnerte außerdem daran, dass Merz' Opa der NSDAP angehört hatte und Mitglied der Reserve der SA war. 

    Den ganzen RT-Artikel zu der Reaktion der Außenamtssprecherin Maria Sacharowa lesen sie hier

  • 14:55 Uhr

    Erdoğan: "Netanjahu hat den grausamen Hitler bereits hinter sich gelassen"

    Seit Jahren bezeichnet und vergleicht der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan den israelischen Premier Netanjahu in Reden auch mal als "Hitler". Vor Abgeordneten seiner regierenden AK-Partei wählte Erdoğan aktuell laut türkischen Medien besonders harte und gewohnt direkte Formulierungen. So heißt es bei Çağdaş Kocaeli Gazetes:

    "Präsident Erdoğan bezeichnete Israels Angriffe auf Iran als 'Staatsterrorismus' und erklärte: 'Netanjahu hat den grausamen Hitler im Verbrechen des Völkermords bereits hinter sich gelassen. Wir hoffen, dass ihr Schicksal nicht dasselbe sein wird. Das Blut der abgeschlachteten Zivilisten, der ermordeten Babys und Kinder ist auf die Hände und Stirnen derjenigen gespritzt, die schweigen, und auch derjenigen, die Israels verdorbenes Verhalten unterstützen."

    Der türkische Präsident betonte das Recht Irans, sich zu verteidigen:

    "Es ist ein natürliches, legitimes und legales Recht für Iran, sich gegen Israels Schlägereien und Staatsterrorismus zu verteidigen. Alle Länder in unserer Region, einschließlich unseres Nachbarn Iran, sollten die notwendigen Lehren aus diesen Ereignissen ziehen."

    Mit Blick auf die Angriffe Israels auf Iran erklärte Erdoğan, dass "alle unsere Institutionen über die möglichen Auswirkungen dieser Angriffe auf die Türkei in Alarmbereitschaft versetzt" wurden. Die Bürger des Landes könnten daher beruhigt sein.

  • 14:20 Uhr

    Der Angriff Israels auf Iran bedroht alle Menschen weltweit

    Jordaniens König Abdullah II. verurteilte in seiner Rede vor den Abgeordneten des Europäischen Parlaments in Straßburg Israels Angriff auf Iran.

    Er erklärte, dass die israelische Militäroperation den Konflikt in der Region auf ein Niveau ausgeweitet habe, das eine globale Bedrohung darstelle. "Da Israel seine Offensive auf Iran ausgeweitet hat, kann niemand mit Sicherheit sagen, wo die Grenzen dieses Schlachtfelds enden werden", betonte Abdullah II. "Und das ist eine Bedrohung für die Menschen überall."

  • 14:02 Uhr

    Chamenei in TV-Ansprache: Militärisches Eingreifen der USA "mit irreparablen Folgen verbunden"

    Im Rahmen einer am Mittwoch aufgezeichneten Fernsehansprache präsentierte sich Irans Oberster Führer Ayatollah Ali Chamenei den Bürgern des Landes.

    In seiner Rede warnte er die USA vor den "irreparablen Schäden", die Washington im Falle einer Militäraktion gegen den Iran zu verantworten hätte, und betonte, dass "die iranische Nation niemals aufgeben werde", so die Nachrichtenagentur Tasnim news agency berichtend.

    Chamenei bezeichnete das Agieren Israels laut Agenturmeldung als "'dumme und böse' Aggression des zionistischen Feindes". Die jüngste schriftliche Attacke seitens US-Präsident Trump, der Forderung nach einer "bedingungslosen Kapitulation", wies Chamenei mit scharfen Worten zurück. Dazu heißt es:

    "Chamenei wies die drohenden Äußerungen des US-Präsidenten zurück und sagte, dass weise Menschen, die mit der iranischen Nation und der Geschichte vertraut sind, niemals mit dem Iran in einer Sprache der Drohung sprechen würden, weil es für die iranische Nation unmöglich ist, sich zu ergeben."

    Die Warnung an Washington lautet:

    "Und die Amerikaner sollten wissen, dass jedes militärische Eingreifen der USA zweifellos mit irreparablen Folgen verbunden sein wird.

    Das Social-Media-Team der iranischen Führung ergänzte via X mit der Aussage Chameneis:

    "Der US-Präsident bedroht uns. Mit seiner absurden Rhetorik fordert er, dass sich das iranische Volk ihm unterwirft. Sie [Washington] sollen Drohungen gegen diejenigen aussprechen, die Angst davor haben, bedroht zu werden. Das iranische Volk fürchtet sich nicht vor solchen Drohungen."

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    Info: https://freedert.online/der-nahe-osten/247599-liveticker-zum-iranisrael-krieg-medienbericht/


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    18.06.2025

    Sacharowa weist Merz wegen Lobrede für Israel zurecht: "Das sagt ein Nachkomme der Nazis"

    freedert.online, 18 Juni 2025 14:28 Uhr

    Die Worte von Bundeskanzler Friedrich Merz zu Israels Angriff auf Iran haben nicht nur in Deutschland hohe Wellen geschlagen. Auch in Russland wurde die Aussage des CDU-Politikers mit Befremden aufgenommen. Außenamtssprecherin Maria Sacharowa äußerte sich unumwunden.


    Quelle: Legion-media.ru © Hannes P Albert


    Symbolbild


    Russland hat die Behauptung von Bundeskanzler Friedrich Merz scharf kritisiert, wonach Israel die "Drecksarbeit" für den ganzen Westen mache und dass er für Israels Vorgehen gegen den Iran dankbar sei. Auf diese Worte wurde die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, aufmerksam und reagierte darauf bei Telegram. Dies sei die schrecklichste Äußerung, die sie jemals gehört habe. Sie hätte sich solche Worte niemals vorstellen können.

    "Das sagt ein Nachkomme der Nazis, dessen Großvater Josef Paul Sauvigny zu den Zeiten des Dritten Reichs im Amt des Bürgermeisters von Brilon Straßen zu Ehren von Hitler und Goebbels umbenannt hat."

    Sacharowa erinnerte außerdem daran, dass Merz' Opa der NSDAP angehört hatte und Mitglied der Reserve der SA war. Der Vater des jetzigen Bundeskanzlers, Joachim Merz, hatte in den Reihen der Wehrmacht gegen die Rote Armee gekämpft, welche die Welt vor dem Faschismus gerettet hatte, fügte die Diplomatin hinzu. Mit Blick auf die russische Sonderoperation in der Ukraine betonte Sacharowa:       

    "Russland setzt heute die Arbeit fort, die seinerzeit die Antifaschisten begonnen haben."

    Iran hat seine Position zum Atom-Programm auch nach dem "Blitzkrieg" Israels nicht geändert – Warum?




    Analyse

    Iran hat seine Position zum Atom-Programm auch nach dem "Blitzkrieg" Israels nicht geändert – Warum?





    Zuvor hatte der CDU-Politiker im Gespräch mit dem ZDF am Rande des G7-Gipfels im kanadischen Kananaskis Israel für dessen Angriff auf Iran gelobt. Auch Deutschland sei von dem Regime in Teheran betroffen. Es habe "mit Anschlägen, mit Mord und Totschlag" Zerstörung über die Welt gebracht. Der Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 auf Israel wäre ohne Iran niemals möglich gewesen. Merz verwies zudem auf Drohnenlieferungen an Russland für den Ukraine-Krieg. Daher habe er Respekt davor, dass die israelische Regierung den Mut dazu gehabt habe.

    Inzwischen hatten zahlreiche Staaten die israelische Militäroperation gegen Iran verurteilt. Russland und China nannten den Angriff eine grobe Verletzung des Völkerrechts und der UN-Charta. Präsident Wladimir Putin zeigte sich sehr besorgt wegen einer möglichen Eskalation. Diese hätte nicht voraussagbare Folgen für die gesamte Nahost-Region. Das Außenministerium in Moskau warnte seinerseits, dass die israelischen Angriffe auf die friedlichen iranischen Atomanlagen die Welt an den Rand einer Atomkatastrophe bringen könnten.


    Mehr zum Thema – Der Angriff Israels auf Iran bedroht alle Menschen weltweit



    Screenshot_2025_06_18_at_18_18_19_Sacharowa_weist_Merz_wegen_Lobrede_f_r_Israel_zurecht_Das_sagt_ein_Nachkomme_der_Nazis_RT_DE

    Audio https://mcdn.podbean.com/mf/download/7m5tpv7sqx4f7kmh/Israel_greift_Iran_an_Wer_sta_rker_ist_hat_Recht_O_lpreis_explodiert9eeo9.mp3 Dauer 6:48 min


    Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu

    Info: https://freedert.online/international/248198-sacharowa-weist-merz-wegen-lobrede-fuer-israel-zurecht/


    unser Kommentar: Als Information zur Kenntnisnahme, wobei für uns das kriegerische Geschehen, wie z. B. in der Ukraine sowie in Israel, Palästina und sonstwo, keinerlei Zustimmung bzw. Rechtfertigung erhält.

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